Prsentation der Dissertation am

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Prsentation der Dissertation am Powered By Docstoc
					           Präsentation der Dissertation über :



  „Frauen im Spannungsfeld
 zwischen Karriere oder Kind“
Über Erschwernisse der Frauen in Österreich,
       Karriere und Kind zu vereinen
            Themenschwerpunkte

   Probleme der Frauen in Österreich Karriere und Kind zu vereinen

   Welche Auswirkungen haben diese Vereinbarkeitsprobleme auf
    die Gesellschaft

   Durch welche Maßnahmen können die beiden gesellschaftlichen
    Probleme „Rückgang der Geburtenrate bei den hochqualifizierten
    Frauen“ und „Risiko der Armut bei den gering qualifizierten Frauen
    samt ihren Kindern“ verringert werden.
                Historischer Rückblick
   Vor 1970 Jahre mussten gebildete Frau zwischen Familie und Beruf
    wählen,für ungebildete Frauen war der Hausfrauenstatus ein Privileg.

   Erst um 1970 forderte die Frauenbewegung Vereinbarkeit von Familie
    und Beruf, Kinderbetreuungseinrichtungen und familiengerechte
    Arbeitszeitmodelle.

   Diese Forderungen wurden nicht erfüllt, da der Wirtschaft und Verwaltung
    genügend männliche, jederzeit verfügbare Arbeitskräfte zur Verfügung
    standen.

   Gebildete Frauen müssen sich daher weiterhin entweder für eine berufliche
    Karriere mit finanzieller Eigenständigkeit aber ohne Kind oder für eine Familie
    und eine eingeschränkter Berufstätigkeit entscheiden.
Familienmodelle: „Alleinverdiener“ & „Doppelverdiener“

„Alleinverdiener“ und das
weiterentwickelte Modell der „Modifizierten Versorgerehe“

Das „Alleinverdiener“ Modell entsprach der Industriegesellschaft mit sicheren
und gut bezahlten Arbeitsplätzen für Männern. In der heutigen Wirtschaft ist
es extrem risikoreich.

Das Modell der „modifizierten Versorgerehe“ mit einer vollen Integration des
Mannes und einer sehr beschränkten Integration der Frau in den Arbeitsmarkt
wird in Österreich am meisten gefördert. Es führt zu einer starken Abhängigkeit
der Frau von ihrem Mann und zur Gefahr, dass die Frau bei Verlust des Mannes
samt ihren Kindern in Armut gerät.

„Doppelverdienermodell“

Das „Doppelverdienermodell, bei dem beide Partner mit guter Ausbildung
berufstätig sind und beide ein existenzsicherndes Einkommen beziehen,
wird in den skandinavischen Ländern am stärksten gefördert. Es entspricht am
besten der postindustriellen Wirtschaft. Die Armut ist gering und trotz
Berufstätigkeit der Frauen ist die Geburtenrate hoch.
    Methodische Vorgangsweise
1. Quantitative Befragung „Mehr Chancen für Frauen im Beruf“ mit
   1.570 Teilnehmerinnen (Angestellte von 35 –50 Jahren in OÖ) mit
       Faktorenanalyse
       Pfadanalyse

2. Qualitative Interviews in den Jahren 2004 – 2007

3. Teilnahme an einschlägigen Seminaren und Vorträgen

4. Gespräche mit Experten und Expertinnen

5. Umfangreiches Literaturstudium
Ergebnisse der quantitativen und
    qualitativen Befragung:
Faktorenanalyse:

„Hauptproblem ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“

Die Frauen wünschen sich eine Unterstützung bei der Bewältigung
dieses Problems sowohl vom Staat als auch vom Arbeitgeber.

Gemäß Pfadanalyse sind die Haupteinflüsse
auf den beruflichen Aufstieg:

       Vollzeitbeschäftigung
       keine betreuungspflichtigen Kinder
       höheres Bildungsniveau verbunden
       mit Interesse an Weiterbildung
       größerer Betrieb
                 Forschungsfrage
„Liegt die Erwerbstätigkeit von Frauen mit Kindern im Interesse der
Österreichischen Wirtschaft im allgemeinen und der österreichischen
Gesellschaft im besonderen?

