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Pressemappe - K 2004 Pressemappe

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Pressemappe - K 2004 Pressemappe Powered By Docstoc
					Presse-Information                           Ticona
                                             Unternehmenskommunikation
                                             65451 Kelsterbach




Ihr Ansprechpartner:
Henning Küll                                 Telefon: +49 (0) 6107 772 17 97
                                             Fax:       +49 (0) 6107 772 72 31
                                             E-Mail:    kuell@ticona.de
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K 2004


Inhalt

Dachthemen
Willkommen in der Welt von morgen /
Ticona: „Your Bridge to the Future“ .............................................. 3
Das magische Dreieck /
Technische Kunststoffe fürs Automobil der Zukunft ..................... 6
Wenn der Kühlschrank online geht /
Leben, wohnen und arbeiten in der Welt von morgen .................... 9
Sehnsucht nach neuer Sinnlichkeit / Wellness und Gesundheit .... 12
Waschen und Schleudern hoch drei /
Konzept-Waschmaschine „TiconaMat“ ........................................ 15
Zukunftsmarkt technische Kunststoffe: Ticona setzt
auf Wachstum und Profitabilität / Brücke zur Zukunft:
Marktkenntnis und Innovationen sind zentrale Pfeiler ................. 17
40 Jahre Markterfahrung in Fernost /
Polyplastics: Beteiligungsunternehmen von Ticona ..................... 24


Future Mobility
Das Null-Emissions-Auto kommt /
Interview mit Frank Reil zur (auto-)mobilen Zukunft .................. 26
Energie für nachhaltige Mobilität /
Brennstoffzelle: Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts ........ 33




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                                                                                       Ticona
                                                                                       Ein Unternehmen der Celanese AG
Presse-Information                             Ticona
                                               Unternehmenskommunikation
                                               65451 Kelsterbach


Mit elektronischen Schutzengeln reisen /
Mechatronik treibt Automobilbau und Ticona an ......................... 36
Autos aus dem Baukasten / Modellvielfalt durch Modultechnik .. 39
Ready for Take off / Fortron® PPS verändert Flugzeugbau .......... 42
Himmlische Aussichten / Kunststoffe in Dachsystemen
von Citroën, BMW, Opel und VW ............................................... 45
Manche mögen’s heiß / Kunststoff-Lösung für
Ladeluftrohre dank Blasformtechnik und PPS .............................. 49
Dichtungshersteller KACO setzt auf Fortron® PPS /
PPS im „Dreiländereck“ unter der Motorhaube ............................ 51
Starker Einsatz: Elastomerschläuche mit PPS Multifilamenten /
Neues Anwendungsgebiet ............................................................. 54


Future Living
Mobile vernetzte Welt /
Kommunikationstechnik erleichtert Leben und Arbeiten ............. 57
Pfadfinder: Immer auf dem richtigen Weg /
Mobiler Navigator von Casio ........................................................ 60
Knitterfreie Hemden: Ein Fall für Dressman /
Hightech-Kunststoffe sparen Zeit beim Bügeln ............................ 62
Schonzeit für Vitamine / Dampfgaren mit PPS ............................ 64
Moderne Heinzelmännchen /
Hightech-Polymere: gute Dienste in vielen Haushaltsgeräten ...... 66
Von Kopf bis Fuß auf Wohlbefinden eingestellt /
Luxuriöse Badezimmer mit technischen Kunststoffen ................. 71
Lebensretter Ferndiagnose! / Interview mit
Dr. Tilo Vaahs zur Bedeutung der Telemedizin ........................... 74
Mit Sicherheit leichter Luft holen:
Die neue Generation von Trockenpulver-Inhalatoren ................... 79


Hintergrund-Informationen
Ticona: Zahlen – Daten – Fakten .................................................. 84
Polyplastics: Zahlen – Daten – Fakten .......................................... 86
Weitere Informationen über die Produkte ..................................... 87
Weitere Informationen über Ticona und Celanese ........................ 91



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Ticona: „Your Bridge to the Future“


Willkommen in der Welt von morgen

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Autos tanken künftig Wasserstoff
und Hausgeräte lassen sich ortsunabhängig oder zentral über
modernste IT steuern? – Welche Rolle bei der Umsetzung
solcher Visionen technische Kunststoffe spielen, zeigt Ticona
vom 20. bis 27. Oktober auf der K 2004 in Düsseldorf unter dem
Motto „Your Bridge to the Future“. Auf der mit Abstand
weltweit bedeutendsten Branchenmesse präsentiert der
Hersteller von Hightech-Polymeren zukunftsweisende Ideen
und Innovationen beispielhaft für die Themen „Future Living“
und „Future Mobility“.


Autobauer forschen mit Hochdruck an der Brennstoffzelle, dennoch
konnten bis jetzt nicht alle Herausforderungen gelöst werden. Eine
mit Hightech-Polymeren funktionierende Brennstoffzelle präsentiert
Ticona erstmals auf der K 2004. Die verwendeten technischen
Kunststoffe widerstehen problemlos den Belastungen, die die
Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts fordert. Anders als
herkömmliche Materialien wie Metalle haben sie ein geringeres
Gewicht, sind günstiger im Preis und zusätzlich leistungsfähiger.


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„Future Living“: Genuss und Lebensart pur
Auch in anderen Bereichen zeigen Hochleistungs-Kunststoffe ihre
Überlegenheit. Im Zukunftshaus etwa schalten sich Waschmaschine
und Geschirrspüler automatisch ein und melden sich, wenn sie ihre
Arbeit beendet haben. Und der Backofen beginnt vorzuheizen,
sobald abends hungrig der Heimweg angetreten wird. Gesteuert
werden die „intelligenten“ Hausgeräte bequem über Handy oder
Laptop. So bleiben Hausherrn und -frau viele lästige Hausarbeiten
erspart – der Mensch rückt erstmals mit all seinen Bedürfnissen in
den Mittelpunkt. Aber auch hier gilt: Ohne technische Kunststoffe
könnten viele dieser Visionen nicht umgesetzt werden.


Von der Idee zur Anwendung / Visionäre Konzeptstudien
Das Innovationspotenzial von Hightech-Polymeren wird während
der K 2004 auch Thema zahlreicher Fachinformationen im
Expertenforum von Ticona sein. „Die K ist die ideale Plattform für
fachlichen Austausch“, erklärt Jürgen Kulpe, Business Line
Director Hostaform, Polyester und Celstran. „Hier vermischt sich
unser Know-how mit dem der Verarbeiter und Zulieferer. So
entstehen Produktideen von morgen.“ Als Anstoß zum
Weiterdenken dienen visionäre Konzept-Studien – etwa eine
zukunftsweisende Waschmaschine mit drei Trommeln oder eine
Badekapsel, die als Dusche, Badewanne oder Sauna genutzt werden
kann. Entwickelt wurden die Konzept-Studien von dem Frankfurter
Produktdesigner Olaf Barski. In die Welt von morgen blickt auf
dem Messestand von
Ticona auch das renommierte Zukunftsinstitut von Matthias Horx.
Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern erläutert er Megatrends des 21.
Jahrhunderts.


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Detaillierte Informationen zu Ticona auf der K 2004 sind unter
www.ticona.com erhältlich.


Ticona stellt in Halle 6, Stand A07/B07 aus.




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Technische Kunststoffe fürs Automobil der Zukunft


Das magische Dreieck

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Die Anforderungen an die
Ingenieure der Autobauer sind hoch: Sauber, sicher und
individuell soll das Automobil der Zukunft sein. Um diese Ziele
zu erreichen, vertrauen sie auf die Innovationskraft von
technischen Kunststoffen. Werkstoffe von Ticona stecken
inzwischen in vielen zukunftsweisenden Anwendungen,
beispielsweise in alternativen Antriebskonzepten wie der
Brennstoffzelle oder mechatronischen Systemen wie dem
dynamischen Kurvenlicht. Ein weiterer Vorzug von Hightech-
Polymeren: Sie begünstigen die modulare Fertigung. Dies spart
Autobauern Kosten und garantiert Autofahrern individuellen
Fahrspaß, der bezahlbar bleibt.


Das Automobil ist und bleibt das beliebteste Fortbewegungsmittel
der Menschen. Doch die Wagen von heute werden nicht mehr die
von morgen sein. Mit Hochdruck arbeiten alle Autobauer am Auto-
mobil der Zukunft. „Um Mobilität auch nachhaltig zu sichern, gilt
es, in den nächsten Jahren drei Visionen zu verwirklichen und –



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wie in einem magischen Dreieck – in ein Gleichgewicht zu setzen“,
erläutert Professor Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule
Gelsenkirchen. „Wir brauchen Autos, die sauberer und sicherer sind
und gleichzeitig individuellen Fahrspaß erlauben.“


1. Das Null-Emissions-Auto
Die größte Herausforderung ist die deutliche Verminderung des
Kohlendioxidausstoßes. Dies hat auch der „Verband der
europäischen Autohersteller“ (ACEA) erkannt und entsprechende
Vorgaben formuliert. Bis 2008 will der Verband die CO2-Emission
auf 140 g/km drücken – zurzeit liegt sie noch bei über 160 g/km.
Zwei Strategien verfolgen die Autobauer im Wesentlichen, um
dieses ambitionierte Ziel zu erreichen: Zum einem arbeiten sie an
neuen, verbesserten Antriebskonzepten und zum anderen schenken
sie dem Thema Leichtbau größere Beachtung.


An Ideen, die Umweltproblematik in den Griff zu bekommen,
herrscht kein Mangel. Brennstoffzelle, Hybrid-Aggregate und
Elektromotoren werden derzeit getestet oder sind schon im Einsatz.
Und auch bei umweltschonenden Energieträgern gibt es
Fortschritte: Wasserstoff, Erdgas und Biodiesel etwa bieten sich als
Alternative zu fossilen Brennstoffen an – auch ein ökonomischer
Vorteil angesichts der hohen Weltmarktpreise für Rohöl.


2. Sicherer Autofahren dank Mechatronik
Autobauer haben ein ambitioniertes Ziel: Die Zahl der Unfälle soll
in den nächsten 15 Jahren halbiert werden. Voraussetzung dafür ist,
dass Autos neue Fahrerassistenzsysteme wie zum Beispiel
Radaraugen, Spurwarnung oder Nachtsichtsysteme erhalten. Solche
mechatronischen Systeme werden vielfach mit Hilfe von
Hochleistungs-Kunststoffen gefertigt: Nur deren spezifische


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Eigenschaften wie etwa Form- und Wärmebeständigkeit
ermöglichen solche Innovationen.


3. Vielseitiger Fahrspaß aus dem Baukasten
Dem Wunsch von Autofahrern nach „individuellen“ Fahrzeugen
entsprechen Autobauer, indem sie immer mehr Modelle auf den
Markt bringen. Dieser Trend wird sich sogar noch weiter verstärken
– damit er sich für Hersteller (wie auch für Fahrer) rechnet, werden
Autos zusehends aus Modulen zusammengesetzt. Dies spart Zeit
und Geld. Experten erwarten, dass das Automobil der Zukunft nur
noch aus vier Groß-Modulen bestehen wird. Schon heute sind
wesentliche Teile des Autos – etwa Frontend, Heck, Dach und Tür
– aus großflächigen Modulen gefertigt. Die Tür beim neuen Golf 5
besteht beispielsweise vollständig aus Ticona-Werkstoffen.


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Leben, wohnen und arbeiten in der Welt von morgen


Wenn der Kühlschrank online geht

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Müssen wir noch einkaufen, oder
sorgt der Kühlschrank bald selbst dafür, dass er ausreichend
gefüllt ist? – Neuen Wohnkonzepten zufolge bleiben uns solche
Hausarbeiten in Zukunft erspart. Und auch sonst wird sich so
manches in den eigenen vier Wänden ändern. Im Zukunftshaus
sind Haus-Automation, Sicherheitstechnik und Hausgeräte
miteinander vernetzt und lassen sich bequem über Handy,
Laptop oder Terminal steuern. Der Vorteil: ein Plus an
Komfort und Lebensqualität.


Das Zukunftshaus rückt den Menschen in den Mittelpunkt. All
seine Bedürfnisse – Kommunikation, Sicherheit, Gesundheit,
Wellness und Wohlbefinden – werden darin gleichermaßen bedient.
Eine Schlüsselfunktion nimmt dabei die IT ein, denn Datenströme
fließen überall im Haus und können sowohl ortsunabhängig als
auch zentral gesteuert werden. Eine willkommene
Nebenerscheinung: Arbeits- und Lebenswelt rücken auf diese
Weise noch näher zusammen.



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Gute Dienste bei der Vernetzung leisten Hightech-Polymere von
Ticona. Mit Celanex® PBT, Vectra® LCP und Topas® COC hat der
Kunststoffexperte gleich drei Werkstoffe im Portfolio, die vielseitig
in Handys, Flachbildschirmen und anderem mehr eingebaut werden
können.


Beruhigt das Zuhause verlassen
Sicherheit wird im Zukunftshaus groß geschrieben. Vor Einbruch
schützen vielfältige Maßnahmen. So kann das Haus belebt
aussehen, obwohl seine Bewohner verreist sind. Zusätzlichen
Schutz vor Feuer und Wasserschäden verschaffen Sensoren. Bei
Störungen schlagen sie Alarm, gegebenenfalls auch übers Handy.
Ein Beispiel: Ein aus den Ticona-Werkstoffen Fortron® PPS und
Hostaform® POM gefertigter Wasserregler von Eco Electronics
steuert nicht nur den Wasserverbrauch, sondern meldet sich auch
bei Leckage. Der Gefahr von Wasserschäden kann so wirkungsvoll
begegnet werden.


Nie wieder bügeln!
Zeit ist eine knappe Ressource. Deshalb nimmt das Zukunftshaus
seinen Bewohnern möglichst viele Alltagsaufgaben ab. Staubsauger
oder Rasenmäher beispielsweise agieren künftig aus eigenem
Antrieb: Der eine zieht wie von Geisterhand geführt seine Kreise
und säubert das Haus, und der andere hält im Garten das Gras kurz,
ohne dabei das Rosenbeet zu verwüsten. Und der „dressman“ von
Siemens, der unter anderem aus dem Ticona-Werkstoff Celstran®
LFT gefertigt wird, übernimmt vollständig die Mühsal des Bügelns.


Zukunftshaus: Oase der Entspannung
In einer mobilen Gesellschaft ist das Zuhause einem Basislager
ähnlich, in dem Kraft für neue Aktivität geschöpft wird. Das


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Zukunftshaus betont deshalb alles, was das Wohlfühlen steigert. Es
passt sich flexibel an die Vorlieben seiner Bewohner an. Räume
können individuell mit wechselnden Bildern, Musik oder
Feuchtigkeitseinstellungen belegt werden. Und auch im Bad sorgen
„intelligente“ Installationen für höchsten Komfort. Sensoren etwa
messen die Feuchtigkeit und Qualität der Luft und öffnen oder
schließen das Fenster entsprechend. Und die Badewanne füllt sich von
selbst, nachdem sie zuvor übers Handy dazu aufgefordert wurde.


Ferndiagnose per Handy
Ein Wachstumsfeld par excellence ist die Telemedizin. Die
Verknüpfung von „intelligenten“ medizintechnischen Anwendungen
mit der Daten- bzw. Telekommunikation macht immer größere
Fortschritte. Besonders Herz- und Risikopatienten, deren
Gesundheitszustand ständig überwacht werden muss, verschafft die
Telemedizin große Erleichterung. Sie befreit von zeitraubenden
Arztbesuchen und vermittelt dennoch das Gefühl, wirkungsvoll und
rundum betreut zu werden.
So können Patienten in Notsituationen problemlos über GPS geortet
werden. Ein weiterer Vorteil der „Herz-Handys“: Die regelmäßige
Prophylaxe beugt vor. Kostspielige Krisensituationen können so für
das finanziell strapazierte Gesundheitssystem deutlich reduziert
werden.


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Celanex®, Celstran®, Hostaform®, Topas® und Vectra® sind
eingetragene Marken von Ticona
Fortron® ist eine eingetragene Marke von Forton Industries.




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Wellness und Gesundheit


Sehnsucht nach neuer Sinnlichkeit

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Er ist einer der großen Trends
des beginnenden Jahrhunderts: der Wunsch nach Wellness,
Entspannung und Gesundheit – und das am liebsten in den
eigenen vier Wänden. So könnte das Badezimmer zur
persönlichen Wellness-Oase und das Zuhause insgesamt zu
einem Ort für Regeneration und sogar für medizinische
Anwendungen avancieren. Wesentliche Wegbereiter werden
technische Kunststoffe sein. Auf der Branchenmesse K 2004
präsentiert Ticona daher richtungsweisende Design-Studien. Sie
zeigen, wohin die Reise in die Zukunft geht: Zurück nach
Hause!


Im Bad der Zukunft vereinigen sich verschiedene Funktionen.
Neben Reinigung und Körperpflege sind Entspannung, Ruhe und
Regeneration wichtig. Immerhin wünschen sich bereits heute 23
Prozent der Deutschen ein eigenes Wellness-Bad. Doch nur ein
Prozent besitzt eines – auch aus Platzgründen. Multifunktionalität
lautet daher die Devise für Entwickler und Designer.



