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					                                    PROTOKOLL

                         der 42. Ordentlichen Generalversammlung
                                      der ACI Austria

                                 7. Oktober 2000, 9.30 Uhr
                                SIEMENS CENTER in Linz



TAGESORDNUNG

1)    Begrüßung und Feststellung der Beschlußfähigkeit

2)    Genehmigung des Protokolls der Generalversammlung 1999

3)    Bericht des Präsidenten über das abgelaufene Vereinsjahr

4)    Bericht des Sekretärs

5)    Bericht des Ausbildungsverantwortlichen

6)    Vorlage des Rechnungsabschlusses per Oktober 2000

7)    Bericht der Rechnungsprüfer

8)    Genehmigung des Rechnungsabschlusses und Entlastung der betrauten Organe

9)    Bestellung und Bestätigung der Rechnungsprüfer

10)   Mitgliedererweiterung der ACI International

11)   Allfälliges
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1)     Begrüßung und Feststellung der Beschlußfähigkeit

Der Vizepräsident, Robert Petruschan, begrüßt im Namen des gesamten Vorstandes die zahlreich
anwesenden Teilnehmer, allen voran den Präsidenten der ACI The Financial Markets
Association, Herrn Heering Ligthart und die Vertreter und Freunde der ACI Vereinigungen aus
Luxembourg, Italien, Norwegen, Deutschland, Belgien, Schweden, Monaco, den Niederlanden
und – zum ersten Mal – auch aus Irland. Danach begrüßt er alle anwesenden Mitglieder der ACI
AUSTRIA und alle Kollegen österr. Auslandsfilialen und –töchter. Zum Abschluß der
Begrüßungsrede werden namentlich die Ehrenpräsidenten und –mitglieder Gerhard Novy, Dkfm.
Horst Leichtfried, Hans Wimmer, Hans Schreiner und Peter Fischer sowie als Ehrengast Hans
Weber herzlich willkommen geheißen.

Er stellt die Beschlußfähigkeit der Generalversammlung fest und verliest die Tagesordnung,
welche den Mitgliedern schon im Zuge der Einladung zugesandt wurde.

Danach verliest er einen Brief des Präsidenten, Manfred Kunert, der an diesem ACI-Wochenende
leider nicht dabei sein kann und alle Teilnehmer herzlich grüßen läßt (siehe Beilage 1).

Der Vizepräsident erinnert daran, daß unser langjähriges Ehrenmitglied, Herr Dr. Walter
Dorowin, im April dieses Jahres im 86. Lebensjahr verstorben ist und ersucht alle Anwesenden,
sich im Gedenken an ihn zu einer Trauerminute zu erheben.


2)     Genehmigung des Protokolls 1999

Das Protokoll der 41. Ordentlichen Generalversammlung vom 9. Oktober 1999, das den
Mitgliedern im Oktober 1999 übermittelt wurde, wird einstimmig angenommen.


3)     Bericht des Vizepräsidenten über das abgelaufene Vereinsjahr

Robert Petruschan beginnt seinen Bericht mit dem Filmtitel "Und täglich grüßt das Murmeltier".
Denn das, was Bill Murray in dem bekannten Film erlebt, nämlich jeden Tag aufzuwachen und
wieder und wieder denselben Tag zu erleben, hat eine große österreichische Tageszeitung dazu
veranlaßt, diese Überschrift für einen der zahlreichen Kommentare zum Thema des Jahres „DER
SCHWACHE EURO“ zu wählen. Denn ehrlich gesagt, hatten auch viele Händler manchmal das
Gefühl, jeder Tag wiederholt sich, zumindest was die Kursentwicklung unserer
Gemeinschaftswährung anlangt. „EURO short am Morgen, dann hast du keine Sorgen“ schien
die Faustregel zum Erfolg im Devisenhandel zu sein.
Kein Wunder, war doch der EURO vor ca. 1 Jahr noch bei Kursen von rund 1,08 um vor etwas
mehr als 2 Wochen einen vorläufigen Tiefstkurs von 0,8450 zu sehen - ein Verfall um ca. 22%
im letzten Jahr, insgesamt bereits über 28% seit Einführung des Euro.
Die Gründe dafür wurden von verschiedensten Seiten bereits ausführlich analysiert. Der
Cocktail, der für diese „Währungskrise“, wie manche bereits behaupten, verantwortlich war,
setzt sich aus mehreren Zutaten zusammen. So wird beispielsweise der zu hohe Einführungskurs
genannt, widersprüchliche Aussagen von Politikern, Zentralbankern und anderen Personen, die
glaubten, etwas zum Thema EURO von sich geben zu müssen, aber vor allem natürlich die
wirtschaftliche Situation in den USA im Vergleich zu Europa, die ebenfalls eher für Investments
in den Staaten sprachen, was sich auch in den Statistiken ausdrückt, die die Investmentströme
zwischen Europa und den USA vergleichen und seit Jahren einen riesigen Überhang zugunsten
Amerikas zeigen. Die scheinbare Hilflosigkeit der EZB, die dieser Entwicklung lange tatenlos
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zusah (die zahlreichen Zinserhöhungen waren keine Hilfe, eher im Gegenteil), war nach
Marktmeinung ebenfalls mitschuld an dieser Entwicklung.
Dieser Cocktail hat also dazu beigetragen, die Stimmung und Psychologie im Devisenmarkt
gegen den EURO zu richten. Erst die zu diesem Zeitpunkt überraschende konzertierte
Intervention - die erste übrigens seitens der EZB - zusammen mit den Zentralbanken der USA,
Kanadas, Großbritanniens und Japans am 22. September stabilisierten den EURO kurzfristig.
Wie lange diese „Beruhigung“ anhält, ist schwer zu beurteilen und wird sicher von weiteren
Aktionen der Zentralbanken abhängen. Es scheint allerdings zumindest zu einer Verlangsamung
der Talfahrt des EURO zu kommen.

Aufregung gab es allerdings nicht nur an der Kursfront, auch die Zinsmärkte hatten im
vergangenen Jahr einiges zu bieten. So bescherte uns die EZB eine Zinswende in Europa mit
insgesamt 7 Erhöhungen, die erste am 4.11.1999 von damals 2,5 auf 3 % und die vorerst letze
Anpassung - etwas überraschend - am Donnerstag dieser Woche von 4,5 auf 4,75 %. Aber auch
die BOJ sorgte für ein deutliches Signal. Mit ihrer 1. Zinserhöhung seit 1990 am 11.8.2000
deutete sie ein Ende der Nullzinspolitik an.

Ein Thema, das zwar nicht unmittelbar mit Kurs- oder Zinsänderungen zu tun hat, dafür aber
umso mehr verändernd in der gesamten Bankenlandschaft um sich greift, ist
„MERGERMANIA“. Gab es in den vergangenen Jahren bereits einen Vorgeschmack durch die
Zusammenschlüsse von Bank Austria und Creditanstalt sowie Erste und Girocredit, so scheint es
nun auch grenzübergreifend weiterzugehen. Die Übernahme der Bank Austria durch die
Hypovereinsbank München, die Privatisierung der PSK, in der die BAWAG den Zuschlag
bekam, ebenfalls mit bayerischer Beteiligung zumindest im Hintergrund, aber auch die ebenfalls
grenzüberschreitende Übernahme der Ceska Sporitelna in der tschechischen Republik durch die
Erste Bank zeigen die Dynamik, die mittlerweile auch den heimischen Bankenmarkt erfaßt hat.

Was bedeutet dies alles für uns, welche Auswirkungen sind für uns Händler zu erwarten ?
Flexibilität wurde auch in der Vergangenheit vom Handel erwartet, das bringt schon unser
Berufsbild mit sich. Diese Veränderungsbereitschaft wird allerdings in Zukunft noch wichtiger.
Eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Begegnung mit dieser Problematik ist sicher eine
umfassende Ausbildung. Das ist auch der Grund, warum genau dieses Ziel, eine verbesserte
Ausbildung unserer Mitglieder, Top-Priorität neben allen anderen Aktivitäten unserer
Vereinigung genießt. Mit Stolz kann die ACI AUSTRIA behaupten, zusammen mit unseren
Freunden aus Deutschland, Luxemburg und aus der Schweiz das deutsche Ausbildungskonzept
wie es heute existiert, geschaffen zu haben. Der Vizepräsident schließt sich an dieser Stelle
ausdrücklich dem Dank unseres Präsidenten Manfred Kunert an Manfred Wiebogen an, ohne den
dieses Ausbildungskonzept nicht existent wäre.

