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DasAlumni-Magazin der Universitt

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					Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 4/2007




                          Frauen in Verwaltungsräten
                           Neuer Beirat für die HSG
                           Professorinnen an der Uni
                                                       20. Sept. 2007
MGB www.migros.ch




                    PUBLICIS
Editorial 4/2007                   02   Alumni-HSG Beirat

                                   04   Clubnews
Frauen in
Verwaltungsräten                   05  Wissenschaft und Praxis · «Frauen in Verwaltungsräten» lautet das Thema
                                   dieses Hefts. Die Frage, warum der Frauenanteil in Schweizer Verwaltungsräten
Diese Ausgabe des alma be-         so klein ist, wird aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht durchleuchtet.
schäftigt sich mit dem Thema
«Frauen in Verwaltungsräten».      07  Bjørn Johansson im Gespräch · Als Executive-Search-Berater vermittelt
Der Anteil von weiblichen VR-      er Top-Führungskräfte. Im Interview erklärt er, welche Voraussetzungen Männer
Mitgliedern ist in der Schweiz     wie Frauen mitbringen müssen, um in einen Verwaltungsrat gewählt zu werden.
leider nach wie vor gering.
Dass dies nicht sein muss, zeigt   10 Ehemalige im Porträt · Claudia Buholzer Rosenkranz ist Karrierefrau,
der Blick nach Skandinavien,       Mutter und Mentorin. Seit ihrem Berufseinstieg vor sechzehn Jahren hat sie
wo weitaus mehr Frauen Zugang      im Bereich Risikomanagement gearbeitet und den Bezug zu Japan gepflegt.
zu den begehrten Mandaten          Heute ist sie Präsidentin von Munich Re Japan Services.
finden.
                                   12 Start up · Der Ehemalige Markus Binding hat das Unternehmen Comp-any
Warum ist das so? Und wie          mitbegründet und ist heute Geschäftsführer. Comp-any mit Sitz in Deutsch-
sind die Verwaltungsräte in der    land entwickelt innovative biologische Abfallmanagement-Lösungen.
Schweiz überhaupt zusammen-
gesetzt? Wie können Frauen         14   Projekt Campus
besseren Zugang zu solchen
Positionen erhalten? All diese     17   Unireport
Fragen versuchen wir aus wis-
senschaftlicher und praktischer    25 Studentische Initiativen · Das Doktorandinnen-Netzwerk «netz+» vernetzt
Sicht zu beantworten. Unter        graduierte Frauen an der HSG, die eine akademische Karriere oder eine Lauf-
anderem zeigt Bjørn Johansson      bahn in der Wirtschaft anstreben.
auf, welche Faktoren bei der
Besetzung von VR-Positionen        26   EMBA/EMBE Alumni
entscheidend sind und wie Frau-
en sich fit für solche Heraus-     27   Alumni Clubs
forderungen machen können.
                                   29 Aus dem Alumni Büro · Die Kommunikation wird durch eine neue Mit-
In diesem alma stellen wir         arbeiterin in der Geschäftsstelle verstärkt.
ausserdem die aktuell an der
Universität St.Gallen tätigen      30   HSG Shop
Professorinnen vor. Porträtiert
werden auch das Doktorandin-       31   Bücherseite
nen-Netzwerk sowie die Alumna
Claudia Buholzer Rosenkranz,       32   Terminkalender viertes Quartal 2007
die nach ihrem Studienabschluss
eine herausragende internatio-                                                                                    g
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                                                                            Letzte Möglichk
                                                                                                08 /09 »
                                                                                      ’s who 20
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Wir wünschen Ihnen eine span-                                                        Talon auf
                                                                            mit dem
nende Lektüre!


Roger Tinner, Chefredaktor




                                                                                                        alma 4/2007   1
    uni aktuell



    President’s                             HSG Alumni und Univer-
    Corner                                  sität St.Gallen starten den
                                            Alumni-HSG Beirat
                                            Die Universität St.Gallen und HSG Alumni initiieren gemeinsam den
                                            Alumni-HSG Beirat. In ihm unterstützen Alumnae und Alumni sowie
                                            weitere Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die HSG
                                            bei ihrer zukünftigen Entwicklung.

                                            Von Christine Morath                                 Langfristige Entwicklung
                                            und Volker Bernhardt                                 der HSG
        Liebe Alumnae, liebe Alumni                                                              Ausgewählte Entwicklungsprojek-
                                                Die Positionierung der Universität           te sollen genau an diesen drei Zielen
         Letztes Jahr haben wir das Ziel    St.Gallen als eine der führenden Wirt-           anknüpfen. Dem Alumni-HSG Beirat
    formuliert, dass jede Alumna und        schaftsuniversitäten Europas ist als             kommt dabei nicht nur eine beraten-
    jeder Alumnus einmal im Jahr an         zentrales Ziel in der «Vision 2010» fest-        de Rolle zu; er wird die gesamtuniver-
    einem unserer Anlässe teilnimmt.        geschrieben. Die Universität hat sich            sitären Entwicklungsprojekte in enger
    Dazu wollen wir auch unsere ver-        dazu drei übergeordnete Entwick-                 Zusammenarbeit mit dem Rektor und
    schiedenen Alumni Clubs stärker         lungsziele gesetzt: Die Themenfüh-               weiteren Beteiligten auch konzipie-
    unterstützen: Das Angebot reicht        rerschaft auf ausgewählten Gebieten              ren und begleiten. Er erschliesst der
    mittlerweile von Clubhaus-Schil-        grosser gesellschaftlicher Relevanz,             HSG Netzwerke, stellt sein Fachwis-
    dern bis zur Unterstützung von          die lebenslange Bindung und lebens-              sen zur Verfügung und erarbeitet Fi-
    Club-Neugründungen und wird             langes Lernen sowie die fokussierte              nanzierungskonzepte. «Der Beirat soll
    laufend ausgebaut.                      Internationalisierung der HSG.                   die HSG dabei auch in ihrer langfris-
         Besonders hervorheben möch-
    te ich an dieser Stelle den Start des
    ersten HSG Alumni Chapter in
    St.Gallen. Dank eines Teams enga-
    gierter St.Galler Alumni sind wir
    nun auch in der Stadt unserer Alma
    Mater präsent. Dieses Chapter ist
    unter dem Dach von HSG Alumni
    angesiedelt und steht allen ohne
    zusätzlichen Mitgliederbeitrag of-
    fen. Bei der Ausdehnung dieses
    Modells in der Schweiz werden
    wir eng mit den bereits bestehen-
    den Clubs zusammenarbeiten.
         Es freut mich ausserordentlich,
    dass HSG Alumni von der Uni-               Prof.Dr.Dr.Ann-Kristin Achleitner,               Otto Ineichen, Inhaber & Verwal-
    versität als Partner beigezogen            Inhaberin des KfW-Stiftungslehrstuhls für        tungsratspräsident, Otto's AG, National-
    wurde, um den Alumni-HSG Bei-              Entrepreneurial Finance,Techn. Universi-         rat der FDP (lic.oec. HSG '65)
    rat zu lancieren. Auch auf dieser          tät München (lic.oec. HSG ’88, lic.iur. HSG
    Ebene stellen sich Alumnae und             ’90, Dr. oec. HSG ’91, Dr. iur. HSG ’92)         «Die HSG zeichnete sich in meiner Stu-
    Alumni mit ihrem Engagement zur                                                             dienzeit durch besonders initiative Stu-
    Verfügung.                                 «Durch mein Engagement im Alumni-                dierende und aussergewöhnlich unter-
                                               HSG Beirat möchte ich meiner Alma                nehmerische Dozierende aus. Gerne
                                               Mater etwas zurückgeben und bei der              packe ich mit an, wenn es jetzt darum
                                               zukünftigen Entwicklung der HSG ent-             geht, unternehmerisch die Zukunft der
                                               scheidend mitwirken.»                            HSG mitzugestalten.»
        Urs Landolf,
        Präsident HSG Alumni



2   alma 4/2007
                                                                                                             alumni-hsg beirat



tigen Entwicklung unterstützen», so
HSG Alumni-Präsident Urs Landolf.
«Nicht zuletzt liegt es auch im Inter-          Informationen und Kontakt
esse der Alumnae und Alumni, die in-            Weitere Informationen zum Thema
ternational führende Stellung der HSG           finden Sie unter www.unisg.ch/beirat.
weiter auszubauen».
    Der Beirat setzt sich aus externen,
vom Universitätsrat gewählten Mit-
gliedern sowie dem HSG-Rektor, dem
HSG Alumni-Präsidenten, dem Dean
der Executive School und einem Pro-             Mitglieder des Beirats
rektor zusammen. Er kann künftig                · Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner, lic. oec. HSG (1988), lic. iur. HSG (1990),
noch erweitert werden. «Wir freuen                Dr. oec. HSG (1991), Dr. iur. HSG (1992), Inhaberin des KfW-Stiftungslehrstuhls für
uns, dass es gelungen ist, den Alum-              Entrepreneurial Finance,Technische Universität München
ni-HSG Beirat mit solch hochkaräti-             · Raymond J. Bär, lic. iur. HSG (1984), LL.M. (Columbia Law School), Präsident des
gen Persönlichkeiten aus Wirtschaft,              Verwaltungsrats, Julius Bär Holding AG
Politik und Gesellschaft zu besetzen,           · Dr. Dr. Ralph Bartel, Dipl. Journalist (KU Eichstätt), lic. oec. HSG (1996),
die sich der HSG verbunden fühlen                 Dr. phil. (Universität Mainz), Dr. oec. HSG (2004), Chief Executive Officer, Travelzoo Inc.
und sich für die HSG engagieren                 · Stefan Borgas, lic. oec. HSG (1987), Chief Executive Officer, Lonza Group Ltd.
möchten», sagt Rektor Ernst Mohr.               · Walter Fust, lic. rer. publ. HSG (1974), Direktor, Direktion für Entwicklung und
                                                  Zusammenarbeit (DEZA)
                                                · Dr. Jochen Gutbrod, lic. oec. HSG (1989), Dr. (Universität Fribourg), Kaufmännischer
                                                  Geschäftsführer und Chief Financial Officer,Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH &
                                                  Co. KG
                                                · Karl-Erivan Haub, lic. oec. HSG (1983), Geschäftsführender Gesellschafter, Unternehmens-
                                                  gruppe Tengelmann
                                                · Otto Ineichen, lic. oec. HSG (1965), Nationalrat der FDP, Inhaber & Verwaltungsrats-
                                                  präsident, Otto’s AG
                                                · Dr. Romeo Lacher, lic. oec. HSG (1987), Dr. oec. HSG (1995), Global Head of Operations,
                                                  Credit Suisse Private Banking
                                                · Dr. Wolfgang Reichenberger, lic. oec. HSG (1976), Dr. der Wirtschaftswissenschaften
                                                  (WU Wien), Gründer und General Partner, Inventages Wealth Management Inc. und IVC
                                                  Americas SA
                                                · Monika Ribar, lic. oec. HSG (1983), Chief Executive Officer, Panalpina World Transport
   James J. Schiro, Chief Executive Officer,      (Holding) Ltd.
   Zurich Financial Services (B.A. St. John’s   · James J. Schiro, B.A. (St. John’s University New York), Executive Program (Dartmouth),
   University NewYork, Executive Program          Chief Executive Officer, Zurich Financial Services
   Dartmouth)                                   · Dr.-Ing. Peter F. Tropschuh, Dipl. Ing. (TU München), Dr.-Ing. (TU München),
                                                  Leiter AutoUni,Volkswagen AG; Leiter Wissenschafts- und Standortprojekte, Audi AG
   «I am delighted to help play a role in       · Franziska Tschudi, Fürsprecher (Universität Bern), LL.M. (Georgetown University),
   bringing Zurich’ knowledge and exper-          Executive MBA HSG (1993), Delegierte des Verwaltungsrates & Chief Executive Officer,
   tise to the further development of the         Wicor Holding AG
   University of St.Gallen. Zurich views        · Prof. Dr.-Ing. Jörg Wolle, Dipl. Ing. (TU Chemnitz), Dr. Ing. (TU Chemnitz), Executive
   St.Gallen as a world-class institution and     Program (Stanford University), Program for Executive Development (IMD Lausanne),
   highly values our strong partnership with      Präsident und Chief Executive Officer, DKSH Holding Ltd.
   the University and its students. Like
   St.Gallen, Zurich is proud to be a Swiss     Mitglieder ex-officio
   based institution with a long history of     · Prof. Ernst Mohr, PhD, Dipl.-Volkswirt (Universität Konstanz), PhD in Economics (London
   international interests, and we believe        School of Economics and Political Science), Rektor, Universität St.Gallen (HSG)
   this common bond further strengthens         · Prof. Dr. Peter Gomez, lic. oec. HSG (1971), Dr. oec. HSG (1975), Dean, Executive School
   our relationship. I am honored to have         of Management, Technology and Law; Präsident des Verwaltungsrats, SWX Group
   this chance to participate in the Alumni-    · Dr. Urs Landolf, lic. oec. HSG (1978), lic. iur. HSG (1982), Dr. iur. HSG (1987), Präsident,
   HSG Advisory Committee, and look for-          HSG Alumni; Managing Partner Eurofirms Tax and Legal, PriceWaterhouseCoopers
   ward to our future collaboration.»           · NN, Prorektor Universität St.Gallen




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    clubnews



    Aus der HSG Alumni-Clubwelt
    HSG Alumni Suisse Romande organisierte den «First Ivy League After Work Cocktail» am Ufer des Genfersees. Über
    200 Personen folgten der Einladung.

       Alumnae und Alumni der HSG,        Genfersees. Was steckt dahinter? Tibor   schen unseren Gästen war sehr inten-
    von Harvard, Chicago, IMD, Insead,    Luka, Präsident der Alumni Suisse Ro-    siv und es war erfrischend, neue Ge-
    Stanford, Wharton und der London      mande, und Stephan Eberhardt, Präsi-     sichter zu sehen.»
    Business School trafen sich zur ge-   dent des Harvard Club, wollten die           Für das Sponsoring der Happy
    meinsamen Sommerparty am Ufer des     Ehemaligen über die Grenzen der ei-      Hour fanden sich fünf Sponsoren.
                                          genen Alma Mater hinaus vernetzen.
                                              Rund 200 Personen folgten der
                                          Einladung. Gemäss Tibor Luka wur-
                                          de der Anlass ein grosser Erfolg: «Wir
                                          haben versucht, eine lockere Atmos-         Ihr Beitrag aus der
                                          phäre zu schaffen, indem wir Drinks         HSG Alumni-Clubwelt
                                          offerierten und einfach den Sommer-         Ein originelle Idee, ein grosser Erfolg
                                          beginn feierten. Der Austausch zwi-         oder einfach ein schönes Bild… Senden
                                                                                      Sie uns ein Foto von Ihrer HSG Alumni
                                                                                      Club Veranstaltung (Auflösung mindes-
                                          Die Westschweizer Alumnae und               tens 300 dpi) zusammen mit einem kur-
                                          Alumni der Top-Universitäten an der         zen Text (alumni@unisg.ch).
                                          gemeinsamen Sommerparty in Genf.



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4   alma 4/2007
                                                                                                                                                 uni praxis
                                                                                                                                    wissenschaft und aktuell



Nationalität und Geschlechter-
Diversität in Schweizer Verwaltungsräten
Wie ist die Zusammensetzung von Schweizer Verwaltungsräten? Was sind ihre wichtigsten demografischen Merk-
male, insbesondere die Rolle von Ausländern und Frauen? Spielen Familienbeziehungen weiterhin eine wichti-
ge Rolle? Wie viele Mandate hat ein Verwaltungsratsmitglied im Durchschnitt?

Von Winfried Ruigrok, Simon Peck und
Sabina Tacheva                                      60%

                                                    50%
    Zur Beantwortung dieser Fragen
wurde mit Unterstützung des Schwei-                 40%
zerischen Nationalfonds eine Studie
                                                    30%
auf der Basis von 210 börsennotierter
Schweizer Unternehmen durchge-                      20%
führt, die die demografischen Merk-
                                                    10%
male von 1678 Verwaltungsratsmit-
gliedern im Jahr 2003 untersucht.
                                                           weiblich


                                                                      ausländisch


                                                                                    GL-Mitglieder

                                                                                                       ehemalige
                                                                                                    GL-Mitglieder

                                                                                                                        familiäre
                                                                                                                    Beziehungen

                                                                                                                                      wechselseitige
                                                                                                                                     Verflechtungen

                                                                                                                                                       Beziehungen zu
                                                                                                                                                        Anteilseignern

                                                                                                                                                                           Geschäfts-
                                                                                                                                                                         beziehungen

                                                                                                                                                                                             andere
                                                                                                                                                                                        Beziehungen

                                                                                                                                                                                                        weitere
                                                                                                                                                                                                      VR-Posten

                                                                                                                                                                                                                    wirtschaftswiss.
                                                                                                                                                                                                                        Ausbildung
    Meist akzeptables Profil der
    Schweizer Verwaltungsräte
    Nach einer Reihe von Corporate
Governance-Reformen in Europa wur-
de im Jahr 2002 die SWX Swiss Ex-               Merkmale von Verwaltungsratsmitgliedern (durchschnittlicher Anteil)
change «Richtlinie betreffend Informa-
tionen zur Corporate Governance»
präsentiert. Im Jahr 2003 konnten die           –    Über 22 Prozent der Verwaltungs-                                                     zunehmend mit Vielfalt/Diversity ver-
Auswirkungen dieser Richtlinie erst-                 ratmitglieder waren Ausländer.                                                       schiedener Aspekte wie Nationalität,
mals festgestellt werden.                       –    Ein Verwaltungsrat war im Durch-                                                     Rasse, Geschlecht, Alter etc. ausein-
                                                     schnitt fast acht Jahre lang im Amt.                                                 andersetzen. Wie schaffen dies die
    Unsere Forschung zeigt z.B.:                –    Nur 3,9 Prozent der Schweizer                                                        börsennotierten Schweizer Firmen?
–   Im Jahr 2003 gab es im Durch-                    Verwaltungsratsmitglieder waren
    schnitt 7,9 Verwaltungsratsmitglie-              Frauen.                                                                                 In dieser Hinsicht zeigt unsere
    der pro Unternehmen.                                                                                                                  Forschung z.B.:
–   Ein Verwaltungsrat war im Durch-                Im internationalen Vergleich zei-                                                     – Ausländische Verwaltungsratsmit-
    schnitt 56,5 Jahre alt.                     gen die Schweizer Verwaltungsräte                                                            glieder sind tendenziell unabhän-
–   Im Durchschnitt waren 4,39 Verwal-          ein durchaus akzeptables Profil,                                                             giger, was von den Investoren be-
    tungsratmitglieder unabhängig.              allerdings mit einer Ausnahme: Die                                                           vorzugt wird.
                                                Prozentzahl der weiblichen Verwal-                                                        – Ausländische Verwaltungsratsmit-
                                                tungsräte ist im internationalen Ver-                                                        glieder haben tendenziell weniger
                                                gleich sehr niedrig. Auch ein Verwal-                                                        Mandate.
    Methode                                     tungsratsmandat von acht Jahren ist                                                       – Ausländische Verwaltungsratsmit-
    Alle 269 Firmen, die im September 2004      im internationalen Vergleich eher                                                            glieder haben tendenziell einen
    an der SWX notiert waren, wurden se-        lang.                                                                                        wirtschaftswissenschaftlichen Hin-
    lektiert. Nach Ausschluss von (1) Inves-                                                                                                 tergrund.
    titionsfonds, (2) Firmen ohne Webseite          Ausländer sind unabhängiger                                                           – Weibliche Verwaltungsratsmitglie-
    oder Investor Relations Kontaktdaten, so-       Unternehmen stehen unter gros-                                                           der sind tendenziell weniger un-
    wie (3) Firmen ohne öffentlich zugäng-      sem externen Druck des globalen                                                              abhängig, weil sie oft auf Grund
    liche Jahresberichte blieben 210 Unter-     Wettbewerbs, der (zunehmend inter-                                                           einer Familienbeziehung in den
    nehmen übrig.                               nationalen) Aktionäre sowie der Ge-                                                          Verwaltungsrat gewählt worden
    Die ausführliche Studie erschien in «An     sellschaft. Die Ansprüche erscheinen                                                         sind.
    international Review 15», Nr. 4, Seiten     manchmal unvereinbar: Verwaltungs-                                                        – Weibliche Verwaltungsratsmitglie-
    546–557.                                    räte sollen gleichzeitig unabhängig                                                          der haben tendenziell ein niedri-
                                                und kompetent sein und sich dabei                                                            geres Ausbildungsniveau.



