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Juni June 2009

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Juni  June 2009 Powered By Docstoc
					Juni / June 2009
                                Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009                                                -2-




                                 INHALTSVERZEICHNIS
1.         Komptech .....................................................................................3

2.         Österreich................................................................................... 11

     2.1     Diverses ..................................................................................................... 11


3.         Deutschland ............................................................................... 13

     3.1     Gesetze, Richtlinien, Normen etc. .............................................................. 13
     3.2     Abfallwirtschaft ........................................................................................... 15
     3.3     Diverses ..................................................................................................... 15


4.         Europäische Union .................................................................... 16

     4.1     Gesetze, Richtlinien, Normen etc. .............................................................. 16
     4.2     Abfallwirtschaft ........................................................................................... 20
     4.3     Diverses ..................................................................................................... 21


5.         Welt und nicht EU ...................................................................... 24

     5.1     Abfallwirtschaft ........................................................................................... 24
     5.2     Diverses ..................................................................................................... 25




IMPRINT:
Komptech GmbH, Kühau 37, 8130 Frohnleiten, Österreich, Tel. +43 3126 505 - 0, Fax +43 3126 505 - 505
Autor: Joachim Hirtenfellner
                       Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009                    -3-




                                 1.     Komptech

EINSATZBERICHT TROMMELHACKER CHIPPO 500:
Fit für die Energieholz-Gewinnung
In der Abfall- und Kompostierungstechnik ist Komptech eine feste Größe, bei
Trommelhackern noch ein Neuling. Wie der Profi-Hacker Chippo 500 arbeitet, lesen
Sie in unserem ersten Einsatzbericht.
                              Die Energieholzgewinnung ist ein wachsender Markt.
                              Entsprechend viele Hersteller bieten daher
                              Hackmaschinen in allen Größen an. Im Spitzensegment
                              ist der Markt freilich überschaubar. Stammdurchmesser
                              bis 75 cm (Weichholz) können nur wenige Hersteller zu
                              gleichmäßig kleinen Holzchips verarbeiten. Jüngster
                              Anbieter in dieser Gruppe ist der österreichische
Hersteller Komptech.
Seit etwa 17 Jahren ist Komptech in der Abfall- und Kompostierungstechnik sowie in
der Landtechnik zu Hause. Den ersten Holzhacker, den Chippo 500, stellte
Komptech erst 2007 auf der Agritechnica vor. Ein knappes Dutzend dieser
Maschinen in der gezogenen Version sind bereits im Einsatz.
Die gezogene Ausführung Chippo 500 ist hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit eine
absolute Profi-Maschine, die für den Einsatz in großen Forstbetrieben oder
Lohnunternehmen konzipiert wurde. Angetrieben wird der Hacker von Schleppern
von 300 bis maximal 500 PS. Pro Stunde produziert die Maschine nach eigenen
Angaben Hackschnitzel in einer Menge von bis zu 180 Schüttraummeter. Ein
Grundpreis von 164.000 Euro plus MwSt., der mit Zusatzausstattungen auch über
200.000 Euro liegen kann, verdeutlicht die Dimension dieser Technik.
Herzstück der Maschine ist die Hacktrommel mit zwölf Messern mit verstellbarem
Vorgriff. Angetrieben wird die Trommel mechanisch über die Zapfwelle des
Schleppers. Möglich sind zwei Geschwindigkeiten: 400 U/min zum Hacken von
starkem Stammholz mit hohem Drehmoment und 560 U/min zur Zerkleinerung von
Ast- und Strauchwerk.
Die Drehzahl kann vom Schlepper aus umgestellt werden. Direkt vor der Trommel
befindet sich der Powerbandantrieb, ein Band für die schnelle und ein Band für die
langsamere Drehzahl. Bei der Drehzahlverstellung wird lediglich das eine Band über
eine vom Fahrerstand bediente Riemenkupplung hydraulisch eingekuppelt und das
andere ausgekuppelt.
Vor dem Einsatz werden die Stützen rechts und links hydraulisch ausgefahren. Die
Stützen können unterschiedlich weit vom Hacker abgesetzt werden und sich so den
Geländeverhältnissen anpassen. Nützlich ist das auch bei Arbeiten am Straßenrand,
wenn beim Abstützen auf Leitplanken Rücksicht genommen oder die Stütze an der
Fahrbahnseite möglichst nah an der Maschine abgesenkt werden muss.
Anschließend wird der Aufgabetisch an der rechten Seite der Maschine von der
Transport- in die Arbeitstellung geschwenkt und das Rohr des Auswurfgebläses in
die gewünschte Richtung gedreht. Jetzt ist der Hacker bereit für den Einsatz.
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Vom Fahrerstand des Xerions (für alle bekannt?) aus hat man einen sehr guten
Überblick über den Hacker. Mit den beiden Joysticks an den Enden der Armlehnen
werden der Hacker und der Kran (Palfinger) bedient.
Mit dem Kran wird das Hackgut auf den Aufgabetisch gehoben. Weil die seitliche
Erhöhung des Tisches zur Schlepperseite niedriger ist als auf der anderen Seite,
sieht der Fahrer rasch, ob nicht gegebenenfalls Fremdkörper erfasst wurden, die
nicht in den Hacker gehören.
Der 2,40 m lange Transporttisch leitet das Hackgut zur 1 m breiten und 75 cm hohen
Einzugsöffnung. Links und rechts der Öffnung befinden sich zwei stehende
Einzugswalzen, die stets in dieser Position bleiben und bei Strauchwerk für eine
Vorkompression und Weiterleitung zur Einzugsöffnung führen. Über der Öffnung sind
zwei Einzugswalzen angebracht, die entsprechend dem Stammdurchmesser nach
oben und unten schwenken. Die obere Walze leitet den Stamm zur unteren Walze,
die den Stamm erfasst und einzieht.
Durch die Verwendung von zwei Walzen kann die untere Walze recht nah an den
Hacker geführt werden. Dadurch werden zum Beispiel auch Reststücke lange
gehalten und gleichmäßig gehackt.
Das Hacken selbst ist fast Sekundensache. Selbst ca. 3 m lange und 50 cm dicke
Stämme werden in rund 30 Sekunden zu Holzchips verarbeitet.
Die Größe der Hackschnitzel wird durch den Vorgriff der Messer und durch die
Lochgröße des jeweils eingesetzten Siebkorbs bestimmt (zur Vermeidung von
Überlängen). Zum Wechseln wird das eingesetzte Sieb hydraulisch über die
Trommel geschwenkt und kann nun von oben mit dem Kran entnommen und gegen
ein anderes Sieb ausgetauscht werden.
Unter der Hacktrommel befinden sich drei längs laufende Förderschnecken, die die
Hackschnitzel vom Hacktrommelbereich nach hinten zum Auswurfgebläse
transportieren. Fünf weitere Schnecken mit kleinerem Durchmesser, so genannte
Leckageschnecken, sind quer zwischen Transporttisch und den drei
Förderschnecken positioniert. Sie sorgen dafür, dass die zwischen dem Zuführband
und der Übergabewalze durchfallenden Hackschnitzel zu den drei längs laufenden
Förderschnecken transportiert werden und der Arbeitsplatz sauber bleibt.
Über das Wurfgebläse und das Auswurfrohr werden die Hackschnitzel schließlich auf
ein Transportfahrzeug oder auf einen Haufen befördert. Das Wurfgebläse bietet als
Option eine variable Drehzahl. Bei leicht zu werfenden Hackschnitzeln kann die
Drehzahl gesenkt werden. Dadurch sinkt der Kraftbedarf, und das Hackgut wird
durch die Gebläseschaufeln weniger nachzerkleinert. Nasses, schweres Gut wird
hingegen mit einer höheren Drehzahl ausgeworfen.
Je nach der Beschaffenheit des Hackguts kann es auch mal zur Verstopfungsgefahr
kommen, zum Beispiel bei humushaltigem Material. In dem Fall kann der Siebkorb
während des Betriebs komplett ausgeschwenkt werden, so dass es nicht zu
Verstopfungen kommen kann.
Stauen sich die Hackschnitzel vor dem Gebläse oder fällt die Drehzahl der
Hacktrommel ab, wird die Zufuhr von neuem Hackgut automatisch verlangsamt oder
ganz gestoppt, indem die Geschwindigkeit des Transporttischs und der
Einzugswalzen im Extremfall bis auf Null reduziert wird. So wird die Maschine
automatisch vor Überlastung oder vor Verstopfungen geschützt.
Der Hacker wird vom Fahrstand aus über das Display der Steuerungseinheit
überwacht und eingestellt. Hier können zum Beispiel die Drehzahl des Rotors oder
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des Auswurfgebläses verstellt werden sowie die Geschwindigkeiten des
Transporttischs oder der Förderschnecken kontrolliert werden.
Bis auf die Hacktrommel werden alle weiteren Funktionen hydraulisch angetrieben
und von einer bordeigenen Hydraulikanlage (150 l) versorgt. Lediglich der Kran wird
über die Hydraulikanlage des Schleppers betrieben.
Der Chippo 500 ist serienmäßig mit einem Auswurfgebläse mit vier Wurfschaufeln
ausgestattet. Über einen optionalen Variator kann die Wurfweite genau angepasst
werden. Die Wurfrichtung wird über das drehbare Rohr und über schwenkbare
Klappen am Ende des Rohrs eingestellt.
Als Zusatzausstattung ist ein Förderband lieferbar, das am Heck angebaut wird.
Dann hat der Fahrer die Wahl, durch einfaches Umschalten vom Fahrerstand aus
entweder mit dem Förderband oder mit dem Gebläse auszutragen. Falls das Band
länger nicht gebraucht wird, lässt sich in nur 15 Minuten demontieren.
Mancher fragt sich vielleicht, warum ein Förderband nötig sein sollte, wenn die
Maschine doch mit einem Auswurfgebläse ausgestattet ist. Der Sinn wird klar, wenn
man sich die Hackschnitzel genauer ansieht. Der Feinanteil beim Austrag über das
Gebläse ist naturgemäß höher als der Austrag über das Förderband, weil das Holz
durch die Schaufeln des Gebläses zusätzlich mechanisch beansprucht wird. Der
Austrag über das Förderband ist schonender und die Größe der Holzchips
einheitlicher. Das wiederum ist ein Vorteil für die Dosierung und Verbrennung in
automatischen Heizanlagen.
Und weil die Zwischenräume zwischen den Chips im Haufen durch den geringeren
Feinanteil größer sind, trocknen die Chips besser. Die Gefahr, dass der Haufen zu
gären beginnt, ist geringer.
Und nicht zuletzt ist der Kraftbedarf für den Antrieb des Förderbandes geringer als
für das Gebläse. Beim Betrieb des Förderbandes wird das Gebläse komplett
abgeschaltet. Die eingesparte Kraft kommt wiederum dem Antrieb der Hacktrommel
und damit ihrer Leistung zugute.
Was uns sonst noch auffiel:
• Der Chippo 500 ist modular aufgebaut, so dass die Maschine gegebenenfalls auch
nachträglich für weitere Anforderungen umgerüstet werden kann.
• Der Mobilhacker verfügt über eine eigene Stromversorgung durch eine separate
Lichtmaschine, so dass die Bordelektrik unabhängig vom Schlepper ist.
• Serienmäßig ist ein Tandemfahrwerk für eine Fahrgeschwindigkeit bis 85 km/h
montiert.
• Über eine Funkfernbedienung kann der Chippo 500 auf Wunsch auch außerhalb
des Fahrstandes bedient werden.
• Zusätzlich lieferbar sind unter anderem Siebkörbe mit Lochgrößen von 45, 60 und
80 mm, eine Messerschleifeinrichtung, eine automatische Anhängerkupplung und
eine Zentralschmierung.
• Für Wurzelholz oder Stammdurchmesser über 75 cm kann der Chippo mit einem
Spalter ausgerüstet werden, um solches Holz vor Ort zu spalten und anschließend
zu hacken.
Wir halten fest: Hinsichtlich seiner Leistung und der Hackqualität gehört der Chippo
500 zu den Top-Modellen unter den Trommelhackern auf dem Markt. Auch die
Verarbeitung der Maschine, die Bedienung und die Zugänglichkeit für die Wartung
lassen keine Wünsche offen.
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Mittlerweile bietet Komptech auch weitere Trommelhackervarianten an. Lieferbar sind
seit diesem Jahr auch Lkw-Modelle mit aufgebauten Hackern (Chippo 5000 direct)
und sowie ab nächstem JahrAusführungen auf Dreiachsfahrgestellen oder
Raupenlaufwerken.
Gerd Theißen


