BWL 3 by wuyunyi

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									                                     BWL 3.Semester Teil1
Gütermenge:
    Setzt sich aus dem Sozialprodukt zusammen (durch volkswirtschaftliche Gesamtrechnung)

Geldmenge:
    Geregelt durch Bundesbank und EZB
    Setzt sich zusammen aus:
        o Vorhandenes Geld
        o Umlaufgeschwindigkeit (steigt, wenn Leitzinsen und Darlehenszinsen und Kreditaufnahmen von
             Kunden steigen)

Geld erhält seinen Wert durch eine Deckung:
    Früher: Golddeckung
    Heute: Güterdeckung (die in der Volkswirtschaft produziert werden)

Funktion des Geldes:
    Tauschmittel
    Recheneinheit:
          o Zur Vergleichbarkeit zwischen Güter
          o Ausdruck des Wertes eines Gutes
    Wertaufbewahrungsmittel:
          o In Form von Geld können gewisse Werte lange aufgehoben werden (außer bei Inflation)
    Kaufkraftübertragungsmittel:
          o Geld kann übertragen werden, von einem auf einen anderen Besitzer

Zahlungsmittel:
    Bargeld
         o Besteht aus Banknoten und Münzen
         o Gläubiger muss Banknoten unbegrenzt annehmen
    Buchgeld (Giralgeld)
         o Giroeinlagen bei Kreditinstituten
    Geldersatzmittel
         o Im Umlauf befindliche Schecks und Wechsel
         o Kein Annahmezwang des Gläubigers
         o Dienen zahlungshalber als Geldersatz

Zahlungsarten:
    Bare Zahlung
         o Zahlung erfolgt mit barem Geld
    Halbbare Zahlung
         o Zahlung erfolgt Bareinzahlung und Gutschrift auf dem Empfängerkonto mittels Zahlschein
         o Zahlung erfolgt durch Abbuchung und Barauszahlung an den Empfänger
    Bargeldlose Zahlung
         o Zahlung erfolgt durch Abbuchung und Gutschrift auf dem Empfängerkonto

Elektronischer Zahlungsverkehr:
    Home banking
    Telefon banking
    Electronic cash
          o Mit PIN
                  Legitimation mittels Pin
                  Prüfung der Kartensperre
                  Prüfung der Bonität
                  Zahlungsgarantie
                                                  -1-
                 Hohe Gebühren für den Händler
        o Ohne PIN
                 Legitimation mittels Unterschrift
                 Prüfung der Kartensperre
                 Keine Prüfung der Bonität
                 Keine Zahlungsgarantie
                 Mittlere Gebühren für den Händler
        o Elektronisches Lastschriftverfahren
                 Legitimation mittels Unterschrift
                 Keine Prüfung der Kartensperre
                 Keine Prüfung der Bonität
                 Keine Zahlungsgarantie
                 Keine Gebühren für den Händler
    Kreditkarte
        o Kreditkarte ermöglicht bargeldlose Zahlung gegen Vorlage und Prüfung der Karte sowie
            Übertragung der Kartennummer und Unterschrift auf die Abrechung
    Geldkarte
        o Schnelles und anonymes Bezahlen ohne PIN und Unterschrift
        o Immer passendes Kleingeld
        o Bei Verlust der Karte wie Bargeldverlust
        o Investitionen für Händler, Umsatzprovision an Bank

Zahlungsträger:
    Formulare der Geldinstitute, die zur Abwicklung des Zahlungsverkehres dienen.

