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                     M I K R O S P IR A L E
       E i n F a l l f ür d i e Kr i mi n a l p o l i z e i!

*Die Zeitangaben sind nur als Richtwerte anzusehen und vor allem zur Grobplanung für die
 Unterrichtseinheiten gedacht. Diese Werte hängen natürlich sehr stark von der Gruppengröße,
 dem Leistungsniveau und der praktischen Erfahrung im Unterrichten mit den neuen Lehr- und
 Lernformen ab. Bei manchen Einheiten sind Zeitangaben unmöglich.




                           Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                   2



                                    Sensibilisierungsphase

Arbeitsinsel          Schritte                              Beschreibung                                   Zeit*

    A1                   A1       Den Begriff „Phantombild“ klären, eventuell im ÖWB
PHANTOM-                          nachschlagen lassen.                                                       10
  BILD                            Hinweis auf die wichtigsten Erkennungsmerkmale:
 zeichnen                         Augen, Nase, Mund, Gesichtsform, Haare, ...


                         A2       Einfache Variante:
                                  Jede/r SchülerIn zeichnet ein „Phantombild“, wobei                         15
                                  der/die SchülerIn versucht, mit seiner/ihrer Zeichnung
                                  eine/n seiner/ihrer MitschülerInnen möglichst genau
                                  darzustellen.


                         A3       Die fertigen Phantombilder werden in der Klasse
                                  aufgehängt und jede/r SchülerIn bekommt ein Bild                           20
                                  zugelost (nicht sein/ihr eigenes), das er/sie möglichst
                                  genau beschreibt und wenn er/sie den Täter/die
                                  Täterin in der Klasse erkennt, dann auch dem/der
                                  richtigen SchülerIn zuordnet.
                                  Der/Die ZeichnerIn bestätigt seine/ihre Angaben.


                         A4       Schwierigere Variante:                                                     40
                                  Nach der Vorgabe des Arbeitsblattes Phantombild
                                  wird in Gruppenarbeit eine „Phantombildmappe“
                                  gebastelt, die auf den diversen Streifen möglichst viele
                                  Gesichtsformen, Nasenformen, ... abdeckt.


                         A5       Ein/e geloste/r SchülerIn einer anderen Gruppe denkt                        5
                                  sich eine/n MitschülerIn der Klasse aus und schreibt
                                  den Namen auf einen Zettel, den er/sie dem Lehrer
                                  übergibt.


                         A6       Der/Die geloste SchülerIn beschreibt nun die                               10
                                  Gesichtsform, Nasenform, ... und die Gruppe versucht
                                  in ihrer angelegten „Phantommappe“ einen passenden
                                  Streifen zu finden.


                         A7       Können die SchülerInnen mit dem fertig
                                  zusammengestellten Phantombild den/die
                                  MitschülerIn erkennen, der/die am Zettel des
                                  Lehrers/der Lehrerin steht? Weitere Versuche mit den
                                  Mappen der anderen Gruppen.
                           Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                    3




     A2                    A1       Eine Kleingruppe (ca. 3 SchülerInnen) erhalten den
 GERÄUSCHE                          Auftrag innerhalb einiger Tage zu Hause gemeinsam
TONKASSETTE                         eine Tonkassette mit Geräuschen aufzunehmen, die
                                    zu kriminalistischen Anregungen Anlass geben
                                    (Türknarren, Schritte, ...).

                           A2       Die Kassetten vorspielen.                                                 10


                           A3       Dann werden die Kassetten zwischen den Gruppen                            20
                                    getauscht und die Kleingruppe soll zu der erhaltenen
                                    Tonaufnahme eine passende Geschichte erfinden.


                           A4       Präsentation der Ergebnisse.                                              10




    A3                     A1       „Eine lustige Kriminalgeschichte“
   KREIS-                           Jede/r SchülerIn erhält ein leeres Blatt Papier.
 SCHREIBEN                          Der Lehrer/die Lehrerin gibt ein Thema für eine
                                    Kriminalgeschichte vor, z. B. „Tod auf der
                                    Kirchenstiege“.


                           A2       Jede/r SchülerIn schreibt dazu auf sein/ihr Blatt die                      5
                                    ersten beiden Sätze. Jeder Satz muss in eine neue
                                    Zeile geschrieben werden.


                           A3       Das Blatt wird so gefaltet, dass der erste Satz                            2
                                    verdeckt ist, der zweite ist lesbar.
                                    Den Zettel an den Sitznachbarn/die Sitznachbarin
                                    weitergeben.


                           A4       Jede/r SchülerIn liest nun den für ihn/sie sichtbaren                      5
                                    Satz und schreibt zwei neue Sätze dazu.


                           A5       Wieder so falten, dass der letzte Satz sichtbar bleibt                     2
                                    und das Blatt weiterreichen.


                           A6       Am Schluss werden die entstandenen „lustigen“                              10
                                    Kriminalgeschichten vorgelesen.


                             Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
  auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                   4




    A4                    A1       In dieser Arbeitsinsel sollen die SchülerInnen mit
 STÖBERN,                          Kriminalgeschichten vertraut werden. Dazu werden
  LESEN,                           Bücher der SchülerInnen mitgebracht und eine
  LÖSEN                            Leseecke eingerichtet.


                          A2       Die SchülerInnen stellen ihre Bücher vor, lesen
                                   Passagen daraus vor …


                          A3       Lesezeit 3/Seite 122 „Wer ist der Täter?“


                          A4       Arbeitsblatt Krimi-Rätsel: Schwerer Raub in der St.
                                   Patricks-Kirche (mit Lösung!).


                          A5       Interaktive Online-Krimis: Finde den richtigen Weg,
                                   entscheide, ob du ins Haus gehst oder die Polizei
                                   verständigst … mit einem Mausklick bist du mitten
                                   im Geschehen.
                                   Adressen für interaktive Online-Krimis:
                                   http://www.sherlockholmes.de/crime/d/book11.htm
                                   http://www.kriminacht.at/index.html



     A5                            Aufbau und Text siehe:
  VERHÖR                           Deutschstunde 3/Seite 99 und 100
    und
 SZENISCHE
DARSTELLUNG




                                       Erarbeitungsphase

     A6                   A1       „Kommissar Kniepel löst seinen 56. Fall“
   BILD-                           Deutschstunde 3/Seite 101                                                   7
GESCHICHTEN                        Bildgeschichte lesen


                          A2       Aufgabe 1: Lösen des Rätsels                                                7


                          A3       Schreiben einer Bildgeschichte aus der Sicht des                           15
                                   Kommissars in der „Ich-Form“.
                            Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
 auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                    5



                                                                                                                7
                           A4       Verbessern der Texte in Partnerarbeit.

                           A5       Bildung von Gruppen (siehe Losungsmöglichkeiten) -
                                    Gegenseitiges Vorlesen der Beiträge und Auswählen                           7
                                    der gelungensten Arbeit zur Präsentation.


                           A6       Präsentation des „Gruppentextes“.                                           7


                           A7       Als HÜ: Deutschstunde 3/Zusatzteil B/Seite 39



    A7                     A1       Viele gute Übungen und Anregungen finden Sie in
WORTSCHATZ-                         Deutschstunde 3/Seite 102 u. 103
 ÜBUNGEN                            Deutschstunde 3/Zusatzteil A und B/Seite 40
    mit
KREUZWORT-
  RÄTSEL


                           A2       Zur Vertiefung und Wiederholung der Wortübungen
                                    und Redewendungen:
                                    Arbeitsblatt Ein Kreuzworträtsel


                           A3       Zuerst die SchülerInnen in Einzelarbeit das                                10
                                    Arbeitsblatt lösen lassen, anschließend
                                    Partnervergleich.
                                    Arbeitsblatt Lösung Kreuzworträtsel


                           A4       In Partnerarbeit werden eigene Kreuzworträtsel mit                         20
                                    Hilfe der Wörter und Redewendungen aus dem
                                    Deutschbuch erstellt. Lösung auf einem gesonderten
                                    Blatt.
                                    Formatierung eventuell mit dem Computer als HÜ.


                           A5       Tauschen der Rätsel und Lösungen finden.                                   10



      A8                   A1       Die beiden Arbeitsblätter zur Geschichte der                               10
 SCHUMMEL-                          Kriminalliteratur austeilen:
    ZETTEL                          „Geschichte der Kriminalliteratur“ Teil 1
      mit                           „Geschichte der Kriminalliteratur“ Teil 2
 strukturierter                     Die Hälfte der SchülerInnen erhält das Blatt 1, die
KURZFASSUNG                         andere Hälfte das Blatt 2.

                             Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
  auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                  6


                                  Einzelarbeit: Das Blatt aufmerksam durchlesen.

                         A2       Einzelarbeit:                                                               7
                                  Die wichtigsten Schlüsselbegriffe markieren (siehe
                                  Markierungsregeln).
                                  Auf einem kleinen Schummelzettel dürfen dann 10
                                  Begriffe (=Wörter) und unendlich viele Zeichen,
                                  Zeichnungen, Symbole als Gedächtnisstütze angelegt
                                  werden.


                         A3       Bildung eines Doppelsesselkreises.                                          5
                                  Die SchülerInnen mit dem Arbeitsblatt 1 sitzen im
                                  Innenkreis.
                                  Die SchülerInnen mit dem Arbeitsblatt 2 sitzen im
                                  Außenkreis.
                                  Die SchülerInnen des Innenkreises erzählen nun
                                  dem/der SchülerIn des Außenkreises über ihr
                                  Arbeitsblatt nur mit Hilfe des Schummelzettels (das
                                  Arbeitsblatt muss weggelegt werden).
                                  Die SchülerInnen des Außenkreises notieren auf der
                                  Rückseite ihres Schummelzettels mit – jetzt dürfen sie
                                  so viel Text schreiben, wie sie wollen.


                         A4       Weiterrücken im Doppelsesselkreis.                                          5
                                  Nun erzählen die SchülerInnen des Außenkreises
                                  dem/der SchülerIn des Innenkreis (er/sie ist ja
                                  Experte!) über das soeben gehörte und
                                  mitgeschriebene Thema.
                                  Der/Die SchülerIn des Innenkreises bessert aus,
                                  ergänzt, fragt nach.


