Materialien zur Erstellung eines
Document Sample


Schulamt für den Hochsauerlandkreis
Koordinatorinnen und Koordinatoren für die sonderpädagogische Förderung
Hilfen zur Einschulung
Materialien zur Erstellung eines Schulfähigkeitsprofils
(Stand 19.07.2004)
Susanne Dörken
Peter Heck
Elke Karcher
Ingrid Pflüger-Hartmann
Klaus van der Straeten
Anja Stute
Grundlagen des Schulfähigkeitsprofils
Das Schulfähigkeitsprofil stellt sich dar als die Sammlung der vor der Einschulung
und in den ersten Schulwochen gewonnenen Beobachtungsdaten bezüglich eines
Schulneulings und beschreibt dessen Fähigkeiten und Voraussetzungen für ein
erfolgreiches Lernen.
Motorik Wahrnehmung
Beobachtungen
personale Schulfähigkeit elementares des
und Wissen/ Kindergartens
soziale Umgang mit fachliche Kompe-
Kompetenz Aufgaben tenzen
Gesundheitliche Voraussetzungen Schulärztin
Schulleitung,
Schuleingangsbeobachtung z.B durch Kennenlern- LehrerInnen der
nachmittag Eingangsphase
Eltern/Kindergarten
Einschulungskonferenz Grundschule
Beobachtungen während der ersten Schulwochen LehrerInnen der Kl. 1
Auf der Grundlage dieser Daten können recht frühzeitig bei Notwendigkeit Lern- und
Förderpläne erstellt werden.
Anlage 1
Schule: ________________________________
Beobachtungsbogen zum
Schulfähigkeitsprofil
Name des Schülers/der Schülerin: ______________________________
Geburtsdatum : _____________
Kindergarten: ______________________________
Eintragungen des Kindergartens vom: _____________ bis _____________
Eintragungen der Schule vom _____________
Wichtiger Hinweis
Der Bogen ist kein Diagnoseinstrument, kann aber in Verbindung mit zusätzlichen
Beobachtungen des Kindergartens z.B. als Grundlage für eine
Einschulungskonferenz (Gespräch zwischen Grundschule, Kindergarten und Eltern)
über evtl. vorhandene Schwächen und Stärken des Kindes verwandt werden und
Hinweise auf eine ggf. notwendige vertiefende bzw. förderdiagnostische
Beobachtung geben. Er kann helfen, das Profil des Kindes wiederzugeben.
Der Beobachtungsbogen formuliert nicht die Anforderungen der Schule, sondern er
soll helfen die Kompetenzen des Kindes, denen im Hinblick auf schulisches Lernen
eine besondere Bedeutung zukommt, zum Zeitpunkt des Schuleintritts
wiederzugeben.
Übersicht über die Kompetenzbereiche
Die folgenden Seiten geben einen Überblick über die Kompetenzen, denen im Hinblick auf schulisches Lernen eine
besondere Bedeutung zukommt. Den jeweiligen Kompetenzen werden wichtige Bereiche zur weiteren Erläuterung
zugeordnet.
Gesundheitliche Voraussetzungen
Motorik Wahrnehmung
Schulfähigkeit
elementares
Personale/Soziale Umgang mit
Wissen/Fachliche
Kompetenzen Aufgaben
Kompetenzen
1. Motorik
+ o -
Bereich Grobmotorik unauffällig
Das Kind ...
... ahmt Bewegungen nach
... kleidet sich selbstständig an und zieht sich aus
... steigt Treppen sicher
... fährt Roller, Fahrrad
... balanciert
... klettert
... fängt einen Ball
Bereich Feinmotorik unauffällig
Das Kind ...
... greift kleine Gegenstände sicher
... schneidet einfache Formen aus
... hält einen Stift und malt damit
... fährt mit dem Stift Linien nach
2. Wahrnehmung
Bereich Visuelle Wahrnehmung unauffällig
Das Kind ...
... unterscheidet Formen und Farben
... erkennt Gegenstände wieder
... ordnet Gegenstände nach Merkmalen (Form, Farbe ...)
Bereich Auditive Wahrnehmung unauffällig
Das Kind ...
... erkennt und ortet Geräusche seiner Umwelt
... nimmt mündliche Anweisungen auf und setzt sie um
... unterscheidet ähnlich klingende Wörter
... unterscheidet hoch-tief, laut-leise, hell-dunkel bei Stimme und Tönen
... singt einfache Melodien nach
... klatscht Rhythmen nach
Bereich Körperwahrnehmung unauffällig
Das Kind …
... lokalisiert Berührungen am eigenen Körper
... schätzt seine Kraft im Spiel mit anderen ein
Bereich Taktile Wahrnehmung unauffällig
Das Kind …
... ertastet Formen und Materialien
... unterscheidet Temperaturen
+ o -
Bereich Orientierung im Raum unauffällig
Das Kind …
... findet Räume in seiner vertrauten Umgebung wieder
... unterscheidet Raumlagen (links, rechts, oben, unten, vorn, hinten
3. Personale/Soziale Kompetenzen
Bereich Kommunikation unauffällig
Das Kind …
… nimmt die eigene Befindlichkeit wahr und teilt sie mit
… nimmt die Befindlichkeit anderer wahr und
... nimmt die eigene Befindlichkeit wahr und geht darauf ein
... nimmt die Befindlichkeit anderer wahr und reagiert
geht auf andere zu
... nimmt Kontaktangebote anderer an
Bereich Kooperation unauffällig
Das Kind …
… äußert Wünsche
… berücksichtigt Wünsche anderer
… setzt eigene Interessen durch
... hält Regeln ein
… geht Kompromisse ein
… schiebt Bedürfnisse auf
… hilft und nimmt Hilfe an
… löst Konflikte gewaltfrei
Bereich Selbstständigkeit unauffällig
Das Kind ...
