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Vorlesung - Titel der Prsentatio

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					Software Engineering für mobile Systeme


                      VE 3:
     2.4/ 2.5 Potenziale und Klassifikation
              3 Die Grundlagen des
                Mobile Computing
Agenda

• 2 Softwaretechnik für mobile Systeme: ein Überblick
• ...
• 2.4 Nutzerpotenzial und Nutzung mobiler
      Unternehmenslösungen
• 2.5 Klassifikation mobiler Systeme nach
      Anwendungszweck

•   3       Die Grundlagen des Mobile Computing
•   3.1     Drahtlose Kommunikation
•   3.2     Mobiltelefonie
•   3.3     Drahtlose lokale Netze




Software Engineering für mobile Systeme                 2
2.4 Nutzerpotenzial und Nutzung
mobiler Unternehmenslösungen [Ber04]
•     Potenziale für mobile Lösungen in Unternehmen
      •    Mobile Weiterentwicklung traditioneller Remote-Access-Lösungen
      •    Mobile Erweiterung spezifischer IT-Lösungen (z.B. Zeit- und
           Leistungserfassung durch Online-Lösungen)
            • Zeiterfassung für alle Arten von Field Services
      •    Voraussetzung: entsprechende Lösungen in den Unternehmen
           müssen bereits existieren




                                                      [Ber04]: Prozesse optimieren
                                                      mit Mobile Solutions,
                                                      Berlecon Research, 2004,
                                                      verfügbar am Lehrstuhl

Software Engineering für mobile Systeme                                              3
2.4 Nutzerpotenzial und Nutzung
mobiler Unternehmenslösungen
•     Potenziale für mobile Lösungen in Unternehmen

      •    Mobile Mitarbeiter, die einen wesentlichen Teil der Arbeitszeit
           außerhalb des Unternehmens verbringen, sind auch heute schon
           teilweise an die Unternehmens-IT über Remote-Access-Lösungen
           angebunden.

      •    Unternehmen, die bereits in eine Online-Anbindung der Mitarbeiter
           investiert haben, dürften grundsätzlich auch bereit sein, das
           Nutzenpotenzial mobiler Lösungen auszuschöpfen, wenn sich dafür
           ein Business Case (d.h. eine Studie, die den wirtschaftlichen
           Nutzen nachweist) ergibt.
            • Trend: über online zu mobile




Software Engineering für mobile Systeme                                      4
2.4 Nutzerpotenzial und Nutzung
mobiler Unternehmenslösungen
•     Potenziale für mobile Lösungen in Unternehmen
      •    Der Einsatz bestimmter IT-Anwendungen ist oftmals auch Auslöser für den
           Einsatz von mobilen Unternehmenslösungen
      •    Beispiel: Arbeitszeiterfassung




Software Engineering für mobile Systeme                                          5
2.4 Nutzerpotenzial und Nutzung
mobiler Unternehmenslösungen
•     Nutzung mobiler Lösungen
      •    Verglichen mit dem relativ großen Anwenderpotenzial und den bereits
           genutzten spezifischen IT-Anwendungen spielt die mobile
           Datenübertragung derzeit in den europäischen Unternehmen noch eine
           vergleichsweise geringe Rolle.
      •    In 2002 gerade einmal 6% aller Unternehmen in Deutschland,
           Frankreich, Großbritannien und
           Italien verfügen über eine
           drahtlose Zugangslösung zum
           Unternehmensnetzwerk
      •    Entspricht knappem Drittel der
           Unternehmen mit Remote
           Access insgesamt




Software Engineering für mobile Systeme                                          6
2.4 Nutzerpotenzial und Nutzung
mobiler Unternehmenslösungen
•     Nutzung mobiler Lösungen

      •    Bei IuK-Dienstleistern und Business Services drahtloser Zugriff weiter
           verbreitet als in anderen Branchen

      •    Kleinere Unternehmen zurückhaltender als größere

      •    Horizontale Lösungen für den Zugriff auf E-Mail, Kalender etc. sind stärker
           verbreitet als vertikale Lösungen zur Prozessoptimierung

