Gutachten zur Wirksamkeit des Ha by pengxuebo

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									    Dr. Uwe Gerlach, Physiker und Biofeedback/Neurofeedback-Experte,
                               Taunustein




                         GUTACHTEN
 zur Bewertung des Handy-Elektrosmog-Harmonisierungs-Moduls
 SAFER CALL der Schernhof Bio-Vital-Technologie hinsichtlich der
Schutzeigenschaften vor elektromagnetischen Strahlenbelastungen




    Auftraggeber:     Schernhof Handelsgesellschaft mbH
                      Bio-Vital Technologie
                      Stockach 30
                      A-6306 Söll




                                                                       Seite 1
Gliederung
Teil A - Elektroenzephalographische Messung (mit Neurofeedback-
EEG’s) zur Beurteilung der Schutzwirkung der Protection Sticker
SAFER CALL auf den menschlichen Organismus (Gehirn) gegen
hochfrequente Störstrahlung von aktiven Handy-Telefonen

A. 0       Einleitung                                                     3
A. 1       Versuchsablauf und –aufbau bei den EEG-Messungen               5
A. 2       Versuchsdurchführung und Auswertung mit dem brainmaster-EEG    8
A. 3       Versuchsdurchführung und Auswertung mit dem brainquiry-Pet-
           EEG, Software Bioexplorer                                     14
A. 4       Zusammenfassung EEG                                           25

Teil B - Untersuchung und Bewertung der Protection Sticker SAFER
CALL der Schernhof Bio-Vital-Technologie hinsichtlich der Schutzwir-
kung gegen hochfrequente elektromagnetische Strahlenbelastung des
menschlichen Organismus insbesondere bei Nutzung mobiler Tele-
kommunikationstechnik unter Anwendung des Biofeedbackverfahrens

B. 1       Biologische Messung mit dem Biofeedbackverfahren              27
B. 1.1     Erläuterungen zum Prinzip des Biofeedbackverfahrens           27
B. 1.2     Gewähltes Messgerät und Sensoren                              29
B. 1.2.1   EDA–Sensor                                                    29
B. 1.2.2   BVP-Sensor                                                    29
B. 1.2.3   Temperatur-Sensor                                             30
B. 2       Durchführung der biologischen Messung mit dem
           Biofeedbackverfahren                                          30
B. 2.1     Auswahl der Probanden und gewähltes Messprotokoll             30
B. 2.2     Grundsätzliche Erläuterung zur Grafik der Sitzungsreporte     31
B. 3.3     Messprotokolle                                                32
B. 4       Auswertung der Ergebnisse                                     54
B. 4.1     Zusammenstellung der statistischen Werte der Messung
           und Auswertung Biofeedbackverfahren                           55




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Teil A

Elektroenzephalographische Messung (mit Neurofeedback-EEG’s) zur
Beurteilung der Schutzwirkung der Protection Sticker SAFER CALL auf den
menschlichen Organismus (Gehirn) gegen hochfrequente Störstrahlung von
aktiven Handy-Telefonen


A. 0 Einleitung

Bei    Geräten     zum    drahtlosen     Telefonieren    bestehen      Abstrahlungen
elektromagnetischer Felder im hochfrequenten (900 MegaHz und 1,8 GHz) und
niederfrequenten Bereich 217 Hz - Handy - (bzw. 100 Hz bei den “Schnurlosen”). Die
Leistungen betragen zwischen 1 und 2 Watt. In der Wissenschaft ist umstritten
welche Wirkungen auf den Anwender eintreten. Man weiß nur, dass Zell-
Erwärmungen stattfinden können und dass die Gehirnwellen beeinflusst werden ,wie
und ob sie schädlich sind, ist unklar und umstritten. Andererseits wird von
“Elektrosensiblen” nach kurzer Telefonierzeit ein Unwohlsein registriert. Der Mensch
hat wohl feinere Sensoren als bisher technisch nachbildbar.

Aufgrund der Widersprüchlichkeit bisheriger Forschungsergebnisse schlagen wir
Nachweisverfahren des Biofeedback vor, von denen wir uns eindeutigere Ergebnisse
erhoffen. Die Messverfahren des Biofeedback - Rückmeldung und gesündere
Regulierung physiologischer Parameter durch die Versuchsperson - sind:
   • Messung des Hautwiderstandes (GSR)
   • der Hauttemperatur
   • der Muskelspannung (EMG)
   • der Herzrate (in der Medizin das EKG, das dort noch komplexere Aussagen
       über die Herztätigkeit erlaubt)
   • Messung der Gehirnwellen, das neueste Verfahren des Biofeedback, das
       EEG- Biofeedback oder Neurofeedback
Wir werden in dieser Studie die Messerfahren des GSR, der Hauttemperatur und des
Neurofeedback einsetzen, weil diese in Vorversuchen am ehesten Veränderungen
unter Einwirkung von Handystrahlung erwarten lassen. Das Biofeedback ist unseres
Wissens bisher noch nicht in Verbindung mit Elekrosmog eingesetzt worden. Hier
betreten    wir   also    absolutes    Neuland.  Was    Messungen      mit  dem
Elektroenzephalogramm (EEG) angeht, sind in Deutschland bisher Untersuchungen
von Dr. Lebrecht von Klitzing bekannt geworden. In einer größeren Teststudie von
Abschirmgeräten der Zeitschrift “Oeko-Test” (3/99) wird Dr. Klitzing als
Hauptgutachter hinzugezogen.




                                                                              Seite 3
Unserer Meinung nach gehen die EEG-Untersuchungen von Klitzing nicht weit
genug. Die Interpretation der EEG-Veränderungen während der Bestrahlung von
Probanden mit handy-ähnlichen elektromagnetischen Feldern in Klitzings Labor ist
nicht überzeugend bzw. nicht eindeutig. Dies hat wahrscheinlich objektive Gründe,
weil hierzulande das in den USA entwickelte sog. “Neurofeedback” als
Instrumentarium zur Deutung von EEG-Veränderungen praktisch noch unbekannt ist.
Nur unter Hinzunahme des Neurofeedback-Wissens kann es gelingen zu
weiterführenden Ergebnissen in der EEG-Forschung zu kommen. Kurz gesagt
bedeutet Neurofeedback: Messung des Momentanzustandes der Gehirnwellen und
ihre intuitive Rückmeldung durch den Probanden an das EEG zur Veränderung der
Gehirnwellen-Konstellation in eine bestimmte Richtung.

Die landläufige wissenschaftliche EEG-Literatur beschäftigt sich bisher nicht mit
Auswirkungen von z. B. “Stress” auf die Veränderung der Topographie von
Gehirnwellen. Im Neurofeedback dagegen ist die Veränderung von Bewusstsein z. B.
unter Stress u. a. ein komplex und systematisch abgehandeltes Thema.
Damit haben wir das Stichwort für weitergehende Untersuchungen mit dem EEG
gegeben - “Stress” und sein antagonistischer Gegenspieler, die physiologische
Entspannung. Manchmal wird in der Elektrosmog-Literatur bereits das Wort
Elektrostress verwendet. Bisher war unklar wie so etwas zu quantifizieren sei. Im
Neurofeedback ist ein Indikator dafür z. B. das vermehrte Auftreten von
hochfrequenten Betawellen. Dies ist jedoch nur ein einziger undifferenzierter
Gehirnwellen-Aspekt von Stress. Wir schlagen deshalb eine systematische
Vorgehensweise im Sinne des modernen Neurofeedback vor, die Einzelheiten
befassen sich mit der Interaktion und kollektiven Veränderung der verschiedenen
Gehirnwellenfrequenzbereiche (Theta 4-7 Hz, Alpha 8-12 Hz, Lobeta 12-15 Hz, Beta
15-18 Hz, Hibeta 18-35 Hz) zueinander bei leichter Veränderung des Bewußtseins-
Zustandes des Probanden.

Das Phänomen Stress tritt unter Einwirkung elektromagnetischer Felder sicher erst
nach einer Weile auf, außerdem muss es unter gut kontrollierbaren Labor-
Versuchsbedingungen ablaufen, weil jeder Mensch physiologisch und mental anders
auf Elektrosmog reagiert. Wahrscheinlich werden die Versuche auch zeigen, dass
die Menschen Stress individuell unterschiedlich (schnell, langsam, gar nicht) wieder
abbauen. Zu berücksichtigen ist auch die Gemüts-Verfassung der Probanden vor
und während der Versuche. Weiterhin sollten ein wenig und stark “Elektrosensible”
die gleichen Versuche durchlaufen. Die Zunahme von Stress wird im Biofeedback
folgendermaßen gemessen:
    • die Hauttemperatur nimmt ab (jeder kennt das Phänomen: kalte Hände, kalte
       Füße bei vermehrtem Stress) und der elektrische Hautwiderstand (GSR,
       galvanic skin response) nimmt zu




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   •   im EEG registriert man das vermehrte Auftreten von hochfrequenten
       Betawellen
       Dies ist jedoch nur ein einziger undifferenzierter Gehirnwellen-Aspekt von
       Stress. Wir werden später anhand von Beispielen konkreter darauf eingehen.
       Die Einzelheiten befassen sich mit der Interaktion und kollektiven
       Veränderung der verschiedenen Gehirnwellenfrequenzbereiche (Theta 4-7
       Hz, Alpha 8-12 Hz, Lobeta 12-15 Hz, Beta 15-18 Hz, Hibeta 18-35 Hz)
       zueinander bei leichter Veränderung des Bewusstseins-Zustandes des
       Probanden. Wir werden diese Aspekte bei der Auswertung der Messungen
       konkretisieren.


A. 1 Versuchsablauf und –aufbau bei den EEG-Messungen

Ablauf: Die effektivste Art der Versuchsdurchführung stellte sich erst durch „trial und
error“ heraus. Die Versuchsleiter haben zunächst auch nicht gewusst wie man die
Versuche effektiv, fehlerfrei und für die Probanden akzeptabel durchführt. Das ist
normal, wenn man bedenkt, dass absolutes Neuland betreten wurde. Am Anfang
bestand jeder Versuch aus drei Messabschnitten:
    - eine sog. „baseline“-Aufnahme ohne Handy-Telefonat,
    - die Messung mit Handy-Telefonat
    - die Messung mit Handy-Telefonat bei eingelegtem Schutzmodul SAFER CALL
Die Gesamtzeit der reinen Messung betrug ca. 40 Minuten.

Aufbau: Wir haben uns überlegt wie einfach bzw. komplex die EEG-Ableitung der
Gehirnwellen-Signale gestaltet werden muss, um zu aussagekräftigen Resultaten zu
kommen. Im modernen Neurofeedback geht die Instrumentation vom Einkanal-EEG
bis zu komplexen brainmaps mit 16 oder mehr aktiven Kanälen (Klitzing-Studie). Wir
haben uns für eine 1- oder 2-Kanal-Anordnung entschieden, bei der der Proband
zwar relativ still sitzen muss, aber seiner natürlichen Motorik mit Einschränkungen
freien Lauf lassen kann. Dies wäre bei einer 16-Kanal-Anordnung nicht mehr
gewährleistet. Liegen ist auch nicht empfehlenswert. Muss der Proband zu sehr
stillhalten oder liegt er, ist die Gefahr des Einschlafens oder Eindämmerns groß und
kann den potentiellen Stress-Effekt überlagern. So etwas ist offensichtlich in Klitzings
Versuchen passiert, weil in der Literatur berichtet wird, dass der Proband vermehrt
Alpha- und Thetawellen während des Versuches produzierte. Das sind klar
Indikatoren fürs Eindämmern.

Es hat sich in vorbereitenden Versuchen ergeben, dass die 2-Kanal-Anordnung
keine Vorteile der 1-Kanal-Anordnung gegenüber aufweist, deshalb wurden nur 1-
Kanal-Messungen vorgenommen, weil dies eine noch größere Bewegungsfreiheit
des Probanden zulässt. Solche Anordnungen haben sich im Neurofeedback bewährt.
Sie erlauben bei gesunden Personen hinreichend genau Aussagen über deren
Bewusstseins-Verfassung, weil hierfür bereits eine Menge Datenmaterial und
gesicherte Interpretationen der Daten vorliegen.




                                                                                  Seite 5
Wir haben uns von vornherein für die 1-Kanal-Anordnung - unipolare Ableitung in Cz,
s. Bilder unten - entschieden. Das zunächst verwendete EEG ist der US-
amerikanische 2-Kanal-„brainmaster“ mit der Auswerte-Software „brainm 2.0“. Wir
konstruieren ein geeignetes setup, das eine Schnelldiagnose der wichtigsten
Wellenbänder im Bereich von 1 bis 35 Hertz erlaubt. Die Rechenoperationen bei der
Umformung der Roh-EEG-Signale in visuell darstellbare Frequenzbänder werden
nach dem Fast Fourier Transform (FFT) Verfahren durchgeführt.




