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					         studenten                                           nr. 12- 2008

         Magazin für München • Freising • Rosenheim
                                                      werk




         Zusammen stark!
         Studierende übernehmen Verantwortung



Romantisch                 Energisch                  Speis & Trank
Christkindlmarkt auf       Demo gegen                 Mensaspeiseplan
dem Chiemsee               Studiengebühren            für Dezember
DE_AZ_Studentenwerk_GO_165x273      04.03.2008      12:12 Uhr      Seite 1




           guter kaffee.
              gut für alle.




                                                                       neu: goodorigin.
                                                                                    Biologisch angebaut.
                                                                                    Nachhaltig produziert.
                                                                                    Sozial gehandelt.




           regionalbüro süd Waldmeisterstrasse 79, 80935 München, www.slde.de
                      Tel. 0 89/3 51 00 88, Fax 0 89/3 51 99 95, muenchen@saralee.com
       editorial
                                                                                           Inhalt

                                                                                           studentenwerk aktuell                     4/5
                                                                                           Kinder, Köche, Krausser:
                                                                                           Neuigkeiten rund ums Essen, Wohnen
                                                                                           und Lesen




                                        »
                                                                                           report                                    6/7
                                                                                           Zusammen stark!
                                                                                           Studierende übernehmen Verantwortung
                                                   Es gibt nichts Gutes,
                                                   außer man tut es.
                                                   (Erich Kästner)
                                                                            »              speis & trank
                                                                                           Der Mensaspeiseplan für den
                                                                                                                                     8/9

                                                                                           Monat Dezember zum Herausnehmen


      Liebe Studentinnen und Studenten,                                                    zur sache                                  10
      liebe Leserinnen und Leser,
                                                                                           „Wir alle können etwas tun!“ –
                                                                                           Studierendenvertreter über politisches
      „Weihnachtszeit. Die letzten Wochen des Jahres, in denen man noch ein-               Engagement
      mal innehält, sich besinnt und zur Ruhe kommt…“ So heißt es. Aber wie
      geht es Ihnen? In Wirklichkeit sieht die Sache für die meisten doch ganz             service                                    11
      anders aus. In den letzten Wochen des Jahres soll und muss noch ganz
      schnell alles geschafft werden, was vorher liegen geblieben ist. Und auch            Aktiv werden und sich schützen:
      das Weihnachtsfest selbst ist für viele alles andere als stressfrei: Geschenke       Welt-Aids-Tag, Auslandsstipendium,
      einkaufen, Besuchsrouten für die umfangreiche Familie ausarbeiten und                Elternnetzwerk und Abstimmung zum
      und und… Und dann gibt es noch diejenigen, die ganz andere Probleme                  Ausbildungsticket
      haben – nicht nur vor Weihnachten, sondern das ganze Jahr hindurch.
      Wenn man nur die Augen aufmacht, sieht man sie überall, diejenigen, die
      weniger Glück gehabt haben im Leben. studentenwerk stellt Ihnen in
                                                                                           erleben                                    12
      dieser Ausgabe einige Studierende vor, die trotz Studienstress und voller            Es weihnachtet sehr:
      Studenpläne die Zeit finden, sich ehrenamtlich für solche Menschen zu                Weihnachtsmarkt, Krippenausstellung
      engagieren. Sie arbeiten in der Bahnhofsmission, in einer Unterkunft für             und Geschenke zum Gewinnen
      Flüchtlinge und Asylsuchende, bauen – als Aktion einer „Küchengemein-
      schaft“ entstanden – ein Netzwerk für Studierende auf, die einem Paten-
      kind in der Dritten Welt etwas Glück schenken wollen oder setzen sich für            wohin?                                     13
      die Belange ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen ein. Wie einfach                  Für Studierende, für wenig Geld
      es sein kann, guten Ideen gute Taten folgen zu lassen, lesen Sie im Report           vom 28. November bis 31. Dezember 2008
      und im Interview zur Sache (Seite 6 – 7 und S. 10).

      Gute Ideen ganz anderer Art, nämlich was Sie im Dezember alles unter-                wer ist eigentlich ...                     14
      nehmen können, ohne das vorweihnachtliche Budget zusätzlich zu belas-                Dr. med. Rudolf Tauscher
      ten, finden Sie auf unserer Erleben-Seite und auf Seite 13.                          Berater der Psychotherapeutischen
                                                                                           Beratungsstelle im Olympiazentrum
      Doch was immer Sie in den nächsten Wochen noch vorhaben: Ich wün-
      sche Ihnen eine gute Zeit, einen Jahreswechsel nach Ihrem Geschmack
      und einen guten Start ins Jahr 2009!                                                 Impressum                                  15
      Ihre


      Dr. Ursula Wurzer-Faßnacht
      Geschäftsführerin des Studentenwerks München

      stuwerk@stwm.de




      Wohnen                     Internationales               Studieren mit Kind             Kultur                       Beratung
résidences universitaires   relations internationales        étudiants parents            service culturel                    aide sociale
     accomodation               international affairs         studying as a parent          cultural affairs              advicement



                                                        €
                     Information                  BAföG                     Studentenbibliothek               Mensa & Cafeteria
                        information            aides financières                   bibliothèque           restaurant universitaire
                   information                       grant                      library                        cafeteria

                                                                                                       studentenwerk nr. 12- 2008 3
       studentenwerk aktuell




                                                                 Nachschlag*
                                                                 Ausgezeichnet mit der DIG-Urkunde in Silber
                                                                 Wussten Sie eigentlich …,
                                                                 … dass das Studentenwerk München auch in diesem Jahr wieder vom DIG (Deutsches
                                                                 Institut für Gemeinschaftsverpflegung e.V.) mit der Silber-Urkunde ausgezeichnet
                                                                 wurde und daher berechtigt ist, die Plakette „arbeitet nach den Leitlinien des DIG”
                                                                 zu führen?
                                                                 Dem seit 2004 alle zwei Jahre von der Fachhochschule Niederrhein in hochschulgas-
                                                                 tronomischen Einrichtungen durchgeführten Prüfverfahren stellten sich 41 der insge-
                                                                 samt 58 deutschen Studentenwerke. Dabei wurde 2-mal die Auszeichnung „Silber”
                                                                 vergeben. Zu den geprüften Leitlinien des DIG zählen unter anderem:
                                                                 • Vielfalt, Preiswürdigkeit, Flexibilität und Servicefreundlichkeit.
                                                                 • Berücksichtigung der Empfehlungen wissenschaftlicher Organisationen wie der
                                                                   Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
                                                                 • Lebensmittel von hoher Qualität und Frische zu angemessenen Preisen.
                                                                 • Ein strenges, genau dokumentiertes Hygiene-Konzept bei allen Produktionsprozessen.
                                                                 Laut Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks Achim Meyer auf der Heyde be-
 Wild und weihnachtlich geht es im Dezem-                        weisen die guten Noten der DIG-Prüfung übrigens einmal mehr: „Masse und Klasse
ber in den Mensen des Studentenwerks zu. Von der Lachs-          schließen sich nicht aus”.
  forelle bis hin zu Entenkeule, Hirsch- und Wildschwein-        Wir wünschen einen guten Appetit!
 braten warten die Köche mit Spezialitäten auf, mit denen
          sich selbst Frost und Schnee gut ertragen lassen.      *für Wissens-Hungrige – jeden Monat in studentenwerk
                www.studentenwerk-muenchen.de/mensa


                  Dem Köchebesuch aus Shanghai hatte der Mensa-Spei-
                seplan vom 21. bis zum 23. Oktober drei fernöstliche Menüs zu verdanken, deren
       Rezepte die chinesischen Gäste selbst aus ihrer Heimat mitgebracht hatten. Besonders
       authentisch wurden diese den Besuchern der Mensa Leopoldstraße serviert, wo die asiatischen
       Gastronomen die Köstlichkeiten eigenhändig zubereiteten. Zuvor wurde die chinesische Spei-
                                    sekulturwoche feierlich vom Vizepräsidenten des Logistik-
                                    departements der Tongji-Universität, Zhengsong Geng, und
                                    Wolff Wölffing, dem stellvertretenden Geschäftsführer des Stu-
                                    dentenwerks München eröffnet. Wen die asiatischen Gaumen-
                                    freuden übrigens auf den Geschmack gebracht haben, sollte
                                    nicht vergessen, sich jede Woche eine neue Köchekarte in einer
                                    Mensa des Studentenwerks zu besorgen. Auf deren Rückseiten
                                    steht diesmal nämlich je ein fernöstliches Rezept. Mànmànchi!
       Feierliche Eröffnung durch Vizepräsident Zhengsong Geng (links) und Wolff Wölffing (rechts) und die Zubereitung
       der Tomaten-Eier-Suppe – einer typisch chinesischen Köstlichkeit.




