Teilflchenspezifische Stickstoff
Shared by: pengxiang
-
Stats
- views:
- 6
- posted:
- 6/28/2010
- language:
- German
- pages:
- 21
Document Sample


Erfassung des N-Ernährungszustandes
• Permanentes Abscannen des Feldes mit dem N-Sensor (hohe Messwertdichte)
Berechnung der notwendigen Düngermenge
• Umsetzung der Messwerte anhand von spezifischen Regelkurven nach erfolgter
Kalibrierung
2. und 3. N-Gabe
B. Angermann, LwA Bayreuth
Der Aufbau des Hydro N-Sensors
• Wird die Sensortechnik zusätzlich mit einem GPS-Empfänger gekoppelt, können die
applizierten Mengen dokumentiert werden (Düngekarte).
• Diese Funktion erlaubt weiterhin die Verarbeitung von Anweisungskarten wie z.B. für die
Grunddüngung.
N-Sensor DGPS-Antenne
Hydro-Terminal
PCMCIA-Karte
Graue Box
Jobrechner vom
Düngerstreuer
B. Angermann, LwA Bayreuth
Regelkurve – 2. N-Gabe (Beispiel Winterweizen)
• Für die 2., 3. Und 4 N-Gabe gelten separate Regelkurven mit angepassten
Funktionalitäten
• Der Biomasse-Schwellwert S2 charakterisiert bei der 2. N-Gabe zu geringe
Bestandesdichten. Bis auf eine Pflanzenanzahl von etwa 120-140 Pfl./m² regelt
der Sensor hoch (Anregung der Bestockung). Bei einer geringeren
Pflanzenanzahl wird die N-Ausbringung eingeschränkt.
Zu gerine 2. N-Gabe
Bestandesdichte
Kalibrierung
B. Angermann, LwA Bayreuth
Die Kalibrierung des Hydro N-Sensors
• Dem Messwert an einer repräsentativen Stelle ist dann über herkömmliche Methoden (N-
Tester, Nitrat-Testzange, Betriebsleitererfahrung, ....) eine zu düngende Menge
zuzuordnen.
• Alle Teile des Feldes, die dieselben Merkmale aufweisen, werden identisch gedüngt.
Verändert sich der Messwert, verändert sich entsprechend der Regelfunktion die zu
düngende Menge.
Hydro N-Tester
Nitrat-Handzange
B. Angermann, LwA Bayreuth
Regelkurve – 3. N-Gabe (Beispiel Winterweizen)
• Der Biomasse-Schwellwert charakterisiert bei der 3. N-Gabe Trockenstress. Ab
diesem Punkt (ist auch benutzerspezifisch einstellbar) regelt der Sensor drastisch
zurück.
3. N-Gabe
Trockenstress
Kalibrierung
B. Angermann, LwA Bayreuth
Regelkurve für Qualitätsspätdüngung (Winterweizen)
• Für die Qualitätsgabe wird das Regelverhalten umgedreht.
• Der Messwert S1 charakterisiert hier die vorhandene Photosyntheseleistung. Je
höher die vorhandene Assimilationsleistung (heißt i.d.R. ausreichend Wasser),
desto höher die N-Gabe. Diese Funktion dient dazu, nochmals betont Eiweiß zu
produzieren.
4. N-Gabe
Kalibrierung
B. Angermann, LwA Bayreuth
Einsatzbedingungen des N-Sensors
• der Sensor arbeitet mit Tageslicht, optimale
Bedingungen sind ab > 20 Grad Sonnenstand
gegeben (keine Nachtarbeit)
• Kulturpflanze und Unkraut kann nicht unterschieden
werden
• es gilt die These: Chlorophyllgehalt = Stickstoff
• Schwefelmangel und andere den Chlorophyllgehalt
beeinflussende Mangelernährung kann nicht erkannt
werden
B. Angermann, LwA Bayreuth
• Für folgende Fruchtarten sind Regelfunktionen vom
Hersteller getestet und hinterlegt:
- alle Getreidearten
- Mais
• Intensiv wird an folgenden neuen Funktionen
gearbeitet:
- N-Düngung für Winterraps
- N-Düngung für Zuckerrübe
- N-Düngung für Kartoffel
- Wachstumsregulatoren in Getreide
B. Angermann, LwA Bayreuth
N-Sensor-Einsatz am Untermain 2002
• 5 größere Betriebe aus dem AK Marktfruchtbau, z.T.