                                                                                                                                                                                                                  alma 4/2007          5
                                                                                 700




                                              Anzahl Verwaltungsratsmitglieder
                                                                                 600

                                                                                 500
        Suche nach dem Mehrkämpfer
                                                                                 400
        Die Studie kommt zum Schluss,
    dass die drei wichtigsten Ergebnisse                                         300
    des Forschungsprojekts folgende sind:
        1. Hinsichtlich wichtiger Aspekte                                        200
                                                                                                                                                     Ausländer
    (VR-Grösse, Unabhängigkeit) ist die                                                                                                              Schweizer
                                                                                 100
    Zusammensetzung Schweizer Verwal-                                                                                                                weiblich
                                                                                                                                                     männlich
    tungsräte auch im internationalen Ver-
                                                                                       Wirtschaft   Recht    Technik            Andere
    gleich durchaus als akzeptabel oder
    sogar als gut zu bezeichnen (Interna-
    tionalität).                             Ausbildungsarten von Verwaltungsratsmitgliedern nach Nationalität und Geschlecht
        2. Bei der Wahl neuer Verwal-
    tungsratsmitglieder suchen Schweizer
    Firmen nach Mehrkämpfern – d.h.          Immer öfter werden Personen mit die-                           wirtschaftlichen/ökonomischen) Aus-
    Verwaltungsräte mit mehreren «idea-      sen Charakteristiken im Ausland ge-                            bildung und dem Bildungsniveau von
    len» Merkmalen gleichzeitig, um so-      funden.                                                        weiblichen Verwaltungsräten haben
    mit besser mit der Komplexität exter-       3. Hinsichtlich der Vertretung von                          Schweizer Firmen einen langen Weg
    ner Anforderungen klar zu kommen.        Frauen, der wirtschaftlichen (betriebs-                        vor sich.




    Female Board Pool: Verwaltungsrätinnen
    finden, fördern, vernetzen und vermitteln
    Der Frauenanteil in Schweizer Verwaltungsräten ist noch immer bescheiden. Die Plattform «Female Board Pool»
    schafft Kontakte zwischen erfahrenen und zukünftigen Verwaltungsrätinnen und Unternehmen.

    Von Doris Benz                           in Verwaltungsräten führen, ist die                            eines Anforderungsprofils für neue
                                             gängige Art der Rekrutierung: Frauen                           VR-Mitglieder unterstützt. Dem Profil
        Nach wie vor sind Frauen in          sind häufig nicht in den richtigen                             entsprechende Kandidatinnen wer-
    Schweizer Verwaltungsräten mit rund      Netzwerken vertreten und bleiben da-                           den den Unternehmen vorgestellt.
    sieben Prozent stark unterrepräsen-      her bei der Auswahl unberücksich-
    tiert. Dies entspricht zwar dem EU-      tigt. Um den Anteil an Frauen in
    Durchschnitt, weicht aber stark von      Schweizer Verwaltungsräten zu erhö-
    den skandinavischen Ländern wie          hen, besteht der «Female Board Pool»,                              Kontakt
    Norwegen mit bald 40 Prozent und         eine Plattform für den Kontakt zwi-                                Der «Female Board Pool» freut sich
    Schweden mit rund 25 Prozent ab.         schen erfahrenen und zukünftigen Ver-                              über eine Kontaktaufnahme von interes-
    Die Voraussetzungen für eine stärke-     waltungsrätinnen und Unternehmen:                                  sierten Frauen und Unternehmen. Das
    re weibliche Vertretung haben sich            Für erfahrene Verwaltungsrätin-                               alljährlich durchgeführte Seminar findet
    aber verbessert: Eine grössere Anzahl    nen: Verwaltungsrätinnen erhalten                                  am 7. Februar 2008 im Zürich Airport-
    von Frauen in gehobenen Positionen,      durch den «Female Board Pool» eine                                 Center statt.
    eine Generation von Frauen mit ge-       Plattform zur Vernetzung untereinan-
    eigneter Ausbildung und zum Teil         der und können gezielt und vertrau-                                Doris Benz, Dr. med. et Dr. oec.
    langjähriger Erfahrung mit Erfolgsaus-   lich an Unternehmen weitervermittelt                               doris.benz@unisg.ch
    weis, sowie ein erhöhter Druck auf       werden.                                                            Hans-Ulrich Gysi, Dr. oec. HSG
    die Unternehmen zur marktorientier-           Für angehende Verwaltungsrätin-                               hansulrich.gysi@bluewin.ch
    ten Diversifikation bei der Besetzung    nen: Frauen aus der ersten und zwei-
    ihrer Verwaltungsratsmandate.            ten Führungsebene, Anwältinnen und                                 Institut für Führung und Personal-
                                             Politikerinnen können in einem In-                                 management, Center for Corporate
        Netzwerken als Schlüsselfaktor       tensivseminar die Grundlagen der VR-                               Governance, Universität St.Gallen,
        Einer der Gründe dafür, dass die-    Tätigkeit erwerben.                                                Dufourstrasse 40a, 9000 St.Gallen
    se Voraussetzungen alleine noch nicht         Für Unternehmen: Unternehmen
    zu einer Erhöhung des Frauenanteils      werden bei der gezielten Erstellung



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                                                                                               uni praxis
                                                                                  wissenschaft und aktuell



«Unsere Verwaltungsräte erleben
gerade eine tief greifende Revolution»
Der Executive-Search-Berater Bjørn Johansson spricht über die Erfolgsfaktoren von Frauen in Verwaltungsräten
und erklärt, warum in der Schweiz so wenige Top-Positionen mit Frauen besetzt werden.


Interview: Anina Fleischmann

    Anina Fleischmann: Bjørn Johans-
son, Sie stehen an der Schnittstelle
zwischen hoch qualifizierten Arbeits-
kräften und Unternehmen, die Top-
Positionen wie Verwaltungsratsman-
date zu besetzen haben. Was ist bei der
Zusammensetzung von Verwaltungs-
räten besonders wichtig?

    Bjørn Johansson: Generell ist bei
der optimalen Zusammensetzung eines
Verwaltungsrats ein guter Mix gefragt.
Wichtige Faktoren sind die Grösse,
die Internationalität, das regionale,
fach- und branchenspezifische Know-
how sowie ein ausgeglichenes Ver-
hältnis der Geschlechter.                 Bjørn Johansson (Mitte) wünscht sich mehr Frauen in Verwaltungsräten.
    Die Mitglieder eines Verwaltungs-
rats müssen miteinander diskutieren
können, und es dürfen keine «Lager»       waltungsräte einfach mit Personen aus      sehr gut qualifizierten Frauen, die das
entstehen. Zentral ist auch die Frage,    dem Bekanntenkreis besetzt. Diese          Zeug für eine solche Funktion haben
wer der VR-Präsident ist, ob diese        haben kaum miteinander diskutiert,         und sich in einem Verwaltungsrat ein-
Position durch den CEO besetzt wird       sondern waren einfach anwesend.            setzen möchten.
oder, wenn nicht, wie die Zusammen-       Spätestens seit dem Fall Swissair fin-
arbeit zwischen CEO und VR-Präsident      det eine regelrechte Professionalisie-         Welches sind denn die Qualifika-
aussieht. Kurz gesagt, muss ein Unter-    rung und Objektivierung der Verwal-        tionen, die eine Frau mitbringen muss?
nehmen mit einem verantwortungs-          tungsräte statt. Für eine freie Position
bewussten Verwaltungsrat eine «Good       werden Kriterien definiert, und dann           Heute werden sehr viele Verwal-
Corporate Governance» erreichen.          wird gezielt nach einer passenden          tungsrats-Positionen über Executive-
                                          Person gesucht.                            Search-Firmen besetzt, die eine neu-
   Hat sich die Rolle eines Verwal-                                                  trale Evaluation vornehmen und ge-
tungsratsmitglieds in den letzten Jah-       Wird diese Revolution, von der Sie      zielt nach der richtigen Person suchen.
ren verändert?                            sprechen, auch dafür sorgen, dass          Für die Suche werden klare Kriterien
                                          mehr Frauen Zugang zu Verwal-              definiert, z.B. Fach- oder Branchen-
    Ein Verwaltungsrat oder eine Ver-     tungsratsmandaten finden?                  erfahrung oder die Kenntnis eines
waltungsrätin muss heute viel mehr                                                   bestimmten Marktes. Das Kriterium
Zeit in ein solches Mandat investieren        Obwohl sich etwas bewegt, be-          «Frau» ist leider oft schwer zu erfüllen,
als noch vor fünf oder zehn Jahren.       fürchte ich, dass die Frauen nicht die     da es in der Schweiz wenige Top-
Die Präsenz ist nicht nur in Krisen-      Siegerinnen dieser Revolution sein         Frauen gibt, die für anspruchsvolle
situationen wie z.B. einem «Unfriendly    werden. Schon vor zwanzig Jahren           VR-Mandate in Frage kommen. Ich er-
takeover» gefragt. Die Welt hat sich in   habe ich mir mehr Frauen in Top-           lebe oft, dass ein Unternehmen sich
dieser Hinsicht in den letzten Jahren     Positionen gewünscht und auch viel         eine Frau oder eine jüngere Person
enorm verändert. Man kann sogar von       unternommen, um Frauen fit für sol-        wünscht, die diese oder jene Fähig-
einer Revolution sprechen, die wir        che Mandate zu machen. Doch es fehlt       keit mitbringt, um ein ausgeglichenes
zurzeit erleben. Früher wurden Ver-       in der Schweiz einfach die Masse an        Gremium zu schaffen. Dabei steht



                                                                                                                    alma 4/2007   7
    wissenschaft und praxis



    aber meiner Erfahrung nach immer                 gibt es einen sehr kleinen Kreis an        cher dazu bei, sich einen Ruf als Top-
    das Bedürfnis des Unternehmens und               wirklich guten Frauen, die fachlich        Kandidatin zu erarbeiten. Häufig haben
    nicht das Geschlecht der Person im               und persönlich das mitbringen, was         die Frauen, die Zugang zu Verwal-
    Vordergrund!                                     heute in Verwaltungsräten gefordert        tungsräten erhalten, eine CEO-Posi-
                                                     wird. Oft werden der Quote zuliebe         tion, sind Professorinnen oder Juris-
      Was halten Sie in diesem Zusam-                unqualifizierte weibliche Verwaltungs-     tinnen.
    menhang von Frauenquoten?                        rätinnen eingestellt. Generell finde ich
                                                     die Offenheit der skandinavischen             Gibt es Faktoren, die für eine Frau
        Ich bin ein Freund der freien                Länder gegenüber Frauen aber sehr          hinderlich sind?
    Marktwirtschaft und glaube nicht an              vorbildlich. In den USA wird dieses
    Quotenregelungen. Norwegen hat vor               Modell ähnlich gelebt: Es ist selbst-          Vielfach ist der Faktor Zeit für
    ein paar Jahren ein Gesetz eingeführt,           verständlich, dass der Mix der Ge-         eine Frau ein Problem. Der Zeitbedarf
    das einen Anteil von 40 Prozent Frau-            schlechter, Rassen und Kompetenzen         für ein Verwaltungsratsmandat ist ge-
    en in Verwaltungsräten vorschreibt.              in einem Verwaltungsrat ausgewogen         waltig gestiegen. Auch der Erwar-
    Das ist eine im weltweiten Vergleich             ist. Obwohl es auch dort schwierig         tungsdruck wird immer höher. Eine
    extreme Lösung und funktioniert nicht            ist, geeignete Verwaltungsrätinnen zu      Frau, die Familie hat, kann neben
    unbedingt zufriedenstellend. In einer            finden, funktioniert das Prinzip sehr      ihrem Job und ihren Familienpflich-
    so kleinen Population – die mit der              gut.                                       ten kaum mehr Zeit investieren in ein
    Schweiz durchaus vergleichbar ist –                   Im Vergleich dazu zielt z.B. das      weiteres Mandat. Ich habe schon vie-
                                                     südafrikanische Modell darauf ab,          le Personen – Männer wie Frauen –
                                                     dass ein gewisser Anteil an einem Un-      getroffen, die gerne in einem Verwal-
                                                     ternehmen in schwarzafrikanischen          tungsrat tätig sein möchten, aber
                                                     Händen ist. In China oder Indien da-       schlicht und einfach keine Zeit dafür
                                                     gegen sind viele mittlere und grosse       aufbringen können.
                                                     Unternehmen Familienbetriebe und
                                                     Frauen in Verwaltungsräten deshalb            Kennen Sie die Gründe, warum
                                                     keine Seltenheit.                          noch immer so wenige Frauen in
                                                                                                Schweizer Verwaltungsräten tätig
                                                        Wie sieht die aktuelle Situation in     sind?
                                                     Schweizer Verwaltungsräten aus?
                                                                                                    Viele Frauen möchten früher oder
                                                         In den meisten Schweizer Konzer-       später Kinder haben. Karrierefrauen
                                                     nen sitzen mittlerweile ein oder zwei      wagen diesen Schritt häufig mit Mitte
                                                     Frauen im Verwaltungsrat. Denken           Dreissig, also kurz vor dem Alter, in
    Zur Person                                       wir an Nestlé, Roche, die Kühne Hol-       dem sie für Verwaltungsratspositionen
    Dr. Bjørn Johansson wurde am 15. Oktober         ding, UBS oder die Bank Bär. Vor eini-     interessant werden. Viele Frauen ar-
    1947 in Kristiansand, Norwegen geboren. Er       gen Jahren wäre das noch undenkbar         beiten dann Teilzeit oder steigen ganz
    schloss 1973 sein Studium an der Universität     gewesen. Unternehmen wie Panalpi-          aus, weil sich ihre Werte wandeln und
    St.Gallen ab. Anschliessend absolvier te er      na, ABB Schweiz, Converium, RUAG           sie finanziell abgesichert sind.
    diverse Nachdiplomstudien an der Harvard         Aerospace und andere werden von                Ein anderer Grund ist der Wider-
    Business School, der University of California,   Frauen sehr erfolgreich geleitet.          stand vom System, den viele Frauen
    Berkeley und am Center for Creative Lea-                                                    im mittleren Management spüren.
    dership in Greensboro, N.C. 1978 erwarb er          Wie schafft es eine Frau, in einen      Männer können oft nicht mit Frauen
    sein Doktorat an der Universität St.Gallen.      Verwaltungsrat zu kommen?                  umgehen, was Frauen frustriert, die
    Nach 13 Jahren Erfahrung als Executive-Se-                                                  weiterkommen möchten. Anderen
    arch-Berater gründete er 1993 die Dr. Bjørn          Für mich sind die wichtigsten Vor-     Frauen liegt das «Karrieredenken»
    Johansson Associates AG, die sich ausschliess-   aussetzungen eine gewisse Erfahrung,       nicht so, und sie achten auf eine gute
    lich auf die nationale und internationale Re-    Intellekt und Kommunikationsfähig-         Balance zwischen Arbeit und Freizeit.
    krutierung von CEO’s, Präsidenten, Managing      keit. Um attraktiv für einen Verwal-           Was ich auch beobachte, ist, dass
    Directors und Verwaltungsratsmitgliedern         tungsrat zu sein, muss eine Person         sich viele Frauen nicht richtig in einem
    konzentriert.                                    eine bestimmte Position erreicht ha-       Netzwerk integrieren. Dies kann sein,
    Bjørn Johansson ist Vizepräsident von HSG        ben und «Professional Credibility» aus-    weil sie meinen, sie müssten «männ-
    Alumni und im Vorstand verantwortlich für        strahlen. Herausragende Leistungen,        liche» Eigenschaften demonstrieren,
    das Ressort Friendraising.                       eine aussergewöhnliche Karriere, eine      um ernst genommen zu werden. Oft
                                                     gute Medienpräsenz, das Halten von         erzeugen sie aber mit diesem Verhal-
                                                     Vorträgen oder Interviews tragen si-       ten nur Widerstand: Die Frauen ver-



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stellen sich und wirken so nicht un-         ditionelle Mentalität im deutschspra-
bedingt professionell.                       chigen Raum – im Gegensatz zu den
    Am meisten enttäuscht mich, dass         USA – sieht eine geradlinige Karriere
Frauen oft die grösste Gefahr für an-        ohne Niederlagen und «Lücken» im
dere Frauen darstellen. Statt einander –     Lebenslauf vor.
wie in Frauennetzwerken proklamiert
– zu unterstützen, wird hinter dem               Wie sieht derzeit der «Markt» an
Rücken intrigiert. Das Konkurrenz-           qualifizierten Frauen aus, die ein Ver-
denken unter Frauen ist leider sehr          waltungsratsmandat belegen könn-
ausgeprägt.                                  ten?
    Ein letzter Grund kann sein, dass
viele Frauen nicht die Basis für eine            Der «Markt» an wirklich qualifizier-
Karriere schaffen können und so gar          ten Frauen, die für mich in Frage
nie für eine Wahl in einen Verwal-           kommen, bewegt sich in der Schweiz
tungsrat in Betracht gezogen werden.         bei um die 20 Personen. Ich bin im-
                                             mer auf der Suche nach Frauen mit
    Demnach gibt es klare Erfolgs-           Potenzial. Es ist aber keine einfache
faktoren für Frauen, die ein Verwal-         Aufgabe, denn viele Frauen steigen
tungsratsmandat anstreben.                   genau mit Mitte Dreissig aus, um sich
                                             ihrer Familie zu widmen. Interessant
     Ja. Frauen sollten auf jeden Fall sie   für Verwaltungsräte sind aber Frauen
selbst bleiben. Eine internationale          so zwischen 39 und 50 Jahren.
Ausrichtung ist hilfreich, da sich die
Möglichkeiten dadurch vervielfachen.             Wie kann man diesem Mangel
Frauen müssen Leistungen erbringen,          mittel- und langfristig entgegentre-
die auffallen, sich Know-how aneig-          ten?
nen und Erfahrung sammeln. Eine ge-
wisse Medienpräsenz schadet eben-                Für mich müssten die Universitä-
falls nicht, um Bekanntheit zu erlan-        ten und Professoren Frauen mehr för-
gen und eines Tages ins Blickfeld der        dern und diese darauf hinweisen,
Headhunter zu geraten.                       dass es in der Wirtschaft Platz hat für
                                             qualifizierte Frauen. Verwaltungsrats-
   Stichwort Wiedereinsteigerinnen:          mandate sind auch nicht unattraktiv:
Haben diese eine reelle Chance auf           Die Honorare sind gestiegen, die Ar-
eine solche Position nach der Baby-          beit und der Zeitbedarf allerdings
pause?                                       ebenfalls. Ich kenne Leute, die gezielt
                                             auf eine Position als Verwaltungsrat
     Qualifizierte Frauen haben gene-        oder -rätin hinarbeiten.
rell eine grosse Chance, in einen Ver-           Eine andere Massnahme sehe ich
waltungsrat gewählt zu werden. Es gibt       darin, dass unseren Kindern bereits in
viel zu wenige Top-Frauen und eine           der Schulzeit moderne Werte beige-
grosse Nachfrage nach weiblichen             bracht werden. Das Selbstbewusstsein
Verwaltungsratsmitgliedern. Wieder-          der Mädchen muss gefördert und es          Weibliche Studierende
einsteigerinnen, die eine Babypause          sollte ihnen vermittelt werden, wie        an der HSG
gemacht haben, empfehle ich, wäh-            wichtig sie für die Wirtschaft sind.       Der Frauenanteil auf der Assessment-
rend dieser Zeit nach Möglichkeit eine                                                  Stufe betrug im Wintersemester 2006/
einzigartige Leistung zu erbringen, um          Was bedeutet dies für die HSG?          2007 rund 31 Prozent. Von den 1655 Ba-
sich zu positionieren. Dies kann das                                                    chelor-Studierenden sind 443 weiblich,
Schreiben von Büchern, das Halten                Die HSG hat als Institution, mit       was 27 Prozent entspricht. Auf der
von Vorträgen oder die Arbeit in Non-        ihrem Rektor und mit ihren Professo-       Masterstufe lag der Frauenanteil bei
Profit-Organisationen sein. Entschei-        rinnen und Professoren eine wichtige       29 Prozent, auf der Doktorandenstufe
dend ist einfach, sich nicht zu isolie-      Rolle. Erfreulicherweise ist der Frauen-   bei 29 Prozent, wobei im neuen Ph.D.-
ren, sondern am Puls des Geschehens          anteil auch hier steigend, was be-         Programm bereits 43 Prozent Frauen
und so auch im Gespräch zu bleiben.          deutet, dass in einigen Jahren mehr        studieren.
     Ein Wiedereinstieg mit 50 Jahren        Frauen in Führungspositionen zu er-
ist allerdings schwierig. Die sehr tra-      warten sind (siehe Infobox).



