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Meine Regenjacke und ich

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Meine Regenjacke und ich Powered By Docstoc
					die weiße K-Way Jacke.

Nach den 2 Wochen am Strand von Miami war ich dann doch froh, wieder zuhause zu
sein. Auch hier wäre ich am liebsten die ganze Zeit im Bikini herumgelaufen. Auch
wenn die Temperaturen das Zeitweilig zuließen, wäre es doch zu sehr aufgefallen.
Deswegen trug ich meine Bikinis meist versteckt. Zum Beispiel in dem ich mein
Bustier mit einem Rock, kombinierte.

Auch meine Schwester hatte eine neue Klamotte. Eine K-Way Jacke genau wie meine
rote allerdings in weiß, und etwas größer. Mir gefiel das Teil. Und ich konnte auch
nicht widerstehen, sie mir einmal anzuprobieren. Das Gefühl der Angst, von meiner
Schwester erwischt zu werden, erregte mich dabei irgendwie.

Am Nachmittag vor der Abfahrt wollte ich noch einmal die Chance nutzen, ein
ausgedehntes Schaumbad zu nehmen. Dabei überkam mich die Lust, meine rote
Regenjacke in der Badewanne zu tragen. Im Internat hatte ich ja so gut wie keine
Chance, sie nass zu machen. Auf dem Weg ins Badezimmer fiel mir die weiße Jacke
auf, die an der Gardarobe hing.

Ich hatte mich gerade nackig ausgezogen, und meine rote K-Way Jacke angezogen,
als der Drang, die weiße Jacke anzuziehen immer stärker wurde. Meine Eltern waren
nicht zuhause und meine Schwester war mit ihrer Freundin in ihrem Zimmer. ich
wusste genau, dass die beiden da keine 10 Pferde raus bringen würden. Also schlich
ich mich wie ich war nur mit der roten Jacke bekleidet aus dem Bad, nahm mir die
Jacke. und zog sie direkt im Flur noch über die rote Jacke.

Im Bad vor dem Spiegel fiel mir auf, dass die rote Jacke etwas durchscheint. Das
gefiel mir, und ich überlegte mir, wie es wohl aussehen würde, wenn sie nass wäre.
Also ging ich wie ich war in die Wanne und weichte mich richtig durch. Ich setzte mir
beide Kapuzen auf, und band sie mir zu.

Nach dem ich etwas abgetropft war, bewunderte ich mich vor dem großen Spiegel im
Bad. Wie geil sie das rote Nylon doch durch das weiße schimmerte. Ich konnte nicht
anders, und fing an, mir den Schritt zu streicheln. dabei stellten sich meine
Brustwarzen auf. Ich fragte mich, wie es wohl aussehen würde, wenn ich nur die
weiße Jacke anziehen würde. also tat ich es einfach.

Ich war gerade dabei, mich in der Jacke richtig einzuseifen, die Brustregion
bearbeitete ich dabei besonders ausgiebig, als es an der Türe klopfte. Es war meine
Schwester „Nicki? ist die weiße Jacke bei dir da drin?“ rief sie. Dem Tonfall konnte
ich entnehmen, dass es ihr irgendwie ernst war. mir war klar, dass es ein
Donnerwetter geben würde, wenn sie mich mit der Jacke erwischte. Auf der Suche
nach einem versteck dafür fiel mir der kleine Abfalleimer auf. Schnell zog ich mir die
Jacke aus, und wollte sie hinein stopfen. Als mir auffiel, dass schon etwas darin war.
in meiner Panik tat ich sie einfach wie sie war in die Kloschüssel. Dann öffnete ich die
Türe.

„wo ist die weiße Jacke? ich hab den Reißverschluss gehört!“ zischte sie mich an.
Sofort griff sie in die Badewanne, und fischte darin herum. Hervor kam nur meine
rote K-Way Jacke. wie einen zu kleinen Fisch dann tastete sie noch weiter fand aber
nichts.