KOMPTECH AUF DER ELMIA WOOD:
CHIPPO 7000: Hacker der „Königsklasse“
                              Frohnleiten. Komptech, der österreichisch-deutsche
                              Spezialist für die Behandlung fester Abfälle und
                              Biomasse, präsentiert auf der weltgrößten Forstmesse
                              „Elmia Wood“ von 3. bis 6. Juni 2009 in der Nähe von
                              Jönköping (Schweden) seinen neuen
                              Universalzerkleinerer
                              „Chippo 7000“. Beim neuen Modell handelt es sich um
eine Aufbau-Variante mit einem 700 PS starken Eigenantrieb (Caterpillar® C18-
Dieselmotor), der auch bei starkem Stammholz für höchste Durchsatzleistungen von
bis zu 300 m³/h sorgt.
Das Einzugssystem mit horizontalen und vertikalen Walzen garantiert einen
gleichmäßigen Einzug, wobei auch loses Strauchwerk sicher erfasst und
vorkomprimiert dem Hackrotor zugeführt wird. Leichtes Material wird mit hoher
Trommeldrehzahl gehackt; zusammen mit der sofort ansprechenden, lastabhängigen
Einzugssteuerung kann so eine im Vergleich zu ähnlich konstruierten Hackern
deutlich höhere Durchsatzleistung erzielt werden.
Für das Hacken von Stammholz wird das Getriebe per
Knopfdruck auf eine niedrigere Drehzahl mit mehr
Drehmoment umgeschaltet und der Austrag mittels
Förderband gewählt. Diese Austragsvariante garantiert
ein homogenes, stückiges Hackgut und benötigt
zugleich weniger Energie für den Austrag. Das bedeutet im Endergebnis eine
optimale Hackschnitzelqualität zu geringsten Kosten.
Ein großer Rotordurchmesser von 1050 mm macht eine Einlassöffnung von 750 x
1000 mm möglich. Sollte dies nicht ausreichen, dann kommt der am LKW
aufgebaute, ausklappbare Holzspalter zum Einsatz.
Mit all diesen Lösungen ist der „Chippo 7000“ ein kompaktes Universaltalent, das in
Bezug auf Mobilität, Arbeitskomfort und Wirtschaftlichkeit kaum zu übertreffen ist.
Daneben präsentiert Komptech seine bewährte Aufbereitungslinie für Waldrestholz
(Grünschnitt, Kappholz und Wurzelstöcke), bestehend aus dem langsam laufenden
Zerkleinerer Crambo 6000 mit integriertem Feinsiebdeck sowie dem Sternsieb
Easystar zur Absiebung von Überlängen.
Weitere Informationen:
Mag. Joachim Hirtenfellner
Komptech GmbH
Marketing- Public Relations
[t] +43 (0) 3126 / 505-550
[m] +43 (0) 664 / 4229214
[e] j.hirtenfellner@komptech.com
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KOMPTECH AT ELMIA WOOD:
CHIPPO 7000: Premium class chipper
                              Frohnleiten. Komptech, the Austrian-German specialist
                              in the treatment of solid waste and biomass, will be
                              showcasing its new general-purpose “Chippo 7000“
                              chipper at the world´s largest forestry exhibition “Elmia
                              Wood“ held from 3rd to 6th June 2009 near Jönköping
                              (Sweden). The new model is a mounted on a 4-axle-
                              lorry, equipped with a 700 HP Caterpillar® C18 engine
and delivers throughput of 300 m3/h even with strong wood trunks.
The feed system with horizontal and vertical rollers guarantees uniform feed. Even
loose shrubbery is seized reliably and fed to the chipper rotor pre-compressed.
Lightweight material is chipped with high drum speed. Together with the immediate-
action, load-dependent feed controller, considerably higher throughputs can be
attained compared to hackers of similar design.
For the chipping of wood trunks, a lower speed gearing with more torque is selected
at the press of a button and discharge is selected via an optional conveyor belt
(available from end of May 2009). This discharge version guarantees homogenous,
pelletised wood chippings and at the same time requires less power to discharge.
The bottom line is perfect wood chip quality at the lowest price.
The large rotor diameter of 1050mm makes possible an
inlet opening of 750 x 1000mm. If this is not adequate,
the fold-out wood splitter mounted on the lorry is called
into play.
With all of these features, the “Chippo 7000 direct“ is a
compact general-purpose talent that is hard to beat in
terms of mobility, working comfort and cost-effectiveness.
Beside that Komptech demonstrates its proven preparation line for logging residue
(root stocks etc.) consisting of the slow running shredder Crambo 6000 with
integrated fine screen deck and the star screen Easystar for the separation of
overlenghts.
Further information:
Joachim Hirtenfellner
KOMPTECH GmbH
Marketing & Public Relations
[t] +43 (0) 3126 / 505-550
[m] +43 (0) 664 / 4229214
[e] j.hirtenfellner@komptech.com


KOMPTECH LÄDT ZUR LIGNA:
Komptech präsentiert auf der LIGNA 2009 in HANNOVER den neuen CHIPPO 5000
direct
Frohnleiten. Komptech, der österreichisch-deutsche Spezialist für die Behandlung
fester Abfälle und Biomasse, präsentiert auf der "LIGNA 2009“ von 18. bis 22. Mai
2009 in Hannover seinen neuen Universalzerkleinerer „CHIPPO 5000 direct“.
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                             Beim neuen Modell handelt es sich um eine Aufbau-
                             Variante, die direkt vom LKW angetrieben wird. Die
                             Antriebsleistung von 484 PS/320 kW liefert hierbei ein
                             MAN-Fahrgestell der TGS-Serie. Über ein speziell für
                             diesen Anwendungszweck entwickeltes Spezialgetriebe
                             steht die gesamte Motorleistung dem aufgebauten
                             Zerkleinerungsaggregat zur Verfügung.
Das Einzugssystem mit horizontalen und vertikalen Walzen garantiert einen
gleichmäßigen Einzug, wobei auch loses Strauchwerk sicher erfasst und
vorkomprimiert dem Hackrotor zugeführt wird. Leichtes Material wird mit hoher
Trommeldrehzahl gehackt; zusammen mit der sofort ansprechenden, lastabhängigen
Einzugssteuerung kann so eine im Vergleich zu ähnlich konstruierten Hackern
deutlich höhere Durchsatzleistung erzielt werden.
Für das Hacken von Stammholz wird das Getriebe per Knopfdruck auf eine
niedrigere Drehzahl mit mehr Drehmoment umgeschaltet und der Austrag über ein
optionales Förderband (Verfügbarkeit ab Ende Mai 2009) gewählt. Diese
Austragsvariante garantiert ein homogenes, stückiges Hackgut und benötigt zugleich
weniger Energie für den Austrag. Das bedeutet im Endergebnis eine optimale
Hackschnitzelqualität zu geringsten Kosten.
Der Bediener des CHIPPO sitzt in der komfortablen LKW-Kabine am umgebauten
Beifahrersitz. Durch die großen Scheiben verfügt er über einen optimalen Überblick
und kann sich voll auf das Arbeiten mit dem leistungsstarken Epsilon-Kran
konzentrieren.
Ein großer Rotordurchmesser von 1050 mm macht eine Einlassöffnung von 750 x
1000 mm möglich. Sollte dies nicht ausreichen, dann kommt der am LKW
aufgebaute, ausklappbare Holzspalter zum Einsatz.
Mit all diesen Lösungen ist der „CHIPPO 5000 direct“ ein kompaktes Universaltalent,
das in Bezug auf Mobilität, Arbeitskomfort und Wirtschaftlichkeit kaum zu übertreffen
ist.