           Lese-Tipp extra: Zum Puccini-Jubiläum
                                      Helmut Krausser – Die kleinen Gärten des Maestro Puccini
                                       Der 22. Dezember: Giacomo Puccinis (1858 – 1924) 150ster Geburtstag – und der lässt sich kaum besser als
                                       mit „dem neuen“ Krausser feiern. „Dokumentarroman“ nennt der Verwandlungskünstler der deutschen Gegen-
                                       wartsliteratur seine bestens recherchierte Darstellung zehn wechselvoller Jahre im Lieben und Schaffen des ge-
                                       nialen italienischen Komponisten. Um drei Frauengeschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, geht
                                       es, aus denen Puccini die Opern Madame Butterfly, Fanciulla del West und Turandot machte. Das erste Buch
                                       erzählt die leidenschaftliche Affäre mit der raffinierten Kindfrau „Cori“ (einer Näherin aus Turin, deren streng
                                       gehütete Identität der „Detektiv“ Krausser aufdeckt), das zweite Buch die – bis auf eine einzige Nacht – entsa-
                                       gungsvolle Liebe zur schönen Societydame Sybil Seligmann, und das dritte von der zärtlichen Freundschaft zur
                                       Unschuld vom Lande Doria, seiner langjährigen Hausangestellten, die perfide Intriganten als „Hure“ diffamierten
                                       und in den Selbstmord trieben. „Die kleinen Gärten des Maestro Puccini“ ist ein gelungenes Porträt des Meisters
                                       privat, eines Machos, wie er im Buche steht, Frauenverschleißer, passionierter Freizeitjäger, Autonarr mit 15 (!)
                                       Wagen, seines Ehedramas mit der zerstörerisch (wenn auch nicht grundlos) eifersüchtigen Elvira und der wenig
           liebevollen Beziehung zu seinem amusischen Sohn. Und ein Künstlerroman, der einmal mehr den Zusammenhang von Libido und Kreati-
           vität thematisiert, und einen ganz Großen zwischen Tradition und Moderne, zwischen Schaffenskrise und genialem Wurf zeigt, der wohl ein
           bisschen auch Kraussers Alter Ego ist ...?
                                                                                                                Eveline Petraschka, Studentenbibliothek
           Das Buch: Helmut Krausser – Die kleinen Gärten des Maestro Puccini, DuMont Verlag 2008, 380 Seiten, 19,90 Euro.


  4   studentenwerk nr. 12- 2008
                     Wer denkt,                  die Wohnheime des Studentenwerks
                         München seien nur ein fader Ort zum Übernachten, Ler-
                         nen und Hausarbeiten schreiben, der irrt gewaltig. Sie sind
        alles andere als „öde Schlafburgen“, wie Manuel Mesters es so treffend bezeich-
        net. Und der 27-jährige Bioinformatik-Student muss wissen, wovon er spricht.
        Schließlich wohnt er in der Studentenstadt Freimann – mit 2501 Wohnplätzen
        in 14 Häusern nicht nur eine der größten Wohnanlagen des Studentenwerks
        München sondern sogar eine der größten Europas.
        Darüber hinaus fungiert er dort als Vorsitzender der Studentischen Selbst-
        verwaltung. Denn wie in anderen Wohnanlagen auch, werden die Bewohner
        der Studentenstadt selbst aktiv. Natürlich in viel größerem Stil. Während
        anderswo das Gemeinschaftsleben von Tutoren und Haussprechern gepflegt
        wird, existiert hier zudem sogar eine durchorganisierte studentische
        Selbstverwaltung, der so genannte Gesamtheimrat. Gebildet wird dieser
        zum einen aus den, von den Bewohnern der einzelnen Häuser in ihren
        Vollversammlungen gewählten Haussprechern. Sie sind Ansprechpartner
        für sämtliche Belange ihres Hauses. Sei es die Kontrolle der Gemeinschafts- „Öde Schlafburg“? das, Studentenstadt
                                                                                          Freimann ist alles andere als
                                                                                                                        Die
                                                                                                                            ...
        einrichtungen und deren Finanzen oder die Wahrung des häuslichen
        Friedens – sie kümmern sich um alles, was ansteht. Obendrein stellen sie die Verbindung zwischen den Bewoh-
        nern und der Hausverwaltung dar. Ein weiterer Bestandteil des Gremiums sind die ebenfalls gewählten
        Tutoren, die für die kommunikative Komponente der Häuser zuständig sind. So organisieren sie in enger Zusam-
        menarbeit mit dem Kulturbüro des Studentenwerks Workshops, kümmern sich um ein anspruchsvolles Freizeitpro-
        gramm und fungieren obendrein als Ansprechpartner bei Problemen persönlicher oder psychologischer Art.
                                         Last but not least gehören dem Gesamtheimrat die von ihm selbst gewählten
                                         Amtsträger und Ausschussmitglieder an, deren es in der Studentenstadt eine
                                         ganze Menge gibt. Schließlich bietet die Wohnanlage neben diversen Ausschüs-
                                         sen (z.B. Umwelt- und Wirtschaftsausschuss) und von den Häusern selbst ver-
                                         walteten Gemeinschaftseinrichtungen wie Werk-, Wasch- und Trockenräume,
                                         Gemeinschaftsappartements, Kneipen und Discos darüber hinaus auch eine
                                         Appartementbörse, Musikübungsräume, einen Brotladen sowie je einen Spiel- und
                                         Sportplatz. Alles Dinge, für die sich jemand eigenverantwortlich kümmern muss. Ganz
                                         zu schweigen von Deutschlands größtem kulturellen Studenten Open Air Festival
                                         „StuStaculum“, das einmal im Jahr organisiert werden will.
                                         Alles in allem also eine gut durchorganisierte kleine Dorf-Gemeinschaft mit eigenem
                                         Gemeinderat, Bürgermeister, Gremien und sogar Geschäften. Hier kann man lernen,
                                         Probleme selbst zu lösen, eigen- und fremdverantwortlich zu handeln oder ganz einfach
... denn die Studierenden erwachsen zu werden und sich positiv in einer Gemeinschaft einzubringen – sprich, all
füllen sie mit Leben und Seele. Wie      die „Soft Skills“, die das Leben nach dem Studieren so erfordert. „In der Uni lernt man
Brotladenbetreiber Adel El Behi (Mitte). für die Prüfung, hier fürs Leben“, meint dazu wieder einmal treffend Manuel Mesters.



             Bei strahlendem Sonnenschein                                     und nicht minder
               strahlenden Gesichtern eröffnete am 15. Oktober dank einer Gemeinschaftsinitia-
               tive vom Studentenwerk und der Technischen Universität München eine neue Kin-
               derkrippe am Campus Weihenstephan. „Dr. Gudula Wernekke-Rastetter Kinder-
      villa” heißt die nunmehr zweite Krippe neben der „Krabbelstube” in Freising, die Spöss-
      lingen bis zu drei Jahren von Studierenden und Angestellten der TU zwölf weitere liebe-
                                     voll gestaltete Betreuungsplätze zur Verfügung stellt. Und
                                     sie macht ihrem Namen alle Ehre. So werden die Räum-
                                     lichkeiten von einer idyllisch gelegenen, frisch renovierten   Inoffizielles Ein-
                                     Jugendstilvilla am Weihenstephaner Berg beherbergt, de-
                                     ren großzügiges Gartengelände den Kindern nicht nur viel       läuten der ersten Runde
                                                                                                    in der „Kindervilla“.
                                     Platz, sondern vor allem reichhaltige Möglichkeiten bietet,
                                     die Natur im Wandel der Jahreszeiten hautnah zu erleben.
                                     Ihren Namen trägt die „Kindervilla”zum Gedenken an die
                                     2001 verstorbene, gebürtige Starnbergerin Dr. Gudula
      Offizielle Einwei-             Wernekke-Rastetter, deren generöser Hinterlassenschaft
      hung mit TU-Präsident          die Kinderkrippe ihre Entstehung mitverdankt. Erst die
      Wolfgang A. Hermann, Dekan
      Gerhard Wenzel und Gachäfts-
                                     Erträge ihrer Schenkung machten es der Friedrich Schie-
      führerin des Studentenwerks    del-Stiftung möglich, das engagierte Projekt finanziell zu
      Ursula Wurzer-Faßnacht (hin- unterstützen. So können sich die Eltern über ein neues
      ten, v.l.).                    Angebot des Trägervereins „Studentische Eltern-Kind-Ini-
                                     tiativen e.V.” freuen, bei dem die Erziehung, Bildung und
      Betreuung ihrer Kleinsten im Mittelpunkt steht; die Kinder hingegen über viel Platz zum
      Musizieren, Basteln, Malen und Tanzen. Damit ihre Gesichter auch bei weniger schönem
      Wetter weiterhin strahlen. www.studentenwerk-muenchen.de/kinder


                                                                                                    studentenwerk nr. 12- 2008 5
     report




     Zusammen stark!
     Studierende übernehmen Verantwortung
     Im November würdigte das Deutsche Studentenwerk besonderes soziales Engagement mit dem
     Wettbewerb „Studierende für Studierende“. Doch nicht nur Studierende bedürfen der Hilfe ihrer
     Kommilitonen. Auch abseits der Hochschule gibt es viele Orte, an denen ehrenamtliche Unterstüt-
     zung geradezu unentbehrlich ist. Wie aber sieht es damit auf dem Münchner Campus aus? Lassen
     volle Stundenpläne und finanzieller Druck soziales Engagement überhaupt noch zu? studentenwerk
     hörte sich an den Hochschulen um und staunte.


