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Schulte _ Schmidt

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					Schulte & Schmidt
              5 0   J a h r e
                      Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter,
                      liebe Freunde unseres Hauses,


                      als langjähriger Geschäftsführer der Firma Schulte & Schmidt möchte ich Sie wissen lassen,
                      daß unser Unternehmen Ende dieses Jahres sein 50jähriges Jubiläum begeht. Ich blicke in
                      diesen Tagen zurück auf die Vergangenheit, auf die langen Jahre, in denen unser Betrieb
                      aus kleinsten Anfängen heraus aufgebaut wurde und zur heutigen Größe heranwuchs.
                         Mit Mut für einen neuen Anfang haben mein Vater und ich in der schweren Nachkriegs-
                      zeit bereits Ende 1945 in Westfalen eine kleine Fabrikation aufgebaut: zunächst in Altena,
                      später in Dorla. Nach der Verbindung mit Herrn Georg Schmidt, einem echten Bayern und
                      hervorragenden Kaufmann, wurde dann 1948 unter Mithilfe aller damaligen Familienmit-
                      glieder die Leichtmetallgießerei Schulte & Schmidt oHG in Nürnberg gegründet.
                         Der Rückblick auf eine alles in allem erfolgreiche Zeit erfüllt mich mit Zufriedenheit und
                      auch ein wenig mit Stolz, weil wir ein echtes Familienunternehmen mit einer sehr guten
                      Belegschaft geblieben sind. Über Jahrzehnte hinweg wurde ich von hervorragenden Mit-
                      arbeiterinnen und Mitarbeitern, meinem Sohn Roland Schulte und den Söhnen des Herrn
                      Georg Schmidt unterstützt, wobei Herr Helmut Schmidt als gleichberechtigter Teilhaber bis
                      zu seinem Tod die Druckgießerei und Herr Alfred Schmidt bis zum Ruhestand die Sand-
                      gießerei geleitet hat.
                         Die hohen Qualitätsauszeichnungen, die wir über die Jahre hinweg von unseren Kunden          Werner Schulte,
                                                                                                                      Geschäftsführer
                      entgegennehmen durften, betrachte ich als Anerkennung für unsere Leistung. Diese wird –
                      dessen bin ich mir gewiß – auch nicht nachlassen, wenn unser Unternehmen in absehbarer
                      Zeit in die Hände der dritten Generation übergehen wird. Ich wünsche mir, daß uns der bis-
                      herige Erfolg auch über das Jubiläum hinaus in den kommenden Jahrzehnten treu bleibt und
                      daß sich mit unserem Namen stets die Attribute von Qualität und Wertarbeit verbinden.




                                                             Der kontinuierliche Übergang von einer Generati-
                                                             on zur nächsten ist eine wichtige Aufgabe, die sich
                                                             in jedem Familienbetrieb stellt. Dabei geht es um
                                                             weitaus mehr als das reine Übereignen von Besitz-
Die Firmengründer
Wilhelm Schulte und                                          anteilen. Verantwortung muß geteilt und verteilt,
Georg Schmidt, 1950
                                                             Teamgeist und Teamverhalten müssen in allen
                                                             Bereichen gefördert, Entscheidungen auf breiter
                                                             Basis akzeptiert werden.
                                                                Bewährte Grundsätze menschlicher und be-
                                                             triebswirtschaftlicher Art, wie sie von meinem
                                                             Vater befolgt wurden, werden auch in Zukunft
                                   Roland Schulte,           Gültigkeit in unserem Unternehmen haben. Dazu
                                   Mitglied der
                                   Geschäftsleitung          gehören Bescheidenheit und Verzicht auf Prestige-
                                                             denken ebenso wie Verantwortung für die sozialen
                                                             Belange unserer Mitarbeiter und der schonende
                                                             Umgang mit Wasser, Luft und Boden.
                                                                Was weiterhin gilt, ist der Vorrang, den wir
                                                             einem qualitativen Wachstum und der Reinvesti-
                                                             tion von Erträgen gegenüber quantitativem
                                                             Wachstum einräumen werden.
                                                                Herausforderungen werden wir uns auch in
                                                             Zukunft stellen. Die personellen wie auch techni-
                                                             schen Weichen sind seit längerem gestellt.
                         Mit Kochtöpfen fing alles an




