WASSer iSt Leben, beWegung, Veränderung by cometjunkie53

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									ENErgiEDiENst HolDiNg Ag geSchäftSbericht 2006

WASSer iSt Leben, beWegung, Veränderung.

informAtionen zum unternehmen

energiedienst-gruppe stromabsatz Nettostromumsatz Betriebsergebnis vor Zinsen und steuern (EBit) Unternehmensergebnis Eigenkapital Eigenkapitalanteil investitionen in sachanlagen Freecashflow Mitarbeiter (Durchschnitt) gWh Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € % Mio. € Mio. € Pensen

2006 5.566 501 80 62 539 55 24 50 610

2005 5.996 442 80 58 498 52 16 56 625

energiedienst holding Ag Nettoumsatz Betriebsergebnis vor Zinsen und steuern (EBit) Jahresergebnis Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF

2006 333 79 117

2005 292 25 93

Versorgungsgebiet Schweiz und deutschland Fläche Einwohner geschäftskunden Privat- und gewerbekunden Weiterverteiler km2 Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl

2006 3.816 756.127 2.462 288.053 19

2005 3.816 754.796 2.555 290.072 20

Übertragungs- und Verteilungsanlagen Jahreshöchstlast 380-kV/220-kV Höchstspannung 110-kV Hochspannung 20-kV/10-kV/6-kV Mittelspannung 400/230-V Niederspannung Umspannwerke schalt- und transformatorenstationen
*mit kundeneigenen trafostationen

2006 MW km km km km Anzahl Anzahl 771 135 537 4.118 8.997 35 4763*

2005 768 135 537 4.110 8.863 35 4.722*

informAtionen fÜr die Aktionäre

2006 Ausstehende titel ./. eigene Aktien Ausgegebene titel Angaben pro ausgegebenen titel Unternehmensergebnis (ohne Anteile anderer gesellschafter) Dividende Nennwertrückzahlung Konsolidiertes Eigenkapital Bruttorendite pro titel (Jahresende) geldfluss aus geschäftstätigkeit Börsenkurse: geschäftsjahresende geschäftsjahreshöchst geschäftsjahrestiefst kennzahlen Ausschüttungsquote Unternehmensergebnis in % der eigenen Mittel Börsenkapitalisierung FHF Kurs/gewinn-Verhältnis
* Antrag an die generalversammlung ** Berechnung der Bruttorendite sowie der Ausschüttungsquote sind auf die Nennwertrückzahlung bezogen

2005 450 2.519.550

4.166 2.515.834

€ CHF CHF € % € CHF CHF CHF

24,47 0,00 14,00* 214,30 2,51** 23,41 557 570 435

22,98 0,00 14,00 197,50 3,22 23,68 435 470 390

% % Mio. €

36** 11,4 871,9 14,2

39,0 11,6 709,1 12,1

iSin Namenaktie von CHF 36 Nennwert Börsenticker-symbole CH 001 573 870 8

börse Stuttgart (WKN) 255 455 KWK2.stU

Schweizer börse (Valoren-Nr.) 1 573 870 EDHN.ZrH

opting-out Ein Erwerber von Aktien der Energiedienst Holding Ag ist nicht zu einem öffentlichen Kaufangebot nach Art. 32 und 52 des Bundesgesetzes über die Börsen und den Effektenhandel verpflichtet.
Verlauf der ED-Aktie im Vergleich zu einem SPI Index 2006
in CHF
600 7.000

Monatshöchst- und Tiefstwerte 2006
in CHF
600 553 557

550

6.500

550 499 499 495 482 494 506 505 495 505 498

525 489 455

500

6.000

500

480 459

483

478

490

496

510

510

450

5.500

450 435

400

Jan. 2006 Verlauf der ED-Aktie 2006

Dez. 2006

5.000

400

Jan. 2006

Dez. 2006

Vergleichsindex

finAnzkALender
generalversammlung geschäftsjahr 2006 Halbjahresabschluss 2007 23. März 2007 13. Juli 2007

	 	 	 	 	 	 	 	
	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	

2	 Brief	an	die	aktionäre 	 fotoreportage 6	 Wasser	ist	der	UrsprUng. 8	 Wasser	ist	BeWegUng,	VeränderUng. 10	 Wasser	VerBindet. 12	 Wasser	ist	energie. 	 das	Unternehmen 16	 konzernlageBericht
	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 Das	Unternehmen Wirtschaftliche	und	politische	Rahmenbedingungen Stromabgabe	und	Beschaffung Geschäftsentwicklung	2006 Nachhaltigkeitsbericht Neubau	Wasserkraftwerk	Rheinfelden Produktion Netze Vertrieb Mitarbeitende Unternehmenskommunikation Verwaltungsrat,	Staatskommissare Sachverständigenbeirat Kommunaler	Beirat Risikobericht Ausblick

	
	 	 	 	 	 	 	 	 	 	

34	 corporate	goVernance
	 	 	 	 	 	 	 	 	 Konzernstruktur	und	Aktionariat Kapitalstruktur Verwaltungsrat Geschäftsleitung	 Entschädigungen,	Beteiligungen,	Darlehen Mitwirkungsrechte	der	Aktionäre Kontrollwechsel	und	Abwehrmassnahmen Revisionsstelle Informationspolitik

	 	
	 	 	 	 	 	

	 finanzBericht 48	 konsolidierte	JahresrechnUng
	 	 	 	 	 	 Konsolidierte	Erfolgsrechnung Konsolidierte	Bilanz Konsolidierter	Eigenkapitalnachweis Konsolidierte	Geldflussrechnung Anhang	zur	konsolidierten	Jahresrechnung Bericht	des	Konzernprüfers

	
	 	 	 	 	 	

80	 einzelaBschlUss
	 	 	 	 	 	 Bilanz Erfolgsrechnung Anhang	zur	Jahresrechnung Verwendung	des	Bilanzgewinnes Bericht	der	Revisionsstelle

	 	

87	 BeteiligUngen 90	 glossar

2			Brief	an	die	aktionäre

sehr	geehrte	aktionärinnen	und	aktionäre,	 liebe	partner	und	freunde	unseres	Unternehmens, „Wasser	ist	Leben,	Bewegung,	Veränderung“	–	so	lautet	der	Titel	 der	Fotostrecke	am	Anfang	unseres	Geschäftsberichts.	Impressionen,	mit	denen	wir	Sie	auf	unsere	Kernkompetenz	einstimmen	 und	 Ihnen	 die	 Bedeutung,	 den	 Wert	 dieses	 Elements,	 unseres	 „Mediums“,	nahebringen	möchten.	 Leben.	Bewegung.	Veränderung.	Das	gilt	nicht	nur	für	das	Wasser,	das	unseren	Kunden	Energie	und	unserem	Unternehmen	seine	Wirtschaftskraft	spendet	–	das	gilt	auch	für	das	vergangene	 Geschäftsjahr,	 in	 dem	 wir	 unsere	 Unternehmenskultur	 gelebt,	 Märkte	bewegt	und	uns	selbst	weiterentwickelt	haben.	Ein	Jahr,	 in	 dem	 wir	 den	 Wert	 unseres	 Unternehmens	 weiter	 steigerten	 und	 das	 wir	 mit	 einem	 Wachstum	 unserer	 Gesamtleistung	 um	 11	Prozent	auf	523,6	Millionen	Euro	und	einer	Verbesserung	des	 Unternehmensergebnisses	 um	 6,4	 Prozent	 auf	 61,6	 Millionen	 Euro	abschlossen.	 2006	 war	 ein	 Jahr	 der	 grossen	 Veränderungen:	 Insbesondere	 staatliche	 Regulierungen	 brachten	 neue	 Aufgaben.	 So	 musste	 die	 Energiedienst-Gruppe	 das	 rechtliche	 Unbundling	 des	 Netzbereichs	umsetzen:	Seit	Januar	2007	ist	die	Energiedienst	Netze	 GmbH	einziger	Netzbetreiber	der	Energiedienst-Gruppe.	Sie	gibt	 im	 Gegenzug	 den	 Vertrieb	 an	 die	 Energiedienst	 AG	 ab.	 Hintergrund	 hierfür	 sind	 die	 europäischen	 Richtlinien	 zur	 Liberalisierung	der	Energiemärkte,	die	in	der	Stromwirtschaft	das	rechtliche	 Unbundling	 fordern,	 also	 die	 Trennung	 von	 Leitungsnetzen	 und	 Vertrieb. Eine	 weitere	 Herausforderung	 war	 die	 Netzentgeltregulierung.	 Die	 Bundesnetzagentur	 erteilte	 etlichen	 Energieversorgungsunternehmen	 bereits	 entsprechende	 Bescheide.	 Derzeit	 sorgt	 ein	weiteres	Thema	für	Diskussionsstoff:	Die	Anreizregulierung	 –	 hier	 würden	 der	 Entgeltkalkulation	 statt	 eigener	 Netzkosten	 die	 Kosten	 effizienter	 Netzbetreiber	 zugrunde	 gelegt	 –	 soll	 die	 gerade	 erst	 implementierten	 Netzentgeltgenehmigungen	 schon	 bald	wieder	ablösen.	 Wasser	ist	die	treibende	Kraft	unseres	Erfolges,	seine	effiziente	 Nutzung	unsere	Aufgabe.	Mit	der	Errichtung	unseres	modernen	 Wasserkraftwerks	in	Rheinfelden	verwirklichen	wir	nicht	nur	eines	 der	grössten	Flusskraftwerke	Deutschlands,	sondern	setzen	zugleich	 einen	 Meilenstein	 in	 der	 Geschichte	 der	 EnergiedienstGruppe.	Der	Neubau	schreitet	dank	der	beauftragten	deutschen	

und	 schweizerischen	 Konsortien	 planmässig	 voran.	 Die	 ersten	 sechs	Stauwehrfelder	sind	bereits	fertiggestellt,	und	auch	für	den	 Neubau	des	Maschinenhauses	auf	der	Schweizer	Seite	fand	im	 Januar	2007	der	Spatenstich	im	Beisein	von	Gästen	aus	Politik	 und	Wirtschaft	statt. Mit	dem	Kanton	Aargau	erzielten	wir,	nach	immerhin	fast	zehn	 Jahre	dauernden	Verhandlungen,	Einigung	über	dessen	Anteil	an	 den	Vorlaufkosten	des	neuen	Kraftwerks. Mit	 der	 Konzentration	 auf	 regenerative	 Energien	 begegnet	 unser	 Portfolio	 der	 regen	 und	 wachsenden	 Nachfrage	 umweltbewusster	 Kunden,	 allen	 voran	 verantwortungsvoll	 agierender	 Unternehmen.	Das	Premiumprodukt	NaturEnergie	Silber	stammt	 dabei	zu	100	Prozent	aus	Wasserkraft,	das	gesamte	Stromangebot	enthält	im	deutschen	Vergleich	einen	überdurchschnittlich	 hohen	 Anteil	 erneuerbarer	 Energien.	 Zudem	 wurde	 der	 eigene	 Energieverbrauch	 der	 Unternehmensgruppe	 erstmals	 CO2-neutral	gestellt.	 Solide	 Leistung,	 nachhaltige	 Erfolge,	 neue	 Perspektiven	 –	 das	 erneut	 verbesserte	 Jahresergebnis	 zeigt,	 dass	 wir	 mit	 unserer	 Strategie	auf	dem	richtigen	Weg	sind:	Die	Energiedienst-Gruppe	 arbeitet	heute	effizienter	denn	je.	Mit	dieser	Leistungsstärke	können	 wir	 uns	 auch	 künftigen	 Herausforderungen	 selbstbewusst	 stellen.	Die	Kraft	dazu	verdanken	wir	vor	allem	den	Menschen,	 die	das	Unternehmen	prägen	und	ausmachen	–	allen	Mitarbeitenden,	 dem	 Betriebsrat,	 der	 Personalvertretung	 –,	 aber	 auch	 dem	Vertrauen	unserer	Aktionäre. Auf	2006	blicken	wir	mit	Stolz	zurück,	2007	und	weitere	Jahre	 erwarten	wir	mit	Freude	und	Spannung.	Und	mit	der	Zuversicht,	 dass	nachhaltiges	Wirtschaften	auch	erfolgreiches	Wirtschaften	 und	gleichzeitig	die	Sicherung	unserer	Zukunft	bedeutet	–	nicht	 nur	 die	 unseres	 Unternehmens,	 sondern	 die	 von	 Mensch	 und	 Natur	und	damit	unser	aller	Lebensgrundlage. Mit	freundlichen	Grüssen

	

Hans	Kuntzemüller		 	 	 Präsident	des	Verwaltungsrats	 	

Martin	Steiger Geschäftsleitung

3

Bewegung
						Wasser	ist	leBen.	
																BeWegend.	BeraUschend.	BeschWingend.	 Wasser	ist	Vielfalt	Und	VeränderUng.		 											ein	element,	das	die	Welt	im	gleichgeWicht	hält.	 																										klima,	Wetter,	gezeiten	sind	aUf	immer	im	kreislaUf, 																																																										im	stetigen	flUss. 	 												Wasser	ist	der	anfang	–	Und	energie	ohne	ende.	 																										stark	Und	sanft	zUgleich. eine	kraft,	die	antreiBt:	sie.	Uns.	die	ganze	Welt. 																																																										Wasser	ist	Von	Unendlicher	WirkUng.		 	 																			Und	UnVergleichlichem	Wert.			

Wehr	am	Unterrhein 	Linth,	Schweiz

Bergsee	im	Wallis,	Schweiz

																		Wasser	ist	der	UrsprUng.
ein	Winziges	molekül,	ein	paar	Wenige	atome	–	 	Und	doch	Von	Unermesslicher	BedeUtUng: 															Wasser	ist	QUell	allen	leBens,	der	UrsprUng	allen	seins 																																				Und	das	seit	Vierzehn	milliarden	Jahren.	 	 																										 															entspringen.	sprUdeln.	Wachsen.	gedeihen. 																																				so	Viel	mehr	als	ein	chemisches	element,	 	als	die	schlichte	VerBindUng	zU	h 2 o:	Wasser	ist	WertVoll.	 																										Unersetzlich.	ein	kostBares	gUt.	 																																				ohne	Wasser	Wären	Wir	–	nichts.

				Wasser	ist	BeWegUng,	VeränderUng.
																																					ein	element	Voller	geheimnisse.	 								klar	Und	dennoch	Unergründlich.		in	stetem	Wandel,	 	 dem	Unendlichen	kreislaUf	zWischen	raUm	Und	zeit	–	

																	 	

								

																																															Vom	flüchtigen	tropfen	Bis	zUm	eWigen	eis.	

																														 	 	 Wasser	ist	anders	als	andere	stoffe,	

														Voller	dynamik	Und	spannUng.	dennoch	immer	in	Balance.

																																										eine	kraft,	die	strömend	formt.	Verändert.	mitreisst.

																							Wasser	hinterlässt	spUren.	immer.	Und	üBerall.	

Wehr	am	Unterrhein,	Schweiz

	Wasser	VerBindet.	
																									 	 	 																es	ist	das	BlUt	der	erde.	 seine	adern	Vernetzen	städte,	VerBinden	geWässer,	knüpfen	Wege.

strömend	Vereinen	sie	sich	zU	raUm	Und	Weite 																																																								Und	schenken	dadUrch	neUe	kraft.	 													mit	Wasser	ist	alles	im	flUss.	Und	in	VerBindUng.	

Einmündung	in	ein	Ausgleichbecken	bei	Linthtal,	Schweiz

Wasser	ist	energie.
																																			sanft	Und	dennoch	geWaltig:	 										die	kraft	Von	Wasser	liegt	in	Wogen	Und	Wellen,	 		 	 									in	Brechern	Und	BrandUng. 						 											im	fallen	offenBart	es	seine	ganze	stärke.	

Wasserkraft	ist	Unerschöpflich.	eWig	Wiederkehrend.	 																							ein	kreislaUf,	der	niemals	endet, 					 	 																						ein	Unendliches	energiepotenzial.		

Rheinfall	von	Schaffhausen,	Schweiz

Wasser BeDeutet VerantWortung.
Die restrukturierung unserer unternehmensgruppe.

Vieles ist im Fluss: Der Bau Des neuen WasserkraFtWerks in rheinFelDen.

Im Fluss
Der ausBau unserer marktposition. eine VerantWortung, Die Die WeiterentWicklung unseres unternehmens Diesen Werten hat sich Die eD-gruppe VerschrieBen. gestern. heute. unD Für Die zukunFt.

Fest steht hingegen unser VerstänDnis Von unternehmensVerantWortung:

eBenso umFasst Wie Die sorge um natur unD mensch. Die Den umFassenDen schutz Der umWelt Für genauso Wichtig erachtet Wie Finanziellen erFolg.

Das unternehmen

Flussbett bei Linthtal, Schweiz

16
16 16 19 19 21 23 25 26 27 30 31 32 32 32 33 33

konzernlageBericht
Das Unternehmen Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen Stromabgabe und Beschaffung Geschäftsentwicklung 2006 Nachhaltigkeitsbericht Neubau Wasserkraftwerk Rheinfelden Produktion Netze Vertrieb Mitarbeitende Unternehmenskommunikation Verwaltungsrat, Staatskommissare Sachverständigenbeirat Kommunaler Beirat Risikobericht Ausblick

34
34 36 37 42 42 43 44 45 45

corporate goVernance
Konzernstruktur und Aktionariat Kapitalstruktur Verwaltungsrat Geschäftsleitung Entschädigungen, Beteiligungen, Darlehen Mitwirkungsrechte der Aktionäre Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen Revisionsstelle Informationspolitik

16 lageBericht DAS UNtERNEHMEN | WIRtSCHAFtLICHE UND POLItISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Basis Für positiVe zukunFt – energieDienst VerFolgte auch 2006 Die aus Dem ergeBnisVerBesserungsprojekt proDrei umgesetzten erFolgreichen strategischen unD unternehmenspolitischen grunDsätze Weiter. VorausschauenDes hanDeln im energieWirtschaFtlichen Bereich, eine Breite Vernetzung mit Den unterschieDlichsten partnern soWie zukunFtsträchtige inVestitionen sinD DaBei Die Basis Für eine positiVe zukunFt Der gesamten unternehmensgruppe.
Das unternehmen geschäftstätigkeit der energiedienst holding ag Die Energiedienst Holding AG (EDH) konzentriert sich in ihren Kernaktivitäten auf die Geschäftsfelder Strom und Energiedienstleistungen. Als Unternehmensgruppe ist die EDH vertikal integriert und deckt im Geschäftsfeld Strom sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette – also Produktion, Verteilnetze und Vertrieb – ab. Der Hauptsitz ist in Laufenburg (CH). Weitere wesentliche Standorte sind die Verwaltungen in Rheinfelden (D) und Donaueschingen sowie die eigenen Wasserkraftwerke in Rheinfelden, Laufenburg und Grenzach-Wyhlen. Die Betriebsstützpunkte sind im gesamten südbadischen Netzgebiet verteilt. strategie und ziele Vor dem Hintergrund unsicherer energiepolitischer Rahmenbedingungen und steigender Energiepreise verfolgt die ED-Gruppe ihre seit 2003 aus dem Ergebnisverbesserungsprojekt ProDrei umgesetzten erfolgreichen strategischen und unternehmenspolitischen Grundsätze weiter. Kern ist die zukunftsfähige und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kommunen, Weiterverteilern und Industrieunternehmen. Die ED-Gruppe ist mit ihrer Hauptmarke NaturEnergie der glaubwürdige ökologische Regionalversorger und der Marktführer im südbadischen Raum. Mit NaturEnergie belegt die ED-Gruppe gezielt bundesweite Marktnischen und ist dabei auf ökologisch ausgerichtete Unternehmen fokussiert. Dank ihrer leistungsfähigen und zuverlässigen Netzanlagen, des kundenorientierten Services und der direkten Versorgung von Endkunden hat sich die ED-Gruppe eine solide Marktposition erarbeitet. Die vertikale Integration der drei Kernbereiche Produktion, Netze und Vertrieb bietet die Grundlage für die künftige Unternehmensentwicklung.

gesamtleistung WertschöpFungskette erzeugung portfoliomanagement Verteilnetze Vertrieb

WirtschaFtliche unD politische rahmenBeDingungen gesamtwirtschaftliche lage Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2006 mit einer Wachstumsrate von gut 5 % erneut gewachsen. Die Konjunktur in Deutschland ist wieder angesprungen. Hohe Ölpreise, Nahostkrise und die Mehrwertsteuererhöhung ab 2007 konnten den Optimismus kaum dämpfen. treibende Kraft des Booms ist weiterhin die Auslandsnachfrage. Die Exporte dürften im Jahresdurchschnitt 2006 um 10,5 % gestiegen sein; das ist der grösste Zuwachs seit dem Jahr 2000. Anders als 2005 ist nunmehr auch die Binnenkonjunktur in Schwung gekommen. Die gesamtwirtschaftliche Produktion dürfte im Jahresdurchschnitt 2006 um 2,5 % expandiert sein, nach 0,9 % im Vorjahr. Erfreulich dabei ist, dass dieser Aufwärtstrend auch am Arbeitsmarkt angekommen ist. Der Aufschwung hat zugleich auch zu einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit geführt. Branchenentwicklung und Wettbewerb Branchensituation Die deutschen Stromversorger verzeichneten in den ersten drei Quartalen 2006 ein leichtes Plus beim Stromverbrauch: Mit 411 (drei erste Quartale 2005: 409) Milliarden Kilowattstunden (kWh) kauften die Kunden 0,6 % mehr Strom als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wichtigste Einflussfaktoren waren der lange Winter sowie die gute Wirtschaftsentwicklung. Die Vielfalt von rund 1.000 Stromversorgungsunternehmen in Deutschland zeigt, dass Wettbewerb existiert und von der Branche aktiv weiterentwickelt wird. Die Planungen der Stromunternehmen wiesen für 2006 einen deutlichen Anstieg der Investitionen auf 4,7 Mrd. € aus. Rund die Hälfte aller 53 neuen Kraftwerkspro-

WIRtSCHAFtLICHE UND POLItISCHE RAHMENBEDINGUNGEN 17

jekte planen Unternehmen, die bisher noch gar nicht oder nur in geringem Umfang in der Stromproduktion aktiv waren. Dies ist ebenfalls ein Zeichen für einen funktionierenden Wettbewerb. klimatische Bedingungen Die Produktion in den Rheinkraftwerken inkl. Einstauersatzlieferung lag bei 1.097 Mio. kWh und damit 5,1 % unter dem Prognosewert von 1.153 Mio. kWh. Der Rhein führte im Januar, Februar, Juni, August, November und Dezember unterdurchschnittliche und von März bis Mai sowie von September bis Oktober überdurchschnittliche Wasserfrachten. preisentwicklung Die Börsenpreise beim Jahresfuture Baseload 2007 überschritten bereits in der ersten Kalenderwoche des Jahres 2006 die Marke von 50 €/MWh und waren das ganze Jahr über sehr volatil. Zum Jahresbeginn betrug der Preis für Baseload 2007 50,93 €, im April (18. April 2006) lag er bei 60,35 €, was einem Anstieg von 18 % entspricht. Bereits am 9. Mai 2006 sank der Preis auf 47,51 €, um 7 %, unter das Niveau des Jahresbeginns. Der Preisanstieg von Januar bis April war bedingt durch die im Mai bevorstehende Bekanntgabe der im Jahr 2005 verbrauchten CO2-Zertifikate und dem erwarteten erhöhten Zertifikate-Bedarf einiger Länder. Während der sukzessiven Veröffentlichung einzelner Länderbilanzen entstand der Eindruck einer starken Überdeckung mit Emissionsrechten, was einen Preisrückgang der CO2-Zertifikate vom 18. April bis zum 12. Mai um 69 % auslöste. Im gleichen Zeitraum verzeichnete man einen Rückgang beim Jahresfuture Baseload 2007 um 21 %. Nach der Veröffentlichung der europäischen Gesamtbilanz korrigierte sich der Preisrückgang nach oben, ohne jedoch das Ausgangsniveau zu erreichen. In der Folge ergab sich eine stark volatile Seitwärtsbewegung der Preise, die häufig auch durch den Anstieg beziehungsweise Rückgang der Öl-, Gas- und CO2-Preise bedingt war. Ende 2006 erreichten die Preise wieder ungefähr das Niveau wie zu Jahresbeginn. Die Preise im Bereich Baseload 2008 verhielten sich innerhalb des vergangenen Jahres ähnlich wie die der Baseload-Kontrakte 2007, zogen dann jedoch zum Jahresende wieder an. Im Spotmarkt gab es, bedingt durch den langen Winter und niedrige Pegelstände in den Speicherseen, vor allem von Januar bis März 2006, ein hohes Preisniveau. Im Sommer, insbesondere im heissen Juli, stiegen die Notierungen im Spotmarkt enorm an. Ursache dafür waren niedrige Pegelstände der Gewässer und wenig Wind, beides sorgte für Kapazitätsprobleme im Kraftwerkspark. Hauptsächlich in Frankreich und Polen kamen Probleme durch zu wenig Kühlwasser hinzu. Im August beruhigte sich der Markt

Preisentwicklung EEX
in €/MWh
90 80 70 60 50 40

100 80 60
Jan. 2006 Peakload 2007 Peakload 2008 Baseload 2007 Dez. 2006 Baseload 2008

40

Preisentwicklung der CO2-Zertifikate
in €/Tonne CO2
30 25 20 15 10 5 0

Jan. 2006

Dez. 2006

etwas. Die Preise fielen auf den Stand des Frühjahrs. Ursachen dafür waren die relativ niedrigen temperaturen, grössere Niederschlagsmengen, ein Plus bei Wind- und Wasserkraft und eine durch die Ferienzeit bedingte geringere Energienachfrage. Starkes Windaufkommen und für die Saison niedrige temperaturen führten Ende November zu einem weiteren Rückgang der Spotpreise. Veränderte rechtliche rahmenbedingungen energiewirtschaftsgesetz Bereits 2005 trat das neue Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) in Kraft. Als Kernelement enthält das Gesetz Vorgaben zur Regulierung und Entflechtung der Energieversorgungsnetze. Damit werden zugleich die Richtlinien der Europäischen Union für diesen Bereich umgesetzt. unbundling Grosse Anstrengungen verursachten die vorbereitenden Massnahmen für die rechtliche Entflechtung (juristisches Unbundling) des Netzbereichs. Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) schreibt vor, dass die rechtliche Entflechtung bis spätestens 1. Juli 2007 durchgeführt sein muss. Aus Praktikabilitätsgründen hatte ED je-

18 lageBericht WIRtSCHAFtLICHE UND POLItISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

umsetzung unBunDling Bei energieDienst Bisherige Funktionszuordnung

eD ag
produktion netzbetrieb Vertrieb Beteiligungen netzbetrieb

eDn
Vertrieb

organisationsstruktur ab januar 2007

eD ag
produktion Vertrieb Beteiligungen

eDn

netzbetrieb

netzbetrieb

doch beschlossen, das juristische Unbundling bereits zum 1. Januar 2007 umzusetzen. Die Energiedienst Netze GmbH (EDN) hat also zum 1. Januar 2007 das Netz der Energiedienst AG (ED AG) übernommen und im Gegenzug den eigenen Vertrieb an die ED AG abgegeben. Die EDN als Netzbetreiberin der ED-Gruppe wurde mit all dem ausgestattet, was einem Netzbetreiber zwingend zu übergeben ist. Dies sind vor allem die Netzanlagen mit den Netzgrundstücken, die im Zuge der Abspaltung in das Eigentum der EDN übergingen. Im Gegenzug sind die bisherigen Kunden der EDN auf die ED AG übergegangen. Dies setzte die Zusammenführung der Kundenabrechnung in ein System voraus. Bisher wurden die Kunden der EDN von der EnBW in Karlsruhe betreut und abgerechnet. Dies war noch eine Folge der Übernahme dieser Gebiete von der EnBW Anfang 2004. Die Zusammenführung der Kunden hat umfangreiche Arbeiten an den EDV-Systemen ausgelöst. Sehr arbeitsintensiv war es, den gesetzlichen Anforderungen des informatorischen und des organisatorischen Unbundlings vollständig gerecht zu werden. Im Zusammenhang mit dem juristischen Unbundling und den dadurch veranlassten Abspaltungen wurde die Finanzstruktur der tochtergesellschaften überprüft und neu geordnet. Um insoweit eine optimale Ausgangsbasis zu erhalten, auch bezüglich der angemessenen Eigen- und Fremdkapitalausstattung der Netzgesellschaft, bot es sich an, die EDN-Gesellschaftsanteile von

der EDH auf die ED AG zu transferieren. EDN und ED AG können als deutsche Gesellschaften eine Organschaft bilden, was zwischen EDH und EDN nicht möglich wäre. Eine Organschaft wiederum erlaubt es, die EDN seitens der ED-Gruppe mit ausreichend Fremdmitteln auszustatten, um den kapitalmässigen Anforderungen der Regulierungsbehörde an die Eigen- und Fremdkapitalausstattung der Netzbetreiber erfüllen zu können. Zu diesem Zweck also hat die ED AG von der EDH zum Ende des Jahres 2006 sämtliche Gesellschaftsanteile der EDN erworben. Der Erwerb erfolgte zu einem Kaufpreis entsprechend dem vollen bilanziellen Wert. Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 haben ED AG und EDN einen Ergebnisabführungsvertrag zur Bildung der steuerlichen Organschaft abgeschlossen. Diese transaktion hatte keine steuerlichen Belastungen zur Folge, da der Erwerb von Beteiligungen steuerfrei ist. Auch die beiden Abspaltungen von EDN auf ED AG und umgekehrt waren steuerfrei, da das EnWG diese transaktionen speziell steuerfrei gestellt hat.

StROMABGABE UND BESCHAFFUNG | GESCHÄFtSENtWICKLUNG 2006 19

stromaBgaBe unD BeschaFFung portfolio Beim Portfoliomanagement geht es um den gewinnbringenden An- bzw. Verkauf von elektrischer Energie zum richtigen Zeitpunkt. Im Stromeinkauf sind dies konkret folgende vier Schritte: > Prognose des Stromverbrauchs: lang-, mittel- oder kurzfristig > Aufteilung des Verbrauchsverlaufs in Stromprodukte: Base, Peak, Stunden, Blöcke > Kauf der benötigten Stromprodukte an der Börse oder über den OtC-Handel > Abwicklung der Bilanzkreisbewirtschaftung War der Börsenhandel früher an den Warenbörsen Rohstoffen wie Kupfer und Gold oder Produkten wie Kaffee und Baumwolle vorbehalten, wird seit der Liberalisierung des Energiemarktes an der Börse auch mit Strom gehandelt. An der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig, an der auch Energiedienst ein zugelassener Börsenteilnehmer ist, verkaufen und kaufen derzeit 156 Handelsteilnehmer aus 19 Ländern Strom.

geschäFtsentWicklung 2006 positive geschäftsentwicklung Die ED-Gruppe blickt auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 zurück. Im Ergebnis kompensierten die positiven Faktoren die negativen Einflüsse. Positiv waren die stetige Entwicklung des Absatzes an Geschäftskunden, der Verlauf des Neubaus des Kraftwerks Rheinfelden sowie die Nachhaltigkeit der Kosteneinsparungen aus dem Ergebnisverbesserungsprojekt ProDrei. Einen negativen Einfluss auf das Geschäftsergebnis hatten der leichte Rückgang der gelieferten Strommenge an Privat- und Gewerbekunden, die unterdurchschnittliche Wasserführung, die stetig wachsenden Kosten aus dem ErneuerbareEnergien-Gesetz (EEG) sowie die Steigerung der Strombeschaffungspreise, die nur teilweise an die Endkunden weitergegeben werden konnten. Die Gesamtleistung erhöhte sich von 471,7 Mio. € auf 523,6 Mio. €. Dieses Wachstum von 11 % ist einerseits mit der Zunahme des Handelsgeschäftes aus Portfoliooptimierungen und andererseits mit dem Umsatzanstieg im Geschäftskundensegment zu begründen. Dieser Umsatzanstieg ist sowohl auf ein Mengenwachstum von 6,9 % als auch auf den Anstieg der Strompreise um 8,8 % im Geschäftskundensegment zurückzuführen. Der Nettoumsatz Stromgeschäft (ohne übrigen Umsatz) konnte von 441,7 Mio. € 2005 auf 500,7 Mio. € gesteigert werden. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIt) wurde um 0,6 % leicht verbessert und erreichte 80,2 Mio. € (79,5 Mio. €). Die relative EBIt-Marge (EBIt in % von Gesamtleistung) verschlechtert sich durch die Weitergabe der höheren Beschaffungspreise an unsere Kunden von 17 % auf 15 %. Gegenüber dem Vorjahr nimmt der Betriebsaufwand ohne Strombeschaffung und Abschreibungen um 1,8 Mio. € auf 103,1 Mio. € zu. Dies ist
Entwicklung der Gesamtleistung
in Mio. € 518,0
500 400 300 200 100 0

471,7

523,4

2004

2005

2006

Entwicklung EBIT
in Mio. € 79,5 58,0 80,2

80 60 40 20 0

2004

2005

2006

vorwiegend auf Sondereffekte wie die Einigung mit dem Kanton Aargau über die Vorlaufkosten zum Neubauprojekt Rheinfelden (Forderungsabschreibung von 2,6 Mio. €) und höheren Materialaufwand (+ 1,3 Mio. €) durch erhöhte Bauaktivitäten in Neubaugebieten im Netz zurückzuführen. Das Finanzergebnis nimmt in 2006 durch die 2005 erfolgte Ausgliederung der Finanzmittel

20 lageBericht GESCHÄFtSENtWICKLUNG 2006

zur Deckung der Personalvorsorgeverpflichtungen ins CtA-Modell leicht von 6,0 Mio. € auf 4,3 Mio. € ab. Die Steuerbelastung reduziert sich durch Vorjahreseffekte und steuerfreie Erträge von 27,6 Mio. € auf 22,9 Mio. €. Das Unternehmensergebnis liegt bei 61,6 Mio. € und damit 6,4 % höher als 2005 (57,9 Mio. €). Der Cashflow ist mit 58,9 Mio. € auf Vorjahresniveau und der Freecashflow nimmt durch die erhöhten Investitionen in den Neubau des Kraftwerks Rheinfelden von 55,6 Mio. € im Vorjahr auf 49,9 Mio. € nur leicht ab. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 55 % erhöht. „proDrei“ erfolgreich Das im Jahr 2003 begonnene Ergebnisverbesserungsprojekt „ProDrei“ konnte im Geschäftsjahresverlauf 2006 erfolgreich abgeschlossen werden. ProDrei hatte zum Ziel, durch ein unternehmensweites Restrukturierungsprogramm die Profitabilität der Energiedienst-Gruppe durch eine gesteigerte Produktivität und mehr Professionalität in sämtlichen Wertschöpfungsstufen und allen Unternehmensbereichen nachhaltig zu verbessern. Von den Umsetzungsverantwortlichen wurden dazu rund 100 Einzelmassnahmen zur Ergebnisverbesserung identifiziert. Nahezu alle wurden bis Ende 2006 ergebniswirksam und nachhaltig realisiert. Dies wird eine dauerhaft positive Wirkung auf die Ergebnisentwicklung haben. Alle erfolgs- und kostenrelevanten Unternehmensprozesse unterliegen dabei einer besonderen Aufmerksamkeit, damit ProDrei auch zukünftig nichts von seiner Wirksamkeit verlieren wird. investitionen Die Nettoinvestitionen nahmen um 49 % auf 24,3 Mio. € (Vorjahr 16,3 Mio. €) zu. Die Zunahme ist auf den Start des Baus des neuen Maschinenhauses für das Kraftwerk Rheinfelden (+ 5 Mio. €), den Neubau der 120/20-kV-Freileitung Gurtweil (+ 1,4 Mio. €) und dem Anbau am bestehenden Betriebsgebäude in Laufenburg (+ 0,9 Mio. €) zurückzuführen. ausbau der produktion Angesichts der steigenden Energiepreise und des Bedarfs an zusätzlichem Strom investiert die ED-Gruppe in Deutschland und in der Schweiz in die ökologische Produktion von elektrischem Strom. Mit dem 2003 begonnenen Neubau des Wasserkraftwerks Rheinfelden setzte die ED-Gruppe ein sichtbares Zeichen für ihre ökologische Unternehmensstrategie. Die aktuell grösste Baustelle eines Wasserkraftwerks in Deutschland wird nach neuesten technologischen und ökologischen Erkenntnissen geführt.

