Betriebliches Rechnungswesen

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					Betriebliches Rechnungswesen

1.1. Historisches zur Buchführung

Urkulturen       Höhlenmalerei (Bestände)
Tontafeln        Summen (festhalten von Daten)
3000 v.Chr.      Babylon
Papyrus          Ägypten

Knotenschrift        Inka



Entwicklung von Zahlen            Messen / Wiegen / Bewerten

                     -   Bewerten von Gegenständen ist zum Tauschen wichtig
                         (Wie viel ist was Wert)
                     -   Zahlungsmittel werden eingeführt (Muscheln)
                     -   Tausche Euro gegen Ware

Der Abakus (200 v. Chr.) ermöglicht das Rechnen von großen Zahlen.



Papier wurde erfunden.
                     -   neue Technik, kann man schnell beschriften
                     -   Papier ist einfach zu transportieren (Gewicht)
                     -   Gut zum Aufschreiben

Oberitalienische Handelshäuser / Kirche

                     A) Kirche
                           a. Besitz festhalten
                           b. Verschiedene Standorte
                           c. Schreiben / Lesen / Rechnen vorhandenes
                               Personal
                     B) Staat
                           a. Besitz festhalten
                           b. Zölle, Steuern usw. eintreiben / festhalten /
                               erfassen
                     C) Handelshäuser (Genua)
                           a. Handel mit anderen Ländern (International)
                           b. Außenstände festhalten

Einführung von Konten:
                  - 1300 Jahrhundert
                       o Personenkonten (Wer schuldet wem was....)
                       o Sachkonten (Für was habe ich Geld
                           ausgegeben?)
                  - Buchungssätze = Personen- und Sachkonten kombiniert
                       o Verrechnen von Personen und Sachkonten
                       o Doppelte Buchführung
1400 Jahrhundert Formelle Abschlüsse (Bilanz / Gewinn und Verlust Rechnung)
                    - Zusammenfassung der Konten

1420 n.Chr.          Kapital Konto
                     - Gewinn und Verlust werden ermittelt.
                     - Luca Pucioli 1494
                     - Jaques Savary 1675

Memorial, Journal: Hauptbuch Soll / Haben

Zunehmender Warenverkehr und Komplexität (Produktion, Lager, Absatz,
Distanz....)

Ca. 18 Jahrhundert Entwicklung von Geschäftsbüchern
                   - Loseblatt – System
                   - Durchschreibetechnik
                         o Fehlervermeidung
                   - Buchführungsmaschinen
                         o Lochkarte (Hollerith)
                                 Daten Speicherung möglich

Ca. 1980             Einführung des Mikrochips
                     Daten
                     SAP


1.2 Teilbereiche des Rechnungswesens

                     -   Daten und Geldfluss festhalten und auswerten

a) Aufgaben des Rechnungswesens:

                     -   Ökonomische Sachverhalte festzuhalten, zu
                         dokumentieren, planen, steuern und / oder kontrollieren.

Def: Liquidität heißt wie flüssig ein Unternehmen ist, ich habe immer Geld zur
Verfügung, ich bin jederzeit in der Lage meine Schulden zu bezahlen
(Zahlungsfähigkeit)

b) Konkret
                     -   private Haushalte
                     -   Betrieb
                     -   Staat
                     -   Öffentliche Hand

Alle in Zahlenwerten festgestellten, wirtschaftlichen bedeutsamen Vorgängen, die
sich in Unternehmen oder Volkswirtschaften ereignen. Änderungen der Höhe und
/ oder Zusammensetzung des Vermögens und des Kapitals eines Unternehmens.

                     -   lückenlos
                     -   systematisch und geordnet festgehalten
                     -   in Chronologischer Reihenfolge

Exkurs:

Aktiva

                                            Vermögen


          Anlage Vermögen
          (Langfristig im                        Umlauf Vermögen
          Unternehmen bleiben                    (kurzfristiges Vermögen, z.B.
          z.B. Maschinen)                        Rohstoffe)




Passiva

                                            Kapital



                      Eigenes Kapital            Fremd Kapital



Aktiva                             Bilanz           Passiva
Vermögen                                            Kapital
Anlage Vermögen (langfristig)            Eigen Kapital (einlagen der
                                         Gesellschaft)
Umlauf Vermögen (kurzfristig)            Fremd Kapital (Darlehen, Kredit,
                                         Verbindlichkeiten




Beginn der Buchführung, wann beginnt die Buchführung in einer Firma.....:
Mit der Gründung

Ende der Buchführung: Mit der Liquidation (Abwicklung / Auflösung des
Unternehmens)

                     -   Buchführungspflicht

Was kennzeichnet einen Betrieb:

                     -   planvoll organisierte Wirtschaftseinheit
                     -   in den Produktionsfaktoren
                             o menschliche Arbeit
                             o Betriebsmittel
                             o Werkstoffe
                             o Siehe auch ABWL
                      -   Zur Sachgüter- / Dienstleistungserstellung
                      -   Nach dem ökonomischen Prinzip kombiniert werden
                      -   Und durch den Verkauf der Güter / Bereitstellung der
                          Dienstleistung
                      -   Einen Gewinn erzielen.

c) Aufgaben des betrieblichen Rechnungswesen ist es alle im Unternehmen
auftretende Geld- und Güterströme durch ihre Mengen- und der Wertmäßigen
Erfassung im Hinblick auf die finanziellen Zielgröße transparent zu machen.


Externes Rechnungswesen (dokumentarisch)

Financial Accounting:
Informiert alle außerhalb des Unternehmens stehende Personen / Institutionen
über die Lage des Unternehmens auf der Basis gesetzlicher Normen, so dass eine
Minimalaussage über die wirtschaftliche Lage d. Unternehmen möglich ist.

4. EG – Richtlinie Bilanzrichtliniengesetz 1985 BiRiLI gilt nur für
AG,KgaA und GmbH

Bilanz per 31.12.03

Internes Rechnungswesen: Management Accounting, keine verbindliche
gesetzliche Regelung.


Zu A)

2) Daten / Zahlen für Entscheidungen , Marketing / Preise
3) Kontrolle der Wirtschaftlichkeit, Abschreibungen / Rohstoffwerte, Preise
werden durch Abschreibungen reguliert
4) Leistungen sind das Ergebnis der Produktion (wenn verkauft wird ist die
Leistung der Umsatz)
5) Erwartung des Gewinns, wenn sich nichts verändert.
6) Kostenarten treten abhängig von der Produktionsmenge auf oder treten auf alle
Falle als Fixkosten auf z.B. Löhne, Material, Abschreibung......
Kostenträger: Produkte die hergestellt werden
Kostenrechnung: Preis errechnen, was fällt in welcher Werkstatt für Kosten an.
8) Planen des Sortiments

Wechselbeziehung Finanzbuchhaltung (Betriebswirtschaftliches Rechnen) und
Betriebs-Buchhaltung (Kosten – Leistungsrechnung)

                                      a) Finanzbuchhaltung führt
                                         Bestandskonten für Gebrauchsfaktoren
                                         z.B. Maschinen und
                                         Verbrauchsfaktoren z.B. Rohstoffe
                                         (Verbrauchsfaktoren sind nach dem
                                         Verbrauch weg)
Sie verteilt die Kosten aber nicht auf die einzelnen Kostenträger. Dies erfolgt in
der Betriebsabrechnung.

BWR führt die Konten
K L R verteilt die Kosten


B) Sind im Jahresabschluss Bestände aufzunehmen (BWR), so bietet die
Betriebsabrechnung (K L R) die Basis bei der Ermittlung der bilanziellen
Herstellungskosten dieser Vermögensgegenstände.

Kostenrechnung = Basis für Herstellungskosten
BWR: bewerten der Bestände

Unterschiede:

   a) Bilanz: extern orientiert / periodische Rechenschaftslegung

Kostenrechnung: intern orientiert / innerbetrieblich / laufende Berechung der
Entscheidungsrelevanten Kostengrößen (keine Rechenschaftslegung)

B) Bilanz: gesetzl. Basis (Umfang, Form, Inhalt, Gliederung, Bewertung
vorgegeben)
Kostenrechnung: Aufbau und Organisation der Kostenrechnung stehen im
Ermessen des Unternehmens. Kostenarten/ -träger/ -stellen sind beliebig.

Unterschied zwischen Statistik und K L R

Buchführung und Kostenleistungsrechnung erfassen Werte, Veränderungen von
Bewegungen (ohne Vergleiche)

Betriebliche Statistik: Gewinnt Erkenntnisse über betriebliche Vorgänge durch
Vergleiche (Herstellverfahren, Produkte, Zeit, Verfahrensvergleich oder
Ermittlung von Beziehungen / Zusammenhängen zwischen betrieblichen Größen.


Planungsrechnung (Aufgaben siehe Blatt) – strategische Planung

                       -    Entscheidungen für die Zukunft vorbereiten (konkrete
                            Vorschläge, verschieden Szenarien)
                       -    Mit Zahlen belegen
                       -    Zukünftige Ausgaben / Eingaben / Investitionen
                       -    Zukunftserwartungen: Diagramme / Statistik
                                         Prognose Statistische verfahren
                                               Zeitreihen: bleibt alles so wie es
                                                 ist, Dynamik der Umwelt wird
                                                 nicht beachtet
                       -    Marktwachstum
                       -    Abschätzen welche Wahrscheinlichkeit in der Zukunft
                            möglich ist
                       -    Zukunftserwartungen werden gewichtet
                     -   Trendexpolaration: Zeitreiche aus der Vergangenheit in
                         die Zukunft fortschreiben




                           Rhythmus im
                           Jahreswechsel                                     Trend
        Umsatz
                                                                             der
                                                                             Kurve




                                                    Zeit


      Je länger die Zeit Periode, desto gerader die Kurve




          Umsatz
                                                 Trend




                                                            Zeit


                     -   gewichtet von (historischen) aktuellen Werten mit
                         Eintrittswahrscheinlichkeiten.

1.3 Die Info – Bedürfnisse der Bilanzadressaten

                     -   Finanzamt  erwartet Steuern (gleichmäßige
                         Steuerzahlung wird angestrebt)
                     -   Aktionäre - Dividende / steigende Kurse
                      -   Konkurrenz  reagieren auf Aktionen
                      -   Arbeitnehmer / Interne  sicherer Arbeitsplatz /
                          Prämien
                      -   Kunden  Zukunft
                      -   Lieferanten (Gläubiger)  wollen ihr Geld

Ansprüche an das Unternehmen, die zum Teil vertraglich festgelegt sind und /
oder vom Perioden Erfolg abhängig sind.

Weitere Adressaten für die Bilanz: Gewerkschaften, Arbeitnehmer – Verbände,
Kartellbehörde, Ministerium, Wirtschaftswissenschaftliche Institutionen, Presse
 Adressaten der Bilanz

Aufgabe des Gesetzgebers: Bilanzrecht so normieren, dass das Unternehmen:

   1. keine Entscheidungen treffen kann, die die Rechte Anderer
      beeinträchtigen kann. (Bsp.: überhöhte Gewinnausschüttung /
      Kapitalrückzahlungen nicht möglich, höchstens 50 % sind möglich (bei
      Kapitalgesellschaften, wegen der Haftung) wegen den Gläubigern. Zu
      niedriger Gewinnausweis  Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer,
      Finanzamt ( Interesse an gleichmäßigem Gewinn) .......
   2. Den Bilanzadressaten keine falschen / unvollständigen Informationen
      gegeben werden  falsche Entscheidungen der anderen Verhindern.

Schutz- und Informations- Funktion

Schwierigkeiten dabei:

       1. Bewertungen von Vermögensgegenständen und Schulden  nicht
          immer eindeutig normierbar, Wert zu messen ist schwer. Bsp.:
          Abschreibung von Maschinen / Förderungen oder Rohstofflage
          (Preisänderungen)
       2. Zu starre Normierung engt Flexibilität zu sehr ein.

Die Interessenten:

A) Gläubiger (Banken, Lieferanten, Vermieter.....)
                    - Lage des Unternehmens sollte nicht zu günstig
                        dargestellt werden.
                    - Bevorrechtigter Zugriffsrechte anderer Gläubiger sind
                        aus Jahresabschluss nicht zu ersehen. (Wem gehören
                        die Maschinen in der Fabrik)
                    - Eigenkapitalgeber reduzieren das Vermögen durch
                        überhöhte entnahmen.

Instrumente des Gesetzgebers:

   1) Zwang zur Dokumentation ( - Buchführungspflicht)
   2) Zwang zur Selbstinformation (- Jahresabschluss)
   3) Bilanzierungsvorschriften, die Ober- / Untergrenze für die Bewertung
   4) Die Pflicht der Berichterstattung aus der Bilanz über die nicht ersichtliche
      Haftungsverhältnisse ( z.B. Sicherungsübereignung, Eigentumsvorbehalt)
      im Anhang.
   5) Vermerke über Grundpfandrechte und Bürgschaften
   6) Info über die Höhe der Gewinnausschüttung und Bildung von
      Gewinnrückzahlungen (Information für die Gläubiger, wohin geht das
      Geld)
   7) Verbot der Ausschüttung / Rückzahlung von bestimmten Eigen Kapital –
      Teilen (gezeichnetes Kapital, Kapital Rücklagen, gesetzliche Rücklagen)
      bei Gesellschaften deren Gesellschafter beschränkt haften (GmbH, AG)

Agio: Differenz zwischen Nennwert und Kurswert einer Aktie.

   8) Publizitätspflicht: Bilanz, Gewinn und Verlust, Anhang, Lagebericht.

Problem: Going – Conern – Prinzip (Konzern hat endlose Lebensdauern /
fortbestehender Konzern).

Liquidationserlöse sind niedriger als der Bilanzwert / Gläubigerforderungen Bsp.
Cargolifter.

B) Eigentümer, Anteilseigner

   I)       Personengesellschaften sind Rechtsformen in denen der Besitzer selber
            haftet.
                       - Jahresabschluss für die Selbstinformation
                       - Instrumente zur Selbstinformation
   II)      Kapitalgesellschaften z.B. Aktiengesellschaften
                       - Unterschied zwischen Management und Besitz
                       - Schutz vor falschen Informationen

            a) Kleinaktionäre:
                   i. Interesse: hohe Dividende / Gewinn
                  ii. Strenge Bewertungsvorschriften, die die Bewertung stiller
                      Rücklagen erschweren

Stille Rücklagen: sind nicht gesetzlich vorgeschrieben, z.B. die falsche Bewertung
von Firmenbesitz, ich verkaufe ein abgeschriebenes Auto, welches in der Bilanz
mit 1 Euro Wert ist für 500 Euro.

Rückstellungen: Geld wird zurückgelegt, um Schadensersatz, Renten usw.
bezahlen zu können.

