KVVWS2011 by iasiatube

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									Universität Regensburg
   Lehrstuhl Latein




   Veranstaltungen
     WS 2011/12


     Stand: 21. Juli 2011




 Redaktion: Dr. Andreas Hagmaier
2                      Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                               Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                    3



                                                                                                      der eigentlichen Historiographie in Rom sogar zum Teil zeitlich vorangehen. Zudem findet die
                                                                                                      Auseinandersetzung mit Geschichte in der römischen Gesellschaft keineswegs ausschließlich in
                                                                                                      schriftlicher Form statt, so dass historiographische Texte auch in ihrem Zusammenspiel mit
                                   Lateinische Philologie                                             anderen Medien der kulturellen Erinnerung zu sehen sind.
                                                                                                      In der Vorlesung soll daher zunächst ein Überblick über die – unter diesen besonderen Vorzei-
                                                                                                      chen – erfolgende Etablierung der Gattung im Rom der mittleren Republik und ihre weitere Ent-
                                                                                                      wicklung in den folgenden Jahrhunderten gegeben werden. Danach wird ein Schwerpunkt auf
                                           Vorlesungen                                                dem livianischen Geschichtswerk liegen, das in gewisser Weise sowohl die Synthese als zugleich
                                                                                                      auch die Transformation dieses spezifischen Umgangs mit der eigenen Vergangenheit darstellt.
                                                                                                      Im Anschluss wollen wir dann noch die Historiographie der Kaiserzeit unter besonderer Berück-
                                                                                                      sichtigung von Tacitus in den Blick nehmen.
[35220-103/105/107] Lateinische Vorlesung (Poesie):                                           Beck    Im Vordergrund wird dabei die sprachliche und literarische Form der Vermittlung von histori-
Theater in Rom                                                                                        schem Wissen stehen. Diese erfolgt nämlich keineswegs immer in der seriös-nüchternen Form,
2st., Mi 10-12, H 6                                                              Beginn: 26.10.2011   die wir heute mit wissenschaftlicher Geschichtsschreibung verbinden. Vielmehr zeigt sich bei
                                                                                                      genauerem Hinsehen, dass es sich bei der antiken Historiographie nicht zuletzt um Literatur
Welchen Stellenwert das Theater auch für den einfachen Römer gehabt hat, ist heute anhand der         handelt, die den Leser – sowohl mit ihrem Inhalt als auch mit der Art seiner Darstellung –
nur wenigen erhaltenen Stücke weniger Autoren kaum noch nachvollziehbar. Von spätantiken              ansprechen und unterhalten will.
Sonderformen abgesehen, sind allein frühe, in griechischer Tradition stehende Komödien eines
Plautus oder Terenz vollständig überliefert sowie Tragödien Senecas aus der Spätzeit dieser           Zur Einführung:
Gattung längst nach deren Blüte, als zumeist die bloße Rezitation an die Stelle echter Aufführun-     - Andreas Mehl, Römische Geschichtsschreibung: Grundlagen und Entwicklungen. Eine
gen getreten war. Dass es daneben noch eine Vielzahl anderer Bühnenformen gegeben hat, wird             Einführung, Stuttgart 2001.
nurmehr durch Fragmente und verstreute Erwähnungen deutlich: u. a. Atellane, unterschiedliche         - Beat Näf, Antike Geschichtsschreibung. Form – Leistung – Wirkung, Stuttgart 2010.
Arten von Komödie und Tragödie (fabula palliata, togata, crepidata, praetexta, trabeata) und          - Luke Pitcher, Writing ancient history: an introduction to classical historiography, London
vor allem Mimus und Pantomimus, die schließlich sogar die klassischen Formen der Komödie                2009.
und Tragödie verdrängen konnten – welch ein Ereignis, wenn ein Bathyllus die Leda tanzte
(Juv.6,63)! Aus dem Theater kannte der Römer den Mythos, nicht unbedingt aus eigener Lektüre
literarischer Texte. Den Lebensunterhalt zum Schreiben seiner Epen musste sich ein Statius mit
dem Verkauf von Mimen-Fabeln für die Bühne verdienen.
Ausgehend von den griechischen Voraussetzungen soll in der Vorlesung ein Überblick über das
römische Theater von seinen ersten Anfängen im Jahr 240 v. Chr. bis in die Spätantike gegeben
werden. Im Vordergrund werden natürlich die erhaltenen Texte stehen, doch auch dramentheo-                                                Seminare und Übungen
retische Äußerungen etwa eines Horaz und Fragen der Aufführungspraxis und Entwicklung rö-
mischer Theaterbauten (Vitruv) werden zu behandeln sein. Ein Ausblick auf Rezeption und
Wiederentdeckung des lateinischen Dramas wird bis in die Renaissance führen.
                                                                                                      [35225-106] Übung auf der Stufe des Oberseminars:                                     Hagmaier, A.
Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen sei der von E. Lefèvre herausgegebene Sammelband                 Interpretation Prosa
„Das römische Drama“ (Darmstadt 1978).                                                                2st., Do 10-12, H 4                                                              Beginn: 20.10.2011

                                                                                                      Angesichts der ministeriell verordneten Notwendigkeit, am Ende des Lehramtsstudiums die
                                                                                                      Fähigkeit zum Interpretieren lateinischer Texte in einer eigenen Interpretationsklausur unter
                                                                                                      Beweis zu stellen, ist eine gezielte Vorbereitung unerlässlich. Hinzu kommt die selbstverständ-
[35221-102/104/106] Lateinische Vorlesung (Prosa):                                          Pausch    liche Notwendigkeit, antike Texte nicht einfach nur zu lesen und zu übersetzen: Für eine gute
Römische Geschichtsschreibung                                                                         Übersetzung wichtig ist das gleichzeitige inhaltlich-gedankliche Verstehen, das Erkennen
2st., Mo 16-18, H 11                                                             Beginn: 17.10.2011   zugrunde liegender sachlicher, historischer, mythologischer oder gattungsbedingter Zusammen-
                                                                                                      hänge und ein Gefühl für die sprachlich-stilistischen Besonderheiten des Originals.
Die Beschäftigung mit der (eigenen) Vergangenheit ist ein Thema, das in vielen Texten der             In der Übung sollen Prosatexte verschiedener Gattungen und Epochen gemeinsam besprochen
lateinischen Literatur eine zentrale Rolle spielt. Das gilt keineswegs ausschließlich für die         und vor allem im Hinblick auf die Leitlinien der Interpretationsklausur analysiert werden.
Geschichtsschreibung, sondern auch für eine ganze Reihe anderer literarischer Gattungen, die          Zugelassen sind Studierende des Hauptstudiums, die mindestens ein Hauptseminar erfolgreich
                                                                                                      besucht haben.
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                                        Lateinische Philologie                                                                                Lateinische Philologie
4                      Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                               Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                    5



[35226-106] Lateinisches Hauptseminar (Prosa):                                                Beck    schichte Roms in der frühen Kaiserzeit. Dennoch wird ihr Verfasser von modernen Historikern
Seneca, Epistulae morales                                                                             in der Regel als wenig zuverlässig und sensationslüstern kritisiert. Auch wenn diese historische
2st., Mo 10-12, W 115                                                            Beginn: 17.10.2011   Seite sicherlich nicht zu kurz kommen wird, soll der Blick hier doch vor allem auf die literari-
                                                                                                      schen Aspekte gerichtet und der Frage nachgegangen werden, warum Sueton diese besondere
Mit den uns noch erhaltenen 124 Briefen des ehemaligen Erziehers und Beraters des römischen           Art der Darstellung gewählt hat. Dabei sollen alle Elemente einer genaueren Untersuchung
Kaisers Nero ist scheinbar die intime Privatkorrespondenz eines der mächtigsten Männer Roms           unterzogen werden, von der Wahl der Gattung der Biographie als solcher über die Gliederung
überliefert: vertraute Privatbriefe aus seinen letzten Lebensjahren an den engen Freund Lucilius      der einzelnen Viten nach thematischen Rubriken bis hin zur narrativen Form der Darstellung. In
nach dem Vorbild der Privatkorrespondenz Ciceros mit seinem Atticus. Tatsächlich jedoch ist           einem zweiten Schritt sollen die auf diese Weise gewonnenen Einsichten in Art der Präsentation
Seneca mit seinem berühmten Alterswerk zum Schöpfer des philosophischen Essays geworden,              des biographischen Materials dann mit den Erwartungen des zeitgenössischen Lesers, soweit
in dem er unter dem bloßen Vorwand der Briefsituation in vielfältiger Weise Fragen der persön-        sich diese für uns heute noch rekonstruieren lassen, in Verbindung gebracht werden. Denn wenn
lichen Lebensführung und vor allem auch des Umgangs mit dem Tod erörtert. Eine äußerst                man Sueton vor dem politischen und kulturellen Hintergrund seiner Entstehungszeit sieht, ergibt
ansprechende, lockere und abwechslungsreiche Hinführung zur eigenen Beschäftigung mit                 sich daraus ein besseres Verständnis gerade auch der häufig kritisierten Aspekte seines biogra-
antiker, speziell stoischer Philosophie.                                                              phischen Projektes.
Gemeinsam behandelt werden bevorzugt Briefe aus dem ersten Teil der Sammlung (epist. 1-88).
                                                                                                      Textausgabe:
Empfohlene Textausgabe:                                                                               C. Suetonii Tranquilli opera, vol. 1: de vita Caesarum libri VIII, ed. M. Ihm, Stuttgart 1908 (=
L. Annaei Senecae ad Lucilium epistulae morales, rec. L. D. Reynolds, Bd. I, Oxford 1965.             1993).