Überweisung:
   Einzelüberweisung
         o Überweisung eines Betrages an einen Gläubiger
   Sammelüberweisung
         o Überweisung mehrerer Beträge an mehrere Gläubiger
   Dauerauftrag
         o Überweisung regelmäßiger wiederkehrender und gleicher Beträge an den selben Empfänger

Lastschrift:
    Einzugsermächtigungsverfahren
          o Zahler ermächtigt Empfänger, den Betrag seiner Forderung durch dessen Bank von seinem
             Konto einziehen zu lassen.
          o Belastung kann jederzeit aufgehoben werden
    Abbuchungsverfahren:
          o Zahler erlaubt dem Empfänger und beauftragt sein Geldinstitut, den geforderten betrag von
             seinem Konto abbuchen zu lassen.
          o Belastung kann nicht aufgehoben werden

Scheck:
    Scheck ist eine Urkunde, in welcher der Aussteller ein Geldinstitut anweist, bei Sicht aus seinem
      Guthaben einen bestimmten Betrag zu zahlen.
    Scheck enthält:
         o Bestimmte Geldsumme in Wort und Zahl
         o Bezeichnung Scheck
         o Zahlungsort
         o Ort und Datum der Ausstellung
         o Unterschrift des Ausstellers
         o Schecknummer
         o Kontonummer
         o BLZ
                                                    -2-
    Scheckarten:
        o Art der Weitergabe:
                Inhaberscheck
                Orderscheck
                Rektascheck
        o Art der Einlösung:
                Barscheck
                Verrechungsscheck

Wechsel:
   Wechsel ist eine Urkunde, in welcher der Gläubiger (Aussteller) den Schuldner auffordert, einen
     bestimmten betrag an eine bestimmte Person zu bezahlen
   Wechsel enthält.
         o Bezeichnung Wechsel
         o Ort und Datum der Ausstellung
         o Verfallszeit
         o Name des Wechselnehmers
         o Bestimmte Geldsumme in Wort und Zahl
         o Name des Bezogenen
         o Zahlungsort
         o Unterschrift des Ausstellers

Was bedeutet Finanzierung:
   Meist liegen Geldzuflüsse und Geldabflüsse zeitlich weit auseinander (z.B. bei einem Projekt, bei dem
      man viel im Vorfeld bezahlen muss (Löhne, Gagen, etc...)bevor man Einnahmen hat)
   In der Regel also erst Ausgabe, dann Einnahme. Daher die Notwendigkeit der Finanzierung
      (Überbrückung des zeitlichen Auseinanderfallens von Einnahmen und Ausgaben)
   Bilanz:
         o Auf der Aktivseite:
                  Mittelverwendung
                  Investitionen
         o Auf der Passivseite:
                  Mittelherkunft
                  Eigenkapital
                  Fremdkapital
                  Finanzierung

                                          Finanzierung


              Außenfinanzierung                                  Innenfinanzierung

Eigenfinanzierung           Fremdfinanzierung             Selbstfinanzierung         Finanzierung durch
(Eigenkapital)              (Bank etc...)                 (z.B. aus Einbehaltung     Umschichtung von
                                                           von Gewinnen etc...)      Vermögen
                                                                                     (Verkauf von Anlage-
                                                                                      vermögen, Aktien etc)
                            kurzfristig   langfristig

Einzel-     Personen     Kapital
Unternehmen Gesellschaft Gesellschaft




                                                    -3-
Fremdfinanzierung:
   1. nach der Laufzeit
       kurzfristig (< 1 Jahr)
       langfristig (> 1 Jahr)

   2. nach der Verfügbarkeit
       Darlehen mit Festbetrag
             o Darlehensbetrag ist fest vereinbart, i.d.R. bei langfristigen Krediten
             o Unter Umständen wird Darlehensbetrag nicht vollständig ausbezahlt (DISAGIO = Abgeld)
                Beispiel: Darlehen 100.000 Euro, Disagio 3%, Auszahlungsbetrag folglich 97.000 Euro,
                jedoch Rückzahlungsbetrag 100.000 Euro, Zinszahlung ebenfalls auf 100.000 Euro.
                Wirkung: Zinserhöhung (der effektive Zins ist höher als der im Kreditvertrag genannte
                Zinssatz)
       Kontokorrentkredit
             o Kreditbetrag nach Bedarf, jedoch Überzeihungsgrenze
             o Im Privatbereich: Girokonto mit Überzeihungskredit (Dispo)
             o Vorteil:
                     Inanspruchnahme nach Bedarf
                     Ohne weitere Rücksprache mit der Bank
                     Zinszahlung nur auf in Anspruch genommenen Kredit
             o Nachteil:
                     Hoher Zinssatz

