FRAGEN TEIL I IMMUNOLOGIE by smapdi59

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									FRAGEN TEIL I IMMUNOLOGIE

1.    Nennen Sie stichwortartig Mechanismen, die zur Vielfalt der Antigenspezifitäten von
      Immunglobulinen beitragen
      3 Punkte
      Kombination von leichter und schwerer Kette, VDJ- VJ-Rekombination, somatische
      Hypermutation

2.    Welche Typen von antigenpräsentierenden Zellen kennen Sie?
      3 Punkte
      dendritische Zellen, Monozyten/Makrophagen, B-Zellen

3.    Welche wesentliche Funktion haben CD4+ T Zellen im Laufe von Immunreaktionen und wie
      üben sie diese aus?
      2 Punkte
      Helferfunktion für B-Zellen und CD8+ T-Zellen; Zytokinausschüttung

4.    Welche hauptsächlichen Aufgaben haben Antikörper der Klasse IgG bei Immunreaktionen?
      3 Punkte
      Neutralisation von Toxinen, Opsonisierung von Erregern, Komplementaktivierung

5     Welche Substanzklassen (Lipide, Kohlenhydrate, Peptide) von Antigenen erkennen B-Zellen
      und womit erkennen B-Zellen ihr spezifisches Antigen?
      2 Punkte
      Alle; Bindung an den B-Zell-Rezeptor = membranständiges IgM/IgD

6.    Welche Untergruppen von T-Lymphozyten kennen Sie? Welche Hauptfunktion hat die
      jeweilige Gruppe?
      2 Punkte
      CD4+ und CD8+ T-Zellen; CD4: T-Helferzellen/Hilfe für B-Zellen und CD8+ T-Zellen, CD8:
      zytotoxische Zellen/Zerstörung infizierter Zellen/Apoptoseinduktion

7.    Nennen Sie die beiden wichtigsten Wege der Antigenpräsentation und ordnen Sie ihnen die
      jeweils dazugehörigen Strukturen bzw. Organellen zu.
      6 Punkte
      endogener Weg: MHC Klasse I; Proteasom - TAP - ER - GA - Transport auf die Zellmembran

      exogener Weg: MHC Klasse II; (ER, GA Peptidbindungsstelle durch CLIP blockiert) – Fusion
      mit Phagolysosom – Clip-Entfernung – Peptidbeladung – Transport auf die Zellmembran

8.    Welche Art von Antigenen erkennen T-Zellen und womit erkennen sie ihr spezifisches Antigen
      2 Punkte
      Proteine; in Form von 8 bis 20 Aminosäuren großen Peptiden in Verbindung mit MHC-
      Molekülen

9.    Wie induzieren Allergene die Histaminausschüttung von Mastzellen?
      2 Punkte
      Bindung von IgE auf Fc-Rezeptoren der Mastzellen -> Bindung des Allergens an IgE ->
      Ausschüttung

10    Welche Signale benötigt eine naive T-Zelle, um aktiviert zu werden?
      2 Punkte
      Signal 1: Erkennung von spezifischen Antigenen in Verbindung mit MHC-Molekülen
      Signal 2: Co-stimulatorisches Signal

11.   Nennen Sie 3 Funktionen des Komplementsystems
      3 Punkte
      Lyse von Bakterien, Opsonisierung von Pathogenen, Rekrutierung von
      Entzündungszellen/Chemotaxis
12.   Warum verwendet man Konjugatimfstoffe zur Immunisierung gegen Kapselantigene?
      2 Punkte
      Durch den Konjugatimpfstoff wird aus der reinen B-Zell-Antwort auf den Kohlenhyratanteil eine
      T-B-Zell Antwort durch die zusätzliche Aktivierung der T-Helferzellen durch den Peptidanteil;
      bei der T-B-Zell Kooperation müssen die Epitope nicht identisch sein;

13.   Wie Erkennen Makrophagen die unterschiedlichen Strukturen pathogener Erreger?
      2 Punkte
      Erkennung über Toll-like Rezeptoren, Rezeptoren für PAMP

14.   Welche wesentlichen Immunreaktionen werden jeweils durch Typ 1 und Typ 2 T-Helferzellen
      unterstützt?
      2 Punkte
      Typ 1: zelluläre Immunreaktionen; Typ 2: humorale Immunreaktionen

15.   Wo und wie erfolgt die Aktivierung von T- und B-Lymphozyten bei einer Hautinfektion?
      3 Punkte
      Langerhans-Zellen sind unreife dendritische Zellen, Wanderung in LK (Reifung),
      Antigenpräsentation an B-Zellen und T-Zellen
FRAGEN TEIL II VIROLOGIE