Netto-Investitionen
in Mio. €

Übrige Sachanlagen und übrige immaterielle Werte
2,5 Mio. €

Produktion
17,4 Mio. €

Verteilnetz und übrige Stromanlagen
4,4 Mio. €

Das neue Kraftwerk wird mit einer Leistung von 100 MW (bisher 26 MW) rund 600 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugen. Das neue Wasserkraftwerk wird nach Laufenburg dann das zweitgrösste der drei grossen ED-Kraftwerke sein. stärkung der netzinfrastruktur Die ED-Gruppe verfügt über ein weit verzweigtes Leitungsnetz auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene. Dieses wird laufend an die zunehmende Nachfrage und die regionale Entwicklung angepasst. Unabhängig von der Kostenüberwachung durch die Bundesnetzagentur betreut die ED-Gruppe die Netzinfrastruktur wirtschaftlich und sorgt für die bestmögliche Versorgungssicherheit. Als erfahrene Netzbetreiberin bietet die ED-Gruppe ihre Kompetenz im Bereich Netzdienstleistungen den weiterverteilenden Kunden und der Industrie an. nachhaltige kundenbeziehungen Die ED-Gruppe will ihre bereits starke Marktpräsenz und Kundennähe mit kundengerechten Angeboten sowie innovativen Dienstleistungen weiter ausbauen. Übergeordnetes Ziel ist es, eine langfristige und nachhaltige Festigung zu bestehenden und neuen Kunden zu erreichen. Die trennung von Energie- und Netznutzungspreisen, als eine wichtige Konsequenz des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), stärkt die transparenz für unsere Kunden.

NACHHALtIGKEItSBERICHt 21

nachhaltigkeitsBericht strommix Seit 2005 müssen die Energieversorger die Kunden über die Zusammensetzung ihrer Stromprodukte informieren. Damit soll den Kunden die Möglichkeit gegeben werden, sich ihren Anbieter auch nach dem Kriterium des Energiemixes gezielt aussuchen zu können. Die Ökostromprodukte der NaturEnergie AG bestehen jeweils zu 100 % aus Wasserkraft. Auch der gesamte Unternehmens-Strommix der Energiedienst AG und der Energiedienst Netze GmbH enthält im deutschen Vergleich einen überdurchschnittlich hohen Anteil an erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Windkraft oder Sonnenenergie. Bei der Energiedienst AG sind es 41 % erneuerbare Energien, 36 % fossile und sonstige Energieträger und 23 % Kernkraft; bei der Energiedienst Netze GmbH 61 % erneuerbare Energien, 21 % fossile und sonstige Energieträger und 18 % Kernkraft. Der bundesdeutsche Strommix hingegen weist nur 11 % erneuerbare, 60 % fossile und sonstige Energieträger und 29 % Kernkraft aus. Die Nutzung erneuerbarer Energien wird angesichts der zu erreichenden Klimaschutzziele immer wichtiger. Entscheidend dabei ist unter anderem die Reduktion der Kohlendioxid (CO2)Emissionen. Die Wasserkraftwerke und Partnerwerke der Energiedienst-Gruppe erzeugen jährlich rund 1.200 Mio. kWh regenerativen Strom und vermeiden damit im Vergleich zum bundesdeutschen Strommix rund 619.000 tonnen CO2. Das entspricht der CO2-Speicherleistung einer Aufforstungsfläche von rund 617 Quadratkilometern – einem Gebiet so gross wie der Stadtstaat Hamburg. Bereits eine vierköpfige Familie mit einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 4.000 kWh Strom erspart der Umwelt mit dem Bezug von NaturEnergie Silber rund 2,1 tonnen CO2, was einer PKW-Fahrleistung von 11.000 Kilometern entspricht.

Strommix Energiedienst AG, Energiedienst Netze GmbH und NaturEnergie AG im Vergleich zum bundesdeutschen Strommix
in %

23

18

100

NaturEnergie AG

ED AG

21 41

61

EDN GmbH

36 Radioaktiver Abfall in g/kWh CO2-Emission in g/kWh 0 0 Radioaktiver Abfall in g/kWh CO2-Emission in g/kWh 0,0006 141 Radioaktiver Abfall in g/kWh CO2-Emission in g/kWh 0,0004 82

29

11

bundesdeutscher Strommix

Erneuerbare Energien Fossile und sonstige Energieträger Kernkraft

60 Radioaktiver Abfall in g/kWh CO2-Emission in g/kWh 0,0008 514

22 lageBericht NACHHALtIGKEItSBERICHt

perspektive ökologie Seit November 2006 laufen die Vorbereitungen zum Bau des neuen Maschinenhauses am Wasserkraftwerk in Rheinfelden. Am Schweizer Rheinufer mussten dazu rund 170.000 Kubikmeter Kies bewegt werden. Zur Sicherstellung eines funktionierenden Wildwechsels während der Bauphase wurde unter Anleitung eines Wildbiologen ein Wildkorridor parallel zum Rhein geschaffen. Ebenso wurden Böschungen und Hindernisse entfernt, um die Auswirkungen der Baumassnahmen auf die heimische tierwelt zu minimieren. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Zufahrt vertunnelt und der Einschnitt wieder verfüllt und aufgeforstet. Im Altrheingebiet am Kraftwerk Wyhlen, rund um das Naturschutzgebiet Gwerther See, wurden Neuanpflanzungen mit heimischen Schwarzpappeln durchgeführt, die als wertvolle Schmetterlingsweide dienen. Ebenso wurden naturnahe totholzelemente im Uferbereich für die Fisch- und Vogelwelt platziert. Gleichzeitig konnte der Besucherverkehr in diesem ökologisch sensiblen Gebiet so gesteuert werden, dass die dort lebenden tiere besseren Schutz finden. Zugleich wurde die Attraktivität von Naherholungsbereichen, die ökologisch weniger sensibel sind, gesteigert. co2-neutralität Energiedienst hat 2006 mit dem Kauf von Kohlendioxid (CO2)Emissionszertifikaten den Energieverbrauch der Unternehmensgruppe CO2-neutral gestellt. Insgesamt wurden Zertifikate für 1.232 tonnen CO2 gekauft. Die emittierte Menge CO2 setzt sich zusammen aus dem Heizöleinsatz für die Betriebsgebäude, den gefahrenen Jahreskilometern der Geschäftsfahrzeuge sowie der Flüge innerhalb Europas. ökologische Durchgängigkeit verbessert Von Januar bis März wurden am Hochrhein die im Vorjahr begonnenen koordinierten Fischzählungen fortgeführt, die auf Veranlassung des Schweizer Bundesamtes für Umwelt (BAFU) in Zusammenarbeit mit der internationalen Fischereikommission durchzuführen sind. Dabei wurde erstmalig die Funktionstüchtigkeit des neu gebauten Raugerinnebeckenpasses an der Kraftwerksbaustelle in Rheinfelden getestet. Ziele der Untersuchungen sind der Nachweis der Funktionstüchtigkeit der Aufstiegsanlagen, der Vergleich der unterschiedlichen typen von Aufstiegsanlagen, die Zusammensetzung und Dichte des Fischbestandes sowie das Wanderverhalten bestimmter Fischarten. Die über ein Jahr hinweg registrierten Zählergebnisse zeigen, dass die Fischaufstiegsanlagen in den Energiedienst-Rheinkraftwerken erfreulich gut funktionieren. In Rheinfelden nutzten in den ersten

sechs Monaten 2006 fast 2.000 Fische von 21 verschiedenen Fischarten diese neu geschaffene Aufstiegsmöglichkeit am neuen Stauwehr. Damit konnte bereits während der Bauphase des neuen Rheinkraftwerks die biologische Durchgängigkeit massgeblich verbessert werden. zertifizierte produktion – zertifiziertes produkt Energiedienst hat das Umweltmanagementsystem aller Kraftwerke nach der internationalen Norm ISO 14001 zertifizieren lassen. Mit dieser Norm werden systematische und kontinuierliche Verfahren eingeführt, die eine stetige Verbesserung der Umweltschutzleistung und des Managementsystems gewährleisten. Das Zertifikat wurde im Dezember 2006 von der SWISStS unter Mitarbeit des tÜV Süd erteilt und bestätigt, dass sich Energiedienst bei der Erzeugung von Strom aus Wasserkraft zu einem besonders hohen Umweltstandard verpflichtet und den bereits hohen Standard weiter verbessern wird. Das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 besitzt weltweite Gültigkeit und zertifiziert nach internationalen Standards. Die Zertifizierung erfolgt länderübergreifend in Deutschland und in der Schweiz und wurde an drei Rheinkraftwerken und insgesamt sieben Kleinkraftwerken durchgeführt. Die Zertifizierung der Produktionsanlagen ist eine optimale Ergänzung zur glaubhaften Kommunikation des Premiumproduktes NaturEnergie im bundesdeutschen Strommarkt. Im neuen Umweltmanagementsystem sind die Organisationsabläufe und die Verantwortlichkeiten festgelegt und optimiert worden. Umweltrisiken wurden identifiziert und darauf gerichtete Umweltziele vereinbart sowie die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter im Bereich Umweltschutz weiter vorangetrieben. Zum Geltungsbereich des Umweltmanagementsystems gehören nicht nur alle eigenen Kraftwerksstandorte am Rhein und an der Wiese. Auch die Werke, für die Energiedienst mit der Betriebsführung beauftragt ist, wurden in die Zertifizierung einbezogen. geopower Basel In Basel soll weltweit das erste kommerzielle Pilotkraftwerk nach dem Hot-Fractured-Rock Verfahren realisiert werden. Energiedienst ist am Projekt seit Februar 2006 mit 3,2 Mio. CHF beteiligt und hält damit rund 7 % der Aktien der Geopower Basel AG. Die Beteiligung an der Geopower Basel AG ist die konsequente Ergänzung des nachhaltigen Einsatzes für den Ausbau erneuerbarer Energien im Dreiländereck. Weitere Aktionäre der Geo-

NEUBAU WASSERKRAFtWERK RHEINFELDEN 23

power AG sind neben den Kantonen Basel-Stadt (8 Mio. CHF) und Baselland (3,2 Mio. CHF) die Unternehmen IWB (17,2 Mio. CHF), Elektra Baselland (6,4 Mio. CHF), Axpo (6 Mio. CHF), Gasverbund Mittelland (3,2 Mio. CHF), Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (3,2 Mio. CHF), Azienda Elettrica ticinese (2 Mio. CHF) und Härings Geothermal Explorers (0,8 Mio. CHF). Mit dem so genannten Hot-Fractured-Rock-Verfahren kann die in grösserer tiefe vorhandene Wärme zur Produktion von Strom und Wärme genutzt werden. 2001 hatte eine Sondierbohrung die prinzipielle Eignung Basels als Standort für die Nutzung der tiefengeothermie für ein Kraftwerk nachgewiesen. Die Entwicklung des Projektes soll in zwei teilschritten erfolgen: In der Explorations- und Stimulationsphase wird das Wärmereservoir mit zwei Bohrungen schrittweise erschlossen. Bei Erfolg wird in einer zweiten Phase eine weitere Bohrung abgeteuft und das Kraftwerk gebaut. Nach der Inbetriebnahme des Kraftwerks stehen in der Anlage rund 6 Megawatt (MW) elektrische sowie etwa 17 MW thermische Leistung als umweltneutrale Energiequelle

zur Verfügung. Mit der erwarteten Leistung könnten der Wärmebedarf von rund 2.700 Haushalten und der Strombedarf von rund 10.000 Haushalten gedeckt werden. Über eine tiefenbohrung wird kaltes Wasser in das etwa 200 ºC heisse Gestein in einigen tausend Metern tiefe gepumpt. Durch weitere Bohrungen wird das durch künstlich erzeugte Gesteinsspalten gepresste und dadurch erwärmte Wasser wieder an die Erdoberfläche gefördert, wo es eine Dampfturbine antreibt. Die erste Bohrung für das Geothermiekraftwerk in Basel, die im Mai 2006 begonnen wurde, hatte Ende Oktober mit 5.009 Metern die geplante Endtiefe erreicht. Mit geologischen Spannungen in der tiefe war zu rechnen und kleinere seismische Erschütterungen, vor allem in der so genannten Stimulationsphase, traten wie vermutet auf. Unerwartet ereignete sich am 8. Dezember ein Erdbeben der Stärke 3,4 auf der Richterskala. Dieses und weitere Erdbeben führten zu einem vorläufigen Baustopp und zum Abbau des Bohrturms. Derzeit werden weitere Analysen ausgewertet und das Konzept überarbeitet.

neuBau WasserkraFtWerk rheinFelDen In Rheinfelden wird ein neues Wasserkraftwerk gebaut. Die neue Anlage wird ab 2010 jährlich 600 Mio. kWh sauberen Strom produzieren. Das Maschinenhaus wird rund 277 Mio. € kosten. Das Gesamtprojekt ist mit 380 Mio. € budgetiert. Mit dieser Investition wird die Leistung von 26 MW auf 100 MW erhöht. Die jährliche Stromproduktion wird sich von 190 Mio. kWh auf 600 Mio. kWh mehr als verdreifachen. Im Vergleich zum bundesdeutschen Energiemix werden dadurch jährlich rund 348.000 tonnen CO2 eingespart. stauwehr Die Arbeiten für das neue Wasserkraftwerk Rheinfelden gehen zügig voran. Im vergangenen Jahr wurde mit den Arbeiten für die zweite Baugrube begonnen und die Baugrubenumschliessung fertiggestellt. Dank einer durchschnittlichen mittleren Wasserführung kamen die Arbeiten gut voran. Die wenigen Hochwasser hatten keinen Einfluss auf den Baufortschritt, da die Sicherung der Baugrube für Hochwasser bis zu 4.000 m3 /s ausgelegt ist. Daher barg auch der grösste Abfluss im April 2006, der mit etwa 3.000 m3 /s gemessen wurde, keine Gefahr. An die im Juli weitgehend beendeten Betonarbeiten schloss sich Anfang August die Montage der Stauwehrsegmente an. Die komplette Montage des Stahlwasserbaus und der Elektround Leittechnik der Wehrfelder 2 bis 4 war Anfang Dezember abgeschlossen. Die unter- und oberwasserseitigen Dammbalkenelemente wurden im Oktober in die Position eingesetzt. Die Dammbalkenelemente dienen zur Absperrung eines Wehrfeldes bei späteren Reparaturen. Bis Jahresende wurde die Baubrücke über die Wehrfelder 2 bis 4 verlängert, so dass die Baustellenzufahrt von der deutschen Seite aus weiterhin gewährleistet ist. Das Stauwehr wird fünf Monate früher als ursprünglich vorgesehen fertiggestellt. Bereits im April 2007 kann nun das neue Stauwehr die Wasserregulierung für das bestehende Kraftwerk übernehmen und damit begonnen werden, das alte Wehr abzubauen.

24 lageBericht NEUBAU WASSERKRAFtWERK RHEINFELDEN

maschinenhaus Im August 2006 starteten bereits die Vorarbeiten für den Bau des Maschinenhauses auf Schweizer Seite. Während die beiden ersten Baugruben von der deutschen Seite aus angefahren werden können, wird die Baustellenzufahrt für das Maschinenhaus zusätzlich vom Schweizer Ufer aus erfolgen. Dazu wurde die Uferböschung auf einer Länge von etwa 100 Metern abgetragen. Die rund 170.000 Kubikmeter Kies werden zwischengelagert. Sie sollen für die späteren Betonarbeiten verwendet werden. Diese ortsnahe und direkte Wiederverwertung macht lange Betonantransporte per LKW überflüssig. Die Baugrubenumschliessung wird im Frühjahr 2007 fertig sein, so dass mit dem eigentlichen Aushub für das Maschinenhaus begonnen werden kann. Die Arbeiten für die Baugrubenumschliessung und den Aushub wurden bereits Ende Mai vergeben. Zum Zuge kam eine deutschschweizerische ARGE (Arbeitsgemeinschaft) mit den Firmen Züblin, Schleith, Implenia und Rothpletz-Lienhard. Aufgrund dieser vorgezogenen Vergabe wurde mit den vorbereitenden Massnahmen wie Zufahrt, Rodung, Anlegen des Werkplatzes auf der Schweizer Seite schon im August 2006 begonnen. Früher als geplant, wurde auch mit der unterwasserseitigen Baugrubenumschliessung für das Maschinenhaus angefangen. Dies sorgte insgesamt für Sicherheit bei der terminplanung und einen guten Vorlauf. Die weiteren drei Lose Rohbau Maschinenhaus, turbinen und Generatoren sowie Stahlwasserbau mit einem

Volumen von 116 Mio. € wurden im Dezember vergeben. Damit liegt die Planung sehr gut im Budgetrahmen. Da bereits 80 % des Gesamtvolumens beauftragt sind, wird immer wahrscheinlicher, dass der vorgegebene Kosten- und Zeitplan eingehalten werden kann. Für die Baugrube des Maschinenhauses und die Unterwassereintiefung müssen ab 2007 etwa 1,2 Mio. Kubikmeter Fels und Gestein ausgebaggert werden. Verträge mit der Stadt Rheinfelden (CH) ermöglichen die Lagerung eines Grossteils des Aushubs in einer unmittelbar benachbarten Kiesgrube. Der Rest wird für Renaturierungsmassnahmen verwendet. 2008 beginnen die Betonarbeiten für das Maschinenhaus. Ein optimierter Ablauf der Aushubarbeiten soll eine weitere terminverkürzung von vier Monaten bewirken, so dass gegenüber der ursprünglichen Planung die Inbetriebsetzung der ersten turbineneinheit nunmehr bereits für April 2010 geplant ist. Zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit des Neubaus führt Energiedienst eine Reihe ökologischer Aufwertungsmassnahmen durch. Die Massnahmen sollen die Durchgängigkeit des Rheins erhöhen, Ruhe- und Laichzonen für Fische schaffen, den Rhein mit seinen Seitenarmen vernetzen sowie einen natürlichen Übergang zwischen Wasser und Land herstellen. Die „Ökologische Begleitkommission“, bestehend aus Vertretern von Umweltverbänden und Behörden, berät den Bauherrn Energiedienst bei Planung und Umsetzung der vielfältigen Massnahmen.

neuBau WasserkraFtWerk rheinFelDen meilensteine märz 2003 abgeschlossene projekte Dezember 2006

Baustelleneröffnung ................... 03/2003 Baugrube (Wehrfelder 7–5) Baugrubenumschliessung abgeschlossen .............................. 12/2003

Baugrube (Wehrfelder 7–5) Rohbau und Montage abgeschlossen .............................. 04/2005 Inbetriebsetzung Wehrfelder .................................... 05/2005 Baugrube (Wehrfelder 4–2) Baugrubenumschliessung abgeschlossen ..... 12/2005

Baugrube (Wehrfelder 4–2) Zufahrt CH-Seite und Werkplatz abgeschlossen ...............10/2006 Rohbau und Montage abgeschlossen ...............................11/2006 Inbetriebnahme Wehrfelder .....................................12/2006

PRODUKtION 25

proDuktion rheinkraftwerke Im Berichtsjahr hat Energiedienst im Rheinkraftwerk Laufenburg die Sanierung der Wehrschwellen an der Stauwehranlage fortgeführt. Nach umfangreichen Vorarbeiten erfolgten im November und Dezember die Betonarbeiten im Wehrfeld 2, bei denen im Schutz der Dammtafeln die Schwellenkonturen mittels Betonkeilen hydraulisch günstiger ausgebildet wurden. In den Vorjahren wurden bereits die Fundamente der vier Wehrschwellen mit Mikropfählen im Fels verankert und bei zwei Wehrfeldern die Betonarbeiten ausgeführt. Die Sanierung des vierten und letzten Wehrfeldes ist für 2007 geplant. Im alten Rheinkraftwerk Rheinfelden wurden die Getriebe von zwei Maschinengruppen nach entstandenen Lagerschäden überprüft und repariert. Bei einigen der alten turbinengruppen waren ferner Sanierungs- und Revisionsarbeiten bei den turbinenlagern und bei den hydraulischen turbinenreglern erforderlich. Im Rheinkraftwerk Wyhlen wurden in ausgewählten Gebäudebereichen Injektionen zur Instandsetzung und Abdichtung von wasserführenden Betonrissen durchgeführt. Die Satteldächer der Generatorgrubenabdeckungen mussten repariert und verstärkt werden, nachdem im März nach ergiebigen Schneefällen die vom Maschinenhausdach abrutschenden Schneemassen die Grubenabdeckungen stark beschädigt hatten. kleinkraftwerke Für das Kraftwerk Mambach wurden die Konzeptplanungen für die anstehende Neukonzessionierung des Höherstaus fortgeführt. Der Antrag soll im ersten Quartal 2007 erfolgen.
Produktion der ED-Rheinkraftwerke
in Mio. kWh
120 100 80 60 40 20 0 Jan. Feb. Mär. Apr. Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 60,1 58,8 62,6 93,9 117,3 107,7 112,6 96,4 105,3 101,0 93,4 69,5

Im gleichen Umfang wurden Planungen zu den Anlagen Steinen, Hottingen und für das Partnerwerk Wasserkraftwerk Maulburg GmbH begonnen. Dabei sollen im Wesentlichen ökologische Massnahmen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und der Wasserrahmenrichtlinie im Jahr 2007 umgesetzt werden.
120 117,3 107,7 105,3 partnerwerke 101,0 96,4 100 93,9aus den Partnerkraftwerken lagen beim Kraft93,4 Die Lieferungen 80 werk Ryburg-Schwörstadt (KRS) um 3,9 % über und beim Rhein69,5 60,1 58,8 kraftwerk Säckingen (RKS) um 10,7 % unter denen 62,6 Vordes 60 jahres, vom Kraftwerk Albbruck-Dogern (RADAG) wurde 2,7 % 40 weniger als im Vorjahr geliefert. Insgesamt erhielt die ED-Gruppe 175 Mio. kWh (Vorjahr: 168 Mio. kWh) aus diesen Partnerkraft20 werken. 0 Jan. Feb. Mär. Apr. Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 112,6

Die Produktion aus eigenen Werken und Partnerwerken betrug 1.272 Mio. kWh (Vorjahr: 1.253 Mio. kWh).

märz 2007

projekte im prozess

Dezember 2012

Baugrube (maschinenhaus und Wehrfeld 1) Baugrubenumschliessung fertig für Stauübernahme neues Stauwehr..........................................03/2007 Stauverlagerung auf neues Stauwehr und Betriebsaufnahme .........................................04/2007 Beginn Rückbau altes Stauwehr ...........................................04/2007 Aushub Maschinenhaus abgeschlossen................................02/2008 Beginn Rohbauarbeiten........................................................03/2008

Beginn Inbetriebsetzung 1. turbineneinheit .......................... 04/2010 Beginn Inbetriebsetzung 4. turbineneinheit .......................... 10/2010 Höherstau ............................................................................11/2010 Rückbau altes Krafthaus .......................................11/2010–06/2011 Unterwassereintiefung abgeschlossen .................................. 02/2012 Naturnahes Fischaufstiegsgewässer abgeschlossen .................................................................... 02/2012

26 lageBericht NEtZE

netze netzbau Der wirtschaftliche Aufschwung machte sich durch verstärkte tätigkeiten der Kunden im Bereich Netze deutlich bemerkbar. Offensichtlich hatte aber auch die Erhöhung der Umsatzsteuer in Deutschland zum Jahresbeginn 2007 zur Folge, dass Investitionen von Unternehmen und Privatleuten in das Jahr 2006 vorgezogen wurden. Im Netzgebiet liefen mehr als 200 Bebauungsplanverfahren, die zu zahlreichen Baugebietserschliessungen sowohl im Wohnungsbau als auch im gewerblichen Sektor führten. Zugleich hatte die Erhöhung des Stromverbrauchs Auswirkungen auf den Netzbetrieb. Es mussten einige neue Umspannstationen errichtet werden, um den gewerblichen und industriellen Anforderungen an die Energieversorgung Rechnung zu tragen. Bei der Papierfabrik Albbruck wurde eine direkte 110-kV-Einspeisung installiert, um den erhöhten elektrischen Leistungsbedarf bereitstellen zu können. Ein herausragendes Projekt des Netzbereichs war die bereits 2005 begonnene Erneuerung der über 40 Jahre alten Primärtechnik der 110-kV-Schaltanlage in Rheinfelden. Gleichzeitig wurden auch die Erneuerungsarbeiten im Umspannwerk Gurtweil soweit vorangetrieben, dass die komplett modernisierte Anlage 2007 in Betrieb gehen kann. Von 2004 bis 2006 wurden die im Bereich der neuen Netzgebiete südlich von Freiburg und nördlich von Waldshut-tiengen liegenden Schaltstationen und Umspannwerke in die Energiedienst-Netzleittechnik eingebunden. Dies bringt den Kunden eine bessere Versorgungszuverlässigkeit, da bei Störungen wesentlich schneller reagiert werden kann. Schnellere Reaktion bei Störungen und einen optimierten Mitarbeitereinsatz sowie Reduktion der Fahrwege soll auch die rechnergestützte Einsatzplanung bringen, die im Zuge des Ergebnisverbesserungsprojektes ProDrei initiiert wurde. netzbetrieb Insgesamt gab es 2006 etwa 400 Netzstörungen im Mittelund Niederspannungsnetz. Vor allem der Wintereinbruch Anfang März und Anfang April erforderte den gesamten Einsatz der verfügbaren Mitarbeiter. Neben den im Bereitschaftsdienst vorgehaltenen Mitarbeitern waren bei der Störung im März zeitgleich bis zu 76 Mitarbeiter und bei der zweiten Störung mehr als 40 Mitarbeiter im Einsatz. Die Wetterverhältnisse waren so extrem, dass viele Stationen nur mit Hilfe der Feuerwehr und des technischen Hilfswerks sowie dank der guten Ortskenntnisse der Netzmonteure erreicht werden konnten. Im Sommer gab es vor allem auf der Baar und im Herbst im Markgräflerland heftige Unwetter, die zu grösseren Unregelmässigkeiten in der Versorgung führten. Es ist zu bemerken, dass insbesondere Industriekunden zunehmend sensibler auf Stromausfälle reagieren, seien sie auch nur von sehr kurzer Dauer. Da Maschinen und elektronische Anlagen immer mehr auf hundertprozentige Energieversorgung ausgelegt sind, werden ständig höhere Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Netze und Versorgungseinrichtungen gestellt. Der Vogelschutz an Mittelspannungsfreileitungen wurde den gesetzlichen Vorgaben entsprechend weiter ausgebaut. Insgesamt investierte man dafür 2006 rund 80.000 €. Auch in den kommenden Jahren wird der Vogelschutz, insbesondere die Massnahmen für Grossvögel, sukzessive erweitert. 2006 wurden etwa 1.000 neue Einspeiseanlagen (EEG- und BHKW-Anlagen) im Energiedienst-Netzgebiet installiert und angeschlossen. Die tendenz ist steigend; seit 2004 ist die Zahl dieser Anlagen stark gewachsen. Insgesamt sind bereits mehr als 4.000 Einspeiseanlagen am Netz angeschlossen.

Freiburg i. Br.

VillingenSchwenningen Donaueschingen Neustadt

Rhein

Staufen

Blumberg Singen Zell i. W. Herrischried Schaffhausen Bodensee
Rhein

Radolfzell

Unsere Standorte Unser Netzgebiet

Weil a. Rh. Rheinfelden Basel Laufenburg

Gurtweil

VERtRIEB 27

energiewirtschaftsgesetz Gemäss Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist bei Netzkunden mit einem Bezug von mehr als 100.000 kWh der Stromverbrauch mit Lastgangzählern zu erfassen. 2006 wurden weitere 300 Lastgangzählungen mit Fernauslesung installiert. Bis Jahresende waren insgesamt 2.200 Zähler eingebaut, die fernausgelesen werden können. Es ist geplant, bis Ende 2007 alle Kunden dieser Verbrauchsgruppe umzurüsten. Ausgehend von der Verpflichtung, gemäss EnWG einen Netzzustandsbericht zu erstellen, hat Energiedienst verschiedene Diagnoseverfahren zur Ermittlung des Isolationszustandes von Mittelspannungserdkabeln getestet. Das EnWG fordert weiterhin vom Netzbetreiber die Einhaltung personeller, wirtschaftlicher und technischer Voraussetzungen, um eine möglichst sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung dauerhaft zu gewährleisten. Energiedienst hat daher an einer Überprüfung

des technischen Sicherheitsmanagements (tSM) teilgenommen und die Anforderungen nach VDN-Richtlinie S1000 erfüllt. Des Weiteren wurde die Leitstellensicherheit und die Netzbetriebsführung durch den tÜV Süd zertifiziert. Beides sind wichtige Massnahmen zum Nachweis der angestrebten Versorgungsqualität. trotz der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Netzentgelte verfolgt Energiedienst die Strategie, kontinuierlich Instandhaltungsmassnahmen und Investitionen umzusetzen, um damit die bisherige hohe Versorgungsqualität zu sichern. Die Verordnung zum Erlass von Regelungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung im Energiebereich vom 26. Oktober 2006 ebenso wie die Verordnung zum Erlass von Regelungen des Netzanschlusses von Letztverbrauchern in Niederspannung und Niederdruck vom 1. November 2006 wurden termingerecht umgesetzt.