      •    Nutzenpotenziale z. Zt. noch nicht erfassbar / vermittelbar
           • Am häufigsten genannte geschäftliche Herausforderung bei der
               Umsetzung von mobilen Unternehmenslösungen: Schlechter
               erwarteter Return on Investment (ROI) und ein unklarer Business Case




Software Engineering für mobile Systeme                                              7
2.4 Nutzerpotenzial und Nutzung
mobiler Unternehmenslösungen
•     Nutzung mobiler Lösungen

      •    Am häufigsten genannte Nutzen
           • Verbesserter Workflow (100%), Produktivitätssteigerung (95%),
              Kosteneinsparungen (50%), Ertragssteigerungen (38%)
           • D.h. es werden eher schwer messbare Vorteile genannt und weniger
              messbare Ergebnisse, die sich direkt im Betriebsergebnis auswirken

      •    Häufig erfolgt der Einsatz derzeit noch ohne umfassende Strategie und
           Berechnung von Business Cases.




Software Engineering für mobile Systeme                                            8
2.5 Klassifikation mobiler Anwendungen
     nach Anwendungszweck
•     Mobile Commerce (M-Commerce) als Teil des Mobile
      Business
      •    Alle Dienste, die mit dem mobilen Handel und Einkauf
           zusammenhängen
      •    Die meisten Dienste arbeiten auf dem Mobilfunkstandard GSM
           (Global System for Mobile Communication) und verwenden Dienst
           wie SMS (Short Message Service) oder WAP (Wireless Application
           Protocol)
      •    Trend: Kombination von Mobiltelefonen mit komplexeren PDAs
      •    B2C-Anwendungen: Mobile Banking, Mobile Brokering, Mobile
           Payment, Mobile Shopping, Mobile Ticketbestellung, Mobile
           Entertainment
      •    B2B-Anwendungen: im Beschaffungswesen, Vertrieb, Service,
           Kundendienst, Logistik



Software Engineering für mobile Systeme                                 9
2.5 Klassifikation mobiler Anwendungen
     nach Anwendungszweck

                                          Mobile Business

             B2C - Lösungen für                              Lösungen für
            den Endkundenbereich                        den Unternehmensbereich


                                                     B2E Lösungen       M2M Maschine
                                                     für Mitarbeiter     zu Maschine
                                                                       Einsatz von Funk-
                                                    mobile Anbindung   technologien zur
                                                    von Mitarbeitern   Steuerung u.
                                                    an die             Überwachung von
                                                    Unternehmens-IT    Maschinen und
                                                                       Anlagen




Software Engineering für mobile Systeme                                                    10
Mobile Business im B2C – Bereich
   (Endkunden)

                                          Mobile Business

             B2C - Lösungen für
            den Endkundenbereich


    • Marketingkanal
    • Kommunikationskanal
    • Verkaufskanal
    • Servicekanal

    z.B.: Verkauf von Nachrichten,
    Logos, Klingeltönen, Handy
    Games, Musik, Tickets, Banking,
    Votings etc.



Software Engineering für mobile Systeme                     11
B2C Beispiel 1 - Musikdownload

 Kostenpflichtiger Musikdownload
    Im Jahr 2004 ca. rund 60 Millionen Euro
    3,5 Milliarden Euro prognostizierter Umsatz bis 2009 in Europa
          Davon rund 2,2 Milliarden Euro in GB, F und D




Software Engineering für mobile Systeme                               12
B2C Beispiel 2 - Location Based
Services

                                           Der Nutzen standortbezogener Dienste
                                            (LBS) gewinnt immer mehr an
                                            Bedeutung.

                                           Nutzer können auf bequeme und
                                            unkomplizierte Weise Standortinformationen
                                            verschiedenster Art anfordern.