(Hingewiesen sei auch auf die zweisprachige ‘Studienausgabe’ der Wissenschaftlichen Buchge-           Zur Einführung:
sellschaft (Bd. 3 und 4, Darmstadt 1980, 1984) mit dem kritischen Text von F. Préchac und einer       - Andrew Wallace-Hadrill, Suetonius, Bristol 21995.
umstrittenen deutschen Übersetzung von M. Rosenbach, die zu besprechen sein wird.)                    - Dennis Pausch, Biographie und Bildungskultur. Personendarstellungen bei Plinius dem Jünge-
                                                                                                        ren, Gellius und Sueton, Berlin 2004.
Kommentar:
Chr. Richardson-Hay: First Lessons. Book 1 of Seneca’s Epistulae Morales; a Commentary,               Es wird um persönliche oder telefonische Anmeldung im Sekretariat (keine E-mail!) bis spä-
Frankfurt/Main, Bern u. a. 2006.                                                                      testens Donnerstag, den 06.10.2011, gebeten. Allerdings sei darauf aufmerksam gemacht, dass
                                                                                                      die Teilnehmerzahl begrenzt ist; es empfiehlt sich daher eine möglichst frühzeitige Anmeldung.
Zur Einführung und begleitenden Lektüre:
- M. Fuhrmann: Seneca und Kaiser Nero, Berlin 1997.
- M. T. Griffin: Seneca. A philosopher in politics, Oxford 1976.
- P. Grimal: Seneca. Macht und Ohnmacht des Geistes, Darmstadt 1978 (Original Paris 1978).
- G. Maurach: Seneca. Leben und Werk, Darmstadt 1991.                                                 [35227-107] Lateinisches Hauptseminar (Poesie):                                               Beck
- H. Cancik: Untersuchungen zu Senecas Epistulae morales, Spudasmata Bd. 18, Hildesheim               Ovid, Tristien
  1967.                                                                                               2st., Di 12s.t.-13.30, W 115                                                     Beginn: 25.10.2011
- E. Hachmann: Die Führung des Lesers in Senecas ‘epistulae morales’, Münster 1995.
- G. Maurach: Der Bau von Senecas Epistulae morales, Heidelberg 1970.                                 Als tenerorum lusor amorum (trist. 4,10,1) hochgeschätzt, hat sich Ovid mit seiner erotisch-
                                                                                                      mythologischen Dichtung bis heute als einer der beliebtesten antiken Autoren einen festen Platz
Es wird um persönliche oder telefonische Anmeldung im Sekretariat (keine E-mail!) bis spä-            in der Weltliteratur erschrieben – ein genialer, durch und durch verspielter Dichter, der die
testens Donnerstag, den 06.10.2011, gebeten. Allerdings sei darauf aufmerksam gemacht, dass           Themen Liebe und Mythos in immer wieder neuer und überaus attraktiver Weise zu behandeln
die Teilnehmerzahl begrenzt ist; es empfiehlt sich daher eine möglichst frühzeitige Anmeldung.        verstand.
                                                                                                      Verglichen mit dieser Vielfalt ist der Ovid, um den es in diesem Semester gehen soll, ein ganz
                                                                                                      anderer geworden: Ohne die unbeschwerte Ausgelassenheit und z. T. frivole Laszivität seiner
                                                                                                      bisherigen Werke müssen wir in den ‘Tristien’ einen klagenden und ganz auf sich selbst gerich-
                                                                                                      teten Dichter erleben. Von Augustus 8 n. Chr. nach Tomi am Schwarzen Meer relegiert – die
[35226X-106] Lateinisches Hauptseminar (Prosa):                                             Pausch    Gründe dafür sind umstritten (trist. 2,209 carmen et error) –, wirkt Ovid gebrochen. Ohne
Sueton                                                                                                Freunde, ohne Bücher und ohne die kultivierte Hauptstadt wird das Leben für den gerade 50-
2st., Di 10-12, PT 2.0.9                                                         Beginn: 18.10.2011   jährigen zur Katastrophe: ein Leben im ewigen Winter, umgeben von Barbaren und bedroht
                                                                                                      durch äußere Feinde – nach Ovid eine durch und durch unfreundliche Gegend, in der man selbst
Die Lebensbeschreibungen der ersten zwölf römischen Caesares, die Sueton im 2. Jh. n. Chr.            den Wein nur gefroren bekommt und in der nicht einmal die Vögel richtig singen! Um sich zu
verfasst hat, sind noch heute eine der wichtigsten und unterhaltsamsten Quellen über die Ge-          rechtfertigen, um beim Kaiser und dessen einflussreicher Umgebung Gnade zu finden und um in
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                                        Lateinische Philologie                                                                                Lateinische Philologie
6                      Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                               Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                    7



