Tips zum Umgang mit Klausur- und Abituraufgaben by wooha

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									Tips zum Umgang mit Klausur- und Abituraufgaben
Ihr hast ja bereits Erfahrung mit Aufgaben, wie sie in der schriftlichen Abiturprüfung auf Euch zukommen werden.
Lasst Euch sich also keine Angst einjagen. Abiturfragen sind nicht grundsätzlich anders als die gewohnten Klau-
suraufgaben.
Deine Erfahrung und Deine Kenntnisse sind wichtige Voraussetzungen, um die Situation „Abitur“ zu bewältigen.
Doch bestimmt hast Du darüber hinaus noch das Bedürfnis nach einigen Tipps. Überlege selbstkritisch, was
Schwierigkeiten bereitet oder wobei Du Dich sich unsicher fühlst. Vielleicht ist der eine oder andere Tip für Dich
viele Punkte wert.


2.1 Die Aufgabe verstehen

Abituraufgaben sind nicht einfach. Aber wenn Du gelernt hast, sie zu „entschlüsseln“, sind sie oft nur noch halb so
schwer. Du wirst sehen, dass die manchmal etwas geschraubte Sprache der Aufgaben nicht nur einen Sinn hat,
sondern sogar Hilfen gibt.

Am besten schaust Du einmal eine Aufgabe näher an:
Aufgabenbeispiel:        Die Bevölkerungsverteilung in Brasilien
Begründe die Verteilung der Bevölkerung in Brasilien aus den natur- und wirtschaftsräumlichen Gegebenheiten.

Hast Du verstanden, was diese Aufgabe von Dir will? Dann hast Du sicher die Komponenten erkannt:

-       Diese Aufgabe hat einen Inhalt: „Verteilung der Bevölkerung in Brasilien“; das ist die Sache, um die es
        hier geht und zu der Du Dich äußern sollst. Mit diesem Sachverhalt sollst Du Dich auseinandersetzen.

-       Diese Aufgabe gibt auch eine Arbeitsanweisung: ,,Begründe ...“,
        Wenn Du jetzt z.B. die Bevölkerungsverteilung beschreibst, reicht das nicht aus. Aber es wird andererseits
        nicht von Dir verlangt, die Folgen aus dieser Verteilung zu bewerten. Du sollen hier nur Gründe angeben.

-       ... und schließlich hat diese Aufgabe einen Zusatz: „...aus den natur- und wirtschaftsräumlichen
        Gegebenheiten“. Das ist in diesem Fall eine Forderung, oft auch ein hilfreicher Hinweis (z. B. auf
        Arbeitsmaterialien, die verwendet werden können, auf die geforderte Art der Darstellung u. a.).

Du kennst das bestimmt: Man hat die Aufgabe gelesen, schon ist alles klar! Denkste!
Jetzt einfach Draufloszuschreiben, könnte z.B. zu solchen Ergebnissen führen:

-       Die Bevölkerungsverteilung wird recht genau und auch zutreffend beschrieben, darüber hinaus sogar mit
        einer kleinen Kartenskizze versehen. Problem: Gefordert ist eine Begründung! Also ist die
        Arbeitsanweisung nicht beachtet.
-       Sehr ausführlich und kenntnisreich werden die Probleme beschrieben, die sich aus der ungleichen
        Bevölkerungsverteilung für Brasilien ergeben. Problem: Der Inhalt der Aufgabenstellung ist ein anderer.
        Demnach also (zumindest z.T.) Thema verfehlt!
-       Die historischen Gründe, die zur heutigen Bevölkerungsverteilung geführt haben, werden breit dargestellt.
        Die naturgeographischen Bedingungen sind nur berührt. Problem: Der Zusatz blieb unbeachtet, der in
        diesem Fall aber kein unverbindlicher Hinweis ist, sondern eine klare Forderung.

Du musst bei Abiturarbeiten auf alle drei Komponenten sehr genau achten. Sonst besteht die Gefahr, daß Du an den
Anforderungen vorbeischreibst - und das kann nie zu Deinem Vorteil sein.
Besonders schwer fällt es Dir vielleicht, die Arbeitsanweisung zu erfassen. Oft sind das etwas vieldeutige Verben
wie „darstellen“, „erläutern“, „aufzeigen“. Mehr Sicherheit kann Dir die Übersicht geben, die für viele der häufig
verwendeten Anweisungen eine Art Definition gibt. Diese Operatoren muss Du von ihren Anforderungen her
kennen !
Der schlimmste Fehler, den Du also machen kannst, ist: sofort drauflos schreiben! Du sollst Dir stattdessen zunächst
die Aufgabe sehr gründlich anschauen.

