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Pressetexte für die Programmwoche vom 5. bis 11. April 2008

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Westdeutscher Rundfunk Pressestelle Appellhofplatz 50667 Köln Stefanie Schneck Telefon 0221 220 2075 Fax 0221 220 4910 stefanie.schneck@wdr.de

Fotos abrufbar unter www.ardfoto.de
Redaktionsschluss 25. Februar 2008 Diese Radio-Tipp-Woche finden Sie auch in der WDRPresselounge: www.presse.wdr.de

WDR 3, Samstag, 5. April 2008, 9.05 - 11.45 Uhr Klassik Forum Herbert von Karajan zum 100. Historische Aufnahmen: Einspielungen mit den Sopranistinnen Gundula Janowitz und Hildegard Behrens, unter der ( An-)Leitung von Herbert von Karajan Mit Jürgen Schläder Herbert von Karajan hat in seinem langen Dirigentenleben auch zahlreiche junge Talente entdeckt und gefördert, Sängerinnen und Sänger ebenso wie Instrumentalisten. Viele sind durch die Zusammenarbeit mit ihm zu Weltstars aufgestiegen, beispielsweise die beiden Sopranistinnen Gundula Janowitz und Hildegard Behrens. Das WDR-Archiv bietet einige Aufnahmen mit den beiden Sängerinnen unter der Stabführung von Herbert von Karajan: Richard Wagners „Walküre“, das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms und die „Vier letzten Lieder“ sowie die Oper „Salome“ von Richard Strauss. Mit Ausschnitten aus diesen historischen Aufnahmen der 1960er Jahre bereitet WDR 3 im Klassik Forum die großen KarajanGedächtnissendung vor, die heute, anlässlich des 100. Geburtstags von Karajans stattfindet. Redaktion Hans Winking

WDR 3, Samstag, 5. April 2008, 12.00 - 24 .00 Uhr WDR 3 Radiotag: Herbert von Karajan zum 100. „Das Wunder Karajan“ Eine Sendung zum 100. Geburtstag von Herbert von Karajan Musik, Gespräche und Informationen Von Otto Hagedorn und Hans Winking Anlässlich des 100. Geburtstages Herbert von Karajans (1908-1989) widmet WDR 3 dem österreichischen Dirigenten einen zwölfstündigen WDR 3 Radiotag. Neben den großen Aufnahmen von Bach bis Orff sind zahlreiche Gespräche mit prominenten Interpreten, Weggefährten und Zeitzeugen zu hören. Herbert von Karajan dirigiert das Philharmonia Orchestra London, die Wiener und die Berliner Philharmoniker in Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Johannes Brahms, Richard Wagner, Jean Sibelius, Arnold Schönberg u.a. Weiter gibt es Gespräche mit den Sängern Jessye Norman und Dietrich Fischer-Dieskau, den Dirigenten Helmuth Froschauer, Mariss Jansons und Karl Anton Rickenbacher, dem Musikkritiker Klaus Geitel, dem Musikdenker und Dirigenten Peter Gülke, dem Produzenten Gottfried Kraus, den Geigern Anne-Sophie Mutter und Günter Pichler sowie Mitgliedern der Wiener und Berliner Philharmoniker. Beiträge von Antony Beaumont, Eleonore Büning, Jens Malte Fischer, Joachim Kretschmar, Ulrich Mutz, Thomas Voigt, Christoph Vratz und Robert Werba runden den WDR 3 Radiotag: Herbert von Karajan 100 ab. Herbert von Karajan wurde am 5. April 1908 in Salzburg geboren. Kaum ein anderer Musiker erregt heute noch so viel emphatische Zustimmung auf der einen und rigorose Ablehnung auf der anderen Seite. Seine Widersacher beziehen sich dabei nicht nur auf die Rolle des ehrgeizigen Aufsteigers in der Zeit des Nationalsozialismus, sondern auch auf die ästhetischen Aspekte seines Musizierens. Dass Karajan in seinen Programmen die Musik seiner Zeitgenossen eher gemieden hat, brachte ihm den Ruf eines Traditionalisten ein. Herbert von Karajan starb am 16. Juli 1989. Redaktion Hans Winking

WDR 5, Samstag, 5. April 2008, 9.05 - 9.20 Uhr WDR 3, Samstag, 5. April 2008, 11.45 - 12.00 Uhr ZeitZeichen Der Geburtstag des Dirigenten Herbert von Karajan (5.4.1908) Eine Sendung von Ulrich Horstmann Für die meisten ist er der Dirigent schlechthin: Herbert von Karajan. Sein markantes Gesicht ziert immer noch verkaufsfördernd die CD-Cover der großen Klassik-Labels. Und das trotz aller Kritik, die sich am „Oberflächenglanz“ seiner Einspielungen stört. Die Karriere Karajans ist einzigartig. Er lernte den Musikbetrieb an den Stadttheatern in Ulm und Aachen von der Pieke auf kennen. Nach dem Krieg wurde er in wenigen Jahren „Generalmusikdirektor Europas“, so nannten ihn Spötter wegen seiner zahlreichen Leitungsfunktionen in Salzburg, Berlin, Wien und Mailand. Für Adorno ist Karajan der „Genius des Wirtschaftswunders“, skrupellos an der eigenen Karriere orientiert – inklusive des zweimaligen Parteieintritts in die NSDAP. Doch wer war dieser „sonderbare Mann“, wie ihn der langjährige Intendant der Berliner Philharmoniker, Wolfgang Stresemann, einmal bezeichnete? Zum hundertsten Geburtstag des Maestros entwirft ZeitZeichen ein psychologisches Porträt. Redaktion Michael Rüger

WDR 5, Samstag, 5. April 2008, 9.20 - 10.00 Uhr Funkhaus Wallrafplatz Klassik als Medienevent Zum 100. Geburtstag des Stardirigenten Herbert von Karajan Moderation Dorothee Dregger Für den Erfolg beim Publikum war London eine wichtige Station in der Karriere des Dirigenten Herbert von Karajan: Dort spielte er mit dem Philharmonia Orchestra die wichtigste Konzertliteratur auf Schallplatte ein. Er hatte schnell erkannt, welch entscheidenden Einfluss diese neue Vervielfältigungstechnik auf die Popularität klassischer Musik haben würde und beförderte mit seinen Aktivitäten den Einstieg in die kommerzielle Vermarktung. Karajan war an den Medien interessiert und nutzte sie, er machte Musikfilme, trat im Fernsehen auf und nahm im Studio CDs auf. Auch sein Privatleben als Hobbypilot oder auf großen Yachten inszenierte er gerne für die Medien. Sein kommerzieller Erfolg beim Publikum brachte ihm viele Neider, wenngleich seine musikalischen und künstlerischen Leistungen nicht in Frage gestellt wurden. Er wollte seine Musik in bestmöglicher Qualität den Menschen zu Gehör bringen – und das nicht nur im Konzertsaal. Wie hat Herbert von Karajan die Medien genutzt, wie inszenierte er Musikereignisse und was bedeutete seine Arbeit für die Musikindustrie? In Funkhaus Wallrafplatz diskutieren Helmuth Froschauer, langjähriger Leiter des WDR-Rundfunkorchesters und Wegbegleiter Herbert von Karajans, und der Musikwissenschaftler Raoul Mörchen über den Medienstar der klassischen Musik. Hörerinnen und Hörer können sich live an der Sendung beteiligen über die kostenlose WDR 5 Hotline 0800 / 5678-555. Redaktion Walburga Manemann

WDR 5, Samstag 5. April 2008, 16.05 - 17.55 Uhr WDR 5, Sonntag, 6. April 2008, 00.05 - 01.55 Uhr Unterhaltung am Wochenende WDR-Kabarettfest in Duisburg Mit Thomas Freitag, HR Kunze, Marco Tschirpke & John Doyle Mit Comedy, Kabarett und Deutschrock unplugged mischen Moderator Hennes Bender und seine Gäste das westliche Ruhrgebiet auf: Heinz Rudolf Kunze hat in seiner langen Karriere allen Etikettierungen widerstanden. Für einen Liedermacher ist er zu populär, für einen Rockstar zu intelligent. Er beherrscht viele Tonarten und zeigt sich in Duisburg sowohl als ätzender Satiriker deutschen Alltags als auch als Songpoet in intimer Triobesetzung. Kabarettlegende Thomas Freitag erklärt Deutschland endlich einmal in seiner ganzen kulturellen Schönheit, erforscht die Seele des deutschen Rentners, und Ulla Schmidt tritt auch auf … John Doyle wiederum blickt mit den Augen eines waschechten US-Amerikaners auf deutsche Wirklichkeiten und bedankt sich artig für alles, was er hier lernen durfte. Auch Marco Tschirpke wirkt zunächst höflich und schüchtern – aber nur bis er loslegt mit seinem Feuerwerk musikkabarettistischer Absurditäten. Lapsuslieder nennt er seine grotesken Miniaturen am Klavier, die für maximalen Lacherfolg garantieren. (Mitschnitt vom 26.3. aus dem Duisburger „Hundertmeister“) Redaktion Michael Lohse

