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Arbeitsschutz - Umweltschutz

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Arbeitsschutz - Umweltschutz Powered By Docstoc
					Technische Universität Berlin




Arbeitsschutz - Umweltschutz
                                                                                                         DER
                                                                                                         PRÄSIDENT
                                                                                                         Sicherheitstechnische
                                                                                                         Dienste und
                                                                                                         Umweltschutz
                                                                                                             314 - 28888

Merkblatt        Nr. 1.6                 Stand: Mai 2009
__________________________________________________________________________
Energiesparen für Mitglieder der TU Berlin
Inhalt
1.      Umweltmanagement ....................................................................................................... 1
2.      Strom sparen................................................................................................................... 2
3.      Energiesparend kühlen.................................................................................................... 4
4.      Minderung von sommerlicher Hitzebelastung in Arbeitsräumen...................................... 5
5.      Energiesparend heizen.................................................................................................... 7
6.      Chemische Labore mit Raumlufttechnik können besonders viel Energie sparen ............ 9
7.      Experimentelle Anlagen energiesparend planen und betreiben .................................... 10
8.      Reinräume..................................................................................................................... 11
9.      Mängel melden und Anregungen geben........................................................................ 11
10.     Stichwortverzeichnis...................................................................................................... 12

          1.       Umweltmanagement
Strom, Gebäudeheizung und Wasser kosteten die TU 9,7 Millionen € in 2007 mit steigender
Tendenz bei Strom und Heizung. Der Anteil der Energiekosten beträgt 3,21% im TU-
Haushalt und steigt jährlich. Da die TU Berlin diese Kosten zentral trägt, bitten wir Sie, vor
Ort mit dieser bindenden betrieblichen Regelung Energie zu sparen. Wir tragen mit unserem
„Betrieb TU“ durch unseren mittelbaren und unmittelbaren CO2 – Ausstoß dazu bei, das
Weltklima zu erwärmen. Dies waren im Jahr 2007 fast 40.000 Tonnen CO2 für die Wärme-
und Stromerzeugung. Wenn wir Energie sparen, entlasten wir die Umwelt durch weniger
CO2 - Emissionen.
Eine gute wissenschaftliche Leistung integriert den Arbeits-, Gesundheits- und Umwelt-
schutz. Energiesparen ist Standard in der Wirtschaft. Die Hochschule soll Vorbild sein.
      Unsere Umweltleitlinie Nr. 6 zeigt auf: „Mit Ressourcen (Rohstoffe, Energie, Wasser)
      gehen wir sparsam um. Umweltbelastungen - wie Abluft, Lärm, Abfälle und Abwasser -
      reduzieren wir auf ein wirtschaftlich vertretbares Mindestmaß.“
      Das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) vom 1.11.05 § 3 verlangt den energiesparen-
      den Betrieb von Anlagen (1): „Wer Heizungs-, raumlufttechnische, Kühl-, Beleuchtungs-
      sowie Warmwasserversorgungsanlagen oder -einrichtungen in Gebäuden betreibt ...., hat
      dafür Sorge zu tragen, dass sie ... so ... betrieben werden, dass nicht mehr Energie ver-
      braucht wird, als zu ihrer bestimmungsgemäßen Nutzung erforderlich ist.“

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Die TU - Verwaltung spart entsprechend unseren Umweltleitlinien und Zielen durch bauliche
und technische Verbesserungen Energie. Darüber berichtet jährlich der Umweltbericht:
tu-berlin.de Direktzugang 16120
Wir bitten Sie als Beschäftigte und Nutzende der Räume der TU den Energieverbrauch der
TU durch Ihr energiesparendes Verhalten zu senken und damit zum Umweltschutz beizutra-
gen. Wir rechnen für Anlagen und Gerätenutzung mit Sparpotentialen bis zu 50 %. Gespar-
te zentrale Ausgaben kommen auch Ihnen zu Gute. Bitte prüfen Sie an Hand dieses Merk-
blatts, welche Regelungen und Hinweise auf Sie zutreffen. Setzen Sie sich Jahreseinspar-
ziele und planen Sie Aktivitäten, um diese zu erreichen. Dieses Merkblatt soll Ihnen helfen
eine Energiesparkultur zu entwickeln, die effektives und sicheres Arbeiten, ökologisches
und Kosten sparendes Verhalten miteinander vereint.
Bitte nutzen Sie Ihr Umweltmanagementsystem vor Ort, wie z.B. die Sicherheits- und De-
zentralen Umweltbeauftragten (SB-DUB) und die Fakultätsbeauftragten für Arbeits- und
Umweltschutz. Wir beraten Sie von zentraler Seite gerne und bitten Sie, dieses Arbeits- und
Umweltschutzmerkblatt nach dem Lesen zu Ihren Unterlagen zu nehmen und bei Fragen z.B.
mit Hilfe des Stichwortverzeichnisses im Anhang nachzuschlagen.


