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					                      9. September 2007                                                                                                             SONNTAGSGESPRÄCH 29


   «Ich musste mich nie mit Gespenstern
    wie Bohlen oder Küblböck befassen»
   Gesellschaftsreporter MICHAEL GRAETER über die wahre Prominenz, den Glamourfaktor der Schweiz
         und den Vorwurf von Hannelore Elsner, er besteige in Paris nicht nur den Eiffelturm

VON ESTHER GIRSBERGER (TEXT)
UND PHILIPP ROHNER (FOTOS)

Herr Graeter, Sie wohnen seit
kurzem in der Schweiz. Ein
Land mit wenig Klatsch.
Da wäre einiges zu holen!
Wenn man auf Leuenberger
in Badehose setzen muss,
zweifelt man daran.
Guter Klatsch wäre der Bundes-
rat in der Badehose, wenn man
den russischen Präsidenten Putin
und den republikanischen Gou-
verneur Schwarzenegger daneben
stellen und eine Geschichte über
prominente Waschbrettbäuche
schreiben würde.
Moritz Leuenberger in der
Badehose allein ist also banal.
Ja. Wenn aber Moritz Leuenber-
ger jemanden wie die bekannte
Zürcher Pfarrerin Katharina Ho-
by, den blonden Engel, besser ken-
nen würde und sie auch gut fän-
de, dann wäre das guter Klatsch.
An welche Klatschgeschichte
aus der Schweiz in der jüngsten
Zeit erinnern Sie sich?
Gewundert habe ich mich über den
an sich wunderschönen Klatsch
über den Zürcher Opernhausdi-
rektor Pereira mit seiner blutjun-
gen Freundin aus Brasilien.
Inwiefern?
Ich möchte nicht die angezogene
Frau, sondern die im Bikini sehen!
In der Schweiz gäbe es auch an-
deren guten Klatschstoff. Nehmen
wir die russischen Milliardäre, die
hier ihre Geschäfte tätigen. Die
sind ja auch privat unterwegs.
Sie denken an Vekselberg.
Zum Beispiel. Da Zürich so wun-
derbar gemütlich und überschau-
bar ist, müsste man sich mal die
Mühe machen, gängige Bars wie
Rive Gauche oder Widder länger
und wiederholt zu besuchen. Da-
nach könnte man Seiten füllende
Geschichten schreiben.
Berater von Vekselberg ist
Thomas Borer. Der dürfte aus
eigener Erfahrung gelernt
haben und Vekselberg warnen.
Tja, diese Geschichte mit Thomas
Borer! Das war was ganz Beson-
deres.
Würden Sie sich auf die Pirsch
machen, um der Schweiz zu
mehr Klatsch zu verhelfen?
Ich würde den Versuch starten
und sehen, ob es geht.
Woran könnte es scheitern?
An meiner Faulheit. Aber es gäbe

      FORTSETZUNG AUF SEITE 30




 SCHIMMERLOS
 IN «KIR ROYAL»
 Michael Graeter, 1943 in
 München geboren, ist der be-
 kannteste Klatschreporter
 Deutschlands. Über 30 Jahre
 war er den Prominenten auf
 den Fersen, von 1989 bis 1997
 bei der «Bunten», danach bei
 der «Neuen Revue». Er war
 das Vorbild für den Klatsch-
 reporter Baby Schimmerlos
 in der TV-Serie «Kir Royal».
 Letztes Jahr arbeitete
 Graeter für Star TV; seither
 wohnt Graeter in Zürich.
 Zurzeit schreibt der Autor
 mehrerer Bücher für «Vanity
 Fair» eine Reportage über
 das Münchner Oktoberfest.
                                      Klatschkolumnist Graeter, 64: «Ich habe festgestellt, dass die Leute des vermeintlich biederen Zürich sehr aufgeschlossen sind. Hier pulsiert die Frivolität»
30 SONNTAGSGESPRÄCH                                                                                                                                                                     9. September 2007