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Multifunktionale Badekapsel
Einen Vorgeschmack auf die Annehmlichkeiten der Zukunft liefert
eine visionäre Badekapsel, die als Design-Studie unterschiedlichste
Funktionen im „Wohnbereich Badzimmer“ vereint: Dusche,
Wanne, Whirlpool, Sauna und Massage. Ähnlich einem Reifrock
werden zum Duschen beispielsweise einzelne luftgefüllte
Ringsegmente herabgelassen. Sie dienen als Spritz- und
Sichtschutz. Schließt man dann das Dach der Kapsel, ist
Dampfduschen nach orientalischem Vorbild möglich. Im unteren
Teil der Kapsel, wo man entspannt sitzen oder liegen kann,
befinden sich Düsen für Whirlpool, Luft und Massage.


„Von der Umsetzung solcher Studien sind wir nicht weit entfernt“,
erläutert Ideengeber Olaf Barski. Der zukunftsorientierte
Produktdesigner aus Frankfurt am Main weiß aber auch, dass viele
Innovationen erst mit den richtigen Werkstoffen erfolgreich in Serie
gehen können. Hochleistungs-Kunststoffe zählen für ihn dazu, denn
sie ermöglichen Gestaltungsfreiheit und Multifunktionalität, halten
unterschiedlichen Belastungen stand oder haben ein geringeres
Gewicht als herkömmliche Materialien.


Gesundheit perfekt dosiert
Das Streben nach mehr Komfort und Lebensqualität macht auch vor
medizinischen Anwendungen nicht halt. Sicherer, besser, einfacher
oder leichter lauten die Zielvorgaben. Erleichterung verschafft heute
bereits die Telemedizin, beispielsweise für Herz- und
Risikopatienten, deren Gesundheitszustand ständig überwacht
werden muss. Intelligente Lösungen, etwa bei modernen
Dosiergeräten für chronisch Kranke, zeichnen sich aber auch durch
die Kombination von Funktionalität und Ästhetik aus. Sie


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entscheiden mit über den Erfolg einer Therapie. Erinnern Form,
Farbgebung und Material eher an ein modernes, hochwertiges
Kommunikationsgerät – wie bei einer weiteren Konzeptidee des
Frankfurter Designers für einen neuen Asthma- oder
Insulininhalator – rückt die Assoziation Krankheit und Handikap in
weite Ferne und das Wohlbefinden steht ganz im Vordergrund.
Ärzten sowie der Pharma- und Medizintechnik-Industrie ist das
bewusst. Bei ihnen sind innovative Kunststoffe wie Hostaform®
(POM) oder Celanex® (PBT) deshalb en vogue, weil sie durch ihr
Reib-, Gleit- und Verschleißverhalten, Hydrolyse- und
Chemikalienbeständigkeit sowie Langlebigkeit überzeugen.
Außerdem sind sie enorm belastbar und dabei unter allen
Umständen absolut exakt in der Maßhaltigkeit. Dass es
Hochleistungs-Polymere oft auch in trendigen Farben gibt, freut die
Anwender noch zusätzlich.


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Celanex® und Hostaform® sind eingetragene Marken von Ticona.




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Konzept-Waschmaschine „TiconaMat“


Waschen und Schleudern hoch drei

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Der TiconaMat ist groß, schlank,
und erinnert an eine Drei-Wege-Box von Bang & Olufsen. Doch
aus dem edlen Gehäuse dringt keine Musik, stattdessen hört
man allenfalls das beruhigende Fließen von Wasser. Der
Grund: Beim TiconaMat handelt es sich um eine
Waschmaschine. Entwickelt haben sie der Designer Olaf Barski
und der Kelsterbacher Kunststoffspezialist. Der Prototyp kann
einfach und schnell bis zu drei verschiedene Programme
parallel waschen. Damit erfüllt er den Wunsch vieler Menschen,
weniger Zeit für Hausarbeiten aufwenden zu müssen. Die
Konzept-Waschmaschine wird erstmals auf der K 2004
vorgestellt.


Der TiconaMat richtet sich vor allem an Single-Haushalte mit
Zeitmangel. „Aufgabe der Industrie ist es heute, den
soziokulturellen und technologischen Veränderungen Rechnung zu
tragen“, erklärt Barski. „Ticona übernimmt hier eine
Vordenkerfunktion im Markt.“ Auf der Branchenmesse K 2004
präsentiert der Kunststoff-Hersteller ein Modell der


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Waschmaschine, die mit zahlreichen Vorzügen aufwartet: So sollen
auch geringe Mengen unterschiedlicher Textilqualität künftig kein
Problem mehr sein. Dank der separat übereinander liegenden
Trommeln wäscht TiconaMat bis zu drei unterschiedliche
Wäscheladungen gleichzeitig. Jede Trommel fasst 3,5 kg. In 1,5
Stunden könnten so mühelos mehr als 10 kg gewaschen werden.
Viel Komfort bietet TiconaMat auch vor und nach dem Waschgang:
Die herausnehmbaren Trommeln aus Hightech-Kunststoff
ermöglichen ein leichtes Befüllen, Transportieren und
Aufbewahren.


Das Auge wäscht mit
TiconaMat verbindet auf einzigartige Weise Funktionalität mit
Design und zeigt neue Wege in der Haushaltsgroßgeräte- und
Kunststoffbranche auf. Optisch auf das Wesentliche reduziert,
präsentiert sich die Konzept-Waschmaschine nicht nur als
praktischer Helfer im Haushalt, sondern auch als attraktives
Designobjekt. Innovativ ist auch das Innenleben: Stege an der
Trommelaußenwand transportieren beim Drehen das Wasser nach
oben. Dadurch bleibt die Wäsche länger im Wasser und wird auf
besonders sanfte Weise gewaschen. Aber auch die Umwelt und der
Geldbeutel werden geschont, da der Wasserverbrauch erfreulich
gering ist. Damit ist der TiconaMat eine zukunftsweisende Lösung
– nicht nur für Single-Haushalte.


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Brücke zur Zukunft: Marktkenntnis und Innovationen sind
zentrale Pfeiler


Zukunftsmarkt technische Kunststoffe:
Ticona setzt auf Wachstum und Profitabilität

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Die Wachstumsaussichten für
Ticona sind gut. Immer mehr Schlüsselindustrien substituieren
herkömmliche Werkstoffe wie etwa Metall und Glas durch
technische Kunststoffe. Verbundstoffe stehen zudem auf der
Beliebtheitsskala ganz oben. Von beiden Trends, die sich in den
kommenden Jahren verstärken werden, will Ticona profitieren.
Um die Brücke zur Zukunft zu schlagen, setzt der
Kunststoffspezialist auf kontinuierliche Prozessoptimierung
sowie Entwicklung neuer Produkte und Märkte.


„Der Kunststoffverbrauch wird zulegen, gleichzeitig verringern sich
jedoch die Margen“, prognostiziert Thomas Hensel. Damit sich in
den kommenden Jahren das angestrebte Wachstum auch positiv im
Ergebnis niederschlägt, hat der Ticona-Geschäftsführer viel vor:
„Wir müssen die Faktoren, die wir beeinflussen können, zu unseren
Gunsten verändern“, so sein Credo. Sich mit Rahmenbedingungen



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aufzuhalten, die nicht beeinflussbar sind – wie etwa der Ölpreis –
sei der falsche Weg. Die Märkte und vor allem Zukunftstrends zu
kennen, hingegen der richtige, um vorausschauend innovative
Anwendungen und Produkte zu entwickeln.


Ziel von Ticona ist es, die Schlüsselrolle bei den Hauptprodukten
weiter auszubauen und die Kostenführerschaft zu übernehmen. Und
das setzt nach Hensels Überzeugung voraus, die Kosten fest im
Blick zu haben, um langfristig erfolgreich im Markt zu agieren. Ein
wesentliches Instrument zur Kostensenkung ist das erfolgreich
eingeführte „Six Sigma“-Programm. Es stellt intern optimierte
Produktionsabläufe sowie das Qualitätsmanagement in einem
kontinuierlichen Prozess sicher. Analog zur allgemeinen
wirtschaftlichen Konsolidierung kommt es darauf an, „eine
schlanke und schlagkräftige Unternehmensstruktur zu schaffen“, so
Hensel. Zur zentralen Unternehmensstrategie zählen darüber hinaus
auch gezielte Investitionen in den Ausbau von Produktionsanlagen
und – aufgrund der Globalisierung – die aktive Marktbearbeitung in
Asien und Osteuropa.


Zukunftsmärkte Asien und Osteuropa
Gründe, optimistisch zu sein, gibt es viele. Die Nachfrage nach
technischen Kunststoffen zieht weltweit weiter an, bis 2007 jährlich
um durchschnittlich fünf bis sieben Prozent. Besonders hohe
Steigerungsraten mit bis zu neun Prozent werden für die Märkte im
asiatisch-pazifischen Raum erwartet. In dieser Weltregion ist
Ticona aufgrund langjähriger Marktbearbeitung mit eigenen
Repräsentanzen sowie der nicht konsolidierten Beteiligung an
Polyplastics Co. Ltd., Japan, und mit dem 50 Prozent Anteil an der
Korean Engineering Plastics, Korea, sehr gut aufgestellt. In China
errichtet Ticona zum Beispiel mit den beiden Unternehmen und der


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Mitsubishi Gas Chemical Company zusammen einen
Produktionsstandort für POM. Das neue Werk hat eine jährliche
Kapazität von 60.000 Tonnen. Insgesamt haben Analysten für den
Polyacetal-Markt eine Nachfrage von 150.000 Tonnen und jährliche
Wachstumsraten von sieben Prozent ermittelt.


Im gesamten asiatisch-pazifischen Raum vertreibt Polyplastics
seit April auch den Ticona-Werkstoff Topas® COC. Bis 2009 will
das japanische Unternehmen nach den Worten seines Präsidenten
Yasumasa Komura den Absatz des Hightech-Kunststoffs, der unter
anderem für medizintechnische und optische Anwendungen oder
auch in der Verpackungsindustrie eingesetzt wird, auf 5.000 Tonnen
steigern.


„Bei anderen technischen Kunststoffen wie PPS oder LCP gibt es
ebenfalls noch beachtliches Potenzial“, so Hensel. „Von beiden
Kunststoffen werden mehr als 50 Prozent in Asien/Pazifik
verbraucht. Gleichzeitig sind wir mit Vectra® führend unter den
LCP-Herstellern“, beschreibt der Geschäftsführer die Chancen
seines Unternehmens.


Wachstumschancen in Osteuropa
Während für die „klassischen“ Märkte NAFTA und Westeuropa bei
Ticona die Wachstumsprognosen mit vier bis fünf Prozent für den
Zeitraum bis 2007 etwas vorsichtiger ausfallen, sieht Hensel weitere
viel versprechende Möglichkeiten vor allem in Osteuropa: Auch
hier ist das Unternehmen schon seit Jahren präsent und besitzt damit
einen entscheidenden Vorsprung gegenüber Wettbewerbern beim
Wissen um regionale, wirtschaftliche, politische und kulturelle
Gegebenheiten. „Unternehmen der Elektronik- und
Computerbranche beispielsweise, die Produktionskapazitäten nach


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Polen, Ungarn, Tschechien oder in die baltischen Staaten verlagern,
beraten wir
vor Ort über Anwendungsmöglichkeiten mit unseren Werkstoffen
Vectra®, Hostaform®, Fortron® oder Celanex®“, erläutert Hensel.
Die tragende Rolle des Konjunkturmotors für die osteuropäischen
Staaten spielt jedoch die Automobilindustrie: Ihr Wachstum soll
sich von heute bis zum Jahr 2008 verdoppeln – gute Aussichten also
für technische Kunststoffe wie POM, PBT, LCP oder PPS, die seit
Jahren von Herstellern und deren Zulieferern eingesetzt werden.


Automobilbau: gute Konjunktur für Hightech-Kunststoffe
Auch weltweit gesehen wird die Automobilindustrie – den
gegenwärtigen Problemen zum Trotz – künftig immer häufiger
technische Kunststoffe verarbeiten. Beispielsweise werden in
Fahrzeugen zunehmend innovative mechatronische Systeme
eingebaut, die ohne polymere Hightech-Werkstoffe nicht
auskommen. „Die Nachfrage nach unseren Produkten ist
ungebrochen hoch“, freut sich Hensel. „In den USA erhöhen wir
deshalb die Produktion von Fortron PPS um ein Viertel. An den
Standorten Bishop und Kelsterbach werden wir außerdem deutlich
mehr Hostaform POM herstellen und damit unsere weltweit
führende Position als Anbieter des Polyacetal Copolymers weiter
ausbauen.“


Die erfreuliche Entwicklung beim Absatz von Ticona-Kunststoffen
ist keineswegs überraschend. Denn sowohl in der Automobilher-
stellung als auch im Flugzeug- und Maschinenbau oder in der
Elektro/Elektronikindustrie geht es immer wieder darum, möglichst
leichte Werkstoffe einzusetzen. Gleichzeitig müssen sie hoch
belastbar sein und den ständig steigenden Anforderungen, zum




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Beispiel bei immer kompakter werdenden Bauweisen in breiten
Temperaturbereichen, gewachsen sein.


Elektronik- und Computerbranche: gute Wachstumsraten für
Vectra LCP
Hohe wirtschaftliche Erwartungen setzt Ticona auch in das
flüssigkristalline Vectra LCP. Da Vectra eine hohe Fließfähigkeit,
gute mechanische Eigenschaften sowie eine hohe
Temperaturbeständigkeit besitzt und die Einhaltung geringer
Fertigungstoleranzen erlaubt, eignet es sich nämlich besonders zur
Fertigung von elektronischen Bauteilen oder Handy-Komponenten.
Wegen des verstärkten Einsatzes von elektronischen Regel- und
Kontrollsystemen im Fahrzeugbau rechnet Ticona auch in der
Automobilbranche mit signifikanten Zuwächsen. Darüber hinaus
kommt Vectra mit seiner hohen, zur Fertigung feinster Strukturen
notwendigen Fließfähigkeit dem Trend zur Miniaturisierung in der
Medizintechnik entgegen. Als viel versprechende Anwendung
zeichnet sich die MID-Technologie (Molded Interconnected
Device) ab, bei der sich aus einem neuen Vectra-Typ mittels
Strukturierung und Aktivierung durch ein Lasersystem filigrane
dreidimensionale Leiterbahnen herstellen lassen. Ein attraktives
Zukunftsfeld stellt darüber hinaus die Brennstoffzellen-Technik dar,
bei der die Chemikalienbeständigkeit, Leitfähigkeit und die
Barriereeigenschaften von Vectra LCP gefragt sind.


Medizintechnik: Markt mit Perspektiven
Bei einem weiteren Hochleistungs-Kunststoff hat Ticona eine starke
Stellung im Markt: dem ultrahochmolekularen Polyethylen GUR®.
Neben seinem Einsatz als leistungsfähiges Additiv in Farben,
Beschichtungen, Gummis und Dichtungen findet GUR heute vor
allem in der Medizintechnik Verwendung.


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Aufgrund der langjährigen Erfahrung bei medizintechnischen
Anwendungen hat Ticona gezielt seine Expertise in diesem Feld
aufgebaut und neben GUR inzwischen weitere fünf Spezial-
Polymertypen entwickelt. Dazu zählen Topas sowie die so
genannten „MT“-Typen von Hostaform, Celanex, Fortron und
Vectra. Jeder dieser Werkstoffe ist biologisch verträglich, besitzt
eine hohe Beständigkeit gegenüber Chemikalien oder
Desinfektionsmitteln und erstklassige mechanische Eigenschaften.
Besonders innovativ ist das Cycloolefine Copolymer Topas, das
nicht nur die Substitution von Glas, etwa bei Einmalspritzen,
erlaubt. Durch seine hervorragenden Barriereeigenschaften
garantiert es zum Beispiel auch eine hohe Schutzwirkung für
Blisterverpackungen. Als größter Anbieter von COC sieht sich
Ticona hier ebenfalls in einer sehr guten Position auf einem Markt,
bei dem mittelfristig mit einem Jahresverbrauch von mehreren
tausend Tonnen zu rechnen ist. Konkret erwartet Hensel in den
kommenden Jahren ein jährliches Umsatzwachstum von bis zu acht
Prozent.


Ticona entwickelt Produktideen von morgen
Nur Rohstofflieferant zu sein, ist Ticona zu wenig. Gemeinsam mit
Kunden erarbeitet das Unternehmen neue Anwendungen und
Verarbeitungstechnologien. So hat die Abteilung „Technologies &
Services“ in Zusammenarbeit mit dem Maschinenbauer SIG
Kautex, Bonn, beispielsweise das Polyphenylensulfid zu einem
speziellen Blasformtyp weiterentwickelt, dem Fortron 1115L0. Der
glasfaserverstärkte Hochleistungswerkstoff und die neue Technik
erlauben – in einem Arbeitsgang – die Fertigung von
Ladeluftrohren für Turbo-Motoren. Dies soll künftig die
aufwändige Bauweise aus Aluminiumrohren und


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Fluorelastomerschläuchen ersetzen. Die Folge: Neben
entscheidenden anwendungstechnischen Vorteilen verbessert sich
die Kosten-Nutzen-Relation ganz erheblich. „Wir bieten
Systemlösungen, die Innovationen ermöglichen und die
Wettbewerbsposition unserer Kunden stärken“, erläutert Hensel ein
zentrales unternehmensstrategisches Ziel von Ticona, mit dem die
Marktposition des Unternehmens in den nächsten Jahren weiter
ausgebaut werden soll.