16.   Welche Stufendiagnostik wird zur Abklärung und zum Therapie-Monitoring einer möglichen
      HIV-Infektion durchgeführt ?
      2 Punkte

      HIV-ELISA-Suchtest und, falls Suchtest positiv, HIV-Immunoblot-Bestätigungstest in zwei
      unabhängig voneinander entnommenen Proben.(Ggf. HIV-RNA-Bestimmung zum Erfassen
      einer HIV-Infektion vor Serokonversion)
      Therapie-Monitoring: HIV-RNA Bestimmung (Viruslast; bDNA-Test, PCR, etc.)
      (Ggf. Resistenz-Testung)

17.   Nennen Sie zwei Indikationen für die Durchführung einer antiretroviralen Therapie.
      2 Punkte

      Fortgeschrittene HIV-Infektion
      Akute HIV-Infektion
      HIV-Infektion in der Schwangerschaft
      Postexpositions-Prophylaxe

18.   Nennen Sie drei grundsätzlich unterschiedliche Folgen einer Virusinfektion von Zellen.
      3 Punkte

      Zelltod (Zytozidie)
      Chronische persistierende Infektion (ohne Zelltod)
      Latente Infektion
      Abortive Infektion

19.   Erläutern Sie das Prinzip des Hämagglutinationshemmtests (HHT).
      2 Punkte

      Antikörper gegen das Rötelnvirus-Hämagglutinin binden an das zugesetzte Hämagglutinin und
      dieses steht für die Agglutination von Indikator-Erythrozyten nicht mehr zur Verfügung. (D.h.
      die Hämagglutination der Indikator-Erythrozyten wird durch die Rötelnvirusantikörper
      gehemmt.)

20.   Wie lässt sich eine akute Virusinfektion serologisch beweisen?
      1 Punkt

      Nachweis von IgM-Antikörpern.
      Titeranstieg in einem Serumpaar/Serokonversion


21.   Nennen Sie zwei häufige virale Erreger von Gastroenteritiden.
      2 Punkte

      Rotaviren
      Noroviren
      Adenoviren
      Astroviren

22.   Welche Parameter testet man bei einem initialen Screening bei V. a. akute Hepatitis?
      3 Punkte

      HBs-Antigen, anti-HBc-Antikörper, HAV-IgM, HCV-Antikörper (HCV-RNA)

23.   Nennen Sie zwei mögliche Mechanismen der Hepatitis-B-Virus-assoziierten
      Leberkarzinogenese.
      2 Punkte
      Spezifische Onkogene von HBV: X-Gen, trunkiertes prä S2/S-Gen
      Verstärkte Zellproliferation zur Geweberegeneration kann zur Anhäufung von Mutationen in
      Protoonkogenen oder Tumorsuppressorgenen führen.
      Insertionsmutagenese

24.   Welche Perspektiven sehen Sie für die Prävention des Zervixkarzinoms auf Grund der
      erwiesenen etiologischen Rolle humaner Papillomviren?
      1 Punkt

      Früherkennung durch HPV-Testung (DNA-Nachweis)
      Impfung gegen HPV Hochrisikotypen in der Zukunft

25.   In welchem Abschnitt der Schwangerschaft kann eine Rötelnvirus-Infektion besonders
      schwerwiegende Folgen haben ? Nennen Sie zwei beim Kind betroffene Organe.
      3 Punkte

      Im ersten Trimenon, 1. – 17. SSW
      Herz, Innenohr, Auge

26.   Wie heißt der Erreger der Ringelröteln ? Geben Sie an welche Folge die Infektion einer
      Schwangeren mit diesem Erreger für das ungeborene Kind haben kann.
      2 Punkte

      Parvovirus B19
      Hydrops fetalis, intrauteriner Fruchttod, Abort

27.   Zählen Sie drei mögliche Manifestationen einer Zytomegalievirus-Reaktivierung bei
      Immunsupprimierten auf.
      3 Punkte

      Hepatitis
      Nephritis
      Retinitis
      Ösophagitis
      Colitis
      Pneumonie
      Enzephalitis
      Transplantat-Abstossung


28.   Nennen Sie zwei virologische Untersuchungsmethoden mit denen eine aktive
      Zytomegalievirus-Infektion diagnostiziert werden kann.
      2 Punkte

      CMV-Viruslast Bestimmung (quantitative PCR)
      pp65-Antigennachweis
      pp67 mRNA-Nachweis
      (IgM-Nachweis)

29.   Nennen Sie ein antivirales Medikament oder den Namen der Medikamentenklasse, das/die
      gegen Infektionen mit Influenzavirus A und B eingesetzt wird.
      1 Punkt

