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Mit viel Liebe und Hingabe
entstehen expressive Plastiken
im Kunstatelier

Kreativität, die
beeindruckt
Konzentration ist angesagt. Stefan
Pasemann zeichnet einen Fisch auf Pa-
pier, der später Vorlage für eine kera-
mische Arbeit werden könnte. Franzis-
ka Heyder und Susann Scharp arbeiten
mit Pinseln und kleinen Spachteln am
                                                Foto: Klaus-Peter Voigt (2)




künftigen Taufstein für die Kirche von
Ebendorf. Die Handgriffe sitzen wie bei
Profis und es macht nicht nur Freude
den jungen Leuten zuzusehen.

Zweimal in der Woche treffen sich die zur-                                    Paul Ghandi (Mitte) hat sich der Arbeit mit geistig behinderten Menschen verschrieben. Franziska
                                                                              Heyder (r.) und Susann Scharp versehen unter seiner Anleitung den künftigen Taufstein für die
zeit insgesamt acht Menschen mit geistigen
                                                                              Ebendorfer Kirche mit Ornamenten und bildlichen Darstellungen.
Behinderungen im Kunstatelier in den Pfeif-
ferschen Stiftungen. Überall im Freigelände
sind die Ergebnisse ihrer Tätigkeit zu entde-                                 thanasie. Gerade erhielt das Kurt-Stettner-      tigung der Heimbewohner von Pfeiffers ei-
cken. Vor dem Krankenhaus stehen Skulp-                                       Haus eine Beschriftung ganz aus farbigen         nen vielfachen Effekt. Nicht nur, dass die
turen, die Menschen in der Auseinander-                                       Tontafeln mit wunderschönen Ornamenten.          Stiftungen quasi einen üppigen Bestand
setzung mit Krankheiten zeigen, neben der                                     Paul Ghandi, eigentlich Bernd Morgenroth,        an Kunst erhalten, der mindestens 50 bis
Kirche erinnert ein Gedenkstein an die Eu-                                    betreut das Atelier. Der bildende Künstler       100 Jahre Bestand haben wird. Viel wich-
                                                                              aus Wolmirstedt gibt sich der Aufgabe seit       tiger sei, dass die Behinderten durch ihre
                                                                              vier Jahren mit Begeisterung hin. „Diese         Tätigkeit etwas für sich tun. Sie leben ihre
                                                                              Kontinuität ist schon etwas Besonderes.          Phantasien aus, beschäftigen sich mit ihrer
                                                                              Eigene Räume, in denen wir ungestört un-         Umwelt und haben an der ganzen Sache
                                                                              sere Projekte umsetzen können, sind in der       durchaus Spaß. Und für den Außenstehen-
                                                                              heutigen Zeit, in der an allen Ecken und         den scheint es erstaunlich, dass Ghandi die
                                                                              Kanten gespart wird, zugleich eine Ermuti-       Handschriften jedes Einzelnen nahezu pro-
                                                                              gung“, sagt er. Kunst kenne keine Behin-         blemlos erkennt. „Das ist von Gordon“, sagt
                                                                              derung, ergänzt der gestandene Bildhauer         er zielsicher und weist auf eine Keramikplat-
                                                                              und schwärmt in einem Atemzug von der            te mit expressiver Gestaltung.
                                                                              Kreativität seiner „Schützlinge“, die er wie     Im Moment bereitet sich das Kunstatelier
                                                                              ein Dirigent begleiten will. Mit sicherer Hand   auf eine große Ausstellung vor. Vom 27.
Stefan Pasemann zeigt voller Stolz seine                                      werden sie geführt, es entstehen Entwürfe,       April bis zum 31. Mai dieses Jahres sind
Keramiktafel mit dem Buchstaben E für das                                     die später ihre Umsetzung in Ton erfahren.       die Arbeiten der behinderten Menschen im
Kurt-Stettner-Haus.                                                           Für Ghandi hat die künstlerische Beschäf-        Landtag von Sachsen-Anhalt zusehen.
                                              Neuer Chefarzt in der Klinik für Geriatrie gibt Auskunft

                                              Auch im Alter: die Würde eines
                                              Menschen steht nicht zur Debatte
                                              Die Klinik für Geriatrie hat seit                 Versorgung älterer Menschen im stationä-
                                              Jahresanfang einen neuen Chefarzt.                ren Bereich kümmern wir uns ja zudem in
                                              Dr. Gernot Heusinger von Waldegg.                 der Tagesklinik um diese Patienten. Die
                                              Der 45-jährige Mediziner ist Facharzt             Aufgabe wird, da bin ich mir sehr sicher,
Liebe Leserin, lieber Leser,                  für Physikalische und Rehabilitative              an Bedeutung gewinnen. Schließlich steigt
                                              Medizin, Geriatrie, Sozialmedizin so-             das Durchschnittsalter der Menschen in
beim Zukunftskongress der Evange-             wie Chirotherapie. Er war bisher als              Deutschland an. Lassen Sie mich nur auf
lischen Kirchen in Wittenberg habe ich        Chefarzt am Johanniter-Krankenhaus                die Demenzerkrankungen oder den klassi-
erlebt, wie schwer es großen und tradi-       Radevormwald sowie in Schleswig-                  schen Schlaganfall verweisen. Da gibt es ein
tionsreichen Institutionen fällt, sich not-   Holstein tätig. Die Redaktion befragte            riesiges Betätigungsfeld für uns Mediziner.
wendigen Veränderungen zu öffnen und          ihn zu persönlichen Dingen und zu sei-            Dazu kommt ein gesellschaftliches Problem.
darin liegende Chancen zu erkennen.           nen Vorstellungen von der Ausrichtung             Heute werden Menschen nicht mehr in der
Weit reichende und angesichts sinkender       der Geriatrie in unserer Zeit.                    Familie sondern zunehmend allein alt. Es
Mitgliederzahlen sowie abnehmender
Finanzkraft notwendige Veränderungen,
wie die Reduzierung der Zahl der 23 klei-
nen und großen Landeskirchen, werden
von vielen nicht als Chance, sondern
zuerst und vor allem als Bedrohung
gesehen. Oft wird der Fehler gemacht,
dass der jetzige Zustand oder sogar die
Vergangenheit mit den vorgeschlagenen
Veränderungen verglichen wird. Dann
kommen die negativen Veränderungen
ins Spiel. Eigentlich müsste man sich
aber fragen, wo wir künftig stehen wür-
den, wenn wir nichts verändern. Das
wäre der ehrliche Vergleich.
Der Vorsitzende des Rates der EKD,