        2.       Strom sparen
Achten Sie bitte darauf, dass alle elektrischen Geräte, insbesondere Lampen, Computer,
Kopierer, Zu- und Abluftanlagen 1 , 2 nur eingeschaltet sind, wenn mit diesen gearbeitet
wird. Dies hilft auch Brände zu vermeiden. Ausnahmen siehe: Nr. 6, 8.
Beleuchtung: Beleuchten Sie so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig entsprechend den
Arbeitsstättenrichtlinien. Bei Verdacht auf unzureichende und überhöhte Beleuchtungsstärke
unterstützt Sie SDU durch beraten und orientierendes Messen.
Beleuchtung                     Regel:                                     Anmerkung

Ort, Lampenart
Bildschirmarbeitsplatz          erfordern 500 Lux, max. 700 Lux            Bitte nutzen Sie am Arbeitsplatz die
                                Grundhelligkeit. Benötigen Sie z.B.        vorhandene Stufenschaltung des
                                entsprechend dem Zustand Ihrer Au-         Raumlichtes, um unnötige Beleuch-
                                gen mehr Licht, verwenden Sie eine         tung zu vermeiden.
                                Zusatzleuchte mit Kompaktleuchtstoff-      „Tageslicht nutzen geht vor Kunst-
                                lampe, um den Schreibtisch und Tasta-      licht“. Bäume, Sträucher, Ranken vor
                                tur zusätzlich erhellen.                   dem Fenster müssen zurück geschnit-
                                                                           ten werden, wenn diese den Arbeits-
                                                                           platz so verdunkeln, dass nur mit
                                                                           Kunstlicht gearbeitet werden kann..
Leuchtstofflampen älterer       lohnen sich ab ca. 15 Min. der Nicht-      Dies gilt für Arbeitsräume, Hörsäle,
Bauart (erkennbar durch         benutzung abzuschalten, moderne            Seminarräume und Nebenräume.
das Flackern bei Start)         früher.AUS
Von Hand geschaltetes Flur-     empfehlen wir in Abstimmung mit den
und Treppenhauslicht -          Elektrikern / Gebäudemaschinisten
                                einen Abschalt-Kompromiss zu finden
                                unter Berücksichtung von Energiespa-


1
 Siehe besondere Regelung für Chemische Labore mit Raumlufttechnik (RLT) weiter unten.in Nr. 6. Bitte übertragen
Sie diese Hinweise sinngemäß auf andere RLT wie z.B. in Reinräumen.
2
  Ausnahme: Gefahrstoffschränke, die entsprechend TUB Merkblatt Nr. 4.3 technisch entlüftet werden müssen und
techn. entlüftete Gasflaschenschränke. Auf technische Lüftung kann nach dem Merkblatt verzichtet werden, wenn
eine zündquellenfreie Zone eingerichtet wird. Sind die Gefahrstoffschränke an die Lüftung von Abzügen angeschlos-
sen, ist ein Antrag an Abt. IV auf Trennung zu stellen.



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Beleuchtung                       Regel:                                      Anmerkung

Ort, Lampenart
                                  ren und Nutzungshäufigkeit. Verkehrs-
                                  wege müssen ausreichend hell sein.
Automatisch geschaltetes          Flure sollen nicht ganz beleuchtet wer-     Wenn Absprachen nicht möglich sind,
Flur- und Treppenhauslicht        den, um für dunkle Stellen Sicherheit       beantragen Sie bitte technische Lö-
in vorhandenen Anlagen mit        herzustellen. Dämmerungsschalter für        sungen mit Bewegungsmeldern,
großen Schaltkreise               Einzelleuchten nachrüsten. .                Dämmerungsschaltern die Arbeit-
                                                                              schutz und Umweltbelange berück-
                                                                              sichtigen.
Selten genutzte Räume wie         Dauerbeleuchtung vermeiden.                 .
Flure, Teeküchen, Abstell-
kammern und WC



Elektrische Geräte:
Gerät                                    Modus                                    Zeit
Kopierer                                 Energiesparen                            AUS nach 10 Minuten automatisch
                                                                                  ab
Kopierer                                 AUS                                      Von Hand nach Arbeitsende aus-
                                                                                  schalten
EDV - Röhrenmonotor                      AUS, kein „Bildschirmschoner“            AUS nach 15 Minuten
EDV - Flachbildschirm                    AUS, kein „Bildschirmschoner“            AUS nach 5 Minuten
EDV – Festplatten                        AUS                                      AUS nach 15 Minuten
EDV-System                               Ruhezustand, Standby vermeiden           AUS nach 30 Minuten
EDV-Geräte mit Netzteilen, incl.         Mit Steckdosenleiste mit Hand-           AUS nach Arbeitsende Das min-
Laptop, Netzteilen der Drucker,          schalter oder Automatik Viele Ge-        dert auch das Brandrisiko bei Ab-
Notebooks, 12-Voltlampen, audio-         räte verbrauchen auch im schein-         wesenheit.
visuellen Geräten etc                    bar ausgeschalteten Zustand
                                         Strom. Diese Geräte sind oft fühl-
                                         bar warm.
Kaffeemaschinen                          nur zum Zubereiten verwenden             AUS nach Zubereitung. Kaffee in
                                                                                  einer Thermoskanne warm halten.
                                                                                  Das spart Energie, mindert das
                                                                                  Brandrisiko und schont das Aroma.