Wie einen zu kleinen Fisch warf sie meine Jacke zurück in die Wanne. Dann fing sie
an, den Haufen mit meinen Klamotten und den Wäschekorb zu durchwühlen, fand
aber nichts. Kaum war sie wieder aus dem Bad verschwunden, schloss ich hinter mir
die Türe, und angelte die Jacke aus der Schüssel. Sofort wusch ich sie in der Wanne
aus.



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Mir war klar, im Bad konnte ich die Jacke nicht lassen. Und bei mir im Zimmer
ebenfalls nicht. Außerdem war sie ja so wie so nass. also beschloss ich sie in den
Waschkeller zu schmuggeln. Dafür tat ich das gute stück in den Wäschekorb. ich
wickelte sie in mein Badetuch ein, das ich dann in den Korb stopfte.

Im Waschkeller tat ich die Jacke und das Handtuch erst einmal in die
Wäscheschleuder. Gut trocken geschleudert hängte ich dann meine Jacke, die weiße
Jacke und davor mein Handtuch auf die von Wand zu wand gespannten
Wäscheleinen.

Es wurde Abend. Annika, die Freundin meiner Schwester war nachhause gegangen.
Bevor ich ins Bett ging wollte ich noch einmal nach „meinen Jacken“ sehen, aber der
Schlüssel vom Waschkeller war weg. Als ich mich herumdrehte, stand meine
Schwester bedrohlich hinter mir. An einem Bändchen um ihren hals baumelte ein
Schlüssel. Er hing genau zwischen ihren Brüsten.

Grinsend sagte meine Schwester „suchst du den hier?“ griff mit Daumen und
Zeigefinger nach dem Schlüssel, und hielt ihn mir vor die Nase, als wollte sie mich
damit Hypnotisieren. „tja Süße, dass du meine Sachen nimmst, ist ja schon schlimm
genug. Aber wenn du dich schon an den Sachen von meinen Freundinnen vergreifst,
geht das zu weit.“ Dann erklärte sie mir, dass ich zur Strafe ohne meine geliebte rote
K-Way Jacke ins Zeltlager muss.

Mit Annika zusammen ging Rebekka am Abend ins Kino. Den Schlüssel vom
Waschkeller trug sie demonstrativ wie einen fetten Klunker um den Hals. „und sei ja
artig, süße“ sagte sie süffisant grinsend zu mir. Dann verschwanden die Beiden.
Eigentlich hatten meine Eltern es untersagt, dass die 2 alleine in die Spätvorstellung
gingen. Aber ich beschloss, besser nichts dazu zu sagen. Immerhin dürfte ich ja
Anna zum Fernsehabend einladen.

Die Zeit bis Anna da war nutzte ich, nach einem passenden Schlüssel für den
Waschkeller zu suchen. in unserem Schlüsselsammelsuriumskasten waren eine Hand
voll verschiedener Schlüssel, die so aussahen, als ob sie passen würden, aber leider
war kein passender dabei. Offenbar hatte meine Schwester schon daran gedacht den
passenden Schlüssel zu verstecken. Ich hatte sie schon zurückgelegt, und die
Hoffnung aufgegeben.

Wir saßen vor der Glotze. Anna bekam Dürst. In der Küche war nichts mehr. Also
ging ich in den Keller, wo wir noch eine Kiste Cola hatten. Dabei fiel mir plötzlich,
warum auch immer, der Schlüssel vom Heizungskeller ein, der an einem Nagel neben
der entsprechenden Türe hing.

Viel Hoffnung setzte ich nicht in den Schlüssel. Aber an diesen Strohalm wollte ich
mich dann doch noch klammern. Ich steckte ihn in das Schloss, und merkte gleich,
dass er passen könnte. Meine Hand wurde ganz klamm und ich begann zu etwas zu
zittern. Ich drehte ihn herum, und mit einem lauten „Klack“ öffnete ich das schloss.
Von oben hörte ich Anna rufen. „Nicki es geht weiter!“ ohne sie wirklich geöffnet zu
haben, schloss ich die Türe hinter mir wieder ab.