                                                                                                                                               Foto: Klaus-Peter Voigt
Bischof Wolfgang Huber, hat festge-
stellt, was auch für die Diakonie gilt:
„Die unsere Kirche prägende Mentalität
möge sich nicht an der Bewahrung von
Strukturen, sondern an dem Auftrag            Chefarzt Dr. Gernot Heusinger von Waldegg bei einer Visite in der Tagesklinik, in der ältere
orientieren, dem Evangelium treu, den         Menschen betreut werden.
Menschen nahe und in allem für Gottes
Gegenwart und Zukunft offen zu sein.“         Sagen Sie uns ein paar Worte zu Ihrer             gilt die Frage zu beantworten, wie wir es
In den Gottesdiensten zu Karfreitag           Ausbildung?                                       sichern, dass man in Würde alt wird.
und Ostern war zu erleben, dass Be-           Ich habe in Kiel Medizin studiert und war bis     Viele Ältere möchten in ihrer gewohn-
grabenwerden und Auferstehen eng              Mitte der 90er Jahre Chef einer Sanitätseinheit   ten Umgebung leben. Ist das sinnvoll?
zusammengehören. Neues kann nur               der Bundeswehr. Danach habe ich an ver-           Solange es geht, sollte das möglich sein.
entstehen, wenn Altes abstirbt. Das           schiedenen Orten mein fachliches Spektrum         Nur in ihrer eigenen Wohnung fühlen sich
ist kein leichter Spaziergang. Vor dem        erweitert und mich besonders der Arbeit           die Senioren wirklich wohl. Ich halte es
Neuanfang heißt es Abschied nehmen            mit älter werdenden Menschen zugewandt.           für zukunftsweisend, dieses in der Realität
und Trauerarbeit leisten. Eberhard            Gegenwärtig absolviere ich eine neurologi-        umzusetzen. Der Bedarf jedenfalls ist unend-
Jüngel hatte einmal zum Osterfest             sche Facharztausbildung.                          lich groß. Das leider vorerst wegen fehlen-
gesagt: „Das unterscheidet Ostern von         Nun der Wechsel nach Magdeburg.                   der Fördermittel auf ein Minimum reduzierte
einem Osterspaziergang, Spaziergänge          Was hat Sie an einer Arbeit in den                Modellprojekt, bei dem Spezialisten unter-
ändern nichts. Sie enden in der Regel         Pfeifferschen Stiftungen gereizt?                 schiedlicher Bereiche eine gemeinsame
genau da, wo sie anfingen. Ostern hin-        Die Stiftungen sind mir schon längere Zeit        Therapie zu Hause anbieten, ist für mich
gegen ist ein Aufbruch ohne Ende.“            bekannt. Es war also kein Sprung „ins kalte       nach wie vor eine guter Weg. Ich hoffe, wir
                                              Wasser“. Und es war der gute Name der             können unsere bislang dabei gemachten
Vorsteher Christoph Radbruch                  Geriatrischen Klinik, der bei der Entscheidung    Erfahrungen weiter anwenden.
Vorsitzender der Geschäftsführung             für Magdeburg eine Rolle spielte. Neben der       Danke für das Gespräch.
                                                                                                                             für den Teig eine Mischung aus zwei Sorten
                                                                                                                             Weizenmehl und Wasser“, erläutert er die
                                                                                                                             seit Jahrhunderten nicht veränderte Rezep-
                                                                                                                             tur. Sie sei an das letzte Abendmahl Jesu
                                                                                                                             angelehnt, bei dem ungesäuertes Brot
                                                                                                                             ohne Backtriebmittel gereicht wurde.
                                                                                                                             Auf einer Art Waffeleisen entstehen in nur
                                                                                                                             knapp zwei Minuten große Platten mit ins-
                                                                                                                             gesamt 48 Hostien. Diese verschwinden für
                                                                                                                             kurze Zeit in einem Feuchtofen, um für die
                                                                                                                             Weiterverarbeitung geschmeidig zu wer-
                                                                                                                             den. Sieben verschiedene Motive wie ein
                                                                                                                             Kruzifix oder ein Christusmonogramm sind
                                                                                                                             eingeprägt. Jede einzelne Hostie wird dann
                                                                                                                             in Handarbeit ausgestanzt, auf ihre Qualität




