Docstoc

Mathe A1

Document Sample
Mathe A1 Powered By Docstoc
					Geo A2           Nord-Amerika                                                   SW
Erstelle aus den nachfolgenden Rohdaten auf ein A3 Blatt vorderseitig eine Mindmap und rückseitig eine Karte zu
Nordamerika.
Wähle dabei entweder Kanada, die USA oder Mexiko als politisches Land.

Amerika
Als Amerika bezeichnet man die zweitgrößte Landmasse der Erde. Das Wort Amerika steht
sowohl für Nordamerika als auch für Südamerika. Amerika bezeichnet aber auch die
Vereinigten Staaten von Amerika.

Nordamerika
Nordamerika ist der nördliche Teil Amerikas und drittgrößter der sieben Kontinente; er umfasst
die Staaten Kanada, Vereinigte Staaten von Amerika und Mexiko. Die Fläche des Kontinents
beträgt annähernd 23,5 Millionen Quadratkilometer. Mit derzeit etwa 382 Millionen Einwohnern
ist Nordamerika der Kontinent mit der viertgrößten Bevölkerungszahl.

Die Abgrenzung von Nordamerika kann unterschiedlich vorgenommen werden.
Kulturgeographisch zählt Mexiko zu Lateinamerika; unter diesem Aspekt endet Nordamerika an
der Südgrenze der Vereinigten Staaten. In dieser Enzyklopädie wird Mexiko hingegen ganz zu
Nordamerika gerechnet. Der Name Amerika geht auf den italienischen Seefahrer Amerigo
Vespucci zurück, der in den Jahren 1497 und 1498 vermutlich als erster Europäer dieser
Epoche das nordamerikanische Festland entdeckte.

Land
Der größte Teil der Landmasse Nordamerikas befindet sich in den Gebieten mittlerer
geographischer Breite. Die nördlichen Gebiete liegen in der Arktis, ein schmaler Teil reicht nach
Süden über den nördlichen Wendekreis (Wendekreis des Krebses) hinaus und wird somit den
Tropen zugerechnet. Der Kontinent erstreckt sich von West nach Ost über ungefähr
118 Längengrade. Er reicht von etwa 54° westlicher Länge bei St. Johns, Neufundland, Kanada
bis ungefähr 172 Grad östlicher Länge im äußersten Westen der Attu-Insel in Alaska. (Hier
lassen wir Grönland ausser Betracht, obwohl es rein geographisch zu Nordamerika gehört,
politisch aber Dänisches Hoheitsgebiet darstellt.)
Nordamerikas Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 66 Breitengrade und verläuft von etwa
80 Grad nördlicher Breite im Norden von Ellesmere Island, Kanada bis etwa 14 Grad nördlicher
Breite im Süden von Mexiko. Nordamerika grenzt im Norden an das Nordpolarmeer, im Osten
an den Atlantischen Ozean, im Süden an den Golf von Mexiko bzw. den Pazifischen Ozean und
im Westen an den Pazifischen Ozean.

Im Querschnitt von West nach Ost zeigt sich folgendes Bild: (Quelle: Terra-Lexikon, Klett)




36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch                  30.07.2005 20:38:00
Die Küstenlinie Nordamerikas ist außerordentlich unregelmäßig und durch zahlreiche Buchten
und Landvorsprünge stark gegliedert. Trotz einiger längerer Küstenbereiche mit wenigen
Einschnitten ist die Küste vor allem im Norden Kanadas mit dem Kanadisch-Arktischen Archipel
von unzähligen Buchten und vielen vorgelagerten Inseln geprägt. Der Kontinent grenzt
außerdem an drei Meeresbuchten von bedeutender Größe: die Hudsonbai im Nordosten, den
Golf von Mexiko im Südosten und den Golf von Alaska im Nordwesten.

Geologie
Nordamerika gehört fast vollständig zur so genannten Nordamerikanischen Platte, eine der
etwa zwölf Haupteinheiten der Erdkruste. Nach der Theorie der Kontinentalverschiebung geht
man davon aus, dass Nordamerika einst als Teil des Riesenkontinents Pangäa mit anderen
Erdteilen wie dem heutigen Europa sowie mit Teilen des heutigen Afrika eine
zusammenhängende Landmasse bildete. Vor etwa 170 Millionen Jahren, in der
erdgeschichtlichen Periode des Jura, brach diese Landmasse auseinander, und die beiden
Teile bewegten sich voneinander fort. Vor ungefähr 95 Millionen Jahren, in der Kreidezeit,
beschleunigte sich der Prozess der Kontinentaldrift. Während Nordamerika mit einer
Geschwindigkeit von etwa 1,25 Zentimetern pro Jahr nach Westen trieb, schob sich die
Pazifische Platte, die der heutige Pazifische Ozean bedeckt, unter die Nordamerikanische
Platte. In diesem Zusammenhang kam es zu ausgedehnten frühen Gebirgsfaltungen, bei denen
eine Reihe der hohen Gebirgszüge entlang der Westküste entstanden. Entlang der Ostküste
hatten tektonische Prozesse die weitflächige Bildung von Verwerfungen und die Entstehung von
Gebirgen und vorgelagerten Inseln zur Folge.

Physische Geographie
Nordamerika kann in fünf große physiogeographische Regionen unterteilt werden. Sowohl die
östliche Hälfte Kanadas als auch der größte Teil Grönlands und Teile der US-Bundesstaaten
Minnesota, Wisconsin, Michigan und New York sind Teile des Laurentischen oder Kanadischen
Schildes, einer Plateauregion, deren Untergrund aus alten, kristallinen Gesteinen besteht. Die
überwiegend flachwellige Oberfläche erhielt ihre Gestalt durch die eiszeitliche Vergletscherung.
Die Böden sind relativ nährstoffarm, und ihr südlicher Abschnitt ist größtenteils mit dichtem
Wald bedeckt.

Die zweite Region bildet eine weite Küstenebene, die den überwiegenden Abschnitt der
östlichen und südöstlichen Gebiete der USA und des östlichen Mexiko umfasst. Sie unterliegt in
hohem Maße dem Einfluß der Gezeiten. Stellenweise wird das Gelände von Sumpfgebieten
geprägt.

