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					Welche Ausruestung brauche ich?                                                                                 Seite 1 von 4




                                                Kaufberatung
                                         Findest Du das Leben auch manchmal verwirrend?

            Deine Tante Gerti hat sich zwar glücklicherweise das kostenlose Zeitungs-Abo für nur 100,-- Euro am Telefon
          aufquatschen lassen und Du bist eigentlich perfekt versorgt mit den neuesten Kameratests, "Bin-doch-nicht-blöd-
                                                             Reklamen",
         "Geiz-geiler-Sonderangeboten", Aldi-Lidl-Plus-Sonder-Mittwochs-Angeboten, Photokina- und CEBIT-Neuigkeiten,
         Foto-Tipps-und-Tricks-Fachzeitungen und nicht enden wollenden Bestenlisten mit undurchschaubaren Testkriterien.

                                           Aber so richtig glücklich macht Dich das nicht?

        In vier verschiedenen Testzeitungen gibt es zehn verschiedene "Beste Kameras"? Und die drei Sonderangebote Deiner
                 großen Hightech-Verramscher reden alle von der besten Kamera und doch ist es immer eine andere?

      Du schaust Tante Gerti grimmig an und verfluchst sie heimlich, dass sie sich immer allen Scheiß aufquatschen läßt, denn
              ohne die vielen neuesten Kameratests, "Bin-doch-nicht-blöd-Reklamen", "Geiz-geiler-Sonderangeboten",
      Aldi-Lidl-Plus-Sonder-Mittwochs-Angeboten, Photokina- und CEBIT-Neuigkeiten, Foto-Tipps-und-Tricks-Fachzeitungen
      und nicht enden wollenden Bestenlisten mit undurchschaubaren Testkriterien würde es Dir bestimmt besser gehen und Du
                                                       klarer durchblicken?

                                                            Mag sein....

      Im Jahr 2000 (also kurz nach dem vermeintlich größten Computercrash aller Zeiten durch dem schrecklichen Wechsel von
      99 auf 00, also zu Zeiten, als die Amis noch mit anderen Feind- und Angstbildern agitierten, um die Welt zu verdummen...)
       begann ich Die Fotoschule zu schreiben, um bei dem entstehenden Durcheinander von Digital und Analog (der gute alte
      Film in allen Variationen) vielleicht dem einen oder der anderen etwas weiterzuhelfen. Es gab einzelne Digitalcameras und
         die Entwicklung war überschaubar. Inzwischen habe ich Die Fotoschule, insbesondere die Rubriken, die sich mit dem
      Kamerakauf (auch "digital oder analog") beschäftigen, über zehnmal aktualisiert. Jetzt (März 2008) bringt die CEBIT eine
                weitere Flut innovativer Ideen im Fotobereich hervor und das Angebot wird immer undurchschaubarer.




        Was braucht man denn heutzutage eigentlich, um zu fotografieren?
                                                  Na ja, viel hat sich nicht geändert:

                             >> Einen Fotoapparat, den Du dabei hast….. keine Kamera, keine Fotos <<

       Den Spruch wirst Du in der Fotoschule bestimmt schon an vielen Stellen gelesen haben und er bleibt auch in der heutigen




file://C:\Online Homepage\fotoschule\fotoschule_kaufberatung.html                                                 25.02.2008
Welche Ausruestung brauche ich?                                                                                      Seite 2 von 4



       digitalen Fotozeit uneingeschränkt bestehen. Im Prinzip reicht die gute alte klassische (und analoge) Kamera aus, um gute
       Fotos zu bekommen. Das kannst Du aber in den anderen Rubriken der Fotoschule ausführlich lesen, hier soll es um Deine
                         NEUE KAMERA, Dein NEUES OBJEKTIV oder Dein NEUES FOTOZUBEHÖR gehen
                            (auch wenn es die dritte Kamera und eine komplett unsinnige Geldausgabe sein sollte….).

        Ich habe in den letzten Wochen so viele Anfragen per Email bekommen, die immer wieder einen vergleichbaren Inhalt
                                                              hatten:
       >> …soll ich die Nikon oder besser die Olympus kaufen, ist der Polfilter XY besser, als der von AB? Wieviel Megapixel
        brauche ich? Welche Speicherkarten sind die besten, was nehme ich für einen Blitz? Soll ich jetzt kaufen oder warten?
                                                              …..<<


        Was Du für Tante Gerti an fotografischer Ausrüstung brauchst, ist nicht so einfach zu sagen, ich nenne einfach mal die
                                        Komponenten, die ich für meine Fotoeinsätze nutze:

      Da ja inzwischen kaum noch einer nach Informationen über klassische Kameras (analog mit Film) sucht, behandele ich jetzt
       auch nur den digitalen Bereich. Ähnlich, wie ich es schon mit meinen analogen Kameras gehalten habe, ist es auch digital
      geworden. Eine kleine Kamera zum “dabei haben” und eine große Kamera für weiterführende Aufgaben. Meine Ausrüstung
                       ist inzwischen etwas überholt, wenn man den Maßstab der Herstellerwerbung anlegt….:

                                                   Minolta Dynax 5D (Bauj. 2006)
     (18-200mm Objektiv -- 75-300mm Objektiv -- 50mm Objektiv -- 6 Megapixel -- IBM Microdrive 1GB & 4GB SanDisc CF-
        Card -- 2 Akkus -- Minolta Systemblitz 3500 -- Berotron 2500D -- Servoblitzauslöser -- Dreibeinstativ mit Skala und
     Waage -- Einbeinstativ -- Mini-Tischstativ -- Grautonkarte -- Polfilter -- Softfilter -- div. Effektfilter -- 4 Studioscheinwerfer
                                                          und Reflektoren)