                                                                                               Foto: Klaus-Peter Voigt (3)
                                                                                                                             überprüft und schließlich verpackt.
                                                                                                                             „An dieser Technologie hat sich kaum et-
                                                                                                                             was verändert“, erzählt Gerda Rother. Die
                                                                                                                             Diakonisse im Ruhestand hat selbst über
Oliver Jentsch bereitet Hostien in einem Gerät zu, das an ein Waffeleisen erinnert.                                          15 Jahre an der Hostienbereitung mitge-
                                                                                                                             wirkt. Verändert habe sich lediglich der
                                                                                                                             Wunsch der Kirchgemeinden nach mehr

„Generationswechsel“ bei der                                                                                                 Symbolen auf den kleinen Teigplättchen,
                                                                                                                             die es auch glatt und schmucklos gibt.
                                                                                                                             In dem neu eingerichteten Raum der Pfeif-

Hostienbereitung ist vollzogen                                                                                               ferschen Reha-Werkstatt laufen auch alle
                                                                                                                             Fäden für den Versand der Hostien zusam-
                                                                                                                             men, Mindestbestellmenge sind 100 Stück.
                                                                                                                             Per Fax, Telefon und zunehmend modern
Sie messen gerade einmal gute drei               Seit 1955 bereiteten dort Diakonissen                                       per E-Mail treffen die Bestellungen aus
Zentimeter im Durchmesser und sind               Hostien zu. Nun haben sie die Arbeit, die                                   ganz Deutschland und manchmal sogar
hauchdünn. Die fast weißen Hostien               ausschließlich von so genannten Feier-                                      aus der Schweiz ein. Einer der wichtigsten
gehören seit über 1 000 Jahren als Teil          abendschwestern im Ruhestand ausgeführt                                     Abnehmer sei jedoch die Magdeburger
des Abendmahls zur kirchlichen Li-               wurde, in jüngere Hände gelegt. Künftig                                     Domgemeinde, berichtet Thomas Wehr.
turgie dazu. Sachsen-Anhalts einzige             werden die für das Abendmahl benötigten                                     Der gelernte Heilerziehungspfleger küm-
Produktionsstätte zur Herstellung der            Oblaten in der Pfeifferschen Reha-Werkstatt                                 mert sich um zehn Menschen. Alle leiden
an Oblaten erinnernden runden Blätt-             zubereitet, sagt der Leiter des zuständigen                                 unter seelischen Belastungen und sind
chen besteht in den Pfeifferschen Stif-          Bereichs, Thomas Wehr. Täglich entstehen                                    deshalb auf die Betreuung in der Werkstatt
tungen.                                          dort etwa 2 000 Hostien. „Wir verwenden                                     angewiesen.




Jede Hostie wird hier einzeln von Maritta        Fachsimpelei über die Hostienbereitung: Schwester Gerda Rother, die 15 Jahre die Aufgabe
Overheu ausgestanzt. Thomas Wehr ist für         übernommen hatte, im Gespräch mit Mario Ulbrich, in dessen Händen das Verpacken der
diese Abteilung der Werkstatt zuständig.         Oblaten für den Versand liegt.
                                                                                                                               dort und kehrte gerade von einer Reise zu-
                                                                                                                               rück. Es hat sich ein ständiger Kontakt zwi-
                                                                                                                               schen den Kollegen entwickelt. Von Magde-
                                                                                                                               burg aus gehen nicht nur Hilfsgüter nach
                                                                                                                               Hanoi, auch Ärzte aus Vietnam kommen
                                                                                                                               zur Ausbildung an die Elbe. So hat Dr. Van
                                                                                                                               Thach, der Chefarzt der orthopädischen Kli-
                                                                                                                               nik, rund ein Jahr in Magdeburg gearbeitet
                                                                                                                               und in dieser Zeit seine Dissertation erstellt.
                                                                                                                               Im Herbst wollen zwei Fachleute von Pfeif-
                                                                                                                               fers am Partnerklinikum einen Workshop
                                                                                                                               anbieten.
                                                                                                                               „Für unsere Kollegen in Hanoi war gerade in
                                                                                                                               den 90er Jahren ein Kontakt nach Deutsch-
                                                                                                                               land wichtig. Der Abbruch der lange beste-
                                                                                                                               henden Verbindungen in die DDR wirkten
                                                                                                                               sich damals verheerend aus“, schätzt Dr.
                                                                                                                               Schwetlick ein. Inzwischen habe sich die Si-




                                                                                                Foto: Gunther Schwetlick (3)
                                                                                                                               tuation deutlich verändert. Die medizinische
                                                                                                                               Betreuung befinde sich auf einem durchaus
                                                                                                                               guten Niveau. Die Veränderungen sind of-
                                                                                                                               fensichtlich. Das hohe Wirtschaftswachs-
                                                                                                                               tum des Landes ermöglicht Investitionen in
Dr. Van Thach, der Chefarzt der Orthopädischen Klinik des Uni-Klinkums Hanoi.                                                  das Gesundheitswesen.
                                                                                                                               Trotzdem zeigt sich die Betreuung in
                                                                                                                               den Krankenhäusern völlig anders als in
Kontakte und Hilfe über tausende Kilometer hinweg                                                                              Deutschland. Zimmer für 16 Patienten sind
                                                                                                                               keine Seltenheit, erzählt Dr. Schwetlick. Oft-