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Celanex®, GUR®, Hostaform®, Topas® und Vectra® sind
eingetragene Marken von Ticona.
Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.




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Polyplastics: Beteiligungsunternehmen von Ticona


40 Jahre Markterfahrung in Fernost

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Mit großen Erwartungen blickt
die europäische Kunststoffindustrie auf die Märkte in Asien.
Die Nachfrage nach technischen Kunststoffen wird dort stärker
als in anderen Regionen anziehen – nach neuesten
Untersuchungen bis 2007 um 7 bis 9 Prozent. Von diesem
Wachstum will Ticona besonders profitieren. Seit 1964 ist der
Kunststoffspezialist unter anderem auch durch die langjährige
nicht konsolidierte Beteiligung an Polyplastics in Asien präsent.


Polyplastics vertreibt beispielsweise seit April dieses Jahres den
Ticona-Werkstoff Topas® COC im gesamten asiatisch-pazifischen
Raum. Der Werkstoff kann Standardkunststoffen wie Polyethylen
(PE) und Polypropylen (PP) zur Verbesserung des
Eigenschaftsprofils zugegeben werden. Darüber hinaus sind
Verbundfolien mit COC als Mittelschicht eine perfekte
Wasserdampfsperre. „Topas ist ein leistungsstarkes Hightech-
Polymer“, betont Yasumasa Komura, Präsident von Polyplastics.




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„Unser Ziel ist, 2007 etwa 2.000 Tonnen, 2009 sogar schon 5.000
Tonnen COC abzusetzen.“


Gemeinschaftsprojekt: Polyacetal-Anlage in China
Gemeinsam mit Ticona, Mitsubishi Gas Chemical Company und
Korea Engineering Plastics, investiert Polyplastics in eine neue
Produktionsanlage in China. Das Werk in der Nähe von Shanghai
soll jährlich bis zu 60.000 Tonnen POM produzieren. Wichtigste
Abnehmer des Polyacetals sind die Automobil- und
Elektrogeräteindustrie, der Maschinenbau sowie die Medizin- und
Sanitärtechnik.


Polyplastics – führender Anbieter von Ingenieurwerkstoffen
1964 als Joint Venture von Daicel Chemical Industries, Ltd., Japan,
und Celanese (heutiger Anteilseigner: Ticona LLC) gegründet, hat
sich Polyplastics von seinen Anfängen als Distributeur des
Werkstoffs „Duracon®“ (POM) zu einem führenden Unternehmen
für Herstellung, Marketing und Vertrieb von Hochleistungs-Kunst-
stoffen wie Vectra®, Fortron® oder Hostaform® entwickelt. 2003
beschäftigte Polyplastics weltweit 1.400 Mitarbeiter, der Umsatz
lag bei umgerechnet rund 541 Millionen Euro. Das Unternehmen
mit Firmensitz in Tokio betreibt Produktionsstandorte in Japan,
China, Malaysia und Taiwan.


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Hostaform®, Topas® und Vectra® sind eingetragene Marken von
Ticona.
Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.
Duracon ist eine eingetragene Marke von Polyplastics.




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Interview mit Frank Reil zur (auto-)mobilen Zukunft


Das Null-Emissions-Auto kommt

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Hohe Benzinpreise, Auflagen
zur Verringerung des CO2-Emissionsausstoßes bei
gleichzeitiger Erhöhung der Verkehrssicherheit und des
Komforts – Themen, die die Automobilbranche umtreiben und
zu immer neuen Entwicklungen führen: und das alles bei
hohem Kostendruck. Viele Autobauer setzen deshalb verstärkt
auf den Einsatz neuer Materialien, die nicht zuletzt die
Innovationskraft der gesamten Kunststoffindustrie zur Geltung
bringen. Frank Reil, Leiter Marktentwicklung Automobil bei
Ticona, verdeutlicht, wie Hochleistungs-Kunststoffe den
Automobilbau nachhaltig beeinflussen werden.


Herr Reil, die europäische Automobilindustrie hat sich selbst
verpflichtet, bis zum Jahr 2008 den CO2-Ausstoß pro Fahrzeug und
Kilometer auf durchschnittlich 140 Gramm zu begrenzen. Wie wird
das zu schaffen sein?


Reil: Das soll in fünf Phasen mit folgenden Schwerpunkten
geschehen: Leichtbauweise, optimierter Verbrennungsmotor,


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alternative Kraftstoffe, deren CO2-Bilanz ausgeglichen ist,
Hybridantriebe und die Brennstoffzelle – alles unter der Prämisse
der schrittweisen Reduktion von CO2.


Wie muss man sich das vorstellen? Erst arbeitet die Industrie Stufe
eins Ihres Szenarios ab, dann ...


Reil: Nein, so ist das natürlich nicht gedacht! Die jeweiligen
Entwicklungen laufen gleichzeitig. So wird heute bereits an allen
fünf Punkten intensiv gearbeitet, sonst wäre 2008 keinesfalls zu
halten. Aber bis sich die Wirkungen auf die Umwelt vollends
entfalten können, gibt es eine zeitliche Verzögerung. Maßnahmen
des Leichtbaus wirken sich heute schon unmittelbar aus. 100 kg
weniger Fahrzeuggewicht machen unter dem Strich auf 100 km
einen halben Liter weniger Treibstoffverbrauch aus. Bis sich jedoch
die Brennstoffzelle als alternative Energiequelle durchgesetzt hat
und Wirkung erzielt, wird noch etwas Zeit vergehen.


Habe ich mir unter Leichtbau in erster Linie den Ersatz von
Metallen vorzustellen?


Reil: Metallersatz ist immer ein Ziel, aber es geht in erster Linie
um intelligente Lösungen, die uns dem Ziel „weniger CO2 in der
Atmosphäre“ näher bringen. Ein Beispiel: Wir haben in enger
Zusammenarbeit mit einem Automobilzulieferer unser Fortron®
PPS so weiterentwickelt, dass es sich zum Blasformen für
Ladeluftrohre eignet. Dieser ist jetzt dank des Hightech-Werkstoffes
von Ticona über 40 Prozent leichter als die Leichtmetalllösung, die
bislang aus Aluminium gefertigt wurde. Noch besser ist das
Verhältnis bei
einem weiteren Beispiel. Wenn es gelingt, Fortron Composites, die


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bereits im Flugzeugbau verwendet werden, beispielsweise in den
Sitzstrukturen bei Fahrzeugen einzusetzen, lässt sich das
Teilegewicht bis zu 50 Prozent verringern.


Wovon hängt es denn letztlich ab, ob eine Materialsubstitution
vorgenommen wird?


Reil: Entscheidend sind drei Kriterien: Erstens kommt es darauf an,
Gewicht – und somit Emissionen – zu reduzieren. Zweitens müssen
kostengünstige Fertigungs- und Montagetechniken ihren Beitrag zur
Kostenreduzierung leisten. Und drittens gilt es, Innovationen
umzusetzen, die Wettbewerbsvorteile sichern. Technische
Kunststoffe leisten dies alles und ersetzen deshalb schwerere und
unter Berücksichtigung der Herstellung und des Energieeinsatzes
oft teure metallische Werkstoffe. Selbst unter harten Bedingungen,
bei hohen Temperaturen, Kontakt mit aggressiven Treibstoffen oder
extremen Stoßbelastungen, zeigt sich die Überlegenheit von
Hochleistungs-Polymeren.


Gewichtsreduzierung steht auf der Agenda der Autobauer zwar weit
oben. Dennoch werden Autos durch mehr Elektronik und neue
Sicherheits- und Komfortlösungen immer schwerer. Was läuft
falsch?


Reil: Sicher ist richtig, dass Elektronik/Elektrik- und
Sicherheitskomponenten nicht leicht sind. Aber sollen wir deshalb
auf Sicherheit und Komfort verzichten? Das kann nicht der richtige
Weg sein. Deshalb suchen Automobilbauer ja überall nach
Potenzialen für
die Gewichtsreduzierung. Und finden Lösungen mit Celstran® oder
Compel®, den langfaserverstärkten Thermoplasten von Ticona.


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Langfaserverstärkte Thermoplaste eignen sich insbesondere für
Strukturbauteile, beispielsweise Schiebedächer oder Türmodule.


Kommen wir zu den Motoren: Wie bekommen wir mit optimiertem
Antrieb weniger CO2-Ausstoß?


Reil: Dieselkraftstoffe verursachen gut 30 Prozent weniger CO2-
Emissionen als Benzin. Also ist es nur konsequent, wenn man den
Wirkungsgrad des Dieselmotors erhöht. Das erfolgt vielfach durch
die Turboaufladung. Allerdings führt dies zu Konsequenzen, die
unbedingt zu beachten sind: Die eingesetzten Werkstoffe werden
mit höheren Drücken und dadurch höheren Temperaturen
beaufschlagt. Gleichzeitig ist von größeren
Strömungsgeschwindigkeiten auszugehen. Also brauchen Sie
Werkstoffe, die diesen Anforderungen gewachsen sind. Um jetzt
zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – nämlich auch noch
Gewicht zu sparen – kommen zunehmend Hochleistungs-Polymere
aus unserem breiten Angebotsspektrum zum Einsatz.


Welche sind das?


Reil: Nehmen wir die Kraftstoff-Fördereinheiten aus Hostaform®
POM. Der bereits vielfach eingesetzte Typ XF widersteht nicht nur
aggressiven Treibstoffen, er hält auch hohen Temperaturen stand.
Durch den stetig wachsenden Anteil an Kunststoff im Kraftstoff-
system besteht die Gefahr von elektrostatischer Aufladung. Deshalb
arbeitet die Automobilindustrie an Werkstoff-Vorschriften, die bei
Kraftstoff-Kontakt die elektrische Leitfähigkeit vorsehen. Unser
elektrisch leitfähiges Hostaform ESD – mit Stahl-, Glasfaser oder
Leitrußen modifiziert – ist heute verfügbar und erfolgreich im
Einsatz. Stellen Sie sich doch nur vor, Sie sind beim Tanken und


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aufgrund von elektrostatischer Aufladung erfolgt ein Funkenschlag
...


... besser nicht ...
Reil: Da ist es doch beruhigend zu wissen, der Tankeinfüllstutzen
besteht aus einem speziellen POM, das die Aufladung ableitet.


Apropos Tanken: Was bietet Ticona hinsichtlich der alternativen
Kraftstoffe, Stichwort Biodiesel?


Reil: Diesbezüglich sind wir bestens gewappnet. Wir haben, um
nur ein bezeichnendes Beispiel zu erwähnen, Hostaform ausführlich
getestet, indem wir es über 4.000 Stunden bei 100 °C Biodiesel aus-
gesetzt haben. Dabei stellte sich heraus, dass sich keine
nennenswerten Materialveränderungen ergeben.


Lassen Sie uns noch weiter in die Zukunft blicken. Autobauer
experimentieren mit verschiedenen neuen Antriebslösungen.
Jüngstes erfolgreiches Beispiel ist die Hybridlösung von Toyota, die
Anfang Juni mit dem Umweltpreis des Verkehrsclubs Deutschland
ausgezeichnet wurde. Wie kommen hier technische Kunststoffe ins
Spiel?


Reil: Mit hybriden Antrieben in Fahrzeugen lassen sich etwa 20
Prozent der CO2-Emissionen reduzieren, weil die Kombination aus
Elektro- und Benzinmotor große Spriteinsparungen mit sich bringt.
Hochleistungs-Polymere wie Fortron und Vectra® LCP spielen hier
eine wichtige Rolle. Ihre Lichtbogenfestigkeit sowie die
ausgezeichnete Hitzebeständigkeit bis 240 °C und die inhärente
Flammwidrigkeit tragen wesentlich zur Umsetzung von
Komponenten mit höheren elektrischen Leistungen bei –


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beispielsweise in einer aufwändigen Elektronikplatine aus Fortron
1140 L4.


Hybridmotoren markieren aber längst nicht den Endpunkt zu
umweltfreundlicheren Autos …
Reil: Das ist richtig. Hybridmodelle stellen aber mehr als nur einen
Übergang dar. Bereits 2003 befanden sich weltweit mehr als 80.000
solcher Fahrzeuge im Einsatz. Hochinnovativ und zurzeit am
spannendsten ist die Brennstoffzellentechnologie, an der sämtliche
großen Autobauer und natürlich auch Ticona mit Hochdruck
arbeiten.


Was ist so besonders daran?


Reil: Die Brennstoffzelle braucht als Energieträger Wasserstoff.
Ein Element, das sich – anders als Rohöl – unabhängig vom
Rohstoff erzeugen lässt. Gerade in den letzten Monaten, in denen
wir uns wieder vermehrt Gedanken um den hohen Rohölpreis und
schwindende Erdölreserven machen, sind Investitionen in diese
Technologie in naher Zukunft ein unschlagbarer
Wettbewerbsvorteil. Ein weiteres Plus dieser Technologie ist, dass
bei der Umwandlung von Wasserstoff in Strom kein CO2 anfällt.
Hierfür brauchen wir aber eine entsprechende Infrastruktur und eine
regenerative
Erzeugung von Wasserstoff, um wirklich CO2-frei zu bleiben. Was
also zunächst utopisch erschien, ist in greifbare Nähe gerückt: das
Null-Emissions-Auto.


Die ersten Brennstoffzellenautos sind schon auf den Straßen.
Noch sind sie aber zu schwer zur Serienfertigung.




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Reil: Das stimmt. Aber unsere Kunststoffe helfen auch hier,
Gewicht und auch Herstellkosten zu senken. Wir sind auf dem
Weg der kostengünstigeren Serienfertigung.


Inwiefern?


Reil: Nehmen Sie einen der wichtigsten Bestandteile der
Brennstoffzelle, die Bipolarplatten. Sie dienen unter anderem der
Ableitung der Spannung und können inzwischen aus Vectra LCP
und Fortron PPS spritzgegossen werden. Das geht bei einer
Zykluszeit von 10 Sekunden äußerst schnell und ist kostengünstig.
Diese Platten ersetzen unter anderem mit teurem Gold beschichteten
Edelstahl oder gefräste Graphitplatten, sorgen also für geringeres
Gewicht. Die Ticona-Kunststoffe haben darüber hinaus den Vorzug,
dass sie Brennstoffzellen dauerhaft leistungsfähiger machen. Das
Material widersteht problemlos den aggressiven Medien, die in der
Brennstoffzelle wirken. Außerdem sind die technischen Polymere
korrosionsbeständig und bleiben selbst bei Temperaturen bis 240 °C
formstabil. Dies gilt auch für die Aggregate, die in der Peripherie
des Brennstoffzellen-Stapels liegen, in denen heute Ticona-Werk-
stoffe wie Celanex, Fortron und Hostaform eingesetzt werden.


Was denken Sie, wann wird das Brennstoffzellenauto serienreif,
sprich: für breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich sein?


Reil: Voraussichtlich schon 2010 – Opel etwa hat diesen Zeitpunkt
gerade angekündigt und auch andere Autobauer forcieren das
Entwicklungstempo. In Japan sollen nach Schätzungen bis in sechs
Jahren an die 100.000 solcher Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs
sein. Die Brennstoffzellentechnologie wird kommen und den
Automobilbau revolutionieren.


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Celstran®, Compel®, Hostaform® und Vectra® sind eingetragene
Marken von Ticona.
Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.




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Brennstoffzelle: Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts


Energie für nachhaltige Mobilität

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – 800 Millionen Fahrzeuge sind
weltweit auf den Straßen unterwegs. Experten rechnen damit,
dass sich diese Zahl bis 2030 sogar noch verdoppeln wird.
Angesichts dieser Perspektive und gleichzeitig knapper
werdender Ölreserven rücken alternative Antriebsquellen mehr
und mehr in den Blickpunkt. Die größte Aufmerksamkeit
erzielt die Brennstoffzellentechnologie, ihr werden die besten
Zukunftsaussichten beigemessen. Die Automobilindustrie testet
die umweltfreundliche Energiequelle bereits in zahlreichen
Prototypen. Bis 2010 sollen erste Brennstoffzellenautos dann –
unter maßgeblicher Beteiligung von technischen Kunststoffen –
auch serienreif angeboten werden.


Alternative Energiequellen stehen derzeit hoch im Kurs: Island will
seine Abhängigkeit vom Öl vermindern und setzt dabei auf
Wasserstoff. Die Vereinten Nationen wollen regenerativen
Energieträgern zum Durchbruch verhelfen, und an der Londoner
Börse notieren zwei weitere Unternehmen, die auf die
Brennstoffzellen-Technik setzen. Die Aufzählung lässt sich noch


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weiter fortführen: so hat beispielsweise ein
Brennstoffzellenfahrzeug von Opel und General Motors gerade eine
10.000 Kilometer lange Tour quer durch Europa absolviert. Bis
2010 wollen die beiden Autobauer die neue Technologie nun zur
Serienreife führen. Auf dem Weg dorthin müssen allerdings noch
drei grundlegende Probleme gelöst werden: Preis und Gewicht der
Brennstoffzelle sind immer noch zu hoch, die Lebensdauer zu
gering.


