Alles über DCC – Dynamic Currency Conversion by murplelake80

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									Alles über DCC –
Dynamic Currency Conversion
Ihr Handbuch
     Inhalt   �� Allgemeine Informationen       S. 4

              �� Die Vorteile von DCC           S. 8

              �� Wie bieten Sie Ihrem Kunden
                 DCC richtig an?                S. 9

              �� Häufig gestellte Fragen       S. 10

              �� Sonstiges                     S. 11




DCC I 2
Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über DCC!

Sie haben sich für DCC – die praktische, automatische Währungsumrechnung für Ihre
internationalen Kunden – entschieden.

Mit DCC kann Ihr Kunde wählen, ob er den Rechnungsbetrag in Schweizer Franken oder
in seiner Heimatwährung begleichen möchte. Mit einem Tastendruck am Terminal bestäti-
gen Sie die Wahl Ihres Kunden und den Rest erledigt dann das Terminal.

DCC ist ein wertvoller, zusätzlicher Service, der besonders in touristisch geprägten Regionen
und in Gebieten mit einem hohen Anteil an Kunden aus dem Ausland interessant ist. Mit
dem Angebot von DCC unterstreichen Sie Ihre Dienstleistungskompetenz und bringen
sich gegenüber Ihren Wettbewerbern in eine günstige Ausgangsposition.

In diesem Handbuch erfahren Sie alles Wissenswerte über DCC. Sie werden sehen:
Das Verfahren ist einfach und lässt sich gut in Ihre internen Abläufe integrieren.

Nutzen Sie also den Service-Vorsprung und bieten Sie DCC Ihren ausländischen Gästen
aktiv an. Ihre Kunden werden sich über die Bezahlung in ihrer Heimatwährung freuen!

Viel Erfolg!




                                                                                      DCC I 3
  Allgemeine Informationen

1. Was ist DCC?
  DCC – Dynamic Currency Conversion heisst wörtlich übersetzt „dynamische Währungs-
  umwandlung“. Mit DCC können Sie Ihren Kunden aus dem Ausland die Bezahlung in
  deren Heimatwährung, zum Beispiel in Euro oder US-Dollar, anbieten.

  Der ganze Vorgang einer DCC-Transaktion läuft weitgehend automatisch ab: Bei Durch-
  führung der Zahlung erkennt das Terminal die DCC-Fähigkeit der Karte und rechnet den
  Schweizer Franken-Rechnungsbetrag direkt in die Heimatwährung des Karteninhabers
  um. Auf dem Terminaldisplay erscheinen daraufhin beide Währungen. Sie erkennen
  dadurch, dass eine DCC-Zahlung möglich ist, und bieten dem Kunden diese Wahlmög-
  lichkeit an. Ihr Kunde entscheidet nun, in welcher Währung er bezahlen möchte.

  DCC ist für Sie mit keinen zusätzlichen Belastungen verbunden. Im Gegenteil: Mit
  DCC bieten Sie Ihren internationalen Kunden einen zusätzlichen Service, der Sie nicht
  mehr kostet als eine freundliche Nachfrage.

2. Ist DCC für alle Karten und Währungen verfügbar?
  Die DCC-Funktion ist für Karten der Marken MasterCard, Visa und Maestro* verfügbar.
  Gegenwärtig können Schweizer Franken-Rechnungsbeträge in folgende Währungen
  umgerechnet werden:



                            �� Euro                                 �� US-Dollar

                            �� Britisches Pfund                     �� Japanischer Yen

                            �� Russischer Rubel*                    �� Kanadischer Dollar*

                            �� Dänische Krone                       �� Schwedische Krone

                            �� Norwegische Krone*
                  * voraussichtlich verfügbar im 2. Halbjahr 2008



3. Wie erkennt das Terminal die DCC-Fähigkeit der Karte?
  Bei MasterCard, Visa und Maestro erkennt das Terminal anhand der ersten sechs Ziffern
  der Kartennummer das Herkunftsland und die Rechnungswährung der Karte. Wenn eine
  DCC-Zahlung möglich ist, wird sofort die Auswahl auf dem Display angezeigt. Sie müssen
  also nur aufs Display schauen und dann gegebenenfalls den Kunden fragen, ob er in seiner
  Heimatwährung zahlen möchte.