Gute Freunde in Hanoi gefunden
                                                                                                                               mals kümmern sich die Familien zusätzlich
                                                                                                                               zum fürsorglichen und kompetenten Perso-
                                                                                                                               nal um ihre Angehörigen. Das ist zwar für
                                                                                                                               uns ungewohnt, doch gerade diese individu-
Ein Stück weit sind Reisen nach Vietnam         arzt der Orthopädischen Klinik. Im Museum                                      elle Zuwendung kommt der Heilung zugute.
immer noch Ausflüge in die Vergangen-           findet sich eine Ausstellung, die die schwie-                                  Ein Schwerpunkt in der Orthopädischen
heit. Auf Schritt und Tritt lässt sich in       rigen Bedingungen der medizinischen Ver-                                       Klinik in Hanoi sind Unfallopfer. Ihre Zahl
Hanoi die wechselvolle Geschichte des           sorgung während des Krieges zeigen. „Da-                                       ist erschreckend hoch. „Wer den Verkehr
asiatischen Landes nachvollziehen.              mals wurde unterirdisch in Höhlen operiert.                                    in den Straßen und Gassen erlebt hat, ver-
                                                Das Licht wurde oft mit einem Fahrraddyna-                                     steht die Ursachen“, sagt der Magdeburger
Das sind nicht nur die vielen Gebäude des       mo erzeugt“, sagt der Mediziner.                                               Mediziner. Mopedfahrer beispielsweise tra-
Vietnamesisch-Deutschen Universitätsklini-      Mitte der 90er Jahre begann Gunther                                            gen weder Schutzhelm noch Handschuhe.
kums im französischen Kolonialstil, berichtet   Schwetlick die Kontakte zum Hanoier Uni-                                       20 bis 25 Schwerverletzte allein auf dieser
Prof. Dr. med. Gunther Schwetlick, der Chef-    Klinikum aufzubauen. Seit dem war er oft                                       Station sind deshalb keine Seltenheit.




Blick in einen der Operationsräume in der Orthopädischen Klinik, in     Ganz alltäglicher Straßenverkehr in Hanoi. Leichtsinn und Unvernunft
dem vor allem Opfer von Verkehrsunfällen betreut werden.                führen zu vielen Unfällen.
                          Selbstbestimmtes Leben gilt als Ziel                                                               „Meine Nervosität war
                          Die eigenen vier Wände werden                                                                      völlig unbegründet“
                                                                                                                             Mein Name ist Anna-Maria. Ich bin