   3. nach der Rückzahlungsart:
       Fälligkeitsdarlehen
             o Darlehensbetrag ist an einen im Vertrag festgelegten Datum in einem betrag zurückzuzahlen
             o Keine Tilgung
       Kündigungsdarlehen
             o Darlehensbetrag nach der Kündigung des Vertrages zurückzuzahlen
             o In der Regel Kündigungsfrist
             o Keine Tilgung, nur fester Zinssatz
       Abzahlungsdarlehen
             o In de Regel monatliche Tilgung in festgelegten Raten
             o Monatlich gleichbleibende Tilgungsbetrag
             o Zinsbetrag werden immer weniger, da der Kreditbetrag durch die monatliche Tilgung
                geringer wird.
             o Gesamtbetrag von Tilgung und Zinsbetrag nimmt ab.
       Annuitätsdarlehen
             o Monatlich gleiche Rückzahlungsbeträge aus Tilgung und Zins!
             o Im Verlauf des Darlehens wechselt der Anteil von Tilgungs- und Zinsbetrag, da am Anfang
                der Darlehensbetrag groß ist und somit viele Zinsen enthalten sind und der Tilgungsbetrag
                klein ist. Am Ende des Darlehens ist der Darlehensbetrag klein und somit also auch der
                Zinsanteil, hingegen ist der relative Tilgungsanteil hoch.
             o Buchungstechnisch:
                     Tilgungsanteil entspricht Darlehensschulden (Soll)
                     Zinsanteil entspricht Zinsaufwand (Soll)

   4. nach der Sicherungsart:
       persönliche Sicherheit
             o Blankkredit
                     Kreditgewährung ohne besondere Sicherheit (kann sich sehr schnell ändern, daher
                       wird kein sehr hoher Kreditrahmen gewährt)




                                                  -4-
       o Bürgschaftskredit
             Bürge übernimmt die Rückzahlung, falls Schuldner nicht mehr will oder kann
             Ausfallbürgschaft:
                    Bürge kann erst in Anspruch genommen werden, wenn Pfändung bei
                       Kreditnehmer erfolglos bleibt
             Selbstschuldnerische Bürge:
                    Kreditnehmer kann sich direkt an den Bürgen wenden und Zahlung verlangen,
                       wenn Kreditnehmer nicht bzw. nicht mehr bezahlt.
                    In der Regel verlangen Benken einen solche Bürgschaft
                    In der Regel sind solche Bürgschaften auf einen Höchstbetrag begrenzt.

       o Avalkredit
             Bürgschaft der Bank (Kreditleihe), Bank bürgt für Kreditnehmer gegenüber anderen
                Banken oder Unternehmen
             Z.B. beim Schiffsbau, der mehrere Jahre dauert und viele Millionen kostet

       o Zessionskredit (Zession = Abtretung):
             Kreditnehmer tritt Forderung an Kreditgeber ab. Falls Kreditnehmer nicht mehr
                zurückzahlen kann, kann sich Kreditnehmer an Drittschuldner wenden und Zahlung
                ihrer Forderung an Kreditgeber verlangen (Einzelzession).
             Beleihungsgrenze 50%
             Offene Zession: Drittschuldner wird von der Abtretung in Kenntnis gesetzt
             Stille Zession: Drittschuldner erfährt erst im fall der Inanspruchnahme von der
                Abtretung
             Mantelzession: stille Abtretung von bestimmten Forderungssummen (bis zu einer
                bestimmten Höhe), die sich aus einer beigefügten Liste ergibt (Debitorenliste =
                Kundenliste). Diese muss von Zeit zu Zeit für den Kreditgeber erneuert werden (da
                sich die Kunden ständig ändern, Neue kommen dazu, Andere fallen weg).
                Vorteil: Zession muss nicht ständig erneuert werden.
             Globalzession: Abtretung sämtlicher bestehenden und zukünftigen Warenforderungen
             Moderne Form der Zession ist das „Factoring“
                     Forderungen werden an „Factoring Institut“ verkauft, Unternehmen erhält
                        Kredit/Geld sofort
                     Im Gegensatz zum Inkasso – Unternehmen, bei dem nur die Forderung
                        verkauft wird, das Geld jedoch erst nach Eintreiben ausbezahlt wird)