  DCC I 4
4. Welche Zahlungsarten sind mit DCC möglich und wie werden diese abgewickelt?
  Die Transaktionsarten Zahlung, Reservierung, Trinkgeld und Storno bzw. Gutschrift können
  mit DCC abgewickelt werden. Im Folgenden erhalten Sie detaillierte Informationen zu
  jeder Zahlungsart:

  4.1 Die DCC-Zahlung
  So führen Sie eine DCC-Zahlung durch:

  �� Ein Kunde will mit MasterCard, Visa oder Maestro zahlen. Geben Sie den Betrag über
     die Tastatur ein und stecken Sie die Karte in das Terminal.
  �� Das Terminal erkennt das Herkunftsland der Karte und zeigt auf dem Display, dass
     eine DCC-Zahlung möglich ist.
  �� Fragen Sie nun den Kunden, ob er in seiner Heimatwährung zahlen möchte.
  �� Bestätigt er dies, dann wählen Sie am Terminal die Heimatwährung des Kunden aus.
     Die Zahlung selbst wird wie jede Kartenzahlung abgewickelt und der Zahlbeleg
     ausgedruckt.
  �� Der Kunde muss den Beleg unterschreiben. Danach erhält er wie gewohnt seinen
     Kundenbeleg.

  Wünscht der Kunde die Zahlung in Schweizer Franken, wählen Sie am Terminal Schweizer
  Franken aus und die Zahlung wird in Schweizer Franken getätigt. Übrigens: Findet inner-
  halb von 60 Sekunden keine Währungsauswahl statt, wird immer in Schweizer Franken
  abgerechnet.

                                                                                   DCC I 5
Der DCC-Zahlbeleg
Der Beleg für eine DCC-Zahlung weist z. B. folgende Bestandteile auf:




                                     Kartentyp
                           (hier MasterCard) ��




             Währung des Vertragspartners ��
                             Wechselkurs ��

              Währung des Karteninhabers ��

                      Einverständniserklärung
                  des Kunden (MasterCard) ��




                       Einverständniserklärung
                          des Kunden (Visa) ��




           Bei einer DCC-Kartenzahlung wird
           der Zahlbetrag auf dem Zahlbeleg
           immer in Schweizer Franken und
           der jeweiligen Landeswährung des
           Karteninhabers ausgewiesen.



DCC I 6
4.2 Die DCC-Reservierung
Die Reservierung und die Reservierungserhöhung werden wie gewohnt getätigt. Erst bei
der Buchung müssen Sie Ihrem Kunden die Wahlmöglichkeit offerieren, in welcher Wäh-
rung er bezahlen möchte. Auf dem Zahlbeleg kann der Kunde alle Parameter der Zahlung
nachvollziehen.

4.3 Trinkgeld (nur bei MasterCard und Visa)
Ihr Kunde hat sich für eine DCC-Zahlung entschieden und trägt bei der Unterzeichnung
des Zahlbelegs das Trinkgeld in seiner Heimatwährung (z. B.: USD) ein. Wickeln Sie wie
gewohnt die Nachbuchung des Trinkgeldes am Terminal ab. Bei einer DCC-fähigen Karte
wird die Währung für den Tip automatisch vorgegeben; nämlich immer entsprechend
der Währung, in der die ursprüngliche Zahlung vorgenommen wurde. Auf dem Trinkgeld-
beleg für den Vertragspartner erscheint der gewährte Tip in der DCC-Währung und in
Schweizer Franken, so dass der Kellner immer seinen Tip in Schweizer Franken kennt.

4.4 Storno
Hat ein Kunde in seiner Heimatwährung bezahlt, dann bietet Ihnen das Terminal den
Storno in der ursprünglichen Bezahlwährung an oder das Terminal storniert automatisch
in der Händlerwährung.

Übrigens: Einen Storno können Sie nur bis zur nächsten Kartenzahlung vornehmen. Ist
diese bereits erfolgt, kann die ursprüngliche Zahlung nur noch in Form einer Gutschrift
rückgängig gemacht werden.

4.5 Gutschrift
Gutschriften müssen Sie in der Währung der ursprünglichen Zahlung durchführen.
Hat also ein Kunde in seiner Heimatwährung bezahlt, dann bietet Ihnen das Terminal
die Gutschrift auch in der ursprünglichen Bezahlwährung an.