Bild 1: Ableitungsbilder:
links: 1-Kanal-Anordnung am Probanden, A, B, C, D verschiedene Kanäle eines hier
4-Kanal-EEG’s
rechts: international genormtes 10-20-System zur Festlegung der Skalppositionen
mit deren Bezeichnungen, zwei verschiedene Ableitungsverfahren, uni- und bipolar


Die Messdaten während einer Sitzung werden abgespeichert und der Verlauf der
Amplituden in den einzelnen Frequenzbändern kann nach der Sitzung grafisch
dargestellt werden. Damit sieht man sehr schnell, ob sich das Spektrum der
Frequenzen in den einzelnen Bändern während der Sitzung ohne oder mit handy-
Einstrahlung verändert. Im folgenden ist die physiologische Bedeutung der
wichtigsten Gehirnwellen-Spektralbänder, ein normiertes Ergebnis-Diagramm und
dessen Interpretation dargestellt:
                                                                             Seite 6
       1 - 4 Hz          Delta-Wellen, charakteristisch für Tiefschlaf
       4 - 8 Hz          Theta-Wellen, typisch für tiefe Entspannnung, Trance
                         zustände, Träume
       8 - 12 Hz         Alpha-Wellen, leichte Entspannung, Tagträume
      12 -15 Hz          SMR, sensory motor rhythm und Low
                         Beta, typisch für lockere körperliche Aufmerksamkeit,
                         Metapher: „die Katze vorm Mauseloch“
      15 - 18 Hz         Beta-Wellen, unterer Bereich, normale mentale
                         Aufmerksamkeit und Fokussierung auf die Umgebung
      18 - 25 Hz         Beta-Wellen, mittlerer Bereich, konzentrative
                         Aufmerksamkeit auf eine geistige Aufgabe, leichten Stress
                         erzeugend
      25 - 38 Hz         hohe Beta-Wellen, Erregungszustände, starker Stress,
                         Panik, auch Muskelspannung
      38 - 42 Hz         Gamma-Wellen, ein typischer Anteil bei Spitzenleistungen,
                         auch Muskelspannung (geht bis ca. 100 Hz)



Bild 2: Messdiagramm

Amplitude     Typischer Spektralband-Amplituden-Verlauf eines gesunden
(Mikrovolt)   Erwachsenen im Normalzustand im Sitzen,
 20           vermessen mit 1-Kanal brainmaster EEG, Montage Cz
                         Delta schwarz 1 - 4 Hertz
                       Theta dunkelblau 4 - 7 Hertz
                        Alpha hellblau 8 - 12 Hertz



 10

                        Beta rot 15 - 20 Hertz


                       Lobeta grün 12 - 15 Hertz
  2                    Hibeta gelb 20 - 35 Hertz

                   5        10        15           20   25   Zeit (Minuten)




                                                                              Seite 7
Ein solches Diagramm ergibt sich für eine
gesunde, normale Versuchsperson im
ruhigen Sitzen während der angegebenen
Zeitdauer. Die relativen Amplituden der
einzelnen Spektralbänder zueinander stellen
den gesunden Standard dar. Die Person
muss relativ regungslos sitzen, damit nicht
Artefakte     durch     Bewegung       und
Muskelspannungsänderungen den ruhigen
Kurvenverlauf zu stark verändern und den
reinen Gehirnwellen-Anteil überlagern.
                                               Bild 3: Das 2-Kanal-EEG Brainmaster

A. 2 Versuchsdurchführung und Auswertung mit dem brainmaster-EEG

In dem zur Verfügung stehenden Zeitrahmen sollten 20 bis 25 Personen vermessen
werden, die unterschiedlichen Altersklassen angehörten. Es kamen zwei Handys der
Fa. Siemens und Nokia zur Anwendung. Bei den EEG’s wurde zunächst mit dem
„brainmaster“ in Einkanal-Montage referentiell in Cz vermessen – s. Bild 1. Dieses
Gerät ist zurzeit unter Neurofeedback-Trainern weltweit das verbreitetste, weil seine
Software einfach und didaktisch zu handhaben ist.




 Bild 4: wichtige Darstellungen der brainmaster Software brainm 2.0

                                                                               Seite 8
Die ersten Messungen wurden von dem Versuchsleiter an sich selbst und seinen
nächsten Bekannten durchgeführt. Hier sind zwei Ergebnis-Diagramme:




Bild 5: esmog1 esmog2: session-brainmaster-Ergebnis-Diagramm Vers. Pers. 1




Bild 6: esmog2 session: brainmaster-Ergebnis-Diagramm Vers. Pers. 2


Die beiden Versuchspersonen waren männlich, ihr Alter Mitte fünfzig. Die
Reihenfolge der session-Abschnitte aktives Handy am Ohr mit bzw. ohne SAFER
CALL Chip (eingelegt unter den Verschlussdeckel des Handy) war in Bild 5 erst
ohne, dann mit Chip, in Bild 6 erst mit, dann ohne Chip. Offensichtlich sind beide

                                                                             Seite 9
Messungen zueinander widersprüchlich. Es ist zwar so, dass die Strahlungs-Aktivität
des Handy am Ohr des Probanden in beiden Fällen eine erhebliche Zunahme aller
Frequenzbänder im Vergleich zur baseline-Messung am Anfang ohne Handy
verursacht. Die Messabschnitte mit und ohne Safer Call Chip ergeben keine
einheitlich konsistente Aussage. In Bild 5 ist im Messabschnitt ohne Chip die EEG-
Aktivität geringer als mit Chip. In Bild 6 ist es genau umgekehrt.

Um diesen Widerspruch aufzuklären, wurden weitere Messungen mit
Versuchsperson Nr. 3, weiblich, ca. 40 Jahre und Nr.4, männlich, 60 Jahre,
angesetzt. Hier die Ergebnis-Diagramme:



Bild 7 und 8: esmog3 und esmog4 session: brainmaster-Ergebnis-Diagramm Vers.
Pers. 3 und 4




                                                                            Seite 10
In beiden Messungen ist das Ergebnis ähnlich – die EEG-Aktivität ist beim Telefonat
mit Chip im Mittel etwas höher als ohne Chip. Das Ergebnis kommt den Hoffnungen
entgegen, die an den Safer-Call Chip geknüpft werden, und zwar dass das Modul
eine gewisse Schutzwirkung gegen die niederfrequente Strahlung (im Bereich der
Gehirnwellen-Frequenzen) entfaltet. Auf jeden Fall ist es so, dass eine unspezifische
Zunahme der EEG-Aktivität (Anstieg der Amplituden aller Frequenzbänder) in den
Ergebnis-Diagrammen eine negative Beeinflussung des Gehirns bedeutet. Wenn das
SAFER CALL Modul einen solchen Anstieg reduzieren könnte, wäre das schon ein
echter Erfolg und Nachweis der Wirksamkeit des Moduls.

Als skeptische Wissenschaftler halten sich die Versuchsleiter mit einer endgültigen
Aussage natürlich noch zurück, einfach weil an dieser Stelle die Zahl der
vermessenen Probanden noch zu gering ist.

Wir präsentieren nun noch zwei weitere Ergebnis-Diagramme, von denen wir uns
eine weitere Klärung erhoffen:




                                                                              Seite 11
Bild 9 und 10: esmog6 und esmog7 session: brainmaster-Ergebnis-Diagramm Vers.
Pers. 6 und 7




Die Versuchspersonen waren weiblich, 59 und 63 Jahre alt.



                                                                       Seite 12
Hier sind die Ergebnisse widersprüchlich wie bereits in den Bildern 5 und 6. In Bild 9
ist in der Messphase Handy mit Chip die EEG-Aktivität höher als ohne Chip. In Bild
10 ist das Ergebnis umgekehrt, die Messphase mit Chip zeigt geringere Aktivität als
die ohne Chip. Letzteres Ergebnis wiederum entspricht der Hoffnung, dass das
SAFER CALL Modul eine Schutzwirkung gegen negative Strahlung direkt um das
Handy herum habe. Es ist auf jeden Fall so, dass eine erhöhte EEG-Aktivität
gegenüber der baseline-Messung gesundheitlich negativ dargestellt werden muss.
Dies ist unsere und die Erfahrung kompetenter langjähriger Neurofeedback-
Experten.

Da nun die Mehrheit der Messergebnis-Diagramme eine Schutzwirkung des SAFER
CALL Moduls darzustellen scheint und eine Minderheit dagegen spricht, wäre es
verfrüht eine definitive Schutzwirkung anzunehmen, solange die widersprüchlichen
Ergebnisse keine plausible Aufklärung erfahren.

Es war uns schon von Anfang der Messungen an aufgefallen, dass die Zunahme der
EEG-Aktivität beim Telefonat mit aktivem Handy erheblich ist (mit und ohne Chip).
Eine solche Zunahme (insbesondere bei Erwachsenen) widerspricht allen
Erfahrungen, die Neurofeedback-Fachleute bisher gemacht haben. Dieses Faktum
veranlasste uns, eine Messreihe durchzuführen, die diesem Effekt auf den Grund
ging. Dazu führten wir Messtests durch, die die Handystrahlung ohne Probanden mit
elektrisch kurzgeschlossenen Elektroden-Kabeln zu untersuchen hatten. Das aktive
Handy wurde bei eingeschaltetem brainmaster an den Elektroden-Kabeln
entlanggeführt und auch gedreht, wobei der Abstand sehr gering gehalten wurde und
danach vergrößert wurde. Außerdem wurde das Handy direkt auf den brainmaster
gelegt. Es zeigte sich klar, dass die Störstrahlung des Handy in allen Fällen das
Rohsignal und damit auch alle einzelnen Frequenzbänder erheblich beeinflusste.

Offensichtlich tritt bei Handybenutzung zusätzlich zum hochfrequenten
elektromagnetischem Feld eine erhebliche niederfrequente Störstrahlung im
Bereich von 0 – 40 Hz auf. Welche Auswirkungen diese niederfrequente
Strahlung auf den menschlichen Organismus tatsächlich hat, ist noch nicht
untersucht und muss durch weitere Forschungen geklärt werden.

Damit war klar, dass in allen Ergebnis-Diagrammen der obigen Bilder ein Großteil der
Frequenzband-Amplituden-Erhöhung auf den Einfall von niederfrequenter Handy-
Störstrahlung in die Elektroden-Kabel zurückzuführen ist. Die Störstrahlung ist nicht
monoton, sondern macht sich eher chaotisch in allen Frequenzband-Amplituden
bemerkbar. Deshalb ist es nicht möglich einen definierten Störstrahl-Amplituden-
Anteil festzulegen, den man dann von den echten Gehirnwellen-Frequenzband-
Amplituden abziehen könnte.

Somit war ab sofort klar, dass der brainmaster mit seiner ungeschützten Elektroden-
Anordnung nicht weiter als zuverlässiges Meßsystem eingesetzt werden konnte.

Allerdings kann als vorläufiges Resultat festgehalten werden, dass die
Neurofeedback-EEG’s – die alle mit ähnlich empfindlicher Mess-Sensorik
ausgestattet sind - sehr gut geeignet sind, den Störstrahlungs-Einfluss eines
aktiven Handy im niederfrequenten Gehirnwellen-Bereich sehr reaktions-

                                                                               Seite 13
empfindlich nachzuweisen, sowohl im unmittelbaren Nahbereich des Handy als
auch im anschließenden Entfernungsbereich bis zu ca. einem Meter.

Es galt nun nach einem EEG Ausschau zu halten, dessen Elektroden-Anordnung
wesentlich besser gegen die Handy-Störstrahlung abgeschirmt ist. Da kommt nur
nach dem Wissensstand aller Experten das holländische brainquiry-Pet-EEG in
Frage, mit dem in Folge alle weiteren Messungen durchgeführt wurden.


A. 3 Versuchsdurchführung und Auswertung mit dem brainquiry-Pet-EEG,
Software Bioexplorer




Bild 11: Gerätebild des Pet EEG (2 Kanäle, EEG oder EMG)

Die Kombination brainquiry Pet EEG mit der weltweit fortschrittlichsten
Neurofeedback/Biofeedback-Software Bioexplorer (die fast alle kleinen EEG’s
betreiben kann) stellt zur Zeit in allen Aspekten das geeignetste System für den
Komplex Neurofeedback bzw. diagnostische EEG-Messungen dar.