 dingliche Sicherheit
     o Eigentumsvorbehalt ETV:
              Au der Rechung steht: „....Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung unser
                 Eigentum....“ z.B. bei Ratenzahlung
              Nachteil für Unternehmen:
                     Geliefertes Gut kann zerstört werden, kaputt gehen
                     Risiko des Zwischenverkaufs
                     Erlöschen der WTV bei Weiterveräußerung

       o Verlängerter Eigentumsvorbehalt:
             Muss ausdrücklich in Rechung festgelegt sein
             Lieferer hat dann auch auf verarbeitete Güter Zugriffsrecht

       o Sicherungsübereignung
             Gegenstand wird zur Sicherung übereignet, z.B. Autokauf bei Hausbank des
                Autohauses:
                    Kreditgeber bleibt Eigentümer
                    Kreditnehmer wird Besitzer, bis Kredit vollständig abbezahlt ist)

                                            -5-
                     Bei Zahlungsausfall das Kreditnehmers kann der Kreditgeber den zur
                      Sicherheit übereigneten Gegenstand verwerten
                     Vorteil:
                         o Angeschaffter Gegenstand ist im Besitz des Kreditnehmers
                         o Kann sofort genutzt werden
                         o Keine dritten Personen nötig
                     Nachteil für Bank:
                         o Zwischenveräußerung
                         o Verlust bei Schadensfall
                     Beleihungsgrenze: 60-70 %

      o Diskontkredit:
            Einreichung eines Kundenwechsels beim Geldinstitut zum Diskont
            Barwert wird gutgeschrieben, Zins für die Restlaufzeit (Diskont) im voraus
              abgezogen

      o Faustpfandrecht:
            Der zur Sicherung des Kredites dienende Gegenstand bleibt Eigentum des
               Kreditnehmers, aber wird besitz des Kreditgebers (Faustrecht)
            BSP: Pfandhaus !
                   Wertgegenstand geht an Pfandhaus, dafür bekommt derjenige Geld
                   Bei Nicht – Rückzahlung des Kredits (mit Zinsen) geht der besitz in das
                      Eigentum des Pfandleihers über.
                   Beleihungsgrenze relativ gering ~50%
            Anwendungsmöglichkeiten:
                   Für wertvolle, leicht zu transportierende und zu verwahrende Gegenstände,
                      z.B. Schmuck

      o Besondere Form des Lombardkredit:
            Besonderer Unterform des Faustpfandrechts
            Zur Sicherung des Kredits dienen Wertpapiere, z.B. Aktien
            Vor allem, wenn Kreditgeber die Bank ist.....
            Beleihungsgrenze: 50 ~ 90 %

 Grundpfandrechte:
            Als Sicherheit dienen Grundstücke, gegebenenfalls mit Gebäude
            Kreditgeber kann bei Nicht – Rückzahlung des Kredits das Grundstück (evtl. mit
               Gebäude) „verwerten“ (verkaufen, versteigern, verpacken)

      o Hypothekarkredit
            Voraussetzung:
                   Persönliche Forderung des Kreditgebers gegen den Kreditnehmer
            Bei Schwierigkeiten bei der Rückzahlung kann Kreditgeber Grundstück verwerten
            Sollte der Betrag aus der Verwertung des Grundstückes nicht ausreichen, die
              geliehene Summe des Kredits abzudecken, so bleibt die Forderung bestehen, bis der
              volle Betrag abbezahlt ist.
            Kreditnehmer kann also weiterhin in Anspruch genommen werden.