                                                                                   DCC I 7
  Die Vorteile von DCC

1. Die Vorteile für Händler, Hotels und Restaurants

  Transparente Preise: Mit DCC bieten Sie Ihren internationalen Kunden einen innovativen
  und wertvollen Service, denn sie kennen jederzeit den exakten Betrag in ihrer Heimatwäh-
  rung. Mit transparenten Preisen beweisen Sie eine hohe Service- und Kundenorientierung.
  Das sorgt für Vertrauen. Und die Kunden werden es Ihnen danken: mit Weiterempfeh-
  lungen und Wiederholungseinkäufen bzw. -besuchen bei Ihrem Unternehmen.

  Finanzieller Vorteil: Bei jeder DCC-Transaktion haben Sie einen finanziellen Vorteil,
  da für DCC-Transaktionen sofort ein geringerer Kommissionssatz wirksam wird.

  Kein zusätzlicher Aufwand: DCC verursacht Ihnen keinerlei zusätzlichen Aufwand
  beim Bezahlvorgang und keine technischen Anpassungen in Ihrer Buchhaltung.

  Zahlung wie bisher in Schweizer Franken: Die Gutschrift des Zahlbetrages erfolgt
  für Sie wie bisher gewohnt in Schweizer Franken.

2. Vorteile von DCC für den Karteninhaber

  Wahlmöglichkeit: Ihr Kunde entscheidet, ob er in Schweizer Franken oder in seiner
  Heimatwährung bezahlen möchte. Überlassen Sie dem Kunden immer die Wahl.

  Transparenz: Der Zahlbeleg schafft Klarheit: Der Kunde hat schwarz auf weiss den
  Wechselkurs und den gezahlten Betrag – in beiden Währungen. Das schützt vor
  „Wechselkursüberraschungen“. Die Zahlung in der Heimatwährung schafft im Ausland
  Sicherheit und Vertrauen, da sich der Kunde in seiner Heimatwährung „auskennt“.

  Tagesaktuelle Umrechnungskurse: Der verbindliche „All-inclusive“-Kurs für die
  Umrechnung wird täglich aktualisiert. Entscheidet sich Ihr Kunde jedoch für die Zahlung
  in Schweizer Franken, kommt ein Kurs seiner kartenausgebenden Bank zum Tragen.
  Dieser ist am Tag der Zahlung noch nicht bekannt.

  Vereinfachte Spesenabrechnung: Der Betrag auf dem Transaktionsbeleg ist 1:1
  der Betrag, der später auf der Kartenabrechnung erscheint. Das ermöglicht Ihren
  Geschäftskunden eine einfache und zeitnahe Spesenabrechnung.




  DCC I 8
  Wie bieten Sie Ihrem Kunden DCC richtig an?

1. Die Fragetechnik
  Überlassen Sie dem Kunden, in welcher Währung er bezahlen möchte. Bieten Sie ihm
  die Möglichkeit der DCC-Zahlung an. Aber: Richtig anbieten heisst richtig fragen.

  Zeigt Ihr Terminal an, dass eine DCC-Zahlung möglich ist, dann fragen Sie Ihren Kunden,
  in welcher Währung er zahlen möchte. Wählen Sie eine Frageform, die den Vorgang nicht
  aufhält und keiner weiteren Erklärungen bedarf, z. B.

  �� „Can I prepare your bill in dollars?“
  �� „Would you like to pay in dollars?“
  �� „That‘s 220 dollars, is that o. k.?“

  Am besten erwähnen Sie nur die Heimatwährung des Kunden in der Frage. Dann kann
  er einfach mit „Ja“ antworten und muss nicht lange über das Für und Wider nachdenken.
  Eine Entweder-oder-Frage wie „Would you like to pay in dollars or in swiss francs?“ kann
  zu Rückfragen führen.

2. Die Entscheidungsfrist: Eine Minute – nicht länger
   Im Terminal ist eine Entscheidungszeit von 60 Sekunden eingestellt. Ihr Kunde hat also
   60 Sekunden Zeit, um zu entscheiden, in welcher Währung er zahlen möchte. Verstreicht
  die Zeit ohne Entscheidung, dann wird die Transaktion in Schweizer Franken abgewickelt.
  Reicht die Zeit von 60 Sekunden nicht aus, können Sie durch Drücken der Taste „Ab-
  bruch“ den Bezahlvorgang jederzeit neu starten. Damit stehen wieder 60 Sekunden für
  die Entscheidung zur Verfügung.