Wenn ja, wie könnten die derzeit in Österreich bestehenden
Vereinbarkeitsprobleme entschärft werden?“

Aus volkswirtschaftlicher Sicht, kann die Frage eindeutig mit „ja“
beantwortet werden.

Aus Sicht der Wirtschaft kann die Frage nicht eindeutig mit „ja“ oder
„nein“ beantwortet werden. Die Beantwortung ist stark Abhängig von:

       der Qualifikation der Frau,
       von ihrem Spezialwissen und ihrer sozialen Kompetenz,
       wie leicht eine gleich gute Ersatzkraft am Arbeitsmarkt
        gefunden werden kann,
       von den Kosten für die Einschulung der neuen Arbeitskraft
 Volkswirtschaftlicher Nutzen des
    „Doppelverdienermodells“
Eine Vielzahl von internationalen Studien bestätigt, dass die
Berufstätigkeit von Frauen mit Kindern im Interesse des Staates liegt.
Die direkten und indirekten Rückflüsse an die öffentliche Hand
übersteigen die Kosten der Kinderbetreuungseinrichtungen.

Beispiele für Studien sind:

„Volkswirtschaftliche Analyse der Nachmittagsbetreuung
an OÖ Volksschulen“ von Schneider und Dreer, 2005

„Kindertagesstätten zahlen sich aus“
von Müller / Kucera / Bauer,2001

Gösta Esping-Andersen weist in einer Studie aus dem Jahr 2002
nach, dass das dänische Finanzministerium durch die kürzere
Berufsunterbrechung und das höhere Lebenseinkommen der Mütter
mehr Einnahmen erzielt, als es für die Kinderbetreuung ausgibt.
3 Prototypen von Frauen in Österreich
1. Die karriereorientierte Frau: derzeit ca. 20%
   - Hochqualifizierte Berufsausbildung – Karriere hat Vorrang vor Kinderwunsch
   - Gesellschaftliches Problem: Rückgang der Geburtenrate

2. Die familienorientierte Vollzeithausfrau: derzeit ca. 30%
   - ca. 20% der hochqualifizierten Männer ) sind mit Vollzeithausfrauen
   - ca. 40% der niedrigqualifizierten Männer ) verheiratet
   - Gesellschaftliches Problem: Verliert der Mann den Arbeitsplatz oder
   verunglückt, besteht die Gefahr, dass die ganze Familie in Armut gerät.

3. Die Frau, die Familie und Beruf vereinen will: derzeit ca. 60%
   Voraussetzung:
   - Bedarfsgerechte und kostenlose Kinderbetreuung
   - Familiengerechte Arbeitsorganisation (insbesondere im öffentlichen Dienst)
   - Kostenlose Weiterbildung (insbesondere von niedrig qualifizierten Frauen)
   - Vereinbarkeit wird als privates und nicht als gesellschaftliches
     Problem angesehen.
Interesse der Frauen an der Berufstätigkeit
Das Interesse hängt stark ab von:

   der Herkunft,
   der Ausbildung,
   den Einkommenserwartungen,
   den institutionellen Rahmenbedingungen und
   der Einstellung zur Berufstätigkeit einer Mutter.
    53% der Österreicher/innen sind der Ansicht, dass eine Mutter, wenn es
    nicht unbedingt finanziell erforderlich ist, beim Kind daheim bleiben sollte.

Je höher die Ausbildung der Frau ist, um
so schneller will sie in den Beruf zurück.

Frauen mit geringer Qualifikation, deren Partner gut verdient, bleiben oft
daheim, da die Relation der erzielbaren Erhöhung des Familienein-
kommens durch den außerhäuslichen Erwerb zu den durch die
Erwerbsarbeit verursachten Kosten ungünstig ist. Eine Vollzeit-Hausfrau
kann ihrem Mann ein schöneres Heim bieten als eine Berufstätige.
   Mechanismen der Einflussnahme der
Frauenerwerbstätigkeit auf die Ehestabilität
 Positiv wirkt sich nur der Einkommenseffekt aus.