                                                           Bild 12: wichtige
                                                           Darstellungen in der
                                                           Software Bioexplorer:
                                                           Trainings- bzw.
                                                           Diagnose-Protokoll-
                                                           Erstellung, 1-Kanal-
                                                           Spektraldarstellung,
                                                           Verlaufsdiagramm der
                                                           Spektralbänder
                                                           während der Messung




                                                                           Seite 14
1 Kanal Spektraldarstellung




Verlaufsdiagramm der Spektralbänder




                                      Seite 15
Hier nun die ersten zwei Ergebnis-Diagramme mit dem neuen Messsystem,
Versuchspersonen 10 und 11, männlich bzw. weiblich, 59 und 60 Jahre:




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Bild 13 und 14: Vers. Pers. 10 und 11, brainquiry Pet EEG

Die Farben der Frequenzband-Verläufe sind ähnlich zu denen der brainmaster-
Ergebnis-Diagramme:
   - SMR (12-15 Hz) grün,
   - „bad theta“ (4-7 Hz) dunkelblau,
   - „good theta“ (7-8 Hz) rosa (theta war beim brainmaster ein einziges Band –
      dunkelblau)
   - Hibeta (20-35 Hz) gelb
   - Alpha (8-12 Hz) hellblau
   - Delta (1-4 Hz) schwarz
   - Beta (15-20 Hz) rot

Handystrahlungs-Testversuche mit dem jetzigen EEG ergaben erfreulicherweise eine
erhebliche Verringerung der niederfrequenten Störstrahlung des Handy auf die
Elektrodenanordnung. Im absoluten Nahbereich der Elektroden (bis ca. 5 cm) konnte
eine Zunahme der EEG-Signale festgestellt (signifikant bei 35 Hz) werden, außerhalb
dieses Bereiches war der Einfluss nicht mehr vorhanden. Da wir auf jeden Fall mit
dem Handy immer mindestens 5 cm von den Elektoden bzw. Elektrodenkabeln
entfernt bleiben konnten, hatten wir jetzt den niederfrequenten Störstrahlungs-
Einfluss auf die EEG-Signale vollkommen eliminiert. Manchmal – wie in Bild 13 am
Ende der Baseline-Messung – passieren kurzfristige Erhöhungen der Frequenzband-
Amplituden. Meistens sind diese auf Bewegungsartefakte zurückzuführen und stellen
auf keinen Fall echte Gehirnwellen-Signale dar. Der Versuchsleiter kann aufgrund
seiner Erfahrung und EEG-Kompetenz solche Zuordnungen sofort treffen. Die
erhebliche Zunahme der EEG-Aktivität – wie sie immer beim brainmaster auftrat - bei
der Annäherung des aktiven Handy an die Backe der Versuchsperson ist ersichtlich
reduziert.

Die Ergebnisse der Bilder 13 und 14 sind in sich konsistent und sagen aus, dass das
SAFER CALL Modul eine gewisse Schutzwirkung gegen die Strahlungsverstärkung
beim aktiven Handy bietet. In beiden Fällen ist die mittlere EEG-Aktivität geringer mit
Chip als ohne Chip. Um einen Strahlungseinfluss auf das EEG vollkommen
auszuschließen, wird in allen folgenden Messungen immer darauf geachtet, dass das
Handy mindestens 5 cm von jeglicher Elektrodenanordnung entfernt platziert wird.
Außerdem wird die Versuchsdauer verkürzt, um dem Probanden Stresseinflüsse
durch zu langes Stillsitzen zu ersparen: Es werden pro Besuch der Versuchsperson
zwei Messungen durchgeführt, baseline + Handy-Telefonat mit/ohne Chip, Pause,
Baseline + Handy-Telefonat ohne/mit Chip. Die Komplexität und Stressvielfalt einer
Dreifach-Messung wird dadurch vermieden.




                                                                                Seite 17
Bild 15: Versuchsperson Nr. 12, männlich, 65 Jahre

Nun sind pro Versuchsperson immer zwei Diagramme erforderlich, man vergleicht
aus beiden Diagrammen immer jeweils den auf Baseline folgenden Messabschnitt
miteinander aus beiden Messungen von ca. 8 bis 10 Min. Die Aktivitätszunahme von
Delta und Theta im ersten Teilbild sowie Theta im zweiten Teilbild ist auf
Bewegungs-Artefakte zurückzuführen, hat also keine Bedeutung. Offensichtlich hat
das Handy-Telefonieren (mit und ohne Chip) in diesem Fall überhaupt keine
Auswirkung auf die Gehirnwellen des Probanden, sozusagen ein „resistenter Fall“.



                                                                          Seite 18
Bild 16: Versuchsperson Nr. 13, männlich, 45 Jahre

Ähnlich fällt das Ergebnis für die Versuchsperson Nr. 13 aus. Der kurzfristige
Amplituden-Anstieg aller Frequenzbänder anfangs der zweiten Messhälfte ist auf das
zu nahe Positionieren des Handy an die Ohrelektrode zurückzuführen.



                                                                            Seite 19
Hier und auch in den folgenden Messungen an jungen Versuchspersonen ist zwar
kein sichtbarer Einfluss der Handystrahlung auf die Gehirnwellen des/der Probanden
festzustellen; jedoch wird für jedermann überzeugend demonstriert wie perfekt die
Abschirmung der Elektroden-Anordnung gegen die niederfrequente Störstrahlung
des Handy gelungen ist, obwohl natürlich auch das Pet EEG ein hochsensibles
Messinstrument ist.

Wir übergehen die Messdiagramme einiger Versuchspersonen, weil sie nicht klar
genug zu interpretieren waren und weil noch einige Fehler in der präzisen
Versuchsdurchführung gemacht worden. Hier sind die zwei Diagramme der
Versuchsperson Nr. 19, männlich, 22 Jahre:




Bild 17: Versuchsperson Nr. 19, männlich, 22 Jahre



                                                                            Seite 20
Ähnlich wie Bild 17 sahen die Ergebnis-Diagramme von weiteren zwei jungen Leuten
aus, ebenfalls 22 bzw. 23 Jahre, männlich bzw. weiblich. Über die gesamte
Messdauer hinweg war kein erkennbarer Einfluss der Handystrahlung auf die
Gehirnwellen auszumachen. Wir können daraus nur die Schlussfolgerung ziehen,
dass die aktive Handy-Exposition gesunden jungen Leute wenig ausmacht, für sie
keinen Stressauslöser darstellt, zumindest nicht während einer Versuchsdauer von
10 Minuten.

Die Empfindlichkeit des Messinstrumentes ist im zweiten Teilbild von Bild 17
erkennbar. Wir hatten die Versuchsperson am Ende der Baseline-Zeit gebeten,
einmal für wenige Momente die Augen zu schließen und sich zu entspannen. Dies ist
unter Neurofeedback-Experten ein beliebter Versuch die Entspannungsfähigkeit der
Versuchsperson zu testen. Sobald unser Proband der Anweisung die Augen zu
schließen folgte, ging die 10 Hz-Alpha Amplitude nach oben, beim Öffnen der Augen
sank sie wieder ab auf normal im Wachzustand.

Als Zwischenresultat an dieser Stelle können wir festhalten, dass die zwei
Anfangsmessungen (Bild 13 +14) mit dem Pet EEG-System eine gewisse
Schutzwirkung des SAFER CALL zeigen und dass die weiteren
Messergebnisse (Bild 15 – 17) ein indifferentes Verhalten zeigen. Alle
Messungen sind auf die reine Gehirnwellen-Darstellung beschränkt
(Störstrahlung eliminiert, die Messergebnisse sind nicht mehr widersprüchlich,
sondern konsistent) – bis auf Artefakte die man sehr schnell zuordnen und
aussortieren kann.

Basierend auf einer Gesamtbeurteilung aller bisherigen Messungen, auch der im
ersten Teil beschriebenen brainmaster-Ergebnisse, vermuten wir, dass junge Leute
den Störstrahlungs-Elektrosmog-Stress sehr schnell wieder abbauen können, sodass
die Messung mit bzw. ohne SAFER CALL Chip indifferent bleibt. Bisher nicht erörtert
wurde die Frage inwieweit „elektrosensible“ Personen anders reagieren als solche
Menschen, die sich selbst als nicht reaktiv auf Elektrosmog bezeichnen. Dies liegt
einfach daran, dass wir in der bisherigen Probanden-Population noch niemand
gefunden hatten, der/die wirklich elektrosensibel wären. Es besteht ein Unterschied
ob jemand diese „Qualität“ von sich behauptet oder ob man sie wirklich nachweisen
kann. In dieser Richtung ist noch weitere Forschungsarbeit erforderlich.

Um die bisherigen Ergebnisse weiter zu unterfüttern, zeigen wir nun noch die
Ergebnisse von drei weiteren Messungen:




                                                                            Seite 21
Versuchsperson Nr. 21 ist weiblich, 23 Jahre:




Bild 17: Versuchsperson Nr. 21, weiblich, 23 Jahre
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Diese beiden Messungen demonstrieren wieder eine Schutzwirkung des SAFER
CALL Moduls, „obwohl“ es sich bei der Probandin um eine junge gesunde Frau
handelt. Im ersten Teilbild bleibt die Gesamtaktivität nach dem Baseline-Abschnitt
auf gleichem Niveau bzw. nimmt in den niederen Frequenzbereichen (Delta, Theta)
sogar noch etwas ab, im zweiten Teilbild dagegen nehmen alle Amplituden nach der
Baseline-Messung erheblich zu.

Die nächste Versuchsperson kommt aus dem Jahrgangsmäßigen „Mittelfeld“. Sie ist
weiblich 35 Jahre:




Bild 18: Versuchsperson Nr. 23, weiblich, 35 Jahre

Hier ist wiederum kein Einfluss des SAFER CALL Moduls auf die EEG-Aktivität
erkennbar.
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Das Beispiel wurde aus Jahrgangsgründen dokumentiert. Eine weitere Person, der
Ehemann der Probandin Nr. 23, Alter 38 Jahre, zeigte sehr ähnliche Ergebnisse und
muss daher nicht dokumentiert werden.

Ein letztes Beispiel zeigt die Messergebnisse einer von vornherein unter Stress
stehenden Versuchsperson Nr. 24:




Bild 19: Versuchsperson Nr. 24, männlich, 54 Jahre, Teilbild oben und unten
                                                                              Seite 24
Im oberen Teilbild von Bild 19 sehen wir, dass die Gehirnwellenbereiche Alpha und
Hibeta (hellblau und gelb) des Probanden während der gesamten Session leicht
ansteigen (Handy-Telefonat mit Chip). Im unteren Teilbild ist der Anstieg noch
ausgeprägter, auch die restlichen Frequenzbänder erfahren einen leichten Anstieg
(Handy-Telefonat ohne Chip). Es ist nicht eindeutig zu beurteilen, ob das SAFER
CALL Modul am Anfang den Stress der Person gemildert hat. In der zweiten Session
ist der Stress auf jeden Fall noch etwas ausgeprägter und die Person hatte am Ende
der Session Schwierigkeiten ihn wieder abzubauen, will sagen sich zu regenerieren.


A 4. Zusammenfassung EEG

Das Ergebnis der EEG-Messungen im Rahmen dieser Studie an insgesamt 27
Probanden zeigt in jedem Fall deutlich, dass durch die Nutzung des aktiven Handys
erhöhte Amplituden aller EEG-Frequenzbänder gegenüber der Baseline-Messung
entstehen, welche aus der Erfahrung kompetenter langjähriger Neurofeedback-
Experten sich gesundheitlich negativ darstellen. Das gilt für die durch das aktive
Handy verursachte niederfrequente Belastung im Frequenzbereich von 0 – 40 Hz
(insbesondere bei 35 Hz konstant festgestellt).

Die Mehrheit der Messergebnis-Diagramme zeigt eine Schutzwirkung der SAFER
CALL Protection Sticker im untersuchten niederfrequenten Bereich auf. Die geringe
Anzahl von Probanden lässt allerdings eine statistisch exakte Auswertung nicht zu.
Die Schutzwirkung des SAFER CALL Chips beruht nach Herstellerangaben auf
eingeprägten physikalischen Informationen und nicht auf dem Prinzip der Dämpfung
der Leistungsflussdichte des elektromagnetischen Feldes. Allein die Energie des
elektromagnetischen Feldes des aktiven Handys ruft bei den Probanden, je nach
deren Vorbelastung, ihrem physiologischen bzw. vegetativen Zustand und ggf.
Elektro-Sensibilität, eine unterschiedliche Veränderung der Frequenzband-Amplitu-
den hervor.

Zusammenfassend führt die Auswertung der Messdiagramme zu folgenden
Erkenntnissen, die durch zielgerichtete weiterführende Studien untermauert werden
könnte:

•   Die Benutzung von mobiler Kommunikationstechnik führte generell zur einer
    erhöhten EEG-Aktivität gegenüber den Messwerten der Baseline der Probanden,
    welche gesundheitlich negativ dargestellt werden muss.
•   Verantwortlich für die erhöhte EEG-Aktivität des aktiven Handys im Nahbereich ist
    immer eine erhebliche niederfrequente Störstrahlung, die insbesondere in diesem
    Gutachten bei 35 Hz (aber auch bei niedrigeren Frequenzen) festgestellt wurde.
•   Im Fernbereich ist ebenfalls eine schwächere niederfrequente Störstrahlung
    durch die brainmaster-Versuche bestätigt worden.
•   Die unmittelbaren Auswirkungen dieser niederfrequenten Störstrahlung auf den
    Organismus ist noch zu erforschen.
•   Die Mehrzahl der Messergebnis-Diagramme der Neurofeedback-Untersuchung
    spricht für die Schutzwirkung der SAFER CALL Chips, eine statistische
    Auswertung ist aufgrund der geringen Anzahl der Probanden nicht möglich.