                            Ein paar Hühner und zwei Schweine            In einer Zeit, in der schon die Beschaf-
                         liefen zwischen den Baracken umher.          fung von einem Bleistift und einem Blatt
                         Neben der Halle, in der der erste Brenn-     Papier Probleme bereitete, entwarf und
                         ofen stand, wuchsen Erdbeeren. Auf dem       baute der Senior Wilhelm Schulte die
                         Hof wurden Hohlblocksteine für weitere       erforderlichen Gießwerkzeuge für eine
                         Bauvorhaben selbst fabriziert.               Serie von Töpfen in verschiedenen
                            Kein glorreicher Anfang für ein Unter-    Größen, hergestellt aus wertvollem Flug-
                         nehmen, das fünf Jahrzehnte später in alle   zeugaluminium. Sparsamkeit war seine
                         Welt liefern sollte. Vielmehr der Aufbruch   oberste Devise, kein Aluminiumtröpfchen
                         zweier wagemutiger Männer: des Gieße-        blieb unbeachtet auf dem Boden liegen.
                         rei-Ingenieurs Wilhelm Schulte aus West-     Weiter gebaut werden durfte erst dann,
 Erster selbstgebauter   falen und seines kaufmännischen Partners     wenn genug Geld in der Kasse war ...
„Bürokomplex“, 1950.
                         Georg Schmidt aus Bayern.




                                                                                                                    Kokillenguß,
                                                                                                                    Sandguß und
                                                                                                                    Lagerhalle,
                                                                                                                    1953




                                                                                                                    links:
                                                                                                                    Kokillengießerei,
                                                                                                                    1949

                                                                                                                    rechts:
                                                                                                                    Gußverputzerei,
                                                                                                                    1950
                                                                    Kokillengießerei, 1949




                         Der in halber Kugelform gestaltete
                       Kochtopf war ein gelungener Wurf.
                       Mit ihm konnte man aber auch Wäsche
                       waschen, Obst und Gemüse einkochen,
                       Malzkaffee rösten und vieles mehr.
                       Er verhielt sich beim Einsatz auf dem Herd
                       gutmütig und auch dann noch neutral,
                       wenn das in diesen Jahren knappe Fett
                       nicht zur Verfügung stand.




       Gießwerkzeuge                                                oben:
mit Schmelzofen,1948                                                „Fixi-Patent“, Universal-
                                                                    reinigungsgerät, 1960

                                                                    mitte:
                                                                    Zylinderkopf, 1950

                                                                    unten:
                                                                    Griffleuchte für Motor-
                                                                    radbeiwagen, 1955




                                                                    Sandgießerei, 1950
                  Jeanette Knopf, 83,                                                   Backförmchen waren der Renner
                  Buchhalterin der ersten Stunde
                 „Früh um vier fing der Tag an“




