Deal Report 2009 by sae16085

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									      Weltweiter M&A-Boom
      hat Deutschland erfasst



      Deal Report 2009
Erfahrung schafft Werte –
Angermann bleibt auch in bewegten Zeiten erfolgreich
n   Der weltweite M&A-Markt hat die Talsohle durchschritten
n   Der Staat agierte global als Dealmaker
n   Deutscher M&A-Markt steigerte sich im zweiten Halbjahr
n   Konzentration auf nationale Transaktionen
n   Adäquate Preise für attraktive Unternehmen
n   Aktivste Branchen
n   Ausgewählte Angermann-Transaktionen 2009
n   In eigener Sache – Erfolg durch internationale Marktpräsenz - 25 Jahre M&A International Inc.
n   Ausblick 2010 – Einsetzende Stabilisierung findet ihre Fortsetzung
                                                                          Inhalt                        Seite



Der weltweite M&A-Markt hat                                               Der weltweite M&A Markt hat
                                                                          die Talsohle durchschritten      1
die Talsohle durchschritten                                               Der Staat agierte
                                                                          global als Dealmaker             2

                                                                          Deutscher M&A-Markt steigerte
Die Auswirkungen der Kredit- und Finanzmarktkrise blieben auch 2009       sich im zweiten Halbjahr      3
das prägende Element auf dem globalen M&A-Markt. Im Vergleich zum
Vorjahr hat sich die Lage sogar noch einmal verschärft. So waren          Konzentration auf
                                                                          nationale Transaktionen          4
weltweit sowohl die Anzahl als auch das Transaktionsvolumen rückläu-
fig und befinden sich auf dem niedrigsten Niveau seit 2004. Das
                                                                          Adäquate Preise für
Gesamtvolumen der angekündigten Transaktionen betrug 2009
                                                                          attraktive Unternehmen           5
2.395,5 Mrd. US-$ und lag damit 24% unter dem Volumen von 2008,
als weltweit noch ein Wert von 3.170,0 Mrd. US-$ erreicht wurde. Mit      Aktivste Branchen                6
insgesamt 35.998 vollzogenen Deals beträgt der Rückgang der Anzahl
der Transaktionen im Vergleich zu 2008 lediglich 13,7%. Damit war
der verhältnismäßige Rückgang bei der Dealanzahl geringer als beim
                                                                          Ausgewählte Angermann-
Dealvolumen, woraus sich ein verringertes durchschnittliches Trans-
                                                                          Transaktionen 2009
aktionsvolumen ergibt. Trotz der großen Schwierigkeiten und den
damit verbundenen Unsicherheiten für die weltweiten M&A-Märkte,
                                                                          Pfennigpfeiffer AG               7
sind die Prognosen für 2010 durchaus optimistischer als in der
Vergangenheit. Die Talsohle, so der Eindruck vieler Marktteilnehmer,      Performance in Lighting S.p.A. 8
ist mittlerweile bereits durchschritten.
                                                                          Coveright Surface Gruppe         9

                                                                          Koninklijke Wessanen nv         10

                                                                          FBH-Gruppe                      11
  M&A-Markt 2009
                                                                          adesso AG                       12

     Deal-Volumen weltweit
                                                                          Vereinigung der
     in Mrd. Euro
                                                                   5000   Zuckerrübenanbauer e.V.         13

                                                                   4500   Gaenslein und Völter            14

                                                                   4000   Bemateks-Gruppe                 15

                                                                   3500   Greenkote Plc.                  16

                                                                   3000   In eigener Sache –
                                                                          Erfolg durch internationale
                                                                   2500   Marktpräsenz – 25 Jahre
                                                                          M&A International Inc.          17
                                                                   2000

                                                                          Ausblick 2010 -
                                                                   1500   Einsetzende Stabilsierung
                                                                          findet ihre Fortsetzung         18
                                                                   1000

                                                                          Angermann steht für
                                                                    500   Nachhaltigkeit und Stabilität   19
      2003         2004         2005   2006   2007   2008   2009
Quellen: Dealogic, M&A Review



                                                                                                           1
Der Staat agierte
global als Dealmaker
Als ein Indikator für einen anstehenden Aufschwung könnte der           n Weltweiter M&A Markt
Jahresverlauf im Finanzsektor angesehen werden. So lag das                erlebt Rückgang der
weltweite durch Finanzinvestoren angekündigte Dealvolumen mit             Deal-Anzahl und des
75,9 Mrd. US-$ um 60% unter dem Wert des Jahres 2008 und                  Transaktionsvolumens
erreichte damit auf Jahresbasis den niedrigsten Wert seit 2001. Einen
Hoffnungsschimmer verspricht jedoch der Blick auf die Zahlen des        n Volumen der durch
vierten Quartals. Mit 35,7 Mrd. US-$ entfielen fast 50% des Jahres-
                                                                          staatliches Eingreifen
volumens auf die letzten drei Monate. Bemerkenswert bei der Gesamt-
                                                                          ausgelösten Trans-
betrachtung des M&A-Jahres 2009 ist ebenfalls, dass der Staat welt-
                                                                          aktionen erreicht
weit, zumindest vorübergehend, die Rolle des Dealmakers übernahm.
                                                                          Allzeithoch
Das Volumen der durch staatliches Eingreifen ausgelösten Trans-
aktionen erreichte 2009 mit 354 Mrd. US-Dollar ein Allzeithoch.
Besonders die britische Regierung stach diesbezüglich hervor, als sie   n Europa verzeichnet mit
für ihren Anteil von 84,9% an The Royal Bank of Scotland insgesamt        30 % den geringsten
41,8 Mrd. US-$ zahlte. Bei der kontinentalen Betrachtung zeigt sich,      globalen Marktanteil seit
dass die USA mit einem Anteil von 32,7% am globalen M&A-Volumen           einem Jahrzehnt
die wichtigste M&A-Region auf der Welt bleiben, obwohl das erreichte
Gesamtvolumen von 783,4 Mrd. US-$ das schlechteste Ergebnis seit        n Australien steigt zum
2003 darstellt. Europa verzeichnete mit einem Gesamtvolumen von           viertgrößten M&A-Markt
718,5 Mrd. US-$ und einem globalen Anteil von 30% den geringsten          weltweit auf
Marktanteil seit einem Jahrzehnt. Deutschland sowie Großbritannien
waren mit einem Volumenrückgang von jeweils 46% die am stärksten
betroffenen Länder auf dem europäischen Kontinent. Anders als in
Europa und den USA konnte die Region Asien/Pazifik ein positives
Ergebnis verbuchen. Hier stieg das Volumen von 453,8 Mrd. US-$ im
Vorjahr um 9% auf 493,1 Mrd. US-$. Den stärksten Zuwachs erzielte
mit einem Plus von 84% Australien, dessen M&A-Markt dadurch zum
viertgrößten weltweit aufstieg.