                                                                                                                       alma 4/2007   9
     ehemalige im porträt



     «Risiko hat mich schon immer
     interessiert»
     HSG-Absolventin Claudia Buholzer Rosenkranz ist Karrierefrau, Mutter und Mentorin. Seit ihrem Berufseinstieg
     vor sechzehn Jahren hat sie immer im Bereich Risikomanagement gearbeitet und den Bezug zu Japan gepflegt.
     Heute ist sie an beidem ganz nahe dran: Als Präsidentin von Munich Re Japan Services.

     Von Lotti Gerber                          ten Risikomanagement-Konferenz.
                                                   Nebst dem Fachwissen lernte Bu-
         Munich Re ist einer der weltweit      holzer Rosenkranz an der HSG hart
     führenden Rückversicherungskonzer-        und gezielt arbeiten sowie Wesentli-
     ne. Als Präsidentin der Munich Re Japan   ches von Unwesentlichem trennen
     Services K.K. ist Claudia Buholzer Ro-    und Zusammenhänge erkennen. Auf
     senkranz seit einem Jahr verantwort-      die Frage nach besonderen Erinne-
     lich für die nationale Vertretung aller   rungen an St.Gallen lacht sie leise:
     Aktivitäten im Leben- wie auch Nicht-     «Ich habe an der Hochschule meinen
     leben-Bereich. Damit ist sie Chefin im    Mann kennen gelernt – das ist für mich
     prämienstärksten Markt im asiatischen     natürlich etwas ganz Spezielles – und
     Raum und einem der wichtigsten Märk-      St.Gallen hat mir als Stadt sehr gut
     te weltweit für die Munich Re.            gefallen». Mit einigen Freunden aus
                                               der Studienzeit versucht sie, auch
         Kulturfach Ostasienkunde              über die Distanz die Freundschaft auf-
         Der Weg zu dieser einflussreichen     recht zu erhalten. Dazu kommen lau-
     Position begann 1986 in St.Gallen, wo     fend neue Kontakte mit HSG-Alumni
     Buholzer Rosenkranz Risikomanage-         und -Alumnae, die ebenfalls in Japan     Claudia Buholzer Rosenkranz ist Präsi-
     ment und Versicherung studierte. Da-      weilen und sie oft aufgrund des «who     dentin von Munich Re Japan Services.
     mals sprach alles von den Tigerstaa-      ist who» anschreiben. Für die Karrie-
     ten und Japan boomte, weswegen die        re haben ihr diese Netzwerke nicht
     zielstrebige Studentin im dritten Se-     geholfen, aber der Austausch mit an-     schliesslich aller Erstversicherungen.
     mester das Kulturfach Ostasienkunde       deren Ehemaligen findet die Vielbe-      Im April 2006 übernahm Buholzer Ro-
     wählte. Die gepaukten Inhalte erwie-      schäftigte allemal interessant.          senkranz schliesslich die Geschäfts-
     sen sich im Geschäftsalltag als rele-         Ihre Diplomarbeit schrieb Buhol-     leitung im Land der aufgehenden Son-
     vantes Wissen. Nebst ihrer Vertie-        zer Rosenkranz über die Risiken der      ne, dessen Markt sie mittlerweile so
     fungsrichtung stellte sie im Nachhin-     damals noch weniger breit beachteten     gut kannte. Motiviert zum Umzug
     ein fest, dass auch andere Fächer         Gentechnologie. Der Berufseinstieg       nach Japan hat sie vor allem auch,
     nützlich waren: Von der finanziellen      war dann eine logische Fortsetzung       dass sie wieder in direkten Kontakt
     Kontrolle über Strategie und Perso-       des Curriculums: Nach dem Studien-       mit den Kunden kam.
     nalmanagement - für vieles, was sie       abschluss im Herbst 1991 startete sie
     heute für die Führung der Unterneh-       ihre Karriere bei Swiss Re im japani-        Schon an der HSG gab es
     mung benötigt, sind damals die            schen Bereich. Sie begann mit «Under-        mehr Männer
     Grundlagen gelegt worden. Nicht           writing» und entwickelte sich im Be-         Auf dem Weg nach oben hat sie
     dass sie noch in alten Vorlesungsun-      reich «Structured Resinsurance» und      als Frau keine Schranken erlebt. Mu-
     terlagen blättern würde (nach diver-      «Alternative Risk Transfer»-Produkte     nich Re hat sie nach Japan gesandt,
     sen Umzügen hat sich ihr Bestand aus      weiter. Während dieser Zeit beteilig-    weil sie den richtigen Rucksack für
     der Studienzeit auf zwei Bücher redu-     te sie sich an einem Aufsatzwettbe-      diesen Posten hatte. Im Umgang mit
     ziert). Aber die an der HSG vermittel-    werb des japanischen Aussenministe-      ihren japanischen Geschäftspartnern
     ten Grundprinzipien begegnen ihr          riums fuer EFTA-Länder und gewann        erlebt sie ebenfalls keine Akzeptanz-
     heute wieder in Form von Weiterbil-       eine Studientour quer durch das Land.    probleme, obwohl dort die vergleich-
     dungsunterlagen oder bei Dozenten         1996 wechselte sie als Senior Under-     baren Posten mit Männern besetzt
     an Seminaren. So drückte die Top-         writer zur Konkurrenz, der Munich Re     sind. Das entscheidende Merkmal im
     Managerin vor zwei Jahren wieder die      und nur elf Jahre nach dem Studien-      Berufsalltag sei die westliche oder ja-
     Schulbank bei ihrem ehemaligen Pro-       abschluss wurde die erfolgreiche Kar-    panische Herkunft sowie die richti-
     fessor Matthias Haller an einer von       rierefrau Head of Risk Controlling der   gen Kompetenzen – ob Mann oder
     ihm mitorganisierten und moderier-        gesamten Munich Re Gruppe ein-           Frau spielt eine untergeordnete Rolle.


10   alma 4/2007
Schliesslich gibt Buholzer Rosenkranz
zu bedenken: «Natürlich bin ich in
meiner Position von vielen Männern
umgeben – aber schon an der HSG
waren die Frauen in der Minderheit.
Wenn mich das stören würde, hätte
ich schon lange mit Arbeiten aufhören
müssen.» Sie erlebt ihre Exponiertheit
als weibliche Topführungskraft sogar
eher als Vorteil: Es erleichtere neue
Kontakte – auch mit potenziellen Ge-
schäftspartnern – weil Personen inter-
essiert an sie herantreten.
    Die Frage nach «Familie oder Kar-
riere» haben Claudia Buholzer Rosen-                Die erfolgreiche Managerin bringt Familie und Karriere unter einen Hut.
kranz und ihr Mann Martin Rosen-
kranz von Anfang an einhellig beant-
wortet: Nachdem beide den gleichen                  sind dabei der Studienplan, anstehen-               «aufregenden Marktes» geworden und
Studienabschluss hatten, wollten auch               de Prüfungen und die Vorbereitung                   will den Anteil der Munich Re daran
beide eine Karriere verfolgen. Als Bu-              darauf, aber auch die Wahl des Studi-               aktiv ausbauen. Dazu brauche es in
holzer Rosenkranz das Angebot für                   engangs an sich und deren Einfluss                  erster Linie ein Gespür für Kommuni-
Japan erhielt, klärten sie deswegen                 auf den späteren Berufswerdegang.                   kation. «Man muss verstehen, was
die Arbeitsmöglichkeiten für ihren                  In den Gesprächen wird zudem dis-                   nicht gesagt wird, was ein Ja und was
Mann ab und wechselten erst nach                    kutiert, ob der spätere Einstieg ins Be-            ein Nein ist.» Im doppelten Sinn ge-
einem positiven Befund gemeinsam                    rufsleben besser über ein Praktikum                 winnbringend sei es weiter, sich für
in den Fernen Osten. Auf die Familie                oder einen Direkteinstieg erfolgt und               die japanische Kultur zu interessie-
haben die beiden nicht verzichtet.                  wie sich Familie und Beruf miteinan-                ren, was die japanischen Geschäfts-
Dank guter Organisation können sie                  der vereinbaren lassen.                             partner und Kollegen sehr schätzten
heute ein Familienleben mit zwei Kin-                                                                   und einem selber das Verständnis er-
dern und zwei Karrieren vereinen.                       Erfolgsfaktoren in Japan                        leichtere. Buholzer Rosenkranz hatte
    Die erfolgreiche Managerin und                      Für sich selber hat Buholzer Ro-                bislang keine Mühe - vielleicht weil
Mutter möchte andere Frauen ermu-                   senkranz momentan keine konkreten                   sie schon seit ihrer ersten Stelle in ei-
tigen, diesen Weg ebenfalls einzu-                  Zukunftspläne: «Vor fünf Jahren hätte               nem internationalen Umfeld arbeite-
schlagen und hat deswegen auch                      ich ja auch nie gedacht, dass ich heu-              te. Die lokalen Mitarbeiter beein-
beim Mentoring-Programm der Uni-                    te in Japan sein würde.» Vorerst will               drucken ihre Chefin immer wieder
versität St.Gallen zugesagt. Der Stu-               sie in Tokyo bleiben. Die Steuerung                 durch ihre Herzlichkeit, ihre ausge-
dentin, die sie nun begleitet, versucht             ganz Japans (und der Wirtschaft oh-                 sprochene Service-Mentalität, Höflich-
sie per Mail und bisweilen per Tele-                nehin) zentriert sich hier. Durch ihre              keit und perfekte Organisation.
fon Ratschläge zu geben. Themen                     Arbeit ist die Schweizerin Teil dieses                  Buholzer Rosenkranz, die vorher
                                                                                                        noch von St.Gallen geschwärmt hat,
                                                                                                        geniesst Tokyo auch in ihrer Freizeit,
                                                                                                        insbesondere das breite Angebot in
   Wir suchen Alumnae als Mentorinnen                                                                   allen Bereichen. Die Wirkung der
   Unser Mentoring-Programm bringt Personen         ligten ab.Voraussetzung für eineTeilnahme als       Masse von Leuten und Bauten beein-
   mit Berufs- und Lebenserfahrung mit Studie-      Mentor/-in ist die Bereitschaft, sich zwei bis      drucken Buholzer Rosenkranz auch
   renden (neu auch mit Doktorierenden) zu-         drei Stunden pro Halbjahr Zeit für ein per-         nach einem Jahr noch.
   sammen. Ziel ist es, deren persönliche Ent-      sönliches Gespräch zu nehmen. Bei der Zutei-            Nachdem die Ehemalige ihre Kar-
   wicklung zu fördern sowie ihnen Einblicke in     lung Ihres Mentees versuchen wir, auf Ihre          riere in der japanischen Abteilung von
   die Anforderungen des Berufslebens zu er-        Prioritäten und Wünsche einzugehen.                 Swiss Re begann, hat sich mit ihrer jet-
   möglichen. Dafür suchen wir insbesondere         Das Mentoring-Programm ist eine gemein-             zigen Stelle der Kreis geschlossen.
   noch mehr Frauen, die für zwei Jahre eine        same Initiative von HSG Alumni und der Uni-         Doch Stillstehen wird sie an diesem
   Studentin/einen Studenten bzw. eine Dokto-       versität St.Gallen. Bei Interesse können Sie sich   Punkt nicht: «Risiko hat mich schon
   randin/einen Doktoranden begleiten.              bis Ende September unter www.mentoring.             immer interessiert und heute ist es
   Die Intensität des Kontaktes hängt von den       unisg.ch/Anmeldung oder bei +41 (0)71 224           mein Beruf. Für mich ist klar, dass ich
   jeweiligen zeitlichen Möglichkeiten der Betei-   75 30 anmelden.                                     auf jeden Fall weiter arbeiten und ei-
                                                                                                        ne interessante Aufgaben haben will.»



                                                                                                                                       alma 4/2007   11
     start up



     Comp(osting)-Any(thing): Markus Binding
     gibt ein nicht alltägliches Versprechen
     Bereits als kleiner Junge kam Markus Binding in Kontakt mit biologischen Materialien und Abläufen jeglicher
     Art. Sie gehörten einfach zum Alltag auf dem Landwirtschaftsbetrieb seiner Eltern. Berührungsängste hatte er
     deshalb nie, für ihn war die Arbeit mit Abfällen alltäglicher Bestandteil einer in Kreisläufen funktionierenden
     Natur. Heute leitet Markus Binding die auf Abfallbehandlung spezialisierte Firma Comp-any.

                                               ein rauher Wind aus dem Entsorgungs-       wertvolle Erfahrungen als behüteter
                                               markt entgegen. «Für viele war mein        Jungunternehmer sammeln, von denen
                                               Konzept der ‹Superior Simplicity›, bei     ich noch heute profitieren kann.» Um
                                               dem man durch maximales Verständ-          seiner Vision näher zu kommen – den
                                               nis der natürlichen Prozesse die kosten-   Kunden schlüsselfertige Anlagen an-
                                               günstigsten Wege zur Verwandlung von       zubieten – gründete er im Jahr 2002
                                               Abfall in Wertstoffe schafft, neu und      die Firma Comp-any.
                                               so musste ich mir meinen Platz zuerst
                                               erkämpfen.» Es sei darum wichtig, dass         Kunden in aller Welt
                                               man bereits in der Startphase Spezia-          Den Schritt in die Selbständigkeit
                                               listen an Bord hole, die sowohl offen      hat Markus Binding alleine gewagt.
                                               sind für Neues als auch in der Bran-       Heute beschäftigt er rund zehn Mitar-
                                               che ein gutes Netzwerk haben. Den          beiter. «Nirgendwo kann in so kurzer
                                               Kunden einfache, kostenminimale An-        Zeit so viel gelernt werden, wie wenn
                                               lagen schlüsselfertig anzubieten, um       man sich selbständig macht», ist er
     Markus Binding hat im Frühling 2000       aus dem Abfallproblem eine Ressour-        überzeugt. «Die Selbständigkeit bringt
     sein Studium an der HSG abgeschlossen.    cen-Option zu machen, war seine            aber nicht nur eitel Sonnenschein,
                                               grosse Vision. Doch bis es soweit war,     denn die Arbeitsbelastung in der An-
                                               musste er noch viel Arbeit leisten.        fangsphase ist gross.» Markus Binding
     Von Silvia Nüesch                                                                    rät darum, den Lebenspartner, die
                                                   Zwischenstopp bei Gore GmbH            Familie und sein wichtigstes Umfeld
        Das Kerngeschäft von Comp-any,             Nach vier Semestern Studium der        in solche Pläne mit einzubeziehen.
     dem von Binding im Jahr 2002 ge-          allgemeinen Agrarwissenschaften an         Seine rechte Hand, Jan Gressmann,
     gründeten Unternehmen, ist der Bau        der Universität München folgte ein         kam 2003 zum Unternehmen. Er hat
     und Betrieb von umwelttechnischen         weiteres Studium im politikwissen-         eine Ausbildung als Bauingenieur und
     Anlagen zur biologischen Abfallbe-        schaftlichen Bereich. Markus Binding
     handlung. Dazu gehören unter ande-        war dies aber nicht genug. Wirtschaft-
     rem die klassische Kompostierung          liche Zusammenhänge begannen ihn
     von Organikmüll, die mechanisch-          zu interessieren. Darum hängte er ein         Höchste Zulassung in Europa
     biologische Behandlung gemischter         Studium an der Universität St.Gallen          Zwei Anlagen von Comp-any haben
     Abfälle oder die Boden- und Depo-         an. Die Dissertation widmete er sei-          branchenweit für Aufsehen gesorgt,
     niesanierung. «Unsere tägliche Her-       nem Spezialgebiet, der Naturschutz-           denn sie haben die höchste Zulassung
     ausforderung liegt darin, abfalltechni-   und Landschafts-Ökonomie. Noch                für so genannte tierische Nebenproduk-
     sche Problemlösungen mit Umwelt-          während der Promotion nahm er                 te («Animal By-Products») in Europa er-
     und Klimaschutz sowie mit Energie-        seine Tätigkeit bei der W. L. Gore &          halten. Dazu gehör t einerseits die
     gewinnung zu kombinieren», erklärt        Associates, zuerst als Verkäufer, dann        Fischmüll-Kompostierungsanlage in Pet-
     der Alumnus. Denn der Nutzen für          als Business Unit Leiter Solid Waste          tigo, Irland. Pro Jahr werden dort rund
     Gesellschaft und Natur habe bei           Treatment, auf. Dieses weltweit tätige        9000 Tonnen Fischabfälle kompostiert.
     Comp-any oberste Priorität.               Unternehmen entwickelt Produkte,              Auch die Anlage zur Verwer tung von
                                               die sich an höchsten Qualitätsstan-           Geflügelresten in Tallinn, Estland, erhielt
         Abfall als Ressource                  dards orientieren und oft bahnbre-            diese hohe Zulassung. In Tallinn werden
         Der steilste Weg ist nicht immer      chende Eigenschaften mit sich brin-           jährlich rund 7000 Tonnen Hühnerfe-
     der Beste: Rückblickend hätte er sich     gen. Besonders bekannt ist die Mar-           dern und andere Abfallstoffe verwertet.
     einiges einfacher machen können, ist      ke Gore-Tex aus dem Bekleidungs-
     Markus Binding überzeugt. Als er mit      sektor. «Bei Gore, bekannt für seine          www.comp-any.com
     der Firma Comp-any startete, blies ihm    innovative Firmenkultur, konnte ich



12   alma 4/2007
ergänzt damit den Generalisten Mar-
kus Binding ideal. Jan Gressmann lei-
tet alle technischen Themen, lebt seit
einem Jahr am Firmensitz in Singapur
und hat den Fokus auf den asiati-
schen Raum gelegt. Das Kundennetz
von Comp-any reicht heute um den
ganzen Erdball: Von Lateinamerika
über Finnland, England, Russland bis       Comp-any baut Anlagen, die Abfälle in Wertstoffe und Energie umwandeln.
nach Südostasien.