 Negativ wirken sich aus:

      Statuswettbewerb
      Verringerung ehespezifischer Investitionen
      Abwesenheitseffekt : verminderte Qualität der Haushaltsarbeit
                            Unzufriedenheit über die Haushaltsarbeitsteilung

      Beeinträchtigung der ehelichen Interaktion
      Erhöhung der emotionellen Unabhängigkeit
      Selbständigkeitseffekt


 Quelle: Böttcher, Karin., Scheidung in Ost- und Westdeutschland – Der Einfluss der Frauenerwerbstätigkeit auf die
        Ehestabilität in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 58. Jahrgang, Dezember 2006
Auswirkung des Vereinbarkeitsproblems
  auf die österreichische Gesellschaft
Die Frauen in Österreich sind keine homogene Gruppe.

Ihre Lebenswege und ihre Lebenschancen hängen stark ab von
      ihrer Herkunft
      ihrer Ausbildung
      ihrem Interesse an Berufstätigkeit

Da die einzelnen Gruppen von Frauen höchst unterschiedliche familiäre
und berufliche Probleme haben, benötigen sie sehr unterschiedliche
Förderungen durch den Staat.

Werden diese Förderungen nicht gewährt, besteht
    1.   bei qualifizierten Frauen die Gefahr des weiteren Geburtenrückgangs
    2.   bei nicht arbeitsmarktgerecht qualifizierten Frauen die Gefahr der
         Armut, da sie sich nicht selbst erhalten können
                 Armut in Österreich
Die Berufstätigkeit von Vater und Mutter ist der beste Schutz der Kinder
vor Armut. Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (22% der Bevölkerung)
machen über ein Viertel (27%) aller Armutsgefährdeten aus.

Zusammenhang zwischen Armutsrisiko von Mehrkinderfamilien
(3 und mehr Kinder) und Berufstätigkeit der Frau

                     Berufstätigkeit der Frau   Armutsrisiko

                     Nicht berufstätig              31%

                     Berufstätig                    9%




Berufstätigkeit schützt die Frau auch vor Altersarmut. 25% der Allein-
Stehenden Pensionistinnen leben unter der Armutsgefährdungsschwelle.
              Maßnahmen zur besseren
         Vereinbarkeit von Karriere und Kind
Die wichtigsten Fördermaßnahmen fallen in die Bereiche:
        Bildung und berufliche Qualifikation
        Kinderbetreuung
        Arbeitsorganisation
        Institutionelle Rahmenbedingungen und Familienpolitik
        Bewusstseinsbildung über die Erfordernisse der postindustriellen
         Gesellschaft

Von vorrangiger Bedeutung sind berufliche Qualifikation und
Kinder betreuungseinrichtungen, ohne die eine Mutter keine qualifizierte
Tätigkeit mit einem Existenz sicherndem Einkommen ausüben kann.

Öffentlicher Dienst müsste bei der Arbeitsorganisation eine Vorreiterrolle
einnehmen und den Müttern nicht nur die Verringerung der Arbeitszeit
sondern auch die stufenweise Rückkehr in die Vollarbeitszeit ermöglichen.
(Alterspension – Existenz sicherndes Einkommen!!).
              Maßnahmen im Bildungsbereich
   Schaffung eines Bundesfrauenförderungsfonds


 Erstellung einer Studie über „in welchen technischen Bereichen gibt es
  Arbeitsplätze, auf denen Frauen während ihrer Schwangerschaft und in
  Teilzeit während der Pflegephase ihrer Kinder arbeiten können“

   Professionelle Bildungs-, Berufs- und berufsbegleitende Karriereberatung


   Vergabe von Stipendien für das Erlernen zukunftsträchtiger
    Lehrberufe in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen


   Kostenloser Zugang zu Bildungseinrichtungen


   Transparenz und Förderung von beruflicher Weiterbildung
           Bundesfrauenförderungsfond
40 –50% der Frauen zwischen 20 –60 Jahren können sich nicht selbst erhalten,
da sie keine arbeitsmarktgerechte Qualifikation haben.

