Programm 2 Laden der Planungsunt by pengxuebo

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									      EVA               Teamentwicklung        Kommunikationstraining   Methodentraining

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            Lern- und Methodentraining
                  für Berufsschülerinnen und Berufsschüler


                      Moderatorenteam Helm / Weeger

 Dieser Baustein wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Moderatorenteam
  der Regierung von Unterfranken: Harry Koch und Georg Gißler, Staatliche Berufsschule
 Münnerstadt; Wolfgang Röder, Staatliche Wirtschaftsschule Bad Neustadt; Günter Zollner,
                         Staatliche Berufsschule Bad Kissingen.

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Zum Nachdenken:

Meiner Ansicht nach wird das Lernen stark überschätzt. Zumindest hat man es in
der Schule nie ernst genommen, wo alles getan wurde, um einen deutlich darauf
aufmerksam zu machen. Alles Wissenswerte bringt man sich eigentlich selbst bei,
und der Rest gerät früher oder später in Vergessenheit.

Saki, englischer Schriftsteller, 1870 - 1916




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                         Schulinterne Lehrerfortbildung
                                        im Rahmen der
                        pädagogischen Schulentwicklung


                                             Thema
             Lern- und Methodentraining mit Berufsschülern/innen
                                Trainingsbaustein II, Version 2


Ziel
Viele unserer Schüler können ihr Leistungspotential nicht ausnützen, weil sie unsystematisch
und undurchdacht lernen. Von den Lehrkräften wird zwar erfolgreiches Lernen gefordert, aber
wie das tatsächlich zu bewerkstelligen ist, das bleibt in der Regel offen und dem Glück
und/oder dem Geschick der Schüler überlassen. Versteht man Schule als zentralen Ort des
organisierten Lernens, dann muss die Schule den Schülern aufzeigen, wie sie den obligaten
Lernstoff effizient und nachhaltig lernen können.

Dazu bedürfen die Schüler der Kenntnis der einschlägigen Lern- und Arbeitstechniken. Wie
Sie diese im Unterricht vermitteln können, das ist das Ziel dieses Bausteins. Dazu werden
ausgewählte Unterrichtsbeispiele im Teilnehmerkreis durchgespielt und ausgewertet. Durch
dieses „learning by doing“ soll der Transfer in die eigene Unterrichtsarbeit hinein erleichtert
werden.




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                 Lern- und Methodentraining im Unterricht

                               Trainingsbaustein II, Version 2


                                  Programmübersicht


 Teil 1             1. Begrüßung und Vorstellung des Tagungsprogramms
                                         2. Rückblick
                        3. Stellungnahme zur vorliegenden Problematik
                                       4. Impulsreferat



 Teil 2                              5. Lernspirale 1
                                 Nachdenken über Lernen

                                     5. Lernspirale 2
                         Analyse und Lösung von Lernproblemen

                                      7. Lernspirale 3
                               Gestaltung von Hefteinträgen

                                      8. Lernspirale 4
                   Visualisierungstechniken und Auswerten von Filmen

                                     9. Lernspirale 5
                        Merkgeschichten erleichtern die Lernarbeit



 Teil 3              10 Umsetzbarkeit des Lern- und Methodentrainings
                       11. Feedback und Abschluss der Veranstaltung



                                         12. Anhang
                                 12.1 Geschichten und Spiele
                                   12.2 Weitere Lernspiralen
                                 12.2.1 Zeit- und Lernplanung
          12.2.2 Rasches Lesen, systematisches Lesen, Informationen zusammenfassen
                                       (Flussdiagramm)




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Vorbereitung

    Pinwand 1: Tagungsprogramm


    Lern- und Methodentraining im Unterricht

    Lernspirale 1 Nachdenken über Lernen

    Lernspirale 2   Analyse und Lösung von
                    Lernproblemen

    Lernspirale 3   Gestaltung von Hefteinträgen

    Lernspirale 4   Visualisierungstechniken und
                    Auswertung von Filmen

    Lernspirale 5   Merkgschichten erleichtern die
                    Lernarbeit



    Stehkaffee

   Leise Musik spielt aus dem Kassettenrecorder.
   Evtl. tragen sich die Teilnehmer in die ausgelegte Abrechnungsliste ein.
   Evtl. nehmen Teilnehmer Namenskärtchen und stellen diese vor ihrem Stuhl auf.
   Teilnehmer nehmen Frühstücksimbiss zu sich.
   Evtl. weitere Vorbereitungen treffen.



    Flipchart: Zeitfenster
                                         Freitag


                                 08.00-8.30     xxx
                                 08.30-




    Erstellung einer CD mit den Lerntipps

    Lerntipps auswählen und kopieren




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1      Begrüßung und Vorstellung des Tagungsprogramms
(15 min)


Vorbereitung:         (1) Folie 1: Veranstaltungsbausteine
                      (2) Folie 2 oder Pinwand 1: Tagungsprogramm
                      (3) Folie 3 oder Flipchart: Zeitfenster
                      (4) Terminliste


Begrüßung

Verehrte (Liebe) (Kolleginnen und) Kollegen,
Herr Helm und ich begrüßen Sie zu dieser Fortbildungsveranstaltung. Wir freuen uns über Ihr
Kommen und Ihrem Interesse an dem Thema.

Folie 1: Veranstaltungsbausteine
Das Thema ist der 2. Baustein unserer Veranstaltungsreihe und trägt den Titel „Lern- und
Methodentraining im Unterricht“. Dabei stellen wir Ihnen ein Konzept vor, wie Sie dieses
wichtige Bildungsziel an der Schule Ihren Schülern (z.B. über ein Sockeltraining) vermitteln
können. Auf unserer Homepage finden Sie zwei Bausteine zu diesem Thema.

Vorstellung des Tagungsprogramms

Folie 2 oder Pinwand: Tagungsprogramm
Den Tagungsinhalt für dieses Trainingsprogramm finden Sie hier an der Pinwand angeschla-
gen. Ich werde auf diesen später noch gezielt eingehen.

Folie 3 oder Flipchart: Zeitfenster
Vorstellung des Zeitfensters (Zeiten, Pausen, ...)

Evtl. können sich, je wie das Seminar verläuft, geringfügige Änderungen im Programmver-
lauf ergeben.

Haben Sie Fragen?


Evtl. Vorstellungsrunde (Moderatoren, Teilnehmer)




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Terminliste erstellen

   Moderator teilt „Terminliste“ an die Teilnehmer aus.
   Die Teilnehmer werden gebeten von ihrem Stuhl aufzustehen.
   „Die Liste enthält 5 Termine, die Sie im Verlauf der Veranstaltung wahrnehmen sollen.
    Der genaue Zeitpunkt des Termins wird Ihnen an geeigneter Stelle gesagt. Suchen Sie sich
    jetzt zu jedem Termin einen Partner, mit dem Sie ein Gespräch führen möchten. Achten
    Sie darauf, dass kein Termin doppelt belegt wird.“
    Anmerkung
    Evtl. kann gesagt werden, dass man Partner suchen sollte, die einem nicht bekannt sind
    oder mit denen man in letzter Zeit wenig kommuniziert hat.
   Teilnehmer bewegen sich im Kreis und füllen die Liste aus.
   „Heben Sie die Terminliste bitte gut auf und verlegen Sie sie nicht.



Anmerkung
Termine können auch Kaffeegespräche genützt werden.




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                                        Terminliste

Verabreden Sie sich zu den aufgeführten Terminen mit
je einer anderen Person.

         Termin 1: ___________________________
         Termin 2: ___________________________
         Termin 3: ___________________________
         Termin 4: ___________________________
         Termin 5: ___________________________
----------------------------------------------------------------------------------------------- trennen -------




                                        Terminliste
Verabreden Sie sich zu den aufgeführten Terminen mit
je einer anderen Person.

         Termin 1: ___________________________
         Termin 2: ___________________________
         Termin 3: ___________________________
         Termin 4: ___________________________
         Termin 5: ___________________________

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2       Rückblick
(10 min)

Vorbereitung:          (1) Folie 1 „Veranstaltungsbausteine“ oder „letztes Programm“
                       (2) Folie 2 „Rückblick“
                       (3) Arbeitsblatt „Fragebogen“


Wir beginnen mit einem Rückblick.

Folie 1: Veranstaltungsbausteine oder letztes Programm
Erinnern Sie sich. Beim letzten Baustein .....

Folie 2: Rückblick
   Die Frage an Sie lautet: „Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Baustein ... gemacht?“
   Teilnehmer melden sich.



3       Stellungnahme zur vorliegenden Problematik
(20 min)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ein selbstständiges Lern- und Arbeitsverhalten, auch Methodenkompetenz genannt, ist der
entscheidende Faktor, der das Begabungspotential der Schüler in konkrete Leistungen um-
setzten hilft.

Sie sollen jetzt die Gelegenheit erhalten, einmal über das Lernverhalten Ihrer Schüler nachzu-
denken.

   Dazu erhalten Sie jetzt von uns einen Fragebogen (austeilen). Beachten Sie, die Betonung
    liegt auf „am meisten“.

   Die Teilnehmer füllen den Fragebogen aus.

   Es bilden sich 4er-Gruppen im Kreis, die die Antworten auf Ihren Fragebogen vergleichen
    und diskutieren.

   Haben sich in der Gruppenbesprechung Aspekte ergeben, von denen auch das Plenum
    erfahren soll?

   Teilnehmer melden sich ggf.

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                           Rückblick
„Welche Erfahrungen haben Sie mit der
          Umsetzung des Bausteines ___
                              gemacht?“


Folie 2




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         Wie beurteile ich das Lernverhalten meiner Schüler?

 1. Lernen fällt meinen Schülern ...

                         eher leicht                eher schwer




 2. Welche fünf der folgenden Merkmale eines positiven Lernverhaltens ver-
    misse ich bei meinen Schülern am meisten?

  Meine Schüler lernen mit Spaß und Freude.
  Meine Schüler können sich an das Gelernte gut erinnern.
  Meine Schüler üben und wiederholen den Lernstoff.
  Meine Schüler haben ein gutes Gedächtnis.
  Meine Schüler können aus Informationen das Wichtigste herausfinden.
  Meine Schüler können Lernstoff übersichtlich zusammenfassen.
  Meine Schüler können sich abstrakten Lernstoff einprägen.
  Meine Schüler bereiten sich auf Klassenarbeiten gut und systematisch vor.
  Meine Schüler fragen nicht, wozu sie den ganzen Stoff eigentlich lernen sollen.
  Meine Schüler planen ihre Arbeit sorgfältig.
  Meine Schüler können ihr Wissen durch Sprache und Schrift gut wiedergeben.
  Meine Schüler ...
  Meine Schüler ...

 3. Was tue ich, um das Lernverhalten meiner Schüler zu verbessern?
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4      Impulsreferat
(25 min)


Vorbereitung:         (1) Folie 1: „Das neue Haus des Lernens“
                      (2) Folie 2 „Zitat“
                      (3) Pinwand 1: „Tagungsprogramm“


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nun möchte ich Ihnen unsere Sicht der Dinge zur Lern- und Methodenkompetenz der Schüler
vortragen.

Wie einschlägige empirische Untersuchungen zeigen, führen mehr als 50% der Schüler ihre
Lernschwierigkeiten maßgeblich darauf zurück, dass ihnen die nötigen Methoden und Tech-
niken zur Planung und Steuerung Ihres eigenen Lernens fehlen (Hilgen, 1985). Gelernt wird
irgendwie, aber meist ohne klares Konzept. Dies führt vor allem bei lernschwächeren Schü-
lern, die nur selten von selbst auf tragfähige Methoden kommen, zu ausgeprägtem Lernversa-
gen. Mangelnde Methodenbeherrschung ist freilich keineswegs nur das Problem lernschwä-
cherer Schüler, sondern sie wird auch von Gymnasiasten beklagt.

Nähere Aufschlüsse über die konkreten Defizite auf Schülerseite geben mehrere Befragungen,
die im Arbeitsbuch „Methodentraining“ von Dr. Heinz Klippert beschrieben sind. Danach
fällt es den Schülern nach eigenem Bekunden u.a. „eher schwer“ ...

   den Lernstoff längerfristig zu behalten sowie den eigenen Lernerfolg treffend einzuschät-
    zen;
   im Unterricht zielstrebig zu arbeiten sowie etwaige Probleme und Schwierigkeiten beim
    Lernen zu überwinden;
   umfangreiche Materialien/Texte durchzuarbeiten und das Wesentliche daraus zu entneh-
    men;
   wichtigen Lernstoff zusammenzufassen und entsprechende Bereiche übersichtlich zu glie-
    dern und zu gestalten;
   Klassenarbeiten frühzeitig vorzubereiten sowie den Lernstoff gezielt zu üben und zu wie-
    derholen;




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Auch wenn diese Untersuchungen nicht repräsentativ sind, so zeigen sie doch, dass vielen
Schülern in Bezug auf ihre Lernmethodik es doch erheblich an Problembewusstsein und
Selbstkritikfähigkeit mangelt. Vieles sehen sie schlichtweg als normal an, was objektiv unzu-
länglich und verbesserungsbedürftig ist.

Nun ist aber bekannt, dass das Lern- und Arbeitsverhalten(, also die Methodenkompetenz,)
nicht nur den Schul- und Ausbildungserfolg in starkem Maße beeinflussen, sondern auch den
Berufserfolg. Aufgrund des raschen Wissenswandels muss während des Berufslebens ständig
weitergelernt werden. Will der Berufstätige seine Qualifikation erhalten und erweitern, benö-
tigt er eine gut entwickelte Methodenkompetenz, die heute an den Schulen nur unzureichend
den Schülern vermittelt wird.

Dem Methodenlernen der Schüler kommt weder im Unterricht noch in den Lehrplänen, noch
in den meisten Schulbüchern größerer Stellenwert zu. Im Gegenteil, der Unterricht zielt nach
Dr. Klippert in erster Linie auf fachlich stoffliche Belehrung und auf enzyklopädische Kennt-
nisvermittlung ab. Nach wie vor beherrschen nach seiner Meinung „Stoffhuberei“, verbal
abstrakte Belehrung und enge Führung und Unterweisung das Unterrichtsgeschehen.