                          zunehmend zur Normalität                                                                           Schülerin des Hegel-Gymnasiums Mag-
                                                                                                                             deburg. Im Januar 2007 absolvierte
                                                                                                                             ich mein Sozialpraktikum in der Alten-
                                                                                                                             pflege der Pfeifferschen Stiftungen
                          Ein zufriedenes Lächeln huscht über             werden intensiv auf diesen neuen Lebens-           im Martin-Ulbrich-Haus. Da dies mein
                          das Gesicht von Andreas Rimpl. Mit sei-         abschnitt vorbereitet und erhalten dabei           erstes längeres Praktikum war, war ich
                          nem Leben ist der geistig behinderte            jede erdenkliche Unterstützung.                    vor dem ersten Tag schon etwas aufge-
                          Mann rundum zufrieden. Der 40-Jährige           Mehrere Jahre sind im Regelfall nötig, bis         regt. Jedoch erwies sich diese Nervo-
                          lebt seit dem Herbst des vergangenen            der Alltag für die Menschen mit geistiger          sität als völlig unbegründet.
                          Jahres in einer eigenen Wohnung, ganz           Behinderung weitestgehend allein zu be-
                          allein. Nur von Zeit zu Zeit kümmert sich       wältigen ist. Der richtige Umgang mit Geld         Ich wurde in der Tagesgruppe bei Schwes-
                          ein Mitarbeiter des Wohnheimbereiches           wird in dieser Zeit ebenso „trainiert“ wie Ein-    ter Sonja Lorenz eingesetzt. In diese Ta-
                          der Pfeifferschen Stiftungen um ihn.            kaufen oder das Zubereiten der Mahlzeiten.         gesgruppe kommen täglich Bewohner des
                                                                          Wenn das alles geschehen ist, kommt der            Hauses zusammen um gemeinsam zu ba-
                          Das Konzept funktioniert. Selbstbestimm- große Tag, an dem die Suche nach einer                    cken, zu spielen, zu singen, um Gymnastik
                          tes Wohnen und eine geistige Behinderung eigenen Wohnung beginnen kann. Das ist                    zu treiben und vieles andere mehr. Einige
                          schließen einander nicht aus. In den ver- dann der entscheidende Schritt.                          meiner Aufgaben waren gemeinsames
                          gangenen Jahren hat sich ein Trendwech- „Das Schwerste war für mich am Anfang                      Spazierengehen, gemeinsames Einkau-
                          sel in der Betreuung vollzogen. „Wenn es das Alleinsein“, sagt Andreas Rimpl. Jetzt                fen, Gespräche mit den Bewohnern, die
                          möglich ist, erhalten die Betroffenen die geht alles gut, die Ruhe in der Wohnung im               Zwischenmahlzeiten vorzubereiten und so
                          Möglichkeit, ihr Leben weitestgehend in Stadtteil Cracau tut gut, ergänzt er. Die Ein-             weiter. Ein besonderer Höhepunkt war der
                          die eigenen Hände zunehmen“, erläutert gewöhnungsphase ist für ihn längst vorbei.                  Ausflug in den Elbauenpark mit einigen der
                          Wohnheimleiterin Sylke Helmke. Die bishe- Im Haus hat der neue Nachbar schnell den                 Bewohner. Viel Spaß hatte ich auch beim
                          rigen Erfahrungen seien durchweg positiv. Kontakt zu anderen Mietern gefunden. Da                  gemeinsamen Rommeenachmittag. Durch
                          Seit über zwei Jahren wird der neue Weg gibt es keine Vorurteile, ganz im Gegenteil.               meine Großeltern bin ich zwar gut trainiert,
                          gegangen. Sechs einstige Heimbewohner Morgens, um 4.30 Uhr klingelt der Wecker,                    jedoch wurde ich trotz all meiner Bemü-
                          aus den Stiftungen erhalten zurzeit lediglich geht es meist ein paar Minuten früher als            hungen nur Fünfter!
                          noch eine ambulante Begleitung, weitere nötig zur Arbeit in die Gärtnerei der Werk-                Mir hat das Praktikum sehr viel Spaß ge-
                                                                                               statt für behinderte Men-     macht. Ich lernte in diesen vierzehn Tagen
                                                                                               schen.                        viele interessante Frauen und Männer ken-
                                                                                               In der Freizeit hat der 40-   nen die mich alle sehr freundlich aufnah-
                                                                                               Jährige keine Langewei-       men. Die vielfältigen Begegnungen mit den
                                                                                               le, ganz im Gegenteil.        älteren und alten Menschen haben mich
                                                                                               Seine Hobbys nehmen           bewegt und erfüllt.
                                                                                               ihn voll und ganz in An-      Ich möchte mich bei allen herzlichst be-
                                                                                               spruch. Mitunter sorgt er     danken, die mich während der vierzehn
                                                                                               auf Veranstaltungen bei       Tage unterstützt und begleitet haben, vor
                                                                                               Pfeiffers als Discjockey      allem bei Sonja Lorenz. Danke! Dieses
                                                                                               für die richtige Musik.       Praktikum hat mir eine mögliche Perspek-
                                                                                               Regelmäßig geht es            tive für mein zukünftiges Berufsleben auf-
                                                                                               zur Theatergruppe, in         gezeigt. Ich habe mir vorgenommen auch
                                                                                               der Andreas Rimpl als         in Zukunft immer mal wieder zu Besuch
                                                                                               Schauspieler gefragt ist      zu kommen.
                                                                                               und er sein Talent auf        A-M. B
                                                                                               den Brettern, die die
                                                                                               Welt bedeuten, beweist.
                                                                                               Und wenn noch etwas           Schwesternjubiläen
                                                                                               Zeit bleibt, dann sucht
                                                                                               der junge Mann Ent-           2007 feiern ihr Schwesternjubiläum:
                                                                                               spannung beim Angeln.         Diakonisse Schwester Käthe Radszuweit,
                                                                                               Mit der richtigen Ausrüs-     60 Jahre
Foto: Klaus-Peter Voigt




                                                                                               tung auf einem kleinen        Diakonisse Schwester Alice Weigert,
                                                                                               Handwagen geht es ans         60 Jahre
                                                                                               Wasser. Die selbstge-         Diakonische Schwester Margot Heisler,
                                                                                               fangenen Fische landen        50 Jahre
                          Erfüllung erhält Andreas Rimpl in seinem Beruf in der Gärtnerei      natürlich in der eigenen      Diakonische Schwester Bärbel Wesarg,
                          der Pfeifferschen Stiftungen                                         Bratpfanne.                   25 Jahre
                                                                                                                     Seelsorgekonzept ist mehr
                                                                                                                     als ein Stück Papier
                                                                                                                     Alles ist im
                                                                                                                     Fluss.     Selbst
                                                                                                                     an der Seel-
                                                                                                                     sorge im Kran-
                                                                                                                     kenhaus        der
                                                                                                                     Pfeiffe rschen
                                                                                                                     Stiftungen ist
                                                                                                                     die Zeit nicht




                                                                                                                                                                      Foto: Klaus-Peter Voigt
                                                                                                                     spurlos vorüber
                                                                                                                     gegangen. Vor
                                                                                                                     einigen Jahr-
                                                                                                                     zehnten waren
                                                                                                                     es in erster Li- Pfarrerin Stefanie Ott-
                                                                                                                     nie die Diako- Frühwald.
                                                                                                                     nissen, die bei
                                                                                                                     der Pflege der Patienten ein offenes Ohr




                                                                                              Foto: Thomas Nawrath
                                                                                                                     für spirituelle Themen hatten, weiß Stefanie
                                                                                                                     Ott-Frühwald. Inzwischen liegt die medi-
                                                                                                                     zinische Betreuung in den Händen „ganz
                                                                                                                     normaler“ Schwestern und Pfleger. Oftmals
Landtagspräsident Dieter Steinecke (m.) beim Rundgang durch die Stiftungen. Mit ihm infor-                           haben sie kaum noch einen religiösen Hin-
mierten sich die Landtagsabgeordneten Jürgen Scharf (2.v.l.) und Wigbert Schwenke (r.), die                          tergrund, können mit Glaubensdingen we-
von Vorsteher Christoph Radbruch (2.v.r.) und Verwaltungsdirektor Ingo Boese (l.) begleitet                          nig anfangen.
wurden.                                                                                                              Auf diese neue Situation will ein Seelsor-
                                                                                                                     gekonzept Antworten geben, dass die Pfar-
Landtagspräsident Dieter Steinecke besuchte mit Abgeordneten                                                         rerin gemeinsam mit ihrer Kollegin Christi-
die Pfeifferschen Stiftungen                                                                                         ane Illmann gegenwärtig zu Papier bringt.
                                                                                                                     „Dabei stützen wir uns auch auf die Erfah-


