6 Welche grundliegende Wandlung

Shared by: wuyunyi
Categories
Tags
-
Stats
views:
653
posted:
6/29/2010
language:
German
pages:
51
Document Sample
scope of work template
							6 Welche grundliegende Wandlung hat in den letzten Jahrzehnten die Bedeutung der Logistik geprägt?

Die Wandlung vom Verkäufer zum Käufermarkt




6 Nennen Sie sechs Beweggründe dafür, dem Informations- und Materialfluss (und damit der Logistik) eine
zunehmend grössere Aufmerksamkeit zu schenken:

Die Wandlung vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt

Die steigende Produktevielfalt

Immer schneller liefern, in immer kleineren Losen

Neue Produkte in immer kleineren Zeitabständen

Die Spezialisierung der Arbeitskräfte

Die Möglichkeiten der Informatik

Make or Buy Entscheid

Eingehen auf Kundenwünsche, Kunde schreibt vor

Grosse Kapitalbindung von Lagerware

Immer kürzere Produktelebenszyklen

Kurzfristige Liefertermine




7 Erklären Sie den Begriff „Logistik“:

Die Logistik hat zum Ziel, den Informations- und Materialfluss im, zum und vom Unternehmen optimal zu gestalten.




7 Wie lautet die zentrale Zielsetzung der Logistik?

Die Logistik hat zum Ziel: Produkte und Dienstleistungen in der gewünschte Menge, in der gewünschte Qualität, in der gewünschte Form, zur
gewünschte Zeit, zu den günstigen Bedingungen an die richtigen Stelle liefern zu können.




8 Wie wird der Begriff Logistik strukturiert? Nennen Sie die vier Teilbereiche (Gliederung):

Beschaffungslogistik

Produktionslogistik

Distributionslogistik
Lagerlogistik




9 Was verstehen Sie unter dem Begriff Lagerlogistik?

Man stellt das Lager in den Mittelpunkt der Überlegungen und bezieht die Aspekte der Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik mit
ein.




11 Nennen Sie die Organisationseinheiten innerhalb und ausserhalb eines Produktionsunternehmens, an
welchen entlang der Materialfluss stattfindet:

Beschaffungsmarkt – Lager – Fertigung – Montage – Spedition – Absatzmarkt

Beschaffungsmarkt Finanzen und Beschaffungsmarkt Personal




11 Eine Querschnittsfunktion ist eine Funktion, die in allen Bereichen einer Unternehmung Einfluss nimmt.
Nennen Sie ein Beispiel für eine solche Querschnittsfunktion:

Finanzen

Personal

Recht

Unternehmensführung




12 Nennen Sie die fünf Prozessketten im Unternehmen:

Beschaffung            <>         Produktinnovation                               <>           Auftragsabwicklung

<          Produktionsplanung und Produktionssteuerung            <

> I             Produktion                                               >




15 In welche Hauptphasen wird der Lebenszyklus eines Produkts unterteilt?

Entstehungszyklus und Marktzyklus




17 In welchen vier Phasen erfolgt die Produkteentwicklung?

Planen

Konzipieren
Entwerfen

Ausarbeiten




18 Welches sind die Forderungen der Logistik an ein Produkt?

Wenig Einzelteile – weniger Teile bewirtschaften

Kostengünstige und umweltfreundliche Materialien

Maschinelle Bearbeitung bevorzugen

Möglichst keine Verpackung

Keine Luft transportieren

Baukastenprinzip anwenden




19 Durch welche zwei wesentliche Dokumente werden technische Produkte beschrieben?

Pläne und Stücklisten




20 Was verstehen Sie unter dem Begriff Stückliste?

Die Stückliste ist ein formalisiertes Verzeichnis der Bestandteile eines Erzeugnisses mit Angabe der erforderlichen Menge.




20 Erklären Sie den Begriff „Stückliste“:

Die Stückliste ist ein formalisiertes Verzeichnis




21 Welche Stücklistenarten kennen Sie und wozu werden diese verwendet?
Stückliste:                             Verwendung:

Mengenstückliste                    Lager, Beschaffung

Strukturstückliste                  Konstruktion, Produktion

Baukastenstückliste                    Produkteinnovation, Produktion




23 Was versteht man unter „Variantenstücklisten“?

Dies sind Stücklisten von Variantenerzeugnissen (Autos, PC etc.).




25 Welche Arten von Varianten unterscheidet man?

Muss-Varianten

Kann-Varianten

Dispositive Varianten




25 Was versteht man unter einer „Muss-Varianten“?

Eine dieser Varianten muss im Enderzeugnis vorhanden sein. (Beispiel: Stoff- oder Lederbezug)




25 Was versteht man unter einer „Kann-Varianten“?

Eine oder mehrere dieser Varianten kann, aber muss nicht zwingend im Enderzeugnis vorhanden sein. (Beispiel: Schiebedach und / oder
Klimaanlage)




25 Was versteht man unter einer „Dispositive Variante“?

Dies sind Varianten gleicher Funktion. Sie dienen dem Unternehmen in der Beschaffungspolitik. Der Kunde hat hier keine
Wahlmöglichkeit. (Beispiel: Reifen oder Batterien verschiedener Hersteller)




25 Was versteht man unter „Verwendungsnachweis“?

Der Verwendungsnachweis dient dazu, die Verwendung eines bestimmten Teiles in Erzeugnissen zu erkennen (Listenform).




25 Wie nennt man das Instrument, welches eine Strukturdarstellung in Listenform synthetisch betrachtet?
Verwendungsnachweis (Worin ist ein Teil enthalten?)




26 Was versteht man unter dem Begriff Kosten?

Wertverzehr in Geldeinheiten

Der in Geldeinheiten ausgedrückte Wertverzehr von Gütern und Dienstleistungen.




26 Welches sind die wichtigsten Kostenarten in einer Unternehmung?

Materialkosten

Löhne und Gehälter

Abschreibungen und Zinsen

Sonstige Kosten




26 Wie werden die Kosten gegliedert?

Nach Zurechenbarkeit auf einen Kostenträger (Einzelkosten und Gemeinkosten).

Nach Abhängigkeit der erstellten Menge und der Zeit (Variable Kosten und Fixe Kosten).




27 Was versteht man unter „Einzelkosten“?

Kosten die einem Produkt direkt zugeordnet werden können

Einzelkosten (direkte Kosten) sind Kosten, die einem Kostenträger direkt zugeordnet werden können (Material- und Fertigungskosten).

27 Was versteht man unter „Gemeinkosten“?

Kosten die nicht direkt einem Produkt zugeordnet werden können.

Gemeinkosten sind alle Kosten, die einem Kostenträger nur mit Hilfe von Zuschlägen zugeordnet werden können (Abschreibungen,
Zinsen, Hilfslöhne).




27 Was versteht man unter „variable (mengenabhängige) Kosten“?

Variable Kosten sind Kosten, die abhängig von der Anzahl der erstellten Mengeneinheiten sind (proportionale Kosten).
27 Was versteht man unter „fixe (zeitabhängige) Kosten“?

Fixe Kosten sind Kosten, die in einer bestimmten Periode entstehen, unabhängig davon, ob produziert wird oder nicht (feste Kosten oder
Bereitschaftskosten).




28 Welchen Zustand vom Produkt wiederspiegeln die Herstellkosten?

Kosten für das fertige Produkt




28 Was versteht man unter Selbstkosten?

Gesamtkosten für das fertige Produkt ohne Gewinn




28 Nennen Sie die einzelnen Schritte der Zuschlagskalkulation:



Materialeinzelkosten (MEK)

+ Materialgemeinkosten (MGK) % von MEK


= Materialkosten (MK =MEK + MGK)




Fertigungslohnkosten (FLK)

+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)


= Fertigungskosten (FK = FLK + FGK)




Materialkosten (MK)

+ Fertigungskosten (FK)

+ Sondereinzelkosten der Fertigung (SEK)


= Herstellkosten (HK = MK +FK + SEK)




Entwicklungs- und Konstruktionseinzelkosten (EK)




Verwaltungsgemeinkosten (VwGK) % von HK
+ Vertriebsgemeinkosten (VtGK) % von HK

= Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten (VVGK = VwGK + VtGK)




Sondereinzelkosten des Vertriebs (SEV)




          Herstellkosten (HK)

          + Entwicklungs- und Konstruktionseinzelkosten (EK)

          + Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten (VVGK)


          + Sondereinzelkosten des Vertriebs (SEV)

          = Selbstkosten (SK = HK + VVGK + SEV)




Gewinn




                   Selbstkosten (SK)


+ Gewinn

= Verkaufspreis




30 Nennen und erklären Sie die fünf Materialbedarfsarten:

Ermittlung nach Ursprung und Erzeugnisebene:

Primärbedarf:           Bedarf an verkaufsfähigen Erzeugnissen

Sekundärbedarf:           Bedarf an Rohstoffen, Teilen und Baugruppen (Bedarf über alle Stücklistenstufen)

Tertiärbedarf:          Bedarf an Betriebs- und Hilfsstoffen (In Produkt nicht erkennbar)


Ermittlung unter Berücksichtigung der Lagerbestände:

Bruttobedarf:           Periodenbezogener Primär-, Sekundär- und Tertiärbedarf

Nettobedarf:          Bruttobedarf abzüglich verfügbarem Lagerbestand
31 Was versteht man unter „Betriebsmittel“?