... ist interessiert an seiner Umwelt
... geht offen an neue Dinge heran
... traut sich etwas zu
... geht kleinere Probleme aktiv an
... trennt sich vorübergehend von Bezugspersonen
... beschäftigt sich für eine Zeit alleine
... akzeptiert Lob und Kritik und erträgt Enttäuschungen
... erträgt die Ablehnung von Wünschen
Bereich Emotionalität unauffällig
Das Kind ...
... zeigt Empfindungen wie Staunen, Trauer, Freude, Ärger…
... benennt Gründe für Angst
... zeigt emotionale Offenheit
…geht mit Leistungsanforderungen postiv um
…besitzt ein positives Selbswertgefühl
4. Konzentration und Arbeitsverhalten
Das Kind … unauffällig
... zeigt Interesse an Schule und schulischen Dingen
Das Kind ...
... hat Interesse am Lernen
... hat Ausdauer beim Ausschneiden und Ausmalen
... kann Tischspiele zu Ende spielen
... reagiert angemessen auf Erfolg und Misserfolg
... hat Verlieren gelernt
... zeigt Durchhaltevermögen
... kann Fehler zulassen und Korrekturen annehmen
... kann eigene Bedürfnisse aufschieben
... lässt sich auf vorgegebene Spiele ein
... spielt ausdauernd und einfallsreich
... entwickelt sein Spiel mit eigenen Einfällen weiter
... initiiert Spiele, die für andere Kinder attraktiv sind
... arbeitet beharrlich auf sein Ziel hin
... strengt sich an, Aufgaben zu bewältigen
+ o -
... wird von sich aus aktiv
... wendet sich über einen angemessenen Zeitraum vorgegebenen
Tätigkeiten zu
... ist durch Rückschläge nicht sofort entmutigt
... bemüht sich bei der Ausführung von aufgaben um Qualität
... probiert Neues aus; ist lernbegierig
... versucht ggf. verschiedene Lösungswege zur Lösung von Aufgaben
... vertieft sich in Aufgaben
5. Elementares Wissen/Fachliche Kompetenzen
Bereich Sprache unauffällig
Aspekt: Sprechfähigkeit
Das Kind ...
Artikulationsfähigkeit ... spricht Wörter und Sätze deutlich aus
Sprachfluss ... spricht in längeren Erzähleinheiten (2-3 zusammenhängende
Sätze)
Sprachrhythmus/ ... betont angemessen
Sprachmelodie ... spricht in angemessenem Tempo
Aspekt: Gesprächsfähigkeit unauffällig
Das Kind ...
Sprechen ... übernimmt die Sprecherrolle (einen Gesprächsbeitrag bewusst
leisten, sich beim Sprechen anderen zuwenden ...)
Zuhören ... übernimmt die Zuhörerrolle (andere ausreden lassen,
auf Beiträge angemessen reagieren)
Aspekt: Sprachfähigkeit unauffällig
Das Kind ...
Wortschatz ... baut einen differenzierten Wortschatz auf (z. B. Namen für
Dinge der Umwelt, Körperteile, ein fache abstrakte Begriffe)
... spricht über sich in der „Ich-Form"
... erzählt eine kurze Geschichte treffend
... erfindet und erzählt Phantasiegeschichten
Grammatik ... wendet richtig grammatikalische Grundregeln an
Aspekt: Sprachfähigkeit unauffällig
Das Kind ...
Grammatik ... wendet richtig grammatikalische Grundregeln an: (Pluralform,
Satzbau Vergangenheitsform, Verb-Zweitstellung, Verbindung von
Hauptsätzen mit Nebensätzen)
... erweitert den Satzbau
Aspekt: Phonologische Bewusstheit unauffällig
Das Kind ...
Gliederungsfähigkeit ... gliedert Wörter in Silben
Identifizierung ... ergänzt in einfachen Kinderreimen Reimwörter
Lautung ... hört Laute heraus
... verbindet Silben
Aspekt: Begegnung mit Symbolen und Schrift unauffällig
Das Kind ...
Symbolverständnis ... leitet aus Verkehrszeichen Handlungen ab
... kennt gebräuchliche Symbole und Piktogramme
... erfindet selbst Symbole
... versteht Symbole im Alltag
Konzept von ... interessiert sich für Buchstaben
Schriftkultur
Literaturbegegnung ... hat Interesse am Umgang mit Büchern
Textverständnis ... entwickelt erstes Textverständnis
Aspekt: Schriftgebrauch
Das Kind ...
Formwiedergabe ... gibt Formen richtig wieder
Inhaltliche Dimen- ... schreibt erste „Kritzelbriefe"
sion der Schrift ... „schreibt" seinen Namen (malt nach)
+ o -
Bereich Mathematik unauffällig
Aspekt: Mengen- und zahlbezogenes Wissen unauffällig
Das Kind ...
Wissen über Zahlen ... kennt verschiedene Verwendungssituationen von Zahlen
(Alter, Hausnummer, Telefon ...) und ordnet persönlich bedeut-
samen Zahlsymbolen das richtige Zahlwort zu
Vergleichen ... bestimmt Objekte: Was ist größer, kleiner, dicker, dünner
höher, niedriger ...? Wo sind die meisten, die wenigsten?
Klassifizieren ... sucht nach angegebenen Merkmalen Gegenstände heraus und
bestimmt Übereinstimmungen bzw. Unterschiede
Was ist rot, groß, ein blauer Baustein ...?
Was ist rot und groß?
Formen und Flächen unterscheiden: eckig, rund ...
