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Auslands – Aufenthalten für Psyc

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Auslands – Aufenthalten für Psyc Powered By Docstoc
					        Auslands-Aufenthalte für Psychologie –
                      Studenten
                Studium und Praktika


   1. Allgemeine Informationen zu Austauschprogrammen

Das Department für Psychologie verfügt im Moment über 2-3 Plätze pro Semester für einen
Erasmus - Studienaustausch mit der Universität von Padua in Italien. Diejenigen, denen
Italien weniger zusagt, müssen sich selbst etwas organisieren. Um Euch diese Suche etwas
zu erleichtern, haben wir diese Info mit Adressen und Informationen zusammengestellt, die
uns bei unserer Suche nach dem ersehnten ausländischen Studienort in die Hände gefallen
sind.

Allgemeines, was bei der Planung des Auslandsstudiums beachtet werden muss

        Die Planung sollte mindestens ein Jahr vorher beginnen (d.h. man sollte sich ca. 1
         Jahr vorher überlegen, wo man hin will, und ob das theoretisch möglich ist)!
        Beurlaubung: Für die Zeit des Auslandsaufenthaltes sollte man sich beurlauben
         lassen (in der Studentenkanzlei), spätestens 2-3 Monate vor Beginn des
         Aufenthaltes. Eine Beurlaubung bedeutet, dass die beurlaubten Semester nicht auf
         die Regelstudienzeit angerechnet werden (im Studentenausweis steht also dann z.B.
         erst 7 statt 9 Semester Studienzeit), den Studentenwerksbeitrag muss man aber
         trotzdem zahlen.
        Frühzeitig Sprachkurse belegen
        BAföG: Auch Leute, die im Inland kein Bafög bekommen, sollten sich unbedingt im
         Studentenwerk danach erkundigen, für Auslandsbafög gelten andere Richtlinien als
         fürs Inland, und Studiengebühren (z.B. für USA) werden teilweise in voller Höhe (bis
         4500€) übernommen!!!


   I.       Die unstressigen Alternativen: Padua und Milano

Ansprechpartner: Rainer Schandry für Padua, Heiner Deubel für Milano
Plätze: 2 Pro Semester bzw. 4 pro Jahr
Bewerbungsschluss: April (WS 1.Oktober, SoSe 1. März)
Für die Bewerbung muss man nur einen Bewerbungsbogen ausfüllen und ein Foto beilegen.
Man sollte sich danach beim Auslandsamt vergewissern, ob die Bewerbung eingegangen ist.
Das Auslandsamt schickt dann alle weiteren Unterlagen zu.
Sprachkurse: An der LMU Intensivsprachkurs für Philologen (Benti) und 4-wöchige
Intensivkurse in Siena und Perugia (Italien), von Erasmus finanziert!
Erfahrungsbericht für Padua: Siehe weiter unten ↓


   II.      Erasmusplätze des Departments für Pädagogik

Das Department für Pädagogik hat ein etwas größeres Angebot an Erasmusplätzen, in
Barcelona, Spanien und Twente
Die Plätze sind für Pädagogik – Studenten reserviert, wenn welche nicht besetzt werden,
können aber auch andere Studenten zugelassen werden – einfach mal nachfragen, einige
Psychos haben schon Plätze bekommen!
Ansprechpartner: Prof. Mandl (Pädagogik)
Vorgehen unstressig, wie bei unserem Erasmusplatz in Padua


   III.    Die Partneruniversitäten der LMU

Wer nach einem etwas ungewöhnlicheren Studienort sucht, sollte einen Blick auf die
Partneruniversitäten der LMU werfen. Die LMU verfügt über Partneruniversitäten auf der
ganzen Welt. Genannt seien für die Abenteuerlustigen z.B. Buenos Aires, Argentinien;
Havanna, Kuba; Kyoto, Japan und Peking in China. Aber auch in Frankreich und den USA
gibt es viele Partneruniversitäten.
Zwischen der LMU und diesen Unis bestehen Abkommen verschiedener Art, die einen
Austausch erleichtern sollen, dies ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einem Erasmus –
Austausch oder Ähnlichem!
Zwischen einigen Unis und der LMU bestehen bilaterale Abkommen, für die
Kontaktstipendien vergeben werden (für die Uni Helsinki sind das z.B. 340€ im Monat und
kostenlose Unterkunft). Auf der Web-site des Auslandsamtes sind unter
„Partneruniversitäten“ auch die aktuellen Plätze für Kontaktstipendien genannt (im Moment
z.B. Nizza…) Ansprechpartner muss man für die einzelnen Länder im Auslandsamt erfragen.
Der Austausch an Partneruniversitäten ohne Kontaktstipendium muss größtenteils von den
Studenten selbst organisiert werden, die Mitarbeiter des Auslandsamts stellen jedoch eine
gewisse Hilfe und eine Anlaufstelle dar (Rosemary Bartsch war z.B. ganz begeistert und
hilfsbereit, als ich mich für die Uni in Havanna, Kuba interessierte). In der Regel werden an
Partneruniversitäten die Studiengebühren erlassen, und man hat einen Ansprechpartner,
(d.h. man ist nicht so anonym wie bei einer Bewerbung auf ganz eigene Faust).


   IV.     Der „Geheimtipp“: Kleine Institute von „Orchideenfächern“

And der LMU gibt es mehr Studienfächer als ein Mainstream-Psychologe sich zu träumen
wagt! Genannt seien da „Finnougristik“, „Byzantinistik“, „Nordistik“ ect.
Diese Institute verfügen manchmal über ungeahnte „Schätze“, wenn es um
Auslandsaufenthalte geht! In der Regel haben sie wenige Studenten, jedoch manchmal ein
gewisses Kontingent an Erasmus – Plätzen oder anderen Austauschprogrammen. Gibt es
von den jeweiligen Instituten weniger Bewerber als vorhandene Plätze, kann man auch als
„Nicht – Orchidee“ versuchen, einen dieser Plätze zu ergattern, und sich damit evtl. viel
Bewerbungsaufwand (siehe „Partneruniversitäten“) sparen.

1. Beispiel: Universität Olso in Norwegen

Organisation und Ansprechpartner: Institut für Nordistik (Hat viele Erasmusplätze in
Norwegen, Schweden, Grönland und Island und Dänemark!)
Bewerbung: Spätestens im Januar für die kommenden Semester, im Dezember ist i.d.R.
eine Infoveranstaltung am Institut. Unaufwendig, da Erasmus Bewerbung.
Sprachkurse: Norwegisch und Schwedisch am FFP möglich, man sollte sich schnell
anmelden, da die Kurse oft überfüllt sind!
Geld: Ein bisschen lächerlich – 50€ Erasmus – Stipendium… aber immerhin ;)
Internet: Uni in Oslo www.uio.no

Das Institut hat wohl so viele Plätze, dass es auch für Nicht-Nordisten kein großes Problem
ist, einen Platz zu bekommen, wenn man sich zeitig darum kümmert.