seinem geliebten Rom nicht vergessen zu werden, schickt Ovid jedes Jahr eines der in Tomi und         Es wird um persönliche oder telefonische Anmeldung im Sekretariat (keine E-mail!) bis spä-
bereits auf dem Weg dorthin entstandenen fünf ‘Tristien’-Bücher in die Hauptstadt. Es sind            testens Donnerstag, den 06.10.2011, gebeten. Allerdings sei darauf aufmerksam gemacht, dass
gleichsam offene Briefe des auf Mitleid und Erlösung hoffenden Ovid, an die sich seit 13 n. Chr.      die Teilnehmerzahl begrenzt ist; es empfiehlt sich daher eine möglichst frühzeitige Anmeldung.
weitere und nun auch direkt als Briefe überschriebene Bücher angeschlossen haben (‘Epistulae
ex Ponto’).
Ausgehend von Ovids Autobiographie (trist. 4,10) und dem nach Art einer Verteidigungsrede
angelegten 2. Buch werden im Seminar ausgewählte Gedichte der ‘Tristien’ gemeinsam zu
besprechen sein.                                                                                      [35228-102/104] Lateinisches Proseminar (Prosa):                                              Held
                                                                                                      Nepos
Textausgabe:                                                                                          2st., Fr 8.30-10, W 115                                                          Beginn: 21.10.2011
P. Ovidii Nasonis Tristium Libri quinque ..., rec. S. G. Owen, Oxford 1915/1946 u.ö.
                                                                                                      Cornelius Nepos zählt zu den römischen Autoren, die wegen ihres in der Regel schlichten Stils
Kommentare:                                                                                           gerne in der Anfangsphase des Lektüreunterrichts eingesetzt werden. Über die Biographie dieses
z. B. von Luck (1969, 1977), Owen (1902, 1924), de Jonge (1951), Bakker (1946).                       Autors weiß man allerdings sehr wenig. Geboren wurde er ca. 100 v. Chr. in Norditalien, gestor-
                                                                                                      ben ist er wohl erst nach 27 v. Chr. Er gehörte dem Ritterstand an, scheint aber nie eine politi-
Es wird um persönliche oder telefonische Anmeldung im Sekretariat (keine E-mail!) bis spä-            sche Laufbahn angestrebt zu haben. Vielmehr widmete er sich ganz seiner schriftstellerischen
testens Donnerstag, den 06.10.2011, gebeten. Allerdings sei darauf aufmerksam gemacht, dass           Tätigkeit und war mit wichtigen Persönlichkeiten des zeitgenössischen Literaturbetriebs bekannt:
die Teilnehmerzahl begrenzt ist; es empfiehlt sich daher eine möglichst frühzeitige Anmeldung.        So war er eng mit Ciceros Verleger Atticus befreundet und stand auch mit Cicero selbst in
                                                                                                      Kontakt. Catull widmete ihm seine Gedichtsammlung und nennt ihn im Einleitungsgedicht den
                                                                                                      ersten Römer, der es gewagt habe omne aevum tribus explicare cartis, also die gesamte Weltge-
                                                                                                      schichte in drei Büchern darzustellen. Damit spielt Catull auf den historischen Abriss an, den
                                                                                                      Nepos unter dem Titel ‘Chronica’ veröffentlicht hat und in dem er die wichtigen Ereignisse der
[35227X-107] Lateinisches Hauptseminar (Poesie):                                            Pausch    griechischen und römischen Geschichte parallel präsentiert hat. Außerdem verfasste Nepos das
Vergil, Aeneis                                                                                        Werk ‘Exempla’, eine Sammlung von Anekdoten und Kuriositäten, bevor er sich ganz der Gat-
2st., Di 14-16, H 12                                                             Beginn: 18.10.2011   tung Biographie zuwandte. Nachdem er in zwei Einzelschriften das Leben Catos des Älteren und
                                                                                                      Ciceros geschildert hatte, begann er mit der Abfassung von ‘De viris illustribus’, einer Samm-
Wie das Epos eine der zentralen Gattungen der Antike ist, so ist die Aeneis eines der wichtigsten     lung von Biographien großer Römer und Nichtrömer. Von diesem einst mindestens 16 Bücher
und reichhaltigsten Beispiele der lateinischen Epik. Es bedarf daher weniger einer Rechtferti-        umfassenden Werk sind uns die Atticus-Biographie, eine ganz knappe Cato-Vita und das Buch
gung, warum man sich mit ihr beschäftigt, als einer gut begründeten Auswahl der Aspekte, die          über nicht-römische Feldherrn erhalten.
man dabei herausgreifen will. In diesem Seminar soll der Schwerpunkt auf die Frage gelegt             Im Proseminar wollen wir einzelne dieser Biographien übersetzen und analysieren. Dabei sollen
werden, auf welche Art und Weise die Geschichte von Aeneas und der Gründung Roms erzählt              auch die charakteristischen Merkmale der Gattung Biographie herausgearbeitet werden. Zudem
wird. Neben allgemeineren Überlegungen zum gesellschaftlichen und politischen Kontext der             erhalten die Seminar-Teilnehmer einen Einblick in entscheidende Phasen der griechischen und
Entstehungszeit und zur Wahl des (myth-)historischen Epos als Makroform werden wir uns                römischen Geschichte.
daher zunächst mit den unterschiedlichen Bauformen und Darstellungskonventionen beschäfti-
gen, die für die Aeneis wie für die gesamte antike Epik charakteristisch sind (z. B. Gleichnisse,     Textausgabe:
eingelegte Erzählungen, direkte und indirekte Rede, Ekphrasis, Katalog, Aristie). In einem zwei-      Cornelius Nepos, Vitae cum fragmentis, ed. P. K. Marshall, Leipzig 1977 (BT).
ten Schritt wollen wir nach den epostypischen Elementen der Aeneis auch diejenigen Aspekte
des Textes in Blick nehmen, die sich als eine Adaptation der Charakteristika anderer Gattungen        Es wird um persönliche oder telefonische Anmeldung im Sekretariat (keine E-mail!) bis spä-
(z. B. Tragödie, Elegie, Bukolik, Geschichtsschreibung) im epischen Kontext verstehen lassen.         testens Donnerstag, den 06.10.2011, gebeten. Allerdings sei darauf aufmerksam gemacht, dass
                                                                                                      die Teilnehmerzahl begrenzt ist; es empfiehlt sich daher eine möglichst frühzeitige Anmeldung.
Textausgabe:
P. Vergilii Maronis Opera, ed. R.A.B. Mynors, Oxford 1972 (zahlreiche Nachdrucke).

Zur Einführung:
- Stephen J. Harrison, Generic enrichment in Vergil and Horace, Oxford 2007.
- Niklas Holzberg, Vergil: der Dichter und sein Werk, München 2006.
- Werner Suerbaum, Vergils ‘Aeneis’. Epos zwischen Geschichte und Gegenwart, Stuttgart
  1999.


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                                        Lateinische Philologie                                                                                Lateinische Philologie
8                       Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                                  Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                    9



[35229-103/105] Lateinisches Proseminar (Poesie):                                      Hagmaier, A.      Seminar die ihnen gebührende Rolle spielen. Doch darüber hinaus ermöglicht die Beschäftigung
Horaz, Carmina                                                                                           mit diesem Text im Studium aber auch die intensivere Behandlung einer Reihe weiterer interes-
2st., Mi 8.30-10, R 005                                                           Beginn: 19.10.2011     santer Aspekte, die von der Entwicklung der literarischen Technik innerhalb des Werkes über
                                                                                                         das Verhältnis der commentarii zur Geschichtsschreibung bis hin zu den Fragen der Veröffentli-
Ungefähr um dieselbe Zeit, zu der Vergil als Verfasser der ‘Aeneis’ mit den Epen Homers zu               chung und der intendierten Leserschaft dieser Schriften reichen.
konkurrieren suchte, griff Horaz mit seinen ‘Carmina’ auf die ebenfalls als vorbildhaft und
klassisch empfundene frühgriechische Lyrik, insbesondere der von Sappho und Alkaios, zurück              Textausgabe:
und hat so, wie er carm.3,30,13f. selbst herausstellt, als Erster das äolische Lied in die lateinische   C. Iulius Caesar Vol. I: Bellum Gallicum, ed. W. Hering, Stuttgart/Leipzig 1992
Dichtung eingeführt. Aufgrund der meisterhaften sprachlichen Gestaltung sowie des gedankli-
chen Gehalts seiner Oden gilt Horaz nunmehr seinerseits als Klassiker, so dass er durchaus Recht         Zur Einführung:
behielt, als er mit Stolz für sich beanspruchte, ein monumentum aere perennius (carm.3,30,1) ge-         - Eckart Mensching, Caesars Bellum Gallicum. Eine Einführung, Frankfurt 1988.
schaffen zu haben. Kennzeichnend für die Lyrik des Horaz ist darüber hinaus neben der Vielzahl           - Andrew M. Riggsby, Caesar in Gaul and Rome: War in Words, Austin 2006.
der verwendeten Versmaße (vgl. Ov.trist.4,10,49 numerosus Horatius) auch ein breites themati-            - Kathryn Welch u. Anton Powell (Hgg.), Julius Caesar as Artful Reporter. The War
sches Spektrum. So finden sich unter anderem Götterhymnen, Trink- und Liebeslieder, aber auch              Commentaries as Political Instruments, London 1998.
Aussagen zu Politik und Staat, Freundschaft und Lebensweisheit.
In der Veranstaltung sollen nach einem einleitenden Überblick über Leben und Werk des Horaz              Es wird um persönliche oder telefonische Anmeldung im Sekretariat (keine E-mail!) bis spä-
ausgewählte Oden eingehend behandelt werden. Das Carmen 1,1 ist nach Möglichkeit zur ersten              testens Donnerstag, den 06.10.2011, gebeten. Allerdings sei darauf aufmerksam gemacht, dass
Sitzung vorzubereiten.                                                                                   die Teilnehmerzahl begrenzt ist; es empfiehlt sich daher eine möglichst frühzeitige Anmeldung.

