IIFD Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus by variablepitch344

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									Jahresbericht 2008
Fachdienst Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus

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Einleitung
Mit Wegbrechen einer der wichtigsten Einnahmequellen des Wirtschaftsstandortes Brunsbüttel, der Gewerbesteuer, Ende der Neunziger, suchte man nach einer Lösung zur anderweitigen Stärkung des Standortes. Wie vielerorts, entschied man sich für die Entwicklung des Tourismus, insbesondere des Tagestourismus. Wenngleich die Industrieansiedlungen sich mittlerweile wieder positiv entwickeln und die Stadt ihr Dasein als Energiestandort stärkt, so halten Politik und Verwaltung aufgrund der in den letzten Jahren gewonnenen positiven Erkenntnisse weiterhin an der Belebung des Tourismus in Brunsbüttel und der gesamten Region fest. Allein die Brunsbütteler Schleusen, die das Tor zur meist befahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt bilden, ziehen mittlerweile jährlich rund 100.000 Besucher in die Stadt. Waren es anfangs lediglich die Einheimischen und Tagesausflügler aus dem Großraum Hamburg, so konnten wir den Kreis der Interessenten durch die Optimierung der Vertriebs- und Informationssysteme in den vergangenen Jahren um Gäste aus ganz Deutschland1 und dem europäischen Ausland2 vergrößern. Mit Hilfe einer Ausweitung des Angebotes an Attraktionen sowie über die Verbesserung der Beherbergungssituation, die sich in der gesamten Region der Südermarsch als verbesserungsbedürftig erweist und immer wieder zu Problemen in der Unterbringung von Gruppenreisenden führt, bemüht sich die Stadt wie auch das Umland um Verlängerung der Verweildauer der Gäste. Zur Zielerreichung arbeitete die Stadtverwaltung bislang eng mit dem im Jahr 2000 gegründeten Brunsbüttel-Marketing e.V. zusammen. Die Einbindung weiterer städtischer Organisationen und Einrichtungen erfolgte bis Ende 2008 über den 2006 ins Leben gerufenen Koordinierungskreis (Kook). Ferner bestehen Kooperationen sowie Mitgliedschaften in touristischen Vereinigungen und Vereinen entlang der Elbe, des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) und der Nordseeregion, um die bestehenden Defizite zu beseitigen, neue Anreize für Touristen zu schaffen sowie die Vermarktung der Region zu optimieren. Die Zimmervermittlung erfolgt im Wesentlichen über die städtische TouristInfo, die derzeit mit zwei Fachkräften besetzt ist und im Sommer 2008 in neue Räumlichkeiten gezogen ist. Das Themenmarketing umfasst die Bereiche Wasser, Schifffahrt und Fahrradfahren. Angesprochen werden sollen durch diese Themen die von der Stadt, wie auch vom Land Schleswig-Holstein definierten

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Verstärkt aus Nordrhein-Westphalen, Sachsen und Niedersachsen Verstärkt aus Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen und Dänemark sowie aus Tschechien

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Zielgruppen: junge Familien mit Kindern, wie auch die sogenannten „Best Ager“. Mit der Einrichtung verschiedener Radwegenetze ist es den Akteuren gelungen, eine Verknüpfung der verschiedenen Themen herzustellen. Neben dem Elberadweg, der derzeit der am stärksten frequentierte Radweg Deutschlands ist, führen sowohl der Nordseeküsten-Radweg wie auch der in 2006 eröffnete NOK-Radweg, der ein großes Potential birgt, durch die Schleusenstadt. Letzterer wurde vom Norddeutschen Rundfunk in den vergangenen Jahren über eine Vielzahl von Fernsehsendungen ins Land transportiert. Welche Außenwirkung diese Reportagen erzielten, zeigte die Flut der Anfragen aus ganz Deutschland und der Verkauf der entsprechenden Radwanderkarten. Insbesondere der NOK genießt unter Radfahrern einen guten Ruf. Die in 2006 angelaufene Vermarktung zeigte in 2007 ein deutliches Wachstum, das in 2008 nochmals gesteigert werden konnte. Seitens der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Nord-Ostsee-Kanal (TAGNOK) geht man langfristig von 50.000 Übernachtungen und 80.000 Tagestouren entlang der gesamten Strecke aus. Damit würde die NOKRoute zu den Top 5 in Deutschland zählen. Doch nicht nur der NOK-Radweg boomt, auch die parallel verlaufende Wasserstraße wächst in ihrer Bedeutung. Waren es in 2007 noch 41.472 Schiffe, die den NOK passierten, stieg die Zahl im Jahr 2008 auf 42.811 an3. Das stetige Wachstum, wenngleich die Auswirkungen der Finanzkrise abzuwarten bleiben, stützt die Entscheidung des Bundes den NOK weiter auszubauen und in Brunsbüttel eine fünfte Schleusenkammer zu errichten. Das rege Aufkommen an Container-, wie auch an Passagierschiffen, zeugt jedoch nicht nur von einer florierenden Wirtschaft, es zieht ebenfalls Touristen an die Brunsbütteler Schleusen und auf den daneben gelegenen Gustav-Meyer-Platz, der in 2005 und 2006 zur Promenade umgebaut wurde. Das Interesse an Luxuslinern ist seit Jahren ungebrochen. Ab 2009 wird die AIDA Cara regelmäßig die Brunsbütteler Schleusen queren und die Besucherzahlen weiter steigen lassen. Aber auch die Kreuzfahrtschiffe, die auf dem Weg nach Hamburg die Stadt Brunsbüttel passieren und elbaufwärts in die Hansestadt schippern, erwecken die Aufmerksamkeit der „Sehleute“. So tummeln sich bei der Durchfahrt von Ozeanriesen, wie die „Queen Mary II“ oder die „Freedom of the Seas“, Hunderte von Menschen auf dem Elbdeich und lassen sich vom maritimen Flair verzaubern. Obschon die Stadt über attraktive Veranstaltungen4 wie auch Einrichtungen5 verfügt, reichen diese nicht aus, die Gäste für einen
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Sportboote werden nicht gezählt. Längster Flohmarkt der Westküste, NOK-Romantika, Wattolümpiade mit Wattstock Festival, Shanty-Chor-Festival, Brunsbütteler Volksfest, diverse Fischmärkte etc. 5 Kultur- und Tagungszentrum Elbeforum, Freibad Ulitzhörn, Freizeitbad LUV, Schleusenmuseum ATRIUM, Nordic-Walking-Park, Sportboothafen NOK mit siebzig zeitlich begrenzten Liegeplätzen, Alter Hafen mit einhundert Liegeplätzen für Sportboote. Kanu- und Tretbootverleih an der Braake, Minigolfplatz, Personenschifffahrt mit Ausflügen nach Cuxhaven und Hamburg