                                                Casio Exilim EX V7 (Bauj. 2008)
                               (35-270mm Objektiv -- 7,2 Megapixel -- 8GB SDHC-Card -- Ministativ)

                                             Canon Powershot S20 (Bauj. Anf. 2000)
      (35-70mm Objektiv -- 3,34 Megapixel -- IBM Microdrive 1GB & 3 Stück 256mb SanDisc CF-Cards – 3 Stück LiOn Akkus
                                                -- -- Mini-Tisch-Klemm-Stativ)

                                                   Sony Ericsson K800i (Foto-Handy)
                                               (3,2 Megapixel – 1GB Memory Stick M2)

                                             Für die digitale Dunkelkammer:
          Blechotto mit 3 GHZ – 1GB RAM – 200GB-HDD – DVD-Brenner – Scanner & Diascanner – Epson 1290 DINA3
                                           Fotodrucker -- ULEAD Photoimpact

                                            Das mal zusammengefasst zu meiner Ausrüstung.




file://C:\Online Homepage\fotoschule\fotoschule_kaufberatung.html                                                       25.02.2008
Welche Ausruestung brauche ich?                                                                                                            Seite 3 von 4



                               Was Du brauchst, orientiert sich sehr an Deinem fotografischen Interesse.

           Wenn Du Tante Gerti einmal im Jahr am Strand im Häkel-Bikini und danach frühestens wieder grinsend vor dem
        Tannenbaum fotografierst, die Kamera also eher in der Schublade liegen wird, solltest Du nach einer Digicam mit 3 – 6
        Megapixel, 3-fach Zoom (echtes, nicht digital), Standardakkus und SD- bzw. CF-Card schauen. Du kannst hier eher den
      niedrigeren Preis entscheiden lassen, denn die Größe der Kamera (je kleiner bei gleicher Leistung, umso teurer) ist nicht so
       entscheidend; Du trägst die Kamera eher selten als festen Begleiter bei Dir und nimmst sie bewusst zur Hand, um mal ein
        Foto zu machen. 3 Megapixel sorgen für vernünftige Qualität bei Fotoprints in 10x15 cm und das Zoom hilft Dir, Tante
                                                   Gerti mal etwas “heranzuholen”.
     Diese Kamera hat noch genug Reserven, falls Du Dich irgendwann doch etwas mehr mit dem Thema Fotografie beschäftigen
        solltest (was nach meinen Erfahrungen im Freundes- und Bekanntenkreis übrigens fast chronisch mit dem Erwerb einer
                                                           Digicam folgt…..)
                                              Jedes “Mehr” an Kamera brauchst Du nicht.

                                                               >>> hier geht´s weiter <<<




                                Das Urheberrecht für alle Inhalte der Digitalfotogalerie und der Rubrik Die-Fotoschule liegt bei
                                                                       www.ralfonso.de
                               Unerlaubte Verwendung bzw. Vervielfältigung werde ich strafrechtlich und zivilrechtlich verfolgen.
                           Informationen zur privaten Nutzung von Texten, Abbildungen und Daten erhältst Du auf Anfrage per Email



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                                         Ralfonso online - Die Seiten zum Stoebern und sich-drin-vergraben mit Fotoschule, Kite
                                         Corner, Absurdia und Digital-Fotogalerie.




file://C:\Online Homepage\fotoschule\fotoschule_kaufberatung.html                                                                            25.02.2008
Welche Ausruestung brauche ich?                                                                                          Seite 1 von 3




       Hast Du bisher bereits mit einer besser ausgestatteten Kompaktkamera (analog mit Film) fotografiert und öfters mal Lust
                  daran, Deine Umwelt im Sucher zu betrachten, solltest Du Dich nach folgender Kamera umschauen:
     4-8 Megapixel -- 3-fach Zoom (oder besser) -- kurze Auslöseverzögerung (0,1 sec. <-- wenn nichts angegeben wird, Finger
            weg!) -- Leistungsfähiger Akku (je nach System gleich Zweitakku kaufen <--- es mangelt eher an Strom, als an
        Speicherplatz) -- SD-Cards (am besten gleich eine 2GB mitkaufen) – wenn´s das Geld zulässt, möglichst kleines Modell
       kaufen (je eher hast Du sie ständig dabei…) -- helles gut auflösendes Display in Dir gut erscheinender Größe -- möglichst
      einen echten Sucher -- Stativgewinde und ein kleines Tisch-Klemm-Stativ -- Markenware (hört sich doof an, aber ich glaube
      immer noch an Qualitätsstandards namhafter Hersteller wie Nikon, Olympus oder Canon und bin bei Yokofutsi Rapid trotz verlockender
                                                   Ausstattungsmerkmalen eher skeptisch)
          Digicams in dieser Qualitätsstufe haben gewissermaßen standardmäßig so ziemlich alle Programmautomatiken,
            Blitzprogramme (und einen Blitz), Bildersequenzen, Selbstauslöser usw., darum erwähne ich sie nicht extra.
      Um allerdings wirklich alles aus Deinen digitalen Bildern rauszuholen, solltest Du möglichst einen PC und entsprechende
      Kenntnisse besitzen. Ein Bildprogramm gibt Dir ungeahnte Möglichkeiten, Dich fototechnisch zu entfalten und wird Dir
                                  doppelte Freude an Deiner Kamera und Deinen Fotos bescheren.