                                                                                                   2
Deutscher M&A-Markt steigerte
sich im zweiten Halbjahr
Der deutsche M&A-Markt hat erheblich an Robustheit eingebüßt.                                            n Deutscher M&A-Markt
Während 2008, mit einem Minus von 6%, nur der weltweit geringste                                           büßt an Robustheit ein
Rückgang beim Gesamtvolumen verkraftet werden musste, kam
Deutschland im vergangenen Jahr nicht so glimpflich davon. Das                                           n Umfeld für
Volumen der angekündigten Deals sank 2009 auf 94,1 Mrd. US-$ und                                           Transaktionen hat sich
lag damit 46% unter dem Wert des Vorjahres. Auch hinsichtlich der                                          ab dem dritten
Dealanzahl musste ein beträchtlicher Rückgang verkraftet werden. Im                                        Quartal verbessert
Vergleich zu den 1.191 abgeschlossen Transaktionen von 2008
bedeuten die 972 abgeschlossen Deals von 2009 einen Rückgang von
                                                                                                         n Zurückhaltung bei
18,2%. Bei der Betrachtung des Jahresverlaufs ergeben sich trotz
                                                                                                           Cross-Border-Deals setzt
dieser negativen Fakten Anhaltspunkte für eine Stabilisierung auf dem
                                                                                                           sich weiter fort
aktuellen, wenn auch relativ niedrigen Niveau. So scheint sich das
Umfeld für Transaktionen ab dem dritten Quartal verbessert zu haben.
Belegt wird dies durch steigende Transaktionszahlen mit einem Plus                                       n USA sind erneut
von 17,7% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009. Außerdem                                                  wichtigstes Käuferland –
verfestigt sich der Eindruck, dass die gegenüber 2008 um 41,3%                                             Österreich ist für
gesunkenen durchschnittlichen Transaktionsvolumina ihr Minimum                                             deutsche Unternehmen
bereits überwunden haben. Insgesamt deutet dies auf eine Aufhellung                                        das beliebteste Zielland
des deutschen M&A-Marktes in 2010 hin.




               Top Ten der Deals mit
               Deutscher Beteiligung 2009 (nach Volumen)*
               Transaktionswert in Mrd.            €
                    Käufer                             Objekt                        Preis (ca.)

               1 RWE AG                                Essent N.V.                                 8,3

                                                                                                             M&A-Markt 2009
               2 Deutsche Bank AG                      Deutsche Postbank AG                        4,9


               3 E.ON AG                               E.ON Sverige AB                             4,5       Anzahl der Deals in                        1800
                                                                                                             Deutschland
               4 Volkswagen AG                         Dr. Ing. h.c.F. Porsche AG                  3,9                                                  1600

                    SoFFin (Sonderfond
               5                                       WestLB AG                                   3,0                                                  1400
                    Finanzstabilisierung)

               6 SoFFin (Sonderfond                    Hypo Real Estate Holding AG 3,0                                                                  1200
                 Finanzstabilisierung)
                    Integra Energie GmbH Thüga AG
               7                                                                                   2,9
                    & Co. KGaA                                                                                                                          1000


               8 Stattkraft AS                         E.ON AG                                     2,2
                                                                                                                                                         800

                 Aabar Investments
               9                                       Daimler AG                                  2,0
                 PJSC                                                                                                                                    600

               10 SoFFin (Sonderfond                   Commerzbank AG                              1,8
                  Finanzstabilisierung)                                                                                                                  400

               Gesamtvolumen                                                                     36,5
               *Genehmigung durch Wettbewerbsbehörden bei einigen Transaktionen evtl. noch ausstehend                                                    200



                                                                                                         2003   2004   2005   2006 2007   2008   2009
Quelle: M&A DATABASE                                                                                     Quellen: Dealogic, M&A Review



                                                                                                                                                   3
Konzentration auf                                                        Der deutsche M&A-Markt
                                                                         2009 nach Ländern
nationale Transaktionen                                                  n Die Objekte, an denen
                                                                         deutsche Unternehmen 2009 eine

Die bereits 2008 erkennbare Zurückhaltung hinsichtlich Cross-Border-     Beteiligung erwarben, lagen in...

Deals hat sich in 2009 weiter fortgesetzt. So fanden von den insge-                                                                                                                      80




                                                                                                                                                                           515
samt 972 Transaktionen 515 bzw. 53% auf rein nationaler Ebene statt.
                                                                                                                                                                                         70
Im Vergleich zu 2008 ist der Anteil der grenzüberschreitenden Trans-
aktionen demzufolge um 6 Prozentpunkte auf 47% gesunken. Die
                                                                                                                                                                                         60
Gründe für diese Entwicklung liegen unter anderem in der geringeren
Risikobereitschaft von Investoren begründet, die erfahrungsgemäß mit
                                                                                                                                                                                         50
wirtschaftlich schwierigen Zeiten einhergeht. Viele deutsche und
internationale Unternehmen sind nicht bereit, in einem schwierigen                                                                                                                       40
Marktumfeld die mit Cross-Border-Deals verbundenen Länder- und
Währungsrisiken einzugehen, und konzentrieren ihre Aktivitäten




                                                                                                                                                             32
                                                                                                                                                                                         30




                                                                                                                                                   29
                                                                                                                                   27
deshalb weitestgehend auf nationale Objekte. Aktivste Käufernation
                                                                                                                                                                                         20
auf dem deutschen Markt blieb wie in den Vorjahren die USA. Im




                                                                                                                  17
                                                                                                   15
Vergleich zu 2008 konnten statt 62 jedoch nur noch 39 Transaktionen                                                                                                                      10




                                                                                     10
mit einem US-amerikanischen Käufer verzeichnet werden. Dies
                                                                                                                                                                                          0
bedeutet ein Minus von 37,1 %. Ebenfalls zurückhaltender als im
Vorjahr zeigten sich die schweizerischen Unternehmen, die bei einem




                                                                                     Frankreich

                                                                                                   Niederlande

                                                                                                                 Großbritannien

                                                                                                                                  USA



                                                                                                                                                             Österreich
                                                                                                                                                   Schweiz



