Editorial 09-3 Neue Anstze sind

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					Editorial 09-3 Neue Ansätze sind gefragt! Im letzten Jahr hat die Finanzkrise weltweit 50 Billionen US-Dollar an Buchungswerten vernichtet. Allerdings trafen die grössten Verluste wohl jene, die zuvor in Schwindel erregenden Tempo ausgebaut hatten. Doch inzwischen trifft die Krise auch Gruppen mit tieferen Einkommen und die aktuelle Krise ist auch eine Schuldenkrise. Im Privatsektor sind inzwischen schmerzhafte Korrekturen im Gange. Es braucht Zeit und könnte eine längere Rezession zur Folge haben. Eine Strukturanpassung ist deshalb unumgänglich. Es gibt nachhaltige Wege aus der Krise, doch im Moment scheint es jedoch zuweilen, als würden mit medienwirksamen Auftritten dingende Umstrukturierungen und anderer Hausaufgaben auf die lange Bank geschoben - und damit ist die nächste Krise möglicherweise vorprogrammiert. Was hat das mit dem TVL zu tun, wo sind die Analogien? In den Stellungnahmen der Vernehmlassung zum Vorentwurf für die Totalrevision des Bundesgesetzes über die Förderung von Turnen und Sport geht klar hervor, dass sich das bisherige Fördersystem bewährt hat. Die Sportverbände betonen die grosse Bedeutung des Bundesengagements für die Sportförderung und unterstützen das Reformvorhaben mit Nachdruck. Im Einzelnen wird vor allem die Ausdehnung des J+S-Alters auf 5- bis 10-jährige Kinder begrüsst. Der damit verbundene Zusatzaufwand ist nach Auffassung der Vernehmlassungsteilnehmer vom Bund zu finanzieren. Im letzten Editorial habe ich über die Erosion der Leichtathletik gesprochen. Ein Blick auf die Nachwuchs Hallen-SM in Magglingen der hundert besten Vereine zeigt: Der TVL-LA ist nicht mehr vertreten. Die Breite der Nachwuchsabteilung des TVL ist schmal geworden und die Leistungsbereitschaft der Jugend hat stark abgenommen. Diese Tatsache ist in der ganzen Schweiz feststellbar. Die Jungend wägt heute Aufwand und Ertrag sehr genau ab. Wer nicht Aussichten auf eine internationale Karriere hat, lässt den Sport bald einmal sausen. Im sportlichern Gesamtrahmen sind die technischen Sportarten im Moment kaum gefragt. Leichtathletik oder Kunstturnen haben meistens (z.B. im Schulsport) keinen Platz mehr. Neue Ansätze sind gefragt. Schulsport, Freizeitsport, Leistungssport, Seniorensport bilden die Basis für die gesundheitliche gesellschaftliche Entwicklung. In der Sport- und Gesellschaftsentwicklung geht es um all die gesellschaftlichen Aspekte wie Arbeits- und Freizeit, Wohlstand, Wertewandel, Individualisierung, Kommerzialisierung. Im Rahmen der Abteilungen haben wir uns deshalb entschlossen, den gesellschaftlichen Wandel in unserer Vereinsentwicklung zu berücksichtigen und bis Jahresende ein neues Leitbild zu erarbeiten. Zuerst wollen wir eine vertiefte Analyse des Ist-Zustandes machen, bevor Aussagen zu einer zukunftsgerichteten Strategie möglich sind. Erfreuliches gibt es zu dennoch zu berichten. Aus der Sparte Volleyball mit einer neuen Abteilungsleitung und dem Aufstieg der erst in der letzten Saison gebildeten Herrenmannschaft und den Cheerleaders, die in zwei Kategorien Vizemeister geworden sind. Herzliche Gratulation. Was wir alle wissen: Wir brauche Leute mit Leiterqualitäten, welche Freude, Motivation und fachliche Qualitäten haben, die Jugend begeistern können. Wir müssen Bewegungsräume schaffen, die es unseren Kindern ermöglichen, sich zu verwirklichen und den Heranwachsenden das "Kartoffelsack Phänomen" ersparen. Wir arbeiten daran. Euer Kurt Bigler


				
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posted:12/14/2009
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