Energiekostenmessgeräte z.B. um „Schein-Aus“ zu entdecken und die verbrauchte Energie
sichtbar zu erleben, leiht SDU 20, App. 21392 gerne aus.
Beschaffen Sie Geräte gemäß Haushaltsrecht nach dem Gebot der Wirtschaftlichkeit auch
unter Beachtung des Energieverbrauchs (und der Wartungskosten) während der Lebens-
dauer. Ihre Geräte sollen die Kriterien des GEEA-Labels erfüllen. Die Kriterien für Bürogeräte
finden Sie in: http://www.energielabel.de/
Für große Ausschreibungen bietet praktische gerätebezogene Leistungsblätter:
http://www.energy-labels.de/downloads_leitfaden.htm.
Die Verwendung elektrischer Zusatzheizgeräte (Heizlüfter, Heizstrahler etc.) ist in zentral be-
heizten Räumen nicht zulässig 3 .
Warmwasser wird nur für Teeküchen, Werkstätten und Labore zur Verfügung gestellt. Bitte

3
    Ausnahmen sind nur bei Gebäudemängeln befristet und in schriftlicher Abstimmung mit der Abteilung IV möglich.



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waschen Sie normal verschmutzte Hände mit kaltem Wasser, schalten Sie an anderen Orten
dafür verwendete Untertischboiler aus und lassen sie diese demontieren.
Bitte vermeiden Sie künstlich beleuchtete Pflanzen für nichtwissenschaftliche Zwecke, in-
dem Sie die Räume attraktiv ohne dauernden Stromverbrauch gestalten.
Vermeiden Sie Leckagen in Druckluftanlagen (Sondermerkblatt SDU 20 vom 6.03.02)
Betreiben Sie Geräte wie Vakuumpumpen nicht außerhalb der Versuchszeit. Ggf. mit
Schaltuhr vor Arbeitsbeginn Vakuum herstellen. Schalten Sie auch an Trockenschränken
etc. den Strom komplett mit der Anzeige ab, um Standbystrom zu vermeiden.
Tipp: Wenn Sie Aufzüge nicht nutzen, verschaffen Sie sich Bewegung zur Gesundheit und
sparen Strom.


      3.       Energiesparend kühlen
Klimatisierung und elektrisch betriebene Kühlung sind sehr energieintensiv, technische Kom-
fortkühlung für Arbeitsräume in unserem gemäßigten Klima unnötig. Ausführliche Hilfen fin-
den Sie in 4.
Vermeiden Sie den Raum zusätzlich aufheizende Wärmelasten indem Sie el. Geräte nicht
unnötig laufen lassen (Siehe „2. Strom sparen“) und Sonneneinstrahlung.
Sofern für wissenschaftliche und technische Zwecke Klimatisierung oder eine technische
Kühlung erforderlich sind, stellen Sie bei hohen Außentemperaturen mit dem Zweck verein-
bare Temperaturen ein, die möglichst wenig von der Außentemperatur (max. 6° C) abwei-
chen. Das ist auch Ihrer Gesundheit zuträglich. Halten Sie Fenster und Türen gekühlter Be-
reiche geschlossen. Ggf. müssen Sie auch hier stoßlüften, um verbrauchte Luft auszutau-
schen.
Legen Sie temperatursensible Bereiche und Geräte, die eine hohe Wärmelast erzeugen, in
nicht oder weniger besonnte Räume.
Vermeiden Sie dezentral betriebene EDV für WEB-Dienste, indem Sie die Angebote von
tubIT nutzen (Siehe auch „Strom sparen“):
Virtueller Speicher „Server Housing“ mit folgenden Funktionen: von einander abgeschottete
Umgebungen auf einer physikalischen Maschine, Hardwarepartitionierung, jedoch gemein-
same Benutzung von: CPU, RAM, eigene Festplatte, jeder virtueller Server hat eine eigene
IP-Adresse. Vorteile: Hochverfügbar durch redundante Architektur, Ressourcen flexibel an
den Bedarf anpassbar: CPU – Leistung, Hauptspeicher, Plattenplatz (redundantes SAN), 1
GBit Fast-Ethernet Anbindung.“ Direktzugang zu tubIT 26667
Prüfen Sie, ob Sie eigene Server bei tubIT unterbringen können „Server Housing“. Vorteile
lt. tubIT z.B.: „Gebäude durch Sicherheitsdienst überwacht, Alarmanlage, elektr. / mechan.
Zugangsschutz, Brandmelder, Redundante Kühlaggregate, klimatisierter Serverraum, Inter-
netanbindung: High Speed Internetanbindung, 100 % geswitchtes Netzwerk, 1 GBit Fast-
Ethernet Anbindung, eine IP Adresse pro Server, weitere auf Anfrage möglich.“ Direktzugang
zu tubIT 24791
In technischen Serverräumen sind nach schweizer Untersuchungen 26°C unschädlich. Bitte
richten Sie die Kühltechnik so ein, dass diese Temperatur nicht unterschritten wird. Die Höhe
dieser Raumtemperatur zeigt die Qualität Ihres Energiesparens.
Anregungen zur Prüfung und Verbesserung Ihrer Serverräume finden Sie in Text und Bildern
in tu-berlin.de Direktzugang 17880.
Das Weiterbetreiben der Kühlung mit Trinkwasser von Räumen und Geräten ist nur noch
zulässig, wenn ein Antrag auf trinkwasserfreie Umrüstung bzw. Demontage der bisherigen

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Trinkwasserkühlung an die Abt. IV gestellt ist. Diese plant eine Modernisierung des Gebäu-
des und der gebäudetechnischen Anlagen im Rahmen der verfügbaren Mittel.
Unzulässig sind veraltete, vereiste, defekte, unzureichend genutzte Kühlschränke. Grund-
sätzlich sind Kühlschränke ohne Tiefkühlfach zu beschaffen. Die Nutzenden sind für das re-
gelmäßige Abtauen zuständig. An Arbeitsplätzen mit zentraler Teeküche ist das Aufstellen
„persönlicher Kühlschränke“ unzulässig.