2. Beispiel: Universität Helsinki in Finnland

Organisation: Institut für Finnougristik
Ansprechpartner: Prof. Ingrid Schellbach-Kopra (da sie bereits emeritiert ist, ist sie nicht
besonders häufig in München – wer Interesse hat, sollte zuerst mal eine E-Mail schreiben)
Bewerbung: Nicht besonders aufwendig. Motivationsschreiben schreiben und angeben,
welche Kurse man dort besuchen möchte. Bewerbungsfrist ist für das WS Ende April, für das
Sommersemester Ende August.
Sprachkurse: Finnisch kann man am Institut lernen, ist aber nicht unbedingt nötig, da
zahlreiche Kurse in allen Fächern auf Englisch angeboten werden.
Geld: Viel! 340€ Kontaktstipendium + kostenloses Zimmer.
Nicht – Finnougristen können das Stipendium für maximal ein Semester (ca. 4 Monate)
bekommen.
Internet: www.helsinki.fi
Erfahrungsbericht: Siehe unten ↓


   2. Erfahrungsberichte von Schon-fast-Verreisten und Schon-
      wieder-Zurückgekehrten


                                Erfahrungsbericht
                Über ein Auslandssemester in Padua im WS 2002/03
                              Von Petra Bussmann

Einleitung
Dieser Bericht gibt einen Überblick über die wichtigsten Themen, die mit dem
Auslandssemester in Padua verbunden sind. Ich möchte jedoch vorwegschicken, dass
grundsätzlich die administrativen Aufgaben und die zugehörige Informationsbereitstellung
sehr gut organisiert ist, d.h. man erhält von dem Akademischen Auslandsamt ein paar
Monate vor der Abreise einige Informationen und eine ERASMUS-Teilnehmerbestätigung
zugesendet. Für den Sprachkurs vor Ort wird man vor der Abreise per Email kontaktiert. In
Padua sind die ersten Tage von SASSA und den ERASMUS-Ansprechpartnern vor Ort, dem
SERI( Servizio Relazioni Internazionali) sehr gut vorbereitet.

Was erwartet einen zu Beginn?
Padua ist eine Stadt mit ca. 300.000 Einwohnern, vielen engen Gassen, wenig Grünflächen
(zumindest in Zentrumsnähe) und einem Altersdurchschnitt der ERASMUS-Studenten von
ca. 22 Jahren. Im Winter kommen ca. 350-400 ERASMUS-Studenten nach Padua, für das
Sommersemester ca. 150-200.
Zudem gibt es für Studenten fast nur 2er und 3er Zimmer, da Padua eine Studentenstadt mit
relativ wenig Unterkunftsmöglichkeiten ist. Insofern sind die Zimmer auch relativ teuer. Ich
persönlich kam z.B. über SASSA in einer großen WG, aber in einem kleinem Einzelzimmer
von ca. 9 qm in Zentrumsnähe (bei der Kirche San Antonio) für monatlich 270 Euro unter.
Die Wohnung war leider sehr alt und ungepflegt, dafür aber mit Waschmaschine.
Zu Beginn muss man sich um einiges Organisatorisches kümmern. Nach Ankunft in Padua
geht man zu SASSA, Via dei Savonarola 190, egal ob man sich dort für angemeldet hat oder
nicht (Anmeldung für das WiSe ist bereits Anfang Juli!). Zu SASSA nimmt man v.a. die 6
Passfotos mit (man kann am Bahnhof im Fotoautomaten 6 Fotos für
3 € machen), und die Bestätigung der Heimatuniversität über den ERASMUS-Aufenthalt.
SASSA gibt dann alle weiteren Informationen, die nötig sind. Da fast alle ERASMUS-
Studenten zur gleichen Zeit kommen, sind lange Wartezeiten einzuplanen. Deshalb ist man
in den ersten Tagen gut beschäftigt. (Man sollte sich vorab im Internet unter www.sassa.org
informieren.)

SASSA und die Zimmersuche
SASSA ist ein Uni-Service, der Zimmer in Wohnheimen, in WGs oder zur Untermiete bei
Paduanern anbietet. Die Wohnheime liegen alle etwas außerhalb und sind günstiger. Die
Zimmer können sich hingegen sowohl im Zentrum als auch außerhalb befinden. Die
Ausstattung, der Standard (alter Bau oder gut erhalten), der Preis und die Lage können sehr
unterschiedlich sein. Aber es lohnt sich, sich bei SASSA anzumelden. Die Studenten, die ich
kennen lernte, haben bei Ankunft ein Angebot erhalten. Späteres Wechseln ist schwierig
oder zumindest sehr zeitraubend (hierbei könnte die Kleinanzeigen-Zeitung „Portobello“ oder
die Aushänge an den Fakultäten hilfreich sein). Es empfiehlt sich, für die ersten 2-3 Nächte
ein Bett in der Jugendherberge (Ostello della Gioventù) zu reservieren. Kostenpunkt: 13 €
pro Nacht (inkl. Frühstück) im großen Schlafsaal.

Sprachkenntnisse, Kursmöglichkeiten in D, Sprachkurs vor Ort
Padua ist eine Stadt, in der wenig Englisch oder Deutsch gesprochen wird. Ich selbst bin mit
geringen Sprachkenntnissen angekommen, da ich nur einen kurzen Anfängerkurs in
München absolviert hatte. Jedoch fand ich es im Nachhinein sehr schade, nicht intensiver
gelernt zu haben, denn dann wäre die Eingewöhnungsphase sicherlich schneller und evtl.
auch etw. leichter gefallen. Ich empfehle, zumindest den Semesterkurs für Anfänger an
unserem italienischen Lehrstuhl zu machen.
In Padua selbst gibt es einen Sprachkurs, der von der Universität finanziert wird und am
„Centro Linguistico Ateneo“ stattfindet. Man muss sich für den Kurs bereits in Deutschland
anmelden, jedoch wird der Erstkontakt vom Centro per Email hergestellt. Mein Kurs fand mit
4 Std/Wo über das gesamte Semester statt.