Maschinen und Werkzeuge (Hilfsmittel die der Fertigung
dienen)


31 Nennen Sie Methoden der Bedarfsermittlung:

Deterministische Bedarfsermittlung (bedarfsgesteuert) (Effektiver Bedarf auf Grund der Bestellungen)

Stochastische Bedarfsermittlung (verbrauchsgesteuert) (Basis ist die Vergangenheit)

Heuristische Bedarfsermittlung (geschätzt)

Analogschätzung: Vergleichbare Erzeugnisse

Intuitivschätzung: Erfahrungen und Vermutungen




32 Was ist eine ABC-Analyse bei der Bedarfsermittlung?

Dies ist eine Mischung der drei Bedarfsanalysen

A-Positionen werden deterministisch ermittelt

B-Positionen werden deterministisch und stochastisch ermittelt

C-Positionen stochastisch oder ev. heuristisch ermittelt




33 Was versteht man unter X-, Y- und Z-Teile?

Die ABC-Positionen lassen sich zusätzlich nach dem Verbrauch enteilen.

X-Teile haben eine konstanten Verbrauch

Y-Teile haben einen trendmässig steigenden oder fallenden Verbrauch

Z-Teile haben einen völlig unregelmässigen Verbrauch




33 Wozu dient ein Lager?

Um die Lieferbereitschaft zu sichern

Als Puffer für die Produktion
Um die Wiederbeschaffungszeit zu überbrücken




34 Was ist beim Lager zu beachten?

Es ist ein den Anforderungen entsprechend einfaches Lagermodell zu wählen.




34 Welche Lagerkennzahlen kennen Sie?

Durchschnittsbestand

Sicherheitsbestand




34 Was verstehen Sie unter Durchschnittsbestand?

???




34 Was verstehen Sie unter Sicherheitsbestand?

Mit dem Sicherheitsbestand werden Abweichungen zwischen geplantem und tatsächlichem Materialzugang und Materialverbrauch ausgeglichen.

Bestandesabweichungen

Verbrauchsabweichungen

Lieferterminabweichungen

Liefermengenabweichungen




34 Was verstehen Sie unter Meldebestand (Beschaffungsauslösebestand)?

Hier wird die Beschaffung ausgelöst




34 Was verstehen Sie unter Bestellauslösebestand?

Dies ist der Bestellpunkt




35 Was verstehen Sie unter Wiederbeschaffungszeit?

De Zeit zwischen Meldepunkt und Lieferzeitpunkt
35 Wie setzt sich die Wiederbeschaffungszeit zusammen?

Aus innerbetrieblicher und ausserbetrieblicher Beschaffungszeit




35 Wie nennt man die grösste Menge in einem Lager?

Maximaler Lagerbestand




35 Nennen Sie die wichtigsten Lagerkennzahlen:

Reichweite

Umschlagshäufigkeit

Verweildauer

Servicegrad oder Lieferbereitschaftsgrad




35 Was verstehen Sie unter Reichweite?

Sie gibt an, wie lange das vorhandene Material bei einem vorgegebenen Verbrauch reicht.




R =              vorhandener Bestand

          Voraussichtlicher Bestand pro Tag




35 Was verstehen Sie unter Umschlaghäufigkeit?

Sie zeigt, wie oft sich ein Lager in einer Periode umschlägt.




U =            Gesamtverbrauch in einer Periode
                 Durchschnittlicher Bestand




36 Was verstehen Sie unter Verweildauer?

Sie sagt aus, wie lange im Durchschnitt ein Artikel im Lager bleibt.
V =       360 Tage

          Umschlagshäufigkeit




36 Was verstehen Sie unter Servicegrad bzw. Lieferbereitschaftsgrad?

Er drückt aus, wie viele Bestellungen in einer Periode rechtzeitig ausgeführt werden konten.




S =      Anzahl der sofort befriedigten Nachfragen je Periode x 100

          Gesamtzahl der Nachfragen pro Periode




36 Wo liegt das Problem der Bestandesplanung?

Ziel ist es, mit minimalster Kapitalbindung und minimalsten Lagerhaltungskosten eine maximale Lieferbereitschaft (Servicegrad) zu erreichen.




37 Wie bestimmt man den optimalsten Lieferbereitschaftsgrad?

Dies ist die tiefste Summe von den Sicherheitsbestandskosten und Fehlmengenkosten.

Dies ist eine theoretische Methode, welche auch Schwierigkeiten bietet z,B. die exakte Berechnung der Fehlmengenkosten.




37 Welche Faktoren beeinflussen den Lieferbereitschaftsgrad (Servicegrad)?

Bedarfsvorhersage

Bedarfsschwankungen

Beschaffungsfristen

Anzahl der Empfänger

Transportwege




38 Wer ist verantwortlich für die Menge und Qualität der eingelagerten Ware?

Die Lagerverwaltung
38 Welche Verfahren kennen Sie für die Ermittlung des Bestellzeitpunktes?

Optische Lagerbestandeskontrolle

Bestellpunktverfahren (Meldebestandverfahren)

Bestellrythmusverfahren




38 Was verstehen Sie unter einer Optischen Lagerbestandeskontrolle?

Es ist die einfachste Art der Lagerbestandeskontrolle.

z.B. Markierung an einem Behälter. Wird die Markierung unterschritten, wird aufgefüllt.




38 Was verstehen Sie unter Bestellpunktverfahren (Meldebestandsverfahren)?

Wird eine bestimmte Menge unterschritten erfolgt die Meldung.




39 Wie wird die Höhe des Meldebestandes berechnet?

Meldebestand = Durchschnittlicher Verbrauch pro Tag x Wiederbeschaffungszeit in Tagen + Sicherheitsbestand




39 Was verstehen Sie unter dem Bestellrhythmusverfahren?

Der Bestand wird periodisch (z.B. wöchentlich) kontrolliert und immer soviel bestellt, dass die festgelegte Bestellgrenze erreicht wird.




40 Wann ist der Lagerbestand optimal?

Wenn er nicht zu gross, aber auch nicht zu klein ist.




40 Wann ist der Lagerbestand zu gross?

Wenn die Ware verdirbt oder veraltert

Wenn Ladenhüter am Lager sind, welche nicht mehr verkauft werden können

Wenn die Umschlaghäufigkeit zu niedrig ist




40 Wann ist der Lagerbestand zu klein?
Wenn fehlendes Material zu Störungen in der Produktion führt

Wenn der Lieferbereitschaftsgrad nicht befriedigt




40 Wie lautet die Faustregel für den optimalen Lagerbestand?

Optimaler Lagerbestand = Sicherheitsbestand + halbe optimale Bestellmenge




40 Was verstehen Sie unter Inventar?

Die Erfassung aller Gegenständer in einem Lager multipliziert mit dem einzelnen aktuellen Wert und dies aufgelistet, nennt man Inventar.




40 Was verstehen Sie unter Inventur?

Die Summe aller Tätigkeiten zur Aufnahme eines Inventars.




40 Wozu dient die Inventur?

Die in der Bilanz aufgeführten Buchwerte müssen mit den wirklich vorhandenen Werten verglichen werden.




41 Welche Arten von Inventur kennen Sie?

Stichtagsinventur (Vollinventur)

Stichtags-Stichprobeninventur

Permanente Inventur (Rollende Inventur)




41 Was verstehen Sie unter Stichtagsinventur?

Eine vollständige Zählung an einem bestimmten Tag




41 Was verstehen Sie unter einer Stichtags-Stichprobeninventur?

An einem bestimmten Tag werden nur Stichprobenzählungen durchgeführt und mit der lückenlosen Erfassung des Warenbestandes der EDV
verglichen.
41 Was verstehen Sie unter rollender Inventur?

Die Erfassung der Bestände erfolg an einem unbestimmten Zeitpunkt. Innerhalb eines Jahres muss jeder Artkel einmal erfasst weren.