       4.       Minderung von sommerlicher Hitzebelastung in Arbeitsräumen
Die Hitzebelastungen der zunehmend heißen Sommer erfordern besondere Maßnahmen -
Was kann man tun?

Grundsatz zur Klimatisierung von Arbeitsräumen
Bedingt durch die längere Warmwetterperiode im Sommer, stellten vermehrt Beschäftigte der
TU Berlin Forderungen nach Klimatisierung von Arbeitsräumen (auch der Büroarbeitsräume).
An der TU Berlin wird bei Neu- und Umbauten von Arbeitsräumen der Technik mit passiver
Kühlung 4 der absolute Vorrang eingeräumt. Eine aktive Kühlung 5 wird nur in Sonderfällen
installiert. Bautechnische Maßnahmen, die zur Verbesserung des thermischen Verhaltens
von Gebäuden während der warmen Jahreszeiten beitragen, sind soweit als möglich und
wirtschaftlich vertretbar anzuwenden. Organisatorische Maßnahmen zur Verbesserung des
Raumklimas während der warmen Jahreszeit werden unterstützt. Auch privat eingebrachte
aktive Kühlung ist unzulässig. Der Anspruch der Beschäftigten bezieht sich auf den Anhang
„Anforderungen an Arbeitsstätten nach § 3.1 der Arbeitsstättenverordnung“. Danach ist „eine
gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur“ für Arbeitsräume vom Arbeitgeber zu gewähr-
leisten.
Die dazu gehörige Arbeitsstättenrichtlinie definiert die Maximaltemperatur auf 26° C. Nach
einem Gerichtsurteil des LG Bielefeld aus dem Jahr 2003 darf diese überschritten werden,
wenn die Außentemperatur über 32° C steigt. Die Arbeitsraumtemperatur soll dann mindes-
tens 6° C unter der Außentemperatur liegen.
Nach dieser Rechtslage sind somit wirksame bauliche, technische und organisatorische
Maßnahmen bei der Einrichtung und dem Betreiben von Arbeitsräumen zur Einhaltung des
„gesundheitlich zuträglichen Raumklimas“ dringend geboten.
Klimatisierung durch „aktive“ Kühlung ist sehr energieaufwändig und führt insbesondere zu
Zeiten der Spitzenlasten zu erheblichen Stromkosten. Darüber hinaus wird durch den ver-
mehrten Einsatz von Primärenergie der CO2-Ausstoß erhöht.
Angesichts der von der Bundesrepublik Deutschland, mit der Unterzeichnung des Kyoto-
Protokolls eingegangenen Verpflichtung, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und in Anbetracht
der aktuellen Diskussion über die Auswirkungen der hohen CO2-Emissionen auf das Ge-
samtklima der Erde, will die TU Berlin entsprechend ihren Umweltleitlinien, einen Beitrag zum
Energiesparen leisten.




4
 Passive Kühlung reduziert die solaren und internen Wärmelasten, ohne strombetriebene Kältemaschinen
einzusetzen, indem sie z.B. außen liegenden Sonnenschutz, Nachtluft verwendet.
5
 Aktive Kühlung verwendet in der Regel elektrischen Strom und macht bei heutigen Bürogebäuden bis zu 11%
des gesamten Primärenergieeinsatzes für das Gebäude aus.



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Möglichkeiten zur Minderung von sommerlicher Hitzebelastung in Arbeitsräumen
Eine flächendeckende Standardlösung kann es nicht geben. Diese können oder müssen je
nach Situation sein:

Interne Wärmequellen verringern
Unnötig laufende elektrische Geräte heizen mit ihrer Abwärme Ihren Arbeitsplatz im Sommer
zusätzlich auf. Das vermeiden Sie, wenn Sie die Hinweise unter „2. Strom sparen“ anwen-
den.

Nachtlüften
Bitte lassen Sie, wo möglich, durch die Fenster Luft im Raum zirkulieren. Z. B. ist das baulich
durch zwei Fenster oben und unten gut möglich in den Räumen der „Aufstockung“ im Haupt-
gebäude (West- und Ostflügel)
Durch das Nachtlüften mit geöffneten Kippfenstern können die Räume auskühlen, wo bei
Sturmwarnung und Regen kein Wasser eintreten kann oder Einbruchsgefahr droht. Auf An-
trag rüstet IV B nach Prüfung der technischen und finanziellen Möglichkeiten die Fenster von
Dreh- auf Dreh-Kippflügel um. Dies insbesondere, wenn offen stehende Fenster Verkehrs-
und Fluchtwege einengen.
Melden Sie IV B den Sanierungsbedarf von Fenstern, um z.B. die Lüftungsmöglichkeit zu
verbessern, die Regensicherheit durch Kippfenster und Einbruchssicherheit herzustellen.
Auch das Isolieren von Wänden und Dächern kann von eindringender Sommerhitze schüt-
zen.

