KTI Projekt Übergreifendes Referenzmodell für prozessorientiertes by a282102

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									                                                            Institut für Informations- und Prozessmanagement
                                                                                                     IPM-FHS




KTI Projekt:

Übergreifendes Referenzmodell für prozessorientiertes IT-Management
(ITIL & CMMI)

Projektpartner :
Institut für Informations- und Prozessmanagement, FHS St. Gallen
Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz (Prof. Dr. Knut Hinkelmann)
Penta Group AG (technischer Industriepartner)
plus Industrievertreter


1. Projektidee
Referenzprozessmodelle haben den Zweck, Qualität, Reproduzierbarkeit und Effizienz von Unternehmens-
bereichen zu erhöhen. Für den Unternehmensbereich IT gibt es gleich mehrere Modelle, die auf unter-
schiedliche Aspekte fokussieren. ITIL ist primär auf den IT-Betrieb ausgerichtet, CobiT auf die IT-
Governance, und für die IT-Entwicklung gibt es u.a. CMMI, HERMES und der Bereich „Application
Management“ von ITIL. Jedes der Modelle hat seine eigene Sicht auf die IT-Abteilung und seine eigene
Begrifflichkeit. Obwohl die Modelle für unterschiedliche Aufgabenbereiche vorgesehen sind, gibt es Über-
lappungen bzgl. der behandelten Teilaufgaben (wie Risikomanagement, Configuration Management, Change
Management).
Um alle Aufgabenbereiche einer IT-Abteilung adäquat abzudecken, kommen deshalb in der Regel mehrere
Referenzmodelle zur Anwendung. Aufgrund der unterschiedlichen Sichtweisen ergeben sich dadurch inner-
halb der IT-Abteilung Teilbereiche (z.B. Betrieb und Entwicklung), deren Prozesse unterschiedlich
organisiert sind. Übergreifende Prozesse im Sinne einer durchgehenden Prozessorganisation sind somit nicht
vorhanden, es gibt Prozessbrüche. Eine zusätzliche Erschwerung ergibt sich durch die Überlappung in
einigen Teilaufgaben, die von den Modellen unterschiedlich angegangen werden. Daraus resultieren die
folgenden Schwierigkeiten:
 •   Unterschiedliche Modellsichten führen zu unterschiedlichen Abteilungssichten, wodurch die Kom-
     munikation und das gegenseitige Verständnis innerhalb der IT-Abteilung sehr erschwert wird – vor
     allem zwischen Entwicklung und Betrieb.
 •   Durch die Prozessbrüche an den Schnittstellen der eingesetzten Referenzmodelle entstehen Qualitäts-,
     Zeit- und Effizienzverluste. Das treibt schliesslich auch die Betriebskosten in die Höhe.
 •   Hohe Qualität, Reproduzierbarkeit und Effizienz sind nur lokal, aber nicht für die gesamte IT-Abtei-
     lung zu erreichen. Ein professionelles Auftreten der IT-Abteilung ihren Kunden gegenüber wird
     erschwert.
Viele Unternehmen befassen sich aus diesen Gründen mit der Integration der in ihrer IT-Abteilung
eingesetzten Referenzprozesse. Da es hierfür kein Standardvorgehen gibt, an dem man sich orientieren
könnte, muss jedes Unternehmen seinen eigenen Weg gehen. Die Möglichkeit, auf Erfahrungen anderer oder
gar auf Best Practices zurückzugreifen, würde nicht nur für die einzelnen Unternehmen, sondern auch
volkswirtschaftlich einen erheblichen Nutzen bedeuten.
Erschwerend kommt hinzu, dass eine einmal erreichte Integration der Prozessmodelle nicht stabil ist, da
aufgrund neuer Anforderungen und angestrebter Prozessverbesserungen die Prozesse einer ständigen Weiter-
entwicklung unterliegen. Auch die Prozessintegration muss dabei immer wieder angepasst werden. Eine
Minimierung des Aufwands und der Kosten ist nur mittels eines standardisierten, systematischen Vorgehens