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längeren Zeitraum in der Stadt zu halten. Ziel der touristisch engagierten Kräfte ist daher die Schaffung von weiteren Anreizen, die geeignet sind, den Touristen einen längeren Aufenthalt schmackhaft zu machen 6 und ergänzend Gruppenreisende anzuziehen. Anreizschwerpunkt liegt auch hier auf der Schaffung von maritimen Erlebnissen und der Vermarktung des maritimen Erbes. Doch auch die Industrie hat ihren Reiz, insbesondere für technikinteressierte Urlauber. So gegensätzlich die Themen Industrie und Tourismus auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, so zeigt die Praxis doch, dass eine Verknüpfung keinen Widerspruch darstellt. Häufig reisen ganze Schulklassen weiterführender Schulen an, um die Welt der Technik im Kernkraftwerk, im Windpark7 oder in den benachbarten Chemiewerken zu erkunden. Neben den Berufsschulklassen konnten auch Grundschulen für die technischen Besonderheiten der Region interessiert werden. So wurden in den vergangenen zwei Jahren vermehrt Schulklassen in den Schleusenanlagen registriert. Viele Anfragen von Schulen gingen außerdem beim LUV und dem Hüttendorf ein. Die Kinder fungieren letztlich als Multiplikator. Auf diesem Wege kann man ggf. die ganze Familie für einen Aufenthalt in Brunsbüttel gewinnen. Wie bereits zuvor erwähnt, erweist sich allerdings die Unterbringung der Gäste, insbesondere von Reisegruppen, in der gesamten Region als problematisch. Bus- und Gruppenreisende weichen meist nach Itzehoe oder Bad Bramstedt aus. Hier werden Hotels mit entsprechenden Kapazitäten und Standards vorgehalten. So führte in 2006 und 2007 eine Gruppenreise der DB-Regio Gäste aus Berlin mit dem ICE nach Hamburg und von dort aus mit dem Schiff über die Elbe nach Brunsbüttel. Allerdings mussten die Touristen nach einem mehrstündigen Aufenthalt in der Schleusenstadt in einem Hotel in Bad Bramstedt untergebracht werden. Um künftig zumindest Radfahrern und Schulklassen, wie auch jungen Familien mit Kindern, gerecht werden zu können, wurde in 2007 das Hüttendorf am LUV gebaut. Das Dorf besteht aus acht Holzhütten mit vierzig Schlafplätzen, wurde zentrumsnah am Freizeitbad LUV errichtet und genießt bereits heute eine guten Ruf unter Schulklassen und Radfahrern.

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Verwaltungsorganisation
Im Rahmen der Neustrukturierung der Stadtverwaltung zum 01.01.2006 wechselte die Zuständigkeit für den Bereich Tourismus vom damaligen Hauptamt zum Fachbereich Finanzen und Wirtschaft bzw. dem untergeordneten Fachdienst Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus.

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Entwicklung „Schleusen-City“ und Vermarktung des Neubaus der 5. Schleusenkammer 5 MW Offshore Testanlagen der Fa. RePower

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Letzterem oblag bis dato bereits der Bereich Marketing. Durch die Zusammenführung wurde eine schlankere Prozessgestaltung erreicht. Seither beschäftigt die Stadt eine Tourismusfachkraft, die zu fünfzig Prozent in der Tourist-Info (TI) eingesetzt wird und sich halbtags um die Belange der Tourismusförderung kümmert. Neben den verwaltungsseitigen Aufgabenstellungen, steht die Kraft in engem Kontakt zum Brunsbüttel-Marketing e.V. und leistet diesem administrative Unterstützung. Ferner dient sie den weiteren städtischen Organisationen als Kontaktperson und Koordinatorin. Mit Anstieg der Gästezahlen steigen auch die Anforderungen an das Personal und die dem Tourismus dienenden Einrichtungen. Als erste Reaktion auf die steigenden Besucherzahlen entschied sich die Stadt Ende 2007 zum Neubau der städtischen TI inmitten des touristischen Herzens der Stadt, am Gustav-Meyer-Platz. Am 18.07.2008 wurde das neue Servicegebäude feierlich eröffnet. Am Zustrom der Gäste sollte sich schnell zeigen, dass die Entscheidung die TI aus dem Bürgerbüro herauszulösen, die richtige war. Allein im Monat August kamen mehr Gäste in die TI (6.803), als im gesamten Jahr 2007 (6.553). Mit dem Neubau wurde ein zentraler Eingangsbereich für die TI und das Schleusenmuseum geschaffen. Wenngleich das WSA nach wie vor für den Betrieb des ATRIUMs zuständig ist, lassen sich auf diesem Wege personelle Ressourcen optimaler einsetzen. Diese Vorgehensweise birgt sowohl Vorteile für die TI als auch für das ATRIUM. So ließen sich die Öffnungszeiten beider Einrichtungen durch die Kooperation in 2008 wie folgt erweitern. April bis Oktober Montag bis Freitag Sonnabend und Sonntag November bis März Montag bis Freitag Sonnabend und Sonntag 10 bis 17 Uhr 10.30 bis 17 Uhr 10 bis 15 Uhr geschlossen

