You never walk alone

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					                                                                OFFLINE
                                                                                                                                                      2/00 Juli 2000




                                                                DER NEWSLETTER FÜR UNIGIS-STUDENTEN UND ABSOLVENT E N


                                                  Impressum:
                                  Zentrum für Geographische
                          Informationsverarbeitung Salzburg.
                    Institut für Geographie und Angewandte
                         Geoinformatik. Universität Salzburg.
                                                                You never walk alone...
                        Hellbrunnerstr. 34, A-5020 Salzburg.
                           Redaktion: Mag. Michaela Lindner     7 Jahre UNIGIS Salzburg, 378 Studenten aus 10
                                  michaela.lindner@sbg.ac.at    Staaten, ... nein, in diesem Stil setzen wir jetzt
                                                                nicht fort. Aber wissen Sie, wie viele Kolleginnen
                                                                und Kollegen gemeinsam mit Ihnen an den UNI-
                                                                GIS-Modulen studieren? Woher die alle kommen?
                                                                Und wieviele „fertige“ UNIGISler es inzwischen
Geo.IT                                                          schon gibt? Beim Workshop hier in Salzburg haben
GIS als IT-Anwendungsgebiet wird heute                          Sie Ihre Lehrgangskollegen kennengelernt und sich
gerade „neu erfunden“ und macht einen                           sicher schon gewundert, aus welchen Fach- und
signifikanten Wechsel durch: GIS ist nicht                      Himmelsrichtungen so ein Kurs zusammengewürfelt
mehr eine technische Spezialanwendung in                        ist.
einer - oft räumlichen, organisatorischen und
                                                                Wir präsentieren Ihnen heute einen kleinen Auszug      ten, wie z.B. Architekten, Historiker, Mathematiker.
technischen - Nische, sondern wird immer
                                                                aus unseren laufenden Analysen:
enger in die Informations- und Kommunikati-                                                                            Beim Vergleich der Geschlechter-Verteilung zeigt
                                                                Die erste Frage, die man im GIS-Umfeld stellt,
onsinfrastruktur von Unternehmen integriert.                                                                           der 1-jährige UNIGIS professional Lehrgang einen
                                                                ist natürlich die nach der Herkunft der UNIGIS-
„Unternehmen“ ist hier das entscheidende                        Teilnehmer - vor allem, da in Zeiten globaler Ver-     deutlich höheren Anteil weiblicher Studenten als
Stichwort: auf der vielzitierten „enterprise“                   netzung der Wohnort von Fernstudenten nur mehr         der UNIGIS MAS: In 2 UPROF-Gruppen überwie-
Ebene ist nahtlose Einbindung in Systeme zur                    eine sehr untergeordnete Rolle spielt... Wer erkennt   gen die weiblichen Studenten sogar. Erfreulich ist,
Unterstützung von Informations- und Arbeits-                    schon am Text eines E-mail die Herkunft seines         dass auch bei der Anzahl weiblicher Teilnehmer
abläufen unentbehrlich, in der Kommune,                         Gegenübers, da hat man es im wirklichen Leben          beim 2-jährigen Lehrgang über die vergangenen 6
im Versorgungsunternehmen oder der Ein-                         schon leichter, kaum ein Satz wird gesprochen          Jahre eine steigende Tendenz zu beobachten ist.
satzzentrale will man heute nicht „eben mal                     und schon ist weit mehr als die Nationalität zum
zum anderen Arbeitsplatz gehen“, um eine                        Gesicht ‚verraten‘. Nun aber endlich zu Zahlen
räumliche Auskunft einzuholen. Geographi-                       und Fakten: Auf Grund der Bevölkerungsverhält-
sche Information muss daher ein integrierter                    nisse verwundert es kaum, dass die Mehrzahl (59%)
Baustein moderner Architekturen sein.                           aus Deutschland und ein etwas geringerer Anteil
                                                                (33%) aus Österreich stammen. Die verbleibenden
Durch die vielfachen Zugriffe und komplexen
                                                                8% verteilen sich auf weitere 8 Staaten. Im ersten
Verwaltungsschritte muss Unternehmensinfor-
                                                                UNIGIS-Jahrgang (1994) blieben die österreichi-
mation in Datenbanken verwaltet werden.
                                                                schen Studenten übrigens noch in der Mehrzahl,
Nur moderne DBMS bieten die erforderli-
                                                                da der Fernlehrgang jenseits der Grenzen noch      Insgesamt ist die Zahl der Studenten inzwischen
chen Sicherheits- und Sicherungsmechanis-
                                                                weitgehend unbekannt war. Im Fürstentum Liech-     auf beachtliche 378 angestiegen. Das sind sämtli-
men zur möglichst konfliktfreien, konsistenten
                                                                tenstein und in Luxemburg erreichen wir mit Sicher-che bisherigen Teilnehmer, aktive wie jene, deren
und verteilten Verarbeitung von Daten. Und
                                                                heit die höchste Teilnehmerdichte pro Bevölkerung. Kurs formal beendet ist - überwiegend natürlich
Geodaten? Nun, auch hier hat die letzte
Stunde der simplen, dateibasierten Speiche-                     Die fachliche Herkunft der Lehrgangsteilnehmer ist Absolventen aus dem 2-jährigen Kurs. Im Dezem-
rung geschlagen. Zunehmend sind adäquate                        sehr breit gefächert: am häufigsten vertreten sind ber 1998 startete die erste UNIGIS professional
Datentypen für räumliche Objekte verfügbar,                     die Geographen, die das Feld mit 22% vor Raum- Gruppe, deren erste Absolventen wir dieser Tage
der Trend zur Speicherung von Geodaten                          planern (im weitesten Sinne) mit 13% anführen.     feiern - ja, natürlich feiern auch wir vom Lehr-
in DBMS ist wohl unaufhaltsam. Als GIS-                         Naturwissenschaftliche Fächer dominieren deutlich. gangsteam den erfolgreichen Abschluss unserer
Fachleute müssen wir uns daher verstärkt                        Die weitere Verteilung ersehen Sie aus dem Kreis- StudentInnen, denn an ihrem Eifer und Erfolg misst
dem Thema Datenbanken widmen - neue,                            diagramm. In die Kategorie „Andere“ fallen alle    sich der Erfolg des Fernstudiums mit UNIGIS.
verteilte Geodaten-Infrastrukturen werden in                    Richtungen mit weniger als 10 vertretenen Studen-                                                 ejl&ml
Zukunft das Rückgrat der Geoinformations-
verarbeitung bilden!
GI-Fachleute sind besonders gefordert, im                        Aus dem Inhalt:
IT-Umfeld erfolgreich zu kommunizieren, in
                                                                 UNIGIS weltweit: Aktuelle Kurzmeldungen                                                          Seite 2
mehr als einem Sinn „Schnittstellen zu bedie-
nen“ und Anwendungen für unterschiedliche                        UNIGIS Team: Michael Fally                                                                       Seite 2
Geo-Fachbereiche zu definieren. OpenGIS                          UNIGIS & Wirtschaft: GPS/Echo                                                                    Seite 3
ist dafür eine der Schlüsselentwicklungen -                      Das aktuelle ZGIS Seminarprogramm                                                                Seite 5
effizientes Arbeiten in immer stärker vernetz-
ten und integrierten Umgebungen erfordert                        Software Special: Multiskalare Bildanalyse mit eCognition                                        Seite 6
jedoch auch bessere IT-Kenntnisse. Stellen                       Angetestet: ArcIMS 3.0                                                                           Seite 7
wir uns dieser Herausforderung!                                  Software & Partner: GemGIS                                                                       Seite 7
Die UNIGIS OFFLINE Redaktion                                     Die aktuellen Termine                                                                            Seite 8
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                                                                       UNIGIS Team                                                  UNIGIS weltweit
                                 Nachdem sich bisher nur bayrische                        über den Einsatz von Geoinformation       Kurzmeldungen aus dem
                                 Kollegen vorgestellt haben, freute es                    erfolgen kann.                            globalen UNIGIS-Netzwerk
                                 mich, dass ich jetzt als erster wasch-
                                                                         In der Freizeit genieße ich es, in                         Spanien
                                 echter Salzburger, die UNIGIS-Team-
                                                                         der Umgebung von Obertrum (Wun-
                                 Vorstellrunde fortsetzen darf.                                                                     In kurzer Zeit hat die Universität
                                                                         derschönes Seengebiet!) mit dem
                                                                                                                                    Girona 140 Studenten im Rahmen
                                 Die Zeit vergeht wie im Flug - mittler- Mountainbike die Straßen unsicher
                                                                                                                                    des UNIGIS-Lehrgangs registriert,
                                 weile arbeite ich schon fast zwei Jahre zu machen. Für weitere Strecken
                                                                                                                                    davon ca. die Hälfte in Latein-
                                 im UNIGIS-Team und mein Einstieg in am Wochenende greife ich gern auf
                                                                                                                                    amerika. Mit Hilfe von Universi-
                                 UNIGIS kommt mir wie gestern vor.       meinen VW-Käfer Oldtimer zurück.
                                                                                                                                    tätslehrern an mehreren spanischen
       Heute stellt sich         Mit einigen von euch hatte ich sicher-  Der erste Ausflug auf Rollerblades letz-