                  Mein Büro damals? Oh Gott, das war ein
                  ehemaliger Kohlenbunker. Für die Fenster
                  hatte Frau Ilse Schmidt Vorhänge genäht,
                  damit es etwas freundlicher aussah.
                  Es ging fast familiär zu. Außer den Senior-
                  Chefs Georg Schmidt und Wilhelm Schulte
                  sowie dessen Sohn Werner Schulte waren
                  noch mehrere Mitglieder beider Familien
                  im Betrieb tätig. Opa-Schulte – so nann-
                  ten wir alle den Senior-Chef – wohnte mit
                  seiner Frau im Anbau einer Baracke auf
Jeanette Knopf    dem Firmengelände. Früh um vier stand                                                                                                              Das „Schweizer Toast-
                                                                                                                                                                     gerät“ war eines der
                  er auf und schürte die Brennöfen an,                                                                                                               zahlreichen Haushalts-
                                                                                                                                                                     produkte, die im
                  damit das Metall flüssig war, wenn die                                                                                                             Nachkriegsdeutschland
                                                                                                                                                                     hergestellt wurden.
                  Arbeiter kamen. Bis tief in die Nacht saß
                  er über Konstruktionszeichnungen, obwohl
                  er damals, in den fünfziger Jahren, schon
                  ein alter Herr war. Er war die Seele des
                  Ganzen.
                                                                                                                           Die Zeit des Hungerns und Kompensie-
                  Wir waren ein wunderbares Team, keiner
                                                                                                                        rens war endlich vorüber. Anfang der fünf-
                  war sich für eine Arbeit zu schade. Herr
                                                                                                                        ziger Jahre verspürten die Deutschen Lust
                  und Frau Schmidt zum Beispiel fuhren am
                                                                                                                        aufs Kochen, Lust aufs Backen.
                  Wochenende auf Messen und Märkte, um
                                                                                                                           Backförmchen und Waffeleisen von
                  Händler für die Backförmchen, Besen-
                                                                                                                        Schulte & Schmidt waren wahre Renner.
                  halter und Aluminiumtöpfe zu finden, die
                                                                                                                        Daneben andere Dinge wie Schrubber-
                  wir damals herstellten. Es mußte schließ-
                                                                                                                        halter, Wasserschieber, Leimroller oder
                  lich Bargeld ins Haus.
                                                                                                                        Bratpfannen.
                  Die Firma wuchs stetig. Auch in der Buch-
                                                                                                                           Auf Messen und Märkten machte
                  haltung mußte das Personal aufgestockt
                                                                                                                        Mitinhaber Georg Schmidt die Produkte
                  werden. Ich habe den Jungen gesagt, die
                                                                                        Stiel- und Besenbefestigungen   seiner jungen Firma bekannt, suchte
                  eingestellt wurden: „Ihr müßt arbeiten,                               werden seit der Firmen-
                                                                                        gründung bis heute in großen    Händler, knüpfte Kontakte – auch zur auf-
                  wenn ihr ins Büro kommt, nicht gleich                                 Stückzahlen produziert.
                                                                                                                        strebenden Industrie. Bald fand er Einlaß
                  Kaffee kochen. Kaffee trinken könnt ihr
                                                                                                                        in die Einkaufsetagen der Fahrrad-,
                  auch daheim.“
                                                                                                                        Maschinen- und Elektroindustrie.
                  Wir haben wahnsinnig fleißig gearbeitet,
                                                                                                                           Werner Schulte, Sohn des Mitbegrün-
                  aber der Ton ist immer freundlich
                                                                                                                        ders Wilhelm Schulte, baute inzwischen in
                  geblieben.
                                                                                                                        Nürnberg die Fertigungsanlagen für den
                                                                                                                        Kokillen- und Sandguß weiter aus.
                                                                                                                           Auf dem Firmengelände wurde es eng,
                                                                                                                        Baugenehmigungen ließen in Nürnberg
                                                                                                                        auf sich warten. Ein Zeitungsinserat offe-
                                                                Erfindergeist war
                                                                nicht zuletzt bei                                       rierte Abhilfe: „Halle in der Oberpfalz zu
                                                                kleinen Artikeln für
                                                                den Haushalt gefragt.                                   vermieten“ ...
Improvisationsfreude und neuer Schwung:                                          „Auf der grünen Wiese“
das Zweigwerk Altenhammer




                                     Wenig mehr als eine Behelfslösung war
                                  1956 der Produktionsstandort Altenham-
                                  mer – eine angemietete Halle, in deren
                                  Mitte sich ein vollbesetztes Karpfenbecken
                                  befand. Die Druckgußfertigung von
                                  Aluminium- und Zinkteilen, auf die man
                                  sich verlegt hatte, gestaltete sich zunächst
                                  schwierig. Die Maschinen waren veraltet
                                  und störanfällig. Dennoch: Die Oberpfälzer
             Das Werk in          – geschickt und improvisationsfreudig –                                    Am 3. Januar 1977 war es soweit:         Das Werk in
             Altenhammer, 1956.                                                                                                                       Flossenbürg.
                                  kamen zurecht. Die Zuverlässigkeit der                                  Schulte & Schmidt nahm sein neues Werk
                                  Produkte ließ Ansehen und Aufträge                                      „auf der grünen Wiese“ im oberpfälzi-
                                  wachsen. Neue Maschinen konnten                                         schen Flossenbürg in Betrieb. Auf mehr
                                  gekauft, anspruchsvollere Produkte her-                                 als 16.500 qm Grund entstanden Produk-
                                  gestellt werden. Die Belegschaft verdrei-                               tionsstätten, die den Anforderungen an
                                  fachte sich – und wieder wurde eine                                     die moderne Gießereitechnik entsprachen.
                                  Standorterweiterung nötig ...                                              Der Einsatz der ersten vollautomatisch
                                                                                                          gesteuerten CNC-Maschine im Januar
                                                                                                          1980 leitete den Einstieg in die mechani-
                                                                                                          sche Zerspanung von Gußstücken ein.
                                                                                                          Auf die immer höheren Ansprüche
                                                                                                          der Kunden – nun vorwiegend aus der
                                                                                                          Automobilzulieferer-Branche – antwortete
                                                                                                          Schulte & Schmidt mit dem hohen
                                                                                                          Qualitätsstandard seiner Produkte und
                                                                                                          dem uneingeschränkten Einsatz seiner
                                                                                                          Mitarbeiter ...
                Emil Dumhard, 49                                                                               Anneliese Gherman, 17,
                Mitglied der Geschäftsleitung                                                                  angehende Industriekauffrau im 3. Ausbildungsjahr
               „Ein Vorzimmer suchen Sie bei uns vergebens“                                                   „Ich würde mich wohlfühlen als Kunde“