41 Welche Ursachen können zu Fehlbeständen führen?

Wareneingangsfehler

Lieferdifferenzen

Bruch, Zerstörung

Diebstahl

Achtung! Auch Buchwerte können falsch sein!!! Falscheingaben, falsche Meldungen!!!




43 Was verstehen Sie unter ABC-Analyse?

Hier werden die Teile in Wertgruppen eingeteilt.

A-Gruppen sind 20% der Positionen mit einem Wertanteil von 80%

B-Gruppen sind 10% der Positionen mit einem Wertanteil von 15%

C-Gruppen sind 70% der Positionen mit einem Wertanteil von 5%

Dies kann mittels der Lorenzkurve grafisch dargestellt werden.




45 Was kann über A-Teile gesagt werden?

Dies sind sehr teure Teile, welche nicht oder nur in kleinster Menge an Lager gelegt werden sollten.




45 Was kann über B-Teile gesagt werden?

Dies sind Teile, welche in kleinen, wirtschaftlichen Mengen an Lager gelegt werden können.




45 Was kann über C-Teile gesagt werden?

Dies sind Teile, welche in grossen, wirtschaftlichen Beständen an Lager gelegt werden können.




45 Welches Ziel wird mit der ABC-Analyse verfolgt?
Die Kapitalbindung im Lager zu vermindern bzw. zu optimieren.




47 Was ist bei der Beschaffung bzw. bei der Herstellung zu beachten?

Beschaffung = optimale Bestellmenge

Herstellung = wirtschaftliche Losgrösse




48 Wie lautet die Andlersche Formel?

Optimale Bestellmenge = Wurzel aus:                 Bedarfsmenge pro Jahr x Bestellkosten mal 2 x 100

                                                  Preis pro Stück mal Lagerkostensatz




Optimale Bestellmenge = Wurzel aus:                 Bedarfsmenge pro Jahr x Rüstkosten mal 2 x 100

                                                  Preis pro Stück mal Lagerkostensatz




50 Welches sind die Aufgaben der Lagerhaltung?

Pufferfunktion (unterschiedliche Leistungen)

Sicherheitsfunktion (Vorratshaltung bei kritischen Situationen)

Kontrollfunktion (Sperrlager für nicht kontrollierte Teile)

Umformfunktion (Reifeprozesse z.B. Käselager)

Spekulationsfunktion

Versorgungsfunktion




51 Welche Lagerformen bzw. Lagerarten kennen Sie?

Flächen- und Blocklager

Fach- und Palettenregallager

Hochregallager
Kragarmregallager

Kleinteillager

Rollregal- und Gleitregallager

Umlaufregal- und Paternosterregallager




53 Welche Lagerprinzipien kennen Sie?

First in – First out (FIFO)

Last in – First out (LIFO)




53 Welche Arten der Lagerplatzverwaltung kennen Sie?

Feste Lagerordnung

Chaotische Lagerordnung




53 Erklären Sie den Unterschied zwischen einer festen und chaotischen Lagerordnung:

Feste Lagerodnung:

Auf einem bestimmten Lagerplatz werden immer die gleichen Artikel eingelagert. Für zusätzliche Mengen sind Reserveplätze vorzusehen.
Nachteil: Schlechte Platznutzung bei Änderungen im Sortiment.

Chaotische Lagerordnung:

Die Artikel werden irgendwo auf einem Lagerplatz eingelagert. Es müssen keine Reserveplätze vorgesehen werden.

Nachteil: Zum Auffinden eines Artikels sind Hilfsmittel wie Karteien oder EDV-Anwendungen erforderlich.




54 Was verstehen Sie unter Break-even-Analyse?

Mit diesem Verfahren wird die Gewinnschwelle ermittelt.

Kosten = Erlös




56 Welche zwei wesentlichen Aufgaben hat die Beschaffungslogistik?

Make or Buy Entscheid initieren

Beschaffung der Produktionsfaktoren sicherstellen (Versorgung sicherstellen)
Fertigungstiefe festlegen

Kosten optimieren

Lieferanten wählen




58 Wie nennt man die Versorgung von Unternehmen mit Erzeugnis- und Betriebsstoffen, Anlagen und
Dienstleistungen?

Einkauf, Beschaffung, Materialwirtschaft, Logistik




58 Wie nennt man die operative Tätigkeit der Versorgung?

Einkauf




58 In welche Punkte wird der Einkauf unterteilt?

Verwaltendem Einkauf

Gestaltendem, modernem Einkauf




58 Was verstehen Sie unter Einkauf?

Der Begriff Einkauf stellt den Bestellvorgang mit seinen abwicklungstechnischen Fragen in den Vordergrund.




58 Was verstehen Sie unter Beschaffungswirtschaft?

Die Versorgung von Unternehmen mit Erzeugnis- und Betriebsstoffen , Anlagen und Dienstleistungen.




58 Was verstehen Sie unter Beschaffung?

Mit Beschaffung sollen die Wechselbeziehungen zwischen den Beschaffungsmärkten und der Versorgungsfunktion hervorgehoben werden.

Die strategische Komponente der Versorgung wird hervorgehoben.

Starke Orientierung an der Dynamik der Beschaffungsmärkte.
59 Was verstehen Sie unter Materialwirtschaft?

Hier wird der Managementcharakter der Versorgung hervorgehoben.

Die Materialwirtschaft ist gestaltend und entscheidend ausgerichtet.

- Optimierung der Gesamtkosten

- Mitsprache bei der Festlegung des Bedarfes




60 Welche Bedeutung hat die Beschaffungswirtschaft?

Sie nimmt Einfluss auf die Materialkosten und somit auf den Gewinn.

Sie nimmt Einfluss auf die Kapitalbindung durch die Warenbestände.

Sie Beobachtet die ständige Veränderung der Beschaffungsmärkte.




61 Was bedeutet die Abkürzung ROI?

Return of Invest (Verzinsung des Betriebsnotwendigen Kapitals)




61 Mit welcher Massnahme kann der ROI erheblich erhöht werden?

Durch die Senkung der Selbstkosten.




66 Was verstehen Sie bei der Beschaffung unter dem Mandatssystem?

Die Beschaffung von Gemeinschaftsmaterial erfolgt nicht bei der Zentrale, sondern bei der Sparte mit dem grössten Verbrauch.




70 Was bedeutet „make or Buy“?

Eigenfertigung oder Fremdbezug; machen oder kaufen




70 Nennen Sie die sechs grossen Kategorien betrieblicher Leistungserstellung:

Material (Rohstoffe, Teile, Baugruppen, Zwischenprodukte usw.)

Produktionsprozesse (Lohnfertigung, Heimarbeit usw.)

Betriebliche Dienstleistungen (Verpflegung, Reinigung, Bewachung usw.)
Fertigerzeugnisse

Komplexe Anlagen (Verpackungsmaschinen usw.)

Funktionsübergreifende Leistungspakete (Entwicklung oder Produktion einer speziellen Baugruppe usw.)




70 Welchen Trend kann man in der Fertigung beobachten?

Den Trend zur Reduzierung der Fertigungstiefe




70 Welches sind die Gründe der Reduzierung der Fertigungstiefe?

Spezialisierte Lieferanten

Konkurrenz- und Kostendruck

Kürzere Produktelebenszyklen

Zunehmender Kapitalbedarf

Kleinere Stückzahlen

Komplexe Endprodukte




71 Wie nennt man das Auslagern einzelner Tätigkeiten?

Outsourcing




71 Was wird vorausgesetzt für ein erfolgreiches „make-or-buy“?

Die Aktivitäten der Kernkompetenzen einer Unternehmung dürfen nicht ausgelagert oder zum Randbereich gehören.

71 Was sollte nicht ausgelagert werden?

Komponenten, die als Wettbewerbsvorteil massgebend sind

Komponenten, die gegenüber der Konkurrenz Qualitätsvorzüge haben

Komponenten, die das Herzstück des Endproduktes darstellen

Tätigkeiten, die das Image des Endproduktes entscheidend prägen

Zukunftsträchtige und entwicklungsfähige Technologie
71 Was sollte nicht ausgelagert werden?