Leistungsstärkere Brennstoffzellen durch Hightech-Polymere
Lösungen bieten Werkstoffe von Ticona. In Bipolarplatten etwa
ersetzen sie goldbeschichteten Edelstahl, Aluminium, Graphit oder
Duroplast-Graphit-Mischungen. Dies spart Geld und Gewicht.
Bipolarplatten, die im Spritzguss-Verfahren hergestellt werden,
haben noch weitere Vorteile: Sie lassen sich schneller produzieren
und müssen nicht aufwändig nachbearbeitet werden.


Technische Kunststoffe machen Brennstoffzellen zudem dauerhaft
leistungsfähiger. Vectra® LCP und Fortron® PPS beispielsweise
widerstehen problemlos den aggressiven Medien, die in der
Brennstoffzelle wirken. Außerdem sind sie korrosionsbeständig und
bleiben selbst bei Temperaturen bis 240 °C formstabil. Auch bei
den so genannten Bauteilen der Peripherie lohnt der Einsatz von
Hightech-Polymeren, etwa von Hostaform® POM. Schließlich
müssen auch Pumpen, Kompressoren und Aggregate, die die
Brennstoffzelle mit den notwendigen Betriebsstoffen versorgen,
aggressiven Stoffen trotzen. Diese hervorragenden Eigenschaften
haben auch Kolbenschmidt Pierburg überzeugt. Der
Automobilzulieferer verarbeitet in seinen Brennstoffzellen-
Komponenten die leistungsstarken Ticona-Werkstoffe.




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Brennstoffzellentechnologie: Vielseitig einsetzbar
Nicht nur die Automobilindustrie eignet sich nach und nach die
neue Energiequelle an. Auch in Handys, Laptops sowie der
Gebäude- und Haustechnik wird die Zukunftstechnologie vielfach
schon genutzt.


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Hostaform® und Vectra® sind eingetragene Marken von Ticona.
Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.




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Mechatronik treibt Automobilbau und Ticona an


Mit elektronischen Schutzengeln reisen

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Autobauer haben ein
ambitioniertes Ziel: Die Zahl der Unfälle soll in den nächsten 15
Jahren halbiert werden. Voraussetzung dafür ist, dass Autos
neue
Fahrerassistenzsysteme wie zum Beispiel das Abstandsradar,
die Spurwechselerkennung oder Nachtsichtsysteme erhalten.
Solche innovativen Sicherheitslösungen kommen aus der
Mechatronik, einer noch jungen Disziplin, die Mechanik,
Elektronik und Computertechnik intelligent miteinander zu
einem Funktionsteil verknüpft.


Die Mechatronik setzt auf die spezifischen Vorteile von
Hochleistungs-Kunststoffen. Deren Form- und Hitzebeständigkeit
etwa erlauben immer neue Anwendungen. Ein Beispiel: Hoch im
Kurs bei Autobauern steht zurzeit das dynamische Kurvenlicht von
Hella, das den Lenkbewegungen des Fahrers folgt. Nach Mercedes
und BMW nutzt es jetzt auch Opel für seinen neuen Astra.
Wesentliche Teile des Kurvenlichts sind aus dem flüssigkristallinen



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                                                                       Ticona
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Polymer Vectra® LCP gefertigt. Hochpräzise Zahnräder sorgen
dafür, dass die Mechanik des schwenkbaren Moduls trotz hoher
Temperaturen einwandfrei ineinander greift. Und Gleitlager, die
ebenfalls aus Vectra produziert werden, sichern die bewegliche
Blende zwischen Abblend- und Fernlicht.


Mit Sicherheit beschleunigen
Auf freier Strecke mal Gas zu geben, macht Spaß. Während der
Fahrer beschleunigt, sorgen mechatronische Systeme im Motorraum
dafür, dass der Wagen einwandfrei läuft und sicher auf der Straße
liegt. Dabei müssen sie den hohen Temperaturen im Motorraum
widerstehen. Mercedes beispielsweise packt seine Elektronik
deshalb in die robusten und verzugsarmen Steuergeräteboxen aus
Celstran® LFT. Der faserverstärkte Hochleistungs-Kunststoff trotzt
Chemikalien und verfügt über eine hohe Dimensionsstabilität.


Im Sicherheitsbereich wirken mechatronische Systeme zumeist im
Verborgenen, sichtbar sind sie dagegen im Komfortbereich.
Autositze, Außenspiegel oder Klimaanlage lassen sich vielfach
schon bequem über Memory-Funktionen steuern. Das entlastet den
Fahrer von zusätzlichen Handgriffen. Gleichzeitig sorgen solche
Anwendungen dafür, dass der Innenraum sich perfekt an die
individuellen Bedürfnisse des Fahrers anpasst.


Neben den Komfortfunktionen gibt es für den Innenraum auch neue
Sicherheitsvorkehrungen. Aktive Kopfstützensysteme bieten
beispielsweise mehr Schutz vor Nackenverletzungen bei
Auffahrunfällen. So baut Volkswagen inzwischen Kopfairbags ein,
deren Filmscharniere sich definiert bis zu 180 Grad öffnen können.
Gefertigt werden die Führungsclips aus Hostaform® POM. Das




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widerstandsfähige Polyacetal ist beständig gegen Wärmealterung,
seine Gebrauchstemperaturen liegen zwischen -40 und +80 °C.
Wachstumsmarkt Mechatronik
Zwar werden viele mechatronische Innovationen aus dem Komfort-
und Sicherheitsbereich bisher nur in Fahrzeugen der Oberklasse
eingesetzt. Marktkenner prognostizieren jedoch deren Einsatz schon
in wenigen Jahren in Mittelklasse- und Kleinwagen. Diese
Annahme stützt auch eine Studie der Unternehmensberatung
McKinsey, nach der sich der Elektronikanteil im Auto bis zum Jahr
2015 auf
40 Prozent verdoppeln wird – hauptsächlich durch neue mecha-
tronische Systeme.


                              XXX


Celstran®, Hostaform® und Vectra® sind eingetragene Marken von
Ticona.




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Modellvielfalt durch Modultechnik


Autos aus dem Baukasten

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Modultechnik ist einer der großen
Trends in der Automobilindustrie. Immer mehr und immer
größere Teile eines Fahrzeugs produzieren inzwischen
Zulieferer und liefern diese dann „in time“ und passgenau an
die Autobauer. Ticona begleitet diesen Prozess: Durch den
Einsatz von Celstran® LFT und Hostaform® POM gelingt es,
selbst schwierigste technische Herausforderungen zu lösen.


Das Grundprinzip der Modularität ist einem Baukasten mit Lego-
steinen vergleichbar: Mit einer begrenzten Zahl von Elementen
kann der Automobilhersteller kostengünstig eine große Vielfalt und
Komplexität erreichen. Denn Zulieferer entwickeln nach seinen
genauen Vorgaben die einzelnen Module – wie Frontend, Cockpit,
Tür oder Dach. Diese müssen schließlich nur noch am Band
montiert werden. Das Verfahren hat zwei Vorteile: Es spart Zeit
und Geld, zumal die Entwicklungen von kostspieligen
Problemlösungen Aufgabe der Zulieferer ist. Kunden wünschen –
ein weiterer Trend im Automobilbau – immer individuellere



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Fahrzeuge. Experten rechnen deshalb mit einer regelrechten Flut an
neuen Modellen in den nächsten Jahren.


Autos der Zukunft aus vier Groß-Modulen
Automobil-Experten gehen davon aus, dass das Auto der Zukunft
nur noch aus vier Modulen besteht. Die jeweiligen Module sind
sehr komplexe Bauteile, die auf engstem Raum unterschiedliche
Komponenten enthalten. Alle Funktionselemente sollen dann
bereits vor Anlieferung zur Montage beim Hersteller in eines dieser
Groß-Module integriert sein oder sich vor Ort innerhalb kürzester
Zeit anbringen lassen. Eines der vier Elemente könnte
beispielsweise das Dach sein, das als letztes Teil an das Fahrzeug
montiert würde. So ließe sich künftig bis zum Schluss am offenen
Fahrzeug hantieren.


Mit langjährigem Know-how und den richtigen Materialien trägt
Ticona dazu bei, diese Art der Fertigung in der Automobilbranche
voranzutreiben. Der Kelsterbacher Spezialist war bei mehreren
Projekten Garant dafür, dass alle Beteiligten – vom
Rohstoffproduzenten, Verarbeiter, Systemlieferanten bis zum
Fahrzeugbauer – Hand in Hand gearbeitet haben, um die Vorteile
der Hightech-Kunststoffe optimal nutzen zu können. Diese erfüllen
je nach Bedarf entscheidende Kriterien wie hervorragende
Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit, gutes Gleitverhalten,
ausgezeichnete Dauerschwingfestigkeit oder Schlagzähigkeit auch
bei niedrigen Temperaturen. Zudem eignen sich technische
Kunststoffe besonders für rationelle Verbindungstechniken wie
etwa Schnappverbindungen.


So fertigt der Systemspezialist Hella beispielsweise ein elektrisches
Fahrpedalmodul aus dem glasfaserverstärkten Verbundwerkstoff


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Celstran von Ticona. Durch den Kunststoff ist das Bauteil sehr
leicht und erfüllt gleichzeitig hohe mechanische Anforderungen.
Aus dem langfaserverstärkten Thermoplast bestehen auch zwei
wichtige Elemente beim Dachmodul des Citroën Pluriel. Sie tragen
zum optischen Erscheinungsbild bei und führen zu größtmöglicher
Gewichtsersparnis sowie Reduktion der Montagekosten bei
gleichzeitig ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften. Im
Frontend-Modul des neuen Jaguars, ebenfalls aus Celstran, lassen
sich wichtige Komponenten wie Scheinwerfer oder Kühler
problemlos integrieren.


Türmodul mit 17 Funktionsteilen
Gemeinsam mit dem Systemlieferanten ArvinMeritor und
Bauteilehersteller Philips hat Ticona den Prototypen eines Kfz-
Türmoduls entwickelt, das in Outsert-Technik hergestellt wird. Bei
diesem innovativen Verfahren kann mittels Spritzgießen eine
Vielzahl von Funktionselementen in nur einem Schuss auf eine
Platine aufgebracht werden. Das Strukturbauteil dient dabei als
Träger für
Komponenten wie Fensterheber, Schloss oder Türlautsprecher.
Als polymerer Werkstoff haben die Entwickler auf einen
spezifischen Hostaform-Typen zurückgegriffen, der die
erforderliche Fließfähigkeit, gutes Festigkeits-Zähigkeitsverhältnis
und gute Wärmeformbeständigkeit besitzt. Außerdem ließ sich mit
diesem Hostaform eine notwendige Dichtung für den Lautsprecher
im Zweikomponenten-Spritzguss aufbringen. Insgesamt wurden in
dem Türmodul, das auch als Wasserbarriere dient und der Tür
zusätzliche Torsionssteifigkeit verleiht, 17 Funktionsteile integriert.
Dank der Outsert-Technik mussten sie nicht eigens montiert
werden.
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Hostaform® und Celstran® sind eingetragene Marken von Ticona.




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Fortron® PPS verändert Flugzeugbau


Ready for Take off

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Der A 380 nimmt Gestalt an, die
Endmontage des größten Passagierflugzeugs der Welt hat
begonnen. In Toulouse werden derzeit die Einzelteile des Flug-
giganten zusammengesetzt, die zuvor an 16
Produktionsstandorten Europas gefertigt wurden. An Bord des
Airbus: über fünf Tonnen faserverstärkte Kunststoffe. Die
Composites werden unter anderem im Höhen- und
Seitenleitwerk sowie im zentralen Flügelkasten eingesetzt.


Der neue Airbus ist ein Flugzeug der Superlative. Auf zwei
durchgehenden Decks bietet er über 500 Passagieren Platz. Obwohl
der
A 380 deutlich größer ist als andere Großraumflugzeuge, fliegt er
leiser und verbraucht weniger Treibstoff. Das Erfolgsgeheimnis des
europäischen Flugzeugbauers: Airbus setzt konsequent auf
Leichtbaustrukturen. Herkömmliche Werkstoffe wie Metall und
Leichtmetall substituiert er – wo immer möglich – durch technische




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Kunststoffe. Gewichtseinsparungen von bis zu 20 Prozent sind
dadurch möglich.
Verbundwerkstoffe bei Konstrukteuren immer beliebter
Leichtbaustrukturen werden beim A 380 an den Tragflächen
offenkundig, den größten, die jemals für ein Passagierflugzeug
konstruiert wurden. Die Tragflächenkante ist auf einer Länge von
zwei mal 26 Metern aus CETEX® gefertigt, einem faserverstärkten
Kunststofflaminat, das die niederländische Firma Ten Cate auf Basis
des Polyphenylensulfid Fortron® PPS produziert. Den
Verbundwerkstoff verarbeitet Stork® Fokker AESP B.V. zur
Tragflächenkante.


Der traditionsreiche Flugzeugbauer aus den Niederlanden nutzt PPS-
Composites auch, um das Design der Tragflächen
weiterzuentwickeln. So haben aus Verbundwerkstoffen gefertigte
Profilteile für den A 340-500/600 eine völlig neue Form erhalten.
Gegenüber der herkömmlichen, aus Aluminium gefertigten „D-
Nose“ hat die neue, so genannte „J-Nose“ mehrere Vorteile: Sie ist
aerodynamisch geformt und so ausgelegt, dass in ihr elektrische
Kabel, Enteisungsvorrichtung und andere Systeme Platz finden.


Weiteres Potenzial für Gewichteinsparungen gibt es bei
Flugzeugsitzen: Strukturteile aus PPS-Composites sind im Vergleich
zu Metallteilen bis zu 50 Prozent leichter.


Sicherer und kostengünstiger Flugzeugbau durch Fortron PPS
Der Erfolg von Verbundwerkstoffen auf Basis von Fortron
beschränkt sich nicht nur auf Tragflächen. Auf Grund seiner
positiven Eigenschaften lässt sich der Werkstoff vielfach im Innen-
und Außenbereich von Flugzeugen verwenden. Der technische
Kunststoff bleibt selbst bei Temperaturenschwankungen von mehr


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als 100 °C hart, schlagfest, steif und dimensionsstabil. Solche
Qualitäten sind nötig, denn Tragflächen müssen während eines
Fluges hohen Temperaturunterschieden widerstehen.
Das Polyphenylensulfid Fortron hat weitere Vorzüge: Es trotzt –
anders als herkömmliche Werkstoffe – selbst aggressiven
Chemikalien, Ölen oder Lösemitteln. Hinzu kommt seine inhärente
Flammwidrigkeit, die höchste Sicherheitsstandards erfüllt.
Flugzeugbauer greifen deshalb immer häufiger auf den Thermoplast
zurück. So ist der Anteil an Verbundwerkstoffen in Flugzeugen seit
den 80er Jahren von sieben auf heute 20 Prozent gestiegen – im
neuen A 380 stecken schon knapp 1.000 PPS-Bauteile. Und weiteres
Wachstum wird erwartet, schließlich lassen sich technische
Kunststoffe schneller und preiswerter produzieren. Die
Kosteneinsparungen betragen bis zu 30 Prozent. Neben Fortron PPS
gibt es nur noch einen weiteren technischen Thermoplasten, der im
Flugzeugbau zugelassen ist.


Auch Airbus-Konkurrent Boeing sieht die Vorzüge von Composites.
Im geplanten „Dreamliner 7E7“, einem extrem wirtschaftlichen und
schnellen Mittelklasseflugzeug, soll der Anteil von
Verbundwerkstoffen sogar schon 40 Prozent betragen. Der
Treibstoffverbrauch könnte so um rund ein Fünftel gesenkt werden.


Jungfernflug des A 380 in einem Jahr
Das Interesse am Fluggiganten ist groß. Bisher gibt es rund 130
Festbestellungen beziehungsweise Absichtserklärungen von Flug-
linien aus aller Welt. Der Countdown läuft bislang planmäßig: Der
erste Probeflug ist für 2005 vorgesehen. Schon ein Jahr später soll
es für den A 380 dann täglich heißen: Ready for Take off.


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Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.




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Kunststoffe in Dachsystemen von Citroën, BMW, Opel und VW


Himmlische Aussichten

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Mehr Licht und Offenheit im
Fahrzeuginnenraum lautet heute oft die Devise beim Autokauf.
Mehrere Automodelle der jüngsten Generation sind deshalb mit
neuartigen Panoramadächern ausgestattet. Sie sorgen für ein
neues Raumgefühl und gestatten himmlische Aussichten – etwa
beim Citroën C3 Pluriel, dessen Dach sich sogar komplett
zurückfahren lässt. Beim BMW X3, BMW 5er Touring, VW
Golf 5 oder Opel Astra können die Dächer weit ausgestellt
werden. Um die Verwandlungen in kurzer Zeit gelingen zu
lassen und dem Dachmodul Stabilität zu verleihen, müssen
wichtige Bauteile neben der Festigkeit auch geringes Gewicht
mitbringen: ein Fall für Hochleistungs-Polymere wie Celanex®,
Celstran® und Hostaform®.