Geöffnet war die TI ebenfalls bei Bedarf an verkaufsoffenen Sonntagen und Großveranstaltungen. Neben der räumlichen und organisatorischen Verbesserung bietet die örtliche Verlagerung der TI die Möglichkeit, den Gast, dort wo er anreist, zu empfangen. Er wird vor Ort professionell beraten und auf weitere Produkte und Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie auch der gesamten Region, neugierig gemacht. Neben der Beratung und Zimmervermittlung beschäftigen sich die MA der TI mit den folgenden Themen: Einnahmeausschöpfung Prospektversand durch freiwillige Entgeltzahlung für

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Verkauf Leistungen Dritter gegen Provision (PSB, Reederei Rahder, Kulinaris Card) Verkauf Eintrittskarten ATRIUM Verkauf von Kartenmaterial und Merchandising-Artikeln, wie Kugelschreiber, Postkarten, Tragetaschen, Spiele, Kalender, Aufkleber und Flaggen Klassifizierungen von Ferienwohnungen Gästeumfragen

Die Einnahmen der TI konnten durch die o. a. Maßnahmen erheblich gesteigert werden. Weitere Schritte zur Verbesserung der Einnahmesituation sind bereits in Planung. So wird die TI ihr Angebot an Merchandising-Artikeln in 2008 erhöhen und gegen eine Provision weitere Produkte Dritter vermarkten. Aufgrund der immer größeren Professionalisierung der TI, wird diese ab 2007 als BgA geführt und ist, soweit das Finanzamt seine Anerkennung ausspricht, künftig umsatzsteuerpflichtig und vorsteuerabzugsberechtigt. Die vermehrte Inanspruchnahme der TI in 2008, nebst den erweiterten Öffnungszeiten, ließ sich mit dem vorhandenen Personal (TI + ATRIUM) nur noch über die Leistung zahlreicher Überstunden decken. In 2009 wird die Einstellung einer Saisonkraft unumgänglich sein.

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Kooperationen und Mitgliedschaften
Die Stadt Brunsbüttel genießt durch Ihre Ostsee-Kanal und der Nähe zur Standortvorteil, sowohl in touristischer, Hinsicht. So locken die Wasserwege Wirtschafts- und Industriebetriebe. Lage an der Elbe, dem NordNordsee einen einmaligen als auch in wirtschaftlicher sowohl Touristen, als auch

Touristisch als auch wirtschaftlich betrachtet, kann ein Standort wie Brunsbüttel kaum eigenständig auf sich aufmerksam machen. Er würde aufgrund seiner geringen Größe im sonstigen Angebot untergehen. Wichtig ist folglich die Kooperation mit der Region, insbesondere der Metropolregion Hamburg. Die Stadt ist daher verschiedenen Vereinen und Organisationen angeschlossen. Um dennoch eigene Interessen wahren und gleichzeitig Angebote aus den verschiedenen Regionen vernetzen zu können - damit diese für die eigenen Gäste, aber auch für die Einwohnerinnen und Einwohner nutzbar sind -, erfordern die Mitgliedschaften eine umfangreiche Unterstützung der Stadt. Die Stadt wird durch den Fachdienst Wirtschaft, Stadtmarketing in den nachfolgenden Organisationen vertreten: a) Brunsbüttel-Marketing e. V. Der im Jahr 2000 neu gegründete Verein arbeitete bislang eng mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung zusammen und wird von der Tourismusfachkraft des Fachdienstes Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus unterstützt.

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Während verwaltungsseitig zunächst schwerpunktmäßig administrative Aufgaben wahrgenommen wurden, bemühte sich der Verein um die Entwicklung von Projekten. Der bis 2008 existierende Wirtschaftsausschuss, der vom Fachbereich Finanzen und Wirtschaft betreut wurde, beschloss im Oktober 2006, dass das Ziel des Stadtmarketings, die Förderung der Wirtschaft, insbesondere durch Förderung des Handels und des Tourismus, sowie die Verbesserung der sogenannten weichen Standortfaktoren sein soll. Dies soll, laut Ausschuss, erreicht werden durch - Unterstützung der handel- und gewerbetreibenden Betriebe in Brunsbüttel; - Weiterentwicklung und Vermarktung der touristischen Möglichkeiten der Stadt Brunsbüttel unter Einschluss des Tagestourismus; - Bündelung des ehrenamtlichen Engagements in der Stadt Brunsbüttel; - Koordination und Förderung der Zusammenarbeit der bestehenden Organisationen, Vereine und Verbände in Brunsbüttel; - Entwicklung und Umsetzung von Projekten zur Förderung von Tourismus, Freizeit, Wirtschaft, Handel und Kultur; - Werbung für die Stadt Brunsbüttel als Handelsstandort und touristische Destination; - Stärkung des Images als maritime Stadt und Hafenstadt am Dreieck Elbe, Nordsee und Nord-Ostsee-Kanal - Förderung des Erscheinungsbildes als familienfreundliche Stadt Im Jahre 2008 setzte sich Brunsbüttel-Marketing e.V. schwerpunktmäßig für die touristische Weiterentwicklung ein. Neben regelmäßigen Arbeitsbesprechungen wurden in der Kooperation mit dem Marketing-Verein in 2008 folgende Aufgaben umgesetzt: Durchführung Vermieterstammtisch Zentrale Meldestelle für Großveranstaltungen Unterstützung Projekt Schulklassenausflüge Durchführung von Messebesuchen Präsentation auf Großveranstalt. (Nautics FL, Kiel unter Volldampf) Durchführung des Koordinierungskreises Durchführung Koogstraßenausschuss auf den

Bezüglich weiterer gemeinsamer Projekte wird Rechenschaftsbericht des Marketing-Vereins verwiesen.