Die gelegentliche Methodenbelehrung durch die Lehrkräfte bewirkt wenig, da sie letztlich
mehr oder weniger abstrakt und appellativ bleiben muss. Lern- und Arbeitstechniken müssen
experimentell im Wege des „learning by doing“ eingeübt werden; sie können erfahrungsge-
mäß nur sehr begrenzt „gelehrt werden“.

Folie 1: „Das neue Haus des Lernens“

Das Modell Dr. Klipperts vom „neuen Haus des Lernens“ greift die von mir geschilderten
Unzulänglichkeiten auf. Freies und eigenverantwortliches Arbeiten der Schüler im Unterricht
gelingt nach seiner Meinung nur dann gut, wenn die Schüler über einigermaßen tragfähige
methodische Strategien und Routinen beherrschen.

Deshalb muss die Methodenschulung im Unterricht deutlich ausgebaut werden, d.h. metho-
denorientierte Übungen und Klärungen müssen phasenweise zum Lerngegenstand werden -
teils im Rahmen mehrtägiger Intensivkurse, teils im Rahmen des normalen Fachunterrichts.

In vielen Trainingsstudien ist die Wirkung des Methodentrainings belegt worden (s. Mandl/
Friedrich 1992, Keller 1992). Danach verbessert das Methodentraining die Lernmotivation,
das Lernverhalten sowie die Schul- und Ausbildungsleistungen.

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Ein Zitat von Gregory Bateson bringt nach meiner Meinung die Sache auf den Punkt.

Folie 2: Zitat

„Überfüttert die Schüler nicht mit Fischen, sondern lehrt sie das Angeln!“
Gregory Bateson

Wie wir unseren Schülern das Angeln lehren können soll dieses Methodentraining aufzeigen.
Seine Bedeutung steht außer Frage. Denn: Versteht man Schule als zentralen Ort des organi-
sierten Lernens, dann muss die Schule den Schülern auch zeigen, wie sie den obligaten Lern-
stoff effizient und nachhaltig lernen können.


Pinwand 1: Tagungsprogramm

Der Baustein „Lern- und Methodentraining“ setzt sich aus 5 Lernspiralen zusammen.

Zunächst erhalten Sie an einem Beispiel die Gelegenheit, Ihre Erfahrungen zu nachhaltigem
Lernen einzubringen und zu diskutieren.

Nach dieser Lernspirale 1 folgt die Lernspirale 2. Hier wird das Lernverhalten unserer Schü-
ler analysiert. Nach der intensiven Auseinandersetzung mit einer Reihe von Lerntipps sollen
Sie konkrete Lösungen zu Lernproblemen erarbeiten, wie sie häufig in Schulen auftreten.
Dieses Wissen soll genutzt werden, um anschließend in Rollenspielen Schüler mit Lernprob-
lemen zu beraten.

Grundlage für nachhaltiges Lernen sind gut gestaltete Hefteinträge. Wie man diese Technik
mit Schülern üben kann, soll in der Lernspirale 3 trainiert werden.

Lernstoff, der anschaulich visualisiert ist, kann besser und länger im Gedächtnis behalten
werden. In der Lernspirale 4 werden solche Visualisierungstechniken geübt und bei der Aus-
wertung eines Filmes angewandt.

Kreative und assoziative Techniken fördern die Lernfreude und den Schulerfolg. Zu diesen
Techniken zählt das Mnemorieren. In der Lernspirale 5 besteht deshalb die Möglichkeit, sich
exemplarisch mit einer Mnemotechnik auseinander zu setzten.

Wenn dann nochgenügend Zeit bleibt, sollen Sie sich überlegen, wie Sie die Seminarinhalte in
Ihrem Schulalltag und in Ihrem Unterricht einsetzten können.




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Denken Sie auch daran, dass Sie alle der hier eingesetzten Methoden auch in Ihrem alltägli-
chen Unterricht verwenden können.

Haben Sie soweit Fragen?




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     Überfüttert die Schüler nicht mit
  Fischen, sondern lehrt sie das Angeln!
Gregory Bateson




Folie 2




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5      Lernspirale 1: Nachdenken über Lernen
(90 min)

Vorbereitung:         (1) Arbeitsblatt „Die 9 Musen ... „
                      (2) Ablenkübung
                      (3) Folie „Lösung Ablenkübung“
                      (4) Frageblatt zu „Die 9 Musen ... „ mit Farbpunkten (Rückseite)für die
                         Gruppeneinteilung
                      (5) DIN-A4-Notizblätter und Flipchart-Blätter für die Auswertung in
                         der Gruppenarbeit
                      (6) Merkgeschichten 1/2

Pfeil an Pinwand 1 anbringen.

Ziel
Bei der Mehrzahl unserer Berufsschüler lässt sich ein rein reproduzierendes Lernen feststel-
len. Häufig versichern Schüler nach Misserfolgen in Schulaufgaben und Prüfungen, den Stoff
ausführlich gelernt zu haben. Bei genauerem Nachfragen erfährt man, dass dieses Lernen in
Form von mehrmaligem Durchlesen des Stoffes im Buch oder im Heft stattgefunden hat.
Diese Art des Lernens ist wenig nachhaltig und verankert die Lerninhalte nicht nachhaltig
genug im Gedächtnis.

Ziel dieser Lernspirale ist, dass sich die Schüler bewusst werden, dass gehirngerechtes und
assoziatives Lernen den Lernerfolg steigert und die Motivation und die Freude am Lernen
erhöht.

Nr. Methode                   Unterrichtsverlauf / - organisation                        An-
                                                                                         lage
1     Stillarbeit              Das Arbeitsblatt „Die 9 Musen ...“ wird ausgeteilt.      1
      (20 min)                 Schritt 1: Teilnehmer lesen zuerst den obigen Text.
                               Schritt 2: „Lernen Sie in den nächsten 10 Minuten
                                ohne einer schriftlichen Aufzeichnung die 9 Musen
                                der griechischen Mythologie und deren Aufgaben.“
                               Teilnehmer erledigen den Arbeitsauftrag.

2     Ablenkübung              Die Teilnehmer erhalten das Übungsblatt. Während     2/3
      (10 min)                  des Ausfüllens erzeugt der Moderator „Stress“, indem
                                er z.B. auf die Zeit drängt.
                               Nach Abschluss der Übung wird die Lösung mit dem
                                Stuhlnachbarn verglichen und/oder über eine Folie
                                eingeblendet.
                               Nach einer Lernphase wird der gelernte Stoff im all-
                                gemeinen nicht sofort abgefragt. Diese Ablenkübung
                                sollte dem Rechnung tragen.




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3    Partnergespräch       Nun sollen Sie sich wieder den 9 Musen zuwenden.           1
     (10 min)               Drehen Sie das Blatt um und legen Sie es von Ihnen
                            weg.
                           Terminliste: Termin 1
                            Die Teilnehmer suchen sich den Partner, den sie für
                            den 1. Termin ausgewählt haben.
                           Jeder erzählt seinem Partner die Musen und deren
                            Aufgaben.

4    Stillarbeit             Das Frageblatt „Die 9 Musen ...“ wird verteilt.
     (10 min)                Jeder Teilnehmer beantwortet in Einzelarbeit die 4
                              Fragen. (Vorbereitung der Fadenkreuzplakate, LS 2)

5    Gruppenarbeit I       Bildung von Zufallsgruppen (Stammgruppen) durch            5
     (20 min)               die Farbpunkte auf der Rückseite der Frageblätter.
                           Die DIN-A4-Notizblätter und die Flipchart-Blätter
                            für die Auswertung werden an die Gruppentische
                            verteilt.
                           Die Aufgaben 1-4 werden durchgeführt.

6    Gruppenarbeit II      Durch Abzählen an den Tischen werden die Gruppen
     (20 min)               neu gemischt (Gruppenpuzzle).
                           Die erarbeiteten Flipchart-Blätter rotieren durch die
                            Mixgruppen und werden von einem Gruppenmitglied,
                            das an der Erarbeitung beteiligt war, vorgestellt. Zeit:
                            2-3 Minuten)

                          Anmerkung
                          - Sollte es weniger Expertengruppen als Stammgrup-
                            pen geben, so wird das übrige Flipchart-Blatt von ei-
                            nem Sprecher der Stammgruppe vor dem Plenum er-
                            läutert.
                          - Sollten in einer Gruppe ein Mitglied mehr sein als in
                            den anderen Gruppen, dann wird die letzte Person
                            nicht mitgezählt.

                          Alternative
                          Anstelle des Gruppenpuzzles kann eine einphasige
                          Gruppenarbeit mit anschließender Präsentation der Er-
                          gebnisse im Plenum oder in Form eines Fishbowls statt-
                          finden.

7    Plenum                Ein freiwilliger Sprecher zählt vor dem Plenum die
     (5 min)                neun Musen und deren Aufgaben auf.
                           Der Moderator fragt nach dem Grund seines Erfol-
                            ges. (Bild)

                             Diskussion auf der Metaebene


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Anmerkung:

Nachhaltiges Lernen und sicheres Erinnern ist nur möglich, wenn man sich Inhalte assoziativ
erschließt und gehirngerecht konstruiert. Auf diese Weise kann der Lern- und Schulerfolg bei
den meisten Schülern deutlich verbessert werden.

Durch assoziatives und bildhaftes Denken können die Schüler sich z. B. (Fach)Begriffe, Zah-
len, Farbkennzeichnungen, Namen, Reihenfolgen (Abläufe), Texte (Referate), Rezepte, Bun-
desländer, Tafelbilder und Hefteinträge besser merken, als wenn Sie diese nur auswendig ge-
lernt hätten.

Das Beispiel mit den 9 Musen dient zum Einstig bei der Lehrerfortbildung. Es wurde aber
auch bereits von einzelnen Lehrkräften erfolgreich in den Klassen eingesetzt.

Sie erhalten jetzt von mir zwei weitere Merkgeschichten, die Sie in Ihrem Unterricht einset-
zen können ((6)austeilen).



Legende:

Musen, in der griechischen Sage Töchter des Zeus und der Mnemosyne, Göttinnen der
Künste und Wissenschaften, singend und tanzend unter Führung Apollons (Musagetes) vorge-
stellt. Als Sitz der Musen galt der Helikon, später auch der Parnaß. Im Altertum wurden die
neun Musen meist als ein Chor von tanzenden Jungfrauen dargestellt, seit der Renaissance
besonders auf Bildern des Parnaß




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                               Gedächtnistraining




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                             Einzelarbeit
                             Beantworten Sie die folgenden Fragen schriftlich!

                             1. Sie haben gerade die neun Musen gelernt. Wie bewerten Sie
                                Ihren Lernerfolg?


                              sehr gut    gut    mittel schlecht   sehr schlecht


2. Worauf führen Sie Ihren Lernerfolg zurück?
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
3. Was sagt dieser Erfolg über das Lernen aus?
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
4. Welche Konsequenzen müssten aus diesen Einsichten für die Unterrichtspraxis gezogen
   werden?
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________

Gruppenarbeit
   1. Diskutieren Sie Ihre Antworten und halten Sie die gemeinsamen Ergebnisse schriftlich
      auf einem DIN-A4-Blatt fest!
   2. Formulieren Sie für Ihre gemeinsamen Ergebnisse ein Motto!
   3. Schreiben Sie das Motto und die gemeinsamen Ergebnisse gut lesbar auf das Flip-
      chart-Blatt!
   4. Sie sollten alle in der Lage sein, das Gruppenergebnis überzeugend darzustellen!



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So erfinden Sie Merkgeschichten
Lernen Sie in 5 Minuten Begriffe oder Wörter – für immer!
Um sich komplexe Einzelheiten oder schwierige Namen zu merken, müssen Sie Buchstaben oder Laute (die in
der rationalen linken Gehirnhälfte verarbeitet werden) in Bilder verwandeln. Dadurch können sie in der ganz-
heitlich funktionierenden rechten Gehirnhälfte verankert werden. Vorteil: Was in der rechten Hälfte lagert, kön-
nen wir uns leichter und länger merken als die abstrakten Begriffe in der linken.

Einzelne Bilder kann die rechte Hirnhälfte nicht nur zu großen „Gemälden“ verknüpfen, sondern auch zu Hand-
lungsabläufen, wie in einer Geschichte oder einem Drehbuch. Unsere rechte „Multimedia“ - Gehirnhälfte hat ein
phantastisches Gedächtnis für Orte, Wege und Abläufe. Dabei kommt es nicht darauf an, dass die Erzählung
sinnvoll ist. Nur bildhaft soll sie sein – und lustig – dann macht das Lernen mehr Spaß.

Probieren Sie es gleich aus!

Als Beispiel nehmen wir an, Sie hätten folgende Aufgaben zu erledigen:
Zuerst die Briefe an Peter und Claudia zu schreiben, dann mit dem Auto zur KFZ- Werkstatt zu fahren, auf dem
Nachhauseweg bei der Post vorbei gehen, die Briefe einwerfen, Brot einkaufen, Fotos in Drogerie abholen, das
Buch über Delphine in die Bibliothek zurückbringen und schließlich Kurt zum Mittagessen einladen.

Und so geht’s:
 Lesen Sie die folgende Geschichte mehrmals durch.
 Stellen Sie sich die einzelnen Stationen möglichst bildhaft, bewegt und farbig vor.
 Danach versuchen Sie, die Geschichte zu erzählen, am besten einem anderen Menschen.
__________________________________________________________________________________________

Eine Merkgeschichte für unsere 10 Stationen könnte etwa so aussehen:

Kaum sind Sie aufge-
standen,     begegnen
Sie einen riesigen
Füllfederhalter    mit                   Bild
zwei Blätter in den
Händen. Auf dem ei-
nen Blatt sehen Sie
einen Jungen vor dem
Petersdom in Rom
(Peter) auf dem an-
deren ist eine Frau
abgebildet, die gerade
Dias Klaut (Claudia).
Nach dem Sie den
letzten Punkt ge-
schrieben haben, hupt
Ihr Auto zum Stei-
nerweichen. Die Win-
terreifen tun ihm weh. Sie fahren in die KFZ- Werkstatt. Auf dem Nachhauseweg werfen
Sie in einer kühnen Aktion die beiden Briefe in einen Briefkasten, und zwar aus dem fahren-
den Auto. Dabei überfahren Sie einen Bäckergesellen, der mit dem Fahrrad unterwegs ist, als
Entschuldigung schenkt er ihnen ein ganzes Brot. Damit Sie sich auch in Zukunft an diesen
Vorfall erinnern, bitten Sie den Drogisten ein Foto von Ihnen zu machen, vor Freude flippen
Sie aus und springen quietschend in die Bibliothek. Als die Bibliothekarin der Magen knurrt,
wissen Sie es ist Zeit für Kurt. Guten Appetit.



