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Spielbericht zum Spiel Vorwrts –

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Spielbericht zum Spiel Vorwrts – Powered By Docstoc
					Dynamo Schweinewiese – Vorwärts Vluyn 11:4 (4:2)
Sonntag, 17.04.2005 – Schweinewiese-Kampfbahn, Duisburg-Walsum
Aufstellung Vorwärts:
Tor: Gregor Baar
Abwehr: Markus Holderberg, Jörg Jochums, Normen Kellermann
Mittelfeld: Sascha Keusemann, Tobias Kuster, Christian Mayer, Markus Rosenfeld
Sturm: Alexander Mokosch, Marc Stricker
Zuschauer: Delf Gebel, Stefan Seliger, Alfred Rosenfeld

Wenn eineinviertel Jahre Hobbyliga uns eines gelehrt hatten, dann war es, dass man im Vorfeld nicht
mehr allzu viele Worte über den nächsten Gegner verlieren braucht, schließlich schaffen wir es doch
in der Regel selber, uns zu schlagen..

Eine Woche nach dem glücklichen Heimsieg gegen Forza Duisburg mussten wir also nun wieder
auswärts antreten. Auswärts? Das sagt einem doch was: die Tatsache, dass einige Vorwärts’ler in
grenzenlosem Masochismus einem notorisch auswärtsschwachen Bundesligisten hinterherfahren,
scheint sich auch auf die aktive Leistungsfähigkeit auszuwirken, gelang doch der bisher einzige Liga-
„Auswärts“-Sieg im Vorjahr gegen die Kickerz deluxe und das war wo? Richtig, auf heimischem
Acker in Vluynbusch...

Nichtsdestotrotz fuhr man gutgelaunt zum Titelverteidiger und die Ausgangslage schien gar nicht so
schlecht: zwar fehlte Abwehrchef Dirk Wiedig, aber mit Marc & Alex waren endlich mal wieder beide
Stürmer am Start. Zu Beginn wurde erst einmal tief in die Psychokiste gegriffen: erstmalig lief man
ganz in Schwarz auf. Ganz in Schwarz? Da werden doch Erinnerungen wach: Highbury, September ’96,
Borussias letzte Sternstunde im Europacup, 3:2 bei Arsenal, ein überragender Effenberg, ein gewisser
Stephan Passlack macht das Spiel seines Lebens, selbst Juskowiak trifft, einfach geil... - ’tschuldigung,
ich schweife ab! Wir sind wieder auf der Schweinewiese und die Vorwärts-Abwehr träumt genauso wie
der Verfasser dieser Zeilen – nach 3 Minuten fällt das erste Tor für Dynamo. Nachdem sich die
Vorwärts-Abwehr so langsam auf die schnellen Heim-Stürmer eingestellt hat, rennt plötzlich ein
Zuschauer auf’s Feld, schnappt sich den Ball und hämmert diesen ins Tor. Nachdem die Gegner jubelnd
abdrehen, wird uns klar, dass es sich bei dem Knaben in Sweatshirt, Jogginghose und Turnschuhen wohl
um einen Spieler handelt – Sachen gibt’s.. aber es ist, wie es ist: 2:0. In der Folgezeit wird dann auch
Vorwärts ein bisschen offensiver und kommt zu einigen guten Torchancen, doch getroffen wird nach
wie vor auf der anderen Seite. Kurz vor der Pause steht’s 4:0 und es sieht alles nach einem Debakel aus.
Doch dann die wundersame Auferstehung von Vorwärts: 4 Minuten vor der Pause trifft Marc Stricker
zum 1:4 und nur kurze Zeit später legt Alex Mokosch (der als einziger mal wieder einen Sahnetag
erwischt hatte) zum 2:4 aus unserer Sicht nach. Bei diesem Spielstand blieb’s zur Pause und das Ganze
sah doch schon viel freundlicher aus. Wir waren nun dran und Dynamo wurde nervös. Es wurde weiter
gestürmt und der Erfolg stellte sich schnell ein: wiederum Alex traf kurz nach der Pause zum 3:4.
Sollten wir wirklich ein schon verlorenes Spiel noch kippen? Dass es nicht dazu kam, lag dann am wohl
schon sagenumwobenen Vorwärts-Pech: ein verunglückter Befreiungsschlag unseres Torwarts landet
ca. 15 m vor dem Tor beim Gegner der den Ball einfach flach Richtung Tor zurückschießt. Dies wäre an
sich auch kein Problem gewesen, wäre der Ball nicht mehrfach so blöd auf- und zwischen den
unzähligen Beinen der dazwischenstehenden Verteidigern herumgesprungen, dass er plötzlich im Tor
lag – Scheiße!! Da noch eine halbe Stunde zu spielen war, sollte uns dieser Treffer eigentlich nicht
umwerfen, aber irgendwie ahnte man schon, dass es nun doch ein böses Ende nehmen würde. Es wurde
zwar weiter gestürmt, aber der Ball wollte einfach nicht mehr ins gegnerische Tor. Dynamo konnte nun
kontern und erzielte eine Viertelstunde vor Schluss die endgültige Entscheidung. Dem 6:3 folgte schnell
das 7:3 und die Sache war gelaufen. Danach waren aber noch mal wir an der Reihe, nach einer schönen
Kombination konnte Sascha auf Vorlage des überragenden Alex auf 7:4 verkürzen. Dies sollte aber
nicht mehr zur Wende reichen, die Kräfte ließen nun nach, was Dynamo dazu veranlasste, weiter auf
Torejagd zu gehen. Unsere Abwehr konnte nun nichts mehr dagegen setzen und so klingelte es weiter in
unserem Kasten. Nachdem in der 91. Minute das 9:4 gefallen war, hätte dies eigentlich der Schlusspunkt
sein können, aber wie man aus dem Dynamo-Lager hörte, war ein zweistelliger Sieg das Ziel und so
wurde weitergespielt. Es dauerte auch nicht lange bis zum 10:4 und nun hätte doch eigentlich Schluss
sein können – aber nein, dies reichte den Jungs immer noch nicht und so hieß es dann am Ende 11:4.
Natürlich braucht man nicht zwingend in 2 Minuten 3 Tore kassieren, aber komisch war’s dann schon..

Nach kurzem lautstarken Meinungsaustausch hatte man sich im Vorwärts-Lager auch schnell wieder
lieb und so wird die Geschichte weitergehen...

				
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posted:5/9/2010
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