Folge: verminderter Gewinnausweis.
       Stille Rücklagen = Unterbewertung von Vermögensgegenstände.

         Vorschriften über die Begrenzung der Kompetenzen des Vorstandes bei
         Entscheidung über Gewinn – Verwendung.

         § 58 (2) AktG., Grundsätzlich dürfen max. 50 % des Jahresüberschusses
         dürfen in die Gewinn Rücklagen, mindestens 50 % des Gewinns müssen
         ausgeschüttet werden.
          § 174 (1) AktG über Verwendung des Bilanzgewinns entscheidet die
          Haupt Versammlung

b) Großaktionäre: Interesse: Aktienkurs steigern

          Erwirtschaften einer Erhöhung des Kurses, großes Gewinn

          Großaktionäre haben kein Interesse an der Dividende wegen der Steuer.

C) Finanzverwaltung ( Steuer)

Bei Personengesellschaften sind folgende Steuern bei Gewinn zu bezahlen:
Einkommensteuer.

Bei Kapitalgesellschaften: Körperschaftsteuer.

Interesse:
        Gleichmäßigkeit der Besteuerung
        Gewinne sollen nicht der Besteuerung entzogen werden

Mittel:
          Dokumentation der Geschäftsvorfälle
          Steuerrechtliche Bilanzierung-, Bewertungsgrundsätze
          Betriebsprüfungen

Plus außerfiskalische Interessen z.B. Arbeits-, Wirtschafts-, Sozialpolitik......

                        -   Selbstfinanzierung
                        -   Standortwahl ----Senkung des Steuersatzes, Hebesteuer
                        -   Investitionen --- Subventionen
                        -   Verbesserung der Abschreibungsbedingungen z.B.
                            schnellere Abschreibungen erlauben
                        -   Sozialpolitik--- Lohnkostenzuschuss, Bau eines
                            Kindergartens

Mittel
                        -   Investitionszulagen / Subventionen
                        -   Abschreibungsbedingungen
                        -   Steuerpolitik ---- Geld Verlagerung in spätere Perioden


D) Arbeitnehmer

Info:
                        -   Arbeitsplatzsicherung
                        -   Lohnerhöhung / Lohnpolitik
                        -   Zahlung zukünftiger Pensionsleistungen oder
                            freiwilliger sozialer Leistungen
                        -   Gewinnbeteiligung / Prämien, die Basis ist der Gewinn
                        -   Bonus / Tantiemen als Gehaltsbestandteile sind
                            Gewinnabhängig
 Gesetzgeber muss Regeln erlassen, die eine „ Korrekten, objektiven“ Gewinn
bewirken.

Mittel = Sieh oben (z.B. stille Rücklagen)




2. Kapitel
      2.1 Rechentechnische Erfassung des Unternehmensprozesses

 Info im unternehmen vom Rechnungswesen, Marketing / Marktforschung
(Mafo), amtliche Statistiken, Unis ...., Forschungsinstitute, Presse, Messe,
Mitarbeiter abwerben, Spionage, Wettbewerber, Kunden Lieferanten,
Patentanmeldungen, Datenbankrecherchen.

Rechnungswesen hat als Aufgabe die Abbildung der
                    - innerbetriebliche Prozesse und
                    - der wirtschaftlich relevanten Beziehungen des
                        Umfeldes zu seiner Umwelt.

Abbildung des Rechnungswesen:
                    - quantitative Erfassung
                    - realitätstreue Dokumentation (Gesetze / Belege)
                    - entscheidungsorientierte Aufbereitung
                    - Auswertung


 Abbildung erfolgt entweder
                     - Güterwirtschaftlich (Beschaffung / Produktion / Absatz)
                     - Oder durch die Komplementäre monetäre Ströme

Komplementär: Die Ware und das Geld ergänzen sich im Wechsel.

Rechnungswesen ist ein System, was Informationen für Entscheidungsträger
liefert.

Wo entstehen Güterwirtschaftliche und monetäre Ströme ? (sieh Blatt)

   1) Entstehen bei der Zahlungsmittelbeschaffung (Kredite, Einlagen,
      Forderungen, Guthaben ....)  reine Finanzströme
   2) Zahlungsmittelverwendung (Arbeitskräfte, Betriebsmittel ..... gekauft) 
      Güterströme / Finanzströme
   3) Transformationsprozess  Güterstrom
   4) Zahlungsmittelfreisetzung  Güter- / Finanzstrom
   5) Ablösung der finanziellen Verpflichtungen  Finanzstrom


Monetäre = pagatorische Buchführung an den Zahlungsvorgängen orientiert

Verrechungsbereich (Konten)
Konten: 2 Seiten, am Ende ausgeglichen sein, Saldo. Gegenüberstellung von Zu-
und Abgängen.

2.2 Aufgaben des externen Rechnungswesens
Charakterisierung anhand seiner Funktionen

   1) Informations- Funktion (Gläubiger, Eigentümer, Fiskus, Arbeitnehmer,
      Öffentlichkeit ...)
   2) Dokumentations- Funktion
                      - gesamte Unernehmenstätigkeit wird erfasst
                              o Leistungserstellung, -verwertung (Zahlung),
                                   Schulden, Forderungen, Vermögen = Bestände
                      - In Geldgrößen
                      - Chronologisch, Zeitnah, systematisch, ordnungsmäßig,
                          übersichtlich, lückenlos, nachprüfbar (Sachverständiger
                          Dritter)

Kontieren: Aufstellen von Buchungssätzen.

   3) Fundamentierung der Rechnungslegung
         a. Gesetzliche Vorschriften / Grundlagen
         b. Sicherung des Rechtsverkehrs
         c. Einheitliche Rechnungslegung der Unternehmen
   4) Schutzfunktion
         a. Direkter Gläubigerschutz (Daten bezüglich der Kreditwürdigkeit)
         b. Indirekten Gläubigerschutz
                    - Schütz die Unternehmer
                    - Buchführung bewahrt den Unternehmer davor, die
                       eigene finanzielle Lage falsch einzuschätzen und
                       dadurch Fehlentscheidungen zu treffen
                    - Verhindert überhöhte Privatentnahme

   5) Grundlagen für die Besteuerung
   Form und Systematik des Buchens sind stark durch Steuerrecht geprägt.
   Finanzverwaltung hat Prüfungsrecht ---- Betriebsprüfung

   6) Ermittlung non Reinvermögen / Gewinn
                    - retrospektive (rückblickende) Betrachtung
                    - Veränderungen von Vermögen und Schulden

   7) Dispositionsfunktion
   Liefert zukunftsgerichtete Daten als Entscheidungshilfe für
   Unternehmensplanung

   Rechnungswesen ist das dokumentieren aller Buchungspflichtige
   Geschäftsvorfälle

   Buchungspflichtige Geschäftsvorfälle sind:
                   - Anschaffung von Vermögensgegenstände z.B. kauf
                       einer Maschine, Gebäude, Rohstoffe usw.
                     -   Aufnahme von Schulden (Lieferantenkredit,
                         Bankkredit, Kapitalmarkt)
                     -   Warenverkehr
                     -   Geldverkehr
                     -   Betriebliche Rechten und Pflichten z.B. bezahlen von
                         Lizenzen, Patente, Gebühren,
                         Pensionsrückstellungen....)
                     -   Haftung für verursachte Schäden
                     -   Versicherungszahlungen
                     -   Lohn / Lohnnebenkosten
                     -   Verwendung des Gewinns            Ausschüttung

                                                         Thesaurierung
                                                         (Gewinn wird im
                                                         Unternehmen
                                                         reinvestiert)
                     -   innerbetriebliche Güter- und Leistungsverbrauch
                         (Leistung wird im Betrieb erstellt und verbraucht)

Buchungspflichtige Privatvorgänge
                    - Entnahme von Geld und Waren aus dem Unternehmen
                       für private Zwecke
                    - Einlagen von Geld und Vermögensgegenstände aus
                       dem Privatbereich  ins Unternehmen


              Operativer Gewinn: Gewinn durch die Produktion, das
              Kerngeschäft, nicht durch Verkäufe von Unternehmensteilen.

Abrechnungsperiode: Geschäftsjahr im Allgemeinen 12 Monate.

Normalerweise wird das Kalenderjahr benutzt, allerdings weichen Saisonale
Betriebe davon ab.
Ausnahme das Rumpfgeschäftsjahr (von Gründung bis Jahresende)

RAP ( Rechnungs- Abrechnungs- Posten): Wir dürfen nur das abrechnen, was
in das Geschäftsjahr fällt z.B. wenn wir für die Monate Dezember 03 und Januar
04 die Miete im Dezember bezahlen, müssen wir die Mietausgaben teilen und
dürfen nur das verbuchen, was wir für den Dezember 03 ausgegeben haben.

                     -   regelmäßige jährliche Abschlüsse
                     -   Vermögens und Kapitalkonten ---- Bilanz
                         AV und UV         EK und FK


                             AktivaPassiva

                     -   Aufwand- und Ertragskonten  G + V

Anlagevermögen = AV
Umlaufvermögen = OV
     Bilanz und G + V = Jahresabschluss §242, 264 + Anhang HGB

                          Anhang der Bilanz: erläutert Positionen der Bilanz
                          - Lagebericht § 289 HGB beschreibt die Lage / Aussicht
                             des Geschäfts, Vorgänge nach Abschluss des
Kapitalgesellschaft
                             Jahresabschlusses, Aktualität und Blick in die Zukunft
                             (Forschung und Entwicklung)


     Bilanz und Gewinn / Verlustrechnung und Lagebericht = Geschäftsbericht

            2.2 Rechtliche Grundlagen

                          -    Rechtssicherheit
                          -    Informationen für Entscheidungen
                          -    Gleichmäßigkeit der Besteuerung ----
                               Rechnungslegungsnormen
                          -    Abgabeordnung: steuerrechtliche Grundlagen
                                                  HGB §§ 238 – 264
                                                  AO §§ 140 – 148
                                                  ESTG
                                                  GmbHG
                                                  AktG
                                                  StGB
                                                  BiRiLiG
                                                  Branchenspezifische Gesetze
                                                  Konzernrichtlinien der EG

     § 238 HGB „ Jeder Kaufmann ist verpflichtet Buchführung zu führen“

     Kaufmann:

                          -    Anschaffung und Weiterveräußerung von Werten
                          -    Be- und Verarbeitung von Produkten
                          -    Früher im HGB:“ Grundhandelsgewerbe
                          -    Eintragung im Handelsregister
                          -    Ausnahmen Frauberufler, machen Einnahmen und
                               Ausgaben Rechnung § 1 HGB

      Handelsrechtliche Buchführungspflicht
      Steuerrechtliche Buchführungspflicht

         2.3.2   Steuerrecht

         1) Derivative (abgeleitet) Buchführungspflicht
         2) Originär (Original von der Steuer) Buchführungspflicht

     Zu 1) § 140 AO Wer nach anderen Gesetzen Bücher zu führen hat, muss ist auch
     zur steuerrechtlichen Buchführung verpflichtet. (Bsp. Apotheke)

     Wer nach anderen Gesetzen Bücher führen muss, muss dies auch für die
     Besteuereung tun. Z.B. Banken --- Depotgesetz, Apotheken.
Derivativ  Steuerbilanz wird aus der Handelsbilanz abgeleitet =
Maßgeblichkeitsprinzip

Zu 2) Wer noch nicht laut HGB oder laut „ 140 AO erfass ist wird laut § 141 AO
steuerrechtlich buchführungspflichtig:

Bedingung, überschreiten der folgenden Grenzen:
                     - Umsätze von mehr als 260 000 Euro
                     - Wirtschaftswert der Fläche von über 20 500 Euro
                     - Gewinn über 25 000 Euro

   2.3.3   Gesetzliche Vorschriften

Jahresabschluss: Bilanz, Gewinn und Verlust § 242 HGB
Geschäftsbericht: Jahresabschluss, Lagebericht, Anhang, Geschäftsbericht bei
Kapitalgesellschaften

Jeder Kaufmann hat zu beginn seines Handelsgewerbes und zum Schluss einen
Jahresabschluss zu machen §242 (1), (2) HGB
Stichtag für den Beginn des Handelsgewerbe:
                      - Bei Kapitalgesellschaften ist der Eintrag ins
                          Handelsregister
                      - Bei Personengesellschaften und Einzel
                          Unternehmungen  Aufnahme des Geschäftsbetriebes.

                                               Dauer des Geschäftsjahres 12
                                                Monate § 240 (2) HGB
                                               Fristen für Erstellung
                                                Jahresabschluss /
                                                Geschäftsbericht ist gesetzlich
                                                nicht fixiert § 243 (3) HGB

Bundes Finanz Hof (BFH) ---- 1 Jahr Fristgerecht für Erstellung Jahresabschluss /
Geschäftsbericht, aber unter Gläubigerschutz 6 – 9 Monate.
1 Jahr gilt für nicht Kapital Gesellschaften
Kapital Gesellschaften:        große / Mittlere: 3 Monate
                               Kleine: 6 Monate

Einteilung der Größe von Kapitalgesellschaften § 261 HGB

                    Klein                Mittel               Groß
Bilanz Summe in     Bis 3,43             Bis 13,75            Über 13,75
Mio. Euro
Umsatz in Mio.      Bis 6,875            Bis 27,5             Über 27,5
Euro
Zahl der            Bis 50               Bis 250              Über 250
Arbeitnehmer

Mindestens 2 Bedingungen müssen erfüllt sein, 2 von 3 Merkmalen müssen
überschritten werden, um aufzusteigen. Dieses muss mindestens 2 Jahre
aufeinander erfolgen und im dritten Jahr bestand haben. Erst dann treten die
Veröffentlichungspflichten in Kraft.

Konsequenzen:
                       -Aufstellungsfristen für Geschäftsberichte s.o.
                       -Publizität, kleine, mittlere und großen müssen einen
                        Jahresabschluss veröffentlichen
                     - Prüfung durch Wirtschaftsprüfer, kleine werden nicht
                        geprüft
                     - Umfang der Publizität
                           o Kleine müssen die Gliederungsebene der
                                Buchstaben und römischen Zahlen
                           o Mittlere und große müssen alle Positionen
                                veröffentlichen
                           o Kapitalgesellschaften an der Börse gelten
                                Grundsätzlich als groß
Publizitätsgesetz (PublG)

                       -   Nicht Kapital – Gesellschaften
                       -   Größenmerkmale
                              o Bilanzsumme 65 Mio.
                              o Umsatzerlöse 130 Mio.
                              o Arbeitnehmer 5000

2   von 3 Merkmalen müssen erfüllt sein

 3 Monats – Frist

Formelle Mängel bei der Buchführung

                       -   Fehlen von Belegen, Konten
                       -   Unsystematisches, lückenhafte = zeitliche Buchung
                       -   Waren ein / -ausgang nicht erfasst
                       -   Keine Inventur
                       -   Verspäteter Jahresabschluss

Materielle Mängel
                       -   Fälschungen
                       -   Unzutreffende Buchungen
                       -   Unrichtige Bilanzausweise, -ansätze
                       -   Verschleierung der wirtschaftlichen Lage

Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren.