             Leben zwischen Bangen und Hoffen                     und sie wie normale Menschen behandeln.“ Das macht
     Freitag nachmittag, Rosenheimerstraße 242. Die trost-        stark. Noch stärker als die Minderjährigen sowieso schon
     lose Fassade einer zweizeiligen Containersiedlung            sind. Denn nicht selten kamen sie mit viel Hoffnung und
     reflektiert das triste Grau des Herbsthimmels. Ein be-       mutterseelenallein durch dubiose Schlepper auf drama-
     klemmender Ort, mitten in München, einer der wohl-           tischen Wegen nach Deutschland und müssen sich ohne
     habendsten Städte Deutschlands. Hier harren ca. 230          Eltern in der Fremde durchschlagen. Ihre frühere Heimat
     Flüchtlinge und Asylsuchende manchmal jahrelang              waren meist Krisen- oder Kriegsgebiete wie Irak, Serbien
     in der Hoffnung auf die Bewilligung ihres Asylantrags        oder Afghanistan. Nun würden sie gerne in Deutschland
     – nicht selten vergebens. Plötzlich lässt ein Geräusch       heimisch werden, sich integrieren, sich nicht mehr isoliert
     alle Beklemmung verfliegen: Kinderlachen. Es dringt          fühlen. Doch stattdessen müssen sie täglich mit der Angst
     aus einem der beiden Kinder- und Jugendzimmer des            leben, abgeschoben zu werden.
     Flüchtlingsunterkunft im Osten der Landeshauptstadt
     und wird immer lauter. Denn heute ist ein schöner Tag.                   Eine Frage der Verantwortung
     Einer der Freitagnachmittage, an denen Marie-Christine       Nicht umsonst hat die KHG gerade das Flüchtlingsprojekt
     Fischer ihren „Dienst“ tut. Die 22-jährige Psychologie-      für ihr soziales Engagement ausgewählt. „Die Studieren-
     studentin hat es sich seit eineinhalb Jahren zur Aufgabe     den sollen die Möglichkeit haben, die Realität kennenzu-
     gemacht, einmal wöchentlich die in der Gemeinschafts-        lernen und auch ein Gespür für gesellschaftspolitische Zu-
     unterkunft lebenden Kinder zwischen vier und sieben          sammenhänge entwickeln“, erläutert Christine Klimann,
     Jahren zu betreuen. Etwa fünfzehn sind es an der Zahl,       die gerade dabei ist, Gruppen- und Einzelbetreuungen für
     ungefähr die Hälfte davon erscheint bei den wöchent-         eine weitere Unterkunft aufzubauen.
                                lichen Treffen, je nach Lust      Ob sie befürchtet, dass angesichts von Studiengebühren
                                und Wetter. Dann hilft ihnen      und verschulter Bachelorstudiengänge der „Nachwuchs“
                                Marie-Christine bei den Haus-     ausbleibt? Die Antwort gibt Marie-Christine: „Maria und
                                aufgaben, unterrichtet ein we-    ich haben auch zwei, drei Nebenjobs, weil wir Geld verdie-
                                nig Deutsch, spielt mit ihnen     nen müssen. Aber es gibt bestimmt Studierende, die sich
                                oder hört einfach nur zu.         genau wie wir möglichst ein Leben lang irgendwo ehren-
                                Angefangen hat alles mit          amtlich sozial engagieren wollen. Nicht nur, weil es wich-
                                Alexander Eck von der Katho-      tig ist, sondern weil es in unserer Verantwortung liegt.“
                                lischen Hochschulgemeinde
                                (KHG) an der LMU, der das                            Nachts am Bahnhof
                                Projekt im Jahre 2005 auf         Szenenwechsel. München, Hauptbahnhof. Eine kalte
                                den Weg brachte. Mittlerweile     Nacht. Für viele sicher auch eine einsame Nacht. Doch
                                hat Christine Klimann diese       nicht am Gleis 11. Dort sitzen Durchreisende bei einer
                                Aufgabe übernommen, wel-          heißen Tasse Tee, sucht ein
                                che sie mit der Unterstützung     Flüchtlingspaar ohne Deutsch-
     des Caritas Sozialdienstes für Flüchtlinge und Asylsu-       kenntnisse ganz dringend nach
     chende in der Rosenheimerstraße durchführt. Neben            einer Unterkunft, schlägt eine
     Marie-Christine unterstützen sie dabei an die sieben         obdachlose Frau ihr nächt-
     bis acht Studierende. Wie Johanna Hutter und Maria           liches Notlager auf – sie alle
     Grazia Cusati. Letztere besucht die Containersiedlung        finden im Büro nebenan ein
     immer mittwochs – dem Nachmittag für Jugendliche,            offenes Ohr. Dort wartet Kons-
     von denen im Schnitt 50 bis 60 in der Rosenheimer-           tantin Bischoff, Theologiestu-
     straße untergebracht sind. Auch sie benötigen ab und         dent und heute für die Nacht-
     an Hilfe bei den Hausaufgaben. Richtig voll aber wird        schicht eingeteilt. Einmal die
     das Jugendzimmer erst, wenn der Tischkicker zum Ein-         Woche engagiert er sich wie
     satz kommt oder einfach nur geredet wird. Dann bleibt        seine Kommilitonen Ursula Diewald und Andreas Sang
     die Lehramtstudentin mit den durchschnittlich 15 Her-        ehrenamtlich in der Bahnhofsmission. Vorzugsweise
     anwachsenden auch mal bis später am Abend. „Es geht          nachts, der für Studierende günstigsten Tageszeit, wenn
     nicht darum, sie irgendwie zu ‚betreuen‘“, erklärt die       man keine Vorlesung verpassen will.
     23-Jährige. „Sondern nur darum, ihnen das Gefühl zu          „Es gibt niemanden, der bei der Bahnhofsmission falsch
     geben, akzepiert zu sein. Sie erleben so viel Ablehnung      ist“, erläutert der 23-Jährige sein Klientel. „Hier landen
     und Diskriminierung. Da tut es einfach gut zu wissen,        einfach alle, die Sorgen haben und eine Anlaufstelle su-
     dass es auch Deutsche gibt, die sich für sie interessieren   chen.“ Ein Umstand, der seine Arbeit auf der einen Seite
   studentenwerk nr. 12- 2008
                                                             Selbst aktiv werden?
                                                             Kontakte und Informationen