Den Rest des Fernsehabends konnte ich nur noch an die beiden Jacken im Keller
denken, ich hätte zu gerne wenigstens meine rote Jacke angezogen, aber erstens
war sie nass und zweitens wollte ich Anna, die zwar von einer gewissen Affinität zu
meiner Jacke erkannte aber nicht genau wusste, was ich dafür empfinde, nicht
verwirren. Eigentlich, so musste ich für mich feststellen, wusste ich es ja selbst nicht
so genau.




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In der Nacht schlief ich zwar sehr schnell ein, hatte aber sehr wirre und verrückte
Träume. Dem entsprechend bin ich auch sehr früh wieder aufgewacht. Meine
Schwester und meine Eltern schliefen noch. Also schlich ich mich mit dem Schlüssel
vom Heizungskeller in der Hand in den Keller und schloss die Türe auf.

Der Logik entsprechend konnte es nicht anders sein, als dass beide Jacken noch dort
waren, wo meine Schwester sie eingesperrt hatte. als ich die Türe aufgeschlossen
hatte, und die Klinke in der Hand hatte, war ich aber trotz dem gespannt wie ein
Flitzebogen. Leise und vorsichtig drückte ich die Türe auf. Und wie erwartet waren
beide Jacken noch dort, wo ich sie auf die Leine gehängt hatte.

Ich ging hin und fühlte gleich nach, ob die Jacken trocken sind, und in der Tat sie
waren es. In dem Moment reifte in mir der Entschluss, meine Jacke wieder
sicherzustellen. Ich war schon aus dem Waschkeller heraus, als ich dem Drang nicht
widerstehen konnte, und auch noch die weiße Jacke von Annika holte. In meinem
Zimmer zog ich mir beide Jacken übereinander. So legte ich mich wieder auf mein
Bett, und verschaffte mir etwas Entspannung. Als ich bemerkte, dass im Zimmer
neben an sich etwas zu rühren begann sofort zog ich mir die Jacken aus, und
versteckte sie bei mir im Kleiderschrank.

Den ganzen Morgen über provozierte meine Schwester mich mit dem Schlüssel.
Meine Mama wusste nicht, was das für ein Schlüssel war, und was es damit auf sich
hatte. es fiel mir schwer, meinen Triumph zu verbergen. Aber offenbar gelang es
mir. schließlich konnte ich unbehelligt beide Jacken in meine Reisetasche packen,
und ins Internat mitnehmen konnte.

Kaum war mein Zug im Hauptbahnhof angekommen, zog ich mir die weiße Jacke
über. Während ich mit dem Bus ins Internat fuhr, kamen mir jedoch Zweifel. Was
wäre, wenn meine Schwester das Mama gepetzt und die wiederum im Internat
angerufen hat. anderseits so dachte ich mir - Ärger gibt’s so wie so.

Als ich ankam, waren noch nicht viele da. Es waren auch noch eine Woche Ferien. ich
war so spitz auf Jessika, dass ich sofort zu ihrem Zimmer rannte. Ich klopfte an.
dann hörte ich die Stimme von Stefanie. Ich dachte erst, sie wäre bei Jessika zu
Besuch. Als ich dann eintrat, war ich total von den Socken. Keines ihrer Poster hing
mehr an der Wand. Und ihr Radio war auch weg. ich war den Tränen nahe. Dann
reichte mir Stefanie die mit blauem Glitzerpapier tapezierte Schachtel, in der Jessika
immer ihre wichtigsten Wertsachen aufbewahrt hatte.