Er ersucht daher alle, in ihrem eigenen Interesse und im Interesse ihrer Banken, dieses
Ausbildungsangebot anzunehmen, um für die künftigen Entwicklungen gewappnet zu sein. Denn
für die Zukunft gibt es sicherlich 2 Konstanten:
eine dynamische Konstante, das ist der Wandel in unserem Umfeld sowie – hoffentlich weiterhin
mit der Unterstützung alle Mitglieder - eine fixe Konstante, unsere Vereinigung - ACI
AUSTRIA!

Nach diesem Jahresrückblick übergibt Robert Petruschan das Wort an den Sekretär.
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4)     Bericht des Sekretärs

Der Sekretär, Armin Steppan, begrüßt alle Anwesenden und beginnt mit einer Zusammenfassung
der Aktivitäten des Vorstandes im abgelaufenen Vereinsjahr:

Der bei der Generalversammlung im Vorjahr neu zusammengesetzte Vorstand hat sich
vorgenommen, die guten Traditionen aus der Vergangenheit zu übernehmen und den modernen
Anforderungen einer sich immer stärker und schneller ändernden Handelsgegenwart anzupassen,
um dadurch eine zukunftsorientierte Basis für den Berufsstand der Finanzmarkthändler zu
gewährleisten. Neben den vielen Vorstandssitzungen, deren diesbezügliche Protokolle nur
wenige Tage nach der Sitzung auf der ACI AUSTRIA-Homepage nachgelesen werden können,
hat sich der Vorstand in einer ganztägigen Klausur im November 1999 folgende Zielsetzungen
für die Funktionsperiode von 3 Jahren gesetzt:

Schwerpunkt "Ausbildung"
Die Anzahl von Vereinsmitgliedern, die ACI Zertifikate oder Diplome abgelegt haben, soll von
7% auf 40% gesteigert werden. Der Vorstand erachtet die Möglichkeit fachspezifischer
Devisenhandels- und finanzorientierter Ausbildung als die ganz wesentliche Zielzone zum
Zweck der Steigerung der Professionalität unserer Branche, aber auch die Wissensmehrung als
das Ziel jedes einzelnen und auch als die Absicherung für jeden einzelnen. Zu diesem Zweck
wurde auch Manfred Wiebogen als Ausbildungsverantwortlicher in unseren Vorstand kooptiert.
Der Sekretär fügt jedoch hinzu, daß Ausbildung allein noch nicht die Garantie für einen guten
Händler ist. Die Risikobedingungen und organisatorischen Rahmensetzungen eines Handels und
das persönliche Beispiel von Chefhändlern und erfahrenen Kollegen sind nach wie vor
einzufordern.

Digitalisierung
Viele Informationen der Vereinigung werden auf der Internet-Homepage zur Verfügung gestellt.
Schulungsangebote, Besprechungsprotokolle, Einladungen zu Veranstaltungen, etc. sind direkt
abrufbar, genauso wie die Links zu den diversen internationalen Web-Seiten anderer
befreundeter Organisationen oder der ACI International selbst inklusive dem Code of Conduct.
Desweiteren erfolgen seit geraumer Zeit sämtliche Ausschreibungen und Einladungen an jedes
einzelne Vereinsmitglied direkt via E-Mail. Selbstverständlich werden jene wenigen Mitglieder,
die über kein elektronisches Medium verfügen, weiterhin postalisch die Informationen erhalten.

Erhöhung der Fachkompetenz der ACI AUSTRIA bzw. Fachveranstaltungen
Dies erfolgte unter anderem durch die zwei Fachgespräche "CLS" und die "Interest
Compensation Rules"; weitere Themen sind in Ausarbeitung, wobei alle Mitglieder herzlich
dazu eingeladen sind, diesbezügliche Themen und Wünsche dem Vorstand mitzuteilen.

Qualitative Ausweitung der Social Events der ACI AUSTRIA
Einmal jährlich wird es eine Veranstaltung unter Einbeziehung der Familien und Freunde unserer
Mitglieder geben. Dazu folgen an späterer Stelle noch Detailinformationen.
Die Einführung der "Happy Hour" jeden 1. Dienstag im Monat von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr bei
halben Preisen in der "Galerie-Bar" ist gut angekommen und erfreut sich steigender Beliebtheit
und Teilnehmerzahl und wird zukünftig auch einige Male von Reuters Austria gesponsert
werden.

Der Sekretär dankt an dieser Stelle ausdrücklich allen Kollegen im Vorstand für ihren enormen
Arbeitseinsatz.
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Er weitet diesen Dank insbesondere auch auf jene Damen und Herren aus, die mit sehr viel
Engagement und persönlicher Opferbereitschaft die ACI AUSTRIA immer wieder in ihren
Aktivitäten und Ausbildungsmaßnahmen unterstützen, und dies trotzdem sie nicht im Vorstand
sind oder manche nicht einmal offiziell Vereinsmitglieder sind. Ohne alle diese helfenden Hände
und Köpfe könnte die ACI AUSTRIA nicht international so vorbildlich anerkannt sein. Aus
vielen persönlichen Erfahrungen weiß er, daß diese Anerkennung der Österreichischen
Kreditinstitute neben der Professionalität unserer Händler einen Garant für die Einbindung
Österreichs in der internationalen Finanzwelt darstellt.

Das Ausweiten von Kreditlinien und Handelsmöglichkeiten und/oder zumindest die
Beibehaltung solcher Limite und Handelsmöglichkeiten äußern sich insbesondere in
Krisenzeiten.
Daß die Sanktionen der EU 14 zumindest auf die österreichischen Treasury-Geschäfte keine
nennenswerten Auswirkungen hatten, ist mit Sicherheit auch auf die Präsentation der
österreichischen Banken im Wege der ACI AUSTRIA zurückzuführen. Ähnliches gilt auch für
die Rolle, die die Vertreter der ACI AUSTRIA in internationalen Gremien wahrnehmen; sei es in
Ausbildung oder EURIBOR, die Akzeptanz der österreichischen Vorschläge übersteigt bei
weitem das prozentuale Verhältnis der Bilanzvolumina.

Er bedankt sich namentlich für viele freiwillige Zusatzleistungen bei:

Thomas Einramhof      ERSTE Bank
Claudia Pongracz      ERSTE Bank
Martin Fuchsbauer     ÖVAG
Wolfgang Pollak       Bank Austria
Wolfgang Mähder       Bank Austria
Peter Schuster        Bank Austria
Franz Schadler        Bank Austria

Er betont, daß einzelne Namensnennungen immer den Nachteil haben, daß man jemanden
vergessen haben könnte, und wenn, dann geschah das sicher nicht in böser Absicht.

Stellvertretend für alle anderen aber bedankt er sich bei den persönlichen Assistentinnen, die
nicht nur die tägliche Organisationsarbeit im Griff haben, sondern auch das Herz am rechten
Fleck:

Sandra Turkalj und Ute Szewczuk (ÖVAG) sowie Helga Dworak (Bank Austria).

Nach diesen "Aufwärmrunden" der Namensnennung kommt er zum Höhepunkt jeder
Generalversammlung: zur Begrüßung und Aufnahme der neuen Mitglieder.

Er bittet die Damen und Herren, bei Ihrer Namensnennung jeweils aufzustehen und sich
umzudrehen, damit sie mit dem traditionellen Applaus in die Gemeinschaft aufgenommen
werden können.