    Beitrag an den Klimaschutz             umgewandelt. So wird in städtischen       schaften und Natur ist endlich Wirk-
    Für Comp-any interessant seien         Boomregionen wie zum Beispiel             lichkeit», stellt Binding zufrieden fest.
städtische Ballungsgebiete ab 1,5 Mil-     Kuala Lumpur oder Mexiko nicht nur            Die Anfangszeiten von Comp-any
lionen Einwohnerinnen und Einwoh-          der Bedarf an Abfallentsorgung, son-      liegen bereits fünf Jahre zurück. Künf-
nern, so Binding. Dort würden Berge        dern auch der Energiehunger rasch         tig will er sich stärker auf Grosspro-
von Abfall produziert und dort seien       wachsender Gesellschaften gestillt.       jekte konzentrieren, also auf Anlagen,
wegen des Platzmangels und der un-         «Und die Vision von der Umwandlung        die von Comp-any geplant, finanziert,
mittelbar wirkenden Umweltproble-          problematischer Abfälle in Wertstoffe     gebaut und zusammen mit lokalen
me nachhaltige Entsorgungslösungen         und Energie zum Nutzen von Gesell-        Partnern vor Ort betrieben werden.
besonders gefragt. «Leider konnten
sich bisher die Schwellen- und Ent-
wicklungsländer, die diese Umwelt-         Anzeige
probleme am meisten belasten, hoch-
wertige Umwelttechnik aus Europa
nicht leisten», erklärt Binding. Für den
Projektentwickler und Anlagenbetrei-
ber bedarf es also zusätzlicher Einnah-
meströme, um auch in Afrika, Asien
und Lateinamerika das Abfallproblem                         Viva Italia
umweltgerecht zu lösen. Der so ge-
nannte «Clean Development Mecha-                       Cucina tradizionale!
nism» (CDM) des Kyoto-Protokolls be-           Bei uns erleben Sie die wahre Italianità mit typischen
lohnt klimafreundliche Abfallbehand-          Spezialitäten wie ausgezeichnete Pizzas, hausgemachte
lung mit der Ausschüttung von «Car-               Teigwaren, erlesene Fleisch- und Fischgerichte
bon Credits», welche in Europa bereits           sowie feine Dolci. Und das 7 Tage in der Woche!
an einigen Börsen gehandelt werden                               «Buon appetito!»
können. Daher ist die Kombination
der biologischen Abfallbehandlung
mit dem Klimaschutz auch für Comp-
any der Schlüssel zur Expansion in
neue Märkte.

    Aus Müll wird Energie
    Mit reinen Behandlungs- und Ent-
sorgungslösungen für Abfall ist das
Tätigkeitsfeld von Comp-any aber
                                                  SchülerInnen, StudentInnen und Lehrbeauftragte
nicht abgeschlossen. Eine weitere                erhalten gegen Vorweisung ihrer Legi zudem eine
Kompetenz des Unternehmens, das                          Preisreduktion von 15 Prozent!
östlich von München beheimatet ist,                       Gilt auch für eine Begleitperson!
bildet die Herstellung hochwertiger
Sekundärbrennstoffe aus Teilfraktio-                   Ristorante Pizzeria MOLINO
                                                 Bohl 1, 9000 St. Gallen, Telefon 071 / 223 45 03
nen der zuvor biologisch behandelten
                                                 Offen: Montag bis Samstag von 08.00 bis 24.00 Uhr,
Abfälle. In modernen Verwertungsan-          Sonntag von 09.00 bis 23.30 Uhr. Durchgehend warme Küche.
lagen werden diese zu Energie in
                                                                  www.molino.ch
Form von Elektrizität und Wärme



                                                                                                                     alma 4/2007   13
     projekt campus



     Richtfest für den Campus
     beim Weiterbildungszentrum (WBZ)
     Genau zur Halbzeit zwischen Baubeginn und Schlüsselübergabe konnte am Freitag, 24. August auf den Roh-
     bau des Campus angestossen werden. Es gab viel Lob und Dank für alle am Bau beteiligten Helfer. Das wurde
     gebührend mit einem Umtrunk gefeiert.

     Von Eva Geiger

         Am 24. August wurde die Aufrich-
     te für den neuen Campus beim WBZ
     gefeiert. Genau in der Mitte der Bau-
     zeit haben die Bauarbeiter den Roh-
     bau unter Dach und Fach gebracht –
     ein Ereignis, das man mit Bratwurst,
     Fleischkäse und Pouletschenkel in ei-
     ner gemütlichen Runde feierte. An-
     wesend waren alle Mitarbeiter der am
     Bau beteiligten Firmen, Vertreter der
     Universität St.Gallen und der Stiftung
     HSG Alumni.
         «An dieser Stelle möchte ich mich
     ganz besonders bei allen Mitarbeiten-
     den bedanken, die am Bau beteiligt wa-
     ren. Ohne ihre Mithilfe und den enor-
     men Einsatz würden wir jetzt nicht hier
     stehen und feiern», begrüsste Wolfram
     Martel, Präsident der Stiftung HSG
     Alumni, die Anwesenden. Auch Markus       Der Rohbau des Campus steht!



                                               Brönnimann, Verwaltungsdirektor der                 Der Rohbau ist erstellt, und wenn
                                               HSG, sprach seinen Dank an alle Hel-            alles nach Plan läuft, wird der Cam-
                                               fer und Spender aus. «Die gute Zusam-           pus im kommenden Frühjahr bezugs-
                                               menarbeit zwischen der Bauleitung               bereit sein. Ab Mai 2008 können die
                                               und den Unternehmern und konstruk-              Teilnehmenden des Weiterbildungs-
                                               tives Arbeiten haben es ermöglicht,             zentrums den Campus nutzen und
                                               dass wir heute hier stehen und die Auf-         von Schlafgelegenheiten, Fitnessraum,
                                               richte feiern», sagte Brönnimann stolz.         Sauna und Lounge profitieren.




                                                  Verewigen Sie sich!

                                                  Wir nehmen gerne weiterhin Spenden für das   Stiftung HSG Alumni
                                                  Projekt «Campus» entgegen. Es können Gäs-    Dufourstrasse 50
                                                  tezimmer benannt werden oder Sie erhalten    9000 St.Gallen
                                                  einen Platz auf dem «Window of fame».        Konto-Nr. 10.551292-3200
                                                                                               Wegelin & Co. Privatbankiers
                                                  Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne:       9004 St.Gallen
                                                  Philipp Kotsopoulos                          IBAN: 100876510581292300 0
                                                  Tel. +41 (0)71 224 30 10                     BIC: 8765
                                                  E-Mail philipp.kotsopoulos@unisg.ch          SWIFT: WEGECH2G
     Hier entstehen zwei neue Seminarräume



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                                                                      mein spender-commitment
Bitte ausfüllen und Kopie faxen an +41 71 224 30 11




   Window of fame


                                     Spenderleistung     Reservation (Anzahl)    Unterschrift / Datum
   «Platin-Spender»                    > CHF 200’000
                                         EUR 140’000
   «Gold-Spender»                      je CHF 100’000
                                         EUR    70’000
   «Silber-Spender»                    jeCHF    20’000
                                         EUR    14’000
   «Bronze-Spender»                    je CHF    5’000
                                         EUR     3’500




   Raum-Benennung


   Objekt                            Spenderleistung     Reservation (Anzahl)    Unterschrift / Datum
   Gästezimmer                         je CHF 50’000
                                         EUR    35’000
   Sauna                               je CHF 100’000
                                         EUR    70’000   – bereits vergeben –
   Fitnessraum                         je CHF 100’000
                                         EUR    70’000   – bereits vergeben –
   Spiel- /Entspannungsraum            je CHF 100’000
                                         EUR    70’000   – bereits vergeben –
   Bibliothek                          je CHF 100’000
                                         EUR    70’000   – bereits vergeben –
   Tiefgarage                          je CHF 100’000
                                         EUR    70’000




   Gewünschte Benennung auf Window of fame oder Raum           Spender


                                                         Firma


                                                         Name


                                                         Adresse


                                                         E-Mail


                                                         Telefon


                                                         Fax
         projekt campus



Spenderliste «Campus» – sind Sie schon dabei?
Neben zahlreichen verbindlichen Zusagen von Spendern, die sich noch nicht für ein spezielles Engagement entschieden haben, wurden bereits zwei Platin-
Sponsoren, 7 Gold-Sponsoren, 31 Silber-Sponsoren, 120 Bronze-Sponsoren, die Bibliothek, die Sauna, der Fitness- und Spieleraum und 15 Gästezimmer über-
nommen. Insgesamt belaufen sich die schriftlichen Zusagen damit auf über 8 Millionen Franken. Die Spender sind (Stand: 24.8.2007):


· ABB Schweiz AG                       · Dr. Bjørn Johansson Associates AG    · Dr. Willi Leimer                     · Dr. Eugen W. Schmid
· Dr. oec. Christian Abegglen          · Dreyer & Hillmann Stiftung           · Eckhard Marshing                     · Thomas Schmidheiny
· Paul und Ann-Kristin Achleitner      · Dubler Hotel- und Tourismus-         · Martin Leber                         · Dr. Ralph Schmitz-Dräger
· Dr. Josef Ackermann                    beratung                             · Dr. Silvio Leoni                     · Drs. Albert R. Schuitemaker
· Dr. Kurt und Verena Alig             · Ecoscientia Stiftung                 · LGT Gruppe Vaduz                     · Dr. André-Michael Schultz
· AFG Arbonia-Forster-Gruppe           · Rudolf E. Ehrbar                     · Harald Link                          · SGOC – San Gallenses
· Heinz Allenspach                     · Stefan und Hajo Engelke              · Dr. Max Link                           Oeconomiae Comites
· Alumni Amici HSG                     · Dr. Martin Epple                     · Lista Holding AG                     · Ursula R. Seifert
· Appenzeller Kantonalbank             · Ernst Göhner Stiftung                · Armin Locher                         · Dr. Heinz und Anita Seiler
· Astutia Ventures GmbH                · Manuel Etter                         · LxBxH Gauch AG                       · Serono
· AV Bodania                           · Arthur Eugster                       · Eckhard Marshing                     · Dr. Gralf und Silvia Sieghold
· Altherrenverband der AV              · Maria & Fritz Fahrni                 · Martel AG St. Gallen                 · Andreas N. Somogyi
 Mercuria San Gallensis                · Farner PR                            · Wolfram Martel und Andrea            · Steinegg Stiftung, Herisau
· AV Notkeriana                        · Christian Fischbacher                  Martel Fus                           · Dr. Andreas E. Steinmann
· AVIA Osterwalder St.Gallen AG        · Fishing Club                         · Max Pfister Baubüro AG               · St.Gallen Foundation for Inter-
· Bain & Company                       · forma vitrum ag                      · McKinsey & Company Inc.                national Studies
· Bank Julius Bär & Co. AG             · Dr. Egmond Frommelt                  · Dr. Alfred Meili                     · St.Galler Kantonalbank
· Bankenvereinigung der Stadt          · Frutiger AG                          · Dr. Jürg Th. Meili                   · St.Galler Tagblatt AG
 St.Gallen                             · Oskar Gasser                         · Thomas D. Meyer                      · Clara C. Streit
· Basler Versicherungen                · Geberit Verwaltungs AG               · Stefan Minder & Dr. Carmen Kobe      · Swiss Re
· Christoph Baumgartner                · Pascal u. Amelie Gueissaz-Blohm      · Dr. Stephan und Martina Mohren       · Prof. Dr. Konstantin Theile
· Dr. Markus Berni                     · Daniela S. Geissbühler               · MS Management Service AG             · Hans Thöni
· Bibus Holding AG                     · Karl Gernandt                        · Sylvie Mutschler-von Specht          · Michael Tintelnot
· Felix Bibus                          · Peter Gmür                           · Nahrin AG                            · Thurgauer Kantonalbank
· Rudolf Bindella Weinbau-             · Lucas Gnehm & Christine              · namics ag                            · Dr. Ulrich Tueshause
 Weinhandel AG                           Huschke Gnehm                        · nbd-consulting, Christian Müntener   · UBS AG
· Bischoff Textil AG St.Gallen         · Dr. Hans-Ulrich Gysi                 · Nestlé                               · Dr. oec. Martin Ulmer
· Dr. David Bodmer                     · Harro Haberbeck                      · N.N.                                 · Ungarische Flüchtlingsstudenten ’56
· Prof. Dr. Max Boemle                 · Matthias und Ruth Haller             · Jochen Nölke                         · Universal Finanz Holding AG
· Brauerei Schützengarten AG           · Beat Halter                          · Alexander C. Notter                  · Johannes von Heyl
· Dr. oec. Max Bruggmann,              · Karl-Erivan W. Haub                  · René B. Ott                          · S.D. Fürst Hans-Adam II von und
 a. Präsident Hochschulverein          · Mark E.B. Hauri                      · Otto’s AG                              zu Liechtenstein
· C.Vanoli AG                          · Bénédict Hentsch                     · Dr. oec. Emilio Pagani               · Martin von Walterskirchen
· Bruno Catella                        · Helvetia Patria Versicherungen       · Pictet & Cie Banquiers               · VP Bank Vaduz
· Centrum Bank Vaduz                   · Heugümper Club Zürich                · Dr. Dirk C. W. Plump                 · Matthias von Westphalen
· Ciba Speciality Chemicals            · Hilti Foundation                     · PricewaterhouseCoopers AG            · Arthur Wäger
· Clariant International Led.          · Holcim Ltd                           · Emanuel und Marianne Probst          · Wagner AG
· Competence Network AG                · Hotel Hof Weissbad                   · Raiffeisen Gruppe                    · Stefan Wäspi
 St.Gallen                             · Dr. Pirmin Hotz                      · Dr. Martin Ramsler                   · Dr. oec. Carla Wassmer,
· CPH Chemie+Papier Holding            · Ralph E. Jaeger JAEGER PARTNERS      · Hubertus Rechberg                      a. Präsidentin Hochschulverein
· CPMi AG Customer Performan-          · Dr. sc. éc. Dieter Jäggi             · Lars P. Reichelt                     · Anette Weber
 ce Management                         · Peter Jansen                         · Peter Reland                         · Jürgen Westphal
· Credit Suisse Group                  · Maximilian Kastka                    · Malte Richter                        · Madeleine Winterling-Roesle
· Danzas Holding Ltd, Basel            · Keramik Laufen                       · Jon W. Ringvold                      · Bernd und Susanne Wolff
· Debrunner Acifer-Gruppe              · Pascal Koller                        · Tore W. Ringvold                     · Dr. Heinz R. Wuffli
· Charles-Louis De Laguiche            · Dr. oec. Barbara Konrad              · Willy Roos                           · Prof. Dr. Rolf Wunderer
· Deutsche Bank AG                     · Dr. Lucy u. Gebi Küng-Shankleman     · Rösslitor Bücher AG                  · XL Insurance Switzerland
· Diethelm Keller Group                · René Lemmenmeier                     · Dr. Ferdinand Rust                   · Zehnder Group
· Die Mobiliar                         · Kessler & Co AG                      · Dr. oec. Wilfried Rutz               · Dieter Zerndt
· Dr. Hans-Ulrich Doerig               · James Ladner & Dr. Thomas Ladner     · Salzmann AG
· Jean-Evrard Dominicé                 · Johann Jakob La Roche                · Guido Scherer
                                                                                                           unireport



Diskurs von Daniel Libeskind
und Peter Sloterdijk in der Lokremise
Vom 21. Mai bis 2. Juni richtete die HSG in Zusammenarbeit mit der deutschen Haniel-Stiftung in der St.Galler
Lokremise eine Veranstaltungsreihe aus, die sich dem Verhältnis von Kunst und Ökonomie widmete. HSG-Stu-
dierende befassten sich mit künstlerischen Methoden, mit Unternehmertum aus ästhetischer Sicht sowie mit der
Organisation von Kunst. Darüber hinaus fanden öffentliche Veranstaltungen mit prominenten Gästen statt.

Von Sophie Krempl und Timon Beyes

    Kreativität, Innovation und Unter-
nehmertum sind immer auch ästheti-
sche Phänomene. Kunst und Kultur
müssen sich mehr denn je mit ökono-
mischen Handlungsspielräumen aus-
einandersetzen. «Kunst und Ökono-
mie» – unter diesem Titel standen die
beiden Veranstaltungswochen, deren
Höhepunkt die von Roger Schawins-
ki geleitete Diskussion mit dem New
Yorker Architekten Daniel Libeskind
und dem deutschen Philosophen Pe-
ter Sloterdijk war. Zugleich bot sich
den über 300 Gästen die Gelegenheit,
die grossflächige skulpturale Struktur,   Geleitet vom Publizisten und HSG-Alumnus Roger Schawinski (Mitte) diskutierten
die Daniel Libeskind für die St.Galler    der New Yorker Architekt Daniel Libeskind (links) und der deutsche Philosoph Peter
Startwoche 2005 entworfen hatte,          Sloterdijk (rechts) über «Kunst und Ökonomie».
erstmals zu bestaunen.

    Architektur damals und heute          Zero in New York geradezu die «Pres-       kind. Für Libeskind, der sich erst spät
    Der Schweizer Publizist Schawins-     tige-Energien des Weltkapitalismus»,       vom Architekturtheoretiker zum «bau-
ki warf zunächst in die Runde, ob al-     so dass der transzendente Faktor des       enden Architekten» wandelte, galt das
le Architekten Prostituierte seien, wie   Gebäudes schon an seiner Gestalt fest-     Nachdenken über Kunst und Krea-
Libeskind in seiner Autobiographie        zumachen sei. «Damals sind Gebäude         tivität als Ausgangspunkt von eigener
den Architekten Philipp Johnson zitie-    konstruiert worden, um ein Weltsym-        Kreativität. Insofern seien Universi-
re. Der Befragte betonte die für ihn      bol für die Eintretenden zu schaffen.      täten der Ort, der die Atmosphäre für
entscheidende ethische Komponente         Heute dagegen finden Kommunikati-          Ideen und das Nachdenken über sie
des architektonischen Arbeitens. Er       on und Öffnung des Raumes vor dem          zu schaffen habe. Da dazu eine ge-
verstehe Architektur als Ergebnis ei-     Gebäude statt», so Sloterdijk.             wisse Grösse an kritischer Masse not-
nes demokratischen Prozesses.                 Das zu betonen, war auch Libes-        wendig sei, die nicht überschritten
    Zwar widersprach auch Sloterdijk      kind wichtig. Er wolle offene Räume        werden sollte, plädierte Sloterdijk
dem Bonmot Johnsons, doch illu-           schaffen, die jedem zugänglich seien.      dafür, die Universitäten kleiner zu
strierte er das gewandelte Verhältnis     Die Welt und das Aussen sollten in         machen.
von Architektur und Öffentlichkeit an     den gebauten Raum integriert und                Mit einem Lob an seine Karlsruher
einem Vergleich: Während es in der        hineingetragen werden, so dass die         Hochschule für Gestaltung – «learning
Zeit der Weltwirtschaftskrise der 20er    äussere Welt weder bloss abgebildet        from Karlsruhe» – und an die Univer-
Jahre des 20. Jahrhunderts möglich        noch ausgeschlossen werden könne.          sität St.Gallen als gleichermassen of-
gewesen sei, gegen die öffentlich                                                    fene und doch nicht grenzenlose Räu-
wahrgenommenen Bedürfnisse und                 Kreativität und Universität           me des Lehrens und Lernens schloss
Zwänge das Empire State Building zu            Wie denn die künstlerische Krea-      das Gespräch. Das zahlreich erschie-
bauen und damit neue revolutionäre        tivität heutzutage in und für Univer-      nene St.Galler Stadt- und Studenten-
Megalomanien der Welteinrichtung zu       sitäten verfügbar gemacht werden           publikum hatte im Anschluss Gele-
entwerfen, repräsentiere Libeskinds       könne, war die abschliessende Frage        genheit, Fragen an die prominenten
Entwurf für die Brachstelle des Ground    Schawinskis an Sloterdijk und Libes-       Gäste zu stellen.



