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					A. Auswertungen der Umfragen

I. Bedürfnis Ernährung

a. Befragungen der Unternehmen1


Nachdem wir eine Umfrage an die Verbraucher im Landkreis Stade zum Thema Ökonomie
versus Ökologie durchgeführt hatten, hat uns ebenfalls interessiert, ob die Anbieter diesen
Aussagen zustimmen oder ob sie am Kaufverhalten der Verbraucher ganz andere Aussagen
treffen konnten. Besonderes Hauptaugenmerk galt dem Konsum an ökologisch sinnvollen
Produkten und auf eine mögliche Änderung des Kaufverhaltens auf Grund der
Wirtschaftskrise. Wir befragten vier Unternehmen aus vier verschiedenen Größenordnungen.
Da die Anonymität gewährt bleiben muss, werde ich in keinem Fall Namen beziehungsweise
Standorte der Geschäfte preisgeben. Im folgenden Text werde ich nun die vielen
Gemeinsamkeiten aufführen und über kleine Abweichungen berichten.


Als erstes stellten wir uns die Frage, welche Philosophien die von uns ausgewählten
Unternehmen verfolgen. Als Antwort bekamen wir von einem Einzelhändler, dass Sie von der
Einfachheit der Produkte leben. Dies bedeutet, dass im Verkaufsraum die Ware
Palettenweise aufgestellt wird und dabei nicht so viel Zeit für das aufwendige Einsortieren in
verschiedene Regale verloren geht. Wenn man sich hierüber noch nie wirklich Gedanken
gemacht hat und nun durch verschiedene Supermärkte geht, kann man erkennen, dass
diese Philosophie sehr ausgeprägt ist.
Wenn man nun ein Augenmerk auf die Wirtschaftskrise legt, haben wir uns gefragt, ob sich in
den letzten zwei Jahren etwas verändert hat.
In allen befragten Unternehmen gab es in den letzten zwei Jahren keinen Rückgang der
beschäftigten Mitarbeiter. Außerdem waren sich alle Anbieter einig, dass die heutige
wirtschaftliche Lage keine Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Verbraucher, gerade
auch in Bezug auf die Bioprodukte hat. Ganz im Gegenteil, der Verbrauch an Bioprodukten
steigt von Jahr zu Jahr immer mehr an. Doch einer der von uns befragten Einzelhändler
konnte der Aussage nicht zustimmen, dass der Verkauf an Bioprodukten ansteigt. Ein Grund
dafür könnte sein, dass er seine Ware im ländlichen Bereich, in einem kleinen Ort
verkauft. Es könnte sein, dass die älteren Bewohner ihr Leben lang schon Standardprodukte
kaufen und aus Gewohnheit auch zu nichts Neuem mehr greifen.


1   Vgl. Anlage: B. Fragebögen, III. Baubranche


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Trotz allem können alle Parteien zustimmen, dass die Verbraucher sehr darauf achten, dass
die Produkte aus unserer Region stammen.
Uns hat außerdem noch interessiert, welches Image Bioprodukte in ihren Augen haben und
was sie von deren Vermarktung halten.
Auch auf die Frage konnte man eine allgemeine Aussage treffen. Das Image der Bioprodukte
steigt immer weiter an, daher auch das immer größer werdende Angebot. Doch im Bezug auf
die Vermarktung, kamen wieder zwei verschiedene Meinungen zum Vorschein. Auf der einen
Seite wurde erwähnt, dass die Vermarktung der Bioprodukte sehr gut sei, aber noch
ausbaufähig wäre. Auf der anderen Seite wurde erwähnt, dass die Bioprodukte einfach völlig
überteuert wären und so eine gute Vermarktung gar nicht möglich wäre.
Alle Filialen lassen sich ihre Produkte mit LKWs liefern. Eine Auskunft haben wir jedoch auch
darüber bekommen, dass auch der Schiffsverkehr eine große Rolle spielt. Trotzdem ist es
allen Unternehmen sehr wichtig, dass auf eine hundertprozentige Auslastung der LKWs und
der Schiffe geachtet werden muss um nicht unnötig viel Treibstoff zu Verbrauchen.
Außerdem spielt der Umweltschutz eine immer größere Rolle in Hinsicht auf die
Transportmittel. Die Autobahngebühren werden immer teuer, um wie schon gesagt, eine
volle Auslastung der Transporter zu sichern. Ein bestimmtes Alter eines LKWs darf nicht
mehr überschritten werden und außerdem gibt es immer mehr Kontrollen im Straßenverkehr
um dies alles zu kontrollieren.


Zusätzlich erklärte einer der Geschäftsführer noch, dass es klar erkennbar ist, dass
Discounter in Zukunft immer weniger werden könnten, da die Verbraucher wieder mehr
Dienstleistungen in Anspruch nehmen wollen.


Zu den von uns aufgestellten Thesen:
1. Das Verhältnis zwischen Ökonomie und Ökologie ist heute immer noch als eine starre
Konfliktbeziehung anzusehen.


Die Kommentare zu dieser These waren eindeutig. Die Unternehmen betrachten diese
These als nicht mehr gegeben. Das Verhältnis habe sich positiv verändert und man kann
diese fast nicht mehr vorhandene Konfliktbeziehung auch als Chance sehen, weiter in diese
Richtung zu gehen


2. Verbraucher kaufen im Zuge der Wirtschaftskrise seltener ökologisch sinnvolle Produkte.




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Die Unternehmen waren sich einig, dass das Gegenteil eingetreten ist. Der Verbrauch an
ökologisch sinnvollen Produkten ist eher angestiegen.


3. Unternehmen handeln bevorzugt dann ökologisch, wenn sie ihr Image aufwerten und
einen Wettbewerbsvorteil erlangen wollen.


Dieser These steht man teilweise positiv, teilweise aber auch negativ gegenüber.
Die einen sagen, dass viele Unternehmen bereit sind, für guten Umsatz vieles zu ändern.
Andere sagen aber auch dass Unternehmen endlich erkannt haben, dass es immer mehr um
den Einklang mit der Natur geht.




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posted:5/3/2010
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