               Bei uns gibt es keine langen Entschei-          Ein Vorzimmer zum Beispiel suchen Sie bei                                                    Mein Vater und meine Mutter arbeiten seit
               dungswege. Was anliegt, besprechen wir          uns vergebens. Das hat nicht einmal der                                                      Jahren in der Firma, deshalb habe ich
               in der Geschäftsleitung, also zu dritt, holen   Seniorchef.                                                                                  mich hier um einen Ausbildungsplatz
               den Rat unserer Fachleute im Betrieb ein        In der Firma haben wir uns lange Jahre                                                       beworben. Bis jetzt hat es mir noch nicht
               und kommen dann zu einem Entschluß.             hindurch praktisch auf Zuruf verständigt.                                                    leid getan. Es gefällt mir, daß man auch
               Innovationsfreude, verbunden mit einem          Durch die Zertifizierung beginnt nun eine                                                    als kaufmännischer Azubi alles gezeigt
               sicheren Gespür für den Markt, Fähigkei-        neue Ära. Die Betriebsabläufe werden                                                         bekommt, den gesamten Fertigungsprozeß
               ten, die unser Firmengründer in starkem         transparenter, sind nicht mehr so stark                                                      vom Gießen über das Stanzen bis zur
               Maße besaß, haben sich weitervererbt bis        von Personen abhängig. Unser mensch-                                                         Qualitätssicherung. Man wird in allen
               in die heutige Zeit. Dazu kommt:                liches Engagement soll dadurch aber nicht                                                    Abteilungen eingesetzt.
               Als Entwicklungslieferant der Automobil-        beeinträchtigt werden. Nach wie vor heißt                                                    Ich meine, es hilft einem auch im Büro,
Emil Dumhard   zulieferindustrie werden wir von unseren        unsere Firmenphilosophie: „Wir sind uns                                                      wenn man den technischen Ablauf kennt.        Anneliese Gherman

               Kunden frühzeitig in Produktplanungs-           auch für Kleinigkeiten nicht zu schade.“                                                     Man weiß, worauf es bei einem Gußteil
               prozesse einbezogen. Dadurch erfahren           Der Kunde soll wissen, daß wir auch ein-                                                     ankommt: daß es der Konstruktions-
               wir, wohin der Weg führt, und können            mal eine Reparatur erledigen oder eine            Fast 600 Mitarbeiterinnen und Mit-         zeichnung in allen Einzelheiten entspricht,
               entscheiden, ob wir ihn mitgehen. Das           Kleinserie fertigen. Der Kunde soll sich bei    arbeiter sind heute bei Schulte & Schmidt    daß kein Anguß mehr daran ist und daß
               geschieht schnell und ohne den Reibungs-        uns geborgen fühlen.                            beschäftigt – und immer noch ist etwas       es eine glatte Oberfläche besitzt. So kann
               verlust durch komplizierte Instanzenwege.                                                       vom Geist eines traditionsbewußten           man auf Kundenanfragen viel besser
                                                                                                               Familienunternehmens spürbar. Ent-           reagieren, kann selber Auskunft geben
                                                                                                               sprechend gering ist die Fluktuation.        oder eine Anfrage gezielt weiterleiten,
                                                                                                                 Von „unserer Firma“ sprechen stolz         ohne lange herumzutelefonieren.
                                                                                                               selbst die jüngsten Mitarbeiter. Jeder       Klar, daß es nicht bloß Sonnenschein
                                                                                                               Lehrling, der bei Schulte & Schmidt          gibt im Betrieb, sondern auch ein paar
                                                                                                               gelernt hat, wurde bis jetzt in ein festes   Sachen, bei denen man denkt: „Mensch,
                                                                                                               Arbeitsverhältnis übernommen. Der alte       das müßte man anders machen“. Aber
                                                                                                               Stamm hat kräftige junge Äste ...            insgesamt ist der Ton in Ordnung, vor
                                                                                                                                                            allem gegenüber den Kunden. Wenn ich
                                                                                                                                                            ein Kunde wäre, ich glaube, mir würde es
                                                                                                                                                            gefallen bei dieser Firma.
Automatisierung in Vollendung – wie ein Produkt entsteht