                         A5       Wieder weiterrücken im Doppelsesselkreis!                                   5
                                  Nun erzählt der/die SchülerIn des Außenkreises sein
                                  Aufgabengebiet dem/der SchülerIn des Innenkreises
                                  und diese/r notiert mit.


                         A6       Nochmals weiterrücken!                                                      5
                                  Die SchülerInnen des Innenkreises berichten nun dem
                                  Experten des Außenkreises, diese ergänzen …


                         A7       Einige mit Namenskärtchen geloste SchülerInnen                             10
                                  erzählen nun im Plenum über die Geschichte der
                                  Kriminalliteratur.
                                  Mit dieser Methode hat jetzt jede/r SchülerIn
                                  mehrfach über beide Arbeitsblätter gesprochen und
                                  gehört!
                           Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                   7




                          A8       Mit Hilfe ihrer Markierungen und der Schummelzettel                        10
                                   erstellen die SchülerInnen in Gruppenarbeit eine
                                   strukturierte und übersichtliche Darstellung auf einem
                                   Flipchartplakat.


                          A9       Präsentation der strukturierten Kurzfassungen in Form                       7
                                   eines Gruppenreferates.



      A9                  A1       Die SchülerInnen erhalten die beiden Arbeitsblätter
 LITERATUR-                        „Biographie – Alfred Hitchcock“ und „Biographie –
STECKBRIEFE                        Agatha Christie“ ausgeteilt.
                                   Jede/r SchülerIn erhält nur ein Arbeitsblatt, sodass
                                   beide Biographien gleich oft ausgeteilt werden.


                          A2       Die Informationen auf dem Arbeitsblatt werden                               7
                                   zunächst in Einzelarbeit durchgelesen.


                          A3       Finden eines/r Partners/Partnerin mit der gleichen                          7
                                   Biographie und Auswertung des Arbeitsblattes:
                                          Besprechen
                                          Markieren
                                          Kurze Notizen


                          A4       Bildung einer Kleingruppe mit der gleichen                                 10
                                   Biographie und Erstellen eines möglichst
                                   aussagekräftigen Steckbriefs, der übersichtlich zu
                                   gestalten ist.
                                   Zur Hilfe kann das Vorlageblatt zu den Steckbriefen
                                   verwendet werden.
                                   Steckbrief Agatha Christie
                                   Steckbrief Alfred Hitchcock


                          A5       Ausgeloste GruppensprecherInnen stellen ihre Person                         5
                                   mit Hilfe der Steckbriefe vor.



    A10                   A1       In den vier Ecken der Klasse werden die möglichst
STATIONEN-                         folierten Blätter zu den einzelnen Stationen vorerst
   GANG                            verkehrt aufgehängt. Auf der Rückseite des Blattes ist
  Berühmte                         zur leichteren Zulosung der jeweilige Buchstabe der
  Detektive                        Spielkarten beschriftet (A=As, B=Bube, D=Dame,
                                   K=König).
                            Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
 auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                   8




                                  Vorlageblätter für die vier Stationen:
                                  Station 1 – Detektive in Film und Fernsehen
                                  Station 2 – Kinderdetektive
                                  Station 3 – Detektive im Comic
                                  Station 4 – Berühmte Detektive

                                  4 Gruppen mit Spielkarten losen.
                                  Jede Gruppe entsprechend der Beschriftung die Ecke
                                  zuweisen.
                                  In der Gruppe wird das jeweilige Blatt besprochen.
                                  Die Frage auf dem Blatt wird diskutiert. Auf einem
                                  bereitgelegten leeren A4-Blatt können/sollen zur
                                  Beantwortung der Frage Notizen gemacht werden.
                                  Das A4-Blatt wird dann gefaltet, sodass die Notizen
                                  für die nächste Gruppe nicht lesbar und mit einer
                                  Büroklammer fixiert sind.


                         A2       Auf Glockenzeichen im Uhrzeigersinn zur nächsten                          je 3
                                  Station wandern. Vorgang wie A1 alle 4 Stationen so
                                  durchwandern.


                         A3       Jeder Gruppe wird anschließend eine Station zugelost                        7
                                  zur genaueren Bearbeitung. Diese Gruppe erhält auch
                                  das mit Büroklammern fixierte Notizblatt und kann
                                  nun alle dort vermerkten Angaben in der
                                  Gruppenarbeit verwenden.


                         A4       Jede Gruppe erhält entsprechend ihrer Losung das                           20
                                  Arbeitblatt zur Station:
                                  Arbeitsblatt zu Station 1
                                  Arbeitsblatt zu Station 2
                                  Arbeitsblatt zu Station 3
                                  Arbeitsblatt zu Station 4
                                  Aufgaben der Gruppe:
                                      Arbeitsblätter erarbeiten – lesen, markieren …
                                      Notizblatt zur jeweiligen Station auswerten.
                                      Weitere Informationen und weitere Beispiele
                                        (Detektive zum Thema passend) durch
                                        Recherche in Bibliothek und Internet
                                        (Suchmaschinen verwenden!!) einbringen.
                                      Eine plakative Zusammenstellung für die
                                        Klassenraumgestaltung gestalten – Plakat,
                                        Wandzeitung, Flipchart …
                                      Ein Gruppenreferat zur Information der
                                        Mitschüler vorbereiten und die Gesprächsteile
                                        so verteilen, dass alle SchülerInnen beteiligt
                                        sind.
                           Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                    9




                           A5       Präsentation aller Gruppen                                                 10



      A11                  A1       Die Bildfolge in                                                           5
 INTERVIEW                          Deutschstunde 3/Seite 104 anschauen und sich
Zeugenbefragung                     Gedanken machen über Tathergang, Täter, Tatzeit
                                    usw. in Einzelarbeit.


                           A2       Leere A5-Blätter werden ausgegeben, die                                    5
                                    Nummerierung auf der Rückseite des Blattes lautet
                                    folgendermaßen:
                                    bei einem Viertel der SchülerInnen: J1 (=Journalist)
                                    bei einem Viertel: J2
                                    bei einem Viertel: Z1 (=Zeuge)
                                    bei einem Viertel: Z2
                                    Aufgabe: In Einzelarbeit die Gedanken zu Täter
                                    Tatzeit, Tathergang etc. auf dem ausgegebenen Blatt
                                    notieren.


                           A3       Bildung von Gruppen durch die Buchstaben auf dem
                                    Notizblatt.
                                    Alle SchülerInnen mit Nummerierung J1 bilden eine
                                    Gruppe, alle J2, Z1, Z2 ebenfalls.


                           A4       In den Gruppen arbeiten jeweils die beiden J-                              10
                                    Gruppen die Fragestellungen an den Zeugen
                                    gemeinsam aus, die beiden Z-Gruppen überlegen sich
                                    die möglichen Antworten, die sie dem Journalisten
                                    geben können.
                                    Wichtig: Jede/r SchülerIn in der Gruppe notiert sich
                                    die Gruppenergebnisse auf seinem/ihrem Blatt.


                           A5       Mit Nummernkärtchen Paare losen.
                                    Ein J1 trifft auf einen Z1.
                                    Ein J2 wird mit einer Nummernkarte einem Z2
                                    zugelost usw.


                           A6       Alle Interviewpaare interviewen sich nun                                 5-7
                                    gleichzeitig.


                           A7       Ein oder mehrere Paare präsentieren ihr Interview im                       10
                                    Plenum.

                             Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
  auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                   10




                          A8       Die gelosten Paare schreiben ihr Interview als
                                   sachlichen oder „sensationsheischenden“ Artikel für
                                   die Lokalzeitung.


                          A9       Die Nr. 8 in Deutschstunde 3/Seite 104 kann dann
                                   als HÜ geschrieben werden.



      A12                 A1       Wiederholung der Attribute und Adverbien:
 ATTRIBUTE,
 ADVERBIEN                         Download „Grammatik im Überblick 3“
APPOSITIONEN


                          A2       Die Übungen aus Deutschstunde 3/Seite 105
                                   werden in Einzelarbeit und Partnerkontrolle bearbeitet.


                          A3       Für weitere Übung oder als HÜ:
                                   Arbeitsblatt Lückentext Attribute und Adverbien


                          A4       Zur Kontrolle des Arbeitsblattes und zur
                                   Überarbeitung:
                                   Arbeitsblatt Lösungsblatt Attribute und Adverbien


                          A5       Appositionen: Merktext und Übungen siehe
                                   Deutschstunde 3/Seite 109


    A13                   A1       Hinweis: SchülerInnen rechtzeitig auffordern                               10
    Vom                            Tageszeitungen und Lokalnachrichten der letzten Tage
  BERICHT                          und Wochen zu sammeln!!
    zur
 KRIMINAL-                         Arbeitsblatt Vom Bericht zur Kriminalgeschichte
GESCHICHTE                         austeilen, durchlesen und besprechen


                          A2       In Deutschstunde 3/Zusatzteil A/Seite 41
                                   den Bericht in eine spannende Kriminalgeschichte
                                   umformen.


                          A3       Gruppen bilden und in den mitgebrachten
                                   Tageszeitungen stöbern, um einen passenden Bericht
                                   zu finden, der in eine spannende Kriminalgeschichte
                                   umgeformt werden kann.

                            Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
 auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                    11




                           A4       Gemeinsam in der Gruppe mit Hilfe einer Mind Map
                                    Täter, Tathergang … ausbauen und in der Mind Map
                                    festhalten.


                           A5       In Einzelarbeit die Geschichte schreiben.


   SCHUL-                           Verweis auf Vorschlag für eine Schularbeit zum
   ARBEIT                           Themenkreis:
                                    Materialien zur Deutschstunde 3/Seite 57–58


                                       Erweiterungsphase

    A14                    A1       Jeweils eine Arbeitsgruppe gestaltet gemeinsam ein
  HÖRSPIEL                          Kriminalhörspiel. Der Inhalt kann aus einer im
                                    Unterricht von den SchülerInnen selbst geschriebenen
                                    Kriminalgeschichte stammen oder es werden
                                    Vorlagen aus dem Deutschbuch oder dem Internet
                                    verwendet.
                                    Siehe Deutschstunde 3/Zusatzteil A/Seite 41:
                                         Die einzelnen Szenen auf Tonkassette
                                          aufnehmen
                                         Geräusche darstellen
                                         Musik als Ein- und Überleitung aufnehmen
                                         Einen einleitenden und überleitenden Text
                                          sprechen usw.