       Solltest Du bisher zur Gruppe der ambitionierteren Spiegelreflexkamera-Fotofans gehören, kannst Du sicher die Auswahl
          Deiner zukünftigen Digitalen selbst am besten beurteilen. Deine Digitale sollte mindestens das bieten, was Du bisher
        genutzt hast. Jeder Abstrich wird Dich über kurz oder lang neu kaufen lassen; spätestens dann wird Dein vermeintliches
                                 Sparen unterm Strich durch den Zweitkauf eine teure Fehlentscheidung.
         Zur Zeit drängen immer mehr echte D-SLR´s (scheint wohl die Abkürzung für Spiegelreflexkameras mit CCD-Chip /
       Sensor zu werden) auf den Markt, was Dir zumindest theoretisch die Möglichkeit offen hält, ein digitales Kameragehäuse
         passend zu Deiner bestehenden Ausrüstung aus Objektiven und Systemzubehör auszusuchen. Viele Hersteller machen
     inzwischen genau damit Werbung. Ich frage mich zwar schon seit Jahren, warum sich diese Idee erst jetzt richtig durchsetzt,
       aber ich schätze da haben ganz klar marketingorientierte Entscheidungen eine Rolle gespielt (lass die Doofen erstmal unsere
                         anderen Kameras kaufen, danach bringen wir die zum System passenden Komponenten raus ....).
         Wenn Du also ein Canon-, Nikon oder Olympus-System besitzt, versuche ein digitales Gehäuse dafür zu bekommen.
      Beachte unbedingt die Angaben der Hersteller zur Verwendung der bisherigen Objektive, nicht alle Objektive harmonieren
      von ihrer Abbildungsleistung mit den neuen Digitalbodys. Generell benötigen die CCDs deutlich hochwertig geschliffenere
      und veredelte Linsen, als der gute alte Film. So fallen Objektivschwächen bei normalen SLR´s nicht auf, bei der Digi-SLR
           aber sehr wohl. Oft hilft es, einfach ein paar Testfotos zu machen und zu schauen, wie sich das alte Objektiv an der
      digitalen SLR macht. Fallen Lichtsäume auf, die meistens im Randbereich entstehen, solltest Du auf spezielle Objektive für
                Digi-SLR´s umsteigen (auch wenn sie momentan noch dreimal so teuer sind, wie die anderen Objektive).
                                                        “Versuch macht klug...” ;-))

                Ansonsten bleibt der Umstieg auf ein hochwertiges neues System, u.U. auch mit einem festen Zoom.
      Panasonic, Olympus, Sony und Canon bieten tolle Brennweitenbereiche in einem Gehäuse an, dass auch für engagiertere
     Fotofans keine Engpässe entstehen (es muß nicht zwangsläufig negativ sein, wenn man das Objektiv nicht wechseln kann...)
                    Die optische Leistung heutiger Zooms ist denen aus analogen Zeiten oftmals weit überlegen.



                             Mit diesem Thema beschäftigen sich in der Fotoschule zwei weitere Rubriken:




file://C:\Online Homepage\fotoschule\fotoschule_kaufberatung2.html                                                          25.02.2008
Welche Ausruestung brauche ich?                                                                                             Seite 2 von 3



                                               Digitalcamera (die “richtige” Digitalcamera)
                                               Digitalfotografie vs. Klassischer Fotografie

       Außerdem habe ich in vielen anderen Rubriken häufig Beispiele dafür untergebracht, was Du brauchst und was Du Dir
                                                   vielleicht sparen kannst.




        Nachdem die Fotoindustrie und Kamerahersteller Mitte der 90er-Jahre an einem Punkt ankamen, daß es so schien, die
      Kameras haben alles, was man überhaupt noch brauchen könnte (Programmautomatiken, Blitzautomatiken, Autofokus...)
      fragte man sich : was soll noch an neuen Modellen kommen, die wirklich was neues bringen? So etwas Neues, daß einen
        auch dazu bringt, zu kaufen. Die Umsatzzahlen stagnierten, gingen bei dem einen oder anderen Kamerahersteller auch
       deutlich zurück. Jeder Fotofan, jeder Haushalt hatte eine gute Kamera und brauchte keinen Grund, noch eine weitere zu
                                                   kaufen, oder eine noch bessere.
     Tja, dann kam ausgerechnet aus dem Lager der bisher milde belächelten Computer-Freaks die Idee, Bilder in Bildpünktchen
                  zu speichern. Einzelne Hersteller wagten den Sprung in diesen lukrativen Markt, andere pennten.
                                         Wie es heute aussieht, brauche ich Dir nicht zu sagen.

      Pfiffige Medienprofis haben ein Bild etabliert, daß Du heutzutage ohne eine Digitalcamera gar nicht mehr fotografieren
     kannst, daß Du Deine Kamera als modisches Dings Bums an einem Kettchen am Hals trägst, quasi als Modeschmuck. Und
      den schon vom Computer bekannten Trend folgend, wird darauf gebaut, den dummen Verbrauchern zu suggerieren, daß
       man immer mehr Megapixel braucht, um mithalten zu können. Sie haben es geschafft, daß heutzutage Leute den festen
      Glauben haben, eine Digitalcamera haben zu müssen, die schon vorher mit den analogen Kameras keinen Bock hatten zu
                                                           fotografieren.