„das soll ich dir von Jessy geben“ sagte sie. Ich wusste, es musste etwas Wertvolles
darin sein, aber seltsam kam mir vor, dass es so leicht war. mit zitternden Händen.
öffnete ich das Päckchen Ganz oben lag ein in wunderschöner Handschrift
geschriebener Zettel:

 „Liebste Nicki, ich konnte dir leider nicht mehr sagen, dass ich nicht mehr wieder
kommen werde. Du warst die einzige, die mein Geheimnis wirklich verstanden hat.
deswegen möchte ich dir diese Hose anvertrauen. Halt sie bitte in Ehren: Alles Liebe,
Jessika“

ich war total aufgewühlt und den Tränen nahe. ich musste einfach mal alleine sein.
Also ging ich in mein Zimmer, und begann, meine Tasche auszupacken. Dabei
musste ich ständig an Jessika denken. Ich hatte mich doch so sehr gefreut, ihr die
weiße Jacke zu zeigen. sie hätte sich bestimmt gefreut.




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Dann gab es Abendessen. Ich war total aufgewühlt. Stefanie saß neben mir am
Tisch, wo sonst Jessika saß. Das war mir recht. Und auch dass wir nun in einer
Gruppe waren. aber ich vermisste Jessika doch sehr. Dazu kam, dass Stefanie mein
JD Top zu einer weißen dünnen Stoffhose trug. Das sah so süß aus, dass ich mir fast
schon überlegte, ob ich es ihr schenken sollte. aber ich wollte es ja unbedingt
zusammen mit meinen Hotpants ausprobieren beim Sport.

Ich zog mich für die Nacht aus, als ich plötzlich auf die Idee kam, mir mal den roten
Regenanzug anzuziehen. So legte ich mich dann auf mein Bett, und begann durch
den Stoff der Hose meinen Schrittbereich zu streicheln. eigentlich wollte ich den
Anzug wieder ausziehen, aber ehe ich es bemerkte, war ich eingeschlafen.

In der Nacht hatte ich total wilde träume. Kurz vor 8.00 Uhr, eine Stunde vor dem
Ende der Nachtruhe bin ich wieder aufgewacht. ich wollte die Chance nutzen, und in
den Durchgeschwitzten Regensachen duschen. Mit dem Bademantel über den
Regensachen ging ich ins Bad. Dann nahm ich von der Flüssigseife, und schmierte
den ganzen Anzug damit an allen möglichen Stellen ein.

Als ich dann die Dusche anstellte, zeigte sich, dass es keine so gute Idee war. es
klopfte an der Türe. Es war die Erzieherin. „wer duscht da während der Nachtruhe?“
hörte ich sie fragen. Kleinlaut meldete ich mich. „aber sofort raus aus der dusche,
Fräulein! pflaumte sie mich an. jetzt hatte ich ein Problem. Der Anzug war
stellenweise nass und voll Seife. Zum Glück dürfte ich mich noch schnell abduschen.
Das nutzte ich, um die Seife vom Anzug zu waschen. Viel Ärger gab es dieses mal
nicht. aber ich wurde ermahnt, das nicht noch mal zu machen.

Am Freitagnachmittag dürfte ich mit Stefanie alleine ins Schwimmbad. Sie hatte sich
für den Weg mein JD Top und die weiße Hose angezogen. Damit lief sie eigentlich
schon die ganze Zeit umher. Kaum waren wir aus dem Haus, da versteckte sie sich
in einem Gebüsch, und kramte in ihren Sachen. Als sie wieder hervor kam, hatte sie
das Top ausgezogen. Stattdessen trug sie ein leicht bauchfreies ganz zartes
transparentes hellblaues Shirt mit einem breiten Halsausschnitt und zart
eingesteckten Blumenornamenten. Die Stängel der Blumen waren mit Goldfäden
nachgestickt. Darunter hatte sie einem weißen Neckholder Triangel an.

Mir war klar, warum sie sich im Gebüsch umgezogen hatte. so hätten sie die Erzieher
niemals vor die Türe gelassen. Stefanie genoss es, wie die Jungs ihr hinterher sahen.
Auch mir gefiel der Anblick, aber ich war mir nicht ganz sicher, ob ich auch mehr als
nur hinsehen dürfte.

Schnell stellte sich heraus, dass das Shirt fürs Fahrrad doch zu dünn war. auch wenn
es recht warm war, fröstelte sie im Fahrtwind, also gab ich Stefanie „meine“ weiße
Jacke. das gefiel ihr, und es sah auch gut aus, wie ihr langes schwarzes haar über
dem rücken der Jacke im Fahrtwind wehte.

