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Klausur Allgemeine BWL WS 0809

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Klausur Allgemeine BWL WS 0809 Powered By Docstoc
					Verbundstudiengang Master of Business Administration (MBA)
Verbundstudiengang Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen
Prof. Dr. Gerd Uhe/Prof. Dr. Hufnagel                                                  07.02.2009



                       Klausur Allgemeine BWL WS 08/09
Dauer der Prüfung: 2 Zeitstunden                Name: __________________________________
Uhrzeit: 12.30 – 14.30 Uhr
Hilfsmittel: nicht programmierbarer             Matrikelnummer: ________________________
Taschenrechner, Lineal
                                                Note: ____________

                                                Bachelor:                        MBA: 
                                                bitte ankreuzen
:




    Aufgabe              1      2      3        4        5        6    7     8      Summe

    max. Punktzahl       9      20     19       12      15        13   16    16        120

    Erreichte Punkte


                         Wichtige Hinweise zur Klausurbearbeitung:


(1) Bitte prüfen Sie die Klausurunterlagen zu Beginn auf Vollständigkeit (5 Seiten inkl. Deckblatt).
    Verwenden Sie nur das gestellte Schreibpapier. Füllen Sie den Kopf aller Bögen ordnungsgemäß
    aus.
(2) Schreiben Sie deutlich und machen Sie eindeutig kenntlich (klare Streichung), welcher Text
    nicht gewertet werden soll bzw. welcher Text zu welcher Aufgabe gehört. Lassen Sie einen
    ausreichenden Rand frei.
(3) Bei der Beantwortung der Aufgaben sind auch Stichworte ausreichend (soweit damit der
    Sinnzusammenhang deutlich wird).
(4) Je zu erreichendem Punkt haben Sie im Durchschnitt eine Minute Zeit zur Bearbeitung.
(5) Die Benutzung von Rotstiften ist unzulässig.
(6) Bitte denken Sie daran, dass wir im Interesse einer fairen Prüfung gezwungen sind,
    Täuschungsversuche (Abschreiben vom Nachbarn, unerlaubte Hilfsmittel) bis hin zum
    Ausschluss aus der Klausur (Klausur nicht bestanden!) zu ahnden.
(7) Falls Sie in der letzten Viertelstunde vor Ende der Klausur fertig werden, sollten Sie auf Ihrem
    Platz sitzen bleiben, um Ihre Kommilitonen/-innen nicht in der Endphase der Klausur zu stören.


                                            Viel Erfolg!
Verbundstudiengang MBA und Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen – Prof. Dr. Gerd Uhe / Prof. Dr. Hufnagel
Klausur: Allgemeine BWL vom 07.02.2009




1.     Ökonomisches Prinzip (9 Punkte)

Bei vielen Diskussionen wird von Unternehmern immer wieder verlangt, sie sollen sich
ökonomisch verhalten.

a) Was besagt das ökonomische Prinzip? Welche Unterarten gibt es? (6 Punkte)

b) Geben Sie für jede Unterart ein kurzes Beispiel. (3 Punkte)


2.     Ökonomische Unternehmensziele 20 Punkte)

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat verkündet, dass diese
Bank in Zukunft auch ein kostenloses Girokonto anbieten würde, sofern mindestens pro
Monat 1.200 Euro eingehen würden. Die Bank ist offensichtlich daran interessiert, dass die
Direktbanken wie ING-Diba nicht noch mehr Marktanteile gewinnen. Gleichzeitig wird von
der Deutschen Bank eine Zielrendite von 15 v. H. auf das Eigenkapital angestrebt.

     a) Nennen und erläutern Sie bitte im Rahmen der ökonomischen Ziele jeweils zwei
        Unterziele, die man in dem Bereich der Leistungs-, Finanz- und Erfolgsziel anstreben
        kann. (9 Punkte)

     b) Welche beiden nicht-ökonomischen Ziele sind Ihnen allgemein bekannt? Erläutern Sie
        diese. (4 Punkte)


     c) Welche Gefahren für die Deutsche Bank könnte Herr Ackermann erkannt haben? (3
        Punkte)

     d) Im Zusammenhang mit den Erfolgszielen wird oft von der Gewinnmaximierung
        gesprochen. Wie sollte die Gewinnmaximierung aus zeitlicher Sicht verstanden
        werden, welche allgemeine Gewinnkennziffer ist Ihnen bekannt? (4 Punkte)
Verbundstudiengang MBA und Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen – Prof. Dr. Gerd Uhe / Prof. Dr. Hufnagel
Klausur: Allgemeine BWL vom 07.02.2009




3. Grundlagen der Kostentheorie (19 Punkte)

Die Firma Belatron GmbH ist mittelgroßer Zulieferer für die Halbleiterindustrie und stellt
Präzisionsartikel in höchster Qualität her.

In Zeiten der Absatzrückgänge der Abnehmerindstrie hat in der vergangenen Zeit sich auch
dieses Unternehmen dem Absatzmarkt in der Produktion anpassen müssen. Nunmehr scheint
die Durststrecke sich langsam dem Ende zu nähern.

Man hat sich in der Geschäftsleitung zum Ziel gesetzt, auf die vermutlich schnell wachsende
Nachfrage rechtzeitig mit Anpassungsmaßnahmen in der Produktion zu reagieren.