VertrieB Der Stromabsatz der ED-Gruppe im Geschäftsjahr 2006 betrug 5.566 Mio. kWh und lag damit 7,2 % unter dem Vorjahresabsatz von 5.996 Mio. kWh. Mit einem Plus von 6,8 % deutlich zugelegt hat die Menge des von Geschäftskunden im eigenen Netzgebiet bezogenen Stroms. Dies waren insgesamt 2.269 Mio. kWh (Vorjahr: 2.126 Mio. kWh). An Privat- und Gewerbekunden im eigenen Netzgebiet wurden 1.027 Mio. kWh verkauft, das sind, aufgrund erhöhten Wettbewerbs, 1,8 % weniger als im Vorjahr (1.046 Mio. kWh). Das grösste prozentuale Wachstum verzeichnete der Bereich Geschäftskunden ausserhalb des eigenen Netzgebietes mit 273 %. Dies sind mehrheitlich Kunden der NaturEnergie AG, die auf eine umweltorientierte Energieversorgung Wert legen. 177 Mio. kWh (2005: 48 Mio. kWh) konnten in diesem Kundensegment abgesetzt werden. Das Premiumprodukt NaturEnergie Silber, Strom aus Wasserkraft, erfreut sich somit bundesweit wachsender Beliebtheit. eigenes netzgebiet privat- und gewerbekunden Zu diesem Kundensegment gehören nach dem Begriff des neuen EnWG alle Kunden, bei denen die bezogene Strommenge, nicht jedoch die beanspruchte Stromleistung gemessen wird. Es sind die so genannten Standardlastprofil-Kunden (SLP-Kunden) mit einem jährlichen Strombezug von bis zu 100.000 kWh. Dabei handelt es sich um private Haushalte, landwirtschaftliche Betriebe und Kunden mit gewerblichem Bedarf. Für diese Kunden besteht eine „Grundversorgungspflicht“ beziehungsweise ist in besonderen Fällen eine „Ersatzversorgungspflicht“ vorgeschrieben. Das Besondere bei den SLP-Kunden ist die von der ED-Gruppe angebotene Produktqualität. Jeder Kunde in diesem Segment erhält als Qualitätsprodukt NaturEnergie Silber, also zertifizierte Wasserkraft, überwiegend produziert in den heimischen Wasserkraftwerken am Hochrhein. Das Geschäftsjahr wurde für den Vertrieb an Privatkunden im Wesentlichen von zwei Faktoren geprägt. Zum einen forderte die Einführung und Umsetzung der Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) eine intensive Vorbereitung der betroffenen Vertriebsbereiche, zum anderen ist der Wettbewerb um ökologisch orientierte Standardlastprofil-Kunden im südbadischen Raum nach wie vor stark ausgeprägt. Zur Förderung des Einbaus von Wärmepumpen hat Energiedienst seit 1. August 2006 ein Wärmepumpen-Förderprogramm aufgelegt. Die starke Nachfrage bestätigt die Einschätzung, dass Komfortwärme mittels Wärmepumpe in Konkurrenz zu anderen Energieträgern hohe Sympathiewerte geniesst. Der elektrische Betrieb dieser Anlagen mit NaturEnergie Silber ermöglicht dem Kunden ein nahezu emissionsfreies Heizen. Insgesamt war das Geschäftsjahr im Privatkundensegment geprägt von den intensiven Anstrengungen zur Verstärkung der Kundenbindung und zur Kundenrückgewinnung. Der Absatz wurde so weiter stabilisiert. Mit dazu beigetragen haben die werblichen Aktivitäten für das Produkt NaturEnergie und das Unternehmen Energiedienst. Zentrales Marketingthema war der Neubau des Wasserkraftwerks Rheinfelden. Damit wurde

28 lageBericht VERtRIEB

intensiv auf Verbrauchermessen, Gewerbeschauen und in der Aussenwerbung sowie bei speziellen Kundenaktionen geworben. Erstmals wurde mit „Energiedienst on tour“ für die Kunden eine ganze Reihe attraktiver Freizeit-Veranstaltungen und kultureller Höhepunkte geboten. Die ED-Gruppe war allerdings gezwungen, zum 15. Juni 2006 aufgrund der allgemeinen Energieverteuerung die Preise für das SLP-Segment um netto 1,45 Cent/kWh zu erhöhen. Dies führte bei einem durchschnittlichen Haushaltskunden-Verbrauch (ohne Schwachlastbezug) von 3.600 kWh pro Jahr zu einer Verteuerung um brutto 8 %. Für einen durchschnittlichen Gewerbekunden mit einem Jahresverbrauch von rund 7.200 kWh betrug die Erhöhung brutto 7,7 %. geschäftskunden Dieses Kundensegment beinhaltet alle Kunden mit einem gemessenen Leistungsbedarf von mehr als 30 Kilowatt (kW). Die Bandbreite des Energiebezugs reicht von 100.000 kWh bis deutlich über 300 Mio. kWh Jahresabsatz. Attraktive Angebote, eine individuelle Betreuung und reibungsloser Service sind die Schlüsselfaktoren für diesen Erfolg. 2006 war aber auch der deutliche konjunkturelle Aufschwung eine wesentliche Grundlage für diese positive Entwicklung. Bei der Kommunalausschreibung des Gemeindetages BadenWürttemberg hat Energiedienst alle vier Öko-Lose mit NaturEnergie Silber gewinnen können. Somit werden bei den ökologisch orientierten Kommunen alle Abnahmestellen von Energiedienst beliefert. Neben den traditionell vielfach umweltbewussten Städten und Gemeinden im südbadischen Netzgebiet beziehen auch ökologisch orientierte Gemeinden in ganz Baden-Württemberg NaturEnergie Silber. Weiterverteiler 2006 wurde der Absatz an weiterverteilende Kunden stabil gehalten. Energiedienst versorgt weiterhin alle 19 Weiterverteiler in ihrem Stammgebiet. Der Absatz lag nahezu unverändert bei 889 Mio. kWh (2005: 891 Mio. kWh), und damit nur rund 0,2 % unter dem Vorjahr. Hier wirkt sich aus, dass die EEG-Quote, die die Weiterverteiler wie ED beziehen müssen, weiter angestiegen ist. Für die weiterverteilenden Kunden wurden erneut zahlreiche Informationsveranstaltungen durchgeführt, bei denen neben energiewirtschaftlichem Know-how vor allem Beratungen hinsichtlich der Anforderungen des neuen Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) vermittelt wurden. Hieraus sollen sich weitere erfolgreiche Kooperationen zwischen diesen Marktpartnern und Energiedienst entwickeln.

naturenergie ag An Kunden ausserhalb des Netzgebietes wurden 252 Mio. kWh verkauft, das sind 103 % mehr als im Vorjahr (124 Mio. kWh). Der Absatz an Privat- und Gewerbekunden nahm dabei zwar um 9,5 % von 66 auf 59 Mio. kWh ab, es stieg jedoch der Absatz an Geschäftskunden um 273 % von 48 auf 177 Mio. kWh. Zwar macht sich hier allein die Gewinnung eines grossen, nationalen Kunden aus der Lebensmittelindustrie bemerkbar, es wird aber auch die erhöhte Nachfrage nach ökologischer Energieversorgung im deutschen Strommarkt sichtbar. Die Energiedienst-Gruppe setzt hierbei ihre Vertriebsgesellschaft NaturEnergie AG ein, die den nationalen Vertrieb der regenerativen Energien verantwortet. Die von der NaturEnergie AG fokussierte Strategie, sich bei der Neukundenakquise auf umweltorientierte Gewerbe-, Industrieund Dienstleistungsunternehmen zu konzentrieren, wurde 2006 fortgesetzt. In diesem Nischensegment wurden beachtliche Erfolge erzielt. Bestehende Kundenverträge konnten verlängert beziehungsweise erneuert und neue Kunden hinzugewonnen werden. Die Erfolge beweisen, dass das Umweltbewusstsein und die Sensibilisierung für Klimaschutz bei den Unternehmen zunehmen. Immer mehr Firmen werden sich der Bedeutung einer tadellosen Reputation nach aussen bewusst. Klimaneutralität hat auch Rückwirkung auf die eigene Unternehmensmarke, auf das Verantwortungsbewusstsein und die Aussendarstellung der Unternehmen. Die Entscheidungsträger erkennen, dass damit neue und nachhaltige Unternehmenswerte geschaffen werden können. Wesentlicher Faktor für die erfolgreichen Kundenabschlüsse war wiederum ein flexibler und leistungsfähiger Kundenservice sowohl in der Betreuung wie auch in der Abrechnung und der Zertifizierung.
Strombeschaffung 2006
in Mio. kWh (%)

Eigene Werke
1.097 Mio. kWh (19,2 %)

Fremdstrombezüge
4.452 Mio. kWh (77,8 %)

Partnerwerke
175 Mio. kWh (3,0 %)

VERtRIEB 29

stromabsatz in mio. kWh 2006 eigene netze Privat- und Gewerbekunden Geschäftskunden Weiterverteiler Übriger Absatz1) absatz an kunden im eigenen netzgebiet Fremdnetz 2) Privat- und Gewerbekunden Geschäftskunden Weiterverteiler absatz an kunden ausserhalb netzgebiet Verbundgeschäft 3) stromabsatz
1)

2005 1.046,0 2.125,9 890,7 33,2 4.095,8

Veränderung -1,8 % 6,7 % -0,2 % 4,2 % 3,0 %

1.026,8 2.269,4 889,1 34,6 4.219,8

59,3 177,1 15,4 251,8 1.095,2 5.565,9

65,5 47,5 11,0 124,0 1.776,0 5.995,8

-9,5 % 272,8 % 40,2 % 103,1 % -38,3 % -7,2 %

Übriger Absatz: Hier handelt es sich um Beistellungen, 8,6 GWh im SLP und 26,0 GWh (2005: 33,2 GWh) im LGZ. Fremdnetz: Der Absatz an Weiterverteiler beinhaltet die Kooperationslieferungen der NEAG an Partner-EVU. 3) Verbundgeschäft: Das Volumen ist stark geprägt von Handelsgeschäften mit anderen Verbundunternehmen und Händlern.
2)

entwicklung des stromabsatzes im Versorgungsgebiet Deutschland und der schweiz in mio. kWh 1997 Deutschland Schweiz gesamt 2)
1) 2)

1998 2.953,0 66,0 3.019,0

1999 3.012,0 65,0 3.077,0

2000 3.119,0 64,6 3.183,6

2001 3.174,0 67,3 3.241,3

2002 3.142,0 67,1 3.209,1

2003 3.187,6 68,9 3.256,5

2004 4.035,7
1)

2005 4.022,6 73,3 4.095,8

2006 4.142,2 77,6 4.219,8

2.891,0 62,0 2.953,0

68,9 4.104,6

Zugang Netze EDN inkl. Beistellungen, exkl. Fremdnetzkunden

30 lageBericht MItARBEItENDE

mitarBeitenDe Im Fokus für den nachhaltigen Erfolg der ED-Gruppe stehen die Mitarbeitenden. Ihnen schenkt das Unternehmen eine besondere Aufmerksamkeit. Die Delegation von drei Mitarbeitenden als Arbeitnehmervertreter im Verwaltungsrat schafft eine konstruktive innerbetriebliche Mitwirkung. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden lag bei 610 Vollzeitkräften und somit 15 Pensen unter dem Vorjahresdurchschnitt. Die Zahl der Vollzeitkräfte der Energiedienst-Gruppe betrug zum Jahresende 618 Mitarbeitende. Darin enthalten sind 32 Auszubildende und Berufsakademie-Studenten, die derzeit ihre Ausbildung in der Unternehmensgruppe absolvieren. Energiedienst ist weiterhin einer der zehn grössten Ausbildungsbetriebe im Bereich der Industrie- und Handelskammer HochrheinBodensee. Bedingt durch eine grosse Anzahl von Mitarbeitenden, die bereits ihre Passivphase der Altersteilzeit begonnen haben oder demnächst beginnen werden, vollzieht sich in der Unternehmensgruppe ein bedeutsamer Generationswechsel. Um den Wissenstransfer der altersbedingt Ausscheidenden zu sichern, werden in sämtlichen Unternehmensbereichen Personalentwicklungsprogramme und Organisations- sowie teamentwicklungsmassnahmen mit professioneller externer Unterstützung realisiert. Im Geschäftsjahr 2006 wurden rund 823 Schulungseinheiten für unsere Mitarbeitenden angeboten. Die Qualität der Zusammenarbeit in den Organisationseinheiten ist bestimmt durch klare Ziele und eine Ergebnisorientierung, die in den jährlichen Zielvereinbarungsgesprächen definiert wird. Für das Unternehmen Energiedienst ist die berufliche Weiterbildung der Mitarbeitenden eine wichtige Aufgabe. Energiedienst stellt für die berufliche Aus- und Weiterbildung und zur Förderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jährlich mehr als eine halbe Million Euro bereit. Ziel aller Personalentwicklungsmassnahmen ist, das unternehmerische Denken und selbstbewusste eigenverantwortliche Handeln der Mitarbeitenden zu stärken. mitarbeiter-aktienbeteiligungsprogramm 2006 wurden erstmals die Mitarbeiter der Energiedienst-Gruppe am Unternehmenserfolg des Jahres 2005 mittels Aktien beteiligt. Den Mitarbeitenden wurden je fünf Gratisaktien zugeteilt, mit denen sie im März 2006 zu Aktionären der Energiedienst Holding AG wurden. Das Mitarbeitererfolgsbeteiligungsprogramm soll die verstärkte Bindung an das Unternehmen sowie gleichzeitig unternehmerisches Denken innerhalb der Belegschaft fördern. Zusätzlich zum Programm konnten Mitarbeitende bis zu 20 EDHAktien mit einem Abschlag von 30 % vor dem 30. September zeichnen. 138 Mitarbeitende haben davon Gebrauch gemacht. Der wirtschaftliche Erfolg der ED-Gruppe im Sinne einer Budgetübererfüllung schlägt sich in der Entwicklung der EnergiedienstAktie nieder und wird somit unmittelbar als wachsender Lohnbestandteil wahrgenommen. Das Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Unternehmensgruppe ist innerhalb der Belegschaft deutlich gestiegen.

UNtERNEHMENSKOMMUNIKAtION 31

unternehmenskommunikation öffentlichkeitsarbeit Der Neubau des Wasserkraftwerks Rheinfelden dominierte die Öffentlichkeitsarbeit des Jahres 2006. Das Neubauprojekt fand sowohl in den regionalen als auch in den überregionalen Medien grosse Beachtung. Für eine intensive interne und externe Öffentlichkeitsarbeit gewinnen elektronische Medien wie Inter- und Intranet weiter an Bedeutung. So werden die beiden Internetauftritte von Energiedienst und NaturEnergie ständig aktualisiert, um den wachsenden Anforderungen hinsichtlich Service und Nutzerfreundlichkeit nachzukommen. Mit der bereits 2005 durchgeführten grundlegenden Neugestaltung des Energiedienst-Auftrittes ist die Unternehmenskommunikation auf dem richtigen Weg. Dies hat ein bundesweiter Websitetest unter Energieversorgern bewiesen, bei dem Energiedienst den ersten Platz der teilnehmenden Unternehmen aus der Branche belegte. Überarbeitet wurde auch der Internetauftritt der NaturEnergie. Dort steht nun die direkte Ansprache von ökoorientierten Businesskunden im Mittelpunkt. Auch 2006 engagierte sich die ED-Gruppe im Sportsponsoring und förderte damit leistungsstarken und zielstrebigen sportlichen Nachwuchs aus Südbaden. Sukzessive wird im Rahmen der personellen und finanziellen Möglichkeiten die Schulinformation erweitert. Mit „Energie für Ideen“ lancierte Energiedienst dabei ein neues Schulsponsoring-Projekt zur Förderung von naturwissenschaftlich interessierten Schülern im Netzgebiet. Sehr gut angenommen wurde der „Girls’ Day“, bei dem auch 2006 wieder 25 technikinteressierte junge Frauen die Chance nutzten, sich in den Ausbildungswerkstätten Donaueschingen und Rheinfelden über den Beruf einer „Elektronikerin für Betriebstechnik“ zu informieren. Die ED-Gruppe setzt weiterhin auf den direkten und offenen Dialog, sowohl intern wie extern. Besucherinformation Insgesamt informierten sich rund 14.500 Personen vor Ort über Energiedienst und die Stromproduktion in den eigenen Wasserkraftwerken. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von 6.000 Personen und entspricht einer Steigerung von über 40 %. Eindeutiger Besuchermagnet war die Baustelle in Rheinfelden mit 11.458 Personen; in Laufenburg und Wyhlen konnten 1.651 beziehungsweise 1.360 Besucher verzeichnet werden. Mit 550 Führungen fanden 181 Besucherveranstaltungen mehr statt als 2005. In Rheinfelden gab es 439, in Laufenburg 60 und in Wyhlen 51 termine. Der persönliche Kontakt zwischen Besuchern und Energiedienstmitarbeitern macht die Besucherinformation zu einem idealen Instrument der Unternehmenskommunikation. Wichtiges damit verbundenes Ziel ist die Kundenbindung durch Erhöhung von Bekanntheitsgrad und Akzeptanz des Unternehmens in der Region.
Anzahl der Besucher pro Jahr
15.000 12.000 9.000 6.000

14.469

8.495 6.206 3.390 4.080

3.000 0

2002

2003

2004

2005

2006

Anzahl der Führungen pro Jahr
600 500 400 300 200 100 0

550

369 268 162 172

2002

2003

2004

2005

2006

32 lageBericht VERWALtUNGSRAt, StAAtSKOMMISSARE | SACHVERStÄNDIGENBEIRAt | KOMMUNALER BEIRAt

VerWaltungsrat, staatskommissare Ausführliche Angaben zu den Mitgliedern des Verwaltungsrats und zu den Staatskommissaren finden sich im Corporate-Governance-Bericht. Als Nachfolger für den altershalber ausgeschiedenen Prof. Dr. Karl-Christian taubmann vom Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation wurde auf Vorschlag der Kantone Aargau und Basel-Landschaft Prof. Dr. Hans-Jörg Schötzau für die Amtsperiode bis Ende 2007 als Eidg. Bundeskommissär für das Kraftwerk Wyhlen benannt. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2006 wurde vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg für den Ende Juli 2006 zurückgetretenen Staatskommissar, Ministerialdirigent Dr. tschermak von Seysenegg, Ministerialdirigent Karl Greissing benannt. Wir danken den ausgeschiedenen Kommissaren für ihr positives Begleiten des Verwaltungsrats der EDH und des Aufsichtsrats der ED AG und wünschen ihnen alles Gute für ihre weitere Zukunft. Die ernannten Nachfolger begrüssen wir ganz herzlich. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihnen.

sachVerstänDigenBeirat Dem vom Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung im Geschäftsjahr 2003 einberufenen Sachverständigenbeirat gehören Vertreter aus Politik, Industrie und Kapitalmarkt an. Der Beirat ist berufen, um wesentliche Fragen und Entwicklungen der ED-Gruppe und deren Bild in der Öffentlichkeit auch mit Aussenstehenden diskutieren zu können. Mitglieder des Sachverständigenbeirats sind: Christine Egerszegi-Obrist, Nationalrätin Dr. Bernhard Everke, Oberbürgermeister a. D. der Stadt Donaueschingen Kurt Grieshaber, Präsident IHK Hochrhein-Bodensee Gudrun Heute-Bluhm, Oberbürgermeisterin der Stadt Lörrach Dr. Georg Krayer, VR-Präsident der Bank Sarasin & Cie AG Dr. Rolf Linkohr, Sonderberater der EU-Kommission für Energie Peter Straub, MdL, Präsident des Landtages von Baden-Württemberg Dr. Bernhard Wütz, Landrat a. D. des Landkreises Waldshut Dr. Otmar M. Weigele, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach (bis 30. April 2006)

kommunaler Beirat Die Mitgliedschaft im Kommunalen Beirat der Energiedienst Holding AG steht den Landräten der Kreise und allen Bürgermeistern der Kommunen offen, in denen die ED-Gruppe Stromnetze betreibt oder kommunale Werke beliefert. Der Kommunale Beirat bildet das Forum für einen Meinungsaustausch in energiewirtschaftlichen Fragen, die vor allem für die Kommunen von Bedeutung sind. Er dient aber auch dazu, den Mitgliedern neue technische oder rechtliche Entwicklungen in der Energieversorgung und verwandten Bereichen vorzustellen sowie gemeinsame Probleme des Netzbetriebes und andere Fragen der Stromversorgung zu diskutieren.

RISIKOBERICHt | AUSBLICK 33

risikoBericht Die unternehmerischen Risiken überwacht EDH durch ein unternehmensweites Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Die Behandlung der in den einzelnen Bereichen identifizierten Risiken erfolgt in einem bereichsübergreifenden Risikokomitee und wird über ein zentral eingerichtetes Risikocontrolling umgesetzt. Dieses zentrale Risikomanagement gewährleistet, dass bestehende Risiken vollständig und unternehmensweit erfasst, analysiert und bewertet werden. Es sorgt auch dafür, dass risikobezogene Informationen in systematisch geordneter Weise zeitnah an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Diese institutionalisierte Risikocontrolling-Stelle unterstützt die Risikomanagement-Verantwortlichen der Unternehmensbereiche und -prozesse bei der Umsetzung des Risikomanagements und gewährleistet so eine gleich bleibend hohe Qualität des Risikomanagementsystems.

ausBlick Für das Geschäftsjahr 2007 geht die ED-Gruppe von stabilen Absatzmengen beziehungsweise weiterhin niedrigen Kundenverlusten im südbadischen Marktgebiet aus. In sämtlichen Kundensegmenten wird die „mark-to-market-Strategie“ (Orientierung an den Opportunitäten des Grosshandelsstrommarktes) konsequent weitergeführt. Bei der NaturEnergie stehen weiterhin die umweltorientierten Industrie- und Dienstleistungsunternehmen im Fokus. Es zeichnen sich für 2007 deutliche Absatzausweitungen ab. Im Stammgebiet wird ein verstärkter Wettbewerb erwartet, bedingt durch die Senkung der Netznutzungsentgelte und die Aussicht darauf, dass grosse Wettbewerber versuchen werden, sich im südbadischen Markt zu positionieren. Es gilt, das bisher Erreichte zu sichern und die höheren Strombeschaffungskosten auszugleichen. Für 2007 wie auch für die folgenden Jahre ist es das erklärte Ziel, die Wirtschaftlichkeit auf einem hohen Niveau zu halten. Das Geschäftsjahr 2007 wird für alle Mitarbeitenden erneut eine grosse Herausforderung darstellen. Es gilt, die umfangreichen Anforderungen, die das unternehmensübergreifende Unbundling und die Auswirkungen mit sich bringen, zu bewältigen. Damit einhergehende Synergieverluste müssen durch vermehrte Anstrengungen und effizienten Einsatz der vorhandenen Kräfte und optimierte Unternehmensprozesse kompensiert werden.

34 corporate goVernance Bericht KONZERNStRUKtUR UND AKtIONARIAt

oFFen unD transparent – eine VerantWortungsVolle corporate goVernance, Die hohen stanDarDs entspricht, BilDet Das FunDament Für Die zukunFtsorientierte entWicklung Der energieDienst holDing ag. Wir stellen DaDurch eine VerantWortungsBeWusste, auF nachhaltige WertschöpFung ausgerichtete leitung unD kontrolle Der unternehmensgruppe sicher.

corporate goVernance-Bericht Die corporate-governance-grundsätze der energiedienst holding ag (eDh) Die EDH hat sich zu einer transparenten, verantwortungsvollen, auf Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle des Unternehmens verpflichtet. Die Corporate-Governance-Grundsätze der EDH sind unternehmensspezifisch, sie berücksichtigen die unterschiedlichen Rechtssysteme, in denen sich das Unternehmen als börsennotierte Gesellschaft in der Schweiz und in Deutschland bewegt. Generell werden die Rahmenbedingungen für eine gute Corporate Governance durch Gesetz und Recht sowie durch anerkannte nationale und internationale Wohlverhaltensregeln festgelegt. Dazu gehören in der Schweiz vor allem die unmittelbar einschlägigen Vorschriften des Obligationenrechts, der Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance und die Richtlinie der Swiss Exchange betreffend Informationen zur Corporate Governance. In Deutschland sind es die Vorschriften zum Gesellschafts- und Konzernrecht, insbesondere die des Aktien-, des Bilanz- und des Kapitalmarktrechts sowie der deutsche Corporate Governance Kodex. In Anbetracht der tatsache, dass die EDH eine Schweizer Aktiengesellschaft ist mit Börsenzulassung in der Schweiz und in Deutschland, haben Verwaltungsrat und Geschäftsleitung beschlossen, mit den im Folgenden veröffentlichten Informationen primär dem Swiss Code of Best Practice (Erstkotierung SWX), aber auch dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Kotierung an der Baden-Württembergischen Börse in Stuttgart) zu entsprechen. Die textpassagen, die den Deutschen Corporate Governance Kodex betreffen, sind mit dem entsprechenden Hinweis gekennzeichnet. Sowohl im Umgang mit unseren Kunden wie auch im Handel mit unseren Partnern achten wir auf die Einhaltung ethischer Grundsätze, die Glaubwürdigkeit unseres tuns und die strikte Einhaltung gesetzlicher Normen. Im Umgang mit nahe stehenden Gesellschaften handeln wir nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen. Hierzu gehört auch die jährlich vom Wirtschaftsprüfer geprüfte freiwillige Erstattung eines Abhängigkeitsberichts der EDH. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der EDH bekennen sich mit diesem Bericht zu einer wertorientierten Unternehmensführung sowie zu einer Führung und Kontrolle der Gesellschaft mit dem Ziel, den Verpflichtungen gegenüber Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären gerecht zu werden und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Die im Folgenden publizierten Informationen geben die Verhältnisse am Bilanzstichtag wieder. Die zwischen Bilanzstichtag und Redaktionsschluss des Geschäftsberichts eingetretenen wesentlichen Änderungen werden klar abgegrenzt bei der entsprechenden Ziffer offengelegt.

1 konzernstruktur unD aktionariat 1.1 konzernstruktur 1.1.1 Darstellung operative konzernstruktur Die ED-Gruppe betreibt eigene Rheinkraftwerke in GrenzachWyhlen, Rheinfelden und Laufenburg und ist an weiteren Wasserkraftwerken beteiligt. Sie unterhält Verteilnetze und beliefert Kunden sowohl innerhalb des eigenen Netzgebietes als auch ausserhalb mit Strom. Die ED-Gruppe deckt mithin die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Strom ab – von der Erzeugung über die Stromverteilung bis hin zur Belieferung der Kunden. Die ED-Gruppe versorgt in Südbaden mehr als 750.000 Menschen mit elektrischer Energie. Die Gruppe nutzt die Wasserkraft des Rheins und verfügt damit über eine umweltverträgliche und zukunftssichere regenerative Energiequelle. Mit dem Produkt „NaturEnergie Silber“ bietet sie ihren Kunden einen gänzlich regenerativ und emissionsfrei erzeugten Strom aus Wasserkraft. Die Geschäftsbereiche Produktion, Verteilung und Vertrieb werden durch die Bereiche Administration, Personal und Kommunikation sowie Service Center in ihren tätigkeiten unterstützt.

OPERAtIVE KONZERNStRUKtUR 35

operatiVe konzernstruktur

geschäFtsleitung Martin Steiger

staB Manfred Gollin
Recht Immobilienrecht Risikomanagement Unternehmensentwicklung

BetrieBsrat (D)

neuBau kW rheinFelDen Armin Fust

Christian Schulz personalVertretung (ch) Hans-Ruedi Müller

netzBetrieB Jürgen Wagner
arBeitssicherheit Robert Spitz

kraFtWerke Armin Fust
Betrieb und unterhalt rheinkraftwerke

netzDienste Robert Spitz
netztechnik und -koordination

serVice center Irene Knauber
portfoliomanagement

VertrieB Jochen Fischer
geschäftskunden und Weiterverteiler

Finanzen unD aDministration Christian Bersier
controllingservices

personal unD kommunikation thomas Zwigart

Wolfgang Biesgen
Betrieb und unterhalt kleinkraftwerke

Robert Spitz
Bau ortsnetz, anschlusswesen Bkz

Irene Knauber
kundenservice

Erich Kohler
Verkaufsförderung Vertriebsunterstützung

Klaus Müller
rechnungswesen

Rolf Hezel

Bernfried Hug
Betrieb/instandhaltung Verteil- und ortsnetze

Edmund Martin

Arnold Marx
preise und produkte, standardlastprofilkunden, Qualitätssicherung

Stefan Daiber
einkauf und logistik

it und abrechnung

Hans-Dieter Meyer
Betrieb/instandhaltung hochspannung

Jörg Süssle

Werner Zehetner

Rolf Rüttnauer

Gerold Spitz
netzinformationsund messtechnik

Friedhelm Bäumer

36 corporate goVernance Bericht KAPItALStRUKtUR | VERWALtUNGSRAt

Ab dem 1. Januar 2007 ist mit der Umsetzung des „Legal Unbundling“ die Energiedienst Netze GmbH (EDN) für den Netzbetrieb verantwortlich und die Energiedienst AG (ED AG) für die Kunden im Netzgebiet zuständig. Die NaturEnergie AG verantwortet den Vertrieb der Ökostromprodukte der Marke NaturEnergie Silber und NaturEnergie Gold ausserhalb des Energiedienst-Netzgebiets sowie die Zertifizierung des an die Kunden gelieferten Stroms. 1.1.2 kotierte gesellschaften im konsolidierungskreis Zum Konsolidierungskreis gehören keine kotierten Gesellschaften.

1.1.3 nicht kotierte gesellschaften im konsolidierungskreis Die nicht kotierten Gesellschaften im Konsolidierungskreis der EDH sind auf Seite 87–89 detailliert dargestellt. 1.2 Bedeutende aktionäre Seit 20. Januar 2003 ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit gehaltenen 75,97 % des Aktienkapitals der Hauptaktionär der EDH. Es bestehen keine Aktionärsbindungsverträge. 1.3 kreuzbeteiligungen Dem Unternehmen sind keine kapital- oder stimmenmässigen Kreuzbeteiligungen bekannt, die 5 % überschreiten.