                                                                              Seite 25
•   Bei jungen Menschen ist die Fähigkeit Elektrosmog-Stress schon nach sehr
    kurzer Zeit abzubauen sehr viel besser ausgeprägt als bei älteren Menschen.
    Entsprechend zeigen die EEG-Messungen bei jungen Leuten, mit aller Vorsicht
    und Einschränkung bei unserer geringen Probandenzahl, weniger signifikante
    Unterschiede in den Messungen mit und ohne Verwendung des SAFER CALL
    Chips. (mit Ausnahme der Vers. Pers. Nr. 21 in Bild 17).
•   Ältere Probanden zeigten durchweg einen geringen Anstieg in der EEG-Aktivität
    während des Handy-Telefonates nach der Baseline-Messung (mit und ohne
    SAFER CALL Modul). Diejenigen unter den älteren Personen, die wir für
    entspannungsgeübter hielten, zeigten dann auch noch einen Unterschied in der
    Messung mit und ohne SAFER CALL Modul. Ihre EEG-Aktivität war geringer
    während des Telefonats mit Modul als ohne. Diese Beobachtung spricht für die
    positive Schutzwirkung des SAFER CALL Protection Sticker.
•   Inwieweit die sicherlich vorhandene hochfrequente Strahlung (im Kilo-, Mega- und
    Gigahertz-Bereich) des aktiven Handy die vegetative Stimmung von Probanden
    negativ beeinflusst, kann im Rahmen von EEG-Messungen nicht dargestellt
    werden. Dazu sind andere elektrische/elektronische Messverfahren erforderlich.




                                                                             Seite 26
Teil B

Untersuchung und Bewertung der Protection Sticker SAFER CALL der
Schernhof Bio-Vital-Technologie hinsichtlich der Schutzwirkung gegen
hochfrequente elektromagnetische Strahlenbelastung des menschlichen
Organismus insbesondere bei Nutzung mobiler Telekommunikationstechnik
unter Anwendung des Biofeedbackverfahrens.

Ergänzend zur Untersuchung der Veränderung von Gehirnwellen bei hochfrequenter
Strahlenbelastung mit modernen Neurofeedback-EEG’s, ist es das Ziel dieser Unter-
suchung, weitere Signale des vegetativen Nervensystems im Rahmen klassischer
Biofeedback-Technologie bei Benutzung mobiler Kommunikationstechnik am
menschlichen Organismus zu messen und auszuwerten.
Grundsätzlich ist zu erwarten, dass elektromagnetische Wellen biologische
Wirkungen verursachen, die nachteilige Folgen für die Gesundheit haben können.
Eine solche biologische Wirkung ist nachweisbar, wenn es zu erkennbaren und
physiologischen Veränderungen im biologischen System kommt.

Im Versuchsaufbau wurde bei allen Testpersonen ein handelsübliches DECT-Telefon
Siemens Gigaset 210 verwendet. Die Hausanschlussstation wurde, von den
Probanden räumlich getrennt, installiert. Die Testperson sollte sich im
Protokollverlauf entspannen, die Funkverbindung zu einem anderem Telefon mit
oder ohne dem SAFER CALL Chip wurde durch den Protokollführer hergestellt. Der
mobile Hörer des DECT-Telefons wurde durch eine Vorrichtung möglichst nah am
linken Ohr des Probanden platziert.

Technische Daten Gigaset 210
• Frequenzbereich: 1880 – 1900 MHZ
• 120 Duplexkanäle
• 10 mW mittlere Leistung pro Kanal

B.1. Biologische Messung mit dem Biofeedbackverfahren

B. 1.1 Erläuterungen zum Prinzip des Biofeedbackverfahrens

Biofeedback beruht auf dem Prinzip der Rückmeldung von normalerweise
unbewussten körperlichen Funktionen. Diese wissenschaftliche Methode wurde dafür
entwickelt, dass der Mensch eine willentliche Kontrolle über sein physiologisches
System erlernen kann, wenn ihm die Signale verschiedener Körperfunktionen, wie
z.B.:
   • Muskelspannung
   • Hauttemperatur
   • Herz- und Atemtätigkeit, Blutdruck
   • Hautleitwert

optisch als digitale Anzeige oder akustisch zurückgemeldet werden. Prinzipiell erfolgt
die Darstellung der grafischen Anzeige durch den Computer auf der Grundlage der
Erfassung exakter technischer Messwerte durch speziell entwickelte Sensoren.

                                                                               Seite 27
Jede Veränderung einer Schwingung im Umfeld wird im menschlichen Organismus
ausgewertet und erzeugt eine Reaktion des vegetativen Nervenssystems. Beim
Erkennen einer unangenehmen oder schädlichen Schwingung aktiviert der
Organismus zunächst den Sympathikus als Schutzreaktion. Indem er den
Energieumsatz, den Blutdruck und die Herzfrequenz steigert, kann sich der
Organismus der äußeren Belastung anpassen. Dabei wird die Aufmerksamkeit
erhöht und die Steigerung der Blutzufuhr zur Muskulatur ermöglicht rasches
Handeln. Die Aktivierung des Sympathikus erleben wir bei einer großen Aufregung
deutlich selbst, da sie mit einer allgemeinen Erregung einhergeht.

Entsprechend der eigenen Sensibilität des Menschen gilt dies auch für Störungen
durch elektromagnetische Felder, die Erregung ist jedoch meist unter dem
Schwellenwert, der körperlich wahrgenommen wird. Durch die sensible moderne
Messtechnik ist es möglich, auch kleinste Parameter der Erregung messtechnisch zu
erfassen und darzustellen.

Die Aktivierung des Parasympathikus ist subjektiv noch schwerer zu spüren und
auch objektiv weniger gut zu erkennen. Bemerkbar wird die parasympathische
Erregung durch ein behagliches Gefühl und Deaktivierung der Schweißdrüsen-
tätigkeit.

In lebensbedrohlichen Situationen wird sowohl das sympathische als auch das
parasympathische System gleichzeitig aktiviert. In solch einer Situation kommt es
deshalb unmittelbar zu Herzklopfen oder Erblassen, bedingt durch die sympathische
Erregung. Etwas verzögert kann mit dem Gefühl von Schwere und Übelkeit der
Magen die Aktivierung des Parasympathikus ankündigen.

Weniger dagegen ist allgemein bekannt, dass im Vorfeld der Stressreaktion
wesentliche Veränderungen im Körper stattfinden. Wenn der Körper unverträglichen
Informationen oder Schwingungen ausgesetzt wird, versucht er sich beispielsweise
elektrophysikalisch zu schützen, indem er die Durchlässigkeit gegenüber dieser
Schwingung vermindert. Praktisch geschieht das durch die Erhöhung des
Hautwiderstandes. Die Schweißdrüsenaktivität steigert die elektrische Leitfähigkeit
und macht so das Erregungsniveau messbar. Die Hautleitfähigkeit ist unmittelbar an
den Sympathikus gekoppelt, der den Körper aktiviert (sog. Angriffs- und
Fluchtverhalten). Diese Kurve wird auch bei Untersuchungen hinsichtlich
„Elektrostress“ signifikant zu betrachten sein.

Je höher die Herzrate, die in Schlägen pro Minute ermittelt wird, desto größer ist
auch die momentane Beanspruchung, doch Erfahrungswerte zeigen, dass bei einer
komplexen Belastung die Herzrate auf kurzfristige Belastungsspitzen z.T. träge
reagiert und nur langsam auf das Ausgangsniveau zurückgeht.

Ausgangsbasis für die Bewertung der Messdaten der einzelnen Testpersonen bildet
immer die sogenannte „Baseline“ – der Sitzungsreport des Probanden in einer
neutralen Periode ohne Belastung zu Beginn des Messprotokolls.




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B.1.2 Gewähltes Messgerät und Sensoren

Für die biologische Messung der harmonisierenden Wirkung der Protection Sticker
SAFER CALL wurde eines der modernsten Biofeedbackgeräte eingesetzt. Das
Messgerät „NEXUS 10“ der Firma MIND MEDIA ermöglicht die Erfassung der
ganzen Bandbreite physiologischer Signale im Bereich von Biofeedback und
Neurofeedback und eröffnet mit der BioTrace+ Software eine neue Dimension für
physiologische Messungen.

Die BioTrace+ Software gestattet die schnelle grafische Gestaltung der Messwerte
auch in 3 D-Format bzw. mit Zusatzgeräten die Aufzeichnung von Videos. Die
Messdaten können durch Exportfunktionen beliebig zur Auswertung an andere
Datenbanken oder in Kalkulationsprogramme (z.B. Excel) übergeben werden.

Dem allgemeinen Trend der Entwicklung folgend, hat der Hersteller des
Biofeedbacksystems für die Datenübermittlung von den Sensoren des Messgerätes
zum PC eine drahtlose „Blue Tooth“ Verbindung eingesetzt. Diese Datenübertragung
ist prinzipiell kritisch zu betrachten, da ein zusätzliches hochfrequentes EMF erzeugt
wird. Für die biologische Messung mussten Sender und Empfänger zusätzlich
entstört werden, da sonst eine Beeinflussung der Messdaten durch diese
Funkverbindung erfolgt. Das Messgerät wurde zusätzlich nicht direkt am Probanden,
sondern in dem durch die Kabellänge der Sensoren möglichen Abstand installiert,

Zum Einsatz für die Messung der biologischen Wirkung der SAFER CALL – Chip
wurden folgende bewährte und in der Praxis erprobte Kanäle ausgewählt:


B. 1.2.1 EDA-Sensor (elektrodermale Aktivität)

Mit diesem Sensor können die bioelektrischen Eigenschaften der Haut (auch als
Hautwiderstand oder Hautleitfähigkeit beschrieben) erfasst werden. Dabei wird über
2 Elektroden eine niedrige Gleichspannung in das Hautareal geleitet. Über die
Aktivität der Schweißdrüsen, infolge vermehrter Schweißsekretion, fließt ein stärkerer
Strom durch das Hautareal zwischen beiden Elektroden. Die Leitfähigkeit der Haut ist
erhöht. Gleichzeitig verringert sich gemäß den physikalischen Gesetzen der
Hautwiderstand. Stressreize zeigen sich durch einen Anstieg des Hautleitwert-
niveaus, aber auch die Erholungszeit nach der Hautleitwertreaktion ist ein
interessanter Kennwert der EDA.

Die Hauleitfähigkeit wird ausschließlich durch den Sympathikus gesteuert und ist
damit ein wichtiger Indikator für Stressreaktionen. Für die Vergleichbarkeit der Daten
wurden bei allen Messungen dieses Protokolls die Elektroden ausschließlich an den
distalen Gliedern des Zeige- und Ringfingers der rechten Hand der Probanden
angebracht. Die Messwerte werden in der y-Achse der Grafik in der Maßeinheit
µSiemens angezeigt, die x-Achse stellt jeweils die Zeitachse des Protokolls dar.

B. 1.2.2 BVP-Sensor auch Photoplethysmograhie genannt.

Bei diesem Verfahren wird von einer Lichtquelle Infrarotlicht auf das Hautgewebe
projiziert und die Menge des von diesem Gewebe reflektierten Lichts von einem
                                                                               Seite 29
photoelektrischen Sensor erfasst. Bei jedem Herzschlag wird Blut durch die
peripheren Gefäße gepresst.
Sowohl die Ausdehnung der Gefäße unter der Lichtquelle, als auch die Menge des
an den Photosensor reflektierten Lichts verändert sich.

Je mehr Blut sich im Untersuchungsabschnitt befindet, desto mehr Licht wird
absorbiert und folglich weniger reflektiert. Die Auswertung der pro Herzschlag
ausgeworfenen Blutmenge und dem peripheren Widerstand (Gefäßstatus) ermöglicht

die Erfassung der Herzrate (Maß: Schläge pro Minute). Ein weiterer indirekt erfasster
Kennwert dieser Geräteserie berechnet die Pulsamplitude.

Bislang wurde die digitale Analyse von PPG-Daten nur in Ansätzen genutzt. Die in
der Kurve der Pulsamplitude aufgezeichneten Werte repräsentieren die Durchblutung
und zwar fiktiv in % zur maximalen Durchblutung. Bei Stress wird durch den
Sympathikus der Blutdruck gesteigert und die Gefäße enger gestellt, also weniger
durchblutet. Herzrate und Pulsamplitude unterliegen sowohl der Steuerung des
Sympathikus (Aktivierung, Fluchtreaktion) als auch dem Parasympathikus
(Beruhigung, Entspannung). Der BVP-Sensor wurde bei allen Messungen am kleinen
Finger der rechten Hand der Testperson befestigt.