zwar kompliziert, auf der anderen aber auch äußerst          Betreuung in der Flüchtlingsunterkunft
                                                             Nähere Informationen: klimann@khg-uni-muenchen.de
spannend macht. So kann sich der bereits seit fünf Jah-
ren ehrenamtlich in der Bahnhofsmission tätige Stu-          Bahnhofsmission
dent momentan auch nur schwer vorstellen, sich ein-          Nähere Informationen: www.bahnhofsmission-muenchen.de
mal nicht mehr dort zu engagieren. „Als Student muss         Patenkind
man heute so viel denken. Alles dreht sich um große          Nähere Informationen: www.studenten-helfen.com
Pläne, Ziele und Visionen, da ist die Bahnhofsmissi-         www.plan-deutschland.de
on eine angenehme Rückkopplung an die tatsächliche
Welt.“ Die jedoch nicht immer einfach ist. Das kann        Oder doch besser ein paar Schuhe? Am Ende entscheiden
auch Andreas Sang nur bestätigen. Der Diplompsycho-        sie sich für beides. Schließlich geht das Geschenk nicht an
logiestudent ist das vierte Jahr bei der Bahnhofsmissi-    irgendwen, sondern an ihr gemeinsames vietnamesisches
on und leitet den bereits seit 20 Jahren existierenden     Patenkind Nhung, das sie seit einem Jahr haben.
                         entsprechenden        Arbeits-    Angefangen hat alles mit den verheerenden Bildern des
                         kreis bei der KHG. Hier kön-      Tsunamis und dem Willen zu helfen. Doch eine einmalige
                         nen sich die Studierenden über    Spende an eine anonyme Organisation hielt die Küchenge-
                         ihre Erlebnisse bei der Arbeit    meinschaft für nicht sonderlich befriedigend. „Wir wollten
                         austauschen, Rat suchen oder      einfach wissen, ob und wo unser Geld ankommt und was
                         sich weiterbilden, z.B. in Ge-    genau damit passiert“, erzählt der 20-jährige Medizinstu-
                         sprächsführung. Schließlich       dent Markus. So entstand die Idee, sich ein Patenkind zu
                         erfordert die Arbeit an einem     suchen. Aber nicht bei der nächstbesten Organisation. Es
                         so speziellen Ort eine Menge      sollte etwas ganz besonderes sein und z.B. auch die Mög-
                         Fähigkeiten und Reflexion.        lichkeit bestehen, Kontakt zu dem Kind aufzunehmen;
                         Denn man hat es nicht immer       es gegebenenfalls sogar zu besuchen. Fündig wurden sie
                         mit einfachen Fällen zu tun.      beim Plan International Deutschland e.V., der hierzulan-
So musste sich Ursula Diewald bereits mit dem Schick-      de bereits über 200.000 Patenkinder vermittelte.
sal einer Suizidgefährdeten auseinandersetzen und An-
dreas Sang einem Menschen mit Krebs im Endstadium                        Zusammen sind wir stark
weiterhelfen. Heftige, einschneidende Erlebnisse, die      Nun sorgt die Hausgemeinschaft für gerade mal 25 Euro
prägen, die einem aber auch Kraft geben. Und dann          im Monat dafür, dass die kleine Nhung sowohl mit Nah-
gibt es wieder diese Momente, die den Studierenden         rung als auch Medizin versorgt wird und eines Tages eine
zeigen, dass sich mit viel gutem Willen und Gottver-       gute Schulbildung erhält. Schließlich „begleiten“ sie ihr
trauen auch einiges bewegen lässt.                         Patenkind bis zu seinem 18. Lebensjahr. „Das kostet jeden
                                                           einzelnen von uns gerade mal 5 Euro im Monat. Sprich,
             Not kennt keine Feiertage                     einmal McDonald und noch nicht mal ein Kinobesuch“,
„Unser Schatz sind seit 110 Jahren gepflegte Kontakte      strahlt Ruth begeistert. „Es ist so
zu jedem, der in München sitzt“, erläutert Konstantin.     leicht, Gutes zu tun.“ Davon wollen
„Angefangen vom Sozialamt über andere karitative           die Bewohner der Sauerbruchstraße
Organisationen bis hin zur Polizei und zur Sicherheit      nun auch andere Studierende über-
der Bahn.“ Kontakte, die nicht selten dringend nötig       zeugen. Auf ihrer Internetseite www.
sind. Wie zum Beispiel an dem Heiligabend, an wel-         studenten-helfen.com wollen sie zu-
chem Medikamente mit einem Schaffner nach Kroa-            künftig nicht nur Informationen zu
tien transpotiert werden mussten, weil jemand seine        ihren Erlebnissen mit dem Patenkind
lebenswichtigen Herzmittel vergessen hatte. Worum          online stellen, sondern auch Tipps
auch immer es geht, die Mitarbeiter der Bahnhofsmis-       rund um das Thema geben, ihre Un-
sion versuchen ihr Menschenmöglichstes. Denn: „Not         terstützung zur Beantragung einer
kennt keine Feiertage. Und das Jahr hat nun einmal         Patenschaft anbieten, einen Newslet-
unbarmherzige 365 Tage. Jeder Tag ist ein neuer Tag        ter herausgeben, Treffen zum gegen-
und jede Nacht eine neue Nacht.“                           seitigen Austausch organisieren und
Was die drei motiviert, sich nächtelang Fremder anzu-      so nach und nach eine richtig große
nehmen? Ganz klar: Menschen helfen wollen. Für sie         Community, quasi eine große Patengemeinschaft aufbau-
sei Bahnhofsmission gelebtes Christentum. Allerdings       en. Und auf diesem Wege allen deutlich zeigen: Soziales
kann Ursula Diewald gut verstehen, wenn manchen            Engagement muss weder teuer noch zeitaufwändig sein.
Studierenden weniger Zeit für eine solch institutionali-   Jeder Studierende kann etwas tun. Trotz voller Stunden-
sierte Form der Hilfe zur Verfügung steht, bei der man     pläne und finanzieller Belastung. Und wenn er nur einer
sich natürlich auch auf eine bestimmte Regelmäßigkeit      alten Dame über die Straße hilft. In diesem Sinne wün-
verpflichtet. „Soziales Engagement kann man auch zei-      schen Ihnen all die engagierten Studierenden in Flücht-
gen, indem man beispielsweise einer alten Damen über       lingsunterkünften, Bahnhofsmissionen und Wohnheim-
die Straße hilft oder gerade zu Weihnachten Päckchen       küchen besinnliche Weihnachten.
an Bedürftige schickt.“

      Schulbildung für monatlich 5 Euro
Ein Weihnachtspäckchen wollen auch Ruth Hanssen
und Markus Deutschmann verschicken. Mit ihrer Kü-           Campus Talk zum Thema jeden Mittwoch im Dezember
chengemeinschaft in der Studentenwohnanlage Sau-            zwischen 9.00 Uhr und 9.15 Uhr im Studentenmagazin
erbruchstraße beraten sie, was hinein soll. Ein Teddy?      „hörbar“ auf Radio M94,5

                                                                                           studentenwerk nr. 12- 2008 
        speis & trank



            TAGESGERICHT 1            TAGESGERICHT 2            TAGESGERICHT 3             TAGESGERICHT 4            AKTIONSESSEN
            1,00 €* (ohne Beilagen)   1,55 €* (ohne Beilagen)   1,90 €* (ohne Beilagen)    2,40 €* (ohne Beilagen)   Preise siehe Aushang


            Tortellini mit Tomaten-   Hacksteak mit Frisch-                                                          Aktion „Wild“:
MO 01.12.   sauce                     käsefüllung (R,S), dazu                                                        Hirschgulasch
                                      Ajvar


                                      Gemüsepizza               Nasi Goreng                                          Aktion „Wild“:
DI 02.12.                             „american“                (mit Hähnchenfleisch)                                Wildschweinbraten
                                                                                                                     mit fruchtiger
                                                                                                                     Dörrobstsauce

            Farfalle mit                                        Gebackenes Seelachs-                                 Aktion „Wild“:
MI 03.12.   Champignon-                                         filet mit Sauce „Tartar“                             Hirschbraten
            rahmsauce                                                                                                „Baden-Baden“


            Gebratene Hähnchen-                                 Rindergulasch                                        Bio-Kartoffelgratin
DO 04.12.   keule mit Currysauce                                                                                     mit Bio-
                                                                                                                     Rohkost  !
            Ofenfrischer              Kaiserschmarrn mit                                   Pangasiusfischfilet
FR 05.12.   Leberkäse (R,S)           Apfelmus                                             „Florentiner Art“



            Gnocchi-                  Paniertes                 Chickenwings mit
MO 08.12.   Gemüse-Pfanne             Schweineschnitzel         Barbecuesauce



            Prager Bratwurst (R, S)                             Rinderschmorbraten                                   Bio-Chili „vegetarisch“
DI 09.12.                                                                                                            mit Bio-Baguette



            Kartoffelgulasch auf      Schweinebraten                                       Hähnchenschnitzel im
MI 10.12.   ungarische Art            mit Biersauce                                        Meerrettichbackteig
                                                                                           mit Kräuterdip


                                                                Krautwickerl mit           Kalbsrahmgulasch          Bio-Penne mit Toma-
DO 11.12.                                                       Specksauce (S)                                       ten-Frischkäse-
                                                                                                                     Sauce


                                      Seelachsfilet Müllerin    Putengeschnetzeltes        Millirahmstrudel
FR 12.12.                                                       mit Champignon-            mit Äpfeln, dazu
                                                                rahmsauce                  Vanillesauce

            Schweinsbratwurst         Paniertes                                                                      Bio-Schupfnudel-
MO 15.12.   (R, S) mit Sauerkraut     Hähnchenschnitzel                                                              Gemüse-
                                      mit Mango-Chili-Dip                                                            Pfanne

            Schinkennudeln (S)                                  Senner Rösti mit Käse                                Aktion „Weihnachten“:
            mit Ei, dazu                                                                                             Entenkeule
DI 1.12.   Tomatensauce                                                                                             mit Orangensauce

                                                                                                    www.studentenwerk-muenchen.de/mensa
                   TAGESGERICHT 1              TAGESGERICHT 2               TAGESGERICHT 3               TAGESGERICHT 4              AKTIONSESSEN
                   1,00 €* (ohne Beilagen)     1,55 €* (ohne Beilagen)      1,90 €* (ohne Beilagen)      2,40 €* (ohne Beilagen)     Preise siehe Aushang


                                               Rahmschwammerl               Rheinischer                                              Aktion „Weihnachten“:
   MI 1.12.                                                                Sauerbraten (R)                                          Filet von der
                                                                                                                                     Lachsforelle


                   Penne all‘ arrabiata                                     Gebratenes                                               Aktion „Weihnachten“:
   DO 18.12.                                                                Truthahnsteak auf                                        Schweinefilet mit
                                                                            Blattspinat                                              Apfel-Calvados
                                                                                                                                     Sauce

                   Geschnetzeltes              Dampfnudel mit                                            Seelachs im Backteig
   FR 19.12.       Schweinefleisch             Vanillesauce                                              auf asiatischem
                                                                                                         Gemüse


                   Frühlingsrolle mit süß-                                  Cordon bleu vom
   MO 22.12.       scharfer Sauce                                           Schwein



                   Tortellini mit                                                                        Rinderroulade „Haus-
   DI 23.12.       Kräutersauce                                                                          frauenart“ (R, S) mit
                                                                                                         Rotweinsauce




                    Vom 24. bis 06. Januar bleiben alle Mensen geschlossen.
               Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr!
                  Ihre Hochschulgastronomie des Studentenwerks München


Öffnungszeiten der Mensen, Mensarien und Cafeterien an Weihnachten und Neujahr:

Alle Verpflegungseinrichtungen des Studentenwerks bleiben vom 24. Dezember 2008 bis einschließlich 06. Januar 2009 geschlossen.