    A15                    A1       Variante 1:
 KRIMINAL-                          Interviews, Zeugenbefragungen, Phantombild,
GESCHICHTEN-                        Kreuzworträtsel, gezeichnete Bildgeschichten, Texte
 SAMMLUNG                           usw. werden für eine Ausstellungsmappe oder eine
                                    Wandzeitung gestaltet.


                           A2       Variante 2:
                                    Eine Schreibgruppe gestaltet eine interaktive
                                    Kriminalgeschichte in Form eines kleinen Buches.

                                    Zur Erinnerung: Vergleiche mit Arbeitsinsel A4:




                             Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
  auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                  12




                                  Interaktive Online-Krimis: Finde den richtigen Weg,
                                  entscheide, ob du ins Haus gehst oder die Polizei
                                  verständigst … mit einem Mausklick bist du mitten im
                                  Geschehen.
                                  Adressen für interaktive Online-Krimis:
                                  http://www.sherlockholmes.de/crime/d/book11.htm
                                  http://www.kriminacht.at/index.html




                           Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                     13




Kleingruppen
3–4 SchülerInnen, die durch Zufallslosungen (z. B. mit Spielkarten,
Nummernkärtchen, Namenskärtchen der SchülerInnen,
Zettelnummerierungen etc.) in eine Gruppe zusammengelost werden.



                      LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN

Schnapskarten
Je nach Schüleranzahl und gewünschten Gruppengrößen werden entweder
Figuren, Symbole oder Farben zusammengelost (z. B. alle Damen
zusammen oder alle roten Kartensymbole etc.);
für Präsentationen oder Einzelaufträge hat man die Möglichkeit, mit einem
oder mehreren Assen SchülerInnen auszuwählen.


Nummernkärtchen
Es sollten je nach Klassen- oder Gruppenstärke von jeder Nummer
mindestens 4 gleiche Karten (am besten foliert) vorhanden sein
z. B. 1, 1, 1, 1; 2, 2, 2, 2, ...



Namenskärtchen
Auf folierten Kärtchen stehen die Namen der SchülerInnen der jeweiligen
Klasse oder Gruppe.



Zettelnummerierung
An die SchülerInnen ausgegebene Arbeitsblätter, Texte etc. sind vom/von
der LehrerIn vorher auf der Rückseite mit Nummern zu versehen, sodass
sich automatisch Gruppen ergeben.
Tipp: Hinweis auf die Nummerierung gibt man den SchülerInnen erst nach
vollendeter Einzelarbeit.




                              Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
   auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                     14




Präsentation
Als Abschluss der meisten Gruppenarbeiten steht eine Präsentation. Diese
wird am besten (zumindest in den Anfangsphasen) so durchgeführt, dass
die SchülerInnen in einem lockeren Halbkreis um den (die) Präsentieren-
den stehen.
Somit steht der/die Präsentierende nicht zu exponiert und man vermeidet
damit eventuelle Sprechhemmungen.
Viele Präsentationen werden in der Anfangsphase nur aus ganz wenigen
frei gesprochenen Sätzen bestehen.
Wichtig ist auf jeden Fall, dass der/die LehrerIn bereits von Anfang an auf
das Sprechen in ganzen Sätzen, den Blickkontakt usw. achtet.



Mind Mapping
Mind Mapping ist eine genau auf die Funktionsweise des Gehirns
abgestimmte Notiz- und Merktechnik, mit der man in Schule, Beruf und
Alltag in kürzester Zeit mehr Denkleistung und Assoziationen erreichen
kann.
Es fördert die kreativen Fähigkeiten und hilft, neue Ideen zu entwickeln
und diese umzusetzen.
Nebenbei spiegeln Mind Maps die Art wider, wie unser Gehirn arbeitet,
aussieht und aufgebaut ist.

Siehe auch „Mind Mapping – Der Schlüssel für deinen Lernerfolg“ Tony
Buzan/Vanda North, Verlag Hödler-Pichler-Tempsky




                              Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
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                                                                                                                     15




Doppelsesselkreis
Die SchülerInnen sitzen sich paarweise in einem großen Sesselkreis
gegenüber. Dazu werden nötigenfalls die Tische an die Außenwände des
Klassenraums geräumt oder aber die Gesprächspaare sitzen sich – falls
die Tische im Rechteck stehen – an den Tischen gegenüber.
Auf jeden Fall müssen ein deutlich sichtbarer Innenkreis und Außenkreis
entstehen.

Diejenigen im Innenkreis berichten z.B. ihren
GesprächspartnerInnen im Außenkreis, was sie
sich in der Phase der Stillarbeit für Gedanken
gemacht haben, was sie sich notiert haben oder
welche Probleme sie bei bestimmten Themen
sehen.
Die ZuhörerInnen im Außenkreis passen genau
auf, machen sich bei Bedarf Notizen und fassen
anschließend die Ausführungen ihres jeweiligen
Gesprächspartners in eigenen Worten
zusammen.
Für die einzelnen Gesprächssequenzen sind jeweils ca. 5 Minuten
anzusetzen – etwa 2 Minuten Bericht, ca. eine Minute Zusammenfassung,
ca. 2 Minuten freier Meinungsaustausch zum Thema.
Der/die LehrerIn läutet den Wechsel z. B. mit einer kleinen Glocke ein.
Wie häufig gewechselt wird, d.h. die SchülerInnen im Innen- oder
Außenkreis weiterrücken und neue Gesprächspaare bilden, hängt von ihrer
Grundmotivation und vom Zeitkontingent des Lehrers oder der Lehrerin
ab. Erfahrungsgemäß sollten zwei Gesprächskontakte das Minimum, vier
das Maximum sein.



Topic

Alle in der Mikrospirale angeführten Artikel aus der Jugendzeitschrift
„Topic“ können von der Homepage dieser Zeitschrift unter www.joe-
jugendmagazin.at/jrk/topic downgeloadet bzw. kopiert und in eine
Textverarbeitung (z. B. WORD) eingefügt werden. Man muss sich nur
einmal anmelden und einen Zugangscode auswählen.




                              Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
   auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                            16



                         DAS PHANTOMBILDERBUCH

Ähnlich wie bei Bilderbüchern, wo sich Abschnitte einer Seite unabhängig
voneinander umblättern lassen, werden hier Gesichtselemente zusammengestellt,
bis das entstandene Gesicht Ähnlichkeit mit dem Täter bekommt. Das
Phantombilderbuch wird heute schon oft durch ein Computerprogramm ersetzt,
das nach Angaben der Augenzeugen ein Bild des Täters entwirft.
Jjfdjflsjflalsd




              Oder wir setzen ein Phantombild aus Fotostreifen zusammen:




                     nach: http://www.labyrinth-kindermuseum.de/lupenrein/md_phantom.html
                                                                                                       17




                  Schwerer Raub in der St. Patricks-Kirche

In der Nacht vom Sonntag zum Montag stahlen unbekannte Täter aus der St.
Patricks-Kirche zwei Heiligenfiguren aus dem 14. Jahrhundert. Es handelt sich dabei
um Kunstwerke von unschätzbarem Wert. Die Kirchendiebe wurden von einer alten
Frau dabei beobachtet, wie sie durch ein kleines Fenster an der nur schwach
beleuchteten Ostseite die Kirche verließen und in einem bereitstehenden PKW
davonfuhren. Die Frau, die selbst kein Telefon besitzt, lief im Hausmantel zur
Telefonzelle Ecke Marvel-Dollin-Street und verständigte die Polizei. Durch ein
Versehen blieb die Meldung jedoch liegen, sodass Inspektor Mulligan mit seinen
Beamten erst um 4 Uhr 30, also zwei Stunden nach dem Anruf, bei der Kirche am
White Square eintraf. Von den Dieben fehlt bis jetzt jede Spur. Da es sich bei den
geraubten Figuren um unverkäufliche Stücke handelt, vermutet die Polizei, dass der
Diebstahl im Auftrag eines privaten Sammlers geschah.
So weit also die Meldung des FIRST OBSERVER. Drei Stunden nach Erscheinen
des Blattes ließ sich ein gewisser Lionel Hamilton bei John Mander, dem
Lokalredakteur des „Observer", in einer vertraulichen Angelegenheit anmelden.
„Bitte, nehmen Sie Platz, Mister Hamilton!" Mander versuchte, den Mann
einzuschätzen. Sieht aus wie ein Londoner Bankbeamter, dachte er.
Da begann der Besucher zu sprechen: „Machen wir es kurz. Ich bin im Besitz der
beiden gestohlenen Heiligenfiguren und möchte sie gern verkaufen ..." Noch bevor
der überraschte Mander etwas erwidern konnte, fuhr der Besucher fort: „Natürlich
können Sie mich jetzt der Polizei übergeben, aber davon kommen die Figuren nicht
wieder. Ich habe sie gut versteckt. Ich schätze deren Wert auf eine Million Pfund.
Setzen Sie in Ihre Zeitung, dass ich mich mit 50 000 Pfund zufrieden gebe. Ich
möchte grundsätzlich nur mit Ihnen verhandeln. Fünfzigtausend – keinen Penny
mehr und keinen Penny weniger." Mander wusste nicht, ob er lächeln oder
schimpfen sollte: Der Mann sah nicht gerade nach einem Märchenerzähler aus.
Vorsichtig sagte er: „Gut, das ist Ihre Version. Woher soll ich wissen, ob Sie auch
wirklich der Dieb sind?" Hamilton schüttelte den Kopf. „Ich bin nicht der Dieb, ich bin
der Auftraggeber und jetzige Besitzer, Sir. Meine Männer haben sich gestern in die
Kirche einschließen lassen, um die Figuren in aller Ruhe abmontieren zu können. Ich
selbst bin erst seit 1 Uhr 30 heute Nacht im Besitz dieser wunderschönen Heiligen.
Und falls es mit den fünfzigtausend nicht klappt, werde ich auch der Besitzer
bleiben." Mander verharrte einige Augenblicke stumm, dann sagte er: „Warten Sie
ein paar Augenblicke, ich werde mit dem Chef sprechen. Vielleicht machen wir das
Geschäft selbst." Hamilton nickte; Mander verließ den Raum.
Als er nach 15 Minuten zurückkehrte, befand er sich in Begleitung eines Mannes.
„Inspektor Mulligan!" stellte er vor. Und Mulligan zu Hamilton: „Auch das Auslegen
falscher Spuren will gelernt sein und ist strafbar. Darüber werden wir uns ein
bisschen ausführlicher unterhalten müssen. Übrigens, Räuber und Beute haben wir
vor genau einer Stunde erwischt."
Knobelfrage an alle Detektive: Dass Hamiltons Geschichte erfunden war, hatte John
Mander an einer bestimmen Einzelheit in dessen Geschichte gemerkt. Was stimmte
nicht an seinem Bericht?