                                                        Nimm Deine Tante Gerti.
           Technisch ein Totalausfall (und nicht nur technisch....), kein Plan vom Computer, kein Feeling für fototechnische
      Zusammenhänge, kein fotografisches Auge...... und sie macht Dich kolone mit diesem schon zwanghaften Gedanken, daß
                                              sie unbedingt eine Digitalcamera braucht!
                                                             Weißt Du was?
                                                                Genau das!
     Nichts besseres hätte der Fotoindustrie passieren können, als so ein Denken. So lassen sich Digitalcameras zuhauf verticken
           und sie verschwinden nach kurzer Zeit in den Wohnzimmerschränken....weil doch zuviele Knöppe dran sind...

                                                              Schade.
         Denn so einfach war es noch nie, Fotos fast ohne Nebenkosten zu schiessen. Soviele Du willst und in Echtzeit, mit
            Sofortanguck-Möglichkeit. Laß Dich nicht verarschen; ein Slogan der Hightech-Discounter, aber so wahr.
                                                       Fall nicht drauf rein.
         Was Dir da untergejubelt wird als “must have” ist in den allermeisten Fällen weit an dem vorbei, was Du brauchst.

                            Mit diesem Thema beschäftigen sich in der Fotoschule zwei weitere Rubriken:

                                              Digitalcamera (die “richtige” Digitalcamera)
                                              Digitalfotografie vs. Klassischer Fotografie


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                                              Bitte beachte meine Hinweise zum Download HIER




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Fotoschule Sonderthema                                                                                                    Seite 1 von 7


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                                         Fotografie vs. Film und Digital vs. Analog
               Deine Tante Gerti liebt kleine Sahnetörtchen, Zitronenröllchen und Zimtsterne. Sie trifft sich gerne mit ihren
                            Freundinnen zum Kaffeeklatsch und ist leidenschaftliche Marienkäferzüchterin.

                                                                Da kann man sicher schmunzeln.

                                                                       Aber was machst Du?
                                                                             Nichts?

         Oder bezeichnest Du faul auf dem Sofa liegen und dumpfbirniges TV glotzen plus noch dumpfbirnigeres Abballern
                               dreibeiniger Aliens auf Deiner Xbox (Nintendo-Sony-Sega etc.) als hip?
       Der uns umwebende Tran aus Unterhaltungsmedien, kommerziellem Freizeitvergnügen, Blindkonsum, verdummender
                      Werbung und manipulierter Sensationsmedien läßt Dich langsam und schleichend veröden.
       Du wirst antriebslos, kannst Dich bald auch zu den kleinsten Dingen nicht mehr recht aufraffen, nichts macht Dich mehr
      so richtig glücklich und alles läuft so vor sich hin. Kreativität, Ideenverwirklichung und Engagement werden immer mehr
                                               zu Fremdwörtern in Deinem Lebensverlauf.

                                                        Ist das zu düster geschildert?
                        Oder willst Du es nur nicht bejahen, weil Du inzwischen so ungern in den Spiegel schaust....?

                                                              Wie dem auch sei, es gibt Auswege.


                                    “Auch die längste Reise beginnt mit einem einzelnen Schritt”
                             Und den hast Du bereits gemacht, denn Du bist in der Fotoschule gelandet.
         Du bringst Interesse für etwas auf und hast die Hauptvoraussetzung für erfolgreiches Gelingen bereits mitgebracht:
                                                             Interesse!
                    Interessiere Dich und Du wirst verstehen, leicht lernen und entwickelst Neugierde auf mehr.

                                        Ob die Fotografie nun des Rätsels letzte Lösung ist, will ich nicht beurteilen.
                                                   Sicher nicht, aber für manch einen kann sie das sein.
                                                       Und für all diejenigen gibt es Die Fotoschule.




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Fotoschule Sonderthema                                                                                            Seite 2 von 7




        Fotografie verbinde ich mit Kreativität, bewußtem Sehen und Wahrnehmen der Natur, Menschen, Tieren schlichtweg
                                                          allem um mich herum.
         Das kann sie auch für Dich sein oder werden. Sie gibt Dir die Möglichkeit, Erinnerungen festzuhalten, wichtige und
                                schöne Momente Deines Lebens festzuhalten und mit anderen zu teilen.
                      Natürlich umfaßt die Fotografie noch viel mehr Bereiche, die Du für Dich entdecken kannst.
             Vielleicht hast Du Spaß an der Reportage und verfaßt kleine mit Fotos unterlegte Texte zu Themen, die Dich
       interessieren. Ein Freund führt seit Jahren ein fotografisches Tagebuch und hat stets eine kleine Minox Sucherkamera in
       der Tasche, um die Alltäglichkeiten seines Lebens festzuhalten. Er hat anfangs Alben in Leitzordnern angelegt und führt
        sein Tagebuch inzwischen digital weiter. Inzwischen ist er überzeugter Foto- Blogger geworden und aus der analogen
         Minox ist eine digitale Exilim geworden. Wenn er sich an irgendwelche Begebenheiten seines Lebens erinnern will,
        braucht er nur die entsprechenden Seiten im Album zu suchen und findet die passenden Fotos (versehen mit Notizen).