Gemäß Hauptausschuss, der seit 2008 die Aufgaben des bisherigen Wirtschaftsausschusses wahrnimmt, wird das ehrenamtliche Engagement des Marketing-Vereins nicht mehr den Ansprüchen der Stadt Brunsbüttel gerecht. Jüngste Entscheidungen zielen auf die Einstellung eines Stadtmanagers ab. In welcher Form der Marketing-Verein künftig beteiligt wird, ist derzeit noch offen und bleibt abzuwarten. b) Koordinierungskreis

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Der zuvor genannte Beschluss des Wirtschaftsausschusses zu den Zielsetzungen des Marketing-Vereins sah ebenfalls die Förderung der Kooperation der im Stadtmarketing tätigen Organisationen und Verbände vor. Hierfür wurde durch Brunsbüttel-Marketing e.V. der Koordinierungskreis (Kook) gegründet. Neben dem Verein und der Stadt waren bislang sowohl der Verein für Handel, Gewerbe und Industrie, die Volkshochschule, die Gemeinschaft der Gästeführer, als auch das Wasserund Schifffahrtsamt und die Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel GmbH beteiligt. Der Kook sollte der Abstimmung der Projekte zur Förderung von Tourismus, Kultur, Freizeit, Wirtschaft und Handel zwischen Brunsbüttel-Marketing e.V. und den weiteren Organisationen dienen. Ferner sollte er beratend bei der Ausgestaltung des Stadtmarketings mitwirken. Da zielführende Ergebnisse aufgrund der bestehenden Differenzen verschiedener beteiligter Organisationen ausblieben, löste der Marketing-Verein den Kook zum Ende des Jahres 2008 auf. c) Dithmarschen Tourismus e.V. Als Mitglied im Dithmarschen Tourismus e.V. (DT) ist die Stadt an vielen kreisweiten Projekten der Tourismusentwicklung maßgeblich beteiligt oder initiierend tätig. Als Beispiele sind fortfolgend nur einige Projekte genannt: Nordseeküstenradweg, Touristische Arbeitsgemeinschaft NordOstsee-Kanal, Geschäftsstelle für LEADER+ LAG Westküste, Geschäftsstelle AktivRegion Dithmarschen. Mit städtischer Unterstützung veranstaltet und koordiniert DT Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter der örtlichen TouristInformationen und vertritt die Region überregional auf verschiedensten Reisemessen (u.a. Köln, Hamburg, Berlin, Mannheim). DT organisiert die zentrale kreisweite Zimmervermittlung, in der die Brunsbütteler TI eine wichtige Funktion wahrnimmt. In 2008 wurden im Rahmen der Mitgliedschaft folgende touristische Projekte unterstützt: - Weiterentwicklung Kooperationsgemeinschaft mit dem Amt BurgSüderhastedt und dem Amt Sankt Michaelisdonn-Eddelak - Unterstützung bei der Ausrichtung der Dithmarscher Kohltage - Weiterentwicklung Projekt touristische Infrastruktur „Familie mit Kindern“ - Optimierung der touristischen Infrastruktur (Prozess wird in 2009 fortgesetzt) - Mitarbeit in den AG´n Marketing/Vertrieb, Familienurlaub und Veranstaltungskalender - Plakatwerbung in Hamburger U-Bahnen www.dithmarschen-tourismus.de d) Ländliche Struktur- und Entwicklungsanalyse Nord-OstseeKanal/Touristische Arbeitsgemeinschaft Nord-Ostsee-Kanal

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Im Rahmen der Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse (LSE), die mittlerweile ausgelaufen ist, wurden verschiedene Leitziele und Projekte entwickelt. Einen Schwerpunkt bildeten hierbei der Tages-, der Fahrradund der Wohnmobiltourismus. Bis einschließlich 2006 war für die Umsetzung eine Förderung aus ZAL-Mitteln möglich. Eines der wichtigsten Projekte der LSE bildete die Einrichtung des NOKFernradwanderweges. Die sogenannte NOK-Route wurde am 17. Juni 2006 gemeinsam mit Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen eröffnet und zeichnet sich heute als eine der wichtigsten Touristenattraktionen der Region ab. Der Radweg hat große Chancen bald zu den Top 5 der Fernradwanderwege Deutschlands aufzusteigen. Aussagen hiesiger Gastronomen und Hoteliers bestätigen den Mitarbeitern des Fachdienstes Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus das spürbare Wachstum an Touristen. Allein über die TAG-NOK konnten für 2008 85 Buchungen für Reisegruppen und 275 Buchungen für Einzelreisende entgegengenommen werden. Die durchschnittliche Verweildauer betrug hierbei 5 Tage. Aus der LSE entwickelt wurde die Touristische Arbeitsgemeinschaft NordOstsee-Kanal (TAG-NOK). Sie ist auch heute noch verantwortlich für das Marketing der NOK-Route sowie für größere überörtliche Projekte. So hat die TAG z.B. den Auftrag für das Projektmanagement für den Fernradwanderweg erhalten. Die TAG ist ferner Mitglied im Tourismusverband Binnenland geworden. Diese Mitgliedschaft ermöglicht der Stadt, die in den Arbeitskreisen der TAG mitwirkt, Nutznießer von Marketingmaßnahmen der Tourismusagentur Schleswig-Holstein (TASH) zu sein. Im Rahmen der Zusammenkünfte mit der TAG-NOK wurde vor zwei Jahren die Idee zur Ausrichtung einer flächendeckenden Veranstaltung geboren. „NOK-Romantika“ wurde die Veranstaltung, die am 01.09.2008 zum zweiten Mal mit großem Erfolg durchgeführt wurde, getauft. Zielsetzung war wieder einmal, den Kanal in ein romantisches Licht zu tauchen und von Brunsbüttel bis nach Kiel eine Lichterkette zu bilden. Wenngleich eine Lichterkette aufgrund der zum Teil nicht besiedelten Flächen nicht geschlossen werden konnte, pilgerten in etwa 15.000 Menschen mit Fackeln und Kerzenlichtern an den Kanal und genossen einen romantischen Abend. Allein in Brunsbüttel strömten zirka 2.000 Gäste an den Kanal und ließen sich vom Rahmenprogramm der Stadt und der eingebundenen Gastronomen hinreißen. Aufgrund des Erfolges ist die Fortführung der Veranstaltung geplant. Als nächster Termin wurde der 05.09.2009 festgelegt. Weitere Informationen können bereits unter www.nok-romantika.de abgerufen werden. Da die LSE mittlerweile aufgelöst ist und die Finanzierung der TAG auch für die Zukunft sichergestellt werden muss, wird seit geraumer Zeit versucht, die Nutznießer der NOK-Route, sprich die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, in den Folgejahren in die Finanzierung einzubinden. www.nok-sh.de