            nach: http://www.praxis-jugendarbeit.de/spielesammlung/sp-kurz-krimi-raetsel.html#Punkt2
                                                                                                      18




LÖSUNG IN GEHEIMSCHRIFT:
Bls ddc Ddcbc bgs dcm Kdrchcnfcnstcr stdcgcn, wbr cs schfn 2 Ghr 30. Blsf kfnntc
Hbmdltfn ndcht schfn gm 1 Ghr 30 dm Bcsdtz dcr Fdggrcn gcwcscn scdn.




           nach: http://www.praxis-jugendarbeit.de/spielesammlung/sp-kurz-krimi-raetsel.html#Punkt2
                                                                                                                                        19


                                           KREUZWORTRÄTSEL
                                                                                                   1. Was wird zum Abhören angebracht,
1                                                                                                      auch „Wanze“ genannt?
                                                                                                   2. Darin kann man Wertgegenstände
2                                                                                                      versperren.
                                                                                                   3. Wie nennt man eine überraschende
3                                                                                                      Durchsuchung eines Lokals?
                                                                                                   4. Nach einer Tat sucht die
4                                                                                                      Kriminalpolizei nach einem …
                                                                                                   5. Wie nennt man Beweise für eine Tat?
5                                                                                                  6. Ein anderes Wort für „Ganove“.
                                                                                                   7. Wie nennt man den Beweis für die
6                                                                                                      Abwesenheit zur Tatzeit?
                                                                                                   8. Ein anderes Wort für Pistole.
7                                                                                                  9. Wie heißt die Kurzbezeichnung für
                                                                                                       „Kriminalpolizei“?
8
                                                                                                   10. Bei einer Zeugenbefragung wird ein
                                                                                                       … angefertigt.
9
                                                                                                   11. Was wird oft für die Täterergreifung
10                                                                                                     ausgesetzt?
                                                                                                   12. Wie lautet eine andere Bezeichnung
11                                                                                                     für „Agent“ oder Spion“?
                                                                                                   13. Wer eine Tat beobachtet hat, ist ein…
12                                                                                                 14. Bei Banküberfällen oder
                                                                                                       Flugzeugentführungen werden
13                                                                                                     Menschen oft dafür benutzt.
                                                                                                   15. Ein Werkzeug zur Spurensicherung.
14
                                                                                              LÖSUNGSWORT_____________________
15


                                Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
     Auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                      20


                                          KREUZWORTRÄTSEL


1                              M           I        K          R         O         F         O          N
2                                         T         R          E         S         O         R
3          R         A          Z         Z          I         A
4                                                   M         O          T          I         V
5                     I         N         D          I         Z          I        E         N
6                               G         A         N         G          S         T          E         R
7                                                   A          L          I        B          I
8          R         E          V         O         L          V         E         R
9                    K          R          I        P         O
10         P         R          O         T         O          K         O          L         L
11                              B         E         L         O          H         N         U          N         G
12                              S         P          I         T         Z         E          L
13                                                  Z          E         U         G          E
14                                        G         E          I         S         E          L
15                                        P          I         N         Z         E          T         T         E

                               Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
    Auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                     21



    Ein Rückblick in die Geschichte der Kriminalliteratur

                                                    Teil 1
Es ist gar nicht so leicht, zu entscheiden, wann, wie und durch wen denn nun
eigentlich die Kriminalliteratur entstanden ist. Wenn man überlegt, was denn wohl die
Elemente einer Kriminalgeschichte sind, kommt man zu dem Schluss, dass es wohl
die Darstellungen einer kriminellen Handlung, eines „Detektivs" und die Aufklärung
des Falls sind. Natürlich sollte eine Kriminalgeschichte auch noch eine gewisse
Moral widerspiegeln, denn die meisten Fälle in einer Kriminalgeschichte werden ja
wohl aufgelöst und der Übeltäter seiner gerechten Strafe zugeführt, aber der
eigentliche Zweck ist der, zu unterhalten.

               Wann also begann die Geschichte der Kriminalliteratur?

Sehen wir uns die Bibel an: Es gibt da eine sehr bekannte Geschichte mit einem
Täter, einem Opfer, einem Kapitalverbrechen und einer Bestrafung. Es fehlt nur der
Detektiv, zumindest in menschlicher Gestalt. Die Rede ist von dem etwas
unglücklichen Verhältnis zwischen den Brüdern Kain und Abel: Kain erschlug seinen
Bruder Abel.

Oder sehen wir in eine andere Epoche, die Antike. Da wäre zum Beispiel ein
Mensch namens Sophokles, der die Zeichen seiner Zeit klar erkannt hatte. Der
„antike" Mensch befand sich in einer Umbruchphase. Er fing an, sich mit dem
Gedanken anzufreunden, dass er für sein Schicksal möglicherweise selbst
verantwortlich sei. Zu dieser Zeit waren die Dramen ein großer Renner, denn sie
trafen genau den Geschmack der breiten Masse, weil sie von den Problemen der
Zeit handelten und auch die Frage nach Schuld stellten. Natürlich gibt es dafür
unendlich viele Beispiele, eines der bekanntesten ist die Geschichte von Ödipus:
Ödipus ermordete unwissentlich seinen Vater, um unwissentlich seine Mutter zu
heiraten. Er wurde durch äußere Umstände dazu gezwungen, den Mord an seinem
Vorgänger, dem König von Theben, aufzuklären. Da haben wir alle Elemente des
Krimis: einen Täter, ein Kapitalverbrechen, ein Opfer und sogar einen Detektiv, der
den Fall löst. Dass Täter und Detektiv in diesem Fall ein und dieselbe Person sind,
ist dabei nur nebensächlich.

Eilen wir in der Geschichtsschreibung etwas weiter, in Richtung Mittelalter. Im
Mittelalter galten die verschiedensten Schauergeschichten, mit Teufeln, Hexen
und anderen Schauergestalten als Bestseller. In der Lösung von Verbrechen war
man sich bewusst, dass es Möglichkeiten der Spurensuche und Spurensicherung
gab. Das Wissen um Fingerabdrücke waren da zwar noch nicht geläufig, aber man
wusste, wie lange zum Beispiel ein Grashalm brauchte, um sich wieder aufzurichten,
nachdem er niedergetreten war. Aber in der Realität, wie auch in der Literatur, betrat
man noch reichlich unsicheren Boden und fühlte sich auf Hilfe von OBEN (Gott)
angewiesen. Wer jemals etwas über das Mittelalter gehört hat, dem dürften auch die
Begriffe „Gottesurteil" oder „Gottesgericht" keine Fremdwörter sein. In der Literatur
dieser Zeit standen kriminelle Handlungen zwar auch hier im Mittelpunkt, aber die
Aufklärung dieser Handlungen waren weniger dem Menschen überlassen, als
vielmehr göttlicher Fügung oder göttlichen Eingreifens.


                              Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
   Auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                     22



    Ein Rückblick in die Geschichte der Kriminalliteratur

                                                    Teil 2
Richtig interessant für die Entwicklung der Kriminalliteratur wurde es allerdings erst
im 17. Jahrhundert. Ph.G. Harsdörffer nämlich sammelte verschiedene Mord-
geschichten und nannte sie ziemlich reißerisch: „Der große Schauplatz jämmerlicher
Mordgeschichten".
Aber erst im 18. Jahrhundert wurden kriminelle Handlungen als Thema in der
Literatur immer wichtiger. Die Märchen der Gebrüder Grimm zum Beispiel strotzen
nur so von kriminellen Handlungen: Gift- und andere Morde, Entführungen und
Kindesaussetzungen.
Bedingt durch das Zusammenspiel von Literatur und Naturwissenschaften konnte
sich die Kriminalliteratur im 19. Jahrhundert rasch weiterentwickeln. Es entstanden
romantische Kriminalnovellen, wie z. B. die von E.T.A. Hoffmann, in deren
Mittelpunkt das geheimnisvolle Schicksal stand, um in der weiteren Entwicklung der
Geschichte aufgeklärt zu werden. Je mysteriöser das Ganze war, desto spannender
wurde die Lösung des Rätsels.
Mit Edgar Allan Poe entwickelte sich ab 1841 die Detektivgeschichte durch die
Darstellung seines Detektivs Chevalier Dupont, dessen Lösungswege sich durch
die Analyse eines Falls begründeten. Waren bei E.T.A. Hoffmanns „Fräulein von
Scuderi" bereits detektivische Ansätze sichtbar geworden, so beschränkte sich Poe
auf die reinen Fakten, die zum Lösen eines Falles notwendig waren.
Und Edgar Allan Poe schuf die wohl größte literarische Herausforderung: das
Geheimnis des Verbrechens in einem geschlossenen Raum.
Kurze Zeit später erfand Charles Dickens den Begriff des „Detective" in der
englischen Literatur. Aber erst Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes" stellte die
Figur des Detektivs in seiner absolut perfektesten Form dar. Anfänglich vom
Publikum nicht besonders freudig akzeptiert, beschränkte er sich vorerst auf
Kurzgeschichten, deren Verbreitung weitaus unproblematischer war als ganze
Bücher. Aber der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und krönte seine Werke in
einem Ritterschlag. So wurde Verbrechen schließlich also geadelt.
Damit wären wir am Ende unseres kleinen Exkurses über die Entstehung der
Kriminalliteratur. Natürlich endete die Entwicklung nicht mit dem Ende des 19.
Jahrhunderts, und selbstverständlich würde es zu weit führen, alle anderen
Schriftsteller, die an dieser Entwicklung mitgearbeitet haben, zu erwähnen.
Das 20. Jahrhundert bietet ein weites Feld an unterschiedlichster Kriminalliteratur.