FORTSETZUNG VON SEITE 29              Mario Adorf oder die Miss              festgestellt, dass die Leute des ver-
                                      Schweiz Christa Rigozzi wohl           meintlich biederen Zürich sehr
auch Klatsch, den man mit wenig       nicht hier absteigen. Ich war ja mal   aufgeschlossen sind. Hier pulsiert
Aufwand aufdecken könnte.             für Star TV tätig, und dieses Ho-      die Frivolität.
Zum Beispiel?                         tel, das meines Erachtens den bes-     Wie stellen Sie das fest?
Die Frauen der hier lebenden Fuss-    ten Hotelier von Zürich hat, liegt     Das ist einfach so ein Gefühl.
ballstars. Die sind teilweise ent-    in der Nähe des Senders. Ich ha-       Nicht mehr?
zückend. Ich sehe aber nie ein Bild   be hier ein Zimmerchen, mir wird       Nein! Man kann ja auch mal die
von ihnen! Die Wahl des Mister        alles gemacht. Das ist ideal für ei-   Fantasie schweifen lassen.
Schweiz jedenfalls käme bei mir       nen verheirateten Mann, dessen         Sie fühlen sich rundum wohl
nicht vor. Eine Männer-Wahl, stel-    Frau noch rund zwei Jahre in           hier?
len Sie sich das mal vor! Die         München bleibt, bis der Sohn           Ich kenne hier viele Leute, die
Schönheit gehört den Frauen, und      nicht mehr zur Schule geht. Aber       früher als ich aus Deutschland
die sollte man auch ihnen belas-      wir fahren fleissig hin und her.       hierher gekommen sind.
sen. Männer, die vor Frauen tan-      Wo essen Sie denn?                     Wie Gerhard Schröder?
zen, können keine Männer sein.        Sehr oft im Druckzentrum der           Der hatte ja erst vor kurzem die
Und die Bundesratsgattinnen,          NZZ hier in Schlieren. Die haben       Idee, hierher zu kommen. Ich
würden die Sie interessieren?         eine ausgezeichnete Küche.             glaube, der hat zu Zeiten, in de-
Wenn sie auf der Bahnhofstrasse       Die Gegend an der lärmigen             nen ich mich für Zürich entschie-
unterwegs sind oder mit einem an-     Zürcherstrasse ist nicht gerade        den habe, noch gar nicht gewusst,
deren Bundesrat als dem eigenen       berauschend.                           wie man «Zürich» schreibt.
Gatten im Sprüngli eine Tasse Tee     Ich bin in zwei Minuten an der         Kennen Sie ihn?
trinken, dann immer! Aber ich         Limmat, in nächster Nähe des           Ich habe leider nie in Berlin gear-
würde diese Beobachtung nur wi-       Klosters Fahr mit Nonnen und           beitet. Ich hätte gerne zwei Jahre
derspiegeln, nicht werten.            Kühen. Das ist sehr idyllisch.         Berlin bei Nacht gemacht. Schrö-
Worüber schreiben Sie, und                                                   der und Joschka Fischer wären
worüber schweigen Sie?                                                       wunderbare Objekte gewesen.
Wenn man gut erzogen ist, hat man     «Ich wollte schon                      Wegen der vielen Frauen?                Nicht unbedingt. Ich bin Journa-     zehn Personen vorzunehmen.            Warum haben Sie den seriösen
Takt- und Fingerspitzengefühl.                                               Nicht nur. Auch der Sprüche we-         list und kann auch anderes. Aber     Sehr unverbindlich, sehr höflich,     Korrespondentenposten zu
Viele Leute habe ich nach einer
                                      immer in die                           gen. Und Fischer sicher auch we-        natürlich, als Gesellschaftsrepor-   an der Bar und so. Wie ein Eich-      Gunsten des Klatschreporters
Scheidung «geschont», weil man        Schweiz, habe den                      gen seiner Zickigkeit.                  ter bin ich Facharbeiter.            hörnchen trug ich die Informatio-     aufgegeben?
nicht will, dass die Kinder durch                                            Nun leben Sie in Zürich. Und            Wenn man Sie nach Ihrem              nen zusammen und schrieb da-          Zur damaligen Zeit war die deut-