Querlüften am Tag
Bitte lüften Sie am Tag, wenn es innen wärmer ist als außen.
Ermöglichen Sie kühlende Luftbewegung durch Arbeitsraum und Treppenhaus oder durch
die gegenüberliegende Gebäudeseite (Querlüften). Wenn Sie für die Durchlüftung der Trep-
penhäuser Hilfe benötigen, sprechen Sie die Hausmeister an. Der Schutz vor Ausbreiten von
Rauch und Brand muss dabei gewährleistet sein.
Blumen o.ä. vor den Fenstern ggf. entfernen. Vorhandene Feststeller reparieren, ggf. nach-
rüsten lassen.
Bei Windstille können Ventilatoren Kühlung bewirken. Diese müssen aus dem eigenen Bud-
get beschafft werden und werden nicht zentral finanziert.
Brandschutz- und Rauchabschlusstüren dürfen nicht durch Keile o.ä. offen gehalten werden.
Diese Türen können auf Antrag in begründeten Fällen mit Rauchmeldern und elektrischer
Aufhaltung ausgerüstet werden.
Vorsicht bei Wind. Dafür müssen die Drehflügel der Fenster feststellbar sein und ggf. repa-
riert werden.
Vermeiden Sie aus gesundheitlichen Gründen Zugluft, die Sie auskühlt.

Jalousien
Bitte nutzen Sie Außenjalousien. Stellen Sie diese so ein, dass Tageslicht hereinkommt, aber
keine Sonne. Fehlende Außenjalousien müssen ggf. in Ost und Südlage nachgerüstet wer-
den. (Antrag an IV B)
Fahren Sie Jalousien wg. Sturmgefahr zum Arbeitsende hoch. Veranlassen Sie das Reparie-
ren defekter Außenjalousien und ihrer Steuerung bei der Störungsstelle oder im „Webbrief-
kasten“: https://cafmweb.tu-berlin.de/
Jalousien mit zentraler Steuerung erhalten eine Regelwartung.
Fahren Sie handbetriebene Außenjalousien wie z.B. im Gebäude FR morgens so weit herun-

         Homepage Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz tu-berlin.de Direktzugang 5394   6
ter, dass keine Sonne und damit Wärme hereinkommt. Stellen Sie genügend Helligkeit für
das Arbeiten ein.

Wärmeschutz-Folien
Wärmeschutz-Folien sind eine kleine Lösung, da sie nicht so wirksam sind, wie z.B. Außenja-
lousien. Die Folien können die Raumtemperatur mindern, aber bei bedecktem Himmel etc. zu
sehr verdunkeln. Einmal aufgebracht, sind sie nicht mehr zu entfernen. Sie geben nur einen
Teil der Strahlung durch Glas zurück.
Reflektierend beschichtete Innenlamellen sind keine Alternative zu Außenjalousien. Sie
verbessern in der Regel zwar den Blendschutz, geben aber nur unzureichend eingetragene
Wärme durch
das Fenster zurück.

Organisation bei sommerlicher Hitzebelastung
Bitte tragen Sie der Witterung angepasste Kleidung, verlegen Sie die Arbeitszeiten in kühlere
Zeiten. Vorgesetzte sollen für die Beschäftigten im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht für sehr
heiße Tage besondere organisatorische Schutzmaßnahmen treffen.
Temperatursensible Bereiche und Geräte, die unvermeidbar eine hohe Wärmelast erzeugen,
sollen nicht in besonnte Räume gelegt werden.
Die Nutzenden können für eine evtl. Klärung und Dokumentation ein aufzeichnendes Tempe-
raturmessgerät bei dem Gebäudemaschinisten beantragen. Nicht erfasst werden dabei küh-
lender Luftzug z.B. aus Querlüftung und Wärmestrahlung aufgeheizter Bauteilflächen.

Klimageräte
stellt die TU Berlin grundsätzlich nicht (siehe „Grundsatz“ in Nr. 4.).
Räume mit technischer Lüftung erfordern besondere Regeln.
Bitte schalten Sie die Raumkühlung erst ab einer Raumtemperatur von 26°C ein. Bleiben Sie
mit der Raumtemperatur höchstens 6°C unter der Außentemperatur und halten Sie diese
Regeln bei verschiedenen Außentemperaturen ein.
Fenster und Türen aktiv gekühlter Bereiche müssen geschlossen sein. Ggf. muss auch hier
stoßgelüftet werden, um verbrauchte Luft auszutauschen.
Mit Trinkwasser betriebene „Kühler für Arbeitsräume“ dürfen nicht mehr betrieben werden.
Entsprechende Anlagen sind IV C zu melden und werden demontiert.

Gebäude sanieren
Bei Fassadensanierungen werden nachhaltig energetisch günstige bauliche Maßnahmen
verwirklicht.


       5.       Energiesparend heizen
Die gewünschte Raumtemperatur zum Arbeitsbeginn ist gewährleistet, wenn Sie die Ther-
mostate zum Arbeitsende in der Tagesstellung belassen. Sie sparen zusätzlich Energie,
wenn Sie die Thermostate abends, zum Wochenende, zu Feiertagen und Urlaub auf
Stellung "2“ zurück stellen. Dann erwärmt sich der Raum, wenn Sie ab Arbeitsbeginn auf
die Tagesstellung stellen. Dies gilt sowohl für einfache Ventile, als auch für Thermostatventile
und in Gebäuden, die mit Fernwärme versorgt werden. Aufheizen auf größter Stellung „5“
geschieht nicht schneller, als auf „3“, erhöht jedoch das Risiko zu überheizen.
Um ungehinderte Wärmeübertragung der Heizkörper zu gewährleisten, bitten wir Sie, darauf
zu achten, dass diese nicht zugestellt oder abgedeckt sind.