KOMPTECH INVITES TO LIGNA:
Komptech introduces the new CHIPPO 5000 dircet at Ligna 2009 in Hanover
Frohnleiten. Komptech, the Austrian-German specialist in the treatment of solid
waste and biomass, will be showcasing its new general-purpose “CHIPPO 5000
direct“ shredder at the “LIGNA 2009“ from 18th to 22nd April 2009 in Hanover.
The new model is a mounted variant driven directly from the lorry. A TGS chassis
from MAN delivers a drive power of 484HP/320kW. The full engine power is available
to the mounted shredding unit via a special transmission system developed
especially for this purpose.
The feed system with horizontal and vertical rollers guarantees uniform feed. Even
                          loose shrubbery is seized reliably and fed to the hacker
                          rotor pre-compressed. Lightweight material is hacked with
                          high drum speed. Together with the immediate-action,
                          load-dependent feed controller, considerably higher
                          throughputs can be attained compared to hackers of
                          similar design.
                           For the hacking of wood trunks, a lower speed gearing
with more torque is selected at the press of a button and discharge is selected via an
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optional conveyor belt (available from end of May 2009). This discharge variant
guarantees homogenous, pelletised wood chippings and at the same time requires
less power to discharge. The bottom line is perfect wood chip quality at the lowest
price.
The operator of the Chippo sits in the comfortable lorry cab on the converted
passenger seat. The large window panes provide the operator a perfect view,
enabling full concentration on working with the powerful Epsilon crane.
The large rotor diameter of 1050mm makes possible an inlet opening of 750 x
1000mm. If this is not adequate, the fold-out wood splitter mounted on the lorry is
called into play.
With all of these features, the “Chippo 5000 direct“ is a compact general-purpose
talent that is hard to beat in terms of mobility, working comfort and cost-effectiveness.


ÖSTERREICH BRAUCHT NEUES GESETZ FÜR DEN AUSBAU DER
ERNEUERBAREN ENERGIEN:
Mit derzeitiger Gesetzgebung ist das 34%- Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien
bis 2020 nicht erreichbar – Angleichung an die deutsche Gesetzgebung sinnvoll –
Bioenergie als wichtigster Bereich für den Ausbau der erneuerbaren Energieträger in
Österreich
Frohnleiten/ St. Margarethen a. d. Raab.
Im Dezember 2008 wurde im EU-Ministerrat und dem Europäischen Parlament das
EU- Klimapaket verabschiedet. Teil davon ist die neue „Richtlinie zur Förderung der
Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen“, die Österreich bis zum Jahr 2020
eine Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energieträgern von 34 Prozent
vorschreibt. Dieses Ziel wird von einigen Interessensvertretungen (wie beispielsweise
der Industriellenvereinigung oder der Arbeiterkammer) als unrealistisch bezeichnet,
obwohl einschlägige wissenschaftliche Studien – wie etwa jene des
Biomasseverbandes – das Gegenteil belegen.
Aus diesem Grund ist für die Erreichung der von der EU vorgeschriebenen Ziele ein
neues Erneuerbare Energien- Gesetz notwendig, das vor allem auf folgende Aspekte
Rücksicht nimmt:
•   Berücksichtigung aller Formen erneuerbarer Energie im Gesetz (Strom,
    Wärme/Kälte, Gas)
•   Voraussetzung einer Wärmenutzung bei der Stromerzeugung mittels Kraft-
    Wärme-Kopplung (KWK)
•   besondere Forcierung der Wärmenutzung aus Biomasse (Mikronetze, Nah- und
    Fernwärmeversorgung)
•   Anreizsysteme („Bergeprämien“) für die Bringung von Forstabfällen
    (Durchforstungsrückstande wie Ast- und Wipfelholz, Wurzelstöcke), um die
    erforderlichen Mengen bereitzustellen
•   innovative Systeme, um die Nutzung des österreichischen Kleinwaldbesitzes, der
    mehr als 25 Prozent der gesamten Waldfläche ausmacht, zu forcieren (Förderung
    der mechanischen Energieholzernte)
•   verstärkte Förderung der Schaffung regionaler Versorgungsstrukturen
    („Biomassehöfe“) zur Gewährleistung der langfristigen Versorgungssicherheit
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•     Forcierung von Investitionszuschüssen für die Errichtung von Energie-
      Infrastruktur anstatt gesicherter Einspeisetarife (große Kostenbelastung für
      Industrie und Haushalte)
•     bei Biogasanlagen Schwerpunkt Verwertung von landwirtschaftlichen,
      kommunalen und gewerblichen Abfällen setzen
•     Einspeisung von Biogas („Grünes Gas“) in das Erdgasnetz
•     verstärktes Augenmerk auf Energieeffizienzkriterien (Gesamtwirkungsgrad) bei
      der Errichtung neuer Anlagen („Technologie-Bonus“)
•     Schwerpunkt im Bereich der Biomasse (Bioenergie), da dieser Bereich jener mit
      dem größten Zukunftspotenzial in Österreich ist
Bei der Erarbeitung dieses Gesetzes sollte besonders auf den „Gleichklang“ mit der
gesetzlichen Situation in Deutschland geachtet werden, um den österreichischen
Betrieben einen breiteren Zugang auf den deutschsprachigen Märkten zu
gewährleisten.
In Deutschland wurde Mitte des Jahres 2008 eine umfangreiche Neuregelung dieses
Bereiches angegangen, mit dem neuen „Erneuerbaren Energien- Gesetz“ sollen bis
2020 mindestens 30 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammen, das
„KWK-Gesetz“ hat sich 25 Prozent Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungen bis 2020
zum Ziel gesetzt und das neue „Erneuerbare Energien- Wärme- Gesetz“ soll 14
Prozent Wärme aus erneuerbaren Energiequellen bis 2020 sichern. Vor allem in den
letzten beiden Bereichen wird in Deutschland verstärkt auf Investitionszuschüsse
gesetzt, in den nächsten Jahren fließen 1,25 Mrd. Euro jährlich in diese Bereiche.
Mit einem derartigen Schwerpunktprogramm könnten in Österreich eine Reihe von
schnell wirksamen Effekten erzielt werden:
•     Erreichbarkeit des 34%- Ziels für Energie aus erneuerbaren Quellen bis 2020
•     wichtiger Beitrag zum Klimaschutz
•     Erhöhung der regionalen Wertschöpfung und Schaffung von tausenden neuen
      Arbeitsplätzen
•     Förderung des österreichischen Stärkefeldes „Umwelttechnologien“
Aus Sicht der österreichischen Umwelttechnik-Betriebe sollen im Bereich Energie-
Infrastruktur möglichst rasch Akzente gesetzt werden, die in der derzeitigen
wirtschaftlichen Situation auch ein wesentlicher Bestandteil der Konjunkturbelebung
sind.
Weitere Informationen:
Mag. Joachim Hirtenfellner
Komptech GmbH
Marketing- Public Relations
Tel.: +43 (0) 3126 / 505-550
Mob.: +43 (0) 664 / 4229214
eMail: j.hirtenfellner@komptech.com
Web: www.komptech.com1




1
    http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1038819
                                 Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009        - 11 -