WDR 5, Samstag, 5. April 2008, 22.05 - 24.00 Uhr WDR 5, Sonntag, 6. April 2008, 03.03 - 05.00 Uhr Jazzpoint JazzWerk Ruhr 2007 Ha!: Jörg Brinkmann - cello, Oliver Maas - p, Dirk-Peter Kölsch - dr, - perc; The Camatta: Nils Ostendorf - tr, Matthias Müller - tb, Paolo Dinuzzi - b, Simon Camatta - dr; Zodiak Trio: John Dennis Renken - tr, Andreas Wahl - g, Bernd Oezsevim - dr; Aufnahmen vom 7. Dezember 2007 aus dem Dortmunder Domicil Mit Odilo Clausnitzer Im vergangenen Dezember hat die Initiative JazzWerk Ruhr zum sechsten Mal Förderpreise an herausragende Bandprojekte verliehen. Die drei Gewinner-Ensembles stehen exemplarisch für eine dynamische junge Jazzszene im Ruhrgebiet: Die Gruppe „Ha!“ macht eine aufregende und verspielte, rhythmisch strukturierte Art kammermusikalischer Improvisationsmusik. „The Camatta“ vereint den Sound einer Hardbop-Combo mit freier Improvisation und Ausflügen in schräge Gefilde. Und das Zodiak Trio experimentiert – jenseits von seinen balladesken Exkursen – gerne mal mit dem Einsatz von Elektronik und krachenden Grooves. Als besondere Maßnahme wurden die Gewinner 2007 erstmalig von einem eigens eingeladenen Meistersolisten unterrichtet und unterstützt. Dafür konnte der Gitarrist Nguyen Le gewonnen werden. Für je ein Stück verstärkte er alle drei Bands beim Präsentationskonzert. Redaktion Bernd Hoffmann

WDR 3, Sonntag, 6. April 2008, 8.30 - 9.00 Uhr WDR 5, Sonntag, 6. April 2008, 22.35 - 23.05 Uhr Lebenszeichen Erleuchtete Wirtschaften Buddhisten suchen Alternativen zum Kapitalismus Von Christian Modehn In den Weisungen des Buddhas sucht man ökonomische Lehren vergeblich. Zu den Regeln der Nonnen und Mönche gehört die völlige Armut, Geldbesitz ist tabu. Dennoch melden sich in letzter Zeit immer mehr buddhistische Wirtschaftsberater zu Wort. Erleuchtete Personaltrainer und Organisationsentwickler bieten Firmen ihre Dienste an; buddhistische Philosophen lehren, in rechter Weise von der Gier nach Geld zu lassen. Können Buddhisten in Europa heute eigene Beiträge leisten zur Überwindung von Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise? Ermuntert die Meditation gar zum Widerstand gegen die Allmacht internationaler Konzerne? Die ersten Erfahrungen buddhistischer Unternehmer zeigen: Eine ökologisch verträgliche, achtsame und gerechte Wirtschaft ist möglich. Redaktion Theodor Dierkes

WDR 3, Sonntag, 6. April 2008, 15.05 - 16.00 Uhr WDR 3, Montag, 7. April 2008, 22.00 - 23.00 Uhr WDR 3 PHON WDR 3-Programmschwerpunkt „Die 68er“ Die Revolution mit der Heizdecke 1968 in Nordrhein-Westfalen Ein Feature von Manuel Gogos Produktion WDR 2008 Nicht nur in Paris, auch in Bochum brannten 1968 die Barrikaden! Und der Himmel über Köln leuchtete schmutzig-gelb. Aus vielen kleinen Widerstandsquellen entstand zwischen Rhein und Ruhr ein neuer großer Fluss. Während die Barrikadenkämpfer in Bonn mit dem Sound der Weltrevolution in den Ohren die Zigarren des Rektors rauchten und die Kultband CAN sich mit unerbittlichem Kunstwillen in Trance spielte, meuterte die Film-Avantgarde im Kölner Untergrund gegen den „Apparat“. Das ganze subversive Treiben in akustischen Studios, in Galerien, vor dem Werkstor und in Kommuneküchen lässt sich als Kraftstrom eines einzigen großen Happenings begreifen. Was ergibt sich aus der Endmischung? Was haben uns die Mamas und Papas mit ihren Aufbrüchen zwischen Kunst und Revolte beschert? Und was bedeutet es, wenn die Kinder der 68er die politischen Symbole von einst zu Popikonen machen und bei Dichterlesungen ihren Familienroman durchs Megaphon flüstern? Eine Sendung mit Irmin Schmidt, Birgit Hein, Bazon Brock, Hannes Heer, Lothar Gothe, Claus Leggewie und Jörg Albrecht. Redaktion Gisela Corves

WDR 3, Sonntag, 6. April 2008, 22.00 - 23. 00 Uhr WDR 3 Nachtmusik Gino Sitson Vocal Deliria Moderation Barbara Wrenger Live-Mitschnitt der WDR 3 Nachtmusik vom Vortag aus dem WDR Funkhaus Köln mit Gino Sitson (Kamerun/USA - voice, body percussion, composition) Malika Zarra (Marokko/USA - voice) Gretchen Parlato (USA - voice) Sachal Vasandani (Indien/USA - voice) Gino Sitson entstammt einer Musikerfamilie aus Kamerun. Bevor er selbst als ausübender Künstler auf der Bühne stand, studierte er an der Pariser Sorbonne Sprachen und Musikethnologie. Aus seinen Erfahrungen als Drummer und aus den Möglichkeiten seiner extrem wandlungsfähigen Stimme heraus entwickelte er in New York, seinem Lebensmittelpunkt seit dem Jahr 2000, sein heutiges transkulturelles, experimentelles Acappella-Projekt „Vocal Deliria“. Mit von der Partie: die Amerikanerin Gretchen Parlato, Preisträgerin der Thelonious Monk Jazz Vocal Competition 2004; die Marokkanerin Malika Zarra, als Sängerin von Marseille geprägt, einem Schmelztiegel orientalischer und europäisch-mediterraner Jazz-Kultur; schließlich Sachal Vasandani, aufgewachsen in der indischen community von Chicago und, nach einem Jahr business an der Wall Street, abgehoben auf den Flügeln seines Gesanges. „Vocal Deliria“ – ein frappierendes U. V. O. (Unidentified Vocal Object). Redaktion Werner Fuhr

WDR 4, Sonntag 6. April 2008, 17.25 - 19.00 Uhr Flimmerkiste Musik aus Film und Musical Schwerpunkt: USA-Premiere „2001, Odyssee im Weltraum“ Mit Manfred Behrens Am 29.12.1965 begannen die Dreharbeiten in den Shepperton Studios in England, sie waren groß genug für dieses kühne Unterfangen. Der Film wurde in Super Panavision 70 mm gedreht, für die großen Kinos. Stanley Kubrick wollte einen „großen“ Film machen, und er drehte einen der besten aller Zeiten. „Ich habe versucht, ein visuelles Erlebnis zu schaffen, welches die sprachlichen Einordnungsschemata umgeht und mittels eines emotional-philosophischen Inhalts direkt zum Unterbewusstsein vordringt. Ich war bestrebt, den Film als intensiv subjektive Erfahrung zu kreieren, die den Zuschauer auf einer inneren Bewusstseinsebene erreicht“, so Kubrick in einem Interview. Der Film beginnt mit dem „Morgen der Menschheit“, Urmenschen entdecken plötzlich einen schwarzen Monolithen, ihr Bewusstsein ändert sich. Auf der Mondstation Clavius tausende Jahre später entdecken Forscher ebenfalls einen Monolithen. Achtzehn Monate später beginnt die Reise zum Jupiter, geführt vom Supercomputer HAL 9000. Die Wiedergeburt (Jupiter und jenseits der Ewigkeit) am Schluss: ein Fötus blickt auf die Welt. Der Autor der Buchvorlage, Arthur C. Clarke, meinte: „Wenn Sie 2001 vollständig verstanden haben, haben wir versagt. Wir wollten viel mehr Fragen stellen, als wir beantwortet haben.“ Der Film beschäftigt immer noch Filmhistoriker, aber auch Laien können sich nicht satt sehen: Schon 1966 zeigte der Film Flachbildschirme im Breitbildformat, kleine Fernsehgeräte, die Ausbreitung von Fernsehkanälen, biometrische Erkennungsverfahren, aber auch die Schwierigkeit, eine Toilette in der Schwerelosigkeit zu benutzen. Die Flimmerkiste stellt die Musik aus diesem epochemachenden Werk vor. Redaktion Jochen Robertz