                                                                                                                   alma 4/2007   17
     unireport



     Eins, zwei, drei … vierzehn Professorinnen an
     1905 schloss die erste Frau ihr Studium an der HSG ab, doch bis auch hinter dem Lehrpult ei-
     ne «Frau Professor» stand, vergingen mehr als hundert Semester. In den letzten Jahren haben sie
     jedoch aufgeholt: Von den aktuell 137 von der HSG gewählten oder ernannten Professorinnen
     und Professoren sind 14 Frauen. Wir führen sie hier mit ihren Forschungsinteressen und -schwer-
     punkten auf.




                                                                                       Abteilungsvorstand KWA,
                                                                                       Lehrstuhl für deutsche Sprache
                                                                                       und Literatur
                                                                                       · Goethezeit und Romantik
                                                                                       · Kriminalliteratur
                                                                                       · Poetiken des Körpers
                                                                                       · Die Geschichte des Narren
                                                                                                                                           Monika Bütler



                                                                   Ulrike Landfester                                2003


                                                 Erste Generalanwältin                                                              Mathematik & Statistik
                                                 · Völkerrecht                                                                      · Kooperative Spieltheorie
                                                 · Europarecht                                                                      · Abstimmungs- und Wahl-
                                                 · Rechtsvergleichung                                                                 verfahren
                                                                                                                                    · Chaos-Theorie
                                                 Seit 2003 Generalanwältin
                                                 am Gerichtshof der Europäi-
                                                 schen Gemeinschaften




                             Juliane Kokott                                   2003                   Margrith Gauglhofer-Witzig                                  1991


                                                                                       Direktorin am Institut für
                                                                                       Führung und Personal-
                                                                                       management (I.FPM-HSG)
                                                                                       · Organisationale Energie


              ▲
                                                                                       · Leadership
                                                                                       · Handeln von Netzwerken




                                                                   Heike Bruch                                      2001



                                                                                                                                           Regula Kägi-Dien
                                              Max Schmidheiny Tenure Track
                                              Professur für Law and Econo-
                                              mics, Öffentliches Recht, Völ-
                                              ker- und Europarecht
                                              · Ökonomische Theorie des
                                                Rechts, Verhaltensökonomik,
                                                Rechts-, Demokratietheorien                                             Geschäftsführerin Swiss Centre
                                              · Finanzmarktregulierung/-aufsicht,                                       for Innovations in Learning
                                                Regulierungstheorien, Risiko-                                           (SCIL) am Institut für Wirt-
                                                verwaltungsrecht                                                        schaftspädagogik
                                              · Gesetzesfolgenabschätzung                                               Management von Bildungsorgani-
                                              · Korruption                                                              sationen und -innovationen
                           Anne van Aaken                                  2006                                         (Strategieentwicklung, Change
                                                                                                                        und Qualitätsmanagement),
                                                                                                                        Gestaltung/Evaluation von tech-
                                                                                                                        nologiegestütztem Lernen in
                                                                                                                        Hochschulen und Unternehmen
18   alma 4/2007
                                                                                         Sabine Seufert                                           2006
    der HSG


    Direktorin des Forschungs-
    institutes für Empirische Öko-
    nomie und Wirtschaftspolitik
    (FEW-HSG)
    · Generelle Makroökonomie
    · Public Finance                                                                 Völker- und Europarecht,
    · Politische Ökonomie                                                            ausländisches öffentliches Recht
                                                                                     und Rechtsvergleichung
                                                                                     · Kerngebiete des Völker-
                                                                                       und Europarechts
                                                                                     · Umweltrecht
                                                                                     · Kulturgüterschutzrecht
                              2004                                                   · Internationales Sicherheitsrecht
                                                                                     · Wirtschaftsrecht



                                                        Kerstin Odendahl                                         2004


                                                  Direktorin des Instituts für                                                           Fachvorstand Spanische
                                                  Wirtschaftsinformatik (IWI-HSG)                                                        Sprache und Literatur, KWA
                                                  · Business 2.0 – Center for                                                            · Literatur- und Kulturwissen-
                                                    Innovations                                                                            schaften Lateinamerikas und
                                                  · Social Software in Unternehmen                                                         Spaniens, 18.–20. Jahrhundert
                                                  · Virtual Team Leadership                                                                (und Siglo de Oro)
                                                  · Knowledge Worker Productivity                                                        · Vergleichende Kulturwissen-
                                                  · HR-/E-Learning-Balanced-                                                               schaft
                                                    Scorecard                                                                            · Intermedialität
                                                  · E-Learning-Umsetzungen in                                                            · Hispanische Kultur in den USA
                                                    Unternehmen                                                                          · Scheitern in der Literatur

1                  Andrea Back                                               1994                           Yvette Sánchez                                          2004


                                                                                                                                                    Vize-Direktorin am Institut für
                                                                                                                                                    Medien- und Kommunikati-
                                                                                                                                                    onsmanagement (MCM-HSG)
                                                                                                                                                    · Web 2.0
    Öffentliches Recht                                                                                                                              · digitale Kommunikation
    · Föderalismus                                                                                                                                  · Neue Medien und Konvergenz
    · Grundrechtsfragen einschliess-                                                                                                                · Entwicklung/Simulation v. Ge-
      lich Gleichstellungsfragen                                                                                                                      schäftsmodellen f. neue Medien
    · «Gender und Recht»                                                                                                                            · Akzeptanz von neuen Medien
    · Non Profit Organisationen und                                                                                                                 · Online Communities, Serious
      (allgemeine) Verwaltungsfragen                                                                                                                  Gaming

                                                                                                                          Katarina Stanoevska-Slabeva                         2005



ner                            1998                                                                                 Förderungsprofessur des
                                                                                                                    Schweizer Nationalfonds am
                                                                                                                    Lehrstuhl für Organisations-
                                                                                                                    psychologie (OPSY)
                                                                                                                    · Training für den Umgang mit
                                                                                                                      Komplexität
                                                                                                                    · Simulatortrainings
                                     Direktorin am Institut für                                                     · Organisationales Lernen aus
                                     Medien- und Kommunikations-                                                      Fehlern
                                     management (MCM-HSG)
                                     · Kommunikationsmanagement
                                     · Internationale Kommunikation
                                     · Medienökonomie                                Annette Kluge                                            2005
                                     · Unternehmenskommunikation




                                                                                                                                                                                       alma 4/2007   19
      Miriam Meckel                                            2005
     unireport



     Neues Center für Lateinamerika-
     Studien an der HSG
     Am 25. Juni 2007 wurde das Centro Latinoamericano-Suizo de la Universidad de San Gallen (CLS-HSG) offizi-
     ell eröffnet. Das Center vereint verschiedene Lehrstühle und Institute unter einem Dach. Es soll so den Austausch
     und die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Lateinamerika durch Forschung, Lehre, Weiterbildung und
     Dienstleistungen fördern. In der Schweizerischen Universitätslandschaft wird damit eine Lücke geschlossen.

         Das Centro Latinoamericano-Sui-            Der studentische Nachwuchs soll      ternationalisierung der HSG und hat
     zo führt Organisationen, Dozierende,       in seiner intensiven Auseinanderset-     − nicht zuletzt mit seinem interdiszi-
     Studierende und Doktorierende, die         zung mit lateinamerikanischen The-       plinären Ansatz − durchaus das Po-
     über Lateinamerika forschen, zusam-        men gefördert werden, indem die in       tenzial, ein breites Interesse beider-
     men. Am 25. Juni wurde die Institu-        Austauschsemestern, Praktika, Sprach-    seits des Atlantiks zu wecken.
     tion feierlich eröffnet.                   kursen, Seminaren und Vorlesungen
                                                erlangten Kompetenzen in Forschungs-
         Austausch mit lateinamerika-           arbeiten auf Bachelor- und Master-
         nischen Universitäten                  Stufe einfliessen, die dann in Disser-
         Das Center will die Kooperation in     tationsprojekten vertieft werden.           Kontakt
     Forschung und Lehre innerhalb der                                                      Prof. Dr. Yvette Sánchez
     Universität St.Gallen stärken und den          Einzigartig in der Schweiz              Centro Latinoamericano-Suizo de la
     Austausch mit lateinamerikanischen             Das CLS-HSG möchte daher einen          Universidad de San Gallen (CLS-HSG)
     Partneruniversitäten intensivieren.        Beitrag zur Konsolidierung und Wei-         Gatterstrasse 1, CH-9010 St.Gallen
     Darüber hinaus bietet es eine auf La-      terentwicklung der Schweizer La-            Tel. +41 (0)71 224 25 65
     teinamerika fokussierte Aus- und Wei-      teinamerikaforschung leisten. Neben         yvette.sanchez@unisg.ch
     terbildung an, die sich an internatio-     dieser Chance zur Profilierung auf na-
     nal tätige Unternehmen richtet.            tionaler Ebene unterstützt es die In-




     Breaking Glass:
     Frauen in Führungspositionen
     Die neue Vorlesungsreihe an der Universität St.Gallen, die sich mit Frauen in Führungspositionen beschäftigt,
     stiess auf ein grosses Echo inner- und ausserhalb der HSG.

     Von Miriam Meckel                          Führungsrolle zu erobern. In der Wirt-   reichen weiblichen Vorbildern. Die
                                                schaft sieht es nicht besser aus.        neue Vorlesungsreihe möchte gute
         Vor zwanzig Jahren erfand das                                                   Beispiele aus Wirtschaft, Politik, Me-
     «Wall Street Journal» den Begriff «Glass       Vorbilder schaffen                   dien und Gesellschaft porträtieren
     Ceiling» und beschrieb damit, was              In vielen Unternehmen bestehen       und so junge Frauen ermutigen, «die
     Frauen daran hindert, auf Spitzenpo-       Programme zum «Diversity Manage-         Glasdecke zu durchbrechen». Erfolg-
     sitionen in Wirtschaft und Gesell-         ment». Weshalb stossen Frauen auf        reiche Frauen wie Christiane zu Salm
     schaft vorzurücken. «Glass Ceiling»        ihrem Karriereweg heute dennoch an       (Medienunternehmerin), Anne Will (Mo-
     bedeutet, dass Frauen an eine «gläser-     eine unüberwindbare Grenze? Zum          deratorin ARD), Ursula Wyss (Frak-
     ne Decke» stossen, die ihren Karriere-     einen werden sie von den wichtigen       tionschefin SP), Hubertine Underberg-
     weg beendet.                               informellen Netzwerken ausgeschlos-      Ruder (Präsidentin Underberg Group),
         Auch heute noch kennen viele           sen, in denen Entscheidungen fallen      Alice Schwarzer, Monika Ribar (CEO
     Frauen das Problem: Nur etwa zehn          und Karrieren vorbereitet werden.        Panalpina) oder Catherine Mühlmann
     Prozent der Hochschullehrer im             Dann halten sich männliche Vorurtei-     (CEO MTV Networks) berichten aus ih-
     deutschsprachigen Raum sind Frau-          le gegen Frauen in Führungspositio-      rem Berufsfeld, über ihre Lebens- und
     en. In der Politik haben es Frauen         nen hartnäckig. Und es fehlt jungen      Karrierewege und persönlichen Erfah-
     ebenfalls schwer, dauerhaft eine           Frauen an Rollenmodellen, an erfolg-     rungen, die sie selbst gemacht haben.



20   alma 4/2007
Women’s Day 2007 an der HSG
Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Frauen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. In der Folge haben
spezifische Frauen-Recruiting-Events für viele Unternehmen an Bedeutung gewonnen. Diesem Bedürfnis hat der
Verein Universa am 2. Mai 2007 mit dem ersten universitären Women’s Day, einem Recruiting-Anlass nur für
Studentinnen, Rechnung getragen.

Von Olivia Fraude

    Den Anstoss zum Women’s Day
2007 gab ein Strategiepapier, das im
Rahmen eines Workshops der Frauen-
kommission entstand. Der Netzwerk-
verein Universa hat dieses Strategie-
papier weiterentwickelt, ausgearbei-
tet und am 2. Mai 2007 im Rahmen
des Forum HSG umgesetzt.
    Warum aber braucht es an der
HSG einen speziellen Anlass nur für
die Zielgruppe Studentinnen? Die Er-
fahrung zeigt, dass Unternehmen an
grossen Absolventenkongressen selten
die Möglichkeit haben, spezifisch und     Der Women’s Day war ein voller Erfolg für alle Teilnehmerinnen.
direkt nur die Zielgruppe «Frauen/Ab-
solventinnen» zu erreichen. Gleichzei-
tig haben auch die Absolventinnen         für Journalisten und Moderatoren)          Rahmen gehalten, um einen persön-
oft nicht die Gelegenheit, wichtige       und Torsten Baireuther (prozessorien-      lichen und ungezwungenen Kontakt-
Fragen zu klären. Die von den Unter-      tierte Psychologie und Coaching in         austausch zu ermöglichen. So mussten
nehmen angebotenen Möglichkeiten          verschiedenen Unternehmen). Am             auch einigen Interessentinnen Absagen
und Karriereplanungen für Frauen          Nachmittag stand das persönliche           zur Teilnahme erteilt werden.
sind vielmals nicht augenfällig. Es be-   Kennenlernen von Unternehmen wie               Die Bedeutung von Frauen-Re-
steht daher von beiden Seiten das Be-     Procter & Gamble, IBM, Ernst & Young,      cruiting-Anlässen wurde nicht nur
dürfnis nach zielgruppengerechteren       Freshfield Bruckhaus Deringer, Corpo-      durch die zahlreichen Teilnehmerin-
Anlässen, wo Vertrauen aufgebaut so-      rate Value Associates und dem Bundes-      nen und die bunte Auswahl an span-
wie ein Austausch im persönlichen         verwaltungsgericht auf dem Programm.       nenden Unternehmen bestätigt, son-
Rahmen und einer ungezwungenen            Den Fokus legten die Unternehmen           dern auch durch das grosse mediale
Atmosphäre stattfinden kann.              dabei auf Einstiegs- und Karrieremög-      Interesse. So berichteten die Tages-
                                          lichkeiten von Frauen. Der Abschluss       schau des Schweizer Fernsehens eben-
    Coaching und Interview-               bildete eine von Prof. Dr. Thomas          so wie Tele Ostschweiz, Radio DRS3
    Vorbereitung                          Geiser und Anja Zwingenberger (netz+)      und verschiedene Tageszeitungen über
    Die Theorie wurde am 2. Mai 2007      geleitete Diskussionsrunde, in der per-    den Women’s Day an der HSG.
in die Praxis umgesetzt: Der Women’s      sönliche Anliegen der Absolventinnen
Day 2007 wurde ein voller Erfolg. So-     nochmals aufgenommen wurden. Der
wohl die teilnehmenden Unterneh-          Ausklang des Women’s Day fand bei
men als auch die Studentinnen äus-        einem gemütlichen Apéro statt, bei
serten sich positiv. Es wurden viele      dem das persönliche Gespräch und               Women’s Day 2008
Kontakte geknüpft und interessante        der Erfahrungsaustausch noch inten-            Nach dem Erfolg des ersten universitären
Themen diskutiert.                        siviert werden konnten.                        Frauenrecruiting-Anlasses arbeitet Universa
    Der Women’s Day 2007 startete am                                                     bereits an der Durchführung des zweiten
Vormittag mit einem Coaching zur In-          Ungezwungener Kontakt-                     Women’s Day im März 2008. Interessierte
terview-Vorbereitung (Themen: Selbst-         austausch                                  Unternehmen finden Informationen zum
marketing sowie Stimm- und Auftre-            Bei der Organisation im Vorfeld            Women’s Day und zum Verein Universa un-
tenstraining). Geleitet wurden die        hat Universa mögliche Arbeitgeber für          ter www.universa-unisg.ch
Coachings von den professionellen         alle Studienrichtungen berücksichtigt
Trainern Liane Streblow (Sprechtraining   und die Gruppengrössen im kleineren



                                                                                                                        alma 4/2007    21
                 unireport



                 Lernen von und in Lateinamerika
                 Die Universität St.Gallen bietet neu zusammen mit der Rotman School of Management der Universität Toronto
                 einen Englisch sprachigen Global Executive MBA-Studiengang in General Management an.