 Verhältnisse des Unternehmens bewusst unrichtig (= Bilanzfälschung) oder
verschleiert (=Bilanzverschleierung) darstellen.
Bußgelder bis zu 25 000 Euro, wenn die Gesellschaft gegen Vorschriften des
HGB verstoßen wird.

    2.4   Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
                     - Vorschriften verweisen aus GoB § 238, 241, 243 HGB
                     - Nicht Gesetzlich geregelt, keine Legaldefinition
                      -   Unbestimmter Rechtsbegriff = Generalklausel

Ermittlung der GoB

   1) Induktiv (  Herleiten von Allgemeinen Regeln aus Einzelfällen)

 Verhalten von „ehrenwerten“ Kaufleuten wird als Gewohnheitsrecht
qualifiziert (Schmalenbach)

Problem:

   1) Dynamik: Veränderung des Umfeldes, erstmaliges auftreten neuer
      Geschäftsvorfälle
   2) Was sind ehrenwerte Kaufleute? Wer definiert diese „ehrenwerte“
      Kaufleute, die die Regeln zum Schutz vor „falschen“ Verhaltensweisen
      von Kaufleuten festlegen sollen.
   3) Werturteil, wer definiert was „ehrenwert“ ist?


2) deduktiv ( Herleiten des Besonderen aus dem Allgemeinen)

teleologisch: Durch den Zweck bestimmte (Leffson)
Was ist der Zweck der Rechnungsvorlegung?
- wissenschaftliche Grundlage als Basis für allgemeine Verhaltensgrundsätze
Problem: einseitige Betrachtung aus einer theoretischen Sicht und zu geringe
Berücksichtung der Praxis.

3) Zusammenwirken beider Bereiche
                  - Rechtsordnung (Gesetze und Rechtsprechung BFH)
                  - Erlasse, Richtlinien, Gutachten......
                  - Wissenschaftliche Überlegungen und Fachbeiträge
                     (BWL, Jura....)
                  - Kaufmännische Übung (Induktion)

Allgemeine formale Bestimmungen (§ 238 HGB)

 sachverständiger Dritter, Wirtschaftsprüfer, Buchhalter, Steuerberater.....
 überblick über Geschäftsvorfälle und die Lage des Unternehmens
§ 239 HGB Führung der Handelsbücher

 lebende Sprache (gängige Ziffern, Abkürzungen, Symbolen)
 Vollständigkeit ( lückenlos), Richtigkeit (keine fiktiven Geschäftsvorfälle),
Zeitnah (chronologisch), Ordnung (Kontensystem, Belege nummerieren)

 Unveränderlichkeit
nicht: durchstreichen oder radieren
sondern: stornieren

 Buchführungsform
nicht Pflicht: gebundene Bücher
Offene – Posten – Buchführung / Datenträger
 Aufbewahrungsfristen § 237 HGB
10 Jahre Handelsbücher, Inventare, EB, SB, Geschäftsberichte
6 Jahre  Handlesbriefe, Buchungsbelege


Die 8 Grundlagen der Buchführung

   1) Grundsatz der Wahrheit § 239 HGB
                  - Gebot der Vollständigkeit

   2) Grundsatz der Klarheit
                  - übersichtlich, verständlich
                           o Instrumente:
                                  Kontenrahmen, Gliederungsschema für
                                     G + V, Bilanz.
                  - Anwendung des Bruttoprinzips (alles muss verrechnet
                      werden Bsp. 100 Euro hin, 30 Euro zurück darf nicht
                      mit 70 Euro hin verbucht werden)
                      (---- Verbot der Saldierung Aktiv --- Passiv)

   3) Grundsatz der Vorsicht
   Verbuchung der Geschäftsvorfällen / Vermögensgegenstände so, dass
   Wertverluste / Risiko voll erfasst werden.

                   a) Realisationsprinzip Gewinn / Vermögenswertsteigerung
                      dürfen in der Bilanz nur ausgewiesen werden, wenn sie
                      (durch Umsätze) realisiert wurden § 252 HGB (nicht
                      Vertragsabschluss, sondern Zahlung)
                   b) Imparitätsprinzip ( Prinzip der Verlustantizipation)
                      Verluste / Vermögenswertminderung müssen bereits dann
                      gebucht werden, wenn sie noch nicht realisiert, sondern
                      nur wahrscheinlich sind.
                   c) Niederistwertprinzip § 253 (3) Sind für
                      Vermögensgegenstände verschiedene Wertansätze
                      möglich (z.B. Anschaffungs- / Tageswert) so ist aus
                      Vorsichtsgründen der niedrigere Wert zu aktivieren.
                   d) Höchstwertprinzip: Sind für Schuldenpositionen
                      verschiedener Wertansätze möglich (Verfügungsbetrag /
                      Rückzahlungsbetrag) so ist aus Vorsichtsgründen der
                      höhere Wert zu passivieren.

                   Vermögen: (a und c): spät und niedrig ausweisen.
                   Schulden: (b und d): möglichst früh und hoch ausweisen

   4) Grundsatz der Vollständigkeit § 146 ABG § 239 HGB
                  - alle Vermögens- und Kapitalpositionen erfassen
                  - alle Bestände aus Schlussbilanz in Endbilanz übertragen

   5) Grundsatz der Begründetheit (Belegprinzip)
                  - keine Buchung ohne Beleg, kein Beleg ohne Buchung
                  - Eigenbeleg, Beleg den ich erstelle, wenn ich etwas aus
                      dem Lager verbrauche
                     -   Eigen-     vs     Fremdbeleg
                     -   Natürlich- vs.    Künstlicher Beleg

Natürliche Belege z.B. Lohlisten, Quittungen von außerhalb.
Künstliche Belege z.B.: Storno

   6) Grundsatz der Periodisierung
                  - sachliche Abgrenzung, Erträge / Anwendungen sind in
                      der Periode zu buchen, wann sie real anfallen
                  - Zeitliche Abgrenzung: Geschäftsjahresbetrachtung

   7) Grundsatz der Kontinuität
                  - Formelle Bilanzkontinuität
                         o Bilanz Identität – Schluss Bilanz von T1
                             entspricht Eröffnungsbilanz von T2
                         o SB (T1) = EB (T2)
                         o Darstellungsstetigkeit Postenbenennung bleibt
                             gleich, Inhalt der Posten bleibt gleich, wechseln
                             nur mit Begründung möglich
                         o Zum selben Zeitpunkt / Abschlusstermin
                             beibehalten
                  - Materielle Finanzkontinuität
                         o Bewertungsstetigkeit (immer nach den selben
                             Verfahren bewerten)
                         o Wahrung des Wertzusammenhanges (=
                             Wertstetigkeit)
                  - Going – Concern – Prinzip
                         o Fortgeführte Konzern, wir gehen davon aus,
                             dass das Unternehmen weiter besteht.

   8) Grundsatz der Wirtschaftlichkeit
                  - Trotz aller Grundsätzen soll die Wirtschaftlichkeit
                     erhalten bleiben
                  - Schränkt die Grundsätze ein

   3. Grundbegriffe
   3.1 Rechenelemente der Buchführung (relevant, macht Herr Buss)
   3.2 Inventur / Inventar

   § 240 (1) HGB Vermögensgegenstände / Schulden müssen aufgezeichnet sein.
                   - Gegenüberstellung Vermögen und Schulden
                   - Auflistung vom Inventar

Bei der Gründung und zum Schluss eines jeden Geschäftsjahres
Veränderung der Bestände werden festgestellt.
Zweck: Bestandsaufnahem, Bestandskontrolle, Bewertung der Bestände.
       Abgleich zwischen Soll (aus den Belegen) und Ist (aus der Inventur)

Inventur = Tätigkeit der Bestandsaufnahme
Inventar = Verzeichnis der gezählten Produkte

Mengenmäßige Erfassung zählen, messen, wiegen, keine Bewertung
    Zählen müssen sich auf den Stichtag beziehen, Zählen darf man schon davor.

    I. Teil: Vermögen

Sortierung                a) Anlage Vermögen (nicht zur Veräußerung bestimmt z.B.
nach                         Maschinen, Anlagen....)
Liquidierba               b) Umlauf Vermögen (gehen in den Produktionsprozess zum
rkeit                        Umsatz bestimmt, kurzfristig im Unternehmen
                              1. Sachumlauf - Vermögen (z.B. Produkt)
                              2. Finanz Umlauf- Vermögen (z.B. Forderungen, Bar
                                  bestände, Bank)

    Die Zuordnung in Anlage Vermögen oder Umlauf Vermögen nicht immer
    eindeutig Bsp. Maschinen Fabrik, hier sind Maschinen Sachumlauf Vermögen
    und Maschinen sind Anlage Vermögen.


    II. Teil Schulden

    Langfristige ( z.B. Hypotheken) ------ kurzfristige (Verbindlichkeiten aus
    Lieferungen und Leistung)
    Sortiert nach Verfügbarkeit.

    III nicht offizieller Bestandteil der Inventur

    Reinvermögen
    = Eigenkapital als Differenz zwischen Vermögen und Schulden

    EK = Vermögenswerte – Schulden

    Reinvermögen ist kein bestand, nicht erfassbar ist nur fiktiv.
                         - fiktive Größe
                         - nicht mit Schulden belastetes Kapital

    Jahreserfolg =        Reinvermögen am Ende von T1 – Reinvermögen zu
                  Beginn T1 (Ende T0)
    =             Jahreserfolg (als Gewinn)

           Reinvermögen Ende T1
    -      Reinvermögen Ende T0
    +      Entnahme des Unternehmens (gehört zum Gewinn)
    -      Einlage des Unternehmers

    =      Jahreserfolg


    Arbeitsblatt Inventur

    Inventur zum ...... (Datum eintragen)

    I) Vermögensgegenstände
                            Anlagevermögen
                                                                    Einzelwert     Gesamtwert
                                  1. Einrichtungen (Anlagen / Maschinen)
                                        a. Regal                     864,- Euro
                                        b. 3 Schreibtische           600,- Euro
                                        c. 6 Stühle                  400,- Euro
                                        d. 1 Computer               1400,- Euro
                                        e. 1 Theke                    800,-Euro
                                                                                    4084,- Euro
                                  2. Fuhrpark                       11500.-Euro
Dauerhaft im                                                                       11500,- Euro
Unternehmen                       3. Waren
                                       a. 687 Packungen Dübel     461.-Euro
                                       b. 512 Packungen Nägel     300.-Euro
                                       c. 540 Packungen Schrauben 200.-Euro
                                                                                    961,-Euro
                                  4. Liquide Mittel
                                        a. Bankguthaben              1500.-Euro
                                        b. Kasse                       220.-Euro
                                        c. Postgiroguthaben           670.-Euro
                                                                                    2390.-Euro

                                  Gesamt                                           18 935.-Euro

                      II)      Schulden
                                  1. Bankkredit                     8000.-Euro
                                  2. Verbindlichkeiten               890.-Euro

                                  Gesamt                                           8890.-Euro

               Inoffiziell

               III)         Reinvermögen

                            Vermögen                                               18 935.- Euro
                            - Schulden                                              -8890.-Euro
                            = Reinvermögen                                         = 10 045.-Euro


               Arten der Inventur

                      1. Methode
                            a. Körperliche Inventur, erfolgt bei Sachen (§90 BGB) z.B.
                               Grundstücke, Maschinen, Waren, Bargeld. (Mann muss die Sachen
                               in Augenschein nehmen durch zählen, messen, wiegen)
                            b. Buchungsmäßige Inventur, alle nicht Sachen, erfolgt z.B. durch
                               Urkunden, Kontoauszüge, Firmen Anteile, Forderungen,
                               Verbindlichkeiten....
                      2. Umfang
                            a. Volle Inventur: Vollständige Bestandsaufnahme / Erfassung
                               sämtlicher Vermögensgegenstände.
          b. Stichproben – Inventur: Wird nach dem Zufallsprinzip
             Teilmengen herausgegriffen, nach Zufallsprinzip wird eine
             Teilerhebung durchgeführt, wird auf die Gesamtmenge
             hochgerechnet.
                  i. Muss zugelassen werden durch das Finanzamt
                 ii. Vorteil: geht schneller
   3. Zeitpunkt
          a. Stichtags – Inventur wird am Bilanzstichtag durchgeführt + - 10
             Tage Nachteil: umfangreicher Arbeitsanfall, Betriebsstörung,
             -schließung
          b. Vor- / nachgelagerte Inventur innerhalb von 3 Monaten vor oder 2
             Monate nach Bilanzstichtag ---- wertmäßige Fortschreibung /
             Rückrechnung auf den Bilanzstichtag.
          c. Permanente Inventur: Kombination aus körperliche und
             buchmäßige Inventur d.h. mindestens einmal körperliche
             Bestandsaufnahme zu beliebigem Zeitpunkt. Dann mengenmäßige
             Fortschreibung.        Vorrausetzung: Exakte Lagerbuchführung
             mit den Zu / Abgängen nach Art und Menge.

Gesetzliche Vereinfachungen:
                        1. Zeitnahe Inventur ----- +- 10 Tage Spielraum
                        2. Permanente Inventur ---- Entnahme der Bestände
                            aus den Lagerbeständen.
                        3. zeitlich verlegte Inventur ---- 3 Monate vor / 2
                            Monate nach Stichtag
                        4. Stichproben Inventur ---- geringerer Aufwand § 241
                            BGB
                        5. Gruppenbewertung ---- Ziel: Vereinfachung der
                            Bewertung durch eine Zusammenfassung
                            gleichartiger Wirtschaftsgüter zu Gruppen, die mit
                            einem gewogenen Durchschnittswert bewertet
                            werden § 240 (4) HGB

Gewogener Durchschnitt: Ein Durchschnittswert der die Struktur der Mischung
berücksichtigt z.B. 5t Schrauben Typ A und 5 kg Schrauben Typ B in einer
Gruppe. Schrauben kosten verschieden und werden entsprechende bei der
Inventur gewichtet.
                           6. Festwertverfahren: Wirtschaftsgüter des
                              Sachanlagevermögens (z.B. maschinen, Anlagen
                              .....) sowie RHB - Stoffe werden mit Festwert
                              (gleichbleibende Mengen und Wert im Vergleich
                              zum Vorjahr § 240 (3) HGB) bewertet.
               Vorraussetzung:
                                            a) Mengen die abgehen werden
                                               regelmäßig ersetzt
                                            b) Der Bestand unterliegt nur
                                               geringen Schwankungen
                                            c) Güter machen nur einen geringen
                                               Wert am Gesamtwert des
                                               Unternehmens aus
                                            d) Alle drei Jahre körperliche
                                               Inventur
                           7. bim Anlagevermögen ist körperliche Inventur
                              entbehrlich, wenn für jeden Gegenstand einen
                              Anfangskartei (Typ der Maschine, Alter,
                              Abschreibung....) geführt wird.