Neue Mitglieder – anwesend:

Thomas BURIAN                        Bank Austria AG
Andreas ERTL                         Bank Austria AG
Michael GREILINGER                   Bank Austria AG
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Mag. Christine GRUBER                Bank Austria AG
Michael HOFBAUER                     Bank Austria AG
Michael HEUSCHNEIDER                 BAWAG
Mag. Gerald SIEGMUND                 BAWAG
Alexander STELZL                     Bank für Kärnten und Steiermark
Richard ALTSTÄTTER                   Bank für Tirol und Vorarlberg AG
Peter NEURAUTER                      Bank für Tirol und Vorarlberg AG
Manfred WALDNER                      Bank für Tirol und Vorarlberg AG
Christian STANGL                     Investkredit Bank AG
Michael KOLLER                       ÖVAG
Franz OLSCHNEGGER                    ÖVAG
Manuela PARIS                        ÖVAG
Bianca STEFAN                        ÖVAG
Iris SCHÖBER                         ÖVAG
Andreas PRAXMARER                    ÖVAG
Diethard HOLZER                      Raiffeisen Zentralbank Österreich
Walter KICKENWEITZ                   Raiffeisen Zentralbank Österreich
Martin KIRISCH                       Raiffeisen Zentralbank Österreich
Margit ZAKOUCZ                       Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
Klaus GAHLEITNER                     Raiffeisenlandesbank Oberösterreich
Mag. Alois MAYRHOFER                 Raiffeisenlandesbank Oberösterreich
Christoph SEISER                     Raiffeisenlandesbank Oberösterreich
Peter STREIBL                        Raiffeisenlandesbank Steiermark
Andreas WIESER                       Raiffeisenlandesbank Steiermark
Johannes LANKES                      Raiffeisenverband Salzburg
Jochen BONK                          SKWB Schoellerbank AG
Martin AICHNER                       Tiroler Sparkasse
Roland ZELLER                        Volkskreditbank AG

Neue Mitglieder – nicht anwesend:

Dr. Wolfram LITTICH                  Bank Austria AG
Mag. Andreas FLEISCHMANN             Bank Austria AG
Matthias GORISEK                     Bank Austria AG
Christian HOTOWY                     Bank Austria AG
Christian RAUSCHER                   Hypo Alpe-Adria-Bank AG
Martin FUCHSBAUER                    ÖVAG
Mag. Ulrike PRÖTZNER                 ÖVAG
Gerhard MAREK                        Raiffeisen Zentralbank Österreich
Harald MOCHAR                        Raiffeisenlandesbank Kärnten
Gottfried TRÖSTL                     Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
Erich WEISKIRCHER                    Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
Gebhard ERATH                        Raiffeisenlandesbank Vorarlberg
Mag. Ingo RIEGER                     SKWB Schoellerbank AG
Sascha STADNIKOW                     SKWB Schoellerbank AG
Mag. Gernot DEUTSCHMANN              Tiroler Sparkasse
Helga LANGHOFER                      Tiroler Sparkasse
Christian LEBER                      Tiroler Sparkasse
Peter KRAWANJA                       ZVEZA BANK
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36 Mitglieder haben unsere Vereinigung in diesem Jahr verlassen, zum Teil bedingt durch
berufliche Veränderungen oder den Eintritt in den verdienten Ruhestand.


Armin Steppan fügt an dieser Stelle ein, daß Andrew Vincent "Fed Funds" Fellingham (ehemals
Bank Austria, NY) sich aus der Händlerwelt zurückgezogen hat und auf diesem Wege alle "alten
Bekannten" ganz besonders herzlich grüßen läßt und unserer Vereinigung viel Erfolg wünscht.
Er selbst kümmert sich jetzt um Sportadministrationen an US-High Schools und Colleges.

Es folgen die Ummeldungen aus dem abgelaufenen Vereinsjahr:

Sabina GASCHNITZ                     BNP Dresdner European Bank AG       (früher: ÖVAG)
Klaus-Jürgen BÜRGER                  Hypo Alpe-Adria Bank AG             (früher: BKS)
Michael GRAC                         Österreichische Postsparkasse AG    (früher: RZB)
Richard HAJEK                        Österreichische Postsparkasse AG    (früher RLB NÖ-W)
Christian TUNKL                      Österreichische Postsparkasse AG    (früher: ERSTE)
Heinrich JIRKU                       Österreichische Volksbanken AG      (früher: PSK)
Mag. Christian RATZ                  Raiffeisen Zentralbank Österreich   (früher: RLB NÖ-W)
Gertrude KERSCHBAUMER                Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien        (früher: Citibank)
Astrid MEINECKE                      Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien        (früher: CW-Bank)

Der Vorstand wünscht diesen Kollegen viel Glück und Erfolg an ihrem neuen Arbeitsplatz !

Die ACI AUSTRIA umfaßt derzeit 395 Mitglieder (aktive sowie Ehrenmitglieder und –
präsidenten) in 58 Banken und 2 fördernde Mitglieder.

Zum Abschluß der Mitgliederbilanz werden noch die diesjährigen Jubilare der ACI AUSTRIA
erwähnt:

40 Jahre:
Mag. Klaus PESCHEK                   Creditanstalt AG

35 Jahre:
Gerhard NOVY                        Creditanstalt AG
(Armin Steppan gratuliert Gerhard Novy, der in diesem Jahr seine Funktion als
Vorstandsdirektor der Bank Austria zurückgelegt hat und in den verdienten Ruhestand getreten
ist, und überreicht ihm eine Sammlung vergoldeter, österreichischer Münzen als Ehrengeschenk)

25 Jahre:
Alexander KUSTAN                     ERSTE Bank
Leopold SOKOLICEK                    ERSTE Bank
Mag. Paul STODOLA                    CENTRO Internationale Handelsbk

20 Jahre:
Gerald HOFER                         Bank Austria AG
Mag. Helmut KRIECHBAUM               Raiffeisenverband Salzburg
Herbert SKOK                         ÖVAG
Gerhard WEIDINGER                    Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
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Danach erinnert der Sekretär daran, daß der Vorstand in seiner Sitzung vom 24. Jänner dieses
Jahres beschlossen hat, in Anerkennung der langjährigen Bemühungen um die ACI AUSTRIA

                     Herrn Dr. Wolfgang LICHTL zum Ehrenmitglied zu ernennen

(Dr. Lichtl kann an dieser Veranstaltung leider nicht teilnehmen, läßt aber allen Anwesenden
seine herzlichen Grüße übermitteln.)
sowie
                   Herrn Peter FISCHER zum Ehrenpräsidenten zu ernennen !

Armin Steppan gratuliert Peter Fischer persönlich sehr herzlich und übergibt ihm ein kleines
Ehrengeschenk zur Erinnerung an diese Ernennung.

Nach der Verlesung dieser Mitgliederstatistik folgt der Bericht über die Veranstaltungen und
Aktivitäten des abgelaufenen Vereinsjahres:

Zuerst der nationale Bericht:

Im abgelaufenen Vereinsjahr trat der Vorstand zu 7 Vorstandssitzungen, davon 1 eintägige
Klausur im südlichen Wienerwald, zusammen. Über die behandelten Themen wurden die
Mitglieder laufend durch die entsprechenden Protokolle informiert.

Am 23. November 1999 fand in den Räumen der ÖVAG in Wien ein Informationsgespräch zum
Thema CLS – Continuous Linked Settlement statt. Die ACI AUSTRIA hat Treasurer, FX- und
Operationsverantwortliche der österreichischen Spitzeninstitute eingeladen, um zu diesem
brandaktuellen Thema einen neutralen Überblick zu gewährleisten. Ca. 35 Teilnehmer konnten
in einem 2-stündigen Fachgespräch mit Herrn Bernard BACHMANN von der Schweizer
Beratungsfirma COMIT die Möglichkeit dreier Varianten der Beteiligung österreichischer
Banken als Clearinghouse Member oder als Teilnehmer des CLS diskutieren.