Im östlichen Teil der Vereinigten Staaten befindet sich eine vergleichsweise schmale Region
aus Mittel- und Hochgebirgen, deren größtes die Appalachen darstellen. Sie durchziehen das
Gebiet von der kanadischen Provinz Quebec bis zum US-Bundesstaat Alabama auf einer
Länge von etwa 2 400 Kilometern. Die Appalachen sind im Vergleich zu den Hochgebirgen im
westlichen Teil des Kontinents geologisch relativ alt. Die Gebirgsfaltung erfolgte bereits im
Paläozoikum. Die gesamte Region ist bis in größere Höhen zum Teil dicht bewaldet.

Der zentrale Bereich des Kontinents – vom südlichen Kanada bis zum Südwesten des US-
Bundesstaates Texas – umfasst die ausgedehnten Inneren Ebenen (Interior Plains) und bildet
die vierte Region. Sie setzt sich aus Flachländern und Plateaus zusammen. Dieses Gebiet war
zeitweise von Meer bedeckt; mächtige Lagen aus Sedimentgestein wurden in ihm abgelagert.
Durch den Wechsel von härteren und weicheren Schichten sind an manchen Stellen
Schichtstufen ausgebildet. Der nördliche Teil war während des Pleistozäns von Eismassen
bedeckt. Weite Teile der Inneren Ebenen sind aufgrund nährstoffreicher Böden für die
agrarische Nutzung geeignet. Die Region umfasst auch hügelige Gebiete, wie z. B. das


36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch   30.07.2005 20:38:00
Ozarkplateau. Den westlichen Teil dieses Tieflandes stellen die Great Plains dar, die nach
Westen zu den Rocky Mountains hin ansteigen.

Die fünfte und westlichste Region Nordamerikas, die auch den größten Teil Mexikos umfasst,
ist eine Zone aktiver Gebirgsbildung und umfasst mehrere von Nord nach Süd verlaufende
Gebirgszüge und die von ihnen eingeschlossenen Beckenlandschaften. Ihre geologische
Entwicklung wird durch die Plattentektonik und stellenweise deutlich erkennbare vulkanische
Aktivität bestimmt; dies zeigte sich z. B. erneut bei der starken Eruption des Mount Saint Helens
im US-Bundesstaat Washington im Jahr 1980. Den Hauptzug dieser Gebirge bilden die Rocky
Mountains in den USA und Kanada, die sich nach Süden im Gebirgszug der Östlichen Sierra
Madre fortsetzen. Entlang der Pazifikküste gibt es einige weitere, hoch aufragende
Gebirgsketten, die von der Alaskakette im Norden bis zur Westlichen und Südlichen Sierra
Madre in Mexiko reichen. Im Mittelbereich erheben sich das Küstengebirge in British Columbia
(Kanada), die Kaskadenkette, die Küstenkette und die Sierra Nevada in den Vereinigten
Staaten sowie der Gebirgszug im Zentrum von Baja California (Niederkalifornien), einer
mexikanischen Halbinsel. Zwischen diesen westlichen und östlichen Gebirgsketten befindet
sich ein Bereich mit verstreut liegenden Becken und hoch gelegenen Plateaus, wie dem Interior
Plateau in British Columbia (Kanada), dem Colorado Plateau und dem Großen Becken (beide
USA) sowie dem weiten zentralen Hochland von Mexiko. Eingeschlossen von der Küstenkette
und der Sierra Nevada liegt das fruchtbare Central Valley in Kalifornien, ein tief gelegenes, von
Flüssen durchzogenes Becken, das im Norden an der Bucht von Vancouver und im Süden an
der Mündung des Colorado River seine Fortsetzung findet. Der höchste Gipfel Nordamerikas ist
der Mount McKinley oder Denali mit 6 194 Metern in der Alaskakette, der niedrigste Punkt
befindet sich im Bereich des kalifornischen Death Valley und liegt 86 Meter unter dem
Meeresspiegel.

Flüsse und Seen
Die Kontinentale oder Große Wasserscheide (amerikanisch Continental Divide), die
überwiegend entlang der Hauptkämme der Rocky Mountains verläuft, teilt Nordamerika in zwei
große Einzugsgebiete: Auf der Ostseite der Wasserscheide fließt das Wasser zum
Nordpolarmeer, zur Hudsonbai, zum Atlantischen Ozean und zum Golf von Mexiko; auf der
Westseite der Continental Divide fließen die Flüsse dagegen zum Pazifischen Ozean.

Zwei wichtige Entwässerungssysteme – das Flusssystem der Großen Seen mit dem Sankt-
Lorenz-Strom und das Mississippi-Missouri-Flusssystem – sind bestimmend für die Hydrologie
im zentralen und östlichen Nordamerika. Die fünf Großen Seen (Oberer See, Michigan-, Huron-,
Erie- und Ontariosee) entwässern über den vergleichsweise kurzen Sankt-Lorenz-Strom nach
Nordosten in den Atlantischen Ozean. Der größte Teil des Zentralteils der Vereinigten Staaten
und ein kleiner Teil von Südkanada werden über den Mississippi und seine Nebenflüsse nach
Süden in den Golf von Mexiko entwässert. Außerdem münden sehr viele kurze, aber
wasserreiche Flüsse entlang der gewässerreichen Ostküste Kanadas, der Vereinigten Staaten
und Mexikos in den Atlantik und den Golf von Mexiko. Der Norden des Kontinents wird vom
großen westkanadischen Flusssystem des Mackenzie sowie von zahllosen Flüssen, die in die
Hudsonbai fließen, durchzogen. Auf der Westseite der Continental Divide gibt es neben vielen
kleinen nur vergleichsweise wenige große Flüsse, wobei der Colorado River, der Columbia
River, der Fraser River und der Yukon die bedeutendsten darstellen.

Während es in den USA und vor allem in Kanada zahllose Seen gibt, enthält der südliche Teil
Nordamerikas nur wenige große natürliche Seen. Der Obere See, einer der größten
Süßwasserseen der Welt, und zehn der 25 größten natürlichen Seen liegen im Norden des
Kontinents. Der abflusslose Große Salzsee im US-Bundesstaat Utah ist bekannt für sein stark
salzhaltiges Wasser. Daneben wurden in Nordamerika auch zahlreiche große Stauseen
angelegt.