Großes Lob vom Präsidenten
                                                                                                                     rungen von Sr. Barbara Kroner, die als Di-
                                                                                                                     akonisse die Krankenhausseelsorge lange
                                                                                                                     Zeit schon begleitet“, sagt die Geistliche.
                                                                                                                     Bei den Gesprächen mit den Patienten im
                                                                                                                     Krankenhaus soll möglichst kein Thema
Der Präsident des Landtages von                schen für den diakonischen Dienst in der                              ausgegrenzt bleiben. Regelmäßig spielen
Sachsen-Anhalt, Dieter Steinecke,              Schwesternschaft finden. Ich würde mich                               dabei die Fragen eine Rolle, die mit einer
besuchte im März dieses Jahres ge-             sehr freuen, wenn sich junge Menschen                                 möglichen Pflegebedürftigkeit im Zusam-
meinsam mit seinen CDU-Abgeord-                auch in Zukunft zu diesem Dienst berufen                              menhang stehen. „Es liegt den davon Be-
netenkollegen Jürgen Scharf und                fühlten.“                                                             troffenen wie ein Stein auf dem Herzen,
Wigbert Schwenke die Pfeifferschen             Vorsteher Pfarrer Christoph Radbruch er-                              dass Sie sich überflüssig fühlen, ihren Platz
Stiftungen. Nach einem ausgedehn-              läuterte bei dem Rundgang, dass seit der                              in der Gemeinschaft suchen“, bringt es Ste-
ten Rundgang durch die Diakonische             Wende rund 130 Millionen Euro unter an-                               fanie Ott-Frühwald auf den Punkt.
Einrichtung zeigte er sich beeindruckt         derem in den Neubau des Krankenhauses                                 Das im Entstehen begriffene Papier will un-
von den Leistungen in den einzelnen            und zahlreiche neue Arbeitsplätze in der                              ter anderem eine Fortbildung für das Per-
Bereichen.                                     Werkstatt für behinderte Menschen inves-                              sonal zu religiösen Themen ermöglichen
                                               tiert wurden.                                                         und zudem auch für die Frauen sowie Män-
„Die Arbeit der Stiftungen ist ein großar-     Neben den Einrichtungen in Cracau und in                              ner im Pflegedienst seelsorgerliche Betreu-
tiges Beispiel für gelebtes Christsein in      der Innenstadt zählen auch das integrative                            ung, soweit es gewünscht wird, anbieten.
unserer Gesellschaft. Hier wird mit Herz       Kinderheim mit dem Wohnbereich für jun-                               Zudem gilt es darauf zu reagieren, dass die
und Verstand den Menschen gedient, sei         ge Menschen „Arche Noah“ in Ottersle-                                 spürbaren Veränderung der Rahmenbedin-
es im Krankenhaus oder in den Behinder-        ben und die traditionsreiche Lungenklinik                             gungen im Gesundheitswesen neue Felder
tenbereichen. Ich freue mich sehr, dass        in Lostau im Landkreis Jerichower Land zu                             für die christliche Arbeit eröffnen. „Dort, wo
es in den vergangenen Jahren gelungen          den Pfeifferschen Stiftungen.                                         beispielsweise Liegezeiten verkürzt werden
ist, diese traditionsreiche Einrichtung mit    Insgesamt sind in ihnen gegenwärtig rund                              oder Fallpauschalen regieren, wollen wir
großem Aufwand zu modernisieren und            1 200 Mitarbeiter beschäftigt. Allerdings                             als Krankenhausseelsorgerinnen für den
zu erweitern. Heute ist sie wieder eine        führten die häufigen Gesetzesänderungen                               Nächsten da sein. Mit dem kranken oder
feste Größe in der Landeshauptstadt und        im Gesundheitswesen dazu, dass die Stif-                              vielleicht sogar sterbenden Menschen su-
darüber hinaus. Was mich nachdenklich          tungen momentan von ihrer Substanz le-                                chen wir gemeinsam danach, was für ihn
stimmt, dass sich immer weniger Men-           ben, sagte der Vorsteher.                                             wichtig und gut ist“, erläutert die Pfarrerin.
Statt Blumen und Präsenten bat Christian Koeppel um Spenden und dann gab es eine:


Tolle Überraschung für die „Arche Noah“
Schwester Waltraud Neumann strahlte
überglücklich. „Eine Spende von 9 000
Euro auf einen Schlag erhält man nicht
jeden Tag“, sagt die Leiterin des Kin-
der- und Jugendheims „Arche Noah“
in Ottersleben. „Wir können uns jetzt
jede Menge Wünsche erfüllen, für die
es sonst keine Möglichkeiten gegeben
hätte.“ Vor allem soll es in die Gestal-
tung schöner Ferientage für die Bewoh-
ner des Hauses fließen. Dann stehen ein
Geschirrspüler und ein Wäschetrockner
auf der Wunschliste.