                 Von Wolfgang Jenewein und Svenja               führung selbst: Die Studienblöcke des                tonten immer wieder den ausseror-
                 Schmidt                                        «Omnium Global Executive MBA» fin-                   dentlichen Nutzen dieses intensiven
                                                                den in Europa, Nordamerika, Asien und                Einblicks in Südamerika als wichtigen
                     Das interkontinentale Programm,            Südamerika statt.                                    Wirtschaftsraum der Zukunft.
                 das berufsbegleitend absolviert wird,
                 ist auf Manager aus aller Welt zuge-                Zahlreiche Firmenbesuche
                 schnitten, die internationale Kunden                Im Mai 2007 trafen sich die dies-
                 haben oder in multinationalen Pro-             jährigen Teilnehmer/-innen verschie-                     Absolventen des Omnium Global Exe-
                 jektteams arbeiten. Die globale Aus-           denster Nationen in Lateinamerika,                       cutive MBA erhalten einen Doppelab-
                 richtung gilt dabei nicht nur für die          um während drei Wochen Wissen,                           schluss der Universität St.Gallen und der
                 Vermittlung von Wissen und Kompe-              Eindrücke und Erfahrungen bzgl. der                      Universität Toronto. Das Programm dau-
                 tenzen, sondern auch für die Durch-            dortigen Wirtschafts- und Arbeitswelt                    ert 18 Monate und ist berufsbegleitend.
                                                                zu sammeln. In Brasilien und Argen-                      Es wird in Englisch angeboten und rich-
                                                                tinien durchliefen die Teilnehmenden                     tet sich an Manager aus aller Welt mit
                                                                Kurse in «International Finance», «Ne-                   globaler Verantwortung oder solche, die
                                                                gotiating in a Global Environment»,                      in Zukunft eine internationale Manage-
                                                                «Supply Chain Management» sowie                          ment-Position anstreben.
                                                                «Managing IT». Sie diskutierten rele-
                                                                vante Fragestellungen und aktuelle
                                                                Probleme mit erfolgreichen Akteuren
                                                                lokaler Firmen wie etwa Natura Cos-                      Kontakt
                                                                méticos und besichtigten Unterneh-                       Dr. Wolfgang Jenewein, Executive
                                                                men wie z.B. die Banco Itáu in São                       Director (wolfgang.jenewein@unisg.ch)
                                                                Paulo oder DHL und Schneider Elec-                       Svenja Schmidt, Program Manager
                                                                tric in Buenos Aires. Die Teilnehmer/                    (svenja.schmidt@unisg.ch)
                 Die internationale Studiengruppe be-           -innen äusserten sich insgesamt sehr                     Tel. +41 (0)71 224 27 01
                 suchte Kurse und lokale Unternehmen            zufrieden über dieses Modul des Om-                      www.omniumgemba.com
                 in Südamerika. Foto: Don Jacobs                nium Global Executive MBA und be-
impressum




                 Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen   Beiträge:                                            Redaktion /Anzeigen:
                 (bis 1997: «St.Galler Hochschulnachrichten»)   Doris Benz · Volker Bernhardt · Timon Beyes ·        alma · freicom beziehungsmanagement und
                                                                Franziska Eberhard · Anina Fleischmann · Olivia      kommunikation ag · rorschacherstrasse 304 ·
                 ISSN 1422-5980                                 Fraude · Eva Geiger · Lotti Gerber · Wolfgang        9016 st.gallen · telefon 0842 120 120 ·
                 7. Jahrgang, Nr. 4/2007                        Jenewein · Sophie Krempl · Elisabeth Löhr · Miriam   telefax 071 282 21 30 · alma@freicom.ch
                 Auflage: 20’000 Exemplare                      Meckel · Christine Morath · Jochen Müller ·
                 Erscheinungsweise: alle 3 Monate               Silvia Nüesch · Simon Peck · Nicole Rosenkranz ·     Adressänderungen:
                                                                Winfried Ruigrok · Svenja Schmidt · Sabina Tacheva   HSG Alumni
                 Herausgeber:                                                                                        Dufourstrasse 50
                 HSG Alumni                                     Gestaltung:                                          CH-9000 St.Gallen
                                                                freicom AG, St.Gallen                                Telefon +41 71 224 30 10
                 Verlagsleitung:                                                                                     Telefax +41 71 224 30 11
                 Philipp Kotsopoulos                            Druck:                                               alumni@unisg.ch
                                                                Zollikofer AG, St.Gallen
                 Chefredaktion:                                                                                      Internet:
                 Roger Tinner · Anina Fleischmann (Stv.)        Anzeigenpreise:                                      www.alumni.unisg.ch
                                                                auf Anfrage


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                      1/2007
                 alma 4/2007
Praxisnähe für die juristische Ausbildung
Das Team der Universität St.Gallen hat mit überzeugenden Plädoyers am 14. Willem C. Vis Moot Court in Wien
teilgenommen.

Von Elisabeth Löhr                          musste eine hieb- und stichfeste Klage-
                                            schrift in englischer Sprache verfasst
    Moot Court ist die Bezeichnung          werden, die es bedingte, dass man
für ein hypothetisches Gericht, bei         sich ganz und gar in die Position des
dem Studierende als Anwälte auftreten       Klägers hineinversetzte. Nach der Ab-
und einen fiktiven Fall verhandeln.         gabe dieser Schrift im Dezember er-
Der Willem C. Vis Moot Court in Wien        hielt unser Team die Klageschrift der
ist mit 168 vertretenen Universitäten       Pace University aus New York. Nun
der weltweit grösste zivilrechtliche        wurden die Rollen getauscht, in dem
Wettbewerb seiner Art.                      aus der Sicht des Beklagten eine Ant-
                                            wort auf die erhaltene Klageschrift ver-   Das Moot Court-Team St.Gallen:
    Mood Court als Bestandteil              fasst wurde. In guter Zusammenar-          (vorne) Oliver Vahrenholt,Anette Weiner,
    der Juristenausbildung                  beit, langen Nachtschichten, schweiss-     Elisabeth Löhr, Prof. Markus Müller-
    Auch im Jahr 2007 hat ein Team          treibenden Korrekturen und einem           Chen, Simon Kehl, Seraina Walter;
juristischer Studierender die Universi-     völligen Verzicht auf das sonst so bun-    (hinten) Stefan Bürge, David Bachmann
tät St.Gallen dort vertreten. Unter der     te studentische Leben haben wir die
Leitung des Rechtsprofessors Markus         Schriften erstellt und schliesslich nach
Müller-Chen sowie dem Team der              Wien geschickt.
Coaches (Christoph Bauer, Simon Kehl,
Stephan Bürge) haben David Bach-                 Intensive Vorbereitungen
mann, Elisabeth Löhr, Matthias Maurer,           für Mood Court
Seraina Walter, Anette Weiner und Oli-           Ab Januar 2007 wurde alle Mühe
ver Vahrenholt sich dem Wettbewerb in       belohnt. In Vorbereitung auf die münd-
internationalem Handelsrecht gestellt.      lichen Verhandlungen in Wien ist das
    Beim Willem C. Vis Moot Court mit-      St.Galler Team nach München, Basel
zumachen war für alle Teammitglieder        und Paris zu so genannten «Pre-Moots»
eine prägende Erfahrung. Im angel-          gereist. An diesen Vorrunden konnten       Höchste Konzentration der St.Galler
sächsischen Raum sind Moot Courts           wir unser Können unter Beweis stellen      «Anwälte» des Beklagten
ein fester Bestandteil der Juristenaus-     und Fehler noch ausmerzen. Gleich-
bildung. In der Schweiz wird dies in        zeitig sind wir hier zum ersten Mal mit    ten. Bei allen Plädoyers hat das Team
neuster Zeit auch immer mehr geför-         potenziellen Wettbewerbern in Kon-         aus St.Gallen im Vergleich zur gegne-
dert. Einen solchen Prozess aus der         takt getreten und konnten auch deren       rischen Partei sehr gut abgeschnitten.
Sicht eines Anwaltes zu durchlaufen,        Fähigkeiten begutachten. Neben die-
hat viel Praxisnähe in unsere juristische   sen inoffiziellen Vorrunden hatte unser        Tatkräftige Unterstützung
Ausbildung gebracht. Daneben hat der        Team die Gelegenheit, bei verschie-            Das St.Galler Moot Team möchte
Moot Court uns die aussergewöhnliche        denen Zürcher und Basler Anwalts-          sich bei allen bedanken, die uns den
Gelegenheit geboten, mit Jurastuden-        kanzleien gegen andere Schweizer           Moot Court ermöglicht haben. In ers-
ten aus 48 Nationen in Kontakt zu tre-      Teams anzutreten und so Verbesse-          ter Linie bei Prof. Müller-Chen und un-
ten und so andere Rechtssysteme und         rungsvorschläge von Experten in die        seren Coaches, Christoph Bauer, Simon
interessante Persönlichkeiten aus al-       Vorbereitung zu integrieren.               Kehl und Stephan Bürge, ohne deren
ler Welt kennen zu lernen.                       In Wien wurden wir vom Organi-        Unterstützung und Erfahrung der Moot
                                            sator des Moots, Prof. Eric Bergstein,     Court nie zu so einer gelungenen Er-
    Ein juristisches Theater                zusammen mit allen anderen Teams           fahrung geworden wäre. Weiter möch-
    Bereits im Oktober 2006 erhielt         empfangen. In der folgenden Woche          ten wir uns auch ganz herzlich bei
das Team der Universität St.Gallen die      ist St.Gallen in vier verschiedenen Run-   HSG Alumni und allen anderen Spon-
Aufgabenstellung in Form eines fikti-       den gegen Universitäten aus Montreal,      soren für ihre grosszügige finanzielle
ven Falls. Dabei handelte es sich nur       Delhi, New York und Kiew angetre-          Unterstützung bedanken, ohne die wir
um «Original»-Dokumente, zum Bei-           ten. Jeweils zwei Teammitglieder ha-       weder nach Wien hätten reisen kön-
spiel die Korrespondenzbriefe der Fir-      ben eine Partei als Anwälte vor drei       nen noch so eine gute Vorbereitungs-
men und Zeugenaussagen. Als erstes          Schiedsrichtern auf Englisch vertre-       phase für die Plädoyers erlebt hätten.



                                                                                                                      alma 4/2007   23
     unireport



     St.Gallen/Columbia-Doppelzertifikat
     Im Februar 2008 starten die Universität St.Gallen und das Beratungsunternehmen AMC das erste Zertifikatspro-
     gramm für Global Account Manager in Zusammenarbeit mit der Columbia Business School in New York. Ziel ist
     die Ausbildung von hochkarätigen Führungskräften für internationale Vertriebsaufgaben.

     Von Nicole Rosenkranz                            ne Unternehmen in der Regel über-         werden. Der erste Lehrgang startet
                                                      durchschnittlich teuer sind, haben die    Anfang Februar 2008, der Anmelde-
         Erfolgreiche Unternehmen be-                 Universität St.Gallen und die Colum-      schluss ist Ende November 2007.
     trachten ihre globalen Kunden als                bia Business School zusammen mit
     wichtigstes Asset überhaupt. Den-                dem Beratungsunternehmen AMC das
     noch lassen sie sich nicht von den               «Global Account Manager Certificati-         Informationen zum Lehrgang
     Projektionen globaler Umsatz- und                on Program» (GCP) entwickelt.                Mehr Informationen sind unter
     Ertragspotenziale blenden, sondern                   Verteilt auf vier Module werden im       www.amc.com/gcp oder direkt bei
     investieren gezielt in die Ausbildung            GCP die spezifischen strategischen und       Nicole Rosenkranz, GCP Program
     ihrer Global (Key) Account Manager.              handwerklichen Fähigkeiten geschult,         Manager, erhältlich: nicole.rosenkranz@
         Da Inhouse-Programme für Glo-                die in der kundenzentrierten Vertriebs-      amc.com,Tel. +41 (0)43 499 19 63.
     bal Account Manager für das einzel-              organisation von morgen verlangt




                                                      «The Power of Natural
         Die Schweiz im
         internationalen                              Resources»
         Steuerwettbewerb
                                                      Vom 31. Mai bis 2. Juni fand auf dem Campus der Universität St.Gallen
         Das Thema Steuern beschäftigt derzeit        das 37. St.Gallen Symposium statt.
         Öffentlichkeit, Politik   und    Medien.
         Grundsatzfragen wurden anlässlich der            Rund 600 hochkarätige Entschei-       Wirtschaftsministerin der Vereinigten
         17. FEW-Tagung am 31. August im WBZ          dungsträger aus Wirtschaft, Wissen-       Arabischen Emirate, Naguib Sawiris,
         diskutiert.                                  schaft, Gesellschaft und Politik trafen   Orascom Telecom Holding S.A.E.,
         In der Schweiz stehen wichtige Weichen-      an diesem Anlass mit 200 ausgewähl-       und Dr.Victor Feliksovich Vekselberg,
         stellungen an. Die von Prof. em. Dr. Franz   ten Studierenden aus der ganzen Welt      Renova Management AG.
         Jaeger organisierte Tagung mit dem Titel     zusammen.                                     Das 37. St.Gallen Symposium fand
         «Die Schweiz im internationalen Steuer-          Das Thema des diesjährigen            wiederum an der Universität St.Gallen
         wettbewerb» ging diesem kontroversen         St.Gallen Symposium war die zuneh-        statt.
         Thema auf den Grund. Als Referenten          mende Knappheit natürlicher Res-
         konnten unter anderem Bundesrat Hans-        sourcen. Referenten wie Fujio Cho,
         Rudolf Merz, Hans Eichel (Bundesfinanz-      Toyota Motor Corporation, Dr. Sey-
         minister a.D.), Friedrich Merz (Mitglied     yed Mohammad Khatami, ehemaliger
         des Deutschen Bundestags), sowie die         Präsident der islamischen Republik
         Professorinnen und Professoren Geb-          Iran, oder Jeroen van der Veer, Royal
         hard Kirchgässner, Bernd Schips, Wolf        Dutch Shell, diskutierten das Thema
         Schäfer und Astrid Epiney gewonnen           kontrovers.
         werden.                                          Eingeleitet durch Bundeskanzle-
         Ab dem frühen Nachmittag war die Ver-        rin Annemarie Huber-Hotz, referieren
         anstaltung öffentlich. Nach dem Vortrag      und debattieren ausserdem Persön-
         von Bundesrat Merz fand ein Podium           lichkeiten wie Prof. Gary S. Becker,
         mit den Referenten statt. Die Tagung         University of Chicago, Dr. Nikolaus
         wurde von Franz Jaeger moderiert.            von Bomhard, Munich Re Group,
                                                      Samuel A. DiPiazza, Pricewaterhouse-      Die Zusammensetzung des 37. St.Gallen
                                                      Coopers, Fred Kindle, ABB Group,          Symposium war wiederum international
                                                      Sheika Lubna bint Khalid Al Qasimi,       und multikulturell.



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                                                                                    studentische initiativen



Dinner hoch vier
Durch Vernetzung grosse Wirkung erzielen: Das ist das Ziel von «netz+», welches die Doktorandinnen an der HSG
während ihrer Dissertation und darüber hinaus unterstützen will. Auch alt Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold
gab an einem der gemeinsamen Anlässe ihre Erfahrungen weiter.

Von Lotti Gerber                          Anja Zwingenberger freut sich über
                                          den Erfolg des Abends. Der intime
     Vier Tische mit je vier Personen,    Rahmen, das Rotationsprinzip und die
vier klingende Namen, ein viergängi-      grosse Offenheit der Gäste wie auch
ges Menu – so einfach und gleichzei-      der Nachwuchsfrauen hätten diesen
tig viel versprechend war das Konzept     Anlass zu einem gelungenen Beispiel
des «Dinner hoch vier», das netz+ für     von Event-Mentoring gemacht, so
zwölf HSG-Doktorandinnen organi-          Zwingenberger.
sierte. Je drei von ihnen sassen mit
einer der geladenen Damen am Tisch            Mehr Vorbilder gefragt
und für jeden Gang wurde der Platz            Der Frauenanteil an der HSG liegt
gewechselt. So hatten alle die Gelegen-   auf der Doktorandenstufe mit 27,2
heit zu einem Gespräch in persönli-       Prozent ähnlich tief wie bei den Stu-
chem Rahmen mit den hochkarätigen         dierenden. netz+ ist eine Initiative,
Gästen: Alt Bundesrätin Ruth Metzler-     durch deren Arbeit dieser Prozentsatz
Arnold, Prof. Dr. Heike Bruch, Michèle    erhöht werden soll. Einen der Gründe       Die Doktorandinnen vernetzen sich bei
Borgeaud, Executive Director von Head     für das mangelnde Interesse der Frau-      einem gemeinsamen Frühstück
Asset & Liability Management der UBS      en am Doktorandenstudium ortete das
AG, und Annette Lenzlinger-Vande-         Team beim Mangel an Rollenvorbil-
broek, die Unternehmensleiterin der       dern und Netzwerken. Diese lieferten       nen aus St.Gallen über spezielle An-
Lenzlinger und Söhne AG.                  nicht nur während dem Verfassen der        gebote der Uni auf dem Laufenden
                                          Dissertation wichtige Anreize, sondern     halten», berichtete eine der teilneh-
    Networking von Frau zu Frau           seien auch eine zentrale Vorausset-        menden Doktorandinnen.
    Alle geladenen Gäste brachten rei-    zung von Karrieren sowohl in Unter-
che Erfahrungen aus ihrem Bereich         nehmen, als auch in der Wissenschaft,
mit. Die Grundidee des Treffens ist,      meinen die netz+-Verantwortlichen.
dass Frauen auf verschiedenen Stufen      Aus diesem Grund organisiert netz+
ihrer Berufslaufbahn zusammentref-        regelmässige Treffen zu einem Erfah-          netz+
fen, um voneinander zu lernen, Erfah-     rungs- und Wissensaustausch unter-            netz+ verfolgt das Ziel, graduierte Frau-
rungen auszutauschen und gemein-          einander und quartalsweise mit Frau-          en der Universität St.Gallen zu unter-
same Netzwerke aufzubauen. Die            en aus Wirtschaft, Wissenschaft und           stützen, die eine akademische Karriere
Doktorandinnen sollen nicht nur           Politik. Dazu gehören Netzwerkfrüh-           oder eine Laufbahn in der Wirtschaft
Tipps und Tricks von bereits die Kar-     stücke, Exkursionen, Kurse und Ar-            anstreben. Dazu fördert es die Vernet-
riereleiter hinaufgestiegenen Frauen      beitsgruppen.                                 zung untereinander sowie mit erfolgrei-
erhalten, sondern sich auch unterein-         Ein Resultat der Vernetzung sind          chen Frauen aus der Berufswelt. Diese
ander vernetzen.                          beispielsweise die regelmässigen Tref-        sind grösstenteils Alumnae der HSG, die
    Zu den besprochenen Themen            fen von Doktorandinnen in Form der            in führenden Positionen der Wirtschaft
gehörten unter anderem der Karriere-      Arbeitsgruppe STEPS, wo konkrete              tätig oder in der Wissenschaft im In- und
weg und dessen Erfolgsfaktoren so-        Fragestellungen «rund um die Diss»            Ausland etabliert sind. Kontakt besteht
wie die Work-Life-Balance. So gab alt     thematisiert werden. Dies ist vor allem       bereits zum LadiesNet des EMBA.
Bundesrätin Metzler-Arnold den jun-       für externe Doktorandinnen interes-           netz+ wurde bis Juli 2007 finanziell vom
gen Frauen als Erfolgsrezept weiter:      sant, die nicht jeden Tag wissenschaft-       Bundesprogramm für Chancengleichheit
«Die Chancen, die sich bieten, soll       liche Sachverhalte austauschen kön-           unterstützt und wird nun durch die Uni-
man auch beherzt nutzen». Professo-       nen. Manchmal seien es ganz banale            versität St.Gallen finanzier t. Nächstes
rin Bruch berichtete unterdessen von      Sachen, doch gerade diese könnten             Jahr plant netz+, seine Unterstützung auf
ihrer akademischen Laufbahn, wäh-         entscheidend sein. «Ich wohne in              alle Frauen an der Universität auszu-
rend Borgeaud und Lenzlinger-             Zürich und schreibe dort auch den             dehnen.
Vandebroek in der Privatwirtschaft        grössten Teil meiner Arbeit. Da bin
Karriere machten. Die Organisatorin       ich froh, wenn mich meine Kollegin-



                                                                                                                          alma 4/2007   25
     emba alumni



     EMBA Womens Net trifft
     «netz+» der HSG
     Die bestehenden Frauengruppen an der HSG sollen stärker zusammen-
     arbeiten. Dazu fanden sich die Teilnehmerinnen des «EMBA Womens Net»
     und das netz+ zu einer Networking-Veranstaltung.