B. 1.2.3 Temperatur-Sensor

Mit diesem Sensor kann die Temperaturveränderung der Haut des Probanden im
Testverlauf gemessen werden. Die Hauttemperatur ändert sich u.a. in Abhängigkeit
davon, wieviel Blut durch das Gewebe fließt und wird über ein Thermoelement
(Thermistor) gemessen. Die standardmäßige Messeinheit ist Grad Celsius.

Für spezielle Einsatzfälle und Nachweise      können weitere Sensoren eingesetzt
werden, wie z.B:

•   RSP Sensor für die Darstellung der Atmungstiefe und Atmungsfrequenz
•   EMG Sensor für die Erfassung der elektrischen Muskelaktivität

Erfahrungsgemäß wird die Belastung des menschlichen Organismus durch
elektromagnetische Felder am deutlichsten in den Messwerten der Hautleitfähigkeit
und der Hauttemperatur zurückgemeldet. Die Veränderung der Hauttemperatur ist in
Abhängigkeit von den fiktiven Werten der Durchblutung auszuwerten.



B. 2 Durchführung der biologischen Messung mit dem Biofeedbackverfahren

B. 2.1 Auswahl der Probanden und gewähltes Messprotokoll

Die Durchführung der biologischen Messungen erfolgte für alle Probanden im
gleichen Versuchsraum und unter den gleichen Bedingungen. Die Raumtemperatur
wurde konstant im Zeitraum der Untersuchung auf 21 Grad Celsius gehalten.
Die Testpersonen wurden aus Personen beiderlei Geschlechts und verschiedenen
Altersgruppen ausgewählt.
                                                                              Seite 30
Erläuterung des Messprotokolls:

   •   Einweisung der Testperson in das Prinzip und die Dauer des Messvorgangs
   •   10 Minuten Messung der Baseline ohne EMF-Störfeld
   •   5 Minuten EMF-Störfeld Hochfrequenz – das Mobilteil des DECT–Telefons
       ist, mit vollzogener Einwahl auf ein entferntes Telefon, nahe dem linken Ohr
       des Probanden platziert. Das Mobilteil und die Anschlussstation des DECT-
       Telefons tragen den SAFER CALL Chip
   •   5 Minuten EMF-Störfeld Hochfrequenz (DECT wie vor, jedoch ohne SAFER
       CALL Chip. Die Anschlussstation des DECT Telefons ist gleichbleibend stets
       räumlich getrennt von der Testperson installiert.

Aus Datenschutzgründen werden die Personalien der Testpersonen im Gutachten
nicht protokolliert.

Das Informationsfeld des SAFER CALL Chip soll nach Herstellerangaben
insbesondere das negative Potential der Energie-Informationskomponente des
elektromagnetischen Feldes verändern. Die dem elektrischen Feld innewohnende
Energie wird dabei nicht gedämpft, so dass in der Periode 2 und 3 des
Messprotokolls der Proband zunächst an die gleiche Energie des
elektromagnetischen Feldes ankoppeln könnte.
Für die Auswertung werden deshalb die Werte der jeweils letzten 3 Minuten jeder
Sitzungsperiode herangezogen. Die spontanen Rückmeldungen des vegetativen
Nervensystems der Testpersonen sind in diesem Zeitraum im Wesentlichen
abgeklungen. Die jeweiligen Signale haben sich in diesem Bewertungszeitraum im
Wesentlichen auf die neue Feldsituation eingestellt. Somit ergibt sich für die
Auswertung der Mittelwerte eine reale Tendenz. In der Grafik ist das statistisch
ausgewertete Feld jeder Periode dunkel hinterlegt.

Spezielle Reaktionen der Testpersonen, die Auswirkungen auf das Protokoll haben,
werden jeweils im Protokollbericht der einzelnen Sitzung beschrieben.

B. 2.2 Grundsätzliche Erläuterung zur Grafik der Sitzungsreporte

In allen folgenden Grafiken der Sitzungsreporte wird stets die gleiche Reihenfolge
der Auswertung der Messergebnisse aufgezeichnet. Von oben nach unten sind
folgende Liniengrafiken zu finden:

   •   SC/GSR – Hautleitwert (gemessen in µSiemens)- Farbe blau
   •   Hauttemperatur ( gemessen in Grad Celsius) – Farbe rot
   •   Puls- Amplitude (repräsentiert die Durchblutung fiktiv zur Maximaldurchblutung
       in %) – Farbe grün

In der Grafik ist jeweils auf der gemeinsamen x-Achse die Zeit in Minuten
abgetragen, während für jeden Messwertbereich, entsprechend den gemessenen
Spitzenwerten, eine eigene y-Achse abgebildet ist. Der Sitzungsreport wird in der
Regel für den gesamten Zeitraum der Messung zusammengefasst dargestellt, in
Einzelfällen erscheint eine zeitlich vergrößerte Darstellung der Messwerte bestimmter
Zeitbereiche des Protokolls zum besseren Verständnis sinnvoll. Die senkrechten


                                                                              Seite 31
Markierungen zeigen die Perioden des Protokolls und ggf. Bemerkungen über
besondere Umstände im Protokollverlauf an.

Die statistische Auswertung in den nachfolgend dargestellten Tabellen der
Testpersonen erfolgt auf der Grundlage der protokollierten Messwerte durch das
Messprogramm nach wissenschaftlicher Methodik.

Die relativ geringe Anzahl an Testpersonen lässt eine rein mathematische
statistische Gesamtauswertung nicht zu.

B. 3.3     Messprotokolle

B. 3.3.1     Sitzungsreport Testperson 1




Informationen zur Testperson Nr. 1 und Auswertung der Grafik

Die Testperson ist weiblich Alter > 60 Jahre und nutzt weder Handy noch DECT-
Telefon.

Periode 1 - Baseline
Trotz Akklimatisierungsphase vor der Messung nimmt die Durchblutung und damit
korrelierend auch die Hauttemperatur erst in der Baseline zu. Die Hautleitfähigkeit
verläuft in der Baseline annähernd konstant.



                                                                               Seite 32
Periode 2 – Telefonat mit SAFER CALL
Das hochfrequente Feld des DECT-Telefons wird in der Kurve der Hautleitfähigkeit
am deutlichsten registriert. Die Schweißdrüsenaktivität nimmt spontan zu, sinkt aber
nach Auswertung der Information unter leichten Fluktuationen in der Periode 2
wieder bis fast auf die Werte der Baseline ab.
Das Durchblutungsniveau sinkt spontan, die Kurve bleibt während der Messperiode 2
konstant auf diesem Niveau, trotzdem ist durch Ankopplung an die Energie des
elektrischen Feldes ein Anstieg der Hauttemperatur zu verzeichnen.

Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Der Hautleitwert erreicht in dieser Periode ein deutlich höheres Niveau. Unter starken
Fluktuationen, die als Stress des Nervensystems zu definieren sind, ist keine
sinkende Tendenz des Hautleitwerts bis zum Ende des Messprotokolls ersichtlich,
der Sympathikus bleibt aktiviert. Die Hauttemperatur nimmt durch Ankopplung an das
elektrische Feld weiter zu, obwohl die Durchblutung im niedrigen Niveau bleibt.

 Session Overwiev Statistics- Testperson 1
 Min        Max        Mean      Variance    StdDev    Coeff.V   Sensor
 Periode 1 - Baseline
 1.37       2.04       1.44      0.00        0.06      0.04      SC/GSR
 23,79      28.66      26.33     1.88        1.37      0.05      Temperatur
 15.91      52.56      42.55     21.85       4.67      0.11      BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 1.63       1.88       1.75      0.00        0.06      0.04      SC/GSR
 31.08      33.60      32.51     0.56        0.75      0.02      Temperatur
 21.75      44.94      35.97     14.89       3.86      0.11      BVP Amplitude
 Periode 3- Telefonat ohne SAFER CALL
 1.91       2.40       2.11      0.01        0.10      0.05      SC/GSR
 34.01      34.77      34.47     0.06        0.24      0.01      Temperatur
 22.64      44.46      35.15     15.85       3.98      0.11      BVP Amplitude




                                                                               Seite 33
B. 3.3.2 Sitzungsreport Testperson 2




Informationen zur Testperson Nr. 2 und Auswertung der Grafik
Die Testperson ist weiblich, Alter > 60 Jahre und nutzt weder Handy noch DECT-
Telefon.

Periode 1 - Baseline
In der Baseline tendiert die Kurve der Hautleitfäigkeit mit sinkenden Werten zur
Entspannung, das bestätigt ebenfalls die ansteigende Temperatur.

Periode 2 – Telefonat mit SAFER CALL
Die Testperson reagiert in der Kurve des Hautleitwertes nur träge mit einer leichten
Erregung auf die Feldveränderung in Periode 2. Die Hauttemperatur wechselt den
Anstieg in Abhängigkeit der BVP Amplitude, die sich zum Ende der Periode 2 wieder
mit einem kontinuierlichen Verlauf auf die Feldveränderung eingepegelt hat.

Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Das Entfernen des SAFER CALL Chip in der Periode 3 des Messprotokolls wird mit
einer spontanen Reduzierung der Durchblutung und in der Folge mit einem
unrhythmischen Schwingungsverlauf zurückgemeldet. Die disproportionale Erhöhung
der Hauttemperatur resultiert aus der Ankopplung an die Energie des
elektromagnetischen Feldes. Erst ab der 19. Minute wird die Schweißdrüsenaktivität
erhöht. Anstieg und Spontanfluktuationen des Hautleitwertes zeigen die Tendenz zur
Stresserhöhung und damit zur Aktivierung des Sympathikus.
                                                                             Seite 34
 Session Overwiev Statistics – Testperson 2
 Min        Max        Mean      Variance StdDev     Coeff.V    Sensor
 Periode 1 - Baseline
 0.64       0.64       0.64      0.00      0.00      0.00       SC/GSR
 35.39      35.58      35.48     0.00      0.05      0.00       Temperatur
 18.03      59.72      38.28     83.59     9.14      0.24       BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 0.63       0.64       0.63      0.00      0.00      0.00       SC/GSR
 35.56      35.67      35.61     0.00      0.02      0.00       Temperatur
 16.48      59.35      39.75     105.55    10.27     0.26       BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 0.63       0.68       0.64      0.00      0.01      0.02       SC/GSR
 35.63      35.75      35.70     0.00      0.03      0.00       Temperatur
 18.67      52.10      36.76     54.54     7.38      0.20       BVP Amplitude



B. 3.3.3 Sitzungsreport Testperson 3




Informationen zur Testperson Nr. 3 und Auswertung der Grafik
Die Person ist männlich, Alter über 50 Jahre und benutzt kein Handy.




                                                                            Seite 35
Periode 1 – Baseline
Die ansteigenden Werte der Hauttemperatur in der Baseline korrelieren mit der Zu-
nahme der Durchblutung im gleichen Zeitraum. Die Hautleitfähigkeit der Testperson
liegt bei sehr niedrigen Werten (wenig Schweißbildung, trockene Haut) und ist in
dieser Periode relativ konstant. Man kann deshalb von einer Entspannung des
Probanden in der Baseline ausgehen.

Periode 2- Telefonat mit SAFER CALL
Gleich zu Beginn des Telefonats mit dem SAFER CALL Chip nehmen die
Hautleitwerte als Zeichen der Stresserhöhung linear konstant zu. Die ebenfalls
konstante Aktivierung der Durchblutung spiegelt sich in der linear ansteigenden
Kurve der Hauttemperatur in dieser Periode wieder.

Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Nach dem Entfernen des SAFER CALL Chip vom DECT-Telefon meldet das
vegetative Nervensystem mit weiter steigenden Werten und leichten Fluktuationen
der Hautleitfähigkeit eine deutliche Stresszunahme. Die Hauttemperatur und die BVP
Amplitude zeigen bis zum Ende des Messprotokolls ebenfalls eine steigende
Tendenz. In der Periode 3 wird der Kurvenverlauf der BVP Amplitude wesentlich
diskontinuierlicher, es kommt zu Artefakten.


 Session Overwiev Statistics – Testperson 3
 Min        Max        Mean      Variance StdDev    Coeff.V   Sensor
 Periode 1 - Baseline
 0.44       0.45       0.44      0.00      0.01     0.01      SC/GSR
 23.90      26.45      25.04     0.48      0.70     0.03      Temperatur
 10.05      24.59      15.37     7.27      2.70     0.18      BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 0.50       0.54       0.51      0.00      0.01     0.02      SC/GSR
 29.14      31.69      30.55     0.51      0.71     0.02      Temperatur
 12.79      39.11      28.90     8.13      2.85     0.10      BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 0.57       0.61       0.59      0.00      0.01     0.02      SC/GSR
 32.78      33.58      33.21     0.06      0.24     0.01      Temperatur
 1.80       50.05      35.97     15.36     3.92     0.11      BVP Amplitude




                                                                            Seite 36
B. 3.3.4 Sitzungsreport Testperson 4




Informationen zur Testperson Nr. 4 und Auswertung der Grafik
Die Testperson ist weiblich, Alter > 40 Jahre. Sie benutzt seit Jahren Handys nur mit
Schutz.