36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch    30.07.2005 20:38:00
Klima
In weiten Teilen des Kontinents herrschen kontinentale Einflüsse vor. Die Jahresschwankungen
der Temperatur sind relativ hoch. Obwohl Nordamerika klimatisch sehr vielfältig ist, lassen sich
fünf Hauptklimaregionen ausgrenzen. Sowohl die nördlichen Regionen von Kanada als auch
Alaska und Grönland verzeichnen subarktische und arktische Klimate, bei denen sich lange,
sehr kalte Winter mit kurzen, milden Sommern abwechseln. Ein Großteil dieser Region, die
vergleichsweise wenig Niederschläge erhält, ist die meiste Zeit des Jahres mit Schnee und Eis
bedeckt. Aufgrund der geringen Niederschläge ist die Vergletscherung mit Ausnahme von
Grönland gering. Im Jahresverlauf treten höchstens zwei frostfreie Monate auf. Weite Gebiete
werden von ausgedehnten Kältewüsten eingenommen. Eine klimatische Besonderheit ist der
Chinook, ein warmer Fallwind, dessen Auftreten am Ostrand der Rocky Mountains oft mit
rascher Schneeschmelze verbunden ist. Nördlich des Polarkreises werden die Klima- und
Lebensbedingungen durch das Auftreten der Polarnacht geprägt, die mit zunehmender
geographischer Breite mehrere Wochen dauern kann.

Die zweite Klimaregion umfasst den östlichen Teil der USA und den Süden von Kanada. Sie ist
durch ein humides, gemäßigt-kontinentales Klima mit warmen Sommern und kalten, oft
schneereichen Wintern gekennzeichnet. Die Temperaturen sind in den nördlichen Regionen
kühl-, in den südlichen warmgemäßigt. Die vier Jahreszeiten sind deutlich thermisch
ausgeprägt, und es kommt zu häufigen Wetterwechseln.

Die dritte Klimaregion schließt das westliche Landesinnere der Vereinigten Staaten und einen
Großteil von Nordmexiko mit ein. Es handelt sich dabei meist um Gebirgs- und
Wüstenlandschaften, die im Windschatten der Hochgebirge im Allgemeinen nur geringe
Niederschlagsmengen erhalten; das tatsächliche Klima und die Niederschlagsmenge und -
verteilung variieren jedoch stark je nach Höhenlage und Exposition des Gebiets. Vor allem im
Südwesten der Vereinigten Staaten herrschen zum Teil sehr trockene Bedingungen, unter
denen Halbwüsten, bei sehr niedrigen Jahresniederschlägen (unter 200 Millimetern) auch
Wüsten entstanden.

Ein schmaler Streifen entlang der Pazifikküste, der vom südlichen Alaska bis zum Süden von
Kalifornien reicht, bildet die vierte Klimaregion, die sich durch ein ozeanisch geprägtes Klima
mit relativ milden, aber feuchten Wintern und sehr trockenen Sommern auszeichnet. Aufgrund
der vorherrschenden Westwinde erhalten die Gebiete entlang der Küste des Pazifischen
Ozeans hohe Jahresniederschläge, die sich überwiegend auf die kalte Jahreszeit beschränken.

Der größte Teil von Südmexiko besitzt ein tropisches Klima mit ganzjährig gleichmäßig warmen
Bedingungen und beträchtlichen Niederschlägen, die sich auf die Sommermonate
konzentrieren.

Aufgrund des Fehlens ausgedehnter, sich von West nach Ost erstreckender Höhenzüge
können polare und tropische Luftmassen ungehindert aufeinander treffen. In einigen zentralen
Bundesstaaten der USA treten vereinzelt Tornados auf. Im Bereich der Küstenregionen am
Atlantischen Ozean und am Golf von Mexiko entstehen Hurrikans, die wiederholt schwere
Schäden nach sich zogen.

Flora
Die natürliche Vegetation Nordamerikas wurde durch den Einfluss des Menschen stark
verändert; ihre natürliche Ausprägung ist jedoch auf einem Großteil des Kontinents immer noch
sichtbar. Mit Ausnahme der nahezu vegetationsfreien Eiswüste in Grönland oder auf den
arktischen Inseln, wird das gesamte Gebiet nördlich des Polarkreises von der Tundra
eingenommen. Die Vegetationsperiode ist auf nur wenige Monate im Jahr begrenzt. Die
dominierenden Pflanzen sind Zwergsträucher, niedrigwüchsige Seggen, Flechten und Moose.

36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch   30.07.2005 20:38:00
Nach Süden schließt die Waldtundra an, ein Gebiet mit lichteren Baumbeständen an
Nadelhölzern. Die Waldtundra geht nach Süden in den borealen Nadelwald über; dabei handelt
es sich um ausgedehnte Waldgebiete, die zum größten Teil mit Nadelhölzern (insbesondere
Fichte, Tanne, Hemlocktanne und Lärche) bewachsen sind. Sie bedecken einen Großteil von
Süd- und Zentralkanada und erstrecken sich bis nach Alaska hinein.

Der Mischwald der östlichen Vereinigten Staaten, der im Norden hauptsächlich aus
Laubhölzern und im Südosten aus verschiedenen Kiefern-Arten – insbesondere Gelbkiefer
(Pinus ponderosa) – besteht, wurde entweder gerodet oder durch forstliche Nutzung stark
verändert; seit den vierziger Jahren hat er sich jedoch in einem Gebiet von beträchtlicher Größe
regeneriert. In den westlichen Gebieten Nordamerikas treten Wälder hauptsächlich im Bereich
der Gebirge auf, wobei dort Nadelhölzer vorherrschen. Kennzeichnend für Kalifornien sind die
Mammutbäume, die dort in zwei eng umgrenzten Gebieten in zwei Arten vorkommen; sie
zählen zu den höchsten Bäumen der Welt. Der Süden Mexikos ist durch subtropische, Laub
werfende Wälder und durch tropische Regenwälder charakterisiert, die über eine
bemerkenswerte Artenvielfalt verfügen.

