antibiotika.ppt - Antibiotika

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					              Antibiotika
Matthias Grossegger         Doris Resch
    Was sind Antibiotika?
Begriff aus dem Altgriechischen: „gegen Leben“
Von Pilzen oder Bakterien gebildet –
bekanntester Produzent ist Penicillium
chrysogenum
Chemotherapeutika synthetisch gewonnen
Lysozym bei Säugetieren und Menschen ->
spaltet Zellwände von Gram+ Bakterien
     Was sind Antibiotika
Hemmen schon in geringer Menge das
Wachstum von Bakterien (bakteriostatisch)
oder töten die Bakterien ab (bakterizid)
Wirken nur gegen bakterielle Infektionen,
nicht gegen Virus- und Pilzinfektionen
(Ausnahme Malaria – Plasmodien)
Breitband vs. Schmalbandantibiotika
            Geschichte
1929 Alexander Flemming –“offizieller
Entdecker“
30 Jahre davor beobachtete Ernest Duchesne
antibiotische Eigenschaften von Bakterien
1910 Paul Ehrlich Arsphenamin – Syphilis-
Therapie
1935 Gerhard Domagk Sulfonamid
            Geschichte
1941 1. Patient mit Penicillin behandelt
1945 Fleming, Chain & Florey - Nobelpreis
1970/80 verstärkte Forschung
Heute am häufigsten verschriebenen
Medikamente
In D seit 2005 2.775 Präparate zugelassen
 Wie wirken Antibiotika?
Werden heute weltweit am häufigsten
verschrieben
Marktanteil: 13%
Von etwa 8000 bekannten
antibiotischen Substanzen werden ca.
1% therapeutisch verwendet
100 000 Tonnen/ Jahr Weltproduktion
       Wie wirken Antibiotika
1.   Bakteriostatisch: Vermehrung wird
     gehindert und Bakterien sterben durch
     Wachstumshemmung
2.   Bakterizid: Stoffwechselvorgänge werden
     blockiert wodurch Bakterien sterben. Dies
     kann auf verschiedene Weisen geschehen.
A: Agarplatte mit Micrococus luteus (gelb) und Penicillium in der
Mitte mit Hemmhof darum.



B: Penicillium notatum (Schimmelpilz) mit Conidosporen
Selektive Toxozität: Penicillin tötet nur Bakterienzellen und
keine eukaryontischen Zellen.

Bilderserie: toxische Wirkung in der Bilderserie bei E. Coli

•30 Minuten Inkubation in Penicillin

•Die Bakterien verlängern sich

•Können sich nicht teilen

•Bakterien sterben
      Wirkung bei Gram + und
              Gram -
1. Gram + Bakterien: durch die Zellwand und
  dann durch die Zellmembran. Dort werden
  z.B Penicilline durch spezielle Proteine
  gebunden.
2. Gram – Bakterien: Es gibt nur den Weg
  durch die engen Porin- Poren. Viele
  Antibiotika sind deswegen wirkungslos, weil
  sie nicht in die Zellen eintreten können.
          Resistenzen
Widerstandsfähigkeit eines Organismus
gegen äußere Einwirkungen
Unempfindlichkeit eines
Krankheitserregers gegnüber Antibiotika
Natürliche (primäre) vs. Erworbene
(sekundäre) Resistenz
Weitgehend Resistent gegen Antibiotika: Das Bakterium Staphylococcus
aureus gehört zu den am meisten gefürchteten Krankenhauskeimen
               Resistenzen
        Ein Drittel aller Todesfälle ist auf
      Infektionskrankheiten zurückzuführen!
• vorhandenen Antibiotika verlieren Wirkung mit
   alarmierender Geschwindigkeit
• kaum neue Präparate entwickelt
• häufige Einsatz von Antibiotika
• zu oft verordnet oder illegal ohne Rezept
   verkauft
   Wie kann die Bildung von
Antibiotika-Resistenzen vermieden
             werden?
•   Einsatz von Antibiotika nur wenn notwendig
•   Bei eindeutiger Indizierung
•   Richtige Dosierung und nicht zu früh absetzen!
•   Abwechslung der Antibiotika- Klassen und –Arten
•   AURES-Bericht: Daten und Analysen aus dem
    Human-, Veterinär- und Pflanzenbereich zusammen
    gefasst und öffentlich zugänglich gemacht
                 Resistenzen




Protozoen wie dieser Vertreter der Gattung Ophryoscolex könnten die
Weitergabe von Antibiotika-Resistenzen im Wiederkäuer-Pansen
beschleunigen
                               Ersatz für wirkungslose
                                    Antibiotika?
VON JOACHIM CZICHOS28. März 2007, 17:23 Uhr