Nach Reihenfolge ... bringt ansatzweise Gegenstände nach bestimmten
ordnen Merkmalen in eine Reihenfolge:
Ordnen nach Farbe, Form, Größe, Oberflächenbeschaffenheit
Kann einen Gegenstand in eine vorhandene Reihenfolge
... kann einen Gegenstand in eine vorhandene
einordnen
Mengen ... erkennt, dass die Quantität unverändert bleibt, wenn die Form
vergleichen oder die räumliche Anordnung verändert wird
Aspekt: Zählfertigkeit unauffällig
Das Kind ...
Zählen ... beherrscht die Zahlwortreihe bis 20
... kann sagen, welche Zahl im Zahlenraum bis 10
größer/kleiner ist
Mengenerfassung ... ermittelt Anzahlen bis 10, erfasst dabei insbesondere Anzahlen
bis 5 in strukturierter Anordnung simultan und gibt das
entsprechende Zahlwort an
Aspekt: Rechenfertigkeit unauffällig
Das Kind ...
Addieren ... löst spielerisch mit konkretem Material im Zahlenraum
bis 10 Additionsaufgaben durch Abzählen
Subtrahieren ... nimmt mit konkretem Material im Zahlenraum bis 10 Mengen
weg und ermittelt die Restmenge durch Abzählen
Aspekt: Raum-Lage-Beziehungen unauffällig
Das Kind ...
Rechts-Links- ... unterscheidet rechts und links
Orientierung ... orientiert sich nach rechts und links im Raum
Raum-Lage- ... orientiert sich im Raum und benennt Raumlagen:
Beziehungen vor - hinter - neben - über - auf unter
Zeit-Orientierung ... verfügt über erste Erfahrungen mit der Zeit (Jahres zeiten,
Monate, Wochen, Tage, heute, gestern, morgen ...)
... beginnt, seine Tätigkeiten zeitlich einzuteilen
... fragt, ob es sich lohnt, noch etwas Neues zu beginnen
Bereich Erschließung der Lebenswelt
Aspekt: Natur und Leben unauffällig
Das Kind ...
Naturphänomene ... erkennt Naturphänomene und beschreibt sie (z.B.
Tagesablauf, Wettererscheinungen, Jahreszeiten)
Unbelebte Natur ... beschreibt die unbelebte Natur, deren Erscheinungsformen und
Veränderungen (Wasser-Boden/ Steine - Luft - Feuer)
Tiere und Pflanzen ... besitzt Interesse an der belebten Natur
... zeigt Respekt vor Tieren und Pflanzen
Aspekt: Alltagsgegenstände unauffällig
Das Kind ...
Werkstoffe ... benutzt Gegenstände aus verschiedenen Materialien
(Werkstoffe)
+ o -
Aspekt: Experimentieren unauffällig
Das Kind ...
Experimente aus ... führt verblüffende Experimente mit naturwissenschaftli-
der
unbelebten Natur chem Hintergrund durch und beobachtet Abläufe,
prozesse Veränderungen
Prozesse,
Aspekt: Ernährung unauffällig
Das Kind ...
Richtig essen und ... ist in der Lage, mit Lebensmitteln bewusst umzugehen
trinken
Sonstige wichtige Hinweise (Therapien …):
Kennenlernnachmittag Anlage 2
(Ein Gestaltungsvorschlag)*
1. Kinder und Eltern versammeln sich in der Aula und werden dort vom
Schulleiter und den Lehrpersonen begrüßt.
2. Die Lehrpersonen teilen die Kinder mit Hilfe von Symbolen in Gruppen auf
(Namensschilder vorlesen) und gehen mit ihnen in die verschiedenen
Klassenräume.
3. In der Zwischenzeit unterrichtet der Schulleiter die Eltern über die Arbeit in der
Eingangsphase der Grundschule.
Gruppenspiele
1. Mit Symbol die Kinder in die Klasse führen.
2. In den Stuhlkreis setzen, unter jedem Stuhl liegt ein Memory- Kärtchen.
3. Die Memory- Kärtchen anschauen und merken, dann wieder verdeckt unter
den Stuhl legen.
4. Kreisspiel: „Ich heiße ..., wie heißt du?“ (Ball zuwerfen, fangen)
5. Erfassen von Farbe, Form, Größe: „Gib mir das kleine, gelbe, dünne Dreieck!“
(Dreiecke, Quadrate, Kreise in verschiedenen Größen, Farben und Stärken
liegen in der Mitte.)
6. Die Lehrerin liest eine Geschichte vor, die Kinder hören zu und kreuzen
anschließend Inhalte der Erzählung auf einem Arbeitsblatt an.
7. Motorische Übungen:
a) Nasenspitze gleichzeitig mit beiden Zeigefingern berühren, (Augen
geschlossen, im Stehen hinter dem Stuhl)
b) Fingerspiel: Alle Finger begrüßen den Daumen.
8. Memory- Kärtchen am Tisch wiederfinden.
9. Marienkäfer-Mengenspiel: Marienkäfer mit unterschiedlicher Punktzahl fliegen
nacheinander an den Kindern vorbei. Kinder kleben auf einem Arbeitsblatt die
Punkte der optisch erfassten Menge auf.
10. Linien nachspuren.
11. Wahrnehmungsübungen
a) optisch: 10 Symbole nachzeichnen lassen (Raum – Lage)
b) akustisch: Rhythmus nachklatschen lassen
c) Körperschema: Selbstbildnis malen lassen.