In den trockeneren Teilen des Kontinents besteht die Pflanzendecke hauptsächlich aus Gras-
und Buschland. An der Küste Kaliforniens sowie in einigen Gebieten im Landesinneren findet
sich eine immergrüne Hartlaubvegetation, die der Macchie des Mittelmeergebiets ähnelt und als
Chaparral bezeichnet wird. Sie umfasst niedrigwüchsige Sträucher, die den trockenen
Bedingungen angepasst sind. Die zentralen Ebenen der Vereinigten Staaten und Kanadas
(Great Plains) waren ursprünglich mit weite Flächen einnehmenden Prärien (Grasländern)
bedeckt, die inzwischen jedoch größtenteils in landwirtschaftliche Anbauflächen umgewandelt
wurden. Die Trockengebiete im Westen der Vereinigten Staaten und im Norden Mexikos sind
nur spärlich bewachsen, weisen jedoch eine große Artenvielfalt auf, insbesondere an Kakteen
und Dornsträuchern (die nordmexikanische Dornstrauchformation wird nach der
beherrschenden Baumart "Mesquite" genannt).

Fauna
Die einheimischen Wildtiere Nordamerikas waren einst zahlreich und vielfältig; durch die
Ausdehnung der menschlichen Siedlungen und Agrarflächen wurden jedoch ihre Lebensräume
stark verkleinert und ihre Zahl zum Teil drastisch verringert. Im Allgemeinen ähnelt die Fauna
Nordamerikas derjenigen der nördlichen Gebiete Europas und Asiens; über die Landbrücke von
Panamá wanderten jedoch auch Arten aus Südamerika über Zentralamerika nach Norden ein.
Zu den bedeutenden Großsäugern gehören Schwarz- und Braunbären, darunter Grizzlys und
Kodiakbären als deren größte Vertreter; Dickhornschafe; Bisons, die früher zu Millionen die
Prärien Kanadas und der USA bewohnten, heute jedoch nur noch in geschützten Herden
existieren; Karibus; Elche; Weißwedelhirsche; Moschusochsen und Wapitis. Als große
Raubtiere finden Pumas und – in den südlichsten Gebieten Mexikos – Jaguare in Nordamerika
ebenso geeigneten Lebensraum wie Wölfe, Kojoten und die im äußersten Norden verbreiteten
Eisbären. Eine einheimische Beuteltierart des Kontinents ist das Opossum. Unter den
zahlreichen Reptilien sind einige sehr giftig, darunter die Korallenschlangen, Grubenottern wie
z. B. die Klapperschlangen und die Dreieckskopfottern sowie die einzigen giftigen Echsen der
Welt, die Gila- und die Skorpions-Krustenechsen, die im Südwesten der Vereinigten Staaten
und Mexiko heimisch sind. Ferner ist die Tierwelt der Meeresgewässer und der
Süßwasserflüsse und -seen Nordamerikas sehr artenreich.

Bevölkerung
Die ursprüngliche Bevölkerung des Kontinents (Indianer) lebte überwiegend räumlich weit
verstreut in kleineren Gruppen. Bedeutende Ausnahmen stellten die Kultur von Teotihuacan
und weitere Kulturen in den Hochebenen und Tälern um das heutige Mexiko-Stadt dar, wo sich
die Bevölkerung in großen, stadtartigen Ansiedlungen konzentrierte. Mit der Besiedlung des

36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch   30.07.2005 20:38:00
Kontinents durch die Europäer veränderte sich die Bevölkerungszusammensetzung und -
verteilung tief greifend. Die Europäer vernichteten viele Indianerstämme völlig oder drängten sie
in wirtschaftlich ungünstige Gebiete ab. Heute konzentrieren sich die Indianer zumindest in
Kanada und den USA weitgehend auf Reservatsgebiete, während sie in Mexiko noch einen
integrierten Bevölkerungsanteil darstellen. Dennoch wurde auch in Mexiko die indianische
Lebensweise stark verändert; vielfach wurde ihr durch die europäische Zivilisierung ihre
Grundlage entzogen. Die heutige Bevölkerung Nordamerikas ist jedoch zum überwiegenden
Teil europäischer Abstammung.

Weiße stellen in Kanada über 95 Prozent der Bevölkerung, wovon mindestens 45 Prozent
britischen oder irischen Ursprungs sind. Etwa ein Viertel ist französischer Abstammung und
konzentriert sich größtenteils auf die Provinz Quebec. Außerdem lebt in Kanada eine große
Zahl von Menschen italienischer (etwa fünf Prozent), deutscher (etwa drei Prozent),
ukrainischer (etwa drei Prozent), polnischer, chinesischer, niederländischer und
skandinavischer Herkunft (jeweils unter drei Prozent).

Die Bevölkerung der USA ist vielfältiger zusammengesetzt als diejenige Kanadas. Hier sind die
Weißen mit einem Anteil von etwa 74 Prozent an der Gesamtbevölkerung die stärkste
Volksgruppe. 13 Prozent der Bevölkerung sind Afroamerikaner, Hispanics (Menschen mit
lateinamerikanischer Herkunft) stellen einen Anteil von neun Prozent. In den USA leben darüber
hinaus auch Menschen europäischer, vor allem italienischer, polnischer, französischer,
deutscher, holländischer und skandinavischer Herkunft. Asiaten, darunter hauptsächlich
Japaner, Chinesen, Filipinos, Inder, Koreaner und Vietnamesen, machen etwa drei Prozent der
US-Bevölkerung aus, doch stieg ihre Zahl seit den siebziger Jahren durch Einwanderung stark
an.

In den USA leben etwa 1,8 Millionen Indianer und Inuit (Eskimos) – rund 0,7 Prozent der
Bevölkerung –, in Kanada ungefähr 400 000 (1,4 Prozent); in Grönland siedeln ungefähr
30 000 Inuit (etwa 55 Prozent). Die Vorfahren der Indianer wanderten über eine zeitweise
existierende Landbrücke – über die heutige, Alaska von Sibirien trennende Beringstraße – von
Asien nach Nordamerika ein. Diese Wanderung fand vermutlich in mehreren Schüben statt und
begann wahrscheinlich vor etwa 30 000 Jahren. Von den Vorfahren der Inuit nimmt man
dagegen an, dass sie vor etwa 6 000 Jahren mit Booten von Asien aus nach Amerika
gekommen sind.

In Mexiko sind ungefähr 80 Prozent der Bevölkerung Mestizen, d. h. Menschen mit gemischter
Abstammung von den Indianern und Europäern (hauptsächlich Spaniern). Jeweils etwa
10 Prozent der Bevölkerung sind Indianer oder rein europäischer Herkunft (ebenfalls
überwiegend Spanier).