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e) ARGE Maritime Landschaft Unterelbe Das Projekt Maritime Landschaft Unterelbe (MLU) ist ein Leitprojekt aus dem Regionalen Entwicklungskonzept Metropolregion Hamburg. Es dient dazu, das maritime Erbe der Kulturlandschaft an der Unterelbe zwischen Hamburg und Cuxhaven zu erhalten und gleichzeitig für den Tourismus nutzbar zu machen. Für die Umsetzung der Projekte sind mittlerweile die Kommunen selbst verantwortlich. Zur Förderung der Ziele ist eine Arbeitsgemeinschaft mit Sitz in Grünendeich bei Stade gegründet worden. Mitglied dieser ARGE sind sämtliche Landkreise und mehrere Kommunen geworden, u.a. auch die Stadt Brunsbüttel, die den Prozess aktiv begleitet. Über die MLU erreicht die Stadt Brunsbüttel ihre größte touristische Zielgruppe, die Metropolregion Hamburg. Äußerst positiv zeichnet sich außerdem ab, dass über die MLU auf Fördermittel des Förderfonds Nord zugegriffen werden kann. So konnten allein für das im vorletzten Jahr errichtete Hüttendorf, 25 Prozent der Gesamtkosten aus dem Förderfonds eingeworben werden. Mittel für die Entwicklung der Schleusen-City wurden ebenfalls in Aussicht gestellt. In 2008 hat die Stadt Brunsbüttel die MLU in folgenden Projekten unterstützt: Gezielte Vermarktung der Unterelbe Neuauflage der Freizeitkarte der MLU Messeauftritte wie auch Teilnahme auf HH Stadtteilfesten Imagewerbung Vattenfall-Cyclassics Entwicklung des Elbeleuchtturmtages

Im Übrigen fungiert die Arge MLU ab Ende 2008 als Geschäftsstelle der Stiftung Elbefonds. Somit obliegt der MLU künftig die Mittelvergabe für Maßnahmen zur Begegnung der Verschlickung der Sportboothäfen entlang der Unterelbe. www.maritime-elbe.de f) Unterelbe Tourismus e.V. Zur Entwicklung der Strukturen in Schleswig-Holstein ist für die drei Kreise Dithmarschen, Pinneberg und Steinburg eine Regionalagentur eingerichtet worden, die sich bis Ende 2006 aus Zuschüssen aus dem Programm Zukunft auf dem Lande ZAL sowie aus Mitgliedsbeiträgen der 23 Trägerkommunen finanziert hat. Die Regionalagentur soll u.a. die Ergebnisse der LSE-en zusammenführen und auswerten, Informationen aus der Region sammeln und auswerten, Produkte und Angebote für

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Touristen erstellen, sowie Ansprechpartner für die ARGE MLU sein, die sich ansonsten mit drei Landkreisen und div. Kommunen gleichzeitig abstimmen müsste. Zwischenzeitlich ist der Verein Unterelbe Tourismus e.V. in Wilster gegründet worden. Dieser Verein übernimmt fortan die touristischen Aufgaben für die Kreise Steinburg und Pinneberg sowie für Teile des Kreises Dithmarschen. Die Stadt Brunsbüttel ist im Vorstand vertreten und arbeitet aktiv in den gebildeten Touristiker-Arbeitsgruppen mit. In der Arbeitsgruppe wurden u.a. Sternrouten für Fahrradfahrer erarbeitet, die über die Homepage vermarktet werden. Der Verein wurde in 2008 zudem bei Messeauftritten unterstützt (z.B. Reisen Hamburg). Seit April 2007 kooperiert der Unterelbe Tourismus e.V. mit dem Holsteiner Auenland e.V. Neben der Bündelung der Finanzmittel hat die Kooperation den gemeinsamen Vertrieb und Werbemaßnahmen, wie auch ein gemeinsames Gastgeberverzeichnis und ein Infomagazin, zum Inhalt. Die Kooperationsgemeinschaft wird über den Namen "Holstein* Unterelbe & Auenland" vermarktet. Die wachsenden Erfolge des Vereins lassen sich u.a. an der Nachfrage nach Prospekten ablesen. Wurden in 2007 noch 837 Infopakete versandt, waren es 2008 bereits 3.269. Die Zugriffe auf die Homepage konnten verdoppelt werden. In 2008 hat die Stadt Brunsbüttel den Unterelbe Tourismus e.V. bei folgenden Projekten unterstützt: - Entwicklung der Serie „Sommerferien-Tipps“ in der Norddeutschen Rundschau - Neuauflage und Verbesserung der Radplanungskarte „Radfahren mit Sahnehäubchen“ - Weiterentwicklung der Kooperation mit der Metropolregion HH - Mitarbeit im Arbeitskreis der Touristiker www.unterelbe-tourismus.de g) Bundesvereinigung für City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (bcsd) Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. fördert den Grundgedanken des City- und Stadtmarketings, der kooperativen Stadtentwicklung und der Vitalisierung der Innenstädte. Zudem dient sie einem deutschlandweiten Informationsaustausch. Wenngleich die Veranstaltungen des bcsd schon seit Jahren von der Stadt zur Weiterbildung genutzt werden, erfolgte ein Beitritt erst vor wenigen Wochen. www.bcsd.de h) Sonstige Mitgliedschaften und Kooperationen - Tourismusleitelle Elberadweg Nord