      Neuraminidase-Inhibitoren
      Oseltamivir = Tamiflu®
      Zanamivir = Relenza®

30.   Welche virale Komponente enthält der Hepatitis B Impfstoff?
      1 Punkt

      HBs-Antigen (gentechnologisch hergestellt)
FRAGEN TEIL III BAKTERIOLOGIE/MYKOLOGIE/PARASITOLOGIE/TRANSFUSIONSMEDIZIN

Bild:          grampositive Haufenkokken
Angabe:        Grampräparat von einer Blutkultur eines immunsupprimierten Patienten mit liegendem
               ZVK

31.     An welche Bakterien muss man in erster Linie denken?
        1 Punkt
        Koagulase negative Staphylokokken, CNS, S. epidermidis

32.     Mit welchem Antibiotikum sollte – solange das Testergebnis noch nicht vorliegt – die Therapie
        begonnen werden?
        1 Punkt
        Vancomycin

33.     Nach welcher Zeit ist zumindest mit einem vorläufigen Testergebnis zu rechnen?
        1 Punkt
        Am nächsten Tag, 12-24 Std.

Bild:           Leukozyten, grampositive Diplokokken
Angabe:         Grampräparat vom Liquor eines Patienten mit Verdacht auf Meninigitis

34.     Wie lautet Ihre Verdachtsdiagnose?
        1 Punkt
        S. pneumoniae, Pneumokokken

35.     Nennen Sie den wichtigsten Virulenzfaktor des dargestellten Erregers
        1 Punkt
        Kapsel

36.     Womit sollte die antibiotische Therapie sicherheitshalber begonnen werden?
        1 Punkt
        Cephalosporin der III. Generation (Pen G)

Bild:           grampositive Kettenkokken/ HSA auf Blutagar als „Doppelbild“
Angabe:         Keine weiteren Angaben

37.     Wie werden die hier gezeigten Bakterien weiter unterteilt?
        2 Punkt
        Serologisch/in serologische Gruppen (nach Lancefield)

38.     Nennen Sie drei typische Krankheitsbilder, die durch Bakterien mit den dargestellten
        Eigenschaften hervorgerufen werden
        3 Punkte
        Scharlach, Erysipel, nekrotisierende Fasziitis, Phlegmone, Neugeborenenmeningitis/Sepsis
        (akutes rheumatisches Fieber, akute Glomerulonephritis)

39.     Welches Antibiotikum ist gegen diese Bakterien immer wirksam und daher als Mittel der
        ersten Wahl anzusehen?
        1 Punkt
        Penicillin (G bzw. V)

40.     Welche Komplikationen können nach Infektionen mit diesen Bakterien auftreten?
        1 Punkt
        akutes rheumatisches Fieber, akute Glomerulonephritis


Bild:           Stäbchen mit regelmäßigen Polkörnchen,/grampositive koryneforme Stäbchen als
                „Doppelbild“
Angabe:         Neisser- und Gramfärbung von einem Rachenabstrich

41.     Welcher Verdacht ergibt sich, wenn man diese Bakterien sieht?
        1 Punkt
        Diphtherie-Verdacht, Verdacht auf C. diphtheriae

Bild:           Ascaris- und Trichuris-Eier

42.     Von welchen Würmern ist dieser Patient befallen?
        2 Punkte
        Ascaris und Trichuris ( Spul- und Peitschenwurm)

43.     Ist die Besorgnis berechtigt, sich an dem Patienten, der diese Wurmeier ausscheidet, zu
        infizieren?
        1 Punkt
        Nein (die Eier müssen erst ausserhalb des Menschen reifen)


Bild:           Blutausstrich mit massenhaft Plasmodium falciparum-Ringformen und einem
                „Laveranschen Halbmond“

44.     Ist die Aussage, dass dieser Patient eine Malaria tropica hat, ein Verdacht oder beweist das
        dargestellt Bild die Erkrankung?
        1 Punkt
        Die Malaria tropica ist durch diese Strukturen bewiesen

45.     Nennen Sie eine Substanz bzw. ein Präparat, das für die Therapie in Frage kommt
        1 Punkt
        Mefloquin (Lariam®), Atovaquon/Proguanil (Malarone®), Artemeter/Lumefantrin (Riamet®),
        Chinin ± Doxycyclin, Chloroquin (Resochin®, Weimer®quin)

Bild:   grampositive „plumpe“ Stäbchen
        Angabe: Grampräparat von einem tiefen Wundabstrich nach Verletzung mit einer Mistgabel