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                                                                                                     IPM-FHS



möglich.
Das Projekt verfolgt deshalb das Ziel, mittels eines übergreifenden Referenzmodells alle Prozesse einer IT-
Abteilung durchgängig zu modellieren (vgl. Abb.1). In einzelnen Teilbereichen zum Einsatz kommende
Referenzmodelle werden in das übergeordnete Modell eingebettet. Um in dem Projekt die notwendige
Fokussierung zu erreichen, betrachten wir lediglich die am häufigsten eingesetzten Modelle ITIL, CMMI
und – soweit Aspekte der Governance hineinspielen – CobiT.
Das übergreifende Referenzmodell bietet die Gelegenheit, auch die Informations- und Dokumentenflüsse
entsprechend mitzuorganisieren und definierte Schnittstellen zum Compliance Management zu legen. Ein
IT-gestütztes Prozess-Steuerungssystem gibt die notwendige Unterstützung beim Controlling durch die
übergeordneten Prozesse.




Abbildung 1: Durchgehende Prozesse einer IT-Abteilung



2. Schlüsselthemen und Fragestellungen
In dem Projekt sollen die untenstehenden Fragestellungen untersucht und zugehörige Lösungen erarbeitet
werden. Die Tragfähigkeit der entwickelten Lösungen wird exemplarisch an einigen Teilprozessen sowie
Compliance- und Reporting-Anforderungen nachgewiesen, indem dafür detaillierte Modelle erstellt und
diese mit Hilfe der Software-Werkzeuge implementiert und anschliessend evaluiert werden. Die beteiligten
Industriepartner sollen nach Beendigung des Projekts in der Lage sein, die Lösung gesamthaft im
Unternehmen auszubreiten (eventuell mit begleitender Beratung).

1) Übergeordnetes Referenzmodell

2) Referenzmodell-Aggregation

3) Rollenmodell

4) Repository: Unterstützung von Informationsflüssen und Know-How-
   Datenbank

5) Compliance Management, Reporting

6) Prozess-Steuerungssystem




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                                                                                                     IPM-FHS




3. Deliverables
   •   Übergeordnetes Prozessreferenzmodell, das durchgängige, generische Prozesse einer IT-Abteilung
       sowie ihre wichtigsten Varianten beschreibt
   •   Modellierungskonstrukt der Process Gates
   •   Werkzeug zur Modellierung und Spezialisierung von Referenzprozessen (als Erweiterung eines
       bestehenden Werkzeugs)
   •   pro Anwendungspartner eine Spezialisierung des übergreifenden Referenzmodells mit
       entsprechenden Process Gates und eingebetteten Teilprozessen (entsprechend der verwendeten
       Referenzmodelle wie ITIL, CMMI, etc.)
   •   Generisches, unternehmensspezifisch anpassbares Rollenmodell, das in das übergeordnete
       Referenzmodelle eingebettet ist
   •   Semi-strukturiertes, interoperables Repository
   •   Erweiterung des Prozessmodellierungswerkzeugs um die Möglichkeit der Beschreibung, in welchen
       Prozess-Schritten welche Informationen im Repository abzulegen bzw. von dort zu holen sind
   •   Such- und Navigationsfunktionalität für den manuellen Zugriff auf das Repository (in seiner
       Funktion als Know-How-Datenbank)
   •   Architektur für die Einbindung des Compliance Managements und des Reporting
   •   Prozess-Steuerungssystem (als Erweiterung eines bestehenden Systems)


4. Weitere Punkte
   •   Innovationsgehalt
   •   Forschungsplan & Projektplan


Sind Sie interessiert an dieser Initiative, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Gerne präsentieren
wir Ihnen das geplante Projekt.

Übrigens weitere Industriepartner sind nach wie vor willkommen!




penta group holding ag | spinnereistrasse 8 | ch-9008 st.gallen
penta group management ag | ifangstrasse 6 | ch-8952 schlieren
t +41 (0)43 444 8000 | f +41 (0)43 444 8010 | http://www.pentagroup.ch




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