den Kakao gezogen werden. Mit         Umzug aber immer                       sind zufrieden hier. Wollen Sie         Beruf fragt, was antworten Sie?      nach meine Kolumne.                   sche Schauspielerin Hannelore
diesen Leuten habe ich dann aber      wieder verworfen»                      auch Schweizer werden?                  Journalist. Wenn die Leute mich      Gross vorbereiten kann man            Elsner mein «Gschpusi». Ich war
insofern gedealt, als ich bei der                                            Dazu wäre ich sofort bereit! Ich        nach einem Untertitel fragen, sa-    sich also nicht?                      in Paris, und sie hat mir immer
nächsten Runde gesellschaftlicher                                            bemühe mich um eine Einbürge-           ge ich «Gesellschaftsreporter».      Kennt man das Umfeld nicht gut,       vorgeworfen, dass ich nicht nur
Nachrichten, beispielsweise bei       Leben Sie aus steuerlichen             rung und bleibe deshalb in Schlie-      Wenn sie böse sind, dann schrei-     ist vor der Veranstaltung ein klei-   auf den Eiffelturm steigen würde.
der Hochzeit der Tochter, dabei       Gründen in Zürich?                     ren. Ich habe dem Einwohner-            ben sie Skandalreporter. Was ich     ner Umweg ins Archiv nützlich.        Also bin ich 1970 wegen der Lie-
sein konnte. Es hat sich manch ei-    Um Gottes willen, nein. Ich woll-      kontrollamt versprochen, dass ich       eigentlich nicht bin. Ich kann re-   Wie wurden Sie Gesellschafts-         be zurück nach München. Aber
ner gewundert, warum ich eine         te schon immer in die Schweiz, ha-     den Wohnsitz nicht verlege und          cherchieren und habe das auch        reporter?                             die zerbrach in dem Moment, in
Hochzeit exklusiv hatte. Das war,     be den Umzug aber immer wieder         hier ein festes Arbeitsverhältnis       ausgiebig gelernt.                   Ich war in Paris Auslandskorres-      dem ich meine Arbeit aufgenom-
weil ich eine Scheidung unter den     verworfen. Obwohl ich schon mal        eingehen werde.                         Wie recherchieren Sie Ihre           pondent für das ZDF und arbei-        men habe.
Tisch fallen liess.                   den Versuch unternommen habe           Mit wem?                                Klatschgeschichten?                  tete daneben für verschiedene Ta-     Wie konnten Sie einem so
Sie bewegten sich stets auf           und im Appenzellerland wohnte.         Ich versuche es mit einem Ver-          Ich bin meistens zum Obergast-       geszeitungen. Der Chefredakteur       prominenten Vorgänger das
grossen Partys, wohnen in             Nachdem mein Verfalldatum              lagshaus. Engere Kontakte habe          geber einer Party gegangen und       der Münchner «Abendzeitung»           Wasser reichen?
Zürich aber in einem Hotel, das       schon überschritten ist, habe ich      ich bereits geknüpft. Ich will          habe ihn nach den zehn wichtigs-     kam eines Tages zu mir und fragte     Durch Fleiss, Eitelkeit und Ehrgeiz.
wie ein Stundenhotel wirkt.           mir gedacht, den letzten Teil mei-     zurück zu meinen Wurzeln.               ten Personen unter den Gästen ge-    mich, ob ich der Nachfolger eines     Ich bin Tag und Nacht unterwegs
Nein, das ist es weiss Gott nicht.    nes Lebens auf einem gesunden          Sie werden also wieder dem              fragt. Ich verbrachte dann den       sehr bekannten Gesellschafts-         gewesen, war weder Scharfrichter
Sonst würden der Schauspieler         Terrain zu verbringen. Ich habe        Klatschjournalismus frönen?             ganzen Abend damit, mir diese        reporters werden wollte.              noch Hofberichterstatter, sodass