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So erfinden Sie Merkgeschichten
Lernen Sie in 5 Minuten Begriffe oder Wörter – für immer!
Um sich komplexe Einzelheiten oder schwierige Namen zu merken, müssen Sie Buchstaben oder Laute (die in
der rationalen linken Gehirnhälfte verarbeitet werden) in Bilder verwandeln. Dadurch können sie in der ganz-
heitlich funktionierenden rechten Gehirnhälfte verankert werden. Vorteil: Was in der rechten Hälfte lagert, kön-
nen wir uns leichter und länger merken als die abstrakten Begriffe in der linken.

Einzelne Bilder kann die rechte Hirnhälfte nicht nur zu großen „Gemälden“ verknüpfen, sondern auch zu Hand-
lungsabläufen, wie in einer Geschichte oder einem Drehbuch. Unsere rechte „Multimedia“ - Gehirnhälfte hat ein
phantastisches Gedächtnis für Orte, Wege und Abläufe. Dabei kommt es nicht darauf an, dass die Erzählung
sinnvoll ist. Nur bildhaft soll sie sein – und lustig – dann macht das Lernen mehr Spaß.

Probieren Sie es gleich aus!

Als Beispiel nehmen wir folgende Begriffe:
Baum, Tandem, Kleeblatt, Auto, Hand, Lottoschein, Zwerg, Fondue, Kegelbahn, Bibel.

Und so geht’s:
 Lesen Sie die folgende Geschichte mehrmals durch.
 Stellen Sie sich die einzelnen Stationen möglichst bildhaft, bewegt und farbig vor.
 Danach versuchen Sie, die Geschichte zu erzählen, am besten einem anderen Menschen.
 Wenn Sie das nach 2, 4 und 8 Tagen wiederholen, werden Sie die Geschichte für immer parat haben.
__________________________________________________________________________________________

Eine Merkgeschichte für unsere 10 Begriffe könnte etwa so aussehen:

Auf der Wiese steht ein
Baum an den ein Tan-
dem angelehnt wurde.
Auf dem Sattel des Tan-
dems wächst schon eine
kleines grünes Kleeblatt.                       Bild
Im Moment, als Sie das
bemerken, fährt ein Auto
mit Vollgas vorbei. Der
Fahrer winkt noch mit der
Hand und wirft Ihnen ei-
nen Lottoschein zu. Sie
wollen den Zettel aufhe-
ben und bücken sich. Da-
bei bemerken Sie einen
kleinen Zwerg, der Ihnen
zu blinzelt uns Sie zu ei-
nem Fondue einlädt. Sie
nehmen diese Einladung
an und gehen anschlie-
ßend mit in eine Kegel-
bahn. Dort gewinnen Sie
und erhalten eine druck-
frische Bibel als Beloh-
nung.




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6      Lernspirale 2: Analyse und Lösung von Lernproblemen
(115 min)


Vorbereitung:        (1) DIN-A4 Blätter mit Lerntipps mischen (Die Lerntipps können evtl.
                        je nach Kategorie unterschiedliche Farben aufweisen.)
                     (2) Arbeitsblatt „Marktplatz der Lerntipps“
                     (3) Je fünf Fadenkreuzplakate (je 1 pro Station), DIN-A4 Fadenkreuz-
                         blätter (je 5 pro Station), Fallbeispiele(je 1 pro Station), Arbeitsauf-
                         tragsblätter (je 1 pro Station)
                     (4) Folien
                     (5) Karte mit Rollennamen und Karte mit Problemfällen
                     (6) Folie „Tipps zur Lösung“

Pfeil an Pinwand 1 anbringen.

Ziel
Bei immer mehr Berufsschülern zeigen sich Defizite im Lernverhalten. Oft fehlt Schülern und
leider auch Lehrern die Sensibilität und das Know-how, solche Defizite zu erkennen und Ab-
hilfe zu schaffen.
Mit Hilfe der vorgestellten Lerntipps sollen die Schüler erkennen, dass Lernschwierigkeiten
vielfältige Ursachen haben können. Wenn man diese Ursachen erkennt, gibt es viele Mög-
lichkeiten, sich das Lernen zu erleichtern. Die vorgestellte Einheit kann natürlich nicht im
therapeutischen Sinne Lernprobleme aufgreifen und beseitigen. Vielmehr ist sie gedacht,
Schülern ihren Anteil an persönlichen Lernschwierigkeiten bewusst zu machen und Möglich-
keiten für mehr Freude und Erfolg am Lernen aufzuzeigen.

Nr. Methode                    Unterrichtsverlauf / - organisation                                     An-
                                                                                                       lage
1     Erarbeitung der           Die DIN-A4 Blätter mit den „Lerntipps“ werden ab-                     1
      Lerntipps                  gezählt, gemischt und umgedreht auf einem Stuhl in
      (5 min)                    der Kreismitte abgelegt.
                                Jeder Teilnehmer holt sich einen Lerntipp.
                                Die Teilnehmer werden gebeten, den Tipp so zu le-
                                 sen, dass sie ihn auch den anderen erklären können.

                                    Anmerkung:
                                    Für Schüler müssen einige Lerntipps ggf. neu formu-
                                    liert werden.

2     Marktplatz der            Das Arbeitsblatt „Marktplatz der Lerntipps“ wird an 2
      Lerntipps                  alle Teilnehmer verteilt und erklärt.
      (30 min)                  Die Teilnehmer im Stuhlkreis werden gebeten aufzu-
                                 stehen.
                                 Arbeitsauftrag
                                 „Bewegen Sie sich dann später im Raum, suchen Sie
                                 sich einen Gesprächspartner und sammeln zu jeder
                                 Kategorie mindestens einen Lerntipp. Die Lerntipps
                                 halten Sie schriftlich auf dem Arbeitsblatt fest.“


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                             Terminliste: Termin 2
                              Den ersten Partner, mit dem Sie kommunizieren sol-
                              len, finden Sie unter Termin 2 in Ihrer Terminliste.

                          Vorarbeit: Auf fünf Gruppentischen werden gelegt:
                           5 Fadenkreuzplakate
                           5 DIN-A4 Fadenkreuzblätter pro Gruppentisch
                           5 Fallbeispiele
                           5 Arbeitsauftragsblätter

3    Stationenlauf         Die Arbeitsaufträge werden über Folien dem Plenum 3/4
     (25 min)               erklärt.
                           Bildung von fünf Zufallsgruppen
                            - Die Teilnehmer werde gebeten aufzustehen.
                            - „Ordnen Sie sich in einer Linie nach Geburtsmo-
                               nat und Tag. Sie dürfen nur nonverbal miteinander
                               kommunizieren. Miteinander sprechen ist unter
                               keinen Umständen erlaubt.“
                            - Nachdem der Moderator auf den Startpunkt „Ja-
                               nuar“ zeigt, ordnen sich die Personen.
                            - Anschließend sagt jeder vom Januar beginnend
                               seinen Geburtstag.
                            - Die Gruppenbildung nimmt der Moderator durch
                               Blockbildung (Teilnehmerzahl : 5) vor.

                                 Alternative:
                                 Teilnehmer wählen Kärtchen aus mit den Namen
                                 der Personen in den Fallbeispielen.

                           Die Gruppen finden sich an den Arbeitsstationen ein.
                           Dort befassen sie sich mit dem ausliegenden Prob-
                            lemfall nach der Fadenkreuzmethode (Folgen, Ursa-
                            chen, Lösungen). Die Gruppenergebnisse werden auf
                            dem ausliegenden DIN-A4 Blatt festgehalten.
                           Nach einem akustischen Signal (5 min) wird die Ar-
                            beit an der Station beendet. Das DIN-A4-Blatt wird
                            unter das Fadenkreuzplakat gelegt. Die Gruppen
                            wandern im Uhrzeigersinn zur nächsten Station.
                           An der letzten Station ist folgende Gruppenarbeit
                            durchzuführen:




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4    Gruppenarbeit        Arbeitsauftrag:
     (20 min)              „Werten Sie nun Ihre Überlegungen zusammen mit
                            den unter dem Fadenkreuzplakat liegenden Arbeits-
                            blättern aus.“
                           „Fassen Sie die vorgefundenen Ergebnisse gut lesbar
                            schriftlich auf dem Fadenkreuzplakat zusammen.“
                           „Benennen Sie einen Sprecher, der Ihre Ergebnisse in
                            einem Beratungsgespräch vorstellt.“

                          Vorbereitung:
                          Die Stühle werden nach der Fishbowlmethode angeord-
                          net. Ein Stuhl bleibt frei für den Rollenspieler, der seinen
                          Fall vortragen soll.

5    Beratungsgespräch       Die Gruppensprecher nehmen an den Stühlen Platz            5
     (30 min)                 und legen vor ihren Stühlen die Fadenkreuzplakate.
                             Ein Teilnehmern aus dem Plenum erhält bereits im
                              Vorfeld das Blatt eines Fallbeispieles (anderes Bei-
                              spiel als in der Gruppe bearbeitet). Er wird aufgefor-
                              dert, den späteren Antworten der Experten ruhig ein-
                              mal zu widersprechen.
                             Der Rollenspieler begibt sich auf den freien Stuhl
                              und schildert seinen Fall.
                             Alle Experten beraten die Rollenspieler.
                             Der Rest der Fälle wird vor der Pinwand erläutert.

                          Alternative 1
                          Es werden zwei Beratungsgespräche durchgeführt. Der
                          Rest der Fälle wird vor der Pinwand erläutet.

                          Alternative 2
                          Es finden 5 Beratungsgespräche statt.

                          Alternative 3
                          Anstelle des Beratungsgespräches kann eine Präsentation
                          durch die jeweiligen Gruppensprecher erfolgen.

                          Alternative 4
                          Abwechselnd findet ein Beratungsgespräch statt und
                          dann wieder ein Präsentation vor der Pinwand.




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6    Sich selbst Tipps    Bei Schülern:                                           3/6
     geben                 Auf dem Kreisbogen werden zu jedem Fallbeispiel
     (15 min)                mehrer Blätter aufgeschichtet.
                           Arbeitsauftrag:
                             “Überlegen Sie sich, welches Fallbeispiel am ehesten
                             auf Sie persönlich zutrifft.“
                           Die Schüler wählen ein Fallbeispiel aus und geben
                             sich selbst Anregungen und Tipps, wie sie ihr Lern-
                             verhalten in Zukunft verbessern können.
                           Die Tipps werden nicht mehr besprochen.

                          Alternative: Auswertung
                           Die Folie „Tipps zu Lösung“ wird eingeblendet.
                           Die entsprechende Lerntippkarte wird an die Schüler
                             verteilt und vorgelesen.
                           Die Schüler können ihre Einträge ergänzen.

7    Plenum                Diskussion auf Metaebene
     (5 min)               Die CD mit den Lerntipps wird an den Sprecher der
                            Veranstaltungsgruppe zum kopieren für die anderen
                            Teilnehmer verteilt.
                           Der Vorteil dieser Methode gegenüber einer Karika-
                            turenrallye nach Klippert liegt im Input von Lern-
                            tipps, auf die die Schüler nicht von alleine gekommen
                            wären.




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                                    Beratungs-
                                    experte 3

                                      Fall 3
                  Beratungs-          Faden-        Beratungs-
                  experte 2           kreuz-        experte 4
                                      plakat
                    Fall 2                            Fall 4
   Beratungs-       Faden-                            Faden-     Beratungs-
   experte 1        kreuz-                            kreuz-     experte 5
                    plakat                            plakat
     Fall 1                                                       Fall 5
     Faden-                                                       Faden-
     kreuz-                                                       kreuz-
     plakat                                                       plakat

                                    Rollenspieler




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Mögliche Ergänzung der Lernspirale
1. Lerntypentest über Fragebogen

a) Lerntypentest

   Die Teilnehmer füllen in Einzelarbeit das Arbeitsblatt „Lerntypen-Test“ aus.
   Umfrage in der Klasse, welchen Lerntyp die Schüler verkörpern“.
   Anmerkung:
    - Der Lerntyp „Handeln“ dürfte in dem Grobmuster am häufigsten vorkommen.
    - Der Test ist wissenschaftlich nicht haltbar.
    - Hinweis auf Lerntypen-Test, wenn Schüler etwas nicht machen wollen.
    - Der Lehrer kann nicht persönlich auf jeden Lerntyp eingehen.
    - Der Schüler muss sich in Bezug auf seinen Lerntyp Lernstrategien aneignen.

b) Visualisierung der Lerntipps

   Gruppenbildung durch Zufallswahl
   Erstellung eines Plakats auf dem die Lerntipps visualisiert sind.
   Präsentation durch Gruppensprecher
   Alternative: Stationengespräch


c) Lernverhalten beurteilen

   Jeder Schüler bewertet zunächst in Einzelarbeit die Fälle auf dem Blatt „Lernkarten“.
   Vergleich der Beurteilungen im Partnergespräch.


2. Über einen Test Lerntypen ermitteln

 Jeder zweite in Kreis bekommt
  a) das Blatt „Lerntypentest“;
  b) ein Blatt DIN-A4;
  c) 10 Bilderkarten;
  d) 10 Wortkarten.
  e) Schreibstift

    Hinweis: Sie benötigen eine Uhr mit Sekundenzeiger.

 Der Tester führt mit der 2. Person (= Testperson) den Lerntypentest durch.

    Hinweis: Bei genügend Zeit wechseln die beiden Personen ihre Rollen.

 Die Auswertung erfolgt über eine Umfrage im Plenum. Das Ergebnis wird auf Flipchart-
  Papier festgehalten.




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Lerntypenexperiment
Hilfsmittel:   10 Wortkarten, 10 Bildkarten, Notizzettel, Uhr


1. Motorisches Gedächtnis (schreiben)

   Diktieren Sie der Testperson die unten stehenden Wörter (Notizzettel).

Schwein                 Post            Klasse           Kloster         Kollege
Hammer                  Computer        Bild             Sofa            Straße

   Die Testperson hat die Liste wegzulegen.