          Eine Freundin hat durch die Fotografie gleich noch ein zweites Hobby gefunden. Sie wußte nicht so recht, was sie
        eigentlich fotografieren sollte und stellte fest, daß sie am liebsten während ihrer Urlaubsreisen fotografiert. Es dauerte
        nicht lange und sie plante Reisen in alle möglichen Länder, um dort zu fotografieren. Sie suchte ihre Ziele direkt nach
       dem fotografischen Angebot von Sehenswürdigkeiten, Natureigenheiten und Menschen vor Ort aus. Während der Reise
           genoß sie es, sich richtig intensiv (ohne zeitliche Einschränkungen) mit der Fotografie beschäftigen zu können.

            Vielleicht entwickelst Du Spaß an Fotoausstellungen und tingelst durch die Städte, um Deine Fotos zu zeigen.
            Oder Du steigst ein in die eigene Entwicklung Deiner Fotografien in der Dunkelkammer? Vielleicht sogar in
                         schwarzweiß? Ich habe darüber Freude an dem nachträglichen Colorieren gefunden.

       Wenn Du nun denkst, daß die Fotografie ein “einsames Hobby” ist, wo Du Dich meistens allein mit beschäftigst, dann
          liegst Du falsch. Du kannst es natürlich so gestalten, daß Du allein dabei bleibst (vielleicht suchst Du ja sogar die
      Ruhe...), es geht aber auch anders. Gibt es in Deiner Stadt, oder im näheren Umkreis einen Fotoclub? Da kannst Du Dich
      mit Gleichgesinnten austauschen und neue Impulse bekommen. Es macht nicht minder Spaß mit einem/r guten Freund/in
       auf gemeinsame Fototour zu gehen, zusammen fotografische Ideen zu verwirklichen oder Fotos (Bilddateien) zu zweit
           weiterzuverarbeiten. Viele Fotocommunities im Internet bieten User-Treffen an, bestimmt auch in Deiner Nähe.

       Wie wäre es mit einer Fotostory, ähnlich eines Comics aus Einzelfotos gemeinsam mit Deinem ganzen Freundeskreis.
       Nach einem Drehbuch, das ihr selber erstellt, einer Story, die ihr euch ausdenkt übernimmt jeder eine Rolle und schon
        geht das Fotoshooting los. Das macht schon im Vorfeld richtig Spaß, ist eine prima Freizeitbeschäftigung und bietet
       auch beim späteren Zusammenschneiden des Comics jede Menge Möglichkeiten zur gemeinsamen Unternehmung. Ich
        habe so eine Serie mal gemacht, es entstand die WURPS-Story, in der der arme Sir Egbert entführt wurde und befreit
                                                          werden mußte....
                       Wir hatten alle viel Spaß daran und sprechen heute noch davon (es ist schon Jahre her).

        Ich bin sicher, daß sich diese Beispiele noch beliebig erweitern lassen, denn mit der Fotografie kannst Du zahlreiche
                                                      andere Dinge verknüpfen.
         Viele Hobbies erfordern die Anschaffung umfangreicher und häufig teurer Ausrüstungen, um überhaupt starten zu




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Fotoschule Sonderthema                                                                                           Seite 3 von 7



             können. Ein Fotoapparat ist meistens irgendwo im Haus bzw. in der Familie vorhanden. Häufig vergraben in
         irgendwelchen Schränken oder Schubladen wird er nur zu Weihnachten und vor Urlaubsfahrten aus der Verbannung
                                                          hervor gekramt.
         Wenn Du Dich etwas in meiner Fotoschule eingelesen hast, wirst Du an verschiedenen Stellen über einen Grundsatz
                                                            “stolpern”:

                    --> Egal mit welchem Fotoapparat Du fotografierst, die Hauptsache ist, Du hast ihn dabei. <--

                     Wenn Du Dich mit der Fotografie beschäftigen willst, reicht anfangs jeder Fotoapparat aus.
       Wenn Du dann langsam von dem “Foto-Virus” infiziert sein solltest, kannst Du immer noch überlegen, ob und was Du
                                                          Dir dann zulegst.
            Als ich Mitte 2001 mit der Fotoschule begann, fotografierten die meisten Fotofans mit klassischen Kameras.
       Digitalcameras waren bei halbwegs vernünftiger Qualität im Verhältnis zu entsprechenden analogen Kameras sündhaft
                 teuer und nur was für Fotografen, die einen besonderen Hang zur digitalen Bildbearbeitung hatten.
       Auflösungen um 2 Megapixel waren Standard, 3 Megapixel schon selten und 5 oder 6 Megapixel galten als Luxus und
        waren nur vereinzelt in Digitalcameras zu finden. Ebenso selten waren Fotohändler und Labore, die Digitalfotos auf
                                                        Fotopapier abzogen.

       Die digitale Welt hat jedoch ihren eigenen Zeittakt und so stehen wir heute vor einer Situation, in der Fotointeressierte
       bei der Wahl einer neuen Kamera nicht mehr vor der Frage stehen, ob sie eine Spiegelreflex oder Sucherkamera kaufen
                                  sollen, sondern ob die Neue digital oder analog das Licht einfängt.
        Die Aldi´s und Lidl´s dieser Welt wecken mit Dumpingpreisen für Digitalcameras verborgene Wünsche und zwingen
                                                   den Käufer sich zu entscheiden:

                                                        Digital oder Analog?