Bevölkerungsentwicklung
Die USA haben etwa 261 Millionen Einwohner und Kanada rund 29 Millionen, während in
Mexiko ungefähr 92 Millionen und auf Grönland etwa 55 000 Menschen leben. Insgesamt weist
Nordamerika damit eine Bevölkerung von etwa 382 Millionen Menschen auf.

Der größte Teil der Bevölkerung konzentriert sich auf die östliche Hälfte der USA und die
angrenzenden Teile der kanadischen Provinzen Ontario und Quebec sowie die Pazifikküste der
USA und das zentrale Hochland von Mexiko. In allen drei nordamerikanischen Staaten ist der
Anteil der Stadtbevölkerung während der letzten Jahrzehnte stark angestiegen. Die Aussicht
auf günstigere wirtschaftliche und soziale Bedingungen veranlasste viele Bewohner zur
Wanderung in die großen Metropolen. In Mexiko leben 75 Prozent, in den Vereinigten Staaten
76 Prozent und in Kanada 77 Prozent der Bevölkerung in Städten. In Grönland leben
90 Prozent der Bevölkerung im Südwesten der Insel, wo auch die meisten Städte liegen.

36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch    30.07.2005 20:38:00
Abgesehen von den Metropolen hat der größte Teil Nordamerikas nur eine geringe bis mittlere
Bevölkerungsdichte. In Mexiko liegt der Wert bei 46 Einwohnern pro Quadratkilometer, in den
USA entsprechend bei 27 und in Kanada bei drei Einwohnern je Quadratkilometer. Der
überwiegende Teil der Kanadier lebt in einem vergleichsweise schmalen Gürtel entlang der
Südgrenze des Landes.

Sowohl in Kanada als auch in den Vereinigten Staaten ist die Wachstumsrate der Bevölkerung
seit den fünfziger Jahren zurückgegangen. Die kanadische und die US-amerikanische
Bevölkerung wachsen seit 1980 um jährlich etwa ein Prozent an, die von Grönland um
1,2 Prozent. Mexiko hat mit 2,2 Prozent eine der höchsten Wachstumsraten der westlichen
Hemisphäre, und die jährliche Geburtenrate ist dort mit ungefähr 30 Geburten pro
1 000 Personen etwa doppelt so hoch wie auf dem übrigen Kontinent. Die jährliche Sterberate
liegt in Mexiko bei sechs, in Kanada bei sieben und in den USA bei neun Menschen pro
1 000 Personen.

Neben der natürlichen Bevölkerungsentwicklung spielen auch Wanderungsbewegungen eine
wichtige Rolle. In den siebziger und achtziger Jahren dieses Jahrhunderts war der Zuzug von
Asiaten und Europäern in die USA und nach Kanada sowie von Menschen aus Südamerika und
den Ländern der Karibik in die USA von großer Bedeutung für die Bevölkerungsentwicklung
Nordamerikas. Die größten Bevölkerungsbewegungen fanden jedoch innerhalb des
nordamerikanischen Kontinents statt, und zwar von Mexiko in die USA – zum größten Teil
illegal – und vom Nordosten der USA in die südlichen und westlichen Landesteile.

Wichtige Städte
Die größten städtischen Ballungsgebiete des Kontinents liegen zwischen Boston und
Washington D.C. an der Atlantikküste der USA, an den Ufern des Erie- und des Ontariosees,
am südlichen Ende des Michigansees, in Nord- und Südkalifornien und in der Region um
Mexiko-Stadt. Für den Verdichtungsraum zwischen Boston und Washington wurde der Begriff
Boswash geprägt. Als größte Städte sind u. a. zu nennen Mexiko-Stadt, Guadalajara und
Monterrey in Mexiko; New York, Los Angeles, Chicago, Houston, Philadelphia und San Diego in
den USA, sowie Toronto, Montreal, Vancouver, Ottawa und Edmonton in Kanada.

Sprache
Für etwa 90 Prozent der US-Bevölkerung und ungefähr zwei Drittel aller Kanadier ist Englisch
die Muttersprache. Amts- und Verkehrssprache in Mexiko ist Spanisch, das außerdem von der
Mehrheit der Bevölkerung lateinamerikanischer Abstammung in den USA gesprochen wird.
Französisch ist die Muttersprache von etwa einem Viertel der kanadischen Bevölkerung. Neben
diesen europäischen Sprachen existieren noch eine Vielzahl indianischer Sprachen, die noch
heute von den Indianern und Eskimo Nordamerikas gesprochen werden.

Religion
Das Christentum stellt die Hauptreligion Nordamerikas dar. Der überwiegende Teil der
Mexikaner (93 Prozent), etwa 45 Prozent der Kanadier und ein Viertel der Bevölkerung der USA
sind römisch-katholisch. Ungefähr 50 Prozent der Kanadier sind Protestanten. In den USA
bekennen sich circa 55 Prozent der Bevölkerung zu protestantischen Glaubensrichtungen.
Daneben gibt es in Kanada und den USA auch einen beträchtlichen Anteil an Juden und
Anhängern der orthodoxen Kirche.

Wirtschaft
Die Wirtschaft Kanadas und der USA ist hoch technisiert, beide Länder zählen seit langer Zeit
zu den führenden Industrienationen der Welt. Demgegenüber ist Mexiko wirtschaftlich und
technologisch auf einem niedrigeren Entwicklungsstand und stärker landwirtschaftlich orientiert,
besitzt jedoch aufgrund der bedeutenden Erdöl- und Erdgasvorkommen eine große Bedeutung

36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch   30.07.2005 20:38:00
als Rohstofflieferant. Modernisierungsbestrebungen im Bereich der Fertigungsindustrie, der
Infrastruktur und im Energiewesen werden durch die hohe Inflationsrate und eine
überwältigende Schuldenlast erschwert.