3.3 Bilanz
3.3.1 Bilanzposition
        von Inventar ----- Bilanz

   1) Inventarpositionen werden zu größeren Gruppen zusammengefasst. ----
      Spezifikationen entfallen
   2) Mengenangaben entfallen ---- Bilanz: Wert
   3) Vermögens- und Schuldteile werden einander gegenüber gestellt (nicht
      saldiert (verrechnet))
   4) Eigenkapital wird in der Bilanz ausgewiesen

Vermögen – Schulden = Eigenkapital

Umformung der Rechnung


Bilanzsumme

Vermögen       = Eigenkapital +              Schulden

AV + UV        = Eigenkapital + Fremdkapital (Schulden, Verbindlichkeiten...)

AV = Anlagevermögen
UV = Umlaufvermögen




        Aktiva                Bilanz                    Passiva

               Anlagevermögen                Eigenkapital



               Umlaufvermögen
                                       Fremdkapital




Summe der Aktiva = Summe der Passiva

Aktiva: konkrete Vermögensgegenstände die ich anfassen kann, aktiv dem
Unternehmen Dienen. Aktiva stellen die Mittelverwendung dar.
           Passiva: Fremdkapital (Kredit, Hypotheken, Verbindlichkeiten....) und
           Eigenkapital (was die Aktionäre einzahlen). Passiva stellen die Mittelherkunft dar,
           von woher habe ich das Geld für meine Firma.

           Einzelne Passiva Punkte decken nicht einzelne Aktiva Punkt, getrennt sehen,
           wenn ich z.B. 1 000 000 Eigenkapital habe und ein Maschine die 1 000 000
           kostet, gilt nicht dass die Maschine durch Eigenkapital bezahlt wurde.

           Bilanz ist immer im Gleichgewicht d.h. die Summen weisen die gleichen Werte
           auf.


                Aktiva                    Bilanz zum 31.12. 03                      Passiva
Anlage-         Fuhrpark:             11 500,-       Eigenkapital         10 045,-        Fremd-
vermögen        BGA                    4 084,-       Bankkredit             8 000,-       kapital
                                                     Verbindlichkeiten        890,-
               Waren                      961,-
Umlauf-
               Bank-/Postgiroguthaben 2 170,-
vermögen
               Kasse                      220,-
           Gesamt:               18 935,-                              18 935



           - Positionen werden zusammengefasst
            Bilanz als geordneter Abschluss eines Geschäftsjahres, in Form einer
           Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital bezogen auf einen Stichtag.

           Siehe AB
           Fall 1:
           Normalfall als Ausgangssituation
           Eigenkapital Normalerweise über das Fremdkapital, aus darstellerischen Gründen
           getauscht.

           Fall 2:
           Einzelunternehmen erzielt Gewinn  Eigenkapital nimmt zu daraus folgt, Bilanz
           Summe nimmt zu Vermögen nimmt zu.

           Fall 3:
           Einzelunternehmen erleidet Verlust  Eigenkapital wird vermindert,
           Bilanzsumme wird vermindert. Vermögen nimmt ab.

           Fall 4:
           Kapitalgesellschaft hat einen Gewinn erzielt, der teils thesauriert wird und zum
           anderen Teil zur Ausschüttung vorgesehen wird  eigenkapital nimm zu,
           (Gewinnrücklage) Kapitalrücklage kommt aus dem Agio. Gesetzliche
           Rücklagen sind 10 % - 5 % aus dem Gewinn. Bilanzsumme nimmt zu
           Vermögen nimmt zu.

           Fall 5a:
           Personengesellschaft ist Verlust eingetreten. Eigenkapital wird reduziert
           (nachdem ich alle Rücklagen aufgelöst habe) Bilanz Summe sinkt nicht,
           sondern Ausgleich über ein Verlustvortrag auf der Aktiv Seite (geht nur bei
Personengesellschaften) damit erscheint auf der Aktiv Seite der Bilanz eine
Position die kein Vermögen, sondern ein Korrekturposten für einen zu hoch
angesetzten Passivposten ist.

5b)
Bei Kapitalgesellschaften ist nach § 266 (3) HGB ein Jahresfehlbetrag passirisch
vom Eigenkapital abzusetzen. Für Kapitalgesellschaften

                Fall 5b



Vermögen                                     Fremdkapital


                                             Nominalkapital        Eigenkapital
                                             Verlustvortrag



Eigenkapital durch den Verlustvortrag reduziert, Bilanzsumme bleib
unverändert

Fall 7:
                          -   Vermögen der Personengesellschaft ist kleiner als das
                          -   Fremdkapital, Eigenkapital verloren,
                          -   Verlustvortrag zeigt die Unterdeckung (Unterbilanz)
                              des Fremdkapitals.

3.3.2 Bilanzänderungen
Änderungen der Bilanz durch Geschäftsvorfälle.
Aktivtausch Bsp. Kaufe mit meinem Geld Maschinen.
Betriebsvermögensumschichtung  Bestände betroffen

1) Aktivtausch (= Vermögensumschichtung im engeren Sinne)
                     - nur Aktiv Seite betroffen
                     - Aktivposten nimmt ab, anderer nimmt zu.
                           o Bsp.: 1. Warenkauf gegen bar für 1000,-, Kasse
                              nimmt für 1000,- ab
                           o 2. Kunde bezahlt seine Ware / offene Rechnung
 Bilanzsumme bleibt unverändert.

2) Passivtausch (=Kapitalumschichtung)
Bsp. Lieferant erhält Wechsel über 800,- zum Ausgleich eine bestehende
Verbindlichkeit.
 Bilanzsumme konstant

3.        Bilanzverlängerung
          (Aktiv und Passiv Mehrung) neue Bilanzsumme, Zunahme der
          Bilanzsumme = Aktiv- und Passivseite erhöhen isch um gleichen Betrag
          Eigenkapital und Gewinn bleiben Konstant
          Bsp. Warenkauf für 1000,- auf Ziel (s. AB. Nr. 3)
   4. Bilanzverkürzung (Aktiv – Passiv Minderung)
      Abnahme der Bilanzsumme = Aktiv- und Passivseite reduzieren sich um
      gleichen Betrag
      Eigenkapital und Gewinn bleiben Konstant.
      Bsp. Verbindlichkeiten über 700,- Euro wird bar bezahlt.

       Vermögensänderungen

       Höhe des Eigenkapitals ändert sich (Betrieblich / Privat veranlasst)


       1. betrieblich bedingt               2. Privat bedingt

       zu 1) auch der Gewinn wird beeinflusst. Aufwand / Ertrag verändert den
       Gewinn

       zu 2) Darf Gewinn nicht beeinflussen, Beeinflusst Eigenkapital

       Gewinn ergibt sich aus der wirtschaftlichen Betätigung des Unternehmens.

       1a) Aufwand (betrieblich bedingte Betriebs Vermögensminderung)
       Aufwand reduziert den Gewinn. Bsp. Miete für Betriebsräume bar: 1000,-
       (Kassenbestand wird um 1000,- reduziert)

                                G                          V

       (G + V) ---              Aufwand                    Ertrag

                                x                          Ertrag-
                                Y                          Aufwand ---Gewinn
                                Z                          oder Verlust

                                150,-                               150,-

       Aufwand ist größer als der Ertrag = Verlust
       Ertrag ist größer als der Aufwand = Gewinn


Zu AB 1a) Bilanz
Aktiv: Kassenguthaben sinkt
Passiv: Eigenkapital sinkt auf dem „Umweg“ über Gewinn und Verlust
Insgesamt: Bilanzsumme sinkt
Gewinn und Verlust wird über das Konto „Eigenkapital“ abgeschlossen.

1b) Ertrag (betrieblich bedingte Betriebsvermögenserhöhung, bei der in gleicher
Höhe einen Gewinnsteigerung eintritt.
Bsp.: Ware, die vor einiger Zeit für 2000,- gekauft wurde, wird für 4300,- auf Ziel
verkauft.
--- „Warenbestand“ sinkt um 2000,-
--- „Forderungen“ steigt um 4300,- Euro
--- Bilanzsumme und Eigenkapital erhöht sich um den Ertrag dieses Geschäftes.
S. AB.
2a) Privatentnahme
Eigenkapital sinkt, Gewinn bleibt konstant, weil die Entnahme kein Aufwand fürs
Unternehmen ist.
Bsp.: Aus Geschäftskasse werden 750,- Euro für private Zwecke entnommen.
--- Kasse, Bilanzsumme, Eigenkapital mindern sich um 750,- (die Entnahme)

2b) Privateinlage
Eigenkapital steigt, Gewinn bleibt konstant
Bsp.: Vom Privatkonto werden 3000,- auf das Firmenkonto überwiesen.
Position „Bank“ des Umlaufvermögens und das eigenkapital erhöhen sich.

1a Aufgaben Blatt

Reinvermögen am Ende des Jahres – Reinvermögen Anfang
20 000                           -      15 000 = 5 000

Entnahme – Einlagen = Einlage
3 000    - 6 000 =                               - 3 000

Ergibt einen Gewinn von                          2 000

b)
20 000 – 22 000 = - 2 000
1 000 – 3 000 = - 2000

Verlust von – 4 000 Euro

c)
20 000 – 18 000 = 2 000
4 000 – 0       = 4 000

Gewinn von 6 000 Euro

II Reinvermögen Anfang und Einlagen + Gewinn – Entnahem – Verlust

   a) 15 000 + 3 000 + 1000 – 2 000 = 17 000 Reinvermögen
   b) 22 000 + 2 000 – 2 000 – 3 000 = 20 000,-
   c) 18 000 + 2 000 – 3 000 = 17 000

II. Inventur

Kredit                                    - 250 000 FR
Grundstück mit Gebäude                    +500 000 AV
Rohstoffe                                 + 60 000 UV
Forderungen L. u. L.                      - 50 000 FR
Hypothek Spk. Id.                         - 200 000 FR
Guthaben Spk. Id.                         + 10 000 UV
Unfertige Erzeugnisse                     + 20 000 UV
Technische Anlagen                        + 250 000 AV
Maschinen                                 + 350 000 AV
Betriebsausstattung                       + 50 000 AV
Geschäftsausstattung                      + 70 000 AV
Hilfsstoffe                                +   30 000 UV
Betriebsstoffe                             +   10 000 UV
Fertige Erzeugnisse                        +   30 000 UV
Kassenbestand                              +    4 000 UV
Sonstige Forderungen                       +   10 000 UV
Verbindlichkeiten L. u. L.                 -   80 000 FR
Fuhrpark                                   +   80 000 AV
Guthaben Handelsbank                       +   26 000 UV
Sonstige Verbindlichkeiten                 -   20 000 FR


                             Bilanz zum 31.12....
Aktiva                                  Passiva
Anlagenvermögen:                        Eigenkapital:
1 300 000                               1 000 000

Umlaufvermögen:                          Fremdkapital:

200 000                                  500 000

1 500 000                                1 500 000



II a) (siehe Arbeitsblatt)

Lieferantenrechnung / Bankkonto
Bankguthaben nimmt ab (aktiv), Verbindlichkeit nimmt ab (passiv)
Bilanzsumme wird weniger, aktiv – passiv Mehrung

b)
Verbindlichkeit, nehmen für Verbindlichkeit ein Darlehn auf, Passiv tausch,
keine Bilanzveränderung

c) aktiv Seite Kasse auf Bankkonto (aktiv) Aktivtausch

    d) Waren auf aktiv Seite, Lieferantenrechnung Passiv Seite, Bilanzsumme
       wird größer aktiv – passiv Mehrung
    e) Maschine aktiv, Geld Kasse aktiv, keine Mehrung
    f) Darlehen passiv Fremdkapital, Bank aktiv, aktiv – passiv Mehrung
    g) Forderungen aktiv nimmt ab, Bank aktiv nimmt zu
    h) Bankkonto aktiv weniger, Kasse aktiv mehr, aktiv Tausch
    i) Verbindlichkeiten passiv, BGA aktiv, passiv – aktiv Tausch.

4 a) Bilanzstichtag: Der letzte Tag des Geschäftsjahres
b) Eigenkapital: Differenz zwischen Vermögen und Schulden steht in der Bilanz
                     c) Vermögenslage: Verhältnis unseres Vermögens,
                         dargestellt in der Bilanz (Bilanzkennzahlen)
                     d) Ertragslage: Ist der Überblick der GuV
                     e) Jahresabschluss: Bilanz und GuV
                     f) Geschäftsbericht: Jahresabschluss und Lagebericht und
                         Anhang
     5) Zeitstrahl zum Lösen machen.
                                                        31.12
     15.11                1.12                          15 600,-
     11 500,-                                           Waren Verkauft
     Inventur-            20 000,-
     bestand              Warenlieferung


     a) Ist unzulässig, da man 2 Wochen vor oder 3 Wochen nach dem
        Geschäftsjahr die Inventur machen muss.
     b) 16 200,-

     6) 34 200 + 16 400 – 4 000 = 32 600,-
        Die 10 000,- können vernachlässigt werden.

             a) § 240 HGB kann abweichen
             b) Stichtagsinventur ist am 1.10 unzweckmäßig, zweckmäßig war der
                31.12.
                Vor- oder nachgelagerte bringt nichts, Permanent Inventur

9)
     a)   Erhalten Anzahlung
     b)   Fuhrpark
     c)   BGA
     d)   Keine Bilanzposition (Miete im Aufwand er GuV)
     e)   Forderungen / Auszahlungen, Geleistete Ausleihungen
     f)   Wertpapiere / Sonstige Wertpapiere / Umlaufvermögen
     g)   Anlagevermögen, Wertpapiere



4.1 Kontenrahmen

Grundlagen der Buchungstechnik

Konto (ital.) 14/15 Jh. Geprägt durch Eugen Schmalenbach (1927).

