IBM KidSmart Early Learning Prog

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IBM KidSmart Early Learning Prog Powered By Docstoc
					IBM KidSmart Förderprogramm
Europaweite Evaluationsstudie für Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal,
Spanien und das Vereinigte Königreich

Zusammenfassung
Dieser Bericht enthält die Ergebnisse einer unabhängigen Evaluation des IBM KidSmart-Förderprogramms
für Vorschulkinder, die von einer Gruppe von Wissenschaftlern über einen Zeitraum von zwei Jahren bis
Ende 2003 in Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal, Spanien und dem Vereinigten Königreich
durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der Evaluation sind sehr positiv und zeigen, dass dieses Programm
einen erheblichen Einfluss auf die Erstellung von Lehrplänen und geeignete Formen des Lehrens und
Lernens im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im Vorschulbereich hat. Sie
zeigen auch, wie wichtig anspruchsvolle Fortbildungsmaßnahmen im Bereich der Nutzung von IKT sind. Es
gibt zudem deutliche Hinweise darauf, dass sich die Sicherheit der Lehrer im Umgang mit den neuen
Medien verbessert hat und dass die Kinder mehr Freude am Lernen haben. Als Resultat der Evaluation
wurden eine Reihe von Empfehlungen für den Umgang mit IKT in der Frühpädagogik in einem Bericht
formuliert und den Bildungsministern in ganz Europa vorgelegt.


„Diese Studie belegt, welche Bedeutung das KidSmart-Programm für den Einsatz von IKT in der
Frühpädagogik in Europa hat. KidSmart wirkt wie ein Katalysator, der die Pädagogen anregt, gemeinsam
einfallsreiche und wirksame Möglichkeiten zur Einbindung von IKT zur Förderung der kindlichen Entwicklung
zu erarbeiten. Auf politischer Ebene zeigt die Studie deutlich sowohl die Notwendigkeit als auch die
Forderung nach systematischen, anspruchsvollen Weiterbildungsmaßnahmen.“

Carol Berry, IBM KidSmart-Programmkoordinatorin für Europa, den Nahen Osten und Afrika.


Das KidSmart-Programm
Der Computer ist zu einem wichtigen Hilfsmittel geworden, der aus dem modernen Leben nicht mehr
wegzudenken ist. Auch im Bildungsbereich setzt sich sein Einsatz mit hoher Geschwindigkeit auf allen
Ebenen immer mehr durch. Erst vor kurzem allerdings wurde der Computer in größerem Umfang im
Vorschulbereich eingeführt, damit Kinder unter sechs Jahren eine positive Einstellung zum Lernen
entwickeln und auf das Leben in einer Wissensgesellschaft vorbereitet werden.


IBM leistet in diesem Bereich mit dem KidSmart-Förderprogramm für Vorschulkinder Pionierarbeit. Damit
wird das große IBM-Förderprogramm „Reinventing Education“, das für Schulen des Primär- und
Sekundärbereichs bestimmt ist, auf die Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen ausgeweitet. Diese
Programme legen besonderes Augenmerk auf strategische Initiativen zur Verbesserung der Bildung,
insbesondere in benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen, und basieren auf dem Know-how der
Mitarbeiter und der Stärke der Technologie von IBM.


Seit dem Start des Programms 1999 in den USA wurde es auf über 50 Länder weltweit ausgedehnt,
darunter 22 Länder in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA).
Bisher wurden von IBM 40 Millionen Dollar investiert und 20 000 KidSmart-Lernstationen für
Vorschuleinrichtungen gestiftet. In Europa wurden bisher 5 500 Geräte gestiftet, 10 000 weitere sollen in
den kommenden beiden Jahren weltweit folgen. Die Lernstationen bestehen aus einem IBM Computer, der
in einem farbenfrohen Möbelstück des Spielzeugherstellers Little Tikes untergebracht und auf dem
Lernsoftware von Riverdeep Inc. installiert ist. Die für KidSmart ausgewählten Vorschuleinrichtungen
befinden sich in benachteiligten Gegenden, was der Förderstrategie von IBM entspricht, durch soziales
Engagement dazu beizutragen, die „digitale Kluft“ zwischen Kindern aus sozial schwachen Familien und
Kindern mit besseren Chancen zu verringern.


Zur Implementierung von KidSmart arbeitet IBM in EMEA mit Organisationen aus dem Bereich der
Frühpädagogik, in der Regel den Bildungsministerien, zusammen, die anspruchsvolle Schulungen für die
Pädagogen bereitstellen, an der Auswahl der Vorschuleinrichtungen und am Evaluationsverfahren
mitwirken. Das Programm zielt darauf ab, die Lehr- und Lernaktivitäten durch den Einsatz von IKT zu
bereichern. Eine Website berät Vorschulpädagogen und Eltern in Fragen des Umgangs mit IKT zur
Förderung der kindlichen Entwicklung: www.kidsmartearlylearning.org. Diese Website gibt es in den
Sprachen Chinesisch, Japanisch, Portugiesisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch.