                                                                                                                                                                           Deutschland
Rückgang von 39% insgesamt 36-mal als Käufer in Deutschland
auftraten. Dahinter folgen Großbritannien mit 22, Österreich mit 21,
Frankreich mit 16 und die Niederlande mit zehn Transaktionen. Weder
als Käufer noch als Zielnation traten die BRIC-Staaten (Brasilien,
Russland, Indien und China) 2009 besonders in Aktion. Während
China 2008 als Zielnation für deutsche Unternehmen immerhin 13
Transaktionen verbuchen konnte, wurden 2009 lediglich fünf Käufe im
Reich der Mitte vollzogen. Etwas aktiver waren die deutschen Unter-
nehmen in Indien, wo sieben Deals abgeschlossen wurden. In Brasilien     n Die Käufer deutscher
kam es hingegen zu sechs und in Russland zu zwei Deals. Auffällig ist,   Objekte, die 2009 erworben

dass den 20 Transaktionen deutscher Unternehmen in den BRIC-             wurden, kamen aus...r                                                                                           80


                                                                                                                                                                           515
Staaten gerade einmal zwölf Transaktionen gegenüber stehen, bei
                                                                                                                                                                                         70
denen die Käufer aus diesen Ländern kamen. Chinesische Firmen
waren dabei überhaupt nicht vertreten. Beliebtestes Zielland für
                                                                                                                                                                                         60
deutsche Unternehmen war 2009 Österreich mit 32 Transaktionen.
Auf den weiteren Plätzen folgen die Schweiz mit 29, die USA mit 27                                                                                                                       50
und Großbritannien mit 17 Transaktionen.
                                                                                                                                                                                         40
                                                                                                                                                             39
                                                                                                                                                   36




                                                                                                                                                                                         30


                                                                                                                                                                                         20
                                                                                                                                   22
                                                                                                                  21
                                                                                                   16




                                                                                                                                                                                         10
                                                                                      10




                                                                                                                                                                                          0
                                                                                     Niederlande

                                                                                                   Frankreich

                                                                                                                 Österreich

                                                                                                                                  Großbritannien



                                                                                                                                                             USA
                                                                                                                                                   Schweiz


                                                                                                                                                                          Deutschland




                                                                         Quelle: M&A Database



                                                                                                                                                                                         4
Adäquate Preise für
attraktive Unternehmen
Der deutsche M&A-Markt hat derzeit mit einer negativen Wahrneh-          n Preise für gesunde und
mung zu kämpfen, die nicht seinem tatsächlichen Zustand entspricht.        solide Unternehmen
Viele Inhaber scheuen sich davor, ihr Unternehmen anzubieten, da           bewegen sich im
sie aufgrund der Krise von einem massiven Preisverfall ausgehen.           angemessenen Rahmen
Dem ist jedoch nicht so. Vielmehr bewegen sich die Preise und die
Bewertungen für gesunde und solide Unternehmen in einem durchaus         n Deutlich reduziertem
angemessenen Rahmen. Infolge der anhaltenden Zurückhaltung durch
                                                                           Angebot an
potenzielle Unternehmensverkäufer befinden sich inzwischen immer
                                                                           Unternehmen steht
weniger attraktive Objekte auf dem Markt.
                                                                           große Nachfrage
Diesem deutlich reduzierten Angebot an Unternehmen stehen eine             entgegen
beachtliche Anzahl kaufinteressierter strategischer Investoren und
auch deutlich wieder zunehmend Finanzinvestoren gegenüber. Die           n Stärkere Finanzierung
meisten Fonds verfügen unverändert über signifikante Fondsmittel,          mit Eigenkapital ist für
die investiert werden müssen. Infolge der vorübergehend kaum               Private Equity Unterneh-
verfügbaren Akquisitions-Finanzierungsmöglichkeiten entwickelte sich
                                                                           men kein Tabu-Thema
bei Private Equity Unternehmen die Bereitschaft, Transaktionen
                                                                           mehr
prozentual stärker mit Eigenkapital – zum Teil bis zu 100% - zu
finanzieren. Zudem werden Akquisitions-Finanzierungen, zumindest
                                                                         n Finanzsektor kämpft
im zweistelligen Millionenbereich, von der Kreditwirtschaft wieder zur
Verfügung gestellt. Neben der Identifikation neuer Transaktionsziele       trotz Spitzenposition mit
stehen viele Finanzinvestoren zudem vor der Aufgabe, den Exit aus          Bedeutungsverlust
älteren Engagements voranzutreiben, um die Gewinnerwartung ihrer
Anleger zu befriedigen und die Laufzeit der Fonds nicht zu überschrei-
ten. Die sogenannten Secondaries, also der Weiterverkauf von Firmen
unter Finanzinvestoren, haben deshalb bereits wieder begonnen.

Ein weiterer, erkennbarer Trend aus dem vergangenen Jahr ist, dass
die Zahl der Unternehmenskäufe aus Insolvenzen heraus zunimmt.
Laut einer Untersuchung der Creditreform Wirtschaftsforschung gab es
im Gesamtjahr 2009 ca. 34.300 Unternehmensinsolvenzen. Dies
entspricht im Vergleich zu 2008 einem Zuwachs um 16%. Dabei
handelt es sich durchaus auch um operativ gesunde Unternehmen, die
lediglich durch bilanzielle Probleme Insolvenz anmelden müssen.




                                                                                                  5
                                                                          Der Deutsche M&A Markt
                                                                          2009 nach Branchen
                                                                          n Brancheninterne Verkäufef

Aktivste Branchen                                                         n Branchenfremde Verkäufefü



                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  160
Beim Blick auf die Liste der wichtigsten Ziel- und Käuferbranchen




                                                                                                                                                                                                                                                                                       78
zeigt sich, dass die Aktivitäten 2009 besonders vom Finanzsektor,                                                                                                                                                                                                                                                 140

der Dienstleistungsbranche sowie der Energie- und Versorgungswirt-




                                                                                                                                                                                                                                                       32
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  120
schaft ausgingen. Letztgenannter Sektor hatte im abgelaufenen Jahr
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  100
den größten Zuwachs aller Branchen zu verzeichnen. Mit 120 Trans-




                                                                                                                                                                                                                             30
aktionen auf der Käuferseite konnte gegenüber 2008 ein Plus von                                                                                                                                                                                                                                                   80

62,2% erzielt werden. Ein Grund für den Anstieg ist in der Branchen-




                                                                                                                                                                                                           26
                                                                                                                                                                                           36
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  60
konsolidierung zu finden, die unter anderem in dem erhöhten