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Die Tourismusleitstelle Elberadweg Nord vermarktet den im Sommer 2002 eingeweihten Elberadweg. Die Strecke reicht von der tschechischen Grenze entlang beider Elbufer bis zur Elbmündung nach Brunsbüttel bzw. Cuxhaven. Der Elberadweg stellt mittlerweile den beliebtesten Fernradwanderweg Deutschlands dar. Die Stadt Brunsbüttel ist über den Unterelbe Tourismus e.V. an der Weiterentwicklung des Radweges beteiligt. Ergebnis des letzten Arbeitsgespräches war die künftige Kooperation mit den tschechischen Anrainern der Elbe. Geprüft wird derzeit ebenfalls - unter Einbindung der Städtepartnerschaft Brunsbüttels mit Horni Pocernyce / Prag - die Verknüpfung des Elberadweges mit der Moldau. www.elberadweg.de - Nordsee-Tourismus-Service GmbH Bis Ende 2007 beschäftigte sich der Nordseebäderverband (NBV) mit der Weiterentwicklung der Westküste. Zur professionellen Vermarktung der Nordseeregion wurde vor wenigen Jahren die Nordsee-TourismusService GmbH (NTS) gegründet. Aufgrund der nahezu identischen Aufgabenschwerpunkte der beiden Einrichtungen wurde am 10.07.2007 der Beschluss gefasst, die beiden Organisationen ab 01.01.2008 zu einer Organisation zusammenzuführen. Das neue Konstrukt führt den Namen NTS fort. Die NTS beschäftigt sich u.a. mit der Durchführung internationaler Projekte. So war die NTS auch an der Einrichtung der North-Sea-CycleRoute (NSCR) beteiligt. Die NSCR ist mit rund 6.000 km der längste ausgeschilderte Radweg der Welt und führt durch insgesamt sieben Länder. Der SchleswigHolsteinische Nordseeküsten-Radweg verläuft rund 300 km zwischen Elbe und der dänischen Grenze, direkt durch die Stadt Brunsbüttel. Er bietet den Radfahrern immer wieder die Möglichkeit, Abstecher ins Hinterland zu machen. www.nordseetourismus.de www.nordseekuestenradweg.de - AG Osteland e.V. Bereits in 2004 wurde auf Initiative der AG Osteland die „Deutsche Fährstraße“, eine rund 250 km lange touristische Ferienstraße zwischen Kiel und Bremervörde, eröffnet. Sie verbindet rund fünfzig Brücken, Schleusen, Sperrwerke und Fähren. Die Fährstraße umfasst drei verschiedene Routen und ist sowohl für Radler, Autofahrer als auch für Wassersportler nutzbar. Die Strecke beginnt für den Nord-Abschnitt in Kiel und führt entlang des Nord-Ostsee-Kanals bis Brunsbüttel. Von dort ab, geht es entlang der Unterelbe bis zu dem Fluss Oste. www.deutsche-faehrstrasse.de

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Aufgabenschwerpunkte 2008
Schwerpunktmäßig wurden vom Fachdienst Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus in 2008 folgende Aufgaben wahrgenommen: Unterstützung des Brunsbüttel-Marketing e.V. Mitwirkung und Unterstützung des Koordinierungskreises Begleitung Koogstraßenausschuss Begleitung des Prozesses zur Neustrukturierung des Marketings Mitwirkung in der Touristischen Arbeitsgemeinschaft NOK Mitwirkung in der Projektgruppe Fernradwanderweg NOK Mitwirkung in der AG Werbung von DT Mitwirkung in der AG Veranstaltungskalender von DT Mitwirkung in der Arbeitsgemeinschaft Osteland Unterstützung der Touristischen Organisation auf Reisemessen Entwicklung der Organisation der Gästeführer mit der VHS Mitwirkung bei der Ausarbeitung des integrierten Entwicklungskonzeptes für die Zukunftsprogramme Entwicklung AktivRegion Dithmarschen (ARD) – Lenkungsgruppe Entwicklung Projekte der ARD Entwicklung Leitprojekt NOK-Projekte für die ARD Übernahme der kreisweiten Projektpl. Nordic-Walking/-Blading ARD Übernahme der kreisweiten Projektpl. „Hamburg meets Dithmarschen“ ARD Städtischer Multiplikator für Förderprogramme Öffentlichkeitsarbeit und Werbemaßnahmen Planung des Rahmenprogramms für das Brunsbütteler Volksfest Veranstaltungsplanung „NOK-Romantika“ Ausrichtung Bauernmarkt zu den Dithmarscher Kohltagen Unterstützung der NDR-Sommertour Veranstaltungsplanung 2008/2009 Unterstützung von Wirtschaftsbetrieben bei Entwicklungsvorhaben Unterstützung der Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel GmbH bei Ansiedlungsvorhaben, Standortentwicklung etc. Kooperation Nord-Ostsee-Bahn Kooperation Freizeitbad Brunsbüttel GmbH Kooperation Personenschifffahrt Brandt Kooperation Adler-Reederei Kooperation WSA/ATRIUM Kooperation Sturmflutenwelt „Blanker Hans“ Aufbau Kooperation mit Friedrichskoog und Büsum Kooperation VHS Engagement in Metropolregion Entwicklung des Projektes „Schleusen-City“ Durchführung des Vergabeverfahrens zur Erstellung eines Konzeptes zur Vermarktung des Schleusenneubaus Begleitung der Projektentwicklung „maricum“ (Wrackmuseum) Begleitung Koordination der Imagefilm-Produktion Durchführung einer Gästebefragung

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Begleitung Neubau TI Herausgabe eines Newsletters für Vermieter Qualifizierungsmaßnahmen der TI durch das Land S-H Durchführung Praktikas für Studenten und Schüler Unterstützung TMO´s in Bezug auf das neue Tourismuskonzept S-H Begleitung der Optimierung der touristischen Infrastruktur und lokalen Strukturen durch das Land SH und der TMO´s Umsetzung der Leitideen des Landes in der Stadt Brunsbüttel

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2008 in Zahlen
96.613 40.863 Badegäste wurden im LUV gezählt Übernachtungen in 2008 allein über das Buchungssystem der Stadt – 2007 waren es 27.966, 2006 waren es 27.199 (Direktbuchungen nicht registriert – diese dürften sich ab 2007 ebenfalls weiter erhöht haben, da freie Quartiere ab 2007 von der TI beim Restaurant Zum Yachthafen, der Buchhandlung Schopf sowie der Aral Tankstelle ausgehängt werden). Besucher wurden im Freibad gezählt Gäste wurden im Buchungssystem der Stadt erfasst - 2007 waren es noch 14.059, 2006 waren es 12.866 (Direktbuchungen werden nicht registriert – s.o.) Gäste wurden als Besucher in der Tourist-Information gezählt Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mehr als acht Betten. Ankünfte wurden hier 8.523 gezählt, so dass die Gäste in diesen Unterkünften durchschnittlich 2,1 Tage verbringen. Gäste wurden in der Saunalandschaft des LUV gezählt. Dies macht einen Zuwachs von 6,4 Prozent aus. Besucher im ATRIUM Schulen wurden per Mail zur Brunsbütteler Schleusen eingeladen Klassenfahrt an die

29.595 26.201

20.506 17.752

16.340 6.936 1.070 809 743 434

Infopakete wurden auf tel. Anfrage von der TI versandt Gäste wurden im Übernachtungen Hüttendorf gezählt (insgesamt 961

Tretboote wurde vom LUV für eine Fahrt auf der Braake vermietet. Kanus waren es 41.