Im Dezember 1999 wurde – sozusagen als Weihnachtsgeschenk – eine Doppel-CD mit den
Kabarett-Programmen und dem Musical "A day in a dealer's life" – beides sind Life-
Mitschnitte von der vorjährigen Jubiläums-Generalversammlung in Wien - an alle Mitglieder
versandt und aus zahlreichen positiven Reaktionen war zu erfahren, daß diese "humoristische
Sichtweise" des rauhen Alltags im Dealing-Room bei allen gut angekommen ist.

Robert Petruschan berichtet kurz über die Spende der ACI AUSTRIA in Höhe von S 44.444,-- ,
die im Vorjahr während der Jubiläumsveranstaltung gesammelt werden konnte und danach
unserem Vereinsmitglied Manfred Heinrich (ERSTE) übergeben wurde. Hr. Heinrich ist
Mitglied einer Privatinitiative, die immer wieder persönlich Hilfstransporte zu Kinderheimen in
Ostrumänien zusammenstellt und durchführt. Der von uns gesammelte Betrag wurde für die
Anschaffung von 2 Gasheizkesseln (Gesamtpreis: ca. S 100.000,--) für ein Bubenheim
verwendet, wobei die Kessel noch im November des Vorjahres an den Bestimmungsort
transportiert und dort in Betrieb genommen wurden.

Am 1. März 2000 wurde von der ACI AUSTRIA – auf Wunsch des Österreichischen
Bankenverbandes - ein Abstimmungsgespräch über die geplante Einführung von Interest Rate
Compensation Rules im Euroland organisiert. Anwesend waren ca. 25 hochrangige Vertreter
der Bereiche Treasury, Zahlungsverkehr, Treasury Backoffice sowie Correspondent Banking aus
mehreren österreichischen Banken sowie Vertreter des Bankenverbandes. Es ist gelungen, eine
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einheitliche österreichische Meinung herzustellen. Die Interest Rate Compensation Rules werden
aller Voraussicht nach am 1. Jänner 2001 in Kraft treten.
Kernpunkt: je nach Schadenslage EURIBOR +/- 25 Basispunkte zuzüglich/abzüglich einer
Bearbeitungsgebühr von EUR 100,--.


Am selben Abend, ebenfalls am 1. März 2000 wurde den Mitgliedern eine Führung durch die
CEZANNE-Ausstellung "Vollendet – Unvollendet" angeboten, wobei die Veranstalter
(Organisation: Monika Ottenschläger, BAWAG) vom großen Echo dieser Veranstaltung
überwältigt und überrascht waren. Mehr als 200 ACI Mitglieder und Begleitpersonen folgten
dann – in mehrere Gruppen aufgeteilt - der interessanten und mit Anedokten aus dem Leben des
Künstlers gespickten Führung. Anschließend fanden sich alle in einem nahegelegenen Irish Pub
zu einem gemütlichen Tagesausklang ein, bei dem sich die Gespräche zwischen Kunstsinn und
Geschäftssinn in etwa die Waage hielten.
Allen Mitgliedern, deren Anmeldungen für den 1. März aus Gründen der begrenzten Kapazität
nicht berücksichtigt werden konnten, wurden Eintrittskarten für einen späteren individuellen
Besuch der Ausstellung zugesandt.

Unsere traditionelle "Willkommen im Club" – Veranstaltung fand heuer am 6. & 7. April 2000
statt (Organisation: R. Petruschan und M. Heller). Ingesamt durften wir 17 Teilnehmer begrüßen.
Der Auftakt erfolgte mit einem gemeinsamen Heurigenbesuch beim "Mayr am Pfarrplatz", um
allen Jungmitgliedern ein persönliches Kennenlernen in gemütlicher Atmosphäre zu
ermöglichen. Am nächsten Tag folgten - auf Einladung der Oesterreichischen Nationalbank - im
Haus der OeNB einige sehr interessante Fachvorträge zu den Themen Code of Conduct, Target-
System sowie die Rolle der OeNB im ESZB. Den Herren Dr. Trink, Emil Steiner, Harald Müller
und Mag. Andreas Dostal wird an dieser Stelle nochmals für ihre Mitwirkung an dieser
Veranstaltung herzlich gedankt.
Nachdem am Nachmittag dieses Tages nur mehr ca. die Hälfte der Teilnehmer anwesend waren
und auf mehrfachen Wunsch vieler Teilnehmer, wird es im nächsten Jahr organisatorische
Änderungen geben, sodaß die Veranstaltung jeweils von Montag abends bis Dienstag
nachmittags dauern wird, um vor allem den Teilnehmern aus den Bundesländern eine bequemere
An- und Abreise zu ermöglichen.

Eine weitere Informationsveranstaltung zum Thema CLS – Continuous Linked Settlements
wurde bewußt für einen wesentlich größeren Teilnehmerkreis für den 8. Mai 2000 in den
Räumen und auf Einladung der Wirtschaftskammer Österreich organisiert. Ca. 140 anwesende
Bankenvertreter wurden von mehreren internationalen Referenten über den aktuellen Stand bzw.
die Zukunftsperspektiven zum Thema CLS ausführlich informiert und hatten anschließend
Gelegenheit zur Diskussion.

Um unseren Mitgliedern auch während des Jahres eine regelmäßige Gelegenheit zum
persönlichen Kontakt zu ermöglichen, wurde Anfang dieses Jahres die "Happy Hour" ins Leben
gerufen, die bis auf weiteres jeden 1. Dienstag im Monat in der "Galerie Bar" (1010 Wien,
Singerstraße 7) in der Zeit von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr stattfindet. Nach 2 eher "schwächeren
Sommerterminen" konnten bei den letzten beiden Treffen wieder zahlreiche ACI-Freunde
begrüßt werden.

Um auch einen "Social Event" für unsere Bundesländerbanken zu organisieren, wurde
versucht, im Frühsommer dieses Jahres ein Fußball-Match im Raum Kärnten/Steiermark zu
veranstalten. Leider ist dies' am mangelnden Interesse der Mitglieder gescheitert. Der Sekretär
fordert aber alle Mitglieder außerhalb von Wien herzlich dazu auf, eventuelle Ideen und
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Vorschläge für Veranstaltungen an den Vorstand unserer Vereinigung zu richten und erinnert
daran, daß Dieter Dreier als Vertreter der Bundesländerinteressen im Vorstand die
Ansprechperson dafür ist.



Anschließend an diesen Tätigkeitsbericht des abgelaufenen Vereinsjahres macht der Sekretär
eine Vorschau auf bevorstehende und geplante Veranstaltungen:

Am 10. November 2000 lädt die ACI AUSTRIA alle Mitglieder und deren Familien zu einem
gemeinsamen Besuch des "Circus Elfi-Althoff-Jacobi" in Wien ein. Bei dieser
Abendveranstaltung wird auch für das leibliche Wohl aller Gäste gesorgt sein und es besteht die
Möglichkeit, nach der Vorstellung mit den Artisten persönlich zu plaudern. (Organisation:
Robert Petruschan und Armin Steppan).

Die nächste Generalversammlung der ACI AUSTRIA wird wieder (nach einer kleinen
Ausnahme in diesem Jahr) am traditionellen 2. Wochenende im Oktober, das heißt also:
vom 12. – 14. Oktober 2001 im Raum Wien oder Umgebung stattfinden. Der Vorstand ersucht
alle Mitglieder und Gäste, diesen Termin schon jetzt vorzumerken und freut sich auf zahlreiches
Wiedersehen im nächsten Jahr !


Und nun der Bericht über die INTERNATIONALEN Aktivitäten der ACI AUSTRIA:

Am 5. November 1999 fand in Santiago de Compostela ein ACI Council Meeting statt. Im
Rahmen dieser Veranstaltung legte unser langjähriger Präsident, Peter Fischer seine Funktion als
Regional Executive der deutschsprachigen Länder zurück und wurde anschließend zum
Ehrenmitglied der ACI ernannt. Diese Ehrenauszeichnung seitens der ACI International wird
ausgesprochen selten vergeben; es gibt derzeit nur 3 Ehrenmitglieder. Zu seinem Nachfolger und
nunmehrigen Regional Executive für Österreich, Deutschland und die Schweiz wurde unser
vormaliger Sekretär, Manfred Wiebogen einstimmig gewählt. Beide Ernennungen sind vor allem
eine verdiente Anerkennung für die umfangreichen Leistungen unserer beiden Kollegen im
Rahmen der ACI International, aber auch Ausdruck des hohen Stellenwerts, den unsere
Vereinigung in der Dachorganisation einnimmt. Der Vorstand gratuliert den beiden sehr herzlich
!