                                                                                                                                    Universitäten wurde UNIGIS auf
     Michael Fally vor:          lich schon virtuellen Kontakt, doch die tes Jahr endete leider mit 2 Tagen
       Viele UNIGISler
                                                                                                                                    hohem akademischen Niveau in
                                 meisten werden noch nicht viel von mir Krankenstand (arbeitsunfähig mangels
   hatten sicher schon                                                                                                              spanischer Sprache implementiert.
                                 wissen, außer die UNIGIS99 Teilneh-     Sitzfläche), der erste Snowboardkurs
    mit ihm zu tun, vor                                                                                                             Zusätzlich liegt ein spezieller
                                 mer, die ich nach bestem Wissen und     mit einer Schulterprellung, das Rodeln
     allem die „99er“,                                                                                                              Schwerpunkt auf qualitativ hoch-
                                 Gewissen zu betreuen versuche.          im Eiskanal mit... ich gebe aber trotz-
          welche er als                                                                                                             wertiger Studienunterstützung via
  Lehrgangstutor ganz                                                    dem nicht auf und werde auch in
                                 Mittlerweile bin ich 29 Jahre alt und                                                              Internet - ein Besuch bei
    besonders intensiv                                                   Zukunft neue Sportarten ausprobieren.
                                 im Vergleich zum Internet wahrhaft                                                                 www.giscampus.com zeigt die ein-
        auf ihrem Weg                                                    Nur eins weiß ich sicher: Fallschirm-
                                 greisenhaft. Meine ersten Kontakte mit                                                             drucksvollen Ergebnisse. Marc
              begleitet.                                                 springen lass ich aus! Nach einem
                                 dem Netz habe ich durchs Geogra-                                                                   Davesa - der Autor des giscampus
                                                                         ganzen Tag Computerarbeit braucht
                                 phiestudium gesammelt und ich bin                                                                  - ist derzeit zwecks weiterer gemein-
                                                                         man eben etwas sportlichen Ausgleich.
                                 der Materie „treu“ geblieben ;-). In                                                               samer Entwicklungen für 6 Monate
                                 der Kombination von Geographie/GIS Es freut mich täglich, zu sehen wie                             Gast an der Universität Salzburg.
                                 und Internet habe ich bei UNIGIS        eifrig und entschlossen die UNIGISler
                                 einen neuen Arbeitsbereich gefunden. ihre Fernlehrgänge bestreiten, mit                            USA
                                                                         einem klaren Ziel vor Augen: dem                           Eine Gruppe von 14 GIS-Studenten
                                 Zur Zeit betreue ich 2 UNIGIS –
                                                                         erfolgreichen Abschluss. Mein Ziel für                     der University of Southern Califor-
                                 Module und widme mich in der ver-
                                                                         die Zukunft ist, die UNIGIS-Commu-                         nia (USC) besuchte unter der Lei-
                                 bleibenden Zeit dem heurigen AGIT
                                                                         nity weiter auszubauen und den Kon-                        tung der USC-UNIGIS-Direktoren
                                 Special zum Thema „Business Geo-
                                                                         takt mit euch aufrecht zu erhalten.                        John Wilson und Chris Williamson
                                 graphics“, bei dem wieder ganz deut-
                                                                                                                                    Ende Mai das ZGIS - mit inten-
                                 lich zum Ausdruck kommt, dass der                                             mf
                                                                                                                                    sivem Erfahrungsaustausch wurde
                                 einzige Weg – in Zeiten immer härter
                                                                                                                                    die enge Beziehung dieser von der
                                 werdenden Wettbewerbs – zum Erfolg
                                                                                                                                    EU unterstützten „transatlantischen
                                                                                                                                    Partnerschaft“ fortgesetzt. Derartige
                                                                                                                                    Kontakte zum US-amerikanischen
                                                                                                                                    Markt und Know-how Pool sind
                                 UNIGIS in Ecuador                                                                                  für die globale Orientierung von
                                                                                                                                    UNIGIS wichtig und bilden eine
                                 Der Äquator ist nicht nur für die                        versidad San Francisco de Quito“          wesentliche Grundlage für die
                                 GEOdäsie und GEOmantie eine                              ein UNIGIS-Zentrum „UNIGIS-LA“            Berücksichtigung aktueller Trends
                                 Referenz, sondern auch für die                           für die Fernlehrgänge Professional        und Entwicklungen aus der Software-
                                 GEOgrafie Salzburg mit ihren                             und Masters im gesamten latein-           industrie.
                                 Außenposten eine strategische Linie,                     amerikanischen Raum betreut.
                                                                                                                                    China
                                 wenn es um die anwendungsorien-
                                                                                          Sechzehn Studenten (s. Bild) aus          Mit der Universität Xian (Nord-
                                 tierte Weiterbildung von GIS geht.
                                                                                          verschiedenen lateinamerikanischen        west-China) haben konkrete Kon-
                                 Etwa 20km südlich der Äquatorlinie                       Ländern und Berufssparten arbeiten        takte zum mittelfristigen Aufbau
                                 wird seit März 2000 an der „Uni-                         ertsmals an den bezüglich Sprache         eines UNIGIS-Lehrganges begon-
                                                                                          und Anwendungen an den regiona-           nen. Ausgehend von Gastforschern
                                                                                          len Kontext Lateinamerikas angepas-       und Dissertanten, die mehrere
                                                                                          sten UNIGIS professional Modulen.         Jahre in Salzburg gearbeitet haben,
                                                                                                                                    hat nun die dortige Universitätslei-
                                                                                          Ein lokales Kompetenzzentrum für
                                                                                                                                    tung die Initiative ergriffen und mit
                                                                                          GIS mit einem zunehmend virtuellen
                                                                                                                                    den Vorbereitungen für eine engere
                                                                                          Angebot von GIS-spezifischen
                                                                                                                                    Partnerschaft begonnen. In Planung
                                                                                          Themen sind im Aufbau, wobei nicht
                                                                                                                                    ist für diesen Zweck auch die Ein-
                                                                                          zuletzt auch auf eine verstärkte inter-   richtung eines neuen Instituts für
                                                                                          nationale Zusammenarbeit in den           Geoinformatik.
                                                                                          Bereichen Anwendung, Ausbildung
                                                                                          und Forschung abgezielt wird.             Südafrika
                                                                                          Saludos, Richard Resl                     Das jährliche Treffen aller UNIGIS-
                                                                                                                                    Partner findet im Herbst 2000 in
                                                                                          unigis.admin@mail.usfq.edu.ec             Port Elizabeth statt, im Vorfeld gibt
                                                                                          www.usfq.edu.ec/unigis/unigis.htm         es einen uniGIs-Studentenkongress.
Die ersten UNIGIS Teilnehmer in Ecuador mit Lehrgangsleiter und Ex-Tiroler Richard Resl
(vorne rechts).
UNIGIS OFFLINE 2/00                                                                                                                          Seite 3