Landwirtschaft
Die Landwirtschaft ist in Mexiko von vergleichsweise größerer Bedeutung als in den anderen
nordamerikanischen Staaten; hier arbeiten etwa ein Viertel aller Erwerbstätigen (zum Vergleich:
in den Vereinigten Staaten nur drei Prozent und in Kanada fünf Prozent). In ganz Mexiko,
insbesondere jedoch im Süden, ist die Subsistenzwirtschaft noch immer sehr bedeutend; die
agrarische Nutzung wird überwiegend zur Deckung des eigenen Bedarfs durchgeführt. Die
kommerzielle Landwirtschaft ist dennoch in vielen Gebieten gut entwickelt, vor allem im Bereich
der zentralen Hochebene und im Norden. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind
Mais, Weizen und Bohnen, die hauptsächlich für den inländischen Verbrauch angebaut werden,
sowie Kaffee, Zucker und Baumwolle. Darüber hinaus spielt die Viehhaltung eine bedeutende
Rolle. Vor allem Rinder werden weitestgehend für den Export gezüchtet.

In den Vereinigten Staaten und Kanada ist die Landwirtschaft von hoch mechanisierten und im
Vergleich zu Europa meist weite Flächen einnehmenden Landwirtschaftsbetrieben (Farmen)
geprägt, die große Mengen an Feldfrüchten, Vieh und Tierprodukten erzeugen. Die Great
Plains im zentralen Bereich der Vereinigten Staaten und die kanadischen Prärie-Provinzen
(Alberta, Manitoba, Saskatchewan) sind weltweit eines der bedeutendsten Produktionsgebiete
für Getreide (insbesondere Weizen, aber auch Gerste, Hafer, Roggen und Mohrenhirse),
Ölsaaten und Vieh (Milch- und Fleischrinder sowie Schafe). Eine der weltweit wichtigsten
Landwirtschaftsregionen ist der so genannte corn belt (Maisgürtel), der Teil des Mittleren
Westens der Vereinigten Staaten, der sich vom Westen des Bundesstaates Ohio südlich der
Großen Seen bis in den Osten des Bundesstaates Nebraskas erstreckt. Dies ist nicht nur das
weltweit größte Anbaugebiet für Mais, sondern auch eine der wichtigsten Produktionsregionen
für andere Getreidearten, Sojabohnen, Rinder und Schweine.

Die Landwirtschaft Kaliforniens erzeugt große Mengen hochwertiger Früchte aus dem
Bewässerungsfeldbau – insbesondere Obst und Gemüse. Die Niederschläge reichen in den
von sommerlicher Trockenheit gekennzeichneten Gebieten nicht für Regenfeldbau. Auch in
Florida und Texas werden Obst und Gemüse in großem Maßstab erzeugt; in den
Bundesstaaten Idaho, Washington, Oregon, Maine, North Dakota sowie im Südosten Kanadas
werden riesige Mengen an Kartoffeln produziert. Weitere wichtige landwirtschaftliche Produkte
sind Baumwolle, Masthähnchen, Molkereiprodukte und Zuckerrohr.

Forstwirtschaft und Fischfang
Die Forstwirtschaft ist in Kanada ein sehr wichtiger Wirtschaftssektor, insbesondere in den
Provinzen British Columbia, Ontario und Quebec. Kanada zählt zu den weltweit größten
Produzenten von Holz und Holzerzeugnissen. Im Westen der Vereinigten Staaten
(insbesondere in den Bundesstaaten Washington, Oregon und Kalifornien) und im Südosten
stellt vor allem die Verarbeitung von forstwirtschaftlichen Produkten einen wichtigen
Industriezweig dar. In Mexiko besitzt die Forstwirtschaft nur eine untergeordnete Bedeutung.

Auf Grönland ist der Fischfang der bedeutendste Wirtschaftszweig; in Kanada, den Vereinigten
Staaten und Mexiko hingegen ist er wirtschaftlich vergleichsweise unbedeutend, obwohl die
Fänge groß sind und einige Küstengebiete abhängig sind von Einnahmen aus dem Verkauf von
Fisch und Schalentieren. Neben den Gewässern nahe Grönland liegen bedeutende
Fischgründe Nordamerikas vor der Pazifikküste, vor der Atlantikküste und vor der Küste am
Golf von Mexiko. Große Thunfisch-Fangflotten haben ihren Stützpunkt im Süden von Kalifornien
und im Westen von Mexiko. Vor allem der Küste der mexikanischen Halbinsel Baja California
sind bedeutende Fanggründe vorgelagert.

36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch   30.07.2005 20:38:00
Bergbau
Nordamerika besitzt große Vorkommen an vielen wichtigen Rohstoffen. Im Norden Alaskas, im
Westen Kanadas, im Süden und Westen der USA und im Osten Mexikos gibt es umfangreiche
Erdöl- und Erdgaslagerstätten; im Osten und Westen Kanadas und in den USA befinden sich
mächtige Abbaugebiete für Kohle, und im Osten Kanadas, im Norden der USA und in
Zentralmexiko liegen bedeutende Eisenerzvorkommen. Kanada besitzt außerdem wichtige
Kupfer-, Nickel-, Uran-, Zink-, Asbest- und Kalkvorkommen; in den USA finden sich große
Mengen an Kupfer, Molybdän, Nickel, Phosphatgestein und Uran; Mexiko weist große
Lagerstätten an Schwerspat, Kupfer, Flussspat, Blei, Zink, Mangan und Schwefel auf. Alle drei
Staaten besitzen daneben auch noch bedeutsame Gold- und Silbervorkommen.

Die Gewinnung von Mineralien ist ein Wirtschaftszweig, der in den Vereinigten Staaten, Kanada
und Mexiko zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Vereinigten Staaten waren jahrelang
weltweit führend in der Erdölförderung; Kanada ist seit Ende der vierziger Jahre ein wichtiger
Erdölproduzent, und Mexiko ist dies seit Ende der siebziger Jahre. Die Vereinigten Staaten sind
der zweitgrößte Erdgasproduzent der Welt und außerdem führend in der Kohleförderung, die
insbesondere in den weitläufigen Kohlerevieren der Appalachen stattfindet. Eisenerz war lange
Zeit ein Hauptprodukt sowohl der Vereinigten Staaten als auch Kanadas; es stammt
vorwiegend aus Lagerstätten am westlichen Ende des Oberen Sees. Seit kurzer Zeit werden im
Grenzgebiet zwischen der Provinz Quebec und Labrador große Mengen an Eisenerz abgebaut.
Weitere Rohstoffe, die in Nordamerika in größeren Mengen gewonnen werden, sind Kupfer,
Silber, Blei, Zink, Nickel, Cobalt, Schwefel, Asbest, Uran, phosphathaltige Mineralien und Kalk.