Kontorahmen:

                       -   Organisation und Gliederungsplan für Rechnungswesen
                       -   Verbindlichkeit von 1937 – 1953 aufgehoben
                       -   Heute: Empfehlung durch das Finanzamt
                       -   GoB (Grundsätze Ordnugsmäßiger Buchführung) liefert
                           Mindestanforderung § 238 (1) HGB

1.1.1986 Bilanzrichtliniengesetz

Grundsätzlich gilt

                       -   Dekadisches System (10 Kontenklassen / 10
                           Unterklassen --- 10 Kontenklassen mit 10
                           Kontengruppen,Untergruppen
Bundesverband der deutschen Industrie: GKR

ICR = Industrie Konten Rahmen
                     - keine Unterscheidung der Rechtsform

IKR = Analog zur Bilanz und G + V, Betriebsabrechnung KLAR

= Abschlussgliederungsprinzip

Kontenrahmen:               0 – 8 = Bilanz, G + V
                            9 = KLAR, Betriebsabrechnung

(Prozessgliederungsprinzip wie GKR)

Klassen:                    0 – 3 = Vorbereitung der Leistungserstellun
                            3 – 7 = Durchführung Produktion
                            9     = Verwertung der Leistung

LKR

1. Beständerechunung (Bilanz)

                     -   für Aktivkonten der Bilanz
                             o Klasse 0: AV (immaterielle Vermögen und
                                Sachanlage) Aktiva Gruppe QI bis A II
                             o Klasse 1: AV (Finanzanlagen) Aktiva, A III
                             o Klasse 2: VV (Forderungen, Voräte)aRAP
                                Aktiva, B, C
                     -   Für Passivkonten
                             o Klasse 3: Eigenkapital / Rückstellung, Passiva,
                                A,B
                             o Klasse 4: Verbindlichkeiten, pRAP, Passiva,
                                C,D

2. Ergebniskonsum aus der Erfolgsrechnung
                    - für Ertragskonten
                            o Klasse 5: Erträge, G, V alle Erträge
                    - . Für Aufwandskonten
                            o Klasse 6: Betriebliche Aufwendungen (material,
                                Personal und Abschreibungen)

G + V Anwendungen, Positionen 5 – 8
                              o Klasse 7 weiter Aufwendungen (Steuern, Zinsen
                                  usw.) G + V Aufwendungen Pos. 12,13,16,18,19
3. in der Ergebnisrechnung
                              o Klasse 8 für die Konten zur Eröffnung und zum
                                  Abschluss --- Durchführung des
                                  Jahresabschlusses
4. in der Klasse 9 die Konten der KLAR
4.2 Buchungssatz

Buchung ist die schriftliche Erfassung von Geschäftsvorfällen.
Buchung auf der Sollseite des Kontos heißt
SOLLBUCHUNG --- Habendseite HABENBUCHUNG

                      -    Anfangsbestände aus der Bilanz
                      -    Zu / Abgänge laut Geschäftsvorfälle
                      -    Endbestände (in der Bilanz), durch Saldierung der
                           Konten

                                                X
           Aus der Bilanz

                                          50           30
                                                                 100 sind verkauft
                                          60           70

                                          20           30        sind über Endbestand, in
                                                                       der Bilanz
                                          130          130




Grundsätze

                    1) Erst soll, dann haben
                    2) Keine Buchung ohne Gegenbuchung in gleicher Höhe

Bsp.:         Sollbuchung                           Habenbuchung

              Soll Konto             an             Haben Konto Betrag
              Forderung                             Verkaufserlös


Einfache Buchungssatz BS

Zusammengesetzter Buchungssatz

Bsp. Einfacher Buchungssatz

Wir heben von unserem Bankkonto 500,- Euro ab

1) Welche Konten werden berührt?
      Bank und Kasse wird berührt
2) Um welche Typen von Konten handelt es sich?
      Aktiv und passiv Konto

Ertrag und Aufwand Konto beides sind Aktivkonten.
3) Liegt ein Zu- oder Abgang vor?

Bankkonto: Abgang                    Kasse: Zugang


                 Aktiva         aktives Bestandskonto       passiv

                 Anfangsbestand

                                                Abgänge

                 Zugänge


                                                Saldo EB




        Aktiva                  Passives Bestandskonto               Passiva



                 Abgänge                              Anfangsbestand



                                                      Zugänge


                 Saldo Endbestand




Auf welcher Seite ist zu buchen?

Kasse an Bank 500 – Buchungssatz

Möglichkeiten der Buchungen


              Soll                                  Haben
                                     1
       Ein Sollkonto                                ein Habenkonto
                            2               3
       Mehrer Sollkonten                            mehrer Habenkonten
                                     4
Fall 1:
Bareinzahlung aus der Geschäftskasse auf das Girokonto in Höhe von 312 Euro.
Buchungssatz: Girokonto an Kasse 312,-

Fall 2:
Wir bezahlen eine Lieferantenverbindlichkeit von 6000,- Euro durch
Banküberweisung von 4000,- Euro und Barzahlung des Rests
Buchungssatz Verbindlichkeiten 6000       an      Kasse 2000
                                                  Bank 4000

Fall 3:
Ein Kunde, gegenüber den wir eine Forderung von 8000,- Euro haben bezahlt
durch Banküberweisung 3000,- Euro und durch Überweisung auf Postgirokonto
5000,- Euro.
                           Zugänge                     Abgänge
Buchungssatz:              Bank 3000,- Euro
                                                       Forderungen 8000
                           Postgiro 5000,- Euro

Fall 4:
Wir kaufen beim Lieferanten Waren für 6000,- Euro und eine Maschine für 4000,-
Euro. Dabei besitzen wir eine sofortige Barzahlung von 5000,- Euro, der Rest auf
Ziel.
Buchungssatz         Waren 6000,- Euro             Kasse 5000,- Euro
                     Maschinen 4000,- Euro         Verbindlichkeiten 5000,- Euro

Summen müssen links und rechts gleich sein.

4.3 Kontenarten
(Bestandskonten / Bilanzkonten und Erfolgskonten gehen in die GuV)

Konto conto = Rechnung
      Laufende Aufzeichnung der Wertbewegungen. Zweiseitige Aufstellung, T-
      Konto. Bsp.

       Soll           Kontoname           Haben

             +                    -
       Anfangsbestand       Abgang wird im Haben verbucht

       10 000,-
       (kommt dazu/
       in Besitz)



Schlussbilanzkonto hat anstatt Soll und Haben, aktiv und passiv.
                     - Verrechnung immer erst am Jahresende
                     - Saldierungen erst am Ende des Geschäftsjahres
                     - Saldiern, Ausgleich der kleineren Seite, wird Gewinn
                         oder Verlust, kommt in die Bilanz.
Konten zu Fall 4 s.o.

Buchungen:
Alle 4 Konten haben einen Anfangsbestand (AB) von 10 000,-



S      Aktiv Konto Waren            H       S      Aktivkonto Kasse       H


AB 10 000,-                                        AB 10 000,-

Kasse /
Verbindlichkeiten                                                   Waren /
6 000,-                                                             Maschinen
                                                                    5 000,-



S      Aktiv Konto Maschinen        H       S      Passivkonto Verbind.       H

AB 10 000,-                                                       AB 10 000,-

Kasse /                                                           Waren /
Verbind.                                                          Maschine
4 000,-                                                           5 000,-


Wert im Bestandskonto links ----- Wert im Konto auch links

4.3.1 Von Bilanz zum Konto

Von der Bilanz ausgehen.
Bilanz / Erfasst die Bestände, diese werden verändert durch die Geschäftsvorfälle.

Bilanz: Periodisierung
       Dokumentiert am Jahresende Vermögensgegenstände, Schulden, EK

Bestandswirksame Geschäftsvorfälle ändern den Bestand eines Bilanzkontos ----
Bestandskonto.

Bilanzauflösung: für jedes Konto der Bilanz ein eigenes Konto einrichten und den
Anfangsbestand eintragen
Bsp. 1

A        SBK             P                   S               EBK              H

Waren 50                                                                Waren 50
                 Verbind. 80                 Verbind. 80



S        Waren           P                   S               Verbind.         H

AB 50                                                                         AB 50




Von links immer nach rechts oder rechts nach links.

Bsp 2


A                SBK              P          S               EBK              P

Waren 3100,-             EK 5000,-           EK 5000,-               Waren 3100,-
Forder. 1300,-           Wechsel 400,-       Wechsel 400,-           Forder. 1300,-
Kasse 2100,-             Verb. 1100,-        Verb. 1100,-            Kasse 2100,-

6500,-                   6500,-              6500,-                  6500,-


S                Verb.            H          S               Kasse            H

                         AB 1100,-           AB 2100,-




BS:
                             1. EBK an Passivkonten
                             Oder
                             2. EBK an EK 5000,-
                                EBK an Wechsel 400,-
                                EBK an Verb 1100,-

                            1. Aktivkonten an EBK
                            Oder
                            2. Waren an EBK 3100,-
                               Ford. An EBK 1300,-
                               Kasse an EBK 2100,-
                         Oder
                            3. alle Aktivkonten an alle Passivkonten 6500,-
                        4. Waren 3000,-                            EK 5000,-
                           Ford 1300,-              an             Wechsel 400,-
                           .......

4.3.2 Bestandskonten

übernehmen die Bestände (Anfangsbestände) aus der Bilanz.
                    - Aktivkonten = aktive Bestandskonten --- übernehmen
                        die ermögenswerte der Aktivsätze.
                    - Passivkonten = passive Bestandskonten--- übernehmen
                        die Bestände der Passiv (Kapital-) seite.

S             ABK                    H

AB                            Abgänge



Zugänge
                              EB = Saldo (gleicht Soll – Seite aus, heißt Soll Saldo
                                            --- Gegenbuchung--- Erscheint in der
                                            Schlussbilanz.)

PBK Saldo heißt Haben Saldo

BS SBK an ABK (= Abschlussbuchungskonto, EB, Saldo)

              Schlussbilanz

ABK




Aktivkonto

AB + Zugänge = Abgänge + EB

Passivkonto

EB + Abgänge = AB + Zugänge
EB = AB + Zugänge – Abgänge

Gewinn und Verlustkonto
                    - ist Unterkonto des EK Konto
                    - nimmt alle erfolgswirksamen Geschäftsvorfälle auf
                    - (Bestandskonten sind Erfolgs unwirksam)
                    - G + V Konto ermittelt die Differenz zwischen Aufwand
                        und Ertrag auf
                           o Gewinn / Verlust
                           o Übertragen in EK – Konto
                    - Zeitraum bezogen (Bilanz: Zeitpunkt)
                       -   Jahreserfolg der G + V entspricht nicht dem
                           Jahresüberschuss laut Schluss Bilanz
                       -   § 275 HGB Staffelform für Kapitalgesellschaften (siehe
                           AB)

Gesamtkostenverfahren  Leistungs- / produktionsbezogene Erträge (1 –4, 9 –
11, 15) werden den Aufwendungen (Aufwandsarten (5 – 8, 12,13,16)) gegenüber
gestellt. (Also inklusive Lagerproduktion)

Umsatzkontenverfahren  Umsatzbezogen , nur die tatsächlichen Umsatzerlöse
und sonstigen Erträge (Also ohne Lagerproduktion) werden den dazu nötigen
Aufwendungen (nach Funktionsbereichen) gegenüber gestellt. Pos. 2 Herstellung,
Pos. 4. Vertrieb, Pos. 5 allgem. Verwaltung.


G + V nach den Gesamtkostenverfahren G + V nach den Umsatzkostenverfahren
Umsatzerlöse                     108 Umsatzerlöse                     108

+ Aufwand für Bestandserhöhungen 10
  (Lager)

- Gesamtaufwand                     100 - Gesamtaufwand (Umsatzbezogen) 90
Jahresüberschuss                     18 Jahresüberschuss                18

Unternehmen kann einmal wählen, welche G + V Darstellung es nimmt. 1X Wahl
zwischen den beiden Verfahren, danach Beibehaltung (wegen Grundsatz d.
Stetigkeit)

Von der G + V  Bilanz
   1) Erfassung aller Erfolgswirksamen Geschäftsvorfälle (Erfolgs- /
      Ertragskonten)
   2) Saldieren dieser Konten  in G + V +übernehmen
   3) Saldo bilden der G + V  Unternehmenserfolg als G oder V
   4) Dieser Erfolg / Saldo in EK Konto verbuchen
   5) Abschluss des EK – Kontos und Saldo in SB übertragen (siehe AB)

4.3.3 Des EK - Konto

Änderungen auf Bestandskonten sind erfolgsneutral berühren das EK nicht.
Passivisches Bestandskonto

EK – Konto  Bestandskonto besonderer Art, gibt Auskunft über die Differenz
Fremd- und Eigenkapital.

Privat- / Erfolgskonten (mit G + V) sind Unterkonten des EK Kontos Ziel:
Übersichtlichkeit.

4.3.4 Erfolgskonten

                       -   erfolgswirksamen Geschäftsvorfälle
                       -   Wertsprung (zw. Aufwand und Erträgen)
                      -   Bei Ertragskonten: Erträge im Haben BS:
                          Bestandskonto an Ertragskonto (BS für einen Verkauf
                          auf Ziel), Bsp: Forderungen an Verkaufserlöse
                      -   Bei Aufwandskonten: Aufwendungen im Soll BS:
                          Aufwandskonto an Bestandskonto
                      -   Bruttoprinzip: keine Verrechnung artenverwandter
                          Aufwendungen und Erträge        Bsp: nicht „Zinsen“,
                          sonder Zinsaufwand und Zinserträge getrennt.
                      -   Es gibt keinen Anfangsbestand

- Abschluss Saldo                       Erfolgskonten
        Unterschiede des „Saldo“  Bestandskonto

       1) Unterschiedliche Verbuchungen beim Abschluss
              a. SB
              b. GV
       2) Bei Bestandskonten geht Saldo als EB / AB bei Erfolgskonten gibt es
          keinen AB.
       3) Bei Bestandskonten, Saldo =Differenz
          Bei Erfolgskonto: Saldo = Summe (wenn keine Storno)

Bsp:   Aufwand:       Rohstoffe, Betriebsstoffe, Zinsaufwendung, Löhne, Miet,
                      Reisekosten, Versicherungen, Steuern.

       Ertrag:        Erträge aus den Warenverkäufen, Dienstleistungen,
                      Zinserträge, Mietverträge, Lizenzgebühren einnahmen.
4.3.5 Privatkonto

2 Ursachen für Änderungen des EK - Kontos
        GuV           Erfolgskonten
Erfassung der betrieblichen Einflüsse
        Privatkonto          Privat veranlasste Kapitaländerungen
        Saldo: Abschluss über EK – Konto
        Ändert das Kapital, nicht aber den Gewinn
Erfolgsneutral

Entnahmen        „Privatentnahmen“ im Soll

                      -   Unternehmer (keine Ag) entnimmt
                          Vermögensgegenstände v.a. Zahlungsmittel, aber auch
                          Sachvermögen. Zusammenhang mit der
                          Gewinnentnahme
                      -   Unternehmen tätigt Zahlungen für Privatsphäre des
                          Unternehmers Bsp. Personensteuer des Unternehmers
                          (Einkommens- / Kirchensteuer)
                      -   Unternehmen tätigt Zahlungen die z.T. der
                          betrieblichen, z.T. der privaten Sphäre zu zu rechnen
                          sind. Bsp.: gemeinsame Nutzung von KFZ, Gebäude
                          Versicherung

Einlage: wie oben, nur umgekehrt.
Fall A: Einlage ist größer als die Entnahme


S       Privatentnahme         H               S      Privateinlage         H

Entnahme               Saldo                          Saldo           Einlagen




                               S     Privat           H

                       Privatentnahme          Privateinlage


                       Saldo




S             EK               H                                      SBK

Endbestand             Anfangsbestand                                       EK

                       Gewinn           G+V
Saldo

                       Saldo privat = EK Mehrung



EK ist größer als der Anfangsbestand wegen dem Gewinn und EK – Mehrung.