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Sie lüften richtig und energiesparend, wenn Sie durch „Stoßlüften“ die Fenster kurz vollstän-
dig öffnen, um die Raumluft zu wechseln. Halten Sie dafür Fenster von Blumen etc. frei. Bitte
schließen Sie das Heizkörperthermostatventil während des Lüftens, wenn nach Ihrer Er-
fahrung die Heizung durch das Stoßlüften warm wird. Ständig gekippte Fenster bewirken ei-
nen hohen Energieverbrauch in den eigenen Räumen, aber auch in den Nachbarräumen, da
hierbei auch die Wände in der Nähe der Fenster auskühlen. Das Zudrehen der Heizkörper
während einer Dauerlüftung verhindert nicht das Nachheizen durch Nachbarräume. Heizkör-
per können im Regelbetrieb teilweise kühl werden, wenn die gewünschte Raumtemperatur
erreicht ist.
Halten Sie in der Heizperiode die Außentüren der Gebäude und Türen der Windfänge ge-
schlossen. Beantragen Sie Reparaturen defekter Außentüren und Windfangtüren.
Alle Fenster sind über Nacht, an den Wochenenden und wenn sich keine Personen im Raum
befinden, geschlossen zu halten.

Raumtemperaturen einhalten
Nach der Heizungsanweisung 6 als Orientierung und den Arbeitsstätten-Richtlinien 7 als Vor-
gabe, sind folgende Raumtemperaturen als Sollwert einzuhalten:
Raumart                                     Solltemperatur                   Anmerkung


Büroräume                                   20°C                            max. 5°C Temperaturdifferenz zu
                                                                            angrenzenden Gebäudebereichen
Flure anliegend an Büroräumen               15°C


Treppenhäuser                               10°C


Werkstätten und Versuchshallen je           12° bis 20°C                     12° bei schwerer körperlicher Ar-
nach Nutzung                                                                 beit
Kraftfahrzeuggaragen soweit be-             5°C
heizt
Nebenräume (Lagerräume)                     15°C


Pausen-, Liege-, Umkleide- und              21°C
Sanitätsräume
Waschräume                                  21°C                             Waschräume mit Duschen 24°C


Toiletten                                   18°C


Turn- und Gymnastikhallen                   15 bis 18°C                     bei Veranstaltungen wie Yoga,
                                                                            autogenes Training etc. 21°C
Windfänge an Ausgängen                      „Frostschutz“




Ein Überschreiten dieser Temperaturen um mehr als 2°C ist zu vermeiden. Beispielsweise
führt eine um 2°C erhöhte Raumtemperatur zu einem Energiemehrverbrauch von 10 bis 20

6
 Allg. Anweisung über den Betrieb von Heizungs-, Warmwasser- und raumlufttechnischen (RLT) Anlagen in Gebäu-
den und Einrichtungen der Berliner Verwaltung. Dienstblatt des Senats von Berlin Teil VI, Nr. 1, 17.1.92
7
    Arbeitsstätten-Richtlinien, Teil II 6 - 1 ff, Ausgabe Mai 2001


               Homepage Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz tu-berlin.de Direktzugang 5394            8
%. Bitte stellen Sie die Raumtemperatur durch die Heizkörperventile ein. Räume mit lufttech-
nischen Anlagen können 1°C mehr erfordern.
Bitte halten Sie in der Heizperiode Türen zu Bereichen mit niedrigeren Temperaturen ge-
schlossen. Geschlossene Türen verhindern Wärmeverlust und Luftzug mit Unbehaglichkeit.
Toilettenfenster in der Heizperiode sollte spätestens der/die nächste Nutzende schließen.
Wenn Sie den Raum verlassen, bitte wenn möglich das Licht löschen.


      6.     Chemische Labore mit Raumlufttechnik können besonders viel
           Energie sparen
Diese sind durch die technische Lüftung, mit den Reinräumen, die größten Energieverbraucher in
der TU. Die Lüftung führt in der Heizperiode aufwärmte Luft zu und verbraucht Strom für die Ven-
tilatoren. Die erwärmte Luft wird ungenutzt nach aussen geleitet.
Für den Arbeitsschutz notwendige verringerte Abluftmengen erhöhen die Behaglichkeit z.B.
durch verringerten Luftzug, mindern das Gesundheitsrisiko durch weniger trockene Luft.
Wenig Aufwand für das richtige Verwenden der Abzüge bringt großen Nutzen für die Be-
schäftigten vor Ort, die Energiekosten im TU-Haushalt und die Umwelt.

Abzüge AUS nach Arbeitsende
Bitte schalten Sie Abzüge zum Arbeitsende AUS. Das Lagern von Gefahrstoffen im einge-
schalteten Abzug ist nicht zulässig.
Abzüge dürfen über Nacht betrieben nur bei Dauerversuchen werden, wenn sie und der
Raum entsprechend der Betriebsanweisung gekennzeichnet sind.
Gefahrstoffe müssen an geeigneter Stelle untergebracht werden. Bitte räumen Sie Frisch-
und Altlösemittel, Säuren und Laugen und Chemikalien zum Arbeitsende in spezielle Unter-
schränke und Schränke.
Bitte prüfen Sie entsprechend TRGS 526, 4.9.4 alle im Laboratorium vorgehaltenen Gefahr-
stoffe und Präparate mindestens jährlich auf ihren ordnungsgemäßen Zustand und entsorgen
Sie diese ggf. Benennen Sie „Entsorgende“ oder besetzen diese Funktion ggf. rotierend.
Ein Abzug verursacht im Dauerbetrieb einschließlich Raumlüftung Energiekosten für
Wärme und Strom von ca. 1.700€ / Jahr (Stand 2008).