                                          2.      Österreich


2.1         Diverses


BIOMASSE KANN NOCH VIEL MEHR:
Das Ergebnis der vom Lebensministerium in Auftrag gegebene Biomasse-Studie
zeigt ein realistisches Potenzial von 25 bis 28 Mio. Efm pro Jahr bis 2020 auf – mit
dieser Menge könnten rund 1,1 Mrd. m³ Gas eingespart werden – gezielte
Umweltförderungen sollen diese Entwicklung unterstützen.
Um das tatsächliche Aufkommen an Biomasse abzuschätzen, hat das
Lebensministerium 2006 eine Holz- und Biomassepotenzialstudie in Auftrag
gegeben. Diese wurde vom Forschungszentrum Wald durchgeführt. Wichtigstes
Ergebnis ist, dass das Gesamtpotenzial an Biomasse bis zum Jahr 2020 in einer
Bandbreite von 23,9 bis 31,1 Mio. Efm pro Jahr liegt. Innerhalb dieser Bandbreite
erscheint bei günstigen Rahmenbedingungen (Holzpreis, Infrastruktur) ein
Gesamtschlag von 25 bis 28 Mio. Efm pro Jahr realistisch. „Die forstliche Biomasse
kann daher bei maximaler Ausschöpfung rund ein Viertel zur Erreichung unserer
34%-Vorgabe der EU für den Anteil Erneuerbarer Energie bis zum Jahr 2020
betragen“, verwies Berlakovich.
Hierfür müssen die zur Verfügung stehenden Mengen nicht nur geerntet werden,
sondern auch die Rahmenbedingungen abgestimmt werden. „Wir werden alles tun,
um unsere Waldbauern in dieser Hinsicht zu unterstützen“, hielt Berlakovich fest.
Um den Konsumenten den Umstieg auf alternative Energie zu erleichtern, gibt es
auch hier entsprechende Fördermöglichkeiten. Im Rahmen eines Schwerpunktes des
Klima- und Energiefonds wurden im Vorjahr 10.000 Biomasse-Heizkessel mit 8 Mio.
€ gefördert. Da nach wie vor große Nachfrage besteht, wird eine Fortsetzung des
Programms seitens des Ministers angestrebt.
Viele Biomasse-Kraftwerke zeigen bereits vor, wie es in der Praxis funktionieren
kann. Ein gutes Beispiel ist das vom Maschinenring betriebene Bioenergie Mikronetz
in Oberpullendorf, das teilweise völlig eigenständig Wohn-, Gewerbe- oder
Kommunalobjekte mit Wärme aus Biomasse versorgt. Ortsansässige Forstbetriebe
beliefern dabei im Rahmen von langfristigen Lieferverträgen die Heizanlagen mit
Waldhackgut.2


EIN BRENNPUNKT DER BIOMASSE-BRANCHE:
Beim Einsatz fester Biomasse zur Wärme- und Stromerzeugung gilt Österreich
europaweit als Vorreiter.
Bereits im Jahr 2007 deckten erneuerbare Energien ein Viertel des österreichischen
Gesamtenergieaufkommens. Bis 2020 soll dieser Anteil bei 34% liegen. Der Anteil
der aus Biomasse erzeugten Energie liegt mit 213 Petajoule weit über den 130

2
    Forstzeitung, S. 14, 03/09
                                Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009      - 12 -

Petajoule aus Wasserkraftwerden. Bis zum Jahr 2020 soll der durch Biomasse
erzeugte Engergieanteil auf 280 Petajoule ansteigen.
Zwischen 1987 und 2004 hat sich der Anteil der Fernwärme aus Biomasse-
Heizwerken in Österreich verachtfacht. Paradebeispiel ist die energieautarke Region
Güssing im Burgenland. Herzstück des Projekts ist das Güssinger Biomasse-
Kraftwerk, das die gesamte Stadt mit Wärme und Elektrizität versorgt, ohne dabei die
Umwelt zu belasten. Den Rohstoff dafür – rund 50 Tonne Holzabfälle pro Tag –
liefern die weiten Waldflächen rund um die Stadt. Die Hackschnitzel werden unter
Ausschluss von Luft und unter Zugabe von Wasserdampf vergast. Hierbei entsteht
ein nahezu stickstofffreies Produktgas, das auch zu synthetischem Erdgas und
Biotreibstoff weiterverarbeitet werden kann. Im Wirbelschicht-Dampf-Vergasungs-
Verfahren mit zweistufiger Gasreinigung entstehen pro Stunde 2.000 kWh Strom und
4.500 kWh Fernwärme. Ein gutes Geschäft, denn in Güssing wird derzeit doppelt so
viel Strom erzeugt, wie die Stadt selbst benötigt.3




3
    UmweltMagazin, S. 70, 04/05-2009
                               Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009         - 13 -




                                       3.     Deutschland


3.1        Gesetze, Richtlinien, Normen etc.


BUNDESREGIERUNG WILL BIOGENEN ABFALL STÄRKER ENERGETISCH
NUTZEN:
Die Bundesregierung will der energetischen Nutzung von biogenen Abfall- und
Reststoffen zukünftig mehr Aufmerksamkeit widmen. Das geht aus dem heute vom
Bundeskabinett beschlossenen Nationalen Biomasseaktionsplan (Energie) hervor.
Die stärkere Fokussierung auf biogene Abfälle ergebe sich aus den zu erwartenden
Nutzungskonkurrenzen in anderen Biomasse-Bereichen. Wie dem Aktionsplan zu
entnehmen ist, könnte heimische Biomasse im Jahre 2020 elf bis 15 Prozent des
Primärenergiebedarfs Deutschlands decken. Derzeit liegt der Biomasseanteil am
Primärenergieverbrauch bei 4,9 Prozent. Es dürfe allerdings nicht übersehen
werden, dass Import-Biomasse eine zunehmende Bedeutung habe und eine
Versorgung ausschließlich aus heimischer Biomasse aus Wettbewerbsgründen nicht
realistisch sei, teilte das Bundesumweltministerium mit. Die Europäische Kommission
veröffentlichte 2005 einen europäischen Biomasseaktionsplan. Darin forderte sie die
Mitgliedstaaten auf, nationale Aktionspläne für die energetische Nutzung von
Biomasse zu erstellen.4


GRÜNE WOLLEN 40 PROZENT ERNEUERBARE BIS 2020:
Die Grünen wollen das Energiesystem in Deutschland Schritt für Schritt vollständig
auf erneuerbare Energien wie Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Geothermie
umstellen und die Energieeffizienz steigern. Bis 2020 setzen sie auf einen Anteil von
mindestens 40 Prozent bei der Stromproduktion und 30 Prozent bei der
Wärmeproduktion, erklärte die Partei anlässlich der Vorstellung ihres
Bundestagswahlprogramms. „Bis Ende 2008 haben wir durch das von uns im Jahr
2000 durchgesetzte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bereits 15 Prozent bei
Strom erreicht. Das EEG ist zum weltweiten Modell für erfolgreiche Energiepolitik
geworden“, betonen die Grünen.5


BUNDESKABINETT BESCHLIEßT NATIONALEN BIOMASSEPLAN:
Die Nutzung der Bioenergie soll nach dem Willen der Bundesregierung effizient und
klimafreundlich ausgebaut werden. Das Bundeskabinett beschloss Ende April einen
entsprechenden Nationalen Biomasse-Aktionsplan. Danach soll die Förderung
verstärkt auf die Wärmenutzung ausgerichtet und von der Klimaschutzwirkung
abhängig werden. Das teilte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und
Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) mit.
Der Biomasseaktionsplan verweist auf die von Gabriel im vergangenen Oktober
präsentierte Leitstudie, derzufolge der Anteil der Biomasse am Endenerigeverbrauch
4
    EUWID, S. 20, 05.05.2009
5
    EUWID, S. 26, 13.05.2009
                      Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009                   - 14 -

von 6,2 Prozent (2007) auf 10,9 Prozent im Jahr 2020 gesteigert werden soll. Beim
Bioenergie-Einsatz für den Stromverbrauch bedeute dies eine Zunahme von 3,9 auf
8 Prozent und im Bereich Heizung/Wärme resultiere ein Anstieg von 6,1 Prozent auf
9,7 Prozent. Der Biomasse Aktionsplan gibt aber auch ein Bekenntnis zum weiteren
Ausbau des Biokraftstoffbereichs ab. „Im Hinblick auf die Verwirklichung der Ziele der
Bundesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien ist die Nutzung der
Bioenergie (..) in allen drei Branchen (Wärme, Strom, Kraftstoff) unverzichtbar“, heißt
es hierzu in dem Papier.
Die technisch mögliche Energiebereitstellung aus Biomasse in Deutschland beziffert
der Aktionsplan mittel- und langfristig auf 1.210 bis 1.700 Petajoule (PJ) pro Jahr.
Hierzu beitragen könnten die Forstwirtschaft mit 200 bis 250 PJ, landwirtschaftliche
Ackerflächen (360 bis 800 PJ), die Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen
Grünland (100 PJ) sowie der Bereich Reststoffe (500 PJ).
Bezogen auf den erwarteten Primärenergieverbrauch von 10.850 PJ im Jahr 2020
entspräche sie einem Anteil von 11 bis 15 Prozent, verglichen mit einem
Primärenergieanteil der Biomasse von 4,9 Prozent im Jahr 2007.
Um die Nutzungskonkurrenzen zu reduzieren, sollen insbesondere solche
Biomassepotenziale erschlossen werden, die bisher nicht oder unzureichend genutzt
würden, wie Waldresthölzer, Landschaftspflegehölzer oder Biomasse, die bei
Verarbeitungsprozessen in Form von Reststoffen oder Nebenprodukten sowie
Abfällen anfallen. Dazu zählten insbesondere Gülle, und Stroh sowie Bioabfälle,
deren energetische Nutzung zu relativ hohen Nettoeffekten bei Treibhausgas (THG)-
Minderung, Beschäftigung und Wertschöpfung führe, ohne dass eine
Flächenkonkurrenz bestehe. Mit der Anfang 2009 in Kraft getretenen EEG-Novelle
(Gülle-Bonus, Landschaftspflegebonus) sieht sich die Bundesregierung mit Blick auf
die Reststoffnutzung bereits auf einem guten Weg.
Geprüft werden soll darüber hinaus eine intensivere Nutzung nachhaltig verfügbarer
Rohholzpotenziale in Deutschland. In diesem Zusammenhang nennt der
Biomasseaktionsplan als Maßnahme auch die Vereinfachung der gemeinsamen
Holzvermarktung durch forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse im Rahmen der
angestrebten Änderung des Bundeswaldgesetzes. Eine Effizienzsteigerung der
Vermarktungsaktivitäten forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse erhofft man sich
zudem durch die 2007 in der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der
Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ eingeführte Mobilisierungsprämie. Bei
einer entsprechenden Mobilisierung der Holzreserven müsse allerdings den
Anforderungen des Bodenschutzes sowie des Naturschutzes (hinreichender
Totholzanteil, Schutz von Lebensräumen gefährdeter Arten, Erhalt der Biodiversität)
„angemessen Rechnung getragen werden“, heißt es in dem Papier.
Neben einer besseren Nutzung des bestehenden Rohholzpotenzials will die
Bundesregierung auch die Anlage von Kurzumtriebsplantagen erleichtern. So sollen
Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen aus dem Waldbegriff im
Rahmen einer Novellierung des Bundeswaldgesetzes herausgenommen werden.
Damit würde sichergestellt, dass diese Flächen aus rechtlicher Sicht
landwirtschaftliche Flächen bleiben, heißt es im Biomasseaktionsplan.
Der Aktionsplan betont die Notwendigkeit von Biomasseimporten und leitet daraus
eine hohe Dringlichkeit beim Thema Nachhaltigkeit ab. Das Bioenergieaufkommen
aus heimischen Quellen reiche theoretisch aus, um die Zielvorgaben zu erreichen
und den Bioenergieanteil in Deutschland bis 2020 zu verdoppeln. „Allerdings darf
nicht übersehen werden, dass Import-Biomasse eine zunehmende Bedeutung hat
und eine Versorgung ausschließlich aus heimischer Biomasse aus
                               Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009        - 15 -