Das nächste Council Meeting der ACI fand am 18. Mai 2000 in Paris statt.
Beide ACI Council Meetings standen insbesondere im Zeichen der Aufgabenstellung einer
finanziellen Konsolidierung der ACI International – die mittlerweile gegeben erscheint – der
Ausweitung der Ausbildungsaktivitäten bzw. der Umstellung auf elektronische Prüfungssysteme
und auf das künftige Profil der ACI in bezug auf den Status ihrer Mitglieder sowie die künftige
strategische Ausrichtung der ACI (hiezu folgt ein eigener Tagesordnungspunkt).

Weiters wurde beschlossen, die Mitgliederzeitung der ACI umzustellen; mittlerweile erscheint
alle 2 Monate das "ACI BRIEFING" und nicht mehr das Jahrbuch der ACI, hier erfolgte ein
Out-Sourcing an eine professionelle Media Company, die eventuelle Überschüsse aus
Werbeeinnahmen der ACI International refundieren wird. Damit wurde ein wesentlich
effizienteres Kommunikationsmedium kreiert, das auch äußerlich ansprechend ist.

Desweiteren wurde "The Model Code of Conduct" nach einer intensiven Überarbeitung aller
wesentlichen Code of Conducts, die in der Finanzwelt existieren, beschlossen und in Kraft
Protokoll der 42. Ordentlichen Generalversammlung vom 7. Oktober 2000                11


gesetzt. Anfang August wurden an jedes unserer Mitgliedsinstitute Exemplare in genügender
Anzahl verteilt. Der Originaltext ist darüberhinaus auf der Web-Seite der ACI International
jederzeit abrufbar. Durch den "Model Code" ist es gelungen, die ACI wieder international ins
Rampenlicht zu heben, seitens der Regulatoren wurde diese Initiative äußerst begrüßt, dies wurde
auch durch den Gouverneur der Französischen Notenbank, Jean-Claude Trichet, bei der
offiziellen Überreichung in Paris mit großem Wohlwollen hervorgehoben.
Es wird daran erinnert, daß das Committee for Professionalism, das für diesen "Model Code"
verantwortlich zeichnet, seine Expertise auch in Streitfällen zwischen betroffenen Geldinstituten
zur Verfügung stellt und als Schiedsgericht angerufen werden kann.

Mitten im Sommer, am 27. und 28. Juli 2000, fand in Wien ein "Drei-Länder-Meeting" mit
den Vertretern der deutschsprachigen Länder (Österreich, Deutschland und die Schweiz) statt.
Hauptthemen waren gemeinsame Ausbildungsaktivitäten inklusive Marketing und
Zukunftsperspektiven der einzelnen nationalen Vereinigungen.


EURIBOR Committees
Die ACI EURIBOR wurde als Sonderverein gegründet, um zusammen mit der Federation
Bancaire Europeenne den EURIBOR ins Leben zu rufen, der sich ja als Benchmark für EURO-
Zinsgeschäfte bestens etabliert hat. Innerhalb der ACI EURIBOR wurden Facharbeitskreise
eingerichtet, die sich mit den Funktionen der EURO-Märkte auseinandersetzen. Drei Vertreter
österreichischer Banken sind in solchen Ausschüssen vertreten:

Money Market & Liquidity Working Group:                   Armin Steppan
ACI Repo Council:                                  Willi Katzenschlager

darüberhinaus wurden von der ACI Deutschland ein Arbeitskreis zum Thema "Emerging
Markets" installiert, für den Otto Auböck (RZB) nominiert wurde.


Der Vorstand und einzelne ACI Mitglieder nahmen an
15 Generalversammlungen ausländischer, nationaler ACI Vereinigungen teil, und zwar in:
Monaco, Italien, Luxembourg, Finnland, Deutschland, Schweden, Kroatien, Großbritannien,
Island, Norwegen, Spanien, Dänemark, Belgien, Ungarn und der Schweiz.


Danach folgen noch einige internationale Termine in der Zukunft:

Vom ACI India erhielt unsere Vereinigung einige Einladungen für den 21. Asia Pacific
Congress in New Delhi/Indien, (vom 30. November bis 3. Dezember 2000) für den es bisher
allerdings noch keine Teilnehmer aus Österreich gibt.

Im nächsten Jahr findet der 42. Internationale Kongreß der ACI vom 24. – 26. Mai 2001 in
Singapur statt. Dazu wird am Ende der GV eine etwa 3-minütige Videopräsentation gezeigt.

Der nächste Europäische Kongreß der ACI wird im Mai (23. – 25.) 2002 in Luxembourg
abgehalten werden.

Damit kommt der Sekretär zum Ende seiner Ausführungen über die Aktivitäten des abgelaufenen
Vereinsjahres, bei dem nur zwei umfangreichere Themen noch nicht behandelt wurden, und zwar
die Bereiche "Internet-Homepage der ACI AUSTRIA" sowie "Ausbildung".
Protokoll der 42. Ordentlichen Generalversammlung vom 7. Oktober 2000                 12



Er dankt den Zuhörern für ihre Aufmerksamkeit und gibt weiter an seinen Vorstandskollegen
Gerald Podhorsky zum Thema "INTERNET".




www.aci-austria.com

Gerald Podhorsky beginnt seine Ausführungen über die aktuelle Homepage der ACI AUSTRIA
mit der Aufzählung aller Veränderungen und Neuerungen, die im abgelaufenen Jahr
vorgenommen wurden. Zuallererst wurde das Layout der Seite farblich und auch organisatorisch
neu gestaltet.

Gleich nach dem Einstieg erhält man Informationen über die Geschichte und die Aufgaben
unserer Vereinigung. Seit einigen Wochen gibt es auch "laufend" aktuelle Marktwerte zu sehen,
an deren technischer Verbesserung noch gearbeitet wird.

Über die einzelnen, an der Seite übersichtlich angeordneten Links geht's weiter zur Übersicht des
aktuellen Vorstandes, von der aus auch E-Mails direkt an einzelne Mitglieder geschickt werden
können. Unter dem Stichwort "Formular" gibt es eine Vorlage für An-, Um- und Abmeldungen
zur ACI AUSTRIA. Einfach ausdrucken, ausfüllen und an den Sekretär senden ! Die nächsten
Punkte wie "Statuten", "Wahlordnung", "Events Intern" und "Events extern" bedürfen wohl
keiner weiteren Erklärung; aber sowohl für junge als auch für langjährige Mitglieder ist es sicher
nicht uninteressant, z.B. wieder einmal die Statuten des Vereins nachzulesen.
Mit den Links "Prot. GV" und "Prot. VS" kommt man zu den jeweils aktuellen Protokollen der
Vorstandssitzungen bzw. der letzten Generalversammlung.
Ganz besonders soll das nächste Thema "Education" unseren Mitgliedern ans Herz gelegt
werden.
Da das Ausbildungsangebot, über das im Anschluß von Manfred Wiebogen noch ausführlicher
berichtet werden wird, derzeit sehr umfangreich ist, bietet diese Seite in unserer Homepage einen
sehr guten und aktuellen Überblick über die einzelnen Angebote und vor allem die
entsprechenden Termine, Preise, Kontaktpersonen etc.

Unter "Mitglieder" gibt es ein komplettes Mitgliedsverzeichnis unserer Vereinigung, wobei
versucht wurde, bei jedem Mitglied ein paar persönliche und berufliche Daten anzuführen.
Außerdem wurde seit Beginn dieses Jahres damit begonnen, bei jedem Mitglied ein Foto
einzufügen, um das "Einander finden" beim nächsten Meeting oder Sozial Event zu erleichtern.