                              Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
   Auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                  23



                          M a r ki e r ung s r e ge l n



1. Lies den Text genau                                                        durch!



2. Unterstreiche zuerst mit                                                       Bleistift!



3. Nach einem nochmaligen Lesen
   entscheide dich für die
   Schlüsselwörter!




4. Markiere wirklich nur einzeln stehende Wörter
   (Schlüsselwörter) und nicht ganze Sätze oder gar
   Absätze.
   Das Auge weiß sonst nicht, worauf es sich richten soll.



5. Verwende nur eine Farbe!


6. Zusätzliche Informationen zu den
   Schlüsselwörtern
   kannst du mit einem dünnen Stift unterstreichen.
   So weißt du, dass es sich nur um Nebeninformationen handelt.




                           Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
Auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                         24




                Alfred Hitchcock 1899–1980

               Alfred Joseph Hitchcock wurde am 13. August 1899 als
               drittes Kind des Kaufmanns William Hitchcock und
               seiner Frau Emma Whelan Hitchcock in Leytonstone bei
               London geboren. Aufgewachsen ist Alfred Hitchcock bei
               seinen Eltern, die ihn streng religiös erzogen. Sein
               Vater starb, als er gerade 15 Jahre alt war. Während
               seiner Kindheit verdiente er sich sein Taschengeld
               bei diversen englischen Filmstudios, wo er für
               Stummfilme    Texttafeln   gestaltete.   In    dieser
Auseinandersetzung mit Bild und Text begann er erste Kurzgeschichten
zur Verfilmung aufzuschreiben.

Nach dem Abschluss der Schule mit Matura hatte er längst seine
Leidenschaft als Dichter entdeckt. Dennoch sollte er gemäß dem
Wunsch des Vaters das Ingenieurwesen studieren. Nach dem Abschluss
des Studiums, das er mit Kunstwissenschaft verbunden hatte, wandte
er sich dem Filmgeschäft zu und produzierte und inszenierte ab 1922
den Film „Nummer dreizehn". Das Erstlingswerk des legendären
Hitchcock war von wenig Erfolg gekrönt. Nachdem die Dreharbeiten nur
langsam Fortschritte machten, kam es unter den Darstellern zu
Unstimmigkeiten, und die Produktion musste wegen Geldmangels wieder
eingestellt werden.

1926 heiratete er seine Verlobte Alma Reville. In diesem Jahr
schaffte er auch seinen Durchbruch mit seiner dritten Produktion
„Der Untermieter". Von diesem Zeitpunkt an zählte er zu den
akzeptierten Regisseuren und zahlreiche weitere Aufträge sowie seine
erste   große  Erfolgsverfilmung   von  „Die   39  Stufen"  folgten.
Ab 1939 arbeitete er in Hollywood und wurde mit Werken wie
„Rebecca", „Verdacht" oder „Berüchtigt" endgültig zum Star des
internationalen Films. In den Filmproduktionen der 50er-Jahre wie
„Ich beichte" (1953), „Das Fenster zum Hof" (1954) oder „Bei Anruf
Mord" (1954) arbeitete er mit internationaler Starbesetzung. Einer
der erfolgreichsten Arbeiten Hitchcocks wurde 1955 der Titel „Über
den Dächern von Nizza" mit Grace Kelly und Cary Grant.

Alfred Hitchcock war ein wohlverdienter Regisseur, der vielfach
ausgezeichnet wurde. Nach zahlreichen internationalen Preisen und
Ehrungen, darunter insgesamt sechs „Oscar"-Nominierungen, führte
Hitchcock 1976 das letzte Mal Regie. Anschließend zog er sich aus
der Öffentlichkeit zurück, war aber noch als Autor tätig.
Der britische Regisseur und Autor Alfred Hitchcock gilt noch heute
als Meister der Filmkategorie „Thriller". Er wurde durch seine 40-
jährige Tätigkeit in Hollywood zum Kultregisseur für Spannung und
Gänsehaut.
Alfred Hitchcock verstarb am 29. April 1980 in Los Angeles.
______________
Alfred Hitchcock ist der Autor der ???.
? ? ? Das ist das Firmenzeichen der drei jungen Detektive Justus, Peter und
Bob. Alfred Hitchcock ist ihr Freund, in einem umgebauten Wohnwagen haben
sie ihre Zentrale. Sie lösen ihre Fälle vorwiegend mit Köpfchen, aber auch
mit Hilfe moderner Technik. Tonband, Walkie-Talkie, Fotolabor und ein
Periskop gehören zu ihrer Ausrüstung.



                            nach: http://www.rasscass.com
                                                                                    25




                     Agatha Christie 1890–1976
                   Agatha Christie wird am 15. September 1890 in
                   Torquay, einem Badeort an der Westküste Englands,
                   geboren. Ihre wohlhabenden Eltern haben bereits
                   eine Tochter und einen Sohn. Als Erwachsene
                   betont sie immer wieder, wie glücklich ihre
                   Kindheit verlaufen ist. Sie liebt vor allem ihre
                   Mutter sehr, wohnt in einem großen Haus mit
                   riesigem Garten und verbringt viel Zeit damit,
                   sich selbst Geschichten zu erzählen. Ihre Mutter
                   legt Wert darauf, dass Agatha Christie zu Hause
unterrichtet wird, daher besucht das Mädchen, erst als es 15 Jahre
alt ist, ein Pensionat in Paris.

Auf einem Ball lernt Agatha Christie ihren ersten Ehemann, Archibald
Christie, kennen und heiratet ihn 1914. Ihre Tochter Rosalie wird
1919 geboren. Während des Ersten Weltkrieges (1914–1918) arbeitet
sie freiwillig als Krankenschwester und Apothekergehilfin. Dabei
eignet sie sich Kenntnis über die verschiedenen Gifte an – ein
Wissen, das sie in ihren Büchern verwerten kann. Eine fehlende Dosis
Arsen liefert die Idee zu ihrem ersten Kriminalroman, „Das fehlende
Glied in der Kette“ (The Mysterious Affair at Sytles), mit Hercule
Poirot in der Hauptrolle. Angeblich soll ein belgischer Patient
Agatha Christie zu der Figur des Meisterdetektivs mit den berühmten
kleinen grauen Zellen inspiriert haben, dem sie noch 32 weitere
Romane und eine Vielzahl von Kurzgeschichten widmet.

Berühmt wird Agatha Christie 1926 mit dem Werk „Alibi/The Murder of
Roger Ackroyd“. Trotzdem verläuft dieses Jahr nicht glücklich:
Archibald hat sich in eine andere Frau verliebt, er will die
Scheidung. In dieser Situation verschwindet Agatha Christie und ist
elf Tage lang nicht auffindbar. Das ganze Land sucht sie, und
schließlich wird sie in einem Hotel gefunden. Sie leidet unter
Gedächtnisverlust und begibt sich in ärztliche Behandlung. Die Ehe
wird 1928 geschieden.

Mit „Mord im Pfarrhaus“ (Murder at the Vicarage) erscheint 1930 der
erste Miss-Marple-Roman. Die liebenswert schrullige alte Dame aus
dem kleinen Dorf St. Mary Mead ermittelt in insgesamt 12 Romanen und
zahlreichen Kurzgeschichten.

1930   lernt  die   Schriftstellerin  während  eines   Besuchs  der
Ausgrabungen von Ur den um vierzehn Jahre jüngeren Max Mallowan
kennen. Die beiden heiraten noch im selben Jahr. Der Nahe Osten hat
Agatha Christie schon längere Zeit interessiert. Von nun an
begleitet sie ihren Mann zu vielen seiner Ausgrabungen und arbeitet
auch aktiv mit.

1973 erleidet Agatha Christie einen Schlaganfall und beendet ihre
schriftstellerische Tätigkeit. Sie stirbt am 12. Jänner 1976 an den
Folgen einer Erkältung. Im Jahr 2000 wird Agatha Christie als beste
Schriftstellerin des Jahrhunderts ausgezeichnet.

Weitere bekannte Werke: Mord im Orientexpress, Tod auf dem Nil, Ruhe
unsanft,    Die    Mausfalle,    16   Uhr    50    ab    Paddington.

                nach: http://agatha.museumonline.at/biographie/agatha-autorin.htm
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                                                                                                                28



                                                     STATION 1




Detektive sind Lieblingskinder von Film und Fernsehen. Es gibt eine fast unüberschaubare Menge von filmischen
  Detektivgeschichten in allen Variationen. Jeder Detektiv hat eine andere Methode, aber eines haben sie alle
                                                       gemeinsam:
                         Sie finden immer heraus, wer das Verbrechen begangen hat.




                             Wie
      heißen diese Detektive und welche kennst du noch?

                                 diese Kinderdetektive?
                                       nach: http://www.kidsweb.at/detektive/h_beruehmt.htm
                                                                                                                               29



                                                         STATION 2




Fast alle Kinder wollen Detektive sein, wenigstens für kurze Zeit. Die meisten sind neugierig, wissensdurstig, tatenhungrig,

        abenteuerlustig, mutig und überzeugt, dass Gemeinheit aufgedeckt gehört und Gerechtigkeit siegen muss.

 Später, wenn aus Kindern Erwachsene geworden sind, werden nur die wenigsten Staats-, Privat- oder Hobbydetektive.




                Was weißt du über diese Kinderdetektive?

                                           nach: http://www.kidsweb.at/detektive/h_beruehmt.htm
                                                                                                                 30



                                                       STATION 3




Die Schurken haben nichts zu lachen, wenn die besten Detektive aus der Zeichenfeder internationaler Comic-Künstler

         gnadenlos ihre Spur verfolgen. Sie alle beschäftigt die entscheidende Frage: Wer? Wie? Warum?




                                        .




                   Was weißt du über diese Comicdetektive?

                                         nach: http://www.kidsweb.at/detektive/h_beruehmt.htm
                                                                                                                 31



                                                       STATION 4




           Viele berühmte Schriftsteller waren und sind Schöpfer von Detektivromanen und ihren Helden.

Weder der Verbrecher noch das Verbrechen selbst, sondern der Detektiv steht als Held im Mittelpunkt des Interesses
                                                           der Leser




                               .




  Kennst du diese berühmten Detektive und ihre
                          Dichter?


