Modul Open Source GIS mit GRASS und Quantum GIS

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Modul Open Source GIS mit GRASS und Quantum GIS Powered By Docstoc
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                                           Eidgen¨ssische Technische Hochschule Z¨rich
                                            Swiss Federal institute of Technology Zurich

 Modul: Open Source GIS mit GRASS und Quantum GIS
                 Dipl.-Geogr. Marco Lechner & Dr. Jochen Seidel
Freie Software im Bereich Geographischer Informationssysteme hat mit der Entwicklung
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der GIS Technik von speziellen Einzell¨sungen in den 80er Jahren hin zu den heuti-
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gen webbasierten und plattformunabh¨ngigen Systemen einen deutlichen Entwicklungs-
sprung vollzogen. Die Desktopsysteme stehen in der Nutzungsstatistik aber immer noch
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an erster Stelle. GRASS ist ein Geo-Informationssystem welches eine mehr als 25 j¨hrige
Entwicklungsgeschichte und viele Jahre unter der GNU General Public License aufweisen
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kann und ist damit eines der ¨ltesten freien GIS und eines der umfangreichsten freien
Softwareprojekte uberhaupt.
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Da die Lehre im Bereich der GIS, unter dem Argument der Arbeitsmarktorientierung,
meist uber kommerzielle Produkte erfolgt, werden wir in diesem Modul erste Schritte mit
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dem freien Geoinformationssystem GRASS uben und lernen. Open Source Projekte wer-
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den selten als Stand-alone-Produkt eingesetzt, sondern zeigen intensive Verkn¨pfungen
mit verwandten Nachbarprojekten aus Geostatistik, Rasterarithmetik und Fernerkun-
dung.
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Das Modul setzt sich aus unterschiedlichen Ubungsabschnitten zusammen in denen ein-
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zelne Modulthemen praktisch am Rechner erarbeitet werden k¨nnen. Die Ubungen wer-
den mit Hilfe von LiveDVDs in einer Linuxumgebung stattfinden.


Modulthemen
  1. Session
        • Kurze Einf¨hrung in Linuxbefehle und -strukturen
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        • Aufbau und Struktur von GRASS
  2. Session
        • GRASS und Quantum GIS als Geodatenviewer
        • Datenmanagement mit GRASS
  3. Session
        • Vektoranalysen mit GRASS
  4. Session
        • Rasteranalysen mit GRASS
  5. Session
        • Projektbeispiele



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Session 1:
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Kurze Einf¨hrung in Linuxbefehle und -strukturen
Beim Umgang mit Anwendungen die Linux als Betriebssystem nutzen ist die Kennt-
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nis einiger weniger Kommandozeilenbefehle f¨r ein effektives Arbeiten ¨ußerst hilfreich.
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Wir beginnen mit einer Einf¨hrung in h¨ufig verwendete Linuxkommandos und geben
Hinweise bzgl. der Handhabung der LiveDVDs.

Aufbau und Struktur von GRASS
Vorstellung der Datenstruktur der GRASS-Geodatenbank, die das zentrale Datenma-
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nagement f¨r Raster- und Vektordaten ubernimmt. Einf¨hrung in die Systematik der
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GRASS-Kommandstruktur und Vorstellung vorhandener Schnittstellen zu Partnerpro-
jekten und Programmiersprachen.


Session 2:
GRASS und Quantum GIS als Geodatenviewer
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Zur Geodatendarstellung stehen in GRASS der interne Displaymanager gis.m zur Verf¨gung.
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Dieser bietet umfangreiche Darstellungsm¨glichkeiten zur Visualisierung der Daten und
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erm¨glicht in Kombination mit nviz auch 3D-Darstellungen. Hinzu kommen externe
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Viewer f¨r GRASS-Daten wie Quantum GIS die auch den Zugriff auf die meisten GRASS-
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Module in vertrauter grafischer Aufmachung erm¨glichen.

Datenmanagement mit GRASS
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GRASS verwaltet seine Daten in Form von locations und mapsets. F¨r das Anlegen einer
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location stehen unterschiedliche Wege zur Verf¨gung. Zus¨tzlich werden die zahlreichen
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Im- und Exportm¨glichkeien unterschiedlicher Raster- und Vektordaten getestet.


Session 3:
Vektoranalysen mit GRASS
Die Analyse von Vekordaten stellt eine der Basis-GIS-Funktionen dar. Mit GRASS sind
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logische Verkn¨pfungen, Pufferbildungen, Abfragen, Nachbarschaftsanalysen und topo-
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logisches Digitalisieren einfach und komfortabel m¨glich.




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Session 4:
Rasteranalysen mit GRASS
Die Verarbeitung von Rasterdaten hat bei GRASS eine lange Tradition - stellt es doch
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die urspr¨ngliche Entwicklungsmotivation dar. Entsprechend vielf¨ltig sind auch die
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M¨glichkeiten die GRASS hier bietet. Einige Rasteranalysen wie DGM-Analysen, Hangneigungs-
Expositionsberechnungen, Berechnung von Wassereinzugsgebieten, Nachbarschaftsana-
lysen, Rastercalculator, Sichtbarkeitsanalysen oder Klassifikationen sind Inhalt dieser
Session.


Session 5:
Projektbeispiele
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Die bislang vorgestellten Funktionalit¨ten von GRASS sollen in dieser abschließenden
Session anhand eines konkreten Projektbeispiels erarbeitet werden.


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                                                                       Marco Lechner
                                                              u
                                                    Institut f¨r Physische Geographie
                                                                           a
                                                 Albert-Ludwigs-Universit¨t Freiburg
                                                                     Werthmannstr. 4
                                                                       79085 Freiburg
                                             marco.lechner@geographie.uni-freiburg.de




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