                UNIGIS & Wirtschaft
Von der Datenerhebung bis zum fertigen GIS-Produkt
Ich möchte die Gelegenheit nutzen         • Aquatische Vegetation/                   unterschiedliche Kartierungsverfahren
meine Firma „GPS/Echo“ und die von        Makrophyten                                angewandt. Sämtliche Vegetations-
mir angebotenen Leistungen kurz vor-      Makrophyten (Wasserpflanzen) sind          aufnahmen werden von mir unter
zustellen. Ich bin Seit 1994 freiberuf-   auf Grund ihrer begrenzten Artenzahl       Verwendung eines dGPS-Systems
lich als Biologe mit dem Schwerpunkt      und der genauen Kenntnis ihres             durchgeführt. Alle relevanten Daten
aquatische Vegetation tätig. Seit 1996    ökologischen und physiologischen           können somit bereits im Feld digital
verfüge ich über ein komplettes dGPS-     Verhaltens eine wichtige Bioindikator-     erfasst werden und für die Auswertung
System (Pathfinder ProXL) und habe        Gruppe. Viele Arten können als Zei-        georeferenziert in den PC (in das GIS)
mein Tätigkeitsfeld mehr auf Vermes-      gerarten für saprobielle Belastungen       exportiert werden.
sungen - vor allem im Rahmen biolo-       oder den trophischen Gewässerzu-
                                                                                     Bisher bearbeitete GIS-Pro-
gischer Projekte - verlegt. Mit Beginn    stand dienen. In Augewässern stellen
                                                                                     jekte
des UNIGIS Lehrganges 1998 ist auch       Makrophyten auch Indikatororganis-
noch der Bereich GIS dazugekommen.        men für den Grad der Anbindung             Hydrologische Analyse von Gelän-
                                          eines Gewässers an den Hauptstrom          demodellen, theoretische Sonnen-
Angebotene Leistungen
                                          dar. Die aquatische Vegetation eignet      einstrahlung basierend auf einem
• GPS/Echo Gewässervermes-                sich daher hervorragend für ein mittel-    DGM, morphologische Analyse von
sung                                      bis langfristiges Gewässermonitoring.      Gewässern, Habitatanalysen, Verbrei-
Die Kombination eines dGPS-Systems                                                   tungskarten sowie Netzanalysen
(differential global positioning system) Je nach Fragestellung werden                (Mountainbikerouten).
mit einem Echolot erlaubt es, sämtli-
                                                                                     Eingesetzte Hard- und Software
che für die Vermessung eines Gewäs-        Unternehmensdaten:
sers notwendige Koordinaten (Lage                                                    - dGPS: Pathfinder ProXL von Trimble
und Tiefe) parallel zu erfassen. Die       GPS/Echo                                    (Genauigkeit 1m -10cm, postproces-
Daten werden in einem Datalogger           Mag. Georg Kum (UNIGIS 98)                  sing)
gespeichert und sind somit für eine                                                  - Echolot: Apelco 530 Fishfinder von
computergestützte Auswertung (GIS,         Adresse:                                    Apelco (Genauigkeit ca. 2% der
CAD, ...) direkt verfügbar. Basierend      Im Burgfried 72                             Gewässertiefe)
auf den Messdaten wird ein digitales       3270 Scheibbs                             - GIS: ArcView, Spatial- Network- und
Geländemodell (DGM) des Gewässers                                                      3D-Analyst von ESRI
erstellt, das Grundlage für morphome-      fon & fax: 07482/43619                    - DGM: Surfer 7.0 von Golden Soft-
trische und ökologische Analysen ist.      e-mail: georg.kum@netway.at                 ware



