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2/25/2009
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Islam im Aufbruch

Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme Hofmann, Murad Wilfried: Der Islam im 3. Jahrtausend: eine Religion im Aufbruch/Murad Wilfried Hofmann. - 2. Aufl. - Kreuzungen; München: Hugendubel, 2001 (Diederichs) ISBN 3-7205-2124-9 Zweite Auflage 2001 © Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzungen 2000 Alle Rechte vorbehalten Umschlaggestaltung: Ute Dissmann, München Produktion: Maximiliane Seidl Satz: EDV-Fotosatz Huber/Verlagsservice G. Pfeifer, Germering Druck und Bindung: Huber, Dießen Printed in Germany ISBN 3-7205-2124-9 Inhalt Vorwort Aufbruch in den Westen Aufbruch in den Osten Lange, böse Jahre Medien im Visier Von blonden und anderen Rechten Demokratiyya - Schurakratiyya Gleichberechtigt oder gleich? Warum Muhammad? Jesus trennt - Jesus eint Farbenblind Was haben sie hier verloren? Was sich ändern muß Bittsteller oder Partner? Islam made in USA Was, wenn sie kommen?



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Vorwort

»Ich kann nur als Arzt konstatieren, daß die Menschheit in einer ungeheuren Krise steckt.« (Friedrich Dürrenmatt, Neue Zürcher Zeitung vom 6. April 1990) »Von einem falschen Weltbild geleitet, steuern wir auf eine Katastrophe zu.« (Michel Houellebecq, Die Welt als Supermarkt, S. 36) Das neue Millennium hat uns. Kaum war der Kater ausgeschlafen und das Konfetti weggekehrt, kam am 2. Januar 2000 der dröge Alltag wieder. War nichts geschehen? War die Jahrtausendtauglichkeit unserer Computer unsere einzige Sorge? Stehen die lebenserhaltenden Systeme unserer Gesellschaft nicht sämtlich vor dem Infarkt? Ist die Zukunft denn noch, was sie einmal war? Es fehlte zum Jahrtausendwechsel keineswegs an Krisensymptomen, die sich medienverstärkt zu einer Endzeithysterie, einer millennarischen Erwartungsangst hätten aufschaukeln lassen. Doch irgendwie hatte in den westlichen Wegschaugesellschaften schon seit einigen Jahren eine eher resignierte als optimistische Vergleichgültigung gegenüber angesagten Katastrophen eingesetzt. Apokalyptische, irrationale Endzeitangst, bis vor kurzem ein Markenzeichen grüner Kultur, war einer neuen Gelassenheit gewichen. Wer fürchtete sich an Silvester 1999 noch vor Notstandsgesetzen, Atomkrieg, Kernkraft, Waldsterben, Ozonloch, Tschernobyl, Klimaerwärmung, dem gläsernen Menschen, AIDS, Rinderwahnsinn oder einem Kampfeinsatz der Bundeswehr? Mit der Öko-Romantik (Enviromanticism) war auch die Öko-Angst verblaßt und politischer Lethargie gewichen: Der wirtschaftlich-sozial-moralische Notstand, wenn es ihn denn gab, wurde - wie könnte es in Deutschland anders sein - eine gemütliche Krise, die sich gut mit Sekt und Bier verträgt. Kurzum: Das potentiell umsatzkräftige Produkt >WeltuntergangsstimmungFortschrittWeltdorfesethnischen SäuberungenAufklärungProjekts der ModernezivilisiertenLesefrüchteIslam< auch in den westlichen Sozialwissenschaften; und 3. von der neuen Rolle der englischen Sprache selbst im innerislamischen Diskurs. Der Islam hat neuerdings zwei Hauptsprachen; inzwischen wird auf Englisch schon mehr Islamisches veröffentlicht als auf Arabisch. Um das Buch nicht zu verwissenschaftlichen bzw. um es lesbar zu halten, verweise ich nur sparsam auf die Literatur im Anhang, und wenn doch, dann vor allem bei konkreten Zitaten und um auf Schüsselwerke aufmerksam zu machen. Auch habe ich die Segensformel »Der Friede Gottes sei mit ihm«, die Muslime nach Erwähnen der Namen von Moses, Jesus und Muhammad sprechen, nicht wie in islamischen Büchern üblich als »(s.)« oder »pbuh« im Text vermerkt.21 Istanbul, 1. Januar 2000 Murad Wilfried Hofmann




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