Uni/Studium/Prüfungen
Die Universität von Padua ist „dezentral“ organisiert, d.h. es gibt zwar ein Hauptgebäude im
Zentrum, die sog. „Bo“, in der Via VIII Febbraio, aber bis auf die Juristen hat keine andere
Fakultät dort ihre Vorlesungen. Diese sind in der Stadt „verteilt“. Die Psychologen haben ihre
Gebäude in der Via Venezia 8 und 10.
In Padua gibt es erst seit kurzem eine neue Studienordnung (l’ordinamento). Das Neue und
Besondere daran ist, dass das Semester in den meisten Fakultäten in zwei Untersemester
(zwei sog. Perioden) unterteilt wurde. Des weiteren beendet man das Studium nach 3 Jahren
anstatt nach 5 Jahren und zudem wurde das Credit Point System eingeführt. Man kann
jedoch nach den 3 Jahren Studium noch eine Spezialisierung von 2 Jahren anschließen,
damit man wieder auf 5 Jahre kommt.
Die Semesterunterteilung sieht etwa folgendermaßen aus (von Fakultät zu Fakultät variieren
die Termine ein wenig):
Im Wintersemester: 1.Periode: erste Oktoberwoche bis Anfang/Mitte November,
2. Periode: Anfang/Mitte November bis Weihnachten/Januar.
Im Sommersemester: 1. Periode: Februar bis Anfang/Mitte April,
2. Periode: Anfang/Mitte April bis Ende Mai.
Die Vorlesungen gehen über 5 Wochenstunden, weil die Perioden so kurz sind.
In der Psychologie finden nur Vorlesungen statt.
Jeder Dozent hält die Vorlesungen anders, d.h. einige Professoren bevorzugen es, einfach
nur zu referieren und so gut wie keine Folien aufzulegen, andere wiederum arbeiten mit
einem gut ausgearbeiteten Foliensatz, der dann auch per Internet einsehbar ist. Um an die
Unterlagen zu gelangen, sollte man den Professor ansprechen, damit man bei dem
Systemadministrator Fabio Lion für die jeweiligen Vorlesungen im sog. INFOSTUDENT
freigeschaltet wird und damit Zugang zu den Unterlagen erhält.
Jede Fakultät hat auch ihre eigenen Computerräume. In der psychologischen Fakultät sind
sehr viele und gute Computer vorhanden und man dort sogar einen guten Drucker nutzen.
Die Vorlesungszeiten werden in der jeweiligen Fakultät ausgehängt, denn das
Vorlesungsverzeichnis wird i.d.R. erst nach Semesterbeginn erstellt und ist dann ab
November im Studentensekretariat, Via Lungargine Piovego, erhältlich. Über den Aushang in
den Fakultäten werden die genauen Termine, Orte und Professoren angegeben. Aber: in
den ersten 2 Wochen können sich die Uhrzeit und der Raum für einzelne Vorlesungen
ändern! Aushänge beachten!
Für die Psychologen empfehle ich, das Vorlesungsverzeichnis „Ordinamento triennale“ (für
eine 3-jährige Studienzeit) und „...quinquennale“ (für eine 5-jährige Studienzeit) bei Prof.
Schandry einzusehen, um einen Überblick über die angebotenen Veranstaltungen zu
erhalten. Die italienischen Studenten handeln ähnlich, denn auch sie orientieren sich an den
alten Vorlesungsverzeichnissen für die Wahl ihres Stundenplans.
Die Prüfungen liegen in der Regel am Ende der jeweiligen Periode. Ich habe nicht bereut,
mich sicherheitshalber vom Studium beurlauben zu lassen. Jedoch empfehle ich, dass man
sich einige Vorlesungen anhört und zumindest eine Prüfung mitschreibt. Man erhält dadurch
einen guten Einblick in das System und die Schwierigkeit, eine fremdsprachige Klausur zu
bestehen (obwohl manchmal bei den ERASMUS-Studenten die Benotung nicht ganz so
streng vorgenommen wird).
Padua bietet auch eine sehr gute Mensa. Die Magnetkarte dafür erhält man in den ersten
Tagen. Die Gerichte sind relativ preiswert (ich bezahlte für das kleine Gericht 2,50 € oder für
das reichhaltige Gericht 3,50 €). Das Essen schmeckt sehr gut und die Getränke sind
kostenlos. Es wird sowohl Mittag- als auch Abendessen angeboten.

Finanzen und Kosten
Das Auslandssemester kostet viel Geld. Deshalb hier einige Informationen und Tipps zum
Thema Geld und Kosten.
Mit der dortigen Aufenthalterlaubnis kann man, genau wie in Deutschland, 20 Stunden pro
Woche arbeiten. Die meisten ERASMUS-Studenten arbeiten jedoch nicht, sondern
finanzieren sich über Erspartes, BAFÖG oder andere Möglichkeiten. Es ist zudem schwierig,
einen Job zu finden, aber es ist möglich.
Die Preise für z.B. Lebensmittel oder Kino sind durch die Umstellung auf den Euro
gestiegen, genau wie in Deutschland. Preislich liegt Padua nicht weit von den Münchner
Preisen entfernt. Günstige Supermärkte sind der IN’S und der Lidl. Der Lidl liegt leider ein
wenig außerhalb, beim kleinen Sportflughafen; IN’S hingegen gibt es mehrere. Ansonsten
sollte man sich umhören und die Preise vergleichen.
Und Achtung mit den Bars: ein Latte Macchiato kostet normalerweise zwischen 1,20 und
1,60 €, ein Cappuccino ähnlich, ein Espresso (un caffè) nur zwischen 80 und 90 Cent! Wer
mehr bezahlt, hat ein Touri-Bar erwischt!
Die Zugpreise sind sehr günstig, solange man mit Regionalzügen durch Italien reist. Bei
regionalen Nachtzügen sind die Preise nochmals um einige Euro günstiger. Für Personen
bis 26 empfiehlt sich normalerweise die „Carta Verde“ (Preis ca. 40 €), mit der man 20%
Nachlass auf die Regionalzugpreise erhält. Wer vor hat zu reisen, für den lohnt es sich.