 Beispiel :
  Sightseeing via LBS und Handy
  Tankstellenfinder
  FriendsFinder
  Fahrzeugnavigation


Software Engineering für mobile Systeme                                                  13
  B2C – Die kurz- bis mittelfristige
  Zukunft

automatischer                                            Handys
Abgleich von                                           integrieren
Office-Funk-                                          Funktionalität
tionalitäten
                                                   Mobile
                                                                       Mobiler TV-Empfang Fern-
                                                  Multimedia
                                                                       bedienung TV über Handy
                                                  Endgeräte
                      Mobile Lese-
                      proben und
                      eBooks


                                                                       Navigation über Handy mit
                                                                       Zusatzinfos z.B. Tourismus,
                                   Mobiler Radio-Empfang
                                                                            Fernverkehr etc.
                                    Fernbedienung über
       Handy als                     Handy, Datenaus-
      Spielekonsole                        tausch

  Software Engineering für mobile Systeme                                                   14
Mobile Business im B2E – Bereich
   (Überblick)

                                          Mobile Business

                                                             Lösungen für
                                                        den Unternehmensbereich


                                     B2E Lösungen
                                     für Mitarbeiter




       Unternehmens-                                    Prozess-
       übergreifende                                   spezifische
        horizontale                                     vertikale
         Lösungen                                       Lösungen




Software Engineering für mobile Systeme                                           15
Mobile Business im B2E – Horizontale
   Lösungen

                                          Mobile Business

                                                            Lösungen für
                                                       den Unternehmensbereich


                                     B2E Lösungen
                                     für Mitarbeiter


      Unternehmensübergreifende horizontale
                   Lösungen

    Mobiler Zugriff auf Standardanwendungen wie
    Mobile Office und Mobile Messaging ermöglichen
    den Mitarbeitern die einfache Kommunikation mit
    dem Unternehmen (eMail, SMS,Telefax,
    Termine etc.)


Software Engineering für mobile Systeme                                          16
B2E - Beispiel 1: Mobile Office-Lösung -
BlackBerry

                                                                         Verbindet das Internet mit
                                                                         dem GSM Netzwerk
Sendet / empfängt              Internet
Daten via VPN
durch das Internet                                          BlackBerry
                                                            Server
                                                                                                Weltweites
                                                                                                GSM - Netz

                               • Weltweite automatische E-Mail
                                 und Kalendersynchronisation                                 Sendet /
                               • „Immer-Online“                                              empfängt Daten
                               • Reparaturverwaltung /                                       via GPRS
                                 Steuerung
  E-Mail Server der            • Systemsteuerungen
  Firma.
  - alle Outlook-
  Funktionalitäten




                                                                             BlackBerry Handheld


Software Engineering für mobile Systeme                                                               17
Mobile Business im B2E – Vertikale
   Lösungen

                                          Mobile Business

                                                                         Lösungen für
                                                                    den Unternehmensbereich


                                                  B2E Lösungen
                                                  für Mitarbeiter


                                            Prozessspezifische vertikale
                                                    Lösungen

                                    Optimierung ausgewählter unternehmens-
                                    spezifischer Prozesse u. dadurch bessere
                                    Einbindung in Prozessablauf (z.B. Aufnahme
                                    von Bestellungen, die Abfrage von
                                    Kundendaten ...)


Software Engineering für mobile Systeme                                                       18
B2E - Beispiel 2: Mobiles Management eines
Energieversorgers – Alter Serviceprozess


 - Kundeninfo suchen
 - Aufträge drucken,
 - Protokolle eingeben,
 - Lagerbestand prüfen,
 - Waren bestellen
 - Rechnungen schreiben
                                                          Instandhaltungs-
                                                               auftrag




       Datenbanken,        Sachbearbeiter
                                                  Protokoll                  Monteur
       CRM/Material
       etc.