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                        9. September 2007                                                                                                                SONNTAGSGESPRÄCH 31

                                                                                                                   Nein. Ich weiss, dass mein Vor-       sind sie nicht prominent, höchs-      Ich war zweieinhalb Jahre dort.
                                                                                                                   gänger mehrere Ordner mit Bera-       tens sehr bekannt. Über den Un-       Man wollte dann mehr Kolum-
                                                                                                                   terverträgen, angeschrieben mit       terschied zwischen «Promi» und        nen zu Jubiläen verstaubter Su-
                                                                                                                   «Schreiben» oder «Nicht schrei-       «Prol» schreibe ich im Übrigen ge-    perstars. Da bin ich schon beim
                                                                                                                   ben» hatte. «Nicht schreiben» war     rade an einem Buch.                   Schreiben alt geworden. Mein
                                                                                                                   in der Mehrzahl.                      Wer erlangt den Olymp der             Freund Paul Grau von Star TV
                                                                                                                   Das gilt wohl auch heute. Seit        Prominenz?                            gelangte dann an mich, und so
                                                                                                                   Caroline von Monaco ein Urteil        Persönlichkeiten, die eine Vor-       kam ich in der Schweiz unter
                                                                                                                   erwirkt hat, das in Deutschland       bildfunktion haben, wie zum Bei-      Vertrag.
                                                                                                                   Berichte über Prominente              spiel Udo Jürgens. Wenn man ei-       Der auch nicht mehr besteht.
                                                                                                                   erheblich einschränkt.                ne Leistung erbringt, etwas be-       Unter anderem, weil die Ansage-
                                                                                                                   Das ist das Betreiben eines for-      sonders gut kann, so ist man pro-     rin einen Text von mir übers Rau-
                                                                                                                   schen, mir sehr am Herzen lie-        minent. Nur schade, dass das heu-     chen nicht vorlesen wollte. Wenn
                                                                                                                   genden deutschen Juristen.            te nicht mehr so gepflegt wird. Ich   die Ansagerin über meinen Text
                                                                                                                   Hat der berühmte Prominenten-         darf das sagen, weil ich ja schon     bestimmen kann, sagte ich zu
                                                                                                                   Anwalt Matthias Prinz                 ein bisschen ein betagter Onkel       Paul Grau, dann ist sie ja eigent-
                                                                                                                   zwecks eigener Publizität das         dieser Zunft bin.                     lich die Chefredakteurin. Das
                                                                                                                   monegassische Fürstenhaus             Sind Sie deshalb nirgends             geht nicht.
                                                                                                                   überzeugt, zu klagen?                 mehr unter Vertrag?                   Sie selber sind kein Kind von
                                                                                                                   Man muss mir nicht weismachen         Nein. Zuletzt war ich bei der         Traurigkeit, waren mit
                                                                                                                   wollen, dass Caroline von Monaco      «Bunten». Neun Jahre lang hatte       Hannelore Elsner liiert und
                                                                                                                   täglich die deutschen Zeitungen       ich einen wunderbaren, wasser-        sind mit einer über 20 Jahre
                                                                                                                   liest und sie auf ehrverletzende      dichten Vertrag. Ich wurde dann       jüngeren Frau zusammen. Ist
                                                                                                                   Berichte untersuchen lässt!           gefragt, ob ich auch unter einer      das Voraussetzung für einen
                                                                                                                   Käme eine Paris Hilton bei            Frau als Chefredakteurin arbeiten     guten Klatschreporter?