                                                                                                                                          33

                                                                                                                                                                       29
                                                                                                                         28
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  40




                                                                          28

                                                                                                         29
Interesse großer Unternehmen an Zukunftstechnologien im Bereich
erneuerbarer Energien begründet liegt. Der Finanzsektor hat hinge-                                                                                                                                                                                                                                                20

gen, trotz seiner erneuten Spitzenposition, mit einem gewissen




                                                                                                                                                                                                                                                      Energie/Entsorgung 100
                                                                          22

                                                                                                        21

                                                                                                                         24

                                                                                                                                           22

                                                                                                                                                                       27

                                                                                                                                                                                           33

                                                                                                                                                                                                           43

                                                                                                                                                                                                                              65



                                                                                                                                                                                                                                                                                       80
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   0
Bedeutungsverlust zu kämpfen. Gerade einmal an 17% der abge-




                                                                        Computer/IT



                                                                                                                         Maschinenbau




                                                                                                                                                                                                          Chemie/Pharma
                                                                                                        Handel



                                                                                                                                        Stahl/Metall/Umwelttechnik

                                                                                                                                                                       Transport/Verkehr

                                                                                                                                                                                           Automobilbau



                                                                                                                                                                                                                             Finanzdienstleistungen



                                                                                                                                                                                                                                                                                     Dienstleistungen allgemein
schlossen Deals war der Wirtschaftszweig 2009 als Käufer beteiligt
und lag damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, als der
Anteil noch 22,9% betrug. Nach dem Abschwung 2007 und dem
Aufwind in 2008 gab es bei der Chemie- und Pharmaindustrie 2009
wieder einen Rückgang der Aktivtäten zu verzeichnen. Im Vergleich
zum Vorjahr bedeuteten die 58 Transaktionen ein Minus von 31,8%
und lassen die Branche auf den vierten Platz zurückfallen.
Der Automotive-Sektor verzeichnete mit 53 Transaktionen einen
Zuwachs von 8,2%. Insbesondere der hohe Konsolidierungsdruck
sowie unternehmerische Schieflagen waren in der stark konjunktur-
abhängigen Branche die bestimmenden Treiber für M&A-Aktivitäten.
                                                                          n Brancheninterne Käufef
Ein Comeback unter die ersten zehn Plätze schaffte der Handel mit
                                                                          n Branchenfremde Käufefü
einem Plus von 5% auf 42 Transaktionen in 2009. Nicht mehr in der
Liste vertreten sind die Branchen Maschinenbau, Transport und                                                                                                                                                                                                                                                     180

Verkehr sowie Stahl, Verarbeitung und Umwelttechnik.                                                                                                                                                                                                                                   100                        160

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  140
                                                                                                                                                                                                                                                       67




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  120
                                                                                                                                                                                                                             20




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  100

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  80


                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  60
                                                                                                                                                                                                          15




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  40
                                                                                                                                        32

                                                                                                                                                                       17

                                                                                                                                                                                           20
                                                                                                                         21
                                                                                                        19
                                                                          13




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  20
                                                                                                                                                                                                                             Energie/Entsorgung 100
                                                                                                                          21
                                                                        Stahl/Metall/Umwelttechnik 22

                                                                                                        Computer/IT 22



                                                                                                                                        Elektronik/Elektrotechnik 11
                                                                                                                                                                        27

                                                                                                                                                                                           Automobil 33

                                                                                                                                                                                                          Chemie/Pharma 43


                                                                                                                                                                                                                                                      80

                                                                                                                                                                                                                                                                                   Finanzdienstleistungen 65




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   0
                                                                                                                                                                       Medien




                                                                                                                                                                                                                                                      Dienstleistungen allgemein
                                                                                                                         Handel




                                                                       Quelle: Angermann, M&A Database



                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   6
                       Angermann-
                       Transaktionen 2009
MTH AG erwirbt
weitere 18% an der
Pfennigpfeiffer GmbH

                       Die Pfennigpfeiffer Dako Warenhandelsgesellschaft mbH mit Sitz in
                       Kesselsdorf bei Dresden ist der führende Non-Food-Discounter im
                       Osten Deutschlands. Das Filialsystem umfasst über 90 Outlets mit
                       Schwerpunkt in den Bundesländern Sachsen und Thüringen. Seit
                       Gründung im Jahre 1990 hat Pfennigpfeiffer ein konsequentes und
                       profitables Wachstum realisiert und erreicht heute mit ca. 600 Mitar-
                       beitern einen Brutto-Außenumsatz von über 100 Mio. Euro. Das
                       Unternehmen fokussiert sich auf den Verkauf von Waren für den
                       täglichen Ge- und Verbrauch mit den wichtigsten Artikelgruppen
                       Schul- und Schreibwaren, Haushaltswaren und Geschenke, Büro-
                       artikel, Kosmetika, Haushaltsreiniger sowie Saisonartikel.

                       Angermann suchte einen strategischen kapitalstarken Investor, der
                       bei der Realisierung des weiteren Wachstumspotentials behilflich sein
                       sollte. In der weiteren Folge wurde Ende 2008 die österreichische
                       Handelsgruppe MTH AG in den Gesellschafterkreis aufgenommen. Nun
                       vereinbarten beide Parteien einen vorzeitigen Übergang eines weite-
                       ren Anteils an der Gesellschaft. Herr Christoph Pfeiffer veräußerte im
                       Rahmen dessen 18% seiner Anteile an die MTH AG, welche nun 67%
                       der Anteile an der Pfennigpfeiffer GmbH besitzt. Herr Pfeiffer wird
                       dem Unternehmen weiterhin als Minderheitsgesellschafter verbunden
                       bleiben und sich an der strategischen Entwicklung und weiterer
                       Expansion der Pfennigpfeiffer GmbH beteiligen.

                       Die börsennotierte MTH Holding ist eine international tätige Gruppe
                       mit rd. 2.800 Mitarbeitern und einem Konzernumsatz von rund
                       500 Mio. Euro. Die unternehmerischen Schwerpunkte der Holding
                       liegen in den Bereichen Industrie, Handel, Private Equity und
                       Consulting. Pfennigpfeiffer stellt eine ideale Ergänzung zu dem
                       umsatzstärksten Geschäftsbereich Handel der MTH mit den
                       Mehrheitsbeteiligungen an LIBRO und PAGRO dar.