Dazu zählen:
       Frauen ohne formale Berufsausbildung,
       ca. 50% der Lehrabsolventinnen, die 2 Jahre nach
        Lehrabschluss die Branche wechseln,
       viele Frauen, die nach der Geburt ihrer Kinder mehrere
        Jahre daheim bleiben.

Forderung: Es sollte diesen Frauen die Chance gegeben werden, sich im
Rahmen von Implacement-Stiftungen höher zu qualifizieren oder einen neuen
Beruf zu erlernen, wobei die bereits erworbenen Kenntnisse angerechnet
werden sollten.

Finanzierung: die Kosten müssten vom Land oder Bund getragen
werden und als Investition in die Zukunft gesehen werden
                   Erstellung einer Studie

   „In welchen technischen Bereichen gibt es Arbeitsplätze,
auf denen Frauen während der Schwangerschaft und in Teilzeit
   während der Pflegephase ihrer Kinder tätig sein können“

    Arbeitsplätze in technischen Bereichen sind gut
     bezahlt und für Männer konzipiert.

    Es gibt viele Arbeitsplätze, die Frauen im Falle der Schwangerschaft aus
     gesetzlichen und gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen.

    Es besteht die Gefahr, dass Facharbeiterinnen gleich Akademikerinnen die
     Geburt eines Kindes hinausschieben, um nicht den gut bezahlten
     Arbeitsplatz zu verlieren.

    Die Studie könnte in Zusammenarbeit mit ausländischen Unternehmen der
     selben Branche erfolgen und vielleicht von der EU mitfinanziert werden.
       Professionelle Bildungs-, Berufs-
    und berufsbegleitende Karriereberatung

Für individuelle Bildungsentscheidungen und für Investitionsentscheidungen
In Bildung und Weiterbildung müsste nach dem Beispiel Australien und
Großbritanniens ein System des „Lebenslangen Lernens“ aufgebaut werden.

   Diese Länder haben durch die Institutionalisierung eines komplexen
    Systems der Weiterbildung auf allen Qualifikationsebenen große Erfolge
    erzielt.

   Dem Steuergremium gehören Vertreter der zuständigen Ministerien und der
    Sozialpartner an. Für die Lernenden ist der 2. Bildungsweg kostenlos oder
    stark subventioniert. Ziel war die Anhebung der Qualifikation im unteren und
    mittleren Bildungssegment, was für Österreicherinnen mit niedriger
    Qualifikation wichtig wäre.

   Für Jugendliche, insbesondere aus armutsgefährdeten Familien, wären
    kostenlose Potentialanalysen (Kosten 125 €) wichtig. Durch Berufe, die
    ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechen, könnten sie aus der Armut
    herauskommen.
  Vergabe von Stipendien für das Erlernen
zukunftsträchtiger Lehrberufe in technischen
  und naturwissenschaftlichen Bereichen


    Die Kosten der Ausbildung für Kinder sind für die
     unteren sozialen Schichten ein Problem.

    1/3 der Österreicher/innen halten einen Studienabschluss
     für einen Jungen wichtiger als für ein Mädchen.

    Daher sollten Mädchen, die gemäß einer Potentialanalyse
     über gute Begabungen verfügen, vom Land großzügige
     Stipendien für das Erlernen eines Berufs erhalten.
               Kostenloser Zugang
            zu Bildungseinrichtungen

   Ungleicher Zugang zu Bildung besteht nicht zwischen den
    Geschlechtern sondern zwischen den Sozialschichten.

   Je besser und individueller Kinder gefördert werden, um so
    besser werden ihre schulischen Leistungen und ihre Freude
    am Lernen sein.

