SPSS-Syntax by qdw43728

VIEWS: 0 PAGES: 1

									                                                                                                                              Benjamin Fretwurst


                                                              SPSS-Syntax
SPSS unterscheidet Analyseprozeduren, Daten-Transformationen und -Definitionen. Analysen erzeugen Tabellen oder Grafiken im
Output und verändern die Daten nicht. Transformationen verändern die Daten. Definitionen ändern die Variablendefinitionen oder die
Anordnung der Daten (Sortieren); die Werte in den Zellen (pro Fall und Variable) bleiben unberührt.
Befehle beginnen immer mit einem Schlüsselwort (zB fre, cros, recod, comp …), das eindeutig ist, wenn der fett gesetzte Teil
geschrieben wurde. Nachdem man das Schlüsselwort geschrieben hat, kann man sich mit  den Aufbau des Befehls ansehen.
Variablenlisten bestehen aus einer oder mehreren Variablen. Mehrere Variablen werden einfach durch Leerzeichen getrennt oder es wird
eine oder mehrere Listen angelegt indem man ‚to’ benutzt (= von Variable bis Variable); dabei werden alle Variablen berücksichtigt die im
Dateneditor hintereinander stehen. ZB: fre v1 to v20 v34 v40 to v50. erzeugt Häufigkeitstabellen für die Variablen v1 bis v20, die Variable
v34 und die Variablen v40 bis v50.
Wenn man das Menü nutzt: über ‚Einfügen’ (‚Paste’) die Anweisung, die man sich zusammengeklickt hat, in den Syntax.
Kommentare werden durch ** eingeleitet und müssen mit einem Punkt abgeschlossen werden. Anweisungen können so „auskommen-
tiert“ werden. Kommentare innerhalb von Befehlszeilen fangen mit /* an und enden mit */
                                                 Jede Anweisung endet mit einem Punkt!