Fall B: Einlage ist kleiner als die Entnahme

              Privat                           S               EK           H

Entnahme               Einlage                 Saldo Privat           Anfangsbestand

                       Saldo                   = EK Minderung         Gewinn     GuV

                                               EB


              SBK
                       EK



Möglich ist EK ist größer, kleiner oder gleich dem AB, abhängig vom Verhältnis
Gewinn, EK, Minderung.
EK – Konto bleibt während der Abrechnungsperiode unberührt. Erst beim
Abschluss nimmt es die Salden (von G+V, Privatkonten) auf.

                                     Konten

Bestandskonten                                                        Erfolgskonten

S         Aktiv          H                    S        Aufwandskonto            H

AB                 Abgänge                    Aufwand                 Saldo=

Zugänge            Saldo =                                            Wertminderung
                   EB


S         Passiv         H                    S        Erfolgskonto             H

Abgänge                  AB                   Saldo=                  Erträge

Saldo=                   Zugänge              Wertzuwachs

EB


AB + Zugänge = EB + Abgänge

Ertrag – Aufwand = Erfolg
Ertrag größer als Aufwand = Gewinn
Ertrag kleiner als Aufwand = Verlust

Aufgaben AB 3/6

1) Anlagevermögen 50 000             Bank 50 000
2) Ware 1000                         Verbindlichkeiten 1000
3) Ware 1000                         Kasse 1000
4) Kasse 400                         Bank 400
5) Kasse 5000                        Anlagevermögen 5000
6) Bank 20 000                       Darlehn 20 000
7) Kasse 1500                        Forderungen 1500
8) Lieferanten 2000                  Darlehn 2000
9) Ware 6000                         Kasse 2000
                                     Verbindlichkeiten 4000
10) 2000 Kasse                       Wertpapiere 5000
    3000 Bank

Siehe AB 3/7

     1.   Einkauf von Waren auf Ziel.
     2.   Darlehn A wird mit dem Darlehn B bezahlt (Umschuldung)
     3.   Verkauf von Geschäftsausstattung auf Ziel
     4.   Einzahlung von der Kasse auf einen Postscheck
     5.   Verrechnung 2er Firmen von Verbindlichkeiten mit den Forderungen.
             6. Waren werden gekauft und werden per Kasse und Überweisung bezahlt
             7. Tilgung einer Hypothek per Überweisung
             8. Kauf von Finanzanlagen, Bezahlung über unser Konto.

          14a)

                          1) Privat an Kasse 5000
                          2) Postscheck an Privat 4200 (Einkommenssteuer ist Privatentnahme
                          3) Privat an Bank 1000
                          4) Privat an Kasse 2800
                          5a) GuV an Aufwandskonten 280 000
                          5b) Ertragskonten an GuB 350 000
                          5c) GuV an Eigenkapital 70 000
                          5d) EK an Privat 4600

S                Privat                  H                    S                 GuV            H

1) 5000                          2) 4200                5a) Aufwendungen 280 000        5b Erträge
3) 1000                                                                                 350 000
4) 2800                          Saldo 4600             Saldo 70 000 (Gewinn)

8 800                            8 800                        350 000                   350 000




                          S              Eigenkapital         H

                          4 600                         Anfangsbestand 520 000 (EK0)
                          EK1 585 400                   5c) 70 000

                          590 000                       590 000

Endbestand kommt in die Schlussbilanz



             c) Distanzrechnung

             EK1                    585 400
             - EK0                  520 000
             + Entnahmen               8 800
             - Einlagen                4 200       Saldo des Privatkontos
                                    70 000


          3/16)

          Erfolgsneutral: Privateinlage, Bestandskonten
          Erfolgswirksam: Tätigkeiten / Einnahmen/ Ausgaben der durch den Betrieb
          bestimmt sind und das GuV / Erfolgskonto betreffen
    1) Waren an Verbindlichkeiten     Erfolgsneutral, ein Bestandskonto
    2) Lohnaufwand an Kasse           Erfolgskonto, Erfolgswirksam, Betrieblicher
                                      Zweck
    3) Bank an Privat                 Erfolgsneutral
    4) Darlehn an Bank                Erfolgsneutral, Bilanzkonten/Bestandskonten
    5) Geschäftsaufwand Telefon an Postscheck Erfolgswirksam
    6) Privat an Bank                 Erfolgsneutral
    7) Kasse an Mietvertrag           Erfolgswirksam
    8) Verbindlichkeiten an Bank      Erfolgsneutral
    9) Reparaturaufwand an Bank       Erfolgswirksam
           80 % Zweckaufwand, 20 % Betriebsfremd, wird aber zu 100% von dem
           Betrieb bezahlt
    10) Privat an Kasse               Erfolgsneutral


    3/17)

         1)   Bank an Fuhrpark 10 000
         2)   BGA an Bank 5 000
         3)   Bank an Zinsertrag 600
         4)   Kasse an Forderungen 2500


S               EK             H            S           FK           H

SBK 45 600              AB 4500           SBK 30 000                 AB 30 000

                        600 GuV

45 600                  45 600              30 000                   30 000



S               BGA            H            S           Bank         H

2) 5 000               5 000 SBK            AB 20 000                2) 5 000
                                            1) 10 000
                                            3) 600                   SBK 25 600

5 000                  5 000                30 600                   30 600
S              Fuhrpark                H          S            Zinsertrag             H

AB 50 000                    1) 10 000            600 GuV                    3) 600
                             SBK 40 000

50 000                       50 000               600                        600




S              Forderungen             H          S            Kasse                  H

AB 5 000                     4) 2500              4) 2500

                             2 500
5 000                        5 000                2 500                               2 500



S              GuV           H                    S            SBK                    H

600 (Gewinn Saldo)           Zinsertrag 600       Fuhrpark 40 000            EK1 45 600
                                                  BGA 5 000                  FK 30 000
600                          600                  Forderungen 2 500
                                                  Bank 2500
                                                  Kasse 2500

                                                  75 600                     75 600




         Erfolg laut G + V: 600

         Erfolg laut Distanzrechnung

         EK1    45 600
         EK0    45 000
                  600


                                   5. Buchung wichtiger Geschäftsvorfälle
                                   5.1 Warenverkehr
                                   5.1.1 Buchtechnische Erfassung des Warenverkehrs

         Waren: Gegenstände, Materialien, alle Bestandteile des Vorratsvermögens § 247
         HGB. Anlagevermögen und Umlaufvermögen in der Bilanz, Vorratsvermögen all
         die Vermögen, nicht dauerhaft den Geschäftsbetrieb dienen, sondern Verbrauch
         und Veräußerung.
§ 266(2) HGB
Bilanz  RHB – Stoffe / unfertige / fertige Erzeugnisse, Waren


Aktiva, Umlaufvermögen
Warenkonto = Aktives Bestandskonten (Achtung auch Erfolgskonto siehe unten)
AB + Zugang im Soll, Abgang + EB im Haben.

Saldo des Warenkontos enthält den EB zu Einkaufspreisen und Erfolg 
Warenverkauf zu Verkaufspreisen.
Warenkonto = gemischtes Konto
             Der Saldo wird zum Teil auf das SBK (Bestandsteil des Kontos)
             zum Teil in die G+V (Erfolgsanteil) gebucht.


S                            Gemischtes Warenkonto                          H
AB Einkaufspreis                        Warenverkäufe Verkaufspreis
Wareneinkauf Einkaufspreis              Rücksendung an Lieferanten
                                        Verkaufspreis
Rücksendungen von Kunden                Preisnachlässe von Lieferanten
Verkaufspreis                           Einkaufspreis
Preisnachlässe Verkaufspreis            Privatentnahme Teilwert
Rohgewinn Saldo                         Betriebliche Entnahme Einkaufspreis
                                        Endbestand Inventur Einkaufspreis

G+V Warenkorb an G+V                       SBK an Waren


Unzweckmäßig, da
                      -   heterogen, unübersichtlich
                      -   Verschiedene Preise (Wertansätze)
                      -   Saldo muss zerlegt werden, dazu Inventur nötig

Folge: Trennung des Warenkontos



       Wareneinkauf                               Warenverkauf



Erfasst alle Warenbestände und Einkäufe (Gegenbuchung , Kasse, Bank,
Verbindlichkeiten) beim Lieferanten
S                          Wareneinkaufskonto                      H
AB Einkaufspreis                     Rücksendungen an Lieferanten
                                     Einkaufspreis
Wareneinkäufe Einkaufspreis          Preisnachlässe Einkaufspreis
                                     Betriebliche Entnahmen Einkaufspreis
                                     EB laut Inventur (SBK) Einkaufspreis
                                     Wareneinsatz Einkaufspreis Saldo
                                 Verbucht über Warenverkauf Netto
                                 Verbuchung oder über die G+V, Brutto
                                 Verbuchung.

                     -   Weiterhin gemischtes Konto, aber jetzt homogen.


S                            Warenverkaufskonto                    H
Rücksendung von Kunden                 Warenverkäufe Verkaufspreis
Verkaufspreis                          (Bruttoerlös)
Preisnachlässe Verkaufspreis
Warenerlöse Saldo

  G+V

Homogen (einheitliche Wertansätze), Erfolgskonto, kein AB oder EB, reines
Erfolgskonto für Rücksendungen / Preisnachlässe  Unterkonten  Abschluss
über Waren Verkaufs Konten.

Abschluss der getrennten Warenkonten (siehe Ab)

   1) Nettomethode
   1a) Nettomethode mit Inventur
   1b) Nettomethode ohne Inventur
   2) Bruttomethode
   2a) Bruttomethode mit Inventur
   2b) Bruttomethode ohne Inventur

zu 1)
Netto beider Warenkonten werden miteinander abgeschlossen

Zu 1a) Netto mit Inventur
       Vorraussetzung: Inventur

   1) SBK an Wareneinkauf
   2) Einkaufspreis der verkauften Waren
   3) Warenverkauf an Wareneinkauf ( Saldo wird verbucht, Wareneinkauf
      abgeschlossen)
   4) Saldo und Gewinn
   5) Verbucht zu G+V Warenverkauf an G+V

1b) Netto ohne Inventur
                     - Sinnvoll für Quartalsergebnisse, spare die Inventur
    1) zu jeden einzelnen Verkaufsakt werden summiert. Bank / Kasse /
       Forderungen an Warenverkauf
    2) Jeder einzelne Wareneinsatz wird verbucht. Warenverkauf an
       Wareneinkauf (bei jeder einzelnen Verkauf)

Endbestand als Saldogröße zwischen AB + Wareneinkauf und Wareneinsatz.

3   + 4 +5 sieh 1a.

                         -   Methode funktioniert nur bei gut ausgebauten EDV
                             Systemen, häufig größere Unternehmen (permanente
                             Inventur)

Vorteil: Controlling
Nachteil: - großer Aufwand
                      - EB ist nur eine Soll Größe, Schwund Diebstahl ... fehlt
                      - Im G+V Konto erscheint nur der Rohgewinn dessen
                         Zustände kommen neues erst in der Nebenrechnung
                         ermittelt werden.
                      - Informationen für Mitbewerber

             2 Brutto WEK / WVK werden getrennt voneinander über G+V
               abgeschlossen.
2a) Brutto mit Inventur

    1) Ermittelter Endbestand wird verbucht SBK an Wareneinkauf. Konto kann
       abgeschlossen werden.
    2) Saldo ermitteln / errechnen
    3) G+V an WEK
    4) Warenerlöse ermitteln, Saldo größe
    5) WVK an G+V, damit WEK + WVK abgeschlossen

2b)
Einführung des Wareneinsatz Kontos, zum Gegenbuchen. Sammelkonto zu
Wareneinsätzen bzw. verkäufen

             2    Saldobildung, Gegenbuchung SBK, WEK abgeschlossen
             3    Summe was auf der Soll Seite steht, Gegenbuchung G+V Konto,
                  Verbuchung G+V
             4    Saldierung der Verkäufe. WVK, Gegenbuchung G+V

Vorteil Bruttomethode
                     -   Entstehung des Warenrohgewinns wird in G + V
                         ersichtlich, aber auch für die Konkurrenz.
                      - ( Nachteil) vor allem bei Ein – Produkt –
                         Unternehmen.
 aus Unternehmenssicht ist die Netto – Methode vorzuziehen. Aber große
Kapitalgesellschaften müssen laut Gesetz eine Brutto – Methode verwenden.

     5.1.2       Verbuchung von Bezugs- / Vertriebsausgaben.
Verakauf / Kauf: Waren und zusätzliche Aufwendungen die direkt mit dieser
Ware in Verbindung stehen. Bsp. Fracht, Versicherungen, Zölle, Einrichtung.

 Nettokosten des Erwerbs werden aktiviert, d.h. erhähen den Einkaufspreis der
Ware  erscheinen in der Bilanz.

Unterkonten des Warenkontos (Bezugskosten)
Anschluss: über Warenkonto oder über G+V. Bsp. Wir kaufen Waren für 10 000
Euro, Frachtkosten 500 Euro. Am Jahresende noch 1/5 auf Lager.

S                            Bezugskosten                               H
Zugänge 500                             Saldo 500
500                                     500

S                                   WEK                                 H
Zugänge 10 000                         EB 2 100
Fracht 500
                                          Wareneinsatz ( Saldo) 8 400
10 500                                    10 500


S                                   GuV                                 H
Wareneinsatz 8 400                        Warenverkauf 12 500
Weitere Aufwendungen                      Weitere Erträge

Nebenrechnung: Warenrohgewinne

12 500
-8 400
4 100

Bezugskosten sind

                     A) Erfolgsneutral zu dem Zeitpunkt, zudem sie anfallen
                     B) Erfolgswirksam, wenn sie in den Wareieinsatz eingehen
                        (erhöhen dann die Aufwendungen)

5.1.3 Umsatzsteuer

                          a) Ermittlung der Steuerschuld. (Siehe Blatt)
                             Rechtsgrundlage: Umsatzsteuergesetz und UStDVO
                                a. Wirtschaftlicher Tauschvorgang
                                b. Bezieht sich auf ein Objekt
                                c. Der Private Endverbraucher zahlt die Steuer
                                    (Verbrauchersteuer)
                                d. Wird Kalenderjährlich abgerechnet
                                e. Unternehmen sammelt die Steuer fürs
                                    Finanzamt ein
                                f. Durchlaufender Posten für die Unternehmen
                                g. Es wird nur der Betrag besteuert, den das
                                    Unternehmen bekommt, nicht was auf der
                                    Rechnung steht
                                  h. Umsatzsteuer gibt es für die Wertsteigerung
                                     des Produkts


L                                    U                                   K
100                                  50 Mehrwert          150
15 Vorsteuer                         15% Steuer 7,5       22,5 Umsatzsteuer
115 für Unternehmen Ust.                                               172,50

U zahlt an L 15
U erhält von K 22,50

Differenz 7,5 an das Finanzamt.