     Das dicke Ende: die aktuelle Projektarbeit
Schadinventur eines Kiefernmischbestandes
Ziel der Arbeit von Ruth Steinmetz        und Kronenschlussgrad aufgenom-            3. Kiefer und Lärche weisen mit zuneh-
(UNIGIS 98) ist die Inventur eines        men. Bestandeslücken und Totholz           mender Entfernung vom Stall ein ver-
Kiefernmischbestandes unter direktem      werden mittels einer Vollaufnahme          stärktes Höhenwachstum auf, das sich
Ammoniakeinfluss. Es sollte die räum-     erfasst. Außerdem wurde eine Schad-        bei der Kiefer ab 250m auf eine
liche Verteilung der Veränderungen        ansprache bei der Kiefer durchgeführt.     Höhe einpendelt; die Lärche hält ab
an einem Kiefernmischbestand von          Hierzu wurde der VDI-Schlüssel modi-       dieser Entfernung ihr Niveau, um dann
der Quelle des atmogenen Stickstoffs      fiziert, um an die gegebenen Verhält-      ab 350 m wieder etwas abzuflachen.
in Hauptwindrichtung anhand von           nisse angepasst zu werden. Für Kiefer      4. Über die Hälfte des Totholzes
Farbinfrarot-Luftbildern festgestellt     und Lärche wird ein vier- bzw. zwei-       befindet sich in einem Umkreis von
werden.                                   stufiger Schlüssel entworfen, um die       200m um den Putenstall.
Das Untersuchungsgebiet liegt im          morphologischen Ausformungen anzu-         5. Im Nahbereich des Stalles ist
Nordwestdeutschen Flachland. West-        sprechen. Die Schlüssel wurden an          eine Erhöhung der Bestandeslücken
lich, direkt angrenzend an den Bestand    zwei Testpersonen auf ihre Plausibilität   zu verzeichnen.
befinden sich zwei Putenmassentier-       hin geprüft. Die räumliche Analyse, die    6. Zur Ansprache von Baumart,
haltungen, die Hauptwindrichtung ist      GIS-Bearbeitung und kartographische        Vitalität bei Kiefer und morphologi-
nordwest, so dass aus dem Stall aus-      Aufarbeitung erfolgte mit PC ARC/          schen Veränderungen bei Kiefer und
tretender atmogener Stickstoff direkt     INFO bzw. ArcView.                         Lärche wurde ein Schlüssel entwickelt.
zur Waldfläche getragen wird. Die                                                    7. Der Schwerpunkt des Schadniveaus
Datenerfassung erfolgt an dem analy-      Die Ergebnisse der Untersuchung:           liegt bis 200m Entfernung zur Quelle
tischen Stereoauswertgerät Kern DSR       1. Bei der Kiefer ist über die gesamte     auf der Stufe 2, schwach geschädigt,
11/8. Um einen Gradienten zu erfas-       Probefläche eine leichte Zunahme der-      ab 200m auf Stufe 1, Warnstufe.
sen, wird ein regelmäßiges Probe-         Kronengröße zu verzeichnen; bei der        8. Bei Kiefer und Lärche überwiegt
kreisnetz über die Fläche gelegt, mit     Lärche ist dies nur in den ersten          in den ersten 100m, bzw. 200m die
einer Verdichtung der Probekreise im      250m ersichtlich.                          veränderte Architektur der Krone; bei
westlichen Bestandesteil. Es werden       2. Der Kronenschlussgrad nimmt bis         beiden normalisiert sich die Form ab   Ruth Steinmetz
Baumart, Kronengröße, Baumhöhe            zu einer Entfernung von 250m zu.           300m.                                  gisfisch@t-online.de
Seite 4                                                                                                                        UNIGIS OFFLINE 2/00



          Delphi2 und ZGIS unterzeichnen
          Kooperationsvertrag
          Delphi2-Definiens AG und das                               Schnittstelle von Fernerkundung, digi-   das menschliche Gehirn Information
          Zentrum für Geographische Informa-                         taler Bildverarbeitung und GIS. Aus      erfasst.
          tionsverarbeitung Salzburg ZGIS unter-                     der ursprünglichen Forschungsgruppe      Das ZGIS versteht sich seit mehr als
          zeichnen einen Kooperationsvertrag                         um Physiknobelpreisträger Prof. Binnig   einem Jahrzehnt als Katalysator neuer
          zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet                          entwickelte sich eine aufstrebende       Entwicklungen und Technologietransfe-
          Geographischer Informationsverarbei-                       europäische high-tech Firma. eCogni-     reinrichtung und arbeitet eng mit Wirt-
          tung.                                                      tion ist das erste marktreife Produkt    schaft und Verwaltung zusammen.
          Die Firma Delphi2-Definiens AG                             einer neuen Generation von Bild-
                                                                                                              Mit einer strategischen Kooperation
          (www.delphi2.de) entwickelt innovative                     analysesoftware und extrahiert Bildin-
                                                                                                              wollen Delphi2 als Firma und ZGIS als
          Software zur Bildanalyse an der                            formation multi-skalar - ähnlich wie
                                                                                                              Forschungsinstitution und Ausbildungs-
                                                                                                              zentrum diesen innovativen Ansatz
                                                                                                              durch gemeinsame Forschungsinitia-
                                                                                                              tiven wissenschaftlich absichern und
                                                                                                              das Anwendungspotenzial untersu-
                                                                                                              chen. Neben den Studenten der
                                                                                                              Universität Salzburg können auch
                                                                                                              Geoinformationsexperten im berufsbe-
                                                                                                              gleitenden UNIGIS Fernstudium mit
                                                                                                              dieser innovativen Technologie arbei-
                                                                                                              ten.
                                                                                                              Eine ausführliche Beschreibung von
                                                                                                              eCognition finden Sie im Software
            von links nach rechts: Thomas Blaschke, Thomas Grevel, Martin Baatz, Josef Strobl.                Special auf Seite 6.               tb




            Thomas Ebert, Johann Fersterer, Frank Isselhorst, Walter
          Rieder (nicht im Bild) und Klaus Bischoff (rechts), nahmen
           am 15. Juni an der feierlichen Überreichung der Sponsi-
          onsurkunden in der Großen Aula der Universität Salzburg
          teil. Lehrgangsleiter Eric Lorup und UNIGIS Administrato-
               rin Erika Peterwagner (2.u.3.v.r.) wohnten dem Festakt
                                                           gerne bei.
             Ebenfalls zum MAS in GIS spondierten kürzlich Oliver
              Hauptstock, Margot Holz, Martin Johner, Ute Laden-
            dorfer, Jochen Wetzel, Eduard Walgram, Adrian Matter
           und Dieter Lehmann, ihnen allen gratulieren wir herzlich
                 und wünschen viel Erfolg - auf Wiedersehen beim
                                                   Club UNIGIS?!