                       1.                                2.                            4.                     5.
Roboterentnahme aus          Roboterzuführung ...             Zerspanung                    Gleitschleifen:
der Druckgußmaschine                                                                        entgraten mit
                                                                                            Steatitkugeln




                                                         3.                            6.
                             ... in die Entgratpresse.        Sensorische und
                                                              mechanische Endprüfung
             Von Qualitätssicherung zum Total Quality Management                             Ludwig Erath, 46
                                                                                             Leiter der Qualitätssicherung
                                                                                            „Auch mal einen Spaß machen
                                                                                             bei der Arbeit“



TQM             Qualitätssicherung darf sich heute nicht                                     Die Fluktuation in der Qualitätssicherungs-
CIP          mehr nur auf Kontrolle und Prüfprozedur                                         abteilung ist äußerst gering. Wir sehen,
PPM          beschränken. Qualität wird mit den unzäh-                                       daß unsere Arbeit Anerkennung findet,
KVP          ligen zur Verfügung stehenden Instrumen-                                        das macht sie zu einer zufriedenstellenden
SPC          ten geplant und produziert.                                                     Aufgabe.
FMEA            Als mehrfacher „Lieferant des Jahres“                                        1970, als ich in der Firma anfing, hieß
Cpk          eines namhaften Großkonzerns, als A-Lie-                                        unsere Abteilung noch Kontrolle. Wir
Ppk          ferant bedeutender Industrieunternehmen                                         waren zu zweit und verließen uns haupt-
PFU          und Inhaber eines Umweltpreises hat sich                                        sächlich auf den Meßschieber und unsere
MFU          Schulte & Schmidt in der Fachwelt einen                                         eigenen Augen. Heute verfügen wir über
DFÜ          Namen gemacht; Zeichen dafür, daß sich                                          modernste Prüfmittel, wie etwa Röntgen-
Poka-Yoke    Schulte & Schmidt auf dem richtigen Weg                                         anlagen, Spektralanalyse, SPC-Rechner,         Ludwig Erath

Ishikawa     befindet: von der Qualitätskontrolle zum                                        3-D-Meßmaschine etc.
etc.         Total Quality Management.                                                       Die Produktanforderungen unserer Kunden
                                                                                             kennen wir bis ins Detail und beziehen teil-
Von der                                                                                      weise deren Prüfmethoden in unseren
Vision zur                                                                                   Meß- und Prüfablauf mit ein. Dadurch
Realität                                                                                     konnten wir uns in vielen Fällen als
                                                                                             „ship-to-stock“-Lieferant qualifizieren.
                                                                                             Das heißt, wir liefern unser Produkt direkt
                                                                                             ab Werk ans Band des Kunden, der
                                                                                             seinerseits auf eine eigene Eingangs-
                                                                                             kontrolle verzichtet. Das ist ein hoher        Einige Auditergebnisse
                                                                                                                                            und Auszeichnungen:
                                                                                             Vertrauensbeweis.
                                                                                                                                            Lieferant des Jahres bei
                                                                                             QS 9000 ist unser nächstes Ziel, nach-         Bosch regelmäßig seit
                                                                                                                                            1989
                                                                                             dem im Juni 1998 die Zertifizierung DIN
                                                                                                                                            1997
                                                                                             ISO 9001 in beiden Werken erfolgreich          Bosch
                                                                                                                                            Kriterien nach
                                                                                             abgeschlossen wurde. Der Verbesserungs-        VDA Band 6
                                                                                                                                            Erfüllungsgrad A (96%)
                                                                                             prozeß ist permanent im Gange, was be-
                                                                                                                                            1997
                                                                                             deutet, daß auch der Druck niemals nach-       Autoliv
                                                                                                                                            Kriterien nach
                                                                                             läßt. Trotzdem ist die Stimmung in unserer     AL 2000
                                                                                                                                            Erfüllungsgrad A (96%)
                                                                                             Abteilung meistens gut. Ich meine, man
                                                                                                                                            1998
                                                                                             muß auch mal einen Spaß machen bei der         LGA Nürnberg
                                                                                                                                            Kriterien nach ISO 9001
                                                                                             Arbeit. Auch das ist ein Stück Qualität.       Zertifizierung