Was ist verlangt?
Wie ist es verlangt?
Welche Zusätze gibt es?


Erst wenn Du nach diesen drei Fragen die Komponenten der Aufgabe kennst, hast Du die Aufgabe verstanden.
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2.2 Die Materialien auswerten

Meist kannst Du jetzt immer noch nicht mit dem Schreiben anfangen. Gerade Aufgaben zum Thema
„Entwicklungsländer“ verlangen häufig von Dir, Material auszuwerten. Dabei sollst Du Gelerntes anwenden, z.B.
Entwicklungsprobleme von Peru auf Bolivien übertragen, eine bekannte Entwicklungstheorie auf ein anderes Land
anwenden, ein Entwicklungsprojekt beurteilen.
Das verlangt man, damit Du die für Abiturarbeiten notwendige Selbstständigkeit zeigen kannst. Im Abitur sollst Du
eben nicht nur Gelerntes vorweisen (obwohl das auch wichtig ist), sondern auch zeigen, dass Du gelernt hast, Dich
kritisch zu informieren (Reifeprüfung!).
Am besten gehst Du beim Auswerten von Material in zwei Schritten vor:


Erster Schritt: Informieren

Du musst erst einmal zur Kenntnis nehmen, was das Material aussagt. Dazu solltest Du es - zunächst losgelöst von
der Aufgabe - so durcharbeiten, dass Du es verstanden hast. Nutze die Möglichkeiten, Wichtiges hervorzuheben,
z.B. durch Markieren mit Farbstiften, Textmarker usw.

Die verschiedenen Arten von Arbeitsmaterialien haben verschiedene Tücken, auf die Du achten solltest. Dazu einige
Hinweise:
Tabellen sind bei Schülern besonders unbeliebt; dabei ist es gar nicht so schwer, Statistik mit Leben zu füllen:

1.      Über den Aufbau der Tabelle informieren (also noch nicht über die Zahlen!):
-       Titel,
-       Erscheinungsjahr,
-       Herkunft der Zahlen,
-       horizontale (Zeilen-)Gliederung,
-       vertikale (Spalten-)Gliederung,
-       absolute Werte (also Beträge, Werte in festen Einheiten, z.B. Einwohner, t, ha),
-       oder relative Werte (also Verhältniszahlen, z.B. %, pro Kopf, pro ha).

2.      Die Zahlenreihen analysieren (aber noch nicht begründen, das kommt später):
-       Entwicklungen, Veränderungen, Trends,
-       Maxima, Minima,
-       Auffälligkeiten wie Sprungstellen, Trendwenden u. a.

Bei Diagrammen gehst Du genauso vor, denn das sind nichts anderes als graphisch dargestellte Tabellen. Achtung:
Prüfe immer wieder, ob es sich um absolute oder relative Zahlen handelt. Wenn Du das übersiehst, kann es zu
erheblichen Fehlern kommen: Im Tschad sind dann z.B. angeblich „mehr Erwerbspersonen in der Landwirtschaft
beschäftigt als in Brasilien“: Tschad 85 %, Brasilien „nur 11 %“!

Karten sind für Erdkundeklausuren unentbehrlich. Nicht umsonst darfst Du meist den Atlas benutzen - und das
kann sehr hilfreich sein. Voraussetzung: Du kennst Dich im Atlas aus! Wenn Du erst im schriftlichen Abitur nach
einer Klimakarte von Afrika suchst oder nicht weist, ob es eine Karte der durchschnittlichen Lebenserwartung gibt,
dann war Deine Vorbereitung miserabel, und Du wirst viel Zeit verlieren. Also: Sein Handwerkszeug sollte man
schon kennen! Damit rechnet auch der Lehrer bei seinen Überlegungen, wieviel Zeit Du brauchen dürftest.
Aber es sind nicht nur Atlaskarten, die Dir bei Klausuren begegnen; häufig werden auch sonstige Karten oder Pläne
kopiert vorgelegt. Auch hier einige Tips:

1.      Als erstes über Lage und Größe des dargestellten Gebietes informieren.
        Du weist ja, die Karte der Sahelzone kann genau so groß sein wie die Karte eines indischen Dorfes! Und
        über die Lage innerhalb bestimmter Klimagebiete erfährt man auf einer Verkehrskarte bekanntlich wenig.
        Also: Ziehe den Atlas hinzu und ordne das Kartenbild hinsichtlich Größe, Entfernungen, Bedingungen usw.
        ein.
2.      Analysiere jetzt erst den Karteninhalt, d.h., was auf der Karte dargestellt ist. Wichtig dazu ist die Legende
        (Zeichenerklärung), die Du aufmerksam studieren solltest:
-       Was ist dargestellt?
-       Wie ist es dargestellt?
-       Was ist weggelassen?
-       Welche Auffälligkeiten?
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Beliebt sind auch Texte. Für deren Erschließung gelten ähnliche Regeln:

1.       Textart erkennen, z.B.:
-        Informationstext (aus der Fachliteratur, Zeitungsartikel, Bericht 0. ä.);
-        Meinungstext (z.B. Kommentar, Stellungnahme).
2.       Text durcharbeiten:
-        Schlüsselbegriffe und/oder Kernaussagen markieren;
-        Argumentation verstehen;
-        eventuell Textgliederung vornehmen.

Du siehst, Auswertungsarbeit zum Informieren ist ein eigener Arbeitsschritt, der Zeit erfordert. Du solltest ihn
keinesfalls mit dem folgenden vermischen:


Zweiter Schritt: Interpretieren

Material auswerten heißt nur in den wenigsten Fällen, daß Du einfach den Inhalt des Materials wiedergeben sollst.
Das wäre zu anspruchslos. Man wird zwar manchmal von Dir verlangen, daß Du den dargestellten Sachverhalt
„beschreibst“ und so mit eigenen Worten zeigst, dass Du die Sache verstanden hast. Meist schließt sich daran aber
eine komplexere Aufgabe an: „Begründe ...“, „Vergleiche ...“, „Gliedere ...“, „Nehme Stellung...“ o. ä.
Nun, das kennst Du ja schon: Das sind die Aufgabenanforderungen, mit denen Dich Kap. 2.1 vertraut gemacht hat.
Es wäre jetzt völlig falsch, einfach querbeet Draufloszuschreiben, mit dem guten Gefühl, das Material verstanden zu
haben. Da Du sehr in die Analyse des Materials vertieft warst, besteht nämlich die Gefahr, daß Du danach nicht
mehr weist, was eigentlich von Dir verlangt war - ein kritischer Punkt!
Die Aufgabenstellung ist selten ein „Rundumschlag“, sondern hat meist eine klare Stoßrichtung. Sie ist im Hinblick
auf den Inhalt und auf die Art der Darstellung eine zugespitzte Aufforderung.

Das Material, das Dir zur Auswertung vorgelegt wird, ist meist sehr komplex. Deshalb soll es oft nur
-      unter einer bestimmten Fragestellung („... hinsichtlich der dargestellten Entwicklungsschwerpunkte“),
-      mit besonderen Aspekten („... im Hinblick auf die Lebensbedingungen auf dem Lande“),
-      unter eingrenzenden Auflagen („... indem Du die dargestellte Entwicklung mit der in Indien vergleichst“),
-      mit pointiertem Zugriff („Nimm zu dieser Position Stellung.“) bearbeitet und interpretiert werden.

Wenn Du solche Zuspitzungen nicht beachtest, wirst Du über das Ergebnis Deiner Mühe nicht sehr froh werden.
Denn auf „Rundumschläge“ gibt es nur wenig Punkte. Nimm die Aufgabe ernst. Wahrscheinlich musst Du also jetzt
das Material noch mal unter diesem besonderen Aspekt durcharbeiten. Es lohnt sich!



2.3 Das Ergebnis darstellen

Du kannst Dir kaum vorstellen, was einem Lehrer beim Korrigieren so alles begegnet! Nicht nur, dass er Schriften
entziffern muss, die diese Bezeichnung kaum noch verdienen. Zugleich ist er von Amts wegen dazu verpflichtet,
Verstöße gegen die deutsche Sprache, Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung anzustreichen, worüber er
keine große Freude empfindet. Und dann sind vielleicht auch noch seine mühsam ausgetüftelten Aufgaben so
großzügig beantwortet, als habe er sie nie gestellt.
Oder, um das Ganze aus Deiner Sicht zu beschreiben: Du hast den Lehrer in der Hand, denn er muss lesen, was Du
schreibst! Damit hast Du auch entscheidenden Anteil daran, ob er Deine Texte mit Wonnen oder mit Grausen liest.
Hast Du Dir schon einmal klargemacht, in welch starker Position Du dabei bist? Das könnte Dir eigentlich schon
fast die Angst vor dem schriftlichen Abitur nehmen.
Es reicht also für eine akzeptable Note nicht aus, bei der Analyse der Materialien geniale Geistesblitze gehabt zu
haben; Du musst es schaffen, diese auch Ihren Korrektoren (das sind die Lehrer, die Deine niedergelegten Gedanken
lesen dürfen) in akzeptabler Form mitzuteilen. Dazu hier einige Tips:



Tip 1: Erst denken, dann schreiben!