2 kapitalstruktur 2.1 kapital Per 31. Dezember 2006 verfügte die EDH über ein ordentliches Kapital in Höhe von 90,72 Mio. CHF, eingeteilt in 2.520.000 Namenaktien im Nennwert von je 36 CHF. 2.2 Bedingtes und genehmigtes kapital im Besonderen Zurzeit bestehen weder ein bedingtes noch ein genehmigtes Kapital. 2.3 kapitalveränderungen An der Generalversammlung vom 24. März 2006 wurde eine Nennwertrückzahlung in Höhe von 14 CHF beschlossen, wodurch der Nennwert der Aktie von 50 CHF auf 36 CHF reduziert wurde. Diese Nennwertrückzahlung führte zu einer Aktienkapitalherabsetzung von 126,0 Mio. CHF auf 90,72 Mio. CHF. Die Veränderungen der letzten zwei Jahre bei den Reserven sowie beim Bilanzgewinn können dem Einzelabschluss auf Seite 81 entnommen werden. 2.4 aktien und partizipationsscheine Per 31. Dezember 2006 hatte die EDH 2.520.000 Namenaktien im Nennwert von je 36 CHF ausstehend, welche voll einbezahlt sind. Auf jede für einen Aktionär in eigenem Namen und eigener Rechnung erworbene und im Aktienregister eingetragene Aktie entfällt eine Stimme. Alle ausgegebenen Aktien sind für das Jahr 2006 voll dividendenberechtigt. Die EDH besitzt per 31. Dezember 2006 4.166 eigene Aktien. Das Stimmrecht und die damit verbundenen Rechte der eigenen Aktien ruhen gem. Art. 659a OR. Es bestehen keine Partizipationsscheine. 2.5 genussscheine Es bestehen keine Genussscheine. 2.6 Beschränkung der übertragbarkeit und nominee-eintragungen Die Übertragbarkeit der Aktien ist nicht beschränkt. Es sind gemäss Statuten keine Nominee-Eintragungen zugelassen. 2.7 Wandelanleihen und optionen Es bestehen keine Wandelanleihen oder Optionen. struktur der energiedienst-gruppe

enBW energie Baden-Württemberg ag
76 %

Drittaktionäre
24 %

energiedienst holding ag (eDh) laufenburg (ch)
produktion, Betrieb kraftwerke und netze (ch), strombeschaffung, corporate services, Vertrieb (ch) 100 % 100 % 100 %

energiedienst ag (eD ag)
produktion, Betrieb kraftwerke, Vertrieb (D)

eD netze gmbh (eDn)
netzbetreiber

naturenergie ag
nationaler ökostromvertrieb ausserhalb des eigenen netzgebiets in Deutschland

VERWALtUNGSRAt 37

3 VerWaltungsrat 3.1 mitglieder des Verwaltungsrats a) Name, Nationalität, Funktion, Geburtsjahr, Ausbildung und beruflicher Hintergrund, weitere tätigkeiten und Interessensbindungen hans kuntzemüller (D), Präsident, * 1951 Studium der Physik an der Albert-Ludwigs-Universität, D-Freiburg
1975–1998 1990–1992 1992–1998 1998–2000 seit 2000 Badenwerk AG, D-Karlsruhe Leiter Hauptabteilung Vertrieb Mitglied des Vorstands Vorsitzender der Geschäftsleitung der Watt AG, CH-Dietikon Geschäftsf. Gesellschafter cm-p Consulting AG, CH-Zürich Verwaltungsratsmandate Bank Sal. Oppenheim jr. & Cie (Schweiz) AG – Mitglied Siegfried Holding AG – Präsident Mandate in vergleichbaren Führungs- und Aufsichtsgremien Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig – Mitglied der Kommission Fritz Gerber-Stiftung – Stiftungsrat Handelskammer beider Basel – Präsident des Life Sciences Komitees Stiftung für das Kunstmuseum Basel – Komiteemitglied

michael Baumgärtner (D), * 1965

Studium der Betriebswirtschaftslehre
1999–2004 Geschäftsführer, Watt Deutschland GmbH seit 2004 Bereichsleiter, EnBW Energie Baden-Württemberg AG seit 2006 Bereichsvorstand Gas, EnBW Holding AG Aufsichtsratsmandate Energiedienst AG – Mitglied Gasversorgung Süddeutschland GmbH (GVS) – Mitglied Verwaltungsratsmandate EnBW Gas GmbH – Mitglied

Aufsichtsratsmandate Energiedienst AG – Vorsitzender Verwaltungsratsmandate A. Marchon S.A. – Mitglied Marchon Services AG – Mitglied Mandate in vergleichbaren Führungs- und Aufsichtsgremien Personalvorsorgestiftung Energiedienst Holding AG – Präsident des Stiftungsrats

pierre lederer (F), Vizepräsident,* 1949 Studium der Mathematik und Volkswirtschaft
1974–1999 1993–1996 Electricité de France Direktor der Hauptverwaltung „Allgem. Stromwirtschaftsstudien“ und Leiter des bereichsübergeordneten Expertennetzes 1997–1998 Direktor für Strategie 1999 EDF-Industriebranche: Direktor für „Strategie, Valorisierung, Optimierung” 1998–2000 London Electricity – Member of the Board seit 06/2000 Mitglied des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG 06/00–05/03 Chief Sales and trading Officer seit 05/2003 Chief Operating Officer

Dr. Bernhard Beck (D), * 1954

Studium Rechtswissenschaften, Dr. jur. LL.M.
1985–1995 ab 1995 1995–2001 1999–2001 2000–2001 2001–2002 Rechtsabteilung Robert Bosch GmbH Badenwerk/EnBW Leiter Recht und Versicherungen Sprecher der Geschäftsführung der EnBW Service GmbH Leiter des Bereichs Personal- und Sozialwesen (in Personalunion) Sprecher der Geschäftsführung der EnBW Energie-Vertriebsgesellschaft mbH 03/03–09/04 Vorstandsvorsitzender der EnBW Regional AG seit 10/2002 Mitglied des Vorstands Energie Baden-Württemberg AG Aufsichtsratsmandate DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH – Mitglied EnBW Beteiligungen AG, vormals Salamander AG – Mitglied EnBW Kraftwerke AG – Mitglied EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH – Vorsitzender EnBW Vertriebs- und Servicegesellschaft mbH – Mitglied Energiedienst AG – Mitglied EnSO Energie Sachsen Ost GmbH – Mitglied ENSO Strom AG – Mitglied Gasversorgung Süddeutschland GmbH – Mitglied GESO Beteiligungs- und Beratungs-AG – Mitglied SOMENtEC Software AG – Vorsitzender Stadtwerke Düsseldorf AG (SWD) – Mitglied seit 30.05.2006 Verwaltungsratsmandate EnBW Akademie Gesellschaft für Personal- und Managemententwicklung mbH – Vorsitzender tDL Gesellschaft für anlagentechnische Dienste und kaufmännische Leistungen mbH – Vorsitzender teweratio GmbH – Vorsitzender Mandate in vergleichbaren Führungs- und Aufsichtsgremien Skandinavisk Kraftmegling AS – Mitglied

Aufsichtsratsmandate Deutsche Steinkohle AG – Mitglied EnBW Kraftwerke AG – Mitglied EnBW Regional AG – Vorsitzender EnBW trading GmbH – Vorsitzender EnBW Vertriebs- und Servicegesellschaft mbH – Mitglied Energiedienst AG – stv. Vorsitzender Gasversorgung Süddeutschland GmbH – Vorsitzender Skandinavisk Kraftmegling AS, i.L. – Mitglied StEAG AG – Mitglied Verwaltungsratsmandate EnBW Gas GmbH – Vorsitzender EnBW trading GmbH – Vorsitzender

Dr. markus altwegg (CH), * 1941

Nationalökonom, Dr. rer. pol.
1986 bis 1999 Mitglied der Konzernleitung der F. Hoffmann-La Roche AG 1999 bis 2003 Präsident der Roche Vitamine AG seit 2003 Präsident des Verwaltungsrats der Siegfried Holding AG Aufsichtsratsmandate Energiedienst AG – Mitglied

38 corporate goVernance Bericht VERWALtUNGSRAt

Dr. Wolfgang Bruder (D), * 1951

Studium der Verwaltungs- und Wirtschaftswissenschaften, Dr. rer. soc.
1984–1989 Beigeordneter d. Stadt Offenburg, Dezernent Finanzen u. Wirtschaft 1989–2002 Oberbürgermeister der Stadt Offenburg 2002–2003 EnBW AG, Generalbevollmächtigter für Kommunale Beziehungen 2003–2004 EnBW Regional AG, Mitglied des Vorstands 09/04–04/05 EnBW Regional AG, stv. Vorstandsvorsitzender seit 04/2005 Vorstandsvorsitzender der EnBW Regional AG Aufsichtsratsmandate EnBW Ostwürttemberg DonauRies – Vorsitzender Stadtwerke Esslingen – Vorsitzender Stadtwerke Sindelfingen – stv. Vorsitzender Stadtwerke Karlsruhe – stv. Vorsitzender Energiedienst AG – Mitglied Verwaltungsratsmandate Bodenseewasserversorgung – Mitglied Landeswasserversorgung – Mitglied EnBW Gas GmbH – Mitglied Mandate in vergleichbaren Führungs- und Aufsichtsgremien Bürgerstiftung St. Andreas, Offenburg – stv. Vorsitzender des Stiftungsrats Georg und Maria Dietrich-Stiftung – Beirat Hochschule für Wirtschaft und technik, Offenburg – Vors. des Hochschulrats

Energie Electrique du Simplon SA – Mitglied EVG Grächen AG – Vizepräsident EVN Energieversorgung Nikolai AG – Vizepräsident EVR Energieversorgung Raron AG – Vizepräsident EVWR Energiedienste Visp – Westlich Raron AG – Präsident KW Gougra AG – Mitglied KW Lötschen AG – Präsident Rheinkraftwerk Neuhausen AG – Mitglied Rhonewerke AG – Mitglied Valgrid SA – Vizepräsident Valaiscom AG – Vizepräsident VED Visp Energie Dienste AG – Vizepräsident Mandate in vergleichbaren Führungs- und Aufsichtsgremien Schweizerischer Wasserwirtschaftsverband – Vorstandsmitglied

peter everts (CH), * 1944

Lic. oec. publ., Universität Zürich
Bis Ende 2001 Präsident der Verwaltungsdelegation des Migros-Genossenschafts-Bundes, Zürich; seit 2002 selbstständiger Unternehmer Aufsichtsratsmandate Energiedienst AG – Mitglied Verwaltungsratsmandate Feusi Holding AG – Vizepräsident Loeb Holding AG – Präsident Madison Private Equity Holding SA – Mitglied Similor Holding AG – Präsident the Nuance Group AG – Mitglied Zurmont Madison Management AG – Mitglied Mandate in vergleichbaren Führungs- und Aufsichtsgremien Kommission „Poststellen“, Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation – Mitglied Stiftung Willy Michel/Museum Franz Gertsch – Stiftungsrat Stiftung Zentrum Paul Klee – Stiftungsrat Schweizerischer Verband telefon 413 – Die dargebotene Hand – Präsident Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme – Präsident Stiftungsrat

Dr. Dominique D. candrian (D), * 1963

Volkswirt, Dr. rer. pol., Chartered Financial Analyst (CFA)
1993–1995 1995–1999 1999–2002 seit 2002 seit 2004 ABB Kraftwerke AG, Baden (Kombi-Kraftwerke) Vice President, ABB Energy Ventures, Zürich CEO EIC Electricity SA Geschäftsführender Gesellschafter EIC Partners AG Dozent Fachhochschule Nordwestschweiz (Wirtschaft) (im teilp.)

Aufsichtsratsmandate Energiedienst AG – Mitglied Verwaltungsratsmandate EIC Electricity SA – Mitglied EIC Partners AG – Mitglied Globeleq Ltd. – Mitglied

prof. Dr.-ing. thomas hartkopf (D), * 1948

rené Dirren (CH), * 1951

Kaufmann
1980–2002 1987–1993 1993–1997 1997 seit 2002 Lonza Energie Leiter Finanzen Controlling Abteilungsleiter Energiewirtschaft, Mitglied der Geschäftsleitung, Vizedirektor Geschäftsführer d. Bereichs Energie, Stv. Direktor; Ernennung zum Direktor der Lonza Group AG, Divisionsleiter Energie Lonza Group EnAlpin AG, Delegierter VR und Geschäftsführer

Studium der Elektrotechnik in der Fachrichtung Regelungs- und Datentechnik
1983–1996 1983–1987 1987–1990 Industrietätigkeit bei Asea Brown Boveri AG technische Gesamtleitung bei der Abwicklung von Grossaufträgen persönl. Beauftragter des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Asea Brown Boveri AG 1990–1994 Geschäftsführer der ABB-Hochenergiebatterie GmbH 1994–1996 Vice-President technology der internationalen Business Area (BA) ABB Installation Material seit 1990 Honorarprofessor an der Universität Karlsruhe seit 1996 Universitätsprofessor (C4) am Institut für Elektrische Energiesysteme im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der technischen Universität Darmstadt (beurlaubt ab Nov. 2002) 2000–2002 Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der technischen Universität Darmstadt seit 11/2002 Mitglied des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Aufsichtsratsmandate Energiedienst AG – Mitglied Kraftwerk Reckingen AG – Mitglied Verwaltungsratsmandate Ackersand I AG – Vizepräsident Aegina AG – Mitglied Aletsch AG – Delegierter und Vizepräsident ENAG Energiedienste Niedergesteln AG – Vizepräsident Elektrizitätswerk Rheinau AG – Mitglied EnAlpin AG – Delegierter

VERWALtUNGSRAt 39

Aufsichtsratsmandate EnBW Kernkraft GmbH – Vorsitzender EnBW Kraftwerke AG – Vorsitzender EnBW transportnetze AG – Vorsitzender Energiedienst AG – Mitglied Grosskraftwerk Mannheim AG – Mitglied Schluchseewerk AG – Vorsitzender U-plus Umweltservice AG – Vorsitzender Verwaltungsratsmandate EnAlpin AG – Präsident EnBW trading GmbH – Mitglied Kernkraftwerk Obrigheim GmbH – Mitglied Vorarlberger Illwerke AG – Mitglied

3.2 kreuzverflechtungen Es besteht keine gegenseitige Einsitznahme in Verwaltungsräten oder Aufsichtsräten von kotierten oder auch nicht kotierten Gesellschaften. 3.3 Wahl und amtszeit 3.3.1 grundsätze des Wahlverfahrens und amtszeitbeschränkungen Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden von der Generalversammlung für eine identische Amtsdauer von jeweils drei Geschäftsjahren gewählt. Aufgrund der für die Rheinkraftwerke erteilten Wasserrechte (Konzessionen) ist einerseits der Verwaltungsrat paritätisch zwischen in der Europäischen Union und der Schweiz ansässigen Vertretern zu besetzen. Andererseits sind die konzessionsgebenden Staaten Schweiz und Baden-Württemberg berechtigt, einen Staatskommissar (deutsche Bezeichnung) sowie einen Bundeskommissär (Schweizer Bezeichnung) zu bestellen. Staatskommissar und Bundeskommissär haben das Recht, an allen Sitzungen des Verwaltungsrats teilzunehmen. Nach dem für die ED AG massgeblichen Gesetz vom 13. Mai 1957 zum deutsch-schweizerischen Vertrag vom 6. Dezember 1955 über die Regelung von Fragen, welche die Aufsichtsräte der in der Bundesrepublik Deutschland zum Betrieb von Grenzkraftwerken am Rhein errichteten Aktiengesellschaften betreffen, wählen die Arbeitnehmer auf die Dauer von jeweils vier Jahren drei Arbeitnehmervertreter, die an den Sitzungen des Aufsichtsrats beratend und ohne Stimmrecht teilnehmen. In Anlehnung hieran wurde den Mitarbeitern der EDH vom Verwaltungsrat zugestanden, dass drei gewählte Arbeitnehmervertreter an den Sitzungen des Verwaltungsrats der EDH mit beratender Stimme teilnehmen dürfen. Der Verwaltungsrat wählt aus seiner Mitte den Präsidenten. Die aktuelle Amtsdauer der Verwaltungsräte endet am tag der ordentlichen Generalversammlung, welche über das Geschäftsjahr 2007 beschliesst. Im Verwaltungsrat der EDH und im Aufsichtsrat der ED AG besteht Personenidentität. Die Mitglieder des Verwaltungsrats von EDH sind zugleich Mitglieder des Aufsichtsrats der ED AG. Der Präsident des Verwaltungsrats der EDH ist zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der ED AG und der Vizepräsident des Verwaltungsrats der EDH zugleich stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der ED AG.

Dr. peter hess, Bundeskomissär

Eidgenössischer Bundeskommisär für die Kraftwerke Laufenburg und Rheinfelden
prof. Dr. hansjörg schötzau, Bundeskomissär

Eidgenössischer Bundeskommissär für das Kraftwerk Wyhlen
mDirig. karl greissing, Staatskommissar

Baden-Württembergischer Staatskommissar für die Kraftwerke Laufenburg, Rheinfelden und Wyhlen b) Operative Führungsaufgaben der Mitglieder des Verwaltungsrats Sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrats sind nicht-exekutive Mitglieder. c) Angaben pro nicht-exekutives Mitglied des Verwaltungsrats > Ob es in den drei der Berichtsperiode vorangegangenen Geschäftsjahren der Geschäftsleitung des Emittenten oder einer Konzerngesellschaft des Emittenten angehörte Michael Baumgärtner gehörte bis 2004 der Geschäftsführung der Watt Deutschland GmbH an. > Ob es mit dem Emittenten oder einer Konzerngesellschaft des Emittenten in wesentlichen geschäftlichen Beziehungen steht Die wesentlichen Geschäftsbeziehungen zwischen EnBW und EDH sind im freiwillig erstellten Abhängigkeitsbericht erfasst. Der Abhängigkeitsbericht ist Bestandteil des Jahresabschlusses und wird im Rahmen der Revisionstätigkeit mitgeprüft.

40 corporate goVernance Bericht VERWALtUNGSRAt

3.3.2 erstmalige Wahl und verbleibende amtsdauer
amtsdauer Kuntzemüller, Hans erstmalige Wahl 26.01.1993 seit 13.01.1998 Präsident des VR Vorsitzender des Nominierungs- und Entschädigungsausschusses Mitglied Prüfungsausschuss 18.03.2005 Vizepräsident des VR Mitglied Nominierungs- und Entschädigungsausschuss 18.03.2005 18.03.2005 Vorsitzender des Prüfungsausschusses 19.04.2002 Mitglied Prüfungsausschuss Mitglied Nominierungs- und Entschädigungsausschuss 18.03.2005 18.03.2005 10.04.2003 10.04.2003 Mitglied Prüfungsausschuss 18.03.2005 Verbleibende amtsdauer Bis zur Generalversammlung die über das Geschäftsjahr 2007 beschliesst

Lederer, Pierre

dito

Altwegg, Markus, Dr. Baumgärtner, Michael Beck, Bernhard, Dr.

dito dito dito

Bruder, Wolfgang, Dr. Candrian, Dominique D., Dr. Dirren, Rene Everts, Peter Hartkopf, thomas, Prof. Dr.-Ing.

dito dito dito dito dito

3.4 interne organisation 3.4.1 personelle zusammensetzung sämtlicher Verwaltungsratsausschüsse, deren aufgaben und kompetenzabgrenzung siehe 3.1 3.4.2 arbeitsweise des Verwaltungsrats und seiner ausschüsse Der Verwaltungsrat tagt, sooft es die Geschäfte erfordern; mindestens aber viermal im Jahr. Im Geschäftsjahr 2006 trat er fünf Mal zusammen. Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist. Seine Beschlüsse fasst er mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten. Beschlüsse können auch auf dem Wege der schriftlichen Zustimmung zu einem Antrag gefasst werden, sofern nicht ein Mitglied die mündliche Beratung verlangt. Der Verwaltungsrat hat eine Geschäftsordnung (Organisationsreglement), die auch eine Altersgrenze für Geschäftsleitungsmitglieder festlegt.1

Der Verwaltungsrat überprüft regelmässig die Effizienz seiner tätigkeit. Der Verwaltungsrat hat zwei Ausschüsse für besondere Aufgaben gebildet: den Prüfungsausschuss und den Nominierungsund Entschädigungsausschuss. Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei Mitgliedern, die vom Verwaltungsrat aus seiner Mitte gewählt werden und nicht gleichzeitig der Geschäftsleitung angehören dürfen. Der Prüfungsausschuss wählt seinen Vorsitzenden. Die Hauptaufgabe des Prüfungsausschusses besteht in der Sicherstellung eines umfassenden und effizienten Revisionskonzeptes für die ED-Gruppe. Insbesondere sind dabei die gesetzlichen Anforderungen nach schweizerischem Obligationenrecht zu beachten. Dem Prüfungsausschuss obliegen insbesondere folgende Aufgaben: a) Er lässt sich mindestens einmal im Jahr von der Revisionsstelle Bericht erstatten über die durchgeführten Revisionen und die dabei gemachten Feststellungen. Er lässt sich ferner von dieser die Revisionspläne und allfällige Anträge zur Verbesserung der internen Kontrollsysteme vorlegen.

1

Deutscher Corporate Governance Kodex Ziffer 5.)

VERWALtUNGSRAt 41

b) Er überzeugt sich davon, dass die zugehörigen tochtergesellschaften durch die Revisionsstelle systematisch überprüft werden. c) Er erhält regelmässig Berichte über wesentliche rechtliche Angelegenheiten und Prozesse, wesentliche Verstösse gegen Vorschriften sowie die ergriffenen Massnahmen. In schwerwiegenden Fällen berichtet der Prüfungsausschuss dem Verwaltungsrat über die Vorkommnisse. d) Er prüft periodisch die Berichte der Revisionsstellen über konsolidierungspflichtige Gesellschaften. e) Er unterbreitet dem Verwaltungsrat den Wahlvorschlag der externen Revisionsstelle zuhanden der Generalversammlung. In der Regel nehmen die Geschäftsleitung, der Leiter Finanzen und Administration und bei Bedarf ein Vertreter der externen Revisionsstelle an den Sitzungen mit beratender Stimme teil. Über den Beizug weiterer Personen entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses von Fall zu Fall. Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern des Verwaltungsrats, nämlich dem Präsidenten des Verwaltungsrats sowie zwei Mitgliedern, die der Verwaltungsrat aus seiner Mitte wählt. Der Präsident führt den Vorsitz. Dem Nominierungs- und Entschädigungsausschuss obliegen folgende Aufgaben: a) Er bereitet zuhanden des Verwaltungsrats Vorschläge für Neuund Ergänzungswahlen in den Verwaltungsrat vor. b) Er begutachtet zuhanden des Verwaltungsrats die Bezüge der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Ausschüsse und stellt allenfalls Änderungsanträge. c) Er stellt Antrag für die Anstellung bzw. Entlassung der Geschäftsleitung. d) Er legt die Anstellungsbedingungen sowie allfällige Abgangsentschädigungen der Geschäftsleitung fest. e) Er legt das Salär- und Bonussystem zur Entschädigung der Geschäftsleitung fest. Er beschliesst jährlich den Lohn und den Bonus sowie die Gratifikation der Geschäftsleitung. f) Er lässt sich durch die Geschäftsleitung periodisch über die in der Energiedienst-Gruppe angewendeten Salär-/Bonussysteme sowie allfällige Incentives orientieren.

Der Verwaltungsrat hat die Zusammensetzung, Aufgaben, Kompetenzen, Regularien und Weiteres in einem Reglement für jeden gebildeten Ausschuss festgelegt.1 3.5 kompetenzregelung Die Informationen bezüglich der Kompetenzregelungen können den Reglementen der Gesellschaft entnommen werden. Diese sind im Internet unter www.energiedienst.ch/investor im Bereich Corporate Governance abrufbar. zusammenwirken von geschäftsleitung und Verwaltungsrat 2 Der Verwaltungsrat sorgt gemeinsam mit der Geschäftsleitung für eine längerfristige Nachfolgeplanung. Bei einem Übernahmeangebot an EDH werden Geschäftsleitung und Verwaltungsrat eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben, damit die Aktionäre der EDH in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Die Geschäftsleitung wird nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots für die EDH keine Handlungen ausserhalb des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebots verhindert werden könnte, wenn sie dazu nicht von der Generalversammlung ermächtigt ist oder der Verwaltungsrat dem zugestimmt hat. Bei ihren Entscheidungen sind Geschäftsleitung und Verwaltungsrat an das beste Interesse der Aktionäre und des Unternehmens gebunden. In angezeigten Fällen wird der Verwaltungsrat eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen, in der die Aktionäre über das Übernahmeangebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Massnahmen beschliessen. Die Gesellschaft hat sich für den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Directors-&-Officers-Versicherung des EnBW-Konzerns angeschlossen. 3.6 informations- und kontrollinstrumente gegenüber der geschäftsleitung Der Verwaltungsrat hat die Informations- und Berichtspflichten der Geschäftsleitung im Organisationsreglement näher festgelegt. Die Geschäftsleitung der EDH informiert mittels eines standardisierten Berichtswesens aktuell und zeitnah den Verwaltungsrat über alle relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Dabei geht sie auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Verwaltungsrat verfügt hauptsächlich zur Überwachung und Kontrolle der Geschäfts- und Gruppenleitung über die internen
1 2

Deutscher Corporate Governance Kodex Ziffer 5.) Deutscher Corporate Governance Kodex Ziffer 3.)

42 corporate goVernance Bericht GESCHÄFtSLEItUNG | ENtSCHÄDIGUNGEN, BEtEILIGUNGEN, DARLEHEN

Quartals-, Halbjahres- und Jahresberichte (MIS), die rollende Dreijahresplanung, das Jahresbudget sowie den Bericht der Revisionsstelle.

Es werden seitens der Geschäftsleitung zu den tagesordnungspunkten der Verwaltungsratssitzungen Beschlussvorlagen erarbeitet und eingereicht.

4 geschäFtsleitung 4.1 name, nationalität, geburtsdatum, ausbildung, beruflicher hintergrund, Funktion
martin steiger (CH) *1956

Die Geschäftsleitung nimmt die operativen Aufgaben wahr und vertritt die EDH nach aussen. 4.2 Weitere tätigkeiten und interessensbindungen > Mitglied des Vorstands der Aargauischen Industrie- und Handelskammer Aarau und Präsident der Regionalgruppe Fricktal (AIHK) > Mitglied der Vollversammlung Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee > Mitglied des Vorstands der Vereinigung Schweizer Unternehmen in Deutschland (VSUD) > Mitglied des Vorstandsrats des Verbands der Elektrizitätswirtschaft Baden-Württemberg (VdEW) > Mitglied des Vorstands des Arbeitgeberverbandes der Elektrizitätswerke Baden-Württemberg > Mitglied des Stiftungsrats der Bürgerstiftung Rheinfelden (Baden) Die Geschäftsleitung übernimmt Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate und Verwaltungsratsmandate ausserhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des Verwaltungsratspräsidenten. 4.3 managementverträge Zurzeit bestehen seitens EDH bzw. ihrer tochtergesellschaften mit Gesellschaften oder Einzelpersonen ausserhalb des Konzerns keine Managementverträge.

Lic. oec. HSG, dipl. Wirtschaftsprüfer Geschäftsleitung Energiedienst Holding AG Vorstand Energiedienst AG Geschäftsführer Energiedienst Netze GmbH (bis 31.12.2006) 1983–1989 Wirtschaftsprüfung, Arthur Andersen AG, Zürich 1989–1992 Leiter Controlling, Bull (Schweiz) AG, Zürich 8/1992–11/1999 Energiedienst Holding AG, Leiter Finanzen 9/1994–12/2006 Geschäftsführer der Energiedienst Netze GmbH seit 11/1999 Geschäftsleitung Energiedienst Holding AG seit 11/1999 Vorstand Energiedienst AG Aufsichtsratsmandate NaturEnergie AG – Vorsitzender Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG – Mitglied Stadtwerke Bad Säckingen GmbH – stv. Vorsitzender Verwaltungsratsmandate AURICA AG – Mitglied Geopower Basel AG – Mitglied Mandate in vergleichbaren Führungs- und Aufsichtsgremien Personalvorsorgestiftung Energiedienst Holding AG – Stiftungsrat Verein der Kraftwerker e.V. – 1. Vorsitzender

5 entschäDigungen, Beteiligungen, Darlehen 5.1 inhalt und Festsetzungsverfahren der entschädigungen und Beteiligungsprogramme Die Vergütung der Geschäftsleitung wird vom Nominierungs- und Entschädigungsausschuss im Verwaltungsrat in angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des Geschäftsleitungsmitglieds, seine Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds. Die Geschäftsleitungsvergütung umfasst fixe und variable Bestandteile. Der variable Anteil der Vergütung ist vom Erfolg des Unternehmens abhängig. Die Höhe der Gesamtvergütung wird im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 78 ausgewiesen. 5.2 entschädigungen an amtierende organmitglieder Der Verwaltungsrat bestimmt die Höhe der seinen Mitgliedern zukommenden Entschädigung nach Massgabe ihrer Beanspruchung und Verantwortung. Sie wurde in einem Vergütungsreglement als Fixum für den Vorsitzenden auf 24.000 €, den stellvertretenden Vorsitzenden auf 18.000 € und die übrigen Mitglieder auf jeweils 12.000 € pro Jahr festsetzt. Im Geschäftsjahr 2006 wurden für das Geschäftsjahr 2005 gesamthaft für Verwaltungsratshonorare 130.200 € aufgewendet.

MItWIRKUNGSRECHtE DER AKtIONÄRE 43

Nach § 11 der Satzung der ED AG erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats der ED AG neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine jährliche feste Vergütung, die für das einzelne Mitglied 12.000 €, für den Vorsitzenden das Doppelte und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache beträgt. Die Vergütung entspricht mithin der des Verwaltungsrats der EDH. Im Geschäftsjahr 2006 wurden für das Geschäftsjahr 2005 gesamthaft für Aufsichtsratshonorare 130.200 € aufgewendet. 5.3 entschädigungen an ehemalige organmitglieder Im Jahr 2006 wurden von der EDH drei ehemaligen Vorstandsmitgliedern der ED AG und einem ehemaligen Geschäftsleitungsmitglied der EDH insgesamt Entschädigungen und Renten in Höhe von 742 tsd. € bezahlt. 5.4 aktienzuteilungen im Berichtsjahr Verwaltungsrat und Geschäftsleitung nehmen am Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (vgl. Anmerkung 5 S. 61) ebenfalls teil. Das Beteiligungsprogramm ist mit erstmaliger Wirkung auf das Geschäftsjahr 2005 eingeführt worden. Die Aktienzuteilung erfolgte nach der im März 2006 durchgeführten Generalversammlung. Für das Geschäftsjahr 2005 wurden jedem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung jeweils 50 Aktien zugeteilt. 5.5 aktienbesitz Per 31. Dezember 2006 werden gesamthaft 70 Aktien der EDH von Geschäftsleitungsmitgliedern bzw. deren Familienangehörigen gehalten sowie 305 Aktien von Verwaltungsratsmitgliedern bzw. deren Familienangehörigen.

Die Mitglieder des Verwaltungsrats halten jeweils noch 20 Pflichtaktien gemäss Art. 707 Obligationenrecht, jedoch ohne Anspruch auf Auszahlung der Dividende oder sonstige Kapitalzahlungen. 5.6 optionen Es werden weder von der Geschäftsleitung noch von den Verwaltungsratsmitgliedern EDH-Optionen gehalten. 5.7 zusätzliche honorare und Vergütungen Honorare oder Vergütungen für zusätzliche Leistungen zugunsten der EDH oder ihrer tochtergesellschaften wurden weder von Mitgliedern des Verwaltungsrats noch diesen nahe stehenden Personen in Rechnung gestellt. 5.8 organdarlehen Die Gewährung von Krediten des Unternehmens an Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung sowie ihre Angehörigen bedarf der Zustimmung des Verwaltungsrats. Zurzeit nimmt die Geschäftsleitung ein grundpfandgesichertes Darlehen im Betrag von 38.357 € seitens der Gesellschaft in Anspruch, zu Konditionen, wie sie allen Mitarbeitern gemäss Personalhandbuch gewährt werden. Verwaltungsratsmitglieder und diesen oder der Geschäftsleitung nahe stehenden Personen erhielten keine Darlehen. 5.9 höchste gesamtentschädigung Die höchste Einzelentschädigung eines Mitgliedes des Verwaltungsrats inkl. der Vergütung für den Aufsichtsrat der ED AG betrug 48.000 €.

6 mitWirkungsrechte Der aktionäre 6.1 stimmrechtsbeschränkung und -vertretung Die Gesellschaft führt ein Aktienbuch, worin die Eigentümer und Nutzniesser der Namenaktien mit Namen und Vornamen, Wohnort, Adresse und Staatsangehörigkeit (bei juristischen Personen der Sitz) eingetragen werden. Natürliche und juristische Personen wie gesetzliche Nutzniesser, gesetzliche Vertreter Unmündiger usw., welche nicht Aktionäre sind, aber zufolge gesetzlicher Bestimmung das Stimmrecht an einer Aktie haben, werden auf Antrag hin im Aktienbuch vorgemerkt. Erwerber von Namenaktien werden auf Gesuch hin als Aktionäre mit Stimmrecht im Aktienbuch eingetragen, falls sie ausdrücklich erklären, diese Namenaktien im eigenen Namen und für eigene Rechnung erworben zu haben. Der Verwaltungsrat kann nach Anhörung des eingetragenen Aktionärs Eintragungen im Aktienbuch mit Rückwirkung auf das Datum der Eintragung löschen, wenn diese durch falsche Angaben zustande gekommen sind. Der Betroffene muss über die Streichung sofort informiert werden. Die Aktien sind unteilbar. Die Gesellschaft anerkennt nur einen Vertreter pro Aktie. 6.1.1 sämtliche stimmrechtsbeschränkungen Das Stimmrecht und die damit zusammenhängenden Rechte aus einer Namenaktie können der Gesellschaft gegenüber nur von einem Aktionär, Nutzniesser, der mit Stimmrecht im Aktienbuch eingetragen ist, sowie von Personen, denen zufolge gesetzlicher

44 corporate goVernance Bericht KONtROLLWECHSEL UND ABWEHRMASSNAHMEN

Bestimmung das Stimmrecht an einer Aktie zusteht, ausgeübt werden. Der Verwaltungsrat bestimmt, wie die Legitimation der Aktionäre für die teilnahme und Vertretung an der Generalversammlung zu erbringen ist. Ein Aktionär kann sich an der Generalversammlung durch eine andere Person, welche nicht Aktionär zu sein braucht, vertreten lassen. Der Präsident des Verwaltungsrats, oder bei dessen Verhinderung der Vorsitzende der Generalversammlung, entscheidet über die Anerkennung einer Vollmacht. 6.1.2 statuarische regeln zur teilnahme an der generalversammlung Die Mitwirkungs- und Schutzrechte der Aktionäre richten sich nach den Bestimmungen des schweizerischen Obligationenrechts. Die Gesellschaft erleichtert den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte. Sie unterstützt die Aktionäre auch bei der Stimmrechtsvertretung. Hierzu bestellt die Geschäftsleitung einen Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre; dieser ist auch während der Generalversammlung erreichbar. 6.2 statuarische Quoren Statuarische Quoren bestehen nicht. 6.3 einberufung der generalversammlung Die Generalversammlung ist im statuarischen Publikationsorgan mindestens zwanzig tage vor dem Versammlungstag einzuberufen.

6.4 traktandierung In der Einberufung sind die Verhandlungsgegenstände sowie die Anträge des Verwaltungsrats und derjenigen Aktionäre bekannt zu geben, welche die Durchführung einer Generalversammlung oder die traktandierung eines Verhandlungsgegenstands verlangt haben. Es ist darauf hinzuweisen, dass der Geschäftsbericht, Revisionsbericht und Bericht des Konzernprüfers den Aktionären während dieser zwanzig tage am Gesellschaftssitz zur Einsicht aufliegen. Über Gegenstände, die nicht in dieser Weise angekündigt worden sind, können keine Beschlüsse gefasst werden, ausser über einen Antrag auf Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung bzw. auf Durchführung einer Sonderprüfung. Dagegen bedarf es zur Stellung von Anträgen und Verhandlungen ohne Beschlussfassung keiner vorherigen Ankündigung. Aktionäre, die Aktien im Nennwert von mindestens 720.000 CHF, das heisst 20.000 Namenaktien der EDH vertreten, können die traktandierung eines Verhandlungsgegenstandes verlangen. Sie haben ein entsprechendes Begehren spätestens fünfzig tage vor einer Generalversammlung dem Verwaltungsrat schriftlich unter Angabe des Verhandlungsgegenstands und der Anträge mitzuteilen. Dem Begehren ist eine Sperrerklärung der Bank beizulegen, wonach die Aktien bis nach der Generalversammlung hinterlegt sind. 6.5 eintragungen im aktienbuch Der Stichtag der Eintragung von Namenaktionären im Aktienbuch im Hinblick auf die Generalversammlung am 23. März 2007 ist der 16. März 2007.

7 kontrollWechsel unD aBWehrmassnahmen 7.1 angebotspflicht Ein Erwerber von Aktien der EDH ist nicht zu einem öffentlichen Kaufangebot nach Art. 32 und 52 des Bundesgesetzes über die Börsen und den Effektenhandel verpflichtet (Opting out). 7.2 kontrollwechselklauseln Die Statuten der EDH beinhalten keine Kontrollwechselklauseln zugunsten der Mitglieder des Verwaltungsrats und/oder der Geschäftsleitung.