                                    Feierliches am Rande
                                    In Österreich wird gerne zu jeder Gelegenheit gefeiert. Als Nicht-
                                    Einheimischer ensteht da zuweilen der Eindruck, dass die hiesige
                                    Getränkeindustrie darüber nicht unglücklich sein kann und ihrer-
                                    seits wichtige Beiträge dazu liefert. Dieses wurde kurz vor Redak-
                                    tionsschluss wieder einmal bestätigt, als die ersten UPROFIS
                                    dem Lehrgangsteam (indirekt) zu einer Flasche Spitzensekt ver-
                                    halfen, indem sie als erste Absolventen mit Bravour durch
                                    die Ziellinie des Lehrgangs gegangen sind. Ursula Englert und
                                                  Ulrich Strothmann haben wir - in deren Abwesenheit - hochleben
                                                   lassen und wollen hiermit noch nachträglich zu diesem „Happy End“
                                                    gratulieren. Beide haben sich damit als die ersten „akademischen Geo-
                                                     informatiker“ qualifiziert, was automatisch „eine Runde“ auf Kosten
                                                      der Studienleitung bei der nächsten AGIT / Gelegenheit bedeutet.
                                                      Nochmals ein Kompliment zu der erbrachten Leistung! Wir freuen uns
                                                        mit beiden, natürlich auch mit Blick auf das zu Beginn geschriebene
                                                        :-) !
                                                                                                                      Gerhard Engel
UNIGIS OFFLINE 2/00                                                                                                                                            Seite 5



ZGIS-Jobbörse in                                Lebenslanges Lernen Weltweit
neuem Gewand
Unter www.zgis.at/jobs ist seit einigen
                                          Live SQL Tutorial
                                          Wie wir alle wissen nehmen Daten-                 die Möglichkeit, eine ‚live database‘
Wochen eine neu gestaltete Benut-
                                          banken in der GI-Welt eine zuneh-                 direkt via Internet-Formular mit SQL
zeroberfläche der bewährten Job-
                                          mend zentrale Stellung ein - daher                Statements abzufragen.
Börse verfügbar. Dieser Dienst hat
                                          sind auch gute Kenntnisse der „Struc-
sich in den letzten Jahren ganz                                                             Damit hat der Lernende die Möglich-
                                          tured Query Language“ - SQL immer
hervorragend zur GI-Job-Vermittlung                                                         keit sofortiges Feedback zu erfahren,
                                          wichtiger. Diese standardisierte Defini-
im deutschsprachigen Raum bewährt!                                                          zu sehen ob ein Statement wie erwartet
                                          tions- und Abfragesprache für Daten-
Sowohl bei der Suche nach Mitarbei-                                                         ausgeführt wird, und allfällige Formal-
                                          banken ist Grundlage nicht nur für
tern als auch für neue berufliche Her-                                                      fehler oder Fehlspezifikationen sofort
                                          die direkte Kommunikation mit Daten-
ausforderungen sollten Sie unbedingt                                                        zu korrigieren. Sqlcourse.com ist damit
                                          banken, sondern insbesondere auch
diese Plattform nutzen - durch das                                                          jedenfalls eine sehr empfehlenswerte
                                          für die programmtechnische Koppe-
hochqualifizierte Publikum dieser Web-                                                      Lern-Ressource, die zu raschem Stu-
                                          lung von GI-Bausteinen mit DBMS.
site sind die Vermittlungserfolge über-                                                     dienerfolg führt und insbesondere zur
durchschnittlich!                         Der Erwerb von SQL-Fertigkeiten im                Vertiefung der Einführung im UNI-
                                          ‚Trockentraining‘ ist mühevoll und                GIS-DBMS-Modul vorteilhaft herange-
                                          wenig erfolgversprechend, weil doch               zogen werden kann. Wer es dann
                                          syntaktische Besonderheiten und                   ganz genau wissen will: unter
ZGIS Seminarpro-                          Feinheiten der Abfragegestaltung eini-            http://sqlcourse2.com/ wartet schon
gramm WS 00/01                            ger praktischer Erfahrung bedürfen.               die Fortsetzung :-)
                                          Ein ideales Trainingswerkzeug stellt
Ab sofort ist das neue ZGIS Semi-         daher das Online-Tutorial unter
narprogramm (www.zgis.at/seminare)        http://sqlcourse.com/ dar: neben
auch in gedruckter Form erhältlich.       einer umfassenden Einführung in
Alle Veranstaltungen im Winterseme-       Sprachumfang, Syntax und Anwen-
ster 2000/2001 sind mit Kurzbeschrei-     dung von SQL besteht an jeder Stelle
bungen enthalten. Das ZGIS Team
hat sich auch diesmal wieder bemüht,
sowohl für GIS Profis als auch für Ein-
steiger ein ansprechendes Programm
zusammenzustellen. Inhaltlich wird ein
breites Themenspektrum abgedeckt,
das von Software-spezifischen Schu-
lungen über Geostatistische Methoden
                                                                                ZGIS Seminare
bis hin zu Geomarketing Seminaren            21./22.9.2000                                           ArcView Extension „FME Themes“
reicht.                                      Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34                     H. Pock
                                             27.-29.9.2000                                                                          Grundlagen von ArcInfo 8
Bestellen können sie das Programm            Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34                                            B. Zagel
unter zgis_seminar@sbg.ac.at oder
per Fax unter +43/662/8044-5224.             29./30.9.2000                                                 GPS für GIS-Anwender
                                             Ort: Karlsruhe. Anmeldung: www.gik.uni-karlsruhe.de/GPSGIS/anmeldung.html   N. Rösch
                                             12./13.10.2000                             Geo-Applikationen mit ESRI‘s Map Objects
                                             Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34             G. Ehgartner
Seminar: GPS für                             18.-20.10.2000                                                                             IDRISI als GI-Werkzeug
GIS-Anwender                                 Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34                                               E. Lorup
Dieser Kurs, der in Karlsruhe am 29.         18./19.10.2000            ArcView für Biologen, Ökologen und Geowissenschaftler
und 30. September 2000 bereits zum           Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34        .
                                                                                                                P Schreilechner
zweiten Mal durchgeführt wird, richtet       9./10.11.2000                                                GeoMarketing - Business GIS
sich an GIS-Anwender der verschiede-         Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34                  M. Czeranka
nen Disziplinen. Es werden lediglich         10.11.2000                     OpenGIS: Perspektive und Entscheidungsgrundlagen
GIS-Kenntnisse allgemeiner Art vor-          Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34              J. Strobl
ausgesetzt. Neben der Positionsbe-
                                             15./16.11.2000          Erfassung & Auswertung v. biologischen Verbreitungsdaten
stimmung mit GPS und dessen                  Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34         .
                                                                                                                 P Schreilechner
Systemkomponenten, werden auch
absolute und differentielle Echtzeit-        16./17.11.2000                                              Datenintegration mit ArcView
                                             Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34                  M. Mittelböck
Methoden behandelt. Darüber hinaus
wird die Umwandlung der mit GPS              22.-24.11.2000                                          Neue GIS Konzepte mit ArcInfo 8
erzeugten Daten in Gebrauchskoor-            Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34                    B. Zagel
dinaten erörtert. Zu allen Themen            1.12.2000                                                Point Pattern Analysis Methoden
werden sowohl theoretische Grund-            Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34                     M. Leitner
lagen vermittelt als auch praktische         5./6.12.2000                        Satelliten-Fernerkundung und Bildinterpretation
Übungen durchgeführt.                        Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34            .
                                                                                                                    P Zeil / S. Lang
Weitere Infos:                               6.12.2000                                                                              Internet als GIS-Plattform
http://www.gik.uni-karlsruhe.de/             Naturwissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hellbrunnerstr. 34                                               J. Strobl
GPSGIS/index.html                                                 Das vollständige, aktuelle Programm finden Sie unter http://www.zgis.at/seminare .
Seite 6                                                                                                                     UNIGIS OFFLINE 2/00