Periode 1 - Baseline
Die Kurve der Hautleitfähigkeit und der Temperatur signalisieren bis zur 4. Minute die
Entspannung der Probandin. Ab der 5. Minute gibt es eine leichte Stresszunahme,
auf Befragung konnte die Testperson keine Aussage dazu machen. Die Hautleitwerte
liegen allerdings auch in einem sehr niedrigen Niveau.

Periode 2 – Telefonat mit SAFER CALL
Die Feldveränderung in der Periode 2 des Messprotokolls wird deutlich zurückge-
meldet. Die steigenden Werte und Fluktuationen der Hautleitfähigkeit zeigen die
Schweißdrüsenaktivierung zur Abschirmung des Organismus an. Trotz sinkender
Tendenz der Durchblutung bleibt die Hauttemperatur auf annähernd gleichem Niveau
bei etwas unruhigem Kurvenverlauf.

Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
In der Periode 3 setzt sich der Trend zur Aktivierung der Sympathikus deutlich
verstärkt fort. Bis zum Ende des Messprotokoll steigt das Erregungsniveau der
Hautleitleitfähigkeit. Trotz anhaltend sinkender Tendenz der BVP Amplitude bleibt die
                                                                               Seite 37
Hauttemperatur annähernd konstant, was auf eine Ankopplung des Organismus an
die Energie des Feldes schließen lässt. Die Testperson 4 reagiert äußerst sensibel
auf hochfrequente elektromagnetische Wellen.

 Session Overwiev Statistics – Testperson 4
 Min        Max        Mean      Variance StdDev    Coeff.V   Sensor
 Periode 1 - Baseline
 0.55       0.83       0.73      0.00      0.04     0.06      SC/GSR
 35.26      35.66      35.52     0.01      0.12     0.00      Temperatur
 19.16      62.78      47.05     55.87     7.47     0.16      BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 0.76       1.08       0.87      0.00      0.06     0.07      SC/GSR
 35.50      35.74      35.64     0.01      0.07     0.00      Temperatur
 17.51      50.79      37.91     37.61     6.13     0.16      BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 0.89       1.20       0.99      0.00      0.07     0.07      SC/GSR
 35.61      35.78      35.69     0.00      0.05     0.00      Temperatur
 12.03      47.37      34.33     36.09     6.01     0.17      BVP Amplitude


B. 3.3.5 Sitzungsreport Testperson 5




Informationen zur Testperson Nr. 5 und Auswertung der Grafik

Die Testperson ist weiblich, Alter > 50 Jahre.
                                                                            Seite 38
Sie hat nach gesundheitlichen Problemen das DECT-Telefon im Wohnhaus durch
ein Modell ct1+ ersetzt.

Periode 1 - Baseline
Die Werte der Hautleitfähigkeit bleiben in Periode 1 konstant, die Testperson hat eine
sehr trockene Haut und auch Allergieprobleme.
Trotz steigender Durchblutung sinkt die Körpertemperatur umgekehrt proportional bis
zum Ende der Periode 2..

Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
Die Feldveränderung wird durch das vegetative Nervensystem nicht zurückgemeldet.
In dieser Periode des Messprotokolls pegelt sich die BVP Amplitude auf einen
gleichmäßigen Verlauf ein. Die Kurve der Hauttemperatur und des Hautleitwerts
setzen den Trend der Periode 1 fort.

Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
Mit Entfernen des SAFER CALL Chip kommt es zu einem spontanen linearen
Anstieg der Temperaturkurve bis über den Ausgangspunkt der Baseline, der nicht
aus der Durchblutung sondern aus dem Ankoppeln an das elektromagnetische Feld
resultiert. Ab der 17.Minute des Protokolls zeigt sich auch die Stresszunahme in der
Kurve der Hautleitfähigkeit. Nach der zunächst sehr trägen Rückmeldung von
Signalen, wird die Feldveränderung durch das ungeschützte Mobilteil jetzt sehr
deutlich registriert. Die BVP Amplitude neigt wieder zu einem unregelmäßigen
Verlauf.

 Session Overwiev Statistics – Testperson 5
 Min        Max        Mean      Variance StdDev       Coeff.V   Sensor
 Periode 1 - Baseline
 0.41       0.41       0.41      0.00      0.00        0.00      SC/GSR
 24.66      24.97      24.81     0.01      0.09        0.00      Temperatur
 8.55       16.72      11.43     1.93      1.39        0.12      BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 0.41       0.41       0.41      0.00      0.00        0.00      SC/GSR
 24.19      24.45      24.32     0.01      0.07        0.00      Temperatur
 7.04       17.14      11.66     2.71      1.65        0.14      BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 0.42       0.45       0.44      0.00      0.00        0.01      SC/GSR
 24.24      25.96      25.66     0.06      0.23        0.01      Temperatur
 6.28       22.13      12.13     4.00      2.00        0.16      BVP Amplitude




                                                                               Seite 39
B. 3.3.6     Sitzungsreport Testperson 6




Informationen zur Testperson Nr. 6 und Auswertung der Grafik

Die Testperson 6 ist männlich, Alter > 50 Jahre.

Periode 1 - Baseline
In der Baseline zeigen der Hautleitwert mit sinkender Tendenz und die Kurve der
Hauttemperatur mit steigenden Werten eine Entspannung der Testperson in dem
zunächst ungestörtem Feld der Periode 1 an.

Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
Der leichte Anstieg der Kurve der Hautleitfähigkeit deutet auf langsame Erregung des
Nervensystems. Die Temperaturkurve folgt in dieser Periode exakt der Tendenz der
BVP Amplitude.

Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Das Entfernen des SAFER CALL Chip wird durch einen deutlichen Impuls der BVP
Amplitude zurückgemeldet, die in der Kurve der Hauttemperatur sich widerspiegelt.
Die Pulsamplitude tendiert in der Periode 3 zu sinkenden Werten, dem die
Temperaturkurve folgt. Gegenüber der Baseline erhöht sich die Tendenz zum
Sympathikus. Die veränderte Feldinformation ist dem Organismus nicht unbekannt,
nach spontaner Erhöhung der Schweißdrüsenaktivität zu Beginn der Periode 3, setzt
                                                                             Seite 40
später wieder der Trend zur Entspannung ein, die Hautleitwerte fallen wieder auf das
Niveau der Periode 2. Die BVP Amplitude bleibt allerdings in diesem Zeitraum bei
den niedrigsten Werten im Protokollverlauf.

 Session Overwiev Statistics – Testperson 6
 Min        Max        Mean      Variance StdDev     Coeff.V    Sensor
 Periode 1 - Baseline
 0.93       0.97       0.94      0.00      0.02      0.02       SC/GSR
 32.36      33.63      32.90     0.19      0.44      0.01       Temperatur
 11.11      52.01      32.14     57.51     7.58      0.24       BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 0.98       1.00       0.99      0.00      0.00      0.00       SC/GSR
 33,67      33.97      33.87     0.00      0.07      0.00       Temperatur
 11.84      51.39      28.46     67.60     8.22      0.29       BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 0.98       1.04       0.99      0.00      0.01      0.01       SC/GSR
 33.41      33.84      33.63     0.01      0.11      0.00       Temperatur
 8.29       38.93      20.65     35.47     5.96      0.29       BVP Amplitude

B. 3.3.7 Sitzungsreport Testperson 7




Informationen zur Testperson Nr. 7 und Auswertung der Grafik

Die Testperson ist männlich, Alter > 50 Jahre. Im privaten Haushalt werden Handy
und DECT-Telefon genutzt.
                                                                             Seite 41
Periode 1- Baseline
Der Trend zur Entspannung, angezeigt durch sinkende Tendenz der Hautleitwerte
und ansteigende Temperaturkurve wird durch die senkrecht markierte Bewegung
unterbrochen, die Testperson hat die Brille abgenommen. Im weiteren Zeitraum der
Baseline kommt es wieder zur Entspannung.

Periode 2 – Telefonat mit SAFER CALL
Die Feldveränderung durch das Mobiltelefon wird deutlich in der Kurve der
Hautleitfähigkeit zurückgemeldet, nach dem spontanen Anstieg sinkt die Kurve unter
Fluktuationen aber in relativ kurzer Zeit wieder annähernd auf die Werte der
Baseline. Der Stress löst sich schnell. In der BVP Amplitude zeigt sich allerdings
nach der 15. Minute ein deutlicher Trend zu einer sinkenden Tendenz. Die
Hauttemperatur bleibt durch Ankopplung an die Energie des Feldes auf dem
bisherigen Niveau.


Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Das Entfernen des SAFER CALL Chip löst in der Kurve der Hautleitfähigkeit zwar
einen nicht so intensiven Impuls aus wie in Periode 2, die Aktivierung der
Schweißdrüsen bleibt aber in dieser Periode anhaltend auf einem deutlich höheren
Niveau. Die Fluktuationen treten bis zum Ende des Messprotokolls auf.
Die BVP Amplitude bleibt unter unruhigem Verlauf im niedrigen Niveau, die Tempe-
raturkurve verläuft weiterhin mit der Energie des Feldes konstant.

 Session Overwiev Statistics – Testperson 7
 Min        Max        Mean      Variance StdDev    Coeff.V   Sensor
 Periode 1 - Baseline
 1.86       3.30       2.04      0.03      0.18     0.09      SC/GSR
 33.16      33.79      33.52     0.04      0.20     0.01      Temperatur
 11.23      37.00      23.89     22.35     4.73     0.20      BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 1.96       2.33       2.10      0.01      0.08     0.04      SC/GSR
 33.11      33.72      33.48     0.05      0.22     0.01      Temperatur
 5.84       32.45      16.90     21.61     4.65     0.28      BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 2.08       2.57       2.26      0.01      0.11     0.05      SC/GSR
 32.89      33.75      33.49     0.06      0.24     0.01      Temperatur
 8.66       32.24      18.05     22.41     4.73     0.26      BVP Amplitude




                                                                            Seite 42
B. 3.3.8     Sitzungsreport Testperson 8




Informationen zur Testperson Nr. 8 und Auswertung der Grafik

Die Testperson ist weiblich und gerade 50 Jahre alt. Sie benutzt keine Handy und ein
Mobiltelefon vom Typ ct1+.

Periode 1 - Baseline
Zum Zeitpunkt der Untersuchung hatte die Probandin eine leichte Erkältung,
möglicherweise ist dies die Ursache für die Fluktuationen in der Kurve des
Hautleitwertes in der Baseline. Es kommt in der 1. Periode des Protokolls zu keiner
echten Entspannung, auch die Hautemperatur hat eine fallende Tendenz.

Periode 2 – Telefonat mit SAFER CALL
Die Feldveränderung durch das Mobiltelefone wird in der Kurve der Hautleitfähigkeit
mit einem deutlichem Anstieg zurückgemeldet. Durch Spontanfluktuationen wird die
Zunahme von Stress und die Aktivierung des Sympathikus angezeigt. Ab der
13. Minute des Protokolls ist die Information der Feldveränderung ausgewertet, es
zeigt sich wieder ein Trend zur Entspannung. Die Kurve der Hautleitfähigkeit verläuft
wieder geringfügig über dem Trend der Baseline. Die Temperaturkurve setzt mit
weiter fallender Tendenz den Trend der Baseline fort. Die Pulsamplitude verläuft
auch in dieser Periode konstant, der Verlauf ist sehr gleichmäßig.


                                                                              Seite 43
Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Zunächst wird allein in der Kurve der Hautleitfähigkeit das veränderte Feld
zurückgemeldet. Die durch Fluktuationen in dieser Kurve gekennzeichnete Erhöhung
von Stress hält bis zum Ende des Messprotokolls an, es gibt in dieser Periode keine
Tendenz zur Entspannung.

In der 20. Minute steigt in einer spontanen Reaktion die Durchblutung und damit
auch die Hauttemperatur sprunghaft an. Die Feldveränderung wird bei dieser
Testperson sehr zeitverzögert vom Nervensystem registriert, ein Zusammenhang mit
der Erkältung ist nicht ausgeschlossen.


 Session Overwiev Statistics – Testperson 8
 Min        Max        Mean      Variance StdDev     Coeff.V   Sensor
 Periode 1 - Baseline
 3.16       3.68       3.33      0.01      0.12      0.04      SC/GSR
 24.30      24.84      24.57     0.02      0.15      0.01      Temperatur
 3.12       17.86      10.09     3.09      1.76      0.17      BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 3.36       4.54       3.62      0.06      0.25      0.07      SC/GSR
 23.53      23.83      23.67     0.01      0.08      0.00      Temperatur
 3.56       13.78      8.89      1.41      1.19      0.13      BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 3.51       4.06       3.69      0.02      0.15      0.04      SC/GSR
 23.14      24.55      23.27     0.07      0.26      0.01      Temperatur
 4.30       41.81      14.24     77.73     8.82      0.62      BVP Amplitude




                                                                            Seite 44
B. 3.3.9 Sitzungsreport Testperson 9




Informationen zur Testperson Nr. 9 und Auswertung der Grafik

Die Testperson ist weiblich, Alter > 30 Jahre. Sie nutzt weder Handy noch DECT-
Telefon im Haushalt..