Das Geld selbst stammt aus einer bei-
spielgebenden Aktion. Christian Koeppel,
                                                Foto: Klaus-Peter Voigt




der Sprecher der Geschäftsführung der
Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt mit Sitz
in Magdeburg, hatte zu seinem 60. Ge-
burtstag auf alle Blumen und Geschenke
verzichtet. Statt dessen bat er um Spenden                                Spendenbeauftragte Leonore Langner, Bürgschaftsbank-Chef Christian Koeppel, Vorsteher
für die Pfeifferschen Stiftungen, die überra-                             Christoph Radbruch und Schwester Waltraud Neumann (v.l.n.r.) bei der Übergabe der Spende.
schend großzügig flossen. „Mir geht es gut,
deshalb war das für mich der passende                                     ker bereits gute Kontakte zur diakonischen               zunehmenden Kälte in der Gesellschaft
Augenblick, an andere zu denken, die auf                                  Einrichtung.                                             sind solche Aktionen ein Mut machendes
Unterstützung angewiesen sind“, sagte                                     Vorsteher Christoph Radbruch dankte für                  Zeichen. Sie helfen, unseren Auftrag zu ver-
Christian Koeppel. Viele Jahre hat der Ban-                               die großzügige Geste. „In einer Zeit der                 wirklichen“, erklärte er.



                                                                          Spendensputnik macht bei uns Station
                                                                          Ende März ist einer von drei neuen „Spen-
                                                                          densputniks“ in der Magdeburger Filiale der
                                                                          Bank für Kirche und Diakonie offiziell an die
                                                                          Föderation Evangelischer Kirchen in Mittel-
                                                                          deutschland übergeben worden. Mit dem ei-
                                                                          nen Meter hohen Behälter soll im Foyer des
                                                                          Krankenhauses der Pfeifferschen Stiftungen
                                                                          Geld für Therapien von Demenzkranken
Sonderbriefmarke mit                                                      gesammelt werden. „Die KD-Bank ist eine
                                                                          Bank mit christlichen Wurzeln und Werten.
einem Ersttagsstempel                                                     Bis heute lautet unser Auftrag, Mitglieder
                                                                                                                            Foto: EKM




                                                                          und Kunden wirtschaftlich zu fördern und
In Zusammenarbeit mit den Pfeifferschen                                   zu betreuen. Deshalb haben wir gern die
Stiftungen Magdeburg brachte der private                                  Anschaffung des Spendensputniks unter-                        Bei der Übergabe des „Spendensputniks“:
Postdienstleister biber post im vergan-                                   stützt“, sagte der Leiter der KD-Bank-Filiale                 Vorsteher Christoph Radbruch, Steffi Ginap,
                                                                                                                                        Heimleitung/Pflegedienstleitung des Hedwig-
genen Jahr eine Sonderbriefmarke heraus.                                  Magdeburg-Berlin, Konrad Matyba.                              Pfeiffer-Hauses, Konrad Matyba, Filialleiter
Die Einnahmen in Höhe von rund 220 Euro                                   „Demenz ist eine tückische Krankheit. Immer                   Magdeburg und Berlin der Bank für Kirche
aus dem Zuschlag von 15 Cent je Marke                                     mehr Nervenzellen werden dabei zerstört.                      Diakonie und Walter Jungbauer, Fundraiser
kam den Stiftungen zugute. Für Sammler                                    Die Gedächtnisleistung lässt langsam aber                     der Föderation Evangelischer Kirchen in
gibt es bei Leonore Langner (Telefon 8505-                                stetig nach. Schließlich verändert sich die                   Mitteldeutschland (v.l.n.r.).
111) noch wenige Briefe mit einem Stempel                                 Persönlichkeit des Patienten“, so der Vorste-             rapien und Medikamente verlangsamen. Des-
vom Erstausgabetag der Briefmarke, die in-                                her der Pfeifferschen Stiftungen, Christoph               halb sind wir dankbar, dass die Sammlung
zwischen ausverkauft ist. Der Beleg kostet                                Radbruch. „Bisher ist diese Erkrankung nicht              eines Spendensputniks für entsprechende
1,50 Euro.                                                                heilbar. Ihr Verlauf lässt sich aber durch The-           Projekte in unseren Stiftungen bestimmt ist.“
                          Ministerin dankte Pflegekräfte in der Altenhilfe
                                                                                                                                                  Termine
                                                                                                                                                 • Samstag, 5. Mai


                          „Herzerfrischende Gespräche“                                                                                             20 Uhr
                                                                                                                                                   Samariterkirche
                                                                                                                                                   Benefizkonzert mit dem kanadischen
                                                                                                                                                   Songschreiber Shannon Lyon
                                                                                                                                                 • Samstag, 12. Mai
                                                                                                                                                   14 Uhr
                                                                                                                                                   Samariterkirche
                                                                                                                                                   Festgottesdienst zum Mutterhaus-
                                                                                                                                                   jubiläum mit Einsegnung
                                                                                                                                                   neuer diakonischer Schwestern



                                                                                                                                                  Fleißige Spender halfen
                                                                                                                                                  bei vielen Projekten
                                                                                                                                                  Über 50 000 Euro spendeten Freunde
Foto: Sozialministerium