                                                                                                                   Ihnen heute noch vor?                                                       Nein. Das Familienleben hat mit
                                                                                                                   Ich habe sie ausgegraben, als die                                           meiner Tätigkeit wenig zu tun.
ich das Vertrauen anderer Promi-        Gallenberger für seinen Kurzfilm     Als ich 1970 als Jung-Jung-Ko-        Presseszenerie noch nicht über        «Die Frage stellen                    Meine Frau ist auch nie dabei. Die
nenter gewann. Ich habe 14 Jahre        «Quiero Ser» einen Oscar be-         lumnist begonnen habe, kam ein        Paris Hilton sprach. Das war mehr                                           Party ist mein Büro. Ich habe noch
lang täglich eine überregionale Ge-     kommt. Aber das wars dann            Banker zu mir, drückte mir vor ei-    aus der Sorge heraus, dass die Par-
                                                                                                                                                         Sie bitte einem                       nie jemanden gesehen, der seine
sellschaftskolumne à 90 Zeilen ge-      schon. In meiner Kolumne wäre        nem Lokal in München die Hand         ty-Figuren aussterben könnten.        Zahnarzt, einem                       Frau auf die Baustelle oder ins
schrieben. Die Leute haben immer        er sofort Stammgast geworden.        und dankte mir. Ich spürte Papier,    Da fielen mir Paris Hilton und ih-                                          Büro mitnimmt. Es gibt zwei Frau-
den Eindruck, Gesellschaftsrepor-       Wie oft kamen Bestechungs-           und als ich nachschaute, war es       re Schwester ein, weil sie bunt und   Leichenwäscher                        en in meinem Leben, die meine
ter zu sein, sei ganz einfach. Was      versuche von Leuten vor, die         ein 1000-Mark-Schein. 1000 DM         hübsch aussehen. Ich habe sie in      oder Urologen»                        Arbeit nie angeschaut haben: mei-
mitnichten zutrifft. Das sieht man      gerne Eingang in Ihre Spalte         waren damals eine Menge Geld.         meinem Buch «Lexikon des Klat-                                              ne verstorbene Mutter, weil sie im-
vor allem heute.                        gefunden hätten?                     Aber eben nur ein Trinkgeld.          sches» im Jahre 2000 veröffent-                                             mer hoffte, es würde was Anstän-
Warum?                                  Ich gebe offen zu, dass ich mich     Wie haben Sie reagiert?               licht. Aber ich bin entsetzt, wie     würde. Das war für mich gar kei-      diges aus mir, und meine Frau. Sie
Es werden heute Leute beleuch-          schon bestechen lassen würde,        Ich sagte dem Banker, er solle mit-   sich das weiterentwickelt hat. In-    ne Frage, ich verehre die Frauen.     ist begeistert, wenn wir zu sechst
tet, die bei mir nicht mal eine Fuss-   wenn der Geldbetrag so gross wä-     kommen, wir würden den Schein         zwischen bieten die beiden Gir-       Aber man wollte mich einengen.        sind, weil man sich dann unter-
note wert gewesen wären.                re, dass man nicht mehr von einer    den Mädels in der Bar vom Boc-        lies nur noch die Rockzipfel, an      In welcher Hinsicht?                  halten kann. Aber bei einer Party
Wer ist Ihnen mehr als eine             Bestechungssumme, sondern von        caccio übergeben. Er hatte sich       denen sich Freelancer hängen,         Man wollte das Recht haben, um-       kommt für sie nichts raus.
Fussnote wert?                          einer finanziellen Transaktion       von den 1000 DM ja schon ver-         weil sie andere nicht kriegen.        schreiben oder Bilder austauschen     Hat Sie Ihre Tätigkeit nie
Alle besonderen Menschen, die           sprechen müsste. Alles andere ist    abschiedet, also konnte ihm das       Sie haben alle gekriegt,              zu können, durch deren Auswahl        angeödet?
mehr erreicht haben als andere.         ja Trinkgeld. Würde ich ein Trink-   nicht weh tun. Diese Geschichte       die Sie wollten?                      ich ja auch eine Wertung vorneh-      Diese Frage stellen Sie bitte einem
Und diejenigen, die das Glück hat-      geld annehmen, käme ich mir          muss sich herumgesprochen ha-         Jedenfalls musste ich mich nie mit    me. Diese Bedingungen wollte ich      Zahnarzt, einem Leichenwäscher
ten, einen Namen mit in die Wie-        schäbig vor.                         ben; seither versuchte mich nie       Gespenstern wie Dieter Bohlen,        nicht akzeptieren, weil sie meine     oder einem Urologen, die haben
ge gelegt bekommen zu haben.            Wo liegt die Grenze zwischen         wieder jemand zu bestechen.           Küblböck oder anderen Plastik-        Kreativität eingrenzt. Danach war     ihren Beruf gelernt. Ich kann
Heute nimmt man noch knapp              Trinkgeld und finanzieller           Sie haben nicht mal einen             people befassen. Diese kommen         ich bei der «Neuen Revue».            nichts anderes, also mach ich es
wahr, dass jemand wie Florian           Transaktion?                         Beratervertrag angenommen?            zwar überall vor, aber deswegen       Warum klappte es dort nicht?          bis zu meinem letzten Stündchen.

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