Wettbewerbsgründen nicht realistisch ist“, teilte das Bundesumweltministerium mit.
Dabei sei zu vermeiden, dass der Ausbau der Biomasseproduktion zur
energetischen Verwertung zu Konflikten mit der Ernährungssicherung, dem Recht
auf Nahrung sowie dem Schutz von Umwelt und Natur führt. „Wir arbeiten mit
Hochdruck daran, die voraussichtlich Ende Mai in Kraft tretenden europäischen
Nachhaltigkeitsanforderungen in nationales Recht umzusetzen“, betonte
Bundesumweltminister Gabriel.6




3.2        Abfallwirtschaft


PROGNOSEN IN ZEITEN DER KRISE – ENTSORGER VOR KRÄFTIGEM
RÜCKGANG:
Nach einer neuen Studie soll der Gesamtumsatz der deutschen Kreislauf- und
Entsorgungswirtschaft bis 2015 um 10,3 Prozent auf 13,0 Mrd. € schrumpfen. In
Summe seien diese Aussichten für die Branche in Deutschland „eher trübe“. Zu
diesem Ergebnis kommt das Düsseldorfer Beratungsunternehmen OC&C Strategy
Cosultants.
Infolge sinkender Mengen und Überkapazitäten bei der Müllverbrennung rechnen die
Berater mit weiterhin fallenden Preisen für Annahme und Beseitigung von Müll.
Bereits ab 2010 geht OC&C von erheblichen Überkapazitäten im Segment der
Hausmüllverbrennung aus. Die aktuelle Studie sagt für 2015 eine Überkapazität von
3,0 Mio. Tonnen pro Jahr oder 15,5 Prozent voraus sowohl im Bereich von
kurzfristigen verhandelbaren Abfallmengen als auch bei längerfristigen kommunalen
Verträgen.7




3.3        Diverses


SINKENDES ALTHOLZAUFKOMMEN GEFÄHRDET VERSORGUNG VON
BIOMASSEKRAFTWERKEN:
Der starke konjunkturelle Einbruch gefährdet zunehmend auch die Versorgung von
Biomasseheizkraftwerken. Nach Angaben des Bundesverbandes der
Altholzaufbereiter und -verwerter (BAV) erwarten dessen Mitglieder in diesem Jahr
einen Rückgang des Alt- und Gebrauchtholzaufkommens um mindestens 20
Prozent, wodurch eine Lücke zwischen Angebot und Bedarf von rund 1,5 Mio.
Tonnen zu erwarten ist, erklärte der Verband anlässlich seiner Jahrestagung in
Lahnstein. Bislang rechnete die Branche laut BAV mit einem Aufkommen von etwa 6
bis 7 Mio. Tonnen Altholz pro Jahr, wodurch der Markt in den letzten zwei bis drei
Jahren ausgeglichen war. So seien laut Schätzungen im Jahr 2007 rund 5,2 Mio.
Tonnen Altholz energetisch, weitere etwa 1,2 Mio. Tonnen genutzt worden.8



6
    EUWID, S. 23, 13.05.2009
7
    EUWID, S. 5, 15.04.2009
8
    EUWID, S. 7, 05.05.2009
                              Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009          - 16 -




                                4.     Europäische Union


4.1        Gesetze, Richtlinien, Normen etc.


FEAD RUFT ZUR KONSEQUENTEN UMSETZUNG DER DEPONIERICHTLINIE
AUF:
Die Deponierichtlinie ist ein gutes Instrument, um biogene Abfälle aus Deponien fern
zu halten. Diese Ansicht vertritt der europäische Dachverband der
Entsorgungswirtschaft, FEAD, in einer Stellungsnahme zum Grünbuch über die
Bewirtschaftung von Bioabfall in der Europäischen Union. Darin ruft der Verband
dazu auf, die Richtlinie in ganz Europa vollständig umzusetzen. Um die Ablagerung
von Bioabfällen auf Deponien zu reduzieren, müsse Kommission jedoch klare Regeln
vorgeben. Hierfür fehlten bislang eindeutige Berechnungsmethoden, bemängelt
FEAD.
Im Dezember letzten Jahres hatte die Europäische Kommission das Grünbuch
vorgestellt (EUWID 50/2008). Darin werden verschiedene Optionen zum Umgang mit
Bioabfällen erläutert. Das Grünbuch hat außerdem zum Ziel, zu klären, ob
gesetzgeberischer Einzelbedarf auf europäischer, einzelstaatlicher oder lokaler
Ebene besteht. Bis zum 15. März 2009 konnten sich interessierte Kreise und die
Öffentlichkeit an der Konsultation beteiligen.
Bislang ist es Ziel der Deponierichtlinie, bis zum Jahr 2016 eine Reduzierung der
abgelagerten Bioabfälle um mindestens 65 Prozent gegenüber 1995 zu erreichen.
Für die Zeit bis 2021 sei denkbar, diese Bestimmungen zu verschärfen, meint der
Verband. Konkrete Zahlen nennt FEAD aber nicht. Der Verband appelliert jedoch an
die EU-Mitgliedstaaten, die Getrenntsammlung von Bioabfällen voran zu bringen.
Für die Behandlung von Bioabfällen sollte die in der Abfallrahmenrichtlinie
festegelegte Abfallhierarchie respektiert werden, ist in der Stellungnahme weiter zu
lesen. Die anaerobe Vergärung und/oder die Kompostierung sei daher die erstbeste
Behandlungsoption. Allerdings sollte der Stellenwert der Eigenkompostierung nicht
deponiert oder verbrannt werden, nur um unbedeutende Mengen, meint der
Verband. Bei der energetischen Verwertung von Bioabfällen sollte darauf geachtet
werden, dass sie mit einer Nutzung der organischen Nährstoffe einhergeht.
Allgemein hält FEAD Lebenszyklusbetrachtungen für hilfreich, um vor Ort eine
angemessene Behandlungsoption für Bioabfälle zu finden.
Die Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) spricht sich in ihrer Stellungnahme
dafür aus, schnellstmöglich eine europäische Bioabfallrichtlinie auf den Weg zu
bringen. Der Verband sieht in einer EU-weiten Richtlinie eine „viel versprechende
Chance, das noch genutzte Potenzial an biologisch abbaubaren Abfällen in der EU
nachhaltig wiederzuverwerten“, ist in dem Papier zu lesen. Die Getrenntsammlung
von Bioabfällen sollte in der Bioabfallrichtlinie festgeschrieben werden. Zudem sollte
sie klare Anforderungen an die Behandlung der Bioabfälle sowie Qualitätskriterien für
die erzeugten Komposte und Gärrückstände und für stabilisierte Bioabfälle festlegen.
9




9
    EUWID, S. 5, 24.03.2009
                                Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009         - 17 -