WDR 5, Sonntag, 6. April 2008, 7.30 - 8.00 Uhr WDR 5, Sonntag, 6. April, 22.05 - 22.35 Uhr Feature Serie Schule neu denken! Die Fortsetzung Serie in 4 Folgen Folge 4: Freie Schule Kapriole in Freiburg Von Matthias Wurms und Martin Stümper An der Werkrealschule Kapriole in Freiburg entscheiden die Schüler selbst, was sie lernen. Und wann sie es tun, mit wem und wie. Leben ist Lernen, heißt das Motto – andauernd und jederzeit. Die Schule ist ab 8 Uhr geöffnet, dann beginnen die Angebote für Mathe-Kurse oder Theater-Workshops oder die Kinder organisieren sich selbst etwas. In Ruhe langweilen kann man sich auch – so lange, bis man selbst wieder weiß, was als nächstes spannend ist und um 13 Uhr wird gemeinsam aufgeräumt. Die Lehrer an der Kapriole respektieren, dass die Kinder und Jugendlichen ihr Leben selbst bestimmt gestalten. Entsprechend gibt es auch keine Noten, denn die erzeugen erstens Konkurrenzdruck, und zweitens passiert an der Kapriole viel zu viel, was sich gar nicht mit einfachen Zahlen bewerten ließe. Zur Zeit lernen hier über hundert Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren. Am Ende steht der Hauptschulabschluss und die Möglichkeit, in Kooperation mit anderen Schulen die Mittlere Reife abzulegen oder bis zum Abitur weiter zu machen. Dafür zahlen die Eltern im Schnitt 180 Euro, wobei jeder so viel gibt, wie er will und kann. Redaktion Ulrich Horstmann

Die Themen der Feature-Serie im Überblick: 16.03.2008 Folge 1: Grundschule Kleine Kielstraße 23.03.2008 Folge 2: Lehrerausbildung 30.03.2008 Folge 3: Möhneseeschule 06.04.2008 Folge 4: Freie Schule Kapriole in Freiburg

WDR 5, Sonntag, 6. April 2008, 15.05 - 16.55 Uhr SpielArt Ausgewanderte Wörter Moderation Stefan Reusch Im Sommer letzten Jahres erschien in der schwedischen Tageszeitung „Svenska Dagbladet“ ein Undercover-Bericht über die Missstände im Taxigewerbe. Im Vorspann zu dem Artikel erklärte man den Lesern, dass die Reporterin „gewallrafft“ habe. Dass die Franzosen sich auch im eigenen Land Sorgen um „le waldsterben“ machen und die Engländer dafür wahrscheinlich „the zeitgeist“ verantwortlich machen, ist bekannt. Aber dass jeder Deutsche in der Sprache der Bassa problemlos losfluchen kann? „Tu es dumm comme un âne – Du bist dumm wie ein Esel“ ist in weiten Teilen Kameruns seit Jahrzehnten ein geflügeltes Wort. Ob dabei der als Esel titulierte tatsächlich der Dumme ist, sei dahingestellt. Moderator Stefan Reusch kommt viel in der Welt herum. Die Hörer dürfen gespannt sein, welche fremden Wörter er mit nach Deutschland gebracht hat. Redaktion David Rother

WDR 5, Sonntag, 6. April 2008, 17.05 - 18.00 Uhr – Teil 1 WDR 5, Sonntag, 13. April 2008, 17.05 - 18.00 Uhr – Teil 2 Hörspielserie Caruso singt nicht mehr Von Anne Chaplet Komposition Pierre Oser Bearbeitung und Regie Walter Adler Produktion BR 2003 Eine bundesdeutsche Milieustudie mit krimineller Energie, mit einem Stück Zeitgeschichte und handfestem dörflichen Einschlag. Paul Bremer ist in ein kleines Dorf in der Rhön gezogen, um eine gescheiterte Ehe und eine Karriere in der Werbebranche zu vergessen. Er verliebt sich in die Biolandwirtin Anne Burau. Die ländliche Idylle trügt: Ein Pferdeschlitzer und ein Brandstifter verunsichern die Landbewohner. Als Anne Buraus Mann Leo, von dem sie seit Jahren getrennt lebt, an einem Fleischerhaken aufgehängt im Kühlraum ihres Anwesens gefunden wird, nimmt Kriminalinspektor Kosinski die Ermittlungen auf. Auch die Frankfurter Staatsanwältin Karen Stark, Paul Bremers ehemalige Freundin, muss sich mit dem Fall befassen, in dem die Friedensbewegung, das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit, ein russischer Zirkus und die Liebe – enttäuschte wie verratene - eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Zu Bremers Verwunderung will die Staatsanwältin nicht ausschließen, dass Anne Burau selbst ihren Mann Leo umgebracht hat. Anne Chaplet, geboren 1951, studierte Politikwissenschaften und Geschichte. Sie arbeitete als Übersetzerin, Lektorin, Dozentin und Rundfunkmoderatorin und veröffentlichte Bücher zu historischen und politischen Themen. Für ihre Romane „Nichts als die Wahrheit“ und „Schneesterben“ wurde sie 2001 und 2003 mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. 2003 erhielt sie den Radio Bremen Krimipreis. Zuletzt veröffentlichte sie den Roman „Doppelte Schuld“ (2007). Mit Gert Heidenreich, Axel Milberg, Krista Posch, Rudolf Kowalski u.a. Redaktion Götz Schmedes

WDR 5, Sonntag, 6. April 2008, 20.05 - 22.00 Uhr WDR 5, Montag, 7. April 2008, 04.05 - 06.00 Uhr Streng öffentlich! WDR Kabarett-Slam Mit Heinrich Pachl, Philipp Weber, Matthias Reuter u. Nils Heinrich Der WDR schickt den deutschen Kabarett-Nachwuchs in die SpaßSchule. Dreimal lädt Moderator René Steinberg zum großen NewcomerCheck in die Kabarettschmieden des Ruhrgebiets: nach Gelsenkirchen, Dortmund und Essen. Dort zeigen neue Talente ihr Können und treffen auf die großen Alten ihres Fachs. Zum Auftakt in der Gelsenkirchener Kaue unterstützt Heinrich Pachl, Urgestein des politischen Kabaretts, die junge deutsche Komik-Elite auf der Bühne. Was dabei herauskommt, liegt irgendwo zwischen Schulstunde und Kindergeburtstag. Ob beim Referat aus dem eigenen Solo-Programm, beim Improvisations-Sport oder in komischen Fingerübungen am Klavier – dafür gibt es keine Zensuren, das Publikum entscheidet wer Klassenbester wird. Durch zwei volle Schulstunden führt Kabarett-Referendar René Steinberg. Als Schüler sind dabei: Nils Heinrich, Matthias Reuter und Philipp Weber. (Aufzeichnung vom 2.4.08 aus der Kaue in Gelsenkirchen) Redaktion Michael Lohse