      o Grundschuldkredit
            Keine persönliche Schuld
            Nur Grundstücke (+ Gebäude) „haftet“
            Beleihungsgrenze: 60-70 %




                                          -6-
                      Briefgrundschuld:
                       Schuld wird „verbrieft“ und kann somit durch Weitergabe, z.B. an Bank
                       weitergegeben werden. Wer den Grundschuldbrief in den Händen hat, darf auch das
                       Grundstück pfänden.
                      Buchgrundschuld:
                       Wird auf den Namen des Kreditgebers in das Grundbuch eingetragen.

Eigenfinanzierung:
 hierfür ist die Rechtsform des Unternehmens ausschlaggebend

Unternehmensformen:
 Juristische Person: Rechtskonstrukt
 Unternehmer: jeder der selbständig, freiberuflich (Ärzte und Rechtsanwälte) oder gewerbetreibend tätig ist.

Rechtsformen:
   1. Einzelunternehmen
        zur Eigenkapitalerhöhung muss Kapital aus dem Privatbereich eingebracht werden.
   2. Personengesellschaften (kein Mindestkapital zur Gründung nötig)
        nicht emissionsfähig, nicht in der Lage, an die Börse zu gehen
   3. Kapitalgesellschaften
        GmbH ist nicht emissionsfähig, nicht in der Lage, an die Börse zu gehen
        AG ist emissionsfähig, muss aber nicht an die Börse gehen
   4. Mischformen/ Sonderformen

Zu 1.:
Eine Person, Vereinigung von Kapital und Leistung

Zu 2.:

GBR Gesellschaft bürgerlichen Rechts (BGB § 705ff):
Kann jeden beliebigen Zweck verfolgen

OHG offene Handelsgesellschaft (HGB § 105ff):
  o Mehrere Personen
  o Zweck: Handelsgewerbe, keine Haftungsbeschränkung gegenüber Gesellschaftsgläubiger.( unmittelbar,
     unbeschränkt und solidarisch = gesamtschuldnerisch)
  o Jeder Gesellschafter hat auch Geschäftsleiterbefugnis
  o Gewinnbeteiligung bei der OHG:
     Bei der OHG wird er Gewinn folgendermaßen verteilt: das eingebrachte Eigenkapital wir mit 4% p.a.
     verzinst. Dies wir vom Gewinn abgezogen und der Rest durch die Anzahl der Gesellschafter geteilt.
  o Gesellschaftsvertrag ist formfrei
  o Die Gesellschaft ist zur Eintragung ins Handelsregister anzumelden
  o Firmenname kann ein Fantasiename, Personen oder Sachname mit Zusatz OHG sein

KG Kommanditgesellschaft (HGB §161ff):
  o Zweck: Handelsgewerbe
  o Komplementäre Gesellschafter (wie bei der OHG), ist voll haftend
  o Leitungsbefugnis und Vertretung nach Außen: Komplementäre
  o Kommanditisten (Gesellschafter, deren Haftung gegenüber Gläubiger auf ein bestimmtes Vermögen
     beschränkt ist, also seiner Einlage)
  o Finanzierungsmöglichkeiten: Eigenkapital und weitere stille Gesellschafter oder Kommanditisten
  o Gewinnbeteiligung bei der KG:
     Bei der KG wird er Gewinn folgendermaßen verteilt: das eingebrachte Eigenkapital wir mit 4% p.a.
     verzinst. Dies wir vom Gewinn abgezogen und der Rest in einem angemessenen Verhältnis aufgeteilt.
   GmbH und Co KG, wenn der Kommanditist eine GmbH ist.
                                                -7-
Steuerbelastung der OHG und KG:
   o Einkommenssteuer  da Personengesellschaft
   o Umsatzsteuer  Umsatz abhängig
   o Gewerbesteuer  Gewinn abhängig (Gewerbeertrag)
   o Grundsteuer  Grundstücke

Stille Gesellschaft (HGB § 230ff):
Ist eine Personengesellschaft, an der sich ein stiller Gesellschafter (nach außen nicht sichtbar) finanziell mit
Eigenkapital, aber ohne Mitspracherecht und Mitwirkungsrecht in der Unternehmensleitung beteiligt. Daher
reine Beteiligungsgesellschaft und keine Handelsgesellschaft. Der stille gesellschafter haftet nur bis zur Hälfte
seiner Einlage.

