2 Teil Wie knen wir jungen Fami

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2 Teil Wie knen wir jungen Fami Powered By Docstoc
					Svit 2006                                                             25.-29.10.2006


        Mitschrift ECC Konferenz 2006 in Svit (Slowakei)
26. Oktober 2006

Donnerstag Abend:
   Anreise der deutschen Delegation
   gemeinsamer Bowlingabend in Popprad

Freitag, 27.10.2006

      Vorstellung der deutschen Delegation mittels gemaltem Flip Chart
      Allgemeine Vorstellungsrunde


2. Teil: Wie können wir jungen Familien helfen

Slowakei:
    Mindestlohn in der Slowakei
         o 2004=166€
         o 2005= 181€
         o 2006= 205€
    Durchschnittseinkommen (Bruttogehalt):
         o 405€ in 2004
         o 454€ in 2005
         o 495€ in 2006
    Durchschnittseinkommen Chemie: 748€ brutto

      Kindergeld 417€ für das erste Kind
      max: 28 Monate (ähnlich Elterngeld)
      für jedes weitere Kind 120€
      sowohl Vater als auch Mutter können sich um das Kind kümmern
      bis das Kind 3 Jahre alt ist, kann die Mutter/Vater zu hause bleiben
      nach den 3 Jahren muss man immer noch vom AG wieder eingestellt werden
      bei behinderten Kindern kann man 6 Jahre zu hause bleiben
      aufgrund der steigenden Lebenserhaltungskosten werden die 417€ immer
       weniger für das Kind sondern für allgemeine Kosten der Familie genutzt
      mit 3 Jahren gehen die Kinder in den Kindergarten,
      mit 6 Jahren folgt die „Necessary school“ (Grundschule)
      früher passten die Großeltern auf ihre Enkel auf, damit die Eltern
       weiterarbeiten konnten
      in der Slowakei gab es eine Zeit mit wenigen jungen Familien. Zuerst gingen
       die jungen zur Schule, machten dann eine Ausbildung und arbeiteten danach
       einige Jahre im Betrieb. Daher wurden Kinder nicht von jungen Eltern geboren
      Slowakei hat Probleme aufgrund der Arbeitslosigkeit Personen höheren Alters
       wieder in Arbeit zu bringen
      Kindergartenplätze gibt es genügend, insbesondere für junge Familien
      Gebühren abhängig von regionaler Regierung
           o 20 – 40€ zahlen die Eltern für einen Kindergartenplatz
Deutsche Delegation                 Sönke Thiel                        Seite 1 von 4
                                  Kristin Kentsch
                                  Christine Markus
Svit 2006                                                             25.-29.10.2006


      necessary schools mit Gebühren ca. 100€ müssen pro Kind im Monat gezahlt
       werden
           o Bücher und sonstiges Material/ Lebensmittel kommt noch dazu!!!
      Betriebskindergarten:
           o nach 1989 ging die Verwaltung und Finanzierung dieser Kindergarten
              von den Firmen weg zu den Kommunen
      in den 1990ern stieg die Geburtenrate massiv an und jede Menge zusätzlicher
       Kindergärten wurden geschaffen
      Mittlerweile gibt es keine Betriebskindergärten mehr
      Heute werden viele Kindergärten wieder geschlossen,
           o Grund: Starker Geburtenrückgang in der Slowakei
           o daher nicht mehr ausreichend Kinder, um die Kindergartenplätze zu
              besetzen

Deutschland: siehe PPP

Österreich:
   Wer Schwanger ist muss dem Arbeitgeber direkt Bescheid geben, damit die
      Rechte der werdenden Mütter eingehalten werden können
   Kündigungsschutz für werdende Mütter geht von Beginn der Schwangerschaft
      bis 4 Monate nach Geburt des Kindes
          o zusätzlich gibt es die Differenz. Dies bedeutet, dass es bis das Kind 2
             Jahre alt ist keine Kündigung der Mutter gibt.
   Sollte die Mutter in der Zeit gekündigt werden, ist das nur mit Zustimmung des
      Sozialgericht möglich
          o viele Mütter wissen das aber nicht und werden daher dennoch
             gekündigt
   Bis 8 Wochen vor der Geburt und erst 8 Wochen nach der Geburt darf
      gearbeitet werden
          o bei Schülern: 1 Tag vor der Geburt
          o 1 Tag nach Geburt
          o  so darf jeweils in die Schule gegangen werden
   436€ Kindergeld
   Öffentliche Kindergärten und Private Kindergärten
          o Öffentliche sind umsonst
          o Private Kosten monatlich 200-300€
   Betriebskindergärten gibt es nur ganz selten
   Januar 2005
          o durch ein Schlichtungsurteil wurden öffentlich geförderte Wohnungen
             sehr teuer
          o Mietpreis in Ö ist im Vergleich zum Einkommen sehr hoch
          o Mietpreiserhöhung um 200€
          o 1,61€ pro m² Wohnmiete vor 2002
          o 4,80€ pro m² Wohnmiete nach 2005
   Betriebskosten: Müllabfuhr, Wasser etc. sind ebenfalls stark gestiegen
   für junge Familien gibt es spezielle Kredite von der Bank, wo die Zinsen
      geringer sind
   3-4 Monatsmieten beträgt die Kaution, die beim Wohnungseinzug hinterlegt
      werden muss
Deutsche Delegation                 Sönke Thiel                        Seite 2 von 4
                                  Kristin Kentsch
                                  Christine Markus
Svit 2006                                                               25.-29.10.2006

           o wenn man bei einem privaten Vermieter eine Wohnung mietet,
              bekommt man häufig die Kaution nicht zurück
      Staatliche Förderungen gibt es auch
           o Höhe abhängig vom Einkommen der Eltern
      Bildung im Kindergarten bereits eher wenig, es werden aber häufiger
       englische Lieder gelernt und gesungen
      in der Grundschule geht es aber mit Sprachen bereits los
      einige Österreicher sprechen vier Sprachen, wenn sie die schule verlassen