                                                             Variablendefinitionen:
variable label variable ‚Variablenlabel’ .                              Variablennamen dürfen nur 8 Zeichen lang sein, aber Label 256 Zeichen.
value label variablenliste Wert ‚Ausprägung’ Wert                       Wertelabel (Ausprägungen): Zuordnung verbaler Entsprechungen zu den
‚Ausprägung’ … .                                                        Zahlen der Variblen. Ersetzt vorherige Definitionen.
add value label variablenliste Wert ‚Ausprägung’ .                      Fügt ein Label zu bestehenden Definitionen einer Variablen hinzu.
missing value variablenliste (fehlende Werte) .                         Fehlende Werte definieren.
                                                            Datentransformationen:
recode variblenliste (alte Werte = neuer Wert) …                        Kodiert Werte bestehender Variablen in neue um.
(sysmiss = neuer Wert)(missing = neuer Wert)                            System-fehlende oder alle Missing-Werte in neuen Wert.
(Else = neuer Wert)                                                     Mit ‚Else’ werden alle nicht vorher definierten Werte erfasst.
into Zielvariablenliste .                                               Genauso viele Zielvariablen wie alte (Zuordnung über die Reihenfolge).
                                                                        Achtung: Entfällt „into“ werden die bestehenden Variablen überschrieben
                                                                        und alte Werte, für die keine neuen definiert sind bleiben wie sie sind.
count Zielvariable = variablenliste (zu zählende Werte) .               Zählt auf Fallebene für die Variablenliste ob die zu zählenden Werte
                                                                        vorkommen, und schreibt deren Anzahl in die Zielvariable.
compute Zielvariable = Ausdruck .                                       Berechnet eine Zielvariable aufgrund einer Formel (Ausdruck), die ua
                                                                        Variablen enthalten kann.
Rechenarten:
+, -, /, *,                                                             Grundrechenarten.
**, sqrt (Variable)                                                     Zwei Sterne = Exponentialrechnung; Wurzeln durch ‚sqrt’ oder X**0.5.
Funktionen:                                                             Funktionen funktionieren auch wenn in einer der Variablen ein fehlender
sum(Variablenliste) zB: comp neu = sum(v1, v2 to v9).                   Wert auftaucht.
mean(Variablenliste) zB: comp neu2 = mean(v1, v2, v3).                  Bei ‚mean’ wird durch die Zahl gültiger Werte geteilt.
rnd(Variable)zB: comp neu2_ger = rnd(100*neu2)/100.                     ‚rnd’ rundet auf ganze Zahl. Beispiel rundet auf zwei Nachkommastellen.
logischer Ausdruck:                                                     Wird die Zielvariable über einen logischen Ausdruck definiert (wahr oder
(Variable ‚logischer Ausdruck’ Wert/ Variable)   0 oder 1               falsch), schreibt SPSS die Zielvariable mit 0 (falsch) und 1 (wahr).
if Bedingung Zielvariable = Ausdruck .                                  Gleicht ‚compute’ bis auf die Tatsache, dass die Berechnung nur unter
                                                                        einer Bedingung durchgeführt wird (Kurzversion von ‚do if - end if’).
temp .                                      logische Ausdrücke          Bedingte Transformationen. ‚Temp’ sorgt dafür, dass Fälle genau für eine
select if (Bedingung) .                       (Bedingungen):            Transformationsanweisung entsprechend der Bedingung ausgewählt
Anweisung .                                   Verknüpfungen:            werden.
zB recode, count, compute                  ~ (not), | (or), & (and)     Achtung: wird ‚temp’ nicht mit markiert und der Befehl abgeschickt,
                                                Operatoren:             werden alle Fälle gelöscht, die die Bedingung nicht erfüllen!
do if Bedingung .                            <, >, =, <=, >=, ~=        Bedingte Transformation (Achtung: Analyseprozeduren nicht möglich).
Anweisung(en) .                            zB Variable   Wert:          Hinter jeder Zeile folgt ein Punkt!
else if Bedingung .                       (v1>2 & v3~=4 | v3=5),
Anweisung(en) .                                                         Wenn vorherige Bedingungen nicht erfüllt sind, werden die Anweisungen
else .                                    zB Variable   Variable:       nach ‚else’ ausgeführt. Ohne ‚else’ bleiben Fälle für die die Bedingung
Anweisung(en) .                         (v4 >v5 & v4 ~=v3 | v6<=v4)     nicht zutrifft unberührt (ggf. systemfehlender Wert).
end if .                                                                ‚do if - end if’ muss immer mit ‚end if’ abgeschlossen werden.
                                                               Analyseprozeduren:
frequencies variablenliste                                              Häufigkeitsauszählungen für eine oder mehrere Variablen.
/stat mean stddev median                                                Statistische Kennwerte (Mittel, Standardabweichung, Median).
/barchart                                                               Balkendiagramm.
/histogram normal .                                                     Histogramm; optional mit Normalverteilungskurve.
crosstabs variable with variable                                        Kreuztabellen.
/chisq                                                                  Chi-Quadrat-Test
/cell row collumn total expected .                                      Zellenausgabe (Zeilen-, Spalten-, Gesamtprozente, erwartete Werte)
t-test pairs = variablenliste [with variablenliste] .                   Mittelwertvergleiche: 1) T-Test für jeweils zwei Variablen [bestimmte].
t-test groups = variable (Wert, Wert) /variablenliste .                 2) T-Test einer Variablen für Gruppen (2 Werte einer anderen Variable).
correlate variablenliste [with variablenliste] .                        Korrelationen. [‚r’ nur zwischen bestimmten Variablen, nicht allen]
regression                                                              Multiple lineare Regression mit einer AV und UVs in Blöcken.
/statistics defaults CI CHA TOL F                                       Grundstatistiken + KI der Bs, Änderung in R je Block, F statt t, Toleranz
/dependent variable                                                     AV
/method enter variablenliste /meth enter … .                            erster Block von UVs, zweiter Block von UVs …
filter by filtervariable .                                              Führt Analyseprozeduren durch wenn die Filtervariable = 1 und
(die filtervariable- ist binär mit 0 und 1)                             unterdrückt Fälle, die in der Filtervariable eine 0 aufweisen.
                                                                        Achtung: Wirkt nicht auf Transformationen!
filter off .                                                            Schaltet den Filter aus.
split file by variable .                                                Teilt die Ausgabe nach den Ausprägungen einer Variablen.
split file off .                                                        Schaltet ‚Split’ aus.

								
To top