                                         nach: http://www.kidsweb.at/detektive/h_beruehmt.htm
                                                                                        32



                            Arbeitsblatt zu Station 1

                DETEKTIVE IN FILM UND FERNSEHEN
Inspector Columbo
         Die Serie mit dem schusseligen Inspektor in seinem zerknautschten Trenchcoat
           und dem schrottreifen Auto ist in mehr als 80 Ländern bekannt.
                Ständig Zigarre rauchend oder hartgekochte Eier essend tut Columbo
                 hilflos und harmlos und löst dennoch die schwierigsten Fälle.
                 Und er hat immer noch eine letzte Frage ...
                 Übrigens: Sein Hund heißt „Hund“, und noch niemals hat man Mrs.
                 Columbo gesehen...


Charlie Chan

                   Der geduldige chinesische Meisterdetektiv Chan, der immer ein
                   passendes chinesisches Sprichwort zur Hand hat, bringt Bösewichter
                   zur Verzweiflung und zur Strecke.
                   Sohn 1 oder 2, die selbst Detektive sein wollen, bieten „Pop“ meistens
                   ihre Hilfe an, wobei sie aber immer nur im Weg stehen und zur Komik
                   der Chan-Filme beitragen.
                   Charlie Chan wurde von dem englischen Kriminalautor Earl Derr
                   Biggers 1925 zum ersten Mal auf Verbrecherjagd geschickt.
Magnum

                            Thomas Magnum, als Sicherheitschef für das Anwesen von
                            Robin Masters, einem Millionär, eingestellt, ist ein
                            Privatdetektiv auf Hawaii.
                            Er bekommt von Robin Masters zwar keinen Lohn, darf aber
                            im Gästehaus wohnen und den Ferrari benützen.
                            Probleme hat er immer nur mit Higgins und seinen zwei
                            Dobermännern.
                            Trotzdem löst er mit Hilfe seiner Freunde jeden Fall.
Inspektor Clouseau

                                   Inspektor Clouseau liegt mit jeder Vermutung daneben,
                                   hat immer die Falschen in Verdacht und verrennt sich
                                   mit seinem kriminalistischen Spürsinn immer in dunklen
                                   Einbahnstraßen, aber am Ende erhält er Orden vom
                                   Staatspräsidenten. Damit treibt er seinen Chef in den
                                   Wahnsinn. Clouseau selbst wird genervt von seinem
                                   asiatischen Diener, der ihm jeden Abend in der
                                   Wohnung auflauert, um sich mit ihm ein fürchterliches
                                   Karate-Gefecht zu liefern.




                      nach: http://www.kidsweb.at/detektive/h_beruehmt.htm
                                                                                            33



                                Arbeitsblatt zu Station 2

                                     KINDERDETEKTIVE

Die drei ???
                            Die drei Fragezeichen sind drei Jungen aus Rocky Beach in
                            Kalifornien: Justus, Bob und Peter. Was einst als Zeitvertreib
                            begann, hat sich längst zu einer ernsthaften Nebenbeschäftigung
                            für freie Stunden und Schulferien entwickelt: Das Junior-
                            Detektivteam „die drei ???“ hat schon oft die Aufklärung
                            geheimnisvoller Fälle geliefert. Als Zentrale haben sich die drei
                            einen ausrangierten Wohnwagen eingerichtet (selbstverständlich
mit allen notwendigen Apparaturen, die den Jungs modernste Ermittlungstechniken
ermöglichen). Doch jeder Fall erfordert vorwiegend Köpfchen, Ausdauer und Mut. Der Autor
der ??? ist Alfred Hitchcock.
Die Knickerbockerbande

                          Die Knickerbockerbande – das sind Axel, Lilo, Poppi und Dominik.
                          Bei ihren Reisen durch die ganze Welt lösen die Kinder knifflige
                          Kriminal-Fälle. In brenzligen Situationen halten die vier fest
                          zusammen.
                          Motto 1: Vier Knickerbocker lassen niemals locker!
                          Motto 2: Überall, wo wir nicht sollen, stecken wir die
Schnüffelknollen, sprich die Nasen, tief hinein, es könnte eine Spur ja sein.
Thomas Brezina lässt seine vier Helden in vielen Büchern spannende Abenteuer erleben.
Emil und die Detektive

                     Zum ersten Mal darf Emil allein nach Berlin fahren. Seine Großmutter
                     und die Kusine Pony Hütchen erwarten ihn am Blumenstand im
                     Bahnhof Friedrichstraße. Aber Emil kommt nicht, auch nicht mit dem
                     nächsten Zug. Während die Großmutter und Pony Hütchen noch
                     überlegen, was sie tun sollen, hat Emil sich schon in eine aufregende
Verfolgungsjagd gestürzt. Quer durch die große fremde Stadt, immer hinter dem Dieb her, der
ihm im Zug sein ganzes Geld gestohlen hat. Zum Glück bekommt Emil bald Unterstützung:
von Gustav mit der Hupe und seinen Jungs.
Die fünf Freunde

                      Die Hauptpersonen sind die Geschwister Anne, Richard (Dick) und
                      Julius (Julian) und ihre Cousine George, die eigentlich Georgina heißt.
                      Außerdem ist da noch Georges Hund Timmy. Anne ist 10 Jahre alt,
                      Richard 11, Julius 12 und George 11.
                      In jedem Buch von Enid Blyton gilt es ein neues Geheimnis zu lüften.
                      Kein Problem für die fünf Freunde!




                          nach: http://www.kidsweb.at/detektive/h_beruehmt.htm
                                                                                         34



TKKG

                                         Wer kennt sie nicht? TKKG – das Detektivteam,
                                         bestehend aus dem mutigen Tim (Tarzan), dem
                                         intelligenten Karl, dem etwas dicklichen Klößchen
                                         und der tierlieben Gabi!
                                         Die kleinen Meisterdetektive haben gemeinsam mit
                                         Gabys Hund Oskar den Erwachsenen schon so
manches Mal gezeigt, was alles in ihnen steckt. Und weil die vier Freunde mutig und
neugierig sind und auch in schwierigen Momenten immer zusammenhalten, legen sie so
manchen Verbrechern das Handwerk und kommen jedem Schwindel auf die Spur.




                          nach: http://www.kidsweb.at/detektive/h_beruehmt.htm
                                                                                    35




                         Arbeitsblatt zu Station 3

                         DETEKTIVE IM COMIC
Nick Knatterton

               Großkarierter Anzug und Schiebermütze, Hakennase und kantiges Kinn,
               obligatorische Tabakpfeife – das sind die unverkennbaren Merkmale
               des Comic-Helden Nick Knatterton.
               Seine Fälle löst er mit Eleganz, Spürsinn und Erfindungsgeist. Sein
               Slogan „Kombiniere“ ist heute noch ein geflügeltes Wort. Er bricht
               Frauenherzen ebenso virtuos wie Männerkiefer und hat auch in den
               verzwicktesten Situationen das passende Bonmot auf den Lippen: Nick
               Knatterton, der coolste aller deutschen Comic-Helden.
               Sein Zeichner: Manfred Schmidt.




Tim und Struppi

                       Tim ist ein Reporter. Er erlebt ständig neue und spannende
                       Abenteuer: Er jagt Schwerverbrecher, sucht nach einem
                       verschwundenen Objekt oder einer verschwundenen Person.
                       Tim hat in jedem Fall immer eine Waffe bei sich, vor deren
                       Gebrauch er nicht zurückschreckt. Tapfer, ehrenvoll, sportlich
                       und intellektuell ... Tim nimmt jede Situation ernst und
                       versucht auf eine faire und menschenwürdige Weise, das
                       Problem zu lösen. Er ist ein Sprachgenie und ein
                       Verwandlungskünstler.
                       Struppi ist ein Hund und Tims Begleiter und Freund.



Pink Panther

                     „Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder – keine Frage“: So
                     und nicht anders lautet das Motto des naseweisen Pink Panther.
                     Wo immer er auftaucht, kann man sicher sein, er wird innerhalb
                     kürzester Zeit für das perfekte Chaos sorgen.
                     Zusammen mit Inspektor Clouseau und seinem Assistenten Dudu
                     und der Ameisenbärin Elise erlebt Paulchen ein Abenteuer nach
                     dem anderen.
                     Seinen ersten Auftritt hatte er im Zeichentrickvorspann der
                     Agentenkomödie „Der Rosarote Panther“.
                     Seine „Väter“ sind die Cartoonisten Fritz Freleng und David
                     Depatie.




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                                                       36




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Micky Maus

              Diese Maus ist Hobbydetektiv. Sie hilft oftmals der Polizei beim
              Lösen kniffliger Fälle, allen voran Kommissar Hunter; sein
              kriminalistischer Lieblingsfeind ist Kater Karlo, niemals gelang es
              ihm, das Schwarze Phantom dingfest zu machen. Er besitzt
              wunderliche Freunde aus vielen Dimensionen, wie Gamma oder
              Atömchen.
              Wenn Micky und seine gewitzte Freundin Minnie ermitteln, zittert
              Entenhausens Unterwelt! Mickys ausgeprägter detektivischer
              Spürsinn und seine Unerschrockenheit kommen jedem Verbrechen
              auf die Spur.




Tom Turbo

             Welches Fahrrad spricht, besitzt einen eingebauten Computer, ein
             Radio, einen Toaster, eine Eismaschine – und kann fliegen? Gibt´s
             nicht?! Aber klar: Das ist Tom Turbo, der einzige Detektiv, der am
             liebsten Schmieröl trinkt. Das gelb gestreifte Superfahrrad ist
             ausgestattet wie seinerzeit nur die Autos von James Bond und verfügt
             über 111 Tricks, mit denen es die übelsten Bösewichte zur Strecke
             bringt. Mit seinen Freunden Karo und Klaro erlebt er viele spannende
             Abenteuer.
             Erfunden hat Tom Turbo Thomas Brezina.