                                                                                               7
Ein neues Licht am
deutschen Markt

                             Performance in Lighting S.p.A. ist einer der führenden italienischen
                             Leuchtenhersteller. Das Unternehmen mit Sitz in Verona ist mit den
                             Marken Prisma, Prisma Architectural, SBP, SBP Urban Lighting, Klewe
                             sowie Lightis weltweit vertreten und bietet eine breite Palette ver-
                             schiedener Leuchtlösungen für den industriellen, gewerblichen und
                             privaten Bereich an. Es werden Produktionsstätten oder Repräsentan-
                             zen in Italien, Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, UK, USA,
                             Spanien, Portugal, Finnland und China unterhalten. Performance in
                             Lighting wird voraussichtlich im Jahr 2010 mit ca. 700 Mitarbeitern
                             einen Umsatz von EUR 135 Mio. realisieren.

                             Der geschäftsführende Gesellschafter der Performance in Lighting,
                             Giorgio Lodi, beauftragte Angermann mit der Suche und Prüfung von
                             geeigneten Übernahmekandidaten in Deutschland. Mit dem Kauf sollte
                             einerseits die Marktpräsenz erhöht und andererseits das Know-How
                             im Bereich Indoor-Lösungen gestärkt werden. Die Prozess- und
                             Verhandlungsführung mit den ausgewählten Kandidaten wurde von
                             Angermann ebenfalls übernommen. Als geeignetes Unternehmen
                             wurde schließlich die Spittler Gruppe identifiziert.

                             Das Unternehmen wurde im Jahr 1990 von Herrn Gerhard Spittler
                             gegründet und ist in Deutschland und Europa im Bereich der Pro-
                             duktion, Montage und des Vertriebs von Leuchten für den Indoor-
                             Bereich aktiv. Höchste Produktqualität wird durch eine Kanban-
                             Fertigung mit größter Flexibilität kombiniert. Seit dem Jahr 2006 ist
Giorgio Lodi kommentierte    Herr Jörg Steinmetz als geschäftsführender Gesellschafter in das
die von Angermann            Unternehmen eingetreten.

initiierte Transaktion       Am 14.9.2009 verkauften die Gesellschafter der Spittler Gruppe
wie folgt: „Durch die        74,9% ihrer Anteile an Performance in Lighting. Herr Steinmetz
Akquisi-tion der Spittler    verbleibt als geschäftsführender Gesellschafter mit 25,1% und wird
Gruppe haben wir unsere      weiterhin das Deutschlandgeschäft leiten bzw. gemeinsam mit dem
Marktstellung in Deutsch-    Management der Gruppe die weitere Marktdurchdringung in Europa
land massiv gestärkt         voran treiben. Herr Spittler wird dem Unternehmen als Designer und
sowie unsere Kompetenz       Berater ebenfalls weiterhin verbunden bleiben.
und Produktpalette im
Bereich Indoor signifikant
erweitert. Performance in
Lighting ist nun in der
Position, ihren Kunden
Lichtlösungen für
jeglichen Anwendungs-
bereich anzubieten.“




                                                                                                     8
Spezialpapieranbieter
veräußert Werk
in Malaysia




                        Die Coveright Surface Gruppe mit Hauptsitz in Essen ist einer der
                        weltweit führenden Hersteller von Melaminbeschichtetem, bedrucktem
                        Spezialpapier. Die Produkte werden überwiegend an die Möbel- und
                        die Laminatindustrie geliefert. Coveright produziert international in
                        mehreren modernen Produktionsstätten in Nord- und Süd-Amerika
                        sowie Europa.

                        Die Anteile an der Coveright Surface Gruppe werden von der
                        Deutschen Beteiligungs AG und von Harvest Partners LLC gehalten.

                        Im Rahmen einer Regionalen Fokussierungsstrategie hat sich
                        Coveright entschlossen, sein Werk in Kuala Lumpur, Malaysia zu
                        verkaufen. Gemeinsam mit seinem Partner Stone Forest M&A aus
                        Singapur hat Angermann Coveright bei der Transaktion beraten. Das
                        Unternehmen Coveright Surfaces Malaysia Sdn Bhd wurde an Analabs
                        Resources veräußert. Zudem wurde zwischen Käufer und Verkäufer
                        eine langfristige Lizenz- und Technische Unterstützungs-Vereinbarung
                        unterzeichnet.




                                                                                           9
Private Equity
erwirbt Convenience
Anbieter

                             Koninklijke Wessanen ist ein im niederländischen Utrecht
                             ansässiger börsennotierter Lebensmittelkonzern mit ca. 1,6 Mrd. Euro
                             weltweitem Umsatz in 2009. Im Rahmen der Neuausrichtung des
                             Konzerngeschäftes wurden 100% der Anteile an der Karl Kemper
                             GmbH an das bestehende Management des Unternehmens und einen
                             von BPE Private Equity GmbH verwalteten Fonds innerhalb von nur
                             drei Monaten veräußert.

                             Karl Kemper ist einer führenden Anbieter von qualitativ hochwertigen,
                             tiefgekühlten fleischhaltigen sowie vegetarischen Convenience
                             Produkten wie zum Beispiel Fleisch- und Kohlrouladen, gefüllten
                             Paprika und Gemüsebratlingen, Pfannkuchen und Snacks. Die
                             Produktpalette wird überwiegend an Großverbraucher, wie Studenten-
                             werke oder Industriekantinen, erfolgreich vertrieben. In 2009 erzielte
                             Karl Kemper einen Umsatz von über 30 Mio. Euro.

                             Auf Grund seiner Industrieexpertise kristallisierte sich BPE Private
                             Equity GmbH auch in den Augen des Managements als ein idealer
                             Erwerber heraus. Management und BPE wollen das Unternehmen
                             ausbauen und weiterentwickeln.

                             Angermann hat bei dieser Transaktion den Verkäufer beraten.
Sjoerd Schaafsma, CFO
Europe der Royal
Wessanen nv beurteilte
Angermanns Leistung:
“We are very happy with
the services offered by
M&A International‘s
Angermann. They have
attracted multiple
 interested potential
buyers and the private
equity scene for the Karl
Kemper business. Within
less than three months
since market approach,
this transaction was
signed and closed.
Something which shows
that Angermann is well
connected within the
industry as well as in the
German private equity
community.“




                                                                                                    10
Automobilzulieferer
kauft
Automobilzulieferer

                      Das Geschäft Technische Kunststoffe des MDAX Unternehmens
                      Gerresheimer AG produziert mit ca. 430 Mitarbeitern an den Stand-
                      orten in Deutschland, der Tschechischen Republik und Mexiko
                      komplexe Spritzgusskomponenten aus Kunststoff für die Automobil-
                      industrie. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte der Geschäftsbereich einen
                      Umsatz von über 70 Mio. Euro.