Textausgaben und Kommentare:
- Q. Horati Flacci Opera, ed. F. Klingner, Leipzig 31959 (ND 1970).
- Q. Horati Flacci Opera, ed. J. Borzsák, Leipzig 1984.
- Q. Horati Flacci Opera, ed. D. R. Shackleton-Bailey, Stuttgart 1985.                                   [35231-103/105] Lateinisches Proseminar (Poesie):                                           Mitterer
- Kießling, A./ Heinze, R., Q. Horatius Flaccus, Oden und Epoden, Berlin 71930; mit einem                Lucan
  Nachwort und bibliographischen Nachträgen von E. Burck, Berlin 81955 u. ö.                             2st, Do 14-16, CH 12.0.18                                                         Beginn: 20.10.2011
- Nisbet, R. G. M./ Hubbard, M., Horace: Odes, Book I, Oxford 1970; Book II, Oxford 1978.
                                                                                                         Das einzige überlieferte Werk des Dichters Lucan, der, zunächst ein Freund des Kaisers Nero, im
Zur Einführung:                                                                                          Alter von nur 26 seinen Tod durch einen mit dem seines Onkel Senecas vergleichbaren angeord-
- Fraenkel, E., Horace, Oxford 1957; aus dem Engl. übers. von G. und E. Bayer, Darmstadt                 neten Selbstmord im Zusammenhang mit der pisonischen Verschwörung fand, ist in vielerlei
  2
    1967.                                                                                                Hinsicht für den modernen Leser ein interessanter Stoff. Das mit seinen 10 Büchern, deren letz-
- Lefèvre, E., Horaz. Dichter im augusteischen Rom, München 1993.                                        tes unvermittelt abbricht, offensichtlich nicht vollendete Epos über den Bürgerkrieg zwischen
- Maurach, G., Horaz. Werk und Leben, Heidelberg 2001.                                                   Caesar und Pompeius, stellt bereits bezüglich des Genos eine interessante Variante des Bekann-
- Pöschl, V., Horazische Lyrik. Interpretationen, Heidelberg 21991.                                      ten dar, was zum einen an der Wahl des Stoffes, eben eines historischen, liegt, zum anderen am
- Syndikus, H. P., Die Lyrik des Horaz, 2. Bd., Darmstadt 32001.                                         Fehlen eigentlich zu erwartender Bestandteile eines „typischen“ Epos, wie etwa des Götterappa-
                                                                                                         rats. Durch die Behandlung zentraler Fragestellungen, wie die nach der Bedeutung der stoischen
Es wird um persönliche oder telefonische Anmeldung im Sekretariat (keine E-mail!) bis spä-               Weltanschauung, als deren Anhänger der Autor gilt, nach den politisch-zeitgeschichtlichen Be-
testens Donnerstag, den 06.10.2011, gebeten. Allerdings sei darauf aufmerksam gemacht, dass              zügen oder gar etwaiger Herrscherkritik, versucht man seit langem und in durchaus kontroverser
die Teilnehmerzahl begrenzt ist; es empfiehlt sich daher eine möglichst frühzeitige Anmeldung.           Art, dem Dichter als Person und seiner Einstellung näher zu kommen. Die Grundlage für eine
                                                                                                         derartige tiefergehende Beschäftigung mit Lucan, die Klärung der sprachlichen Ebene, soll eben-
                                                                                                         so Ziel dieser Veranstaltung sein wie eine gemeinsame Erarbeitung eines Grobüberblicks über
                                                                                                         das gesamte Werk, in das dann die einzelnen übersetzten und besprochenen Partien sich einfügen
                                                                                                         sollen. Voraussetzung hierfür ist der Besitz einer textkritischen Ausgabe, die aus Kostengründen
[35230-102/104] Lateinisches Proseminar (Prosa):                                              Pausch     in Form von Kopien der unten genannten Teubner-Ausgabe empfohlen wird.
Caesar
2st., Di 16-18, R 005                                                             Beginn: 18.10.2011     Textausgabe:
                                                                                                         M. Annaei Lucani de bello civili libri X, ed. D. R. Shackleton Bailey, Stuttgart 1997.
Caesars commentarii de bello Gallico sind aus guten Gründen ein klassischer Schultext. Die
hierfür ausschlaggebenden Elemente der klaren und einfachen Sprache einerseits und der Mög-
lichkeit ihrer Entlarvung als Instrument der „Propaganda“ andererseits werden auch in diesem
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                                         Lateinische Philologie                                                                                   Lateinische Philologie
10                     Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                               Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12               11



Es wird um persönliche oder telefonische Anmeldung im Sekretariat (keine E-mail!) bis spä-            blickshaft erschlossen und der Übersicht über ihre Hilfswissenschaften bzw. Nachbarfächer
testens Donnerstag, den 06.10.2011, gebeten. Allerdings sei darauf aufmerksam gemacht, dass           gegen den Sinn dieser abgegrenzt, (3) anhand der Durchsprache und einleitenden Einübung der
die Teilnehmerzahl begrenzt ist; es empfiehlt sich daher eine möglichst frühzeitige Anmeldung.        Arbeitsmethoden angeleitet und (4) der Kenntnisnahme und Umgangserlernung mit ihren wich-
                                                                                                      tigsten Hilfsmitteln gestützt werden. Damit gliedert sich die Veranstaltung in vier Blöcke,
                                                                                                      welche sonach vier zu erfragende Erfahrungsbereiche des Studierens der Klassischen Philologie
                                                                                                      repräsentieren:
[35232-102/103/104/105] Sprachwissenschaftliches Proseminar:                              Schaffner
Lateinische Epigraphie                                                                                1. Der Erfahrungsbereich der Klassischen Philologie im Allgemeinen:
2st., Blockveranstaltung nach Ende der Vorlesungszeit                                                 a) Was ist die Klassische Philologie (Wissenschaft, Universitätsfach, Beruf)?
                                                                                                      b) Was kann die Klassische Philologie sein (Seinsweise der menschlichen Existenz im Sinne der
Inschriften bilden einen bedeutenden Teil der lateinischen Überlieferung. Als authentische und        handwerklichen Ausbildung einer Haltung in der Liebe zur Sprache und zu den Klassischen
meist datierbare Zeugnisse auf dauerhaftem Material geben sie wertvolle Aufschlüsse über              Sprachen)?
sprachliche Zustände und Entwicklungen, die der kodikalen Tradition nur schwer abzugewinnen           c) Was war die Klassische Philologie in ihrer Geschichte (Liebe zu, Wissenschaft von und Hand-
wären. Da die inschriftlichen Texte auch aus Bereichen stammen, die von der Literatur kaum            werk der klassischen Sprachen Latein und Griechisch)?
oder nicht berührt werden, haben sie eine wesentliche Bedeutung für das Verständnis des antiken       d) Was ist das Klassische der Klassischen Philologie (das Ausgezeichnete der Sprachen Latein
Lebens.                                                                                               und Griechisch und das in ihnen begründete Maßgebende für die abendländische Geistesge-
                                                                                                      schichte)?
Nach einer allgemeinen Einführung in die lateinische Epigraphik und einem Überblick über die
für die Kenntnis des Frühlateinischen wichtigen Inschriften werden in dem Seminar zunächst
                                                                                                      2. Der Erfahrungsbereich der Klassischen Philologie im besonderen:
einige bedeutende Inschriften aus der Zeit um 200 v. Chr. behandelt, so z. B. das Senatus con-
                                                                                                      a) Welche sind ihre Teildisziplinen (u. a. Textkritik, Textgeschichte, Sprachgeschichte, Metrik,
sultum des Bacchanalibus (SCBacch.) aus dem Jahre 186 v. Chr., dessen Voraussetzungen uns
                                                                                                      Rhetorik, Mythologie, Literaturgeschichte, Sprachwissenschaft)?
Livius 39, 8-19 überliefert, und die meist in Saturniern abgefassten Scipionengrabinschriften.
                                                                                                      b) Welche sind ihre Hilfswissenschaften (u. a. Epigraphik, Papyrologie) und Nachbarfächer (u. a.
Geplant ist ebenfalls, Passagen aus dem Monumentum Ancyranum, der am besten erhaltenen Ab-
                                                                                                      Philosophie, Theologie, Alte Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Rechtsgeschichte, Ger-
schrift der Res gestae des Augustus, zu lesen und zu interpertieren.
                                                                                                      manistik, Orientalistik)?
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Es wird um Anmeldung per E-Mail unter
                                                                                                      3. Der Erfahrungsbereich des methodischen Zugangs zur Klassischen Philologie als ganzer:
dr.stefan.schaffner@web.de gebeten.                                                                   a) Worin beruhen ihre grundlegenden Arbeitsmethoden und ihr Handwerk (Lesen, Hören,
                                                                                                      Übersetzen, Auslegen, Schreiben [z. B. einer Seminararbeit])?
Zur Einführung:                                                                                       b) Wie lässt sich dieses Handwerk und seine Arbeitsmethoden am besten erlernen, einüben und
Ernst Meyer, Einführung in die lateinische Epigraphik. Darmstadt 1991.                                festigen?