                                                                  Kunde
                                            Rechnung

 Software Engineering für mobile Systeme                                               19
B2E - Beispiel 2: Mobiles Management eines
Energieversorgers – Neuer Serviceprozess


                                                                - Kundeninfo suchen
                                                                - Aufträge downloaden,
                                                                - Protokolle eingeben,
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                                                                - Kunde unterschreibt




         Datenbanken,       Sachbearbeiter
         CRM/Material
         etc.                                              Monteur




                                             Rechnung
                                                        Kunde


 Software Engineering für mobile Systeme                                             20
Überblick Mobile Business


                                          Mobile Business

             B2C - Lösungen für                            Lösungen für
            den Endkundenbereich                      den Unternehmensbereich


                                                                    M2M Maschine
                                                                     zu Maschine
                                                                   Einsatz von Funk-
                                                                   technologien zur
                                                                   Steuerung u.
                                                                   Überwachung von
                                                                   Maschinen und
                                                                   Anlagen




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M2M - Beispiel 1: Kommunikation in
Transport und Logistik

  Auftragsmanagement
            Auftragsübermittlung, Auftragsstatus
            Disposition / Fahrzeugverfolgung
            Fakturierung
  Sendungsverfolgung
            Abliefernachweis
            Unterschriften

  Fahrzeugdaten und Statusübermittlung
            Temperaturüberwachung
            Notruffunktionen
  Ortsinformation von Fahrzeugen und Maschinen
            Elektronisches Fahrtenbuch
            Dynamische Disposition

Software Engineering für mobile Systeme             22
M2M - Beispiel 2: RFID-Lösungen für
Handelsketten
 Beispiel eines RFID-Tag
 RFID schafft Sicherheit und
  Kontrolle




                                           Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr
                                            vielfältig.
                                           Warenwirtschaft und Logistik sind
                                            nur zwei praxiserprobte Beispiele.




Software Engineering für mobile Systeme                                          23
Überblick Mobile Business


                                          Mobile Business

             B2C - Lösungen für                                              Lösungen für
            den Endkundenbereich                                        den Unternehmensbereich


                                                                     B2E Lösungen              M2M Maschine
                                                                     für Mitarbeiter            zu Maschine


          Technologische                         Organisatorische                      Wirtschaftliche / Rechtliche
              Fragen                                 Fragen                                      Fragen
   • Mobile Anwendungen                    • Potenziale für mobile                 • Kosten / Nutzen
   • Mobile Endgeräte                        Unterstützung                         • Prozesseinsparungen im
   • Datenverteilung /                     • Optimierte Geschäfts-                   Verhältnis zu Initialisierungs-
     Datenhaltung                            prozesse                                und Betriebskosten
   • Anbindung Backendsysteme              • Akzeptanz und Nutzen                  • Datenschutz
                                                                                   • Unterschriften


Software Engineering für mobile Systeme                                                                               24
Software Engineering für mobile Systeme

       VE 3: Die Grundlagen des Mobile
                  Computing
Vom A-Netz bis zum C-Netz

    1958
     Das A-Netz brachte es auf etwa XXX Teilnehmer
     und wurde 1977 abgeschaltet.




Software Engineering für mobile Systeme              26
Vom A-Netz bis zum C-Netz

    1958
     Das A-Netz brachte es auf etwa 850 Teilnehmer
     und wurde 1977 abgeschaltet.


    1972
     Zu den olympischen Spielen wurde 1972 das B-Netz
     freigeschaltet, das XXX Mobilfunk-Teilnehmer
     beherbergte.




Software Engineering für mobile Systeme                 27
Vom A-Netz bis zum C-Netz

    1958
     Das A-Netz brachte es auf etwa 850 Teilnehmer
     und wurde 1977 abgeschaltet (handvermittelt, analog)


    1972
     Zu den olympischen Spielen wurde 1972 das B-Netz
     freigeschaltet, das 27.000 Mobilfunk-Teilnehmer
     beherbergte.