    Ablenkübung (30 Sekunden): Fragen Sie die Testperson, was sie alles tun würde, wenn sie
    zum/zur Bundeskanzler/in gewählt würde.

    Danach hat die Testperson 20 Sekunden Zeit, die Begriffe wiederzugeben. (Bitte Uhr be-
    nutzen)

    An wie viel Begriffe konnte sich die Testperson erinnern? Tragen Sie den Zahlenwert in
    die Auswertungsliste ein!

2. Visuelles Gedächtnis (sehen)

   Die Testperson darf sich jedes Bild (Bildkarten) jeweils 2 Sekunden ansehen.

    Ablenkübung: Bitten Sie die Testperson einen Witz zu erzählen oder erzählen Sie selbst
    einen.

    Danach hat die Testperson 20 Sekunden Zeit, die Begriffe wiederzugeben. (Bitte Uhr be-
    nutzen)

    An wie viel Begriffe konnte sich die Testperson erinnern? Tragen Sie den Zahlenwert in
    die Auswertungsliste ein!

3. Lesegedächtnis (lesen)

   Zeigen Sie der Testperson alle 2 Sekunden eine der 10 Wörter (Wortkarten).

    Ablenkübung: Sie stellen direkt im Anschluss daran der Testperson für ca. 30 Sekunden
    eine Kopfrechenaufgabe (Multiplikation, Division, Subtraktion, Addition).

    Danach hat die Testperson 20 Sekunden Zeit, sich an die Wörter zu erinnern. (Bitte Uhr
    benutzen)

    An wie viel Wörter konnte sich die Testperson erinnern? Tragen Sie den Zahlenwert in
    die Auswertungsliste ein!

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4. Auditives Gedächtnis (hören)

   Lesen Sie der Testperson die nachfolgenden Wörter im Abstand von 2 Sekunden vor.

Regal                  Regen           Haus             Jacke           Küche
Topf                   Geige           Auto             Nadel           Waschbecken

   Ablenkübung (30 Sekunden): Die Testperson nennt die deutschen Bundesländer.

    Danach hat die Testperson 20 Sekunden Zeit, sich an die Wörter zu erinnern. (Bitte Uhr
    benutzen)

    An wie viel Wörter konnte sich die Testperson erinnern? Tragen Sie den Zahlenwert in
    die Auswertungsliste ein!




Auswertungsliste
Schreiben: ____ von 10

Sehen:         ____ von 10

Lesen:         ____ von 10

Hören:         ____ von 10

Welche Konsequenzen hat das Auswertungsergebnis für das Lernverhalten der Testperson?
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        Birne                       Brief   Wurst




       Stiefel                  Teekanne    Löffel




     Rathaus                       Taube




        Frau                    Schlüssel




d26e4b2e-432b-47a3-ad47-d317fe342fca.doc             Seite 31
1.) Zeigen Sie P
alle zwei Sekunden
eine der zehn
Skizzen:




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                                Marktplatz der Lerntipps
                                 Sammeln Sie in den nächsten 30 Minuten mög-
                                  lichst zu jeder Kategorie mindestens einen Lern-
                                  tipp!

                                 Notieren Sie sich diesen stichpunktartig!


1. Tipps zur Steigerung des Selbstvertrauens und der Lernfreude




2. Tipps für eine positive Lernstimmung und mehr Konzentration




3. Tipps für sinnvolle Lern- und Zeitplanung




4. Witzige Lernexperimente und lustige Wegweiser zum Lernerfolg




5. Tipps zur gezielten Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Prüfungen




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     Fadenkreuz – eine Methode zur Vermeidung linearer
     Problemlösung




                        Problem            Folgen

                        Ursachen           Lösungen




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Arbeitsaufträge:


1. Stationenlauf:
Diskutieren Sie folgende Fragen!

a) Welche Folgen hat das Fehlen des beschriebenen Lernverhaltens?
b) Welche Ursachen können dafür verantwortlich sein?
c) Wie kann man das Lernproblem lösen?

Schreiben Sie Ihre Antworten in das Fadenkreuz (DIN A4)!




2. Gruppenarbeit nach Stationenlauf:
Fassen Sie die vorgefundenen Ergebnisse zusammen und halten Sie
diese gut lesbar auf dem Fadenkreuzplakat fest!




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==================== Was kann/soll Julia? = ==================

                                  Julia befindet sich im dritten Ausbil-
                                  dungsjahr. In einem Jahr muss sie ihre
                                  Berufsabschlussprüfung ablegen. Sie
                                  weiß, dass ihr weiterer beruflicher Er-
                                  folg wesentlich davon abhängt, wie gut
                                  ihre Noten sind.
                                  Mit dem Lernen hat sie keine Prob-
                                  leme, wenn sie genügend Zeit hat.
                                  Doch sie kann sich erst immer viel zu
                                  spät aufraffen, sich auf Proben vorzu-
                                  bereiten, weil sie lieber mit ihren
                                  Freundinnen etwas unternimmt. Dann
                                  weiß sie oft nicht, womit sie zuerst an-
                                  fangen soll. In Schulaufgaben hatte sie
                                  manchmal schon einen richtigen
                                  Blackout. Sie hofft, dass ihr das bei der
                                  Abschlussprüfung nicht passiert.
                                  Was würden Sie Julia raten?


==============Meine Anregungen/meine Tipps =================

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 ================= Was kann/soll Simon tun? =================


                                    Simon fühlt sich in der Berufsschule
                                    recht wohl. Den Unterricht findet er
                                    ganz interessant. Es macht ihm keine
                                    Probleme, sich auf Schulaufgaben vor-
                                    zubereiten.
                                    Allerdings stellt er fest, dass er wichtige
                                    Lerninhalte einige Tage nach der
                                    Schulaufgabe wieder vergessen hat.
                                    Da er sehr ehrgeizig ist und auch den
                                    Mittleren Schulabschluss erreichen
                                    möchte, fragt er seinen Klassenleiter
                                    nach Möglichkeiten, wie man Lernstoff
                                    länger im Gedächtnis verankern kann.

                                    Was würden Sie Simon raten?


==============Meine Anregungen/meine Tipps =================

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================== Was kann/soll Jörg tun? ==================

                                      Jörg befindet sich an einer Berufsfach-
                                      schule, weil er für seinen Traumberuf
                                      keinen Ausbildungsplatz gefunden hat.
                                      Er hat resigniert und lässt sich das in
                                      jeder Stunde anmerken.
                                      So vergehen zwei wertvolle Jahre sei-
                                      ner Jugend, die er erfolglos an sich
                                      vorüberziehen lässt, denn seine De-
                                      motivation schlägt sich in seinen Noten
                                      und seinem Lebensgefühl nieder. Sein
                                      Selbstwertgefühl leidet, wenn er sieht,
                                      wie erfolgreich andere sind. Er ist un-
                                      zufrieden mit seiner Situation.
                                      Was würden Sie Jörg raten?


==============Meine Anregungen/meine Tipps =================

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================== Was kann/soll Anna tun? ==================

                                      Anna ist eigentlich an ihrer Berufsaus-
                                      bildung recht interessiert und auch in
                                      der Berufsschule gefällt es ihr ganz
                                      gut. Sie nimmt sich immer wieder vor,
                                      im Unterricht besser aufzupassen und
                                      mitzuarbeiten, aber nach einigen Mi-
                                      nuten kann sie sich nicht mehr kon-
                                      zentrieren. Sie lenkt dann ihre Bank-
                                      nachbarin ab oder ihre Gedanken
                                      schweifen weit vom Thema ab. Sie
                                      weiß, dass ihre Leistungen viel besser
                                      sein könnten, wenn sie im Unterricht
                                      mehr mitbekommen würde.
                                      Was würden Sie Anna raten?


==============Meine Anregungen/meine Tipps =================

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================== Was kann/soll Jan tun? ==================

                                      Jan ist eigentlich ein fleißiger Lerner.
                                      Er liest seinen Lernstoff im Buch und
                                      seine Einträge mehrmals konzentriert
                                      durch. Aber der Stoff will einfach nicht
                                      hängen bleiben.
                                      Kaum hat sich Jan einen Text oder ei-
                                      nen Eintrag angeguckt, da hat er den
                                      Inhalt auch schon wieder vergessen.
                                      Es ist einfach wie verhext.
                                      Er ist ziemlich verzweifelt, weil er nicht
                                      weiß, wie er sich neuen Lernstoff er-
                                      folgreich aneignen soll.
                                      Was würden Sie Jan raten?



==============Meine Anregungen/meine Tipps =================

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Lernprobleme – Tipps zur Lösung
Jan                                Anna                            Jörg                              Simon                              Julia
Jan ist ein typischer “Auswen-     Anna leidet unter Konzentrati- Jörg ist demotiviert und sein      Simon lernt nur für das Kurz-      Julia lernt immer „auf den
dig- Lerner“, der nicht ver-       onsschwächen und schweift      Selbstbewusstsein ist ange-        zeitgedächtnis, er besitzt keine   letzten Drücker“. Sie hat
sucht, neuen Stoff nicht in sein   deshalb oft ab.                schlagen.                          Strategien für nachhaltiges        Probleme mit ihrer Zeit- und
vorhandenes Wissensnetz zu                                                                           Lernen.                            Arbeitsplanung.
integrieren.
Mindmap                   (75)     Siegertypen mögen Knackiges Sag dir, wo die Stärken sind ... Lernkartei                (46)          Nimm dir Zeit ...        (38)
                                   ...                       (22)                            (6)
Texte markieren und struktu-                                                                     Lerngeschichten                        Zeitreserven schaffen    (39)
rieren           (vgl. EVA)        ... und achten auf ihre Kör-   Jeder Vergleich hinkt      (7)
                                   perhaltungn               (23)                                Die Lernrallye als Merksystem          Der Zeitplaner            (40)
Mut zur Lücke             (76)                                    Selbstgemachte Erfolgsaus-                              (48)
                                   Die Stopp-Methode         (24) sichten                   (11)                                        Festlegung der Prioritäten
Die 10%-Methode           (77)                                                                   Rhythmus als Lernhilfe (50)                                      (47)
                                   Genießer können abschalten     Selbstbewusstsein ist gesund
Der erlaubte Spickzettel (79)      ...                       (26)                          (13) Merksätze als Kartenspiel (63)          Wiederholen: der Kampf ge-
                                   ... oder durchhalten      (27)                                                                       gen das Vergessen      (44)
                                                                  Sich gezielte Ziele            Sogar vergessen will gelernt
                                   Die 120-Sekunden- Übung        Setzen                   (14) sein                       (66)         Lernkartei                (46)
                                                             (28)
                                                                  Lernvertrag               (15) Eselsbrücken              (67)         Faustregel für die Klassenar-
                                   Konzentrationsübung:                                                                                 beit                      (85)
                                   Mit Kopf und Hand         (29)                                Notizen als Mindmap       (75)
                                   ... und sanftem Druck (30)                                                                           Wäscheleine-Methode       (99)

                                   Lernen, bewusst auszuatmen
                                                          (37)

                                   Tiefenentspannung durch pro-
                                   gressive Muskerelaxation
                                                          (37a)




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7      Lernspirale 3: Gestaltung von Hefteinträgen
(90- 110 min)


Vorbereitung:         (1) Arbeitsblatt „Warum Gestalten wichtig ist“
                      (2) Folie / Arbeitsblatt „Heftseite gestalten“
                      (3) DIN-A3 Blätter
                      (4) DIN-A5 Applikationen
                      (5) Pinwand 1 für DIN-A3- Hefteinträge
                         (Applikation „Die besten Hefteinträge“
                      (6) Pinwand 2 für Gestaltungskriterien
                         (Applikation „Gestaltungskriterien“
                      (7) Applikationen (Lehrer „Gestaltungsmittel“)
                      (8) Infoblätter: Kreisdiagramm, Säulen- und Balkendiagramm, Kreis- /
                         Tortendiagramm
                      (9) Arbeitsblätter „EG-Zeitraffer“, „Gestalten mit Farben“, „Ausgaben
                         zum sozialem Netz“, „Entstehung eines einfachen Bundesgesetztes“

Pfeil an Pinwand 1 anbringen.

Ziel
Visualisierung ist eine optische Unterstützung des gesprochenen Wortes.

Den Teilnehmern soll es ermöglicht werden, auch optisch das Gesagte nachzuvollziehen. Das
gelingt am besten durch die übersichtliche Anordnung der Visualisierungselemente. Erst die
Freifläche macht den optischen Gedankengang übersichtlich.

Visualisierungen müssen vorbereitet sein:
   -   Welche Inhalte sollen dargestellt werden?
   -   Welches Ziel soll die Darstellung haben?
   -   Welche Darstellungselemente sollen verwendet werden?
   -   Mit welchen Medien soll die Darstellung erfolgen?

Nr. Methode                  Unterrichtsverlauf / - organisation                       An-
                                                                                       lage
1     Einzelarbeit            Das Arbeitsblatt „Warum Gestalten wichtig ist“ wird 1
      (10 min)                 ausgeteilt.
                              Die Teilnehmer füllen den Lückentext aus.
                              Der Moderator nimmt durch einen Rundgang Ein-
                               blick in die erstellten Arbeitsblätter. Dabei dürfte sich
                               herausstellen, dass viele Teilnehmer wenig Wert auf
                               einen ordentlichen und sauberen Eintrag in die Lü-
                               cken und Kästchen gelegt haben.

2     Partnerarbeit          Terminliste: Termin 3
      (5 min)                Die Partner zum Vergleichen der Ergebnisse finden sich
                             über Termin 3 auf der Terminliste.



d26e4b2e-432b-47a3-ad47-d317fe342fca.doc                                            Seite 42
3    Erstellen eine Heft-   Hinweis                                                    2/3
     eintrages              Sicher haben Sie die richtige Lösung in die Kästchen und
     (20 min)               Lücken eingetragen. Aber: Haben Sie auch Wert auf eine
                            ordentlichen und sauberen Eintrag gelegt, wie es gerade
                            dieses Arbeitsblatt von Ihnen gefordert hat? Auch viele
                            unserer Schüler meinen, dass es nur auf die richtige Lö-
                            sung ankomme und nicht so sehr auf einen sauberen und
                            ordentlichen Hefteintrag. Finden Sie nicht auch bei Ihren
                            Schülern Hefteinträge, die ähnlich gestaltet sind wie die-
                            ser (Folie)?