                                                                                                      4. Der Erfahrungsbereich der Werkzeuge des Handwerks der Klassischen Philologie:
                                                                                                      a) Welche sind ihre wichtigsten Instrumente (u. a. Textausgaben, Kommentare, Übersetzungen,
                                                                                                      Sekundärliteratur, Grammatiken, Lexika, Enzyklopädien, Handbücher, Zeitschriften, Bibliogra-
[35233-101] Einführung in das Studium der Klassischen Philologie                        Kazmierski    phien, Konkordanzen, Datenbanken, Kataloge, die Bibliothek überhaupt)?
              (Parallelkurs A)                                                                        b) Wie sind sie zu finden und zu benutzen?
2st., Mo 8.30-10, H 23                                                           Beginn: 24.10.2011
                                                                                                      Es wird regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, Bearbeitung von schriftlichen Hausaufgaben
Zu studieren bedeutet, in einem bestimmten Erfahrungsbereich das diesem Erfahrungsbereich             und mindestens eine ausreichende Leistung in der Abschlussklausur erwartet.
angemessene Fragenstellen und, wenn möglich, -beantworten zu erlernen und einzuüben. Dies
hat die doppelte Konsequenz, (1) dass der Erfahrungsbereich selbst die ihm angemessenen               Zur Anschaffung und begleitenden Lektüre empfohlen:
Studienfragen liefert, (2) dass aber umgekehrt, ohne ein vorläufiges einführendes Fragen, unter       - P. RIEMER / M. WEIßENBERGER / B. ZIMMERMANN, Einführung in das Studium der Latinistik,
Umständen am zu studierenden Erfahrungsbereich vorbeizielende Studienerfahrungen gemacht                München 22008.
werden.                                                                                               - P. RIEMER / M. WEIßENBERGER / B. ZIMMERMANN, Einführung in das Studium der Gräzistik,
Diese Übung ist daher für Studienanfänger der Fächer Latein bzw. Griechisch obligato-                   München 2000.
risch und sollte möglichst im ersten Semester besucht werden. Ihr Ziel besteht darin, den
Teilnehmern die angemessenen Fragen vorläufig an die Hand zu geben, um einen Sinn für das
Studieren der Klassischen Philologien zu vermitteln und so in ihren Erfahrungsbereich einzu-
leiten. Der genannte Sinn soll mithin (1) durch die Frage, was die Klassische Philologie ist, sein
kann und war, geweckt, (2) vermittelst der konkreten Darstellung ihrer Teildisziplinen über-
______________________________________________________________________________                        ______________________________________________________________________________
                                        Lateinische Philologie                                                                                Lateinische Philologie
12                     Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                                Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                   13



[35233X-101]     Einführung in das Studium der Klassischen Philologie                        Pausch    [35235-101] Einführung in eine Teildisziplin:                                                 N. N.
                 (Parallelkurs B)                                                                                     Thema nach Ankündigung
2st., Mi 10-12, H 21                                                             Beginn: 19.10.2011    2st., Zeit und Raum siehe Aushang



Diese Übung ist für Studienanfänger der Fächer Latein und/oder Griechisch obligatorisch und
                                                                                                       [35236-501] Exkursion                                                                         Beck
sollte möglichst im ersten Semester besucht werden. Ihr Ziel besteht darin, die Teilnehmer mit         2st., Ziel und Zeit siehe Aushang
den für ein Studium der Klassischen Philologie wesentlichen Hilfsmitteln und Disziplinen ver-
traut zu machen und als Vorbereitung für den Besuch von Seminaren eine erste Einführung in
grundlegende Arbeitsmethoden zu geben. Berührt werden folgende Gebiete:
1. Aufbau, Ziele und Möglichkeiten eines Studiums der lateinischen und/oder griechischen
   Philologie;                                                                                                                                      Lektüre
2. Epochen und Gattungen der griechischen und lateinischen Literatur;
3. Aufbau und Benutzung der Bibliothek;
4. Hilfsmittel (z. B. RE, Bibliographien, Lexika, Grammatiken, Handbuch der Altertums-
   wissenschaft, Textausgaben, Zeitschriften), Technik des Bibliographierens sowie Hinweise            [35240-205/206/207] Lateinische Lektüre:                                                      Beck
   zum Aufbau einer eigenen Studienbibliothek;                                                         Texte aus klassischer Zeit
5. Überlieferungs- und Textgeschichte, Textkritik;                                                     1st., Mo 12.15-13.15, W 115                                                      Beginn: 17.10.2011
6. Sprachgeschichte;
7. Metrik;                                                                                             Übersetzt und besprochen werden exemplarisch ausgewählte Texte lateinischer Autoren vom 1.
8. Rhetorik;                                                                                           Jh. v. Chr bis zum 2. Jh. n. Chr, d. h. aus der im weiteren Sinne als ‘klassisch’ verstandenen,
9. Methoden der Interpretation, Hinweise zur Anfertigung einer Seminararbeit.
                                                                                                       ‘goldenen’ wie ‘silbernen’ Latinität in Abgrenzung zur sog. Früh- und Nachklassik bzw. Spät-
Es wird regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, Bearbeitung von schriftlichen Hausaufgaben            antike. Nach vorheriger Absprache besteht die Möglichkeit zum Erwerb der erwarteten Lektüre-
und eine mindestens ausreichende Leistung in der Abschlussklausur erwartet.                            nachweise zur Anrechnung auf die Examensnote gemäß neuer LPO (Textcorpus Poesie ca. 2000
                                                                                                       Verse, Prosa ca. 150 Seiten).
Zur Anschaffung und begleitenden Lektüre empfohlen:
- P. Riemer, M. Weißenberger, B. Zimmermann, Einführung in das Studium der Latinistik,
  München 1998.
- P. Riemer, M. Weißenberger, B. Zimmermann, Einführung in das Studium der Gräzistik,                  [35241-201/202/203/204/205/206/207] Lateinische Lektüre:                              Hagmaier, A.
  München 2000.                                                                                        Thema nach Absprache
                                                                                                       1st., n. V.

                                                                                                       [35242-201/202/203/204/205/206/207] Lateinische Lektüre:                                      Held
                                                                                                       Thema nach Absprache
[35234-101] Einführung in die Mythologie                                                    Mitterer   1st., n. V.
2st., Mi 16-18, H 42                                                             Beginn: 19.10.2011
                                                                                                       Die geforderten Leistungsnachweise im Bereich der Lektüre können durch den erfolgreichen
Die Veranstaltung dient vor allem dazu, Studienanfängern einen Überblick über das weite Feld
                                                                                                       Besuch von Lektürekursen (regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, Bestehen der Abschluss-
der antiken, vor allem griechischen, doch auch lateinischen, Mythologie zu vermitteln. Um das
                                                                                                       klausur) oder durch individuell vereinbarte Lektüre-Kolloquien zu einem selbst gewählten Text-
zu erreichen, wird, immer in möglichst engem Bezug zu den einschlägigen Texten hauptsächlich
                                                                                                       corpus erbracht werden. Der Umfang beträgt dabei ca. 50 Seiten bzw. 800-1000 Verse für das
der lateinischen Literatur, ein Steifzug durch die Welt der wichtigsten Sagenzyklen geboten
                                                                                                       „Basismodul Lateinische Lektürepraxis“, ca. 100 Seiten bzw. 1500 Verse für das „Aufbaumodul
werden. Als Schwerpunkte sind geplant: Kreta und Athen – Theben – Argonauten – Herakles –
                                                                                                       Lateinische Lektürepraxis“ und ca. 150 Seiten bzw. 2000 Verse für die Vertiefungsmodule. Die
Troia – Aeneas und Rom.
                                                                                                       mündliche Prüfung dauert je nach Modul zwischen 20 und 30 Minuten und besteht aus der Über-
                                                                                                       setzung eines Ausschnitts aus dem vereinbarten Textcorpus sowie Zusatzfragen zu Autor und
Einführende Literatur:
                                                                                                       Werk. Für das Basis- und das Aufbaumodul wird dringend empfohlen, wenigstens einen der
- Graf, Fritz: Griechische Mythologie. Eine Einführung. München/Zürich 1987.
                                                                                                       erforderlichen Leistungsnachweise in Form eines Lektürekolloquiums zu erbringen.
- Köhlmeier, Michael: Das große Sagenbuch des klassischen Altertums. München 1999.
                                                                                                       Hierzu stehen die genannten Lehrenden nach vorheriger Anmeldung und Absprache jederzeit zur
- Rose, Herbert J.: Griechische Mythologie. Ein Handbuch. München9 1997.
                                                                                                       Verfügung.
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                                        Lateinische Philologie                                                                                 Lateinische Philologie
14                      Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                               Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                   15