Periode 1 - Baseline
Die Kurve der Hautleitfähigkeit mit sinkenden Werten und die Hauttemperaturkurve
mit konstant steigenden Trend zeigen eine schnelle Entspannung der Testperson in
dieser Testperiode.

Periode 2.– Telefonat mit SAFER CALL
Die Testperson reagiert sehr sensibel auf das elektromagnetische Feld. Die Kurve
der Hautleitfähgkeit bleibt ansteigend mit geringen Fluktuationen, ab der 14. Minute
zeigt sich nach Auswertung der Feldveränderung wieder eine entspannende
Tendenz.

Periode 3.– Telefonat ohne SAFER CALL
Beim Telefonat ohne SAFER CALL zeigt sich spontan eine deutliche Stresszunahme
in der Kurve der Hautleitfähigkeit. Die Spontanfluktuationen halten deutlich länger als
in Periode 2 an, die in der 18. Minute des Protokolls abklingen. Der gesunde
Organismus der Probandin scheint in der Lage zu sein störende Schwingungen für
das biologische System zu verändern.
                                                                                Seite 45
 Session Overwiev Statistics – Testperson   9
 Min        Max        Mean      Variance   StdDev   Coeff.V    Sensor
 Periode 1- Baseline
 0.55       0.57       0.56      0.00       0.00     0.01       SC/GSR
 33.83      34.15      34.02     0.01       0.09     0.00       Temperatur
 46.90      109.67     81.54     112.02     10.58    0.13       BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 0.58       0.64       0.60      0.00       0.01     0.02       SC/GSR
 33.58      33.91      33.73     0.01       0.08     0.00       Temperatur
 40.15      118.63     83.07     231.49     15.21    0.18       BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 0.61       0.73       0.65      0.00       0.03     0.05       SC/GSR
 33.37      33.78      33.49     0.01       0.10     0.00       Temperatur
 32.57      115.94     75.99     214.32     14.64    0.19       BVP Amplitude


B. 3.3.10 Sitzungsreport Testperson 10




Informationen zur Testperson Nr. 10 und Auswertung der Grafik

Die Testperson ist weiblich, Anfang 30 Jahre. Die Probandin nutzt bereits das Handy
mit einem Schutzchip.



                                                                             Seite 46
Periode 1 - Baseline
Die Kurve des Hautleitwertes und der Hauttemperatur zeigen im Protokollbereich der
Baseline den Trend zur Entspannung der Testperson.

Periode 2 – Telefonat mit SAFER CALL
Die Feldveränderung durch das Mobilteil wird deutlich zurückgemeldet. Die spontane
Erhöhung der Schweißdrüsenaktivität wird nach Auswertung der Information
zurückgenommen, die Kurve der Hautleitwerte kehrt schnell auf die Werte der
Baseline zurück. Ab der 12. Minute sinkt die Durchblutung und damit auch die
Körpertemperatur, der Sympathikus wird aktiviert. Die Feldveränderung wird über die
Länge der Periode 2 als unangenehm empfunden.

Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Es kommt erneut zur deutlichen Erhöhung der Schweißdrüsenaktivität, diese
Erregung wird erst in einem längerem Zeitraum und unter deutlich mehr Fluktuation
als in Periode 2 abgebaut. Auch hier scheint der junge Organismus mit der störenden
Information in Resonanz zu gehen.
Der häufige Wechsel des Anstiegs der Temperaturkurve und das niedrige Niveau
des Blutvolumenstrom sind deutliche Anzeichen für den zu verarbeitenden Stress
des Nervensystems in dieser Periode.


 Session Overwiev Statistics – Testperson 10
 Min        Max        Mean        Variance    StdDev   Coeff.V   Sensor
 Periode 1 - Baseline
 0.72       0.78       0.75        0.00        0.01     0.02      SC/GSR
 35.99      36.10      36.06       0.00        0.02     0.00      Temperatur
 82.58      109.71     92.21       22.22       4.71     0.05      Herzrate
 35.51      90.71      66.25       125.83      11.22    0.17      BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 0.76       0.91       0.80        0.00        0.04     0.05      SC/GSR
 35.81      36.03      35.88       0.00        0.05     0.00      Temperatur
 80.00      125.90     91.79       36.27       6.02     0.07      Herzrate
 29.01      76.35      53.20       105.02      10.25    0.19      BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 0.82       1.03       0.90        0.00        0.06     0.07      SC/GSR
 35.70      35.98      35.86       0.00        0.06     0.00      Temperatur
 82.58      111.30     94.55       25.93       5.09     0.05      Herzrate
 32.76      91.47      62.51       118.13      10.87    0.17      BVP Amplitude




                                                                              Seite 47
B. 3.3.11 Sitzungsreport Testperson 11




Informationen zur Testperson Nr. 11 und Auswertung der Grafik

Die Testperson ist männlich, Alter Anfang 60. Die Testperson nutzt sowohl Handy
als auch DECT-Telefon im privaten Bereich im Dauergebrauch.

Periode 1 - Baseline
Die Kurve der Hautleitfähigkeit bleibt in der Baseline annähernd im konstanten
Niveau, durch eine Bewegung (Veränderung der Beinstellung) wird am Ende der
Periode 1 eine Erregung aufgebaut. Die statistischen Werte wurden trotzdem in
diesem Zeitraum ausgewertet.
Die Temperatur zeigt mit kontinuierlichem Anstieg eine Entspannung des Probanden
an.

Periode 2 – Telefonat mit SAFER CALL
Der spontane Anstieg des Hautleitwertes wird recht schnell wieder auf das Niveau
der Baseline abgebaut. Die Temperatur ist trotz gesunkener Durchblutung weiter
ansteigend, was mit der Ankopplung an die Energie des elektromagnetischen Feldes
zu begründen ist. Die BVP Amplitude zeigt zunächst einen unrhythmischen Verlauf
und verbleibt auf niedrigem Niveau.

Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Nur in der Kurve der Hauttemperatur wird mit spontanem Absinken der Feldwechsel
zurückgemeldet, das Nervensystem der Testperson reagiert eher träge auf derartige
                                                                           Seite 48
Reize. Das kann seine Ursache im gewohnten Umgang mit derartigen Feldern
haben.
Die BVP Amplitude erreicht in der Periode 3 die niedrigsten Werte, es treten mehr
Artefakte auf. Die Kurve der Hauttemperatur erreicht trotzdem das Niveau der
Periode 2. Der Anstieg des Hautleitwertes in der 19. Minute ist wieder auf eine
Bewegung zurückzuführen, die Erregung wird auch schnell wieder abgebaut.

 Session Overwiev Statistics – Testperson 11
 Min        Max        Mean      Variance StdDev   Coeff.V    Sensor
 Periode 1 - Baseline
 1.40       1.51       1.42      0.00      0.02    0.01       SC/GSR
 33.79      34.00      33.93     0.00      0.05    0.00       Temperatur
 3.37       33.10      24.21     9.00      3.00    0.12       BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 1.43       1.44       1.43      0.00      0.00    0.00       SC/GSR
 33.40      34.16      34.05     0.01      0.09    0.00       Temperatur
 11.01      29.93      23.03     8.66      2.94    0.13       BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 1.43       1.49       1.44      0.00      0.02    0.01       SC/GSR
 33.90      34.14      34.01     0.00      0.07    0.00       Temperatur
 11.81      28.64      21.33     6.71      2.59    0.12       BVP Amplitude


B. 3.3.12 Sitzungsreport Testperson 12




                                                                           Seite 49
Informationen zur Testperson Nr. 12 und Auswertung der Grafik

Die Testperson ist männlich, Alter > 50 Jahre.

Periode 1 - Baseline:
Der Anstieg der Kurve der Hautleitfähigkeit zeugt nicht von einer Entspannung des
Probanden in der Baseline. Die Hauttemperatur steigt auf eine Höhe von ca. 35 Grad
Celsius im Mittelwert und bleibt während des gesamten Protokolls relativ konstant in
diesem Niveau.

Periode 2 – Telefonat mit SAFER CALL
Mit der Feldveränderung steigen die Hautleitwerte weiter an auf das höchste Niveau
von 4,93 µSiemens, dann folgt ein Abklingen der Erregung bis zum Ende der
Periode 2. Die BVP Amplitude tendiert zum ruhigsten Verlauf im gesamten
Messprotokoll.

Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Mit Entfernen des SAFER CALL Chip steigen die Hautleitwerte auf ein höheres
Niveau bleiben ohne Entspannungstendenz in der ganzen Periode 3 auf dieser
Ebene. Trotz ansteigender Durchblutung ist zunächst stressbedingt für kurze Zeit ein
Abfallen der Hauttemperatur zu verzeichnen, danach wird das relativ konstante
Niveau von 35 Grad Celsius wieder erreicht. Die BVP Amplitude verlässt den
harmonischen Verlauf der Periode 2.


 Session Overwiev Statistics – Testperson 12
 Min        Max        Mean      Variance StdDev     Coeff.V    Sensor
 Periode 1 - Baseline
 3.71       4.20       3.92      0.01      0.12      0.03       SC/GSR
 35.18      35.68      35.40     0.02      0.15      0.00       Temperatur
 5.59       32.21      19.93     27.66     5.26      0.26       BVP Amplitude
 Periode 2 - Telefonat mit SAFER CALL
 4.29       4.93       4.44      0.01      0.08      0.02       SC/GSR
 35.37      35.63      35.49     0.01      0.07      0.00       Temperatur
 9.49       47.17      19.24     15.83     3.98      0.21       BVP Amplitude
 Periode 3 - Telefonat ohne SAFER CALL
 4.56       4.98       4.72      0.01      0.09      0.02       SC/GSR
 35.31      35.47      35.40     0.00      0.05      0.00       Temperatur
 8.79       43.88      24.41     48.98     7.00      0.29       BVP Amplitude




                                                                             Seite 50
B. 3.3.13 Sitzungsreport Testperson 13




Informationen zur Testperson Nr. 13 und Auswertung der Grafik
Die Testperson ist weiblich, Alter > 50 Jahre.

Periode 1 - Baseline:
Die Kurve der Hautleitfähigkeit ist während der Baseline leicht ansteigend. Zum
Sprung der Werte in der 6. Minute (der sich auch in der BVP Amplitude abzeichnet)
konnte die Testperson auf Befragung keine Angaben über mögliche Ursachen
machen. Bei konstanten Werten der Durchblutung zeigt sich mit dem Anstieg der
Hauttemperatur doch eine Entspannung der Probandin in der Baseline.

Periode 2 – Telefonat mit SAFER CALL
Mit der Feldveränderung durch das DECT-Telefon mit SAFER CALL zeigen sich
mehr Fluktuationen in der Kurve der Hautleitfähigkeit. Ab der 12. Minute des
Protokolls nimmt der Stress für den Organismus deutlich zu. Die Durchblutung sinkt
auf ein niederes Niveau, die Schweißdrüsenaktivität wird weiter erhöht. Die
Hauttemperatur bleibt auch hier trotz sinkendem Blutvolumenstrom annähernd
konstant.

Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Die Reaktion auf die Feldveränderung ohne den SAFER CALL Chip erfolgt
zeitverzögert, aber dann ganz konsequent. Ab der 19. Minute wird in allen Kurven die
Aktivierung des Sympathikus angezeigt, die Schweißdrüsenaktivität steigt spontan,

                                                                             Seite 51
die fallende Hauttemperatur zeugt von einer unangenehmen Situation für den
Organismus. Die Pulsamplitude ist von Artefakten gekennzeichnet.

 Session Overwiev Statistics – Testperson 13
 Min        Max      Mean        Variance StdDev   Coeff.V   Sensor
 Baseline
 0.78       0.88     0.82        0.00      0.03    0.03      SC/GSR
 35.29      35.51    35.41       0.00      0.06    0.00      Temperatur
 8.72       42.22    31.83       16.02     4.00    0.13      BVP Amplitude
 Telefonat mit SAFER CALL
 0.85       1.00     0.92        0.00      0.04    0.04      SC/GSR
 35.74      35.86    35.82       0.00      0.03    0.00      Temperatur
 19.30      44.75    30.09       15.53     3.94    0.13      BVP Amplitude
 Telefonat ohne SAFER CALL
 0.88       1.36     0.99        0.01      0.12    0.12      SC/GSR
 35.27      35.76    35.51       0.03      0.18    0.00      Temperatur
 12.77      87.46    30.18       56.53     7.52    0.25      BVP Amplitude




B. 3.3.14 Sitzungsreport Testperson 14




                                                                         Seite 52
Informationen zur Testperson Nr. 14 und Auswertung der Grafik

Die Testperson ist männlich, Alter > 50 Jahre. DECT-Telefon und Handy werden
privat ständig genutzt.