                                Vielleicht kann ich Dir bei einer ähnlichen Entscheidung etwas helfen.
       Vor fünf Jahren (Anfang 2000) habe ich mir meine erste “Digitale” gekauft (über den Preis will ich besser mal gar nicht
                          reden...), eine Canon Powershot S20 mit 3,4 Megapixel und 2x- optischem Zoom.
        Ich war sofort begeistert von all den neuen Möglichkeiten, fand es absolut spitze, sozusagen in Echtzeit die Fotos zur
       Verfügung zu haben. Dieses Warten auf meine Fotos beim Fotohändler hat mich schon immer genervt und war damals
                schon ein Grund für mich, im eigenen Labor meiner Dunkelkammer zu entwickeln. Solche Dinge, wie
        Panoramafunktion und direkter Bildbeurteilung auf dem TFT- Bildschirm eröffneten nie gehabte Perspektiven. Meine
            geliebten Spiegelreflexkameras und die bisher von mir favorisierte Olympus µII wanderten unbeachtet in den
       Vitrinenschrank und gehörten zum alten Eisen. Ich rüstete stattdessen meine Digitale mit einem zusätzlichen Akku und
               einer zusätzlichen Speicherkarte auf und nahm sie mit in den Urlaub. Die Spiegelreflex blieb zu Hause.

          Da bemerkte ich das erste Mal, daß meine Digitalcamera bei allem digitalen Schnickschnack eben doch nur eine
       Kompaktkamera und keine Spiegelreflexalternative ist. Ich kehrte aber trotzdem nicht zurück zur klassischen Fotografie,
                                sondern investierte nach einiger Zeit in eine digitale Spiegelreflex.
         Meine klassische Spiegelreflexkamera nehme ich nur noch sporadisch zur Hand, ebenso wie ich seinerzeit meine
          mechanische Uralt-Spiegelreflex nur noch aus Sentimentalität zur Hand nahm, als ich eine Programmautomatik-
                                             Autofokus-Spiegelreflexkamera erwarb.

                                           Was will mir nun der Ralfonso eigentlich sagen?

        Nun, vor fünf Jahren hätte ich an dieser Stelle sicher geschrieben, die digitale Fotografie wird neben der klassischen
                   Fotografie ihre Berechtigung haben, sie sicherlich ergänzen, aber nicht verdrängen oder ersetzen.
                                           Das sehe ich inzwischen (November 2004) anders.
           In beinahe allen Bereichen wird sie sich durchsetzen und in absehbarer Zeit den Standard setzen. Gespräche mit
          Pressefotografen bestätigen das ebenso, wie der Trend im Freundeskreis. Pressefotografen und Journalisten haben
        meistens chronisch wenig Zeit, müssen ihre Bilder möglichst sofort bei Agenturen haben und werden für Printmedien
       digital bearbeitet und manipuliert. Wer kann sich da noch Entwicklungszeiten und Postwege leisten? Vom Kamerachip
         via Notebook und Handymodem direkt übers Internet in den Redaktionsrechner (oder die Kamera sendet selbst...).
       Ein befreundeter Fotograf mit umfangreicher Mittelformatkamera und einer perfekt abgestimmten Ausrüstung verliert
           inzwischen Aufträge, weil seine Auftraggeber keine Durchsichtsbilder (sagen wir mal große Dias), sondern eine
          CDROM mit den fertigen Fotos haben wollen. Er schwört aber auf seine hervorragende Ausrüstung und lehnt die
                                Digitalfotografie und Computer ab. Ich finde, das ist ein fataler Fehler.


                                                             Und privat?

        Jeder hat einen PC, fummelt mehr schlecht als recht mit Bildprogrammen rum, brennt CD´s und druckt auf inzwischen
         selbst im LowCostbereich qualitativ hochwertig arbeitenden Druckern. DVD- Player erstürmen die Wohnzimmer und
                     spielen digitale Fotoalben ab, der Händler an der Ecke offeriert Digiprints zu Discountpreisen.
                                                     Der Trend ist vorprogrammiert.
          Die Compact Disc verdrängte seinerzeit die LP (auch wenn es genügend Leute nicht glauben wollten), die DVD ist
          momentan dabei, der Videocassette das Licht auszupusten (ach was sag ich, BlueRay macht sie gerade k.o.) und die
       Digitalcamera wird es bei der klassischen Kamera samt Film nicht anders machen. Übrig bleiben einige Puristen, die bei
        einem Glas guten Rotwein gerne mal wieder eine Schallplatte auflegen und sich am vollen warmen Klang erfreuen (da
       zähle ich mich übrigens auch zu...), hin und wieder eine Musik-Cassette liebevoll und überlegt bespielen, oder die uralte




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Fotoschule Sonderthema                                                                                        Seite 4 von 7



            Spiegelreflexkamera mit satt in die Halterung schlagendem Reflexspiegel und hakelig einzufädelnden feinem
                               Schwarzweißfilm aus dem Schrank nehmen und auf Fototour gehen.
                                             Der Takt der breiten Masse schlägt anders.


        Ergänzend empfehle ich Dir meinen Kommentar in der Fotoschule zur “Richtigen Kamera”, Du kannst ihn per Klick
              HIER lesen. Oder Du liest meine Kaufberatung, die Dir vielleicht hilft, das zu finden, was Du suchst....