Freizeit, ERASMUS Organisation etc.
Vor Ort gibt es eine sehr aktive ERASMUS-Gruppe, das AEP (Associazione Erasmus
Padova), in der Via Oberdan 10, 3.Stock. Der einmalige Mitgliedsbeitrag für 1 Jahr beträgt
6 €.
Das Angebot umfasste während des Winters einen Merenge-Tanzkurs, einen Fotokurs für
Anfänger, mehrere Ausflüge, darunter auch eine mehrtätige Toskanafahrt mit
Übernachtungen, Baccarata-Fahrten (Weinprobefahrt nach Venedig) u.a.. Diese Aktivitäten
müssen gesondert bezahlt werden; der Preis hält sich jedoch in Grenzen (z.B. Fotokurs mit
10 Terminen für 30 € inkl. Handouts exkl. der Zugfahrten, Essen/Trinken und Filme für die 3
Exkursionen-eigene Spiegelreflexkamera von Vorteil). Ebenso gibt es 2 große Discos
(Banale und Fishmarket), für die man jeweils nur einmal eine "tessera" (Mitgliedskarte) für
ca. 5 € kauft, die im Fishmarket ein Jahr lang gilt, in der Banale für das Jahr, in dem sie
gekauft wurde.
Von dieser Organisation wird jeden Monat per Email das aktuelle Programm versendet.
In Padua treffen sich die jungen Leute jeden Abend gegen 19 Uhr am Piazza delle Erbe auf
einen Sprizz (eine Mischung aus Wein oder Sekt mit Aperol oder Campari). Dies ist ein
typisches Getränk aus dem Veneto, dass vor allem in Padua zum „Kult“ unter den Studenten
geworden ist. Bis Ende 2002 wurde der Sprizz in Plastikbechern verkauft, dies wurde seit
Januar verboten und somit darf der Sprizz nur noch in den Bars verkauft und getrunken
werden. Trotzdem ist abends der Piazza delle Erbe sehr belebt und ein beliebter Treffpunkt.
Darüber hinaus gibt es einige Kinos in Padua, von denen sich 2 in der Stadt befinden. Eines
befindet sich in der Via S. Margherita (eine kleine Strasse die von der Via San Francesco in
der Nähe von der Universität abzweigt). Dies ist ein sehr altes und kleines Kino, dass
normalerweise nur italienische Filme zeigt. Dort gibt es auch die Möglichkeit eine 10er Karte
für 30 € zu kaufen. Das andere Kino ist ein sehr modernes Kino, das Multiplex, in der Nähe
von dem Piazza Duomo (Via Bonporti). Dort laufen auch die ganz bekannten Filme, jedoch
kostet hier der normale Eintritt ca. 6 €. Über die aktuellen Kinotagpreise bzw.
Studentenrabatte sollte man sich vor Ort erkundigen.
Es gibt noch ein Kino, dass ich empfehlen kann. Dieses liegt in der Nähe von der Kirche San
Antonio an der Via M. Sanmicheli, Ecke Via J. Facciolati. Es ist das Cinema Ducale, direkt
beim Supermarkt IN’S . Hier läuft jeweils ein Blockbuster, der reduzierte Preis beträgt 4,50 €.

Telefon/Handy
Die meisten Wohnungen haben keinen Festnetzanschluss. Insofern empfiehlt es sich, sein
eigenes Handy mitzunehmen und sich vor Ort für eine Prepaid-Karte zu entscheiden. Zu
meiner Zeit war der Anbieter WIND am günstigsten, aber auch der schwächere bzw.
fehlerhaftere Anbieter. Die anderen Mobilbetreiber sind Omnitel und TIM. Letztlich hängt es
davon ab, ob man nur erreichbar sein will, SMS nutzen möchte oder auch telefonieren will.
Um preisgünstig ins Ausland zu telefonieren, empfiehlt es sich Telefonkarten für öffentliche
Fernsprecher zu nutzen. Jedoch sollte man keine von der Telekom verwenden. Diese sind
lediglich die preisgünstigere Variante, wenn man eine italienische Telefon- oder
Handynummern anrufen muss. Für das Ausland gibt es sehr viele verschiedene Karten und
leider ändern die Anbieter immer wieder die zur Verfügung stehende Zeit. Die meisten
Tabacchi-Läden, wo die Karten erhältlich sind, sind bei der Wahl der Karten nicht besonders
hilfreich. Es empfiehlt sich, sich bei den anderen Studenten umzuhören. Zuletzt war die
„Europa Est“ mit ca. 110 Min für 5 € sehr gut, sofern man pro Gespräch relativ lange
telefoniert, da viele Minuten für die Verbindungsherstellung verloren gehen.
Sollte man sich für eine WIND-Prepaid-Karte entscheiden, gibt es eine Telefonkarte namens
„Infostrada“, die man direkt von dem Handy aus benutzt und für WIND-Kunden mehr Minuten
zum vertelefonieren anbietet Ich hatte damit exakt 49 Minuten zur Verfügung.
Die Wahl hängt folglich von dem eigenen Telefonverhalten und von den aktuellen Angeboten
ab.

Bank
Für Geldabhebungen muss man im Ausland immer Gebühren bezahlen.
Padua hat den Vorteil, 2 Deutsche Bank Filialen zu besitzen. Dies ist deshalb ein Vorteil, weil
man dann keine Gebühren bezahlen muss. Dabei ist es egal, ob man ein Giro- oder ein
Sparkonto besitzt. Es ist jedoch nicht möglich, Kontoauszüge zu erhalten oder Ein- oder
Auszahlungen am Schalter vorzunehmen.
Eine Deutsche Bank befindet sich direkt im Zentrum, Piazza delle Erbe 1, die andere in der
Nähe vom Bahnhof, Piazza Alcide de Gasperi 34. Wer nicht bei der Deutschen Bank ist,
sollte sich trotzdem überlegen, in Deutschland ein Konto zu eröffnen.

Sehenswürdigkeiten
Padua bietet sehr viele verschiedene Sehenswürdigkeiten, u.a. viele Kirchen.
Es empfiehlt sich an der kleinen Stadtführung von der AEP teilzunehmen, um einen ersten
Eindruck von der Stadt zu gewinnen. Wer sich für mehr interessiert, sollte sich einen
Stadtführer besorgen.
Außerdem sind die Tourismusbüros einen Besuch wert, weil dort Veranstaltungsflyer
ausliegen.