                         Multiskalare Bildanalyse mit eCognition
     Die Software        „Beware of per-pixel characterization      • und die objekt-orientierte, wissens-onswerte wie freie Wiesen aufweist und
          Software Special
   eCognition von
         der Firma
Delphi2/Definiens
                         of land cover“ - so lautet der plakative
                         Titel eines Aufsatzes von J. R. TOWN-
                         SHEND et al. im International Journal
                                                                    basierte Bildklassifikation mit Hilfe von
                                                                    Fuzzy-Logik.
                                                                 Multiskalare
                                                                                                          deshalb mittels herkömmlicher pixel-
                                                                                                          basierter Klassifikationsverfahren ohne
                                                                                                          semantische Zusatzinformation nicht
setzt neue Trends        of Remote Sensing. Die vertrauten       Bildsegmentierung                        unterschieden werden kann. Die ent-
im Bereich Image         Pixel, die unumstößlichen atomaren                                               scheidende semantische Information
          Analysis.      Bestandteile von Bilddaten, haben sie   Durch die Bildsegmentierung wird auf wäre in diesem Fall die Tatsache,
Bildklassifikation       etwa heutzutage etwas Bedrohliches      verschiedenen Ebenen ein hierar-         dass das Bildobjekt ‚Stadtpark‘ zum
     und -analyse        an sich, so dass man sich vor ihnen     chisches Netzwerk aus Bildobjekten       überwiegenden Teil von geschlossener
erfolgen wissens-        in acht nehmen müsste? Fast scheint     aufgebaut, sodass die gesamte Bild-      Bebauung umgeben ist. Durch die
 basiert, aufbau-        es so, nicht zuletzt, weil wir uns mit  information in mehreren Auflösungs-      explizite Dingfestmachung jeder Regel,
   end auf einem         zunehmenden Datenmengen konfron-        niveaus repräsentiert wird. Durch das    die der Klassifikation zugrunde liegt,
   hierarchischen        tiert sehen, die z.B. bei den nun ope-  entstehende Netzwerk stehen die Bild- kann der Entscheidungsprozess einzeln
    Netzwerk aus         rationell verfügbaren IKONOS Szenen     objekte in Beziehung zueinander,         rückverfolgt und dann ggf. die Regel
     Bildobjekten.       mit 1m Bodenauflösung anfallen. Her-    einerseits geometrisch, d.h. durch       modifiziert werden. Nachdem die
                         kömmliche Methoden der pixel-basier-    einen Segmentierungsvorgang ermit-       Klassen hierarchisch organisiert sind,
                         ten Klassifikation stoßen hier nicht    telte Objektgrenzen bilden auch          werden Eigenschaften vererbt. In einer
                         nur an technische Grenzen, sie sind     zwingende Grenzen für alle Folge-        weiteren Organisationsstruktur ‚Group‘
                         auch methodisch limitiert, weil durch   vorgänge der Segmentierung, ande-        werden die Klassen semantisch geord-
                         die hohe geometrische Auflösung eine    rerseits auch über Nachbarschafts-       net, dort würden beispielsweise städti-
                         bedeutende spektrale Varianz auftritt,  und Hierarchiebeziehungen. Objekte       sche Versiegelung und Stadtpark unter
                         welche die Bildklassifikation erheblich ‚kennen‘ beispielsweise die Anzahl       die Oberklasse ‚städtisch‘ zusam-
                         erschwert und dann allenfalls zu einem  ihrer Nachbarn sowie die ihrer Super- mengefasst werden. Das aufgestellte
                         unerwünschten Salt-and-Pepper-Effekt    und Subobjekte. Die durch die            Regelwerk kann abgespeichert werden
                         führt. Pixel als Bildelemente im spei-  Segmentierung gebildeten Bildobjekte und z.B. für angrenzende Szenen -
                         chertechnischen Sinn bleiben wohl       bieten zahlreiche Features an, hinsicht- zumindest theoretisch - direkt genutzt
                         bestehen, sie haben jedoch, wenn        lich Reflexion, Form, Textur, vertikalem werden.
                         man neue Trends der Bildverarbeitung    und horizontalem Hierarchiegefüge
                                                                                                          Fazit
                         ansieht, als zentrale Instanz der Bild- sowie der Beziehungen zu Nachbarob-
                         klassifikation ausgedient. Die ‚neuen‘  jekten und Subobjekten.                  Die beschriebenen methodischen
                         Elemente sind nun Objekte, seman-       Objekt-orientierte, wissensba-           Innovationen von eCognition machen
                         tische Verbände der ursprünglichen      sierte Klassifikation                    die Software zu einem zukunftweisen-
                         Pixel.                                                                           den Bildverarbeitungsprogramm - vor
                                                                 Wie schon angedeutet, vollzieht sich     allem für Anwender, die auf spezifi-
                         Doch von vorn - wir kennen den Effekt die Klassifikation des Bildes auf Basis
                                                                                                          schen oder mehreren Auflösungsebe-
                         zur Genüge: Satellitenszenen wirken     der Bildobjekte. Eine objektbezogene     nen arbeiten, aber die aufwendige und
                         beeindruckend und sehr realistisch,     Klassifikation bietet die Möglichkeit,   kritische image fusion unterschiedlich-
                         bis man sich dem Auflösungsniveau       die oben genannten Objekteigen-          ster Datenquellen umgehen und von
                         nähert. Die vorher einheitlich wirken-  schaften mit einzubeziehen und so ein einem konsistenten Datensatz ausge-
                         den Bildstrukturen und -objekte „pixeln komplexes Regelwerk aufzubauen, das
                                                                                                          hen wollen. Obwohl das Final Release
                         aus“, und es ergibt sich für uns        als Wissensbasis für die Zuordnungs-     von eCognition 1.0 gerade erst statt-
                         kein sinnvoller Zusammenhang mehr       regeln zu definierten Klassen dient.     findet, läuft die Software durchaus
                         zwischen den Pixeln. Wenn man es        Die zusätzliche Nutzbarmachung von       stabil, bereitet keine Installationspro-
                         aber schaffen würde, Pixelgruppen ent- objektbezogener Information verlangt
                                                                                                          bleme und ist im Wesentlichen bugfrei.
                         sprechend unserer visuellen Wahrneh- umfangreiches Wissen über bestimmte
                                                                                                          Inhaltlich und methodisch gesehen ist
                         mung zusammenzufassen, und dann         Spezifika der Vertreter zu generieren-   in diesem Stadium aber auch noch
                         auf Basis dieser Bildobjekte weitere    der Klassen.                             Entwicklungspotential vorhanden, um
                         Analysen und Klassifikationen durch zu
                         führen, wäre das nicht nur speicher-    Gerne wird das Beispiel der Klassifizie- die Software in ihrer Selbstständigkeit
                                                                 rung eines Bildobjekts als ‚Stadtpark‘   und Vollwertigkeit noch höher zu
                         platztechnisch genial.
                                                                 angeführt, das praktisch idente Reflexi- bewerten.                             sl
                         Nun, genau das macht die Bild-
                         verarbeitungssoftware eCognition der
                         Münchener Firma Delphi 2 Creative
                         Technologies. eCognition soll einen
                         wesentlichen Beitrag zum zukünftigen
                         Management der immer größer wer-
                         denden Informationsmengen durch
                         hochauflösende Satellitendaten zu lei-
                         sten und als Bindeglied zwischen vor-
                         verarbeiteten Bilddaten und weiteren
                         GIS-Analysen dienen.
                         Im Wesentlichen baut eCognition auf
                         zwei innovative und richtungsweisende
                         methodische Prinzipien,
                         • die multiskalare Bild-Segmentierung
UNIGIS OFFLINE 2/00                                                                                                                         Seite 7