            Um auf den Titel dieser Rubrik zurückzukommen, Digital vs. Analog, gebe ich Dir nun einige ganz subjektive

                                            R@lfonso-online – Tipps.
        – wenn Du eine analoge Kamera besitzt, mit der Du zufrieden bist und Fotos so belichten kannst, wie Du es möchtest,
                                        dann behalte sie und kaufe Dir noch keine Digitalcamera
          – wenn Du Foto-Neueinsteiger bist und probieren willst, ob die Fotografie was für Dich ist, dann versuch Dir einen
        Fotoapparat bei irgendwem auszuleihen, kaufe Dir ein paar billige Filme und leg los. Auch Du solltest Dir noch keine
                                                          Digitalcamera kaufen
       – bist Du Fotoneuling, hast erste Erfahrungen mit der Fotografie gemacht und stehst vor der Entscheidung einen eigenen
                                     oder besseren Fotoapparat zu kaufen, dann kaufe eine “Digitale”
         – beschäftigst Du Dich intensiver mit den Themen Digitale Bildbearbeitung, Fotodruck, Multimedia-TV-Shows und
              verbringst viel Zeit damit, Deine Fotos per Scanner zu digitalisieren, dann steige auf eine Digitalcamera um
          – willst Du endlich auch Eine haben, kannst vielleicht Deine analoge Kamera günstig verkaufen und reizt Dich die
                                                Technik? Dann schlag zu und hol Dir eine

                                       Allerdings gibt es zwei grundlegende Unterscheidungen.
        Auf der einen Seite stehen die Anfänger, Wenigfotografierer und “Nichtsotechnikinteressierten”, auf der anderen Seite
                     die “semiprofessionellen ambitionierten” Fotografen mit umfangreicher Analogausrüstung.

             Den erstgenannten rate ich zu einer digitalen Marken- Kompaktkamera mit folgender Mindestausstattung:
            3-6 Megapixel / 3-fach optischem Zoom / Standardakkus (z.B. Mignonzellen) / 1GB CF-Card oder SD-Card
        Auf jeden Fall einen zweiten leistungsfähigen Akkusatz und eine zweite (oder von vornherein eine größere) CF-Card.
       Eingebauter Blitz, TFT- Monitor, Videoclipfunktion etc. ist ohnehin inzwischen Standard. Kaufe im Zweifel die kleinere
                              etwas teurere Kamera, Du wirst sie unterwegs lieber dabei haben wollen.
                                          Nicht jedes Superbilligangebot ist auch preiswert...
                                     Nicht umsonst heißt es: “Wer billig kauft, kauft zweimal.”

       Dem ambitionierten Fotofreund rate ich zur grundlegenden Überlegung, ob die Digitale ergänzen oder ersetzen soll. Als
         Ergänzung reicht das, was ich oben beschreibe, evtl. mit 6-8 Megapixel und Möglichkeiten, externe Blitzgeräte per
         Blitzsynchronschuh verwenden zu können. Vergiß nicht, daß sich die Digitale mit Deinen erprobten Fotoapparaten
                                         messen muß und da sollte sie schon was können.
          Willst Du mit der Digitalen Deine bisherige Kameraausrüstung ersetzen (und ich wette, das wird sie langsam und
                               schleichend, aber bestimmt), dann investiere in ein vernünftiges Gerät.
                                 Gute Ware kostet auch heute noch Geld; auch bei Digitalcameras.

        Arbeitest Du viel mit unterschiedlichen Objektiven, sollte das Deine Digitale auch können. Magst Du Spiegelreflex,
          dann verzichte bei der Digitalen nicht darauf. Jeder Rückschritt, den Du bei der Ausstattung Deiner Digitalen im
       Vergleich zu Deiner bisherigen Kamera machst, treibt Dich irgendwann zum zweiten Kauf der Kamera, die Du Dir von
        vornherein hättest holen sollen. Und für Deine dann gebrauchte Digitalcamera bekommst Du einen kleinen Sack voll
                                                                Nüsse.
        Achte auf Systemkonformität, Erweiterungsmöglichkeiten, Systemzubehör und Kameras, bei denen Du vorhandenes
       Zubehör auch benutzen kannst. Nikon, Canon und Sony (mit den alten Minolta-Obj.) bietet beispielsweise die Option,
                                          Spiegelreflexobjektive auch weiterhin zu benutzen.
        Vielleicht reicht aber auch eine Kamera mit Spiegelreflexeigenschaften und qualitativ hochwertigen Zoomobjektiven
                       über einen weiten Brennweitenbereich (28-200mm z.B. bei der Minolta Dimage 7) aus?




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Fotoschule Sonderthema                                                                                            Seite 5 von 7




                                           Probiere Kameras beim Fotohändler testweise aus.
                             Welche liegt gut in der Hand, zu welcher hast Du instinktiv ein gutes Gefühl?
       Nur bitte nicht beim Händler endlos beraten lassen und probieren, um dann nachher bei guenstiger.de im Internet billig
       einkaufen. Das zerstört auch noch die letzten fähigen Händler im Fotobereich. Auch Beratung kostet Geld in Form von
                        qualifiziertem Personal, wenn Du es in Anspruch nimmst, solltest Du es auch bezahlen.


         Eine gute Digitalcamera kostet etwa soviel, wie eine Videokamera. Videocameras können auch Fotos belichten und
                                           Digitalcameras Videosequenzen aufnehmen.

                                                                Wat nu‘?

                             Wäre da nicht eine eierlegende Wollmilchsau genau das, was wir brauchen?
                                                              Vielleicht.
       Wer weiß, vielleicht sind beide Systeme in 5 Jahren miteinander verschmolzen. Immerhin kann man mit dem Fernseher
                                 inzwischen schon ins Internet und auf dem PC kann man fernsehen.
                    Wie auch immer die Geräte mal werden, eine Entscheidung wirst Du selbst treffen müssen:
                                                   fotografiere ich, oder filme ich?