   Durch den kostenlosen Zugang zu Bildungseinrichtungen –
    von der Krabbelstube bis zur Nachmittagsbetreuung an
    Pflichtschulen – müsste es binnen 5 –10 Jahren möglich
    sein,

     1. den Prozentsatz der Schulabbrecher/innen
        von 9% auf 2% zu reduzieren,

     2. den Prozentsatz der Österreicher/innen mit
        Berufsausbildung von 80% auf 90-95% zu erhöhen.
    Maßnahmen im Bereich der Kinderbetreuung
        Kinderbetreuung sollte kostenlos und bedarfsgerecht sein


Die beste Vereinbarkeit bieten Betriebskrabbelstuben und -kindergärten

    Abstimmung der Öffnungszeiten auf die Erfordernisse des Betriebes

    Geographische Nähe zum Arbeitsplatz der Mutter, dadurch wird das
     Kind nur so viele Stunden von der Mutter getrennt, als die Mutter
     tatsächlich berufstätig ist.

    Auch niedrig qualifizierte Arbeitnehmerinnen kehren bald auf
     ihren Arbeitsplatz zurück und müssen nicht nach längeren
     Unterbrechungen beruflich neu beginnen.

    Sicherung der Investitionen in das Humankapital,
     Verringerung der Fehlzeiten und der Personalfluktuation

Die Kosten für die Errichtung und Betreibung dieser Einrichtungen
sollten von der Steuer absetzbar sein, damit nicht nur die Kinder der
hochqualifizierten sondern auch der angelernten Mitarbeiterinnen in den
Genuss dieser Betreuungsplätze kommen.
Investitionen in Mitarbeiter/innen =
    Investitionen in die Zukunft
Der finanzielle Aufwand in den Bereichen Bildung und Kinderbetreuung
wäre hoch. Er ist jedoch als „Investition in die Zukunft“ zu sehen. Da der
Facharbeitermangel in den nächsten Jahren zunehmen wird, tut sich ein
strategisches Fenster auf, das genutzt werden muss, um Frauen
arbeitsmarktgerecht zu qualifizieren und ihnen die Vereinbarkeit von
Beruf und Kind zu ermöglichen.

Gelingt dies nicht, besteht die Gefahr
1. des weiteren Geburtenrückgangs bei den hochqualifizierten Frauen
2. des Anstiegs der Armut bei den geringqualifizierten Frauen und ihrer Kinder
       Maßnahmen im Bereich der Arbeitsorganisation

 Vorreiterrolle des öffentlichen Dienstes bei der Umsetzung von
  Vereinbarkeitsprojekten


 Förderung von „Work-Life-Balance“ Projekten in der Privatwirtschaft


 Installierung von „Gender Circles“


 Unterstützung der Frau nach der Karenz eine Teilzeitbeschäftigung mit der
  Zusage der Stufen weisen Rückkehr in die Vollzeitbeschäftigung zu erhalten.


 Erstellung einer Studie über „neue Arbeitsorganisationen und Arbeitszeiten
  in Bereichen, in denen nur Männer und Frauen ohne Betreuungspflichten mit
  langen Arbeitzeiten bisher tätig waren“.

 Einführung von Frauenquoten in den Aufsichtsräten
  von börsennotierten Unternehmen
       Der öffentliche Dienst sollte wie in
Skandinavien eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung
    von Vereinbarkeitsprojekten übernehmen


  1. Ausbau der qualifizierten Teilzeit (Planstundenzahl statt Planstellen)

  2. Ausbau der Kinderbetreuung

  3. Recht auf Teilzeit mit Rückkehr in eine Vollzeitbeschäftigung

  4. Innovative Teilzeitmodelle

  5. Förderung „selbstbestimmter“ Arbeitszeiten

  6. Sicherung betrieblicher Qualifizierungs- und Aufstiegschancen
       Installierung von „Gender Circles“
im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft
 Zweck:
 Beratung der Personalabteilung oder der Unternehmensleitung bei
 Projekten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

 Aufgabe: Erarbeitung von Vorschläge

 1. zur Neugestaltung von Arbeitsabläufen und der Arbeitsorganisation eines
    Bereiches oder des gesamten Unternehmens.

 2. für Rahmenbedingungen, wie Betriebskindergärten, PKWs zu günstigen
    Leasingbedingungen.