REVISIONSStELLE | INFORMAtIONSPOLItIK 45

8 reVisionsstelle 8.1 Dauer des mandates und amtsdauer des leitenden revisors 8.1.1 zeitpunkt der übernahme des bestehenden revisionsmandats Die KPMG AG ist seit dem Geschäftsjahr 1991/1992 als Revisionsstelle und seit dem Geschäftsjahr 1995/1996 als Konzernprüfer tätig. 8.1.2 amtsantritt des leitenden revisors Leitender Revisor ist seit dem Geschäftsjahr 2006 Herr Markus Forrer. 8.2 revisionshonorar Die im Rahmen der Prüfungshandlung von KPMG AG und KPMG DtG anfallenden Honorare der vollkonsolidierten Gesellschaften betrugen im Jahr 2006 161.000 €. 8.3 zusätzliche honorare Im Zusammenhang mit sonstigen Prüfungs- und Beratungsleistungen der KPMG wurden im Geschäftsjahr 2006 33.000 € aufgewendet. 8.4 aufsichts- und kontrollinstrumente gegenüber der revision Die Revisionsstelle wird von der Generalversammlung jeweils für ein Jahr gewählt. Sie führt ihre Arbeit im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften sowie nach den Grundsätzen des Berufsstandes durch. Die Revisionsstelle informiert den Verwaltungsrat regelmässig über ihre Feststellungen und über Verbesserungsvorschläge. Aufsichtsorgan der externen Revisionsstelle ist der Prüfungsausschuss des Verwaltungsrats. Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags holt der Prüfungsausschuss eine Erklärung des vorgesehenen Prüfers ein, ob und gegebenenfalls welche beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können. Die Erklärung erstreckt sich auch darauf, in welchem Umfang im vorausgegangenen Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem Beratungssektor, erbracht wurden beziehungsweise für das folgende Jahr vertraglich vereinbart sind. Der Verwaltungsrat vereinbart mit dem Abschlussprüfer, dass der Präsident des Verwaltungsrats bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht beseitigt werden. Der Verwaltungsrat erteilt dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und trifft mit ihm die Honorarvereinbarung. Die Zuständigkeit hierfür liegt allein beim Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat vereinbart, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Verwaltungsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Verwaltungsrats über den Jahres- und Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.

9 inFormationspolitik Die EDH verfolgt eine offene, umfassende und zeitnahe Kommunikation mit ihren Aktionären und den übrigen Kapitalmarktteilnehmern. Die wichtigsten Informationsinstrumente sind der ausführliche Jahres- und Halbjahres-Geschäftsbericht, die Website (www.energiedienst.ch), auf der sich der Finanzkalender und alle aktuellen Änderungen befinden, sowie Medieninformationen und die Generalversammlung. Die Geschäftsleitung wird neue tatsachen, die im tätigkeitsbereich des Unternehmens eintreten und nicht öffentlich bekannt sind, unverzüglich veröffentlichen, wenn sie wegen der Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage oder auf den allgemeinen Geschäftsverlauf geeignet sind, den Börsenpreis der zugelassenen Wertpapiere der Gesellschaft erheblich zu beeinflussen. Für Ihre Fragen zur EDH steht Ihnen der Verantwortliche für Investor Relations zur Verfügung: Christian Bersier Administration und Finanzen tel.: CH +41.62.869-22 21 tel.: D +49 7763 / 81-2221 E-Mail: christian.bersier@energiedienst.ch

wasser schafft erfolGe.

ein Jahr mit verbesserter wirtschaftlichkeit und mehr effizienz.

energie
2006 war für die ed-Gruppe ein Gutes Jahr. zwölf monate, in denen wir potenziale ausGelotet damit der wert unseres unternehmens auch lanGfristiG weiter steiGt.

mit stetiG zunehmenden absatzzahlen und einem deutlichen umsatzanstieG. ein GeschäftsJahr mit einer deutlichen erGebnisverbesserunG.

und unsere marktchancen Genutzt haben.

denn wasser ist zukunft. unser aller zukunft.

finanzbericht

Rheinfall	von	Schaffhausen, 	Schweiz

48
	 	 	 	 	 	 48	 49	 50	 51	 52	 79	

konsolidierte JahresrechnunG
Konsolidierte	Erfolgsrechnung Konsolidierte	Bilanz Konsolidierter	Eigenkapitalnachweis Konsolidierte	Geldflussrechnung Anhang	zur	konsolidierten	Jahresrechnung Bericht	des	Konzernprüfers

80
	 	 	 	 	 	 80	 82	 83	 85	 86	 87	

einzelabschluss
Bilanz Erfolgsrechnung Anhang	zur	Jahresrechnung Verwendung	des	Bilanzgewinnes	 Bericht	der	Revisionsstelle Beteiligungen

48 konsolidierte JahresrechnunG KoNSoliDiERtE	ERFolGSREchNuNG

konsolidierte erfolGsrechnunG vom 1. Januar bis 31. dezember
mio. € Nettoumsatz Übrige	Betriebserträge Gesamtleistung Strombeschaffung Material	und	Fremdleistungen Personalaufwand Öffentliche	Abgaben Übriger	Betriebsaufwand betriebsaufwand ohne abschreibungen und amortisationen betriebsergebnis vor zinsen, steuern, abschreibungen und amortisationen (ebitda) Abschreibungen	und	Amortisationen betriebsergebnis vor zinsen und steuern (ebit) Finanzertrag Finanzaufwand finanzergebnis unternehmensergebnis vor ertragssteuern (ebt) Ertragssteuern unternehmensergebnis unternehmensergebnis pro namenaktie normal und verwässert (in	€) Durchschnittlich	ausstehende	Namenaktien	(Anzahl) 11 9 10 8 3 4 5 6 7 erläuterungen 1 2 2006 510,4 13,2 523,6 -	2 97,1 -	17,9 -	3 9,4 -	2 3,3 -	2 2,5 - 400,2 2005 449,1 22,6 471,7 -	247,5 -	15,6 -	41,1 -	25,3 -	19,3 - 348,8

123,4 -	4 3,2 80,2 10,4 -	6,1 4,3 84,5 -22,9 61,6 24,47 2.517.635

122,9 -	4 3,4 79,5 19,5 -	13,5 6,0 85,5 -27,6 57,9 23,33 2.481.635

KoNSoliDiERtE	BilANZ 49

konsolidierte bilanz
mio. € aktiven Sachanlagen immaterielle	Werte Übrige	Beteiligungen	und	Finanzanlagen anlagevermögen Vorräte Forderungen	aus	lieferungen	und	leistungen laufende	Steuerforderungen Übrige	Forderungen Wertschriften	und	Geldanlagen liquide	Mittel Zur	Veräusserung	gehaltene	langfristige	Vermögenswerte umlaufvermögen aktiven passiven Aktienkapital Eigene	Aktien Gewinnreserven eigenkapital langfristige	Finanzverbindlichkeiten latente	Steuerverpflichtungen langfristige	Rückstellungen langfristiges fremdkapital Kurzfristige	Finanzverbindlichkeiten laufende	Steuerverpflichtungen Verbindlichkeiten	aus	lieferungen	und	leistungen Übrige	Verbindlichkeiten Kurzfristige	Rückstellungen kurzfristiges fremdkapital passiven 22 23 24 21 18 19 20 59,7 -1,2 480,6 539,1 130,0 172,0 22,2 324,2 3,2 44,4 53,2 22,4 2,1 125,3 988,6 82,9 -0,1 414,7 497,5 133,6 173,9 23,4 330,9 13,6 38,4 63,1 19,6 2,0 136,7 965,1 14 15 15 15 16 17 12 13 13 582,3 83,8 33,5 699,6 2,9 107,2 2,7 28,3 18,4 128,0 1,5 289,0 988,6 603,5 85,3 28,7 717,5 2,5 72,2 7,3 29,2 23,7 111,2 1,5 247,6 965,1 erläuterungen 31.12.2006 31.12.2005

50 konsolidierte JahresrechnunG KoNSoliDiERtER	EiGENKAPitAlNAchWEiS

konsolidierter eiGenkapitalnachweis
marktwertanumrechnungspassungen/übr. beteiligungen differenzen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5 0,0 0,5 0,0 0,0 0,0 0,5 12,4 2,4 2,4 0,0 2,4 0,0 0,0 0,0 0,0 14,8 2,8 0,0 2,8 0,0 2,8 0,0 0,0 0,0 17,6 total Gewinnreserven 365,4 2,4 2,4 57,9 60,3 -16,2 4,8 0,0 0,5 414,8 2,8 0,5 3,3 61,6 64,9 0,0 0,0 1,0 480,6 total eigenkapital 434,1 2,1 2,1 57,9 60,0 -16,2 19,2 -0,2 0,5 497,6 2,8 0,5 3,3 61,6 64,9 -1,1 -23,2 1,0 539,1

mio. € eigenkapital 31.12.04 umrechnungsdifferenzen direkt im eigenkapital erfasste transaktionen unternehmensergebnis Gesamtergebnis Ausschüttungen Verkauf	eigene	Aktien Kauf	eigene	Aktien Zugang	(Mitarbeiterprogramm) eigenkapital 31.12.05 umrechnungsdifferenzen Marktwertanpassung direkt im eigenkapital erfasste transaktionen unternehmensergebnis Gesamtergebnis Kauf	eigene	Aktien Nennwertrückzahlung Zugang	(Mitarbeiterprogramm) eigenkapital 31.12.06

aktienkapital 82,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 82,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -23,2 0,0 59,7

eigene aktien -14,2 -0,3 -0,3 0,0 -0,3 0,0 14,4 -0,2 0,0 -0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -1,1 0,0 0,0 -1,2

Gewinnreserven 353,0 0,0 0,0 57,9 57,9 -16,2 4,8 0,0 0,5 400,0 0,0 0,0 0,0 61,6 61,6 0,0 0,0 1,0 462,5

Gewinnausschüttungen	 sind	 nur	 aus	 dem	 Bilanzgewinn	 und	 den	 freien	 Reserven	 der	 Muttergesellschaft	 möglich	 (vgl.	 Einzelabschluss	EDh,	Seite	80).	Ausgegebene	Namenaktien	im	Nennwert	von	chF	36	(Vorjahr	chF	50):	2.520.000	Stück.	
entwicklung eigene aktien Bestand	am	01.01.2006 Kauf	eigene	Aktien* Mitarbeiter-Aktienbeteiligungsprogramm bestand am 31.12.2006 durchschnittskurs in chf 451,6 232,3 0,0 445,9 namenaktien 450	Stück 7.121	Stück -3.405	Stück 4.166 stück mio. € 0,1 1,0 0,0 1,2

*	Davon	stammen	3821	Stück	zum	Erwerbspreis	chF	0,00	aus	einem	Aktienbestand	aus	nicht	ausgeübten	Bezugsrechten	früherer	Gratiskapitalerhöhungen.	

KoNSoliDiERtE	GElDFluSSREchNuNG 51

konsolidierte GeldflussrechnunG
mio. € betriebsergebnis vor zinsen und steuern (ebit) Abschreibungen	auf	das	Anlagevermögen Veränderung	der	Wertbeeinträchtigungen Veränderung	der	langfristigen	Rückstellungen Ergebnis	aus	Anlageabgängen Sonstige	Anpassungen zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit vor veränderung des nettoumlaufvermögens Veränderung	der	Vorräte Veränderung	der	Forderungen Veränderung	der	Verbindlichkeiten bruttogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit Zinszahlungen Bezahlte	Ertragssteuern nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit Auszahlungen	für	investitionen	in	Sachanlagen Einzahlungen	aus	Abgängen	von	Sachanlagen Auszahlungen	für	investitionen	in	das	übrige	Anlagevermögen Einzahlungen	aus	Abgängen	des	übrigen	Anlagevermögens Auszahlungen	aus	dem	Erwerb	von	konsolidierten	unternehmen		 abzüglich	erworbener	liquider	Mittel Auszahlungen	aus	dem	Kauf	von	Wertschriften	und	Geldanlagen Einzahlungen	aus	dem	Verkauf	von	Wertschriften	und	Geldanlagen Erhaltene	Zinsen Erhaltene	Dividenden Geldfluss aus investitionstätigkeit Nennwertrückzahlung	resp.	Dividendenzahlungen Auszahlungen	aus	dem	Kauf	eigener	Aktien Einzahlungen	aus	dem	Verkauf	eigener	Aktien Auszahlungen	aus	der	tilgung	von	Finanzverbindlichkeiten Einzahlungen	aus	der	Aufnahme	von	Finanzverbindlichkeiten Geldfluss aus finanzierungstätigkeit Dekonsolidierung	Spezialfonds umrechnungsdifferenzen	liquide	Mittel veränderung liquide mittel liquide	Mittel	am	Anfang	der	Periode liquide	Mittel	am	Ende	der	Periode veränderung liquide mittel 17 17 13 13 12 8 12 8/20 2/7 erläuterungen 2006 80,2 43,2 -0,2 -7,7 -3,1 0,0 112,4 -0,5 -29,0 1,2 84,1 -5,4 -19,8 58,9 -24,2 5,5 -2,2 0,7 0,0 -8,0 14,4 3,0 1,8 -9,0 -23,2 -1,1 0,0 -11,0 2,8 -32,5 0,0 -0,5 16,9 111,2 128,0 16,9 2005 79,5 43,3 0,1 -24,7 -4,2 0,5 94,5 0,2 5,1 -4,3 95,5 -6,3 -28,2 61,0 -15,9 5,6 -0,3 3,3 -0,4 0,0 0,0 2,2 1,5 -4,0 -16,2 -0,1 19,3 -29,7 11,2 -15,5 -4,4 -0,3 36,8 74,4 111,2 36,8

52 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG AllGEMEiNE	ANGABEN

allGemeine anGaben unter	der	Firma	„Energiedienst	holding	AG“	besteht	eine	Aktiengesellschaft	mit	Sitz	in	laufenburg	(Schweiz).	Ausserdem	hat	die	 Gesellschaft	nach	§	17	Absatz	3	der	deutschen	Zivilprozessordnung	 einen	 Gerichtsstand	 in	 laufenburg	 (Baden/Deutschland)).	 Die	 Gesellschaft	 bezweckt	 die	 Erzeugung,	 Übertragung,	 Verteilung,	Verwertung,	den	Kauf,	den	Verkauf	und	den	tausch	elektrischer	und	anderer	Energie,	das	halten,	den	Kauf	und	Verkauf	von	 Beteiligungen	sowie	die	Erbringung	von	Dienstleistungen	in	den	 Bereichen	Energie	und	umwelt. Grundlagen der rechnungslegung Für	 die	 Zwecke	 der	 Konsolidierung	 werden	 die	 Abschlüsse	 der	 Energiedienst	holding	AG	(EDh),	einer	Aktiengesellschaft	schweizerischen	 Rechts,	 und	 deren	 Gruppengesellschaften	 nach	 einheitlichen	 Bilanzierungs-	 und	 Bewertungsgrundsätzen	 erstellt	 und	nach	einheitlichen	Konsolidierungsregeln	zum	Abschluss	der	 Energiedienst-Gruppe	(ED-Gruppe)	zusammengefasst.	Die	konsolidierte	Jahresrechnung	der	Energiedienst-Gruppe	wird	dabei	 in	 Übereinstimmung	 mit	 den	 international	 Financial	 Reporting	 Standards	 (iFRS)	 erstellt.	 Sie	 vermittelt	 ein	 den	 tatsächlichen	 Verhältnissen	entsprechendes	Bild	der	Vermögens-,	Finanz-	und	 Ertragslage	und	entspricht	dem	schweizerischen	Gesetz. änderungen der bilanzierungs- und bewertungsmethoden Das	 international	 Accounting	 Standards	 Board	 (iASB)	 und	 das	 international	Financial	Reporting	interpretations	committee	(iFRic)	 haben	einige	Standards	und	interpretationen	geändert	bzw.	neu	 verabschiedet,	welche	seit	dem	1.	Januar	2006	verpflichtend	anzuwenden	sind: > ias 19	 Die	Änderungen	des	iAS	19	betreffen	insbesondere	 das	Wahlrecht	zur	erfolgsneutralen	Erfassung	versicherungsmathematischer	Gewinne	und	Verluste.	
standard/interpretation > ifrs 7	 Finanzinstrumente:	offenlegung > anpassungen zu ias 1	 Darstellung	des	Abschlusses:		 Erläuterungen	zum	Eigenkapital > ifrs 8	 operative	Segmente > ifric 7	 Anwendung	des	Korrekturansatzes	unter		 ias 29	 Rechnungslegung	in	hochinflationsländer > ifric 8	 Anwendbarkeit	zu	iFRS	2 > ifric 9	 Erneute	Beurteilung	eingebetteter	Derivate > ifric 10	 Zwischenberichterstattung	und	Wertberichtigungen > ifric 11	 	 onzerninterne	Geschäfte	und	Geschäfte	mit	eigenen	Anteilen	 K nach	iFRS	2 > ifric 12	 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen

> ias 21	 Auswirkungen	von	Änderungen	der	Wechselkurse. > ias 39	 Die	Änderungen	des	iAS	39	betreffen	das	Wahlrecht,	 Finanzinstrumente	in	die	Kategorie	„Erfolgswirksam	zum	fi­nanziellen	 Zeitwert	 bewertete	 fi­nanzielle	 Vermögenswerte	 bzw.	 fi­nanzielle	 Verbindlichkeiten“	 zu	 klassifi­zieren.	 Weiterhin	 betroffen	sind	Wahlrechte	zur	Bilanzierung	von	cashflow	hedges	 zur	 Absicherung	 von	 Währungsrisiken	 bei	 mit	 hoher	 Wahrscheinlichkeit	eintretenden	künftigen	transaktionen	innerhalb	 eines	 Konzerns	 sowie	 zur	 Bilanzierung	 von	 ausgegebenen	 Finanzgarantien. > ifrs 6	 Exploration	 und	 Evaluierung	 von	 mineralischen	 Ressourcen. > ifric 4	 Feststellung,	ob	eine	Vereinbarung	ein	leasingverhältnis	enthält. > ifric 5	 Rechte	und	Anteile	an	Fonds	für	Entsorgung,	Wiederherstellung	und	umweltsanierung. > ifric 6	 Verbindlichkeiten,	 die	 sich	 aus	 einer	 teilnahme	 an	 einem	spezifi­schen	Markt	ergeben:	Elektro-	und	Elektronikgeräte. Die	Anwendung	dieser	neuen	und	revidierten	Standards,	welche	 auf	 den	 1.	 Januar	 2006	 in	 Kraft	 getreten	 sind,	 hatten	 bei	 der	 Energiedienst-Gruppe	keine	wesentliche	Auswirkungen	bzw.	es	 wurde	vom	Wahlrecht	kein	Gebrauch	gemacht. auswirkungen von neuen, noch nicht anzuwendenden rechnungslegungsstandards Die	vorliegenden	neuen	und	revidierten	Standards	und	interpretationen	wurden	verabschiedet,	treten	aber	erst	später	in	Kraft	 und	wurden	in	der	vorliegenden	Konzernrechnung	nicht	frühzeitig	angewendet:
Geplante anwendung durch ed-Gruppe Geschäftsjahr	2007 Geschäftsjahr	2007 Geschäftsjahr	2009 Geschäftsjahr	2007 Geschäftsjahr	2007 Geschäftsjahr	2007 Geschäftsjahr	2007 Geschäftsjahr	2008 Geschäftsjahr	2008

Geltung ** ** *** * *** * *** * *

inkraftsetzung 01.01.2007 01.01.2007 01.01.2009 01.03.2006 01.05.2006 01.06.2006 01.11.2006 01.03.2007 01.01.2008

*	 Es	werden	keine	oder	keine	nennenswerten	Auswirkungen	auf	die	Konzernrechnung	der	ED-Gruppe	erwartet. **	 Es	werden	vor	allem	zusätzliche	offenlegungen	in	der	Konzernrechnung	der	ED-Gruppe	erwartet. ***	 Die	Auswirkungen	auf	die	Konzernrechnung	der	ED-Gruppe	sind	noch	nicht	mit	ausreichender	Sicherheit	bestimmbar.

BEtEiliGuNGSÜBERSicht 53

beteiliGunGsübersicht per 31.12.2006 vollkonsolidierte beteiligungen
Gesellschaft Energiedienst	holding	AG Energiedienst	AG Energiedienst	Netze	Gmbh NaturEnergie	AG sitz laufenburg Rheinfelden Rheinfelden Grenzach-Wyhlen land ch D D D Grundkapital in mio. chF €	 	 €	 	 €	 	 90,7 49,2 5,0 2,6 bilanzstichtag 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. beteiligungsquote konzern 100,0	% 100,0	% 100,0	% 100,0	%

übrige nicht konsolidierte beteiligungen
Gesellschaft Kraftwerk	Ryburg-Schwörstadt	AG Rheinkraftwerk	Albbruck-Dogern	AG Rheinkraftwerk	Säckingen	AG Schluchseewerk	AG Stadtwerke	Bad	Säckingen	Gmbh Energieversorgung	Südbaar	Gmbh Energieversorgung	oberes	Wiesental	Gmbh holzwärme	Müllheim	Gmbh regiodata	Gmbh regioaqua	Gmbh WKM-Wasserkraftwerke	Maulburg	Gmbh Geopower	Basel	AG sitz Rheinfelden Waldshut-tiengen Bad	Säckingen Freiburg	i.	Br. Bad	Säckingen Blumberg todtnau Müllheim lörrach Rheinfelden Maulburg Basel land ch D D D D D D D D D D ch Grundkapital in mio. chF	 	 €	 	 €	 	 €	 	 €	 	 €	 	 €	 	 €	 	 €	 	 €	 	 €	 	 chF	 	 30,0 8,1 5,0 40,1 2,9 1,4 0,8 0,2	 	 0,1 0,1 0,3 4,7 bilanzstichtag 30.09. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. beteiligungsquote konzern 13,0	% 5,0	% 12,5	% 12,5	% 26,3	% 50,0	% 24,0	% 33,3	% 35,0	% 50,0	% 50,0	% 7,1	%

Die	 Beteiligungsquote	 Konzern	 errechnet	 sich	 jeweils	 aus	 dem	 durch	Energiedienst	holding	AG	direkt	gehaltenen	Beteiligungsanteil	 und	 dem	 Anteil,	 der	 über	 die	 Energiedienst	 AG	 indirekt	 gehalten	wird.	 Zusammenfassende	 tätigkeitsberichte	 der	 Beteiligungen	 der	 Energiedienst-Gruppe	sind	im	Geschäftsbericht	auf	Seite	87	bis	 89	aufgeführt. änderung des konsolidierungskreises im	Geschäftsjahr	2006	wurden	keine	Änderungen	des	Konsolidierungskreises	vorgenommen.

im	 Vorjahr	 wurde	 der	 Spezialfond	 dekonsolidiert.	 im	 laufenden	 Geschäftsjahr	 übernahm	 die	 Gruppe	 eine	 7,1%-Beteiligung	 an	 der	Geopower	Basel	AG. segmentberichterstattung Als	 vertikal	 integrierte	 und	 mehrheitlich	 regional	 operierende	 unternehmensgruppe	ohne	wesentliche	Diversifi­kation	bestehen	 keine	 wesentlichen	 wirtschaftlichen	 teilbereiche,	 die	 die	 Erfordernisse	 einer	 Segmentberichterstattung	 erfüllen	 würden.	 Es	 lassen	sich	daher	keine	aussagekräftigen	Segmente	nach	iAS	14	 unterscheiden.

54 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG KoNSoliDiERuNGSGRuNDSÄtZE

konsolidierunGsGrundsätze konsolidierungskreis Die	 konsolidierte	 Jahresrechnung	 basiert	 auf	 den	 Einzelabschlüssen	aller	konsolidierten	Gesellschaften	der	EnergiedienstGruppe	 per	 31.	 Dezember.	 Konzerngesellschaften	 werden	 vom	 Erwerbszeitpunkt	 an	 im	 Konsolidierungskreis	 berücksichtigt	 und	 ab	Verkaufsdatum	aus	der	konsolidierten	Jahresrechnung	ausgeschlossen.	Der	Erwerbszeitpunkt	wird	mit	jenem	tag	festgelegt,	 an	dem	die	Beherrschung	des	Reinvermögens	und	der	Geschäftstätigkeit	des	erworbenen	unternehmens	tatsächlich	an	die	Energiedienst-Gruppe	übergeht. Der	 Konsolidierungskreis	 umfasst	 nebst	 der	 Energiedienst	 holding	AG	alle	unternehmungen,	an	denen	die	Energiedienst-Gruppe	direkt	oder	indirekt	durch	tochtergesellschaften	die	Kontrolle	 ausübt	und	somit	deren	Finanz-	und	Geschäftspolitik	bestimmt. Die	in	die	Konsolidierung	einbezogenen	wesentlichen	Beteiligungen	der	Energiedienst	holding	AG	sind	in	der	Beteiligungsübersicht	dargestellt. konsolidierungsmethoden Die	Beteiligungen	werden	wie	folgt	in	die	Konzernrechnung	einbezogen:	 vollkonsolidiert	werden	unternehmen,	an	denen	–	direkt	oder	 indirekt	–	mehr	als	50	%	der	Stimmrechtsanteile	gehalten	und	 damit	herrschender	Einfluss	ausgeübt	wird.	 nicht konsolidiert	werden	alle	übrigen	Beteiligungen,	da	kein	 massgebender	Einfluss	auf	diese	Gesellschaften	ausgeübt	werden	kann.	Sie	werden	zum	geschätzten	Verkehrswert,	und	falls	 ein	solcher	nicht	verlässlich	ermittelt	werden	kann,	zum	Anschaffungswert	abzüglich	notwendiger	Wertberichtigungen	bilanziert. kapitalkonsolidierung Für	 unternehmenszusammenschlüsse	 wird	 iFRS	 3	 „unternehmenszusammenschlüsse“	 in	 Verbindung	 mit	 den	 revidierten	 Standards	iAS	36	„Wertminderung	von	Vermögenswerten“	und	 iAS	38	„immaterielle	Vermögenswerten“	angewandt.	Die	Kapitalkonsolidierung	erfolgt	unter	Anwendung	der	‚Purchase	Method’	 (Neubewertungsmethode).	Entsprechend	werden	im	Erwerbszeitpunkt	Vermögen	und	Verbindlichkeiten	nach	einheitlichen	Grundsätzen	zum	Verkehrswert	bewertet.	Die	Kapitalkonsolidierung	im	 Erwerbszeitpunkt	erfolgt	durch	Verrechnung	des	Kaufpreises	mit	 dem	 neu	 bewerteten	 anteiligen	 Nettovermögen	 der	 tochtergesellschaft.	Die	Vermögenswerte,	Schulden	und	Eventualschulden	 der	tochtergesellschaft	werden	dabei	unabhängig	von	der	höhe	 des	Minderheitsanteils	mit	ihren	aktuellen	Zeitwerten	bewertet.	 Verbleibende	 aktive	 unterschiedsbeträge	 werden	 als	 Goodwill	 aktiviert.	im	Falle	eines	passiven	unterschiedsbetrages	werden	 die	 aktuellen	 Zeitwerte	 überprüft	 und	 der	 noch	 verbleibende	 Überschuss	 sofort	 erfolgswirksam	 erfasst.	 Der	 Goodwill	 wird	 mindestens	jährlich,	oder	früher	bei	Vorliegen	von	indikatoren	für	 Wertminderungen,	einem	impairment-test	unterzogen. stichtag Die	jährliche	Berichtsperiode	der	einzelnen	Gruppengesellschaften	endet	am	31.	Dezember.	Weicht	das	Abschlussdatum	einer	 Gruppengesellschaft	 davon	 ab,	 wird	 ein	 Zwischenabschluss	 e 	 rstellt.	 Gruppeninterne beziehungen Der	 von	 den	 Wasserkraftwerken	 produzierte	 Strom	 wird	 deren	 Aktionären	 aufgrund	 bestehender	 Partnerverträge,	 ungeachtet	 der	Marktpreise,	zu	Gestehungskosten	in	Rechnung	gestellt.	Für	 die	Verrechnung	der	übrigen	leistungen	zwischen	den	vollkonsolidierten	und	nahe	stehenden	Gesellschaften	gelten	vertraglich	 vereinbarte	Verrechnungs-	oder	Marktpreise. Gruppeninterne	Verbindlichkeiten,	Guthaben,	Aufwendungen	und	 Erträge	 werden	 gegeneinander	 verrechnet.	 Zwischengewinne	 aus	internen	lieferungen	sind	unwesentlich. währungsumrechnung transaktionen	in	Fremdwährungen	werden	zum	tageskurs	zum	 Zeitpunkt	der	transaktion	umgerechnet.	Die	zum	31.	Dezember	 in	 Fremdwährung	 gehaltenen	 monetären	 Vermögenswerte	 und	 Verbindlichkeiten	werden	zum	Bilanzstichtagskurs	umgerechnet.	 Aktiven	und	Verbindlichkeiten	ausländischer,	eigenständiger	Gesellschaften,	einschliesslich	des	Goodwills	und	der	Verkehrswertanpassungen	 im	 Rahmen	 der	 Konsolidierung,	 werden	 mit	 dem	 umrechnungskurs	 am	 Bilanzstichtag	 erfasst.	 Die	 umrechnung	 der	Erfolgsrechnung	erfolgt	zum	arithmetischen	Mittel	der	Monatsmittelkurse.	 Die	 daraus	 sowie	 aus	 der	 umrechnung	 von	 Konzerndarlehen	 mit	 Beteiligungscharakter	 in	 fremder	 Währung	 resultierenden	 umrechnungsdifferenzen	 werden	 direkt	 im	 Eigenkapital	 erfasst	 und	 ausgewiesen.	 Bei	 Veräusserung	 einer	 ausländischen	 tochtergesellschaft	 werden	 die	 im	 Eigenkapital	 aufgelaufenen	Fremdwährungsgewinne	bzw.	-verluste	in	die	Erfolgsrechnung	übertragen.

BilANZiERuNGS-	uND	BEWERtuNGSGRuNDSÄtZE 55

Die	 Geldflussrechnungen	 ausländischer,	 eigenständiger	 Gesellschaften	 werden	 zu	 Durchschnittkursen	 umgerechnet.	 Die	 auf	 dem	 Bestand	 der	 flüssigen	 Mittel	 entstehenden	 umrechnungsdifferenzen	werden	in	der	Geldflussrechnung	separat	ausgewie-

sen.	Der	konsolidierte	Abschluss	wird	in	€	ausgewiesen,	da	über	 95	%	 des	 umsatzes	 im	 Euro-land	 getätigt	 wird.	 Für	 die	 Währungsumrechnung	 wurden	 folgende	 Wechselkurse	 angewendet	 (Angaben	in	chF):
stichtagskurs per arithmetisches mittel der monatsmittelkurse 2006 1,5732 2005 1,5490

fremdwährung chF

einheit €	1

31.12.2006 1,6069

31.12.2005 1,5460

bilanzierunGs- und bewertunGsGrundsätze erfassung von erträgen Erträge	 aus	 lieferungen	 und	 leistungen	 werden	 dann	 erfasst,	 wenn	sichergestellt	ist,	dass	der	Gesellschaft	der	mit	der	transaktion	 verbundene	 wirtschaftliche	 Nutzen	 zufliesst	 und	 dieser	 verlässlich	 geschätzt	 werden	 kann.	 Sie	 werden	 exklusive	 umsatzsteuern	und	Rabatte	gezeigt,	sobald	Nutzen	und	Gefahr	übergegangen	sind. sachanlagen Sachanlagen	 werden	 –	 vorbehaltlich	 eingetretener	 Wertbeeinträchtigungen	–	zu	Anschaffungs-	oder	herstellkosten	abzüglich	 aufgelaufener	Abschreibungen	bilanziert.	Die	von	Dritten	erhaltenen	Baukostenzuschüsse	für	anteilige	Kosten	oder	Beiträge	an	 Netzinstallationen	 in	 Eigentum	 der	 Gruppe	 werden	 vom	 Sachanlagevermögen	 direkt	 abgesetzt.	 Die	 Abschreibungen	 werden	 nach	der	linearen	Methode	aufgrund	der	geschätzten	technischwirtschaftlichen	Nutzungsdauer	ermittelt	bzw.	erfolgen	maximal	 über	die	Konzessionsdauer	bei	Anlagen	der	Energieerzeugung. Die	 Abschreibungszeiträume	 bewegen	 sich	 für	 die	 einzelnen	 Anlagekategorien	innerhalb	folgender	Bandbreiten:
Produktionsanlagen Verteilnetze	und	übrige	Stromanlagen Maschinen	und	maschinelle	Anlagen Betriebs-	und	Geschäftsausstattung Gebäude Projekte	und	Anlagen	in	Bau 20	–	80	Jahre 20	–	40	Jahre 13	–	25	Jahre 3	–	14	Jahre 50	–	60	Jahre nur	bei	Wertminderung

Reparaturen,	 unterhalt	 und	 die	 ordentliche	 instandhaltung	 bei	 Gebäuden	und	Betriebsanlagen	werden	direkt	dem	Aufwand	belastet.	 investitionen	 in	 Erneuerungen	 oder	 Verbesserungen	 von	 Anlagen	werden	aktiviert,	wenn	sie	die	lebensdauer	wesentlich	 verlängern,	die	ursprüngliche	Kapazität	erhöhen	oder	eine	substanzielle	Verbesserung	der	Qualität	der	Produktionsleistung	mit	 sich	 bringen,	 oder	 als	 separate	 Komponente	 einer	 Anlage	 mit	 eigener	Nutzungsdauer	qualifi­zieren. Bei	Anlagen	im	Bau	handelt	es	sich	um	noch	nicht	fertiggestellte	 bzw.	betriebsbereite	Anlagegüter.	Als	Anlagegüter	gelten	dabei	 alle	Positionen	des	Sachanlagevermögens.	 immaterielle werte immaterielle	 Werte	 werden	 zu	 Anschaffungskosten	 abzüglich	 aufgelaufener	 Amortisationen	 bilanziert.	 Bilanziert	 sind	 im	 wesentlichen	 Kundenstämme	 und	 Software.	 Die	 immateriellen	 Werte	werden	ab	dem	Zeitpunkt	des	Übergangs	des	Nutzens	an	 den	Konzern	in	gleichmässigen	Raten	verteilt	und	über	die	wirtschaftliche	Nutzungsdauer	von	3	bis	80	Jahren	amortisiert.	 Die	Goodwillbehandlung	wird	unter	der	Anmerkung	„Kapitalkonsolidierung“	erläutert.