     Von Franziska Eberhard                      Vereins. netz+ verfolgt das Ziel, gra-
                                                 duierte Frauen an der Universität
         Das letzte Treffen des EMBA Wo-         St.Gallen, die eine akademische Kar-          Edith Stuber (oben links),Verantwort-
     mens Net fand am 28. Juni 2007 in           riere oder eine Laufbahn in der Wirt-         liche des EMBA Womens Net, und Anja
     Konstanz bei Lilla Visy-Tinkl statt. Die    schaft anstreben, zu unterstützen.            Zwingenberger, Geschäftsführerin des
     Schmuckdesignerin erläuterte während        Hierzu stellt netz+ den Kontakt zu            netz+ (unten links aussen) organisierten
     des von ihr offerierten Apéros den          MentorInnen und Coaches her, wel-             das Treffen der Frauenorganisationen.
     Teilnehmerinnen eindrückliche die           che die Nachwuchskräfte begleiten.
     Gestaltung ihrer individuell angefer-       Die MentorInnen und Coaches von
     tigten Schmuckstücke.                       netz+ sind grösstenteils Alumni der           dass eine engere Zusammenarbeit der
         Ihren Ausführungen folgte Anja          HSG, die in führenden Positionen der          beiden Frauengruppen an der HSG
     Zwingenberger, Geschäftsführerin des        Wirtschaft tätig oder in der Wissen-          wichtig und förderungswürdig ist. Der
     netz+, mit einem Vortrag über die           schaft im In- und Ausland etabliert sind.     unterhaltsame Abend wurde beim ge-
     Tätigkeit des von ihr gegründeten           Die Anwesenden waren sich einig,              meinsamen Abendessen abgerundet.




     EMBE 11 am Puls der Zeit
     Für den St.Galler Executive Master of Business Engineering stand auch dieses Jahr der Sommer wieder unter dem
     Motto «Go West»: Der aktuelle Jahrgang EMBE 11 absolvierte ein intensives Studienmodul in Kalifornien.

     Von Jochen Müller                           suche bei Unternehmen im Silicon                  In kleinen Teams haben die Teil-
                                                 Valley und Networking-Anlässe zum             nehmenden Business-Pläne erstellt und
          Der Aufenthalt in Kalifornien ist      Knüpfen von Kontakten in diesem dy-           ihre Geschäftsideen vor einem Panel
     seit den Anfängen des Business En-          namischen Umfeld.                             dortiger Unternehmer präsentiert – so
     gineering-Studiengangs integraler Be-                                                     wurde in vergangenen Jahren schon
     standteil und findet seit 2001 an der           Besuch bei Google                         manche(r) inspiriert und motiviert, ei-
     Santa Clara University im Herzen des            Zwei Highlights seien genannt: So         gene Geschäftsideen umzusetzen.
     Silicon Valley statt. Er vermittelt viel-   hat Google die Türen seines Haupt-                Das EMBE-Programm umfasst auch
     seitige Einblicke in die Dynamik und        sitzes geöffnet und spannende Ein-            ein kurzes Studienmodul in China,
     Innovationskraft der Region. Auf dem        blicke in seine Unternehmenskultur ge-        das eine weitere internationale Per-
     Programm stehen neben Vorlesungen           geben. An einer äusserst hochkarätig          spektive vermittelt (s. alma 3/2007).
     und Case Studies an der Santa Clara         besetzten Diskussionsrunde zu Finan-
     University Diskussionsrunden mit            zierungsformen im Silicon Valley nahm
     Entrepreneurs und Kapitalgebern, Be-        George R. Roberts teil, Gründungs-
                                                 partner des bekannten Private Equity-            EMBE
                                                 Unternehmens Kohlberg Kravis Ro-                 Business Engineering ist der St.Galler Ansatz
                                                 berts & Co. (KKR). Dabei bezog er auch           zur ganzheitlichen Konzeption und Umset-
                                                 zu den aktuell in Europa stattfinden-            zung von Veränderungsprozessen in Wir t-
                                                 den Diskussionen zur Private Equity-             schaft und Verwaltung. Das interdisziplinäre
                                                 Finanzierung Stellung.                           Studienprogramm für Führungskräfte vermit-
                                                                                                  telt Handlungskompetenzen für dieVerände-
                                                                                                  rungsgestaltung und nicht General Manage-
                                                 Studieren unter Palmen: Santa Clara              ment-Wissen. www.embe.unisg.ch.
                                                 University im kalifornischen Silicon Valley



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                                                                                                         alumni clubs



HSG Alumni St.Gallen gegründet
3000 Ehemalige wohnen oder arbeiten im Grossraum St.Gallen. Ein engagiertes Team hat nun «HSG Alumni
St.Gallen» gegründet. Damit ist HSG Alumni endlich auch in der Stadt seiner Alma Mater vertreten.

Von Lotti Gerber

    Am 14. Juni um 18 Uhr fand die
feierliche Eröffnungsveranstaltung im
Herzen von St.Gallen statt. Stadtprä-
sident Thomas Scheitlin, seines Zei-
chens ebenfalls Alumnus, öffnete
dafür das frisch renovierte Rathaus,
noch bevor es die breite Öffentlich-
keit besichtigen konnte. Im Panorama-
saal im 12. Stock erläuterte er den 150
Alumnae und Alumni in einem kurz-
weiligen Vortrag seine Strategie für
die Stadt. Anschliessend richteten
Rektor Ernst Mohr und HSG Alumni-
Präsident Urs Landolf ein kurzes Gruss-
wort an die Anwesenden. Ein beson-
derer Dank ging an den Vorstand des       zu findet jeden ersten Dienstag im        erste regionale Chapter, während für
neu gegründeten HSG Alumni St.Gal-        Monat ein Stamm statt, wo sich alle       die jüngeren Absolventen bereits seit
len, der – wie alle Clubvorstände –       Ehemaligen zu einem ungezwunge-           einem Jahr das «Young Chapter» in
ehrenamtlich und in der Freizeit für      nen Gedanken- und Erfahrungsaus-          Zürich erfolgreich durchgeführt wird.
die Ehemaligen aktiv ist. Er setzt sich   tausch treffen können.
zusammen aus Leodegar Kaufmann
(Präsident), Ruedi Aerni (Vize-Präsi-         Für alle Alumnae und Alumni
dent, Öffentlichkeitsarbeit), Nicolo          In seiner Strategie 2006 - 2009 hat      «Chapter» in a nutshell
Paganini (Öffentlichkeitsarbeit), Man-    sich der HSG Alumni Vorstand das             · Ein Chapter steht jedem HSG Alumni-
fred Linke (Aktuar), Jörg Hofstetter      ambitionierte Ziel gesteckt, dass jede        Mitglied der Region offen
(Jahresprogramm) und Charles Leh-         Alumna und jeder Alumnus pro Jahr            · Kein zusätzlicher Mitgliederbeitrag
mann (Rechnungsführer). Anschlies-        mindestens einen HSG Alumni Event            · Unter dem Dach von HSG Alumni ange-
send konnten die St.Galler Ehemali-       besucht. Um dieses Ziel zu erreichen          siedelt
gen bei einem Apéro neue Kontakte         und das Eventangebot in der Schweiz          · Aktivitäten der Chapters administrativ
knüpfen oder mit alten Freunden in        flächendeckend auszubauen, arbeitet           und finanziell von der HSG Alumni
Erinnerungen schwelgen.                   HSG Alumni mit engagierten Alumnae            Geschäftsstelle unterstützt
    Auf die Eröffnungsveranstaltung       und Alumni an der Etablierung wei-           · bislang existierende Chapters:
sollen nun alljährlich fünf offizielle    terer regionaler Aktivitäten. Dabei           HSG Alumni St.Gallen und das Young
Anlässe folgen. Anfang Jahr zum The-      wird die Geschäftsstelle die enge Zu-         Chapter in Zürich
ma Weiterbildung (Referat zu einem        sammenarbeit mit den bereits beste-
aktuellen Thema, wenn möglich an          henden lokalen Clubs suchen.
der Uni), im Frühling eine Besichti-          Die Geschäftsstelle von HSG Al-          HSG Alumni St.Gallen
gung eines interessanten Projektes        umni unterstützt HSG Alumni St.Gal-          Vorstand: Leodegar Kaufmann, Ruedi Aerni,
oder eines Unternehmens (Gelegen-         len administrativ und finanziell, damit      Nicolo Paganini, Manfred Linke, Jörg Hof-
heit für HSG Alumni, ihre Firma/Pro-      die Ehemaligen ausser dem Beitrag            stetter und Charles Lehmann
jekte zu präsentieren), im Frühsom-       beim Dachverein HSG Alumni keinen            · Stamm jeden ersten Dienstag im Monat
mer ein Kulturanlass (St.Galler Fest-     Mitgliederbeitrag bezahlen müssen.            im Hotel zur alten Post, Gallusstrasse 4,
spiele, Konzert und Theater St.Gallen     Dies gehört zur neu lancierten Club-          9000 St.Gallen
etc.), im Herbst ein Sportanlass (Wan-    form, «Chapter» genannt. Wie die             · Fünf grössere Anlässe pro Jahr
derung, Golf, Besuch Sportanlass etc.)    Clubs werden die Chapter jeweils von         · Kontakt und Informationen:
und dann vor Jahresende noch einmal       einem lokalen Team geführt und or-            stgallen@alumni.unisg.ch
ein Besuch einer Unternehmung re-         ganisieren Veranstaltungen für indivi-
spektive eines Projektes. Parallel da-    duelle Zielgruppen. St.Gallen ist das



                                                                                                                          alma 4/2007   27
     Region
     HSG Alumni Club Basel
                                                      Kontaktperson
                                                      andreas.schneeberger@alumni.unisg.ch
                                                                                                    HSG Alumni
     HSG Alumni Club Suisse Romande
     HSG Alumni Club Surselva
                                                      tibor.luka@alumni.unisg.ch
                                                      adolf.derungs-savoldelli@alumni.unisg.ch      Clubs
     HSG Alumni Club Wallis / Valais
     HSG Alumni Club Zürich
                                                      elmar.zurbriggen@alumni.unisg.ch
                                                      sekretariat3@huvm.ch                          weltweit
     HSG Alumni Club Zentralschweiz                   juerg.burger@alumni.unisg.ch
     HSG Alumni St.Gallen                             leodegar.kaufmann@alumni.unisg.ch             Die HSG-Absolvierenden verstreu-
     SGOC – Gruppo Anziani (Tessin)                   hamid-reza.khoyi@alumni.unisg.ch              en sich nach dem Abschluss in alle
     HSG Alumni Club Berlin                           oliver.pabst@alumni.unisg.ch                  Welt - entsprechend sind auch un-
     HSG Alumni Club Euregio Maas-Rhein               herbertj.joka@alumni.unisg.ch                 sere Clubs an allen Ecken und En-
     HSG Alumni Club Hamburg                          nikolaus.peters@alumni.unisg.ch               den präsent.
     HSG Alumni Club Köln/Bonn                        horst.herbstleb@alumni.unisg.ch
     HSG Alumni Club München International e.V.       johann-chr.schiessl@alumni.unisg.ch               Die zahlreichen HSG Alumni
     HSG Alumni Club Rhein-Main (vormals Frankfurt)   peter.jacubowsky@alumni.unisg.ch              Clubs im In- und Ausland bieten eine
     HSG Alumni Club Rhein-Ruhr                       stefan.huber@alumni.unisg.ch                  vielfältige Plattform für den Gedan-
     HSG Alumni Club Stuttgart                        frank.hofmann@alumni.unisg.ch                 ken- und Erfahrungsaustausch. Ken-
     HSG Alumni Club Amsterdam                        jochem.overbosch@alumni.unisg.ch              nen Sie den regionalen HSG Alumni
     HSG Alumni Club Luxemburg                        harriet.bruhn@alumni.unisg.ch                 Club in Ihrer Nähe oder den Alumni-
     HSG Alumni Club Paris                            peter.freeman@alumni.unisg.ch                 Club Ihrer Vertiefung?
     HSG Alumni Club London                           lucas.gnehm@alumni.unisg.ch                       Falls «Ihr» Club noch nicht exi-
     HSG Alumni Club Helsinki                         christian-nicolai.klaeusler@alumni.unisg.ch   stiert, freuen wir uns, wenn Sie die-
     HSG Alumni Club Norge                            paal.ostmoe@alumni.unisg.ch                   sen gründen, und unterstützen Sie
     HSG Alumni Club Prag                             gerhard.prior@alumni.unisg.ch                 gerne dabei. Wenn Ihr bestehender
     HSG Alumni Club Vienna                           andreas.muther@alumni.unisg.ch                Alumni Club noch nicht auf unserer
     HSG Alumni Club Bangkok                          harald.link@alumni.unisg.ch                   Liste ist, kontaktieren Sie uns, damit
     HSG Alumni Club Beijing                          romeo.frega@alumni.unisg.ch                   Sie in Zukunft ebenfalls von unseren
     HSG Alumni Club Hong Kong                        alexandre.tunik@alumni.unisg.ch               Dienstleistungen profitieren können:
     HSG Alumni Club Singapore                        alexander.melchers@alumni.unisg.ch            alumni@unisg.ch.
     HSG Alumni Club Boston                           ulrich.stoll@alumni.unisg.ch                      Eine vollständige Liste aller Clubs
     HSG Alumni Club Chicago/Midwest                  marius.ronge@alumni.unisg.ch                  mit zusätzlichen Informationen befin-
     HSG Alumni Club Miami International e.V.         ralf.klinkhammer@alumni.unisg.ch              det sich auf www.alumni.unisg.ch.
     HSG Alumni Club New York                         maurus.schreyvogel@alumni.unisg.ch            Dort sind auch die gut 30 Clubs auf-
     HSG Alumni Club Northern California              patrizia@swisscalifornia.com                  gelistet, die spezifische Interessen
     HSG Alumni CLA (Club LatinoAmericano)            urs.straub@alumni.unisg.ch                    verfolgen oder die Absolvierenden ei-
                                                                                                    nes Jahrgangs vereinen.
     Programm/Vertiefung                              Kontaktperson
     Alumni Rerum Publicarum Club Zürich              giovanni.salemme@alumni.unisg.ch
     Ostschweizer Stawi-Gipfel                        manfred.linke@alumni.unisg.ch
     Arena HSG Alumni (KMU)                           tobias.reichmuth@alumni.unisg.ch
     com,ma alumni (Marketing)                        alex.schmid@alumni.unisg.ch                       Hier könnte

                                                                                                    Ihr Inserat
     connexHR (Personal)                              connexhr@gmx.ch
     IDT-Alumni (vormals RIPI-IDT)                    s.leuenberger@alumni.unisg.ch
     MCM Club «New Media Society»                     thomas.oehninger@alumni.unisg.ch                         stehen.
     true & fair view (Rechnungslegung)               christine.csibi@alumni.unisg.ch
     Alumni MBE HSG                                   alexander.berger@alumni.unsg.ch                          Verlangen Sie unsere
     MBE HSG Alumni Club Deutschland                  thorsten.halm@alumni.unisg.ch                            Mediadaten.
     MBA-HSG Alumni                                   danielandreas.daetwyler@alumni.unisg.ch
     Media-MBA Alumni Club                            caroline.thoma@alumni.unisg.ch
     MBF-HSG Alumni                                   markus.menz@alumni.unisg.ch
     M.B.L.-Alumni                                    marcel.gloor@alumni.unisg.ch                             Kontakt:
     EMBA Alumni                                      bernhard.moerker@alumni.unisg.ch                         HSG Alumni
     EMBA-Stamm Bern                                  peter.matthys@alumni.unisg.ch                            Lotti Gerber
     EMBA-Stamm Ostschweiz                            franziska.eberhard@alumni.unisg.ch                       Tel. +41 (71) 224 30 12
     EMBA-Stamm Zürich                                josef.boesze@alumni.unisg.ch                             alumni@unisg.ch
     EMBA WomensNet                                   edith.stuber@alumni.unisg.ch
     EMBA Jobnet                                      klaus.hofmann@alumni.unisg.ch
     EMBA Net Basel                                   eduard.schellenberg@alumni.unisg.ch
28   alma 4/2007
                                                                                      aus dem alumni-büro



Ausbau der Kommunikation –
Neue Mitarbeiterin der Geschäftsstelle
HSG Alumni will die Kommunikation mit seinen Vereinsmitgliedern verbessern und so einen Mehrwert für alle
schaffen. Besonders unterstützen will es dabei die HSG Alumni Clubs im In- und Ausland als wichtige Multipli-
katoren. Seit dem 1. Juli hat die Geschäftsstelle mit Lotti Gerber eine zusätzliche Vollzeitstelle besetzt. Sie ist ver-
antwortlich für den Bereich Kommunikation und Alumni Relations.

    Im Bereich Kommunikation ist                 Lotti Gerber hat an der HSG Inter-   schliesslich zurück in die Nähe ihrer
Lotti Gerber insbesondere für die Wei-       nationale Beziehungen studiert und       Alma Mater auf dem Rosenberg.
terentwicklung der on- und offline-          im Herbst 2005 mit dem Master in In-
Medien verantwortlich, wie beispiels-        ternational Affairs and Governance
weise den Aufbau einer stärkeren Prä-        abgeschlossen. Anschliessend absol-
senz von HSG Alumni bei den Studie-          vierte sie zwei Praktika bei den
renden. Zudem übernimmt sie                  Schweizerischen Botschaften in Riga
bestehende Aufgaben wie die redak-           und Prag. Dort konnte sie Erfahrung
tionelle Gestaltung der alma und die         in der Plannung offizieller Anlässe
Kommunikation via Newsletter.                sammeln und genoss es, täglich Kon-
    Zu ihrem Aufgabengebiet gehört           takt zu den unterschiedlichsten Leu-
weiter, für die HSG Alumni Clubs ei-         ten zu haben. Nach einem sechsmo-
ne ganze Reihe von Dienstleistungen          natigen Praktikum beim Staatsekreta-     Lotti Gerber, M.A. HSG, Leiterin
zu erarbeiten.                               riat für Wirtschaft in Bern zog es sie   Kommunikation und Alumni Relations




Bestellung who’s who 2008/09
    Im Dezember 2007 erscheint eine          bestellen. So können unnötige Kos-       (www.alumni.unisg.ch/adresskorrek-
neue gedruckte Auflage des Mitglie-          ten und Altpapierberge vermieden         tur).
derverzeichnisses «who’s who». Die           werden.                                      E-Mail: Senden Sie uns eine form-
Erfahrungen der letzten Jahre haben                                                   lose E-Mail an alumni@unisg.ch.
gezeigt, dass sehr viele Mitglieder vor-         Bestellmöglichkeiten                     Post/Fax: Schicken oder faxen
rangig die Online-Version nutzen.                Sie können das «who’s who 2008/      Sie uns das ausgefüllte Formular an:
    Das «who’s who 2008/09» wird             09» auf einem der folgenden Wege be-     HSG Alumni, who’s who, Dufour-
allen interessierten Mitgliedern auch        stellen:                                 strasse 50, CH-9000 St.Gallen, Fax:
in diesem Jahr gratis zugestellt, wir            Online: Ändern Sie in Ihrem per-     +41 (0)71 224 30 11
bitten allerdings darum, dieses zu           sönlichen Profil unter «Publikatio-          Wir bitten Sie, uns Ihre Bestellung
                                             nen/Sperrungen» die Zeile «who’s         bis spätestens 1. Oktober 2007 (letzte
                                             who» von «nicht erwünscht» auf «Post»    Nachfrist!) zukommen zu lassen.