An dieser Stelle appeliert der Vizesekretär an alle Banken, von denen noch keine Fotos
vorliegen, in Eigeninitiative mittels einer Digitalkamera Fotos aller ACI Mitglieder zu erstellen
und diese per E-Mail an ihn (gerald.podhorsky@ba-ca.group-treasury.co.at ) zu senden !!!

Abschließend gibt es auf unserer Homepage noch eine Fotogalerie, eine Verbindung zum heute
bereits erwähnten "ACI Briefing", bei dem auch ältere Ausgaben noch abrufbar sind, sowie einen
Zugang zum ganz neuen, aber sehr umfangreichen "Code of Conduct" der ACI International.

Natürlich gibt es auch noch weitere Links zu anderen nationalen ACI-Vereinigungen, zur OeNB,
usw. – alles, was das Händlerherz begehrt !
Protokoll der 42. Ordentlichen Generalversammlung vom 7. Oktober 2000               13


Gerald Podhorsky schließt seinen Vortrag mit dem Dank an seine Mitarbeiter, die bei der
Umsetzung dieses ehrgeizigen Internet-Projektes maßgeblich beteiligt waren, und ersucht alle
Mitglieder um Verständnis und Nachsicht, wenn die eine oder andere Seite nicht immer ganz
aktuell sein sollte. An Verbesserungen wird ständig gearbeitet.........

Er bedankt sich für die Aufmerksamkeit und gibt zurück an den Vizepräsidenten.


5)     Bericht des Ausbildungsverantwortlichen

Manfred Wiebogen, der als Ausbildungs-"Spezialist" in den Vorstand des Vereins kooptiert
wurde, gibt einen Überblick über die umfangreichen Aktivitäten zum Thema "Ausbildung" im
abgelaufenen Jahr.

ACI Diploma, ACI Dealing Certificate & ACI Settlement Certificate, die international
anerkannten "Berufsprüfungen" standen im Mittelpunkt aller Bemühungen. Die ACI AUSTRIA
hat sich besonders im deutschsprachigen Raum, aber auch international für die
Weiterentwicklung dieser Ausbildungsmaßnahmen sehr engagiert.
Zu Beginn dieses Jahres erfolgte die Umstellung auf elektronische Prüfungsabnahme. Für alle
drei Graduierungen kann die Prüfung auch in deutscher Sprache abgelegt werden, der dazu
erforderliche Fragenkatalog wurde vom M. Wiebogen und seinem Team neu erstellt bzw.
Vorhandenes überarbeitet.

Im Frühling dieses Jahres wurde in enger Zusammenarbeit mit der Fa. Finance Trainer ein
Seminar-Angebot zusammengestellt, das allen Interessenten an ACI Diploma und ACI
Certificate eine maßgeschneiderte Vorbereitung für diese Prüfungen bieten soll. In einer "Road-
Show" wurde daraufhin von einigen Mitgliedern unseres Vorstandes und Vertretern der Fa.
Finance Trainer allen unseren Mitgliedsbanken in Wien und in (fast) allen Bundesländern dieses
Seminarangebot detailliert vorgestellt und die Bedeutung der vorgenannten Prüfungen betont.

Zusätzlich gab und gibt es weiterhin Vorbereitungsseminare, die von den deutschsprachigen ACI
Vereinigungen gemeinsam durchgeführt werden und abwechselnd in den einzelnen Ländern
stattfinden.
In diesem Jahr wurden derartige Seminare für das ACI Certificate in der Schweiz (Jänner 2000 –
25 Kandidaten), in Deutschland (Mai 2000 – 28 Kandidaten) und in Österreich (Oktober 2000 -
29 Kandidaten) durchgeführt;
Vorbereitungen für ACI Diploma gab und gibt es in der Schweiz (November 1999), in
Luxembourg (Mai 2000), in Österreich (November 2000) sowie in Deutschland (April 2001).

Insgesamt wurden in diesem Jahr ca. 800 Prüfungen in deutsch und englisch abgelegt (ACI
Diploma, ACI Dealing & ACI Settlement Certificate sowie Code of Conduct) und vom
österreichischen Ausbildungsteam unter anderem ca. 320 Diplomaufsätze korrigiert.

Manfred Wiebogen richtet seinen ausdrücklichen Dank in diesem Zusammenhang an die
Mitglieder seines Teams:

Thomas Einramhof      ERSTE Bank
Fritz Fuchs           ÖVAG
Patrick Ernst         WestLB
Marc Veil             Lombard Odier
Gerhard Dinhopl       Bank Austria
Protokoll der 42. Ordentlichen Generalversammlung vom 7. Oktober 2000             14


Andreas Heider        Dresdner Bank

und gratuliert den Diplomabsolventen des abgelaufenen Jahres:

Michael Hofbauer      Bank Austria
Stefan Bodner         RLB Tirol
Thomas Kaltenböck     RLB OÖ
Renee Brunner         PSK
DI Ursula Federsel    PSK
Mag. Ingrid Rappold   PSK
Christian Hotowy      Bank Austria
Alexander Mayer       Bank Austria
Werner Cizek          Bank Austria
Uwe Schlüter          Bank Austria
Christine Gruber      Bank Austria

Danach betont er nochmals die ausgesprochen gute Kooperation innerhalb des German
Language Board, das 1996 gegründet wurde und seither wirklich maßgeblich zur
Weiterentwicklung des Ausbildungswesens innerhalb der ACI beigetragen hat und
bedankt sich sehr herzlich bei den Mitgliedern dieser Gruppe:

Christoph Niggli             Warburg Dillon
Hildegard Pfitzenreuter      WestLB
Peter Witte                  WestLB

Zum Abschluß kündigt er an, daß er selbst und auch unser Präsident Manfred Kunert (Mitglied
im International Examboard) gegen Ende des Jahres einen teilweisen Rückzug aus diesen sehr
zeit- und arbeitsintensiven Tätigkeiten durchführen werden. Die deutschsprachigen
Prüfungsabnahmen und die entsprechenden Vorbereitungsseminare wurden von der German
Language Group in den letzten Jahren "aus der Taufe gehoben" und auf einen sehr
professionellen Stand gebracht. In dieser Form wird "das Produkt" nun wieder an das Board of
Education der ACI International zurückgegeben und von diesem – hoffentlich – in
gleichbleibender Qualität weitergeführt.

Damit beendet Manfred Wiebogen seinen Bericht und gibt zurück an den Vizepräsidenten; dieser
ersucht nun Gerhard Herda um Vorlage des Rechnungsabschlusses.


6)     Vorlage des Rechnungsabschlusses per Oktober 2000

Der Kassier, Gerhard Herda, verliest den Kassenbericht, der dem Protokoll unter Beilage 2
angefügt ist. Er erklärt, daß diesmal zwei verschiedene Kassenprüfungen durchgeführt wurden,
und zwar eine für das Vereinsjahr 1999/2000 durch die Herren Johann Artner und Leopold
Sokolicek, sowie eine zweite für die Jubiläums-Generalversammlung im Oktober 1999
(aufgrund des erhöhten Budgets) durch die Herren Friedrich Traxler und George Radinger. Beide
Ergebnisse sind im vorliegenden Kassenbericht berücksichtigt. Hierzu erfolgt keine
Wortmeldung.


7)     Bericht der Rechnungsprüfer
Protokoll der 42. Ordentlichen Generalversammlung vom 7. Oktober 2000               15


Leopold Sokolicek erklärt in seinem sowie im Namen von Johann Artner, daß die
Kassengebarung des Clubs für das abgelaufene Vereinsjahr geprüft und keinerlei Grund zur
Beanstandung gefunden wurde. Er stellt den Antrag auf Erteilung der Entlastung der betrauten
Organe und Genehmigung des Rechnungsabschlusses.