2003 organisierte IBM die erste europäische Konferenz zur Informations- und Kommunikationstechnologie
in der Frühpädagogik. An dieser Konferenz nahmen Entscheidungsträger aus der Politik, Wissenschaftler
und namhafte Pädagogen aus 20 Ländern sowie die EU-Kommissarin für Bildung und Kultur teil, um
innovative Verfahren vorzustellen und Empfehlungen für die Politik zu formulieren.


„Ich war angenehm überrrascht zu erfahren, dass das „KidSmart-Förderprogramm für Vorschulkinder“ nicht
nur ein IKT-Programm, sondern vielmehr ein Programm für eine neue Lernkultur für Kinder im Vor- und
Grundschulalter ist.“
Manfred Jerusalem
Leiter der Abteilung „Neue Medien in Schulen“
Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, Bonn.



Ergebnisse der Studie
Deutliche Verbesserung der Lernqualität
Die Leitung der von IBM in Auftrag gegebenen Studie zur Wirksamkeit des Programms hatten John Siraj-
Blatchford von der Universität Cambridge und Iram Siraj-Blatchford vom Institute of Education der
Universität London inne, die mit einem Team von Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich, Italien,
Portugal, Spanien und dem Vereinigten Königreich zusammenarbeiteten. Das wichtigste Ergebnis der
Studie besagte, dass das KidSmart-Programm innerhalb eines Jahres zu einer deutlichen Erweiterung des
Lehrplans und zu erheblichen Verbesserungen der IKT-bezogenen Lehr- und Lernaktivitäten geführt hat.
Anhand einer internationalen Bewertungsskala für die IKT-Umgebung konnte ermittelt werden, wie gut die
IKT in Theorie und Praxis des Vorschulunterrichts integriert wurde. Die Skala reichte von ungenügend (Stufe
1) bis ausgezeichnet (Stufe 7). Eine Klassifizierung als Stufe 5 steht für die Art einer „guten“ Integration, die
den Anforderungen der Frühpädagogik der meisten Länder vollständig erfüllen würde. Während keine der
Vorschuleinrichtungen vor dem Einsatz der KidSmart-Lernstationen auf der IKT-Skala die Bewertung „gut“
erzielen konnte, erreichten nach nur einem Jahr alle untersuchten Einrichtungen in Italien, Portugal und dem
Vereinigten Königreich diese Bewertung, wobei Portugal in zwei der drei Kategorien „sehr gut“ erhielt.
Frankreich erhielt in zwei von drei Kategorien „gut“. Spanien und Deutschland begannen auf einem sehr viel
niedrigeren Niveau, verdoppelten aber in einem Zeitraum von 18 Monaten ihre Werte, die sich weiter
verbessern.


„Erst durch die KidSmart-Initiative haben viele Vorschuleinrichtungen erfahren, wie die IKT in alle Bereiche
des spielorientierten Vorschullehrplans einbezogen werden kann. Die Unterstützung durch IBM hat mich
unglaublich motiviert.“

John Siraj-Blatchford, Universität Cambridge.


Sprunghafter Anstieg der Sicherheit im Umgang mit neuen Medien beim Lehrpersonal
Die Sicherheit der KidSmart-Lehrer ist sprunghaft gestiegen und in jedem Land ist eine zunehmende
Nutzung der Geräte zu verzeichnen. Die Lehrer sind auch viel sicherer und einfallsreicher beim Einsatz von
Computern als vergleichbare Lehrer in anderen Vorschuleinrichtungen. Während viele Lehrer in den
„Kontroll“-Vorschuleinrichtungen im Verlauf der zweijährigen Studie angaben, mäßige Verbesserungen
erzielt zu haben, war der Zugewinn an Sicherheit bei den KidSmart-Lehrern dramatisch. In Portugal stieg die
Zahl der Lehrer, die angaben, sich im Umgang mit Computern „sehr sicher“ zu fühlen, in nur sechs Monaten
von 18 % auf 70 %, was als deutlicher Indikator für die „Benutzerfreundlichkeit“ des KidSmart-Programms
zu werten ist.


