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Festvortrag
PROF. DR.
WALTER ZIEGLGÄNSBERGER
Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München

Neuronale Plastizität -                                                                                   VERLEIHUNG
wie Information unser Gehirn verändert
                                                                            Veranstaltungsort
                                                            Alte Mensa, Atrium Maximum
Preisverleihung
                                                               Becherweg 5, Campus der
                                                    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
                                                                                                    DER IFSN-FÖRDERPREISE
                                                                                                    FÜR NACHWUCHSWISSEN-
Kurzvorträge der Preisträger                                                                            SCHAFTLER/INNEN



                                                                                                          2009
DR. ANA ROGULJA-ORTMANN
Shaping regional connectivity in the fly CNS:
                                                Zu den Vorträgen und der Preisverleihung sind
Hox genes decide on cell death vs. survival
                                                       alle Interessierten herzlich willkommen.
                                                         Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
DR. ROBIN WHITE
Neuron-induzierte Synthese von Myelin-
proteinen im Zentralen Nervensystem

DR. HEIDRUN WITAN
Die Beteiligung von wildtypischer SOD1                                                                    MONTAG
an der Pathogenese der Amyotrophen                                     Kontakt und Information:
Lateralsklerose (ALS1)                                                      Dr. Christine Ziegler         16. NOVEMBER 2009
                                                                                        Büro des          17 UHR
                                                   Interdisziplinären Forschungsschwerpunkts
                                                               Neurowissenschaften (IFSN) der
Moderation:                                            Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Prof. Dr. Christian Behl, Sprecher des IFSN                               Tel. 06131 / 39-25794                                       IFSN
                                                               Email: ziegler.ifzn@uni-mainz.de     Interdisziplinärer Forschungs-
Ende der Veranstaltung gegen 19 Uhr                                 Info: www.ifzn.uni-mainz.de     schwerpunkt Neurowissenschaften
                                                          DER IFSN-FÖRDERPREISE
PREISTRÄGER                                               FÜR NACHWUCHSWISSEN-
                                                              SCHAFTLER/INNEN 2009
                                                                                                                     PROF. DR. WALTER
                                                                                                                     ZIEGLGÄNSBERGER

                     Im Interdisziplinären For-                                                                      studierte Humanmedizin in München. Mit seiner
                     schungsschwerpunkt Neuro-                                                                       Promotionsarbeit wandte er sich der Analyse der
       IFZN          wissenschaften haben sich                                                                       Kommunikation zwischen den Neuronen im
                     Wissenschaftlerinnen und Wissen-                                                                Gehirn zu. Nach seiner Habilitation für die
                     schaftler, die in der neurobiolo-    DR. ROBIN WHITE                                            Fächer Physiologie und Pharmakologie forschte
gischen Grundlagenforschung, der medizinisch-             geb. 1977                                                  er am AVD Center for Behavioral Neurobiology
klinischen Forschung und der neurowissenschaftlich
orientierten geisteswissenschaftlichen Forschung          Studium der Biologie in Mainz, Heidelberg und              am Salk Institute in La Jolla, Kalifornien. Seit
arbeiten, zusammengeschlossen, um durch inter-            Glasgow                                                    1983 ist Walter Zieglgänsberger Professor an
disziplinäre und translationale Forschungsansätze         Doktorarbeit in der Abteilung Molekulare Zellbiologie:     der Ludwig-Maximilians-Universität München,
neue Erkenntnisse im Themenfeld Gehirn-Kognition-         „The central role of Fyn kinase in axon-glial signalling   seit 1984 Leiter der Arbeitsgruppe „Klinische
Geist zu gewinnen. Dazu kooperieren die Bereiche          and translation of myelin proteins“                        Neuropharmakologie“ am Max-Planck-Institut
Molekulare und zelluläre Neurowissenschaften,             Die Myelinisierung neuronaler Axone durch Oligo-           für Psychiatrie. Zu seinen Forschungsschwer-
Klinische Neurowissenschaften, Kognitionspsycholo-        dendrozyten ist ein beeindruckendes Beispiel für die       punkten zählen
gie, Linguistik, Neurophilosophie und Bildwissenschaft.   komplexe Wechselwirkung verschiedener Zelltypen im         neuronale Plasti-
Um die Arbeiten hervorragender, neurowissenschaftlich     Zentralen Nervensystem. Im Zuge seiner Arbeiten            zität, Lernen,
forschender Nachwuchswissenschaftlerinnen und             gelang es Robin White, einen vom Neuron aus-               Schmerz und
Nachwuchswissenschaftler anzuerkennen und auf sie         gehenden Signalweg zu beschreiben, der die lokale          S u c h t . Wa l t e r
aufmerksam zu machen, vergibt der IFSN Förderpreise       Synthese eines Hauptmyelinproteins im Oligodendro-
                                                                                                                     Zieglgänsberger
für herausragende Arbeiten.                               zyten reguliert.
                                                                                                                     hat mit seinen
                                                                                                                     Arbeiten die
DR. ANA ROGULJA-ORTMANN                                   DR. HEIDRUN WITAN                                          Grundlagen für
                                                                                                                     das heutige Ver-
geb. 1972                                                 geb. 1980
                                                                                                                     ständnis von neu-
Studium der Biologie in Zagreb und an der                 Studium der Biologie in Mainz                              ronaler Plastizität
University of Michigan, USA                               Doktorarbeit am Institut für Physiologische Chemie und     gelegt.
Doktorarbeit am Institut für Genetik:                     Pathobiochemie:
„Hox genes and the regulation of programmed cell death    „Die Beteiligung von wildtypischer SOD1 an der             Zu seinen zentralen Thesen gehört, dass unser
in the embryonic central nervous system of Drosophila     Pathogenese der SOD1-vermittelten Amyotrophen              Schmerzempfinden nicht auf einem starren
melanogaster“                                             Lateralsklerose (ALS1)“                                    Übertragungsmechanismus beruht, sondern als
Ana Rogulja-Ortmann hat mit ihren Arbeiten das            Heidrun Witan erhält die Auszeichnung für ihre Arbeiten    dynamischer Prozess auf frühere Erfahrungen
Verständnis der Funktion und Regulation des               zum Pathogenitätsmechanismus bei der Amyotrophen           und Erlebnisse zurückgreift. Chronische
programmierten Zelltods (Apoptose) in der Entwicklung     Lateralsklerose 1, einer altersabhängigen Motorneuro-      Schmerzzustände beruhen demnach auf
des Zentralen Nervensystems von Drosophila melano-        nenerkrankung, die durch Mutationen im Gen der             neuronalen Lernprozessen, also strukturellen
gaster erheblich erweitern können. U.a. konnte sie        Cu/Zn-Superoxiddismutase ausgelöst wird. Sie konnte        und funktionellen Veränderungen der Nerven-
detailliert die antagonistische Rolle zweier für die      zeigen, dass nicht wie vermutet die Aggregatbildung,       zellen, was völlig neue therapeutische Ansatz-
Muster- und Organbildung essentieller, sog. Hox-Gene      sondern vielmehr lösliche Formen mutanter Proteine
                                                                                                                     punkte eröffnet.
aufklären.                                                für die Toxizität verantwortlich sind.

				
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