Im Anschluß daran erklärt Fritz Traxler, auch im Namen von George Radinger, daß auch alle
Belege und Aufzeichnungen zur vorjährigen Jubiläums-GV geprüft und für ordnungsgemäß
befunden wurden. Er stellt ebenfalls den Antrag auf Entlastung der betrauten Organe und
Genehmigung des Rechnungsabschlusses.
8)    Genehmigung des Rechnungsabschlusses und Entlastung der betrauten Organe

Die Genehmigung des Rechnungsabschlusses und die Entlastung des Vorstandes erfolgt
einstimmig durch die Generalversammlung - zuerst für die Kassengebarung des Vereinsjahres,
danach für den Rechnungsabschluß der GV im Oktober 1999.


9) Bestellung und Bestätigung der Rechnungsprüfer

Der Kassier erklärt, daß sich die Herren Johann Artner und Leopold Sokolicek auch für das
nächste Vereinsjahr als Rechnungsprüfer zur Verfügung stellen und ersucht die anwesenden
Mitglieder um Abstimmung. Beide Kandidaten werden einstimmig als Rechnungsprüfer bestellt.


10)    Mitgliedererweiterung

A. Steppan berichtet, daß sich innerhalb der ACI International die Strategic Planning Group
(SPG) seit 1998 mit den künftigen strategischen Ausrichtungen der ACI beschäftigt. Unter
anderem sind die Finanzmärkte aufgrund der dynamischen Entwicklungen durch folgende
Kriterien positiv und negativ geprägt:

       - sinkende Anzahl von Banken und Handelsräumen
       - verstärkte Entwicklung von Technologien in Richtung Risikomanagement und
               Controlling
       - intensivere Einbindung von Netzwerksystemen und elektronischen Handelsplattformen
               (E-Commerce)
       - verstärkte Integration und Anforderung an Middle Office- und Back Office-
               Funktionalität
       - Erweiterung der Handelstätigkeit und auch Market Maker Tätigkeit durch
               Kapitalanlagegesellschaften, Fonds und große Corporates

Nach intensiven Beratungen wurde festgestellt, daß die alten Strukturen der Statuten der ACI
International nicht mehr den heutigen Gegebenheiten entsprechen.

Folgende Kriterien wurden aufgehoben:

-      Trennung von nationalen und internationalen Mitgliedern
       (in anderen nationalen Verbänden waren nationale Mitglieder entweder Corporate Sales
       Trader und/oder Domestic Currency Händler – sollten z.B. aber nicht an Internationalen
       ACI Kongressen teilnehmen).

-      Statutendefinition des Handels in Fremdwährungen unterband
Protokoll der 42. Ordentlichen Generalversammlung vom 7. Oktober 2000                    16


       den Einbezug von Domestic Handel (z.B. EURO !).

Anläßlich des Council Meetings im Mai 2000 in Paris wurden nach intensiven Konsultationen
die Statuten angepaßt:

-      es gibt nur mehr "Members" und "Associate Members", nationale Mitglieder werden
       automatisch reguläre Mitglieder, nationale Mitglieder, die früher vom Mitgliedsbeitrag an
       die internationale Organisation befreit wurden, sind dadurch Mitgliedsgebühren-pflichtig.

Die Mitgliedschaft wird definiert:
"To be a member of ACI, candidates must have the following qualifications:
-      they must be actively engaged:
-      in dealing in financial instruments or
-      in various activities conducted within their institution's dealing room, or in an area
       directly related to these activities (at the discretion of each national association).

they must carry on their activities:
-     within a bank or
-     within a financial institution supervised and regulated by a relevant official regulatory
      authority."

Desweiteren wurde es Mitarbeitern supranationaler Organisationen ermöglicht, direkte
Individual Members (die nicht einem nationalen Verband angehören) zu werden; dies trifft z.B.
auf Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank zu.

Es ist zu erwähnen, daß die gewählte Formulierung "at the discretion of each national
association" sowie andere wesentliche Komponenten der Statutenänderung aufgrund
österreichischer Initiative in die Statuten aufgenommen wurden und erst durch diesen
vorgeschlagenen Kompromiß eine positive Abstimmung zur gesamten geplanten
Statutenänderung zustande kommen konnte.

Der Vollständigkeit halber wird erwähnt, daß nicht alle nationalen ACI Organisationen in bezug
auf ihre Mitgliedschaft einander völlig gleich sind.
In Norwegen und der Schweiz sind Händler von Corporates, aber auch verantwortliche
Mitarbeiter von Einheiten, die eng mit dem Treasury kooperieren (z. B. Correspondent Banking
& Back Office) Mitglieder der jeweiligen Organisationen.
In Australien wurde – nicht zuletzt aufgrund von gesetzlichen Vorschriften – ein einheitlicher
Finanzmarktverband gegründet, dem alle Mitarbeiter in Finanzbereichen aller Produktearten
angehören;
in Frankreich plant man eine ähnliche Vorgangsweise;
in Italien plant man schon seit vielen Jahren den Zusammenschluß der ACI mit dem Verband der
Treasurer sowie dem Verband der Bondhändler und dem Verband der Aktienhändler; seit vielen
Jahren veranstalten diese 4 Organisationen immer gemeinsam einen jährlichen Kongreß mit
jeweils vier Teil-Generalversammlungen.

Die Statuten der ACI AUSTRIA und die Statuten der ACI International sind voll kompatibel. Ein
Arbeitsausschuß des Vorstandes (Petruschan, Ottenschläger, Herda, Steppan) hat dies eindeutig
festgestellt. Ein unmittelbarer Handlungsbedarf in bezug auf eine mögliche Änderung der
österreichischen Statuten besteht nicht. In den österreichischen Statuten kennen wir nur aktive
und fördernde Mitglieder, sowie Ehrenmitglieder.
Protokoll der 42. Ordentlichen Generalversammlung vom 7. Oktober 2000                17


Um der Bedeutung des ACI Diploms und der ACI Zertifikate entsprechenden Nachdruck zu
verleihen, hat der Vorstand in seiner Sitzung vom 11. September 2000 beschlossen, daß die
Voraussetzung einer 3-jährigen Handelstätigkeit vor der Aufnahme in den Verein vom Vorstand
aufgehoben werden kann, wenn der Mitgliedsbewerber eine ACI Prüfung erfolgreich abgelegt
hat.

       Zur Information: Gemäß unseren Statuten nimmt der Vorstand die neuen Mitglieder auf;
       alle Mitgliedsanträge werden in den periodischen Sitzungen des Vorstandes in der ACI
       AUSTRIA besprochen und dort über die Aufnahme neuer Mitglieder entschieden. Die
       Gültigkeit der Aufnahme erfolgt jeweils zum 1. Jänner und 1. Juli eines Kalenderjahres.

Weiters ist festzuhalten, daß die ACI AUSTRIA in ihrer Vergangenheit immer schon die
fachliche Kooperation zu anderen mit Finanzdienstleistungen zusammenhängenden
Berufssparten gesucht und entsprechende Fachveranstaltungen durchgeführt hat:
z. B. "Interest Compensation Rules" und "CLS" waren Themen, nicht nur für Händler, sondern
auch für Correspondent Banker, Zahlungsverkehrsmitarbeiter und BackOffice-Mitarbeiter.

Auch wenn kein unmittelbarer Handlungsbedarf für eine Statutenänderung besteht, hat sich der
Vorstand dennoch vorgenommen, in der laufenden Funktionsperiode eine offene Diskussion über
eine mögliche Statutenänderung zu führen und lädt alle Mitglieder herzlich dazu ein, Stellung zu
beziehen, Meinungen zu äußern und dies entweder gleich oder zu einem späteren Zeitpunkt
schriftlich zu artikulieren.

Bei allen diesen Überlegungen sollten einige Grundsätze beachtet werden:

-      Die Rolle und die Bedeutung unserer Organisation hängt nicht vom Mitgliederstand
       sondern von der Identifikation der Mitglieder und ihrem fachlichen Engagement ab;
       Zitat eines Händlers: "Ich würde mir wünschen, daß ich auf eine Preisanfrage soviele
       Preise bekomme, wie wir Mitglieder haben."