56 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG BilANZiERuNGS-	uND	BEWERtuNGSGRuNDSÄtZE

übrige finanzanlagen langfristige	 Darlehen	 werden	 nach	 der	 Effektivzinsmethode	 bewertet.	 Falls	 bei	 der	 Ausgabe	 der	 Darlehen	 der	 vereinbarte	 Zinssatz	dem	Marktzinssatz	entspricht	und	die	Ausgabe	und	die	 Rückgabe	 zum	 Nominalwert	 erfolgen,	 wird	 das	 Darlehen	 zum	 Nominalwert	bilanziert. übrige beteiligungen Die	 übrigen	 Beteiligungen	 werden	 zum	 geschätzten	 Verkehrswert	 bzw.,	 falls	 ein	 solcher	 nicht	 verlässlich	 ermittelt	 werden	 kann,	 zu	 den	 Anschaffungskosten	 abzüglich	 Wertbeeinträchtigung	bewertet,	wobei	Verkehrswertanpassungen	im	Eigenkapital	 erfasst	 werden.	 im	 Falle	 einer	 nachhaltigen	 Wertminderung	 oder	 bei	 einer	 Veräusserung	 werden	 die	 kumulierten	 Gewinne	 und	 Verluste,	 die	 zuvor	 im	 Eigenkapital	 erfasst	 wurden,	 in	 die	 Erfolgsrechnung	übertragen. wertminderungen des anlagevermögens Mindestens	 einmal	 jährlich	 wird	 beurteilt,	 ob	 Anzeichen	 einer	 Wertminderung	 der	 Sachanlagen,	 immaterieller	 Werte,	 übriger	 Beteiligungen	 und	 Finanzanlagen	 vorliegen.	 liegen	 indikatoren	 einer	nachhaltigen	und	wesentlichen	Werteinbusse	vor,	wird	eine	 Berechnung	des	realisierbaren	Wertes	durchgeführt.	Dieser	wird	 dem	Buchwert	gegenübergestellt	(impairment-test). Wenn	der	Buchwert	den	geschätzten	realisierbaren	Wert	übersteigt,	 erfolgt	 eine	 ausserplanmässige	 Abschreibung	 auf	 jenen	 Wert,	 der	 aufgrund	 der	 diskontierten	 erwarteten	 zukünftigen	 Geldflüsse	 oder	 eines	 allenfalls	 höheren	 Nettoverkehrswertes	 wieder	 einbringbar	 erscheint.	 Entfallen	 die	 Gründe	 für	 eine	 ausserplanmässige	 Abschreibung,	 erfolgt	 eine	 Wertaufholung	 höchstens	bis	zum	planmässig	fortgeschriebenen	Buchwert.	Die	 Rückbuchung	erfolgt	erfolgswirksam.	Grundsätzlich	ausgenommen	von	allfälligen	Rückbuchungen	ist	der	Goodwill. vorräte Die	Vorräte	sind	zu	durchschnittlichen	Einstandspreisen	oder	zu	 einem	niedrigeren	realisierbaren	Wert	bewertet.	Wertberichtigungen	tragen	den	Risiken	aus	lagerdauer	oder	aus	reduzierter	Verwertbarkeit	Rechnung.

forderungen Forderungen	sind	zum	Nominalwert	abzüglich	betriebswirtschaftlich	notwendiger	Wertberichtigungen	angesetzt.	Die	Wertberichtigungen	werden	einzeln	je	Forderung	oder	pauschal	(basierend	 auf	Erfahrungswerten)	vorgenommen. wertschriften und Geldanlagen Die	Wertschriften	umfassen	Aktien	und	Fonds	und	gehören	der	 Kategorie	„Vermögenswerte	zum	erfolgswirksam	beizulegenden	 Zeitwert“	 an.	 Sie	 werden	 gemäss	 iAS	 39	 zu	 Marktkursen	 und	 Fremdwährungskursen	 an	 den	 jeweiligen	 Abschlussstichtagen	 bewertet.	 Marktwertänderungen	 werden	 sofort	 erfolgswirksam	 erfasst. liquide mittel liquide	 Mittel	 umfassen	 Sichtguthaben	 bei	 Post	 und	 Banken	 sowie	 Festgeldanlagen	 mit	 einer	 ursprünglichen	 laufzeit	 von	 höchstens	90	tagen	als	auch	sonstige	kurzfristige	Anlagen. zu veräusserungszwecken gehaltene langfristige vermögenswerte langfristige	 Vermögenswerte	 (und	 Gruppen	 von	 Vermögenswerten),	 die	 als	 zu	 Veräusserungszwecken	 gehalten	 klassifi­ziert	 werden,	 sind	 zum	 niedrigeren	 Betrag	 von	 Buchwert	 und	 Nettoverkaufswert	 zu	 bewerten.	 Als	 zu	 Veräusserungszwecken	 gehalten	 gelten	 Vermögenswerte,	 für	 welche	 der	 zugehörige	 Buchwert	 überwiegend	 durch	 ein	 Veräusserungsgeschäft	 und	 nicht	 durch	 fortgesetzte	 Nutzung	 realisiert	 wird.	 Der	 Verkauf	 wird	innerhalb	von	12	Monaten	ab	dem	Zeitpunkt	der	umklassifi­zierung	erwartet.	unmittelbar	vor	der	umklassifi­zierung	werden	die	Vermögenswerte	auf	allfällige	Wertminderungen	gemäss	 iAS	 36	 überprüft	 (impairment-test).	 Anschliessend	 werden	 auf	 den	 umklassifi­zierten	 Vermögenswerten	 keine	 Abschreibungen	 mehr	vorgenommen.	Die	zu	Veräusserungszwecken	gehaltenen	 langfristigen	 Vermögenswerte	 werden	 als	 separate	 Position	 im	 umlaufvermögen	ausgewiesen. steuern Alle	 laufenden	 Steuerverpflichtungen	 zum	 Zeitpunkt	 des	 Bilanzstichtages	werden	unabhängig	von	der	Fälligkeit	zurückgestellt.	Darüber	hinaus	werden	für	latente	Steuern	Abgrenzungen	 gemäss	 der	 so	 genannten	 “Balance	 Sheet	 liability	 Method”	 gebildet.	 Diese	 ergeben	 sich	 aus	 der	 Differenz	 zwischen	 der	

BilANZiERuNGS-	uND	BEWERtuNGSGRuNDSÄtZE 57

Bewertung	 gemäss	 iFRS	 und	 der	 steuerlichen	 Bewertung	 der	 Einzelabschlüsse	und	können	zu	Belastungen	oder	Entlastungen	 zu	 einem	 späteren	 Zeitpunkt	 führen.	 latente	 Steuerguthaben	 aus	 Verlustvorträgen	 werden,	 soweit	 deren	 Realisierung	 wahrscheinlich	sind,	berücksichtigt.	Die	latenten	Steuern	werden	auf	 Basis	der	aktuellen	Steuersätze	ermittelt. personalvorsorge Die	 Rückstellungen	 für	 leistungen	 an	 Mitarbeiter	 basieren	 auf	 versicherungsmathematischen	 Gutachten	 gemäss	 iAS	 19.	 Die	 Pensionsverpflichtungen	 werden	 jährlich	 nach	 der	 „Projected	 unit	 credit	 Method“	 ermittelt.	 Bei	 diesem	 Anwartschaftsbarwertverfahren	 werden	 nicht	 nur	 die	 am	 Stichtag	 bekannten	 Renten	und	erworbenen	Anwartschaften,	sondern	auch	künftig	 zu	erwartende	Steigerungen	von	Gehältern	und	Renten	berücksichtigt. Die	 Vorsorgekosten,	 welche	 mit	 der	 Arbeitsleistung	 der	 Berichtsperiode	zusammenhängen,	werden	erfolgswirksam	erfasst.	 Vergangene	Arbeitsleistung	betreffende	Vorsorgekosten,	die	auf	 neue	 oder	 veränderte	 Vorsorgeleistungen	 zurückzuführen	 sind,	 werden	 linear	 bis	 zum	 Zeitpunkt	 der	 Anspruchsberechtigung	 über	den	Personalvorsorgeaufwand	erfasst. Versicherungsmathematische	 Gewinne	 und	 Verluste	 aus	 den	 periodischen	 Neuberechnungen	 werden	 linear	 über	 die	 durchschnittliche	 Restdienstzeit	 erfolgswirksam	 erfasst,	 soweit	 sie	 10	%	 des	 höheren	 Betrages	 von	 Vermögen	 und	 Vorsorgeverpflichtung	 überschreiten	 („Korridoransatz“).	 Die	 sich	 aus	 den	 ausgeführten	 Berechnungen	 ergebenden	 Defi­zite	 werden	 über	 diesen	Mechanismus	zurückgestellt.	Überdeckungen	werden	nur	 dann	aktiviert,	wenn	sie	der	Gesellschaft	in	Form	von	künftigen	 Beitragsreduktionen	oder	-rückerstattungen	tatsächlich	zur	Verfügung	stehen. Seit	2005	sind	die	Pensionsverpflichtungen	der	deutschen	Mitarbeiter	mittels	eines	ctA-Modells	(contractual	trust	Arrangement)	ausgegliedert.	Dieses	Vertragskonstrukt	führt	dazu,	dass	 die	für	die	Deckung	der	Pensionsverpflichtungen	vorgesehenen	 Vermögenswerte	 ausschliesslich	 und	 unwiderruflich	 für	 diese	

eingesetzt	werden.	hierfür	sind	mehrere	treuhandkonten	bei	einer	Bank	eröffnet.	Diesen	treuhandkonten	werden	die	entsprechenden	 Pensionsverpflichtungen	 gegenübergestellt,	 woraus	 sich	nach	Anwendung	des	Korridoransatzes	die	zu	bilanzierende	 Nettoverpflichtung	bzw.	Nettoforderung	ergibt,	solange	letztere	 gemäss	den	Kriterien	von	iAS	19	aktivierbar	sind.	 rückstellungen Eine	Rückstellung	besteht,	soweit	eine	gegenwärtige	Verpflichtung	 gegenüber	 Dritten	 existiert,	 die	 Wahrscheinlichkeit	 eines	 Vermögensabflusses	 grösser	 als	 50	%	 und	 eine	 zuverlässige	 Schätzung	der	Vermögensbelastung	möglich	ist. im	Zusammenhang	mit	langfristigen	Stromabnahmeverpflichtungen	werden	erkennbare	Verluste	aus	belastenden	Verträgen	unter	Berücksichtigung	der	Marktpreisentwicklung	und	der	effektiven	Beschaffungskosten	aus	Partnerwerken	jährlich	berechnet	 und,	soweit	erforderlich,	zurückgestellt. verbindlichkeiten Verbindlichkeiten	werden	grundsätzlich	nominal,	also	mit	ihrem	 Rückzahlungsbetrag	passiviert.	Sofern	der	Effekt	wesentlich	ist,	 werden	sie	zum	Barwert	eingesetzt	und	nach	der	so	genannten	 E 	 ffektivzinsmethode	bewertet. finanzinstrumente Zur	Absicherung	von	Währungs-	und	Zinssatzrisiken	verwendet	 die	Energiedienst-Gruppe	fallweise	Finanzinstrumente	wie	Zinssatz-	und	Währungsswaps.	Das	Ausmass	des	Einsatzes	derivativer	Finanzinstrumente	ist	jedoch	unbedeutend.	Die	Bewertung	 erfolgt	zu	Verkehrswerten	über	die	Erfolgsrechnung. eventualverbindlichkeiten Mögliche	oder	bestehende	Verpflichtungen,	bei	welchen	ein	Mittelabfluss	als	unwahrscheinlich	eingeschätzt	wird,	werden	in	der	 Bilanz	nicht	erfasst.	Dagegen	wird	der	jeweils	am	Bilanzstichtag	 bestehende	haftungsumfang	als	Eventualverbindlichkeit	im	Anhang	der	konsolidierten	Jahresrechnung	offengelegt.

58 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG WESENtlichE	ERMESSENSENtSchEiDuNGEN	uND	SchÄtZuNGEN

wesentliche ermessensentscheidunGen und schätzunGen Bei	der	Erstellung	der	konsolidierten	Jahresrechnung	in	Übereinstimmung	 mit	 den	 iFRS	 müssen	 vom	 Management	 Einschätzungen	 und	 Annahmen	 getroffen	 werden,	 die	 Auswirkungen	 auf	 die	 anzuwendenden	 Rechnungslegungsgrundsätze	 und	 auf	 die	 in	 den	 Vermögenswerten,	 Verbindlichkeiten,	 Erträgen	 und	 Aufwendungen	 ausgewiesenen	 Beträge	 sowie	 deren	 Darstellung	 haben.	 Die	 Einschätzungen	 und	 Annahmen	 beruhen	 auf	 Erkenntnissen	der	Vergangenheit	und	verschiedenen	sonstigen	 Faktoren,	 die	 unter	 den	 gegebenen	 umständen	 als	 zutreffend	 erachtet	 werden.	 Diese	 dienen	 als	 Basis	 für	 die	 Bilanzierung	 jener	Vermögenswerte	und	Verbindlichkeiten,	deren	Bewertung	 nicht	direkt	aufgrund	anderer	Quellen	gegeben	ist.	Die	tatsächlichen	Werte	können	von	diesen	Einschätzungen	abweichen.	Die	 Einschätzungen	und	Annahmen	werden	laufend	überprüft.	Änderungen	der	Einschätzungen	sind	allenfalls	notwendig,	sofern	 sich	 die	 Gegebenheiten,	 auf	 denen	 die	 Einschätzungen	 basieren,	 geändert	 haben	 oder	 neue	 informationen	 und	 zusätzliche	 Erkenntnisse	 vorliegen.	 Solche	 Änderungen	 werden	 in	 jener	 Berichtsperiode	 erfasst,	 in	 der	 die	 Einschätzung	 angepasst	 wurde.	Die	wichtigsten	Annahmen	über	die	zukünftige	Entwicklung	sowie	die	wichtigsten	Quellen	von	unsicherheiten	bei	den	 Einschätzungen,	die	bei	den	bilanzierten	Vermögenswerten	und	 Verbindlichkeiten	 in	 den	 nächsten	 zwölf	 Monaten	 bedeutende	 Anpassungen	 erforderlich	 machen	 könnten,	 sind	 nachfolgend	 dargestellt. sachanlagen, Goodwill und immaterielle werte Der	Konzern	verfügt	über	Sachanlagen	mit	einem	Bilanzwert	von	 Mio.	€	582,3	(siehe	Erläuterung	12),	Goodwill	mit	einem	Bilanzwert	von	Mio.	€	73,2	(siehe	Erläuterung	13)	und	immaterielle	Werte	mit	einem	Bilanzwert	von	Mio.	€	10,6	(siehe	Erläuterung	13).		 Diese	 Vermögenswerte	 werden	 wie	 oben	 beschrieben	 jährlich	 auf	 Wertminderung	 überprüft.	 Zur	 Beurteilung,	 ob	 eine	 Wertminderung	vorliegt,	werden	Einschätzungen	der	zu	erwartenden	 zukünftigen	Geldflüsse	aus	der	Nutzung	und	eventuellen	Veräusserung	dieser	Vermögensgegenstände	vorgenommen.	Die	tatsächlichen	Geldflüsse	können	von	den	auf	diesen	Einschätzungen	 basierenden	 diskontierten	 zukünftigen	 Geldflüssen	 bedeu	end	 t abweichen.	Faktoren	wie	Veränderungen	in	der	geplanten	Nutzung	von	 Produktionsanlagen	 und	 Verteilnetzen	oder	unter	der	 Prognose	liegende	langfristige	Marktpreisszenarien	können	die	 Nutzungsdauer	 verkürzen	 oder	 eine	 Wertminderung	 zur	 Folge	 haben. personalvorsorgeeinrichtungen Die	Mitarbeitenden	des	Konzerns	sind	bei	Personalvorsorgeeinrichtungen	 mit	 leistungs-	 und	 Beitragsprimat	 versichert.	 Die	 Berechnungen	 der	bilanzierten	Guthaben	und	Verbindlichkeiten	 gegenüber	diesen	Einrichtungen	basieren	auf	statistischen	und	 versicherungsmathematischen	 Berechnungen	 der	 Aktuare.	 Dabei	 sind	 der	 Barwert	 der	 leistungsorientierten	 Verpflichtungen	 von	Annahmen	wie	Diskontierungssatz,	lohn-	und	Gehaltssteigerungen,	Erhöhung	der	Rentenleistungen	und	Fluktuationsrate	 abhängig.	 Die	 entsprechenden	 Grundlagen	 sind	 in	 der	 Erläuterung	20.1	aufgeführt.	Die	Annahmen	der	Aktuare	können	wegen	 Änderungen	 der	 Marktbedingungen	 und	 des	 wirtschaftlichen	 umfelds,	 höherer	 oder	 niedrigerer	 Fluktuationsraten	 sowie	 wegen	anderer	geschätzter	Faktoren	substanziell	von	den	tatsächlichen	Ergebnissen	abweichen.	Diese	Abweichungen	können	einen	Einfluss	auf	die	in	zukünftigen	Berichtsperioden	bilanzierten	 Guthaben	 und	 Verbindlichkeiten	 gegenüber	 Personalvorsorgeeinrichtungen	haben. rückstellungen für konzessionsverpflichtungen Per	31.	Dezember	2006	betrugen	die	Rückstellungen	für	Konzessionsverpflichtungen	 (Rückbau)	 Wasserkraftwerke	 und	 Netze	 Mio.	€	 18,7	 (siehe	 Erläuterung	 20.3).	 Die	 Rückstellungen	 betreffen	die	erwarteten	Kosten	für	den	vollständigen	Rückbau	der	 Standorte.	 Die	 zukünftigen	 Wiederherstellungskosten	 hängen	 von	vielen	unsicherheiten	ab.	Das	Management	erachtet	die	aufgrund	der	gegenwärtigen	verfügbaren	informationen	insgesamt	 gebildeten	Rückstellungen	als	angemessen.	 fast close Wie	im	Vorjahr	wurde	der	Einzelabschluss	der	ED-AG	sowie	der	 Muttergesellschaft	 im	 Fast-closing-Verfahren	 erstellt,	 was	 zur	 F 	 olge	 hat,	 dass	 bis	 zu	 2	 Monate	 Aufwand	 und	 Erlöse	 als	 zeitliche	Abgrenzung	in	der	Jahresrechnung	berücksichtigt	werden.	 Die	zeitlichen	Abgrenzungen	werden	im	Folgejahr	aufgelöst	und	 mit	 den	 tatsächlichen	 Kosten	 verglichen.	 unter-	 oder	 Überabgrenzungen	 können	 somit	 die	 Jahresrechnung	 des	 Folgejahres	 beeinflussen.

ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG 59

erläuterunGen zur konsolidierten JahresrechnunG Alle	Betragsangaben	erfolgen	in	Millionen	Euro	(Mio.	€),	falls	nicht	 anders	vermerkt.	Als	nahe	stehende	Gesellschaften	werden	die	 Konzerngesellschaften	 der	 EnBW	 Energie	 Baden-Württemberg	 AG	ausgewiesen.	Zur	Gewährung	grösserer	transparenz	wurden	 zum	 teil	 die	 Vorjahreszahlen	 an	 die	 aktuelle	 detailliertere	 Darstellung	 angepasst.	 Aufgrund	 von	 Rundungen	 können	 sich	 im	 vorliegenden	Bericht	bei	Summenbildungen	und	bei	der	Berechnung	von	Prozentangaben	scheinbare	Differenzen	ergeben.

1. nettoumsatz
mio. € Privat-	und	Gewerbekunden Geschäftskunden Weiterverteiler Übriger	Absatz nettoumsatz stromgeschäft (ohne übrigen umsatz) Übriger	Nettoumsatz nettoumsatz Davon	mit	nahe	stehenden	unternehmen nettoumsatz aus stromgeschäft geografisch Schweiz Deutschland total 3,8 497,0 500,7 3,6 438,1 441,7 2006 168,4 164,4 47,0 121,0 500,7 9,7 510,4 80,6 2005 163,7 132,9 39,9 105,1 441,7 7,4 449,1 73,3

Der	 Nettoumsatz	 Stromgeschäft	 nach	 Stromsteuer	 umfasst	 ausschliesslich	 die	 auf	 eigene	 Rechnung	 getätigten	 Stromgeschäfte	 sowie	Energieverkäufe	zur	Portfoliooptimierung. Der	übrige	Nettoumsatz	umfasst	Erlöse	aus	Dienstleistungen	für	Dritte,	Wärmeverkauf	und	übrige	Erlöse.	

2. übrige betriebserträge
mio. € Buchgewinne	aus	Veräusserungen	von	Anlagevermögen Aktivierte	Eigenleistungen Auflösung	von	Rückstellungen Miet-/Pachterträge Diverse	Betriebserträge total 2006 3,6 3,7 0,1 1,5 4,3 13,2 2005 4,8 2,4 6,6 1,5 7,4 22,6

in	den	diversen	Betriebserträgen	sind	Erträge	aus	der	Auflösung	von	Wertberichtigungen	auf	Forderungen,	sonstige	sowie	periodenfremde	Erträge	ausgewiesen.

60 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG

3. strombeschaffung
mio. € Von	Dritten Von	nahe	stehenden	Gesellschaften Von	übrigen	Beteiligungen Auflösung	Drohverlustrückstellungen	auf	Stromlieferverträgen total 2006 190,4 96,4 10,7 -0,3 297,1 2005 160,2 79,1 10,4 -2,2 247,5

Die	Strombeschaffung	von	nahe	stehenden	Gesellschaften	umfasst	Energiekäufe	zur	Portfoliooptimierung	(siehe	ebenfalls	Erläuterung	1).	Die	2006	aufgelösten	impairment-	bzw.	Drohverlustrückstellungen	auf	Verträgen	mit	der	WAtt	Deutschland	Gmbh	belaufen	 sich	auf	Mio.	€	0,3	(Vorjahr	2,2).		 4. material und fremdleistungen
mio. € Von	Dritten Von	nahe	stehenden	Gesellschaften total 2006 15,8 2,1 17,9 2005 14,6 1,0 15,6

Diese	 Position	 beinhaltet	 die	 Fremdkosten	 für	 den	 unterhalt	 und	 Betrieb	 der	 Stromproduktions-,	 Versorgungs-	 und	 Betriebsanlagen. 5. personalaufwand
mio. € löhne	und	Gehälter Sozialversicherungen Personalvorsorgeaufwand Übriger	Personalaufwand total 2006 30,5 5,8 1,9 1,1 39,4 2005 29,9 5,6 4,2 1,3 41,1

Der	Personalvorsorgeaufwand	(Beiträge	und	Verzinsung)	der	nach	deutschem	Recht	angestellten	Mitarbeiter	wird	nach	dem	ctAModell	mit	dem	korrespondierenden	Finanzertrag	(siehe	Erläuterungen	9,	10,	20.1)	verrechnet.	Der	den	Finanzertrag	übersteigende	 Aufwand	wird	als	Personalaufwand	ausgewiesen.	

ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG 61

mitarbeiter-aktienbeteiligungsprogramm Auslöser	 einer	 Aktienzuteilung	 ist	 das	 Übertreffen	 des	 budgetierten	 Ergebnisses	 vor	 Zinsen	 und	 Steuern	 (EBit)	 und	 vor	 der	 Erfassung	 der	 Rückstellung	 für	 das	 Mitarbeiter-Aktienbeteiligungsprogramm.	Für	diesen	Fall	ist	vorgesehen,	maximal	25	%	 des	das	Budget	„überschiessenden“	Ergebnisses	zur	Verfügung	 zu	 stellen.	 Zusätzlich	 ist	 eine	 Begrenzung	 der	 Aktienzuteilung	 nach	oben	gemäss	nachstehender	tabelle	vorgesehen:
stufe Mitarbeitende Führungskraft	Ebene	1 Führungskraft	Ebene	2 Verwaltungsrat	und	Geschäftsleitung bis max. pro Jahr 5	Aktien 10	Aktien 20	Aktien 50	Aktien

Als	Bewertungsstichtag	zur	Aktienwertermittlung	gilt	der	jeweilige	 tiefstkurs	 am	 letzten	 Börsenhandelstag	 des	 abgeschlossenen	 Geschäftsjahres	an	der	SWX	in	Zürich.	Die	Aktienzuteilung	erfolgt	 im	Folgejahr.	 Für	 die	 aus	 dem	 Mitarbeiter-Aktienbeteiligungsprogramm	 bezogenen	 Aktien	 besteht	 eine	 zweijährige	 haltefrist.	 im	 Geschäftsjahr	 2006	 wurden	 insgesamt	 3.405	 Aktien	 an	 Mitarbeiter	 ausgegeben.	 Der	 in	 der	 Erfolgsrechnung	 erfasste	 Personalaufwand	 für	das	Mitarbeiter-Aktienprogramm	beträgt	Mio.	€	0,5	(Vorjahr	 Mio.	€	1,0).

mitarbeiterbestand
mio. € mitarbeiterbestand per 31.12. davon	lehrlinge mitarbeiterkapazitäten (mak) per 31.12. davon	lehrlinge durchschnittliche mitarbeiterkapazitäten (mak) davon	lehrlinge 2006 698,0 32,0 617,8 32,0 610,4 27,9 2005 688,0 33,0 617,9 33,0 625,1 31,5

in	den	Mitarbeiterkapazitäten	(MAK)	sind	die	teilzeitkräfte	entsprechend	ihrem	Beschäftigungsgrad	berücksichtigt.	Mitarbeiter	 in	der	Altersteilzeit	werden	wie	folgt	bewertet:	Arbeitsphase	mit	 100	%;	Freiphase	mit	0	%.	Der	durchschnittliche	Mitarbeiterbe-

stand	wird	auf	Basis	des	Durchschnitts	der	Monatsendbestände	 errechnet.	Die	Entwicklung	des	Mitarbeiterbestandes	ist	im	Wesentlichen	 auf	 das	 Ergebnisverbesserungsprogramm	 „ProDrei“	 zurückzuführen.	

mitarbeiterkapazitäten nach vertragsart
mitarbeiterkapazitäten (mak) per 31.12. Arbeitsverträge	nach	schweizerischem	Recht Arbeitsverträge	nach	deutschem	Recht total 2006 72,6 545,2 617,8 2005 66,9 551,0 617,9

6. öffentliche abgaben
mio. € Wasserzinsen Kraftwerkskonzessionen	und	-konzessionsleistungen Konzessionsabgaben	an	Gemeinden total 2006 3,7 3,6 16,0 23,3 2005 5,3 4,2 15,8 25,3

62 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG

7. übriger betriebsaufwand
mio. € Sonstige	Steuern	und	Abgaben	(nicht	in	Erläuterung	6.	enthalten) Abgangsverluste	auf	Anlagevermögen Beratungs-	&	Prüfaufwand Vertriebs-	und	Marketingaufwand Versicherungen Forderungsabschreibungen Sonstige	Mieten	und	Pachten Sonstiger	Betriebsaufwand Sonstiger	Betriebsaufwand	von	nahe	stehenden	Gesellschaften total 2006 1,8 0,5 1,0 1,7 1,0 1,8 1,6 8,8 4,3 22,5 2005 1,3 0,7 0,4 1,5 1,0 1,2 1,6 6,8 4,7 19,3

Der	 sonstige	 Betriebsaufwand	 mit	 nahe	 stehenden	 Gesellschaften	 beinhaltet	 die	 ausgelagerten	 Abrechnungsdienstleistungen	 in	 Zusammenhang	mit	der	Energiedienst	Netze	Gmbh.	im	sonstigen	Betriebsaufwand	werden	Wartungsverträge,	telekommunikation,	 Reisekosten,	Bürobedarf	und	periodenfremder	Aufwand	ausgewiesen.	

8. abschreibungen und amortisationen
mio. € Sachanlagen Konzessionsverpflichtungen	Netze	und	Kraftwerke	(iFRic	1) Wertbeeinträchtigung	auf	„Zur	Veräusserung	gehaltene	langfristige	Vermögenswerte“ Auflösung	Baukostenzuschüsse immaterielle	Werte total 2006 42,0 1,5 0,1 -2,3 2,0 43,2 2005 42,5 1,0 0,1 -2,2 2,1 43,4

9. finanzertrag
mio. € Zinsertrag	 Wertschriftenerträge Erträge	aus	übrigen	Beteiligungen Gewinn	aus	Veräusserung	von	Finanzanlagen Wertanpassung	auf	gehaltenen	Finanzanlagen Übriger	Finanzertrag total 2006 3,5 0,9 1,8 0,6 0,9 2,7 10,4 2005 1,7 0,5 1,9 0,1 15,3 0,0 19,5

Der	Finanzertrag	der	nach	dem	ctA-Modell	ausgegliederten	Personalvorsorge	wird	mit	dem	korrespondierenden	Finanzaufwand	und	 Personalaufwand	(siehe	Erläuterungen	20.1,	5,	10)	verrechnet.	Der	übrige	Finanzertrag	enthält	eine	einmalige	Gutschrift	des	Kantons	 Aargau	für	Zinsen	auf	Forderungen.

ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG 63

10. finanzaufwand
mio. € Zinsaufwand Zinsaufwand	von	nahe	stehenden	Gesellschaften Verzinsung	Rückstellungen	(Konzessionsverpfl.	u.ä.) Verzinsung	Personalvorsorge	(vergl.	Erläuterung	5) Währungsumrechnung total 2006 4,7 0,2 0,8 0,0 0,4 6,1 2005 5,1 0,1 3,2 4,5 0,6 13,5

Der	 Finanzaufwand	 der	 nach	 dem	 ctA-Modell	 ausgegliederten	 Personalvorsorge	 wird	 mit	 dem	 korrespondierenden	 Finanzertrag	 (siehe	Erläuterungen	20.1,	9)	verrechnet.