[35243-205/206] Lateinische Lektüre (Prosa, Vertiefungsmodul):                                 Beck    [35243X-205/207] Lateinische Lektüre (Poesie, Vertiefungsmodul):                            Pausch
Plinius, Epistulae                                                                                     Vergil, Eklogen
2st., Di 10s.t.-11.30, W 115                                                      Beginn: 25.10.2011   2st., Mo 18s.t.-19.30, H 7                                                       Beginn: 17.10.2011

Mit den Briefen herausragender römischer Persönlichkeiten hat sich eine ganz besondere Form            Auf den ersten Blick handelt es sich bei der antiken Bukolik um eine erstaunlich moderne Gat-
antiker Literatur erhalten, die gerade ohne primär literarischen Anspruch einen ungeschönten           tung: Ist uns doch die Sehnsucht des gestressten Großstadtmenschen nach einem einfachen und
Blick auf den Verfasser zu ermöglichen scheint.                                                        gesundem Leben auf dem Land durchaus vertraut. Durch die gemeinsame Lektüre von Vergils
Doch anders als im Falle eines Cicero, für den solches z. T. zutrifft, hat der jüngere Plinius sein    Eklogen wollen wir uns im Laufe des Semesters ein Bild von den Gemeinsamkeiten, aber auch
Epistelwerk von vornherein für die Veröffentlichung konzipiert, wie er es bereits selbst in sei-       den Unterschieden zu unseren Vorstellungen vom ländlichen Idyll als Gegenbild zu unserer ge-
nem Einleitungsbrief andeutet (... si quas paulo curatius scripsissem ...). So nutzt der um 61/62      wöhnlichen Lebenserfahrung machen. Dabei wird neben der literarischen Tradition, in der seine
n. Chr. geborene, etwas jüngere Freund des Tacitus seine Briefe gezielt dazu, sich vor dem römi-       Hirtendichtung steht, auch der zeitgenössische Kontext, vor allem die unmittelbare Erfahrung der
schen Publikum und vor allem für die Nachwelt zu inszenieren, etwa wenn er Parallelbriefe zu           Bürgerkriege, eine zentrale Rolle spielen.
berühmten Schreiben seiner großen Vorgänger Cicero und Seneca verfasst (Plinius als Gegen-
stand für Historiographie oder als humaner Sklavenbesitzer) oder sein eigenes nicht ungefähr-          Textausgabe:
liches Agieren im Umfeld des geistigen Widerstandes gegen Domitian beschreibt. Zu erleben ist          P. Vergilii Maronis Opera, ed. R. A. B. Mynors, Oxford 1972 (zahlreiche Nachdrucke).
ein von seiner Tätigkeit bei den Gerichten erfüllter, seinen studia verpflichteter Angehöriger der
römischen Oberschicht, der stolz auf sein Konsulat ist (100 n. Chr.) und der als Statthalter in der    Zur Einführung:
Provinz Bithynien/Pontus (seit 111 n. Chr.) sogar den Kaiser um Rat fragt, etwa wie mit den            - Bernd Effe u. Gerhard Binder, Die antike Bukolik: eine Einführung, München 1989.
Christen zu verfahren sei (epist.10,96).                                                               - Marco Fantuzzi u. Theodore Papangheli (Hgg.), Companion to the Greek and Roman Pastoral,
Letztere Briefe, die dienstliche Korrespondenz des 10. Buches, sind jedoch eine eigenständige,           Leiden 2006.
ursprünglich nicht zum Corpus gehörende Sammlung, die gewiss so nicht zur Edition bestimmt
war und damit in der Tat einen unvergleichlich authentischen Eindruck von den Problemen und
Unsicherheiten eines Provinzstatthalters und der Geduld seines antwortenden Kaisers gibt. Aber
auch die privaten Episteln der ersten neun Bücher wohl aus den Jahren 96-108 n. Chr. erlauben
unabhängig von ihrem Kunstbriefcharakter einen vortrefflichen Einblick in das Leben der römi-          [35244-202/204] Lateinische Lektüre (Poesie, Aufbaumodul):                             Aigner, Chr.
schen Kaiserzeit, etwa wenn Plinius von seinem wirtschaftlichen Hintergrund schreibt, von sei-         Horaz, Satiren
ner liebevoll umsorgten, 25 Jahre jüngeren Ehefrau, oder wenn er auf Bitten des Tacitus vom            2st., Do 10-12, VG 0.15                                                          Beginn: 20.10.2011
Ausbruch des Vesuv berichtet, bei dem bekanntlich sein Onkel, der ältere Plinius, ums Leben
kam (epist.6,16 und 20; vgl. auch 3,5 mit einem Werkverzeichnis). Besonders interessant sind           Als „Vollblutlateiner“ muss es uns doch eigentlich in gewisser Weise stören, dass wir gerade auf
die Nachrufe auf weitere Literaten wie Martial und Silius Italicus und natürlich Plinius’ Bemer-       dem so wichtigen Feld der Literatur in sehr großem Maße vom Vorbild der Griechen abhängig
kungen über den zeitgenössischen Literaturbetrieb.                                                     sind. Betrachtet man Cato den Älteren, den Griechenhasser par excellence, so wird man sich des-
                                                                                                       sen gewahr, dass diese Tatsache auch schon den Römern ein Dorn im Auge gewesen sein dürfte.
Textausgaben:                                                                                          Daher können wir umso stolzer mit Quintilian verkünden: Satura quidem tota nostra est. (Quint.
- C. Plini Secundi Epistularum libri decem, ed. M. Schuster, R. Hanslik, Leipzig/Stuttgart 31958       inst. 10,1,93) Auch wenn man in der Alten Komödie und den Iamben der Griechen mit viel
  (Teubner).                                                                                           Wohlwollen eine Art Vorläufer der Satire zu erkennen vermag, so schufen Quintus Ennius, allen
- C. Plini Caecili Secundi Epistularum libri decem, ed. R. A. B. Mynors, Oxford 1963 (OCT).            voran allerdings Gaius Lucilius die genuin römische Gattung schlechthin, die dann mit Quintus
(Hilfreich sind die zweisprachigen Ausgaben von H. Kasten [71995, Tusculum] und H. Philips/            Horatius Flaccus’ ‘Sermones’ ihren Höhepunkt fand, den auch die bekannten Nachfolger Aules
M. Giebel [1998, Reclam; mit einem Nachwort von W. Kierdorf]; letztere möchte ich aus per-             Persius Flaccus und Decimus Iunius Iuvenalis nicht mehr zu erreichen vermochten.
sönlichen Gründen empfehlen: Dr. Philips und Prof. Kierdorf sind mir aus meinen Bochumer               In lockerem Plauderton, immer mit einem zwinkernden Auge und praktisch nie persönlich an-
Jahren als überaus liebenswürdige Kollegen vertraut.)                                                  greifend prangert der Meister die Missstände seiner Zeit an, blickt mitunter auch selbstironisch
                                                                                                       auf sein eigenes Leben zurück und lässt den Leser nicht zuletzt auch wissen, was für ihn selbst
Kommentar:                                                                                             eine gute satura ausmacht. Da ist das wohl jedem bekannte ridentem dicere verum (Hor. sat.
A. N. Sherwin-White, The letters of Pliny. A historical and social commentary, Oxford 1966.            I,1,24) nur ein Teil von mehreren.
                                                                                                       Ziel des Kurses soll – neben der intensiven Lektüre dieses so gut zu lesenden Werkes – auch ein
                                                                                                       Blick über den Tellerrand der ‘Sermones’ hinaus auf die Gattung Satire und deren andere
                                                                                                       Vertreter sein.