Im Schwimmbad stellte sich dann ganz schnell heraus, dass der String, den sie unter
der weißen Hose trug eigentlich ein Bikini war. jedenfalls ging sie damit ins Wasser.
Auch ich hatte meinen Triangel an. wir flirteten mit ein paar süßen Boys und
genossen es, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen.

Immer noch leicht angeheizt fragte ich Stefanie unter der Dusche, ob ich ihr den
Rücken waschen darf. Ich verteilte die seife auf ihren zarten schultern, und merkte
wie sehr sie es genoss, dann öffnete ich den knoten am Neckholder, und ließ ihn
herunter fallen. Ehe ich mich versah. Waren meine Hände auf ihren Brüsten. Sie
stieß mich nach hinten weg. für mich war das ein eindeutiges Zeichen.




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Ich schämte mich in Grund und Boden. Im Interesse des Friedens beschloss ich
darauf zu verzichten, nach meinem Top zu fragen. damit dass Stefanie von sich aus
zu mir kam, um es mir zurück zu geben, hätte ich nicht gerechnet. Ihr
Gesichtsausdruck und ihr Tonfall erweckten den Eindruck, dass sie auf mich böse
wäre.

Auf den Sportunterricht am folgenden Tag hätte ich mich eigentlich sehr gefreut,
aber Stefanies Reaktion verunsicherte mich sehr. Beim Duschen nach dem Sport
oder wenn wir im Schwimmbad waren hielt ich mich brav zurück. Es dauerte eine
ganze Zeit bis sich das wieder eingerenkt hatte.

In den Herbstferien fuhren weder ich noch Stefanie nach hause. Die Gruppe war
relativ leer. Mit Stefanie war ich in der Stadt. sie trug mal wieder ihr
Lieblingsensemble mit dem blauen Shirt. Darüber hatte sie meine weiße K-Way Jacke
gezogen, um damit ungesehen raus zu kommen.

Als wir zurück waren, legte sie die Jacke wieder ab. „wetten, ich trau mich mit dem
Shirt an den Abendbrottisch?“ sagte sie grinsend. Ich ließ mich darauf ein, und setzte
meine weiße Jacke. für einen Tag. Stefanie setzte nicht nur ihre weiße Hose, sondern
auch gleich das Top.

Sie hatte mich geleimt. Das musste ich einsehen, als sie zum Abendessen kam, und
unter dem Shirt ein weißes T-Shirt trug. das sah gut aus, keine Frage, aber wette
war Wette. Eigentlich waren bei uns im Internat Wetten verboten, aber Symbolische
Einsätze waren erlaubt.

Stefanie hatte sich das genau taktisch überlegt. Am ersten Ferienwochenende
dürften wir eine UV-Licht Disco besuchen, und die weiße Jacke kam dort
spitzenmäßig zur Geltung. Ich ließ ihr freilich den Spaß immerhin war es ja auch
schön die Jacke an ihrem Körper zu sehen.

Während der Vorweihnachtszeit rief ich Anna von der Telefonzelle aus an. wir
plauderten über alles mögliche. Auch darüber, dass ich festgestellt hatte, dass Stefan
auf Jungs steht. Ich merkte, wie Anna sich das Lachen krampfhaft verkniff. Auch ich
musste es mir verkneifen, angesichts dass Stefan eigentlich Stefanie war. Anna
erwähnte auch das JD-Top, und dass sie doch so gerne mal sehen würde, wie es zu
den dunkelblauen Hotpants passt. Kurz bevor mein Geld alle war, versprach ich ihr
noch eine schöne Überraschung zu weihnachten.

Mein Plan war eigentlich Hotpants und Top für Anna zu weihnachten schön
einzupacken. Ich tat die beiden Teile in meine gepackte Reisetasche. Als ich dann
zuhause ankam, waren die Sachen weg. ich wusste genau, wer sie gemopst hatte.
als ich mich dann begann aufzuregen, fiel mir wieder ein, dass ich ja keinen Deut
besser war.