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360 297 125 107 92 46 3

Betten halten die zertifizierten Mieter vor Reservierungsangebote sind ungebucht geblieben verschiedene Flyer, Prospekte und Broschüren hält die TI kostenlos für die Gäste bereit Traumschiffpassagen in den Brunsbütteler Schleusen Führungen für Gruppen wurden durchgeführt (2.371 Gäste) Quartiere sind zertifiziert und werden durch die städtische TI vermittelt Mal passierte die Queen Mary II die Schleusenstadt

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Finanzierung/Fördermittel
Die Anstrengungen der Stadt in Sachen Tourismus tragen bereits Ihre ersten Früchte, so konnte über die Tourismusförderung auch ein Teil zur Förderung der hiesigen Wirtschaft beigetragen werden. Um den Tourismus weiter voran treiben und damit weitere positive Effekte für die hiesige Wirtschaft und den Standort Brunsbüttel erzielen zu können, spielen Fördermittel eine erhebliche Rolle. Das Gros der in den letzten Jahren vereinnahmten Fördermittel, stammt aus der Förderinitiative Leader+. Hieraus konnten in den Vorjahren rund 470.000,00 € für Einzelprojekte eingeworben werden. Hinzu kommen Fördermittel für Gemeinschaftsprojekte, wie die KunstLandschaft 06 oder der Nordic-Walking-Park. Die Stadt Brunsbüttel hat mit finanzieller Unterstützung der EU mit LEADER+ Mitteln zahlreiche Projekte durchgeführt. Im Jahr 2008 waren dies u.a.: Bootsbau an der Braake TI

Mit Auslaufen der Förderprogramme ZAL und Leader+ Ende März 2007 (Endabrechnung März 2009), hat die EU ein neues Förderprogramm entwickelt. Hierbei handelt es sich um den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes, kurz ELER. ELER dient der Zusammenführung der bisherigen Programme ZAL und Leader+. Die ELER-Verordnung, die den Rahmen der Förderung regelt, ist nunmehr Grundlage für die schleswig-holsteinischen

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Zukunftsprogramme „ländlicher Raum“, „Wirtschaft“, „Fischerei“ und „Arbeit“.

Während für die Zukunftsprogramme „Wirtschaft“, „Arbeit“ und „Fischerei“ bereits Anfang 2008 Mittel beantragt werden konnten, musste das „Zukunftsprogramm ländlicher Raum“ im vergangenen Jahr erst entwickelt werden. Voraussetzung für die Förderung ist die Zugehörigkeit zu einer AktivRegion und die Erarbeitung eines integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK). Die Stadt ist maßgeblich an der Gestaltung des IEK und an der Einrichtung der AktivRegion Dithmarschen (ARD) beteiligt gewesen und gehört nunmehr dem Vorstand der AktivRegion Dithmarschen an, der über die Mittelvergabe entscheidet. Ferner begleitet der FD Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus verschiedene (kreisübergreifende) Projekte und stellt den stellvertretenden Vorsitzenden der AG „NOK-Projekte“.

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Perspektiven
Erfreuliche Wachstumsraten verzeichnete die Bundesrepublik Deutschland, laut Tourismusbarometer, in 2008. So gab es einen 3prozentigen Zuwachs bei den Übernachtungen in gewerblichen Betrieben. Wenngleich der Süden des Kreises Dithmarschen sich diesem Trend anschließen konnte, sanken die Gäste- und Übernachtungszahlen im Kreisgebiet. So wurden 2008 259.494 Übernachtungsgäste gezählt und 2.016.369 Übernachtungen. Die trotz Finanzkrise florierende Tourismuswirtschaft dürfte künftig ebenfalls positive Auswirkungen auf die von der Stadt zu vereinnahmende Gewerbesteuer haben. Wie bereits aus vorstehenden Ausführungen zu erkennen, bildete die Tourismusförderung einen wesentlichen Schwerpunkt der Arbeit des Fachdienstes Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus im Jahre 2008. Zur weiteren Entwicklung des Standortes und der hiesigen Wirtschaft strebt der zuständige Fachdienst folgende Projekte für 2009 und die Folgejahre an: 1. Neustrukturierung Marketing Mit Einstellung eines Stadtmanagers wird sich das Aufgabenfeld der Stadtverwaltung erweitern. Lag der Fokus des FD bislang auf touristischen Entwicklungen, sind im Rahmen eines ganzheitlichen Stadtmanagements, auch die Stärkung der Innenstadt als Versorgungsmittelpunkt und die Steigerung der Aufenthaltsqualität der

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Bürger und Touristen voranzutreiben. Wichtig wird hierbei die Einbindung der eigenen Bevölkerung sein. Ferner muss es gelingen den größten Nutznießer der Aktivitäten, die Brunsbütteler Kaufmannschaft, für die städtischen Bemühungen zu gewinnen.