Das zurückfahrbare Dach des Citroën Pluriel erlaubt, die Limousine
mit geringem Aufwand in ein Cabrio, einen Spider oder einen Pick-
up zu verwandeln. Seine Multifunktionalität verdankt das Fahrzeug
vor allem einem Rotationsrahmen, der die Dachkassette innerhalb



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kürzester Zeit im Kofferraum verschwinden lässt. Dieser Rahmen
ist aus einem in der speziellen Grautönung von Citroën gefärbten
langglasfaserverstärkten Polyamid 66 gefertigt (Celstran PA66-
GF40). Für die Aufnahme der Heckscheibe wählte der
Systemlieferant eine innovative Lösung: Die Outsert-Technik mit
Celstran PP-GF40 (langglasfaserverstärktes Polypropylen)
ermöglicht, alle Funktionselemente direkt auf die Platine
(Metallrahmen) zu spritzen. So bietet Celstran PP-GF40 die
erforderliche Steifigkeit und sorgt für Funktionsintegration. Die
beiden aus den Ticona-Werkstoffen gefertigten Komponenten sind
integrale und zum Teil sichtbare Bestandteile des Dachmoduls. Sie
tragen nicht nur zum optischen Erscheinungsbild bei, sondern
führen auch zu größtmöglicher Gewichtsersparnis und Reduzierung
der Montagekosten bei gleichzeitig ausgezeichneten mechanischen
Eigenschaften.


Kunststoffe statt Metall
Auch bei den Dachsystemen für andere Automobilhersteller
vertrauen die Systemlieferanten auf das Know-how von Ticona,
deren Thermoplaste auch Metalle substituieren. So sind vorderer
Rahmen und Regenrinne bei den BMW-Modellen aus
langfaserverstärktem Celstran PP-GF50 gefertigt, während Ecken
und Gleitschienen aus Hostaform C 9021 bestehen. Beim VW Golf
5 und im Opel Astra finden sich Kunststoffe von Ticona im
vorderen Rahmen (glasfaserverstärktes Celanex 3300-2), im
Windabweiser und in der Regenrinne (Celstran PP-GF50) sowie in
den Gleitschienen (Hostaform C 9021 M). Als leichte und
gleichzeitig hoch belastbare Werkstoffe sind diese Thermoplaste
dafür prädestiniert, die künftigen Herausforderungen der
Automobilindustrie – wie die immer kompakter werdende
Bauweise und die Festigkeit über einen breiten Temperaturbereich –


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zu meistern. Dazu kommen andere für den Fahrzeugbau
unabdingbare Eigenschaften wie hohe mechanische
Leistungsfähigkeit sowie Designfreiheit.


Wie Visionen Wirklichkeit werden
Der Pluriel von Citroën steht für den Beginn einer neuen Ära des
Automobilbaus. Seit geraumer Zeit denken die großen Fahrzeug-
Hersteller und Zulieferfirmen konzeptionell neu: Zum einen
arbeiten sie an der Individualisierung bei höchster Variabilität der
Fahrzeuge, zum anderen an der weiteren Rationalisierung der
Fertigung mittels Modularisierung. Demnach soll das Auto der
Zukunft nur noch aus vier (Groß-)Modulen zusammengesetzt
werden. Das Dach wäre dann beispielsweise eines der vier
Elemente und würde als letztes Teil ans Fahrzeug verbaut. Dies
brächte wertvolle Produktionsvorteile mit sich, beispielsweise
könnte bis zuletzt am offenen Fahrzeug hantiert werden. Ohne
technische und speziell auf das jeweilige Anforderungsprofil eines
Teiles ausgelegte Kunststoffe ist diese Entwicklung nicht denkbar.


Innovationen durch Baukastenprinzip / Höhere Wertschöpfung
Modularisierung erfordert reibungslose, eng miteinander verzahnte
Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten: von Rohstoffproduzenten
über Systemlieferanten und Herstellern einzelner Bauteile bis hin
zur Fahrzeugindustrie. Jedes konstruktive Bauteil muss nahtlos zum
anderen passen, damit das Baukastenprinzip greift und aus den
einzelnen angelieferten Komponenten ein Modul, aus dem
Großmodul wiederum ein homogenes Ganzes entsteht. Als
beispielhaft gilt die unter hohem Zeitdruck verlaufene Kooperation
zwischen Ticona, dem Systemlieferanten Inalfa Roof Systems
sowie dem niederländischen Spritzgießer Parree bei der
Projektierung und Fertigung des Dachmoduls für den Citroën



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Pluriel. Die gute Zusammenarbeit erwies sich für die Beteiligten –
vor allem aber für die Automobilhersteller und die Fahrer der neuen
Wagen-Generation – als Gewinn bringend.


                               XXX




Celanex®, Celstran® und Hostaform® sind eingetragene Marken
von Ticona.




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Kunststoff-Lösung für Ladeluftrohre dank Blasformtechnik
und Fortron® PPS


Manche mögen’s heiß

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Im Automobilbau geht der Trend
in den nächsten Jahren eindeutig zu noch mehr Dieselmotoren.
Doch zuvor müssen die Hersteller neue Herausforderungen
meistern. Im Pflichtenheft stehen vor allem Kosteneinspa-
rungen bei gleichzeitiger Erhaltung der Designfreiheit im Mo-
torenbau. Mit innovativen Fertigungsmethoden und Hightech-
Materialien kann die Kunststoffindustrie der Automobilbran-
che hier vielfältige Systemlösungen bieten. So hat Ticona in
Zusammenarbeit mit dem Bonner Blasformenmaschinenbauer
SIG Kautex eine Lösung für Ladeluftrohre in Kunststoff
entwickelt.


Für die „kalte“ Strecke des Ladeluftkühlers, bei der das Tempera-
turniveau zwischen 150 °C und 160 °C liegt, existieren schon länger
komplette Lösungen aus Kunststoff. Auf die „heiße“ Seite der La-
deluftstrecke, nämlich die Verbindung vom Turboladerausgang zum
Ladeluftkühler, trifft das erst seit kurzem zu. Denn dort herrschen
im Inneren des Rohrs Drücke von bis zu 2 bar und Temperaturen


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von bis zu 205 °C. Automobilhersteller und -zulieferer suchten
daher nach einer Kunststoff-Alternative, die mit einer besseren
Verschweißbarkeit und größerer Gestaltungsfreiheit die
Möglichkeit bietet, verschiedene Funktionen zu integrieren.


PPS und Saugblasen: State of the Art
Die Lösung fanden die Hersteller in Fortron PPS von Ticona. Der
glasfaserverstärkte Hochleistungs-Kunststoff besitzt genau die
Temperaturbeständigkeit, die für die Anwendung im Ladeluft-
system erforderlich ist. Das äußerst stabile Polymer hat darüber
hinaus ein exzellentes Permeationsverhalten und wird von
Chemikalien nicht angegriffen. Ein weiteres Plus: Wegen seiner
hohen Schmelzefestigkeit und Viskosität lässt er sich in sämtlichen
bekannten Verfahren von der Extrusion über den Spritzguss bequem
und leicht handhaben, und zwar auch bei extrem hohen
Verarbeitungstemperaturen von maximal bis zu 370 °C (bislang
üblich sind 300 °C bis 350 °C).


Immer flexibel bleiben: mit der PPS-Weichkomponente
Das zu einem speziellen Blasformtyp weiterentwickelte Fortron
1115L0 entsprach genau den Vorstellungen der Ingenieure: Jetzt
lässt sich ein flexibler Kupplungsanschluss direkt aus dem starren
Kunststoffrohr formen. Weiche und harte Rohrbereiche sind so aus
nur einem Material. Die flexiblen Komponenten im Rohrsystem des
Ladeluftkühlers sorgen dabei für den notwendigen
Vibrationsausgleich.


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Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.




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PPS im „Dreiländereck“ unter der Motorhaube


Dichtungshersteller KACO setzt auf Fortron®
PPS

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Mechaniker und Ingenieure haben
es auf den Punkt gebracht: Das „Dreiländereck“ stellt im
Automobilbau eine erhebliche technische Herausforderung dar.
Dort treffen drei Bauteile – Kurbelgehäuse, Dichtungsflansch
und Ölwanne – aufeinander und müssen statisch gegeneinander
abgedichtet werden. Außerdem hat der Flansch die dynamische
Abdichtung der Kurbelwelle zu gewährleisten. Für VW
entwickelte der Dichtungshersteller KACO (SABÓ-Group)
(Heilbronn, São Paulo) ein Bauteil, das den gestellten
Anforderungen gewachsen ist. Bei der Fertigung des Flansches
wird eine PTFE-Dichtung mit Fortron PPS von Ticona
überspritzt.


Der Aufbau des Dichtflansches ermöglicht durch die Integration
von mehreren Funktionen in einem Bauteil wesentliche
Kosteneinsparungen. Für die dynamische Abdichtung sorgt die
PTFE-Manschette, für die statische Abdichtung – zur Ölwanne und



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zum Kurbelgehäuse – eine spezielle Elastomer-Dichtung (AEM-
Kautschuk), die direkt auf den Flansch aufgespritzt wird. Eine in
das Dichtsystem integrierte Sensorik aus Multipolrad und Sensor
liefert zusätzlich Informationen für das Motorenmanagement. Die
Anbindung des PPS-Werkstoffs an die PTFE-Dichtscheibe
gewährleistet ein von KACO speziell entwickeltes Verfahren der
Plasmaaktivierung. Es stellt einen festen Verbund beider
Materialien sicher und macht das bisher bei solchen
Produktionsschritten häufig eingesetzte umweltbelastende
Ätzverfahren überflüssig.


Ideale Materialeigenschaften
In der Vergangenheit bestanden Kurbelwellenflansche meist aus
Aluminium. Gewichtsreduzierung und Kosteneinsparung waren die
maßgeblichen Gründe für den Einsatz der neuen Materialien durch
KACO. Für Fortron PPS sprachen zudem wichtige Eigenschaften
wie die hohe Temperaturbeständigkeit im Bereich von -40 °C bis
+150 °C, bei kurzzeitigen Spitzen sogar bis +170 °C, sowie seine
Steifigkeit und Festigkeit, Chemikalienbeständigkeit, sehr gute
Dimensionsstabilität und geringe Kriechneigung. Im Rahmen
umfangreicher Materialtests hat Fortron PPS auch zahlreiche
Prüfungen hinsichtlich der Beständigkeit gegenüber modernen,
häufig mit aggressiven Additiven ausgerüsteten Motorenölen
bestanden, die es jeweils hervorragend meisterte.


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Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.




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Weitere Informationen


Über Kaco
KACO beschäftigt sich erfolgreich mit der Entwicklung,
Herstellung und dem weltweiten Vertrieb von Präzisionsdichtungen
für dynamisch beanspruchte Maschinen- und Fahrzeugteile.
Wichtige Abnehmer sind die Automobilhersteller und Tier-one-
supplier. Hauptproduktgruppen sind RADIA®-Wellendichtringe,
AXIA®-Gleitringdichtungen und Dichtelemente für Pneumatik und
Hydraulik. Gefertigt wird an mehreren Standorten in Deutschland,
Österreich und Ungarn. KACO ist Mitglied der SABÓ-Gruppe mit
Hauptsitz in São Paulo / Brasilien.




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Neues Anwendungsgebiet für Fortron PPS von Ticona


Starker Einsatz: Elastomerschläuche mit PPS
Multifilamenten

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Ab sofort verstärkt das lineare
Polyphenylensulfid (PPS) von Ticona auch elastomere
Hydraulikschläuche für die Automobilindustrie. Für Anwen-
dungen im Motorraum ist der Werkstoff aufgrund seiner
chemischen, mechanischen und thermischen Beständigkeit
schon jetzt bestens geeignet. Seit Forton® PPS auch als
Multifilamentgarn verfügbar ist, lassen sich diese Vorteile nun
zusätzlich für die Schlauchherstellung nutzen.


Die neueste Generation von Hydraulikschläuchen für Fahrzeug-
Servolenkungsanlagen besitzt eine Druckträgerlage aus Fortron PPS
Multifilamentgarnen. Dort reduziert der Hochleistungs-Kunststoff
wirkungsvoll Schwingungen, Vibrationen und Geräusche, die
prinzipbedingt in Servolenkungen auftreten. Fortron PPS als
Verstärkungsmaterial ermöglicht, die Volumenzunahme unter
Druckbeaufschlagung gegenüber herkömmlichen




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Elastomerschläuchen zu erhöhen und damit dem Autofahrer mehr
Komfort zu bieten.

                                Volumenzunahme eines Servolenkungsschlauchs DN10 unter Druckbelastung
     Volumenzunahme [ cm³/m ]




                                 30             Fortron® PPS
                                                Serie*


                                 20




                                 10




                                  0
                                      0         5          10          15         20          25
                                                                                 Druck [ bar ]



Volumenzunahme unter Druckbelastung: Serie vs. Fortron PPS

* Derzeitig verwendetes Verstärkungsmaterial (z.B. p-Aramide)




Jedem Druck gewachsen

Gerade im motornahen Bereich sind die Anforderungen hoch:
Neben beträchtlichen Temperaturen und aggressiven, chemischen
Stoffen wirken auch extreme mechanische Belastungen auf die
Materialien ein. Ohne Verstärkung würden Elastomer-Hydraulik-
schläuche den vielfältigen Beanspruchungen im Fahrbetrieb wie
hoher Innendruck, Zug, Biegen, Knicken und Torsion nicht
dauerhaft widerstehen. Deshalb muss der Konstrukteur die
Elastomerschläuche den technischen Anforderungen entsprechend
mit einer Druckträgerlage aus geflochtenen oder gestrickten
Multifilamenten als Verstärkung versehen. Ein ideales Einsatzprofil
für Fortron PPS: Der lineare, makromolekulare Aufbau ermöglicht


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es, hochfeste Multifilamente hoher Qualität herzustellen. Aufgrund
der hervorragenden Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit
eignet sich Fortron PPS ausgezeichnet für den Einsatz in
Elastomerschläuchen. Auch nach dem hohen thermischen und
chemischen Angriff während des Vulkanisationsprozesses zeigt
Fortron PPS keinen Abfall in der mechanischen Belastbarkeit.
Zahlreiche Untersuchungen ergaben die Kompatibilität von Fortron
PPS mit allen herkömmlichen im Automobilbau eingesetzten
Elastomeren und verwendeten Hilfsstoffen.


Aufgrund der gezeigten Performance von Fortron PPS Multifila-
menten in Hydraulikschläuchen sind auch Anwendungen im
Bereich der Kraftstoffleitungs- und Kühlsysteme sowie in
Ladeluftschläuchen möglich (einschließlich der hervorragenden
Beständigkeit gegenüber Kraftstoffen und Kühlflüssigkeiten).


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Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.




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Kommunikationstechnik erleichtert Leben und Arbeiten


Mobile vernetzte Welt

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Es ist immer dabei: in der Schule,
beim Einkaufen, im Büro oder abends in der Kneipe. Die
mobile Gesellschaft will E-Mails auch unterwegs lesen, mal
eben im Internet die neuesten Aktienkurse oder das Kino-
programm abrufen, schnell ein Foto machen – oder einfach nur
telefonieren. Innovative Technologien haben das Handy zur
Drehscheibe der Datenkommunikation gemacht. Doch ohne den
Einsatz von technischen Hochleistungs-Polymeren würde die
mobile Zukunft schon lange auf der Stelle treten.


Geht es nach den Wünschen der Verbraucher, sollen die Geräte
kleiner, leichter und möglichst vielseitig sein. Immer komplexere
Formen und Funktionalitäten stellen aber auch entsprechend hohe
Anforderungen an die eingesetzten Materialien. Die Voraussetzun-
gen für viele Innovationen schaffen Hochleistungs-Polymere wie
Hostaform® POM und Celanex® PBT, mit ihrer hohen
Maßhaltigkeit auch bei geringen Wandstärken und ihrem günstigen
elektrischen und dielektrischen Verhalten. Auch Vectra® LCP und



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Fortron® PPS tragen zur Produktion immer kleinerer Komponenten
bei. In Verbindung mit Verarbeitungstechniken wie MID (Molded
Interconnected Devices) sorgen sie für wettbewerbsfähige
Lösungen. Weitere Vorteile der Hightech-Kunststoffe: Sie bieten
größtmögliche Designfreiheit und machen eine kostengünstige
Herstellung von Massenprodukten möglich.


Grenzenlose Kommunikation
WLAN und die Bluetooth-Funktechnologie haben Grenzen zur
mobilen Zukunft geöffnet: Notebooks, digitale Assistenten,
Tastaturen oder auch Drucker können Netzwerkinseln bilden, die
per Handy mit anderen verbunden sind. Bluetooth macht sich dabei
die elektrischen Eigenschaften der Hochleistungs-Kunststoffe
Vectra LCP und Fortron PPS zu Nutze. Eine relativ hohe dielektri-
sche Konstante sorgt für gute Funkübertragungen. Sie erlauben
außerdem eine Reduktion der verwendeten Antennengrößen. Und
das Potenzial für weitere Verbesserungen ist hoch: Operieren viele
Systeme heute im 1 bis 3 GHz Bereich, sind durch flüssigkristalline
Polymere wie Vectra künftig noch höhere Frequenzen und damit
höhere Übertragungsraten möglich.