Wenn Du ein Ergebnis darstellen willst, setzt das voraus, dass Du eines hast. Gewöhn Dir ab, gleich nach dem
Lesen der Aufgabe loszuschreiben. Das kostet Zeit, weil Du nämlich zuviel schreibst. Das kostet Punkte, weil Du
vielleicht an den Anforderungen der Aufgabe „vorbeischreibst“. Das kostet Nerven, weil Du hoffen musst, der
Lehrer akzeptiert, was Du ihm „auf Verdacht“ vorgesetzt hast.
Das Denken solltest Du Dir also nicht ersparen. Immerhin hat die Kultusministerkonferenz als Anforderung für die
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Abiturprüfung eine „Problemerörterung“ vorgesehen - das bedarf dann schon einiger geistiger Anstrengungen.


Tip 2: Gliedern!

„Kraut und Rüben“ sind kein Beleg für geordnete Gedanken - und die erwartet man von einem Abiturienten. Eine
gegliederte Darstellung oder logische Argumentation ist gar nicht so schwer: Pro, Kontra; zunächst, dann;
Entwicklung, Ergebnis, Zukunft; Ursachen, Folgen; Theorie, Praxis; usw. Lege Dir deshalb einen „roten Faden“
zurecht, bevor Du ans Schreiben gehst; Stichpunkte auf einem Konzeptpapier sind besser als wilde Ge-
dankensprünge. Du siehst: Tipp 1 und Tipp 2 hängen miteinander zusammen. Wichtig: Ihre Gliederung sollte man
auf dem Papier sehen! Also: Absätze, Zwischenüberschriften, Unterstreichungen, manchmal auch eine knappe
Begründung der Vorgehensweise („Ich gehe zunächst einmal nur auf... ein, weil ...“).


Tip 3: Nicht hudeln: DUDEN'ln!

Setze nicht die Regeln deutscher Grammatik und Rechtschreibung außer kraft - diese Art von Selbstständigkeit ist
mit den Abituranforderungen nicht gemeint. Im Gegenteil: Solche Verstöße werden bei Häufung immer mit
Punktabzügen bestraft, die bis zu drei Notenpunkten ausmachen können! Sage hinterher nicht, Du hätten das nicht
gewußt!

Darum:
- keine Bandwurmsätze knoten;
- Kommaregeln nicht vernachlässigen;
- Groß- und Kleinschreibung beachten;
- das und dass unterscheiden;
- usw. (Du kennst Deine Schwächen besser als ich).

Wenn Du in diesem Punkt Hilfe brauchst: Die ersten 30 Seiten im DUDEN bringen alles. Das ist Hilfe für´s Leben.
Denn Du wirst noch öfter in die Verlegenheit kommen, etwas schreiben zu müssen.


Tip 4: Nicht die Aufgabe aufgeben!

Allzu leicht übersieht man in der Aufgabenstellung deutliche Hinweise, Hilfen und Eingrenzungen. Wenn es heißt
„aus den naturräumlichen Bedingungen“, dann brauchst Du nicht auf das politische System einzugehen. Wenn
verlangt ist „anhand der Tabelle“, dann solltest Du Deine Antwort nicht darüber hinaus ausweiten. Wenn gefordert
wird „in Stichworten“, brauchst Du keinen Roman zu schreiben.
Manche Aufgaben sind leichter, als Du bisher angenommen hast; kein Grund zur Aufgabe. Konzentriere Dich auf
die Aufgabenstellung und ihre drei Komponenten „Inhalt“, „Arbeitsanweisung“ und gegebenenfalls „Zusatz“ (siehe
Kap. 2.1.). Oder anders gesagt, mache Dir auch zwischendurch immer mal wieder klar:

Was soll ich darstellen?
Wie soll ich es darstellen?

Oft wird die Zeit nur deshalb knapp, weil Du zuviel schreibst und das Ziel der Aufgabe aus dem Blick verlierst.
Also: Konzentration und Berücksichtigung dessen, was man von Dir will.