Industrie
Die Fertigungsindustrie ist schon seit langer Zeit ein bedeutender Wirtschaftssektor der
Vereinigten Staaten. Sie konzentriert sich überwiegend in den städtischen Gebieten innerhalb
des so genannten Industriegürtels (manufactoring belt), der sich ungefähr von Boston bis nach
Chicago und entlang der Küste des Atlantischen Ozeans bis nach Washington erstreckt. Seit
den fünfziger Jahren hat sich die Fertigungsindustrie jedoch auch in anderen Landesteilen
beträchtlich ausgeweitet – insbesondere in den Großstädten Kaliforniens und in den
südöstlichen Bundesstaaten. Die Palette der Industrieproduktion ist äußerst vielfältig, wobei der
Schwerpunkt auf unbehandelten und verarbeiteten Metallen, verarbeiteten Lebensmitteln,
Maschinen, elektronischen Produkten, Raumfahrtausrüstung, Kraftfahrzeugen, chemischen
Produkten, Bekleidung, Papier und Druckerzeugnissen liegt. Auch in Kanada stellt die
Fertigungsindustrie einen Hauptwirtschaftszweig dar. Die Produktionsstätten liegen hier
hauptsächlich in den Städten der Provinzen Ontario, Quebec, British Columbia und Alberta,
wobei Toronto und Montreal die bedeutendsten Zentren darstellen. Die kanadischen Betriebe
produzieren eine große Vielfalt an Gütern, insbesondere Lebensmittelkonserven und Getränke,
Maschinen, Fahrzeuge und Transportanlagen, Papier und andere forstwirtschaftliche
Erzeugnisse, primäre und verarbeitete Metalle, chemische Erzeugnisse sowie elektrische und
elektronische Geräte.

Trotz weiterer Orientierung auf den Agrarsektor und den Bergbau wurde das produzierende
Gewerbe Mexikos während der vergangenen Jahrzehnte gezielt gefördert. Seit den vierziger
Jahren hat sich die Fertigungsindustrie auch in diesem Land zu einem zunehmend wichtigen
Sektor entwickelt. Wenn die Fabriken in Mexiko technisch auch nicht so gut ausgestattet sind
wie in den Vereinigten Staaten und Kanada, so produzieren sie doch ein breites Spektrum an
Gütern, insbesondere chemische Produkte, verarbeitete Nahrungsmittel, Bekleidung,
Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile, Baumaterialien sowie metallische Rohstoffe (Eisen und
Stahl), elektrische und elektronische Geräte. Mexiko-Stadt ist das mit Abstand bedeutendste
Zentrum der Fertigungsindustrie, aber auch mehrere andere Städte wie Monterrey und
Guadalajara besitzen wichtige Fabrikzentren.


36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch    30.07.2005 20:38:00
Energie
Der Energieverbrauch ist in Nordamerika sehr hoch. Kanada nutzt die Wasserkraft viel stärker
zur Stromgewinnung als die Vereinigten Staaten und Mexiko, es setzt dazu jedoch auch große
Mengen an Erdöl und Erdgas ein. Der enorme Energieverbrauch in den Vereinigten Staaten
erfordert den Import großer Mengen an Erdöl und Erdgas, zusätzlich zu der ohnehin
beträchtlichen inländischen Produktion an Kohle, Erdöl, Erdgas und der Stromproduktion aus
Wasser- und Kernkraftwerken. In Mexiko weitete sich die Energieerzeugung in den letzten
Jahrzehnten beträchtlich aus, vorwiegend aufgrund der verstärkten Förderung von heimischem
Erdöl und Erdgas.

Verkehrswesen
Die Infrastruktur Nordamerikas ist im südlichen Kanada und dem größten Teil der
angrenzenden Vereinigten Staaten hervorragend ausgebaut, insbesondere was das Netz von
Bundesautobahnen zwischen den verschiedenen US-Bundesstaaten bzw. kanadischen
Provinzen (interstate highways) betrifft. Daneben existieren noch verschiedene weitere
Autobahnsysteme untergeordneten Ranges sowie ein dichtes Landstraßennetz. Eine der
bekanntesten Straßen, welche die drei nordamerikanischen Staaten miteinander verbinden, ist
der Pan-American Highway. Auch das Eisenbahnnetz ist gut ausgebaut; es wird überwiegend
für den Gütertransport benützt, ist für die Personenbeförderung dagegen relativ unbedeutend.
Der Luftverkehr ist seit 1945 beträchtlich angewachsen und verfügt über ein ausgedehntes
Streckennetz. Die Binnenwasserstraßen, insbesondere das Flusssystem des Sankt-Lorenz-
Seeweges und der Großen Seen sowie das Flusssystem des Mississippi und Missouri, sind
bedeutende Gütertransportwege. Der mittlere und nördliche Teil Kanadas und Alaskas besitzen
auf dem Land- und Seeweg nur begrenzte Verkehrsmöglichkeiten und sind stark vom
Luftverkehr abhängig. Auch Mexiko verfügt über ein relativ gut ausgebautes Straßennetz, das
jedoch nur etwas mehr als zur Hälfte aus asphaltierten Straßen besteht und im Zentrum um die
Hauptstadt Mexiko-Stadt herum wesentlich dichter als in den dünn besiedelten Teilen im
Norden und anderen Teilen des Landes ist. Das veraltete Schienennetz wird seit den achtziger
Jahren modernisiert. Alle drei Länder besitzen ausgedehnte moderne Anlagen für den
Güterumschlag von Hochseeschiffen.

Außenhandel
Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der wichtigste Handelspartner sowohl für Kanada als
auch für Mexiko; diese sind im Gegenzug wichtige, aber nicht die führenden Handelspartner der
Vereinigten Staaten, das einen wesentlichen Anteil der Produkte nach Japan und in die Staaten
der Europäischen Union exportiert. Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA;
North American Free Trade Agreement), das am 1. Januar 1994 in Kraft trat, legt die
allmähliche Beseitigung von Handelsschranken zwischen den drei Staaten in den nächsten
15 Jahren fest. Die NAFTA ist eine der größten Freihandelszonen der Welt, und es ist
anzunehmen, dass in Zukunft noch weitere amerikanische Staaten in die NAFTA aufgenommen
werden.