Miniaturisierung für höchste Ansprüche
Auch bei der nötigen Gestaltungsfreiheit im Design spielen Hoch-
leistungs-Polymere eine zunehmend wichtigere Rolle. Immer
kleinere Bauteile, robust und mit höchster Funktionalität, machen
das Handy zu einem Hightech-Winzling. Die Einsatzmöglichkeiten
von Ticona-Polymeren in Mobiltelefonen sind vielseitig: Sie
reichen von internen, mehrbandfähigen Antennen mit flachem
Aufbau und hoher Integrationsdichte über Chipträger und
Steckverbinder, Gehäuse, Schnapp- und Federelemente für
Tastaturen bis zu transparenten LED-Abdeckungen und


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                                                                      Ticona
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Batterieträgern.




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Wachstumsmarkt LCD
Ob Handy, Notebook oder TV – der Bedarf an immer leistungs-
fähigeren LCD Displays wächst stark. Zur Herstellung von Display-
Komponenten bietet Topas® COC, ein Cycloolefin Copolymer, die
idealen Eigenschaften: hohe Transparenz und geringes Gewicht.
Eine relativ neue Anwendung findet COC in so genannten Light
Guide Panels (LGP) für Flachbildschirme. Sie werden mittels
Spritzgießen gefertigt und stellen eine gleichmäßige Ausleuchtung
des Bildschirmes sicher. Neben den hohen optischen Anforderun-
gen sind hierbei Abbildepräzision, sehr gute Fließfähigkeit und
dauerhafte Dimensionsstabilität die maßgeblichen Kriterien für den
Einsatz.


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Topas®, Hostaform®, Vectra® und Celanex® sind eingetragene
Marken von Ticona.
Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.




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Mobiler Navigator von Casio / Fortron auf Erfolgskurs


Pfadfinder: Immer auf dem richtigen Weg

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Nie wieder verfahren? Und auch
zu Fuß immer wissen, wo es lang geht? – Das verspricht der
mobile Navigator „Pocket CALEID XM-500“ von Casio. Dazu
hat er auch jeden Grund, denn der moderne Scout ist durch den
Einsatz von Hightech-Kunststoffen vor allem leicht und klein.
Schnell avanciert er daher zum ständigen Begleiter seiner
Besitzer und liefert – Synchronisation mit PC oder Laptop
vorausgesetzt – alle benötigten Informationen jederzeit auch
unterwegs. Der einzige Nachteil: Den Pocket-Navigator mit
seinen zahlreichen Zusatzfunktionen gibt es bisher nur in Asien.


Der CALEID XM-500 von Casio ist dünn, leicht und einfach zu
bedienen. Deshalb wird er nicht nur im Auto eingesetzt, sondern
gerne auch unterwegs. Um dies zu ermöglichen, suchte Casio lange
nach einem geeigneten Kunststoff. Er musste schlagzäh sein sowie
über gute Fließeigenschaften und Dimensionsstabilität verfügen.
Zunächst experimentierte das japanische Unternehmen auch mit
PA-ABS-Blends und glasfaserverstärktem Polyamid. Doch nach



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unterschiedlichsten Tests stand letztlich fest: Fortron PPS von
Ticona ist der richtige Werkstoff für das Gehäuse. Das
Polyphenylensulfid verfügt nach der Fertigung über eine
herausragende Steifigkeit, kombiniert mit guter Schlagzähigkeit.
Gleichzeitig lässt sich der technische Thermoplast durch seine
besonderen Fließeigenschaften auch im Niedrigtemperaturbereich
hervorragend verarbeiten. Im Falle des Gehäuses werden
dimensionsstabile Schalen in der Größe 143 x 80,5 mm
spritzgegossen.


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Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.




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Hightech-Kunststoffe sparen Zeit beim Bügeln


Knitterfreie Hemden: Ein Fall für Dressman

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Er sieht gut aus, ist fleißig und
bügelt die Hemden im Handumdrehen! Eine Vision? Nein, die
Rede ist vom Dressman, dem automatischen Hemdenbügler von
Siemens. Er ist ein Parade-Beispiel dafür, wie Hochleistungs-
Kunststoffe bei einer der ungeliebtesten Tätigkeiten im
Haushalt ganze Arbeit leisten. Profis in Wäschereien nutzen die
zeitsparende Bügeltechnik schon lange. Um sie aber
kostengünstig auch für den Hausgebrauch realisieren zu
können, mussten teure Komponenten aus Metall ersetzt
werden. Dabei sollte das Material leicht, stabil und haltbar sein:
Ein Fall für Celstran® LFT und Hostaform® POM von Ticona.


Bügelmuffel können endlich aufatmen: Mit dem Dressman erledigt
sich die Arbeit wie von selbst. Und jedes gebügelte Hemd spart
etwa acht Minuten Zeit. Dabei nutzt der Hemdenbügler auf
intelligente Weise ein einfaches Prinzip. Die Kleidung wird über
eine Puppe aus Fallschirmseide gespannt und mit warmer Luft
durchströmt. Eine Elektronik im Inneren steuert den Bügler. Hierbei
übernehmen Hochleistungs-Kunststoffe die tragende Rolle – so


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umschließt Celstran die Technik im Oberrahmen und Hostaform
übernimmt eine wichtige Funktion beim Luftaustausch.


Kernstück aus Ticona-Werkstoff
Für den Einsatz von Celstran im Oberrahmen des Hemdenbüglers
spricht seine sehr gute Belastbarkeit. Außerdem ist der
langfaserverstärkte Thermoplast besonders langlebig und spart
Produktionskosten bei der Herstellung der Teile. Wichtige
Argumente für die Verwendung waren zusätzlich die große
Designfreiheit und hohe Funktionsintegration, die LFT
ermöglichen.


Um gute Bügelergebnisse zu erzielen, arbeitet der Dressman mit
heißer Luft und trocknet so auch schleuderfeuchte Hemden. Dabei
entstehen Arbeitstemperaturen von bis zu 200 °C. Für Celstran kein
Problem, denn das Material zeichnet sich durch seine hohe
Wärmeformbeständigkeit und die hohe Festigkeit aus.


Weitere aus Ticona-Kunststoff gefertigte Komponenten des
Hemdenbüglers sind die Lüftungsgitter aus dem speziellen
Hostaform-Typ C 27021. Seine besonderen Eigenschaften: hohe
Härte und Steifigkeit, gute Wärmeformbeständigkeit sowie leichte
Verarbeitbarkeit. Entscheidend ist aber auch hier, dass der
Kunststoff metallische Teile ersetzt. Auf diese Weise helfen
Hostaform und Celstran gleichermaßen, das Gewicht des
Hemdenbüglers zu reduzieren. Und so macht sich der Dressman
auch durch seine einfache Handhabung nicht nur bei den
Hausfrauen beliebt.


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Celstran® und Hostaform® sind eingetragene Marken von Ticona.




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Dampfgaren mit Fortron® PPS


Schonzeit für Vitamine

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Wie bleiben Vitamine beim
Kochen fast vollständig erhalten? Fleisch zart und saftig? Und
was haben technische Kunststoffe damit zu tun? Eine ganze
Menge! Dank des Ticona-Werkstoffs Fortron PPS konnte Miele
einen Dampfgarer entwickeln, der mit einem externen
Dampferzeuger ausgestattet ist. Die Vorteile: Das Gerät arbeitet
energiesparend und aufwändiges Entkalken der Garraumes
wird überflüssig. Außerdem lässt sich auf diese Weise die
Temperaturmessung, -einhaltung und Dampfmenge optimal
steuern.


Kernstück des Miele-Gerätes ist der Dampferzeuger mit einem
Wassertank aus Fortron 6165A6. In einem separaten Gehäuse
untergebracht, wird hier das Wasser im Inneren des Tanks erhitzt
und der aufsteigende Dampf gezielt in den Garraum geleitet.
Während dieses Vorgangs ist es im Dampferzeuger feucht und sehr
heiß. Für Fortron kein Problem: PPS ist inhärent flammwidrig.
Darüber hinaus zeichnet es sich selbst bei diesen hohen thermischen
Belastungen durch hohe Härte, Steifigkeit sowie niedrige


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Dampfdurchlässigkeit und sehr geringe Wasseraufnahme aus. Dabei
eignet es sich für Gebrauchstemperaturen bis zu 240 °C. Ideale
Voraussetzungen also für den Einsatz im Miele Dampfgarer, der je
nach Gargut mit Temperaturen zwischen 50 und 100 °C arbeitet.


Dimensionsstabil und lebensmittelgeprüft
Zum Anforderungsprofil an den Wassertank zählt eine sehr gute
Dimensionsstabilität. Die HDT-Prüfung (Heat-Deflection-Tem-
perature) hat die hohe Formbeständigkeit des Polyphenylensulfids
auch bei Hitze bestätigt. Außerdem erfüllt Fortron PPS alle
wichtigen Zulassungskriterien für den Kontakt mit Lebensmitteln.
Es ist nicht nur EN 1186/EN 13130 geprüft, sondern auch in
Amerika von der Food and Drug Administration (FDA) für den
Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen. Ein weiterer Vorteil von
Fortron zeigt sich beim automatischen Entkalkungsprogramm: Das
Material hat eine sehr gute Chemikalien- und Oxi-
dationsbeständigkeit. Mit diesem hervorragenden Eigenschaftsprofil
leistet der Ticona-Werkstoff seinen Beitrag zur gesunden
Ernährung.


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Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.




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Hightech-Polymere: gute Dienste in vielen Haushaltsgeräten


Moderne Heinzelmännchen

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Mal ehrlich: Meist machen die
Arbeiten im Haushalt keinen rechten Spaß. Ein Grund für
Entwickler, verstärkt intelligente Hausgeräte zu entwerfen. Im
Innern dieser Geräte leisten moderne Heinzelmännchen schon
heute ganze Arbeit. Sie heißen Celanex, Fortron oder
Hostaform und verrichten ihre unschätzbaren Dienste oft im
Verborgenen. Diese Hochleistungs-Kunststoffe gelten seit
Jahren als die wahren Taktgeber für Innovationen bei
Haushaltsgeräten.


Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler oder Backöfen
kommen ohne Hochleistungs-Polymere nicht mehr aus. Sie lassen
den Traum vom so genannten „Smart Living“ Stück für Stück
Realität werden. Intelligente Mengensensoren etwa messen
automatisch das Gewicht der Wäsche in der Maschine, errechnen
daraus die
optimale Wasser- und Waschmittelmenge und stimmen die
Schleuderdrehzahl individuell darauf ab.



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Saubere Zukunft: Waschmaschine denkt umweltfreundlich mit
Bei der Umsetzung des Mengensensors hat Miele voll auf den
Ticona-Werkstoff Hostaform® POM gesetzt. Aus Hostaform C
9021 besteht der Spulenkörper, aus dem gleitoptimierten Spezialtyp
C 9021 SW die umspritzte Hülle der Metallstange, die sich im
Spulenkörper bewegt und dabei ein Magnetfeld erzeugt. Über
separate Schnappelemente – ebenfalls aus dem Polyoxymethylen
Copolymer – ist diese Einheit am Laugenbottich und am Gehäuse
der Waschmaschine befestigt. Sobald die Trommel mit Wäsche
beladen wird, verändert sich die Position des Bottichs, was zu
einem Verschieben der Metallstange im Spulenkörper führt. Auf
diese Weise kann das Gewicht der Wäsche induktiv ermittelt und
die Elektronik mit den erforderlichen Daten versorgt werden.
Hersteller Miele setzt noch weitere Ticona-Polymere ein: So wird
beispielsweise der Sockel für die Lampe, die die Trommel von
innen beleuchtet, aus Fortron® PPS gefertigt, weil es den hohen
Beanspruchungen standhält, die beim Waschen und Schleudern
sowie durch die Waschlauge auf den Sockel einwirken.


Ticona weiß, was Geschirrspüler brauchen
Von der hohen Beständigkeit von Fortron bei chemischen und
thermischen Belastungen sowie den guten elektrischen
Eigenschaften profitieren auch die Besitzer von vielen Geschirr-
spülern – meist ohne es direkt zu merken. Aus dem Hochleistungs-
Polymer besteht der Optosensor, der automatisch den Kalkgehalt im
Geschirrspüler prüft und reguliert. Entsprechend der
Messergebnisse dosiert er Regeneriersalz und sorgt so auch für den
optimalen Glanz der Gläser und des Geschirrs.




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Ein zweiter bei Laugen und Klarspülmitteln erprobter Werkstoff
von Ticona, Hostaform, wird anstelle von Edelstahl heute beim
Feinsieb verwendet. Das Sieb deckt den Pumpensumpftopf ab und
filtert so kleine Partikel wie Essensreste aus dem Abwasser heraus.
Der eigens für diese Anwendung entwickelte, bei der Verarbeitung
leicht fließende Hostaform-Typ ist temperaturbeständig und verfügt
über die erforderliche Bindenahtfestigkeit sowie die gewünschte
Kombination aus Steifigkeit und Zähigkeit.


Kompakte Haushaltsgeräte für den japanischen Markt
Nicht weniger hoch sind die Ansprüche in Fernost an innovative,
leistungsfähige Materialien. Aufgrund extrem hoher Mieten, etwa in
Tokio, sind die Wohnungen oft sehr klein. Um trotzdem auf Kom-
fort nicht verzichten zu müssen, werden zunehmend kompakte
Haushaltsgeräte verlangt. Beliebt ist beispielsweise hier ein Ge-
schirrspüler von Matsushita Electric Industrial, der 21 Geschirrteile
reinigt. Seine Platz sparende Größe verdankt das Gerät einer
Pumpe, die sowohl den Zufluss als auch den Abfluss regelt. Das
moderne Kleinaggregat nutzt die Vorzüge von Polyoxymethylen
Copolymer (POM). Der Hochleistungs-Kunststoff wird in Asien
unter dem Namen Duracon® von Polyplastics hergestellt, einem
Beteiligungsunternehmen von Ticona. Er zeichnet sich unter ande-
rem durch seine sehr gute Hitze- und Chemikalien-Beständigkeit
aus. Duracon wird von Matsushita Electric Industrial auch in einem
Wäschetrockner verarbeitet, der die Wäsche nicht nur trocknet,
sondern gleichzeitig antimikrobiell behandelt.


Heiße Ware in der Küche / Helfer sorgen für Sicherheit
Backofen und Herd werden in Haushalten fast täglich genutzt. Doch
an Sicherheitsaspekte, etwa Schutz vor dem Fingerverbrennen,
denkt dabei kaum mehr einer. Kleine Schutzengel beispielsweise


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bei einem Induktionsspulenherd führen dazu, dass die Heizplatten
durch elektromagnetische Wechselfelder maximal handwarm wer-
den können. Als Träger für die Induktionsspule, die sich unter der
Kochplatte aus Glaskeramik befindet, wird das vielseitige Fortron
eingesetzt. Das Polyphenylensulfid muss auch für Schlossgehäuse
und Rahmenteile herhalten. Ohne die Hitze-, Oberflächen- und
Formbeständigkeit sowie die inhärente Flammwidrigkeit ginge das
kaum.


Unverzichtbar ist für viele Hersteller auch Celanex® PBT. Der
thermoplastische Polyester verfügt über sehr gute Wärmeform-
beständigkeit bis 140 °C, hohe Härte und Steifheit, bildet keine
Spannungsrisse, hat nur eine geringe Wasseraufnahme und aus-
gezeichnete elektrische Eigenschaften. Aufgrund der geringen
Wärmeleitung und der guten Oberflächenqualität tut er deshalb oft
an den Griffleisten von Backöfen und als Knebel unermüdlich
seinen Dienst.


Im Einsatz sind Hightech-Kunststoffe außerdem in leistungsfähigen
Staubsaugern, die durch eine neuartige Bürste Staub und Schmutz
selbst dicht an Möbelstücken aufnehmen. Große Teile der Bürste
bestehen aus Hostaform – dem Werkstoff, der auch durch gute
Gleit- und Reibeigenschaften sowie hohe Steifigkeit und Schlag-
beständigkeit überzeugt.


Purer Kaffeegenuss bringt Entspannung von der Hausarbeit
Und wenn trotz der vielen unsichtbaren Helfer in modernen Haus-
haltsgeräten Zeit für Entspannung angesagt ist: Warum nicht eine
gute Tasse Kaffee genießen? Moderne Kaffeemaschinen brühen
immer frisch auf und erhalten das natürliche Aroma der Bohne.
Doch auch dazu trägt ein Hochleistungs-Polymer bei, nämlich


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Hostaform, aus dem wesentliche Teile von Europas bestverkauftem
Kaffeeautomaten sind. Den Genuss vervollständigt für Kunststoff-
Insider die Tatsache, dass das verwendete Material die Anforderun-
gen der deutschen Bedarfsgegenständeverordnung (BgVO) erfüllt
und auch durch die amerikanische Food and Drug Administration
(FDA) zertifiziert ist.


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Hostaform® und Celanex® sind eingetragene Marken von Ticona.
Fortron® ist eine eingetragene Marke der Fortron Industries.
Duracon® ist eine eingetragene Marke von Polyplastics.