Ungarn:
    ein halbes Jahr vor der Schwangerschaft und 5 Wochen nachher dauert der
      Mutterschutz
    wenn die Mutter ein Jahr vor der Geburt nicht gearbeitet hat, bekommt sie nur
      100€
    Hat die Mutter mind. 1 Jahr davor kontinuierlich gearbeitet hat bekommt sie
      eine spezielle Zahlung
    ein Jahr lang gibt es für die Mutter die Hälfte ihres Einkommens
          o Elternunterstützung genannt
          o max. 400€ Unterstützung
          o min. 230€ Unterstützung
          o die Unterstützungsleistung ist abhängig von der Höhe des Einkommens
             der Eltern
          o wird 2 Jahre gewährt
    danach kann ein Sozialantrag auf Unterstützung gestellt werden
          o Kindesalter 3-6 Jahre
          o 230€ Mindesteinkommen in Ungarn
    nach der Geburt kann die Mutter 2 Monate zu Hause bleiben und bekommt
      dennoch ihr volles Gehalt
          o großer Erfolg der Gewerkschaften Ungarn
    wenn das Kind geboren ist bekommen, bekommen die Eltern eine staatliche
      Unterstützungsleistung
          o 45€ per Monat pro Kind
    aktuelle Regierung veränderte die Zuschüsse, sie sollten niedrieger werden,
      blieben letztendlich aber doch gleich, dafür wurden die Steuern nicht mehr so
      stark für Kindergarten eingesetzt. Danach kam eine Steuererhöhung auf die
      Arbeitnehmer/Bürger zu. Diese Steuern wurden zur Finanzierung der
      Kindergärten eingesetzt. Einige Kindergärten wurden geschlossen
    Öffentliche Kindergarten sind frei und müssen nicht bezahlt werden
          o Ausnahme die Verpflegung der Kinder, diese kostet im Monat 20-40€
    Durchschnittseinkommen beträgt 400€
    Private Kindergärten kosten 300-400€ im Monat, für den normalen Ungarn, ist
      es nicht möglich einen zu nehmen
    in die Grundschule gehen die Kinder ab 6 oder 7 Jahren
    in Ungarn gibt es keine Mietwohnungen!!!
          o die Wohnungen gehören jedem selbst / Eigentumswohnungen
          o inoffiziell kann man bei Eigentümern auch Wohnungen mieten,
             dennoch handelt es sich nicht um klassische Mietwohnungen
          o es gibt keine Gesetze und Regeln für Vermietungen
    ein Wohnungskauf in Budapest
Deutsche Delegation                  Sönke Thiel                         Seite 3 von 4
                                    Kristin Kentsch
                                   Christine Markus
Svit 2006                                                              25.-29.10.2006

           o 40.000€ ca. 50m² Wohnung
           o es gibt eine Steuererleichterung für junge Familien, die eine Wohnung
              kaufen
      die Regierung will das Limit jetzt verändern
           o es gäbe keine Steuererleichterungen mehr für junge Familien
      ein großes Problem bei jungen Familien ist, dass die jungen Menschen häufig
       nur einen befristeten Arbeitsvertrag haben und daher immer eine ungewisse
       Finanzlage haben
      es wurde von der GW ein Programm für junge Leute geschaffen,
           o es gibt eine Karte, die man bei Arbeitslosigkeit bekommt
           o diese erhält man im Steuerbüro
           o es ist ein Vorteil für den AN, wenn er diese Karte hat, denn wenn er
              nach der Arbeitslosigkeit bei einem neuen AG anfängt, zahlt er für ein
              Jahr keine Lohnsteuern und im 2. Jahr 25% weniger Steuern

3. Teil: Verhältnis Gewerkschaft – politische Parteien

Slowakei: Politische Situation
 Parteien haben sehr schwierige Interessengruppen
 Interessengruppen haben alle Machtanspruch
 Organisationsstruktur
 Arbeiterbewegung, Arbeitslosenbewegung, Bestverdiener
 Liberale, soziale, kommunistische Parteien gibt es
 Opposition, Kooperation, Lobbyarbeit gibt es
 liberal ist ein modernes Wort in der Slowakei und viele Parteien und Politiker
    nutzen es ohne besonderen Aussagehintergrund
 2002-2004 die Koalition war eine liberale Koalition und bearbeitete „West“ nahe
    Themen (Einführung der Abtreibung war ein Thema)
       o es gab große Differenzen und Auseinandersetzungen zwischen den
           liberalen und konservativen Parteien
 liberale Partei bei letzter Wahl nicht wiedergewählt worden

4. Teil: Kommunikation – Informationsaustausch
5. Teil: Finanzierung der Jugendarbeit
6. Teil: Verbesserung des Gewerkschaftsimages
1. Teil: Wie beginnt die Jugendarbeit




Deutsche Delegation                 Sönke Thiel                          Seite 4 von 4
                                  Kristin Kentsch
                                  Christine Markus

				
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