WDR 3, Montag - Freitag, 7. - 11. April 2008, 17.05 - 20.00 Uhr Mosaik WDR 3-Programmschwerpunkt „Die 68er“ 1968 Fünf Versuche, ein Phänomen zu erklären Fünfteilige Reihe, jeweils ca. 17.05 - 18.00 Uhr Von Werner Köhne Alle Jubeljahre wird es neu beschworen, das Ereignis 1968. Für die einen ist es ein schummriger Mythos, für die anderen der Beginn von Werteverlust und Formlosigkeit. Nackte Kommunarden, Poster mit Ho und Che, Charles Wilp im Cola Rausch; schließlich Mogadischu und ein Minister in Turnschuhen. ’68: Das ist inzwischen ein medial gut abgehangenes Genre. Heute haben Rückblicke Konjunktur, in denen abgerechnet wird: Ideologie? – Pfui! Terror, Sex und Weicheier? – Ein Irrweg! Linke Konsumkritik? – Wie uncool! Das Private ist politisch? – Nix da! Bessere Menschen hautnah und Promis intim! – Als sei ’68 eine Geschmacksfrage gewesen und nicht ein Phänomen, das weiterhin Fragen aufwirft: Was waren die Motive zum „go start anew“, das Bob Dylan beschwor. Gab es ihn, den großen Augenblick ’68? Aus welchen Mythen speiste er sich? Fand ’68 wirklich 1968 statt? Warum mündete das deutsche ’68 in eine Orgie der Abgrenzung? Und zuletzt: Was bleibt von ’68? Die Resonanzen suchen die Annäherung aus einer neuen Richtung. Redaktion Arnd Richter

WDR 3, Montag, 7. April 2008, 20.05 - 22.00 Uhr WDR 3 Konzert Jazzmeeting WDR: Quest Mit Karsten Mützelfeldt Dave Liebman - reeds, Ron McClure - b, Richie Beirach- p, Billy Hart - dr; Aufnahme vom 5.12.2007 aus dem Stadtgarten Köln. Das englische Wort quest bedeutet Nachforschung, aber auch Suche. In diesem Spannungsfeld zwischen Aufarbeitung der Tradition und dem Betreten von Neuland bewegt sich seit jeher das gleichnamige Quartett um Dave Liebman und Richie Beirach. Die Band, deren erste Rhythmusgruppe mit George Mraz und Al Foster alsbald durch Ron McClure und Billy Hart abgelöst wurde, entschloss sich 2005 nach 15-jähriger Pause zu einem Comeback, zwischenzeitlich hatten der Saxofonist und der Pianist immer wieder die Kunst des Duos gepflegt. 2007 kamen sie erneut als Quartett zusammen, um etwas zu ernten, was in einer sich immer schneller drehenden Welt immer selten zu finden ist: die Früchte musikalischer Langzeitbeziehungen. Redaktion Bernd Hoffmann

WDR 3, Montag, 7. April 2008, 23.05 - 24.00 Uhr WDR 3 open: pop drei 1LIVE, Dienstag, 8. April 2008, 23.00 - 24.00 Uhr 1LIVE Plan B Soundstories WDR 3-Programmschwerpunkt „Die 68er“ Rocky Dutschke ’68 Von Christoph Schlingensief Regie: der Autor Produktion WDR 1997 68er-Treffen im Hörspielstudio: „Live geschaltet aus drei Studios“ hören wir zwölf Redakteure, ausgewählt in einem Preisausschreiben: Wolf Biermann, Margret Kleinert, die Redakteurin für „Gedenken ohne Schmerzen“, schließlich sogar Heiner Müller. „Das Essen kommt von der Pizzeria Antonia.“ Man spricht über Hobbys, Arbeit - und Rudi Dutschke. Auftakt zum Generalangriff auf die Generation der 68er. Ein Aufstand gegen die ewig richtig Gerechten und politisch Korrekten. Hier stürzen nicht nur Dutschke und seine Klassenkameraden vom Sockel. In einer furiosen Collage zertrümmert Christoph Schlingensief Bilder und Formeln einer überständigen Epoche; er zerstört die Illusion von „Verarbeitung“ von Geschichte in monströsen Mischungen und emotionsgeladenen Improvisationen. Rudi Dutschke geht in diesem Hörspiel nochmal auf die große Reise nach West-Berlin; er stürmt die Kaufhäuser und verfängt sich in den ideologischen Schlingen des Kapitalismus. Währenddessen lassen es sich die zwölf Redakteure im Studio gut gehen, Wolf Biermann steppt, und Heiner Müller offenbart im Interview Details über Lustgewinn und sein „inneres Säuern“. Am Ende liegt Margret Kleinert tot in Studio 3. Es riecht nach Gas. Christoph Schlingensief, geboren 1960 in Oberhausen, hat mittlerweile nicht nur den Grünen Hügel in Bayreuth künstlerisch umgepflügt. Diverse Theaterstätten, Kunstmuseen und auch die Hörspielszene wurden durch seine Arbeiten revolutioniert. Sein erstes Stück „Rocky Dutschke ’68“ wurde 1997 mit dem Prix Futura, „Lager ohne Grenzen“ 1999 mit dem Prix Europa ausgezeichnet. Für sein drittes Hörspiel „Rosebud“ erhielt er 2003 den Hörspielpreis der Kriegsblinden.

Unter anderem mit Sophie Rois, Bernhard Schütz, Astrid Meyerfeldt, Christoph Schlingensief Redaktion Martina Müller-Wallraf

WDR 4, Montag, 7. April 2008, 21.05 - 22.00 Uhr WDR 4 für Liebhaber – Schellack-Schätzchen Als Swingtanzen verboten war: „Zwei in einer großen Stadt“ – der Komponist und Texter Willi Kollo Von Wolfgang Kowalewski Ein berühmter, typischer Berliner Komponist und Texter, der das Flair dieser pulsierenden Weltstadt so vortrefflich portraitierte und der gar nicht an der Spree geboren wurde. Gibt es das eigentlich? Ja. Wie sein erfolgreicher Vater Walter, so wurde der Sohn Willi, mit Nachnamen ebenfalls Kollo, weit weg von Berlin, im ostpreußischen Königsberg, geboren. Willi Kollo wurde als Komponist und Texter in einer Person ebenfalls sehr berühmt: Er hinterließ Evergreens wie „Einmal wirst du wieder bei mir sein“, „Zwei in einer großen Stadt“. Dass er wesentlich mehr war als lediglich ein Lied-Schreiber, können die Hörerinnen und Hörer von WDR4 in dieser Ausgabe der Sendereihe SchellackSchätzchen erfahren. Redaktion Winfried Fechner

WDR 5, Montag, 7. April 2008, 9.05 - 9.20 Uhr WDR 3, Montag, 7. April 2008, 11.45 - 12.00 Uhr ZeitZeichen Der Geburtstag der Schauspielerin und Kabarettistin Ursula Noack (7.4.1918) Eine Sendung von Conny Frühauf Eigentlich wollte die in Halle geborene Pastorentochter Ursula Noack „eine seriöse Schauspielerin“ werden. Mit zwölf schrieb und inszenierte sie eigene Stücke. Im Stadttheater Erfurt gab sie nach ihrer Schauspielausbildung das Gretchen. Auftritte auf anderen Bühnen folgten. Doch die Engagements an den Provinztheatern war sie bald leid, sie schloss sich Kabarettgruppen an. Und landete schließlich 1957 bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, wo der Platz von Ursula Herking frei geworden war. Mit ihrem lebhaften Temperament und bissigen Charme brauchte „die Noack“ nicht lange, um sich als „unersetzbar“ zu erweisen. Publikum und Presse feierten sie als BrettlGenie, das „halb Süßholzraspel, halb Reibeisen“ souverän, intelligent und spöttisch die satirische Männerrunde um Dieter Hildebrandt, Klaus Havenstein und Hans Jürgen Diedrich aufmischte. Ihre berühmtberüchtigten Chansons wetterten, wo nötig, auch gegen die eigenen Geschlechtsgenossinnen. Weshalb ihr die vielen Fernsehauftritte in den 1960ern nicht nur den Ruhm aus bundesdeutschen Wohnzimmern, sondern auch regelmäßig Schmäh- und Drohbriefe einbrachten. Aber das nahm die engagierte Kabarettistin gerne in Kauf, wollte sie doch alles andere als „Unterhaltungsquark“ servieren. Redaktion Michael Rüger

