CDTARTS.de - Doris Day - Collections
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CDSTARTS.de - Doris Day - Collections
Wertung: 6.5/10 Punkte
Vor allem als Schauspielerin in zahllosen Filmen, von denen „Bettgeflüster“ (1959) und der
Hitchcock-Thriller „Der Mann, der zuviel wusste“ (1956) zu den bekanntesten gehören, ist Doris Day
in den fünfziger und sechziger Jahren zu einer Ikone geworden, die, obwohl sie sich mittlerweile im
stolzen Alter von 82 komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, bis heute treue Fans
weltweit immer wieder verzückt. Von 1947 bis 1954 erfüllte Doris Day ihren Filmvertrag bei den
Warner Brother Studios und zählt unter anderem Frank Sinatra sowie Ronald Reagan zu ihren
Filmpartnern, ohne sich nur auf das Schauspielern zu konzentrieren. Ihre zweite Leidenschaft galt
der Musik und fand im oben genannten Alfred Hitchcock-Werk mit der Erkennungsmelodie
„Whatever Will Be, Will Be (Que Sera, Sera)“ Gehör, das bis heute mit der Amerikanerin in
Verbindung gebracht wird.
Mit diesem kurzweiligen Evergreen beginnt dann auch eine überaus schmal gehaltene Playlist, die
im Rahmen der „Collections“-Reihe dieses Mal in heimeliges Rosa gepackt wurde und genau so wie
die anderen Releases innerhalb dieser Best-Of-Sammlung nichts für das Auge bietet. Die Ohren
erfreuen sich jedoch an einer gelungenen wie auch pathetischen Melange aus Swing, Jazz und
Wohlfühl-Pop der längst vergangenen Nachkriegsjahre. Doris Day erhebt ihre naiv anmutende und
doch so zauberhaft weise von Liebe und Schmerz singende Stimme über nicht groß ins Gewicht
fallende doch gekonnte Musikbeigaben, die Streicher, Klavier, Bläser und Percussions lediglich als
rhythmische Stützen erscheinen lassen. Fahrstuhlmusik würde man heute degradierend dazu sagen
und es loungig nennen, ohne auch nur je den damaligen Stellenwert der Amerikanerin auf
Plattentellern in heimischen Wohnzimmern mit Opa´s Lesebrille auf dem von Mutter wohl behüteten
Stubentisch einzufangen.
Doris Day war einfach überall, ob in Theatern, Spielfilmen, TV-Shows oder eben als gefühlvoll
schmachtende Sängerin in den Lautsprechern des Eigenheimes. Wer die Filme von ihr mag, etwas
mit der Ästhetik dieser Epoche anfangen kann oder einfach mal gehaltvoll romantisch und
zuckersüß träumen will, kann mit dieser Zusammenstellung nichts falsch machen. Dass die
Gesamtdauer nicht einmal eine halbe Stunde aufweist, ist, wie auch die spärliche gestalterische
Aufmachung kein allzu schwer wiegender Aspekt, wenn dieses Zeitdokument klangtechnisch
herausragend veredelt geschmackvoll die Tagträumer herausfordert und Leichtigkeit in den tristen
Alltag einkehren lässt.
Anspieltipps:
Bewitched
I've Got My Love To Keep Me Warm
Sentimental Journey
I'm Beginning To See The Light
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