                             Das Arbeitsblatt „Heftseite gestalten“ wird an die
                              Teilnehmer verteilt.
                              Alternativen im Schulalltag
                              -   Eine geeignete Heftseite aus dem letzten Schul-
                                  jahr wird verteilt.
                              -   Der Lehrer erzeugt im Verlauf der Stunde ein un-
                                  sauberes und wenig strukturiertes Tafelbild.
                              -   Die Schüler sollen aus einem Text (Fachbuch,
                                  Infoblatt) einen Hefteintrag erstellen.
                             Sie erledigen den Arbeitsauftrag auf einem Blatt
                              DIN-A3 in Einzelarbeit.

4    Gruppenarbeit           Bildung von Zufallsgruppen                             4
     (20 min)                Jeder Einzelne stellt in der Gruppe seinen Hefteintrag
                              vor.
                             Anschließend wählen die Gruppenmitglieder den
                              Hefteintrag aus, der nachhaltiges Lernen am besten
                              unterstützt.

                            Alternative
                            Es findet keine Auswahl des besten Hefteintrages statt.

                               Welche Gestaltungskriterien zeichnen diesen Heft-
                                eintrag aus? Schreiben Sie die Kriterien auf fünf
                                DIN-A5 Streifen.

                            Vorbereitung: Pinwand 1 und 2




d26e4b2e-432b-47a3-ad47-d317fe342fca.doc                                              Seite 43
5    Präsentation im         Ein Gruppensprecher (Hefteintragsersteller) heftet    5/6/
     Plenum                   den ausgewählten „Hefteintrag“ an die Pinwand 1.      7
     (15 min)                An die Pinwand 2 heftet er die gefundenen „Gestal-
                              tungskriterien“ an und erklärt diese anhand seines
                              Hefteintrages.
                             Anschließend erklären die anderen Gruppensprecher
                              ebenfalls die ausgewählten „Hefteinträge“. Sie heften
                              diese an die Pinwand 1 und die „Gestaltungskrite-
                              rien“ an die Pinwand 2.
                             Auf der Pinwand 2 clustern nun die Gruppenspre-
                              cher alle ihre „Gestaltungskriterien“. Sie finden
                              Oberbegriffe und schreiben diese auf „ovale Kärt-
                              chen“, die der Moderator bereit hält. Sie nehmen bei
                              Bedarf Rücksprache mit dem Plenum.
                             Der Moderator hält weiter Gestaltungskriterien auf
                              Applikationen bereit (Symbole), die er (bei Bedarf)
                              vorstellt und ebenfalls geordnet an die Pinwand 2 an-
                              heftet.
                             Die Schüler erstellen anschließend einen Hefteintrag
                              zu dem Thema „Gestaltungskriterien“. Die Heftein-
                              träge werden im Klassenzimmer ausgehängt.

                          Alternative
                          Die Hefteinträge werden im Kreis auf dem Boden aus-
                          gelegt und über eine stille Vernissage in Augenschein
                          genommen

                          Anmerkung
                          Die besten Hefteinträge können mit der Note 1 bewertet
                          werden.

6    Evtl Übungen zur     Beispiel 1: Gestaltung mit Farben                           8/9
     Visualisierung        Das Infoblatt „EG-Zeitraffer und das Arbeitsblatt
     (30 min)                „Gestalten mit Farben“ wird ausgeteilt.
                           Die Aufgaben werden in Einzelarbeit erledigt.
                           In Gruppen werden die Arbeitsergebnisse miteinan-
                             der verglichen.

                          Beispiel 2: Diagramme erstellen
                           Die Infoblätter „Kurvendiagramme“, „Säulen- und
                             Balkendiagramme“, „Kreis- und Tortendiagramme“
                             werden ausgeteilt.
                           Die Teilnehmer sondieren die ausgeteilten Unterla-
                             gen.
                           Das Aufgabenblatt „Ausgaben für das Soziale Netz“
                             werden an jeden Teilnehmer verteilt.
                           In Partnergruppen löst ein Schüler die Aufgabe 1 und
                             der andere die Aufgabe 2.
                           Anschließend bilden sich zwei Stehzirkel. Im ersten

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                               Stehzirkel sichten die Schüler die Ergebnisse der
                               Aufgabe 1, im 2. Stehzirkel die Ergebnisse der Auf-
                               gabe 2.

                            Beispiel 3: Flussdiagramme erstellen
                             Abwechselnd wird an jeweils zwei Partner das Auf-
                               gabenblatt
                               - „Tarifvertrag“ (2 Blätter) und
                               - „Entstehung eines einfachen Bundesgesetztes“ aus-
                                 geteilt.
                             Die Arbeitsaufträge auf dem Blatt werden erledigt.
                             Zwei Paare mit unterschiedlichen Arbeitsaufträgen
                               finden sich zusammen und stellen sich gegenseitig
                               ihre Ergebnisse im Stehzirkel vor.

7       Plenum              Diskussion auf Metaebene
        (10 min)


Pinwand 1                                         Pinwand 2


          Die besten Hefteinträge                         Gestaltungskriterien


                                                       Oberbegriffe
                                                       ... der Gruppen geclustert



                                                     ... des Lehrers
                                                     Symbole




Applikationen: Gestaltungskriterien des Lehrers (Symbole)

       Unterstreichen                            Umrahmungen
       Schraffierung                             Pfeil
       Koordinaten                               Grafik / Bild
       Struktur                                  Farbe / Farbbilder
       Mindmap                                   Kreisdiagramm
       Tabelle                                   Symbole
       Schrift groß                              Rand




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                             Heftseite gestalten




Arbeitsauftrag:

Gestalten Sie diese ziemlich schlecht gemachte Heftseite eines Schülers neu,
sodass ein Hefteintrag entsteht, der optisch ansprechend ist und nachhaltiges
Lernen unterstützt.




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8      Lernspirale 4: Visualisierungsübungen und Auswertung von
       Filmen
(165 min)


Achtung:
Bei Zeitmangel am 1. Veranstaltungstag kann die Lernspirale 5 vorgezogen werden.

Vorbereitung:        (1) Zwei Arbeitsblätter „Einführung in die Visualisierung“
                     (2) Drei Applikationen zu „Chaos“,„Kostenexplosion“, „Übung 2“
                     (3) Plakat mit aufgemalter „Visualisierungsschüssel“
                     (4) DIN-A5-Blätter
                     (5) Arbeitsblatt/ Folie „Mäusequiz“
                     (6) Infoblatt „Denken, Lernen, Vergessen“
                     (7) Protokollblatt „Denken, Lernen, Vergessen“
                     (8) Video, Teil 3, Vester, „Denken, Lernen, Vergessen“
                     (9) Applikation „ Welche der im Film geforderten ...“
                     (10) Applikation „Was sollte ein Lehrer ...“

Pfeil an Pinwand 1 anbringen.

Ziel

Der Informationsfluss des Wissens über den Einfluss des Mediums Fernsehen auf den Schüler
ist leider nicht immer zufriedenstellend. Untersuchungen von Prof. Opaschowski zeigten, dass
nach „bloßem Zuschauen“ der Großteil des Gesehenen nicht im Gedächtnis verankert wird.
Dies ist eine ganz normale Situation, da sich das Gehirn auf diese Weise gegen die Informati-
onsflut schützt. Fernsehen wird sogar von vielen Forschern als „geistiger Leerlauf“ bezeich-
net, da sich unser Gehirn während dieser Zeit „ausruht“.

Konsequenterweise muss man als Lehrkraft beim Einsatz eines Filmes methodisch gezielt
wirken, damit die Inhalte vom Schüler verarbeitet werden. Eine wesentliche Rolle spielt dabei
die Visualisierung von Informationen.

Viele Menschen können Informationen schneller erfassen und länger behalten, wenn die we-
sentlichen Inhalte der Zusammenfassung eines Filmes oder Textes nicht nur beschrieben,
sondern auch veranschaulicht sind.




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Nr. Methode                Unterrichtsverlauf / - organisation                          An-
                                                                                        lage
1    Übungen zur Ein-      Das Arbeitsblatt 1 „Einführung in die Visualisierung“        1/2
     führung von Visua-    wird an die Teilnehmer verteilt.
     lisierungstechniken
     (45 min)                 Übung 1
                               1. Der Moderator zeigt zwei Beispiele über Appli-
                                  kationen.
                               2. Die Teilnehmer finden eigene Symbole und tra-
                                  gen diese auf das Arbeitsblatt 1 ein.
                               3. Teilnehmer ergänzen die Liste.

                              Übung 2
                               1. Der Moderator heftet die Applikation zur Übung
                                  2 an die Pinwand.
                               2. Der Arbeitsauftrag wir ebenfalls in Einzelarbeit
                                  erledigt.

                            Jeder Teilnehmer erhebt sich und legt sein Arbeits-
                             blatt 1 auf seinem Stuhl aus.
                            Die Teilnehmer gehen innen im Stuhlkreis im Uhr-
                             zeigersinn und sehen sich die „Werke“ der Übung 1
                             und 2 an.

                           Ggf. Hinweis:
                           Gute Symbole (Piktogramme) erklären sich von selbst
                           (Applikation).

                           Evtl. eine weitere Visualisierungsübung
                           Arbeitsblatt 2 wird ausgeteilt und der Arbeitsauftrag wird
                           von den Teilnehmern erledigt. Der Vergleich der Arbei-
                           ten erfolgt durch Nachbarschaftsgruppen im Stuhlkreis.

2    Ideensammlung von  Bildung von Zufallsgruppen                          3/4
     Visualisierungs-   Jede Gruppe erhält 3 DIN-A5-Blätter.
     techniken          Arbeitsauftrag:
     (25 min)            “Sammeln Sie gemäß der gezeigten Beispiele weitere
                         Möglichkeiten der Visualisierung und skizzieren Sie
                         diese auf die 3 DIN-A5-Blätter!“
                        Treffen im Plenum
                        Die Teilnehme sollen auf dem Plakat das Symbol der
                         „Visualisierungsschüssel“ erraten.
                        Die Ergebnisse werden auf dem Visualisierungs-
                         schüssel-Plakat der Reihe nach gepinnt.
                        Die im Kreis sitzenden Teilnehmer sollen das Sym-
                         bol erraten.




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3    Betrachten eines      Mäusequiz                                                  5/6/
     Filmes und Anferti-    Teilnehmer sollen das Symbol „Mäusequiz“ erraten, 7/8/
     gen des Protokolls      das an die Visualisierungsschüssel gepinnt wird.         9/10
     (85 min)               In den letzten Jahrhunderten wurden viele Ge-
                             brauchsgegenstände entwickelt, die wir heute für
                             selbstverständlich halten, die aber nicht sofort auf den
                             Markt gebracht wurden.
                            Arbeitsblatt „Mäusequiz“ austeilen.
                            Die Teilnehmer füllen das Arbeitsblatt in Partnerar-
                             beit aus (ggf. abbrechen).
                            Die Lösung wird mittels Folie und Overheadprojek-
                             tor eingeblendet.

                           Vorinformationen
                            Sie werden jetzt einen Ausschnitt aus einem Film
                             ansehen, der schon vor längerer Zeit entstanden ist
                             aber vom Inhalt sehr aktuell ist. Der Titel heißt „Den-
                             ken, Lernen, Vergessen“ von Frederic Vester.
                            Vorher erhalten Sie aber einige Vorinformationen zu
                             dem Film.
                            Infoblatt „Denken, Lernen, Vergessen“ austeilen.
                            Arbeitsaufträge werden in Partnerarbeit ausgeführt.

                           Film ansehen und auswerten
                            Sie werden den dritten Teil des Films in 5 Sequenzen
                              ansehen. Nach jeder Unterbrechung erhalten Sie 5
                              Minuten Zeit, sich ein paar Notizen anzufertigen und
                              die Konsequenzen für den Unterricht zu erarbeiten.
                            Ein Protokollblatt „Denken, Lernen, Vergessen“ wird
                              an die Partnergruppen verteilt.
                            Jede Zeile auf dem Protokollblatt entspricht einem
                              Filmabschnitt.
                              - Der Protokollführer soll sich während der Filmse-
                                quenz Notizen zu den angegebenen Schlüsselwör-
                                tern in der Spalte 1 machen.
                              - Der Partner beobachtet die gezeigte Sequenz.
                            Vorspielen der 1. Sequenz
                            Die Partnergruppen ergänzen ggf. gemeinsam die
                              Aufzeichnungen in der Spalte 1 und halten die Ant-
                              worten zur Frage „Welche Konsequenzen das für ei-
                              nen Unterricht hat, der nachhaltiges Lernen fördern
                              will“ in der Spalte 2 fest.
                            Fortsetzung der Sequenzen
                            Bildung von 4er-Gruppen durch zwei Partnergruppen
                            Besprechen Sie in der neuen Gruppe (Applikation):
                              „Welche der im Film geforderten Konsequenzen
                              werden im Unterricht berücksichtigt (Spalte 2).“



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                          Vorbereitung
                          Für jede Gruppe wird eine Pinwand mit einem leeren
                          Plakat aufgestellt (oder auf einen Tisch ausgelegt).

                          Gestaltung des Hefteintrages (20 min)

                          Erstellen Sie nun eine Visualisierung auf den Plakaten
                          mit dem Thema (Applikation):
                          „Was sollte ein Lehrer über das Lernen wissen, wenn er
                          die Erkenntnisse Vesters im Unterricht berücksichtigen
                          will.“

4    Präsentation         der Plakate.
     (10 min)
                          Kleine Teilnehmerzahl
                          Die Kursteilnehmer wechseln von Plakat zu Plakat, wo
                          ein Sprecher der Gruppe den Inhalt erklärt.

                          Große Teilnehmerzahl
                          An den Arbeitsinseln werden durch Abzählen Mixgrup-
                          pen gebildet. In jeder Mixgruppen befindet sich jetzt ein
                          Experte zu jedem Plakat. Die Mixgruppen nehmen ent-
                          sprechend ihrer Nummer Aufstellung vor dem Plakat.
                          Der Experte erklärt den anderen Gruppenmitgliedern die
                          Visualisierungen. Anschließend wechseln die Gruppen
                          von Plakat zu Plakat.