                                     Angetestet: ArcIMS 3.0
 Nach einigen Erfahrungen mit den bis       gegebene GIS-Umfeld und Anpas-              gen: die Kartendienste, ähnlich den
 dato verfügbaren IMS (Internet-Map-        sungsmöglichkeiten der Clients gete-        „Services“ in Windows NT oder den
 Server)-Produkten, die nicht immer         stet. Die Serverprozesse haben sich         „Daemons“ in UNIX, richten sich bei
 sehr zufriedenstellend waren, haben        erfreulicherweise als sehr stabil erwie-    einem Neustart des Servers automa-
 wir uns vor 3 Monaten als ArcIMS           sen - vermutlich deshalb, weil die          tisch wieder ein. Dies erhöht die
 Betasite bei ESRI USA angemeldet           Architektur dieses Produktes explizit für   Garantie auf kontinuierliche Verfüg-
 und sind an das Testen ihres neuen         den Einsatz im Web entworfen wurde.         barkeit des Dienstes in erheblicher
 Produkts ArcIMS 3.0 herangegangen.         Vereinfacht könnte man den Unter-           Weise.
 Was uns bisher immer fehlte, war           schied zu den herkömmlichen IMS-            Zur Erstellung der Webseiten, in
 die Möglichkeit des Ansprechens ver-       Produkten von ESRI folgendermaßen           denen die mapservices untergebracht
 schiedenster Zielgruppen mit einem         formulieren: Es handelt sich hierbei        sind dient der „designer“, es wird
 Produkt (von der breiten Öffentlich-       nicht um eine simple Web-Fernsteue-         unterschieden in einfache HTML-
 keit und deshalb ohne PlugIn bis zum       rung einer oder mehrerer(!) traditio-       Clients (mit JavaScript ausgestattet,
 Spezialisten mit performanter, hoch        neller GIS-Instanzen, sondern um das        unterstützen nur Image-Streaming )
 interaktiver Benutzerschnittstelle), die   Abfragen bzw. Darstellen zahlreicher        und JAVA-Clients (mit PlugIn und u.a.
 Skalierbarkeit auf Serverseite und vor     Kartendienste, die serverseitig aufbe-      Feature-Streaming). Die Erstellung
 allem die Stabilität und Geschwindig-      reitet wurden - diese belasten den          der Seiten gestaltet sich als sehr ein-
 keit des Mapservers.                       Server nicht, wenn sie nicht abgefragt      fach. Wer aber von seinen Webseite
 Wir haben das Produkt am Beispiel          werden. Man kommt deshalb auch              mehr herausholen will, muss aller-
 einer relativ komplexen Applikation        mit schwächeren Maschinen und ent-          dings in JavaScript- bzw. Java Clien-
 für Bauleitpläne auf Stabilität und        sprechend niedrigeren Kosten aus. Es        tapplikationen vordringen.
 Integrierbarkeit des Servers in das        ist noch mehr Erfreuliches hinzuzufü-              Ivo.Planoetscher@territoriumonline.com