                                                                                                                                  ✂
   HSG Alumni                                   Bestellung «who’s who 2008/09»
   Women’s Event
   HSG Alumni möchte alle Alumnae zum           Name, Vorname:

   ersten Women’s Event am 25. Oktober
                                                Adresse:
   im Hotel Widder in Zürich einladen. Un-
   sere Alumae erhalten in den nächsten
   Wochen eine persönliche Einladung mit
   weiteren Angaben.                            Datum:

                                                Unterschrift:




                                                                                                                    alma 4/2007   29
     www.hsgshop.ch
hsg shop



Bestellformular                                                                CHF 9.–                           NEU
                                                                                                                Wiesnherz
Per Fax an +41 (0)71 224 30 11
                                                                                                                Passend zur Wiesnzeit gibt es ein-
                                                                                                                malige Wiesnherzen mit der Auf-
                                                                                                                schrift «I mog mei HSG». Nur so-
                                                                                                                lange der Vorrat reicht.


                                                                                                                                            Stück
                                                                                                                Wiesnherz


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                                    Stick «HSG» auf linkem Ober-                                                Brust und Universitätslogo auf
                                    schenkel. Passend zum HSG-Swea-                                             linkem Ärmel. Passend zur HSG-
                                    ter. Erhältlich in S, M, L, XL.                                             Jogginghose. Erhältlich in S, M, L, XL.




                                                 Grösse       Stück                                                          Grösse         Stück
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 CHF 79.–                                                                      CHF 42.–
                                    Kapuzenpulli                                                                Polo-Shirt Herren
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                                    versity of St.Gallen» über der Brust,                                       Erhältlich in: S, M, L, XL.
                                    Logo mit Schriftzug auf dem Ärmel.
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                                    verfügbar. Erhältlich in S, M, L, XL.
                                                                                                                             Grösse         Stück
                                                 Grösse       Stück                                             Blau
                                    Blau                                                                        Weiss
                                    Grau                                                                        Schwarz


 CHF 69.–                                                                      CHF 42.–
                                    Manschettenknöpfe                                                           Polo-Shirt Damen
                                    Edle Manschettenknöpfe mit dem                                              «Peterli» dezent auf Brust gestickt.
                                    «Peterli»-Motiv und klassischem                                             Erhältlich in S, M, L.
                                    Torpedo-Verschluss, geliefert in
                                    einer silbernen Geschenkbox mit
                                    schwarzem Samt.

                                                                                                                             Grösse         Stück
                                                              Stück                                             Weiss
                                    Manschettenknöpfe                                                           Blau


   CHF 29.–                                                                    CHF 29.–
                                    Taschenmesser                                                               T-Shirt «paradise»
                                    Offiziersmesser von Victorinox mit                                          Für Herren in türkis-weiss und weiss-
                                    «Peterli»-Metalleinlage und einge-                                          grün erhältlich, Grössen S, M, L, XL.
                                    ätztem Schriftzug.                                                          Für Damen in blau-orange erhält-
                                                                                                                lich, Grössen S, M, L.

                                                                                                                                            Stück
                                                                                                                Türkis-weiss (H)
                                                              Stück                                             Weiss-grün (H)
                                    Taschenmesser                                                               Blau-orange (D)



Name                                 Vorname                                Strasse                            Land/PLZ/Ort

Telefon                              Kreditkarte                            Nummer                             Expiry Date

E-Mail                                                                      Ort/Datum                          Unterschrift


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                                                                                                                        bücherseite




    Marcel Oertig (Hrsg.):                             Christoph H.Wecht:                              Rolf Schoch:
    «Neue Geschäftsmodelle für das                     «Das Management aktiver Kunden-                 «Novartis – 10 Jahre danach.
    Personalmanagement»                                integration in der Frühphase des                Ein Forschungsbericht»
                                                       Innovationsprozesses»
     Die zentrale Herausforderung für Perso-                                                            Vor 10 Jahren überraschten die Ciba AG
nalverantwortliche wird die höhere Wert-                 Innovation wird immer mehr zur Schlüs-    und Sandoz AG die Weltöffentlichkeit mit der
schöpfung mit weniger Ressourcen sein. Ge-         selkompetenz erfolgreicher Unternehmen. Es      Mitteilung, dass die beiden Firmen fusionieren
fordert ist ein integriertes Geschäftsmodell:      gilt, externe Partner in den Prozess zu inte-   und den neuen Konzern «Novartis» gründen.
Liniennahe, auf die Geschäftsstrategie des         grieren, wobei der Kunde als Innovations-       Der Forschungsbericht des Alumnus und ehe-
Unternehmens ausgerichtete Beratungsein-           quelle immer wichtiger wird. Der Alumnus        maligen Dozenten Rolf Schoch untersucht die
heiten, Spezialisten und Experten, die Fach-       Christoph H. Wecht untersucht die Frage, wie    Reaktion des Volkes auf den «Jahrhundert-
wissen bündeln und ein effizientes Dienst-         eine aktive Integration von Kunden in den       Merger» der Chemie-Giganten mittels repräsen-
leistungszentrum bieten. Der Ehemalige             Innovationsprozess effizient und effektiv ge-   tativen Bevölkerungsumfragen in der ganzen
Marcel Oertig zeigt dies anhand von konkre-        staltet und geführt werden kann. Das Buch       Schweiz und speziell in der Region Basel.
ten Lessons Learned aus Unternehmen wie            richtet sich an Dozenten und Studierende             Immatrikulierten HSG-Studierenden wird
SAP, Lufthansa oder UBS. Im September 2007         sowie an Praktiker in Industriegüterunterneh-   ein Spezialrabatt von 50 Prozent gewährt.
erscheint das Buch in der 2. Auflage.              men.                                                 Verlag WISO Dr. Schoch & Partner Hor-
     Verlag Luchterhand, 184 Seiten, erschie-            Verlag Gabler Edition Wirtschaft, 254     gen, 114 Seiten, erschienen 2006. Auch un-
nen 2006.                                          Seiten, erschienen 2006.                        ter www.wiso-schoch.ch erhältlich.




    Rolf Dobelli:                                      Gerhard Schwarz (Hrsg.):                        Hermann J. Stern:
    «Wer bin ich? 777 indiskrete Fragen»               «Vertrauen – Anker einer freiheit-              «Marktorientiertes Value
                                                       lichen Ordnung»                                 Management»
    Welches war der Höhepunkt Ihres Le-
bens? Oder glauben Sie, er kommt noch? Der              Skandale in der Wirtschaft und nicht ge-        Der Alumnus Hermann J. Stern weist in
Alumnus Rolf Dobelli stellt in seinem neusten      haltene Versprechungen in der Politik haben     diesem Buch nach, wie auf der Basis der
Werk Fragen, denen sich jeder mindestens           zu einem massiven Vertrauensverlust in die      Werttheorie Kennzahlen identifiziert werden
einmal im Leben stellen muss. Sei es zur dis-      liberale Ordnung in vielen westlichen Gesell-   können, die es dem Finanzvorstand und den
kreten Selbsterforschung oder als amüsantes        schaften geführt. Verschiedene Autoren mit      betrieblichen Kontrollorganen erlauben, die
Gesellschaftsspiel. Die Fragen belustigen,         unterschiedlichem beruflichem Hintergrund       richtigen Verbesserungen in der finanziellen
gehen unter die Haut, sind unerwartet – und        beleuchten in diesem Band Fragen um Ver-        Berichterstattung zu identifizieren. Der Autor
regen garantiert an: zum Lauf der Welt, zu         trauen, Misstrauen, Zutrauen und Selbstver-     zeigt, wie sich die Unternehmensleistung an-
Glück, Liebe, Sex, Erfolg, Karriere, Alter, Gott   trauen im gesellschaftlichen und wirtschaft-    hand des operativen Index und des Stern Ra-
und Tod.                                           lichen Kontext. Sie gehen dabei auch exi-       dars relativ zum Kapitalmarkt darstellen und
    Diogenes Verlag AG Zürich, 144 Seiten,         stenziellen Aspekten des Vertrauens nach, et-   interpretieren lässt. Das Buch richtet sich an
erschienen 2007.                                   wa in den Zusammenhängen von Theologie,         alle, die an finanzieller Unternehmens-
                                                   Psychologie, Medizin und Spitzensport.          führung interessiert sind.
                                                        Verlag Neue Zürcher Zeitung, 183 Seiten,        WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. Wein-
                                                   erschienen 2007.                                heim, 303 Seiten, erschienen 2007.



                                                                                                                                      alma 4/2007   31
                                                                                                     4. Quartal




Schweiz                                           6. November 2007                                   30. November 2007
                                                  HSG Alumni St.Gallen: Stamm                        Ostschweizer Stawi-Gipfel: Mittagessen
2. Oktober 2007                                   Details siehe 2. Oktober                           Details siehe 26. Oktober
HSG Alumni St.Gallen: Stamm
18.00 Uhr, Wirtschaft zur alten Post, St.Gallen   7. November 2007                                   30. November – 2. Dezember 2007
leodegar.Kaufmann@alumni.unisg.ch                 CEMS Alumni Association Switzerland:               CEMS Alumni Association Switzerland:
                                                  Afterwork Apéro in Zürich, bar «0815»,             CEMS Annual Event in Milano
HSG Alumni Young Chapter: Get-together
                                                  www.0815.dj                                        judith-rahel.seitz@alumni.unisg.ch, www.cems.ch
18.00 bis 22.00 Uhr, Kaufleuten Lounge Zürich
                                                  philipp.wilhelm@alumni.unisg.ch, www.cems.ch
                                                                                                     Anfang Dezember 2007
6. Oktober 2007
                                                  9. November 2007                                   EMBA Net Basel: Informationen folgen online
MBA-Club: Veranstaltung, Informationen folgen
                                                  EMBA-Stamm Bern: Gourmet-Abend,                    eduard.schellenberg@alumni.unisg.ch
AIESEC Alumni Association St.Gallen:              Kochen mit Beate Widmer
Oktoberfest München, www.aaasg.ch                 Brunnenrain 6, 3033 Ittigen, www.koestliches.ch    4. Dezember 2007
                                                  An-/Abmeldung: peter.matthys@alumni.unisg.ch       Heugümper-Club Zürich: Exklusive Wein-
17. Oktober 2007                                                                                     degustation
                                                  AIESEC Alumni Association St.Gallen:
HSG Alumni Club Basel: Lunch mit Referat                                                             robert.lebrecht@alumni.unisg.ch
                                                  Wine-tasting, www.aaasg.ch
von Matthias Müller (AVO)
                                                                                                     HSG Alumni St.Gallen: Chlaus-Stamm
12.00 bis 14.00 Uhr, Hilton Hotel Basel (neu)     Ressort International Alumni Club: GV
                                                                                                     Details siehe 2. Oktober
Anmeldung bis 15. Oktober an                      Restaurant Falcone, Zürich
andreas.schneeberger@alumni.unisg.ch              joelle.vock@alumni.unisg.ch, www.rialumni.net
                                                                                                     7. Dezember 2007
                                                                                                     Ressort International Alumni Club:
18. Oktober 2007                                  10. November 2007
                                                                                                     Beer Rally,19.00 Uhr, St.Gallen
HSG Alumni Club Zentralschweiz:                   25 Jahre juristische Abschlüsse an
                                                                                                     joelle.vock@alumni.unisg.ch, www.rialumni.net
Abendanlass, ab 19.00 Uhr Apéro, ab 20.30 Uhr     der HSG
Nachtessen, Almodobar, Grafenau, Zug              Festliche Tagung, WBZ Holzweid, St.Gallen
                                                                                                     13. Dezember 2007
juerg.burger@alumni.unisg.ch                      10.30 bis ca. 17.00 Uhr, dann Apéro-Dînatoire
                                                                                                     HSG Alumni Club Zentralschweiz:
                                                                                                     Abend-Anlass, Details siehe 18. Oktober
25. Oktober 2007                                  12. November 2007
HSG Alumni Women’s Event                          EMBA-Stamm Zürich: Stamm
                                                                                                     17. Dezember 2007
Hotel Widder, Zürich                              ab 18.30 Uhr, Restaurant Monte Primero
                                                                                                     EMBA-Stamm Bern: Stamm
offen für alle Alumnae                            Münsterhof, ohne Anmeldung
                                                                                                     Details siehe 29. Oktober
                                                  josef.boesze@alumni.unisg.ch
26. Oktober 2007
CEMS Alumni Association Switzerland               15. November 2007
                                                                                                     Deutschland
Fondueplausch im Dézaley, Zürich                  HSG Alumni Club Zentralschweiz: Lunch
claudine-sachi.rueegsegger@alumni.unisg.ch        mit Referat,12.00 –12.30 Uhr: Apéro
                                                                                                     10. Oktober 2007
www.cems.ch                                       12.30 –13.45 Uhr: Mittagessen, Parkhotel in Zug
                                                                                                     HSG Alumni Club Rhein-Main (vormals
                                                  Anmeldung: juerg.burger@alumni.unisg.ch
Ostschweizer Stawi-Gipfel: Mittagessen                                                               Frankfurt): «Networking-Night»
12.15 Uhr Restaurant Baratella (neu),                                                                19.30 Uhr im «Volkswirt», Kleine Hochstr. 9 –11,
                                                  20. November 2007
Unterer Graben 20, St.Gallen                                                                         Frankfurt City
                                                  HSG Alumni St.Gallen: Besuch bei der
manfred.linke@alumni.unisg.ch                                                                        Partner willkommen, Anmeldung bis 9. Oktober
                                                  Abacus AG,18.00 Uhr in Kronbühl
                                                                                                     an Peter Jacubowsky,Tel. +49 6051-179 66
                                                  Informationen folgen
27. Oktober 2007
connexHR: Generalversammlung                                                                         Erste Oktoberhälfte
                                                  21. November 2007
Morgens im Raum St.Gallen                                                                            Alumni Club Euregio Maas-Rhein, Aachen:
                                                  HSG Alumni Club Basel: Lunch mit Referat
connexhr@gmx.ch, www.connexhr.ch                                                                     Abend mit dem Schweizer Generalkonsul für
                                                  Silvio Borner «Entwicklungsperspektiven Schweiz»
                                                                                                     Nordrhein-Westfalen und der Schweizer Chef-
                                                  12.00 bis 14.00 Uhr, Hilton Hotel Basel (neu)
29. Oktober 2007                                                                                     dramaturgin des Aachener Stadttheaters:
                                                  Anmeldung: andreas.schneeberger@alumni.unisg.ch
EMBA-Stamm Bern: Stamm                                                                               «Kunst und Kultur im Dreiländereck»
(neu jeweils am letzten Montag im Monat)                                                             Anmeldung: Herbert J. Joka,Tel. +49 241 9027 50
                                                  23. November 2007
18.00 bis 19.30 Uhr, Rest. Altes Tramdepot
                                                  Alumni Rerum Publicarum Club Zürich
(beim Bärengraben)                                                                                   7. November 2007
                                                  18.30 Uhr, Ort auf Homepage, www.stawi.org
peter.matthys@alumni.unisg.ch                                                                        HSG Alumni Club Rhein-Main:
                                                  EMBA WomensNet: Treffen                            HSG-Mittagstisch,12.00 –14.00 Uhr,
2. November 2007                                  Ort wird noch bekannt gegeben                      Ort noch offen, Anmeldung bis 2.11.
Young Chapter: Jubiläumsparty                     edith.stuber@alumni.unisg.ch                       peter.jacubowsky@alumni.unisg.ch
22.00– 04.00 Uhr, Festsaal im Kaufleuten Zürich
mit Professoren als DJs                           26. November 2007                                  9. November 2007
                                                  EMBA-Stamm Bern: Stamm                             HSG Alumni Köln/Bonn: «Alumni Ball»
3. November 2007                                  Details siehe 29. Oktober                          gemeinsam mit Club International Bonn
ISC Alumni Ball für alle Mitglieder vergange-                                                        La Redoute, Bonn, Bad Godesberg
ner ISC-Teams                                     29. November 2007                                  horst.herbstleb@alumni.unisg.ch
Eventdock des Flughafens Zürich                   connexHR: Winterstamm, informeller Aus-
Anmeldung ball@isc-alumni.org                     tausch/Networking, 19.00 Uhr, Raum Zürich
www.stgallen-symposium.org/alumni                 connexhr@gmx.ch, www.connexhr.ch
Übriges Europa                                     Nord- und Südamerika                                     22. November 2007
                                                                                                            HSG Alumni Club Miami: HSG Thanksgiving
4. Oktober 2007                                   1. Oktober 2007                                           Dinner, Beverly Hills CA
HSG Alumni Club Norge: Meeting – Møte             HSG Alumni Club Boston: Stamm
med foredragsholder Wolfgang Schürer, som vil     19.00 Uhr, John Harvard’s Brewhouse,                      30. November 2007
snakke om globalisering, Russland, Kina, India    33 Dunster Street, Cambridge                              HSG Alumni Club Chicago/Midwest:
paal.ostmoe@alumni.unisg.ch                       ulrich.stoll@alumni.unisg.ch                              Stamm, Details siehe 19. Oktober

7. Oktober 2007                                    4. Oktober 2007                                          3. Dezember 2007
HSG Alumni Club Vienna: Golfturnier in Wien        HSG Alumni Club Miami: Stamm                             HSG Alumni Club Boston: Stamm
12.00 Uhr, Golf Club Schönborn                     9 p.m. Hotel Victor Pool Bar                             Details siehe 1. Oktober
andreas.muther @alumni.unisg.ch
                                                  19. Oktober 2007                                          6. Dezember 2007
                                                  HSG Alumni Club Chicago/Midwest:                          HSG Alumni Club Miami: Stamm
Asien                                             Stamm, ab 18.00 Uhr, Ort: TBD                             9 p.m. Hotel Victor Pool Bar
                                                  marius.ronge@alumni.unisg.ch
11. Oktober 2007                                                                                            6.–9. Dezember 2007
HSG Alumni Club Hong Kong: Dinner at               31. Oktober 2007                                         HSG Alumni Club Miami:
the Kee Club, alexandre.tunik@alumni.unisg.ch      HSG Alumni Club Miami: HSG Halloween                     Art Basel, Miami Beach
                                                   Ball, Glass Miami Beach
25. Oktober 2007                                   9 p.m. Hotel Victor Pool Bar
HSG Alumni Singpore: Stamm, guest:
HSG-Professor Spremann zu «Business between        5. November 2007
Strategy and Finance». 07.30 pm, Swiss Club        HSG Alumni Club Boston: Stamm
matthias.schaub@unisg.ch                           Details siehe 1. Oktober
                                                                                                            Aktuelle Informationen auf
8. Dezenber 2007                                   8. November 2007                                         www.alumni.unisg.ch unter «Events»
HSG Alumni Club Hong Kong: Dinner at               HSG Alumni Club Miami: Stamm                             oder bei den angegebenen Kontakt-
the China Club, alexandre.tunik@alumni.unisg.ch    9 p.m. Hotel Victor Pool Bar                             personen.




 referent(inn)en



                                                                    5. schweizer kmu-tag
                   Urs Fueglistaller
                                                          kmu im vorteil
                                                    was unternehmer von managern
                                                         (manchmal) unterscheidet
                   Rolf Dubs

                                                           s t.g a l l e n
                   Roger Köppel
                                                  26. oktober 2007
                                                           online-anmeldung unter
                                                                  w w w. k m u - t a g . c h


                   Walter Borner




                   Gunter Dueck




                   Eva Jaisli
                                                                                                                   Patronat: economiesuisse
                                                                                                                             Schweizer Industrie- und Handelskammern
                                                                                                                             Schweizerischer Gewerbeverband
                                                                                                                            IHK St.Gallen-Appenzell
                                                                                                                            Kantonal-St.Gallischer Gewerbeverband
                   Pierin Vincenz

                                                                                               kommunikations-
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posted:5/7/2010
language:German
pages:36