                      Die Gerresheimer AG hatte das Geschäft Technische Kunststoffe im
                      Rahmen des Erwerbs der Wilden Gruppe übernommen. Da die Mutter-
                      gesellschaft jedoch eine klare Fokussierung auf den Kerngeschäft Glas
                      und Kunststoffprodukte für Pharma & Life Science anstrebte, wurde
                      nach einem Erwerber gesucht.

                      In Kenntnis dieses Umstands identifizierte Angermann initiativ die
                      FBH-Gruppe als idealen Käufer und wurde von dieser als Berater
                      beauftragt. Die FBH Gruppe, zu der auch die Thermoplast Technik
                      Beteiligungs-AG gehört, ist ebenfalls ein mittelständischer Hersteller
                      von Spritzgussteilen für die Automobilbranche und fertigt an fünf
                      Standorten. Von der Produktpalette, über die Kundenstruktur bis zur
                      Ergänzung der Fertigungsstandorte passten beide Aktivitäten hervor-
                      ragend zusammen, sodass die Transaktion innerhalb von drei Monaten
                      ab der ersten Kontaktaufnahme zur vollen Zufriedenheit beider
                      Parteien abgewickelt werden konnte.




                                                                                         11
Deutsche
IT-Dienstleistungen
expandieren nach
Österreich

                            Die adesso AG ist ein führender IT-Dienstleister im Bereich der
                            Beratung und Softwareentwicklung in Deutschland. Im Zusammen-
                            hang mit der geplanten Expansion auf den österreichischen Markt
                            wurde die Angermann M&A International GmbH von der adesso AG
                            beauftragt, nach einem strategischen Partner zu suchen.

                            Als Ergebnis eines strukturierten Suchverfahrens wurde die
                            österreichische beiT Consulting GmbH mit Sitz in Wien von adesso
                            übernommen. Die beiT Consulting GmbH wurde Ende 2008 von
                            WirtschaftsBlatt und PricewaterhouseCoopers als eine von „Austria‘s
                            Leading Companies“ mit dem renommiertesten Business-Award
                            Österreichs ausgezeichnet.

                            adesso ergänzt durch den Zusammenschluss die bisherige
                            Branchenkompetenz im Bereich von Banken, Versicherungen,
                            Lotteriegesellschaften und dem Gesundheitswesen um die Branchen
                            eGovernment und Medien. Mit Hilfe der etablierten beiT Consulting
                            GmbH konnte adesso das auf dem branchenspezifischen Beratungs-
                            ansatz basierende Geschäftsmodell nun auch auf Österreich
                            übertragen. Der Nutzen für beiT Consulting liegt darin, dass mit Hilfe
                            von adesso nun auch Großprojekte realisiert und eine breitere
                            Kundengruppe angesprochen werden können. Das Closing der
„Wir freuen uns, mit der
                            Transaktion erfolgte im Februar 2009.
beiT Consulting GmbH
einen starken Partner in
Österreich gefunden zu
haben. Genau wie adesso
verfolgt das Unternehmen
einen soliden Wachstums-
kurs, verfügt über
entsprechende Expertise
in seinen Zielbranchen
und kann auf langfristige
Kundenbeziehungen
verweisen. Gemeinsam
werden wir diesen Kurs
fortsetzen“, erklärt
Dr. Rüdiger Striemer, bei
adesso Vorstand für die
Unternehmensbereiche
Software Development
und Corporate
Development.




                                                                                                12
Zuckersüße
Bewertung
technischer
Dienstleistungen

                   Die Vereinigung der hessisch-pfälzischen Zuckerrübenanbauer ist
                   Gründungsgesellschaft der VSK Technik Kübler, einem technischen
                   Dienstleister im Bereich der Antriebs- und Elektrotechnik, Automati-
                   sierung und Mechanik. Zielsetzung bei der Gründung im Jahr 1970
                   waren Pflege, Wartung und Neubau von Zuckerrüben-Verladeanlagen.
                   Durch die ständige Anpassung an neue Technologien und Arbeitswei-
                   sen entwickelten sich das heutige Leistungsangebot sowie die beste-
                   hende Unternehmensstruktur mit ca. 200 qualifizierten Mitarbeitern.

                   In Anpassung an sich verändernde Marktgegebenheiten war eine
                   Neubewertung der Beteiligung seitens der Vereinigung der Zucker-
                   rübenanbauer aus strategischen und finanziellen Überlegungen
                   notwendig geworden. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass der
                   Gründungsgesellschafter Südzucker AG mittlerweile ausgeschieden ist
                   und beim Mitgesellschafter Familie Kübler die zweite Generation die
                   Nachfolge übernommen hat. Außerdem hatte die Vereinigung mit
                   einem anderen Regionalverband fusioniert.

                   In diesem Zusammenhang wurde Angermann mit der Erstellung
                   einer Fairness Opinion und den hiermit zusammenhängenden
                   Beratungsdienstleistungen beauftragt.

                   Die Erstellung der Bewertung erfolgte im Frühjahr 2009 und bildete
                   die Grundlage für weitere strategische Weichenstellungen.




                                                                                        13
Einer der letzten
deutschen
Tuchhersteller geht
an Finanzinvestor


                      Gaenslen und Völter wurde 1883 durch Heinrich Gänslen und
                      Christian Völter gegründet und war die letzte in Deutschland
                      verbliebene Volltuchfabrik - das heißt, alle Arbeiten vom Färben der
                      Wolle und Spinnen der Garne bis hin zum Weben und Ausrüsten der
                      Stoffe wurden in den Räumen der Firma erledigt. Das Unternehmen
                      beliefert die hochwertige Bekleidungs- und Automobilindustrie und
                      machte in 2008 einen Umsatz von ca. 30 Mio. EUR.

                      Aufgrund eines bereits Ende 2008 absehbaren Umsatzrückgangs
                      von ca. 30% für das Jahr 2009 bestand die Notwendigkeit, zeitnah
                      einen Sanierungsplan umzusetzen. Angermann wurde deshalb
                      beauftragt, einen Käufer zu suchen, der das Unternehmen in einem
                      schwierigen Marktumfeld stabilisiert. Es standen insgesamt nur
                      wenige Wochen zur Verfügung, um einen neuen Eigentümer zu finden,
                      die Due Diligence durchzuführen und die Kaufvertragsverhandlungen
                      abzuschließen. Der Zeitdruck erklärt sich aus der negativen
                      Entwicklung, die sich zum Jahresbeginn 2009 sowohl für die
                      Automobil- als auch die deutsche Bekleidungsindustrie abzeichnete.