Zu guter Letzt:
Wahrscheinlich weist Du nach so vielen Tips gar nicht mehr, wie Du es überhaupt jemals geschafft hast, eine
Klausurarbeit zu bewältigen. Vielleicht hast Du sogar Ratschläge für Dinge bekommen, die für Dich noch nie ein
Problem waren. Doch das sollte Dich nicht schrecken. Mache Dich an Übungsaufgabenpakete und suche Dir
zunächst eine Aufgabe heraus, bei deren Thema Du sich relativ sicher fühlst. Du wirst sehen, das geht jetzt schon
leichter und zügiger - der Weg zum erfolgreichen Abitur ist ebener geworden.
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Aufgabenanforderungen
Diese Übersicht will Dir helfen, die Arbeitsanweisungen von Klausurarbeiten präziser zu erfassen. Die
Erwartungen sind dort meist als Verben formuliert. Die häufigsten davon werden hier in einer Reihen-
folge mit wachsendem Schwierigkeitsgrad erläutert.
(be- ) nennen          Informationen bzw. Sachverhalte ohne Erläuterung aufzählen.

wiedergeben            Informationen bzw. Sachverhalte aus einem Material oder aus dem Vorwissen
                       stichwortartig wiederholen oder zusammenfassend aufzählen.

Darstellen             Informationen bzw. Sachverhalte mit Text, Tabelle und /oder Skizze eingehend
                       wiedergeben .

beschreiben            eine geordnete, fachspezifisch angemessene, genaue Darstellung eines Sachverhaltes aus
                       dem vorgegebenen Material in seinen Einzelheiten mit dem Zweck, eine klare
                       Vorstellung des Dargestellten zu vermitteln.

charakterisieren        Sachverhalte unter einem zentralen Aspekt bzw. einer Fragestellung beschreiben.

skizzieren              Komplexe Sachverhalte in ihren Kernaussagen kurz beschreibend darstellen.

gliedern/abgrenzen      Aussagen nach Ordnungsmerkmalen differenzieren, gruppieren oder in eine logische
                        Reihenfolge bringen.

gegenüberstellen        Informationen, Sachverhalte oder Argumente beschreibend gegenüberstellen, ohne eine
                        Ergebnisformulierung.

vergleichen             Informationen, Sachverhalte oder Argumente beschreibend gegenüberstellen, mit dem
                        Ziel eine tiefere Einsicht in den Untersuchungsgegenstand zu erlangen (mit einer
                        Ergebnisformulierung).

erläutern/erklären     Einen Sachverhalt durch vergleichbare Begriffe beschreiben und begründen, Beispiele
                       bzw. durch Vorwissen verdeutlichen, sodass der Inhalt und die Zusammenhänge
                       verständlich werden.

untersuchen             An einen Sachverhalt gezielte Fragen stellen und deren Ergebnis aufzeigen.

analysieren             Ein Sachverhalt wird in seine Einzelaspekte zerlegt und untersucht mit der Absicht
                        kausale Beziehungen aufzuzeigen.

interpretieren          Ein Sachverhalt wird nach allen Aspekten und Methoden, die gemäß der Themenstellung
                        wichtig sind, analysiert, um ein tieferes Verstehen der Beziehungsgefüges sowie eine
                        kritische Reflexion zu erreichen.

auswerten               Ein Sachverhalt wird zunächst in seine Einzelaspekte zerlegt und auf seine
                        Wechselwirkungen hin untersucht (analysiert). Mit der Erkenntnis neuer kausaler
                        Beziehungen werden die Einzelelemente zu einer neuen Einheit zusammengefasst, sodass
                        neue Aussagen ersichtlich werden, die zunächst nicht offensichtlich erscheinen.

(über-)prüfen           Eine Vermutung bzw. Hypothese durch zusätzliche Materialien oder aufgrund ihrer
                        inneren Logik messen (Inhalt). Die angewendeten Methoden werden auf ihre
                        Leistungsfähigkeit und Aussagegrenzen hin untersucht und bewertet (Methoden).

beurteilen              Aussagen über Richtigkeit, Wahrscheinlichkeit, Angemessenheit, Anwendbarkeit eines
                        Sachverhaltes oder einer Behauptung machen.

bewerten                Zu einem Sachverhalt oder einer Behauptung persönlich Stellung nehmen. Dabei wird
                        eine begründete und differenzierte persönliche Meinung mit Bezug auf eine Wertung
                        entwickelt und darlegt.

Lösungsvorschläge       Erarbeitete Ergebnisse bzw. Vorschläge zu einem strittigen Sachverhalt werden
entwickeln              begründet weitergedacht bzw. unter der Berücksichtigung möglichst aller Perspektiven
                        wird ein begründeter eigenständiger Entwurf vorgelegt.

Diese Liste darfst Du während der Klausurarbeit benutzen! Zum Abitur solltest Du sie kennen!

								
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