Persönliches Resumee
Ich habe mich vor Reiseantritt bereits sehr mit Padua beschäftigt und versucht, mich
vorzubereiten. Vor Ort war jedoch alles ein wenig anders. Ich finde dies aber positiv, denn
das zeichnet ein Auslandssemester meines Erachtens nach mit aus: man muss sich in eine
neue Sprache und in eine neue Kultur selbständig einfinden und dabei seine eigenen
Erfahrungen machen, sowohl die angenehmen als auch die manchmal weniger
angenehmen.
Padua ist nur 530 km von München entfernt und somit sehr nah und verleitete mich zu der
Annahme, es sei Deutschland sehr sehr ähnlich. Ich war jedoch positiv überrascht, dass
dieses Auslandssemester für mich eine Umstellung in mehrerer Hinsicht bedeutete: aufgrund
der Stadtgröße, des Stadtflairs, der Kultur und natürlich aufgrund der Sprache.
Mein Fazit: meine Zeit in Padua hat mir sehr gut gefallen und ich kann den Aufenthalt dort
sehr empfehlen.
Nach dem ERASMUS-Semester habe ich noch ein Praktikum in Brescia angeschlossen
(vermittelt und organisiert über Student- und Arbeitsmarkt. Meiner Erfahrung nach stellt ein
Praktikum einen optimalen Abschluss dar Man lernt noch eine andere Seite von Italien
kennen, erhält neue berufliche Erfahrungen und Einblicke und wird sprachlich sehr gefordert,
wodurch sich die italienischen Sprachkenntnisse um einiges verbessern.
Bei Fragen helfe ich gerne per Email unter walkingpit@web.de weiter.
Ich wünsche jedem viel Spaß und Erfolg und hoffe, er kann dort eine mindestens genauso
schöne Zeit verbringen wie ich.


              Auslandssemester an der Universität Helsinki, Finnland
                            Von Catrin Emmerling

Wie lange vorher sollte man mit der Planung anfangen?
Die Bewerbungsfristen sind ca. 6 Monate vor Beginn der Vorlesungen, d.h für das WS
(Beginn im September) im April. Die Bewerbung an sich ist nicht aufwendig, man muss ein
englisches Motivationsschreiben abgeben, und eine Liste mit den Kursen, die man besuchen
möchte. Bafög – Empfänger sollten spätestens 6 Monate vor Abreise den Antrag beim
Studentenwerk Schleswig Holstein eingeschickt haben. Beurlaubung in der Studentenkanzlei
nicht vergessen!

Wer ist Ansprechpartner?
Im Moment ist es Frau Schellbach-Kopra am Institut für Finnougristik der LMU, da sie aber
bereits emeritiert ist, ist sie nicht so oft in München anzutreffen. Am besten man schreibt ihr
erst mal eine E-Mail.

Kosten?
Der Aufenthalt an sich ist nicht besonders kostspielig, da man ein Kontaktstipendium
(ca.300€) von der Uni Helsinki erhält, und zusätzlich noch einen kostenlosen Wohneimsplatz
organisiert bekommt. Die Lebenskosten in Helsinki sind in etwa so wie in München
(Supermärkte sind etwas teurer, außerhalb der Stadt in „Itäkeskus“ gibt es aber einen Lidl!).
Da man wohl allerdings während des Aufenthaltes aber wohl auch die seltene Gelegenheit
nutzen will, Stockholm, St. Petersburg, Moskau, Tallinn und die finnischen Städte jenseits
des Polarkreises zu besuchen, sollte man ein bisschen Reisegeld mitnehmen. (Für Freunde
des ungezügelten Alkoholgenusses: Alkohol ist in Finnland VIEL teurer als bei uns, eine
Flasche guten Rotwein bekommt man nicht unter 8€.)

Sprachkenntnisse?
An der Uni werden in fast allen Fächern zahlreiche Kurse auf Englisch angeboten, die meist
von Gastdozenten aus der ganzen Welt gehalten werden und ein hohes Niveau haben.
Es ist schon ein bisschen frustrierend, dass man in Helsinki unbeschwert überleben kann,
ohne ein Wort Finnisch zu können… denn fast alle Studenten sprechen mindestens 3
Sprachen fließend (oft auch Deutsch), und die restliche jüngere Generation meist fließend
Englisch. Aber in kleineren Läden, Kiosks und außerhalb der Stadt sind Sprachkenntnisse
von Nöten, darum empfehle ich, einen Sprachkurs am Institut für Finnougristik oder in
Helsinki zu besuchen (wird an der Uni angeboten).

Organisation vor Ort?
Extrem gut: Als Austauschstudent bekommt man vor Abreise ein Info-Paket zugeschickt,
nach Ankunft am Flughafen wird man von einem studentischen Tutor abgeholt, der einem
noch ein dickeres Info-Paket in die Hand drückt, den Schlüssel für die bereits organisierte
Wohnung im Wohnheim übergibt, und für alle Fragen am ersten Tag zur Verfügung steht. In
der ersten Woche vor Beginn der Vorlesungen werden zahlreiche Info-Veranstaltungen zum
allgemeinen Uni-Ablauf, zum Studium und zum Leben in Helsinki gehalten, wo man auch alle
anderen Austauschstudenten trifft. Für das spezielle Studienfach bekommt man einen Tutor
in einer Kleingruppe zugeordnet, der noch mal extra alle Fragen zu den Kursen, Scheinen,
Bibliotheken, ect. beantwortet. Jeder erhält einen eigenen Internet – Zugang, mit dem man
an einem der 500 Computer in der Hauptbibliothek seine Zeit verplempern kann und eine
Studentenkarte für Bücherausleihe, Mensaessen, Tarifvergünstigungen bei Verkehrsmitteln,
Uni-Sport ect.
Das Erasmus-Student-Network organisiert zahlreiche Parties, Filmabende, Barabende,
Fahrten nach Russland, usw, so dass man eigentlich keine Gelegenheit hat, sich zu
langweilen oder alleine zu sein, es sei denn man möchte es unbedingt.

Möglichkeit, Scheine zu machen?
Das Angebot an englischen Kursen in Psychologie wechselt von Semester zu Semester,
weshalb man erwägen sollte, auch benachbarte Fächer (z.B. Sozialpsychologie, Ethnologie,
BWL) zu belegen. Die Faculty of Arts und die Faculty of Social Sciences haben ein schönes
Angebot and Psychologie – verwandten Fächern.
Die Uni Helsinki arbeitet mit dem Credit-Point System, die finnischen Credits werden auf
Wunsch in ECTS (europäische) Credits umgerechnet. Die Studenten, die nach der neuen
Prüfungsordnung studieren haben evt. Die Chance, sich Scheine anrechnen zu lassen, für
die alte Prüfungsordnung ist es wohl schwieriger (ich habe es allerdings noch nicht
versucht…)

Besondere Anforderungen?
Eigentlich nicht, man sollte natürlich einige Kurse besuchen und Scheine machen, es steht
aber nirgendwo explizit geschrieben, dass man das muss (nach meinem Wissen). Es ist aber
wohl selbstverständlich, dass man bei einem Studentenaustausch auch ein bisschen studiert
;)

Alles in Allem kann ich nur sagen, dass man in Helsinki eine wunderbar unbeschwerte
Studentenzeit verbringen und vor allem viel feiern kann!