WDR 5, Montag, 7. April 2008, 23.05 - 23.30 Uhr WDR 5, Dienstag, 8. April 2008, 02.30 - 03.00 Uhr Jazz twenty 5 Brilliant Hubtones Dem Trompeter Freddie Hubbard zum 70. Geburtstag Mit Günther Huesmann Im Hard-Bop hat er genauso Akzente gesetzt wie an der Seite von JazzErneuerern wie John Coltrane und Ornette Coleman. Freddie Hubbard hat Dinge auf der Trompete gespielt, die vor ihm als nahezu unspielbar galten. Abgesehen von seiner auftrumpfenden technischen Brillanz ist Freddie Hubbard jedoch vor allem zweierlei: ein großer Melodiker und ein grandios swingender Improvisator. Redaktion Bernd Hoffmann

WDR 3, Dienstag, 8. April 2008, 15.05 - 17.00 Uhr WDR 3 open SoundWorld „Wer die Liebe verrät“ Eine Hommage à Maria Tanase Von Sabine Fringes Mit „Malédiction d’amour“, einem Fluch auf alle untreuen Liebenden, gab Maria Tanase 1938 ihr Debüt im Bukarester Rundfunk. Das Lied machte die damals 25-jährige Sängerin mit einem Schlag berühmt. Nicht nur in ihrer Heimatstadt Bukarest, sondern bald auch in Paris, wo man sie „Edith Piaf des Ostens“ nannte. Die Tanase sammelte Volkslieder aus allen Ecken Rumäniens, wie etwa Hirtenlieder aus Transylvanien, Wiegenlieder aus Maramuresch, die schwermütige Doina aus Oltenien, Zigeunerballaden usw. Mit ihrer tiefen, voluminösen Stimme, in der Melancholie, aber auch Intensität und Lebensfreude mitschwingt, verlieh sie ihnen einen eigenen Ausdruck. Bei ihrem frühen Tod im Alter von nur 49 Jahren trauerte ganz Bukarest. Heute noch verehrt man sie in ihrer Heimat nahezu wie eine Heilige. WDR 3 open: SoundWorld sendet außer Maria Tanases Aufnahmen auch Ausschnitte aus dem Duisburger „Traumzeit“-Konzert des Balanescu Quartets mit der Hommage „Maria T.“ Redaktion Werner Fuhr

WDR 3, Dienstag, 8. April 2008, 22.00 - 23.00 Uhr WDR 3 DISKURS Hölle im Kopf. Pädophilie Ein Feature von Michael Lissek Produktion DLR/WDR 2008 Es begann mit einer Pressemeldung: 500 Männer hätten sich gemeldet für die klinische Studie der Charité Berlin „Kein Täter werden“, die pädophilen Männern die Möglichkeit zu einer Therapie gibt. 500 Männer, die fragten, ob man „das wegmachen“ könne, dieses Empfinden. Dieser vielfache Hilferuf von Betroffenen widersprach dem öffentlichen Bild vom „inkarnierten Bösen“, dem verschlagenen Pädophilen, der hinter Büschen lauert, um Kinder zu missbrauchen. Die wenigsten wissen: Nur ein Bruchteil der Kindesmisshandlungen wird von Pädophilen begangen. Wissenschaftlich gesprochen ist Pädophilie eine „Präferenzstörung“: Der Pädophile sucht sich nicht aus, pädophil zu sein. Pädophil zu sein ist ein Schicksal, das man nicht ändern kann. Aber man kann damit unterschiedlich umgehen, kann Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen. Michael Lissek sprach mit Betroffenen und Therapeuten. Ohne zu verharmlosen, ohne zu verurteilen. Redaktion Annette Blaschke

WDR 5, Dienstag, 8. April 2008, 9.05 - 9.20 Uhr WDR 3, Dienstag, 8. April 2008, 11.45 - 12.00 Uhr ZeitZeichen Deutsch-sowjetische Vereinbarung über die Repatriierung von Deutschen in der UdSSR (8.4.1958) Eine Sendung von Jörg Beuthner Sie waren oft ein Spielball der Geschichte: Deutsche, die ihre alte Heimat verließen, um in Russland zu leben. Im 18. Jahrhundert von Katharina der Großen mit großzügigen Privilegien ausgestattet, waren sie in der Folge in ihrer neuen Heimat zu beachtlichem Wohlstand und Anerkennung gelangt. Der stalinistische Terror und der zweite Weltkrieg bedeuteten für viele Russlanddeutsche dann Deportation und Entrechtung. Mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1955 wurde ihre Verfolgung beendet, und das Abkommen über die Repatriierung vom 8. April 1958 ermöglichte eine erste bescheidene Rücksiedlung. Rund 5.600 Russlanddeutsche kehrten in die „alt-neue“ Heimat zurück, aber erst Gorbatschows Reformpolitik öffnete die Grenzen endgültig. Redaktion Ronald Feisel

WDR 5, Dienstag, 8. April 2008, 11.05 - 11.30 Uhr Neugier genügt – Redezeit Die Stromrebellin Ursula Sladek zur Person Eine ganz besondere „Stromgeschichte“ hat sich in den vergangenen Jahren im südbadischen Schönau zugetragen. Der Ort im Schwarzwald eignet sich gut für die Energiegewinnung durch Photovoltaik bzw. Solardächer: Es gibt viel Sonne und wenig Nebel und vor allem eine ganz außergewöhnliche Frau, die heute ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 23 Millionen Euro leitet. Auf Rebellion deutet im Leben von Ursula Sladek zunächst nichts hin. Sie war Hausfrau, kümmerte sich um ihre fünf Kinder und war weder politisch engagiert, noch ökologisch interessiert. Ihr Leben ändert sich am 26. April 1986. Mit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl geht der radioaktive Regen auch über Schönau nieder und Ursula Sladek fürchtet um die Zukunft ihrer Kinder. Sie schließt sich der Bürgerinitiative „Eltern für eine atomfreie Zukunft“ an und setzt sich für den bewussten Umgang mit Energie ein. Als der örtliche Stromanbieter seinen Versorgungsvertrag mit der Gemeinde verlängern will, beschließt Ursula Sladek mit ihren Mitstreitern – und das ist einmalig in Deutschland –, das Stromnetz zu kaufen und in eigener Regie zu führen. Mittlerweile werden alle Schönauer mit ökologisch produziertem Strom versorgt. Bundesweit sind es inzwischen 68.000 Kunden… Redaktion Regina Tanne

WDR 5, Dienstag, 8. April 2008, 12.05 - 13.00 Uhr WDR 5, Dienstag, 8. April 2008, 21.05 - 22.00 Uhr Scala – Aktuelles aus der Kultur Vor der großen Stille – die Krise der Klaviermanufakturen Von Raoul Mörchen Als Ende letzten Jahres die Wiener Firma Bösendorfer an Yamaha verkauft wurde, befasste sich sogar das österreichische Parlament mit der Causa: Der weltberühmte Traditionsbetrieb, in dem seit 1828 Flügel und Klavier von unvergleichlicher Qualität hergestellt werden – ein solcher Betrieb in den Händen eines asiatischen Industriekonzerns? Auch in Deutschland fordert die Krise der großen Klavierproduzenten prominente Opfer. Das jüngste ist die Schwelmer Manufaktur Rud. Ibach Sohn, die nach mehr als 200 Jahren ihre Pforten schließt. Scala blickt zurück auf eine klingende Kulturgeschichte am vermeintlichen Ende ihres letzten Kapitels. Redaktion Walburga Manemann

WDR 5, Dienstag, 8. April 2008, 15.05 - 16.00 Uhr WDR 5, Mittwoch, 9. April 2008, 00.05 - 01.00 Uhr WDR 5 LebensArt Live mit Hörern und Experten WDR 5 Namentag Schmitz, Schulze und Co – was bedeuten unsere Familiennamen? Studiogast, Professor Jürgen Udolph, Namenforscher Schmutzler, Schupisser oder Sünderhauf. Manche Nachnamen klingen obszön oder zumindest merkwürdig. Erforscht man jedoch ihre wahre Bedeutung, kann man nicht selten eine Überraschung erleben. Sünderhauf ist nicht ein Mensch der häufig sündigte, sondern leitet sich ab von dem mittelhochdeutschen Wort sinter, gleich Schlacke. Der Namensträger wohnte nicht an einem Ort der Sünde, sondern an einem Schlackehaufen. Auch der Name Schmutzler hat nichts mit Dreck zu tun, sondern weist auf das alte Wort smutzen gleich lächeln hin. Hinter vielen Namen steckt eine spannende oder überraschende Geschichte. Professor Udolph wird am WDR 5 Namentag die Namen der WDR 5 Hörer deuten. Hörerinnen und Hörer können sich live von 15.05 - 16.00 Uhr an der Sendung beteiligen über das kostenlose WDR 5 Hörertelefon 0800 5678 555. Redaktion Jürgen Orthaus