                                                                                                                                                  und Förderer der Stiftungen auf Grund
                                                                                                                                                  des Weihnachtsbriefes. In diesem hatten
                                                                                                                                                  wir um Unterstützung für die Finanzierung
                                                                                                                                                  wichtiger Therapien bei der Arbeit mit
                          Sozialministerin Gerlinde Kuppe (l.) besuchte Bewohner und Pflegerinnen im Haus „Bethanien“.                            Menschen, die an einer Demenz leiden,
                                                                                                                                                  gebeten. Herzlichen Dank!
                          Vor wenigen Wochen besuchte Sachsen-                                     mechanische Abarbeitung von notwendigen        Beim Benefizkonzert anlässlich des vierjäh-
                          Anhalts Sozialministerin Gerlinde Kuppe                                  Abläufen und Handgriffen, Pflege ist aktive    rigen Bestehens des stationären Hospizes
                          (SPD) den Bereich Altenhilfe der Pfeiffer-                               Arbeit mit dem Menschen und für den Men-       kamen 1 200 Euro Spenden zusammen.
                          schen Stiftungen. Im Haus „Bethanien“                                    schen. Sie erfordert viel Einfühlungsvermö-    Der Betrag wird für musiktherapeutische
                          dankte sie Anfang März während eines                                     gen. Umso unverständlicher ist daher, dass     Zwecke verwendet.
                          Frauentags-Kaffees ausdrücklich den Be-                                  diese Arbeit mit dem Menschen schlechter
                          schäftigten im Pflegebereich und sagte:                                  bezahlt wird als Arbeiten an Maschinen.“
                          „Trotz aller Fortschritte in der Medizin und                             Die Politikerin nannte nach ihrem Besuch       Unser Hospiz im MDR
                          der Medizintechnik leisten die Frauen und                                die Atmosphäre im Haus „Bethanien“ als
                          Männer im Pflegedienst eine oftmals auch                                 „aufgeschlossen“. Davon sei sie ebenso         Am 16. Mai 2007 zeigt das MDR-Fernse-
                          körperlich schwere Arbeit. Nacht- und Wo-                                beeindruckt gewesen wie von den „herzer-       hen von 21.15 bis 21.45 Uhr in Sachsen-
                          chenenddienste gehören zum Arbeitsalltag.                                frischenden Gesprächen mit den Bewohne-        Anhalt SPEZIAL die Reportage „Zeit die
                          Niemand darf vergessen: Pflege ist keine                                 rinnen und Mitarbeiterinnen“.                  bleibt - Leben bis zuletzt“ über die Arbeit im
                                                                                                                                                  Hospiz der Stiftungen. Redakteurin Katrin
                                                                                                                                                  Hartig begleitete einen Hospizgast mehrere

                          Neue Impulse für die Gemeinschaft                                                                                       Monate mit der Kamera. Die Sendung wird
                                                                                                                                                  am 4. Juni um 8.35 Uhr wiederholt.

                          Zwei Frauen werden am 12. Mai mit ihrer
                          Einsegnung in die Diakonische Schwes-
                                                                                                                             meinschaft, der
                                                                                                                             gegenwärtig 30
                                                                                                                                                  Beilage in Info-Blatt
                          tern- und Bruderschaft des Mutterhauses                                                            Frauen und Män-      Dieser Auflage liegt eine Spendenbitte der
                          Bethanien aufgenommen. Angelika Hen-                                                               nern angehören,      Pfeifferschen Stiftungen bei.
                          kel und Ines Wiegmann bekennen sich                                                                dauerhaft    Be-
                          vor Gott zu deren Zielen. Die Redaktion                                                            stand hat. Das
                                                                                                                                                   Impressum
                                                                         Foto: Klaus-Peter Voigt




                          sprach mit Ines Wiegmann.                                                                          geht nur, wenn
                                                                                                                             sie durch Nach-
                                                                                                                                                   Pfeiffer INFO - Zeitschrift der
                          Sagen Sie uns etwas zu den Beweg-                                                                  wuchs     immer
                                                                                                                                                   Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg
                          gründen für diesen Schritt?                                                                        wieder verjüngt
                          Fünf Jahre arbeite ich in der Hauptkasse                                 wird und von ihm neue Impulse bekommt.          Herausgeber und v.i.S.d.P.
                                                                                                                                                   Pfr. Christoph Radbruch, Vorsteher und Vorsitzender der
                          der Pfeifferschen Stiftungen. Diese Zeit hat                             Welche Ziele verfolgen die diako-
                                                                                                                                                   Geschäftsführung
                          mir viel gegeben, ich fühle mich dem Auf-                                nischen Schwestern und Brüder?
                          trag unserer Einrichtung mehr denn je ver-                               Lassen Sie mich nur einige nennen. Es geht      Redaktion
                                                                                                                                                   Leonore Langner, Christoph Radbruch, Klaus-Peter Voigt
                          bunden. Unsere Zeit braucht den Einsatz für                              um das aktive Mitgestalten des täglichen
                          den Nächsten. Dafür steht nicht zuletzt die                              Lebens in den Stiftungen und ein christli-      Redaktionsschluss der nächsten Pfeiffer INFO
                          Diakonische Schwestern- und Bruderschaft.                                ches Handeln im Alltag. Wir möchten dazu        10. August 2007
                          Was wollen Sie mit Ihrem Engagement                                      beitragen, dass Probleme schnell beseitigt      info@pfeiffersche-stiftungen.org
                          erreichen?                                                               werden.                                         www.pfeiffersche-stiftungen.de
                          Vor allem möchte ich, dass die Ge-                                       Vielen Dank für das Gespräch.