         Auslandssemester an der Hawaii Pacific University in Honolulu
                             private Bewerbung
                           von Maria Tschochner

Wie lange vorher sollte man mit der Planung anfangen?
Ich habe über ein Jahr vorher mit der Planung angefangen, weil ich zu dem Zeitpunkt schon
den Kontakt zur HPU hatte und dadurch die Möglichkeit, meine Bewerbung noch mal von
einer Auslandsbeauftragten der Uni selbst checken zu lassen. (von der Uni kommt im
Frühling und im Herbst eine Frau aus dem dortigen Amt für ausländische Studenten nach
München und hält Vorträge über die HPU)
Das muss aber nicht sein! In den USA werden die Bewerbungen erst immer dann bearbeitet,
wenn die Bewerbungen für das vorherige Semester vorbei sind, d.h. für das Spring-
Semester (Januar – Mai) erst Mitte des Sommers des vorangegangenen Jahres.
Wichtig ist aber für den Bafög-Antrag, dass man sich trotzdem so schnell wie möglich drum
kümmert, der MUSS mind. ein halbes Jahr vorher abgeschickt werden, sonst kriegt man sein
Geld nicht rechtzeitig!

Wer ist Ansprechpartner?
Der Ansprechpartner der HPU war für mich (und ist immer noch in Europa) Mrs. Elfi
Stephenson. Sie arbeitet dort wie gesagt im Amt für die ausländischen Studenten, sie ist
selbst Deutsche (wichtig für die Kommunikation – im Grunde kann der ganze
Bewerbungskram auch deutsch bequatscht werden!) und besucht München immer im
Frühling und im Herbst. Plakate zu den Vorträgen hängen manchmal in der Uni, die Termine
sind aber immer zu erfahren im Amerikahaus.
Das Auslandsamt der LMU konnte mir überhaupt nicht helfen, da ich mich nicht über
Organisationen, sondern privat beworben hab. Allerdings bekommt man dort Formulare, um
seine Scheine zu übersetzen und für den „student reported record of study (srrs), den alle
amerikanischen Unis verlangen.

Kosten?
Alles in allem für das halbe Jahr etwa 10.000 €!!!
Teure Angelegenheit, besonders weil das Leben in Honolulu in etwa doppelt so teuer ist wie
in München!
Miete für ein Zimmer ab 700$
Studiengebühren pro Semester 5000€ + ca. 200 – 300 $ für Bücher
Nahrungsmittel wie gesagt etwa doppelt so teuer wie hier, insbesondere frische und gesunde
Sachen!
Am billigsten: Cocktails (ca 4-5$) und Zigaretten (ab 2,80$ pro Schachtel)
Flug München – Honolulu ab 800 €, bis (je nach Jahreszeit, 1500€)

Gibt es Förderung?
Ja, ich habe einen Antrag für Auslandsbafög gestellt: hier sind die Bewilligungssätze höher
als beim Inlandsbafög, d.h. wer hier Bafög kriegt, kriegt es auch sicher im Ausland, und auch
wer er hier nicht kriegt, kann es versuchen.
Satz: Inlandsbafög + Krankenversicherung + Flug + Studiengebühren bis 4500€ im Jahr +
Auslandszuschuss (variiert je nach Land)
Wichtig: es muss nur die hälfte des Inlandsbafög zurückgezahlt werden, alles andere sind
Zuschüsse!!!

Sprachkenntnisse?
Voraussetzung ist das Bestehen des TOEFL (Test of English as a foreign language)
Ist nicht besonders schwer für Leute, die in der Schule schon nicht so große Probleme mit
Englisch hatten, man sollte sich aber auf jeden Fall gut darauf vorbereiten.
Dafür gibt es CD-Roms in Bibliotheken zum Ausleihen, die Prüfungssituationen simulieren.
Wichtig besonders für die „Listening Comprehension“, weil man sich in das Gerede vom
Band erst mal einhören muss!

Besondere Anforderungen?
- Noten sind wichtig, aber nicht in erster Linie: die HPU verlangt eine Durchschnittsnote von
ca. 2,5. Da die Amis aber ein ganz anderes Uni-system haben, machen die keinen
Unterschied zwischen Scheinen, Vorlesungen und Vordiplom und rechnen einfach alles
zusammen. Also, einfach alle Noten auflisten (SRRS) und den Durchschnitt errechnen. Da
kommt man leicht unter 2,5.
- Besonders gerne ist es auch gesehen, wenn man schon mal für die Uni aktiv war (Hiwi,
Fachschaft, o.ä.)
Die wichtigste Anforderung ist das Bank-Statement: in einem vorgegebenen Formular muss
die Bank des Bewerbers bestätigen, dass so viel Geld flüssig vorhanden ist, wie die Uni
verlangt (Studiengebühren + eine gewisse Summe, die von der Uni errechnet wird für das
Leben, Bücher, etc.) Hat man das, dann ist einem der Studienplatz so gut wie sicher!!!

Wie ist die Unterstützung durch den Ansprechpartner/die Organisation?
Die Unterstützung der HPU ist sehr gut, besonders da Mr. Stephenson selbst deutsch
spricht. Sie sind in allen Bereichen sehr hilfsbereit, sowohl in der Bewerbung (man kann
gerne auch nach Hawaii telefonieren oder E-mails schreiben), als auch – und das besonders
– vor Ort bei der Wohnungssuche, der Kurswahl, und Problemen jeglicher Art.

Möglichkeit, Scheine/Zertifikate/Zeugnisse/Abschlüsse zu erwerben?
Nach Teilnahme und Beendigung eines Kurses (man belegt 4-5 in der Regel) bekommt man
eine Note und eine Art Zeugnis wo diese Aufgelistet werden. Für 5$ kann man sich auch ein
offizielles Zertifikat der Uni zuschicken lassen, was ich schon empfehlen würde, da es hier
mehr her macht.
Bleibt man länger dort, kann man auch Abschlüsse machen (Bachelor, Master)


Anerkennung der Noten/Zeugnisse an der LMU?
Sofern man in Amerika Kurse belegt, die denen hier entsprechen (Inhalt, Thema, Fach) und
wenn man darauf achtete, dass man diese Scheine auch tatsächlich an der LMU noch
braucht, dann werden sie einem ziemlich sicher anerkannt.
Dazu muss man zu dem Lehrstuhlinhaber des jeweiligen Fachs gehen, die Unterlagen über
das Fach möglichst mitbringen und zu zeigen, was man alles gemacht hat, und wenn
möglich die Exams oder Noten.