 Grundgedanke: Durch die Einbeziehung der Betroffenen in
 Veränderungsprozesse, kommt es zu bedarfsgerechten Vorschlägen
 und zur Identifikation der Betroffenen mit den Veränderungen im
 eigenen Arbeitsbereich.

 „Gender Circles“ sollten sich wie „Quality Circles“ aus einer kleinen
 Stammgruppe von Experten und Expertinnen zusammensetzen, die
 Bei Bedarf weitere Personen vor allem aus den betroffenen
 Unternehmensbereichen hinzuzieht.
 Unterstützung der Frau nach der Kinderkarenz
beim bisherigen Arbeitgeber in Teilzeit und später
         in Vollzeit arbeiten zu können.

     Eine Vollzeitbeschäftigte verliert bei Unterbrechung ihrer Karriere
      auf 5 Jahre 1,5 – 2% per Jahr von ihrem potentiellen
      Lebenseinkommens.

     Wenn die gleiche Frau während dieser Zeit in Teilzeit arbeitet,
      verliert sie nur 0,5% per Jahr des potentiellen Lebenseinkommens.

     Die Arbeiterkammer Wien fordert, dass Teilzeitkräfte einen
      Anspruch darauf erhalten sollten, bei der Neubesetzung von
      Stellen mit einem höheren Arbeitszeitausmaß im Unternehmen
      gegenüber externen Bewerbern bevorzugt zu werden.

     Ohne diese Regelung besteht die Gefahr, dass die Frau aus
      Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, die Geburt eines Kindes
      hinausschiebt oder auf ein Kind verzichtet.
                    Erstellung einer Studie

    „Neue Arbeitsorganisationen und Arbeitszeitformen
in Bereichen, in denen bisher nur Männer und Frauen ohne
            Betreuungspflichten tätig waren“


  Zweck der Studie:
      Feststellung der zusätzlichen Kosten, die durch
      Familienfreundliche und kürzere Arbeitszeiten entstehen.

  Erfahrungswerte
      über die Kosten von familienfreundliche Arbeitszeiten könnten in
      Deutschland gewonnen werden, wo die Bundesregierung durch
      sozialpolitische und familienpolitische Maßnahmen versucht, die
      Wirtschaft zu überzeugen, dass eine gute Vereinbarkeit von Familie
      und Beruf nicht nur den Eltern sondern auch der Wirtschaft nützt.
          Maßnahmen im Bereich der institutionellen
         Rahmenbedingungen und der Familienpolitik

 Im Zentrum der Förderung müsste das „Kind“
   und nicht der „Alleinverdiener“ stehen

 Wechsel vom Transfer- zum Dienstleistungsstaat


 Gleiche Förderung des „Alleinverdienermodells“ und des Doppelverdiener-
   modells“ (Steuerpolitik, Pensionsberechnung, Kinderbetreuungsgeld und
   Kindergartentarife)
        Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung über die
      Erfordernisse in der postindustriellen Gesellschaft

 Überzeugung der Eltern, dass gute arbeitsmarktgerechte Ausbildung der beste
  Schutz der Kinder vor Armut ist


 Überzeugung der Väter, dass sie nicht nur Ernährer sondern auch Coach ihrer
  Kinder sein sollten


 Überzeugung der Wirtschaft, dass sich Familienfreundlichkeit rechnet

 Überzeugung der Gesellschaft, dass die Förderung und Bildung der Kinder
  eine Aufgabe des Staates ist und als langfristige Investition in die Zukunft zu
  sehen ist


 Überzeugung der Gesellschaft, dass der Staat von der Berufstätigkeit der
  Frauen mit Kindern profitiert und gute pädagogische Einrichtungen das Kind
  fördern. Es liegt im Interesse des Staates den Frauen die Vereinbarkeit von
  Karriere und Kindern zu ermöglichen.
„Es liegt im Interesse des Staates den Frauen
 die Vereinbarkeit von Karriere und Kindern zu
                  ermöglichen.“

				
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