-      Die Bedeutung der ACI AUSTRIA wird nicht durch ihren Mitgliedsbeitrag sondern durch
       ihre fachliche Kompetenz um die Finanzmärkte im Allgemeinen oder um Teilmärkte
       definiert; dies gilt sowohl international als auch im Kontakt mit den österreichischen
       Aufsichtsorganen und Fachgremien.

Eine Diskussion über eine Mitgliedsaufnahme von Mitarbeitern in Banken, die nicht als
"Händler im eigentlichen Sinn" zu bezeichnen sind und von Händlern in Nichtbanken darf nicht
von falschen Ängsten, Befürchtungen, Standesdünkeln oder Vorurteilen geprägt sein, sondern
ausschließlich von der Maßgabe der fachlichen Bereicherung.

Denken wir anhand von ein paar – kontroversiellen – Beispielen nach, ob Mitarbeiter und/oder
Führungskräfte aus folgenden Berufsgruppen und Geschäftssparten für die ACI AUSTRIA und
ihre Ideale und Ziele eine vernünftige Ergänzung oder Bereicherung sein können:

-      Mitarbeiter, die für Internet Banking und E-Commerce im Treasury verantwortlich sind
-      Mitarbeiter, die Händler-Software herstellen
-      Mitarbeiter, die für Informationstechnologie, Kommunikationstechnologie und
              Organisation von Treasury-Geschäften verantwortlich sind
-      Bond-Händler
-      Aktien-Händler
-      Bond-Broker
Protokoll der 42. Ordentlichen Generalversammlung vom 7. Oktober 2000             18


-      Aktien-Broker
-      Bankmitarbeiter im Treasury-Controlling
-      Bankmitarbeiter für Treasury-Revision
-      Mitarbeiter von Middle Office im Treasury
-      Mitarbeiter im Back Office von Treasuries
-      Corporate Treasurers
-      Handelsmitarbeiter und Mitarbeiter in Finanzabteilungen von großen und mittleren
              Corporates, die Treasury-Produkte nutzen
-      Finanzdienstleistungsberater
-      CTAs – Comodity Trading Adviser
-      Kreditberater
-      Mitarbeiter aus Forschung und Entwicklung im akademischen Bereich, die sich mit
              Finanzdienstleistungen beschäftigen
-      Mitarbeiter in Aufsichtsbehörden, z.B. Bankenaufsicht im Finanzministerium
-      Legal Advisors, Mitarbeiter von Rechtsabteilungen in Banken
-      Mitarbeiter von Verbänden, die die Fachbereiche Treasury abdecken
-      und viele mehr

Es ist klar, daß man in jedem dieser Fälle sowohl ein positives als auch negatives
Personalbeispiel anführen wird können; und wahrscheinlich müßte bei Einschluß aller dieser
oben genannten Sparten ein Fachausschuß "Händler und Treasurer im eigentlichen Sinn"
gegründet werden.

Alle Mitglieder werden nochmals ersucht, eventuelle Vorschläge oder Überlegungen zu diesem
Thema schriftlich an den Vorstand zu richten, damit dieser auf der Grundlage der
Meinungsäußerungen seiner Mitglieder die Mitgliedererweiterung entsprechend realisieren kann.

Der Sekretär dankt den Zuhörern für Ihre Aufmerksamkeit und gibt zurück an den
Vizepräsidenten.


11) Allfälliges

Der Vizepräsident stellt die Frage nach weiteren Wortmeldungen aus dem Publikum. Dies ist
nicht der Fall.

Danach bedankt er sich ganz herzlich bei den Herren Helmut Edlbauer und Robert Musner
für die überaus perfekte und professionelle Organisation des diesjährigen ACI-Wochenendes in
Linz. Die beiden Herren haben – gemeinsam mit vielen anderen Kollegen der Linzer Banken -
für unsere Mitglieder und Gäste ein abwechslungsreiches und interessantes Programm
zusammengestellt, das allen Teilnehmern einen sehr guten Einblick in das traditionelle, aber
auch moderne Oberösterreich gewährt.

Nach einigen Housekeeping Announcements über die folgende Kaffeepause sowie die
anschließenden Fachvorträge "Technologie im Unternehmen" (REUTERS, FABASOFT, VA
STAHL) bedankt sich der Vizepräsident für die Aufmerksamkeit und die zahlreich erschienenen
Gäste und schließt den offiziellen Teil der Generalversammlung um 11.15 Uhr.

Als Abschluß erfolgt eine ca. 3-minütige Video-Präsentation zum bevorstehenden ACI Kongreß
2001 in Singapur.
Protokoll der 42. Ordentlichen Generalversammlung vom 7. Oktober 2000                 19



Beilagen




                                         Armin Steppan
                                            Sekretär




                                                                                        Beilage 1
Brief des Präsidenten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es entspricht weder meiner Art noch meiner Einstellung, bei wichtigen Terminen wie dem
heutigen durch Abwesenheit zu glänzen, es sei denn, es gibt gewichtige Gründe für ein Nicht-
Erscheinen.

In den letzten 10 Monaten musste ich aufgrund beruflicher Prioritäten 4x meinen geplanten
Urlaub verschieben, respektive gänzlich absagen. Dazu kommt, daß im September auch die
Wochenenderholung durch berufliche Verpflichtungen verloren ging. Der Internationale
Volksbankenkongreß, die Weltbanktagung in Prag, eine Wochenendklausur der Bank, etc. – alle
diese Verpflichtungen haben einen dringenden Erholungsbedarf ausgelöst, dem ich nun
Rechnung trage, um nicht doch bald schon so alt auszusehen, wie ich tätsächlich bin (Eitelkeit ist
keine Altersfrage !)

Leider blieb als einziger Termin für einen Segelurlaub vor der türkischen Küste nur mehr jene
Woche, in der in der Kulturstadt Linz von unseren dort tätigen ACI Freunden der Jahreskongress
unserer Berufsvereinigung ausgerichtet wird. Da es mir nicht gelungen ist, einen Rückflug für
Freitag zu buchen, werde ich erst Samstag abends in Wien landen, zu einem Zeitpunkt also, wo
Ihr alle in fröhlicher Runde eine Werkshalle nach der anderen unsicher macht.

Es ist mir jedoch ein Bedürfnis, drei Kollegen aus Euren Reihen "aus der Ferne zu danken".
Ganz besonderen Dank verdient Manfred Wiebogen, der in den letzten Monaten unter
unglaublichem Druck stand, galt es doch die ACI Prüfungsgrundlagen nochmals zu überarbeiten
und somit den professionellen Standard weiter anzuheben. Danke Manfed !

Danken möchte ich auch meinem Vize, der mich heute hier in Linz vertritt; ich bin überzeugt, er
wird durch seine professionelle "vernünftige" Art zum Erfolg der Veranstaltung wesentlich
beitragen.

Last but not least möchte ich dem Sekretär der ACI AUSTRIA, Armin Steppan, meinen Dank
aussprechen. Ich kenne weitweit keinen engagierteren Sekretär, niemanden, der sich so viel
Mühe gibt und mit soviel Umsicht die Geschicke einer Berufsvereinigung so maßgeblich und so
positiv beeinflußt. Der Umstand, daß er nebenbei bemerkt, - weltweit – der einzige Sekretär
ist, bei dem der Präsident nicht oder kaum zu Wort kommt, macht ihn umso liebenswerter.

Dank Euch dreien, ich werde Euch in mein türkisches Abendgebet einschließen !
Protokoll der 42. Ordentlichen Generalversammlung vom 7. Oktober 2000         20



Ich wünsche Euch allen, liebe Kolleginnen und Kollegen, einen angenehmen
Veranstaltungsverlauf, danke insbesondere den Organisatoren für ihre Mühe und möchte
mich nochmals dafür entschuldigen, daß ich aus den erwähnten Gründen nicht bei Euch sein
kann.

Bis zum nächsten Mal alles erdenklich Gute, vielleicht sehen wir uns ja bei der geplanten
Zirkusveranstaltung vor Ende dieses wahrlich aufregenden Jahres.

Alles Gute und bis bald !

Manfred Kunert

				
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