Kernkompetenzen




71 Was gehört zu den Kernkompetenzen?

Komponenten, die das Herzstück des Endproduktes darstellen

Tätigkeiten, die das Image des Endproduktes entscheidend prägen

Zukunftsträchtige und entwicklungsfähige Technologie




71 Nennen Sie Argumente für die Eigenfertigung, bzw. gegen den Fremdbezug:

Mögliche Kosteneinsparung

Auslastung vorhandener Kapazitäten

Geheimhaltung know-how und Geheimnissen




71 Nennen Sie Argumente gegen die Eigenfertigung, bzw. für den Fremdbezug:

Preisgünstige Versorgung (Eigene Fertigung darf etwas teurer sein bis ca. 10%)

Verminderung des Fixkostenrisikos

Zugriff auf externes Spezialwissen

Vermeidung von Betriebsblindheit und Schlendrian




72 Bei welchen Problemen kann „make or buy“ zum Thema werden?

Kurzfristige Entscheidung bei Unterbeschäftigung = make

Kurzfristige Entscheidung bei Engpässen = buy

Langfristige Entscheidungen = make or buy




73 Was verstehen Sie unter „make and buy“?

Die Kombination zwischen der Eigenfertigung und Fremdbezug
73 Nennen Sie ein Beispiel der kooperativen Bedarfsdeckung:

Gründung einer Gemeinschaftsunternehmung (Joint Venture), z.B. SMH und Mercedes = Smart




73 Welche Rolle spielt der Einkauf bei „make or buy“?

Der Einkauf als Kontaktstelle nimmt eine dominierende Stellung ein. An die Einkaufsabteilung müssen hohe Ansprüche gestellt werden.

Die Einkäufer müssen hervorragende Marktkenntnisse besitzen.




74 Welche Marktkenntnisse sollten Einkäufer besitzen?

Preise und Preistendenzen

Produkte mit speziellen Eigenschaften

Lieferantenszene und deren technische und wirtschaftliche Leistunhgsfähigkeit

Kostenniveau in bestimmten Regionen

Langfristige Tendenzen auf dem Beschaffungsmarkt




75 Welche Arten der Versorgung kennen Sie?

Versorgung über das Lager

Versorgung fertigungssynchron

Versorgung Auftragsbezogen




75 Was ist bei der Versorgung allgemein zu beachten?

Lagerbestände = So viel wie nötig, so wenig wie möglich




75 Wann erfolgt die Versorgung über das Lager?

Bei Materialien und Teilen die regelmässig gebraucht werden und nicht kontinuierlich hergestellt werden können.




76 Wann erfolgt die Fertigung Auftragsbezogen?

Bei Einzelanfertigungen, bei denen das Material speziell bestellt werden muss.
76 Bei welchen Teilen erfolgt die Versorgung über das Lager?

Y-Teile




76 Bei welchen Teilen erfolgt die Versorgung fertigungssynchron?

X-Teile




76 Bei welchen Teilen erfolgt die Versorgung Auftragsbezogen?

Z-Teile




76 Wo wird die fertigungssynchrone Versorgung angewendet?

In Betrieben, welche nach dem Jist-In-Time-Prinzip arbeiten.

77 Welches sind die Ziele der Beschaffungspolitik?

Die Sicherung der Materialversorgung

Die Optimierung der Beschaffungskosten

Die Unterstützung anderer Unternehmensbereiche




77 Welche Probleme können in der Beschaffungspolitik entstehen?

Bei der Sicherung der Materialversorgung und der Optimierung der Beschaffungskosten können Zielkonflikte entstehen.




77 Wovon sind die Ziele der Beschaffungspolitik abgeleitet?

Von den obersten Zielen der Gesamtunternehmung




77 Wie lautet der Leitsatz zur Beschaffungpolitik?

Die Beschaffung agiert niemals isoliert




77 Wie können Zielkonflikte in der Beschaffung vermieden werden?
Durch Abstimmung der Beschaffungspolitik mit der Absatz-, Produktions- und Finanzpolitik.




78 Welche Massnahmen stehen der Beschaffungsabteilung zur Verfügung (Beschaffungspolitisches
Instrumentarium)?

Beschaffungsprogrammpolitik

Kontraktpolitik

Lieferantenpolitik

Marktanpassung

Marktformung

Lagerpolitik




78 Was verstehen Sie unter Beschaffungsprogrammpolitik?

Beschaffungsprogrammpolitik = Beschaffungssortimentpolitik

Massnahmen zur Verbesserung des Einkaufserfolges z.B. Veränderung der Qualitätsanforderungen, gezielte Normierung, Einsatz von
Substitutionsgütern




78 Was verstehen Sie unter Kontraktpolitik?

Die Absicherung der materialwirtschaftlichen Optimierung durch Formulierung entsprechender Verträge




78 Was ist ein Kontrakt?

Ein Vertrag




78 Welche Vertragsarten kennen Sie?

Rahmenverträge

Abrufverträge

Sukzessivlieferungsverträge

Optionsverträge
78 Was ist ein Rahmenvertrag?

Vereinbarung auf Zeit mit de Verpflichtung innerhalb eines definierten Zeitraumes eine bestimmte Menge an Gütern und Dienstleistungen zu
vereinbarten Konditionen zu beziehen.




78 Was ist in einem Rahmenvertrag besonders zu beachten?

Es ist eine Rücktrittsklausel zu vereinbaren.




78 Was ist ein Abrufvertrag?

???????




78 Was ist ein Sukzessivliefervertrag?

Hier werden die Liefermengen und die Liefertermine vereinbart




78 Was ist ein Optionsvertrag?

Mit diesen Verträgen hat man das Recht etwas zu kaufen

79 Was verstehen Sie unter Lieferantenpolitik?

Hier befasst man sich mit der Auswahl, Beeinflussung, Motivierung, Förderung und Entwicklung von Lieferanten




79 Was ist ein Stammlieferant?

Ein Lieferant , der regelmässig liefert und zu dem eine feste Bindung besteht




79 Welche Vor- und Nachteile haben Stammlieferanten?

V: Gleichmässigkeit der Qualität, Persönliche Beziehungen

N: Wettbewerb spielt nicht




80 Welche Vor- und Nachteile hat die Grösse der Lieferanten?

V: Bei kleinen Lieferanten kann man Einfluss auf den Preis nehmen

N: Bei kleinen Lieferanten kann es Kapazitätsprobleme geben
N: Bei grossen Lieferanten kann man schlecht Einfluss auf den Preis nehmen




80 Welche Vorteile hat die Anzahl Lieferanten?

Wenig Lieferanten:             Grössere Bestellmengen = bessere Konditionen

                               Gleichmässigkeit der Qualität

                               Lieferant fühlt sich stärker verantwortlich

                               Einfachere Auftragsabwicklung




80 Was verstehen Sie unter Lieferantenpflege?

Pflege der Beziehungen zu Lieferanten, damit bei Materialverknappung und bei bestimmten Schwierigkeiten die Lieferwilligkeit erhalten bleibt.




81 Was verstehen Sie unter Lieferantenwerbung?

Mit Kommunikation sollen den Lieferanten Vorteile aus möglichen Geschäftsverbindungen mitgeteilt werden

Suche nach potentiellen Lieferanten

Bessere Kenntnisse des Beschaffungsmarktes




81 Was verstehen Sie unter Lieferantenerziehung?

Es wird versucht auf den Lieferanten Einfluss zu nehmen, wenn Fehler und Mängel bestehen




81 Was verstehen Sie unter Lieferantenförderung?

Die Beratung, Begleitung und Unterstützung eines Lieferanten bei schwierigen Problemen, die der Lieferant sonst nicht bewältigen könnte




81 Was verstehen Sie unter Lieferantenentwicklung?

Den Aufbau eines neuen, auf dem Markt noch nicht vorhandenen Anbieters




81 Was kann mit Hilfe der Lieferantenentwicklung erreicht werden?

Die auf dem Markt angebotenen Mengen erhöhen sich
Der Wettbewerb wird belebt – den Konzentrationstendenzen wird entgegengewirkt

Die Abhängigkeit von einem oder wenigen Lieferanten wird reduziert

Lieferbetrieb in der Nähe der Unternehmung




81 Was verstehen Sie unter Marktanpassung?

Hier stellt sich die Frage, ob man sich der Entwicklung der Märkte anpassen will, oder gezielt gegensteuern will




81 Was versteht man unter Marktformung?

Die Einflussnahme auf den Beschaffungsmarkt durch:

Aufbau eines neuen Lieferanten

Gezielte Förderung von Anbietern

Einkauf im Ausland

Übergang zu Eigenfertigung

Einsatz von Alternativprodukten

Kooperation mit anderen Nachfragern




81 Was verstehen Sie unter Lagerpolitik?

Hier stehen die Entscheidungen über den Umfang der Bestände im Vordergrund

Optimierung der Lagerbestände

Lager als Spekulation




81 Was ist ein Konsignationslager?

Waren, welche einem Händler im Lager oder in der Ausstellung stehen zum Verkauf zur Verfügung gestellt werden (Eigentümer ist immer noch
der Hersteller/Lieferant)