Abzüge, Dauerabsaugung und Raumlüftung
Die Raumlüftung soll 25% bis 30% der Raumabluft übernehmen. Den anderen Teil überneh-
men Abzüge und die Dauerabsaugung für Gas-, Lösemittel-, Chemikalien- und Unterschrän-
ke.
Die Raumabluft soll z.B. im Chemiegebäude nachts und an Wochenenden durch die Zentrale
Steuerung abgeschaltet werden. Bitte geben Sie dafür die Belegung der Praktikumssäle an
den Gebäudemaschinisten.
Z.B. Gebäude TC: Auf das automatische Abschalten bzw. Herunterfahren der Abzüge zum
Arbeitszeitende zur vereinbarten Zeit müssen ein Schild und ein akustisches Signal an den
Abzügen hinweisen. Bei Bedarf kann das Laborpersonal den Weiterbetrieb aktivieren.
Bitte lassen Sie prüfen, ob die Haustechnik funktioniert: Lässt das Strömungsgeräusch der
Lüftung des Abzuges nach dem AUS des Abzuges nach? Bewegt sich der Pfeil am Klap-
penmotor? Wenn nicht, lassen Sie bitte die Technik prüfen. Die Zu- und Abluftmengen des
Raumes müssen stimmen. Wenn z.B. sich die Tür schwer öffnet, bitte den Mangel an Ge-
bäudemaschinisten melden.



           Homepage Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz tu-berlin.de Direktzugang 5394   9
Abzug EIN
Abzüge sollen EIN geschaltet sein zum Arbeiten mit Gefahrstoffen, die austreten oder austre-
ten können. Führen Sie vor Beginn der Tätigkeit eine Gefährdungsermittlung durch, Direkt-
zugang 27994.
Abzüge sollen EIN geschaltet sein bei einem Dauerversuch, wenn Gefahrstoffe austreten
können. Bei einem Dauerversuch muss am Abzug und an dem Labor vermerkt sein: Die Ver-
suchsplanung mit Name, Telefonnummer, Beginn und voraussichtlichem Ende, Angemeldet
bei Name Laborleitung / AG Ltr. (Z.B. §7.19 Allg. Betriebsanweisung des Inst. für Chemie,
§14 GefStVO)

Abzüge AUS und Benutzung vermeiden
Abzüge sollen AUS-geschaltet sein bei Dauerversuchen, bei denen Gefahrstoffe sicher ver-
schlossen sind.
Entlüften Sie Vakuumpumpen in eine Dauerabsaugung. So vermeiden Sie dabei den
Gebrauch eines Abzuges.
Bitte trocknen Sie außerhalb des Abzuges und leiten Sie Gefahrstoffe ein in einen Abzug, der
aus anderen Gründen läuft.
Lagern Sie Gasflaschen mit H2S gemäß der TRGS 526 im Flaschenschrank und nicht im Ab-
zug. Schließen Sie zum Arbeitsende die Gasflaschen.
Stellen Sie zum Arbeitsende Abfallbehälter, z.B. Chlor-, Brom- und SO2-Wasser in bruchfes-
ten Behältern in den Unterschrank und schalten Sie den Abzug AUS. Das braucht nur eine
Minute Aufwand und spart viel Energie.

Tischabsaugung und entlüftete Schränke sollen nicht mehr als notwendig saugen
Wenn Tischabsaugung und entlüftete Schränke rauschen, ist die Luftmenge evtl. zu groß
eingestellt. Testen Sie: Ein Fädchen darf sich bewegen, aber nicht hoch steigen oder recht-
winklig stehen. Bitte melden Sie den Mangel und bitten um Justage bei https://cafmweb.tu-
berlin.de/ oder bei dem Gebäudemaschinisten. Der Aufwand beträgt im Jahr 5 Minuten und
bringt großen Nutzen.

Vakuumpumpen
Schalten Sie die Vakuumpumpen nur EIN bei dem Arbeiten. Bei Ihren modernen Pumpen ist
der Verschleiß durch das AUS- und EIN-Schalten kein Problem. Wenn das Vakuum sich zu
langsam aufbaut, schalten Sie mit Wochenschaltuhr rechtzeitig vor der Arbeit EIN.
Wenn bei laufender Vakuumpumpe keine Gefahrstoffe austreten können, schalten Sie den
Abzug aus und fahren die Scheibe hoch, um Wärme abzuführen.

Stickstoffversorgung
Das Stickstoffherstellen und Lagern benötigt viel Energie und kostet das Institut viel Geld.
Bitte schalten Sie die Stickstoffversorgung AUS zum Versuchssende.


      7.       Experimentelle Anlagen energiesparend planen und betreiben
Bitte bedenken Sie einen energiesparenden Betrieb Ihrer Versuchsaufbauten und Anlagen
und die Anforderungen an die Infrastruktur schon in der Planungsphase.
Richten Sie das Energiesparen in Leerlaufphasen durch abgesenkten Betrieb und das Ar-
beiten in kleineren Maßstäben ein.
Formulieren Sie diese Standards verbindlich in der Betriebsanweisung.