Was muss man sonst noch besonders bei der Planung und Durchführung beachten?
  1. die Bafög-Geschichte kann sich ewig hinziehen, das sollte auf jeden Fall beachtet
     werden. Das Auslandsamt sitzt in Hamburg und die wollen laufend andere Infos, und
     auch teilweise andere Formulare als beim Inlandsbafög
  2. ich empfehle die Auslandskrankenversicherung nicht in Deutschland abzuschließen,
     sondern direkt an der Uni. Das ist zwar in der Regel etwas teurer, aber es läuft
     einwandfrei, im Gegensatz zu den deutschen Versicherungen. Ich hatte noch über
     ein Jahr Stress mit der Versicherung und Krankenhäusern in Honolulu.
  3. um die Wohnungssuche in Honolulu erst vor Ort kümmern, das kann zwar etwas
     dauern und frustrieren, da die erschwinglichen Wohnungen Löcher sind, aber wer die
     Stadtteile und Ghettos nicht kennt, und die Lage der Uni nicht einordnen kann, kann
     ganz schön daneben liegen. Es dauert zwar eine Wohnung zu finden (2-4 Wochen),
     aber es findet jeder eine!
  4. praktische Tipps zum Thema Hawaii einholen, darauf achten dass sie realistisch sind
     (Wetter, Essen, Preise) und auf jeden Fall Argumente zu aktuellen (oder auch alten)
     politischen Themen parat haben! (Warum kämpfen die deutschen nicht im Irak? Sind
     alle Deutschen Nazis? Etc.)


                           Infos zu Stipendien in den USA
                                 Von Kathrin Kugler


                            DAAD Jahresstipendium USA

Das DAAD Jahresstipendium finanziert ein Studienjahr im nichteuropäischen Ausland.
(Ich habe mich für die USA beworben, kann also am besten für eine USA-Bewerbung
sprechen. Für andere ändere Länder gilt jedoch ähnliches.)

Wie lange vorher sollte man mit der Planung anfangen?
  Die Bewerbungsunterlagen müssen ein gutes Jahr bevor man ins Ausland gehen möchte,
  im Auslandsamt abgegeben werden. Dies ist jedoch leicht unterschiedlich je nach Land in
  das man gehen möchte.
  Beispiel: ich wollte im September 2004 in die USA gehen. Bewerbungsschluss für mich
  war am 30. Juni.
   Die Bewerbung ist relativ aufwendig. D.h. man sollte ein paar Wochen dafür einplanen. Es
   werden z.B. Gutachten von Professoren gefordert und diese lassen sich gerne Zeit.
Wer ist Ansprechpartner?
  Auslandsamt der LMU (Ludwigstr. 27)
Kosten?
  Die Kosten für Kopien und Sprachtests (z.B. Toefl: 110$) müssen selbst übernommen
  werden.
Gibt es Förderung?
   Es werden fast immer die Studiengebühren übernommen + etwas zum täglichen Leben +
   Flug + Krankenversicherung + ...

Sprachkenntnisse?
  Es werden Sprachtests gefordert. (Für die USA muss meist ein Toefl-Test gemacht
  werden)
Besondere Anforderungen (Gute Noten ect.)?
  DAAD legt großen Wert auf die akademischen Leistungen und die Studienplanung im
  Ausland sowie im Inland.
Exemplarischer Ablauf der Bewerbung (in die USA / graduate programm):
   Ca. Juni: Abgabe der Bewerbung.
   Herbst: Einladung zum Bewerbungsgespräch in Bonn
   Kurz darauf: Zusage
   Dezember-Mai: Bewerbungsfristen an den amerikanischen Hochschulen.
                    Man muss sich selbstständig an den Hochschulen bewerben. Es ist
                    einem freigestellt an welcher Hochschule man sich bewirbt, jedoch zahlt
                    DAAD nicht an allen Hochschulen die vollen Studiengebühren.
   April / Mai: Vorbereitungstagung
   Ab Dezember: es muss sehr viel Organisatorisches erledigt werden.
   Ca. August: Abflug
Meine Meinung:
  Es ist aufwendig sich für dieses Stipendium zu bewerben, aber man bekommt auch
  einiges dafür. D.h. der Aufwand lohnt sich aber man sollte ihn nicht unterschätzen.


Weitere Infos: www.daad.de
               Die Internetseite ist sehr ausführli


                           Fulbright – Jahresstipendium USA


Das Fulbright- Jahresstipendium finanziert ein Studienjahr in den USA.


Wie lange vorher sollte man mit der Planung anfangen?
  Die Bewerbungsunterlagen müssen ein gutes Jahr bevor man ins Ausland gehen möchte,
  im Auslandsamt abgegeben werden.
   Beispiel: ich wollte im September 2004 in die USA gehen. Bewerbungsschluss für mich
   war am 15. Juni.
   Die Bewerbung muss komplett in Englisch abgegeben werden und sie ist relativ
   aufwendig. D.h. man sollte ein paar Wochen dafür einplanen. Es werden z.B. Gutachten
   von Professoren gefordert und diese lassen sich gerne Zeit.
Wer ist Ansprechpartner?
  Auslandsamt der LMU (Ludwigstr. 27)
Kosten?
  Die Kosten für Kopien und Sprachtests (z.B. Toefl: 110$) müssen selbst übernommen
  werden.
Gibt es Förderung?
   Es die Studiengebühren übernommen + etwas zum täglichen Leben + Flug +
   Krankenversicherung + alle Reisen in Deutschland + ...

Sprachkenntnisse?
  Es wird der Toefl Test gefordert. Für manche amerikanischen Hochschulen bracht man
  zusätzlich den GRE oder GMAT. Infos zu den Tests: www.ets.org
Besondere Anforderungen (Gute Noten ect.)?
  Fulbright legt nicht nur Wert auf gute Noten, sondern auch auf Engagement und
  interkulturelles Interesse.
Exemplarischer Ablauf der Bewerbung (in die USA / graduate programm):
   Juni: Abgabe der Bewerbung.
   Herbst: Einladung zum Bewerbungsgespräch in Berlin
   Kurz darauf: Zusage
   Dezember-Mai: Bewerbungsfristen an den amerikanischen Hochschulen.
                   Die Fulbright Kommission entscheidet an welcher Amerikanischen
                   Hochschule man sich bewerben darf. Man selbst sollte eine Liste mit
                   seinen Wunsch-Unis erstellen
   Ab Dezember: es muss sehr viel Organisatorisches erledigt werden.
   Ca. August: Abflug

Meine Meinung:
  Es ist aufwendig sich für dieses Stipendium zu bewerben, aber man bekommt auch
  einiges dafür. D.h. der Aufwand lohnt sich aber man sollte ihn nicht unterschätzen.