83 Was ist der Unterschied zwischen Beschaffungspolitik und den Einkaufsgrundsätzen?

Beschaffungspolitik = Gesetze
Einkaufsgrundsätze = Verordnungen




83 Worum geht es bei den Einkaufsgrundsätzen und Einkaufsrichtlinien?

Es geht um die sachlich richtige und moralisch vertretbare Abwicklung bei den Beschaffungsaktivitäten




83 Was ist der Zweck der Einkaufsgrundsätze?

Es geht um die sachlich richtige und moralisch vertretbare Abwicklung bei den Beschaffungsaktivitäten




83 Welche Einkaufsgrundsätze und Einkaufsichtlinien kennen Sie?

Zuständigkeit und Form der Auftragserteilung

Qualitätsanforderungen

Bedarfsdeckung und Bezugsmengen

Anfragen und Angebote

Preise

Lieferantenauswahl

Grundlagen für die Vergabe

Gegengeschäfte

Rahmenverträge, langfristige Vereinbarungen

Spekulationskäufe

Lagerhaltung, Lagerbewirtschaftung und Standardisierung

Zusammenarbeit mit Lieferanten

Zahlungsvorbehalte

Geschenke

Aufwand und Ertrag




86 Was ist bei Geschenken zu beachten?

Mitarbeiter von Einkaufsabteilungen dürfen keine Geschenke von Lieferanten annehmen!
87 Nennen Sie die fünf Schritte (Phasen) der Beschaffungstätigkeit (Bestellung):

Bedarfsmeldung

Einholen von Offerten/Angeboten

Angebotsverarbeitung und Angebotsvergleich

Vertragsverhandlungen

Vergabe und Bestellung




87 Was kann alles beschafft werden?

Investitionsgüter

Lagermaterial

Auftragsbezogene Güter

Dienstleistungen




87 Was verstehen Sie unter dem Bestellvorgang?

Dies ist ein Vorgang bei dem verschiedene Aspekte berücksichtigt werden müssen und die Zielkonflikte ausgeglichen werden sollen, damit ein
materialwirtschaftliches Optimum erreicht wird.

Dieser Entscheidungsprozess ist die Hauptaufgabe des Einkäufers




88 Warum wird Beschaffungsmarktforschung betrieben?

Weil aufgrund der regionalen und warenmässigen Ausweitung der Beschaffungsmärkte,

der dynamischen Veränderung von Marktlage und Marktstruktur,

und der veränderten Aufgabenstellung des Einkäufers

ein optimaler Einkauf ohne intensive und systematische Erforschung der Beschaffungsmärkte nicht möglich ist.




88 Was verstehen Sie unter Beschaffungsmarktforschung?

Die Sammlung und Aufbereitung von Informationen um die Transparenz der Beschaffungsmärkte zu erhöhen und erhalten
88 Was ist der Sinn der Beschaffungsmarktforschung?

Die Sammlung und Aufbereitung von Informationen um die Transparenz der Beschaffungsmärkte zu erhöhen und erhalten




88 In welche Bereiche wird die Beschaffungsmarktforschung aufgeteilt?

Marktanalyse (Beschaffungsmarktanalyse)

Marktbeobachtung (Beschaffungsmarktbeobachtung)

Marktprognose (Beschaffungsmarktprognose)




88 Was verstehen Sie unter Beschaffungsmarktanalyse?

Erforschung der Grundstruktur des Beschaffungsmarktes zu einem bestimmten Zeitpunkt




88 Was verstehen Sie unter Beschaffungsmarktbeobachtung?

Die Entwicklung bestimmter Marktgrössen zu verfolgen




89 Was verstehen Sie unter Beschaffungsmarktprognose?

Grundlage für die zukünftigen Beschaffungsentscheidungen

- zu erwartende Engpässe

- zu erwartende Überangebote

- sich abzeichnende Preisveränderungen




89 Was wird bei der Beschaffungsmarktforschung untersucht?

Produkte- Produktionsverfahren, physikalische und technologische Eigenheiten,
Qualitätsveränderungen

                                - Verhalten, Qualitäten, Quantitäten, Konkurrenzsituation,
Marktstruktur auf der Angebots- und Nachfrageseite
Marktformen (Monopol, Oligopol, Polypol), geografische Verteilung

Dynamik und Entwicklungstendenzen - konjunkturelle und saisonale Schwankungen, Trend, politische und zufallsbedingte Ereignisse
        - allgemeine Unternehmensdaten, produktbezogene Daten, Konditionen, Service und
Lieferanten
Beratung, Beziehungen zum Lieferanten, finanzielle Lage und Gewinnsituation,
Kulanzleistungen

Preis




95 Welche Beziehungen zwischen Lieferant und Unternehmung spielen eine wichtige Rolle?

Wechselseitige Abhängigkeit zwischen Lieferant und Abnehmer

Konkurrenzbelieferung

Abhängigkeit von anderen Unternehmen, insbesondere der Konkurrenz

Zeitliche Dauer der Geschäftsbeziehung

Möglichkeit zu Gegengeschäften und Abnahme von Abfallstoffen

Werbewert der Lieferanten für die eigene Unternehmung

Räumliche Entfernung zwischen Lieferant und Abnehmer




93 Nennen Sie die vier Marktstadien:

Experimentierungsphase (Einführungsphase)

Expansionsphase (Wachstumsphase)

Ausreifungsphase (Marktsättigungsphase)

Stagnationsphase (Rückbildungsphase)




96 Nennen Sie die preisbeeinflussenden Faktoren:

Die Marktform

Die Markentwicklung

Die Qualität

Der Lieferant




97 Mit welchen Methoden kann der Preis analysiert werden?

Preisstrukturanalyse – Zusammensetzung des Preises
Preisbeobachtung – Veränderung des Preises in der Zeit

Preisvergleich – verschiedene Lieferanten




97 Welche Informationsquellen in Bezug auf die Beschaffungsmarktforschung kennen Sie?

Primärforschung (direkte Erhebung)

Sekundärforschung (indirekte Erhebung)




97 Wozu dient die Primärforschung (direkte Erhebung)?

Sie dienen der Markterkundung




97 Wozu dient die Sekundärforschung (indirekte Erhebung)?

Sie dienen der Marktforschung und werden ausgewertet




97 Welche Informationsquellen in Bezug auf die Primärforschung kennen Sie?

Besuch von Messen, Ausstellungen und Lieferanten

Betriebsbesichtigungen

Lieferantenbefragungen

Kontakte mit Verkäufern

Erfahrungsaustausch

Innerbetriebliche Informationsquellen




97 Welche Informationsquellen in Bezug auf die Primärforschung kennen Sie?

Publikationen der Lieferanten (Kataloge, Prospekte, Geschäftsberichte, Hauszeitschriften)

Börsenberichte

Berichte von Verbänden und Branchen

Fachzeitschriften

Adressbücher
Statistiken

Auskunfteien z.B. Creditreform




98 Woraus setzt sich der operative Beschaffungsplan zusammen?

Bedarfsplan

Bestandesplan (Vorratsplan)

Einkaufsplan

Einkaufsbudget




98 Was verstehen Sie unter operativer Beschaffungsplanung?

Kurzfristige Beschaffungsplanung




98 Was verstehen Sie unter strategische Bestandesplanung?

Die langfristige Beschaffungsplanung




98 Worauf basiert die Bedarfsplanung?

Primär-, Sekundär- und Tertiärbedarf




98 Worauf basiert die Bestandesplanung?

Lagerbestand

Lieferbereitschaft

Sicherheitsbestand




98 Worauf basiert die Einkaufsplanung?

Zu beschaffende Menge




98 Worauf basiert das Einkaufsbudget?
Bewerteter Einkaufsplan (Menge x Preis)




100 Was verstehen Sie unter Bestellobligo?

Das ist die Summe aller offenen Zahlungsvepflichtungen aus Einkäufen / Bestellungen




100 Wo entsteht das Bestellobligo?

Bei der Bestellung




101 Wie setzt sich die Lieferantenqualifikation zusammen?

Lieferantenbeurteilung

Lieferantenbewertung




101 Was verstehen Sie unter Lieferantenqualifikation?

Hier wird der Lieferant beurteilt und bewertet




101 Was ist das Ziel der Lieferantenbeurteilung?

Es wird das Ziel verfolgt, einen optimalen Partner für ein Beschaffungsvorhaben auszuwählen




102 Nach welchen Kriterien erfolg die Lieferantenbewertung?

Identifikation

Qualität

Termintreue

Verpackung

Preis

Zusammenarbeit




103 Wie lautet die Formel der Qualitätszahl?
Qualitätszahl =            Summe der Punkte aus allen Lieferungen

                   Anzahl Lieferungen




104 Nennen Sie die Phasen des Bestellvorganges:

Bedarfsmeldung

Anfragen

Angebotsbearbeitung

Vergabeverhandlung

Bestellentscheidung

Bestellung

Auftragsbestätigung




104 Welche Aspekte müssen bei einer Bestellung / Auftragsvergabe beachtet werden?

Qualität

Service

Lieferzeit

Zuverlässigkeit

Gegengeschäftsmöglichkeiten




105 Wie ist das weitere Vorgehen, wenn Angebote vorliegen?

Die Angebote müssen einer Formellen Prüfung unterzogen werden.