Periode 1 – Baseline
Bei leicht steigenden Hautleitwerten in der Baseline ist mit dem deutlichem Anstieg
der Temperaturkurve doch eine Entspannung des Probanden angezeigt.

Periode 2 – Telefonat mit SAFER CALL
Die Feldveränderung durch das DECT-Telefon mit dem SAFER CALL Chip wird in
der Kurve der Hautleitfähigkeit deutlich mit spontaner Erhöhung der
Schweißdrüsenaktivität zurückgemeldet. Mit Auswertung des Feldes zeigt sich in der
15. Minute des Messprotokolls ein Trend zur Entspannung. Trotz der stressbedingten
Reduzierung der Durchblutung steigt in dieser Periode die Hauttemperatur durch
Ankopplung an die Energie des elektromagnetischen Feldes an.

Periode 3 – Telefonat ohne SAFER CALL
Die erneute Feldveränderung durch das Telefonat ohne SAFER CALL Chip führt
erneut zu einem Anstieg der Kurve des Hautleitwertes, der bis zur 26. Minute des
Messprotokolls anhält. Das Protokoll musste zu diesem Zeitpunkt bedingt durch den
Ausfall der Akkus des Messgerätes leider abgebrochen werden. Auch die Werte der
Hauttemperatur fallen gegen Ende des Messprotokolls und zeigen, wie auch die
stetig sinkende Tendenz der Durchblutung in dieser Periode einen zunehmenden
Stress für den Organismus an.


 Session Overwiev Statistics – Testperson 14
 Min        Max      Mean        Variance StdDev     Coeff.V   Sensor
 Baseline
 1.39       1.48     1.42        0.00      0.02      0.01      SC/GSR
 33.88      34.28    34.05       0.01      0.10      0.00      Temperatur
 16.07      41.62    30.11       26.85     5.18      0.17      BVP Amplitude
 Telefonat mit SAFER CALL
 1.48       1.74     1.57        0.00      0.06      0.04      SC/GSR
 34.51      35.34    34.83       0.05      0.22      0.01      Temperatur
 11.25      34.46    23.96       17.68     4.21      0.18      BVP Amplitude
 Telefonat ohne SAFER CALL
 1.93       2.68     2.30        0.05      0.22      0.10      SC/GSR
 34.63      34.88    34.76       0.01      0.07      0.00      Temperatur
 7.29       31.00    21.36       21.32     4.62      0.22      BVP Amplitude




                                                                            Seite 53
B. 4 Auswertung der Ergebnisse

Laut Nomenklatur der Wissenschaftspraxis setzt ein Beweis voraus, dass das
betrachtete Ergebnis beliebig unter gleichen Bedingungen reproduzierbar sein muss
(Objektivierbarkeit). Beim Menschen ist dieses Postulat illusorisch. Z.B. der
Stoffwechsel und das vegetative Nervensystem wechseln in kürzesten Zeitabständen
und sind deshalb nie konstant zu halten (Subjektivität). Die Ergebnisse der
Biofeedback-Messungen zeigen jedoch einen klaren Trend der biologischen Wirkung
des elektromagnetischen Feldes mobiler Kommunikationstechnik und der
Schutzwirkung des SAFER CALL Chips auf.

Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigten bisher, dass
extrem niederfrequente elektrische oder magnetische Felder nur unwesentlich in den
menschlichen Körper eindringen. In welcher Form diese Wellen Auswirkungen auf
ein biologisches System haben, ist noch ungeklärt, sie hängt nach diesen
Untersuchungen teils von ihrer Intensität und teils von der Energiemenge in den
Photonen ab. Dennoch deuten manche Untersuchungen daraufhin, dass ein
Zusammenhang zwischen einer Belastung durch geringe Intensitäten solcher Felder
und einer erhöhten Häufigkeit von Kinderkrebserkrankungen oder anderen
gesundheitlichen Folgen besteht.

Bekannt ist weiterhin aus den Studien der WHO, dass Hochfrequenz-Felder mit einer
Frequenz von mehr als 1 MHz vor allem Wärmebildung durch die Bewegung von
Ionen und Wassermolekülen in den sie umgebenden Medien bewirken. Auch durch
sehr geringe Mengen an HF-Energie entsteht ein bestimmtes Quantum an Wärme,
das jedoch durch die normale Thermoregulierung des Körpers abgeführt wird, ohne
dass die betreffende Person sich dessen bewusst ist.

In unseren Untersuchungen führte die Nutzung des mobilen Telefons bei der
überwiegenden Mehrzahl der Probanden zu einem relativ konstanten Niveau der
Hauttemperatur, bei meist paralleler Reduzierung der Durchblutung bezogen auf die
zeitliche Dauer der ausgewerteten Perioden des Messprotokolls. Keiner der
Testpersonen registrierte nach Befragung diese Tatsache spürbar.

Die folgende Zusammenstellung zeigt die Veränderung der Messwerte mit und ohne
SAFER CALL Chip in den ausgewerteten Phasen des Messprotokolls. Die
Schutzwirkung des SAFER CALL Chips bei Anwendung von mobilen Telefonen lässt
sich in der Rückmeldung von in dieser Untersuchung gemessenen Informationen des
vegetativen Nervensystems am deutlichsten in folgenden Kurven ableiten:

•   Hautleitwert (SC/GSR) und
•   Hauttemperatur




                                                                            Seite 54
B. 4.1 Zusammenstellung der statistischen Werte             der   Messung     und
Auswertung der Ergebnisse des Biofeedbackverfahrens


            SC/GSR – Mittelwerte                Faktor
                                           Stresserhöhung
                Periode 2 Periode 3
                Telefonat Telefonat
                   mit      ohne
                 SAFER     SAFER Baseline/ Baseline/
       Baseline   CALL      CALL    Periode 2 Periode 3
         1,44     1,75      2,11      1,22      1,47
         0,64     0,63      0,64      0,98      1,00
         0,44     0,51      0,59      1,16      1,34
         0,73     0,87      0,99      1,19      1,36
         0,41     0,41      0,44      1,00      1,07
         0,94     0,99      0,99      1,05      1,05
         2,04     2,10      2,26      1,03      1,11
         3,33     3,62      3,69      1,09      1,11
         0,56     0,60      0,65      1,07      1,16
         0,75     0,80      0,90      1,07      1,20
         1,42     1,43      1,44      1,01      1,01
         3,92     4,44      4,72      1,13      1,20
         0,82     0,92      0,99      1,12      1,21
         1,42     1,57      2,30      1,11      1,62
         1,35     1,47      1,62      1,09      1,21

In obenstehender Tabelle sind die Mittelwerte GSR/SC (Hautleitwert) aller
Testpersonen der Untersuchung zusammengestellt. Gegenüber den Hautleitwerten
der Baseline zeigt sich beim Telefonieren mit SAFER CALL im Mittel über alle
Probanden eine Erhöhung des Hautleitwerts und damit eine Zunahme der
Schweißdrüsenaktivität um den Faktor 1,09, d.h. > 10%. Betrachtet man die
einzelnen Probanden, dann bewegt sich dieser Faktor im Vergleich der Periode 2
(Telefonieren mit SAFER CALL) zur Baseline zwischen 0,98 als minimalen Wert und
1,22 als maximalem Faktor.

Im Vergleich des mittleren Hautleitwerts der Probanden in der Periode 3
(Telefonieren ohne SAFER CALL) erhöht sich die Schweißdrüsenaktivität gegenüber
der Baseline im Mittel um den Faktor 1,21 > 20 Prozent. Noch deutlicher ist die
Schutzwirkung des SAFER CALL Chips bei der Betrachtung der Einzelwerte der
Testpersonen zu sehen. Die Erhöhung des Stressfaktors bewegt sich hier zwischen
1,00 als minimalen Wert bis 1,62 als maximalen Wert, das sind mehr als 60 Prozent.

Diese Untersuchung bestätigt ebenfalls das Ergebnis der EEG-Messungen, dass
junge und gesunde Testpersonen den Elektrosmog-Stress wesentlich schneller
abbauen können. Es ist allerdings zu erwarten, dass die ständige Erregung des
Nervensystems durch den wesentlich häufigeren Gebrauch von mobilen
Telekommunitionsmitteln in der Langzeitbetrachtung zu negativer gesundheitlicher
Auswirkung führt.
                                                                            Seite 55
Der relativ niedrige mittlere Hautleitwert von 1,35 µSiemens ist ein Ausdruck dafür,
dass die zufällig ausgewählten Probanden weitestgehend gesund leben und keinem
großem Stress ausgesetzt sind. Die untenstehende Grafik veranschaulicht noch
einmal deutlich die Aktivierung der Schweißdrüsentätigkeit als Zeichen der Zunahme
von Stress der einzelnen Testpersonen in den ausgewerteten 3 Perioden des
Messprotokolls. Bei älteren oder gar elektrosensiblen Menschen ist eine deutliche
Reduzierung des Hautleitwertes beim Telefonieren mit dem SAFER CALL Chip zu
erwarten.


                                        Zunahme von Stress beim Telefonat (SC/GSR)


                           5

                          4,5

                           4

                          3,5
  Hautleitwert µSiemens




                           3
                                                                                         Baseline
                          2,5                                                            mit SAFER CALL
                                                                                         ohne SAFER CALL
                           2

                          1,5

                           1

                          0,5

                           0
                                1   2   3   4   5   6    7   8      9   10 11 12 13 14
                                                        Probanden




                                                                                                   Seite 56
        Hauttemperatur – Mittelwerte         Faktor der
                                           Hautemperatur-
                                             Erhöhung
                Periode 2 Periode 3
                Telefonat Telefonat
                   mit      ohne
                 SAFER     SAFER Baseline/ Baseline/
       Baseline   CALL      CALL    Periode 2 Periode 3
        26,33     32,51     34,47     1,23      1,31
        35,48     35,61     35,70     1,00      1,01
        25,04     30,55     33,21     1,22      1,33
        35,52     35,64     35,69     1,00      1,00
        24,81     24,32     25,66     0,98      1,03
        32,90     33,87     33,63     1,03      1,02
        33,52     33,48     33,49     1,00      1,00
        24,57     23,67     23,27     0,96      0,95
        34,02     33,73     33,49     0,99      0,98
        36,06     35,88     35,86     1,00      0,99
        33,93     34,05     34,01     1,00      1,00
        35,40     35,49     35,40     1,00      1,00
        34,51     35,82     35,51     1,04      1,03
        34,05     34,83     34,76     1,02      1,02
        31,87     32,82     33,15     1,03      1,05


Ein extremer Anstieg der Hauttemperatur ist nur bei der Testperson 1 und
Testperson 3 zu registrieren, wobei bei Testperson 3 dieser Temperaturanstieg auch
mit der Erhöhung der Durchblutung korreliert.
Wesentlicher erscheint die Tatsache, dass bei der Mehrzahl der Probanden die
Hauttemperatur konstant bleibt, obwohl infolge der Belastung des Organismus durch
das elektromagnetische Feld des Mobiltelefons die Durchblutung der Haut im
zeitlichen Verlauf des Messprotokolls reduziert wurde. Die Wärmebildung durch das
elektromagnetische Feld des Mobiltelefons scheint hier den Ausgleich herbeizu-
führen.

Im Rahmen der Untersuchung mit dem Biofeedbackverfahren liefern die bis um den
Faktor 1,6 ansteigenden Hautleitwerte den Nachweis, dass der Organismus in der
Periode 3 des Messprotokolls (Telefonat ohne SAFER CALL) einem deutlich
höheren Stress durch das elektromagnetische Feld des Mobiltelefons ausgesetzt ist.
In der Periode 2 des Messprotokolls (Telefonat mit SAFER CALL) ist auch bei
älteren oder leicht gestressten Testpersonen eine wesentlich geringere Aktivierung
der Schweißdrüsentätigkeit als Schutz des Organismus messbar.

Die Einzelauswertungen der Sitzungen aller Testpersonen zeigen in der Periode 2
des Messprotokolls (Telefonieren mit SAFER CALL) durchweg eine deutlich
geringere Belastung des Organismus durch das elektromagnetische Feld des
Mobiltelefons.

                                                                            Seite 57
Der Kurvenverlauf aller gemessenen Signale zeigt in dieser Periode bei allen
Testpersonen in den Diagrammen des Sitzungsreports stets eine ausgeglichene
Tendenz. Die Einbeziehung von elektrosensiblen Personen in eine solche
Untersuchung könnte diese Aussage weiter untermauern.


Taunusstein, im März 2005




gez.:   Dr. rer. nat. Uwe Gerlach, Limburger Str. 53a, 65232 Taunusstein




                                                                           Seite 58

								
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