                                         Software & Partner
GemGIS - auf dem Weg zum Informationsmanagement
Seit nunmehr 7 Jahren setzen öster-         Anzahl der gleichzeitigen Zugriffe
reichische Städte und Gemeinden             können mit der Einführung des
GemGIS als kommunales GIS ein.              GemGIS Geodatenservers zukunftssi-
Von Anbeginn war es einer unserer           cher abgedeckt werden. Aufgebaut
wichtigsten Entwicklungsansätze, GIS        auf der neuen ArcSDE 8 Technologie
in der Kommune nicht als eigenstän-         werden die Daten in einem relatio-
dige Disziplin, sondern als integralen      nalen Datenbanksystem (Oracle, MS
Bestandteil der Kommunalverwaltung          SQL-Server) vorgehalten und können
zu etablieren. Die Integration in die       mit der neuen GemGIS 4 Produktreihe
K.I.M. Kameralistikprodukte Bauakts-        genutzt werden.
verwaltung, Meldeamt, Steuern und      Als weitere große Herausforderung
Abgaben ermöglichte eine work flow     arbeiten wir seit über 2 Jahren am
orientierte Nutzung von räumlichen     Aufbau geeigneter Internet/Intranet
Daten bei der Bewältigung der tägli-   Lösungen für den kommunalen
chen Verwaltungsaufgaben.              Bereich. Hier ergab sich bereits sehr            Störungsdienst sofort auf dem Bild-
Aufbauend auf der Datenerfassung mit früh eine logische Trennung zwischen               schirm. Eine weitere Innovation ist
GemGIS PRO war sehr schnell der        den verwaltungsinternen Anforde-                 ArcPad, ESRI‘s mobile GIS Station
Bedarf nach einfachen Abfrage- und     rungen und den Aufgaben eines                    inkl. Erfassungsfunktionalität und GPS
Analysestationen gegeben, welcher mit Bürgerinformationssystems. Für das                Anbindung für Windows CE Handheld
GemGIS VIEW erfolgreich abgedeckt      Bürgerinformationssystem konnte mit              Computer.
werden konnte. Mit der Einführung      der Integration in RIS Kommunal die
von GemGIS EASY wurde auf die          angestrebte Mehrfachnutzung kommu-
ständig steigende Nachfrage nach       naler GIS Daten erreicht werden. Das
zusätzlichen, kostengünstigen GIS Aus- herausragende an dieser Lösung ist,
kunftsplätzen reagiert. Seit der Grün- dass die Sachdaten extern via Internet                                            Info & Kontakt:
dung der SynerGIS Deutschland          durch den Bürger, Unternehmen etc.               Peter Remesch, Fa. SynerGIS Informationssysteme
konnte die Entwicklung von Fachda-     eingegeben werden können und somit                             E-mail: p.remesch@synergis.co.at
tenbanken stark forciert werden und    automatisch für GemGIS WebCITY                                          http://www.synergis.co.at
so können wir unseren Kunden mitt-     verfügbar sind. Einen Eindruck dieser                                      Tel.+43 (0)1 87806-0
lerweile über 15 Fachdatenbanken       Lösung erhalten Sie beispielsweise
                                                                                          In unserer Rubrik Software & Partner wird jeweils ein
wie Baumkataster, Friedhof, Ökokon-    unter www.kufstein.at.
                                                                                          Produkt eines UNIGIS-Partners aus der GI-Industrie
tierung etc. anbieten.                 Zusätzlich stellen wir auf der AGIT                vorgestellt. UNIGIS Mitarbeiter oder Kursteilnehmer
Heute wird GemGIS als kommunales            2000 erste Integrationslösungen wie           mit GIS-Erfahrung präsentieren aktuelle Software.
GIS in mehr als 500 Städten und             GIS-CRM vor. So sind CallCenter               UNIGIS Studenten, die ihre ESRI Software bei der Fa.
Gemeinden in Österreich und                 Lösungen in Verbindung mit räum-              Synergis bestellen, bekommen GemGIS auf Anfrage
Deutschland eingesetzt. Die ständig         lichen Informationen eine weiterer            gratis mitgeliefert. Derzeit sind zwar keine konkreten
zunehmenden Anforderungen durch             Schritt in Richtung Kundennähe.               Übungsaufgaben mit dem Produkt im Einsatz, jedoch
die steigende Größe der zu betreu-          Stromversorger haben beispielsweise           befindet sich ein Modul zu Kommunalen Informations-
                                                                                          systemen (KIS) in Planung.
enden Verwaltungseinheiten und der          so die aktuellen Lageinformationen im
              UNIGISler fast ganz privat
                                                Jeden Grund zu Feiern haben auch
                                                Günter und Barbara Brunner-Maresch,
                                                die Projektkoordinatorin bei ZGIS: Im
                                                März wurde geheiratet und im Mai kam
                                                auch schon Kristina auf die Welt, um das
                                                junge Glück zu vervollständigen. Wir gra-
                                                tulieren herzlich und wünschen Barbara
                                                eine „erholsame“ Karenzzeit ;-)




Nicht nur UNIGISler geben Anlass zum
Feiern, auch das Lehrgangsteam freut
sich über Nachwuchs: die kleine Marion
ist inzwischen schon 5 Monate alt und
blickt ganz interessiert in die Kamera...
Was der Papa mit dem komischen
Kästchen da wohl macht?
Sabine und Bernhard Zagel sind die
glücklichen Eltern des Wonnebündels!


 Von: Markus Summer [mailto:markus.summer@gmx.net]
 Gesendet: Donnerstag, 11. Jänner 2001 07:45
 An: UniGis Lehrgangsteam
 Betreff: Unigis 99 USA

 Liebes Lehrgangsteam,

 nach einigem Hin- und Her und Dank
 der Unterstuetzung durch Prof. Strobl und
 Michael (noch mal vielen Dank!) bin ich nun
 endlich in den USA und arbeite bei einer
 kleinen Softwareentwicklungsfirma, die GIS-
 Applikationen auf der Basis von MapInfo her-
 stellt (Versicherungen, Telekommunikation,
 CrimeMapping, etc http://www.psadallas.com).
 Das angehaengte Foto macht hoffentlich deut-
 lich, wo ich in den USA gelandet bin.
 Natuerlich haenge ich jetzt bei der Modulbearbeitung ganz
 schoen hinterher, aber das aendert sich hoffentlich in
 Kuerze. Deshalb und weil ich jetzt sowieso viel program-
 miere, wuerde ich gerne das Modul „Applikationsentwicklung
 und Softwareintegration“ als naechstes anpacken.                                           Wichtige Adressen für UNIGISler:

                                                                                            UNIGIS Homepage:
 Auf jeden Fall noch mal vielen Dank,                                                               http://www.unigis.ac.at
 Markus Summer
                                                                                            E-mail UNIGIS:
                                                                                                      unigis@sbg.ac.at


                                                                                            UNIGIS MAS Web:
                         UNIGIS Termine                                                             http://www.unigis.ac.at/unigisweb
                                                                                            E-mail UNIGIS MAS Team:
 4.-6. Oktober 2000: Umweltinformatik Bonn (http://www.giub.uni-bonn.de/ui2000)                       umasteam@mail.geo.sbg.ac.at
 9. Oktober 2000: Lehrgangsbeginn UNIGIS Professional
                                                                                            UNIGIS Professional Web:
 11.-13. Oktober 2000: Intergeo Berlin (http://www.intergeo.de)                                      http://www.unigis.ac.at/uprofweb
 27. Oktober 2000: UNIGIS Professional: Einführender Workshop                               E-mail UNIGIS Professional Team:
                                                                                                      uprofteam@mail.geo.sbg.ac.at
 15. November 2000: Global GIS Day (http://www.gisday.com und für Österreich
                          http://www.geo.sbg.ac.at/projects/gisday)
                                                                                            Club UNIGIS:
                                                                                                     http://www.unigis.ac.at/club
 7.-9. Dezember 2000: UNIGIS MAS 2000 Workshop
                                                                                            E-mail Rundverteiler Club UNIGIS:
 4.-6. Jänner 2001: Lehrgangsbeginn UNIGIS MAS                                                        ClubUNIGIS-L@sbg.ac.at

				
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