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Luxuriöse Badezimmer mit technischen Kunststoffen


Von Kopf bis Fuß auf Wohlbefinden eingestellt

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Traumhafte Aussichten nicht nur
für Badenixen und Wassermänner: Im Bad von Morgen stehen
Wellness und Entspannung im Vordergrund. Mit Konzept-
Studien, etwa einer Badekapsel, ermöglicht der
Produktdesigner Olaf Barski gemeinsam mit Ticona, dem
Hersteller von Hightech-Polymeren, auf der K 2004 einen Blick
in die Zukunft. Aber auch heute schon spielen Kunststoffe wie
Hostaform® POM und Celanex® PBT im Badbereich eine große
Rolle und sind dort bei vielen alltäglichen Dingen nicht mehr
wegzudenken.


Nie wieder lästiges Reinigen des Rasierers! Diese unangenehme
Arbeit übernimmt das praktische Reinigungs- und Ladegerät Clean
& Charge von Braun. Dabei sorgt eine Patrone mit 90-prozentiger
Alkohollösung für hygienische Sauberkeit und tägliche Frische.
Einfach den Rasierer in die Haltevorrichtung einrasten und schon
wird das Gerät gründlich und schnell gereinigt und auf Wunsch




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auch neu aufgeladen. Möglich macht das der gegen Alkohole
beständige Kunststoff Hostaform C 9021 von Ticona.


Ticona-Kunststoffe in aller Munde
Dank ihrer besonderen Belastungsfähigkeit und gesundheitlichen
Unbedenklichkeit eignen sich Hightech-Kunststoffe auch zur
Herstellung von Mundpflegegeräten. Die entsprechenden
Zulassungen nach der deutschen Bedarfsgegenständeverordnung
(BgVO), den europäischen Richtlinien und der amerikanischen
Food and Drug Administration (FDA) besitzt natürlich auch das oft
eingesetzte Hostaform. Und bei der Oral-B Kinderzahnbürste von
Braun etwa hat Celanex® PBT wesentlich zur Problemlösung
beigetragen. Der Bürstenkopf ist speziell auf Kinderzähne
abgestimmt und das Handstück in Hart-Weich-Technik (Vier-
Komponenten-Spritzguss) besonders sanft und griffig.


Clevere (Dusch-)Köpfe
Aber nicht nur im Bereich der Zahnpflege und -hygiene, sondern
auch im Bereich Sanitäranlagen steht Ticona den Herstellern
beratend zur Seite, wenn es um Werkstoffe und Produktdesign geht.
So hat der Kunststoffspezialist seine Erfahrungen bei der
Umsetzung von hochwertigen Armaturen mit anspruchsvollem
Design zum Beispiel bei der Movario Handbrause von Grohe
eingebracht. 2003 wurde das innovative Brauseprogramm Movario
mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet. Dabei sind
Flexibilität und Vielfalt Trumpf. Der formschöne Brausekopf lässt
sich problemlos um 360 Grad drehen und sorgt so rundum für
Wohlbefinden. Zusätzlich kann zwischen fünf verschiedenen
Strahlarten gewählt werden. Aufgrund des praktischen
Reinigungssystems SpeedClean im Brausekopf, das unter anderem
aus Hostaform gefertigt wird, ist auch Kalk kein Problem mehr.


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„Köpfchen“ beweist auch die Handbrause Raindance vom weltweit
führenden Brausenhersteller Hansgrohe aus dem Schwarzwald. Für
die inneren Teile verwendet Hansgrohe neben Hostaform auch
Celanex® und Celstran®. Die einzigartige Verbindung des großen
Strahls einer Tellerkopfbrause mit der Flexibilität einer Handbrause
garantiert Duschvergnügen XXL.


Raindance bietet auf ihrer 150 mm großen Strahlscheibe fünf
verschiedene, verstellbare Strahlarten: Die Brauseninnovation
erhielt seit ihrer Markteinführung 2003 fünf internationale
Designpreise aus Deutschland und USA. Und ähnlich wie bei
Movario können auch hier bis zu fünf unterschiedliche Strahlarten
eingestellt werden: vom weichen Sommerregen bis zum harten
Massagestrahl.


Zukunftsmusik
Einen noch intensiveren Regen als jede Handbrause verspricht die
Konzept-Badekapsel, die der Designer Olaf Barski für Ticona
entworfen hat. Im 3D-Modell vermittelt sie bereits einen
Vorgeschmack auf die Duschkultur der Zukunft. Im Handumdrehen
soll sich die innovative Kapsel im futuristischen Design in eine
Dampfdusche umwandeln lassen. Das Dach funktioniert dann wie
eine große Regenfläche und das Wasser prasselt als warmer
Niederschlag herab. Wenn das nicht bei jeder Dusche zu einem
„I’m singing in the rain“ einlädt …


                               XXX


Celanex®, Celstran® und Hostaform® sind eingetragene Marken von
Ticona.




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Interview mit Dr. Tilo Vaahs zur Bedeutung der Telemedizin


Lebensretter Ferndiagnose!

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – „Five, four, three, two, one,
zerooo!“ Planmäßig hebt der Space Shuttle von Cap Canaveral
ab und steigt in den Himmel Floridas. Besonders der Start stellt
die Astronauten vor gewaltige physische Herausforderungen.
Deshalb werden sie telemedizinisch überwacht: Puls, Blutdruck,
EKG – alle wichtigen Daten fließen bis zu ihrer Rückkehr ins
Kontrollzentrum der NASA. Telemedizin hält aber auch im
„normalen“ Leben Einzug. Warum der prosperierende
Zukunftsmarkt vor allem für die Anbieter technischer
Kunststoffe interessant ist, erklärt Dr. Tilo Vaahs, Leiter
Marktentwicklung Industrieanwendungen bei Ticona.


Lange Zeit war Telemedizin eher etwas für Science-Fiction-
Geschichten. Warum kommen wir heute an ihr nicht mehr vorbei?


Dr. Vaahs: Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Wir werden
immer älter, die Bevölkerungszahl weltweit steigt und das
Gesundheitswesen steht unter extremem Kostendruck. Ärztliche
Betreuung aus der Ferne – denn nichts anderes bedeutet ja


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„Telemedizin“ – kann entscheidend dazu beitragen, diese Kosten zu
senken.


Das Kostenargument kann doch allein nicht ausschlaggebend für
den Zukunftstrend Telemedizin sein …


Dr. Vaahs: Richtig. Telemedizinische Anwendungen bringen
natürlich vor allem auch dem Patienten Vorteile. Die Diagnose kann
im Notfall – denken Sie etwa an einen sich ankündigenden
Herzinfarkt – so viel schneller erfolgen, weil Innovationen heute die
Übertragung von großen Datenmengen zeitnah erlauben.


Können Sie das an einem konkreten Anwendungsbeispiel erläutern?


Dr. Vaahs: Ein gutes Beispiel ist das Herz-Handy von Vitaphon.
Vorn sieht es aus wie ein ganz normales Mobiltelefon. Aber auf der
Rückseite hat es vier knopfartige Sensoren. Hält man sie in
Herzhöhe auf die Brust, wird ein EKG aufgezeichnet, das im
Bedarfsfall an einen Arzt oder ein medizinisches Call-Center weiter
geleitet wird. Falls dann tatsächlich ein Notfall oder eine kritische
Situation vorliegt, kann der Patient zusätzlich mittels GPS rasch
geortet werden.


Warum steigen Sie als Kunststofflieferant so tief in dieses Thema
ein?


Dr. Vaahs: Ticona ist weitaus mehr als „nur“ Lieferant
hochwertiger Kunststoffe. Wir bieten unseren Kunden zusätzliches
Know-how bei der Umsetzung, entwickeln oft gemeinsam mit
ihnen Problemlösungen. Das heißt für uns aber auch, immer einen
Schritt voraus zu denken, künftige Entwicklungen und marktreife


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Trends vorauszusehen. Wir müssen, wenn sie so wollen, die Brücke
zur Zukunft gedanklich und real immer wieder von neuem
beschreiten.


Der Markt ist zurzeit doch recht klein, lohnt sich dieses Investment
denn für Ticona?


Dr. Vaahs: Ja, denn entscheidend sind die enormen Wachstums-
raten. Dazu ein Beispiel für das Marktpotenzial: Allein in Europa
gibt es etwa 500.000 Herzinfarkt-Patienten pro Jahr. Hier öffnen
sich auch neue Geschäftsfelder. Um telemedizinische
Anwendungen umzusetzen, sind neue Produkte notwendig, etwa
Monitor- und Peripheriegeräte. Der Einsatz von Hochleistungs-
Polymeren ermöglicht – ja er forciert zum Teil – solche
Innovationen. Da ein weiterer unserer Kunststoffe, Vectra® LCP,
mit diversen Funktionselementen in nahezu allen heutigen Handys
vertreten ist, wird sich die Zunahme von Telemedizin-Lösungen
natürlich auch auf den Umsatz von Vectra positiv auswirken.


Losgelöst von solchen neuen Trends, wie entwickelt sich der Markt
für medizintechnische Produkte und welche Bedeutung haben
technische Kunststoffe für diesen Markt?


Dr. Vaahs: Die Medizintechnik ist insgesamt betrachtet ein
Zukunftsmarkt. Wir rechnen mit einem weiterhin starken
Wachstum, um jährlich bis zu acht Prozent. Polymere sind heute
mit einem Anteil von fast 50 Prozent die wichtigste
Werkstoffgruppe in der Medizintechnik. Dieser Anteil wird weiter
steigen.


Welche weiteren Werkstoff-Trends sehen Sie?


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Große Marktchancen haben Kunststoffe wie Topas® COC, die
aufgrund der Barriereeigenschaften die Lagerfähigkeit von
Medikamenten verlängern können. Die FDA und andere
Zulassungsbehörden erhöhen die Anforderungen an Kunststoffe, die
mit den Wirkstoffen im direkten Kontakt stehen. Da geht es um
Reinheit, Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Stoffe bis zu den
Additiven sowie um Change Management, eben die Prinzipien der
Good Manufacturing Practices (GMP). Aber auch hier sind wir
führend mit unseren Medizintypen Hostaform® POM MT,
Celanex® PBT MT, Fortron® PPS MT und Vectra® LCP MT,
die genau diese Anforderungen jetzt schon erfüllen.


Plant Ticona auch deshalb, die Produktion von medizintechnischen
Spezialtypen auszuweiten?


Dr. Vaahs: Zum einen ist die Medizintechnik für Ticona ein starkes
Wachstumssegment und wie schon erwähnt steigen die
Anforderungen unserer Kunden. Darum haben wir uns entschieden, ab
2005 eine eigene Fertigungslinie für unsere Hostaform POM MT
Produktreihe in Kelsterbach in Betrieb zu nehmen, die auf dem
pharmazeutischen GMP-Konzept beruht. Unseren Kunden in der
Medizin- und Pharmabranche bleiben wir weiterhin ein zuverlässiger
Partner.


Jenseits der Telemedizin – zeichnen sich weitere
Entwicklungstendenzen im Bereich der Medizintechnik ab?


Dr. Vaahs: Ja, denken Sie an die Inhalation von Wirkstoffen mit
Aerosol-Inhalatoren oder Trockenpulver-Inhalatoren für die
Behandlung von Asthmaattacken. Zurzeit wird diese


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Therapiemethode verbessert und auch für die Volkskrankheit
Diabetes zeichnet sich ab: einatmen statt spritzen dank Ticona-
Kunststoffen. Bisher muss Insulin in die Blutbahn injiziert werden,
nun gibt es auch den Weg über die Lungenbläschen, an deren
Membran der Sauerstoffaustausch stattfindet. Gelingt es,
Insulinpulver dorthin zu bringen, kann der Wirkstoff über die
Membran in den Blutkreislauf übergehen. Das mechanische
Inhalationsgerät hierzu wurde von Nektar Therapeutics in USA
entwickelt und Pfizer wird das inhalierbare Insulin vermarkten.
Klinische Studien der Stufe III sind bereits abgeschlossen und das
System liegt zur Zulassung in Europa den Behörden vor. Auch hier
ist die Mechanik von besonderer Bedeutung: Neben guten Gleit-
Reib-Eigenschaften der Werkstoffe muss die Funktion stets
gewährleistet sein. Das geht nur über den Einsatz von technischen
Kunststoffen, die Präzisionsspritzguss, geringe Kriechneigung etc.
ermöglichen. Da Ticona als Materiallieferant im Bereich Inhalator-
Systeme führend ist, findet man auch in dieser Anwendung viele
funktionelle Teile aus Ticona-Werkstoffen, also „Ticona Inside“.


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Celanex®, Hostaform®, Topas® und Vectra® sind eingetragene
Marken von Ticona.
Fortron ist eine eingetragene Marke von Fortron Industries.




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Ticona-Kunststoffe helfen der Gesundheit auf die Sprünge /
Hostaform® und Celanex® für Patienten im Einsatz


Mit Sicherheit leichter Luft holen: Die neue
Generation von Trockenpulver-Inhalatoren

Kelsterbach, 16. Juni 2004 – Die Anforderungen sind klar
definiert: Einfach und sicher in der Handhabung sollen die
Inhalatoren der neuen Generation sein, dazu aber noch klein,
leicht und schön. Denn auch diese Attribute entscheiden über
den Erfolg einer Therapie. Ärzten sowie der Pharma- und
Medizintechnik-Industrie ist das bewusst. Innovative
Kunststoffe sind deshalb bei ihnen en vogue. An der Spitze
dieses Trends steht der SkyeHaler™. Der Trockenpulver-
Inhalator profitiert gleich von zwei Ticona Hightech-
Kunststoffen.


Hostaform und Celanex sind ab sofort für Patienten im unermüd-
lichen Einsatz. Die beiden polymeren Werkstoffe ermöglichen im
Trockenpulver-Inhalator SkyeHaler™ die präzise Dosierung,
umfassende Anwendungssicherheit und einfache Bedienung.
Entwickelt wurde das medizinische Dosiersystem der neuen


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Generation von der Schweizer SkyePharma AG zusammen mit dem
Kunststoff verarbeitenden Systemlieferanten Riwisa AG. Der
SkyeHaler™ ist speziell auf die Belange des Asthma-Medikamentes
Formoterol des Baseler Pharmaunternehmens Novartis ausgelegt,
getestet und optimiert. In der Schweiz wurde das Gerät bereits
zugelassen, die weltweite Vermarktung plant Novartis für Ende
2004.


Alles inklusive: Produkt-Qualität und medizinische Zulassung
Bei der Entwicklung des Gerätes standen die Bedürfnisse der
Anwender konsequent im Vordergrund. Die Schweizer hatten
deshalb immer auch die Benutzerfreundlichkeit im Blick: von der
Idee – die ersten Skizzen eines Vollkunststoff-Inhalators entstanden
Mitte der 90er Jahre – über eine lange Reihe unterschiedlichster kli-
nischer Tests bis hin zur endgültigen Fertigung. Gleichzeitig wurde
der Aufbau der maßgeschneiderten Produktion bei Riwisa
vorangetrieben. Dazu der Leiter Qualitätswesen von Riwisa: „Die
Vorzüge von Hostaform und Celanex überzeugten uns schnell, auf
die polymeren Werkstoffe von Ticona zu setzen – zumal sie für
medizinische Anwendungen bereits zugelassen sind und sich
bewährt haben.“


Der neue Pulver-Inhalator besteht aus 22 Teilen und wird
vollautomatisch entsprechend der US-amerikanischen Produktions-
norm cGMP (current Good Manufacturing Practices) im Reinraum
hergestellt. Die neun elementaren Bauelemente aus Werkstoffen
von Ticona wie zum Beispiel Medikamententrichter,
Trichterdeckel, Schlitten und Ventilschild-Auslösung überzeugen
durch ihr Reib-, Gleit- und Verschleißverhalten, Hydrolyse- und
Chemikalienbeständigkeit sowie Langlebigkeit. Sie sind enorm
belastbar und dabei unter allen Umständen absolut exakt in der


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Maßhaltigkeit. Das verwendete Hostaform POM ist ein hochgradig
kristallines Acetalcopolymerisat mit einer linearen Struktur,
Celanex PBT ein teilkristalliner, thermoplastischer Polyester.
Vorteile liegen für Patienten auf der Hand
Die spezifischen Eigenschaften der beiden technischen Kunststoffe
sowie die innovative Konstruktion des Inhalators garantieren eine
von der individuellen Atemstromstärke des Anwenders
unabhängige Wirkstoffzuführung – ganz gleich, ob es sich dabei um
ein Kind, einen Erwachsenen oder um eine ältere Person handelt.
Damit löst der SkyeHaler™ das von vielen herkömmlichen
Trockenpulver-Inhalatoren bekannte Problem. Denn die einmal
exakt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten eingestellte
Dosis bleibt unter allen erdenklichen Bedingungen gleich.


Studien der Phase 3 mit dem Medikament in den USA, Kanada und
in Europa erbrachten hervorragende Ergebnisse. Eine variable
Dosierung über den weiten Bereich von 2-20 Milligramm pro
Abgabe und eine kontrollierte Saugleistung garantieren hohe
Flexibilität bei der Anwendung durch den Lungenzug. Die
verbleibende Wirkstoffmenge zeigt der SkyeHaler™ genau an.
Gleichzeitig verhindert die ausgefeilte SkyeProtect™ Powder
Technology mit feuchtigkeitsabweisenden Molekülen zuverlässig
eine mögliche Verklumpung des Medikamentes.