Folgende Einrichtungen schließen bereits ab 22. Dezember 2008:
Mensa Lothstraße, Mensa Pasing, Mensaria Rosenheim, Mensaria Benediktbeuern, Cafeteria Akademie Weihenstephan, Cafeteria „Alles im Loth“ und
Cafeteria Karlstraße.

* Diese Preise gelten nur für Studierende. Für Bedienstete und Gäste gelten andere Peise (siehe Aushang in den Mensen). Änderungen vorbehalten.
                     = ohne Fleisch   (S) = mit Schweinefleisch   (R) = mit Rindfleisch   (K) = mit Kalbfleisch          = Fisch oder Meeresfrüchte

       = in den Mensen Leopoldstraße, Arcisstraße,
         Garching und Weihenstephan                     ! = nur in denund Weihenstephan
                                                            Garching
                                                                       Mensen Leopoldstraße,
                                                                                                             = Rindfleisch „Geprüfte Qualität Bayern“


Die Hochschulgastronomie des Studentenwerks München arbeitet nach den Leitlinien des Deutschen Instituts für Gemeinschaftsverpflegung:

                         Gewinnspiel

                             Vorteile satt für Studenten
                             b Kostenloses Girokonto
                             b MasterCard X-TENSION
                             b Studienfinanzierung

                             Gewinnspiel
                                    www.sskm.de/goto/studenten
      zur sache



      „Wir alle können etwas tun!“
      Studierendenvertreter über politisches Engagement
      Am 30. Oktober demonstrierten gut 3.000 Münchner Stu-
      dierende gegen die 2007 in Bayern eingeführten Studien-
      gebühren. Wir sprachen mit den Hauptorganisatoren, den
      Studierendenvertretern Tobias Dreier (LMU), Maximilian
      Höb (TUM) und Sebastian Urchs, Mitglied der Fachschaft
      Psychologie an der LMU, über Wahlohrfeigen, soziale Un-
      gerechtigkeit und Entdemokratisierung.

      War die Demonstration in Ihren Augen ein Erfolg? Dafür, dass
      wir de facto nur drei Tage Zeit zum Mobilisieren hatten, auf jeden Fall. Da
      kann man sich vorstellen, wie viele es erst beim nächsten Mal sein wer-
      den, wenn wir uns besser vernetzen und flächendeckender informieren.

      Wieso wurde sie so kurzfristig anberaumt? Tobias, von dem die
      Intitialzündung kam, hatte kurz zuvor einen Artikel in der SZ gelesen,         Tobias Dreier, Sebastian Urchs
      demzufolge es mittlerweile sogar CDU-Politiker gäbe, die die Wahlohr-          und Maximilian Höb (v.l.)
      feige verstanden hätten und die Studiengebühren abschaffen oder zu-            bilden zusammen mit Nadine Ponsel den von
      mindest senken wollten. Da mussten wir die Chance der bevorstehenden           Studierendenvertreter Dreier (LMU) im Kon-
      Kabinetts-Vereidigung mit neuer politischer Zusammensetzung einfach            vent der Fachschaften jüngst ins Leben gerufe-
      nutzen. Also bildete Tobias im Konvent der Fachschaften den Arbeitskreis       nen Arbeitskreis „Studiengebühren aktuell“, der
      „Studiengebühren aktuell”. Keine 24 Stunden später war die Demonstra-          im Namen der Studierendenvertretungen von
      tion angemeldet und wir entwarfen Flyer und Plakate.                           LMU, TU und der Hochschule München am
                                                                                     30. Oktober zur Demonstration gegen Studi-
      Ihre Hauptkritikpunkte an den Studiengebühren? Erstens sind                    engebühren aufrief. Ein Ruf, dem binnen ei-
      sie sozial ungerecht, zweitens werden sie – wenn überhaupt – für alles         ner Woche gut 3.000 Studierende folgten und
      mögliche verwendet, nur nicht für die Verbesserung der Lehre, und drit-        am Tag der Kabinetts-Vereidigung der neu
      tens ist es die Aufgabe des Staates, Geld in die Bildungspolitik zu stecken,   gebildeten Staatsregierung von der Mensa
      nicht die der Studierenden. Da werden auf der einen Seite Milliarden           Leopoldstraße über den Geschwister-Scholl-
      ausgegeben, weil Finanzmanager unfähig sind, ihren Job ordentlich zu           Platz bis zur Oper marschierten.
      machen und an Bildung, der wirklichen Zukunfts- und Finanzpolitik des          Ihr erklärtes Ziel: „Die sozial unverträglichen
      21. Jahrhunderts, daran, fähige Köpfe auszubilden, wird gespart. Köpfe,        und zweckentfremdet verwendeten Studien-
      die man übrigens aus der breiten Masse schöpfen muss, nicht nur aus            gebühren abschaffen.“ Ihr Vorbild: das Bun-
      Bevölkerungsschichten, die sich ein Studium noch leisten können. Es            desland Hessen. Dort beschloss der Land-
      heißt immer, wir wollen Championsleague, Championsleague der Leh-              tag mit den Stimmen von SPD, Grünen und
      re, Championsleague der Forschung, aber was da an die Studierenden             Linken im Juni 2008 die Abschaffung der erst
      herangetragen wird, ist nicht mal Kreisklasse. Wie auch? In den letzten        ein Jahr zuvor eingeführten Semestergebühr
      Jahren gab es einen solchen Rückgang an Bildungsausgaben, gesehen am           von 500 Euro.
      Bruttoinlandsprodukt, dass wir mittlerweile in Europa mit an hinterster
      Stelle stehen. Das ist ein echtes Armutszeugnis!

      Wofür wurden die Gebühren bislang verwendet? Das ist der größ-
      te Witz! Die Verbesserungen, die an der LMU aus Studiengebühren fi-
      nanziert wurden, sind Maßnahmen, die schon vor zehn, zwanzig Jahren
      hätten vorgenommen werden müssen, was aber aufgrund mangelnder
      Hochschulfinanzierung nicht ging. Und nicht nur das. Da investiert man
      Geld in Begriffe wie Elite und sonstigen Schwachsinn, aber die Verbesse-
      rung der Lehre, der Dozentenmotivation, des Betreuungsservices für Stu-
      dierende bleibt völlig auf der Strecke. Meistens wissen die Hochschulen
      ja noch nicht mal, wofür sie das Geld sinnvoll verbraten sollen. Die Stu-
      diengebühren wurden ohne vorherige Kostenaufstellung hoppladihopp
      eingeführt. Und wir dürfen bis heute auf einen wirklich transparenten,
      detaillierten Rechechenschaftsbericht warten.                                  Studiengebühren in Bayern
                                                                                     In seiner 8. Plenarsitzung beschließt der un-
      Wie sieht es mit dem Engagement Ihrer Kommilitonen aus?                        ter einer CSU-Mehrheit regierende Bayerische
      Trotz Fußfesseln, Handfesseln und Knebeln durch volle Stundenpläne             Landtag am 18. Mai 200 ein neues Bayeri-
      und Studiengebühren hat die Resonanz bei der Demo gezeigt, dass sich           sches Hochschulgesetz. Darin verankert:
      doch noch etwas bewegen lässt. Man versucht zwar, sich durch Entdemo-          „Studienbeiträge“ von 300 bis zu 500 Euro pro
      kratisierung unpolitische Eliten heranzuzüchten, die sich für nichts mehr      Semester ab dem Sommersemester 200.
      verwantwortlich fühlen. Aber jede Generation braucht Leute, die sich           Damit führt Bayern als viertes Bundesland
      engagieren, sonst bleibt alles beim status quo. Aber Fortschritt braucht       nach Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg
      Entwicklung. Deswegen sagen wir: Informiert Euch! Studiengebühren              und Niedersachsen Studiengebühren ein. Wei-
      muss es nicht geben. Dinge können sich ändern. Was irgendwann ein-             tere Informationen unter:
      mal eingeführt wurde, kann man genauso gut wieder abschaffen. Wir alle         www.studis-online.de/StudInfo/Gebueh-
      können etwas tun! Und der erste Schritt ist gemacht.                           ren/bayern.php