FÖRDERUNGEN FÜR GRÜNE ENERGIE UND ENERGIEEFFIZIENTE KRAFT-
WÄRME-KOPPLUNG:
Polen verabschiedet Programm zur Förderung von Investitionen in erneuerbare
Energiequellen
Ende Februar wurde ein neues Programm zur Förderung von Investitionen in
erneuerbare Energien und hocheffiziente KWK- Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplungs-
Anlagen) verabschiedet, dass vom Nationalen Fonds für Umweltschutz und
Wasserwirtschaft (NFOSiGW) verwaltet wird. In der Programmlaufzeit 2009-2012
stehen insgesamt 1,5 Mrd. PLN (ca. 0,33 Mrd. EUR – 04/09) zur Verfügung, um die
sich polnische Unternehmen, die in erneuerbare Energien investieren, seit März
bewerben können.
Gefördert werden Projekte mit einem Projektvolumen von 10 – 50 Mio. PLN (ca. 2,8
– 14 Mio. EUR) in den Bereichen Windkraft und KWK- Anlagen auf Basis von
Biomasse oder Geothermie, herkömmliche KWK- Anlagen mit hoher
Energieeffizienz, Wasserkraftwerke mit weniger als 5 MW Leistung und
Modernisierung bestehender Heizkraftwerke.
Es werden Langfristkredite mit einer Laufzeit von 15 Jahren gewährt, die 75% der
sich qualifizierenden Kosten decken. Die Verzinsung ist fest und liegt mit 6% deutlich
unter Marktzinsniveau. In bestimmten Fällen sind Abschreibungen bis zur Hälfte der
Kreditsumme möglich, wobei die Abschreibungshöhe von der Rentabilität der
Investition abhängt.
Kleinere Projekte (< 10 Mio. PLN) werden momentan vom Wojewodschaftsfonds
(http://www.wfosigw.pl/) gefördert, ihnen stehen aber aller Voraussicht nach ab dem
Jahr 2010 ebenfalls Kredite vom NFOSiGW offen, denn dann soll ein Programm
starten, das Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von weniger als 1 Mio. PLN
(ca. 0,42 Mio. EUR) fördert. Somit können ab diesem Zeitpunkt auch Maßnahmen
privater Haushalte oder kleinerer Firmen in den Genuss einer Förderung kommen,
und es wird zum Beispiel der Kauf einer Wärmepumpe günstiger zu finanzieren sein.
Der NFOSiGW bezuschusst außerdem Unternehmenskredite für Investitionen in
grüne Energien, die EU-Förderung aus der Maßnahme 9.4 des Operationellen
Programms "Infrastruktur und Umwelt" erhalten.
Die Mittel des Fonds stammen aus Strafgebühren von Energieunternehmen, die
nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Mengen an grünen Zertifikaten zugekauft
haben. Gemäß polnischem Energiegesetz sind Stromlieferanten verpflichtet, einen
Nachweis darüber zu erbringen, dass ein bestimmter Anteil des von ihnen an
Endverbraucher gelieferten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen (EEQ) stammt.
Sie können dafür entweder Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen direkt beim
Erzeuger zukaufen (sogenannter OTC-Markt) oder grüne Zertifikate an der
polnischen Energiebörse http://www.polpx.pl/ erwerben. Kommen sie dieser
Verpflichtung nicht nach, werden Strafzahlungen fällig.10


GRÜNBUCH ÜBER DIE BEWIRTSCHAFTUNG VON BIOABFALL IN DER EU
[KOM(2008)811ENDG]:
Im Dezember 2008 hat die Kommission ein Grünbuch zur Bioabfallwirtschaft
veröffentlicht.

10
     http://portal.wko.at/wk/sn_detail.wk?AngID=1&DocID=1028419&StID=471897
                         Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009                - 18 -

Das Grünbuch soll ein erster Schritt sein, der zu einer EU-Strategie oder auch zu
einer verbindlichen Regelung der Bioabfallwirtschaft führen kann. An dieser
Konsultation beteiligen wir uns aktiv mit dem Ziel, klare Regelungen zur getrennten
Sammlung für biologisch abbaubare Abfälle und Qualitätsanforderungen für
Komposte und Gärprodukte in Europa zu etablieren.
In der EU geht die Wirtschaftsentwicklung noch immer mit wachsenden Abfallbergen
einher, die unnötige Werkstoff- und Energieverluste sowie Umweltschäden
verursachen und die Gesundheit und Lebensqualität beeinträchtigen. Die EU hat es
sich zum strategischen Ziel gesetzt, diese negativen Auswirkungen zu mindern und
die EU zu einer ressourceneffizienten „Recycling-Gesellschaft” zu machen.
Da das Grünbuch eine Weiterentwicklung in der europäischen
Bioabfallbewirtschaftung darstellen soll ist auch die Möglichkeit einer „gemischten“
Sammlung um danach die biogene Fraktion herauszulösen vehement abzulehnen.
Mit Unverständnis reagieren wir auch auf die Feststellung dass Verbrennung von
biogenen Abfällen als energetische Verwertung angesehen werden kann. Ein
Widerspruch sondergleichen zur Einleitung im Grünbuch wo eine
ressourceneffiziente „Recycling-Gesellschaft” gefordert ist und gefördert werden soll.
Anhand der im Grünbuch gestellten Fragen ist deutlich, dass es für die Kommission
noch völlig offen ist, ob es irgendeine Verpflichtung für die Getrennte Sammlung oder
biologische Behandlung von Lebensmittel-, Küchen- und Grünabfällen aus dem
privaten, öffentlichen oder kommerziellen Sektor geben wird. Die Optionen getrennte
Sammlung mit anschließender biologischer Behandlung in Biogas und/oder
Kompostanlagen, Verbrennung und Mechanisch-Biologische Behandlung werden vor
dem Hintergrund ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Auswirkungen diskutiert.
Bedenklich ist, dass in einer befürchteten globalen Klima- und Umweltkrise das Motto
„ab ins Feuer“ aktueller den je ist. Mit Begriffen wie „Waste to Energie“ wird der
Bevölkerung vorgegaukelt, dass die Verbrennung von Abfällen zum Umweltschutz
beitragen könnte. Abfall wird geradezu als nachwachsender Rohstoff betrachtet. Man
könnte nicht professioneller gegen die Kreislaufwirtschaft vorgehen. Nähr- und
Rohstoffkreisläufe werden unterbrochen bzw. verbrannt. Die Möglichkeit zur Pyrolyse
von biogenen Abfällen sowie der gemischten Sammlung findet sich leider auch in
diesem Vorschlag wieder.11


BESCHLUSS DES KLIMASCHUTZPAKETES:
Kurz vor der Klimaschutzkonferenz in Polen kam es in Brüssel zur wohl wichtigsten
energie- und wirtschaftspolitischen Einigung der letzten Zeit.
Das Klimaschutzpaket kann daher als wesentlicher Meilenstein zur Inangriffnahme
mehrerer Problemstellungen gesehen werden.
Die Richtlinie selbst nennt dann folgende Ziele:
• Verminderung des Energieverbrauchs und dadurch
   • Weniger fossiler Energieimport
   • Weniger CO2 Emissionen und dadurch Begrenzung des Klimawandels
   • Höhere energetische Standards im Wohnbau und dadurch höherer
       Wohnkomfort
   • Förderung der heimischen Wirtschaft und Schaffung von Arbeitsplätzen durch
       Wohnraumsanierung
• Erhöhung der Effizienz des Energieeinsatzes

11
     INPUT, S. 9, 1/09
                          Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009              - 19 -

       • Anreiz für die Entwicklung neuer Technologien
       • Weniger Energieverbrauch
       • Wettbewerbsvorteil durch effizientere Technik
       • Schaffung von hoch qualifizierten Unternehmen inkl. deren Mitarbeiter
•      Verstärkter Ausbau der erneuerbaren Energien
       • Verstärkter Anreiz für Forschung und Entwicklung
       • Forcierung „neuer“ und zukunftsweisender Wirtschaftszweige samt neuen
          Arbeitsplätzen
       • Regionale Wertschöpfung – Das Geld bleibt zu Hause
       • Wettbewerbsvorteil durch „neue“ und effiziente Technologien
Bei entsprechender Umsetzung wird es wesentlicher Garant für mehr
Unabhängigkeit von instabilen Weltregionen und zugleich ein unglaublicher Motor für
die Überwindung der Wirtschafts- und Arbeitskrise sein.
Österreich wird dabei neben der Verbrauchsminderung um 20 % gegenüber 2005
den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch
rechtsverbindlich von derzeit ca. 23 % auf 34 % erhöhen müssen. Mittels, leider nicht
verbindlicher Zwischenzielen, soll sichergestellt werden, dass die Nationalstaaten
auch tatsächlich an der Zielerreichung arbeiten.
Bis Ende Juni erstellt die Kommission ein Muster, nach welchem die nationalen
Aktionspläne zu gestalten sind. Bis Mitte 2010 müssen die Nationalstaaten dann die
Aktionspläne erstellen und an die Kommission zur Genehmigung leiten. Insgesamt
bleiben den Mitgliedsstaaten die Maßnahmen zur Zielerreichung frei, nur im
Kraftstoffsektor ist ein verbindliches Ziel von 10 % alternative Kraftstoffe
vorgegeben.12


EU WIRD IHRE KLIMASCHUTZZIELE FÜR 2010 VORAUSSICHTLICH NICHT
ERREICHEN:
Die EU wird ihre Klimaschutzziele für 2010 voraussichtlich nicht erreichen. Zu diesem
Ergebnis kommt die Kommission in ihrem Fortschrittsbericht über erneuerbare
Energien im Strom- und Kraftwerkbereich. Demnach könnten erneuerbare in der EU
bis 2010 mit 19 Prozent zur Stromversorgung beitragen, Vorgesehen ist jedoch ein
Anteil von 21 Prozent. Im Kraftstoffbereich sind dem Forschrittsbericht zufolge bis
2010 nur 4 Prozent anstelle der geplanten 5,75 Prozent wahrscheinlich. Der Bericht
zeit zudem auf, dass die Entwicklung in den Mitgliedstaaten höchst unterschiedlich
verlaufen ist.
Als vorbildlich gelten Deutschland und Ungarn, die bereits ihre Ziele im Strombereich
für 2010 erreicht haben. Zwischen 2004 und 2006 steigerte Deutschland seinen
Anteil erneuerbarer Energien von 10,6 auf 12,6 Prozent und hat damit sein Ziel für
2010 von 12,5 Prozent schon knapp übertroffen. Auch Ungarn lag mit einem Anteil
von 3,7 Prozent im Jahr 2006 bereits 0,1 Prozentpunkte über seinem Ziel für 2010.
Andere Länder seien hingegen weit von der Erreichung ihrer Ziele entfernt. Das zeigt
sich auch daran, dass in der gesamten EU der Anteil von Ökostrom nur um 1,5
Prozentpunkte auf 15,7 Prozentpunkte gestiegen ist, obwohl sechs Länder ihren
Anteil zwischen 2004 und 2006 um mehr als zwei Prozentpunkte steigerten.
Wachstumsträger waren vor allem feste Biomasse und Wind.
Biomasse ist allein für sich genommen in absoluten Zahlen die größte Quelle
erneuerbarer Energie. Laut einer Prognose nach dem Primes-Modell dürfte