46.     Welcher Verdacht steht an erster Stelle, wenn man dieses Bild sieht?
        1 Punkt
        Gasbrand ( Clostridium perfringens)

47.     Welche antibiotische Therapie ist – neben anderen therapeutischen Maßnahmen –
        durchzuführen?
        1 Punkt
        Gabe von Penicillin, Penicillin + Metronidazol oder Penicillin + Clindamycin

FRAGEN/AUFGABEN OHNE BILDER

48.     Durch welchen Pathogenitätsfaktor sind „ETEC“ obligat pathogen?
        1 Punkt
        Toxinbildung (hitzelabiles Enterotoxin – LT, hitzestabiles Enterotoxin – ST)

49.     Nennen Sie für EHEC die Antworten zu den folgenden Stichworten:
        Reservoir/ Habitat
        Infektionsdosis
        Pathogenitätsfaktoren
        klinische Symptomatik
        Komplikationen
        Therapie
        6 Punkte
        tierisches Reservoir/Rinder
        ca. 10-100 Bakterien/niedrig
        Toxinbildung (Shiga-Toxine Stx1, Stx2; Zytotoxin; EHEC-Hämolysin)
        (hämorrhagische) Enteritis
      hämolytisch-urämisches Syndrom - HUS (Kinder), trombotisch-trombozytopenische Purpura –
      PPT (Erwachsene)
      symtomatisch – nicht antibiotisch

50.   Nennen Sie zwei Krankheitsbilder, die außer der Pneumonie ebenfalls häufig durch
      Pneumokokken hervorgerufen werden
      2 Punkte
      Meningitis, Otitis media, Sinusitis

51.   Nennen Sie für Typhus die Antworten zu den folgenden Stichworten:
      Inkubationszeit
      typische Initialsymptome
      sinnvollstes Untersuchungsmaterial in der ersten Krankheitswoche
      Modus der systemischen Verbreitung im menschliche Körper
      4 Punkte
      10-14 (21) Tage
      Fieber, Verwirrtheit, Roseolen
      Blut/Blutkultur
      Durchwanderung der Darmwand – M-Zellen/Peyer´sche Plaques, Makrophagen

52.   Womit wird die Impfung (aktive Immunisierung) gegen Diphtherie durchgeführt?
      1 Punkt
      Toxoid/Diphtherie-Toxoid


53.   Warum ist der Nachweis von spezifischen Antikörpern der Klasse IgG gegen Treponema
      pallidum bei einem Neugeborenen nicht beweisend für eine Infektion mit Treponema
      pallidum?
      1 Punkt
      Es kann sich um mütterliche Antikörper handeln

54.   Makrolide wirken vor allem gegen grampositive Bakterien, darüber hinaus sind sie jedoch
      Mittel der Wahl bei Infektionen mit bestimmten gramnegativen Bakterien. Nennen Sie eines
      von diesen Einsatzbereichen
      1 Punkt
      Legionellose
      Chlamydien-Infektionen
      Pertussis
      Campylobacter-Infektionen
      Bartonellen-Infektionen
      Treponema pallidum
      Borreliose

55.   Nennen Sie ein Antibiotikum aus der Gruppe der Glykopeptide und geben Sie den
      Wirkungsmechanismus an.
      2 Punkte
      Vancomycin/Teicoplanin
      Zellwandsynthesehemmung (Bindung an das terminale D-Alanyl-D-Alanin des Muramyl-
      pentapeptids)

56.   Welche Nebenwirkungen sind beim Einsatz von Aminoglykosiden zu befürchten?
      2 Punkte
      Nephrotoxizität - Neurotoxizität/VIII. Hirnnerv - Ototoxizität

57.   Warum lässt sich der Tuberkulose-Erreger in der Gramfärbung nicht gut darstellen?
      1 Punkt
      Wegen der „wachsartigen“ Zellwandbestandteile/Mykolsäuren in der Zellwand

58.   Welche Resistenzeigenschaften müssen bei einem Tuberkulose-Erreger vorliegen, damit er
      als multiresistent (MDR-Tb) gilt?
      1 Punkt
      Resistenz gegen INH und Rifa.
59.   Welcher Mechanismus ist verantwortlich für die Methicillin/Oxacillin-Resistenz bei
      Staphylococcus aureus (MRSA)?
      2 Punkte
      mec A; modifiziertes Penicillin-bindendes Protein (PBP2a)

60.   Wozu dient die serologischen Verträglichkeitsprobe (Kreuzprobe) und wann muss sie
      durchgeführt werden.
      2 Punkt
      Nachweis von AK im Empfängerserum gegen Spendererythrozyten
      vor jeder Transfusion

								
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