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                                         Lateinische Philologie                                                                                Lateinische Philologie
16                     Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                               Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                   17



Textausgabe und Übersetzung:                                                                          [35245-202/204] Lateinische Lektüre (Poesie, Aufbaumodul):                             Eichhammer
- Horatius Opera, ed. D. R. Shackleton Bailey, Berlin 2001.                                           Seneca, Troades
- Q. Horatius Flaccus Satiren Briefe. Sermones Epistulae. Lateinisch-deutsch, übersetzt von G.        2st., Mo 16-18, H 47                                                             Beginn: 17.10.2011
  Hermann, herausgegeben von G. Fink, Düsseldorf/Zürich 2000.
- Quintus Horatius Flaccus Sermones Satiren. Lateinisch/Deutsch, übertragen und       heraus-         „Was (Seneca) den Sohn betrifft, so kann ich ihn nicht ausstehen. Sein Stil macht auf mich
  gegeben von K. Büchner, Ditzingen 2006.                                                             ungefähr denselben Eindruck wie der Gibbon’s. Aber das affektierte Wesen ist bei Lucius
                                                                                                      Seneca sogar noch viel weiter getrieben als bei Gibbon. Seine Werke sind aus lauter Mottos
                                                                                                      zusammengesetzt. Es kommt kaum ein Satz vor, den man nicht zitieren könnte. Aber ihn in
                                                                                                      einem Strich weg zu lesen, ist gerade so, als wenn man nichts als Sardellensauce zu Mittag
[35253-202/204] Lateinische Lektüre (Poesie, Aufbaumodul):                                     Reif   speisen wollte.“
Vergil, Aeneis
2st., Mi 16-18, H 11                                                             Beginn: 19.10.2011   Die missmutigen Worte Thomas Babingtons, des Lords Makaulay, beweisen, dass die spitzzün-
                                                                                                      gige Seneca-Kritik, die sich interessanterweise mindestens ebenso gern der Pointe bedient wie
                                                                                                      der Gegenstand ihrer Missbilligung, keineswegs eine deutsche Domäne, sondern vielmehr ein
Cedite Romani scriptores, cedite Grai! / Nescio quid maius nascitur Iliade! – Weicht zurück, ihr      paneuropäisches Phänomen darstellt; tatsächlich ist es keine Übertreibung, wenn man behauptet,
römischen Schriftsteller, weicht zurück, ihr Griechen! Irgendetwas Größeres entsteht als die
                                                                                                      dass man im Laufe der etwa 600 Jahre moderner Senecarezeption in nahezu jeder europäischen
Ilias! (Prop. 2,34,65f.). Vergil noch größer als Homer?! Die Erwartungen, mit denen Properz           Nation ebenso viele prominente Stimmen für wie gegen den Philosophen hinter dem Kaiserthron
dem historisch-mythischen Epos seines Dichterkollegen begegnet, sind immens. Aber wahr-
                                                                                                      finden kann.
haftig, der Elegiker hat Recht behalten. Wenn auch unvollendet geblieben, besitzen wir mit Ver-       Diese Formulierung darf man im Übrigen ruhig wörtlich nehmen; denn man kann kaum über-
gils ‘Aeneis’ ein zeitloses Stück Literatur, das durch seine Stellung als Nationalepos für uns
                                                                                                      sehen, dass die Diskussion sowohl um den Stil als auch um den Inhalt von Senecas Schriften
heute als Ausdruck des Römertums schlechthin gelten muss. Dabei erfüllte es in der Antike
                                                                                                      gerade heute meistens eine Diskussion um den Philosophen Seneca ist; der Dramatiker Seneca
einerseits für Augustus den Zweck einer genealogischen Legitimation seiner Herrschaft durch
                                                                                                      dagegen ist außerhalb der Mauern des akademischen Ghettos durch die Popularität der griechi-
die Rückführung der Wurzeln des Kaiserhauses über Julus und Aeneas auf die Göttin Venus,
                                                                                                      schen Tragödien nahezu vollständig aus dem allgemeinen Bewusstsein verschwunden, und auch
andererseits ermöglichte es mit der Darstellung der römischen Ursprünge auf Seiten des Volkes         innerhalb des elfenbeinernen Türmchens besteht keine Einigung über Wert und Gehalt seiner
eine Identifikation mit dem Helden als „Proto-Römer“. Gerade durch die im Werk immer wieder
                                                                                                      Stücke, und die gefällten Urteile sind nicht immer günstig.
anzutreffenden Bezüge des epischen Aktionsgeschehens direkt auf die Zeit des Dichters und den         Aber es ist nicht immer so gewesen; ganz im Gegenteil. Einige Jahrzehnte, bevor man in Europa
princeps, die Verbindung zweier verschiedener Zeitstufen in programmatischen Vorverweisen,
                                                                                                      wieder stolz verkünden konnte Graeca sunt – leguntur, waren es Senecas Stücke, von denen
stellt Vergil die vorausgehende Epik in den Schatten.                                                 italienische und französische Humanisten dazu inspiriert wurden, wieder „echte“ Tragödien mit
Intention des Kurses ist es, bei einer mit der sorgfältigen Lektüre ausgewählter Passagen des
                                                                                                      antiker Thematik und in lateinischer Sprache zu schreiben, und es waren sein Stil und seine Art,
Fundamentalepos einhergehenden Analyse von Sprache und Grammatik immer wieder auch den
                                                                                                      Dramen einzurichten, die infolge der massiven Rezeption, die sie einige Zeit später von Seiten
Bogen zur griechischen Epik einzuschlagen und insbesondere ein Bewusstsein für die Eigenstän-
                                                                                                      des Jesuitentheaters erfahren sollten, über Jahrhunderte hinweg viel stärker im allgemeinen Be-
digkeit Vergils zu wecken. Dabei sollen gattungsspezifische Charakteristika und ihre Umsetzung
                                                                                                      wusstsein präsent waren als die Werke der griechischen Tragöden.
in der ‘Aeneis’ thematisiert werden. Inhaltlich werden uns in diesem Zusammenhang u. a.               Gründe genug also, um den Philosophenbart (der zu Senecas Zeit ohnehin noch gar nicht populär
Orakel, Prophezeiungen und Prodigien beschäftigen. – Wer also ein wahrer Römer sein will und
                                                                                                      war) wenigstens für ein Semester zu scheren und sich stattdessen in Kothurn und Maske einzu-
die Ursprünge des populus Romanus kennen lernen möchte, ist herzlich eingeladen. Zur ersten           gewöhnen, die „Mottos“ für eine Zeit lang zu vergessen und den ungewohnten Trimeter zu üben
Sitzung bitte ich, nach Möglichkeit die Verse 1 bis 33 vorzubereiten.
                                                                                                      (angesichts der ungebrochenen Tragödienbegeisterung in bayrischen Interpretationsexamina
                                                                                                      ohnehin empfehlenswert), kurz: die Epistulae für vier Monate zur Seite zu legen und sich statt
Textausgabe:
                                                                                                      dessen anhand der Troades ein eigenes Urteil über Senecas Fähigkeiten als poeta fabularum zu
P. Vergili Maronis opera, rec. R. A. B. Mynors, Oxford 1969 (OCT, Nachdrucke).
                                                                                                      bilden!
Kommentar:                                                                                            Für hochwertige Unterhaltung ist dabei von Seiten des ludi magister gesorgt worden: denn die
- Ladewig, Th. / Schaper, C., Vergils Gedichte erklärt von […]. II. Aeneide Buch I-VI. Bear-          Troades, in denen Seneca anders als Euripides in der gleichnamigen Vorlage mehr Gewicht auf
  beitet von P. Deuticke, Berlin 111891 (Nachdruck 1973).                                             das Schicksal von Einzelpersonen wie Polyxena und vor allem Andromache legt als die trostlose
- Page T. E., The Aeneid of Virgil. Books I-VI. Edited with Introduction and Notes, New York          Situation der trojanischen Frauen nach der Eroberung der Stadt in toto darzustellen, wird gerne
  1967 (Classical Series, Nachdruck der Ausgabe 1894).                                                als das vollkommenste und vor allem in struktureller Hinsicht befriedigendste von Senecas
                                                                                                      Dramen betrachtet. Man darf gespannt sein!
Einführende Literatur:
- Albrecht, M. v., Vergil. – Bucolica – Georgica – Aeneis. Eine Einführung, Heidelberg 2006
                                                                                                      Textausgabe:
  (Heidelberger Studienhefte zur Altertumswissenschaft), S. 107-196 (das Kapitel „Aeneis“).
- Suerbaum, W., Vergils „Aeneis“. Epos zwischen Geschichte und Gegenwart, Stuttgart 1999              L. Annaei Senecae Tragoediae, rec. O. Zwierlein, Oxford 1986 (OCT).
  (Reclams Universal-Bibliothek 17618).