     1986

     startete schließlich das C-Netz, in dem die Teilnehmer
     ohne Vermittlung telefonieren konnten. Dieses Netz
     beherrschte das Roaming zwischen den Zellen, außerdem
     kamen die ersten tragbaren Mobilfunkkoffer auf den Markt.
     Das flächendeckende C-Netz brachte es auf XXX Teilnehmer

Software Engineering für mobile Systeme                          28
Vom A-Netz bis zum C-Netz

    1958
     Das A-Netz brachte es auf etwa 850 Teilnehmer
     und wurde 1977 abgeschaltet.


    1972
     Zu den olympischen Spielen wurde 1972 das B-Netz
     freigeschaltet, das 27.000 Mobilfunk-Teilnehmer
     beherbergte.


     1986

     startete schließlich das C-Netz, in dem die Teilnehmer
     ohne Vermittlung telefonieren konnten. Dieses Netz
     beherrschte das Roaming zwischen den Zellen, außerdem
     kamen die ersten tragbaren Mobilfunkkoffer auf den Markt.
     Das flächendeckende C-Netz brachte es auf 800.000 Teilnehmer

Software Engineering für mobile Systeme                             29
1992 D1 und D2 starten
  1991 startet das auf dem digitalen Standard GSM (Global System for Mobile
   Communication) basierte D-Netz.
  Die beiden D-Netzbetreiber starten mit 5.000 Teilnehmern. Das P1 von Siemens
   wiegt 2,2 kg. Motorolas Knochen kostet 3 Tsd. DM und wiegt 0,5 kg.
  Nutzerzahlen im C- und D-Netz liegen insgesamt unter 100.000 in Deutschland



 1992                        ca. 100.000 Teilnehmer
                             ca. 3 Mio. Teilnehmer




 1992   1993   1994   1995   1996   1997   1998   1999   2000   2001   2002   2003



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1995 Endgeräte entwickeln sich rasant,
SMS kommt
   Siemens S3 com wiegt 260 Gramm, auch Wettbewerber kommen mit bunten und
    leichten Handys
   es kann Kurznachrichten (SMS) senden und empfangen, spielt aber zunächst
    keine Rolle.




  1995                        ca. 3 Mio. Teilnehmer
                              ca. 3 Mio. Teilnehmer




  1992   1993   1994   1995   1996   1997   1998   1999   2000   2001   2002   2003



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1997 Pre-Paid für Endkunden,
Smartphones für`s Geschäft
   Mit Einführung der Prepaid-Tarife gewinnt der Kampf der Giganten D1 und D2 an
    Dramatik.
   Nokia bringt das erste Smartphone auf den Markt. Es hat erste Office-
    Funktionalitäten (natürlich Offline)




  1997                        ca. 7,8 Mio. Teilnehmer




  1992   1993   1994   1995   1996   1997   1998   1999   2000   2001   2002   2003



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1999 Die Preise fallen zweistellig,
WAP wird eingeführt
  Das erste Handy mit WAP-Browser nach Deutschland. Das Nokia 7110 begeistert
   durch sein großes Display. Übertragungsrate liegt aber nur bei 9,6 kbit/s.
  Die Preise sinken zweistellig. Handys werden bunt (farbige Displays).




 1999                   ca. 23,4 Mio. Teilnehmer




 1992   1993   1994   1995   1996   1997   1998   1999   2000   2001   2002   2003



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2000 Sinkende Preise bringen 25 Mio
Neukunden
  Der Preis für das Pre-Paid-Angebot sinkt weit unter 100 DM.
  25 Mill. Neukunden in einem Jahr (105%)! Mini-Handys und multimediale
   Funktionalitäten werden eingeführt. Musik kommt ins Handy.
  Einführung neuer Übertragungsverfahren wie GPRS (General Packet Radio
   Service) und HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) - 2,5 Mio Wap-Nutzer


 2000                   ca. 48,2 Mio. Teilnehmer




 1992   1993   1994   1995   1996   1997   1998   1999   2000   2001   2002   2003



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2001 Bluetooth, Radio, Software,
polyphone Töne ...
   ...nicht mehr Akquisition von Teilnehmern steht im Vordergrund, sondern eine
    solide Teilnehmerbasis, mit insgesamt steigenden durchschnittlichen
    Monatsumsätzen.
   Bereinigung der Kundenbasis (Aussonderung von „Leichen“). Trotzdem: 8 Mio.
    echte Neukunden.