Steuer wird bezogen auf die vereinnahmten Entgelte

                       -   Finanzierungswirkung (VSt sofort verlangen / Ust erst
                           später bezahlen z.B. Aldi)
                       -   Nachträgliche Änderungen der Rechnung müssen
                           berücksichtigt werden.

b) Buchung

Ust  ist ein Verbindlichkeit gegenüber den Finanzamt.
VSt  Forderungen gegenüber Finanzamt

passives Bestandskonto: Vst

S                                    VSt                                 H
Zugänge                                    Abgänge (Saldo)


                                       VSt an USt
Aktives Bestandskonto USt
S                                    Ust                                 H
Abgänge                                    AB Zugänge
Vorsteuer
Zahllast an das Finanzamt


Ust an Bank ( Zahlung der Ust an das Finanzamt).

VSt kein AB / EB, weil es über Ust verbucht wird.

Umsatzsteuervoranmeldezeitraum (monatlich)
Ziel: Zahllast der Ust an das Finanzamt ermitteln.
                     1. Saldierung des Ust Kontos
                     2. Buchung des VSt – Saldos auf Ust – Konto bis zum 10
                         Tag des Folgemonats = Vorsteuerabzug BS. Ust an VSt.
                     3. Saldierung des Ust – Kontos (=Zahllast)
                    4. Buchung des Ust – Soldos auf das Zahlungskonto 
                       Bank BS UST an Bank
c) Ermittlung der USt

Nettoreis (Pn)       100
+ Ust 15% (U)          15
= Bruttopreis PB     115

PN + U = PB
Betrag der Ust (=U) errechnet sich durch Multiplikation des Pn mit dem
Umsatzsteuersatz u.
U = PN * u           15 = 100 * 0,15

Oder: durch Multiplikation der PB mit einem Multiplikator 0,1304347 (15/115)

PN + PN * U = PB            Bsp.: PB = 836 Euro
PN * (1 + U) = PB                 PN = 726,96 Euro
PN / (1 + u)                      Ust = 109,04 Euro

  5.1.3 Verbuchung von Preisnachlässen

   a) Rabatt
   b) Skonto
   c) Bonus

   a) Rabatt meistens direkt bei Rechnungsstellung, sofort, verschiedene Arten.
      Mengen-, Treue-, Einführungsrabatt ..... in Buchhaltung: Netto-Methode
      (d.h. es wird sofort der Netto – Betrag verbucht.) Folge: später muss die
      Umsatzsteuer nicht korrigiert werden. Brutto Methode, Vorteil, muss
      Rabatt – Konto führen und kann den Rabattaufwand feststellen.
   b) Bonus: siehe Blatt
          a. Nachträglich, erst nach Rechnungsstellung bekannt und nach
              abgeschlossenen Geschäften
          b. Bonusaufwand an Bank
          c. Korrektur bei der Ust nötig
                  i. Folge: Da die Geschäfte bereits abgeschlossen und
                      vollständig verbucht sind, ist eine nachträgliche Ust-
                      Korrektur notwendig. BS Bonusertrag an Bank / Kasse
   c) Skonto: Bsp. Zahlbar in 10 Tagen mit 2% Skonto oder 30 Tage netto.
      Verkürzt um 20 Tage (Zahlung), dafür 2% Prämie  36% 360 : 20 = 18;
      18 * 2 = 36%

Bsp.   Warennettowert              5400,-
       Skonto                        3%
       Ust                          15%

   a) Buchung Käufer
         1) Buchung des Kaufes
            Wareneinkauf 5400 an Verbindlichkeiten 6210
            VSt 810
         2) Buchung der Zahlung
            Verbindlichkeiten 6210 an Bank 6023,70
                                            Skontobetrag 162
                                            VSt 24,3

   b) Buchung Verkäufer
         1) Buchung des Verkaufes
            Forderungen 621 an Verkaufserlös 5400
                                USt 810
         2) Buchung Zahlungseingang
            Bank 6023,7 an Forderungen
            Skonto 162
            Ust 24,3

 Handelsrechtlich. Brutto Seite 1
 Umsatzsteuerrechtlich Netto Seite 2      Klausur relevant

5.1.5 Privatentnahme
Teilwert Vermutung  Wiederbeschaffungswert
Selbsterstellte Waren = Herstellungskosten
Erworbene Waren
niedriger       Einkaufsseite: Wiederbeschaffungspreis, - kosten
Wert            Verkaufsseite: Einzelveräußerungspreis

Einkommenssteuer
Umsatzsteuer
Früher „Eigenverbrauch“ (bis 1.4.99)
Heute „Unentgeltliche Wertabgabe“
                     - Privatentnahme
                     - Privatnutzung
                     - Privatverbrauch
                     - (Gesellschafterverbrauch (keine Gegenleistung)
                         Leistungen die die Gesellschafter ohne Gegenleistung
                         erhalten)
§ 10 Abs. 4 UstG  Einkaufspreis + Nebenkosten (Lager-, Lieferkosten usw.) =
Basis für Berechnung Ust bei Gegenstandsentnahme.
                     - entstandene Kosten bei Nutzungsentnahme,
                         Umsatzsteuer fällt auf den Nettopreis (Einkaufspreis)
Buchung siehe Blatt.

S             ust     H                        S               EUSt         H
3) 300              2) 300                     Saldo 300         1) 300

5.1.6 Rücksendungen / Preisnachlässe
Falschlieferung  Rücksendungen
Mangelhafte Ware  Wandlung, Minderung
 Korrekturbuchungen / Storno
Bsp. 1 Kundensicht
Einkauf von Waren: 10 000 Euro netto auf Ziel, Später wird Mangel festgestellt
               a) ½ der Ware wird zurückgesendet
               b) 50% Preisnachlass
Kunde 1 a und b sind identisch beim Kunden, BS beim Kauf
Wareneinkauf 10000          an     Verbindlichkeiten           11 500
VSt 1500

Verbindlichkeiten 5750      an     Wareneinkauf 5000
                                   VSt 750

Rücksendung und Preisnachlass werden beim Kunden identisch verbucht.

Bsp. 2 Lieferantensicht
Verkauf von Waren 10 000 netto auf Ziel frei Haus  Transportaufwand 600
Euro

2a) Rücksendung
BS Verkauf
Forderungen 11 500          an           Warenverkauf 10 000
                                         Ust. 1500

Transportaufwand 600        an           Kasse 690
VSt 90

Warenverkauf 5000           an           Forderungen
Ust 750

Transportaufwand 400        an           Kasse 460
VSt 60

2b) Preisnachlass

BS Verkauf – s.o. –
BS beim Preisnachlass
Erlösberichtigung an Forderungen 5 750
Warenverkauf 5000 an Erlösberichtigung 5750
Ust 750

  5.2 Materialwirtschaft
5.2.1 Erfassung der Materialverbrauchs

BS Kauf
Rohstoffe an Verbindlichkeiten
VSt

BS Verbrauch
Rohstoffaufwand an Rohstoff
Hilfsstoffaufwand an Hilfsstoff
Betriebsstoffaufwand an Betriebsstoffe

Aufwandsermittlung
   a) inventur abhängig
   b) inventur unabhängig
zu a)
Anfangsbestand am Anfang der Periode
+ Werkstoffzugänge der Periode                Konto
- Werkstoffabgänge der Periode
Endbestand

Oder

Anfangsbestand
+ Zugänge
- Endbestand lt. Inventur
Verbrauch

S          RHB –           H                 S       RHB Aufwand               H
           St.
AB             EB Inventur                   Verbrauch         Saldo,
Zugänge        Saldo                         (=Aufwand)        Materialverbrauch
               Entnahme                                        d. Periode


Methode wird vor allem von KMU angewendet, da sie einfacher ist (nicht jeder
Einzel Verbrauch muss erfasst werden)

b) Inventurunabhängige Methode
Erfassung des einzelnen Verbrauchs, Voraussetzung: Materialentnahmescheine,
Lagerhaltung EDV


S           RHB St. H                            S       RHB–Aufwand H
AB              Entnahme 1                       Verbrauch 1
Zugänge         Entnahme 2                       Verbrauch 2     Material
                Entnahme n                       Verbrauch n      Verbrauch
                EB                                               Der Periode

5.2.2 Bestandsveränderungen s. Blatt
                     - kann eine Erhöhung oder Erniedrigung sein

    a) Bestandserhöhung
           1. Ergeben sich aus den Stoffen die Aufgewendet werden um Waren
              zu produzieren
           2. Einnahmen der verkauften Waren
           3. Waren die nicht verkauft wurden und nichts mit unseren Umsatz zu
              tun haben.
    b) Bestandsminderung
    Wir verkaufen etwas, was wir nicht in dieser Periode produziert haben.
    Lager wird reduziert.

    5.2.3. Bestands- und Verbrauchsbewertung
    Imparitätsprinzip: Das Gewinne die noch nicht realisiert worden sind nicht
    verbucht werden dürfen.
                       - (Einkaufspreis) Niederwertprinzip (der niedrigste Preis
                          muss genommen werden)
bei a) fremdbezogene RHB – Stoffen
        Anschaffungskosten Anschaffungspreis
                             + Anschaffungsnebenkosten
                       - Anschaffungspreisminderungen
Zu b) Eigenherstellung
Herstellungskosten
Aktivierungspflicht: Diese Kosten müssen bei den Herstellungskosten einbezogen
werden, steht auf der Aktivseite der Bilanz, Materialkosten Fertigungskosten,
Sondereinzelkosten.

Verfahren
§ 252 (1) HGB  Einzelbewertung
 nicht immer mögliche  Vereinfachung:
           1. Gütergruppen müssen zusammen passen
           2. Festbewertung, gleichbleibender Wert im Vergleich zum Vorjahr
           3. Sammelbewertung
                   i. First in first out (Fifo)  zeitliche Abgrenzung
                  ii. Last in first out (lifo)
                iii. Highest in first out (hifo) Wert Abgrenzung
                 iv. Lowest in first out (lifo)
                          5.3 Buchung laufender Zahlungen
                          5.3.1 Steuern %
                          5.3.2 Personalaufwand

Löhne, Gehälter, Provisionen, Tantiemen, Sachbezüge

Arbeitnehmer                                                            Arbeitgeber
Bruttoarbeitsentgelt                                                    Bruttoarbeitsentgelt
                        -   Lohnsteuer                                  + Sozilaversicherungs (AG – An
                        -   Kirchensteuer                                                      - Krank
                        -   Soli                                                                   Pflege
                        -   Sozialversicherung (AN –Anteil)             + Tarifvertragliche Sozialleistun
                        -   Kranken                                     + Beiträge zur gesetzlichen Unfa
                        -   Renten                                      = Vertraglichen und gesetzliche
                        -   Arbeitslosen                                                       - freiwil
                        -   Pflege                                                                 Sozial
= Nettoarbeitsentgelt                                                   = gesamter Personalaufwand
                        -   vermögenswirksame Leistungen
                        -   z.B. Riester Rente
= Auszahlungsbetrag

2004
Rentenversicherung              19,5%
Arbeitslosenversicherung        6,5%
Pflege                          1,7%           Vom Brutto Gehalt (bis zur
Krankenkasse                    14,4 %         Beitragsbemessungsgrenze

Soli                            5,5%
Kirchensteuer                   9%             der Lohnsteuer

Brutto                  4 000
- Lohnst.               1 000            25%
  - Kirchenst.            90          9%                            bezahlt der
  - Soli                  55          5,5%          bezogen auf    Arbeitnehmer
                                                    die Lohnsteuer      1145

  - Renten V.           390           19,5% v. 4000 = 780 / 2 = 390       800,75
  - Arbeitslosen V.     130           6,5 % v 4000 = 260 / 2 = 130         hälft
  - Kranken V.          251,1         14,4% 3487,5 = 502,2 / 2 = 251,1     AN AG
                       2054,25

  Berufsgenossenschaft:
  z.B. 5,7 Euro je 1000,- Euro Entgelt in Gefahrenklasse 1  4 * 5,7 Euro = 22,8


                                                     Arbeitnehmer
Arbeitgeber                                          Netto Gehalt        2054,25
Brutto Gehalt 4000                                   - VL                  26
+ SV          800,75                                 - Pension Kasse       200
+ VL           13
+ BG


                                                        Krankenkasse 1601,5

                                                        780 Renten V  BFA
                                                        260 A´losen  Arbeitsamt

                                                        1145 Finanzamt


                                                        26 VL z.B. Bausparkasse


                                                        Pensionskasse z.B. 200


                                                        Berufsgenossenschaft 22,80


  Steuern müssen bis zum 10. und Krankenkassen bis zum 15. des Folgemonats
  bezahlt werden.

  BS Variante 1 Buchung des Gehalts

  Lohnaufwand 4 000                 an              Bank 2054,25
  Gesetzlicher Sozialaufwand 800,75                 noch abzuführende Abgaben
                                                    2746,5 (2* 800,75 + 1145)

  BS Variante 2
  Lohnaufwand 4 000 an         Bank 2054,25
                               Noch abzuführende Abgaben 1945,75

  Gesetzlicher Soz. Aufwand 875       an     noch abzuführende Abgaben 875
(AG Anteil)

am 10. des Folgemonats Steuern
noch abzuführende Abgaben an Bank 1145

am 15. des Folgemonats Krankenkasse
noch abzuführende Abgaben an Bank 1601,5
gesetzlicher Sozialaufwand an Bank 22,8

z.B. freiwilliger soz. Aufw. VL                                      an Bank 26
oder gesetzl. Soz. Aufw. Wenn tarifvertragl. Vereinbart.

Verbuchung von Vorschuss
   1. Vorschuss wir mit der nächsten Lohnzahlung verrechnet.