12. KIM-Spiel (Gegenstände auf einem Tisch anschauen, zudecken und auf
einem Arbeitsblatt wiederfinden)
* In Anlehnung an das Konzept „Probeschulnachmittag“ der Erwin-Hegemann-Schule
Frauenhoferstr. 5, 58097 Hagen
Handlungsanweisung und Materialliste:
zu 1.: Symbolkarte für jeden Lehrer
zu 2./3.: Memorykarten
zu 4.: Ball oder Wollknäuel
zu 5.: Geometrische Formen in verschied. Farben, Formen und Größe (z.B.
logische Blöcke
zu 6.: Geschichte (Anlage 2.1 und 2.2)
zu 9: Marienkäfer (Anlage 2.3) auf rotes Papier kopieren. Für die Lehrkraft
Marienkäfer vergrößern und mit unterschiedlichen Punkten bis Menge 6
versehen. Klebepunkte für die Kinder oder Stifte zum Aufmalen.
zu 10.: Arbeitsblatt (Anlage 2.4)
zu 11.: a) Buntstifte, Arbeitsblatt (Anlage 2.5)
c) Buntstifte, leeres Blatt
zu 12.: 6 Gegenstände auf den Tisch legen, kurz ansehen, zudecken, auf
Arbeitsblatt (Anlage 2.6) ankreuzen
Anlage 2.1
Die Geschichte vom eiligen Mann
Einmal war ein Mann so eilig, dass er am liebsten gar keine Zeit
für etwas brauchen wollte. Morgens ist er aus dem Haus
gerannt und in den Autobus gestiegen. Aber der Autobus ist
ihm viel zu langsam gefahren. An der nächsten Haltestelle ist
der Mann wieder auf die Straße gesprungen und vor dem
Autobus hergerannt. An der Kreuzung war die Ampel gerade
rot, aber der Mann hatte gar keine Zeit irgendetwas zu merken.
Er ist weiter gerannt. Die Autos haben gehupt, die Leute haben
geschrieen. Aber das hat der Mann nicht mehr gehört. Er war
schon an der nächsten Straßenkurve, und vor Eile ist er einfach
geradeaus weiter gelaufen, mitten durch ein Haus! Eine Familie
wollte gerade frühstücken, und der Mann ist über den Tisch
gesprungen und hat die Tassen und Teller hinuntergeworfen,
und schon war er wieder zur Tür hinaus. Eine andere Familie
hat noch geschlafen, da ist der eilige Mann über die Betten
getrampelt, und schon war er wieder zum Fenster hinaus. Er
hatte auch gar keine Zeit: „Entschuldigen sie bitte.“ zu sagen.
Jetzt war er in einem Hof, der hatte ringsum hohe Mauern, und
der Mann hat vor Eile das Tor nicht gesehen. Er ist mit dem
Kopf gegen die Mauer gerannt. Aber er hatte ja keine Zeit über
irgendetwas nachzudenken, darum hat er sich einfach nur
umgedreht und ist wieder zurückgerannt: durch das Haus über
die Kreuzung und die Straße entlang, bis er auf einmal wieder
zu Hause war. Da hat er sich gewundert!
Ursula Wölfel
Anlage 2.2
Anlage 2.3
Anlage 2.4
Anlage 2.5
Anlage 2.6
Name
Begrüßung
1 2 3
In den Stuhlkreis
Symbol anschauen
Kontaktaufnahme
Kreisspiel: Ich heiße ...
Regeln einhalten
Bilateralität
4
Zielgenauigkeit
Reaktionsvermögen
Sprache
Farbe
Kreis Farben
Form
5
Größe
Aufgabenverständnis
Verbale Aufforderung
Sprache
6
Auftrageserledigung
Bilateralität
Motorik
7
Koordination
Symbol finden
8
Teilmengenerfassung
Feinmotorik Marienkäfer
Orientierung 9
Konzentration
Nebenbewegung
Linien nachspuren
Stifthaltung
10
Schreibrichtung
ohne abzusetzen
Linienrand einhalten
optisch/graphomotorisch
akustisch/phonematisch
Wahrnehmungsübungen
klatschen
11
Bleistift
erzählen
Körperschema
Raum-Lage
genaues Betrachten
Überkreuzung
Merkfähigkeit
KIM
12
Anlage 3
Materialien zur Entwicklungsstandserhebung
zum Beispiel:
bei vorzeitiger Einschulung,
bei Verdacht auf Entwicklungsverzögerung,
als ergänzender Baustein zur Erstellung des
Schulfähigkeitsprofils
Sensomotorische Förderdiagnostik
Name: Alter:
Datum:____________
1. Handgeschick 2. Visuelle Wahrnehmung 3. Sprache 4. Auditive Wahrnehmung 5. Körperkoordination
6,6 Bindet einen Knoten Sortiert 10 Längen in Nennt Oberbegriffe (Obst, Unterscheidet gleich oder Aus der Rückenlage ohne
abgestufter Reihe Tiere, Möbel) ähnlich klingende Hände in den Stand
Wortpaare
Zeichnet einen Menschen, ein Zeichnet Formen aus dem Hört Kategoriefremdes und Zehenballenstand (10 Sek.)
Haus, einen Baum, eine Sonne Gedächtnis ab Sinnwidriges heraus
(Symbolfolgegedächtnis)
6,0 Koordiniert den Gebrauch Differenziert Gleiches von Findet Reimwörter Zeitbegriff: gestern – 5 Einbeinhüpfer vorwärts
beider Hände Ähnlichem morgen
Fängt einen zugeprellten Ball Visuelle Nennt 3 Analogien Kann sinnfreie Silben Einbeinstand (10 Sek.)