Sicherheit und Design werden großgeschrieben
Umfangreiche Kontrollmöglichkeiten bieten ein hohes Maß an
Sicherheit. Jede einzelne Anwendung wird über den
Geschmackssinn hinaus durch ein Klickgeräusch quittiert, und mit
dem Count-Down-Zähler behält der Patient immer den Überblick.
Einer exakten Medikation steht nichts mehr im Weg: Doppelte
Verabreichung des Arzneimittels gehört damit ebenso der


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Vergangenheit an wie eine Inhalation ohne Wirkstoff („tail-off“-
Effekt) bei leerem Gerät. Denn ein interner Mechanismus blockiert
den SkyeHaler™ automatisch nach der letzten Dosis.
Ein besonderes Augenmerk galt dem Design. Klein und
taschenfreundlich geformt, ist das Gerät leicht mitzuführen und
durch das anatomisch perfektionierte Mundstück optimal zwischen
den Lippen zu positionieren. Einher gehen die Vorteile der
Neuentwicklung mit dauerhafter Robustheit und Zuverlässigkeit.
Die innovativen Werkstoffe von Ticona sind auf die differenzierten
Anforderungen der Medizintechnik optimal zugeschnitten. Kein
Wunder also, dass sowohl bei Anwendern als auch bei Ärzten eine
gleichermaßen hohe Akzeptanz gegeben ist. Trotz des
fortgeschrittenen Entwicklungsstandes bleibt der SkyeHaler™ auch
preislich im gewohnten Rahmen. Hierfür sorgen die pragmatische
Konstruktion sowie die prozessorientierte und ökonomische
Produktion, zu der die Hightech-Kunststoffe aus Kelsterbach
wesentlich beitragen.


Statt Spritzen: Inhalator-Technologie für Insulin
Auch Diabetiker können bald von Trockenpulver-Inhalatoren
profitieren. Derzeit arbeiten führende Insulin-Hersteller an
inhalierbaren Insulinen. So soll schon im kommenden Jahr
beispielsweise „Exubera“ von Aventis und Pfizer Betroffenen das
mehrmals tägliche Pieksen mit Pen oder Spritze ersparen. Für viele
Patienten trägt die Kombination aus dem neuen Trockeninsulin und
innovativen Inhalatoren dann zur Erhöhung der Lebensqualität bei.


Der Markt ist groß: Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise
fünf bis sieben Millionen Diabetiker, mit steigender Tendenz. Die
Mehrheit von ihnen wird mit oralen Antidiabetika behandelt. Oft
reicht diese Therapie im Laufe der Erkrankung nicht mehr aus und


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Presse-Information                   Ticona
                                     Unternehmenskommunikation
                                     65451 Kelsterbach


eine Umstellung auf Insulin ist nötig. Doch für viele Diabetiker ist
die Hemmschwelle zum Einstieg in die Insulintherapie noch immer
hoch. Die Applikation des lebensnotwendigen Insulins mit Hilfe
von Trockenpulver-Inhalatoren könnte sie deutlich senken.


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Weitere Informationen


Riwisa AG
Die RIWISA AG, Hägglingen, wurde 1946 als einer der ersten
Kunststoff verarbeitenden Betriebe in der Schweiz gegründet. Die
Firma machte sich zu Beginn einen Namen in der Verarbeitung von
Knöpfen und WC-Deckeln aus Duroplasten und später in der
Herstellung von Thermoplasten. Von 1955 bis 1999 produzierte
RIWISA zudem Polyethylen-, Polyamid- und Mehrschichtfolien
sowie seit 1957 Einweg-Verpackungen. 1998 startete das
Unternehmen mit der Produktion von medizinischen Artikeln unter
Reinraumbedingungen und eröffnete im Jahr 2001 ein neues
RIWISA Medical Center. Heute zählt das Unternehmen mit über
300 Mitarbeitern zu den führenden Herstellern in der Kunststoff
verarbeitenden Branche.
Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.riwisa.ch/




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Presse-Information                     Ticona
                                       Unternehmenskommunikation
                                       65451 Kelsterbach




Ihr Ansprechpartner:
Henning Küll                           Telefon: +49 (0) 6107 772 17 97
                                       Fax:      +49 (0) 6107 772 72 31
                                       E-Mail:   kuell@ticona.de
                                       Internet: http://www.ticona.com

_________________________________________________________________


Kurzprofil


Ticona: Zahlen – Daten – Fakten

Branche:               Technische Kunststoffe
Eigentümer:            Celanese AG
Umsatz 2003:           675 Millionen Euro
Mitarbeiter:           2.000
Management:            Lyndon Cole (Präsident), Moubray Beaty,
                       Thomas L. Hensel, Jolanda Houben-Cortlever,
                       Klaus Görtz, Lisa Ryan, John Wardzel
Gründung:              1961
Hauptsitz:             Kelsterbach/Deutschland;
                       Florence, Kentucky/USA
Deutschland:           Produktion und Forschung in Kelsterbach
                       (Hostaform®, Celstran®, Compel®, Vandar®)
                       und in Oberhausen (Topas®, GUR®)
Weltweit:              Produktions- und Forschungseinrichtungen
                       neben Deutschland auch in den USA und
                       Brasilien sowie Präsenz in Asien (Japan, Korea,
                       China, Taiwan, Malaysia) durch Polyplastics
                       sowie Korean Engineering Plastics, zwei nicht



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                                                                          Ein Unternehmen der Celanese AG
Presse-Information                   Ticona
                                     Unternehmenskommunikation
                                     65451 Kelsterbach


                     konsolidierte Beteiligungsgesellschaften von
                     Ticona
Umsatz (2003) nach Region (Ticona plus Allianzpartner)
Asien/Pazifik: 47 Prozent
Amerika: 25 Prozent
Europa: 27 Prozent
Rest: 1 Prozent


Hauptmärkte mit Umsatz (2003) in Prozent
Automobilindustrie: 50 Prozent
Industrie: 12 Prozent
Elektro-/Elektronikindustrie: 10 Prozent
Konsumgüter: 7 Prozent
Haushaltsgeräte: 6 Prozent
Alternate: 4 Prozent
Medizintechnik: 3 Prozent
Andere: 8 Prozent


Produkte
Celanex®: Thermoplastische Polyester (PBT)
Celstran®, Compel®: Langfaserverstärkte Thermoplaste (LFT)
GUR®: Ultrahochmolekulares Polyethylen (PE-UHMW)
Fortron®: Polyphenylensulfid (PPS)
Hostaform®, Celcon®: Polyoxymethylen Copolymer (POM)
Impet®: Thermoplastische Polyester (PET)
Riteflex®: Thermoplastische Polyester Elastomere (TPE-E)
Topas®: Cycloolefin Copolymer (COC)
Vandar®: Thermoplastische Polyester Blends
Vectra®: Flüssigkristalline Polymere (LCP)


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Presse-Information   Ticona
                     Unternehmenskommunikation
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                                                 Ein Unternehmen der Celanese AG
Presse-Information                      Ticona
                                        Unternehmenskommunikation
                                        65451 Kelsterbach




Ihr Ansprechpartner:
Henning Küll                            Telefon: +49 (0) 6107 772 17 97
                                        Fax:      +49 (0) 6107 772 72 31
                                        E-Mail:   kuell@ticona.de
                                        Internet: http://www.ticona.com

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Kurzprofil


Polyplastics: Zahlen – Daten – Fakten

Branche:               Technische Thermoplaste
Umsatz 2003:           73,6 Mrd. Yen (ca. 541 Mio. Euro)
Mitarbeiter:           1.400
Geschäftsführung: Yasumasa Komura (Präsident)
Gründung:              1964
Hauptsitz:             Tokio, Japan
Präsenz:               Produktionsanlagen in Fuji City (Japan),
                       Kuantan (Malaysia) und Kaosiung (Taiwan);
                       Tochtergesellschaften in Malaysia, Singapur,
                       Hong Kong, Thailand, Shanghai und Taiwan
Produkte*:             Celanex®, Duranex® (PBT), FR-PET® (GF-
                       PET), Fortron® (PPS), Hostaform®,
                       Duracon®, Celcon®, Tepcon® (POM),
                       Vectra® (LCP), Impet® (PET), Vandar®,
                       Riteflex®, Topas® (COC)


                       * Polyplastics & Ticona




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                                                                           Ein Unternehmen der Celanese AG
Presse-Information                   Ticona
                                     Unternehmenskommunikation
                                     65451 Kelsterbach


Weitere Informationen über die Produkte


Celanex® PBT
Celanex, die thermoplastischen PBT-Polymere von Ticona,
zeichnen sich durch Zähigkeit und hohen E-Modul sowie niedrige
Feuchtigkeitsaufnahme aus. Außerdem bieten sie ausgezeichnete
elektrische Eigenschaften, hohe Form- und Dimensionsstabilität
ebenso wie gute Chemikalien- und Wärmebeständigkeit. Darüber
hinaus sind diese technischen Kunststoffe leicht zu verarbeiten und
verfügen über ausgezeichnete Fließeigenschaften sowie eine
geringe Gratbildung.


Celstran® LFT
Der langfaserverstärkte Thermoplast (LFT) von Ticona verfügt
über ausgezeichnete mechanische Eigenschaften, eine hohe Schlag-
und Kerbschlagzähigkeit sowie eine geringe Kriechneigung. Da-
rüber hinaus behält Celstran sein hervorragendes mechanisches
Eigenschaftsprofil über einen großen Temperatur- und Klima-
bereich bei. Die Herstellung des Werkstoffes erfolgt mit Hilfe eines
patentierten Pultrusionsverfahrens. Hierbei finden Fasern (30 bis
60 Prozent Anteil) aus Aramid, Glas, Kohlenstoff oder rostfreien
Edelstahlfilamenten Verwendung. Als Matrixmaterialien kommen
unter anderem Polypropylen, Polyamide zum Einsatz – Basis für
das breite Kunden individuelle Anwendungsspektrum von Celstran.
Der Kunde erhält ausschließlich ein langfaserverstärktes
Zylindergranulat, bei dem Faser- und Granulatlänge identisch sind
(zumeist 3 mm Durchmesser bei einer Länge bis zu 12 mm). Der
Vorteil der langfaserverstärkten gegenüber den
kurzfaserverstärkten Thermoplasten besteht unter anderem in deren
optimierten mechanischen Eigenschaften.




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Presse-Information                    Ticona
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                                      65451 Kelsterbach


Hostaform® POM
Hostaform, das Acetal Copolymerisat (POM) von Ticona, wird aus
Trioxan und geringen Mengen von Comonomeren hergestellt. Es
hat eine lineare Struktur und eine hohe Kristallinität. Der
chemische Aufbau dieses Hochleistungs-Kunststoffs führt zu einer
höheren Stabilität gegenüber thermischen und oxidativen
Abbauprozessen als dies bei Homopolymerisaten der Fall ist. Er
lässt sich sehr gut einfärben sowie mit Verstärkungs- und
Zuschlagstoffen mannigfach ausrüsten und so dem jeweiligen
Anforderungsprofil anpassen. Hostaform zeichnet sich insbesondere
durch ein günstiges elektrisches und dielektrisches Verhalten aus,
bietet beste Gleit-Reib-Eigenschaften, ist leicht zu verarbeiten und
verfügt über eine große Zähigkeit (bis -40 °C) sowie hohe Härte
und Steifheit. Außerdem besitzt diese Werkstoffklasse eine gute
Formbeständigkeit in der Wärme (Gebrauchstemperatur bis 100
°C) und eine gute chemische Beständigkeit gegenüber Kraftstoffen,
Lösemitteln oder starken Alkalien. Aufgrund seines herausragenden
Eigenschaftsprofils kommt POM in nahezu allen Industriebereichen
und Branchen zum Einsatz.



Fortron® PPS
Fortron PPS, das Polyphenylensulfid von Ticona, ist ein linearer,
teilkristalliner Hochleistungs-Kunststoff. Er lässt sich mit
Zuschlagstoffen wie Glasfasern oder Glasfaser/Mineral-
Mischungen ausrüsten. Aufgrund der inhärenten Flammwidrigkeit
sowie der hohen Härte und Steifigkeit eignet sich der technische
Kunststoff vor allem für die Herstellung mechanisch und thermisch
hoch belasteter Halbzeuge, Formteile und Folien.
Gebrauchstemperaturen von bis zu 240 °C sind möglich. Die
Verstärkung mit Glasfasern senkt den thermischen
Ausdehnungskoeffizienten auf Werte, wie sie für Metalle typisch


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Presse-Information                   Ticona
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                                     65451 Kelsterbach


sind. Dadurch ist Fortron auch prädestiniert für Baugruppen, die in
Mischbauweise aus Metallen und Kunststoffen (Hybridbauweise)
gefertigt werden. Darüber hinaus zeichnet sich PPS durch eine sehr
gute Chemikalien- und Oxidationsbeständigkeit, minimale
Wasseraufnahme und geringe Kriechneigung auch bei erhöhten
Temperaturen aus. Wichtige Einsatzgebiete sind die
Automobilindustrie, der Flugzeugbau und der Bereich
Elektrotechnik/Elektronik.


Topas® COC
Topas COC (Cyclic Olefin Copolymer) sind amorphe technische
Kunststoffe, die sich durch hohe Klarheit, Transparenz, Steifigkeit,
Festigkeit und Wärmebeständigkeit sowie durch hervorragende
Dimensionsstabilität und geringe Feuchtigkeitsaufnahme
auszeichnen. Sie sind für Lebensmittelkontakt-Anwendungen in
Europa und den USA zugelassen. Darüber hinaus kommen diese
Werkstoffe beispielsweise für pharmazeutische
Blisterverpackungen, optische Präzisionsspritzgussteile,
Tonerbindemittel für Farblaserdrucker, Medizin- und
Laborbehälter zum Einsatz.


Vectra® LCP
Charakteristisches Merkmal für flüssigkristalline Polymere ist der
molekulare Aufbau. Sie bestehen aus starren, stabförmigen Makro-
molekülen, die sich in der Schmelze parallelisieren und flüssig-
kristalline Strukturen erzeugen. Wesentliche Eigenschaften sind:
Gebrauchstemperaturen bis 240 °C (kurzzeitig bis 340 °C), sehr
niedrige Schmelzeviskosität, gratfreie Fertigung beim Spritzgießen,
sehr hohe Zugfestigkeit und sehr hoher Elastizitätsmodul in Fließ-
richtung, hohe Schlagzähigkeit sowie inhärente Flammwidrigkeit.
Das umfangreiche Vectra LCP Spritzgieß-Typensortiment basiert



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                                                                       Ein Unternehmen der Celanese AG
Presse-Information                   Ticona
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                                     65451 Kelsterbach


auf verschiedenen Grundpolymeren, die sich in Schmelzpunkt, Tem-
peraturbeständigkeit, Steifigkeit und Fließfähigkeit unterscheiden.
Durch vielfältige Modifizierungen mit Füll- und
Verstärkungsstoffen lassen sich die Basispolymere auf die
Anforderungen vieler Anwendungsbereiche abstimmen. Das LCP
von Ticona findet Anwendung in elektrischen und elektronischen
Bauteilen, in Verbindungsteilen der Faseroptik, in
Telekommunikationsgeräten, in Apparaten für chemische Prozesse,
in medizinischen Geräten, im Automobil- und Maschinenbau, in der
Schifffahrt sowie als Folie für die Elektronik- und
Verpackungsindustrie.




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Presse-Information                   Ticona
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Weitere Informationen über Ticona und Celanese


Ticona, das Geschäft mit technischen Kunststoffen der Celanese
AG, Kronberg, produziert und vertreibt ein breites Spektrum an
technischen Kunststoffen und erzielte 2003 mit rund 2.000
Mitarbeitern einen Umsatz von 675 Millionen Euro. Das
Unternehmen betreibt Produktions- und Compoundieranlagen
sowie Forschungseinrichtungen an Standorten in Deutschland, den
USA und Brasilien.


Die Celanese AG ist ein weltweit tätiges Chemieunternehmen, das
bei seinen Schlüsselprodukten Spitzenpositionen einnimmt und über
führende Produktionstechnologien verfügt. Das Portfolio der
Celanese umfasst die vier Hauptsegmente Chemische Produkte,
Technische Kunststoffe Ticona, Acetatprodukte sowie Performance
Produkte. Celanese erwirtschaftete im Jahr 2003 einen Umsatz von
rund 4,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt weltweit
gegenwärtig rund 9.500 Mitarbeiter und betreibt
Produktionsanlagen in Nordamerika, Europa und im Pazifischen
Raum; insgesamt hat Celanese 24 Produktionsstandorte und sechs
Forschungsstandorte in 10 Ländern.


Weitere Informationen über Ticona und die Celanese AG finden Sie
auf den Internet-Webseiten www.ticona.com und
www.celanese.com.


Photos können Sie im Internet oder über Henning Küll erhalten
unter mailto:kuell@ticona.de




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                                                                    Ein Unternehmen der Celanese AG

				
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