Blieb nur das Problem, was ich mit Anna mache. Zu nächst mal erzählte ich ihr, dass
ich das Top vergessen hatte. „typisch Nicki“ meinte sie. Und spielte damit darauf an,
dass ich hin und wieder etwas zerstreut war. „hast du meine Überhaschung auch
vergessen?“ fragte sie.

Ich log eiskalt. Zum glück hatte ich noch vor weihnachten die Gelegenheit, Shopen
zu gehen. Da fiel mir eine dunkelblaue Armbanduhr auf, die Anna so gefiel. Ich
wusste nur nicht mehr, ob sie sie lieber in schwarz oder in blau gehabt hätte.
Irgendwas in mir sagte mir „blau!“ also kaufte ich sie. Unter dem Baum gab es dann
eine Riesen Überhaschung. Ihre Mama hatte die gleiche Uhr in schwarz für sie. Es
war zwar nicht das Geplante aber die Überraschung saß.




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Nach den Ferien kam ich wieder. Ich sprach Stefanie wirklich ruhig auf die Sachen
an. ganz kleinlaut wollte sie mir das Top und die Hose zurückgeben. „behalt das zeug
ruhig noch“ meinte ich. Ihre Augen begannen zu leuchten, und sie fiel mir in die
Arme. Mir war klar, wie das gemeint war. aber träumen dürfte ich trotz dem.

Blieb noch die Frage, was ich im Sportunterricht anziehe. Da fiel mir mein
Bustierbikini ein. den ich mit verschiedenen anderen Sachen kombinieren konnte.
Mal hatte ich den Neckholder und den Slip mit einem T-Shirt darüber an. dann mal
wieder den Bustier mit einer Leggings kombiniert. Einmal war ich zu mutig. Ich zog
mir den Bustier und den Slip an ohne T-Shirt darüber. Das hatte zur Folge, dass ich
nach dem Unterricht etwas länger bleiben dürfte.

Bis auf diesen Ausrutscher hatte sich mein Betragen in der Schule gebessert, und
auch meine Noten wurden Besser. Deswegen fiel der Beschluss, dass ich zum Ende
des Schuljahres wieder nach hause darf. Als ich es Stefanie verkündete, freute sie
sich für mich mit, aber ein wenig Wehmut war auch dabei.

Von Stefanie verabschiedete ich mich besonders intensiv. Als sie mir mein Top
wieder geben wollte, lehnte ich ab. „behalt das, als Erinnerung an mich.““ sagte ich
zu ihr, und sah ihr dabei in die leicht verweinten Augen. Dann umarmten wir uns ein
letztes Mal. Noch einmal dürfte ich träumen und genießen. als meine Eltern mich
abholen kamen, war meine Schwester mit dabei. Ich hatte ziemlich viel Gepäck.
Meine Schwester grinste. Die ganze zeit so verräterisch. „warte bis wir zuhause sind,
da hab ich ne Überraschung für dich.“ Ich hatte tierisch Schiss.

Als wir ankamen, gab es eine riesige Willkommensparty. Auch Rebekkas Freundin
Annika war mit von der Partie. Sie hatte genau die gleiche Jacke noch einmal an.
dann sagte sie „die hier war eigentlich für deinen Geburtstag, aber du hast ja schon
eine.“ Sagte sie grinsend. Dann fügte sie noch an „aber ich hab trotz dem was bei dir
gut.“

Anna habe ich nie verraten, dass Stefan eigentlich Stefanie war, aber manche leichte
Andeutungen von Anna ließen darauf schließen, dass sie es irgendwoher wusste. Weil
ich mir aber nicht sicher war, hatte ich nie gefragt. Mit der Zeit bemerkte ich, dass
ich, wann immer ich eine der Jacken oder die Hose trug auch an Anna denken
musste, das habe ich ihr aber erst einmal lieber verschwiegen.




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