Übereinstimmung zwischen:

Angefragter und angebotener Qualität

Angefragter und angebotener Menge

Angefragter und angebotener Lieferzeit

Eigenen Einkaufsbedingungen und Verkaufsbedingungen des Anbieters
105 Welche Punkte sind in den Einkaufs- und Verkaufsbedingungen besonders zu beachten?

Gerichtsstand

Eigentumsvorbehalt

Zahlungs- und Transportbedingungen

Rügefristen




105 Was wird nach der formellen Angebotsprüfung unternommen?

Die materielle Angebotsprüfung




105 Was verstehen Sie unter der materiellen Angebotsprüfung?

Die einzelnen Angebote werden Analysiert und im Anschluss wird ein Angebotsvergleich erstellt.




105 Welche Vorteile hat die Trennung von Angebotsanalyse und –vergleich?

Zeitersparnis: Mit der Prüfung kann begonnen werden, wenn noch nicht alle Angebote vorliegen

Gründlichkeit: Man konzentriert sich auf das einzelne Angebot

EDV-gerecht: Die Nutzung von EDV-Programmen ist eher möglich




105 Wie ist vorzugehen, wenn die Angebote Mängel enthalten?

Differenzen sind vor der Vergabe mit Verhandlungen zu beseitigen. Wichtig: Immer schriftlich bestätigen!




106 Warum sollten Bestellungen nur schriftlich erfolgen?

Der Inhalt der Bestellung sollte sicher, zweifelsfrei und rechtlich beweisbar sein.

Die betroffenen Personen / Stellen können rasch und fehlerfrei informiert werden.

Eine aussagekräftige Vorlage bei Rückfragen.




106 Wozu dienen Angebotsanalyse und –vergleich?

Sie dienen dem Einkäufer als Hilfestellung bei der Auswahl des Lieferanten.
106 Nennen Sie die „Einkäuferischen Vergleichsfaktoren“:

Qualitätsniveau

Einstandspreis

Lieferzeit

Zuverlässigkeit des Lieferanten

Kapazität

Service

Standort




106 Nennen Sie die „Unternehmenspolitischen Einkaufsfaktoren“:

Gegengeschäfte

Konzernzugehörigkeit

Werbewert einer Herstellermarke

Sonstige Faktoren




107 Wie kann man Angebote vergleichen?

Mit der Nutzwertanalyse




107 Welche verschiedenen Arten des Angebotsvergleiches kennen Sie?

Einfaktorenvergleich

Mehrfaktorenvergleich




107 Welche Vor- und / oder Nachteile hat der Einfaktorenvergleich?

V: Rasche und unkomplizierte Lieferantenauswahl

N: Gefahr durch einseitige Betrachtungsweise
107 Welche Vor- und / oder Nachteile hat der Mehrfaktorenvergleich?

V: Stellt Gesamtbetrachtung in den Vordergrund

V: Versucht rechenhafte und nicht rechenhafte Faktoren zu kombinieren

N: Kann sehr komplex werden, Zeitaufwand




107 Wie können Angebote im Mehrfaktorenvergleich beurteilt werden?

Punktungsverfahren

Quotientenverfahren

Kennzahlenverfahren

Differenzierungsmöglichkeit




107 Was verstehen Sie unter dem Punktungsverfahren?

Hier werden die einzelnen Vergleichsfaktoren mit Punkten zwischen 1 und 10 benotet.

Schlechte Leistung = niedrige Punktzahl, gute Leistungen = hohe Punktzahl




107 Was verstehen Sie unter dem Quotientenverfahren?

Hier werden die Raten der Verkaufsfaktoren berechnet




109 Was verstehen Sie unter dem Kennzahlenverfahren?

Hier wird vorausgesetzt, dass alle Angebote den gestellten Ansprüchen genügen.

Hier wird das Lieferantenverhalten bewertet.

Die Grundlage ist der Wert 1.000

Für schlechte Leistungen werden Strafpunkte aufaddiert. Punkte für gute Leistungen werden subtrahiert.




110 Was verstehen Sie unter der Differenzierungsmöglichkeit?

Die Differenzierungsmöglichkeit wird angewendet, wenn ein direkter Vergleich der Angebote nicht möglich ist.

Mit Hilfe der Nutzwertanalyse werden Entscheidungsgrundlagen erarbeitet.
110 Was kann über die Vergabeverhandlungen gesagt werden?

Wenn das Angebot klar ist, findet in der Regel keine Vergabeverhandlung statt.

Im Normalfall finden Vergabeverhandlungen statt. Hierbei werden Unklarheiten bereinigt und evtl. weitere Konditionen vereinbart.




111 Was kann über die Bestellung gesagt werden?

Die Bestellung bildet den letzten Vorgang des Bestellvorganges.

Sie sollte in schriftlicher Form erfolgen und sollte folgendes beinhalten:

Zahlungs- und Transportbedingungen

Gerichtsstand

Erfüllungsort

Rügefristen




111 Was verstehen Sie unter auftragsspezifischen Vorschriften (Angaben)?

Bestellnummer

Zweifelsfreie Bezeichnung des Kaufgegenstandes und Artikelnummer

Qualitätsangaben und zugesicherte Eigenschaften

Bestellmenge

Lieferzeit

Einheitspreis und Gesamtpreis




111 Was kann über die Auftragsbestätigung gesagt werden?

In der Regel übersendet der Lieferant nach Erhalt der Bestellung eine Auftragsbestätigung, die den Inhalt bestätigt oder in gewissen Bereichen
ändert oder ergänzt.




111 Warum ist die Auftragsbestätigung für den Einkäufer wichtig?

Er weiss, dass der Lieferant die Bestellung erhalten hat.
Er kann Differenzen zwischen der Bestellung und der Auftragsbestätigung feststellen und darauf reagieren.

Auf unannehmbare Differenzen muss der Einkäufer umgehend reagieren.




111 Welche juristische Bedeutung hat die Auftragsbestätigung?

Ist die Bestellung eine uneingeschränkte Annahme eines vorher unterbreiteten Angebots, so ist die Auftragsbestätigung juristisch belanglos.

Liegt kein vorher unterbreitetes Angebot vor, so ist die Bestellung ein Antrag an den Lieferanten.

Nimmt der Lieferant die Bestellung als Antrag uneingeschränkt an, dann kommt mit der Auftragsbestätigung ein Kaufvertrag zu stande.

Weicht in diesem Fall die Auftragsbestellung von der Bestellung als Antrag ab, so ist kein Kaufvertrag abgeschlossen worden.




112 Was verstehen Sie unter Bestellbestandführung?

Die Summe der zu erwartenden Lagerzugänge aufgrund von Bestellungen

Der Bestellbestand wird durch das Auslösen einer Bestellung erhöht und durch den Warenzugang an das Lager wieder reduziert.

Der Begriff Bestellbestand sollte nur für die Summe der offenen Bestellungen verwendet werden.

Nicht verwechseln mit dem Meldebestand!




112 Was ist beim Wareneingang zu beachten?

Wenn die Ware eintrifft, muss eine Wareneingangskontrolle durchgeführt werden.

Hier findet die Identifikationsprüfung, Vollständigkeitsprüfung und die qualitative Wareneingangsprüfung statt.




112 Was kann über die Bestell- und Liefermengen gesagt werden?

Ab und zu treten Differenzen zwischen Bestell- und Liefermengen auf.




113 Welche Fachausdrücke im Zusammenhang mit den Bestell- und Liefermengen kennen Sie?

Bestellmenge

Offene Bestellmenge

Teillieferung

Unterlieferung
Überlieferung




113 Was verstehen Sie unter der Bestellmenge?

Dies ist die Menge, welche effektiv bestellt wurde.




113 Was verstehen Sie unter offener Bestellmenge?

Dies ist die Differenz der Bestellmenge und der bisher gelieferten Menge.