Die Hauptexportgüter der Vereinigten Staaten sind Maschinen, Kraftfahrzeuge, Nahrungsmittel,
chemische Produkte und Flugzeuge sowie Rohstoffe für die industrielle Verarbeitung. Den
größten Anteil an Kanadas Ausfuhr stellen Kraftfahrzeuge, Maschinen, Metalle und Erze, land-
und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, chemische Produkte und Nahrungsmittel. Die
Hauptexportgüter Mexikos sind Rohöl und Erdgas, landwirtschaftliche Produkte – insbesondere
Kaffee –, Kraftfahrzeuge und Maschinen sowie Erze. Mitte der neunziger Jahre übertraf der
Wert der jährlichen Exporte Kanadas den der Importe; bei den Vereinigten Staaten und Mexiko
übersteigen hingegen bereits seit Jahren die Importe die Einnahmen durch die Exporte. Was
den Gesamtwert der Exporte und Importe betrifft, zählen die Vereinigten Staaten zu den
führenden Handelsstaaten der Welt.


36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch   30.07.2005 20:38:00
Politik

Die Politik der USA                (quelle:weltbericht.de)

Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W.
Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn George Bushs, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der
Exekutive.

Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50
Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-
Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter
anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-
amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen,
Kriegserklärungen auszusprechen und Verträge mit fremden Ländern zu unterzeichnen.

In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein
Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie
stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen
versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als
selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union
(Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).

Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei
Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als
– womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen
werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und
Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel zum USA aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht
unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren
verfügbar.

(16.03.05)
Eine kritische Auseinandersetzung mit der Vormachtrolle der USA als Weltpolizist (Terrorismus),
als Industrienation mit enormem Energieverbrauch (Kioto Protokoll) als tonangebende
Wirtschaftsnation (Börse / Globalisierung / Weltbank) und Weltraumnation (NASA), deren
Rechtssystem (Millionen Abfindung) und deren weltweit operierenden Geheimdiensten (CIA)
sprengen den Rahmen dieser Geografiearbeit, dürfen aber nicht unerwähnt bleiben.

Kanadas Politik           (quelle:Kanadische Botschaft in Berlin)

Kanada und die Länder Europas haben vieles gemein. Dazu gehören vergleichbare
demokratische Werte, Institutionen und Rechte. Unsere ähnlichen Ansätze in der Außen- und
Sicherheitspolitik sowie unsere gemeinsamen Anstrengungen zur Förderung von Frieden,
Stabilität und Demokratie haben für viele Länder weltweit eine Vorbildfunktion.

Regierung
Kanada ist eine konstitutionelle Monarchie und parlamentarische Demokratie. Gleichzeitig ist
Kanada ein Bundesstaat. Das kanadische Parlament hat seinen Sitz in der Hauptsstadt Ottawa.
Die ausführenden Organe der kanadischen Regierung sind Bundesministerien, Bundesanstalten,
Behörden, Ausschüsse sowie staatseigene Unternehmen.

36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch    30.07.2005 20:38:00
Grundrechte
Kanada legt großen Wert auf die Rechte seiner Bürger. Auch setzt sich Kanada weltweit für die
Einhaltung der Menschenrechte ein.

Föderalismus
Die Gründungsväter der kanadischen Konföderation wählten eine Staatsform, die jeder Provinz
und jedem Territorium gestatten sollte, sich gemäß den eigenen Besonderheiten und Prioritäten
zu entwickeln und gleichzeitig die Vorteile, ein Teil Kanadas zu sein, zu genießen.

Rechtsordnung
Kanada ist zwar ein relativ junges Land, die kanadische Rechtsordnung hat jedoch bereits eine
lange Tradition. Das in allen Provinzen mit Ausnahme Quebecs geltende Common Law basiert
auf Grundsätzen, die im Mittelalter in England entwickelt wurden. Die Grundsätze des in
Quebec geltenden Droit Civil gehen sogar bis in die Zeit des Römischen Reiches zurück und
spiegeln viele der Prinzipien des französischen Rechts wider.

Mexikos Politik (quelle:weltbericht.de)

Mexiko ist seit 1917 eine Präsidiale Bundesrepublik. Die Verfassung von 1917 wurde zuletzt im
Jahr 1994 geändert.

Der Präsident steht im Mittelpunkt des mexikanischen Institutionensystems und wird für eine
einzige Amtszeit von sechs Jahren, sexenio genannt, direkt gewählt.

Das Parlament (Congreso de la Unión) besteht aus Abgeordnetenhaus (Cámara Federal de
Diputados) (500 Mitglieder) und Senat (Senado) (128 Mitglieder). Die Wahl erfolgt alle drei
beziehungsweise sechs Jahre.

Mexiko wurde von 1929 bis 2000 von ein und der selben Partei regiert: der Partei der
Institutionalisierten Revolution (PRI). Seit Dezember 2000 ist Vicente Fox Quesada (PAN)
Präsident von Mexiko.

> Während der Regierungszeit der PRI bestand lange Zeit keine klare Trennung zwischen den
Institutionen des Staates und jenen der "offiziellen Partei", das heißt der PRI. So unterstand
etwa auch die Organisation von Wahlen der PRI. Dies führte zu zahlreichen Berichten über
Unregelmäßigkeiten bei der Wahl wie beispielsweise Fälschung von Wahllisten, mehrfache
Stimmabgabe, Stimmenkauf, Kontrolle der Stimmabgabe, Wahlurnenraub und unkorrekte
Stimmenauszählung. Seit 1990 ist das überparteiliche Instituto Federal Electoral (IFE) für die
Vorbereitung und Durchführung von Wahlen zuständig.

Mexiko erlangte während des Faschismus in Europa große Bedeutung als Exilland.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel zu den Mexiko aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und
steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren
verfügbar.

(17.03.05)



Fotoeindrücke zu Nordamerika: (Quelle: Terra-Lexikon, Klett)

36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch   30.07.2005 20:38:00
Hawai:
politisch: USA
geographisch:
Ozeanien




  Quiz USA (in English)




  36f248e8-5473-4f9b-a205-32fae1f63aca.doc   josef.strebel@mpsoberg.ch   30.07.2005 20:38:00

				
DOCUMENT INFO