                      Die Hanse Industriekapital-Beteiligungs GmbH, ein in Hamburg
                      ansässiger, auf Turnaround-Situationen spezialisierter Investor, stellte
                      sich der Herausforderung und hat per 1. April 2009, über seine
                      Tochtergesellschaft Aurora Hanse Industriekapital-Beteiligungs GmbH,
                      100% der Gesellschaftsanteile übernommen.




                                                                                           14
Deutsch-türkischer
Textilhersteller kleidet
weltweit Kinder ein


                           Im Jahr 1949 gründete Josef Kanz mit zwei Strickmaschinen auf
                           dem Dachboden eine kleine Trikotwarenfabrik. Heute ist die
                           Kanz-Gruppe einer der führenden Hersteller von Baby- und Kinder-
                           bekleidung mit den Marken Kanz, Steiff, Mother Nature & Me sowie
                           Son‘s & Daughter‘s. Kanz ist in 30 Ländern auf vier Kontinenten
                           präsent. Einer der wichtigsten Lieferanten und Geschäftspartner von
                           Kanz ist die türkische BEMATEKS A.S.

                           Im Jahr 2004 wurde von Markus Kanz der sukzessive Generations-
                           wechsel des inhabergeführten Unternehmens eingeleitet. Özgür Kemal
                           Bender ist seit diesem Jahr in der Geschäftsleitung tätig. Angermann
                           wurde 2009 beauftragt die Nachfolgeregelung abzuschließen. Ziel war
                           es, mit der Familie Kanz und in Zusammenarbeit mit den finanzieren-
                           den Banken einen Modus für die Übernahme der von der Familie
                           gehaltenen Anteile und den sukzessiven Ausstieg von Herrn Kanz aus
                           der operativen Geschäftsführung auszuhandeln.

                           Mit Unterzeichnung der Kaufverträge Ende Juli 2009 haben die von
                           Angermann beratenen Erwerber, Herr Bender und die BEMATEKS A.S.,
                           sämtliche Geschäftsanteile übernommen. Herr Kanz ist im Herbst
                           2009 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Er steht dem
                           Unternehmen weiterhin beratend zur Verfügung und sichert somit die
                           Kontinuität in den Kundenbeziehungen.




                                                                                             15
Grenzenlos                   Die amerikanisch-israelische Greenkote plc. ist ein führender Anbieter
                             im Bereich der Oberflächenbeschichtung. Das Unternehmen mit
saubere
                             Standorten in den USA, Mexiko, Israel und Deutschland verfügt über
Oberflächen
                             ein sehr innovatives, patentiertes Verfahren, mit dem Oberflächen-
                             strukturen besser und kostengünstiger geschützt werden können.
                             Angermann wurde beauftragt, das deutsche Werk, welches vorrangig
                             Unternehmen der europäischen Automobilzulieferindustrie bedient, an
                             einen strategischen Partner zu veräußern.

                             Im Rahmen eines Asset Deals hat Impreglon die Greenkote Pro-
                             duktion am deutschen Standort, die Kundenbeziehungen/Aufträge
                             und die Produktionsanlagen nebst der unbefristeten Lizenz- und
                             Produktionsrechte von der Greenkote plc. übernommen. Das Closing
                             der Transaktion erfolgte zum Jahreswechsel 2009/2010.

                             Impreglon ist ein international ausgerichtetes Dienstleistungs-
                             unternehmen für Industrie-Beschichtungen mit Produktionsstätten in
                             10 Ländern. Das Unternehmen ist im Entry Standard der Frankfurter
                             Börse notiert. Zu den Kunden von Impreglon zählen: AEG, Atlas
                             Copco, Autoliv, Bahlsen, Baker Hughes, BASF, BMW, ContiTech, 3M,
                             Kraus Maffei, MAN Roland, Nestlé, Dr. Oetker, Pirelli, Rheinmetall,
                             Tesa, Thyssen Krupp, VW und weitere namenhafte Firmen.



In einer Pressemitteilung
vom 26.01.2010 fasst der
Vorstand der Impreglon
AG zusammen: „Mit dem
Zinkthermodiffusionsver-
fahren (ZTD) lassen sich
ohne jegliche Belastung
der Umwelt Korrosions-
schutzwerte auf Metall-
oberflächen erzielen,
die mit herkömmlichen
Verfahren nicht zu errei-
chen sind. Darüber
hinaus bietet ZTD einen
hervorragenden Haft-
grund für funktionelle
und dekorative Deck-
schichten, wie sie bereits
in den Impreglon-
Werken eingesetzt
werden. Besonders im
Bereich der erneuerbaren
Energien (Windkraft,
Offshore etc.) sollte das
neue Beschichtungs-
verfahren zukünftig eine
wichtige Rolle spielen.“