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         8.       Reinräume
Luftfiltersysteme verbrauchen sehr viel Energie für Antrieb, Erwärmung und Befeuchtung.
Bitte betreiben Sie Reinräume, wenn möglich, zu den Nichtarbeitszeiten nachts, an Wochen-
enden und Feiertagen im Absenkbetrieb. Verringern Sie dann die Zu- und Abluft, schalten
Sie die Grauraumumluft AUS und wenn möglich, verringern Sie die Laminar-Lüftung.
Stellen Sie wenn möglich auf Kleinstreinräume um.
Wechseln Sie die Filter entsprechend der Anzeige der Drucküberwachung. Rüsten Sie eine
fehlende Filterüberwachung nach. Dadurch sparen Sie auch Filterkosten.
Reduzieren Sie den Wasserdruck des Reinstwasserkreislaufes in den Nichtarbeitszeiten
z.B. von 4 auf 2 bar.
Ergänzen Sie das einzelne Licht-Aus-Schalten durch eine zentrale Licht-Aus-Schaltung.
Schalten Sie die Steuerungsrechner mindestens bei längeren Feiertagen wie Weihnachten
aus. Deren Bildschirme schalten Sie bitte spätestens an Ihrem Arbeitsende aus.


         9.       Mängel melden und Anregungen geben
Für das Veranlassen von Reparaturen und Verbesserungen ist Ihre Initiative wichtig.
Anlass                                 Zuständig                            Anmerkung
Mängel an den technischen Anla-        Zuständiger Gebäudemaschinis-
gen des Gebäudes                       ten.
Bauliche Mängel, z.B. an Fenstern      Zentrale Störungsstelle Tel.
oder Türen                             22714, Eingabe online:
                                       https://cafmweb.tu-berlin.de/
Zentrale Beratung, Anregungen          Zentraler Umweltbeauftragter Hr.
und Kontrolle im Energiebereich        Albrecht (SDU 20), Tel. 21392
zuständig.
Vor Ort beraten und geben Anre-        Jeweils zuständige Sicherheits-      Deren Namen finden Sie auf den
gungen                                 und dezentrale Umweltbeauf-          grünen Notruftafeln. Sollten SB-
                                       tragte (SB-DUB), Zentrale Um-        DUB für Ihren Bereich nicht be-
                                       weltbeauftragte und Sicherheits-     nannt sein, schlagen Sie Ihrer/m
                                       fachkräfte von SDU                   Vorgesetzten nach Rücksprache
                                                                            mit uns eine/n Kollegin/en zu Be-
                                                                            nennung vor bzw. benennen Sie
                                                                            als Vorgesetzte/r eine/n Beschäf-
                                                                            tigte/n
Unterstützung durch kostenlose         Das Angebot finden Sie:              Gerne bieten wir Ihnen auf
Weiterbildung der TU in der            TU-Berlin.DE Direktzugang            Wunsch eine Energiesparweiter-
Dienstzeit.                            20315                                bildung vor Ort an.


Weiterführende Hinweise und            Intern: SDU: TU-Berlin.DE Direkt-    Extern:
Aktionswerkzeuge                       zugang 17880                         http://www.energyoffice.org/

Wir nehmen Vorschläge zur Energieeinsparung und Weiterentwicklung dieser Vorgaben mit
Dank entgegen.
Vielen Dank für Ihr energiesparendes Mitarbeiten.



Dr. Gutheil, Kanzlerin


              Homepage Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz tu-berlin.de Direktzugang 5394            11
      10.    Stichwortverzeichnis
Abzüge 9                                               Nachtlüften 6
Aufzüge 4                                              Organisation bei sommerlicher
Bäume, Sträucher, Ranken 2                               Hitzebelastung 7
Beratung 11                                            Querlüften am Tag 6
Beschaffung 3                                          Raumtemperaturen 8
Bildschirmarbeitsplatz 2                               Reinräume 11
Chemische Labore 9                                     Reinräumen 9
Dauerlüftung 8                                         Serverräumen 5
Druckluftanlagen 4                                     Sicherheits- und Dezentrale
EDV für WEB-Dienste 4                                    Umweltbeauftragte 2
Eigene Server 4                                        Sicherheits- und Dezentrale
Elektrikern 3                                            Umweltbeauftragte 11
Energieeinsparungsgesetz 1                             sommerlicher Hitzebelastung 6
Energiekostenmessgeräte 3                              Sparpotentiale 2
Energiesparkultur 2                                    Stickstoffversorgung 10
Energiesparweiterbildung 11                            Stoßlüften 8
Experimentelle Anlagen 10                              Tageslicht 2
Fakultätsbeauftragte 2                                 Thermostate 7
Flur- und Treppenhauslicht 3                           Tischabsaugung 10
Gebäudemaschinisten 3, 11                              Toilettenfenster 9
Gefährdungsermittlung 10                               Trockenschränken 4
Heizkörper 8                                           Umweltbericht 2
Heizkörperthermostatventil 8                           Umweltleitlinie 1
Heizlüfter, Heizstrahler 4                             Umweltmanagementsystem 2
Interne Wärmequellen 6                                 Unterstützung 11
Jahreseinsparziele 2                                   Untertischboiler 4
Jalousien 6                                            Vakuumpumpen 4, 10
Klimageräte 7                                          Vorschläge zur Energieeinsparung 11
Klimatisierung 4, 5                                    Wärmelasten 4
Komfortkühlung 4                                       Wärmeschutz-Folien 7
Kühlschränke 5                                         Weiterbildung 11
Kühlung mit Trinkwasser 5                              Windfänge 8, 9
künstlich beleuchtete Pflanzen 4                       zentrale Störungsstelle 11
Lampen, EDV, Kopierer, Zu- und                         Zentrale Umweltbeauftragte und
   Abluftanlagen 2                                       Sicherheitsfachkräfte von SDU 11
Leuchtstofflampen 2                                    zentraler Umweltbeauftragter SDU 20 11
Mängel melden 11




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