12
     INPUT, S. 10, 1/09
                                Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009        - 20 -

Bioenergie im Jahr 2020 etwa zwei Drittel der erwateten Anteils erneuerbarer
Energien am Primärenergieverbrauch ausmachen. Im Jahr 2006 wurden in der EU-
27 rund 88 Mio. t Rohöleinheiten Biomasse für energetische Zwecke
(Primärenergieverbrauch) eingesetzt, was einen Anstieg um acht Prozent gegenüber
dem Jahr 2005 entspricht. Damit ist die EU noch weit entfernt von der Ausschöpfung
ihres Biomasse-Potenzials. Denn dem im Jahr 2005 vorgelegten Aktionsplan zufolge
könnte Biomasse bis 2010 durchaus mit etwa 150 Mio. t Rohöleinheiten zur Deckung
des Energiebedarfs beitragen.13




4.2        Abfallwirtschaft


SUTDIE - EUROPÄISCHE UNION VERFEHTL BIOMASSEZIELE FÜR 2010:
Die Primärenergieproduktion aus der Verbrennung biogener Abfälle gewinnt in den
27 EU-Mitgliedstaaten weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Studie des
französischen Marktforschungsunternehmens Oberv’ER wurden im Jahr 2007 in
europäischen Abfallverbrennungsanlagen rund 6,138 Mio. Tonnen Öläquivalent
(Mtoe) aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Hausmüll erzeugt. Das sind knapp
6,6 Prozent (379,3 ktoe) mehr als im Vorjahr. Observ’ER prognostiziert einen
weiteren Anstieg auf 7,4 Mtoe bis zum Jahr 2010. Dies würde einen Anteil von gut
fünf Prozent an den EU-Zielen aus dem europäischen Biomasseaktionsplan
entsprechen. Wie berichtet (EUWID 50/2005) will die Europäische Union den
Biomasseeinsatz bis 2010 auf rund 149 Mtoe gegenüber 2003 (69 Mtoe) mehr als
verdoppeln. 14


RECYCLING - DIE (IMMER NOCH) GUTEN GESCHÄFTE MIT
SORTIERMASCHINEN:
Die sinkende chinesische Nachfrage der letzten Wochen spiegelte sich im Fallen der
Preise der Recyclingstoffe. In der Regel ist dies nicht alarmierend. Die chinesischen
Ausstattungsfirmen versuchen vor Ende des Jahres ihren Warenstock zu verkaufen.
Laut Claude Platier, einem Direktor von Federec, dem Verband der
Recyclingunternehmen in Frankreich, besteht dann die Gefahr einer lang
anhaltenden Krise, sollten, wie in den letzten Jahren, die Bestellungen nach dem
chinesischen Neujahr nicht wieder zunehmen.
Die Hersteller von Maschinen und Ausrüstungen für die Recyclingindustrie sind
jedoch nicht beunruhigt, denn die gesetzlichen Bestimmungen in Frankreich werden
die Nachfrage stärken. Die Erhöhung der Entsorgungs- und Müllverbrennungssteuer
wird beispielsweise die Weiterentwicklung zusätzlicher Branchen begünstigen,
schätzt Bertrand Hyllaire, der Vertriebsleiter für Frankreich des internationalen
Waste-Management-Unternehmens Urbaser. In Zukunft tendiert die Nachfrage
besonders zu großen Sortierstellen (ca. 20.000 t jährlich), mehr Automatisierung und
High-Tech Maschinen. Thierry Oudart, der Verantwortliche für internationale
Entwicklung von Pellenc ST, französischer Konzern von optischen Sortieranlagen,
schätzt das Wachstum des Sortiermaschinenmarktes auf 20 bis 30% jährlich. Der
europäische Markt wird zwar noch immer von Deutschland und den Niederlanden
dominiert, doch die französischen Unternehmen drängen verstärkt in den Export. Die
13
     EUWID, S. 26, 12.05.2009
14
     EUWID, S. 7, 24.03.2009
                                  Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009        - 21 -

Unternehmen Arval und die Firmengruppe Vauché haben sich vor zwei Jahren
zusammengeschlossen und konnten in Gdansk (Polen) einen 20 Mio. Euro Auftrag
für die Errichtung eines Sortierzentrums von 140 000 t an Land ziehen.
Seit 1999 haben sich die Investitionen der Recyclingunternehmen im Durchschnitt
um 7 % jährlich erhöht. Das sind ungefähr 5 bis 7 % des Umsatzes.15


BIFFA PLANT VERGÄRUNGSANLAGE IN ENGLAND:
Das britische Entsorgungsunternehmen Biffa plc will eine Vergärungsanlage mit
einer Jahreskapazität von 80.000 Tonnen biologisch abbaubare Abfälle im Cannock
in der Region West Midlands im Zentrum Englands errichten.16


HOUSEHOLD RECYCLING INCREASE IN THE UK:
The amount of rubbish being sent for recycling in the United Kingdom has almost
doubled over the past five years, with 33.8 million tonnes being recycled since 2003,
according to figures released today by the UK Department of the Environment Food
and Rural Affairs (Defra).
Recent reports have claimed that the economic crisis led to a slump in demand for
recyclable material, but the new data revealed that despite falling prices for some
forms of recyclable material, the vast majority of material sent to recyclers by
households and businesses is indeed recycled.
'Despite a dip in prices for recycled materials, more than 95 per cent of material put
out for recycling is being recycled, helping make the best use of ever-scarcer
resources,' said Laura Underwood of charity Recycle Now. 'The feedback we're
getting from recycling businesses is that markets are open and recycling is still worth
a considerable amount to the UK economy at today's prices.'
The findings echo recent figures from the government-backed Waste Resource
Action Programme, which found that prices for many forms of recyclable material
have recovered in recent months.
The recycling industry has also provided a major boost to the UK economy,
according to Recycle Now, contributing £5.5bn annually to the economy while
supporting about 100,000 jobs.
However, the data suggested that the improvement in recycling rates has tailed off
slightly in the past year, with the amount of waste being recycled during 2008
increasing by just 200,000 tonnes to 9.9m tonnes, a more modest increase than that
achieved in recent years. The amount of waste sent to waste-to-energy plants also
increased by just 10,000 tonnes to 3.17m tonnes.17




4.3         Diverses


ÖSTERREICHER ERRICHTEN BIOMASSE-HEIZWERK IN DER SLOWAKEI:
Projekt von Energy Changes und Stefe
15
     http://awo.austriantrade.org/france/umweltletter1_2009/recycling.htm
16
     EUWID, S. 29, 07.04.2009
17
     Recycling International, S. 19, 04-2009
                                 Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009       - 22 -

ENERGY CHANGES hat diese Woche von der zuständigen Behörde die
Genehmigung erhalten, am Standort Rimavska Sobota ein Biomasse-Heizwerk mit
einer Leistung von 7 MW thermisch zu errichten. Das geplante Werk soll mit
Hackschnitzeln aus der Region betrieben werden und wird hinkünftig einen Großteil
der Bewohner mit Wärme und Warmwasser versorgen. Das Projekt wurde
gemeinsam mit STEFE, einer Tochterfirma der Energie Steiermark, entwickelt,
welche schon viele Jahre die Verantwortung für die Fernwärme in Rimavska Sobota
hat. Das Biomasse-Werk wird von den Einwohnern und der Stadtverwaltung begrüßt,
da es sich hierbei um eine CO2-neutrale und günstige Energieform handelt und ein
deutliches Signal zur Unabhängigkeit von russischem Gas setzt.
ENERGY CHANGES ist ein junger österreichischer Entwickler für Energie- bzw.
Kyoto-Projekte, mit Referenzen in 24 Ländern. Neben der Firmenzentrale in Wien
gibt es ein äußerst aktives slowakisches Team in Bratislava. Dieses beschäftigt sich
unter anderem mit Abfallwirtschafts- und Energiekonzepten in der Slowakei.18


ABFÄLLE BIETEN IN GROßBRITANNIEN GROßES POTENZIAL FÜR BIOGAS:
In Großbritannien fallen jährlich 100 Mio. Tonnen organisches Material an, das zur
Erzeugung von Biogas nutzbar wäre, dadurch könnte die Gewinnung von Strom und
Wärme aus Biogas auf 10 bis 20 TWh im Jahr 2020 steigen. Für die Realisierung
dieses Potenzials spricht sich das britische Umweltministerium (defra) in einer
Erklärung mit dem Titel „Anaerobe Vergärung – gemeinsame Ziele“ aus, das mit
Verbänden sowie Unternehmen verschiedener Industriezweige, der Regierung und
Aufsichtsbehörden erarbeitet wurde. Später soll ein Plan erstellt werden, wie die
einzelnen Akteure zur Erreichung der Ziele beitragen können.
Durch die Ausweitung der Biogaserzeugung will das Land sein Ziel zum Ausbau
erneuerbarer Energie einhalten, das die EU vorgegeben hat. Demnach muss
Großbritannien seinen Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix von 1,5 Prozent
im Jahr 2006 auf 15 Prozent im Jahr 2020 ausweiten. Nach Angaben des
Ministeriums könnte Biogas 3,8 bis 7,5 Prozent zu der bis 2020 benötigten
Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien beitragen. Noch dieses Jahr will die
britische Regierung einen nationalen Strategieplan zum Ausbau erneuerbarer
Energien vorlegen.19