10   studentenwerk nr. 12- 2008
service



Alle Jahre wieder – jedes Jahr mehr
Am 1. Dezember stehen für gewöhnlich Lebkuchen, Glühwein und Ad-
ventsstimmung auf der Tagesordnung. Die Weihnachtsmärkte eröffnen
und der feierliche Konsumrausch startet seinen Siegesmarsch. Dieser Tag
dient aber auch dazu, sich wieder einmal aktiv den nicht enden wollenden
Siegeszug einer Krankheit in Erinnerung zu rufen. Denn am 1. Dezember
ist auch Welt-Aids-Tag. Seit nunmehr 20 Jahren mahnen verschiedens-
te Organisationen an diesem Datum an die noch immer kaum gebremste
Aids-Epidemie.
So wird auch in diesem Jahr die Aids-Beratung des Gesundheitsamtes Frei-
sing wieder einen Informationsstand zum Thema HIV/Aids in der Mensa
Weihenstephan aufbauen. Die Aktionen der vergangenen Jahre sind bei
den Studierenden auf großes Interesse gestoßen und haben gezeigt, dass
in dieser Hinsicht noch immer Informations- und Aufklärungsbedarf
herrscht. Übrigens besteht darüber hinaus im Landratsamt Freising so-
wie bei allen Gesundheitsämtern stets die Möglichkeit einer persönlichen
HIV-Beratung sowie eines anonymen, kostenlosen HIV-Tests.
Aids ist zwar die größte Pandemie moderner Zeiten. Die Aufklärer müssen aber immer häufiger feststellen, dass das
                 Risikobewusstsein dafür in Deutschland kaum noch vorhanden ist. Rund 60.000 Menschen leben
                 derzeit mit einer HIV-Infektion oder einer Aids-Erkrankung in der Bundesrepublik. Nach einer ak-
                 tuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts haben sich im Jahr 2007 etwa 3.000 Menschen neu
                 infiziert. Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember soll daher sowohl das Bewusstsein für die reelle Gefahr
                 wecken, als auch Solidarität mit den vielen Infizierten und Aids-Kranken in und außerhalb Deutsch-
                 land stiften. Jeder kann ein Zeichnen setzen – sei es durch die rote Aids-Schleife, eine Unterschrift
                 auf einer Petition an die Entscheidungsträger oder eine Spende. Vor allem aber kann jeder sich und
                 seinen Partner aktiv schützen! Weitere Informationen finden Sie unter: www.welt-aids-tag.de,
                 www.machsmit.de und www.gib-aids-keine-chance.de.


Neues Online-Portal für Eltern                              Semesterticket ade?
         Besser studieren mit Kind? Ein neues In-           Voten „Für mehr drin!“
         ternetportal für studierende und promovie-         Wer der Meinung ist, das letzte Wort zum Se-
         rende (werdende) Eltern soll dabei helfen.         mesterticket sei noch nicht gesprochen, hat
         Das interaktive, nicht-kommerzielle Netz-          seit dem 15. Oktober die Möglichkeit, seiner
         werk, das von Heiko Panzer, Student an             Stimme aktiv Ausdruck zu verleihen. An diesem
         der Technischen Universität München, und           Tag nämlich ging die Website www.ausbil-
         der Diplomsoziologin Barabra Schiller an-          dungsticket.de online. Initiiert wurde sie von
lässlich ihrer Dissertation entwickelt wurde, ist seit      Vertretern der Hochschule München, der LMU
Oktober aktiv. Es heißt www.uniundkind.de und               und TUM, des Kreisjugendrings, der Jusos sowie des Münchner
bietet neben einem breiten Überblick über Angebote          Jugendrats. Ihr Ziel: Möglichst viele Stimmen für ein günstiges
für Familien in München und hilfreichen Links auch          Semesterticket für Schüler und Studierende sammeln, um sie
ein Dikussionsforum zum Kauf und Tausch von                 in einer öffentlichen Aktion Finanzministerium, MVG sowie der
Kindersachen, zur Kontaktsuche sowie zum Erfah-             Stadt München zu überreichen. Über 21.000 Stimmen sind es
rungsaustausch.                                             bislang – und es werden täglich mehr.



Nordlicht Stipendium – wo Engagement sich auszahlt
              Ein Studium ist bekanntermaßen nicht gerade billig. Für alle engagierten und
              begabten Studierenden, denen der dicke Geldbeutel oder reiche Eltern feh-
              len, gibt es in Deutschland eine breite Förderlandschaft. Sämtliche etablierte
              Förderwerke definieren sich durch die Forderung nach einer exzellenten Stu-
              dien- oder Schulleistung. Trotz verschiedener politischer, religiöser und ideo-
logischer Ausrichtungen der Stiftungen, haben alle längst verstanden, dass für die Zukunft
unserer Gesellschaft nicht nur die fachspezifische Leistungen eine zentrale Rolle spielen.
Die Rückbindung an Wertmaßstäbe, die Fähigkeit zum sozialverantwortlichen Handeln
und Internationalität stehen im Vordergrund vieler Institutionen, die sich als Förderer ei-
ner weltoffenen Gesellschaft begreifen.
So auch bei der im Jahr 2004 gegründeten „Stiftung Nordlicht“, die Stipendien für Ausland-
saufenthalte für sozial engagierte Schüler und Studierende vergibt. Alle, die gerne ein Aus-
landsprogramm absolvieren möchten, aber damit verbundene Kosten nicht aus eigener Kraft
bestreiten können, haben noch bis zum 31.12.2008 die Möglichkeit, sich für das Nordlicht Stipendium zu bewerben.
„Auslandserfahrungen und internationale Kompetenzen werden bei jungen Menschen nicht nur immer gefragter, son-
dern heutzutage für den beruflichen Werdegang auch immer wichtiger“ – erklärt Martin Elbeshausen, der Vorsitzende
der Stiftung. Entscheidend für die Vergabe eines Stipendienplatzes ist vor allem das soziale Engagement der jungen
Menschen. Dazu zählen insbesondere Aktivitäten zur Förderung der internationalen Verständigung. Als Belohnung
lockt ein dreimonatiges Vollstipendium für einen Freiwilligendienst in Südafrika.
Erfahrungsberichte ehemaliger und aktueller Stipendiaten, nähere Beschreibungen zu den Voraussetzungen sowie
den Bewerbungsunterlagen finden Sie im Internet unter www.nordlicht-stipendium.de.

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      erleben




      Märchenhaft und romantisch zugleich
      „Schloss Herrenchiemsee“ und „Weihnachtsmarkt auf der Fraueninsel“



      D
              as Kulturbüro des Studentenwerks bietet im Rahmen seines Freizeitprogramms auch Tagesfahrten zu Sehens-
              würdigkeiten in der Umgebung von München an. Ein besonderes Highlight ist dabei die Fahrt zum Schloss
              Herrenchiemsee am Samstag, den 6. Dezember 2008. Besichtigt wird zunächst das Schloss, erbaut vom Mär-
                                                              chenkönig Ludwig II. als „Klein-Versailles“. Anschließend
                                                              gehts mit dem Schiff weiter zu einem der romantischsten
                                                              Christkindlmärkte – mitten auf der Fraueninsel. Dort bietet
                                                              sich den Teilnehmern die Gelegenheit, die bezaubernde At-
                                                              mosphäre des Insel-Weihnachtsmarktes zu genießen und
                                                              sich bei Glühwein und Plätzchen auf die Vorweihnachtszeit
                                                              einzustimmen. Und wer noch auf der Suche nach einem
                                                              außergewöhnlichen Geschenk ist, wird bestimmt an einem
                                                              der zahlreichen Stände fündig! Bitte melden Sie sich per
                                                              E-Mail an unter: kultur@stwm.de. Die Anreise erfolgt
                                                              mit der Bahn. Der Teilnahmepreis von circa 25 Euro bein-
                                                              haltet Fahrtkosten und Eintrittspreise.

                                                                                     www.studentenwerk-muenchen.de/kultur


      Beschauliche Weihnachten
      Krippenausstellung im Bayerischen Nationalmuseum


      N
              ehmen Sie teil an einer spannenden Führung durch die größte und künstle-
              risch wertvollste Krippensammlung der Welt! Am Samstag, den 13. Dezem-
              ber 2008, erfahren Sie anschaulich auf einem Rundgang durch die Krip-
      penabteilung des Bayerischen Nationalmuseums die Entwicklungsgeschichte der
      Krippen in Süddeutschland und Italien. Dann haben Sie von 14.00 bis 15.30 Uhr
      ausgiebig Gelegenheit, in die Welt der vielfigurigen Weihnachtsszenen verschie-
      dener Regionen und Epochen einzutauchen. Der Eintrittspreis für Studenten be-
      trägt 3 Euro. Bitte melden Sie sich per E-Mail an unter: kultur@stwm.de.