WDR 5, Dienstag, 8. April 2007, 20.05 - 21.00 Uhr Das Hörspiel am Dienstag Feuer Wasser Erde Schiffbruch Von Mechthild Müser Komposition Hans Platzgumer Regie Ulrich Lampen Produktion RB/NDR 2005 20. Juni 2003: Einige hundert Seemeilen südlich von Neufundland prallt die Bremer Holzyacht „Monsun“ während einer Nordatlantik-Regatta bei starken Sturmböen auf einen unbekannten Gegenstand und schlägt Leck. Der schrille Ton der Alarm-Anlage warnt, dass weitaus mehr Wasser ins Schiff eindringt, als die Pumpen wegschaffen können. Die Segler, vier Männer und zwei Frauen, setzen das Notsignal „Mayday“ ab. Nur mit äußerster Mühe gelingt es ihnen, in die Rettungsinsel zu steigen; eng aneinander geschmiegt, treiben sie stundenlang auf dem Ozean. Die sechs hoffen, dass jemand zu ihrer Rettung unterwegs ist. Sie haben Glück: Es ist Tag und ihre Insel schwimmt im warmen Golfstrom, ihr Ruf wird gehört. Mechthild Müser hat die Überlebenden interviewt. Das Originaltonmaterial haben der Regisseur Ulrich Lampen und der Komponist Hans Platzgumer konfrontiert mit Textauszügen aus Victor Hugos Roman „Die Arbeiter des Meeres“ (1866): Orkan, Wind und Wasser sind hier als archaische Erschütterungen, als Schicksalsmächte der Natur gestaltet, mit denen der Mensch zu ringen hat. Mechthild Müser, geboren 1950 in Hamm/Westfalen, ist Soziologin mit Schwerpunkt Entwicklungspolitik und lebt in Bremen. Seit 1980 arbeitet sie als freie Journalistin und Feature-Autorin für die ARD. Hörspiele: „Ich hab’ Nena gehört“ (RB 1988) und „Die Angst, die bleibt“ (RB 2000). Mit Christian Redl und Werner Wölbern Redaktion Götz Schmedes

WDR 5, Dienstag, 8. April 2008, 23.05 - 23.30 Uhr WDR 5, Mittwoch, 9. April 2008, 02.30 - 03.00 Uhr Jazz twenty 5 Kansas City Here I Come Musik von Buck Clayton, Vic Dickenson, Buster Smith, Jay McShann, Pete Johnson, Walter Page und Big Joe Turner Mit Hans W. Ewert Über keine andere Stadt des Jazz sind Musiker derartig ins Schwärmen geraten wie über Kansas City. Aus „Kaycee“ kamen Geschichten von sagenhaften Jam Sessions, von herrlichen Zeiten und von den swingenden Bands Count Basie’s, Bennie Motens und Walter Page’s. Hans Ewert vermittelt in seiner Sendung einen musikalischen Eindruck von diesem swingenden Mekka des Jazz. Redaktion Bernd Hoffmann

WDR 5, Mittwoch, 9. April 2008, 9.05 - 9.20 Uhr WDR 3, Mittwoch, 9. April 2008, 11.45 - 12.00 Uhr ZeitZeichen Der Geburtstag des französischen Schauspielers Jean-Paul Belmondo (9.4.1933) Eine Sendung von Sabine Mann Erst wollte er Clown werden. Dann Boxer. Diese Mischung führte für Jean-Paul Belmondo schließlich zu einer fulminanten Karriere als Filmstar: Er wurde in den sechziger und siebziger Jahren zu Frankreichs sportlichem Komödienhelden Nummer 1, zum frechen Draufgänger und Herzensbrecher mit Boxernase und Lederjacke, der auch noch die waghalsigsten Stunt-Szenen selbst drehte. „As der Asse “, „Halunke“, „Greifer“ oder „Geliebter Schuft“ – das waren seine ActionfilmKassenschlager und eher durchschnittliche Streifen. Dabei begann seine Karriere im anspruchsvollen Avantgarde-Kino Jean-Luc Godards mit „Außer Atem “ und „Pierrot le Fou“. Momentan steht er zum ersten Mal seit seinem Schlaganfall vor sieben Jahren wieder vor der Kamera: als armer Rentner in „Ein Mann und sein Hund“. Vielleicht am Stock, aber aufrecht.

Redaktion Michael Rüger

WDR 3, Mittwoch, 9. April 2008, 22.00 - 23.00 Uhr WDR 3 HOERSPIEL Ich bin doch Cheops Von Uta Ackermann Regie Heike Tauch Produktion WDR 2008 „Woher kommst du, Staub? Wohin gehst du?“ Danuta ist allein, wenn sie putzt, also redet sie mit sich oder mit dem Staub. Sie kommt von Polen nach Berlin, weil sie hier als Putzfrau in drei Tagen mehr verdient als dort in einem Monat als Krankenschwester. Im Staub sieht Danuta Raum und Zeit aufgehoben, sie versetzt sich in das alte Ägypten, wo sie sich in Gestalt von Pharaonen oder mythologischen Figuren wiederfindet. Impressionen aus dem heutigen Ägypten, wohin Danuta mit ihrer Tochter gereist war, kontrastieren damit. „Ägypten“ aber bedeutet für Danuta noch mehr, „Ägypten“ nennt sie ihren Freund. Sie liebt ihn, aller Fremdheit zum Trotz, die sich immer wieder zwischen sie zu drängen versucht – im Jetzt und in mythischen Dimensionen wie in der Geschichte von Isis und Osiris. Uta Ackermann, geboren 1964 in Dresden, studierte in Leipzig, Leningrad und Paris und promovierte über René Char. Sie lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Sie veröffentlichte Gedichte, Hörspiele („Das Blut der Distel“, „Das Rauschen von Nussbaumblättern im Ohr“) und Theaterstücke („Joseph Süß“, „Supermarkt“, „ Die Steine selbst“). „Ich bin doch Cheops“ ist ihr erstes Hörspiel für den WDR. Redaktion Götz Schmedes

WDR 5, Mittwoch, 9. April 2008, 15.05 - 16.00 Uhr WDR 5, Donnerstag, 10. April 2008, 00.05 - 01.00 Uhr WDR 5 LebensArt Live mit Hörern und Experten Wer achtsam lebt, hat mehr vom Leben „Du kannst Dein Leben nicht verlängern noch verbreitern, nur vertiefen“ (Gorch Fock). Achtsam zu leben, ist die Entscheidung ganz „da“ zu sein, innere und äußere Vorgänge aufmerksam und entspannt zu beobachten und dabei das ganze Bild in sich aufzunehmen. Achtsamkeit hilft, Stress zu reduzieren, besser mit unseren Mitmenschen klar zu kommen, mehr Mitgefühl und Liebe zu empfinden und dem Leben mehr Qualität und Tiefe zu geben. Hörerinnen und Hörer können sich live von 15.05 - 16.00 Uhr an der Sendung beteiligen über das kostenlose WDR 5 Hörertelefon 0800 5 678 555. Redaktion Jürgen Orthaus

WDR 5, Mittwoch, 9. April 2008, 23.05 - 23.30 Uhr WDR 5, Donnerstag, 10. April 2008, 02.30 - 03.00 Uhr Jazz twenty 5 Electric Preasures Der Trompeter Markus Stockhausen mit Vladyslav Sendecki, Arild Andersen und Patrice Héral Mit Lothar Jänichen Intuitive Musik nennt Markus Stockhausen die Musik, die er solo und zusammen mit anderen internationalen Künstlern allmonatlich in der Kölner Kirche St. Maternus darbietet. Es ist eine erweiterte Form der Improvisation, die ausschließlich im Moment, aus der Intuition entsteht. Mit dem aus Polen stammenden Pianisten Vladyslav Sendecki, dem norwegischen Bassisten Arild Andersen und dem französischen Perkussionisten Patrice Héral eröffnet Markus Stockhausen neue elektroakustische Klangvisionen unter dem Motto “Electric Preasures”. Redaktion Bernd Hoffmann