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                                                                                     38



                          Arbeitsblatt zu Station 4

                            BERÜHMTE DETEKTIVE


Sherlock Holmes

                          Der wohl berühmteste Detektiv der Welt wurde am 8. Januar
                          1854 geboren und gilt als der unbestrittene Klassiker unter
                          den Detektiven.
                          Nach langen Spaziergängen in Londons Nebel, nach
                          intensiver Arbeit in seinem Privatlabor oder nach innigem
                          Geigenspiel verkündet er, wer der Täter ist.
                          Sein Gehilfe, Dr. Watson, vernimmt es staunend mit offenem
                          Mund. Holmes´ fast ebenbürtiger Gegenspieler ist der geniale,
                          aber verbrecherische Professor Moriarty.
                          Sein Wohnsitz, heute ein Museum: 221 Baker Street, London.
                          Sein „Vater“: Sir Arthur Conan Doyle, englischer
                          Kriminalautor.
Miss Marple

                  Die schrullige Miss Marple entspricht eigentlich nicht richtig dem
                  Bild des typischen Detektivs, wird oft von ihren Gegenübern
                  unterschätzt. Dennoch triumphiert sie immer dort, wo die Polizei
                  mit ihren Methoden scheitert. Die meiste Zeit verbringt Miss Marple
                  – wenn sie nicht gerade mit Handarbeiten oder Teetrinken
                  beschäftigt ist – damit, sich über winzige Details eines Mordfalls
                  den Kopf zu zerbrechen, die für keinen Polizisten von Bedeutung zu
                  sein scheinen.
                  Ihre Fälle löst Miss Marple folglich nicht mit der Lupe in der Hand,
                  sondern mit Hilfe ihres Instinkts und ihrer Menschenkenntnis. Ihre
                  „Schöpferin“ ist Agatha Christie.
Hercule Poirot

                  Der kleine, liebenswerte, wenn auch etwas eingebildete Belgier mit
                  dem Eierkopf ist einer der berühmtesten Detektive der Welt. Agatha
                  Christie stattete ihren Poirot mit vielen unverkennbaren Merkmalen
                  aus, die ihn zu einer Legende werden ließen: dem imposanten
                  Schnurrbart, den katzengrünen Augen und natürlich den berühmten
                  kleinen grauen Zellen, mit deren Hilfe er auch die kompliziertesten
                  Fälle löst.
                  Ihm zur Seite steht Captain Hastings, immer eifrig, meistens
                  erfolglos und ein bisschen naiv.




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Pater Brown

              Unter der schwarzen Soutane eines kleinen dicklichen Pfarrers
              steckt ein genialer Detektiv. Schüchtern und scheinbar unbeholfen
              weiß er kaum einen Fuß- von einem Fingerabdruck zu unterschei-
              den.
              Aber er hat einen Blick für Details, Intuition und Einfühlungs-
              vermögen in die Wesensart von Verbrechern. Seine einzige Waffe
              ist ein großer Schirm.
              Sein geistiger Vater: G. K. Chesterton, englischer Schriftsteller.
              Seine Abenteuer: Das Geheimnis des Pater Brown, Die Unschuld
              des Pater Brown, Die Weisheit des Pater Brown u.a.




               nach: http://www.kidsweb.at/detektive/h_beruehmt.htm
                                                                                                                    40




      Fülle die Lücken mit treffenden Attributen und Adverbien:



                Kriminalgeschichte: Gelegenheit macht Diebe

Es ist die Nacht vom Sonntag zum Montag. Vier Minuten nach ein Uhr.
…………………….…. schiebt sich ein Mann im Schatten der Hauswand
vorbei an der ……..……………… Glastür der Kunstgalerie von
Sackmann & Litt. Der Mann trägt einen ….………… Anzug, darunter
einen ………..……… Rollkragenpullover. In der linken Hand hält er ein
…………..… Köfferchen. Sein Ziel scheint die Rückfront des Hauses zu
sein. ……..…….. überklettert er das große, …………………Tor zum Hof
und zieht sich wenig später zu einem Mauersims hoch. Ein kaum
wahrnehmbares ……………….. Geräusch verrät die Tätigkeit des
Glasschneiders. Von irgendeiner Uhr schlägt es einmal. Ein Knacken
und der nächtliche Besucher zieht eine ………………….. Scheibe aus
dem Fenster. Alles andere ist nur noch ein Kinderspiel. Niemand
bemerkt ihn, als er sich ins Innere der Galerie gleiten lässt. Er wendet
sich nach rechts, durchquert mehrere Räume und erreicht die so
genannte „Zinnkammer“, in der überwiegend Zinngerät aus dem
Mittelalter ausgestellt ist. Er klappt den …………………. Koffer auf und
macht sich ans ………………….. Aussuchen und Einpacken. Als die Uhr
zweimal schlägt, passiert es: durch eine ……………………
Armbewegung stößt er einen Zinnkrug aus dem Regal. Ein helles,
………………………… Scheppern erfüllt den Raum, dem Eindringling
erscheint es wie ein Kanonenböller.         ………..…….. lauscht er in die
Nacht. Nichts! Oder? Der Hausmeister Julius Böckner, er wohnt im
Erdgeschoß, hat das Geräusch gehört. Es scheint für ihn nicht den
geringsten Zweifel daran zu geben, dass es aus der Galerie kam.
……………….. fährt er in Jacke und Hose und – überlegt. Soll er zuerst
die Polizei rufen oder Herrn Sackmann, den Besitzer der Galerie, der nur
zwei Häuser weiter wohnt? Oder aber soll er versuchen, den Einbrecher
zu       stellen?      Er       entschließt   sich     für     Letzteres.

Als er die Barockhalle erreicht, sieht er den Dieb gerade noch durch das
Fenster verschwinden. „Halt!“, schreit er und stürzt ebenfalls zum
Fenster. Engelbert Sackmann schreckt auf. ………………. langt er zum
Telefon. „Ja?“ – „Ich bin's, Herr Sackmann, Böckner. Man hat
eingebrochen!“ – Sackmann ist sofort ……..……… „Haben Sie den
Einbrecher?“ – „Nein! Ich rufe aus der Telefonzelle neben der Galerie an.
Der Gauner hat die Telefonleitung durchgeschnitten!“ – Sackmann ist
schon mit einem Bein aus dem Bett. „Laufen Sie zur Polizei, ich bin
                             Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
  auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                     41


gleich da!" Er wirft den Hörer auf die Gabel und gleichzeitig einen Blick
zur Uhr. 2 Uhr 30, zehn Minuten später hat er die Galerie erreicht um 2
Uhr 43 trifft Julius Böckner mit der Polizei ein. Um 2 Uhr 50 übergibt
Engelbert Sackmann der Kriminalpolizei eine Liste mit den ……………..
Sachen: 19 Zinngefäße, eine Tanzgruppe aus Meißner Porzellan, zwei
Gemälde und eine 70 Zentimeter hohe Madonna aus dem 17.
Jahrhundert.

Inspektor Lange schüttelt ein ums andere Mal den Kopf. Dann sagt er
was er denkt: „Tut mir Leid, aber ich habe den Eindruck, dass hier nicht
ein, sondern zwei Diebe am Werke gewesen sind. "Wie m-m-meinen Sie
das?“ stotterte Sackmann, während der Hausmeister den Beamten mit
einem ………………….. Gesicht ansieht. „Jemand von Ihnen beiden
muss die Gelegenheit wahrgenommen haben, um den Diebstahl
abzurunden. Ein Mann allein dürfte kaum in der Lage gewesen sein, all
die Dinge wegzutragen, die hier auf der Liste stehen.“

Und hier die Frage an alle Amateurdetektive: Welcher der beiden
Männer packte die Gelegenheit beim Schöpfe? Der Hausmeister Julius
Böckner oder der Galeriebesitzer Engelbert Sackmann?




Lösung:
Als Täter kommt nur der Hausmeister in Frage. Das Gespräch erfolgte, als es gerade
zweimal schlug. „Zweimal schlagen“ bedeutet also 1 Uhr 30. Sackmann aber wurde
erst um 2 Uhr 20 verständigt. Er erreicht um 2 Uhr 40 die Galerie, die Polizei trifft
bereits drei Minuten später ein. Also für ihn zu wenig Zeit, um irgendetwas beiseite
zu schaffen. Der Hausmeister dagegen hatte eine ganze Stunde Zeit.



                              Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
   auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                                     42




Hier für dich der Originaltext mit allen Attributen und Adverbien:

Kriminalgeschichte: Gelegenheit macht Diebe

Es ist die Nacht vom Sonntag zum Montag. Vier Minuten nach ein Uhr.
Geräuschlos schiebt sich ein Mann im Schatten der Hauswand vorbei an
der messinggefassten Glastür der Kunstgalerie von Sackmann & Litt.
Der Mann trägt einen dunklen Anzug, darunter einen ebenfalls dunklen
Rollkragenpullover. In der linken Hand hält er ein kleines Köfferchen.
Sein Ziel scheint die Rückfront des Hauses zu sein. Behände überklettert
er das große, schmiedeeiserne Tor zum Hof und zieht sich wenig später
zu einem Mauersims hoch. Ein kaum wahrnehmbares knirschendes
Geräusch verrät die Tätigkeit des Glasschneiders. Von irgendeiner Uhr
schlägt es einmal. Ein Knacken und der nächtliche Besucher zieht eine
kreisrunde Scheibe aus dem Fenster. Alles andere ist nur noch ein
Kinderspiel. Niemand bemerkt ihn, als er sich ins Innere der Galerie
gleiten lässt. Er wendet sich nach rechts, durchquert mehrere Räume
und erreicht die so genannte „Zinnkammer“, in der überwiegend
Zinngerät aus dem Mittelalter ausgestellt ist. Er klappt den mitgebrachten
Koffer auf und macht sich ans sorgsame Aussuchen und Einpacken. Als
die Uhr zweimal schlägt, passiert es: durch eine unbedachte
Armbewegung stößt er einen Zinnkrug aus dem Regal. Ein helles,
durchdringendes Scheppern erfüllt den Raum, dem Eindringling
erscheint es wie ein Kanonenböller. Regungslos lauscht er in die Nacht.
Nichts! Oder? Der Hausmeister Julius Böckner, er wohnt im Erdgeschoß,
hat das Geräusch gehört. Es scheint für ihn nicht den geringsten Zweifel
daran zu geben, dass es aus der Galerie kam. Rasch fährt er in Jacke
und Hose und – überlegt. Soll er zuerst die Polizei rufen oder Herrn
Sackmann, den Besitzer der Galerie, der nur zwei Häuser weiter wohnt?
Oder aber soll er versuchen den Einbrecher zu stellen? Er entschließt
sich für Letzteres.
Als er die Barockhalle erreicht, sieht er den Dieb gerade noch durch das
Fenster verschwinden. „Halt!“ schreit er und stürzt ebenfalls zum
Fenster. Engelbert Sackmann schreckt auf. Verschlafen langt er zum
Telefon. „Ja?“ – „Ich bin's, Herr Sackmann, Böckner. Man hat
eingebrochen!“ – Sackmann ist sofort hellwach. „Haben Sie den
Einbrecher?“ – „Nein! Ich rufe aus der Telefonzelle neben der Galerie an.
Der Gauner hat die Telefonleitung durchgeschnitten!“ – Sackmann ist
schon mit einem Bein aus dem Bett. „Laufen Sie zur Polizei, ich bin
gleich da!“ Er wirft den Hörer auf die Gabel und gleichzeitig einen Blick
zur Uhr. 2 Uhr 30, zehn Minuten später hat er die Galerie erreicht, um 2
Uhr 43 trifft Julius Böckner mit der Polizei ein. Um 2 Uhr 50 übergibt
                              Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
   auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
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Engelbert Sackmann der Kriminalpolizei eine Liste mit den gestohlenen
Sachen: 19 Zinngefäße, eine Tanzgruppe aus Meißner Porzellan, zwei
Gemälde und eine 70 Zentimeter hohe Madonna aus dem 17.
Jahrhundert.