  2001                   ca. 56,1 Mio. Teilnehmer




  1992   1993   1994   1995   1996   1997   1998   1999   2000   2001   2002   2003



 Software Engineering für mobile Systeme                                              35
2002 Mobile Multimedia

  E-Plus startet i-mode, will damit an den sensationellen Erfolg des WAP-Derivates
   in Japan anknüpfen.
  Die ersten PDA mit Telefonfunktion kommen auf den Markt (z.B. XDA von o²)




 2002                   ca. 59,1 Mio. Teilnehmer




 1992   1993   1994   1995   1996   1997   1998   1999   2000   2001   2002   2003



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2003 Handy wird zum multifunktionalen
Digital Device
   Handys mit Farbdisplay und integrierter Digicam, MMS sowie polyphonen
    Möglichkeiten sind Standard. Jetzt kommt die Videofunktionalität.
   All in one: Fotos, Videos, Bluetooth, E-Mail, Java, Spiele




  2003                   ca. 64,8 Mio. Teilnehmer




  1992   1993   1994   1995   1996   1997   1998   1999   2000   2001   2002   2003



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Heute - Die Fakten

 78% aller Deutschen haben mindestens ein Handy
                                                           „Drei Dinge hat der
 Mehr Handyanschlüsse als Festnetzanschlüsse              Mensch immer bei sich:
 Es gibt kein persönlicheres Kommunikationsmittel         Den Schlüsselbund, die
                                                           Geldbörse und sein
 Es gibt kein wichtigeres Kommunikationsmittel            Handy“,
 Es gibt kein interaktiveres und multifunktionaleres
  Kommunikationsmittel (Sprache, Daten, Video,
  Musik, Mails, Spiele, Radio, Terminplanung,
  Internet, demnächst Fernsehen...)



                 Erst mit dem Mobilfunk wird eine End-to-End-Digitalisierung
                kompletter Wertschöpfungsketten und Prozessketten möglich.




Software Engineering für mobile Systeme                                             38
3 Die Grundlagen des
Mobile Computing [Rot02]
•     Begriffe verschiedener Abstraktionsstufen
      •     Erste, niedrigste Abstraktionsstufe:
            • Technische Entwicklungen, die Mobile Computing erst ermöglichen




                                               Traditionelle
                                                Netzwerke

                                          Stationäre Drahtlose
                                           Geräte Kommunikation


                                                 Mobile
                                                Endgeräte




          [Rot02]: Roth, J.: Mobile Computing, dpunkt, 2002.

Software Engineering für mobile Systeme                                         39
3 Die Grundlagen des Mobile Computing

•     Begriffe verschiedener
      Abstraktionsstufen
      •    Zweite, höhere
                                                             Mobile
           Abstraktionsstufe                               Vernetzung
            • Technische Entwicklungen
               der ersten                                 Traditionelle
               Abstraktionsstufe                           Netzwerke
               erlauben/forcieren die
                                           Sicherheit Stationäre Drahtlose    Mobile
               Entwicklung neuer Dienste                                      Daten
                                                       Geräte Kommunikation
                • Beispiel: Mobile
                    Vernetzung mobiler                      Mobile
                    Endgeräte                              Endgeräte

                                                           Positions-
                                                          bestimmung




Software Engineering für mobile Systeme                                                40
3 Die Grundlagen des Mobile Computing

•     Begriffe                                                 Wearable
      verschiedener                                            Computing
      Abstraktionsstufen
      •    Dritte, höchste
                                                                   Mobile
           Abstraktionsstufe
                                                                 Vernetzung
            •     Technische
                  Entwicklungen in
                  Kombination mit                               Traditionelle
                  neuen Diensten                                 Netzwerke
                  ermöglicht
                  verschiedene     Ubiquitous Sicherheit Stationäre                 Mobile    Nomadic
                                                                        Drahtlose
                  Formen des       Computing                                        Daten    Computing
                                                          Geräte Kommunikation
                  Mobile
                  Computings
                   •   Beispiel:                                    Mobile
                       Nomadic                                    Endgeräte
                       Computing
                       durch                                     Positions-
                       mobile                                   bestimmung
                       Vernetzung