1LIVE, Donnerstag, 10. April 2007, 23.00 - 24.00 Uhr – Teil 1 1LIVE, Donnerstag, 17. April 2007, 23.00 - 24.00 Uhr – Teil 2 1LIVE Plan B Krimi Marbella Hardcore Von Philippe Bruehl Regie: der Autor Produktion SWR/WDR 2008 Die Bürgermeisterin von Marbella ist von ihrer letzten Schönheits-OP noch sichtlich angeschlagen, als sie in den frühen Morgenstunden verhaftet wird. Ihre Stellvertreterin wird bei der Rückkehr von einer luxuriösen Hochzeitsreise am Flughafen von der Polizei erwartet. 22 Komplizen, darunter zehn Stadträte, folgen in die U-Haft. Marbella, das heißt internationaler Jetset, exklusive Strandbars, schwer bewachte Villen, teure Yachten – und illegale Baugenehmigungen, Drogen, Bestechung, Erpressung: Der größte Korruptionsskandal im post-Franco Spanien. Eine umfassende Polizeiaktion soll dem organisierten Verbrechen am mondänsten Spot der Costa del Sol ein Ende setzen. Doch was die Ermittler ans Licht zerren, ist nur die Spitze des Eisbergs. Während der Dreharbeiten in einer luxuriösen Strandvilla wird die Pornodarstellerin Estrella Losano Zeugin eines gespenstischen Zwischenfalls: Ein Mann stürmt blutverschmiert in die Villa, um mit dem Porno-Produzenten Humberto Caba zu sprechen. Der Dreh wird abgebrochen, die Filmcrew mit Koks und Schampus abgelenkt. Beim Verlassen der Villa bemerkt Estrella, dass die Videokamera die ganze Zeit über weiterlief. Sie findet heraus: Eine Immobilienunternehmerin wurde ermordet. Die Spur führt in den undurchschaubaren Dschungel von Korruption und Immobilienspekulation. Bald ist Estrella verstrickt in ein kriminelles Spinnennetz. Vor der Folie der wahren Ereignisse spult sich ein fiktiver Film ab, der die Leerstellen füllt und zeigt, wie es tatsächlich gewesen sein könnte. Das Hörspiel wurde von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen gefördert. Philippe Bruehl, geboren 1971 in Toulouse/Frankreich, wuchs in Köln auf. In Frankreich studierte er Theater- und Fernsehwissenschaften und absolvierte ein Filmstudium. Inzwischen lebt und arbeitet er in Berlin. Nach Kurzfilmen und experimenteller Hörkunst ist „Marbella Hardcore“ sein zweites Hörspiel.

Redaktion Isabel Platthaus

WDR 3, Donnerstag, 10. April 2008, 20.05 - 22.00 Uhr WDR 3 Konzert Griot d’aujourd’hui Meïssa/Senegal in Mülheim/Ruhr Autorin Barbara Wrenger WDR-Live-Mitschnitt aus dem Theater an der Ruhr Mit Meïssa Mbaye (Stimme, Perkussion) Ibrahima Soumanou (Mandinge-Gitarre) Sylvain Dubret (Folk-Gitarre) „Back To Africa“ und „Entre Seine et Sine“ (Sine: ein Ort nahe der Grenze zu Gambia) – zwei Titel des Liedermachers und Geschichtensängers Meïssa Mbaye aus dem Senegal. Mbaye ist ein „griot“, wie die Musiker seines Metiers traditionell dort heißen. Seine Lieder sind hochliterarisch und schließen zum Beispiel Poesie von Léopold Sédar Senghor ein, der großer Dichter der „négritude“ und erster Präsident des Senegal war. Aber die Lieder sind auch hochaktuell, auf Augenhöhe mit den Herausforderungen heutiger Globalisierung und dennoch musikalisch verwurzelt in den Traditionen seiner Heimat. Redaktion Werner Fuhr

WDR 3, Donnerstag, 10. April 2008, 22.00 - 23.00 Uhr WDR 3 ART Mit unerbittlicher Freundlichkeit Der Dirigent Lothar Zagrosek Musikfeature von Stefan Siegert Produktion WDR 2008 Er zählt zu den innovativen Dirigenten unserer Zeit. Mit phantasievoller Programmgestaltung möchte er nicht nur die Kenner und Liebhaber klassischer Musik erreichen, sondern auch die „Kulturnomaden – Leute, die offen sind für alles Interessante“. Seit 2006 leitet er das Konzerthausorchester Berlin (ehemals Berliner Sinfonie-Orchester), mit dem er neue Formen der Musikvermittlung erarbeitet. „In diesen Programmen möchte ich inhaltliche Querverbindungen schaffen, bei denen sich Gegensätze wie Alte und Neue Musik begegnen“. Zagrosek machte sich einerseits einen Namen als Interpret Neuer Musik mit Maßstäbe setzenden Uraufführungen, zum Beispiel in Hamburg Lachenmanns „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ (Regie Achim Freyer). Andererseits leitet er Aufsehen erregende Neuproduktionen historischer Werke wie Mozarts „Entführung aus dem Serail“, „Don Giovanni“ (Regie Hans Neuenfels) oder den „spektakulären VerdiTatort“ um Don Carlos in Stuttgart. Mozart bezeichnet er als seinen „Fixstern“. Mit seiner vielfältigen künstlerischen Arbeit eröffnet er überraschende Sichtweisen, die er mit geradliniger Konsequenz und „unerbittlich freundlich“ realisiert. Redaktion Dagmar Töpfer

WDR 5, Donnerstag, 10. April 2008, 9.05 - 9.20 Uhr WDR 3, Donnerstag, 10. April 2008, 11.45 - 12.00 Uhr ZeitZeichen Im Jahr 1548 wird der italienische Philosoph Giordano Bruno geboren (1548, ohne Tag) Eine Sendung von Maren Gottschalk Er war einer der hellsichtigsten Denker der Renaissance und ein Visionär dazu. Doch mit seinen Theorien stieß Giordano Bruno die Theologen seiner Zeit vor den Kopf. Für sie bedeutete die Idee eines unendlichen Weltalls ebenso Ketzerei, wie die Vorstellung, Gott wohne jedem Teilchen der Natur inne. Ruhelos zog Giordano Bruno durch Europa und fand doch nirgends eine Heimat, weder bei den Katholiken, noch bei den Reformierten. Sein berühmtester Satz war der, mit dem er im Jahr 1600 in Rom sein Todesurteil empfing: „Mit mehr Angst verkündet Ihr das Urteil, als ich es entgegennehme.“ Heute vereinnahmen Kirchenkritiker unterschiedlichster Ausrichtung den Namen des Märtyrers für sich. Ob Giordano Bruno das gewollt hätte?

Redaktion Hildegard Schulte

WDR 5, Donnerstag, 10. April 2008, 15.05 - 16.00 Uhr WDR 5, Freitag,11. April 2008, 00.05 - 01.00 Uhr WDR 5 LebensArt Live mit Hörern und Experten Raus aus meiner Küche! Kochen für Anfänger Mittlerweile traut sich nur noch Gäste einzuladen, wer Super-PromiPerfekte-Dinner mit Nobelkochanspruch auf den Tisch bringt. Doch Viele scheitern schon am Rührei und greifen auch hier zur Tütenware. Die WDR 5 LebensArt hilft über erste Hürden und bei Lebensmitteln, deren Zubereitung man oft nicht in den Griff kriegt. Wir erklären, wie Orangen richtig geschält werden, und geben Tipps zum Gelingen des leckeren Braten. Hörerinnen und Hörer können sich live an der Sendung beteiligen über das kostenlose WDR 5 Aktionstelefon 0800/5678-555. Redaktion Gabriele Kraiczek

WDR 5, Donnerstag, 10. April 2008, 23.05 - 23.30 Uhr WDR 5, Freitag, 11. April 2008, 02.30 - 03.00 Uhr Jazz twenty 5 Szene NRW Special: Die Münsteraner Sängerin Christiane Hagedorn Mit Anja Buchmann Als singende Schauspielerin oder schauspielernde Sängerin kann man Christiane Hagedorn bezeichnen: Ursprünglich hat sie Schauspiel studiert und die Theater-Bühnen des Landes bereist, bis sie schließlich einen Fuß in die Münsteraner Jazzszene setzte. In ihrem aktuellen Projekt „Lolou“ lässt die Sängerin mit der expressiven und variablen Stimme Kurt Weill-Lieder in neuen Farben scheinen. Redaktion Bernd Hoffmann