                                                                                                                        Sehenswert:
      Näheres zu unseren Führungen unter:                                                               Mohrenkönig mit seinem Diener aus
                                                                                                        dem „Zug der Heiligen Drei Könige“.
      www.studentenwerk-muenchen.de/kultur


                                                                     Kandinsky – Absolut. Abstrakt
                                                                     Nachtführung im Lenbachhaus


                                                                     D
                                                                   rei Welt-Museen, drei große Sammlungen: Das Len-
                                                                   bachhaus München, das Centre Pompidou in Paris und
                                                                   das Solomon R. Guggenheim Museum in New York prä-
                                                           sentieren gemeinsam eine bislang einzigartige Werkschau zu
                                                           Wassily Kandinsky – einem der herausragendsten Vertreter
                                                           der modernen Kunst. Am Mittwoch, den 17. Dezember 2008,
                                                           haben Studentinnen und Studenten die einmalige Gelegenheit,
                                                           von 20.30 bis circa 22.30 Uhr mehr als 95 großformatige Ge-
                                                           mälde des Begründers und Theoretikers der abstrakten Ma-
                                                           lerei nachts im Kunstbau des Lenbachhauses zu bestaunen.
      Blick in die Ausstellung im Kunstbau.                Kandinsky „hoch drei“ zeigt dabei einen Aufsehen erregenden
                                                           Überblick über das Werk dieses außergewöhnlichen Malers,
      wie er in den nächsten Jahren nicht mehr zu sehen sein wird. Der Eintritt ist für Studierende frei. Die Plätze sind sehr
      begehrt! Melden Sie sich so bald wie möglich an, am besten per E-Mail unter: kultur@stwm.de.


      Einfach mitfeiern beim „Heimspiel“-Festival
      Bereits zum dritten Mal findet am Montag, den 5. Januar 2009 das angesagte Münchner Musikevent
      statt. Ab 20.00 Uhr bietet sich im Feierwerk den Bewohnern der Isarmetropole ein vielseitiger Einblick
      in die hiesige Undergroundszene: Von Deutschpop bis Indierock über NuJazz bis Funk und Ska ist
      für jeden Geschmack etwas dabei! Der Eintritt kostet 10 Euro. Zur musikalischen Einstimmung auf
      das bevorstehende Festival verlost das Studentenwerk zehnmal eine Doppel-CD „Frisch gepresst 2
      – 40 Heimspiele in München“. Schreiben Sie bis 15. Dezember eine E-Mail an: kultur@stwm.de. Bitte
      geben Sie Ihre Postanschrift an, dann schicken wir den Gewinnern die CD zu.

12   studentenwerk nr. 12- 2008
wohin?




vom 28. November bis 31. Dezember – für Studierende, für wenig Geld



              mitmachen
FR 28.11. • Assessment Center Training – erfolgreich im Beruf
                                                                                   anschauen
                                                                     MO 24.11. • Karl Valentin – Filmpionier und Medienhandwerker
            durchstarten! Kulturbüro des Studentenwerks,             – SO 11.01.09 – Ausstellung im Deutschen Theatermuseum, Gale-
            Olympiadorf, Helene-Mayer-Ring 9, Gemein-                              riestr. 4a, 10.00 – 16.00 Uhr
            schaftszentrum, 1. St. (U3 Olympiazentrum), 12.00
            – 17.00 Uhr (auch SA 29.11. 10.00 – 13.00 Uhr),          SA 29.11.   • Heiglhoftheater – Die Physiker von F. Dürrenmatt,
            20 Euro (mit Studentenausweis), Anmeldung unter                        Keller d. Sauerbruch-Wohnheims, Heiglhofstr. 44/UG,
            kultur@stwm.de                                                         Großhadern, 19.30 Uhr, www.heiglhoftheater.de

SA 29.11.   • Baggern, Pritschen und Schmettern – Volleyball-        DI 02.12.   • „Summer Work and Travel Program“, Infoveranstal-
              Turnier „Best of HM“ zugunsten New Generation,                       tung des American Institute For Foreign Study über
              FOS-Schulsporthalle, Lindwurmstr. 90, 10.00 Uhr,                     Jobs in Feriencamps in den USA, in Kooperation mit
              anschließend gemütliches Beisammensein im                            Student und Arbeitsmarkt an der LMU, 18.00 Uhr,
              „Schlachthof“, Zenettistr. 9, Teilnahmegebühr:                       LMU-Hauptgebäude, Raum A011, www.aifs.de
              ein Kuchen am Spieltag, www.fh-muenchen.de
                                                                     MI 03.12.   • Führung – Münchner Kammerspiele: Ein Muss für
DO 04.12. • Ukrainischer Länderabend, ESG, Friedrichstr. 25,                       Theaterbegeisterte, Kulturbüro des Studentenwerks,
            18.30 Uhr, www.esg.uni-muenchen.de                                     17.00 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden, Anmeldung unter
                                                                                   kultur@stwm.de
FR 05.12. • Die Stimme: Welche Faktoren beeinflussen meine
            Stimme? Wie kann ich sie pflegen? Wie kann ich sie       DO 04.12. • Migration und Integration in Deutschland: Erfah-
            trainieren? Kulturbüro des Studentenwerks, Olym-                     rungen – Probleme – Perspektiven, Institut für
            piadorf, Helene-Mayer-Ring 9, Gemeinschaftszen-                      Deutsch als Fremdsprache (DaF), Hauptgebäude
            trum, 1. St., (U3 Olympiazentrum), 14.00 – 18.00 Uhr                 der LMU, Große Aula, Geschwister-Scholl-Platz 1,
            (auch SA 06.12. 10.00 – 15.00 Uhr), 30 Euro (mit                     18.00 Uhr, www.daf.uni-muenchen.de
            Stud.ausweis), Anmeldung unter kultur@stwm.de
                                                                     DO 04.12. • COMOLY – Vorrunde, Studentencafé CO2, Helene-
FR 05.12. • Improvisationstheater, Kulturbüro des Studenten-                     Mayer-Ring 9, Einlass 20.00 Uhr, Eintritt frei,
            werks, Studentenstadt Freimann, Arkadenraum                          www.comoly.de
            (U6 Studentenstadt), 19.00 – 22.00 Uhr (auch
            SA 06.12. 10.00 – 16.30 Uhr), 30 Euro (mit Stu-          MO 08.12. • Führung durch die Bayerische Staatskanzlei – Be-
            dentenausweis), Anmeldung unter:                                     sichtigung und Führung durch die Räume der
            kultur@stwm.de, www.domino-impro.de                                  Bayerischen Politik, Kulturbüro des Studentenwerks,
                                                                                 15.30 Uhr, Dauer ca. 1,5 Stunden, Anmeldung unter
DI 09.12.   • Bewerbungsmappen-Check für Studierende, TU                         kultur@stwm.de
              München Innenstadt, Zentrale Presse & Kommuni-
              kation, Arcisstr. 19, 1. St., Raum 101, 9.00 – 1.00   MI 10.12.   • Olywood: „Die Welle“, Helene-Mayer-Ring 9,
              Uhr, Teilnahme nur mit vorheriger Anmeldung                          Eintritt 3 Euro, 20.30 Uhr, www.olywood.de
              möglich unter career@tum.de
                                                                     MI 10.12.   • Hörfunk-Studios des Bayerischen Rundfunks – Füh-
FR 12.12. • Bewerbungstraining kompakt, Kulturbüro des                             rung durch das Rundfunkhaus, Kulturbüro des Stu-
            Studentenwerks, Olympiadorf, Helene-Mayer-Ring                         dentenwerks, 17.00 Uhr, Dauer ca. 1,5 Stunden,
            9, Gemeinschaftszentrum, 1. St. (U3 Olympia-                           Anmeldung unter kultur@stwm.de
            zentrum), 13.00 – 17.00 Uhr (auch SA 13.12.
            10.00 – 18.00 Uhr), 20 Euro (mit Stud.ausweis),          SA 13.12. • Krippenausstellung im Bayerischen Nationalmu-
            Anmeld. unter kultur@stwm.de, www.jobcafe.de                         seum, Kulturbüro des Studentenwerks, 14.00 Uhr,
                                                                                 Dauer ca. 1,5 Stunden, 3 Euro (mit Studentenaus-
SA 13.12. • Lebendige Sprache: Wie schaffe ich es, einen                         weis), Anmeldung unter kultur@stwm.de
            Vortrag zu halten, der meine Zuhörer fesselt?
            Kulturbüro des Studentenwerks, Studentenstadt,           MO 15.12. • Weihnachtskonzert, Musikalische Akademie – Stu-
            Arkadenraum (U6 Studentenstadt), 10.00 – 19.00                       dierende und Dozenten in moderierten Konzerten,
            Uhr, 30 Euro (mit Studentenausweis), Anmeldung                       Werke f. Chor & Orgel, Gr. Konzertsaal, Arcisstr. 12,
            unter kultur@stwm.de                                                 19.00 Uhr, www.musikhochschule-muenchen.de
                                                                     DI 1.12.   • Kellergeister feiern den 150. Geburtstag Puccinis:
                                                                                   Helmut Krausser liest „Die kleinen Gärten des Maes-
                                                                                   tro Puccini“, Gast: David Vondracek (Manuskriptum



MI 2.11.
              feiern
            • Brasilianischer Abend, Kellerbar der KHG,
                                                                     MI 1.12.
                                                                                   der LMU), Theater Unterton, Kurfürstenstr. 6, Eintritt
                                                                                   für Studierende 4 Euro, www.unterton.de