             Formfüllsimulation                                    Vom Meßschieber zur
                                                                   3-D-Meßmaschine –
                                                                   von 0,1 mm zu 0,001 mm
Schulte & Schmidt in Zahlen und Fakten                                            Die Firmengeschichte
                                                                                  in Stichpunkten




                                                                                  Gründung der Firma Schulte & Schmidt oHG                            1948
                                                                                  durch Oberingenieur Wilhelm Schulte und
                                                                                  Kaufmann Georg Schmidt


                                                                                  Eintrag ins Handelsregister HR A 3941                               1950


                                                                                  Kauf des Grundstücks Schweinau Flur Nr. 127                         1951


                                                                                  30 Beschäftigte                                                     1952


                                                                                  Gründung Zweigwerk Altenhammer                                      1955
                                                                                  20 Beschäftigte


                                                                                  Neue Gesellschaftsform KG                                           1958


                                                                                  Geschäftsführer Werner Schulte                                      1959


                                                                                  Kauf Grundstück Nopitschstraße                                      1966


                                                                                  Tonnage 1.100 t                                                     1968


                                                                                  Kauf Grundstück Flossenbürg                                         1974


                                                                                  168 Beschäftigte                                                    1976


                                                                                  Eröffnung Zweigwerk Flossenbürg                                     1977


                                                                                  Neue Gesellschaftsform oHG                                          1980
                                                                                  Werner Schulte und Helmut Schmidt, beide
Mitarbeiter                                                                       Geschäftsführer

gesamt                                  567
                                                                                  Einstieg in die CNC-Zerspanung                                      1980
Werk Nürnberg                           284
Werk Flossenbürg                        283                                       Neue Gesellschaftsform GmbH & Co KG                                 1984


                             Stand Mai 1998                                       Werner Schulte erhält das Bundesverdienstkreuz                      1988
                                                                                  am Bande


Branchenbezogene Umsatzverteilung                                                 433 Beschäftigte                                                    1991

Automobilzulieferindustrie         48,0%
                                                                                  CAD-gestützte Konstruktion                                          1992
Automobilindustrie direkt           5,3%
Elektroindustrie                   21,2%                                          Tonnage 4.800 t                                                     1992

Haushaltsgeräte, Heimwerker-       20,8%                                          Pilotanlage Bioreaktor für Abwasser                                 1997

bedarf und Unterhaltungselektronik                                                Zertifizierung durch LGA Nürnberg                                   1998
                                                                                  nach DIN ISO 9001
Sonstige                            4,7%
                                                                                  567 Beschäftigte / 20 Auszubildende                                 1998


Tonnage
Aluminium und Zink                  7.700t

                     Zahlen für das Jahr 1997


                                                Schulte & Schmidt GmbH & Co. KG
                                                Nopitschstraße 46
                                                90441 Nürnberg
                                                Telefon (0911) 96 62 - 0          Layout: Gillitzer & Müller, Nürnberg
                                                                                  Fotos: Jürgen Schabel, Nürnberg, und Archiv bei Schulte & Schmidt
                                                Telefax (0911) 96 62 - 160        Text und Interviews: Brigitte Lemberger

				
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