Das KidSmart-Programm hat auch gezeigt, dass herausragende Verbesserungen möglich sind, wenn
kontinuierliche, anspruchsvolle Schulungsangebote bereitgestellt werden. Die im Rahmen von KidSmart
durchgeführten Schulungen waren überall gut, wurden jedoch von dem hervorragenden portugiesischen
Programm in den Schatten gestellt, was sich in den besonders hohen Werten Portugals auf der IKT-
Bewertungsskala ausdrückt.


Kooperation mit den Eltern
Viele Studien haben gezeigt, dass bessere schulische Leistungen in allen Bereichen erzielt werden, wenn
Eltern, Lehrer und Kinder an einem Strang ziehen. Aus Schulen wird ferner berichtet, dass Kinder, die zu
Hause in ihrer Bildung gefördert werden, eine bessere Einstellung zum Lernen haben und sich in der Schule
besser benehmen.
Es gibt einige ermutigende Anzeichen dafür, dass durch KidSmart das elterliche Interesse für die Vorschule
geweckt wird und sie sich am Lernen ihrer Kinder beteiligen. In einigen deutschen Einrichtungen hatte
KidSmart bereits folgende Wirkung:


„Der Kontakt mit den Eltern ist intensiver geworden… Es gibt jetzt mehr Kommunikation. Im Personalraum
konnten die Eltern mit ihren Kindern am PC arbeiten, der von den Eltern als sehr nützlich beurteilt wird.“

Aus der KidSmart-Studie, Deutschland.


Die KidSmart-Lernstationen kamen in allen berücksichtigten Ländern sehr gut an


„Die Kinder sind sehr sicher beim Aufrufen der vorinstallierten Software – das fördert die Selbstständigkeit
und die Wahlfreiheit, denn es liegen keine CDs herum, die verloren gehen könnten.“

„Die Lernstation ist einfach zu bedienen und trägt damit zum Selbstvertrauen sowohl von Erzieher/-innen
 und als auch Kindern bei.“

„Die Kinder mögen die Lernstation und haben keine Scheu vor ihr, weil sie wie ein Spielzeug aussieht.“



Die kindgerechten Eigenschaften von KidSmart stehen im Einklang mit der Überzeugung der
Wissenschaftler, dass die neue Technik behutsam und unter Anleitung eingeführt werden sollte, um die
Kinder mit Computern und Technik als Bestandteilen des Alltags vertraut zu machen.
Tabelle, die belegt, dass sich die Qualität des Lehrens und Lernens mit IKT in KidSmart-Einrichtungen
verbessert hat:




Legende
1 = ungenügend, 3 = ausreichend, 4 = befriedigend, 5 = gut, 6 = sehr gut, 7 = ausgezeichnet

[Legende zur Tabelle, von links nach rechts und von oben nach unten]
Umgang mit Informationen und Medienkompetenz
Zugang zur IKT und Fähigkeit zur Bedienung der Geräte
Kennenlernen der Verwendungsmöglichkeiten von IKT

1. Besuch vor Projektbeginn
Letzter Besuch

Vereinigtes Königreich
Spanien
Italien
Deutschland
Frankreich
Portugal

Die weitere Vorgehensweise

In dem Bericht werden die folgenden Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise in der Frühpädagogik
ausgesprochen:

• Für Fortbildungsmaßnahmen für den Einsatz neuer Medien in der Frühpädagogik sollten mehr Ressourcen
   bereitgestellt werden, um die vom KidSmart-Programm ermittelten Anforderungen und Vorteile umsetzen
   zu können.

• Generell sollten im Vorschulbereich mehr Multimedia-Ressourcen zur Verfügung gestellt und in die
   Vorschullehrpläne integriert werden, um die bekannten Nutzen für die frühkindliche Entwicklung zu
   erzielen.

• Die Eltern sollten bei der Erziehung ihrer Kinder durch Kooperationsangebote Unterstützung erfahren. Die
   IKT verfügt über das Potenzial, solche Kooperationen anzuregen.

• Wissenserwerb und Kooperation sollten auf allen Ebenen unterstützt zu werden. Es sollten gezielt
   Ressourcen zur Unterstützung bereits bestehender Netzwerke von Eltern und Lehrern bereitgestellt
   werden.
Der Evaluationsbericht für Europa zum IBM KidSmart-Förderprogramm für Vorschulkinder kann unter
folgender Adresse in englischer, französischer, deutscher, italienischer, spanischer und portugiesischer
Sprache heruntergeladen werden:
ibm.com/ibm/ibmgives/reports/

Weitere Informationen über das IBM KidSmart-Förderprogramm für Vorschulkinder erhalten Sie unter:
ibm.com/ibm/ibmgives/grant/education/programs/kidsmart.shtml

     IBM und das IBM Logo sind Marken der International Business Machines Corporation in den USA und/oder anderen Ländern.

				
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