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  Häufig gestellte Fragen

1. Wer bestimmt den Wechselkurs?
  Der Umrechnung liegen Kurse zugrunde, die auf dem offiziellen Devisenhandel beruhen –
  die so genannten „Interbank-Wechselkurse“. Sie basieren auf den Daten des Finanzunter-
  nehmens Reuters.

2. Wie aktuell sind die Wechselkurse?
  Die Wechselkurse werden an den Börsenhandelstagen einmal täglich aktualisiert. Der
  Freitagskurs ist über das Wochenende gültig, an Feiertagen gilt der Vortageskurs. Mit der
  täglichen Aktualisierung des Wechselkurses wird sichergestellt, dass der Karteninhaber bei
  einer DCC-Zahlung immer den aktuellsten Kurs erhält.

3. Wie hoch ist die Umrechnungsgebühr für den Kunden?
  Bei DCC-Zahlungen wird eine feste Umrechnungsgebühr in Höhe von 3,0 % hinzu-
  gerechnet (international conversion margin). Mit einer ähnlichen Gebühr rechnen
  MasterCard, Visa und Maestro ebenfalls Zahlungen in Fremdwährung um.

4. Ist es günstiger in Schweizer Franken oder in Fremdwährung abzurechnen?
  Mit DCC wird zum tagesaktuellen Kurs abgerechnet. MasterCard, Visa und Maestro
  wickeln die Zahlung dagegen erst einige Tage später zu dem dann gültigen Kurs ab.
  Diese beinhaltet ebenfalls Umrechnungsgebühren, die vergleichbar sind mit der Inter-
  national conversion margin. Wer also Sicherheit haben möchte, sollte auf jeden Fall
  den DCC-Tageskurs bevorzugen.

5. Wann wird die DCC-Option nicht angeboten?
  Wenn das Gerät kein DCC anbietet, kann das mehrere Gründe haben:

  �� Die Karte ist nicht von MasterCard, Visa und Maestro
  �� Das Herkunftsland der Karte entspricht nicht der Abrechnungswährung der Karte
     (z. B. Amerikanische Karte, bei der ein Euro-Konto hinterlegt ist)
  �� Die Heimatwährung des Karteninhabers ist keine von unseren angebotenen
     DCC-Währungen

6. Was hat DCC mit der Auslandseinsatzgebühr zu tun?
  Die Gebühr für die Währungsumrechnung hat mit der Auslandseinsatzgebühr nichts zu tun.
  Die Gebühr von 3,0 % (international conversion margin) bezieht sich nur auf die Währungs-
  umrechnung. Die Auslandseinsatzgebühr dagegen wird von der kartenausgebenden Bank
  bestimmt. Auskünfte dazu kann nur die Heimatbank des Karteninhabers erteilen.




  DCC I 10
  Sonstiges

1. Abrechnung/Kassenschnitt
  Kassensummen bzw. der Kassenschnitt bleiben in Schweizer Franken. Die Einzeltrans-
  aktionsliste führt die entsprechenden Transaktionen rein informativ auch in der Fremd-
  währung auf.

2. Hotline: + 41 44 308 - 3622
  Sie können sich mit allen Fragen zu DCC-Transaktionen an einen Ansprechpartner, unsere
  Hotline + 41 44 308 - 3622, wenden.




  Bieten Sie Ihren Kunden immer DCC an, wenn dies möglich ist. Achten Sie dabei darauf,
  eine geeignete Frage für die Wahlmöglichkeit zu nutzen. Probieren Sie’s aus – schon bald
  wird DCC für Sie ganz selbstverständlich sein.




                       Rückfragen zu DCC?
                       Hotline: + 41 44 308 - 3622




                                                                                    DCC I 11
ConCardis Schweiz AG
Leutschenbachstrasse 95 | CH-8050 Zürich
Telefon: + 41 44 308-3622 | Fax: + 41 44 308-3500
sales@concardis.ch | www.concardis.ch
                                                    0370803

								
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