mit Tierhaltung (überw. Schweine)
• Einsatz in Weizen, Roggen, Wintergerste,
versuchsweise auch in Raps
• Einsatzfläche insgesamt ca. 500 ha
• 1. N-Gabe verhalten (ca. 40-50 kg/ha N), z.T. Gülle
zu Veg.-Beginn
• 2. N-Gabe mit N-Sensor
• 3. N-Gabe z.T. mit Sensor, z.T. einheitlich
• Kalibrierung des Sensors mit N-Tester-Messung +
fachlicher Wertung
B. Angermann, LwA Bayreuth
Ergebnisse
B. Angermann, LwA Bayreuth
Düngekarte Winterroggen, 2. Gabe
Ohne
Gülle
Mit
Gülle
B. Angermann, LwA Bayreuth
Winterweizen, 2. N-Gabe
lehmig
kiesig
Schlaggröße: 4,8 ha
B. Angermann, LwA Bayreuth
Ertragsermittlung
kiesig lehmig
B. Angermann, LwA Bayreuth
Wintergerste
B. Angermann, LwA Bayreuth
Erfahrungen aus dem N-Tester-Einsatz 2002 in
Aschaffenburger AK-Betrieben
• Deutlich gleichmäßigere Bestände bei wechselnden
Bodenverhältnissen (rel. gleichmäßig hohes
Ertragsniveau)
• Praktisch kein Lager (Vermeiden von Auswuchs,
Pilzbefall...)
• Günstigerer Mähdrusch (gleichmäßigere Abreife,
weniger Lager Zeitersparnis, Materialschonung)
• Einheitlichere Qualität
• N-Düngung kaum geringer, aber gezielter eingesetzt
(evtl. noch herantasten, z.B. Wasserschutzgebiet)
• Gewisser Mehrertrag feststellbar
B. Angermann, LwA Bayreuth
Bemerkungen, Klärungsbedarf
• Fachwissen und Kenntnis der Schlaghistorie nach
wie vor notwendig („Das Auge des Herrn...“) zur
Kalibrierung/Festlegung der N-Menge
• Schwefelversorgung muss stimmen
• Feinjustierung der Regelkurven (Trockenstress)
• Handhabung von flachgründigen Standorten ?
(Ertragsbildung durch Wassermangel begrenzt)
• Kalibrierung in Zukunft evtl. entbehrlich ?
B. Angermann, LwA Bayreuth
Erste Beobachtungen aus Exaktversuchen der
Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft mit einem
Handsensor (Hege, Offenberger)
•
B. Angermann, LwA Bayreuth
Messprinzip 8
Reproduzierbarkeit der Sensor-Messung (Bsp. 3)
• Zum Zeitpunkt der 2. N-Gabe wird der Bestand mit dem N-Sensor abgescannt
• Kantenscharf erkennt der Sensor die unterschiedlich ernährten Pflanzenbestände
• Die vom Sensor vorgeschlagene Düngungshöhe korrespondiert mit den um jeweils 40 kg
N/ha variierenden Ernährungszuständen
B. Angermann, LwA Bayreuth
Erste Beobachtungen aus Exaktversuchen der
Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft mit einem
Handsensor (Hege, Offenberger)
• Unterschiedliche N-Versorgung wird bei Getreide gut
erkannt (Voraussetzung: Kein Schwefelmangel)
• Mais zeigt erst ab ca. 80-100 cm Wuchshöhe eine N-
Differenzierung (Düngung mit normaler Technik nicht
mehr möglich)
• Raps wird z.Zt. getestet
• Bei den Regelkurven sind u.U. Nachbesserungen
erforderlich
• Wünschenswert wäre Wegfall der Kalibrierung
• Allgemein wird der N-Sensor als hilfreich beurteilt.
B. Angermann, LwA Bayreuth
Betriebswirtschaftliche Betrachtung
Kosten: Anschaffung (nur Sensor)
+ Servicevertrag + Update (4 Jahre)
Gesamtkosten (5 Jahre): ca. 22.000,- €
Kosten pro Jahr (incl. Verzinsung): ca. 5000,- €
(Annahme: geeigneter Düngerstreuer vorhanden)
Erlöse: 2 % Mehrertrag
alle weiteren Effekte: Stickstoffeinsparung,
homogener Eiweißgehalt,
Druscherleichterung,
Umweltentlastung und
Dokumentation
werden nicht bewertet.
Gewinn: Bei ~ 60 dt/ha mittlerer Ertrag und einem Mehrertrag von 1,2 dt/ha
ergibt sich ein Mehrerlös von 12 €/ha
Rentabilitätsschwelle
Wenn man nur den Mehrertrag berücksichtigt, benötigt man zur
Amortisation des Sensors eine Getreidefläche von mindestens
400 ha.
B. Angermann, LwA Bayreuth
Fazit
• Der N-Sensor ist ein gutes Hilfsmittel für die
bedarfsgerechte Stickstoffdüngung
• Schwefelversorgung muss stimmen
• Bei Getreide konnten deutlich einheitlichere
Bestände bei insgesamt hohem
Ertragsniveau erzielt werden
• Die N-Sensortechnik ist nur bei großen
Einsatzflächen rentabel (überbetrieblicher
Einsatz)
• Fachwissen und Erfahrung des Landwirts
bzw. Beraters sind weiterhin gefordert
B. Angermann, LwA Bayreuth
Get documents about "