113 Was verstehen Sie unter Teillieferung?

Wird nur ein Teil der Bestellten Ware geliefert, dann spricht man von Teillieferung.




113 Was verstehen Sie unter Unterlieferung?

Wenn die Gesamtlieferung nicht als Teillieferung deklariert wurde und kleiner ist, als die Bestellmenge.




113 Was verstehen Sie unter Überlieferung?

Wenn die Gesamtlieferung grösser ist, als die Bestellmenge.




113 Wann können unter- und Überlieferungen auftreten?

Abhängigkeiten von Verpackungseinheiten des Lieferanten

Spezialanfertigungen – Der Lieferant produziert mehr oder weniger Ausschuss, dadurch können Differenzen in der Liefermenge entstehen.




113 Was ist bei Unter- und Überlieferungen zu beachten?

Ohne spezielle Vereinbarung ist eine Unter- oder Überlieferung von 10% zu akzeptieren.

Ob Unter- oder Überlieferungen in Abzug oder verrechnet werden können ist bereit bei der Bestellung zu vereinbaren.

Muss eine genaue Stückzahl geliefert werden, dann ist auch dies in der Bestellung zu vereinbaren.
114 Was ist bei der Anlieferung bzw. beim Empfang der Waren zu beachten?

Die angelieferten Waren sind zusammen mit dem Frachtführer zu kontrollieren.

Allfällige Vorbehalte sind dem Frachtführer immer schriftlich anzubringen, wenn:

Äusserlich erkennbare Beschädigungen und Verluste erkennbar sind – Eintrag in die Frachtpapiere

Nicht erkennbare Beschädigungen und Verluste – innerhalb von sieben Arbeitstagen nach Ablieferung des Gutes

Überschreitung der Lieferfrist – innerhalb von 21 Arbeitstagen nach Ablieferung des Gutes




114 Welche Verpflichtung muss der Besteller nach der Lieferung der Ware erfüllen?

Der Besteller muss die Ware innerhalb der vereinbarten Frist bezahlen.

Wichtig dabei ist, dass der Rechnungsbetrag mit dem Betrag in der Bestellung bzw. der Auftragsbestätigung verglichen wird.




114 Was ist bei der Bezahlung zu beachten?

Nach dem sorgfältigen prüfen der Rechnung ist die Zahlung so schnell wie möglich zu bezahlen, so dass allfällige Skontoansprüche geltend
gemacht werden können.




115 Welche Faktoren sind in der Beschaffung neben dem Preis auch noch relevant?

Stückkosten des zu beschaffenden Gutes

Anteil der einzelnen Kostenarten

Gewinnanteil des Lieferanten




115 Wie kann der Gewinnanteil ermittelt werden?

Da der Lieferant den Gewinnanteil geheim halten wird, muss man den Gewinnanteil durch eine Kalkulation ermitteln.

Der Gewinnanteil kann je nach Produkt mehr oder weniger genau ermittelt werden.




115 Was verstehen Sie unter Preisstrukturanalyse?
Die Kalkulation des Lieferanten so nachzuvollziehen, dass die Kostenbestandteile und der Gewinnanteil eines Artikels festgestellt werden kann.




115 Wozu dient die Preisstrukturanalyse?

Plausibilitätsprüfung und Angemessenheit des Angebotes

Preislage des Angebotes – zu hoch oder zu niedrig

Änderung des Preises




115 Welche Bedeutung hat die Preisstrukturanalyse?

Versachlichung bei Verhandlungen

Besseres Argumentieren

Mögliche Veränderungen des Preises aufgrund der Kostenanteile

Ansätze für engere Zusammenarbeit mit den Lieferanten




115 Wann wird die Preisstrukturanalyse angewendet?

Für bedeutende Artikel

Wenn der Preis beeinflussbar ist (Monopol)

Bei fehlendem Wettbewerb

Wenn die Aussagen genügend genau sind




116 Warum ist die Preisstrukturanalyse eine schwierige Teilfunktion der Beschaffung?

Es fehlt wichtiges Informationsmaterial

Die Durchführung ist kompliziert

Die Qualifikation der Einkäufer oft nicht ausreicht

Die Produktionsverfahren zu wenig bekannt sind




116 Welche Alternativen zur Preisstrukturanalyse kennen Sie?

Ableitungen aus Erfahrungen und Vergleichen mit ähnlichen Produkten
Grobe Schätzung eines Richtpreises, an welchem sich der Lieferant orientieren muss




116 Was wissen Sie über den partiellen Preisvergleich?

Hier werden die Einheitspreise der einzelnen Positionen der Offerten verglichen.

Er ist verbreitet im Bau, Handwerk und Objektgeschäft

Er ermöglicht genaue Make-or-Buy-Entscheide bei Teilleistungen

Verstärkt das Wissen der Einkäufer

Ermöglicht die Bestimmung eines theoretisch idealen Preises




117 Was verstehen Sie unter dem Begriff Produktion?

Betriebswirtschaftlich: Der betriebliche Prozess der Leistungserstellung (Wertschöpfung)

Technisch: Der betriebliche Transformationsprozess (Wertschöpfung




117 Welche betrieblichen Transformationsprozesse kennen Sie?

Rohstoffe zu Einzelteilen                                 = Teilefertigung

Einzelteile zu Baugruppen                                 = Vormontage

Einzelteile und Baugruppen zu Fertigprodukten              = Endmontage




117 Welche Produktionsfaktoren können für die betriebliche Transformation eingesetzt werden?

Grundstücke und Gebäude, Betriebsmittel, Material, Arbeitskräfte, Kapital Energie, Informationen, Dienstleistungen, Immaterielle Güter




117 Was verstehen Sie unter Produktionslogistik?

Realisierung einer auftragsnahen Fertigung bei möglichst kleinen Umlaufbeständen.

Idealer Material und Informationsfluss vom Rohmaterial über alle Ebenen bis zum Endprodukt und der Lagerung ohne den eigentlichen
Fertigungsprozess.

Just in Time




117 Welches sind die Ziele der Produktionslogistik?
Die Produktionslogistik hat den Zweck, dass Aufträge in möglichst kurzer Zeit, mit geringen Vorräten, in der richtigen Menge, in der
erforderlichen Qualität und termingerecht ausgeführt werden.

Kurze Durchlaufzeiten, Fertigung nach Auftrag, Flexibelität, kleine Losgrössen, niedrige Bestände, Just in Time




118 Welche Einflussgrösse ist entscheidend für die Organisationsform der Produktion?

Der Wiederholcharakter oder Stückzahlcharakter




118 Welche Wiederholcharakter oder Stückzahlcharakter kennen Sie (Fertigungstypen)?

Einzelfertigung und Mehrfachfertigung

Einmalfertigung – Wird nur einmal gefertigt

Wiederholfertigung – Erneute Fertigung mit gleichen Zeichnungen und Plänen

Mehrfachfertigung – Gleiche Teile und Erzeugnisse werden unmittelbar hintereinander gefertigt.

Variantenfertigung – Ähnliche Erzeugnisse des selben Grundtypes

Serienfertigung – Grössere Stückzahlen derselben Komponente

Massenfertigung – Ununterbrochene Fertigung identischer Teile




119 Welche Fertigungsprinzipien kennen Sie?

Baustellenprinzip, Werkbankprinzip, Werkstatt- oder Werkstättenprinzip, Fliessprinzip,

Fertigungsinseln, Fertigungssegmente, Flexible Fertigungssysteme, Flexible Fertigungslinien,




119 Was verstehen Sie unter dem Baustellenprinzip?

Das Material, Personal und die Energie usw. wird an die ortsgebundene „Baustele“ gebracht.




120 Was verstehen Sie unter dem Werkbankprinzip?

Das Material wird Schritt für Schritt an den einzelnen Arbeitsplätzen vom Facharbeiter bearbeitet.




120 Was verstehen Sie unter dem Werkstatt- oder Werkstättenprinzip?
Die Werkstücke durchlaufen verschiedene Fertigungsbereiche (Drehen, Bohren, Fräsen)




120 Was verstehen Sie unter dem Fliessprinzip?

Die Maschinen und Anlagen sind nach dem Fertigungsablauf orientiert.




121 Was verstehen Sie unter Fertigungsinseln?

Räumlich und organisatorisch zusammengefasste Anordnung der Betriebsmittel um ähnliche Erzeugnisse möglichst vollständig herzustellen.