Aufmerksamkeitsspanne nachsprechen
5,6 Zeichnet 6 Zeichen ab Visuelle-Figur-Grund- Beantwortet 3 Zweckfragen Befolgt 3-teiligen Auftrag 5 Schlusssprünge
Erfassung
Schneidet mit Schere an einer Setzt Musterreihen aus 3 Spricht in 5-Wort-Sätzen Kann Zahlenreihen Standsprung über 20 cm Höhe
Linie entlang Merkmalen fort nachsprechen und 20 cm Breite
Merkt sich 1-stellige Zahl für
eine Minute
5,0 Fädelt Nadel ein Erkennt Fehlendes auf einer Erzählt, was es erlebt hat und Zeigt 3 Oberbegriffe (Möbel, Seiltänzergang vorwärts (1 m)
Abbildung beschreibt eine Bildszene Obst, Werkzeuge)
Sensomotorische Förderdiagnostik: Handgeschick Name: Datum:_____________
Alter: ______ Jahre
Alter: Aufgabe Material sicher mit Hilfe nicht
gekonnt gekonnt
6.6 Bindet einen Knoten 2 verschiedenfarbige ca 50 cm lange
Schuhbänder oder Montessori-Schleifenrahmen
Zeichnet einen Menschen Papier und Malstifte
einen Baum, ein Haus, eine Sonne
6.0 Koordiniert den Gebrauch beider Hände Sprechverse, die zum Bewegen beider Hände
bzw. Arme anregt (Anlage 1.1)
Fängt einen zugeprellten Ball Ball
5.6 Zeichnet 6 Zeichen ab Papier und Stift, Vorlage mit 6 Zeichen (siehe
Anlage 1.2)
Schneidet mit Schere an einer Linie entlang Schere, Papier auf das eine Linie gezeichnet ist
5.0 Fädelt eine Nadel ein Wollnadel, Faden
Differenzierungsmöglichkeiten
Unsicher bzw. nicht erfüllte Weitere Übung Material sicher mit Hilfe nicht
Aufgabe: gekonnt gekonnt
Fädelt eine Nadel ein Wickelt einen Faden auf eine Spule Garnrolle und Faden
Koordination beider Hände Gießt sich Getränke ein Glas und Getränk
Anlage 1.1
1 2 3 4
Drachen schwänzeln,
1 2 3 4
Teufel tänzeln,
1 2 3 4
Blitze krachen,
1 2 3 4
Hexen lachen!
1 2
Herr Bauer und Frau Bäuerin,
1 2
was macht denn eure Gans?
1 2
Sie watschelt hin, sie watschelt
her
1 2
und schüttelt ihren Schwanz.
Anlage 1.2
PX
X
Sensomotorische Förderdiagnostik: Visuelle Wahrnehmung
Name:______________________Datum:_________________
Aufgabenstellung sicher mit Hilfe nicht
Materialliste gekonnt gekonnt
Zeichnet Formen aus dem Gedächtnis ab Vorlage Abb. „Symbolfolggedächtnis“ (Anlage 2.1)
6,6 Legt 10 Längen in abgestufter Reihe 10 Stäbchen (z.B. Strohhalme od. Pappstreifen) mit
einer Länge von 1,2,3, ... bis 10 cm
Findet Gleiches Abb.: „Visuelle Aufmerksamkeit“
6,0 Differenziert Gleiches von Ähnlichem Abb.: „Differenziert Gleiches von Ähnlichem“
(Anlage 2.2)
Sortiert Längen 4 und 5 cm 6 Stäbchen (Länge 4 cm), 6 Stäbchen (Länge 5 cm)
z.B. Strohhalme oder Pappstreifen (Anlage 2.3)
5,6 Setzt Musterreihe aus drei Merkmalen Mehrere verschiedenfarbige Stecker (Steckbrett)
fort
Erkennt sich überschneidende Figuren Abb.: „Erkennt sich überschneidende Figuren“
(Anlage 2.4)
5,0 Sieht Fehlendes auf Abbildung Abb.: „Sieht Fehlendes auf Abbildung“ (Anlage 2.5)
Differenzierungsmöglichkeiten:
Unsicher bzw. nicht erfüllte Material sicher mit Hilfe nicht
Weitere Übung: gekonnt gekonnt
Aufgabe:
Sieht Fehlendes auf Legt menschliche Figur zusammen Vorlage menschliche Figur
Abbildung (Anlage 2.6)
Differenziert Gleiches von Weitere Übungen zur Abb. „Differenziert Gleiches von
Ähnlichem Differenzierung Ähnlichem – 2“ (Anlage 2.7)
Symbolfolgegedächtnis Anlage 2.1
„Findet Gleiches“ Anlage 2.2
Differenziert gleiches von Ähnlichem Anlage 2.3
„Erkennt sich überschneidende Figuren“
Figur-Grund-Erfassung Anlage 2.4
Sieht Fehlendes auf Abbildung Anlage 2.5
Vorlage menschliche Figur Anlage 2.6
Differenziert Gleiches von Ähnlichem – 2 Anlage 2.7
ROSE ROSE ROSE DOSE ROSE
TANNE TONNE TANNE TANNE TANNE
Sensomotorische Förderdiagnostik: Handgeschick Name: Datum:_____________
Alter: ______ Jahre
Alter: Aufgabe Material sicher mit Hilfe nicht
gekonnt gekonnt
6.6 Bindet einen Knoten 2 verschiedenfarbige ca 50 cm lange
Schuhbänder oder Montessori-Schleifenrahmen
Zeichnet einen Menschen Papier und Malstifte
einen Baum, ein Haus, eine Sonne
6.0 Koordiniert den Gebrauch beider Hände Vers, der zum sprechen und Bewegen beider
Hände anregt (z.B. über einen Elefanten oder
einen Tannenbaum, dazu das Bild in der Luft
malen)
Fängt einen zugeprellten Ball Ball
5.6 Zeichnet 6 Zeichen ab Papier und Stift, Vorlage mit 6 Zeichen (siehe
Anlage 1.1)