Zu 3.
GmbH:
   o Notarieller Vertrag notwendig
   o Handelsregistereintragung erforderlich
   o Sach-, Personen oder Fantasienamen mit Zusatz GmbH
   o Stammkapital (Mindestkapital) 25.000 Euro, davon kann die Hälfte Sachkapital sein, ansonsten Geld.
      Erhöhung des Stammkapitals muss im Handelsregister eingetragen werden.
   o Stammeinlage je Gesellschafter mindestens 100 Euro
   o Haftung: juristische Person mit gesamtem Vermögen, Gesellschafter nur bis maximal in Höhe seiner
      Einlage
   o Geschäftsführung durch einen oder mehrere Geschäftsführer möglich, müssen aber keine Gesellschafter
      sein, bekommt Festgehalt und keine Gewinnbeteiligung
   o Gesellschaftsversammlung (Gesellschafter, Anteilseigner) als beschlussfassendes Organ
   o Gewinnverteilung im Verhältnis der Geschäftsanteile

Aktiengesellschaft:
   o 3 Organe:
          o Hauptversammlung (sämtliche Aktionäre) als beschlussfassendes Organ
                   Erhöhung des Grundkapitals (Nennwert aller Aktien)
                   Beschließt die Ausschüttung der Dividenden (Bilanzgewinn)
                   Wahl der Aufsichtsratsmitglieder aus den Reihen der Anteilseigner
          o Aufsichtsrat
                   Überwachung und Kontrolle des Vorstandes
                   Bestellung und Abberufung des Vorstandes
                   Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht
          o Vorstand
                   Eine oder mehrere Personen (muss keine Aktien haben)
                   Leitung der Gesellschaft
                   Aufstellung von Jahresabschluss (umfasst: Erfolgsbilanz, Beständebilanz und Anhang
                    gem. §264 HGB) und Lagebericht
                   Vorlage bei Abschlussprüfern
                   Berichterstattung an den Aufsichtsrat über die beabsichtigte Gesellschaftspolitik und
                    Rentabilität der Geschäfte
   o AG ist ein konsekutiver Formkaufmann
   o 50.000 Euro als gezeichnetes Kapital zur Gründung von Nöten
   o Mindest – Nenn – Wert einer Aktie beträgt 1 Euro
   o Gewinn: Dividende pro Aktie
   o Aktienarten:
          o Stammaktien: Stimmrecht bei der Hauptversammlung, Anspruch auf Dividende
          o Vorzugsaktie: idR kein Stimmrecht, aber höhere Gewinnbeteiligung
          o Inhaberaktien: können einfach verkauft werden (Börsenhandel)
                   Vorteil: leicht käuflich/verkäuflich
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                  Nachteil: Unternehmensleitung weiß nicht, in wessen Hände sich die Aktien befinden
                   (Stichwort feindliche Übernahme)
         o Namensaktien: Name des Eigentümers ist eingetragen auf Aktie. Erschwert den Verkauf. Wird
           nicht an der Börse gehandelt.
                Vorteil: Anteilseigner sind dem Unternehmen bekannt.

Gründe für Rechtsformen:
   o Haftung
   o Finanzierungsmöglichkeiten
         o Rechtsform abhängig
         o Rechtsform unabhängig
   o Risiko und Gewinnbeteiligung
   o Leitungsbefugnis
   o Steuerbelastung
   o Sonstige
         o Unternehmenskontinuität
         o Von der Rechtsform abhängige Aufwendungen z.B. Gründungskosten




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