Weitere Infos: www.fulbright.de
               Die Internetseite ist sehr ausführlich.


                             Auslandspraktikum mit AIESEC
                               Von Stefan Mauersberger


AIESEC ist die größte Studentenorganisation der Welt. Sie wurde vor 50 Jahren gegründet,
um durch den Austausch von Studenten die Völkerverständigung zu verbessern. Es ist eine
nicht-kommerzielle Organisation, die nur von der ehrenamtlichen Arbeit von Studenten,
Ehemaligen, sowie von Spenden der Industrie lebt.
AIESEC möchte nicht als „Reisebüro“ für Studenten betrachtet werden. Deshalb darf man
sich bei der Bewerbung nicht auf ein bestimmtes Land oder eine Region konzentrieren
(schon gar nicht auf englische Länder wie Australien oder USA). Wer aber gerne in einem
Entwicklungs- oder Schwellenland (größte Chancen in Indien) ein Praktikum machen
möchte, hat ganz gute Chancen. Zusätzlich werden neben der Vermittlung des Praktikums
interkulturelle Trainings und Treffen zur Vorbereitung, Betreuung vor Ort und Nachtreffen
organisiert.

Es gibt 2 verschiedene Programme
   1.   Management Programm: das spricht BWLer jeder Art an, teilweise auch
        Wirtschaftspsychologen (das hängt aber von den jeweiligen AIESEC Mitgliedern ab,
        die Meinungen über die Eignung sind da recht verschieden…)
   2.   Sozial Programm. Das spricht Leute an, die in NGO´s eine Stelle suchen.
        Psychologen sind da recht willkommen.

Wann anfangen mit Planung?:

Beginnen sollte man mit der Bewerbung ca. 4-8 Monate vor Beginn des Aufenthaltes.
AIESEC führt 2-mal im Jahr Bewerbungsgespräche durch (Mai und Oktober), 2-6 Monate
später wird es dann losgehen.

Die Bewerbungsprozedur geht so:

Man geht auf die Internetseite: http://v2.aiesec.net/students/germany/munchen (oder
www.aiesec.com). Dort folgt man den Anweisungen für Bewerbungen. Man muss dort einen
Bewerbungsbogen ausfüllen, wo nach persönlichen Daten, Motiven, Fähigkeiten usw.
gefragt wird. Nach dem Abschicken bekommt man einige Tage oder Wochen später
Bescheid, ob man zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird. Die
Bewerbungsgespräche sind immer so im Mai oder Oktober.
Das Bewerbungsgespräch hat 2 Komponenten. Am Anfang werden mit weiteren
Mitbewerbern Elemente aus einem Assessmentcenter durchgespielt. Beobachtet und
Bewertet wird man durch AIESEC Studenten und Ehemaligen, die oft in Personalabteilungen
tätig sind. Anschließend geht es zu den Einzelgesprächen. Dort wird man von mehren
Interviewern (4-5) zu Motiven, Flexibilität, bestimmten biografischen Themen usw. gefragt.
Ein Teil des Gespräches findet in der jeweiligen Landes- bzw. Arbeitssprache statt.
Ist man angenommen, bekommt man einen persönlichen Betreuer, der einem dabei hilft
Bewerbungen mit Hilfe der eigenen Datenbank zu schreiben. Da AIESEC überall auf der
Welt in den meisten Unis Zweigstellen hat, die sich um geeignete Praktikumsstellen
kümmern, ist die Auswahl recht groß.
Kosten?
AISEC verlangt keine Vermittlungsgebühren (ganz großes Plus gegenüber anderen
Organisationen, die teilweise 1500€ Vermittlung verlangen).

Gibt es Förderung?
Die Praktika sind zumindest im Management Programm meist bezahlt (großes Plus, das ist
nämlich bei Auslandspraktika sehr selten), im sozialen Programm eher nicht bezahlt.
Stipendien gibt es von der LMU (komplette Reisekosten + Monatspauschale in Höhe des
DAAD Satzes). Bewerbungsunterlagen gibt’s im Auslandsamt.
Der DAAD gibt nur einen Reisekostenzuschuss von 375€.
Für Entwicklungsländer und Süd- Ost asiatische Schwellenländer gibt es noch andere
Fördermöglichkeiten (z.B. Carlo Schmid Programm. Da hilft einem das Auslandsamt ganz
gut weiter, einfach Termin vereinbaren und beraten lassen.

Sprachkenntnisse?
Im Bewerbungsgespräch wird man in der jeweiligen Amts oder Arbeitssprache ein wenig
getestet. Außerdem werden von AIESEC und potentiellen Stipendiengebern sehr gute
Sprachkenntnisse zumindest in englisch- und spanisch sprachigen Ländern gefordert. Es ist
aber oft so, dass auch in Entwicklungsländern Englisch die Arbeitssprache ist (z.B. Indien).
Dann reicht aber ein etwas niedrigeres Sprachniveau in Englisch.

Besondere Anforderungen (Gute Noten ect)?
Gefordert wird vor allem soziale Eignung, gesellschaftliches Engagement (kein Muss, aber
förderlich), gute Sprachkenntnisse, Flexibilität!!!, eine hohe Motivation, Arbeitserfahrung,
Auslandserfahrung und Passung von Studienfach und Praktikumswunsch. Noten eher nicht
so wichtig.
Wie ist die Unterstützung durch den Ansprechpartner/die Organisation?
Unterstützt wird Hilfe zur Selbsthilfe. Man wird zwar unterstützt, aber auch sehr großen Wert
auf Eigeninitiative gelegt.

Vorteile:
    Nicht kommerzielle Organisation, wo man von motivierten (intrinsisch motivierten)
       Studenten betreut wird.
    Keine Vermittlungsgebühr, Praktika im Wirtschaftsbereich bezahlt.
    Gute Vorbereitung und Betreuung

Nachteile:
    man kann sich nicht für ein Land oder Region, bzw. Kontinent bewerben.
    Chancen für Länder wie USA, Kanada, Australien, Südamerika sind eher gering.
    Gefordert wird extrem hohes Maß an Flexibilität, was die Region, den Zeitraum und
      Praktikumsstelle angeht.
    Wirtschaftspsychologen im Management Development Programm eher nicht
      erwünscht. Wird aber unterschiedlich gehandhabt.




Zusammengestellt von Catrin Emmerling                                    Stand Juli 2004