11. ertragssteuern
mio. € laufende	Ertragssteuern latente	Ertragssteuern total 2006 23,2 -0,3 22,9 2005 20,6 7,0 27,6

Die	Energiedienst	holding	AG	ist	eine	Aktiengesellschaft	schweizerischen	Rechts.	Über	ihre	tochtergesellschaften	ist	sie	vorwiegend	 in	Deutschland	operativ	tätig.	Zur	Darstellung	des	theoretischen	Steueraufwandes	wird	ein	Steuersatz	verwendet,	der	sich	durch	die	 Gewichtung	des	deutschen	und	des	schweizerischen	Steuersatzes	errechnet.
mio. € unternehmensergebnis vor steuern Ertragssteuern	zum	erwarteten	Steuersatz	(Steuersatz	30	%	gewichtet	ch/D)	 Effekt	Abweichungen	länder-/lokaler/latenter	Steuersatz Effekt	steuerfreier	Erträge Effekt	steuerfreier	Aufwendungen Effekt	Steuern	Vorjahre total ertragssteuern Effektiver	Steuersatz 2006 84,5 25,4 -0,2 -1,6 0,5 -1,2 22,9 27,1	% 2005 85,5 25,6 3,3 -0,6 0,2 -0,9 27,6 32,3	%

64 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG

12. sachanlagen
produktionsanlagen 276,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,9 verteilnetze und übrige stromanlagen 990,8 0,0 0,8 -1,3 1,2 0,3 Grundstücke und Gebäude 96,1 0,1 0,6 -1,2 0,0 0,0 übrige allgemeine anlagen 89,0 0,1 3,5 -0,3 1,4 0,0 projekte und anlagen im bau 46,3 0,0 19,2 0,0 -3,1 0,0 total 2006 1.498,2 0,2 24,2 -2,9 -0,4 1,1

mio. € anschaffungswerte am 01.01.2006 umgliederung Zugänge Abgänge umbuchungen Erfolgsneutrale	Zuführungen		 (vgl.	Erläuterung	20) Abgang	zu	Veräusserungszwecken	 gehaltene	langfristige	Vermögenswerte umrechnungsdifferenzen anschaffungswerte am 31.12.2006 kumulierte abschreibungen am 01.01.2006 umgliederung Abschreibungen Wertbeeinträchtigungen Abgänge Abgang	zu	Veräusserungszwecken	 gehaltene	langfristige	Vermögenswerte Zuschreibungen umrechnungsdifferenzen kumulierte abschreibungen am 31.12.2006 buchwerte am 31.12.2006

0,0 -4,5 272,5

0,0 -0,6 991,2

-3,1 -0,8 91,7

0,0 -0,4 93,3

0,0 0,0 62,4

-3,1 -6,2 1.511,1

-153,2 -0,1 -13,0 0,0 0,0

-640,9 0,0 -22,9 0,0 1,0

-42,2 -0,1 -1,8 -0,1 0,6

-58,4 0,0 -3,6 0,0 0,3

0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

-894,7 -0,2 -41,2 -0,1 1,9

0,0 0,2 2,7 -163,3 109,1

0,0 0,0 0,5 -662,4 328,8

1,6 0,0 0,3 -41,6 50,1

0,0 0,0 0,2 -61,5 31,8

0,0 0,0 0,0 0,0 62,4

1,6 0,2 3,5 -928,8 582,3

ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG 65

mio. € anschaffungswerte am 01.01.2005 umgliederung Zugänge Abgänge umbuchungen Erfolgsneutrale	Zuführungen Abgang	zu	Veräusserungszwecken	 gehaltene	langfristige	Vermögenswerte umrechnungsdifferenzen anschaffungswerte am 31.12.2005 kumulierte abschreibungen am 01.01.2005 umgliederung Abschreibungen Wertbeeinträchtigungen Abgänge Abgang	zu	Veräusserungszwecken	 gehaltene	langfristige	Vermögenswerte umrechnungsdifferenzen kumulierte abschreibungen am 31.12.2005 buchwerte am 31.12.2005

produktionsanlagen 268,9 0,0 0,1 0,0 0,9 7,9

verteilnetze und übrige stromanlagen 999,6 -9,1 -0,6 -0,6 0,6 1,1

Grundstücke und Gebäude 105,2 0,0 0,0 -2,0 0,2 0,0

übrige allgemeine anlagen 88,2 0,0 1,1 -0,2 0,0 0,0

projekte und anlagen im bau 33,4 -0,5 15,3 -0,2 -1,7 0,0

total 2005 1.495,3 -9,6 15,9 -3,0 0,0 9,0

0,0 -1,8 276,0

0,0 -0,2 990,8

-6,9 -0,4 96,1

0,0 -0,1 89,0

0,0 0,0 46,3

-6,9 -2,5 1.498,2

-141,6 0,0 -12,4 -0,1 0,0

-628,1 9,6 -23,0 0,0 0,4

-46,5 0,0 -2,1 0,0 0,8

-55,0 0,0 -3,7 0,0 0,2

0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

-871,2 9,6 -41,2 -0,1 1,4

0,0 0,9 -153,2 122,8

0,0 0,2 -640,9 349,9

5,4 0,2 -42,2 53,9

0,0 0,1 -58,4 30,6

0,0 0,0 0,0 46,3

5,4 1,4 -894,7 603,5

Die	 Position	 erfolgsneutrale	 Zuführung	 bei	 den	 Anschaffungswerten	betrifft	die	Aktivierung	nach	iFRic	1	von	Aufwendungen	 für	 Konzessionsverpflichtungsrückstellungen	 bei	 den	 Produktions-	und	Verteilanlagen. Bei	den	Zugängen	in	der	Position	Verteilnetze	und	übrige	Stromanlagen	 werden	 die	 korrespondierenden	 vereinnahmten	 Baukostenzuschüsse	 (z.	B.	 bei	 Neuanschlüssen)	 zu	 den	 jeweiligen	 Anlagen	mit	erfasst.	Bei	diesen	Zuschüssen	handelt	es	sich	um	 negative	Zugänge,	so	dass	insgesamt	diese	ausgewiesenen	Zugänge	auch	negativ	sein	können. Die	Position	Abgang	zu	Veräusserungszwecken	gehaltene	langfristige	Vermögenswerte	weist	immobilien	aus,	die	im	kommenden	Jahr	zum	Verkauf	bestimmt	sind.	Aus	der	umgliederung	entstand	kein	Wertberichtigungsbedarf.

in	 der	 Position	 Grundstücke	 und	 Gebäude	 sind	 nicht	 betriebsnotwendige	 liegenschaften	 gemäss	 iAS	40	 enthalten,	 deren	 Grössenordnung	 jedoch	 unwesentlich	 ist;	 der	 Marktwert	 beträgt	 rund	 Mio.	€	 2,0.	 Der	 Brandversicherungswert	 der	 gegen	 Feuer	versicherten	Sachanlagen	beträgt	Mio.	€	703,2	(Vorjahr:	 Mio.	€	703,5). Am	Bilanzstichtag	bestanden	Verpflichtungen	für	den	Erwerb	von	 Sachanlagen	 im	 Wert	 von	 Mio.	€	 155,5	 (Vorjahr	 Mio.	€	 18,9),	 davon	sind	Mio.	€	149,8	Verpflichtungen	im	Zusammenhang	mit	 dem	Neubau	des	Kraftwerks	Rheinfelden.

66 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG

13. übriges anlagevermögen
immaterielle werte 17,8 0,2 0,0 0,0 0,0 0,4 -0,1 18,3 übrige beteiligungen 18,3 0,2 0,6 0,0 0,0 0,0 -0,7 18,5 nettoausweis fondsvermögen 8,8 0,1 0,0 5,4 0,0 0,0 0,0 14,3 übrige finanzanlagen 2,6 1,8 0,0 0,0 -0,7 0,0 0,0 3,7 total 2006 120,7 2,2 0,6 5,5 -0,7 0,4 -0,8 128,0

mio. € anschaffungswerte am 01.01.2006 Zugänge Erfolgsneutrale	Zuschreibung Zuschreibungen Abgänge umbuchungen umrechnungsdifferenzen anschaffungswerte am 31.12.2006 kumulierte amortisationen am 01.01.2006 impairment Amortisationen kumulierte amortisationen am 31.12.2006 buchwerte am 31.12.2006

Goodwill 73,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 73,2

-5,7 0,0 -2,0 -7,7 10,6

0,0 0,0 0,0 0,0 73,2

-1,0 -0,2 0,0 -1,2 17,3

0,0 0,0 0,0 0,0 14,3

0,0 -1,8 0,0 -1,8 1,9

-6,7 -2,0 -2,0 -10,7 117,3

Der	 Goodwill	 in	 höhe	 von	 Mio.	€	73,2	 ist	 vollumfänglich	 der	 E 	 nergiedienst	Netze	Gmbh	zuzuordnen.	Er	wird	jährlich	im	Rahmen	 eines	 impairment-tests	 überprüft.	 Der	 erzielbare	 Betrag	 basiert	auf	einer	Barwertberechnung.	Basis	sind	die	cashflows	 für	vier	Planjahre	sowie	der	daraus	resultierende	Durchschnittswert	(ohne	Wachstumsrate),	der	für	die	Folgezeit	angesetzt	wird.	 Für	 den	 impairment-test	 wurde	 ein	 WAcc	 in	 höhe	 von	 5,2	 %	 verwendet.	 Dieser	 Diskontierungssatz	 basiert	 auf	 einem	 nach	 üblichen	 fi­nanzwissenschaftlichen	 Methoden	 ermittelten	 WAcc	 vor	 Steuern	 (Verhältnis	 EK/FK	 40:60,	 risikofreier	 Zins	 4,1	 %,	 Marktrisikoprämie	5,0	%,	Beta	0,79).	Übersteigt	der	erzielbare	 Wert	den	Buchwert,	ist	kein	Wertberichtigungsbedarf	angezeigt.	 Das	Management	ist	der	Ansicht,	dass	alle	unter	normalen	umständen	denkbaren	Veränderungen	der	genannten	Schlüsselannahmen	 nicht	 dazu	 führen,	 dass	 der	 Buchwert	 den	 erzielbaren	 Wert	übersteigt.

Die	 Beteiligung	 und	 das	 Aktionärsdarlehen	 (übrige	 Finanzanlagen)	an	Geopower	Basel	AG	wurden	voll	(2,0	Mio.	€)	wertberichtigt	(siehe	Erläuterung	28).	unter	Nettoausweis	Fondsvermögen	 wird	das	die	Personalvorsorgeverpflichtung	übersteigende	Planvermögen	gemäss	ctA-Modell	(siehe	20.1)	ausgewiesen.	

ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG 67

mio. € anschaffungswerte am 01.01.2005 umgliederung Zugänge Abgänge umbuchungen umrechnungsdifferenzen anschaffungswerte am 31.12.2005 kumulierte amortisationen am 01.01.2005 umgliederung Amortisationen Abgänge Zuschreibungen umrechnungsdifferenzen kumulierte amortisationen am 31.12.2005 buchwerte am 31.12.2005

immaterielle werte 17,5 0,0 0,3 0,0 0,0 0,0 17,8

beteiligungen an assoziierten GesellGoodwill schaften 83,7 -10,9 0,4 0,0 0,0 0,0 73,2 16,8 0,0 0,0 0,0 -16,5 -0,3 0,0

übrige verpflichtungen beteili- übersteigendes gungen fondsvermögen 1,9 0,0 0,0 0,0 16,4 0,0 18,3 0,0 0,0 0,0 0,0 8,8 0,0 8,8

übrige finanzanlagen 5,9 0,2 0,0 -3,4 0,0 -0,1 2,6

total 2005 125,8 -10,7 0,7 -3,4 8,7 -0,4 120,7

-3,7 0,0 -2,0 0,0 0,0 0,0 -5,7 12,1

-10,9 10,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 73,2

0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

-1,3 0,0 -0,1 0,0 0,4 0,0 -1,0 17,3

0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 8,8

0,0 -0,2 0,0 0,2 0,0 0,0 0,0 2,6

-15,9 10,7 -2,1 0,2 0,4 0,0 -6,7 114,0

14. vorräte Bei	den	Vorräten	handelt	es	sich	vorwiegend	um	Betriebsstoffe.

68 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG

15. forderungen
mio. € forderungen aus lieferungen und leistungen Gegenüber	Dritten	 Gegenüber	nahe	stehenden	Gesellschaften Wertberichtigung	Forderungen	Dritte total laufende steuerforderungen Steuererstattungsansprüche total übrige forderungen Gegenüber	Dritten	 Stückzinsen/Marchzinsen Aktive	Rechnungsabgrenzungen	 total 1,7 0,3 23,2 1,9 3,3 28,3 24,6 0,2 4,4 29,2 2,7 2,7 7,3 7,3 14,8 106,8 5,4 -5,0 107,2 68,9 7,3 -4,0 72,2 davon mio. chf 2006 2005

16. wertschriften und Geldanlagen
mio. € art Aktien Fonds total anlage-währung EuR EuR 0,0 18,4 18,4 13,7 10,0 23,7 2006 2005

Bei	den	Fonds	handelt	es	sich	um	eine	Anlage	in	einen	geschlossenen	Fonds	mit	einem	Schwerpunkt	auf	Aktien	und	Rentenpapieren. unter	den	ausgewiesenen	Aktien	waren	2005	300.000	Aktien	der	EnBW	Energie	Baden-Württemberg	AG	enthalten,	welche	im	März	 2006	verkauft	wurden.	

17. liquide mittel
mio. € Festgelder	und	sonstige	kurzfristige	Anlagen	 Bank-	und	Postguthaben	 Kassenbestände total davon mio. chf 4,7 6,9 2006 115,0 13,1 0,0 128,0 2005 38,2 72,9 0,1 111,2

Bei	den	sonstigen	kurzfristigen	Anlagen	handelt	es	sich	um	Fondsanteile,	die	innerhalb	eintägiger	Valuta	veräusserbar	sind.

ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG 69

18. langfristige finanzverbindlichkeiten
art/zinssatz langfristiges	Darlehen	gegenüber	 nahe	stehender	Gesellschaft 2.78	%	 obligationenanleihe 3,75	% 3,00	% total 103,4	% 101,0	% 2002–2010 2004–2012 100,0 100,0 62,9 62,9 130,0 64,7 64,7 133,6 2002–2010 6,5 4,1 4,2 kurswert laufzeit mio. chf 2006 2005

Diese	Verbindlichkeiten	sind	nicht	mit	besonderen	Sicherheiten	belastet. nettofinanzguthaben
mio. € langfristige	Finanzverbindlichkeiten Kurzfristige	Finanzverbindlichkeiten	 finanzschulden Übrige	Beteiligungen	und	Finanzanlagen Wertschriften	und	Geldanlagen liquide	Mittel finanzguthaben nettofinanzguthaben 2006 -130,0 -3,2 -133,2 19,2 18,4 128,0 165,6 32,4 2005 -133,6 -13,6 -147,2 19,9 23,7 111,2 154,8 7,6

19. latente steuerverpflichtungen
aus folgenden bilanzpositionen in mio. € Stand	01.01.2006 Erfolgsneutrale	Zuführung Zuführungen Auflösungen umrechnungsdifferenzen Stand	31.12.2006 sachanlagen und immaterielle werte 113,0 0,0 0,0 -5,5 -0,3 107,2 wertschriften und Geldanlagen 4,8 0,0 1,5 0,0 -0,1 6,2 kurzfristiges fremdkapital 3,6 0,0 0,0 0,0 0,0 3,6

beteiligungen 49,9 0,2 0,0 0,0 -1,3 48,8

forderungen 0,0 0,0 0,3 0,0 0,0 0,3

rückstellungen 4,1 0,0 3,2 0,0 -0,1 7,2

total 175,4 0,2 5,0 -5,5 -1,8 173,3 -1,3 172,0 29,7	%

latente	Steuern	auf	Verlustvorträge	(Vorjahr	-1,5	Mio.€) latente steuerverpflichtungen gew.	durchschnittlicher	latenter	Konzernsteuersatz	(Vorjahr	29,9	%)

Es	bestehen	keine	nicht	bilanzierten	latenten	Steueraktiven	auf	Verlustvorträge.	Die	bestehenden	Verlustvorträge	für	eine	deutsche	 tochtergesellschaft	sind	zeitlich	unbeschränkt	mit	zukünftigen	Gewinnen	verrechenbar.

70 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG

20. langfristige rückstellungen
mio. € bestand 01.01.2005 Zuführungen Erfolgsneutrale	Zuführung Auflösungen Zinsanteile	an	Zuführungen umbuchungen	auf	kurzfristige	 Rückstellungen inanspruchnahme Verrechnung	nach	ctA-Modell umrechnungsdifferenzen bestand 31.12.2005 Zuführungen Erfolgsneutrale	Zuführung Auflösungen Zinsanteile	an	Zuführungen umbuchungen	auf	kurzfristige	 Rückstellungen inanspruchnahme Verrechnung	nach	ctA-Modell umrechnungsdifferenzen bestand 31.12.2006 leistungen an mitarbeiter 89,4 3,1 0,0 -4,1 4,5 0,0 -4,0 -88,2 0,2 0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -0,7 0,0 0,2 restrukturierungen 11,1 0,0 0,0 -0,9 0,0 -2,0 -3,0 0,0 -0,4 4,8 0,3 0,0 0,0 0,0 -2,1 0,0 0,0 -0,1 2,9 konzessionsverpflichtungen 25,9 0,0 9,0 -11,6 0,5 0,0 -6,3 0,0 -0,2 17,2 0,0 1,1 -0,1 0,6 0,0 0,0 0,0 -0,1 18,7 sonstige rückstellungen 3,3 0,0 0,0 -0,4 0,0 0,0 -2,4 0,0 0,0 0,5 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 -0,4 0,0 0,0 0,4 total 129,6 3,1 9,0 -17,0 5,0 -2,0 -15,7 -88,2 -0,4 23,3 0,6 1,1 -0,1 0,6 -2,1 -0,4 -0,7 -0,2 22,2

20.1 leistungen an mitarbeiter übersicht der personalverpflichtungen Die	betriebliche	Altersversorgung	besteht	aus	beitragsorientierten	und	leistungsorientierten	Versorgungssystemen. Bei	leistungsorientierten	Versorgungssystemen	besteht	die	Verpflichtung	 des	 unternehmens	 darin,	 zugesagte	 leistungen	 an	 aktive	 und	 ehemalige	 Mitarbeitende	 zu	 erfüllen.	 Die	 Rückstellung	 dafür	 wird	 nach	 betriebswirtschaftlich	 anerkanntem	 dynamischen	 Anwartschaftsdeckungs-Verfahren	 (Projected	 unit	 credit	Method)	entsprechend	iAS	19	jährlich	neu	berechnet.	Die	 Ermittlung	 der	 Pensionsverpflichtungen	 erfolgt	 durch	 auf	 Basis	 des	Personalbestandes	per	30.9.	erstellten	versicherungsmathematische	Gutachten	zum	Bilanzstichtag.	Die	aus	Arbeitsverträgen	 nach	deutschem	Recht	anfallenden	Pensionsverpflichtungen	sind	 mittels	eines	ctA-Modells	(contractual	trust	Arrangement)	ausgegliedert	 worden.	 Dieses	 Vertragskonstrukt	 führt	 dazu,	 dass	 die	für	die	Deckung	der	Pensionsverpflichtungen	vorgesehenen	 Vermögenswerte	 ausschliesslich	 und	 unwiderruflich	 für	 diese	 eingesetzt	 werden.	 in	 den	 ausgewiesenen	 Verpflichtungen	 sind	 Jubiläumsprämien	in	der	höhe	von	Mio.	€	0,2	für	Arbeitsverträge	 nach	schweizerischem	Recht	enthalten.	 Der	 Berechnung	 liegen	 für	 Deutschland	 die	 Richttafeln	 2005,	 Verlag	 heubeck-Richttafeln-Gmbh	und	für	die	Schweiz	die	BVG	2000	tafeln	zugrunde.	 arbeitsverträge nach deutschem recht Die	Rückstellung	wird	für	das	nach	deutschem	Recht	angestellte	Personal	nach	der	Projected	unit	credit	Method	jährlich	neu	 berechnet.	 Der	 Barwert	 der	 Personalverpflichtungen	 beträgt	 per	Ende	Jahr	Mio.	€	100,5.	Davon	sind	Mio.	€	1,0	ausserhalb	 des	 10	%-Korridors.	 Davon	 wurden	 1/15	 (Zuführungszeitraum	 15	Jahre)	 erfolgswirksam	 gebucht.	 Die	 für	 2007	 erwarteten	 A 	 rbeitgeberbeiträge	betragen	Mio.	€	1,7.

ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG 71

übersicht über den funded status und über den unterschied zwischen erwarteten parametern in den versicherungsmathematischen berechnungen und den effektiven werten:
mio. € Vorsorgeverpflichtungen	am	31.	Dezember Marktwert	des	Planvermögens	am	31.	Dezember überschuss/unterdeckung Versicherungsmathematische	und	Erfahrungswertanpassungen	der	leistungsverpflichtungen Versicherungsmathematische	und	Erfahrungswertanpassungen	des	Planvermögens 2006 -100,2 100,9 0,7 2,6 0,0 2005 -102,0 98,4 -3,6 -5,3 0,0

entwicklung der vorsorgeverpflichtungen und des planvermögens:
mio. € vorsorgeverpflichtungen am 1. Januar laufender	Dienstzeitaufwand Zinsaufwand Versicherungsmathematische	Gewinne/Verluste Ausbezahlte	leistungen vorsorgeverpflichtungen am 31. dezember marktwert des planvermögens am 1. Januar Erwartete	Erträge	aus	Planvermögen Versicherungsmathematische	Gewinne Bildung	Planvermögen	Arbeitgeberseite marktwert des planvermögens am 31. dezember Über-/unterdeckung Nicht	aktivierbare	Überdeckung	(Asset	ceiling	gemäss	iAS	19.58A) Nicht	erfasste	versicherungsmathematische	Verluste bilanzierte vorsorgeverpflichtung am 31. dezember 2006 -102,0 -3,0 -4,0 1,1 7,7 -100,2 98,4 5,3 -2,8 0,0 100,9 0,7 -0,7 0,0 0,0 2005 -97,1 -2,9 -4,6 -4,6 7,2 -102,0 0,0 0,0 0,0 98,4 98,4 -3,6 0,0 2,9 -0,7

zusammensetzung des personalvorsorgeaufwandes
mio. € Aufwand	für	im	Berichtsjahr	verdiente	Versorgungsansprüche Erwartete	Erträge	aus	Planvermögen Zinsaufwand	für	bereits	erworbene	Versorgungsansprüche nettopensionskosten 2006 -3,0 5,3 -4,0 -1,7 2005 -2,9 0,0 -4,6 -7,5

72 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG

parameter/annahme der berechnungen:
% Diskontsatz Erwartete	Rendite	auf	das	Planvermögen Erwartete	lohnerhöhungen Erwartete	Rentenerhöhungen Erwartete	durchschnittliche	Restlebensarbeitszeit	der	Planteilnehmer Effektive	Rendite	auf	das	Planvermögen 2006 4,50 5,50 2,50 2,00 12	Jahre 3,55 2005 4,25 5,50 2,50 1,50 12	Jahre 10,35

wesentliche anlagekategorien des planvermögens:
% Aktien Anleihen immobilien Flüssige	Mittel	und	übrige	Finanzanlagen total 2006 27,0 67,5 0,0 5,5	 100,0 2005 24,6 71,3 0,0 4,1	 100,0

arbeitsverträge nach schweizerischem recht Die	 Mitarbeiter	 sind	 der	 autonomen	 Pensionskasse	 Schweizerischer	Elektrizitätswerke	(PKE)	angeschlossen.	Versicherungsmathematische	 Berechnungen	 (Projected	 unit	 credit	 Method)	 zeigen	in	diesem	Jahr	für	die	nach	schweizerischem	Recht	Versicherten	eine	unterdeckung	des	anteiligen	Barwerts	der	Ansprüche	ehemaliger	und	aktiver	Mitarbeiter	gegenüber	dem	Anteil	am	

Vermögen	zu	Marktwerten.	Gemäss	Statuten	der	PKE	kann	nur	 durch	 paritätische	 Beschlüsse,	 d.h.	 gemeinsam	 durch	 die	 der	 Pensionseinrichtung	 angeschlossenen	 Arbeitgeber-	 und	 Arbeitnehmervertreter,	 über	 die	 Mittel	 verfügt	 werden.	 Die	 für	 2007	 erwarteten	Arbeitgeberbeiträge	betragen	Mio.	€	0,5.

übersicht über den funded status und über den unterschied zwischen erwarteten parametern in den versicherungsmathematischen berechnungen und den effektiven werten
mio. € Vorsorgeverpflichtungen	am	31.	Dezember Marktwert	des	Planvermögens	am	31.	Dezember unterdeckung Versicherungsmathematische	und	Erfahrungswertanpassungen	der	leistungsverpflichtungen Versicherungsmathematische	und	Erfahrungswertanpassungen	des	Planvermögens 2006 -50,1 48,5 -1,6 1,2 2,8 2005 -52,0 48,5 -3,5 – –

ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG 73

netto-vorsorgeaufwand der periode
mio. € laufender	Dienstzeitaufwand Zinsaufwand Erwartete	Erträge	aus	Planvermögen vorsorgeaufwand der periode, brutto Arbeitnehmerbeiträge netto-vorsorgeaufwand der periode 2006 -0,9 -1,5 1,7 -0,7 0,2 -0,5 2005 -0,8 -1,9 2,1 -0,6 0,2 -0,4

entwicklung der vorsorgeverpflichtungen und des planvermögens
mio. € vorsorgeverpflichtungen am 1. Januar laufender	Dienstzeitaufwand Zinsaufwand Versicherungsmathematische	Gewinne/Verluste Ausbezahlte	leistungen umrechnungsdifferenz vorsorgeverpflichtungen am 31. dezember marktwert des planvermögens am 1. Januar Erwartete	Erträge	aus	Planvermögen Versicherungsmathematische	Gewinne Ausbezahlte	leistungen Arbeitgeberbeiträge Arbeitnehmerbeiträge umrechnungsdifferenz marktwert des planvermögens am 31. dezember unterdeckung Nicht	erfasste	mathematische	Verluste bilanzierte vorsorgeverpflichtung am 31. dezember 2006 -52,0 -0,9 -1,5 -1,2 3,5 2,0 -50,1 48,5 1,7 2,9 -3,5 0,5 0,2 -1,8 48,5 -1,6 1,6 0,0 2005 -47,4 -0,8 -1,9 -5,6 3,2 0,5 -52,0 44,3 2,1 5,2 -3,2 0,4 0,2 -0,5 48,5 -3,5 3,5 0,0

parameter/annahme der berechnungen
% Diskontsatz	zum	1.1. Erwartete	Rendite	auf	das	Planvermögen Erwartete	lohnerhöhungen Erwartete	Rentenerhöhungen Erwartete	durchschnittliche	Restlebensarbeitszeit	der	Planteilnehmer Effektive	Rendite	auf	das	Planvermögen 2006 3,0 4,5 1,5 1,0 8	Jahre 10,0 2005 3,0 3,6 1,5 1,0 8	Jahre 20,5

74 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG

wesentliche anlagekategorien des planvermögens
% Aktien Anleihen immobilien Flüssige	Mittel	und	übrige	Finanzanlagen total 2006 50,1 23,8 13,3 12,9 100,0 2005 51,8 22,3 13,2 12,7 100,0

20.2 restrukturierungsrückstellung
mio. € anfangsbestand per 1.1. Abfi­ndungen	(Auszahlungen) Altersteilzeit	(Auszahlungen) lohnfortzahlungen Auflösung umbuchung	auf	kurzfristige	Rückstellungen Zuführungen umrechnungsdifferenzen endbestand per 31.12. 2006 4,8 0,0 0,0 0,0 0,0 -2,1 0,3 -0,1 2,9 2005 11,1 -1,3 -1,6 -0,1 -0,9 -2,0 0,0 -0,4 4,8

Diese	Rückstellung	beinhaltet	nur	Ausgaben,	die	zwangsläufi­g	im	Zuge	des	Ergebnisverbesserungsprogrammes	„ProDrei“	entstehen.	 Der	verbleibende	Betrag	führt	zu	einem	Mittelabfluss	in	den	nächsten	5	Jahren. 20.3 rückstellung aus konzessionsverpflichtungen
mio. € Konzessionsverpflichtungen	Wasserkraftwerke	(Rückbau) Konzessionsverpflichtungen	Netze	(Rückbau) total 2006 12,0 6,7 18,7 2005 10,7 6,5 17,2

Die	Kostenschätzungen	für	die	Konzessionsverpflichtungen	Wasserkraftwerke	 basieren	 auf	 entsprechenden	 Vertragsvorgaben,	 Entsorgungskonzepten	und	Grobstudien	und	dem	mutmasslichen	 Ende	der	Konzession.	Bei	den	Konzessionsverpflichtungen	Netze	 beruhen	 die	 Schätzungen	 der	 Kosten,	 der	 Eintrittswahrscheinlichkeit	(66	%)	und	der	durchschnittlichen	Konzessionsdauer	(20	 Jahre)	auf	entsprechenden	Erfahrungswerten.	

Für	 die	 Berechnung	 der	 Rückstellungen	 für	 Konzessionsverpflichtungen	wurde	dabei	ein	WAcc	in	höhe	von	5,2	%	verwendet.	Dieser	Diskontierungssatz	basiert	auf	einem	nach	üblichen	 fi­nanzwissenschaftlichen	Methoden	ermittelten	WAcc	vor	Steuern	(Verhältnis	EK/FK	40:60,	risikofreier	Zins	4,1	%,	Marktrisikoprämie	5,0	%,	Beta	0,79).	

ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG 75

20.4 sonstige rückstellungen
mio. € Drohende	Verluste	Watt	Deutschland	Gmbh Drohende	Verluste	holzwärme	Müllheim	Gmbh Drohende	Verluste	Wasserkraftwerk	Maulburg	Gmbh total 2006 0,0 0,1 0,3 0,4 2005 0,3 0,2 0,0 0,5

21. kurzfristige finanzverbindlichkeiten
mio. € art / zinssatz Darlehen	gegenüber	nahe	stehenden	 Gesellschaften Bankdarlehen	1,40	% Bankdarlehen	1,44	% total laufzeit unbefristet 05/2005–05/2006 08/2005–08/2006 3,5 3,2 0,0 0,0 3,2 2,4 9,7 1,5 13,6 davon mio. chf 2006 2005

insgesamt	konnte	die	Energiedienst-Gruppe	per	31.	Dezember	2006	bei	Banken	über	eine	Kreditlinie	von	insgesamt	Mio.	chF	20,0	 (Vorjahr:	Mio.	chF	20,0)	verfügen.	

22. verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen
mio. € Gegenüber	Dritten Gegenüber	nahe	stehenden	Gesellschaften total davon mio. chf 0,3 6,5 2006 33,8 19,5 53,2 2005 34,8 28,3 63,1

23. übrige verbindlichkeiten
mio. € Gegenüber	Dritten Gegenüber	Mitarbeitern Stückzinsen/Marchzinsen total davon mio. chf 0,2 0,2 4,3 2006 6,1 13,6 2,7 22,4 2005 2,9 13,9 2,8 19,6

in	den	Verbindlichkeiten	gegenüber	Mitarbeitern	sind	Verpflichtungen	aus	Kapitalbezügen	aus	Vorsorgeansprüchen	enthalten. 24. kurzfristige rückstellungen Bei	den	kurzfristigen	Rückstellungen	handelt	es	sich	um	Restrukturierungsrückstellungen	in	höhe	von	Mio.	€	2,1	(Vorjahr	Mio.	€	2,0),	 welche	in	den	nächsten	12	Monaten	beansprucht	werden.

76 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG

25. finanzinstrumente/risikomanagement Das	 Risikomanagement	 ist	 ein	 integraler	 Bestandteil	 der	 Geschäftsprozesse	 sowie	 der	 Planungs-	 und	 Kontrollprozesse.	 Es	 ist	mit	den	vorhandenen	Managementsystemen	verknüpft,	unterstützt	die	unternehmensplanung	und	das	controlling,	und	es	entspricht	den	erweiterten	Berichtspflichten	der	Geschäftsleitung	an	 den	Verwaltungsrat.	Dieser	wird	regelmässig,	mindestens	vierteljährlich,	umfassend	über	die	aktuelle	Risikolage	der	Gruppe	informiert.	Ergänzend	hierzu	erfolgt	eine	Ad-hoc-Berichterstattung,	 sofern	 Risiken	 und	 Neueinschätzungen	 bekannt	 werden,	 die	 zu	 bestandsgefährdenden	Entwicklungen	führen	könnten. Die	 kontinuierliche	 Früherkennung	 und	 die	 standardisierte	 Erfassung,	 Bewertung,	 Steuerung	 und	 Überwachung	 der	 Risiken	 erfolgt	durch	die	einzelnen	Fachabteilungen	und	die	Geschäftsleitung	 selbst.	 Die	 Risiken	 werden	 anhand	 ihrer	 potenziellen	 Schadenshöhe	und	Eintrittswahrscheinlichkeit	bewertet,	und	es	 werden	 entsprechende	 Steuerungsmassnahmen	 defi­niert	 und	 Verantwortliche	 festgelegt.	 Die	 Effi­zienz	 und	 Wirksamkeit	 des	 Risikomanagementsystems	 wird	 durch	 den	 Prüfungsausschuss	 des	Verwaltungsrats	überwacht.	 unterschieden	werden	folgende	Risikokategorien: marktrisiken:	Die	Energiedienst-Gruppe	ist	den	Preis-	und	Absatzrisiken	eines	von	liberalisierung	und	Wettbewerb	geprägten	 Marktumfeldes	 ausgesetzt.	 Wir	 begegnen	 diesen	 Marktrisiken	 durch	differenzierte	Preisstrategien	und	offensive	Vertriebspolitik. betriebsrisiken:	Entlang	unserer	Wertschöpfungskette	betreiben	 wir	technologisch	komplexe	Stromproduktions-	und	Übertragungsanlagen.	Möglichen	Betriebsstörungen	und	Produktionsausfällen,	 die	unser	Ergebnis	beeinträchtigen	können,	begegnen	wir	durch	 systematische	Verfahren	der	Wartung	und	Qualitätssicherung	so-

wie	 durch	 den	 Einsatz	 hoch	 qualifi­zierter	 Mitarbeiter.	 in	 geeigneten	 Fällen	 werden	 mögliche	 Schadenswirkungen	 durch	 Versicherungen	begrenzt. finanzwirtschaftliche risiken:	 im	 Rahmen	 des	 operativen	 Geschäftes	sind	wir	Zins-,	Währungs-,	Strompreis-	und	Kontrahentenrisiken	ausgesetzt.	Diesen	Risiken	begegnen	wir	mit	dem	 Einsatz	geeigneter	Steuerungsinstrumente.	Die	Beschaffung	der	 Energiedienst-Gruppe	 versucht,	 durch	 ein	 kundensegmentspezifi­sches	Portfoliomanagement	auf	diese	Marktpreisänderungen	 zu	reagieren.	Für	das	Risikomanagement	unserer	Beschaffungspositionen	setzen	wir	standardisierte	terminkontrakte	ein.	 Die	Überwachung	dieser	Geschäfte	hinsichtlich	Bonität	der	Kontrahenten,	 Preis-	 und	 Mengenrisiken	 erfolgt	 auf	 zentraler	 Ebene	 durch	 die	 Stabstelle	 Risikomanagement.	 hier	 erfolgt	 ebenso	 auch	 die	 Überwachung	 des	 vom	 Verwaltungsrat	 erlassenen	 l 	 imitsystems	für	die	Strombeschaffung. umfeldrisiken:	 Weitere	 Risiken	 ergeben	 sich	 aufgrund	 des	 ständigen	Wandels	des	politischen,	rechtlichen	und	gesellschaftlichen	umfeldes	der	Energiedienst-Gruppe.	Wesentliche	umfeldrisiken/chancen	 ergeben	 sich	 im	 Zusammenhang	 mit	 dem	 am	 13.	Juli	2005	verabschiedeten	Energiewirtschaftsgesetz	und	der	 möglichen	Einflussnahme	der	Bundesnetzagentur	auf	die	Netznutzungsentgelte	 sowie	 durch	 die	 ab	 1.	 Juli	 2007	 durchzuführende	gesellschaftsrechtliche	Entflechtung	der	Energieverteilung	 von	den	übrigen	Bereichen	(„legal	unbundling“).	 Die	zur	Absicherung	von	Zins-	und	Währungsrisiken	eingesetzten	 Swaps	sind	nicht	wesentlich.	Es	bestehen	keine	weiteren	nach	 iAS	39	ausweispflichtigen	Sachverhalte.