122 Was versteht man unter Kapazität?

Leistungsfähigkeit (Arbeit pro Zeiteinheit), quantitative und qualitative Leistung




122 Was verstehen Sie unter Betriebsmittel?

Geräte, Maschinen, Anlagen,




123 Was verstehen Sie unter technischer Kapazität?

Technisch maximales Leistungsvermögen




123 Was verstehen Sie unter ökonomischer Kapazität?

Kostenoptimales Leistungsvermögen




123 Wie nennt man die zur Verfügung stehende Kapazität?

Kapazitätsbestand




123 Wie nennt man die Kapazität, welche man benötigt?

Kapazitätsbedarf
124 Wenn der Kapazitätsbestand grösser ist als der Bedarf spricht man von:

Überdeckung, Überkapazität, Unterbelastung




124 Wenn der Kapazitätsbestand gleich gross ist wie der Bedarf spricht man von:

Deckung




124 Wenn der Kapazitätsbestand kleiner ist als der Bedarf spricht man von:

Unterdeckung, Unterkapazität, Überbelastung




124 Wie kann man den Kapazitätsbestand in qualitativer Hinsicht unterscheiden?

Theoretischer und realer Kapazitätsbestand

Theoretischer Kapazititätsbestand: Betriebsmittel stehen ungestört zur Verfügung.

Realer Kapazitätsbestand: Kapazität unter Berücksichtigung von Störungen




125 Was versteht man unter dem Kapazitätsprofil?

Grafische Darstellung des Kapazitätsbestandes und – bedarfs in einer Periode




126 Wie lautet die Formel für den Auslastungsgrad?

            Auslastungsgrad =                Kapazitätsbedarf    x 100 %

                                             Kapazitätsbestand




126 Wie lautet die Formel für den Zeitgrad?

            Zeitgrad =         Summe der Vorgabezeiten in der Periode      X 100 %

                               Summe der Ist-Zeiten in der Periode




126 Was verstehen Sie unter der Vorgabezeit?

Soll-Zeit für von Menschen und Betriebsmitteln in einem Arbeitssystem ausgeführte Arbeiten
126 Was verstehen Sie unter der Ist-Zeit?

Ist die von Menschen und Betriebsmitteln in einem Arbeitssystem tatsächlich gebrauchte Zeit für die ausgeführten Arbeiten




126 Wie entstehen Schwankungen in der Verfügbarkeit von Personal (Personalkapazität)?

Krankheit, Austritt, kurzfristige Absenzen, Militärdienst, Unfall usw.




127 Wie wird die Personalkapazität berechnet?

In die Berechnung fliessen Daten von der Personalabteilung, denn Arbeitszeit ist nicht produktive einsetzbare Kapazität

Arbeitszeit Brutto

./. Geplante Absenzen

= Arbeitszeit Netto

./.ungeplante Absenzen

= Präsenzzeit

./. unproduktive Arbeiten

= Produktive einsetzbare Kapazität




127 Was versteht man unter Zeitgrad?

Zeitgrad 125%               =>             Produktive einsetzbare Personalkapazität x Zeitgrad = Netto Personalkapazität

                                 2000 Std. x 125% = 2500 Std.




128 Was verstehen Sie unter Terminierung?

Die Aufgabe in der Terminierung besteht in der Festlegung von Anfangs und Endterminen für das Durchführen von Aufgaben in bestimmten
Arbeitssystemen. Dadurch soll ermöglicht werden, dass die Gesamtaufgaben zum vorgegebenen Zeittermin abgeschlossen werden kann.




128 Wo wird die Terminierung eingesetzt?

Bei kundenorientierter Produktion wo nach dem Werkstättenprinzip gefertigt wird.
128 Was kann mit der Terminierung ermittelt werden?

Start- und Anfangstermine, Ziel-, End- und Liefertermine




128 Welche Grundlagen werden für die Terminierung benötigt?

Stücklisten, Arbeitspläne, (Kapazitäts-Kennzahlen)




128 Was verstehen Sie unter der Vorwärtsterminierung?

Hier werden vom Starttermin alle Anfangs- und Endtermine der einzelnen Vorgänge und dann der Endtermin des Gesamtablaufes ermittelt




129 Was verstehen Sie unter der Rückwärtsterminierung?

Hier werden von Endtermin (Zieltermin) alle End- und Anfangstermine der einzelnen Vorgänge und dann der Anfangstermin des Gesamtablaufes
ermittelt




129 Was verstehen Sie unter der kombinierten Terminierung?

Hier werden, ausgehend vom Zieltermin, schrittweise die Anfangs- und Endtermine durch Rückwärts- und Vorwärtsrechnen ermittelt




130 Was verstehen Sie unter den Prioritätsregeln?

Prioritätsregeln sind Vereinbarungen über die Reihenfolge der Durchführung mehrer Aufgaben oder Teilaufgaben durch ein Arbeitssystem
entsprechend ihrer Dringlichkeit.




130 Welche Prioritäten, Prioritätsregeln kennen Sie?

First in, first out (FIFO)

Liefertermin

Terminüberschreitung

Kürzeste Operationszeit (KOZ)

Pufferzeit => kritische Aufträge werden bevorzugt
130 Wie können Durchlaufzeiten verkürzt werden?

Vermindern von Übergangszeiten

Überlappen von Vorgängen

Splitten von Vorgängen

Vermindern von Losgrössen

Vermindern der Anzahl von Areitsplatzwechseln

Durch Kombination der oben erwähnten Punkte




132 Wie heissen die Ablaufabschnitte bei der Durchlaufzeit?

Durchführungszeit + Übergangszeit = Durchlaufzeit = Wiederbeschaffungszeit




133 Wie wird die Durchführungszeit ermittelt?

Rüstzeit + Bearbeitungszeit = Vorgabezeit = Durchführungszeit = Auftragszeit




134 Was verstehen Sie unter Rüstzeit?

Zeit für die Vorbereitung der Maschinen




135 Was verstehen Sie unter der Übergangszeit

Liegezeit nach der Bearbeitung + Transportzeit + Liegezeit vor der Bearbeitung = Übergangszeit




135 Was verstehen Sie unter der Durchlaufzeit?

Summe aller Durchführungs- und Übergangszeiten für die Herstellung eines Teils, Produktes etc.




149 Wie nennt man den Teilbereich der Logistik, welcher sich mit dem Absatzmarkt auseinandersetzt und
welche Einflussgrössen müssen bei der Konzeption dieses Teilbereiches berücksichtigt werden?
Distributionslogistik:

Produktionsablauf

Kundenstruktur und Kundenbedürfnisse

Produktebezogene Parameter

Transportart und Verkehrsmittel




Nennen Sie vier Organisationseinheiten, die nur in einem Produktionsunternehmen zu finden sind, in einem
Handelsunternehmen aber nicht:

Konstruktion

Arbeitsvorbereitung

Fertigung

Montage




Erläutern Sie den Unterschied zwischen den Funktionen Konstruktion und Produkteentwicklung:

Konstruktion: Pflege und Verbesserung von bereits vorhandenen Produkten

Produkteentwicklung: Erstellung von neuen markt- und Logistikfähigen Produkten.

Mit welchen Märkten steht ein Produktionsunternehmen in Wechselwirkungen und welche Leistungen
bezieht bzw. erbringt es von / auf diesen Märkten?

Markt:                   Leistung:

Beschaffungsmarkt                      Arbeitskraft, Personal

Beschaffungsmarkt                      Kapital

Beschaffungsmarkt                      Rohstoffe, Energie

Absatzmarkt                       Produkte




Was versteht man unter „Abschreibung“?

Eine Wertverminderung der Betriebsmittel während ihrer Lebensdauer, die in der Buchhaltung als Abschreibung verbucht wird.




Was versteht man unter „Zinsen“?
Zinsen sind Kosten für das eingesetzte Kapital.




Ein Unternehmen wird von sozialen, wirtschaftlichen und technischen Einflüssen geprägt.

Nennen Sie je zwei Faktoren dieser Einflüsse:


Soziale Einflüsse:                                Arbeitszeit, Lohn

Wirtschaftliche Einflüsse:                             Auftragslage, Konjunktur

Technische Einflüsse:                               Neue Materialien und Rohstoffe, neue Technologien

						
Related docs
Other docs by wuyunyi
China s demography
Views: 82  |  Downloads: 0
3G-324M
Views: 76  |  Downloads: 0
Introduction of GPS - Los Angeles
Views: 70  |  Downloads: 0
PPT - AePIC
Views: 64  |  Downloads: 0
Recent advances in the ChinaGrid Project
Views: 59  |  Downloads: 0
Adam Lane BSR SI in China _1_.ppt - SinCo
Views: 57  |  Downloads: 0
mayan2
Views: 66  |  Downloads: 0