WDR 3, Freitag, 11. April 2008, 20.05 - 22.00 Uhr WDR 3 Konzert WDR 3 Konzert „Klassik heute“ WDR Sinfonieorchester Köln Aufzeichnung aus dem WDR Funkhaus in Köln Parallele Ausstrahlung in Stereo und 5.1 Surround-Sound Ludwig van Beethoven Klavierkonzerte Nr. 1-3 Klavierkonzerte Nr. 4-5 Robert Levin, Klavier WDR Sinfonieorchester Köln Semyon Bychkov, Leitung Mit Robert Levin hat das WDR Sinfonieorchester Köln in seiner Konzertreihe „Klassik heute“ einen ausgewiesenen Kenner historischer Aufführungspraxis zu Gast. Der angesehene amerikanische Pianist, Komponist und Musiktheoretiker spielt im Kölner Funkhaus des WDR an zwei Abenden sämtliche fünf Klavierkonzerte aus Ludwig van Beethovens Feder. WDR 3 sendet die beiden Konzerte unter der Leitung von Semyon Bychkov am Freitag, 11. und 18. April, jeweils ab 20.05 Uhr. Redaktion Christoph Held

WDR 3, Freitag, 11. April 2008, 23.05 - 24.00 Uhr WDR 3 open: FreiRaum René Lussier: Le Trésor de la Langue Aufnahme vom Moers-Festival 1993 Mit Tom Walsh tb, Jean Derom sax, fl, keys, Jean Francois Martel barsax, René Lussier g, tapes, Pierre Tanguay, drums, Bob Ostertag, samples Ein Wiederhören mit einem modernen Klassiker der „musique actuelle“: René Lussiers vieldiskutiertes opus magnum, in dem er O-Töne von Charles de Gaulle oder das Manifest der Terroristen von der „Front de Libération du Québec“ verarbeitete, wurde bei seiner Veröffentlichung Ende der 80er Jahre vor allem als politisches Statement im Ringen der Frankokanadier um kulturelle Autonomie interpretiert. Im „Trésor de La Langue“ verbirgt sich aber auch eine subtile Sprachkomposition, in der sich der Ausnahmegitarrist Lussier mit den musikalischen Mitteln des ausgehenden 20. Jahrhunderts auf eine musikästhetische Baustelle begab, deren Fundamente Leos Janácek gelegt hatte. Redaktion Angela Großmann

WDR 4, Freitag, 11. April 2008, 20.05 - 22.00 Uhr Operette nach Wunsch Wiener Operettenstars von Damals Von Jürgen Gauert In der Wiener Operettengeschichte gab es viele Künstler, die vom Publikum vergöttert wurden. Die meisten davon sind heute vergessen, doch es gibt einige Bühnenstars, die in Erinnerung geblieben sind. Dazu gehört Marie Geistinger, für die Johann Strauß Operetten komponierte. Zur Legende wurde Alexander Girardi, der erste Adam in Zellers Erfolgsstück „Der Vogelhändler“, und auch Mizzi Günther, Lehárs erste „Lustige Witwe“, blieb als großartige Künstlerin unvergessen. Mit bekannten Melodien von Emmerich Kálmán und Leo Fall wird auch an Hubert Marischka und Luise Kartousch erinnert, die in der Silbernen Ära der Operette viele glanzvolle Auftritte hatten. Redaktion Winfried Fechner

WDR 5, Freitag, 11. April 2008, 9.05 - 9.20 Uhr WDR 3, Freitag, 11. April 2008, 11.45 - 12.00 Uhr ZeitZeichen Der Todestag des britischen Schriftstellers Francis Durbridge (11.4.1998) Eine Sendung von Ariane Hoffmann In den 60er Jahren versetze der britische Krimi-Autor Francis Durbridge die deutsche TV-Nation in größte Aufregung. Sein Mehrteiler „Das Halstuch“ war ein echter Straßenfeger mit Einschaltquoten von fast 90 Prozent. Jeder Zuschauer rätselte und diskutierte bis zum Schluss die Täterfrage. Diese Spannung nutzte der Berliner Kabarettist Wolfgang Neuss zu Werbezwecken für seinen eigenen Film: In einer ZeitungsAnzeige verriet er, wer der Mörder war. Bei Durbridges später ausgestrahltem Fernsehfilm „Melissa“ wurden deshalb gleich mehrere Schlüsse gedreht und bis zum Sendetermin streng geheim gehalten. Geboren wurde Francis Durbridge 1912 in Hull. Er studierte er Alt-Englisch und Volkswirtschaft und arbeitete kurze Zeit als Börsenmakler. Seine Leidenschaft war allerdings das Schreiben. Bereits 1933 erschien sein erstes Bühnenstück. Ab 1938 war er 30 Jahre lang als Hörspielautor für die BBC tätig. Seinen Durchbruch feierte er mit der Serie um den Kriminalschriftsteller und Amateur-Detektiv Paul Temple, dessen Namen Durbridge als Pseudonym benutzte, wenn er mit Douglas Rutherford gemeinsam Romane schrieb. Francis Durbridge starb am 11. April 1998 nach langer Krankheit.

Redaktion Ronald Feisel

WDR 5, Freitag, 11. April 2008, 15.05 - 16.00 Uhr WDR 5, Samstag, 12. April 2008, 00.05 - 01.00 Uhr Thema NRW – Studio Aachen Auf dem Weg zum Heiligen Jakobus – NRW im Pilgerfieber Der Jakobsweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostella führt mehr als 400 Kilometer durch Nordrhein-Westfalen. Von Paderborn durchs Ruhrgebiet, über das Bergische Land bis Aachen. Die seit den 80er Jahren wieder aufgeflammte Pilgeridee hat sich zum Trend entwickelt. 2006 kamen mehr als 100.000 Pilger aus aller Welt an ihrem Ziel in Galizien an. Die Deutsche Jakobusgesellschaft in Aachen erforscht seit zwanzig Jahren alte Pilgerwege und berät Interessierte, die den Jakobsweg gehen wollen. Alleine muss niemand mehr pilgern, auf Internetseiten wie „Pilger suchen Pilger“ werden Kontakte geknüpft oder Pilgertouren organisiert. Langsam entwickelt sich gar ein eigener Wirtschaftszweig: Für Pilgerreisen werden nicht nur Karten und Schuhwerk angeboten, auch Pilgerschmuck und Pilgermusik aus NRW sollen den Wanderer auf seinem Weg begleiten. Thema NRW geht ein Stück des Weges mit. Redaktion Susanne Bode

WDR 5, Freitag, 11. April 2008, 20.05 - 21.00 Uhr WDR 5, Krimi am Samstag, 12. April 2008, 10.05 - 11.00 Uhr Der Krimi Gedächtnislücken Von Ulrich Land Regie Jörg Schlüter Produktion WDR 2008 Parallele Ausstrahlung in 5.1 Surround-Sound Hauptkommissar Tom Dollinger hat Probleme - mit seinem Kopf. Ihn plagen nicht nur starke Schmerzen, immer öfter muss er feststellen, dass sein Gedächtnis ihn verlässt. Er erinnert sich nicht mehr an wichtige Details der jüngsten Vergangenheit, dafür schießen ihm quälende Erinnerungen aus früher Kindheit messerscharf durchs Hirn. Als die Indizien eines Mordfalls ihn selbst zum Verdächtigen machen, sucht er ärztliche Hilfe. Er wird vom Dienst suspendiert und will die Zeit nutzen, auch den geringsten Zweifel an seiner Unschuld aus der Welt zu schaffen. Die ihn betreuende Polizeipsychologin ist dabei allerdings wenig hilfreich. Ulrich Land, geboren 1956 in Köln, schreibt Lyrik, Prosa, Essays und hat rund 80 Hörspiele und Funkfeatures verfasst. Er erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen (u. a. den Kölner Medienpreis). Im vergangenen Jahr sendete der WDR den Doping-Krimi „Tourschlusspanik“ von Dieter Jandt und Ulrich Land. Unter anderem mit Maximilian Hilbrand, Anja Niederfahrenhorst, Andreas Grothgar, Eva Spott, Maja Schöne. Redaktion Georg Bühren

Das Hörspiel steht nach der Ausstrahlung befristet zum kostenlosen Download im Internet. Informationen und Download unter www.wdr.de/radio und www.wdr5.de


				
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