26. änderung konsolidierungskreis 2006	fand	keine	Änderung	des	Konsolidierungskreises	statt.	im	 Vorjahr	wurde	der	Spezialfond	dekonsolidiert.

27. eigentumsbeschränkungen Sämtliche	Aktiven	der	Energiedienst-Gruppe	sind	in	deren	freien	 Verfügungsgewalt	und	dienen	somit	nicht	direkt	als	Sicherheit	für	 ausstehende	Kredite,	abgegebene	Bürgschaften	oder	Garantien.

ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG 77

28. beziehungen zu nahe stehenden Gesellschaften und personen in	Analogie	zu	dem	in	Deutschland	für	mehrheitlich	beherrschte	 dem	die	in	unserem	Bericht	über	die	Beziehungen	zu	verbundePublikumsgesellschaften	aufgrund	des	§	312	Aktiengesetz	vor- nen	unternehmen	aufgeführten	Rechtsgeschäfte	vorgenommen	 geschriebenen	Abhängigkeitsberichts	erstattet	die	Geschäftslei- oder	Massnahmen	getroffen	oder	unterlassen	wurden,	bei	jedem	 tung	 für	 die	 deutschen	 Gesellschaften	 freiwillig	 einen	 Bericht	 Rechtsgeschäft	eine	angemessene	Gegenleistung	erhalten	und	 über	 die	 Beziehungen	 zu	 verbundenen	 unternehmen	 und	 lässt	 sind	dadurch,	dass	die	Massnahme	getroffen	oder	unterlassen	 diesen	vom	Wirtschaftsprüfer	überprüfen.	Der	Bericht	zum	Ge- wurde,	 nicht	 benachteiligt	 worden.“	 Dazu	 gehören	 die	 Gesellschäftsjahr	schliesst	mit	folgender	Erklärung:	„Wir	haben	nach	 schaften	 des	 Konsolidierungskreises	 sowie	 die	 EnBW	 Energie	 den	 umständen,	 die	 uns	 zu	 dem	 Zeitpunkt	 bekannt	 waren,	 in	 Baden-Württemberg	AG	und	ihre	tochtergesellschaften.

übersicht der erfolgsrechnungspositionen nahe stehender Gesellschaften und übriger beteiligungen
mio. € Nettoumsatz Strombeschaffung Material	und	Fremdleistungen Übriger	Betriebsaufwand Zinsaufwand 2006 80,6 107,1 2,1 4,3 0,4 2005 73,3 89,5 1,0 4,7 0,6

übersicht der bilanzpositionen nahe stehender Gesellschaften und übriger beteiligungen
mio. € Forderungen langfristige	Finanzverbindlichkeiten Kurzfristige	Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten	aus	lieferungen	und	leistungen 2006 5,4 4,1 3,2 19,5 2005 7,3 4,2 2,4 28,3

Die	EnBW	AG	hat	die	Kosten	für	die	Beteiligung	und	das	Aktionärsdarlehen	an	Geopower	Basel	AG	in	der	höhe	von	2,0	Mio.	€	 voll	 übernommen.	 Vorschüsse	 und	 Kredite	 sowie	 Garantieverpflichtungen	zugunsten	von	Mitgliedern	des	Verwaltungsrats	und	

der	 Geschäftsleitung	 sowie	 wichtigen	 Aktionären	 der	 Energiedienst	holding	AG	wurden	in	der	Berichtsperiode	keine	gewährt.	 Dem	Verwaltungsrat	der	Energiedienst	holding	AG	sind	in	2006	 gesamthaft	inkl.	MwSt	tsd.	€	213	Verwaltungsratshonorar	inkl.	 Aktien1,	ohne	Spesen	zugeflossen	(Vorjahr:	t€	110).

tsd. € VR
1

fixe vergütung 130,2

variable vergütung1 77,1

sozialleistungen 4,3

mwst. 1,0

total 212,6

	inklusive	50	Aktien,	bewertet	zum	Kurs	von	chF	483,50

Der	Verwaltungsrat	und	die	Geschäftsleitung	partizipierten	ebenfalls	am	Mitarbeiter-Aktienbeteiligungsprogramm.

78 anhanG zur konsolidierten JahresrechnunG ERlÄutERuNGEN	ZuR	KoNSoliDiERtEN	JAhRESREchNuNG

Die	 Vergütung	 der	 Geschäftsleitung	 wird	 vom	 Nominierungs-	 und	 Entschädigungsausschuss	 des	 Verwaltungsrats	 festgelegt.	 Das	 gegenwärtige	 Vergütungssystem	 sieht	 den	 Kategorien	 des	 Kodex	 entsprechend	 eine	 fi­xe	 und	 eine	 variable	 Komponente	 vor,	nämlich	eine	in	gleichen	Monatsraten	zahlbare	fi­xe	Jahresgrundvergütung	 sowie	 einen	 jährlichen	 variablen	 Bonus,	 den	 der	 Nominierungs-	 und	 Entschädigungsausschuss	 jeweils	 nach	 Ablauf	 des	 Geschäftsjahres	 festsetzt.	 Mit	 dem	 Bonus	 umfasst	 die	 Vergütung	 der	 Geschäftsleitung	 damit	 auch	 eine	 variable,	 jährlich	wiederkehrende	Komponente,	die	an	den	geschäftlichen	

und	persönlichen	Erfolg	gebunden	ist.	Weitere	Komponenten	mit	 langfristiger	Anreizwirkung	und	Risikocharakter	wie	etwa	Aktienoptionsprogramme	bestehen	derzeit	nicht. Kriterien	 für	 die	 Angemessenheit	 der	 Vergütung	 bilden	 neben	 der	 Aufgabe	 und	 leistung	 der	 Geschäftsleitung	 die	 wirtschaftliche	 lage,	 der	 Erfolg	 und	 die	 Zukunftsaussichten	 des	 unternehmens. Der	Geschäftsleitung	sind	im	Geschäftsjahr	2006	folgende	Gesamtvergütungen	zugeflossen:
sozialleistungen3 40,9 personalvorsorge 25,3 total 405,0

tsd. € Martin	Steiger

fixe vergütung1 197,6

variable vergütung 2 141,2

1		nklusive	pauschale	Abgeltung	der	Gremienarbeit,	ohne	Pensionsansprüche	und	Sozialleistungen.	Alle	honorare	aus	der	Wahrnehmung	von	Mandaten	durch	die	Geschäftsleitung	 i oder	Mitarbeiter	werden	der	Gesellschaft	abgeliefert. 2	inklusive	50	Aktien,	bewertet	zum	Kurs	von	chF	483.50 3		 lle	Sozialleistungen	ohne	Pensionsansprüche	inklusive	Geschäftsfahrzeug A

in	den	fi­xen	Vergütungen	der	Geschäftsleitung	sind	keine	Sachleistungen	 enthalten.	 Zur	 Zeit	 nimmt	 die	 Geschäftsleitung	 ein	 grundpfandgesichertes	 Darlehen	 zu	 Konditionen,	 wie	 sie	 allen	 Mitarbeitenden	gewährt	werden,	mit	einer	Restschuld	von	tsd.	 €	38,0	in	Anspruch.

Frühere	 Mitglieder	 der	 Geschäftsleitung	 der	 Energiedienst	 holding	 (vormals	 Kraftwerk	 laufenburg)	 und	 des	 Vorstands	 der	 Energiedienst	AG	(vormals	Kraftübertragungswerke	Rheinfelden	 AG)	und	ihre	hinterbliebenen	erhielten	742	tsd.	€.	Die	Pensions-	 und	weitere	Verpflichtungen	gegenüber	früheren	Mitgliedern	des	 Vorstands	 und	 ihren	 hinterbliebenen	 sind	 zurückgestellt	 oder	 werden	von	der	schweizerischen	Pensionskasse	ausgeglichen.

29. eventualverbindlichkeiten Als	 direkter	 und	 indirekter	 Aktionär	 der	 Kraftwerk	 RyburgSchwörstadt	AG,	Rheinkraftwerk	Säckingen	AG,	Rheinkraftwerk	 Albbruck-Dogern	 AG	 sowie	 Schluchseewerk	 AG	 haben	 sich	 die	 Energiedienst	 holding	 AG	 und	 ihre	 tochtergesellschaften	 verpflichtet,	 die	 auf	 ihren	 Beteiligungsanteil	 entfallenden	 Jahres-

kosten,	inkl.	Verzinsung	und	Rückzahlung	des	Fremdkapitals,	zu	 bezahlen.	im	weiteren	bestehen	eine	Bürgschaft	gegenüber	der	 holzwärme	 Müllheim	 Gmbh	 sowie	 eine	 Rangrücktrittsvereinbarung	 mit	 der	 tochtergesellschaft	 NaturEnergie	 AG.	 Gegenüber	 der	 Geopower	 Basel	 AG	 besteht	 die	 Verpflichtung	 zu	 einer	 bedingten	Kapitalerhöhung	in	höhe	von	1,0	Mio.	€,	wobei	im	Bedarfsfall	50	%	von	der	EnBW	AG	getragen	werden.

30. ereignisse nach dem bilanzstichtag Die	konsolidierte	Jahresrechnung	wurde	durch	den	Verwaltungsrat	 am	 19.	 Januar	 2007	 genehmigt	 und	 zur	 Veröffentlichung	 freigegeben.	 Sie	 unterliegt	 zudem	 der	 Genehmigung	 durch	 die	

Generalversammlung	 der	 Energiedienst	 holding	 AG.	 Es	 waren	 bis	 zum	 19.	 Januar	 2007	 keine	 nennenswerten	 Ereignisse	 zu	 verzeichnen.

BERicht	DES	KoNZERNPRÜFERS 79

bericht des konzernprüfers an die GeneralversammlunG der enerGiedienst holdinG aG, laufenburG Als	Konzernprüfer	haben	wir	die	auf	den	Seiten	48	bis	78	wiedergegebene	 konsolidierte	 Jahresrechnung	 (Bilanz,	 Erfolgsrechnung,	 Eigenkapitalnachweis,	 Geldflussrechnung	 und	 Anhang)	 der	 Energiedienst	 holding	 AG	 für	 das	 am	 31.	 Dezember	 2006	 abgeschlossene	Geschäftsjahr	geprüft.	 Für	die	konsolidierte	Jahresrechnung	ist	der	Verwaltungsrat	verantwortlich,	 während	 unsere	 Aufgabe	 darin	 besteht,	 diese	 zu	 prüfen	und	zu	beurteilen.	Wir	bestätigen,	dass	wir	die	gesetzlichen	 Anforderungen	 hinsichtlich	 Befähigung	 und	 unabhängigkeit	erfüllen. unsere	Prüfung	erfolgte	nach	den	Schweizer	Prüfungsstandards	 sowie	nach	den	international	Standards	on	Auditing	(iSA),	wonach	 eine	 Prüfung	 so	 zu	 planen	 und	 durchzuführen	 ist,	 dass	 wesentliche	Fehlaussagen	in	der	konsolidierten	Jahresrechnung	 mit	 angemessener	 Sicherheit	 erkannt	 werden.	 Wir	 prüften	 die	 Posten	und	Angaben	der	konsolidierten	Jahresrechnung	mittels	 Analysen	und	Erhebungen	auf	der	Basis	von	Stichproben.	Ferner	 beurteilten	wir	die	Anwendung	der	massgebenden	Rechnungslegungsgrundsätze,	die	wesentlichen	Bewertungsentscheide	sowie	 die	Darstellung	der	konsolidierten	Jahresrechnung	als	Ganzes.	 Wir	sind	der	Auffassung,	dass	unsere	Prüfung	eine	ausreichende	 Grundlage	für	unser	urteil	bildet. Gemäss	unserer	Beurteilung	vermittelt	die	konsolidierte	Jahresrechnung	 ein	 den	 tatsächlichen	 Verhältnissen	 entsprechendes	 Bild	 der	 Vermögens-,	 Finanz-	 und	 Ertragslage	 in	 Übereinstimmung	mit	den	international	Financial	Reporting	Standards	(iFRS)	 und	entspricht	dem	schweizerischen	Gesetz. Wir	empfehlen,	die	vorliegende	konsolidierte	Jahresrechnung	zu	 genehmigen. KPMG	AG Markus	Forrer	 dipl.	Wirtschaftsprüfer	 leitender	Revisor	 Basel,	19.	Januar	2007 Stefan	inderbinen dipl.	Wirtschaftsprüfer 	

80 einzelabschluss enerGiedienst holdinG aG BilANZ

bilanz per 31. dezember
mio. chf aktiven anlagevermögen immaterielle	Vermögensgegenstände Sachanlagen	zu	Anschaffungswerten Kumulierte	Abschreibungen sachanlagen finanzanlagen Beteiligungen Übrige	Finanzanlagen Energiebezugsrecht finanzanlagen anlagevermögen umlaufvermögen Materialvorräte Forderungen	aus	lieferungen	und	leistungen Andere	Forderungen Rechnungsabgrenzung Wertschriften Flüssige	Mittel umlaufvermögen aktiven 5 4,5 16,6 3,2 7,9 154,8 185,5 372,6 978,6 3,8 82,3 3,3 6,7 141,3 23,3 260,6 953,8 3 4 424,9 131,2 2,8 558,9 606,0 635,7 3,7 3,3 642,7 693,2 3,8 340,0 -296,5 47,2 3,0 347,5 -300,0 50,6 erläuterungen 31.12.2006 31.12.2005

BilANZ 81

mio. chf passiven eigenkapital Aktienkapital Gesetzliche	Reserve -	Allgemeine	Reserve -	Reserve	für	eigene	Aktien Freie	Reserve Bilanzgewinn eigenkapital rückstellungen Rückstellung	für	Energiebeschaffungsrisiken Rückstellung	für	Personalvorsorge	Deutschland Übrige	Rückstellungen rückstellungen fremdkapital langfristige	Verbindlichkeiten obligationenanleihen Finanzschulden Kurzfristige	Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten	aus	lieferungen	und	leistungen Andere	Verbindlichkeiten	 Rechnungsabgrenzung fremdkapital passiven

erläuterungen

31.12.2006

31.12.2005

6

90,7 50,0

126,0 50,0 0,2 58,8 106,0 341,1

7

1,9 163,2 116,9 422,7

3,0 78,3 211,2 292,5

3,0 99,6 214,8 317,4

8

200,0 6,5

200,0 23,8 41,5 25,7 4,3 295,4 953,8

9

34,7 17,8 4,3 263,4 978,6

82 einzelabschluss enerGiedienst holdinG aG ERFolGSREchNuNG

erfolGsrechnunG vom 1. Januar bis 31. dezember
mio. chf stromerlös netto Übriger	Betriebsertrag betriebsertrag Strombeschaffung Material	und	leistungen Personalaufwand Wasser-	und	energierechtliche	Abgaben Abschreibungen Übriger	Betriebsaufwand betriebsaufwand betriebsergebnis vor finanzertrag und steuern Finanzertrag Finanzaufwand Währungsgewinne Gewinne	aus	Veräusserung	von	Anlagevermögen Wertbeeinträchtigungen Steuern Jahresgewinn 2006 333,4 166,2 499,6 275,0 44,3 45,1 9,4 7,4 39,1 420,2 79,4 51,4 -13,5 1,0 4,6 0,7 -6,7 116,9 2005 292,1 123,7 415,8 247,9 30,2 66,7 10,9 8,0 26,8 390,6 25,2 85,4 -14,6 -0,9 3,6 3,7 -9,9 92,6

ANhANG	ZuR	JAhRESREchNuNG	GEMÄSS	ARt.	663B	oR 83

allGemeine Grundsätze zur rechnunGsleGunG Alle	Betragsangaben	erfolgen	in	Millionen	chF	(Mio.	chF),	falls	 nicht	 anders	 vermerkt.	 Die	 Jahresrechnung	 der	 Energiedienst	 holding	AG	(Einzelabschluss)	wurde	nach	den	Vorschriften	des	 schweizerischen	obligationenrechtes	sowie	nach	allgemein	anerkannten	kaufmännischen	und	branchenüblichen	Grundsätzen	 erstellt.

1. finanzielle verpflichtungen zugunsten dritter Als	 direkter	 und	 indirekter	 Aktionär	 der	 Kraftwerk	 RyburgSchwörstadt	 AG,	 Rheinkraftwerk	 Albbruck-Dogern	 AG	 sowie	 Schluchseewerk	 AG	 haben	 sich	 die	 Energiedienst	 holding	 AG	 und	ihre	tochtergesellschaften	verpflichtet,	die	auf	ihren	Beteiligungsanteil	 entfallenden	 Jahreskosten,	 inkl.	 Verzinsung	 und	 Rückzahlung	des	Fremdkapitals,	zu	bezahlen.	

im	Weiteren	bestehen	eine	Bürgschaft	gegenüber	der	holzwärme	Müllheim	Gmbh	sowie	eine	Rangrücktrittsvereinbarung	mit	 der	tochtergesellschaft	NaturEnergie	AG.	 Gegenüber	der	Geopower	Basel	AG	besteht	eine	Verpflichtung	zu	 einer	bedingten	Kapitalerhöhung	in	der	höhe	von	Mio.	chF	1,6.

2. brandversicherungswerte der sachanlagen Der	Brandversicherungswert	der	gegen	Feuer	versicherten	Gebäude	 und	Anlagen	beträgt	Mio.	chF		333,0	(Vorjahr:	Mio.	chF	331,0).

3. beteiligungen Die	 Aufstellung	 der	 Beteiligungen,	 die	 für	 die	 Beurteilung	 der	 Vermögens-	 und	 Ertragslage	 der	 Gesellschaft	 wesentlich	 sind,	 kann	 der	 Beteiligungsübersicht	 der	 Energiedienst-Gruppe	 auf	

Seite	 87	ff	 des	 Geschäftsberichts	 entnommen	 werden.	 Per	 31.	Dezember	 2006	 wurde	 die	 Energiedienst	 Netze	 Gmbh	 auf	 die	Energiedienst	AG	übertragen.

4. übrige finanzanlagen
mio. chf Gegenüber	Dritten Gegenüber	nahe	stehenden	Gesellschaften total 2006 2,7 128,5 131,2 2005 3,7 0,0 3,7

Bei	den	Finanzanlagen	gegenüber	nahe	stehenden	Gesellschaften	handelt	es	sich	um	ein	Darlehen	gegenüber	der	tochter	ED-AG.

5. forderungen aus lieferungen und leistungen
mio. chf Gegenüber	Dritten Gegenüber	nahe	stehenden	Gesellschaften total 2006 16,6 0,0 16,6 2005 4,7 77,5 82,2

Die	konstanten	Forderungen	gegenüber	nahe	stehenden	Gesellschaften	sind	in	ein	festes	Darlehen	umgewandelt	worden	und	werden	unter	Finanzanlagen	ausgewiesen.

84 einzelabschluss enerGiedienst holdinG aG ANhANG

6. bedeutende aktionäre Als	bedeutender	Aktionär	ist	seit	dem	20.	Januar	2003	die	EnBW	 Energie	Baden-Württemberg	AG,	Karlsruhe,	stimmenmässig	mit	 einem	Anteil	von	75,97	%	am	Aktienkapital	beteiligt.	

im	Geschäftsjahr	2006	wurde	das	Aktienkapital	bestehend	aus	 2.520.000	Namenaktien	à	chF	50.00	Nennwert	oder	Mio.	chF	 126	durch	teilrückzahlung	des	Nennwertes	von	chF	14.00	pro	 Aktie	auf	Mio.	chF	90,7	herabgesetzt.

7. eigene aktien
durchschnittskurs Bestand	am	01.01.2006 Kauf	eigene	Aktien Mitarbeiter-Aktienbeteiligungsprogramm bestand am 31.12.2006 451,6 232,3 				0.0 445,9 namenaktien 450	Stück 7.121	Stück -3.405	Stück 4.166 stück mio. chf 0,2 1,7 0,0 1,9

Die	Gesellschaft	hielt	am	Bilanzstichtag	4.166	(Vorjahr:	450)	Aktien	im	Eigenbesitz.

8. obligationenanleihen
zinssatz 3,75	% 3,00	% total laufzeit 2002	–	2010 2004	–	2012 2006 100,0 100,0 200,0 2005 100,0 100,0 200,0

9. verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen
mio. chf Gegenüber	Dritten Gegenüber	nahe	stehenden	Gesellschaften total 2006 17,2 17,5 34,7 2005 22,8 18,7 41,5

ANtRAG	GEWiNNVERWENDuNG	2006 85

verwendunG des bilanzGewinnes Der	Verwaltungsrat	beantragt,	den	Bilanzgewinn	von	 chF	116.900.941	wie	folgt	zu	verwenden: antrag Gewinnverwendung Geschäftsjahr 2006
mio. chf Gewinnvortrag Jahresgewinn	2006 bilanzgewinn 2006 Zuweisung	freie	Reserve Vortrag	auf	neue	Rechnung chf 0 116.900.941 116.900.941 -116.900.941 0

laufenburg,	19.	Januar	2007

Namens	des	Verwaltungsrats

Der	Präsident	 hans	Kuntzemüller

86 einzelabschluss enerGiedienst holdinG aG BERicht	DER	REViSioNSStEllE

bericht der revisionsstelle an die GeneralversammlunG der enerGiedienst holdinG aG, laufenburG Als	Revisionsstelle	haben	wir	die	Buchführung	und	die	auf	den	 Seiten	 80	 bis	 85	 wiedergegebene	 Jahresrechnung	 (Bilanz,	 Erfolgsrechnung	und	Anhang)	der	Energiedienst	holding	AG	für	das	 am	31.	Dezember	2006	abgeschlossene	Geschäftsjahr	geprüft.	 Für	 die	 Jahresrechnung	 ist	 der	 Verwaltungsrat	 verantwortlich,	 während	unsere	Aufgabe	darin	besteht,	diese	zu	prüfen	und	zu	 beurteilen.	Wir	bestätigen,	dass	wir	die	gesetzlichen	Anforderungen	hinsichtlich	Befähigung	und	unabhängigkeit	erfüllen. unsere	Prüfung	erfolgte	nach	den	Schweizer	Prüfungsstandards,	 wonach	eine	Prüfung	so	zu	planen	und	durchzuführen	ist,	dass	 wesentliche	Fehlaussagen	in	der	Jahresrechnung	mit	angemessener	 Sicherheit	 erkannt	 werden.	 Wir	 prüften	 die	 Posten	 und	 Angaben	der	Jahresrechnung	mittels	Analysen	und	Erhebungen	 auf	der	Basis	von	Stichproben.	Ferner	beurteilten	wir	die	Anwendung	der	massgebenden	Rechnungslegungsgrundsätze,	die	wesentlichen	Bewertungsentscheide	sowie	die	Darstellung	der	Jahresrechnung	als	Ganzes.	Wir	sind	der	Auffassung,	dass	unsere	 Prüfung	eine	ausreichende	Grundlage	für	unser	urteil	bildet. Gemäss	unserer	Beurteilung	entsprechen	die	Buchführung	und	 die	Jahresrechnung	sowie	der	Antrag	über	die	Verwendung	des	 Bilanzgewinnes	dem	schweizerischen	Gesetz	und	den	Statuten. Wir	empfehlen,	die	vorliegende	Jahresrechnung	zu	genehmigen. KPMG	AG Markus	Forrer	 dipl.	Wirtschaftsprüfer	 leitender	Revisor	 Basel,	19.	Januar	2007 Stefan	inderbinen dipl.	Wirtschaftsprüfer 	

BEtEiliGuNGEN 87

beteiliGunGen direkte beteiligungen
energiedienst aG, d-rheinfelden Stromabgabe	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Gezeichnetes	Kapital Direkte	Beteiligung	(über	Energiedienst	holding	AG)	 % Mio.	kWh Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ 2006 4.652,0 601,3 400,2 38,1 49,2 100 2005 4.624,2 354,5 347,2 28,3 49,2 100

energiedienst netze Gmbh, d-rheinfelden Stromabgabe	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Gezeichnetes	Kapital Direkte	Beteiligung	(über	Energiedienst	holding	AG;		 per	31.12.2006	bei	Energiedienst	AG)		 % Mio.	kWh Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€

2006 703,0 96,9 98,2 10,1 5,0 100

2005 659,1 76,8 85,8 5,4 5,0 100

naturenergie aG, d-Grenzach-wyhlen Stromabgabe	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	(+)/-fehlbetrag	(–)	 Grundkapital Direkte	Beteiligung	(über	Energiedienst	holding	AG)	 % Mio.	kWh Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€

2006 1.373,0 32,7 67,9 0,4 2,6 100

2005 1.262,0 18,4 52,8 1,2 2,6 100

wasserkraftwerke
kraftwerk ryburg-schwörstadt aG, ch-rheinfelden Energieproduktion	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Grundkapital	 indirekte	Beteiligung	(über	Energiedienst	AG)	 Mio.	kWh Mio.	chF Mio.	chF Mio.	chF Mio.	chF % 2005/06 693,9 56,5 14,7 1,8 30,0 13,0 2004/05 723,8 57,3 10,2 1,8 30,0 13,0

rheinkraftwerk säckingen aG, d-bad säckingen Energieproduktion	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Grundkapital	 indirekte	Beteiligung	(über	Energiedienst	AG)	 Mio.	kWh Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ %

2005 477,0 21,7 8,7 0,3 5,0 12,5

2004 468,5 23,2 8,0 0,3 5,0 12,5

88 BEtEiliGuNGEN

wasserkraftwerke
rheinkraftwerk albbruck-dogern aG, d-waldshut-tiengen Energieproduktion	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Grundkapital	 Direkte	Beteiligung	(über	Energiedienst	holding	AG)	 Mio.	kWh Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ % 2005 544,4 32,5 10,3 0,5 8,2 5,0 2004 558,7 37,3 14,6 0,5 8,2 5,0

wkm – wasserkraftwerke maulburg Gmbh, d-maulburg Energieproduktion	 Bilanzsumme	 Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag	 Grundkapital	 indirekte	Beteiligung	(über	Energiedienst	AG)	 Mio.	kWh Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ %

2005 1,1 2,0 0,0 0,3 50,0

2004 0,8 2,2 0,0 0,3 50,0

pumpspeicherkraftwerk
schluchseewerk aG, d-freiburg i. br. Energieproduktion	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Grundkapital	 Direkte	Beteiligung	(über	Energiedienst	holding	AG)	 indirekte	Beteiligung	(über	Energiedienst	AG)	 Mio.	kWh Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ % % 2005 1.936,0 186,4 77,0 2,8 40,1 5,0 7,5 2004 2.206,0 185,4 75,4 2,8 40,1 5,0 7,5

beteiligungen an weiterverteilern
energieversorgung südbaar Gmbh, d-blumberg Stromabgabe	 Gasabgabe	 Wärmeabgabe	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Stammkapital	 Direkte	Beteiligung	(über	Energiedienst	holding	AG)	 Mio.	kWh Mio.	kWh Mio.	kWh Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ % 2005 69,4 82,1 4,5 9,0 9,8 1,0 1,4 50,0 2004 66,8 78,4 4,0 9,2 9,1 1,0 1,4 50,0

energieversorgung oberes wiesental Gmbh, d-todtnau Stromabgabe	 Gasabgabe	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Stammkapital	 indirekte	Beteiligung	(über	Energiedienst	AG)	 Mio.	kWh Mio.	kWh Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ %

2005 15,0 42,0 6,7 4,7 0,3 0,8 24,0

2004 15,0 42,0 6,1 4,4 0,4 0,8 24,0

BEtEiliGuNGEN 89

beteiligungen an weiterverteilern
stadtwerke bad säckingen Gmbh, d-bad säckingen Stromabgabe	 Gasabgabe	 Fernwärme	 Wasser	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Stammkapital	 Direkte	Beteiligung	(über	Energiedienst	holding	AG)	 Mio.	kWh Mio.	kWh Mio.	kWh Mio.	m3 Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ % 2005 82,0 189,6 28,9 1,1 25,7 20,2 3,0 2,9 26,3 2004 82,4 189,7 28,2 1,0 26,8 18,8 2,7 2,9 26,3

andere beteiligungen
Geopower basel aG, ch-basel Grundkapital	 Direkte	Beteiligung	(über	Energiedienst	holding	AG)	 Mio.	chF % 2005 4,2 7,1 2004 0,0 0,0

hwm holzwärme müllheim Gmbh, d-müllheim Wärmeabgabe	 Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresfehöbetrag	 Stammkapital	 Direkte	Beteiligung	(über	Energiedienst	holding	AG)	 Mio.	kWh Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ %

2005 8,5 3,9 0,5 -0,1 0,2 33,3

2004 9,0 4,1 0,5 -0,1 0,2 33,3

regioaqua Gesellschaft für wasser und abwasser mbh, d-rheinfelden Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Stammkapital	 Direkte	Beteiligung	(über	Energiedienst	holding	AG)	 indirekte	Beteiligung	(über	Energiedienst	AG)	 Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ % %

2005 0,1 0,3 0,0 0,1 25 25

2004 0,1 0,3 0,0 0,1 25 25

regiodata Gesellschaft für raumbezogene informationssysteme mbh, d-lörrach Bilanzsumme	 Gesamtleistung	 Jahresüberschuss	 Stammkapital	 indirekte	Beteiligung	(über	Energiedienst	AG)	 Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ Mio.	€ %

2005 1,2 5,8 0,1 0,1 35,0

2004 1,3 5,8 0,0 0,1 35,0

*teilweise	lagen	bei	Redaktionsschluss	noch	keine	Abschlüsse	2006	vor

90 GloSSAR

ed-Gruppe Energiedienst-Gruppe edh Energiedienst	holding	AG ed aG Energiedienst	AG edn Energiedienst	Netze	Gmbh kwh Kilowattstunde mw Megawatt kv Kilovolt v Volt baseload Base	 ist	 ein	 Standardprodukt	 im	 Stromhandel.	 Es	 meint	 die	 lieferung	 mit	 konstanter	 leistung	 über	 einen	 defi­nierten	 Zeitraum	als	Vielfaches	eines	tages,	zum	 Beispiel	ist	Day-Ahead	das	Grundlastband	 für	den	nächsten	tag. peakload Peak	 ist	 ebenfalls	 ein	 Standardprodukt	 des	Stromhandels.	Es	meint	die	lieferung	 mit	 konstanter	 leistung	 über	 die	 Dauer	 von	 jeweils	 12	 Stunden	 am	 tag	 (Montag	 bis	Freitag)	von	8	bis	20	uhr,	zum	Beispiel	 ist	Day-Ahead-Peak	das	hochlastband	für	 den	nächsten	tag.

eeX European	 Energy	 Exchange	 (Europäische	 Strombörse)	in	leipzig ebitda Earnings	 before	 interests,	 taxes,	 Depreciation	 und	 Amortization.	 operatives	 Ergebnis	 vor	 Zinsen,	 Ertragssteuern	 sowie	 Abschreibungen	 auf	 Sachanlagen	 bzw.	 immateriellen	 Vermögensgegenständen	 und	Goodwill.	 ebit Betriebsergebnis	vor	Zinsen	und	Steuern ebt unternehmensergebnis	 vor	 Ertragssteuern ias international	Accounting	Standards ifrs international	 Financial	 Reporting	 Standards.	 internationaler	 Standard	 für	 die	 Rechnungslegung. impairment Wertbeeinträchtigung/Wertminderung cta-modell ctA	 steht	 als	 Abkürzung	 für	 contractual	 trust	 Arrangement.	 Es	 handelt	 sich	 um	 eine	 vom	 unternehmen	 getrennte	 treuhand-Gesellschaft,	 auf	 die	 die	 Pensionszusage	 und	 die	 zur	 Rückdeckung	 bestimmten	 Vermögenswerte	 ausgegliedert	 werden.	Durch	diese	treuhand-Konstruktion	 liegt	 eine	 rechtliche	 trennung	 des	 ctA	vom	trägerunternehmen	vor.

kontAkt gerne stehen wir ihnen bei Fragen und Anmerkungen zur Verfügung. Kontakte Corporate Communications thomas Zwigart Personal und Kommunikation tel.: +41.62.869-26 60 thomas.zwigart@energiedienst.ch Alexandra Edlinger Kommunikation tel.: +41.62.869-26 64 alexandra.edlinger@energiedienst.ch Kontakt investor relations Christian Bersier Finanzen und Administration tel.: +41.62.869-22 21 christian.bersier@energiedienst.ch

impreSSum Energiedienst Holding Ag Baslerstrasse 44 CH-5080 laufenburg tel.: +41.62.869-22 22 Fax: +41.62.869-21 00 info@energiedienst.ch www.energiedienst.ch Konzept, Design, text (image) Kirchhoff Consult (schweiz) Ag, luzern Fotografie leitthema Wasser Edy Brunner, Wädenswil Fotografie Management der Energiedienst Holding Ag Benjamin Doerr, Denzlingen Druck W. gassmann Ag, Biel-Bienne

600

500

stausee am lukmanierpass, Vorderrhein, schweiz


								
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