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Umsetzung im Unterricht
Die so beschriebene Methodik benötigt viel Zeit. Dieser Zeitaufwand ist aber nötig, wenn
man Filme für möglichst viele Schüler sinnbringend einsetzen will. Dabei stellt man nebenbei
fest, dass die Informationsdichte vieler Fernsehproduktionen relativ gering ist. Zudem zeigt
sich, dass ein Text für Schüler die geeignetere Informationsquelle darstellt. Denn die Anferti-
gung eines guten Protokolls verlangt ein hohes Maß an Konzentration, Merkfähigkeit sowie
Formulierungsvermögen. Außerdem muss der Arbeitsschritt „Text - Visualisierung“ in einem
Sockeltraining mit den Schülern eingeübt werden. Die Schüler sollten die Notwendigkeit von
Visualisierungen erkennen und in Übungseinheiten einstudieren können.

Anmerkungen:
 In der Klasse würde man natürlich einen Film zu einem fachlichen Thema einsetzten.
 Besonders geeignet sind Filmlängen bis 15 min und/oder Filme die sich gut strukturieren
  lassen.
 Idealisiertes Verlaufsbeispiel:
  - Gesamten Film vorspielen
  - Sequenzen vorspielen (Es wird nicht mitprotokolliert.)
  - Nach jedem Filmabschnitt wird in Einzelarbeit ein Protokoll erstellt.
  - Anschließend findet in Gruppen ein Vergleich und eine Ergänzung der Aufzeichnungen
    statt.
  - Nochmals den gesamten Film abspielen und Ergänzungen anbringen.
  - Erstellung eines Hefteintrages über ein Gruppenplakat
  - Präsentation der Arbeitsergebnisse
  - Erstellung individueller Hefteinträge durch die Schüler.




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Plakat: Visualisierungsschüssel




Plakat                                        Plakat

         Welche der im Film                    Erstellen Sie eine Visualisie-
                                               rung zu dem Thema ...
         geforderten Konse-
         quenzen werden im                     „Was sollte ein Lehrer
         Unterricht berück-                    über das Lernen wis-
         sichtigt?                             sen, wenn er die Er-
                                               kenntnisse Vesters im
                                               Unterricht berück-
                                               sichtigen will?“


Applikation                 Applikation                Applikation
Chaos                       Kostenexplosion            2. Übung


                                                          Termin

                                                                           

                                    €




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Einführung in die Visualisierung

Übung 1
Versuchen Sie die Begriffe 3 und 4 zu veranschaulichen. Doch zunächst zwei
Beispiele:

1   Chaos



2   Kostenexplosion



3   Wachstum



4   Gewalt




Visualisieren heißt: Bilder zu bestimmten Informationen abrufen.
Jeder hat seine eigenen Bilder dazu abgespeichert – Lassen Sie Ihrer Phantasie also
freien Lauf!


Übung 2
Einige Informationen lassen sich durch Symbole darstellen. Suchen Sie Begriffe, die
mit einem Symbol umschrieben werden können. (maximal 5 Begriffe)




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Eine weitere Visualisierungsübung
Setzten Sie die beschriebenen Sachverhalte so in Bilder um, dass der Leser mit nur
wenigen (oder sogar ohne) Worten den Inhalt verstehen kann.

Das Börsenbarometer DAX stieg bis Mitte 2000. Danach kam es zu massiven Kurs-
verlusten, die viele Aktionäre um ihr Geld brachten.




Die Behaltensleistung beim Lesen von Texten ist ca. 2 bis 3 mal höher, wenn wich-
tige Informationen nicht nur beschrieben, sondern auch visualisiert sind!!!




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                       DENKEN - LERNEN – VERGESSEN

                        - Vorinformationen zum Film -

1. Das folgende Begriffsnetzwerk wird im Film erklärt.

a) Klären Sie in Partnerarbeit, inwieweit Sie die Begriffe mit dem Thema
   „Lernen“ in Verbindung bringen können!
b) Welche Zusammenhänge sollen die Pfeile Ihrer Meinung nach verdeutli-
   chen?

             Netzwerk
                                       Umwelt

    Information
                                     Grundmuster                                        Partner
                                     (Lerntypen)
                                  Fremd / Unbekannt
                                                             Flucht,Abwehr
          Erbanlagen                      Feindlich / Stress   Frustration
                             er




                                                           -
                           gi




                                      Hormone
                        eu




     Eingangskanäle                                        +        Erfolgserlebnisse
                       N




                                                                       Freude,Sex
                                                vertraut




                                                               Denkblockade
          Motivation                Assoziationen                                 LZG


                  Aufmerksamkeit
                                                                   KZG
                                         UKZG




2. Einfluss von Stressfaktoren auf das Erinnerungsvermögen

                        Stressfaktor       Antwort gewusst
                        keiner             91 %
                        Angst              50 %
                        Fremd              41 %
                        abstrakt           33 %

                       Wie können Sie sich diese Zusammenhänge erklären?



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          DENKEN - LERNEN – VERGESSEN
                               Auswertung des Films –

Vorbemerkung: Damit Sie sich möglichst viele Informationen aus dem Film merken können,
werden Sie nach jedem Abschnitt die Möglichkeit haben, Ihre Notizen mit dem Partner zu
vergleichen und miteinander Konsequenzen zu diskutieren.

Notieren Sie sich die wichtigsten Inhalte zu        Welche Konsequenzen hat das für einen Un-
den angegebenen Schlüsselwörtern!                   terricht, der nachhaltiges Lernen fördern will?
Grundmuster, Partner, Organismus, Eingangskanäle,
Lerntyp




Atmosphäre, Gefühlswelt, Assoziationen, Lerntyp,
Hormone




Aufmerksamkeit, UZG, KZG, LZG, Motivation, Milieu




Denkblockade, neuer Lernstoff, Stressfaktoren,
Neugierde, Hormonreaktion, Eingangskanäle




Lehrerverhalten, Schulbücher




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9      Lernspirale 5: Merkgeschichten erleichtern die Lernarbeit
(85 min)


Vorbereitung:        (1) Folie mit „Dachliste“ (16 Schlüsselwörter)
                     (2) Arbeitsblatt 1 „Dachliste“ (4 Spalten)
                     (3) leere Blätter DIN-A4
                     (4) Arbeitsblatt 2 „Dachliste“ (2 Spalten)
                     (5) Infoblatt „Tipps zur Gestaltung einer Merkgeschichte“
                     (6) Lösungsfolie
                     (7) Folie „KAWA-Methode“

Pfeil an Pinwand 1 anbringen.

Ziel

Unsere Schüler versuchen oft, abstrakten Stoff auswendig zu lernen und wiederzugeben. Die
Behaltensleistung ist dabei meist sehr gering. Die Konstruktion einer Lerngeschichte macht
den Schülern in der Regel viel Freude und sie sind erstaunt, wie dadurch die Merkfähigkeit
abstrakter Lerninhalte gefördert werden kann. Darüber hinaus soll den Schülern verdeutlicht
werden, dass Lernen ein individueller Vorgang ist, der nur gelingt, wenn man sich den Lern-
stoff aufmerksam in das vorhandene Wissen „hineinkonstruiert“. Dies ist ein mühevoller, aber
notwendiger Prozess, wenn man sicher und nachhaltig über wichtige fachliche Inhalte verfü-
gen will. Nur sauber konstruiertes Wissen kann auch wieder richtig rekonstruiert werden.
Natürlich gilt auch bei dieser Art des Lernens der Grundsatz: Die Wiederholung ist die Mutter
des Lernens.




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Nr. Methode                Unterrichtsverlauf / - organisation                        An-
                                                                                      lage
1    Assoziationen zu 25      Der Moderator teilt an jedem Teilnehmer das Ar-         1/2
     Begriffen finden          beitsblatt 1 „Dachliste“ aus.
     (10 min)                 Ich biete Ihnen jetzt eine Liste von 25 /15 Schlüssel-
                               wörtern und Sie notieren in den Spalten 2-4 Ihre ers-
                               ten drei Assoziationen zu jedem dieser Begriffe. Die
                               letzte Spalte bleibt leer.
                              Beispiel:
                               Angenommen das erste Schlüsselwort lautet „Zebra“
                               und Ihnen würde spontan einfallen:
                               Afrika, Safari, gestreift, dann würden Sie diese 3
                               Begriffe in die 1. Zeile (Spalten 2-4) eintragen.
                              Schreiben Sie keinesfalls das vorgegebene Wort
                               (Zebra) in Spalte 5; halten Sie nur Ihre eigenen As-
                               soziationen fest.
                              Falls Ihnen Ihr Gehirn zu einem Begriff keine Asso-
                               ziationen anbietet, tragen Sie in diese Spalte einen
                               Strich ein und arbeiten Sie sofort weiter, denn bei
                               dieser Aufgabe geht es nur um Ihre aller ersten spon-
                               tanen Assoziationen.
                              Moderator bietet die Begriffe an. Die Teilnehmer
                               notieren sich ihre Assoziationen auf dem Arbeitsblatt
                               1. (Je Begriff 20 Sekunden zum Nachdenken)
                              Schreiben Sie jetzt in die oberste waagrechte Zeile
                               die Überschrift „Dach-Liste“.
                              Legen Sie das Blatt jetzt weg (so dass Ihr Blick auch
                               nicht zufällig „darauf fallen kann), bis ich Sie später
                               bitten werde, die Dach-Liste wieder zur Hand zu
                               nehmen.




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2    Ablenkübung             Ich möchte Ihnen nun eine Technik vorstellen, mit     7
     (10 min)                 der man über Begriffe auf eine andere Art und Weise
                              nachdenken kann. Unter Umständen bekommt man
                              dann eine andere Sichtweise von diesen Begriffen
                              oder Sachverhalten.
                             Folie „KAWA-Methode“ über Overheadprojektor
                              einblenden
                             Der Begriff „GELD“ wird in die Mitte der Folie ge-
                              schrieben.
                             Ich versuche nun zu jedem Buchstaben ein Wort zu
                              finden, das ich unter der folgenden Fragestellung mit
                              diesem Begriff in Zusammenhang bringe.
                             „Welche Bedeutung hat das, was dieser Begriff um-
                              schreibt für mich bzw. mein Leben?“
                              Beispiel:
                              G = Gewinn, Gold
                              E = Einkauf
                              L = Lebensstandard
                              D = Dank, DAX
                             Schreiben Sie nun auf ein Blatt in die Mitte den Beg-
                              riff „GEHIRN“.
                             Versuchen Sie nun den Begriff so zu bearbeiten, wie
                              ich es vorgemacht habe.
                             Nachdem der Arbeitsauftrag ausgeführt ist, tauscht
                              man sich in Partnergruppen aus (evtl. über Termin-
                              liste)
                             Diese Technik stammt von Frau Birkenbihl und nennt
                              sich „KAWA“. Übersetzt heißt das „kreative ana-
                              lografische Wort Assoziation“.

                          Hinweis
                          Es geht um Assoziationen, die es erlauben, einen Begriff
                          wieder zu finden.




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3    Auswertung der       Moderator verteilt ein leeres Blatt DIN-A4 an die       3/2
     vorherigen Assozia-   Teilnehmer.
     tionsübung           Versuchen Sie sich nun an die 25 (15) Schlüsselwör-
     (10 min)              ter zu erinnern, zu denen Sie sich jeweils 3 Assoziati-
                           onen aufgeschrieben haben.
                          An wie viele Begriffe konnten Sie sich erinnern?
                          Teilnehmer melden sich.
                          Legen Sie das Blatt weg und nehmen Sie nun wieder
                           das Arbeitsblatt 1 (Dachliste) zur Hand. Erinnern Sie
                           sich nun anhand der Assoziationen an diese Schlüs-
                           selbegriffe und tragen Sie diese in die 1.Spalte ein.
                          An wie viele Begriffe konnten Sie sich erinnern?
                          Teilnehmer melden sich.

                           Hinweis
                           Die Begriffe werden im Kurzzeitgedächtnis gespeichert.

4    Merkgeschichte er-       Nun sollen die Begriffe vom Kurzzeitgedächtnis ins 2/5/
     finden                    Langzeitgedächtnis übergeführt werden.                6
     (50 min)                 Entwickeln Sie nun eine Merkgeschichte mit den
                               ersten 25 (15) Schlüsselbegriffen und Ihrer Position.
                              Evtl. Beispiel:
                               “Ich gehe aus dem Haus und sehe ein altes modriges
                               Dach auf der Straße liegen. Auf dem Dach stehen
                               zwei Clowns, die eine Flasche Frankenwein trinken
                               ...“
                              Infoblatt zur „... Gestaltung einer Merkgeschichte“
                               austeilen und besprechen.
                              Jeder Teilnehmer entwickelt auf einem Blatt DIN-A4
                               eine Merkgeschichte.

                               Hinweis
                               Die Merkgeschichte sollen Sie später im Plenum prä-
                               sentieren.
                               Häufige Beobachtung
                               Die Teilnehmer schreiben sich die Kurzgeschichte
                               auf. Auf die Idee, die Kurzgeschichte bildlich darzu-
                               stellen, ähnlich wie bei den „9 Musen“, kommen nur
                               wenige.

                              In freiwilligen Gruppen tragen die Teilnehmer ihre
                               Geschichte an den Arbeitsinseln möglichst frei vor.
                               Anschließend sollen Sie die Originellste auswählen.

                               Beachte
                               Es wird darauf hingewiesen, dass diejenigen, die ihre
                               Geschichte mit sehr persönlichen Assoziationen ver-
                               knüpft haben, diese, wenn Sie wollen, nicht vortragen
                               müssen.

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                                 Drehen Sie nun die schriftliche Aufzeichnung Ihrer
                                  Merkgeschichte um und legen Sie diese weit weg.
                                 Tragen Sie nun im Arbeitsblatt 2 in die linke Spalte
                                  die Schlüsselbegriffe in der richtigen Reihenfolge an-
                                  hand Ihrer Geschichte ein.
                                 Kontrollieren Sie Ihre Antworten mit dem Nachbarn.
                                 Drehen Sie nun das Arbeitsblatt 2 um und legen Sie
                                  es weit von sich weg.
                                 Ein Freiwilliger aus dem Plenum (wird nach vorne
                                  gebeten und) erzählt ohne Vorlage die Merkge-
                                  schichte und erinnert sich dabei an die 25 (15)
                                  „Schlüsselwörter“.
                                 Der gleiche oder ein zweiter Freiwilliger aus dem
                                  Plenum (wird nach vorne gebeten) und wird aufge-
                                  fordert „die 25 (15) __________________________
                                  ______________________________“, zu benennen.