Ein Drittel aller Todesfälle sind Folge von Infektionen. Immer mehr Erreger werden gegen Antibiotika resistent. Deshalb wird nach neuen Therapien gesucht. Ein
Durchbruch: Forscher stellten ein Eiweiß her, das die eigene Körperabwehr gegen Erreger aktiviert. Resistent gegen Antibiotika: Das Bakterium Staphylococcus aureus
gehört zu den am meisten gefürchteten Krankenhauskeimen. Eine Infektion löst sofortige Reaktionen des angeborenen Immunsystems aus. Wirkstoffe, die diesen
Abwehrmechanismus verstärken, könnten eine Alternative zum Einsatz von Antibiotika sein. Denn gegen die werden immer mehr Erreger resistent. Kanadische
Forscher haben jetzt einen Eiweißstoff mit dieser Eigenschaft hergestellt und an Mäusen getestet. Durch Aktivierung der körpereigenen Immunabwehr verbesserte
das Mittel die Überlebensrate der Tiere auch bei Infektionen mit hoch resistenten Bakterien. Vorbeugend eingesetzt, könnte die Behandlung beispielsweise dabei
helfen, gefährliche Krankenhausinfektionen zu verhindern, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal „Nature Biotechnology“. Neue Waffen gegen resistente Keime
Bakterien in Termiten produzieren Super-Sprit Aus harmlosen Bakterien werden gefährliche Killer Tödlicher Super-Erreger breitet sich aus Krieg der Bakterien für neue
Antibiotika Diese Untermieter leben in unseren Körpern Keime vermehren sich in der Küche explosionsartig Keimfresser aus Japan Joghurt-Bakterien heilen tatsächlich
Super-Antibiotika aus dem Blut von Alligatoren „Ein Drittel aller Todesfälle weltweit ist eine Folge von Infektionen. Deshalb brauchen wir dringend neue Therapien“,
sagt Robert Hancock von der University of British Columbia in Vancouver. Seine Forschungsgruppe hatte festgestellt, dass bestimmte, im Labor hergestellte Peptide,
die aus einer kurzen Kette von Aminosäuren bestehen, die angeborene Immunabwehr aktivieren können. Die Wirkung eines dieser Eiweißstoffe mit der
Bezeichnung IDR-1 haben die Forscher an Mäusen genauer untersucht. Dazu wurden die Tiere mit Salmonellen, Staphylokokken oder Enterokokken infiziert. Ein
bis zwei Tage vorher oder bis zu sechs Stunden danach erhielten sie eine Injektion mit dem Peptid. Die Vorbehandlung bremste die Vermehrung – auch von
multiresistenten Bakterien – und verbesserte die Überlebensrate der Mäuse. Wurde das Peptid erst nachträglich verabreicht, war es nur noch gegen die
Kokkeninfektionen wirksam. Das Peptid IDR-1 tötet Bakterien nicht direkt ab. Es löst vielmehr im Körper die Produktion von immunologischen Signalstoffen aus,
die Reaktionen der angeborenen Immunabwehr verstärken. Dabei spielen, wie weitere Experimente zeigten, Makrophagen und Monocyten eine wichtige Rolle. Andere
Typen von Immunzellen wie die Lymphozyten sind daran nicht beteiligt. Das Peptid führte nicht zu überschießenden Entzündungsreaktionen oder anderen starken
Nebenwirkungen. Die Forscher hoffen daher, schon in etwa einem Jahr mit Studien an Patienten beginnen zu können. In zehn Jahren seien wahrscheinlich die meisten
Keime gegen die meisten Antibiotika resistent geworden, vermutet Brett Finlay, Mitglied des Forscherteams und des an den Untersuchungen beteiligten Biotech-
Unternehmens Inimex Pharmaceuticals. Daher suchen die Wissenschaftler nach neuen Behandlungsformen. „Das Schöne an diesem Peptid ist, dass es beim Wirt eine
Schutzreaktion auslöst und nicht direkt die Bakterien angreift“, sagt Hancock. Es sei daher nicht zu erwarten, dass Bakterien dagegen eine Resistenz entwickeln
können. Eine wichtige Einsatzmöglichkeit wäre die Verhinderung von Krankenhausinfektionen bei Patienten mit künstlicher Beatmung, nach einer
Chemotherapie oder nach dem Einsatz von Implantaten. Gerade hier steigt die Bedeutung von Staphylokokken und Enterokokken, die bereits gegen fast alle
Antibiotika resistent geworden sind.
 Einnahme von Antibiotika
Keine Selbstmedikation
Einnahmezeitpunkt
Einnahmeintervall: z.B. 1x tgl. oder 3x tgl.
Einnahmedauer: einmalig, 3,- 7,- oder 10
Tage; Gefahr von Sekundär- Resistenzen
Viel Flüssigkeit während Therapie (kein
Alkohol)
   In welcher Form gibt es
        Antibiotika ?
Ampullen (Spital)
Infusionen (Spital)
Sirupe
Granulate
Suspensionen (Säuglingen und Kleinkindern)
Kapseln (Flüssigkeitsmenge-
Resorptionsgeschwindigkeit,- ausmaß
                Nebenwirkungen
Abhängig von: Dosierung, Toxizität und vor allemindividueller
Sensibilität
Darmfloraschädigungen (Breitbandanti.)
Durchfall (jeder fünfte Patient betroffen)
Hautausschläge
Allergische Reaktionen (Allergiepass)
Sehstörungen
Krampfanfälle
Einschränkung der Verkehrstüchtigkeit
Danke für die
Aufmerksamkeit!

				
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