Schneidet mit Schere an einer Linie entlang Schere, Papier auf das eine Linie gezeichnet ist
5.0 Fädelt eine Nadel ein Wollnadel, Faden
Differenzierungsmöglichkeiten
Unsicher bzw. nicht erfüllte Weitere Übung Material sicher mit Hilfe nicht
Aufgabe: gekonnt gekonnt
Fädelt eine Nadel ein Wickelt einen Faden auf eine Spule Garnrolle und Faden
Koordination beider Hände Gießt sich Getränke ein Glas und Getränk
Anlage 1.1
PX
X
Sensomotorische Förderdiagnostik: Körperkoordination Name: Datum:_____________
Alter: ______ Jahre
Alter: Aufgabe Material sicher mit Hilfe nicht
gekonnt gekonnt
Gleichgewichtskontrolle 8 sec
(Zehenballenstand 10 sec)
6.0 Sprungkraft, Körperbeherrschung, Gelingt nur mit
Gleichgewichtskontrolle einem Bein
(je 5 Einbeinhüpfer vorwärts auf jedem Bein)
Gleichgewichtskontrolle 8 sec
(Einbeinstand 10 sec auf jedem Bein)
5.6 Sprungkraft, Körperbeherrschung 5
(mehr als 5 Schlusssprünge vorwärts mit Schlusssprünge
rythmischem Ablauf und geschlossenen Füßen vorwärts mit
ohne Pause) geschlossenen
Füßen mit
kleinen Pausen
Sprungkraft Körperbeherrschung Springseil 15 cm
(Standsprung über 20 cm Höhe und 20 cm Breite
Gleichgewichtskontrolle, motorische Kreppband oder Kreide
Geschicklichkeit
(Seiltänzergang vorwärts 1 m (auf der Linie bleiben,
Fuß vor Fuß setzen))
5.0 Allg. Körperkontrolle, Gewandtheit(aus der
Rückenlage ohne Hilfe der Hände in den Stand
kommen)
Differenzierungsmöglichkeiten
Unsicher bzw. nicht erfüllte Weitere Übung Material sicher mit Hilfe nicht
Aufgabe: gekonnt gekonnt
Zehenballenstand im Stand mit geschlossenen Augen
das Gleichgewicht halten, die Ferse
ein wenig abheben und nicht umfallen
Einbeinhüpfer abwechselndes Vorwärtshüpfen von
einem Bein auf das andere
Einbeinstand Einbeinstand mit geschlossenen
Augen für 5 sec (ein deutlicher
Unterschied zum Stand mit offenen
Augen deutet auf eine kinästhetische
Wahrnehmungsstörung hin. Kinder mit
Hörstörungen können ihr
Gleichgewicht nicht mit geschlossenen
Augen halten.
Schlusssprünge mit beiden Beinen gleichzeitig
hochhüpfen
Standsprung sich hüpfend vorwärts bewegen, viele
kleine, dann große Hüpfer auf zwei
Beinen (ggf. kleine Hindernisse)
Seiltänzergang über eine umgedrehte Langbank Langbank, Sandsäckchen
balancieren ggf. mit Sandsäckchen auf
dem Kopf
Scherenschritt (Linie im Scherenschritt
überkreuzen)
aus Rückenlage aufrichten aus dem Stand über die Kniebeuge in
den Kniestand und zurück ohne Hilfe
der Hände
Aus dem Schneidersitz ohne Hilfe der
Hände wieder stellen
Sensomotorische Förderdiagnostik: Sprache Name: Datum:_____________
Alter: ______ Jahre
Alter: Aufgabe Material sicher teilw. nicht
gekonnt gekonnt gekonnt
6.6 Nennt Oberbegriffe (Obst, Tiere, Möbel) Anlage 3.1
Hört Kategoriefremdes und Sinnwidriges Anlage 3.2
heraus
6.0 Findet Reimwörter Anlage 3.3
Nennt 3 Analogien Anlage 3.4
5.6 Beantwortet 3 Zweckfragen Anlage 3.5
(Wenn-dann-Fragen)
Spricht in 5-Wort-Sätzen
5.0 Erzählt, was es erlebt hat und beschreibt eine Anlage 3.6
Bildszene
Anlage 3.1
Sensomotorische Förderdiagnostik: Sprache
Nennt Oberbegriffe
Zum Beispiel: Obst, Tiere, Möbel
Material: Bei Bedarf Wort- und Bildkarten zu den genannten Oberbegriffeh
Versuchen sie zum Beispiel dem Kind die Aufgabe verständlich zu machen:
„Besteck“ ist der Sammelname für Löffel, Gabel, Messer.
Kannst du mir aufzählen, was es alles für Getränke gibt ?
Das Kind könnte sagen: „Kakao, Milch, Sprudel, Limo, Fanta.“ Jetzt sage ich dir einige Begriffe
und du nennst mir den Sammelnamen oder Oberbegriff.
„Hund, Katze, Kuh, Pferd, was sind das?“
„Apfel, Banane, Birne, Kirsche, Pflaume nennt man ...?“
„Tisch, Stuhl, Bett Schrank sind ...?“
Bewertung:
Hat das Kind drei Oberbegriffe nennen können, so gilt die Aufgabe als gekonnt.
Hat es mit Hilfe nur ein oder zwei Oberbegriffe gefunden, so gilt die Aufgabe als teilweise
gekonnt.
Kann das Kind noch gar keine Oberbegriffe bilden, so ist die Aufgabe nicht gekonnt.
Anlage 3.2
Sensomotorische Förderdiagnostik: Sprache
a) Hört Kategoriefremdes heraus
Material: -
In einer Aufzählung von 5 – 6 Dingen, die alle etwas gemeinsam haben, ist ein Begriff darunter,
der nicht zu der Kategorie passt und von dem Kind herausgehört werden soll.