                                                               Personal
                                                              Computing

Software Engineering für mobile Systeme                                                          41
3.1 Drahtlose Kommunikation

• Grundpfeiler des Mobile Computings

• Benutzer erwartet ähnliche Eigenschaften wie bei
  drahtgebundenen Geräten
      • z.B. hohe Datenraten, niedrige Fehlerraten, bequemer Zugang zu
        stationären Netzen


• Drahtlose Netze sollen zugleich „intelligent“ sein, d.h.
  Standort (Lokation) kennen und Zugriff von
  unterschiedlichen Orten zulassen




Software Engineering für mobile Systeme                                  42
3.1 Drahtlose Kommunikation
• Einige Meilensteine der drahtlosen Kommunikation
      • 150 v. Chr.                   Rauchzeichen
      • 1896                          Prototyp des ersten drahtlosen Telegrafs (Marconi),
                                      Morsen (digital!)
      • 1907                          Kommerzieller Transatlantik-Telegraf
      • 1915                          Drahtlose Sprachübertragung New York - San
                                      Francisco
      • 1958                          A-Netz
      • 1991                          DECT-Standard für schnurlose Telefone
      • 1992                          GSM (Global System for Mobile Communication,
                                      Mobilfunkstandard der 2. Generation), D-Netz (digitales,
                                      auf GSM basierendes Netz)
      • 1999                          WLAN (Wireless LAN), WAP (Wireless Application
                                      Protocol), Bluetooth, i-Mode Japan
      • 2000                          Versteigerung UMTS-Lizenzen (Universal Mobile
                                      Telecommunication System, Mobilfunkstandard
                                      der 3. Generation)
      • 2001                          GPRS (General Packet Radio Service,
                                      paketvermittelnde Weiterentwicklung von GSM)
      • 2003                          erste UMTS-Netze
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3.1 Drahtlose Kommunikation

• Trends

      • Neben der Sprachvermittlung wird drahtlose Kommunikation
        zunehmend zur Übertragung von Daten eingesetzt

      • Analoge Übertragungsverfahren werden durch digitale abgelöst

      • Nutzung zunehmend durch Privatanwender




Software Engineering für mobile Systeme                                44
3.1.1 Grundlagen der Vernetzung / OSI

• Das OSI-Referenzmodell

      • Physical Layer (Bitübertragung)
         • Übertragung atomarer Informationseinheiten auf der Basis
           mechanischer, elektrischer, elektromagnetischer Regeln
      • Data Link Layer (Sicherung)
         • Sichere Bit-Übertragung durch Redundanz oder Prüfung
             • Prüfsummenverfahrung: Cyclic Redundancy Check (CRC)
             • Automatic Repeat Request (ARQ)
      • Network Layer (Vermittlung)
         • Vermittlung zwischen nicht direkt verbundenen Rechnern auf der
           Basis von Routing und Paketübermittlung




Software Engineering für mobile Systeme                                45
3.1.1 Grundlagen der Vernetzung / OSI

• Das OSI-Referenzmodell

      • Transport Layer (Transport)
         • Abstraktion von Routiung und Fehlerbehandlung, Bereitstellung
           von Services zum Transport
      • Session Layer (Kommunikationssteuerung)
         • Verwaltung logischer Verbindungen
      • Presentation Layer (Darstellung)
         • Anzeige von Daten in einheitlicher Weise
      • Application Layer (Anwendung)
         • Kommunikation zwischen Anwendungen

• Hinweis: Die TCP/IP-Protokoll-Suite ist nicht kompatibel
  zum OSI-Referenzmodell. Das OSI-Referenzmodell dient
  als Einordnungsrahmen.

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3.1.2 Grundl. der Vernetzung IEEE 802

• Standards für Schichten „Physical“ und „Data Link“




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