2. Projekt „Schleusen-City“ – Vermarktung Schleusenbau Mit Veränderung der Förderkulissen ist bei künftigen Antragstellungen in der Regel ein Gesamtkonzept beim Fördermittelgeber vorzulegen. Die Verwaltung hat daher in 2007 ein Konzept zur Entwicklung des Bereiches rund um den Gustav-Meyer-Platz entworfen und dieses Areal nunmehr „Schleusen-City“ getauft. Das Konzept, das in 2008 weiterentwickelt wurde, sieht die Verknüpfung von Städtebau und Tourismus, also die Nutzungsmischung von hochwertigen Wohnungen in guter Lage, Hotels und Bürogebäuden sowie für Touristen attraktiven Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten, vor. In erster Linie wird eine Finanzierung über private Investoren angestrebt. Soweit sich die einzelnen Module nicht privat finanzieren lassen, ist eine städtische Finanzierung zu prüfen. Einen Schwerpunkt des Projektes bildet die Vermarktung des Baus der 5. Schleusenkammer. Dieser einzigartige Neubau wird bei Ingenieuren und Technikern weltweit Beachtung finden. Neben den internationalen Fachkräften, von denen ca. 10.000 im Jahr erwartet werden, wird sich auch ein großer Teil an fachlichen Laien für die umfangreichen, mehrere Jahre andauernden Baumaßnahmen interessieren. Zur Nutzung dieses Potentials ist die professionelle Vermarktung des Schleusenneubaus unter Einbindung des Gesamtprojektes „SchleusenCity“ notwendig. Das erforderliche Know How für das Marketing und die Erstellung einer Konzeption soll durch einen externen Dritten geliefert werden. Das notwendige Vergabeverfahren wurde bereits durchgeführt. Den Zuschlag für die Fertigung einer Konzeption erhielt die Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung GmbH. Das Konzept ist vom Auftragnehmer bis zum 30.07.2009 vorzulegen. Als Diskussionsgrundlage soll die von der Stadtverwaltung gefertigte Projektbeschreibung „Schleusen-City“, die den Mitgliedern der Ratsversammlung bereits ausgehändigt und der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, dienen.

3. Entwicklungen von Angebotspauschalen Durch die Kombination von Angeboten (Schleusenbesichtigung, Besuch Elbeforum, Freizeithallenbad mit Übernachtung im Hüttendorf usw.) können Kurzurlauber an den Standort Brunsbüttel gebunden werden. Die Vorhaltung von Angebotspauschalen sichert dem Touristen zudem einen entspannten und doch spannenden Aufenthalt. Erste Ideen für

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Pauschalen wurden bereits Ende 2008 zusammengetragen. Umsetzung und Vermarktung soll in 2009 erfolgen. Die

4. Kooperation mit Bäderorten Mehr Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation in Sachen Tourismus wird gemeinsam mit den Nordseebädern Friedrichskoog und Büsum angestrebt. Erste gemeinsame Messeauftritte wurden bereits organisiert. Denkbar wären ebenfalls ortsübergreifende Pauschalen. Hierbei können auch die Verwaltungen Burg-St. Michaelisdonn als Kooperationspartner dienen. 5. Qualitätssiegel Das Schulungsund Qualitätssiegel-Programm "ServiceQualität Schleswig-Holstein" ist ein Projekt zur nachhaltigen und kontinuierlichen Verbesserung der Servicequalität in der gesamten Tourismus- und Freizeitbranche. Grundlage dafür ist die Schulung von eigenen Mitarbeitern, mit dem Ziel im Rahmen eines innerbetrieblichen Qualitätsmanagements einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess für mehr Service einzuleiten. Die Orientierung hierfür bietet ein Maßnahmenkatalog, der im Unternehmen selbst entwickelt wird. Die Auszeichnung zeigt Ihren Kunden, dass in Ihrem Betrieb Mitarbeiter arbeiten, die dauerhaft und mit System für optimalen Service sorgen. Die Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel „Q“ ist bundesweit anerkannt und wird künftig in der Förderlandschaft des Landes eine wichtige Rolle spielen. Im Jahr 2008 wurde bereits eine Mitarbeiterin der Tourist-Info Brunsbüttel als Qualitätscoach ausgebildet. Sie soll in 2009 den Maßnahmenplan in Sachen Qualitätsmanagement, Serviceketten, Qualitätsbausteine und Beschwerdemanagement für die TI ausarbeiten, mit dem Ziel, das Qualitätssiegel für die TI zu erwerben. Ergänzend sollte in 2009 versucht werden, die Privatbetriebe für die Qualitätsinitiative des Landes zu gewinnen. 6. Gästeführungen Ab 2009 werden alle Gästeführungen, auch Schleusenführungen, durch die VHS durchgeführt. Aufgrund des gewachsenen Pools an Gästeführern ist es der VHS möglich, künftig fixe Termine für Schleusenführungen anzubieten. Somit erhalten auch Einzelbesucher die Möglichkeit an einer

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Gästeführung teilzunehmen. Die Nachfrage soll zunächst vom 05.05.2009 bis 29.08.2009, jeweils dienstags um 14 Uhr, nach Ankunft der Cuxhavenfähre, getestet werden. Die Buchung erfolgt, wie bei allen anderen Gästeführungen, über die TI, die ebenfalls Sammelstelle sein wird.

7. Veranstaltungskalender Für 2009 sind in Brunsbüttel wieder diverse Veranstaltungen geplant. Eine vorläufige Aufstellung ist beigefügt. Städtische Veranstaltungen bzw. solche die der organisatorischen Unterstützung des FD Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus bedürfen, sind mit einem * gekennzeichnet. 26.04.2009 11.04.2009 06.06.2009 13.06.2009 14.06.2009 19.06.2009 28.06. – 05.07.2009 03.07. – 05.07.2009 05.07.2009 07.08. – 10.08.2009 22.08. – 23.08.2009 29.08.2009 29.08.2009 30.08.2009 05.09.2009 16.09.2009 04.10.2009 Verkaufsoffener Sonntag mit Fischmarkt Ostermarkt Kult(o)ur Längster Flohmarkt der Westküste Elbeleuchtturmtag* Citylauf Kanalgeburtstagswoche Sommerfest am GMP Verkaufsoffener Sonntag mit Fischmarkt Volksfest* Radio NORA Bädertour* Oldtimer-Treffen Wattstock-Festival Wattolümpiade NOK-Romantika* Bauernmarkt zu den Dithm. Kohltagen* Verkaufsoffener Sonntag mit Fischmarkt

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Brunsbüttel,_12.03.2009___ Ort, Datum

gez. Hansen Hansen (Bürgermeister)


								
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