Fragen:

a) Welche Anpassungsmaßnahmen kommen grundsätzlich in Frage? (15 P? )

b) Welche Anpassungsmaßnahmen würden Sie zunächst vornehmen, mit welchen
   zusätzlichen Kosten ist dabei zu rechnen? (4 P? )




4.     Führungsstile (12 Punkte)

Die Medico GmbH ist ein junges aufstrebendes Unternehmen in der Medizinbranche, die
Software und Hardware für die High Tec Medizin herstellt (Software, Kameras und
Spezialgeräte für Gehirnoperationen mittels der Minimal-invasiven Chirurgie (operative
Eingriffe mit kleinster Verletzung von Haut und Weichteilen).

Den Kern dieses Unternehmens bilden 2 Abteilungen: Forschung und Entwicklung, in der
fünf Personen unter der Leitung von Herrn Patent arbeiten und die 80-köpfige
Produktionsabteilung, in der die Software, Hardware usw. unter der Leitung von Herrn
Aufsicht aus zugekauften Einzelteilen montiert werden.

Die Mitarbeiter der Produktion arbeiten im Schichtdienst am Fließband, während die
Entwicklungsingenieure ihre Arbeiten im Team erledigen.

a) Welche Führungsstile und welche Managementkonzepte/-techniken sollte man in den
   beiden Abteilungen anwenden? Begründen Sie Ihre Antwort. (6 Punkte)

b) Welche Vor- und Nachteile haben diese Führungsstile und Managementkonzepte/-
   techniken? (6 Punkte)
Verbundstudiengang MBA und Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen – Prof. Dr. Gerd Uhe / Prof. Dr. Hufnagel
Klausur: Allgemeine BWL vom 07.02.2009




5.     Strategische Geschäftsfelder (15 Punkte)

Das Kaffeehaus „Hofbräu“ befindet sich in zentraler Lage ganz in der Nähe des legendären
„Las Vegas Strip“. Das „Hofbräu“ ist vor allem bei Seniorinnen und Senioren sehr beliebt, die
sich vom „Spielfieber“ im Casino ablenken lassen möchten und bei heiratswilligen
Jugendlichen (vor allem deutsche Touristen).

Im Haus befinden sich 2 Etagen, das “Fashion“ liegt ebenerdig und beinhaltet eine
Hochzeitskapelle, sowie das Internetcafe mit Livestream nach Deutschland bei einer Heirat
mit technischen Geräten (Drucker, Plotter, Scanner). Der „Tanzteeraum“ befindet sich im
Souterrain (Keller) und spricht die ältere Kundschaft an, indem es Kaffee, Kuchen, eine
Tanzfläche mit langsamen Walzer und Zeitschriften zum Thema „Wohnen im Alter“ und
„Reisemagazin 60 plus“ anbietet. In den letzten Jahren waren die Kassenbons im
„Tanzteeraum“ rückläufig.

Das „Fashion“ dagegen hat Wachstumsraten zu verzeichnen. Der Manager Herr Trump sieht
diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen und überlegt, wie er die Auslastungszahlen
halten bzw. ausbauen kann.

Aufgaben:

a) Was versteht man im Allgemeinen unter strategischen Geschäftsfeldern? (3 Punkte)

b) Welche beiden Geschäftsfelder bedient das Kaffeehaus vorwiegend? (6 Punkte)


c) Welcher Position könnte man diese beiden Geschäftsfelder nach der Portfolio-Methode der
   Boston Consulting Group zuordnen? (6 Punkte)



6.     Marktsegmentierung (13 Punkte)

In der heutigen Zeit wird die Kundenorientierung der Unternehmen als zentraler Faktor für
den Erfolg gesehen.

Zunehmend wird gefordert, den Markt zu segmentieren.

     a) Was versteht man unter Marktsegmentierung; geben Sie ein Beispiel für den
        Urlaubsmarkt an (3 P)

     b) Nach welchen Merkmalen kann man Kundengruppen allgemein unterteilen? Nennen
        Sie 3 Kriterien und erläutern Sie diese beispielhaft. ( 6 P)

     c) Welche Vor- und Nachteile hat eine Segmentierung, beschränken Sie sich auf je 2
        Vor-/Nachteile (4 P)
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Klausur: Allgemeine BWL vom 07.02.2009




7.       Kommunikationsinstrumente (16 Punkte)

Der Fußballverein BVB hat sich entschieden, weiterhin seine Produkte nur selbst zu
vertreiben, da die vorgeschlagenen Vertriebspartner alle Fans des Vereines „Schalke 04“ sind.
Das kann der BVB wirklich nicht vertragen. Nun will der BVB seinen Absatz ankurbeln und
beschließt 10.000 Euro in die Werbung zu stecken.
Zur Auswahl stehen folgende Werbeträger:

         Plakatwände
         Zeitung/Zeitschrift
         Internet

     a) Mit Hilfe welcher Charakteristika (Eigenschaften) kann man allgemein Werbeträger
        beschreiben?
        Nennen Sie 2 Charakteristika und erklären allgemein deren Bedeutung. (6 Punkte)

     b) Beschreiben Sie die Ausprägung für das Internet für die 2 von Ihnen gerade
        beschriebenen Charakteristika. (4 Punkte)


     c) Für welches Werbemittel soll sich der Verein entscheiden (nur eins)? Begründen Sie
        Ihre Antwort. (6 Punkte)




8.       Marketing-Instrumente (16 Punkte)

Der große Bücherhandel „Lies mich“ will die Gunst der Stunde nutzen und aktiv den
deutschen Büchermarkt aufrollen. Auf der Produktseite haben sie nicht viel Variationen, aber
alle anderen Marketinginstrumente wollen sie intensiv nutzten.

Aufgabe:

Erstellen Sie einen Marketing-Mix für das angesprochene Produkt und Marktsegment!
Wie würden Sie die einzelnen Marketinginstrumente einsetzen (16 Punkte)