                                                                                 • Nachtführung im Lenbachhaus: Kandinsky im
                                                                                   Kunstbau, Kulturbüro des Studentenwerks, 20.30 Uhr,
              Leopoldstraße 11, ab 21.00 Uhr, Eintritt frei,                       Dauer ca. 2 St., Anmeld. unter kultur@stwm.de
              www.khg.uni-muenchen.de
                                                                     DO 18.12. • tu-film: „Die Feuerzangenbowle“, TUM, Arcisstr. 21,
SA 29.11.   • Tramparty – Start am Orleonsplatz München,                         Eingang Ecke Arcisstr./Gabelsberger Str., 1. St., Hör-
              18.30 – 23.00 Uhr, Tickets und weitere Informa-                    saal 1200, Eintritt 3 Euro, 20.00 Uhr, www.tu-film.de
              tionen unter www.aegee-muenchen.de

DO 1.12. • OlyLounge, jeden Do, Bier ab 1,50 & Cocktails
            ab 3 Euro! Beginn immer ab 22 Uhr! Helene-
            Mayer-Ring 9, www.olydorf.mhn.de/olydisco

                          Weitere Veranstaltungstipps
                          montags bis freitags um 9.45 Uhr
                                                                                   essen
                                                                     MO 01.12. • Aktion „Wild“ in allen Mensen (bis 03.12.)
                          und um 16.45 Uhr im Studenten-
                          magazin „hörbar“ auf Radio M94,5.          DI 16.12.   • Aktion „Weihnachten“ in allen Mensen (bis 18.12.)

                                                                                                          studentenwerk nr. 12- 2008 13
      wer ist eigentlich …




                                  Dr. med. Rudolf Tauscher
                                  Geburtsdatum:           22. Dezember 1963
                                  Geburtsort:             München
                                  Ausbildung:             Studium Humanmedizin (LMU), Facharzt für Psychiatrie
                                                          und Psychotherapie, Zusatzausbildung in Psychotherapie
                                                          sowie (Gruppen-)Psychoanalyse. Seit 2001 ärztlicher Psycho-
                                                          therapeut mit eigener Praxis in München-Lehel.
                                  Ihr Job bei uns:        Berater der Psychotherapeutischen Beratungsstelle im Olydorf

      Haben Sie schon immer davon geträumt …,
                           Studierenden in Notsituationen beratend zur Seite zu stehen?
                           Ich bin froh, dass ich noch nie solche Träume hatte. Ich ziehe es vor, privatere An-
                           gelegenheiten in meinen Träumen zu bearbeiten. Aber ich fühlte mich vom Beginn
                           meiner Studienzeit an zum Fach der Psychiatrie und bald auch zur Psychotherapie
                           hingezogen. Es ist sehr spannend, Innenleben, Empfindungen und Gedankengänge
                           anderer Menschen kennenzulernen, gemeinsam mit ihnen diese inneren Prozesse
                           zu verstehen und damit den Boden für Veränderungen zu schaffen.

      Wie sah Ihr Leben mit Anfang 20 aus?
                             Es war einer meiner spannendsten Lebensabschnitte. Der Abschluss der Schulzeit,
                             mein Zivildienst in einer Einrichtung für Körperbehinderte, Studienbeginn, die ei-
                             genen vier Wände und Zunahme an Eigenverantwortlichkeit auch in finanzieller
                             Hinsicht waren aufregende Herausforderungen. Diese Zeit war mit so vielen neuen
                             Eindrücken verbunden, dass ich heute noch gern daran zurückdenke. Allerdings
                             bin ich auch froh, nicht mehr dem Examens- und Prüfungsdruck ausgesetzt zu sein.

      Was ist das Besondere an Ihrer Arbeit beim Studentenwerk?
                            Zu uns kommen viele, die sich überfordert fühlen, einen Rat suchen oder sich aus
                            verschiedensten Gründen nicht mehr zu helfen wissen. Da dient die Beratung als
                            eine Art Anker. Hier wird gemeinsam versucht, einen den Bedürfnissen und Mög-
                            lichkeiten des Ratsuchenden entsprechenden Weg aus dem Dilemma zu finden.
                            Dazu ist ein hoher Grad an gegenseitigem Vertrauen notwedig und wenn dies ge-
                            lingt, freut es mich sehr.

      Was schätzen Sie an Studentinnen und Studenten am meisten?
                            Ihre Frische und Einsatzbereitschaft.
                                                                                    Verborgenes aufspüren -
                                                                                    bereits mit Anfang 20 eine Leidenschaft von
                                                                                    Dr. med. Rudolf Tauscher.
      Ihre Lieblingsfigur in der Dichtung/im Film?
                               Keine spezielle, aber ich habe eine Vorliebe
                               für Geschichten der antiken Mythologie.

      Ihre Lieblingsfigur in der Wirklichkeit?
                               Ich habe viel Respekt vor allen, die an etwas
                               glauben und sich dafür auch einsetzen.

      Ihr Hauptcharakterzug heute?
                             Konsequenz und Zuverlässigkeit.

      Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
                            Ausgeprägtere künstlerische Fähigkeiten.

      Was können Sie gar nicht leiden?
                            Entmenschlichung.

      Ihr Motto?                  Lebe das Leben, das Du liebst und liebe
                                  das Leben, das Du lebst!
                                  (Altes asiatisches Sprichwort)
14   studentenwerk nr. 12- 2008
                                                                                                                                        SKI- UND SNOWBOARDFAHRTEN   SEIT 2000
                                                                                                                                        DER MÜNCHNER STUDENTEN




            15.11.08 Hintertuxer Gletscher
            Samstag | 54,00 €
            29.11.08 Stubaier Gletscher
                                                                                           24.01.09 Mayrhofen/Zillertal
                                                                                           Samstag | 51,00 €
                                                                                           31.01.09 Alpbach
                                                                                                                                                           41 €
                                                                                                                                                          ab          pro
                                                                                                                                                                      Fahrt/
                                                                                                                                                                      Person


            Samstag | 51,00 €                                                              Samstag | 41,00 €                                               INKLUSIVE
                                                                                                                                                           » BUSFAHRT
            13.12.08 Kühtai                                                                14.02.09 Axamer Lizum                                           » FRÜHSTÜCK
            Samstag | 41,00 €                                                              Samstag | 42,00 €
                                                                                                                                                           » TAGESLIFTPASS
            10.01.09 Zillertal Arena                                                       28.02.09 St. Johann/Tirol                                       » APRÉS-BAR MIT
            Samstag | 49,00 €                                                              Samstag | 47,00 €                                                 BEGRÜSSUNGS-
            17.01.09 Schlick 2000 Stubai                                                   14.03.09 Serfaus Fiss Ladis                                       LÖSCH-ZWERG
            Samstag | 41,00 €                                                              Samstag | 51,00 €

            ABFAHRTSSTELLEN                                     » Studentenstadt » Olympiazentrum » Isartor

            BUCHUNG UND INFO
            Fon 0 89.21 63 36-0                                WWW.STUDENTENIMSCHNEE.DE
            Veranstalter Busreisen Ettenhuber GmbH, Am Hochrain 2, 85625 Glonn   Gestaltung AndreasGregor.de   Foto Sebastian Scheibe




Impressum
studentenwerk Ausgabe: 12-2008, Auflage: 19.000
Herausgeber: Studentenwerk München, Dr. Ursula Wurzer-Faßnacht (Geschäftsführerin), Leopoldstr. 15, 80802 München
                                                                                                  ˇ
Redaktion: Karina Schiwietz, Dr. Anke van Kempen (verantwortlich), Susanne Bösl (erleben), Darius Cerniauskas (wohin?, redaktionelle Mitarbeit)
Kontakt: Tel. +49 89 3819-148, E-Mail: ik@stwm.de
Satz und Layout: Karina Schiwietz, Nicole Königsheim – Titelfoto: Monika Keiler
Weitere Abbildungen: Frank Röthel, Uli Franke, Manuel Mesters, Rainer Lehmann, DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG, Marie-Christine Fischer, Konstantin
Bischoff, Plan International Deutschland e.V., Karina Schiwietz, www.machs-mit.de, www.weltaidstag.com, www.ausbildungsticket.de, Nordlicht Stipendium,
Priener Tourismus GmbH, Bayerisches Nationalmuseum München, Städtische Galerie im Lenbachhaus München, in münchen, Dr. med. Rudolf Tauscher,
www.photocase.com: Acheron, joexx, www.fotolia.com: staphy.
Herstellung und Druck: Druckerei Joh. Walch GmbH & Co., Im Gries , 819 Augsburg
studentenwerk wird kostenlos verteilt in den Einrichtungen des Studentenwerks und an den vom Studentenwerk betreuten Hochschulen.
Anzeigen: Deutsche Hochschulwerbung, Benjamin Kern, Tel.: +49 89 2 2 39 8, E-Mail: b.kern@hochschulwerbung.de
                                                                                                          studentenwerk nr. 12- 2008                                            15

				
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