                                  Beachte
                                  Die Teilnehmer reagieren im allgemeinen sehr ver-
                                  blüfft auf diese Fragestellung. Sie meinten bis hier-
                                  her, die Begriffe seien sinnlose Wörter, die es zu
                                  merken galt. In Wirklichkeit verstecken sich dahinter
                                  die Anfangsbuchstaben der ____________________
                                  __________________________________________
                                  Die gelernten Begriffe haben den Zweck gehabt, As-
                                  soziationen zu den gesuchten Ländern herzustellen.
                                  Als Vortragende sind besonders diejenigen auszu-
                                  wählen, die im Vorfeld Kritik an der sinnlosen „Beg-
                                  riffslernerei“ geäußert haben.

                                 Lösungsfolie wird aufgedeckt.
                                  Hinter den abstrakten Begriffen stecken die _______
                                  __________________________________________
                                  geordnet nach der Einwohnerzahl.

5     Plenum                   Austausch
      (5 min)                  Sollte der Einwand kommen, dass die Begriffe nach
                                der x-ten Übung ja einem einfallen müssen, wird
                                darauf hingewiesen, dass ständiges Üben nachhaltiges
                                Lernen fördert.
                               Zeigen meines Entwurfes, wiederholen des Lernstof-
                                fes geht schneller


Anmerkung

Es bietet sich an, zu einen späteren Zeitpunkt, evtl. die Länder nochmals von einem Teilneh-
mer nennen zu lassen.



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25


Ich konnte von den 25 Originalbegriffen ____ rekonstruieren.          Arbeitsblatt 1


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                      ......................................................................

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Arbeitsblatt 2


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   Tipps zur Gestaltung einer Merkgeschichte

Sie können Ihrem Gedächtnis helfen, die Faktoren Assoziation, Vor-
stellungskraft und Speicherort zu nutzen, wenn Sie folgende Regeln
beachten.


   1. Benutzen Sie alle Sinne (sehen, hören, riechen, schmecken, tas-
      ten).

   2. Bringen Sie Bewegung in die Merkgeschichte.

   3. Bringen Sie die Lernobjekte mit unveränderlichen Objekten Ih-
      res geistigen Umfelds in Verbindung.

   4. Konstruieren Sie komische, lächerliche oder gar absurde Ge-
      danken. Humor tut dem Gedächtnis gut.

   5. Setzen Sie die Phantasie für das Erinnerungsvermögen ein.

   6. Benutzen Sie Zahlen. Sie bringen „System und Ordnung“ in das
      Gedächtnis.

   7. Symbole erhöhen die Wahrscheinlichkeit, sich an etwas zu erin-
      nern.

   8. Verwenden Sie Farben.

   9. Malen Sie positive und angenehme Bilder.

   10. Lassen Sie Ihre geistigen Bilder übertrieben groß, unförmig,
       grell und laut erscheinen.




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Kreative analografische Wort Assoziation


Folie KAWA




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10      Umsetzbarkeit zum Lern- und Methodentraining
(60 min)


Vorbereitung:          (1) Arbeitsblatt „Umsetzbarkeit zum Lern- und Methodentraining“
                       (2) Plakate


Wie lässt sich dieser Baustein an der Schule umsetzten? Darüber sollen Sie sich nun in Grup-
pen Gedanken machen.

    Es bilden sich freiwillige Gruppen nach Fach bzw. Fachrichtung.

    An jede Gruppe wird ein Arbeitsblatt verteilt.

    Die Gruppen füllen zunächst das Arbeitsblatt aus und erstellen anschließend das Plakat.

    Präsentation im Plenum




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                  Umsetzungsarbeit zum Lern- und Methodentraining
Arbeitsauftrag:
   1. Besprechen Sie in der Gruppe Inhalte und Ziele der einzelnen Bestandteile
      des Seminars! Halten Sie Ihre Gedanken auf diesem Blatt fest!
   2. Einigen Sie sich auf Bestandteile des Seminars, die Sie in Ihrem Fachbereich
      am ehesten für umsetzbar halten!
   3. Skizzieren Sie dafür einen Umsetzungsvorschlag und halten Sie diesen für die
      anschließende Präsentation auf einem Plakat fest!
Methode            Inhalt                   Ziele
Nachdenken
über
Lernen




Analyse und
Lösung von
Lernproblemen




Gestaltung von
Hefteinträgen




Visualisierung




Auswertung
audiovisueller
Medien



Mnemotechnik
(Dachliste)




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11      Feedback und Abschluss der Veranstaltung
(20 min)


Vorbereitung:          (1) Applikation „Fragestellung“
                       (2) Zwei Bewertungsapplikationen
                          („sehr gut“, „nicht zufriedenstellend“)


Feedback

    Der Moderator heftet die Feedbackfrage an die Pinwand.
     “Im Ganzen halte ich das Ergebnis des Lehrgangs für ...“

    Die beiden Bewertungsapplikationen werden vorgestellt und an zwei freien Orten im
     Raum auf den Boden gelegt.

    Die Teilnehmer werden gebeten entsprechend ihrer Einschätzung des Seminars sich ent-
     lang der fiktiven Linie zwischen den beiden Bewertungspunkten zu platzieren.

    Der Moderator stellt mit einem fiktiven Mikrophon an einige Teilnehmer die Frage „Wa-
     rum haben Sie sich hier positioniert?“

Applikation
Fragestellung                   “Im Ganzen halte ich das Ergebnis des Lehrgangs für ...“



Bewertungsapplikationen         „sehr gut“                          „nicht zufriedenstellend“




Alternative
Buchstabenassoziation zu dem Satz: DER KURS IST ZU ENDE (Flipchart)




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Abschluss der Veranstaltung

   Anschließend werden die Fragebogen in die Kreismitte gelegt. Die ausgefüllten Fragebö-
    gen werden auf einem Stuhl in der Kreismitte abgelegt.
   Aushändigung der Teilnahmebescheinigung unter Beifall der Teilnehmer.
   Terminliste: Termin 4
    Verabschieden Sie sich besonders herzlich von der Person, mit der Sie den 4. Termin auf
    Ihrer Terminliste vereinbart haben.
   Abschluss mit fetziger Musik




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12    Anhang


      12.1 Geschichten und Spiele

1. Vorlesen der Kurzgeschichte nach einer Pause oder zu Beginn des 2. Tages




                          ...... Bedenkenswertes


Es ist bedauerlich, dass man den Kindern heute alles
erleichtern will, nicht nur jedes Lernen, jede Aneignung
von Kenntnissen, sondern selbst das Spiel, und die
Spielsachen sollen dazu beitragen. Kaum beginnt das
Kind zu lallen, da ist man schon bemüht, ihm alles zu
erleichtern.

Die ganze Pädagogik kennt nur noch die Sorge um die
Erleichterung. Eine solche Erleichterung ist aber
mitunter keineswegs eine Förderung der Entwicklung,
sondern im Gegenteil eine Verleitung zu Ober-
flächlichkeit, gewissermaßen eine Abstumpfung.

Ein paar Gedanken, ein paar Eindrücke, die der Mensch
in der Kindheit aus eigener Kraft (ja, meinetwegen auch
unter Schmerzen) tiefer erlebt hat, werden das Kind viel
tiefer mit dem Leben vertraut machen, als es jede
erleichternde Schule tun könnte, aus der in der Regel
nichts Persönliches hervorgeht, weder dies noch das,
weder Gutes noch Böses, selbst im Laster nichts
Lasterhaftes und auch in der Tugend nichts
Tugendhaftes.
(Fjodor M. Dostojewski)


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2. Auflockerungsspiel: Stühle kippen


Verlauf:
 Die Stühle werden zu einem Kreis aufgestellt. Außerhalb des Stuhlkreises sollte möglichst
    noch ein knapper Meter Abstand zur Wand frei sein. Der Abstand von Stuhl zu Stuhl be-
    trägt maximal ein Meter.
   Die Akteure positionieren sich hinter je einen Stuhl. Sie fassen mit der rechten Hand an
    die Lehne und kippen den Stuhl in Richtung Kreismittelpunkt. Alle drehen sich nun um 90
    Grad nach links und halten weiterhin den Stuhl mit der rechten Hand.
   Instruktion:
    Die Aufgabe besteht nun darin, dass Sie den Stuhlkreis im Uhrzeigersinn umrunden, ohne
    dass der Stuhl wieder auf seine vier Beine fällt oder umstürzt. Dabei darf erstens nur die
    rechte Hand benutzt und zweitens jeweils nur ein Stuhl berührt werden. Das Miniprojekt
    ist dann zu Ende, wenn alle wieder an ihren Ausgangspunkt stehen und kein Stuhl zu Bo-
    den ging oder in die normale Sitzposition fiel. Bei einem Fehler geht jede Person zurück
    an „ihren“ Stuhl und alles beginnt von vorne.
   Das Spiel beginnt mit einem Gong



Beachte:
 Prinzipiell ist Zurückhaltung angesagt! Sollten Fehler nicht ernst genommen werden, dann
   ist es ratsam, dass der Moderator die Akteure an ihre Ausgangsposition zurückschickt.
 Wenn ein Stuhl für einen winzigen Augenblick auf allen vier Beinen steht und es dabei
   hörbar klappert, gewinnt oft die Haltung „Hat ja niemand gehört!“! die Oberhand. In die-
   sem Fall sollte nicht eingegriffen werden, sondern bis zur Auswertung gewartet werden.


Auswertung, z.B.
 Welche positiven und negativen Effekte sind zu erwarten, wenn eine Gruppe keine oder
  mehrere Leitungspersonen hat? Wann ist Leitung erforderlich?
 Wie können Leitungspersonen ihre Akzeptanz in wenig strukturierten unübersichtlichen
  Situationen erhöhen?
 Wie geht man mit dem „Sündenbock“ um, der kurz vor dem Ziel patzt, sodass alles wie-
  der von vorne beginnt?
 Welche Rolle spielt die Zeit bei Projekten, die auf ein „Null-Fehler-Prinzip“ gründen?




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3. Spiel: Veränderungen feststellen

 Teilnehmer werden aufgefordert im Sitzkreis aufzustehen.
 Es bilden sich Paare, die sich Gesicht zu Gesicht gegenüber stehen.
 Sie werden aufgefordert den Partner genau anzusehen und zu mustern.
 Nun drehen sich beide Personen so, dass Sie Rücken an Rücken stehen.
 Sie werden vom Moderator aufgefordert an sich 5 (3) Veränderungen vorzunehmen
  (Hosentaschen raus, Knopf auf, ...).
 Anschließend drehen sie sich wieder zueinander.
 Beide müssen die Veränderungen ihres Gegenüber erraten. Wie viel Veränderungen sind
  Ihnen aufgefallen?
 Evtl. kann der Durchgang mehrmals wiederholt werden.


Auswertung

   Fallen Veränderungen überhaupt auf?
   Wie geht man miteinander um (face to face)?
   Wie oft gehen wir aneinander vorbei und ...?



4. Schnurspiel

Vorbereitung: Schüre von etwa 1m Länge

   Jeder bekommt eine Schnur.
   Die Teilnehmer stellen sich in der Kreismitte.
   Der Moderator verknotet beide Enden der Schnur zu Schlaufen und führt beide Hände
    hindurch (Die Schlaufen sollen locker auf der Hand sitzen).


   Die Teilnehmer führen den gleichen Arbeitsgang aus.
   Jeweils zwei Personen stellen sich gegenüber und verhaken sich mit ihren Schnüren.




   Nun sollen Sie die Verhakung lösen ohne die Hände aus der Schlaufe zu ziehen.

Lösung: Schnur mit einer Hand so durch eine Schlaufe des Partners ziehen, dass sich eine
        offene Schlaufe bildet. Durch diese steckt der Partner seine Hand.


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5. Blitzlicht

   Fragestellung: „Was ich noch sagen wollte!“
   Einem Teilnehmer wird ein Wollknäuel zugeworfen.
   Er gibt sein Statement zu der Frage.
   Er wirft das Knäuel weiter an einen sich meldenden Teilnehmer.
   Langsam entsteht ein immer dichteres Netzwerk.
   Wenn keine Meldungen mehr vorliegen, wird von den Akteuren das Netzwerk durch Wer-
    fen des Wollknäules in umgekehrter Richtung wieder aufgelöst.



6. Zähle die F’s

    Der Moderator blendet folgenden Text über eine Folie ein:


FINISHED FILES ARE THE RE
SULT OF YEARS OF SCIENTIF-
IC STUDY COMBINED WITH THE
EXPERIENCE OF YEARS
    Frage: Zählen Sie in den nächsten 20 Sekunden, wie viele „F“ in folgendem Text vor-
     kommen!

    Nach dem die Overheadprojektor ausgeschaltet ist, werden die Teilnehmer gefragt, wie
     „F“ sie gefunden haben.

    Auswertung:
     - Wer alle sechs „F“ erraten hat ist ein Genie.
     - Drei ist normal.
     - Vier selten.
     Grund: Das Gehirn kann „OF“ nicht verarbeiten, Das kleine Textbild wird übersehen.




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       12.2 Weitere Lernspiralen


                12.2.1 Lernspirale 6: Zeit- und Lernplanung

Lernspirale 4: Zeit- und Lernplanung

Vorbereitung:         (1) Arbeitsblatt: „Den Zeitdieben auf der Spur“
                      (2) Plakat
                      (3) Arbeitsblatt: „Entscheidungsspiel“
                      (4) Evtl. Folien für Gruppen



Ziel
Planvolles, durchdachtes Vorgehen ist Voraussetzung wie Gewähr dafür, dass die Schüler
einigermaßen effizient und nachhaltig lernen. Dementsprechend ist es wichtig, dass die
Schüler auch die häusliche Zeit- und Arbeitsplanung eigenverantwortlich organisieren und
managen können.

Der sinnvolle und durchdachte Umgang mit der verfügbaren Zeit muss vielfach erst noch ge-
lernt werden. Die folgende Lernspirale gibt den Schülern Gelegenheit, das eigene „Zeitmana-
gement“ kritisch zu überdenken und exemplarisch zu üben.