Beginnen sie das Gespräch etwa wie folgt: „Ich sage dir jetzt Dinge, die man essen kann. Wenn
du etwas hörst, was man nicht essen kann, dann hebe deinen Arm hoch!“
„Banane – Brot – Kartoffel – Bleistift – Gemüse“
„Bett, Schrank, Tisch, Stuhl, Blume, Sessel“
„Kirsche, Pflaume, Birne, Haus, Apfel“
„Auto, Bus, Lastwagen, Leiter”
“Fanta, Kakao, Milch, Buntstift, Kakao”
Lassen Sie die jeweilige Antwort vom Kind begründen. So erfahren Sie, ob es die
Gemeinsamkeiten erfasst hat und das Kategoriefremde differenzieren kann.
Bewertung:
Hat das Kind die Aufgabe verstanden und benannte dreimal das Kategoriefremde, so gilt die
Aufgabe als gekonnt.
Hat es Unsicherheiten gezeigt und brauchte es noch Hilfe, so gilt die Aufgabe als teilweise
gekonnt.
Das Kind hat die Aufgabe nicht verstanden und konnte das kategoriefremde Wort nicht
heraushören. Die Aufgabe gilt als nicht gekonnt.
Anlage 3.2
Sensomotorische Förderdiagnostik: Sprache
b) Hört Sinnwidriges heraus
Material: -
Fragen Sie das Kind, was an dem genannten Satz nicht stimmt. Wie muss es richtig heißen?
Beispiele:
„Der Hund macht miau.“
„Der Fisch fliegt durch die Luft.“
„Das Wasser ist trocken.“
„Das Auto fährt auf dem Dach.”
“Der Zucker ist salzig.”
Bewertung:
Kann das Kind Sinnwidriges in mindestens 4 Sätzen erkennen und korrigieren, ist die
Aufgaben gekonnt.
Hat es gemerkt, dass Sie „Quatsch“ gesagt haben, aber es kann nicht alle Sätze richtig
stellen, so gilt die Aufgabe als halb gekonnt.
Fällt dem Kind nicht auf, dass die Sätze keinen Sinn ergeben, so gilt die Aufgabe als nicht
gekonnt.
Anlage 3.3
Sensomotorische Förderdiagnostik: Sprache
Findet Reimwörter
Material: -
Führen Sie diese Aufgabe ein, indem sie dem Kind einige Reim-Beispiele vorstellen. Erklären Sie
ihm, dass es Wörter gibt, die ganz ähnlich klingen, aber doch eine ganz andere Bedeutung
haben. Man sagt dazu Reimwörter, z.B. Fisch – Tisch oder Rose – Hose.
Fragen Sie dann das Kind: „Fällt dir ein Wort ein, das sich auf Maus reimt ?“
Hat das Kind die Aufgabe verstanden, so bieten Sie ihm jetzt weitere Wörter an, die es mit einem
Reimwort ergänzen soll.
Beispiele:
Vase - Hase
Tuch - Buch
Schüssel – Schlüssel
Kopf – Topf
Kanne – Wanne
Pinsel – Insel
Hund – Mund
Pferd – Herd
Bewertung:
Hat das Kind drei Reimwörter finden können, so gilt die Aufgabe als gekonnt.
Braucht es Hilfe z.B. durch Lautvorgabe, so gilt die Aufgabe als teilweise gekonnt.
Konnte das Kind keine Reimwörter finden, so gilt die Aufgabe als nicht gekonnt.
Anlage 3.4
Sensomotorische Förderdiagnostik: Sprache
Nennt 3 Analogien
Material: -
Geben Sie den Satz vor und das Kind ergänzt zum Schluss das analoge Wort.
Beispiele:
„Auf dem Bett kann man liegen und auf dem Stuhl kann man ...“
„Mit dem Flugzeug kann man fliegen und mit dem Auto kann man ...“
„Mit den Ohren kann man hören und mit den Augen kann man ...“
„Der Fisch kann schwimmen und der Vogel kann ...“
Bewertung:
Die Aufgabe gilt als gekonnt, wenn das Kind 3 Sätze vervollständigen kann.
Als teilweise gekonnt gilt die Aufgabe, wenn das Kind nicht mehr als 2 Sätze ergänzen kann.
Kann das Kind keine Analogien bilden, gilt die Aufgabe als nicht gekonnt.
Anlage 3.5
Sensomotorische Förderdiagnostik: Sprache
Beantwortet 3 Wenn-dann-Fragen
Material: -
Biete sie de Kind die nachfolgenden oder vergleichbare Sätze an, de es entsprechend ergänzen
soll.
Beispiele:
„Wenn du hungrig bist, dann ... (möchte ich essen, hole mir ein Brot u.s.w.)“
„Wenn du müde bist, dann ... (gehe ich ins Bett, lege ich mich zum Schlafen hin u.s.w.)“
„Wenn dir kalt ist, dann ... (ziehe ich mir eine Jacke an, gehe ich ins warme Zimmer u.s.w.)“
„Wenn du schmutzig bist, dann ... (wasche ich mich, ziehe ich mir etwas Sauberes an u.s.w.)“
Regen sie das Kind an, sich selbst derartige Fragen auszudenken, die Sie dann beantworten.
Bewertung:
Kann das Kind mindestens 3 Fragen sinnvoll ergänzen, dann gilt die Aufgabe als gekonnt.
Kann das Kind nur zu 2 Fragen eine entsprechende Antwort finden, so gilt die Aufgabe als
teilweise gekonnt.
Findet das Kind keine Ergänzung zu den Fragen, so ist die Bewertung nicht gekonnt.