                                                                                                16
In eigener Sache –
Erfolg durch internationale
Marktpräsenz – 25 Jahre
M&A International Inc.
Die Fähigkeit, M&A-Projekte professionell international betreuen zu      n Länderübergreifende
können, ist für M&A-Beratungsunternehmen in den letzten Jahren             Kooperationen und
immer wichtiger geworden. Entsprechend entwickelten sich in den            Allianzen gewinnen mit
vergangenen Jahren zunehmend länderübergreifende Kooperationen             zunehmender Globalisie-
und Allianzen von M&A-Beratungsunternehmen. Ein Beispiel für eine          rung an Bedeutung
exzellent funktionierende und effektive Allianz von internationalen
Beratungsunternehmen ist M&A International Inc. (MAI). Die 1985
                                                                         n M&A International Inc.
gegründete Allianz feiert 2010 ihr 25-jähriges Jubiläum und ist somit
                                                                           ist weltweit älteste und
die älteste und mit 45 Mitgliedsfirmen in 42 Ländern auch die größte
                                                                           größte Organisation
Organisation ihrer Art. Im vergangenen Jahr hat MAI mit über 200
Transaktionen ein Dealvolumen von über 17,5 Mrd. US-$ erreicht.
                                                                           unabhängiger M&A-
Neben Professionalität und Internationalität ist Erfahrung ein             Beratungsunternehmen
entscheidendes Kriterium für den langfristigen Erfolg von Beratungs-
unternehmen. Deshalb passt Angermann M&A International als               n Neue MAI-Mitglieder
ältestes M&A-Beratungsunternehmen Deutschlands konsequent zu               kommen aus Israel,
M&A International Inc. und hat über die Jahre eine bestimmende             Brasilien, Bulgarien,
Rolle innerhalb der Allianz eingenommen.                                   Saudi-Arabien, Singapur
Um die Vorzüge von M&A International Inc. an die Kunden weiterge-          und Tunesien
ben zu können, wurde in den vergangenen Jahren eine Reihe von
innovativen Veranstaltungsformaten ins Leben gerufen. Hierzu
gehören halbjährliche Welt-Konferenzen mit Vertretern aller Mitglieds-
unternehmen sowie eine Vielzahl von regional abgehaltenen Meetings
und Fachkonferenzen mit speziellem Teilnehmerkreis. Die hohe
Reputation, die MAI auf dem M&A-Markt genießt, spiegelt sich auch in
den kontinuierlichen Anfragen von M&A-Beratungsunternehmen aus
aller Welt um eine Mitgliedschaft wider. Die Allianz verfolgt zwar
ihrerseits das Ziel, weiße Flecken auf der MAI-Weltkarte zu schließen,
jedoch nur unter Beachtung der Qualitätsstandards. Vor einer Auf-
nahme zur Probe werden eingehend die entsprechenden Standards
bei den Kandidaten abgeprüft.
Im Jahr 2009 wurden demgemäß neue Mitglieder aus
Israel (Rosario Capital, www.rosario-capital.co.il), Brasilien
(Stratus Group www.stratusbr.com), Singapur (PrimePartners,
www.primepartners.com.sg), Bulgarien (Entrea Capital,
www.entrea-capial.com), Saudi-Arabien (swicorp, www.swicorp.com)
und Tunesien (ebenfalls swicorp) aufgenommen.




                                                                                                  17
Ausblick 2010 -
Einsetzende Stabilisierung
findet ihre Fortsetzung
Der Markt für Unternehmenstransaktionen hat im letzten Quartal 2009     n Angebot an
spürbar positive Impulse erhalten. Dennoch wird auch das M&A-Jahr         Unternehmen wird
von Unwägbarkeiten, wie der konjunkturellen Entwicklung oder der          2010 steigen
Kreditvergabe durch die Banken geprägt sein. Verlässliche Prognosen
sind daher auch für das kommende Jahr besonders schwierig. Es gibt      n Viele gesamtwirtschaft-
jedoch diverse Anzeichen, die Grund für Optimismus geben.                 liche Faktoren deuten
So stabilisiert sich auf der Nachfrageseite die Stimmungslage und
                                                                          auf eine Bodenbildung
damit die Entscheidungsbereitschaft der Wirtschaft bzw. ihrer Mana-
                                                                          oder klare Erholung hin
ger. Viele gesamtwirtschaftliche Faktoren zeigen eine Bodenbildung
oder klare Erholung. Auch die Aktienbörsen sind im vergangenen Jahr
                                                                        n Erhöhte Finanzierungs-
wieder signifikant gestiegen, was zu verbesserten Eigenkapital-Finan-
zierungsmöglichkeiten und einer insgesamt positiveren Stimmung            bereitschaft der
führt. Die Bereitschaft und die Möglichkeiten der Kreditwirtschaft,       Kreditwirtschaft wird
Unternehmenstransaktionen zu finanzieren wird sich ebenso festigen,       zu einer deutlichen
was wiederum auch zu einer deutlichen Aktivierung des Private Equity      Aktivierung der Private
Sektors führen wird. Nach einem Jahr mit minimalen Transaktionsakti-      Equity Branche führen
vitäten sind die Manager der Fonds ihren Investoren gegenüber unter
Zugzwang.
Das Angebot an Unternehmen wird 2010 zudem wieder steigen. Dies
liegt unter anderem daran, dass Inhaberfamilien, durch die sich
stabilisierende Marktstimmung, wieder die Zuversicht in die Erzielung
attraktiver Verkaufspreise/ -bewertungen gegeben wird. Insbesondere
im Bereich der Unternehmensnachfolge wird diese Entwicklung spür-
bar sein. Viele Unternehmer, die ihre altersbedingt notwendige Nach-
folgereglung aufgrund der vermeintlich schlechten Marktsituation
zurückgestellt haben, werden diese nun realisieren. Des Weiteren
werden sich Konzerne und Unternehmensgruppen verschlanken
wollen, um das vorhandene Eigenkapital in den Kernbereichen zu
fokussieren. Hierfür muss dann zum Teil auch „Tafelsilber“ verkauft
werden. Ein wichtiger Treiber für M&A-Aktivitäten werden „distressed“
Situationen bleiben, da es auch weiterhin eine bedeutende Anzahl von
Unternehmensinsolvenzen und Sanierungsfälle geben wird.
Insgesamt ist zu konstatieren, dass die grundlegenden Triebkräfte der
2008 abrupt abgebrochenen M&A-Welle weiter intakt sind. Dazu zählt
allem voran die unaufhaltsame Globalisierung. Somit ist damit zu
rechnen, dass die im zweiten Halbjahr 2009 einsetzende Stabilisierung
auf dem M&A-Markt in 2010 ihre Fortsetzung findet.




                                                                                                18
   Angermann steht für
Nachhaltigkeit und Stabilität
Mit zusammen 77 Jahren M&A Erfahrung unterstützen unsere vier
        Geschäftsführer Sie gerne auch bei Ihren Zielen.




                 Dr. Hans Bethge
                 Geschäftsführender Partner
                 Tel. (040) 349 14-160
                 Hans.Bethge@Angermann.de




                 Dr. Lutz Becker
                 Geschäftsführender Partner
                                                                Angermann M&A
                 Tel. (040) 349 14-162
                                                                International GmbH
                 Lutz.Becker@Angermann.de
                                                                ABC-Straße 35 – 20354 Hamburg
                                                                Tel. (040) 349 14-160
                                                                Fax: (040) 349 14-149

                                                                Bolzstraße 3 – 70173 Stuttgart
                 Dr. Florian von Alten                          Tel. (0711) 22 45 15-14
                 Geschäftsführender Partner                     Fax: (0711) 22 45 15-10
                 Tel. (040) 349 14-168
                 Florian.Alten@Angermann.de                     Email: ma@angermann.de
                                                                www.angermann-ma.de



                                                                Exklusives deutsches
                                                                Mitglied von
                 Dr. Michael Thiele
                 Geschäftsführer
                 Tel. (0711) 22 45 15-12
                 Michael.Thiele@Angermann.de


                                                                www.mergers.net


                                                                                                 19

								
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