Nr. Methode                    Unterrichtsverlauf / - organisation                         An-
                                                                                           lage
1     Einzelarbeit                Das folgende Arbeitsblatt fordert die Schüler auf, den 1
      (10 min)                     eigenen „Zeitdieben“ nachzuspüren, die zu einer
                                   fragwürdigen Zeitverschwendung führen

                                  Arbeitsblatt 1 „Den Zeitdieben auf der Spur“ austei-
                                   len.

                                  Füllen Sie jetzt den Fragebogen aus und machen Sie
                                   sich eigene Gewohnheiten und Defizite in Ihrem
                                   Zeitmanagement bewusst.

                                  Teilnehmer füllen den Fragebogen in Einzelarbeit
                                   aus.




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2     Gruppenarbeit           Bildung von Gruppen mit vier Mitgliedern nach dem        2
      (30 min)                 Zufallsprinzip.

                           Arbeitsauftrag 1:
                            Vergleich Sie in der Gruppe Ihre Ergebnisse und
                             überlegen Sie sich, was Sie gegen die festgestellten
                             „Zeitdiebe“ tun können!

                           Arbeitsauftrag 2:
                            Visualisieren Sie die „Zeitdiebe“ auf einem Plakat!

3     Präsentation            Plakate werden in der Kreismitte ausgelegt.
      (10 min)
                              Besichtigung über eine stille Vernissage.

                           Mögliche Stoffsicherung:
                           Jeder Schüler erstellt einen individuellen Hefteintrag
                           zum Thema „ Wie kann ich meine Zeit besser einteilen?“

4     Fallbeispiel             Nun sollen Sie zu einem Fallbeispiel einen Zeitplan 3
      (20 min)                 erstellen.
                               Arbeitsblatt 2 austeilen
                               Setzten Sie unter der Vielzahl der Aktivitäten Sand-
                               ras Prioritäten und füllen Sie das Zeitraster aus.

4     Kugellager               Im Kugellager stellen die Teilnehmer Ihre Entschei- Evtl
      (20 min)                 dungen vor und begründen diese.                      4

                               Anschließend stellt ein Zufallssprecher seine Ent-
                               scheidung dem Plenum vor.

                               Diskussion im Plenum

                           Alternative:
                           In Gruppen werden die Einzelergebnisse besprochen und
                           das Gruppenergebnis auf eine Folie geschrieben. Prä-
                           sentation im Plenum.



Zum Schluss der Lernspirale kann die Kurzgeschichte „Die Geschichte vom Blumentopf
und dem Bier“ vorgelesen werden.




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                             DEN ZEITDIEBEN AUF DER SPUR



DIESE AUSSAGE ...                                                  stimmt stimmt stimmt
                                                                          z. Teil nicht
Ich trödele zu viel herum und drücke mich gerne vor „unange-
nehmen“ Arbeiten.
Ich arbeite oft zu verbissen; das nimmt mir die geistige Frische
und kostet mich letztlich Zeit.
Ich habe so viele Hobbys, dass ich kaum zu meiner eigenen
Schularbeit komme.
Ich suche oft unnötig lange nach irgendwelchen Dingen, weil
ich zu wenig Ordnung halte.
Ich werde durch viele Besucher und Unterbrechungen zu sehr
abgelenkt.

Ich höre gern und oft Musik bei den Schulaufgaben; dadurch
schweife ich leicht ab und brauche länger.
Ich arbeite häufig planlos und komme deshalb auch nicht rich-
tig voran.
Ich kann schwer nein sagen, wenn andere mich von der Arbeit
abzuhalten versuchen.

Ich schiebe Aufgaben oft vor mich her; das belastet mich ir-
gendwie und lähmt meine Arbeit.
Ich mache es mir häufig sehr schwer, grüble herum und
komme nicht richtig voran.
Ich mache zu viel Nebensächliches und konzentriere mich zu
wenig auf die wichtigen Aufgaben.
Ich arbeite in der Regel unter Zeitdruck; das führt immer wie-
der dazu, dass ich verkrampfe.




    Kreuze an, ob die jeweilige Aussage für dich stimmt, teilweise stimmt oder absolut
   nicht zutrifft! Nutze evtl. auch das freie Feld!


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 TERMINPLAN ZUSAMMENSTELLEN 
Heute ist Mittwoch. Sandra kommt um 13.10 Uhr von der Schule nach Hause. Sie ist ziemlich
geschafft. Nach dem Mittagessen würde sie sich am liebsten etwas hinlegen und Musik hören,
um sich zu entspannen. Nun weiß sie nicht, ob sie sich das leisten kann. Sie hätte eigentlich so
viel zu tun. Was alles ansteht, geht aus den nachfolgenden „Merkzetteln“ hervor. Allerdings
kann sie mit Sicherheit nicht alles machen; sie muss auswählen und Schwerpunkte setzten.

Erstelle unter Berücksichtigung der nachfolgenden Merkzettel einen Zeitplan für die Zeit von
13.30 Uhr – 22.00 Uhr, den du Sandra empfehlen würdest! Verwende dazu das Zeitfenster auf
der nächsten Seite! Trage die vorrangigen Arbeiten ein! Verwende eventuell verschiedenfar-
bige Markierungsstifte! Denke auch an die Freizeit und Erholungsphasen!

                     MÖGLICHE AKTIVITÄTEN SANDRAS

   Nächste Woche schreibt Sandra 3 Klas-            Sandra muss im Fach Arbeitsplanung
   senarbeiten. Am Montag in Religion, am           spätestens bis Freitag eine Zeichnung
   Dienstag in Sozialkunde und am Don-              fertig stellen. Sie brauch noch mindes-
   nerstag in Fachtheorie.                          tens eine Stunde, um den Plan zu voll-
                                                    enden.
   Für 20.30 Uhr hat Sandra einen Kinobe-
   such mit ihrer Freundin verabredet. Ihre         Folgende Hausaufgaben sind zu erledi-
   Eltern sind einverstanden.                       gen: Fachrechnen und Englisch jeweils
                                                    etwa 30 Minuten (bis morgen); Deutsch
                                                    etwa eine Stunde (bis übermorgen).
   Von 19.30 – 20.15 läuft im Fernsehen
   der 5. Teil einer spannenden Serie, die
   Sandra bisher immer gesehen hat.                 Sandra hat mit ihrer Schulfreundin Julia
                                                    vereinbart, dass sie im Laufe des Nach-
                                                    mittags mal anruft, um die für nächsten
   Sandra ist heute mit Geschirrspülen              Samstag geplante Party näher durchzu-
   dran. Dafür benötigt sie etwa 20 Minu-           sprechen.
   ten. Die Eltern möchten, dass das Mit-
   tagsgeschirr möglichst bald weggespült
   wird.                                            Außerdem ist morgen mit Hausaufga-
                                                    ben-Überprüfung in Fachpraxis und In-
                                                    formatik zu rechnen; die Hausaufgaben
   Sandra hat die Aufgabe übernommen,               hat Sandra schon am letzten Wochen-
   jeden Nachmittag den Pudel „Topsy“ für           ende gemacht. Für die Wiederholung
   etwa 20 Minuten auszuführen.                     bräuchte sie etwa 2 mal 15 Minuten.

   Von 18.30 – 19.00 Uhr ist Abendessen             Um 17.00 Uhr will Freundin Heike zum
   angesagt; die Eltern legen Wert darauf,          spielen kommen. Mit Heike zu spielen,
   dass Sandra zugegen ist.                         das macht eigentlich immer Spaß.




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   Im Nachmittagsprogramm des Fernse-         Sandra muss an ihre englische Brief-
   hens läuft zwischen 14.45 Uhr und 16.00    freundin dringend einen Brief schreiben,
   Uhr ein ganz berühmter Spielfilm, den      da diese am kommenden Samstag Ge-
   Sandra gerne sehen würde.                  burtstag hat.


   Von 15.00 Uhr – 16.00 Uhr findet in der    Sandra kann gegen 16.00 Uhr mit ihrer
   örtlichen Sporthalle das wöchentliche      Mutter in die Stadt fahren. Sie hat sich
   Handballtraining statt, an dem Sandra in   bis heute abend einen Pulli in einem
   der Regel teilnimmt. Sandra spielt zur     Bekleidungsgeschäft zurücklegen lassen,
   Zeit in der 2. Mannschaft des SV Kurz-     der ihr sehr gut gefällt, nur etwas teuer
   weil.                                      ist (80 €).


                         ZEITPLAN ZUM EINTRAGEN
    30

  14.00

    30

  15.00

    30

  16.00

    30

  17.00

    30

  18.00

    30

  19.00

    30

  20.00

    30

  21.00

    30

  22.00




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Kurzgeschichte zum Thema: "Prioritäten".....
Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier
Wenn die Dinge in deinem Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden
im Tag nicht genug sind, erinnere dich an den "Blumentopf und das Bier".

Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor
sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und
begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll
sei. Sie bejahten es.

Dann nahm der Professor ein Behälter mit Kieselsteinen und schüttete diese in den
Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume
zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun
voll sei. Sie stimmten zu.

Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den
Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte
wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig "ja".

Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den
ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den
Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

"Nun,“ sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, "ich möchte, dass Sie
diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle sind die
wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre
Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls
in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben
trotzdem noch erfüllend wäre.

Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, ihr Haus,
Ihr Auto.“

„Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls Sie den Sand zuerst in den Topf
geben", fuhr der Professor fort, "hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die
Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in
Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten
Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen
Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum
Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben um das Haus zu reinigen oder Pflichten
zu erledigen. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind.
Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand."

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier rep-
räsentieren soll. Der Professor schmunzelte: "Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist
dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es
immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen."




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              12.2.2 Lernspirale 7: Schnelles Lesen, systematisches Lesen,
                     Informationen Zusammenfassen (Flussdiagramm)
                               (Wenn nicht Lernspirale 4)

Vorbereitungen:       - (1) Arbeitsblatt: Lesetest
                      - (2) Arbeitsblatt: Auswertung des Lesetests
                      - (3) Arbeitsblatt: Regeln für schnelles Lesen
                      - (4) Arbeitsblatt: Konformität
                      - (5) Arbeitsblatt: 5-Schritt-Lesemethode
                      - (6) Arbeitsblatt: Übung zur 5-Schritt-Lesemethode
                      - (7) Arbeitsblatt: Tarifverhandlungen
                      - (8) Arbeitsblatt: Flussdiagramm

Ziele:
Rationelles Lesen ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. Die Schüler sollen
bei dieser Lernspirale zunächst für das selektive Lesen sensibilisiert, motiviert und ansatz-
weise auch qualifiziert werden.

Dann werden die Schüler mit bestimmten Schritten des systematischen Lesens beispielhaft
vertraut gemacht. Schüler klagen nach dem Lesen immer wieder, dass sie von dem Text
nichts verstanden haben. Es wird hier versucht, dieses Manko über eine Regelerarbeitung und
einer gezielten Übung zu begegnen. Natürlich ist es mit diesem Abschnitt nicht getan, Übun-
gen und Reflexionen sind immer wieder mal notwendig, wenn die Schüler ihre - teilweise -
schlechten Gewohnheiten abbauen sollen.

Anschließend sollen die Schüler die Kernaussagen eines intensiv gelesenem Textes in ein
Flussdiagramm einweben. Man kann davon ausgehen, dass so ein Bild besonders nachhaltig
im Gedächtnis verankert wird.


Nr. Methode                   Unterrichtsverlauf / - organisation                          An-
                                                                                           lage
      Schnelles Lesen
1     Einzelarbeit I           Nehmen Sie bitte ein Uhr zur Hand.                         1
      (10 min)
                               Der Moderator teilt das Arbeitsblatt „Lesetest“ aus.

                              Arbeitsauftrag
                              „Lesen Sie den folgenden Text so schnell und gründlich
                              wie möglich und stoppen Sie die Zeit, die Sie dafür be-
                              nötigen.
                              Anschließend drehen Sie das Blatt um und legen es auf
                              die Seite“

                               Teilnehmer führen Arbeitsauftrag aus.




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2    Einzelarbeit II       Der Moderator teilt das Arbeitsblatt „Auswertung des     2
     (10 min)               Lesetestes“ aus.

                           Teilnehmer werten Testergebnis aus.

                          Beachte
                          Im ersten Arbeitsblatt darf nicht nachgeschlagen werden.

                           Vergleich der Ergebnisse in 3er-Gruppen im Kreis

3    Regeln erarbeiten     Austeilen des Arbeitsblattes „Regeln für schnelles       3
     (10 min)               Lesen“

                           Teilnehmer füllen Lückentext aus.

                           Vergleich der Ergebnisse in 3er-Gruppen im Kreis

4    Regeln anwenden         Austeilen des Arbeitsblattes „Konformität“             4
     (10 min)
                             Teilnehmer beantworten die Fragen.

                              Abbruch nach 10 Minuten und Vergleich der Ergeb-
                              nisse in 3er-Gruppen

     Systematisches
     Lesen
5    Regelerstellung      Anders als beim selektiven, dem schnellen Lesen geht es 5
     (15 min)             beim systematischen Lesen vor allem darum, dass die
                          Schüler den Text gut verstehen und dass der Inhalt des
                          Textes besser im Gedächtnis verankert wird.

                           An der Pinwand erläutert der Moderator die 5-Stufen-
                            methode, indem er die Informationen auf den Appli-
                            kationen erläutert und erklärt.

                           Anschließend füllen die Teilnehmer das Arbeitsblatt
                            „5-Schritt-Lesemethode“ aus.

                           Der Vergleich des Lückentextes erfolgt mit den Kreis-
                            nachbarn.

6    Übung I zur An-       Der Moderator teilt das Arbeitsblatt „Übung zur An-      6
     wendung der 5-         wendung der 5-Schrit-Lesemethode“ aus
     Schritt-Leseme-
     thode                 Die Teilnehmer suchen das Lösungswort
     (5 min)
                          Lösung = Ökonomie



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7    Übung II zur An-       Jeder Teilnehmer wendet exemplarisch die 5-Schritt-      7
     wendung der 5-          Lesemethode am Text „Tarifverhandlungen“ an.
     Schritt-Leseme-
     thode
     (5 min)
     Informationen
     zusammenfassen
8    Einzelarbeit                Moderator teil das Arbeitsblatt „Flussdiagramm“aus. 9
     (10 min)
                            Teilnehmer führen Arbeitsauftrag aus

                            Vergleich der Ergebnisse in 3er-Gruppen im Kreis



Unterlagen siehe eigenem Skript




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