Anlage 3.6
Sensomotorische Förderdiagnostik: Sprache
Beschreibt eine Bildszene
Material: Bildmaterial mit einer deutlich erkennbaren Handlung und mehreren Details ( z.B. Vater
– Sohn – Bildgeschichte )
Bieten Sie dem Kind ein interessantes Bild zum gemeinsamen Betrachten an. Der Inhalt sollte
klar erkennbar sein und zum Erzählen anregen.
Bewertung:
Hat das Kind die Handlung und das Geschehen auf dem Bild erfasst und kann es in seinen
Worten wiedergeben, so so gilt die Aufgabe als gekonnt.
Benennt es nur einzelne Dinge, die auf dem Bild zu sehen sind und erfasst es die Handlung
nur im Ansatz, so ist die Aufgabe teilweise gekonnt.
Das Kind zeigt und benennt einzelne Dinge, kann aber die Bildszene nicht beschreiben, so gilt
die Aufgabe als nicht gekonnt.
Anlage 3.7
Sensomotorische Förderdiagnostik: Sprache
Beantwortet 3 Zweckfragen
Material: -
Fangen Sie bei dieser Aufgabe mit ganz einfachen Gegenständen an. Das Kind wird seinen Spaß
daran haben, so „dumme“ Fragen gestellt zu bekommen. Allmählich erschweren Sie die Begriffe.
Beispiele:
„Was macht man mit einem Taschentuch?“
„Was macht man mit einem Kamm?“
„Was macht man mit einem Besen?“
„Was macht man mit einem Buch?“
„Was macht man mit einem Bleistift?“
„Was macht man mit den Füßen?“
Bewertung:
Hat das Kind drei Fragen beantworten können, so gilt die Aufgabe als gekonnt.
Bei ein bis zwei richtigen Antworten ist die Aufgabe teilweise gekonnt.
Verweigert das Kind die Antwort oder kann die Fragen nicht beantworten, so gilt die Aufgabe
als nicht gekonnt.
Sensomotorische Förderdiagnostik: Auditive Wahrnehmung Name: Datum:_____________
Alter: ______ Jahre
Alter: Aufgabe Material sicher mit Hilfe nicht
gekonnt gekonnt
6.6 Unterscheidet gleich oder ähnlich klingende Wortpaare Seife – Seide satt - statt
(Sage mir ob die Wörter gleich klingen oder Nadel – Nagel neun – neun
unterschiedlich/ähnlich!) backen – baden Vogel – Vogel
Kamm – Kahn Post – Kost
Topf – Kopf naschen – waschen
Graben - traben Tür - Tier
6,0 Zeitbegriff „gestern – morgen“
(Fragen nach einem Erlebnis, das gestern
stattgefunden hat; Weißt du noch was wir morgen
machen wollen? usw.
Kann sinnfreie Silben nachsprechen Ki-ru-la Bo-gu-wa
(Sprich den Zauberspruch nach!) Re-lo-ma-no Pe-ka-ti-ru
Ga-bo-di-ma-se Pi-no-fa-ko-to
5.6 Befolgt 3-teiligen Auftrag Ball, Bilderbuch o.ä.
(Bring mir den Ball, lege das Bilderbuch auf den Tisch
und mache dann die Tür zu!)
Zahlenreihen nachsprechen 5-2-7 1-5-3-3 4-7-3-9-9
(Sprich mir folgende Telefonnummern nach!) 6-4-9 9-2-7-5 1-5-2-8-6
Merkt sich einstellige Zahl für 1 Minute Bilderbuch
(LehrerIn sagt eine Zahl, z.B. 3, die sich das Kind gut
merken soll, schaut sich anschließend mit dem Kind ein
Bilderbuch an und fragt anschließend nach der Zahl
5.0 Zeigt 3 Oberbegriffe Von jedem Bereich liegen 5 Karten
(Suche alle Bilder heraus auf denen du Werkzeuge ungeordnet auf dem Tisch (siehe
siehst! (ebenso Möbel, Obst o.ä.)) Anlage 2.9)
Verfahrensablauf vor der Einschulung
Zeitpunkt Grund/Inhalt Schul- Kinder- Grund- ggf.
träger garten schule Sonder-
schule
18 Mon. vor der Einschulung Informationsveranstaltung für die Eltern der 4jährigen des X X X X
(ca. Febr. d. Vorjahres) Einzugsbereichs einer Grundschule (lädt ein)
18 – 3 Mon. Vor der Beobachtung der Kinder mit Hilfe des Beobachtungsbogens zum
Einschulung Schulfähigkeitsprofil (siehe Anlage 1) X
Wichtig: Weitergabe der Beobachtungen über das Kind nur mit
schriftlicher Einverständniserklärung der Eltern möglich
10 Mon. Vor der Einschulung Einladung zur Anmeldung X
(Okt. d. Vorj.)
bis 15. Nov. des Vorj. Anmeldung der Schulneulinge in der Grundschule und X X
Sprachstandserhebung
ca. Febr. (6 Mon. Vor der Kennenlernnachmittag (s. Anlage 2) und/oder X X
Einschulung Entwicklungsstandserhebung (s. Anlage 3)
Anfang März Elternabend zur Einschulung X
März Einschulungskonferenzen* X X
Kindergarten/ Eltern/ Schule
Anf. Juni Besuch des Kindergartens in der Grundschule X X
1. Halbj. Eingangsphase Erstellung des Schuleingangsprofils aus den gewonnen Daten X
* Einschulungskonferenzen können sein
gemeinsame Gespräche zwischen Eltern/Kindergarten und Grundschule über einzelne Kinder und/oder
Gespräche Kindergarten/Grundschule über Bildungsziele, allgemeine Fördermöglichkeiten und den Bildungsgang der
Grundschule
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