Bruttogehalt 3000
- Steuern     432
- SV          568
Netto        2000

Vorschuss 500,- in Bar

   a) Sonstige Forderungen an Kasse 500
   b) Lohnabrechnung am Monatsende
   Lohnaufwand 3000           an        Bank 1500, sonstige Forderungen 500
   Gesetzl. Soz. Aufw. 568              u. abzufü. Abg. 1568
   c) noch abzuführende Abgaben an Bank 1568

   2. Vorschuss der erst im Laufe der Zeit ausgeglichen wird.
   Bsp. Vorschuss über 2000 Euro wird mit den beiden Folgemonaten
   verrechnet.

           a) Buchung der Lohnzahlung inkl. Vorschuss.
            Sonstige Forderungen 2 000  an     Bank 4000
           Lohnaufwand 3000                    u. abzgl. Abg. 1568
           Gesetzlichen Sozi. Aufw. 568

           Noch abzuführende Abg. An Bank 1568

           b) nächster Monat: erste Verrechnung

       Lohnaufw. 3000               an      Bank 1000
       Gesetzl. Sozi. Aufw. 568             sonst. Forder. 1000
                                            u. abzuf. Abg. 1568

       Sonstige Forderungen
       a) 2000                                   b)1000
                                                           c) 1000

           c) übernächster Monat siehe b.

   3. Abschlagszahlungen
   Vertraglich vereinbarte Zahlungen für bereits teilweise erbrachte
   Arbeitsleistung. Buchung entweder über Lohnkonto aufwand oder über
   Abschlagszahlungen.
   Bsp. Abschlag v. 1000 Euro am 15 des Monats
   a) Buchung der Zahlung
      Abschlagszahlung an Bank 1000
   b) Buchung am Monatsende
      Lohnaufwand 3000             an              Bank 1000
      Gesetzl. Soz. Aufw. 568                      Abschlag 1000
                                                   u. abzgl. Abgaben 1568

Sachbezüge – Naturallohn
Brutto 2200, freie Unterkunft Mietwert  244
Freie Verpflegung Brutto  286

Berechnung Nettolohn
Brutto 2200
+ Sachbezüge
       Wohnen 244
       Verpflegung 286
Gesamt Brutto 2730

Abzüge auf das Brutto gesamt
                     - Steuern 233,82
                     - SV 477,75
Netto 1488,43

   a) Buchung am Monatsende

Lohnaufwand 2730           an              Bank 1488,43
Gesetzl. Soz. Aufw. 477,75                 abzgl abgaben 1189,32
                                           Mieterträge 244

                                   286     Erlös aus Verpflegung 248,7
                                           Ust. 37,7

Nachabzug. Abg. An Bank 1189,32

6. Vorbereitung des Jahresabschlusses

SBK                                      SB
Soll / Haben                             Aktiv / Passiv
Jedes Konto eigene Position              Gleichartige Positionen werden zu
Keine Gliederungsvorschriften            Bilanzpositionen zusammengefasst
                                         Gliederungsvorschrift lt. HGB § 266

6.2 Abschreibungen
          1. Differenzen zwischen Buch- und Inventurwerten
          2. Abnutzung
          3. Ausfälle bei Forderungen AfA

Zwang zur Abschreibung § 253 HGB (2) 1 § 7 EstG
Steuerliche Sonderabschreibungen
Erhöhte Abschreibungen
Geringwertige Wirtschaftsgüter: netto 410 Euro
                     - können direkt abgeschrieben werden
                     - Monatsanteilig über 12 Monate gleichmäßig
                         abschreiben
Grundsatz der Planmäßigkeit

Verfahren
Abschreibungswert
 -bezogene Anlagen Anschaffungskosten
                       + Anschaffungs- Nebenkosten
                       - Rabatte, Skont, Boni
-selbsterstellte Anlagen
                       Herstellkosten
                       + anteilige Verwaltungskosten

Reparaturen  sofort als Aufwand in die GuV ein Erhaltung
Großreparatur  Aktivierung erhöhen den Wert der Maschine und können
abgeschrieben werden.

   1. außerplanmäßige Abschreibung – Tritt dann ein, wenn der Wert der
       Anlage unter den planmäßigen Wert der Maschine sinkt.
   2. planmäßige Abschreibung
           a. Leistungs– Abschreibung(Variable Abschreibung) Basis: nicht
               voraussichtlichen Nutzungsdauer s. Blatt
       Voraussetzung (Steuerbilanz)
                      - wirtschaftlich begründbar
                      - Umfang der Leistungsabgabe nachweisbar
       Handelsrechtlich zulässig, wenn GoB eingehalten
           b. Abschreibung für Substanzverringerung (Variable Abschreibung)
               Bsp. Bergbau, Kiesgruben
           c. Zeitabschreibung  Nutzungsdauer / unabhängig vom
               Beschäftigungsgrad
                   i. Lineare Abschreibung gleichbleibende Jahresbeträge
                      zulässig bei allen abnutzbaren Anlagegütern,
                      Anschaffungskosten / Nutzungsdauer A1 = A2.....=AN
                      Gebrauchsfähigkeit bleibt konstant.
                  ii. Degressive Abschreibung = Abschreibung in fallenden
                      Jahresbeträgen A1 > A2 > A3.....>An (u.U. einhergehend mit
                      steigenden Reparaturaufwendungen  in der Summe
                      lineare Belastung)
                      Lt. § 7 (1) EstG nur zulässig für bewegliche
                      Wirtschaftsgüter der AV.
                      Vorteil: hohe A-Beträge am Anfang  Nachteil: am Ende
                      niedrige A.
                      Lösung: Wechsel von degressiver zu linearer A, von linear
                      kann man nicht zu degressiver wechseln.
Geometrisch – degressive A. (=Buchwert – A) für alle beweglichen abnutzbaren
Anlagegüter s. Blatt.
Fester % bezogen auf Restbuchwert.
   Abschreibungsbeträge  fallende geometrische Reihe d.h. die Quotienten zweier
   hintereinander liegender A sind Konstant
   A1 / A2 = A2 / A3......
   Handelsrechtlich zulässig solange GoB
   steuerrechtlich zulässig, wenn
                           - Abschreibungsquote darf das doppelte der alternativen
                              linearen A nicht überschreiten und
                           - Gleichzeitig höchstens 20% betragen.
   Es bleibt immer ein Restbuchwert übrig (wegen fallender geometrischer Reihe)
   arithmetisch degressive Abschreibung seit dem Steuerbereinigungsgesetz v. 1985
   nicht mehr erlaubt, da § 11 EstDV aufgehoben.

   III. progressive Abschreibung
   = A in steigenden Jahresbeiträgen steuerlich nicht zulässig / damit
   handelsrechtlich kaum relevant.

                               Anlage 1                    Anlage 2
   Anschaffung                 1 000 000                   50 000
   Bisherige Abschreibung      975 000                     25 000
   Netto Ausweis               25 000                      25 000

   A1: größere Kapazität  Preis
   A2: wesentlich Jünger  Abschreibungsumfang

   Bilanzausweitung  Bilanzsumme wird größer bei indirekter Methode.
   Nicht Kapitalgesellschaften: beide Methoden
   Kapital gesetzlich: direkte Abschreibung.

   Buchtechnische Behandlung des Verkaufs von Anlagegütern.

                    kummulierte                Veräußerungsprei           Netto Wert
Anschaffun          Abschreibung 7             s 8 000                    Verlust 2000
gskosten 10         000
000




                               Restbuchwert
                               3000                              Veräußerungsg
                                                                 ewinn 5000



   Aufwand abzüglich  ausser ordentlicher Ertrag  Netto Aufwand

       1. Verkauf zum Buchwert bar
          AK: 10 000,- netto an bisherige Abschreibung 8 000
             a. direkte Abschreibung
                Kasse 2300 an Maschine 2000
                               Ust. 300
             b. indirekte Abschreibung
                1. Wertberichtigung auf Anlagen an Maschinen 8000
              2. Kasse 2300 an Maschine 2000 Ust. 300
2. Verkauf unter Buchwert, z.B. für 500,- netto
       a) Kasse 575                             an    Maschine 2000
       ausserordentlicher Aufwand 1500                Ust. 75

   b) s.o

4. Unentgeltliche Abgabe
a.o. Aufwand an Maschine 2000
5. Vollständige Abschreibung
                    I.     Maschine ist vollständig abgeschrieben – wird nicht
                           gebucht, keine Buchung nur Anlagekarte  entfernen
                           / streichen
                    II.    Restbuchwert / Erinnerungswert, verschenken die
                           Maschine a.o. Aufwand an Maschine 1
                    III.   Maschine ist vollständig abgeschrieben an Verkauf
                           für 1000 Euro
                           Kasse 1150 an a.o. Erträge 1000 und Ust. 150

Abschreibungen auf Forderungen
   a) Einzelabschreibungen
    Basis: individuelle Risikoprüfung einer begrenzten Anzahl v. Forderungen
    v.a. die bei hohen Beträgen und besonderen Schuldnern
                         A) „normale“ vollwertige, sichere Forderung, keine
                             Hinweise auf Probleme / Termingerechte Zahlung
                         B) Zweifelhafte, dubiose. Forderung, Anhaltspunkte,
                             dass Schuldner ganz / teilweise seinen
                             Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen 
                             Trennung von normalen Forderungen: Dubiose in
                             volle Höhe.
                     - Zahlungsverzug trotz Mahnung
                     - Erlass eines Zahlungsbefehls, Insolvenzantrag
                     - Stundungsersuch, Nichteinlösung v. Wechsel

                         C) uneinbringliche Forderungen  effektiver
                            Forderungen ausfall Uneinbringlichkeit steht
                            endgültig fest
                     -   Festgestellte Illiquidität, Insolvenzverfahren mangels
                         Masse, Offenbarungseid

          4. Pauschalabschreibung
          Erfahrungen der Vergangenheit  Durchschnitt z.B. 5% meiner
          Forderungen fallen aus.
                    - generelle wirtschaftliche Situation z.B. Konjunktur
                    - besondere betriebliche Situation z.B. Auslandsgeschäft
                    -  3% - 7% Toleranz Bereich des Finanzamtes
          c. gemischtes Verfahren = Kombination aus a + b
6.3. Rechnungsabgrenzung

im voraus / nachträglich
Alle Ausgaben und einnahmen die im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgt sind,
aber Aufwendungen und Erträge späterer Jahre betreffen und
                     Alle Aufwendungen und Erträge die im abgelaufenen
                        -
                     Jahr verursacht wurden, für die Ausgaben und
                     Einnahmen aber erst in späteren Jahren erfolgen müssen
                     der Periode zugerechnet werden, in die sie wirtschaftet (
                     nach dem Verursachungsprinzip) gehören.
 Rechnungsabgrenzungsposten


10     11      12       1.1.t1     2

1.10.08
12 000 
Ausgabe jetzt, Zahlung später

z.B. Miete im voraus.

                                  1) BS Mietaufwand an Bank
                                  2) ARAP an Mietaufwand für das Jahre t1
                                      9000
                                  3) G+V an Mietaufwand 3000  Saldo
                                  4) SBK an aRAP 9000
                                  1.1.t1 Mietaufwand an aRAP 9000
6.4. Rückstellungen
 Periodengerechte Erfolgsermittlung
 am Bilanzstichtag noch nicht exakt bekannter Aufwand
 Ursache : im aktuellen Geschäftsjahr  ist bekannt
 Fälligkeit / Betrag: unbekannt
 Realisation- / Imparitätsrinzip
 rechtliche Verpflichtung, nicht zwingend aber Wahrscheinlichkeit
Rückstellungen unterscheiden sich von
                       - aRAp durch ihre Ungewissheit bzgl. Höhe und
                           Fälligkeit
                       - Verbindlichkeiten durch ihre Schätzbedürftigkeit
                       - Rücklagen dadurch, dass sie dem Grunde nach bereits
                           bestehen – Sicherheitspolster, kein Grund, dass sie nicht
                           EK sind (sondern Verbindlichkeiten)
§ 249 HGB: Passivierungspflicht für
                       - ungewisse Verbindlichkeiten
                       - drohende Verluste aus schwebende Geschäfte
                       - Kulanzrückstellung
                       - Rückstellungen für unterlassen Aufwendungen für
                           Instandhaltungen (die in den ersten 3 Monaten
                           nachgeholt werden)
                       - Unterlassene Aufwendungen für Abraumbeseitigung
                       - Passivierungswahlrecht
                       - Aufwands – Rückstellungen (wahrscheinlich / sicher in
                           der höhe sein)
                       - Instandhaltungen (nach Ablauf v. 3 Monaten)
                           steuerrechtlich nicht zulässig (nur Handelsbilanz)
Passivierungslisten sind erschöpfend, nur nach § 249 sind Rückstellungen
möglich
§ 266 (3) HGB für Ka. Gesellschaften
   1) Pesnions Rückstellungen
   2) Steuer – Rückstellungen
   3) Sonstige Rückstellungen
Müssen in der Bilanz ausgewiesen werden

Buchung Prozessaufwand an Prozessrückstellungen

GuV                                 passives Bestandskonto

                                    SBK

Auflösung erfolgt über Finanzkonten
   1. Identität von R. bildung und tatsächlicher Inanspruchnahme 
       Erfolgsunwirksame Ausbuchung
   XyRückstellung an Bank
   2. Divergenz
           a. Unterdeckung (Fehlbetrag) a.o. Ertrag
               XyRückstellung an Bank, a.o. Ertrag
Im Fall 2) Erfolgswirksamkeit in Höhe des a.o. Aufwand / Ertrag

6.5 Rücklagen
Teil des EK / G in spätere Perioden schieben sind bei Verluste zuerst aufzulösen.
 stillen Rücklagen: tatsächliche Wert weicht vom Buchwert ab.

Offene Rücklagen § 266
                     - Kapitalrücklage ( Agio)
                     - Gewinn – Rücklage (aus dem bereits besteuerten
                          Gewinn)
Steuerfreie Rücklagen für
                     - Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln
                     - Steinkohlestillegungsrücklage
                     - Kapitalanlagen in Entwicklungsländern
Bs. Rücklage für Veräußerungsgewinne
Reinvestitions-Rücklage § 6 GeStG

U. verkauft ein Grundstück für 200 000 Euro am 1.4. T1 Buchwert 50 000 Euro
Gewinn  in steuerfrei Rücklagen einstellen
Kauf eines neuen Grundstücks für 250 000 Euro am 1.2. T2

   1) Forderungen 200 000 an Grundstücke 50 000, a.o. Erträge 150 000
   2) Am 1.4. Rücklagenbildung
      a.o. Erträge an Rücklagen 150 000
   3) am 1.2.t2 (Kauf)
      Grundstücke 25 000 an Verbindlichkeiten 250 000
   4) Auflösung der Rücklage an Grundstücke 150 000
   5) Am 15.2t2 Zahlung Grunderwerbssteuer
   Verbindlichkeiten        an Bank
   Grunderwerbssteuer

				
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