                                                     Beides gemeinsam wird nichts.

        Ich habe vor Jahren mal den Schritt zum Videofilm gemacht und bin arg gescheitert. Der Maßstab ist nicht lange zu
                                    suchen: jeder kennt Filme aus dem Fernsehen und aus dem Kino.
                                                          So sieht ein Film aus.
                                                          Das ist man gewohnt.
       Also gilt es etwas zu schaffen, das es mit dem gesetzten Standard (den jeder Bekannte, der Deine Filme anschaut latent
                       mit sich bringt) aufnimmt. Alles andere wirkt plump, selbstgemacht und oft dilettantisch.
        Also arbeitete ich mich mal wieder autodidaktisch in die Materie und filmte, schnitt, vertonte, mischte, fügte Effekte
                                              hinzu und bastelte an meinen Videoprojekten.
         Leider war ich nie annähernd mit meinem Produkt zufrieden. Ich mußte feststellen, daß ich jenes filmische Gefühl
                                        schlichtweg nicht besaß, das ich aber hätte haben sollen...

           Bezeichnend war ein Kommentar eines guten Freundes während des Betrachtens eines meiner “Meisterwerke”.
                  Er meinte: “Deine Videos erinnern mich immer an Fotografien, nur daß sich die Bilder bewegen.”
         Das war das erste Mal, daß ich darauf achtete und stellte fest, daß er recht hatte. In meinen Videos waren zahlreiche
        Einstellungen, in denen ich die Landschaften fotografierte. Ich hielt die Einstellung starr, schwenkte nicht, ließ einfach
             die Einstellung wirken. Das waren zum Teil sehr schöne Landschaftseinstellungen. Nur hatte das mit einem
                                     unterhaltenden und spannenden Filmprojekt nicht viel zu tun.




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Fotoschule Sonderthema                                                                                                             Seite 6 von 7




                                                     Ich zog meine Lehre daraus.
        Mein fotografisches Auge läßt sich nicht verbiegen und schon gar nicht verarschen. Ich sehe fotografisch und da wollte
                                            ich mich auch in Zukunft drauf konzentrieren.


        Du solltest ebenso genau in Dich horchen und auf das achten, was Dir mehr liegt. Ich behaupte einfach mal so, es geht
                            immer nur eins von beiden; entweder Du bist der Typ Foto oder der Typ Film.
        Du wirst für die Fotografie viel Zeit aufbringen müssen, die Dir wenig Möglichkeiten für ein zweites intensives Hobby
                 läßt (sofern Du noch im Berufsleben stehst, Freundschaften pflegst und eine Familie um Dich hast).
        Digitale Bildbearbeitung und die Weiterverarbeitung Deiner Digitalfotos erfordert viel Routine, die Du aber erst nach
         stundenlangen PC-Software,- und Probieraktionen erlangst. Wenn Du ein Bildbearbeitungsprogramm sicher wie ein
       Handwerkszeug bedienen willst, hast Du keine Zeit mehr, nebenbei noch Soundprogramme, Videoschnittprogramme und
                                                umfangreiche Spiele am PC zu benutzen.
          Ebenso sieht die Situation während einer Reise, bzw. im Urlaub aus: ein Video vom Urlaub erfordert konsequentes
            Filmen. Wann willst Du dann noch konzentriert fotografieren? Wie willst Du das ganze Ausrüstungsgelumpe
                                         transportieren; Fotoausrüstung plus Videoausrüstung?

                       Daher abschließend meine persönliche Beurteilung zum Thema Fotografie vs. Video/Film:

                                                              “Jeder das, was er kann...”

                                     Fotoapparate zum fotografieren, Videokameras für Videos.
                                      Ein Fotograf sollte fotografieren, ein Videofilmer filmen.
       Grenzen verlaufen oft fließend und jeder sollte auch mal das andere probieren, aber der Schwerpunkt muß klar umrissen
                                                   und erkennbar sein und bleiben.



          Ich versuche die Themenbereiche der Fotoschule den aktuellen Trends anzupassen und den digitalen Fortschritten
        gerecht zu werden. Da sich die technischen Gegebenheiten im Kamerasektor innerhalb von Wochen ändern, wirst Du
         nicht ständig die aktuellsten Angaben zur gerade populären Megapixelauflösung vorfinden. Ich bin aber zunehmend
                                       mehr der Meinung, daß das letztlich gar nicht schlimm ist.

               Egal mit welcher Kelle Du den Speis anrührst um ein Haus zu bauen, Du baust immer noch ein Haus.
            Damit meine ich, daß die Grundregeln zum erfolgreichen Fotografieren weder seinerzeit vom Siegeszug der
          Autofokuskameras und Programmautomaten, noch vom jetzt gerade stattfindenden Boom der Digitalcameras neu
                                                      geschrieben werden.

                           Du malst immer noch mit Licht, nur das Papier Deiner Leinwand hat sich geändert.



                                                                     In dem Sinne,



                              noch viel Spaß mit meiner Fotoschule und der Digital Fotogalerie wünscht Dir



                                                                        Ralfonso



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          In der .pdf- Version dieses Textes sind aus technischen Gründen leider keine Links zu verzweigenden Themen der
                                                         Fotoschule verfügbar

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                  In dem Sonderthema “Kaufberatung” gebe ich ganz konkret Tipps zum Kauf von neuen Digicams!




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