dasgebet

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2/25/2009
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DAS GEBET Gemeinsames Gebet Gemeinsames Gebet, durchgeführt außerhalb der Moschee am El-Hussein-Platz in Kairo, Ägypten, 1994 beten heisst, den islam als die religion des einen gottes und mohammed als seinen propheten anzunehmen DAS GEBET BILDET IM ANSCHLUß AN DAS GLAUBENSBEKENNTNIS EINE WEITERE DER FÜNF GRUNDLAGEN DES ISLAM. FÜNFMAL täglich durchgeführt, stellt es den sichtbarsten Ausdruck der Verbundenheit des Gläubigen mit seiner Gottesverehrung dar. Im Prinzip ist das gemeinsame Gebet verdienstvoller als das persönliche. Ersteres hat, wie gesagt wird, den siebenundzwanzigfachen religiösen Wert des zweiteren. Daher rührt die Bedeutung, die dem Freitagsgebet, al-djum'a, am Tag der Versammlung der Gemeinschaft zukommt. Der Koran schreibt vor, daß die Befolgung dieses Ritus erst stattfinden kann, wenn die Sicherheit von Seele und Körper gewährleistet ist: …Wenn ihr in Ruhe und Sicherheit seid, dann verrichtet das Gebet. Das Gebet ist für die Gläubigen eine auf bestimmte Zeiten festgelegte Vorschrift." (Die Frauen, IV, 103) Der Tageslauf beginnt mit dem Sonnenaufgang und endet zur gleichen Zeit am folgenden Tag. Der genaue Zeitpunkt der Gebete ist daher bestimmt durch Aufgang, Höchststand und Untergang der Sonne. Die Anzahl der täglichen rituellen Gebete ist fünf: - as-subh, zwischen Morgendämmerung und Tagesanbruch; r, wenn die Sonne am Zenith steht; - al-'asr, wird am Nachmittag vollzogen; — al-maghrib, bei Sonnenuntergang; - al-'ishä', wird im Verlaufe des Abends vor dem Schlafengehen durchgeführt. Beim Gebet halten die Gläubigen der beiden Geschlechter vollkommen Abstand zueinander. Bei Durchführung des Gebets müssen der Gebets-Teppich und die Zugänge zu den Stellen, an denen er ausgebreitet wird, vollkommen frei von Schmutz sein. Überdies ist das muslimische Gebet nur dann gültig, wenn der Gläubige genaue Vorschriften für die rituelle Reinheit einhält, die eine Reihe von Waschungen einschließen: …Ihr Gläubigen! Wenn ihr euch zum Gebet aufstellt, dann wascht euch vorher das Gesicht und die Hände bis zu den Ellbogen und streicht euch über den Kopf und wascht euch die Füße bis zu den Knöcheln!" (Der Tisch, V, 6) Der Ritus der Waschung wird in strikter Reihenfolge vollzogen. Der Gläubige muß sich zunächst bewußt dafür entscheiden, die Waschungen zum Vollzug des Gebets zu verrichten. Daraufhin spricht er die basmala (…Im Namen Gottes"), die Formel der Ehrerbietung gegenüber Gott. Dann kann die eigentliche Waschung beginnen, die sich über die Hände, den Mund, die Nase, das Gesicht,die Ohren, die Unterarme, den Kopf und die Füße erstreckt. …Und Gott hat euch die Erde zu einem Teppich gemacht."(Noah, LXXi, 19) Jede Handbewegung wird dreimal durchgeführt, beginnend mit der rechten Seite, die ja im gesamten semitisch-orientalischen Bereich die begünstigte ist. Eine derartige Reinigung zeigt deutlich, daß das Wasser eine symbolische Rolle spielt, die weit über eine einfache hygienische Funktion hinausgeht. Es gibt auch eine …trockene Waschung", eine Reinigung mittels Erde oder Sand. Wenn der Muslim kein Wasser zur Verfügung hat, ist es ihm erlaubt, ersatzweise Kieselsteine oder eine Handvoll Sand zu verwenden: …Und ihr unrein seid ... und kein Wasser findet (um die Waschung vorzunehmen), dann sucht einen sauberen hochgelegenen Platz auf und streicht euch mit etwas Erde davon über das Gesicht und die Hände!" (Der Tisch, V, 6) Aber die rituelle Reinheit hat auch ihre Kehrseite. Sie wird jedesmal aufs Spiel gesetzt, wenn der Gläubige sich wissentlich oder unwissentlich beschmutzt. In bestimmten Fällen — bei sexuellem Kontakt, bei Entbindung oder Menstruation— ist man angehalten, sich in Form einer ebenfalls regulierten Vorgangsweise namens ghusl (…Waschung") vollständig zu waschen. Jedes Gebet setzt sich aus mehreren Zyklen (rak'a, Plural rikä') zusammen, die gleichmäßig aufeinander folgen:aufrechte Anfangsstellung, die Hände in Höhe des Gesichts erhoben;Vorbeugung des Oberkörpers, die Hände flach auf den Knien;zweifaches Niederwerfen (Prosternation), die Hände auf den Gebetsteppich gelegt;zurück in die aufrechte Position.Nach zwei, drei oder vier rikä' endet das Gebet mit der g/aZsa, der sitzenden Position. Nachdem sich der Gläubige somit unter den göttlichen Schutz gestellt und dessen Macht durch das Aussprechen einer Formel namens takbir (allahu ak-bar, …Gott ist der Größte") bekräftigt hat, setzt er seinen Lobpreis fort durch die Rezitation der Fâtiha, der Anfangssure des Korans, und einer weiteren kurzen oder langen Sure, je nach Bedarf. Dann folgen mehrere Segens- und Gnadenformeln. Die Verherrlichung Gottes (tasbih) ist nur kurz: …Ruhm sei unserem Herrn, dem Allmächtigen, Ruhm sei unserem Herrn, dem Erhabenen", ebenso wie die Formel für die Danksagung: …Allah hört denjenigen, der ihm dankt, unser Herr, dir sei das Lob." Schließlich folgt die shahâda und, als abschließender Gruß, der taslfm (as-salämu 'alaika, …der Friede sei mit dir"). Abgesehen von den fünf täglichen Gebeten sind zusätzliche Gebete in beschränkter Anzahl empfohlen. Der Ruf zum Gebet (ädhän) wird ebenfalls fünfmal täglich durchgeführt. Er wurde bereits zur Zeit des Propheten einmal und das erste Mal von einem abessinischen Freigelassenen namens Biläl ausgeführt. Dieser war damit der erste Muezzin (mu'adhdhin) in der Geschichte der Muslime. Neben dem kanonischen Gebet, das der Prophet vor allen anderen guten Handlungen dieser Welt bevorzugt hat, muß noch auf die Rolle der Meditation hingewiesen werden, die individuell (du'a) oder in der Gruppe (dhikr) erfolgen kann.

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