€28BN FOR WASTE MANAGEMENT AND WATER FROM THE EU COHESION
FUND:
(EU) – The European Commission will make €105bn available for environmental
protection and environmentally-friendly technologies between 2007 and 2013 through
the EU Cohesion Policy, announced Danuta Hübner, the EU Commissioner for
regional policy in mid-March. According to the Commission, the €105bn earmarked
for green projects represents three times the amount set aside for similar projects in
the 2000-2006 budget period.
A large share of the sum (€ 54bn) is intended to help member states comply with EU
environmental regulation. Some €28bn are to be used to improve water and waste
management. Romania and Bulgaria have planned to invest the highest fraction of
the funding in environmentally-related projects at 45 and 42 per cent, respectively.
Bulgaria is slated to receive €300m for waste management projects and Rumania
€792m, according to the Commission.
18
     http://portal.wko.at/wk//format_detail.wk?AngID=1&StId=469220&DstID=596
19
     EUWID, S. 30, 01.04.2009
                                Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009         - 23 -

Poland will to receive the single largest payment of €1.3bn for waste-related projects,
while a whole series of other EU member states are to receive hundreds of millions of
euros for the waste management sector, reported the Commission. At the upper end
of the range are the Czech Republic at €520m, Spain with €462 m and Greece with
€423m. A total of €45m from the cohesion fund has been set aside for projects
involving cross-border cooperation. France is to receive €134m for waste
management projects, the UK 20m. Only Denmark, Finland, Ireland, Luxembourg,
Australia, Sweden and Cyprus will not receive payments from the cohesion fund to
support waste management projects.
According to the Commission, €48bn are to be spent fighting climate change,
primarily be spent fighting climate change, primarily through railway and “clean urban
transport” projects. Around €4.8bn will be made available for renewable energy and
€3bn are intended to support “eco-innovation” for products and processes especially
by small and medium-sized enterprises (SMEs). In addition, site remediation projects
in a number of member states will be supported using money from the cohesion
fund.20




20
     EUWID, S. 15, 01.04.2009
                                Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009            - 24 -




                                    5.       Welt und nicht EU


5.1        Abfallwirtschaft


BIOWASTE DOWN UNDER:
New Zealand has an international reputation as a clean, green environment, but it
faces the same issues as other countries in disposing of its waste. Additionally, the
country’s relatively small population of 4.2 million – and therefore small internal
markets for recovered product – as well as its distance from international markets,
creates a unique set of challenges.
The New Zealand Government made an early commitment to reducing the waste
stream in 2002, by launching the New Zealand Waste Strategy: a plan which aims to
minimize and more effectively manage waste. One of the more ambitious targets is to
divert more than 95% of garden waste from landfill by December 2010, so local
authorities are now busily reworking their waste management collection and
processing systems.
As of the time of going to press, Christchurch (New Zealand’s second largest city
located on the South Island) will be introducing the largest three-bin kerbside
collection for domestic waste in the Southern Hemisphere. Christchurch is home to
382,000 residents and up until now had employed a weekly black bag and green
recycling crate collection system. Despite the fact that the crates were overflowing
with recyclables, there was problem in that 40% of the black bag items were also
recyclable and almost 50% was organic compostable waste.
Christchurch currently sends 125,000 tonnes of domestic waste to landfill each year
which is equivalent to 327 kg per person. Christchurch City Council Waste Manager,
Mark Christison, says the new system should reduce the amount of domestic waste
going to landfill by a third, or 42,000 tonnes. The city will also be making a greater
contribution to the reuse of valuable materials.
With the introduction of the new organics collection, the city is also building a state-
of-the-art composting plant – the largest of its kind in Australasia. Located within the
city, the new plant annually processes 65,000 tonnes of the city’s food and garden
waste into high-quality compost. Christchurch is well-known internationally as New
Zealand’s Garden City and Mark Christison says this is reflected in the
disproportionately high amount of green waste generated per household.21




21
     Waste management world, S. 32-37, 03-04/2009
                                 Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009     - 25 -




5.2         Diverses


KROATIEN INVESTIERT BIS 2025 10 MRD. EURO IN DEN UMWELTSCHUTZ:
Die Bundesämter für Energie, Landwirtschaft, Raumentwicklung und Umwelt haben
gemeinsam eine Biomassestrategie für die Schweiz erarbeitet.
Als erstes strategisches Ziel legten die Bundesämter fest, dass die inländische
Biomasse einen hohen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten soll. Das bedeutet,
dass Biomasse möglichst regional produziert und verwertet werden soll, um
Transporte zu minimieren und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Dieser
Grundsatz gilt für alles Produkte, Nebenprodukte und Abfälle aus Biomasse. Als
zweites Ziel soll die Fläche für den Anbau von Biomasse, insbesondere zur
Nahrungsmittelproduktion, qualitativ und quantitativ mindestens auf dem heutigen
Niveau erhalten bleiben.
Ein weiteres Ziel lautet, dass die Biomasse mit optimalem Ressourcenaufwand
produziert, verarbeitet und genutzt werden soll. Demnach müssen die jeweils
effizientesten Technologien eingesetzt und Verluste minimiert werden.22


KURS TÜRKEI:
In der Türkei wird sich in den kommenden Jahren am Umwelttechnikmarkt vieles
bewegen. Das zeigt eine Studie der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und
Technik (ÖGUT) im Auftrag des Umweltministeriums und der Wirtschaftskammer.
Zunehmend werden Umwelttechnologien auch aus wirtschaftlichen Gründen
eingesetzt werden.
Allein bei den erneuerbaren Energien beträgt das Investitionsvolumen zur
Realisierung des wirtschaftlichen Potenzials 340 Milliarden Euro. Um die
Umweltinfrastruktur in den Bereichen Abfall, Abwasser und Luft auf EU-Standards zu
bringen, müssen in der Türkei rund 58 Milliarden Euro investiert werden.
In der Abfallwirtschaf sind hohe Investitionen im Deponiesektor notwendig,
insbesondere um die Trinkwasserressourcen zu sichern. Dafür müssen neue,
gesicherte Deponien errichtet und bestehende, die Umwelt gefährdende Deponien
saniert werden. Weiters muss die getrennte Abfallsammlung sowie die
Recyclinginfrastruktur ausgebaut werden. Insgesamt müssen in die Abfallwirtschaft
der Türkei rund 9,5 Milliarden Euro investiert werden, um diese auf den EU-
Umweltstandard zu bringen. Der überwiegende Anteil der Investitionen (7,5
Milliarden Euro) wird zur Einhaltung der EU-Deponierichtlinie benötigt.
Für die Abfallentsorgung sind in der Türkei die Kommunen zuständig, welche oft nur
über geringe Finanzierungsmittel für Neuinvestitionen verfügen. In diesem
Zusammenhang sind seitens der Kommunen abfallwirtschaftliche Gesamtkonzepte
sowie Betreibermodelle gefragt.23




22
     EUWID, S. 26, 15.04.2009
23
     Umweltschutz, S. 22-23, 4/2009
                                Komptech Waste Abstracts Juni / June 2009      - 26 -



WELTMARKTVOLUMEN FÜR ERNEUERBARE STEIGT BIS 2020 AUF 275 MRD.
€:
Das Weltmarktvolumen für Erneuerbare-Energien-Kraftwerke wird sich von knapp 60
Mrd. € im Jahr 2005 auf rund 275 Mrd. € im Jahr 2020 mehr als vervierfachen. Der
Anteil der deutschen Branche an diesem Umsatz wird 2020 dabei rund 14,3 Prozent
oder 39,2 Mrd. € betragen.
Exemplarisch für die Entwicklung der erneuerbaren Energien präsentierten der BEE
und die Deutsche Messe erste Detailergebnisse der Wirtschaftsstudie aus den
Bereichen Wind- und Solarenergie. Danach ist 2020 allein für Windenergieanlagen
inflationsbereinigt ein weltweiter Umsatz von rund 82 Mrd. € zu erwarten. Mit mehr
als 20 Mrd. € könne davon ein Viertel von deutschen Unternehmen realisiert
werden.24


MARKT FÜR UMWELTTECHNOLOGIEN WÄCHST BIS 2020 WELTWEIT AUF
ÜBER 3,1 BILLIONEN €:
Die Nachfrage nach Umweltschutztechnik wird in den nächsten Jahren weltweit
weiterhin stark wachsen. Bis 2020 werde sich der globale Umsatz der
Umweltschutzindustrien auf über 3,1 Billionen € mehr als verdoppeln, heißt es im
neuen Umwelttechnologie-Atlas „GreenTech made in Germany 2.0“. Die Studie
wurde vom Beratungsunternehmen Roland Berger im Auftrag des
Bundesumweltministeriums erarbeitet. Das Volumen für Anlagen der Abfall- und
Recyclingwirtschaft wird sich bei einem Marktanteil deutscher Unternehmen von 35
Mrd € auf 53 Mrd € erhöhen. Besonders gute Chancen für deutsche Anbieter werden
auf dem Markt für automatische Stofftrennungsanlagen erwartet, welcher sich bis
2020 auf 1,5 Mrd € verfünffachen soll.25




24
     EUWID, S. 1, 29.04.2009
25
     EUWID, S. 19, 12.05.2009

				
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