Inspektor Lange schüttelt ein ums andere Mal den Kopf. Dann sagt er
was er denkt: „Tut mir leid, aber ich habe den Eindruck, dass hier nicht
ein, sondern zwei Diebe am Werke gewesen sind. „Wie m-m-meinen Sie
das?“ stotterte Sackmann, während der Hausmeister den Beamten mit
einem verständnislosen Gesicht ansieht. „Jemand von ihnen beiden
muss die Gelegenheit wahrgenommen haben, um den Diebstahl
abzurunden. Ein Mann allein dürfte kaum in der Lage gewesen sein, all
die Dinge wegzutragen, die hier auf der Liste stehen.“

Und hier die Frage an alle Amateurdetektive: Welcher der beiden
Männer packte die Gelegenheit beim Schöpfe? Der Hausmeister Julius
Böckner oder der Galeriebesitzer Engelbert Sackmann?




Lösung:
Als Täter kommt nur der Hausmeister in Frage. Das Gespräch erfolgte, als es gerade
zweimal schlug. Zweimal schlagen' bedeutet also 1 Uhr 30. Sackmann aber wurde
erst um 2 Uhr 20 verständigt. Er erreicht um 2 Uhr 40 die Galerie, die Polizei trifft
bereits drei Minuten später ein. Also für ihn zu wenig Zeit, um irgendetwas beiseite
zu schaffen. Der Hausmeister dagegen hatte eine ganze Stunde Zeit.




                              Zusammengestellt von Monika Altenburger und Gerhard Erber
   auf Basis der neuen Lehr- und Lernformen nach Dr. Heinz Klippert und der „Deutschstunde 3“ von Wolfgang Pramper
                                                                                                    44



Aus einem Zeitungsbericht ...




……wird eine Kriminalgeschichte:

                                      Die Eifersucht
Es fing alles damit an, dass Valerys Vater                 sprach. Immer redete die Mutter stolz über
starb und die Mutter kurz darauf wieder                    Annette, aber nie über Valery, nie über ihre
heiratete. Ihr neuer Lebensgefährte –                      Talente, deren Eifersucht auf Annette von
Martin Stauber – hatte ebenfalls eine                      Tag zu Tag wuchs. Als beide ihr Abitur
Tochter, Annette. Valery und Annette                       erfolgreich abgelegt hatten, erst Annette
hatten zwar noch eine Menge Wut auf die                    mit 1,1 und 9 Jahre später Valery mit 1,5,
neuen Partner, aber sie verstanden sich am                 sollten sie beide den Autohandel von
Anfang trotzdem ganz gut. Und das,                         Valerys verstorbenen Vater übernehmen.
obwohl Annette 9 Jahre älter war. Jeden                    Nach ihrem Studium hatte sich Annette
Sonntag war es bei Familie Stauber                         kurzfristig überlegt, dass es eigentlich
Tradition, die Kirche zu besuchen. Annette                 besser wäre, wenn sie alleine den Betrieb
liebte es, mit schicken Klamotten in den                   übernehmen würde, da ihr diese Position
Gottesdienst zu gehen, sich die ewig                       ihrer Ausbildung nach zustehen würde. Als
gleichen Predigten anzuhören. Valery                       sie das dann ihrem Vater und der
hingegen hasste es. Manchmal musste sie                    Stiefmutter vorschlug und eine Stunde
sogar Acht geben, dass sie nicht einschlief.               darum bettelte, gaben sie nach und
Sie sagte einmal, dass ihr diese                           meinten, dass sie die geeignete wäre. Als
Atmosphäre, der muffige Geruch und die                     Annette triumphierend in Valerys Zimmer
finsteren Blicke der Leute unangenehm                      stürzte, um ihr den neuen Beschluss
wären. Diese Holzbänke, die knirschten,                    mitzuteilen, war Valery im ersten Moment
überall die kitschigen Wandbemalungen                      still und ihr wurde schwarz vor Augen.
mit Gold, all das mache sie krank. Aber                    Doch dann stieg ein unbeschreiblicher
auch das war nicht das Schlimmste für sie.                 Hass gegen ihre Schwester in ihr auf. Sie
Nein, eher, dass ihre Stiefschwester nach                  sagte nichts, auch nicht „gemeine
jedem Gottesdienstbesuch bei den Eltern                    Heuchlerin“, „blödes Biest“, sie fing auch
prahlte, was für neue Erfahrungen sie                      nicht an zu weinen. Nein, sie drehte sich
gemacht habe. Die Eltern waren jedes Mal                   um, sah ihrer Schwester noch einmal
entzückt, wie Annette über die Kirche                      eindringlich in die Augen, verließ ruhig ihr
                    nach: http://www.schwalmgymnasium.de/archiv/artikel/030630/krimi.html
                                                                                                     45


Zimmer und ging nach draußen, um ganz                      große, ach so schlaue und intelligente
allein zu sein. Lange Zeit später kehrte sie               Schwester und sie, die überall so kläglich
von ihrem Spaziergang zurück, setzte sich                  gescheitert war. Dann, als sie endlich vor
auf ihr Bett und fing an über all das zu                   der Kirche stand, schaute sie sich suchend
grübeln, was in den letzten Jahren passiert                um. Wo war um Himmels willen Annette?
war.     Dann       schrieb    sie    einen                Auf einmal ging jemand auf sie zu. Erst
Abschiedsbrief. Da stand irgendwas davon,                  erkannte sie diese Person nicht. Aber
dass sie mit allem nichts mehr zu tun                      dieser Gang, das konnte nur Annette sein.
haben wolle und dass es allen noch einmal                  Valery fand, dass sie sich sehr verändert
sehr Leid tun würde, was sie ihr angetan                   hatte. Annette war nicht mehr das strahlend
hätten: Noch an jenem Tag verließ das                      schöne, schlanke Mädchen. Nein, das
Haus ihrer Eltern und zog ein halbes Jahr                  genaue Gegenteil. Als sie sich beide
später nach Berlin. Dort begann sie ihr                    begrüßt hatten, tauschten sie ein paar
Studium, brach aber nach dem 2. Semester                   unwichtige Neuigkeiten aus, gingen dann
ab, da ihr das nötige Geld fehlte. In den                  in die einsame Kirche, die immer noch die
nächsten Jahren scheiterten alle ihre                      gleichen quietschenden Bänke besaß. Sie
Versuche, in einem Beruf Fuß zu fassen.                    saßen eine Weile da, dann, auf einmal, fing
Auch ihre privaten Beziehungen gingen                      Annette an zu schluchzen und jammerte,
immer nach kurzer Zeit in die Brüche. Sie                  wie Leid ihr diese ganzen Dinge aus der
war einfach zu verbittert.                                 Vergangenheit tun würden. Aber es war zu
Dann, als nun endgültig alles kaputt                       spät. Valery hatte ihren Entschluss schon
schien, wollte sie ihre Drohung wahr                       längst gefasst. Jetzt, hier in dieser Kirche,
machen. Sie überlegte, was sie tun könnte,                 bot sich die Gelegenheit. Sie überprüfte, ob
und kam schließlich zu dem Entschluss,                     sich ihr Messer in der Handtasche befand.
ihre Schwester dort sterben zu lassen, wo                  Nach einer Weile verließen beide Frauen
sie vorgegeben hatte, sich so wohl zu                      die Bankreihe. Nun ging Valery mit
fühlen. Die Kirche wäre der geeignete Ort                  langsamen Schritten auf Annette zu. Für
für die Tat. Plötzlich schwebte ihr wieder                 ihre Schwester sah es nach einem
dieser muffige Geruch in der Nase, den sie                 Versöhnungsversuch aus. Sie fiel ihr
so gehasst hatte. Ja, sie würde sich mit                   sogleich um den Hals. Valery umarmte sie
ihrer Schwester in der Kirche verabreden,                  ebenfalls. Dann ging alles ganz schnell.
um sich angeblich zu versöhnen.                            Valery holte ihr Messer aus der Tasche und
Nach einem kurzen Telefonat mit Annette,                   stieß es ihrer Stiefschwester in den
die über den Annäherungsversuch ihrer                      Rücken. Annette schaute ihr noch mit
Schwester erstaunt und auch erfreut schien,                einem entsetzten Blick in die Augen und
war alles geregelt.                                        fiel zu Boden. Da war sie nun allein. Es
Als Valery endlich in ihrem Heimatort – in                 überkam sie eine furchtbare Angst. Die
Euskirchen – angekommen war, fand sie                      Stille um sie herum wurde von Sekunde zu
sofort den Weg zur kleinen katholischen                    Sekunde unerträglicher. Bis sie es
Kirche. Als sie auf das Gebäude zuging,                    irgendwann nicht mehr aushielt, diese
fühlte sie erneut diesen unerträglichen                    schreckliche Stille, die Schuld und die
Schmerz, den sie immer auf diesem Weg                      Angst. Sie lief laut schreiend aus dem
mit sich getragen hatte. Die Wut über ihr                  Gebäude.
verpfuschtes Leben war unerträglich. Ihre




                    nach: http://www.schwalmgymnasium.de/archiv/artikel/030630/krimi.html

				
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