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                                        Lateinische Philologie                                                                                Lateinische Philologie
18                     Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                                Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                   19



[35246-202/203] Lateinische Lektüre (Prosa, Aufbaumodul):                              Eichhammer     Vertreter der traditionellen römischen Kultreligion Raum gegeben, ihrem Lebensgefühl Aus-
Seneca, Naturales quaestiones                                                                         druck zu verleihen. So lassen sich im Octavius interessante Einblicke in eine Epoche abge-
2st., Mo 18s.t.-19.30, H 9                                                       Beginn: 17.10.2011   winnen, die ansonsten weitgehend im Dunklen liegt und immer noch viele Fragen aufgibt. Das
                                                                                                      Christentum mit seiner revolutionär anmutenden Lehre hat sich aufgemacht die Welt zu erobern
Die Beziehung des durchschnittlichen Latinisten zum Phänomen Seneca entwickelt sich für ge-           und trifft im Römertum auf eine Kultur, die die neue secta mit reichlich Skepsis beäugt. Wo an-
wöhnlich in zwei Schritten: In der Schule lernt er in der Regel den Philosophen und ausschließ-       fänglich Antipathie und Misstrauen waren, steht am Ende ein tödlicher Kampf, der in den
lich den Philosophen Seneca kennen (bzw. das, was sich die Schule unter dem Philosophen Se-           grausamen Christenverfolgungen kulminiert.
neca vorstellt), woran sich während seiner Studentenzeit häufig nichts mehr ändert; von seinen        Der Octavius bietet neben diesem kulturell-geschichtlichen Aspekt eine ganze Palette anthropo-
Tragödien hört man häufig mehr als man liest, und auch dies geschieht oft mehr unter dem              logisch-religiöser Grundfragen, die all die Jahre hindurch Konstanten der religionsphilosophi-
Eindruck aktueller Examenstrends als wegen einer etwaigen Überrepräsentiertheit des Themas in         schen Diskussion waren und bis heute ihre Brisanz nicht verloren haben.
der deutschen Forschungslandschaft. Der Naturphilosoph Seneca dagegen bleibt selbst für enga-         Sprachlich ganz in der klassischen Tradition Ciceros bietet der Dialog eine kunstvoll ziselierte
gierte Studierende in der Regel eine Arkandisziplin, von der gehört zu haben bereits einen be-        Sprache mit einem ganzen Sammelsurium an klassisch-antikem Gedankengut, eine weitere
merkenswerten Wissensvorsprung gegenüber dem Großteil der Kommilitonen darstellt.                     Empfehlung für die Lektüre des Octavius.
Diese Verhältnisse sind eigentlich paradox, wenn man bedenkt, dass Seneca das Proömium
seiner Naturales quaestiones mit der Feststellung beginnt, die Physik sei im Grunde eine viel         Text:
wichtigere philosophische Disziplin als die Ethik bzw. dasjenige Themengebiet, für das die Be-        Bernhard Kytzler (Hrsg.): M. Minuci Felicis Octavius, Stuttgart 21992 (BT).
schäftigung mit letzterer den Geist überhaupt erst bereit machen soll und ohne dessen genaue
Kenntnis man auch und gerade in ethischer Hinsicht auf keine wirkliche innere Vollendung
hoffen dürfe.
Dieser Kurs ist aus dem aufrichtigen Bedürfnis heraus entstanden, Studierenden die Gelegenheit
zu geben, auch die dritte und am wenigsten bekannte und gewürdigte Seite von Senecas Denken           [35248-201] Lateinische Lektüre (Poesie, Basismodul):                                         Ernest
kennen zu lernen und auf diesem Weg – ganz im Sinne des oben skizzierten Gedankenganges –             Catull
auch ihr Verständnis für den Ethiker und nicht zuletzt auch Dramatiker zu vertiefen. Gelesen          2st., Di 12-14, H 6                                                               Beginn: 18.10.2011
werden soll zu diesem Zweck eine repräsentative Auswahl an Stellen aus den Naturales
quaestiones, in denen es nicht in erster Linie um die konkreten Antworten, die Seneca im Ver-         Catulls Dichterruhm gründet sich bis heute wohl in erster Linie auf die Texte in der Sammlung
lauf der sieben libri auf bestimmte naturwissenschaftliche Fragestellungen gibt, sondern vor          seiner „Carmina“ – ein insgesamt überschaubares Œuvre von 116 Gedichten –, denen der Hauch
allem um sein grundsätzliches Verhältnis zur und Bild von der pars naturalis der Philosophie ge-      des persönlich Erlebten anhaftet und womit er gerade zu seiner Zeit Neuland betritt. So steht
hen soll. Vertieft und ergänzt werden wird diese Lektüre durch (in Übersetzung bereitgestellte)       nicht zufällig vor allem seine von einem Wechselbad der Gefühle geprägte Beziehung zur durch-
Textstücke griechischer Autoren, aus denen v. a. Senecas Verhältnis zur stoischen Physik, mit         aus schillernden Gestalt der Lesbia im Vordergrund des Interesses, nicht zuletzt bei Jugend-
der er durchaus nicht immer konform geht, erkennbar werden soll.                                      lichen, die zum ersten Mal mit diesem Dichter und seinem Werk in Berührung kommen.
Alle, die Interesse daran haben, zusammen mit einer weitgehend unbekannten Facette von Sene-          Aber dies ist nur die e i n e Facette, die dieser Autor aus Verona (ca. 84-54 v. Chr.) bietet; denn
cas Gesamtwerk auch eine wichtige Säule antiken Philosophierens zu entdecken, sind herzlich           er scheut nicht politisches Engagement mit dichterischen Mitteln, wenn er auf den erklärten Geg-
eingeladen, sich zusammen mit dem Dozenten auf das Abenteuer antiker Naturphilosophie ein-            ner Cäsar, den mächtigsten Mann seiner Zeit, und dessen Günstlinge schonungslos seine verba-
zulassen und dabei womöglich die eine oder andere Überraschung zu erleben!                            len Pfeile verschießt. Daneben gießt er beißenden Hohn und Spott auf alles in seinen Augen Ver-
                                                                                                      achtenswerte aus. Auffällig sind jedoch gerade die ganz persönlichen, oft fast intimen Töne, die
Textausgabe:                                                                                          er anschlägt, wenn es um seine geliebte Heimat, seine Freunde oder um seinen Bruder geht,
L. Annaei Senecae Naturalium quaestionum libros rec. H. M. Hine, Stuttgart/ Leipzig 1996 (BT).        dessen Tod in Kleinasien ihn zutiefst erschüttert zu haben scheint.
                                                                                                      Und gerade die letztgenannten Themen sollen im Kurs zur Sprache kommen; ferner will er vor
                                                                                                      allem anhand von vielleicht eher seltener gelesenen Texten – Schwerpunkte sollen sein: „Locke
                                                                                                      der Berenike“ (c. 66, 94 Verse in Distichen) und „Hochzeit des Peleus und der Thetis“ (c. 64,
                                                                                                      408 Verse, in Hexametern) – den Versuch wagen, das Wesen von Catulls Poesie zu ergründen
[35247-202/203] Lateinische Lektüre (Prosa, Aufbaumodul):                                     Gerl    und möglicherweise noch in der Übertragung seiner Verse in angemessenes Deutsch den Atem
Minucius Felix, Octavius                                                                              eines wahrhaften Dichters spürbar werden zu lassen. Das mag hie und da gelingen, auch wenn
2st., Mi 18s.t.-19.30, H 12                                                      Beginn: 19.10.2011   gerade diese Art der Diktion dem jugendlichen Leser zuweilen fremd erscheinen dürfte.
                                                                                                      Die Erweiterung des Wortschatzes wird natürlich stets das Hauptanliegen bleiben, daneben
Über Entstehungsgeschichte des Dialoges Octavius von Minucius Felix ist wenig bekannt. Es             sollen aber auch die Erweiterung und Festigung der grammatischen Kenntnisse nicht zu kurz
handelt sich wohl um eine Schrift des späten 2. Jahrhunderts, die speziell für Mission von Hei-       kommen. Freilich gilt es ebenso, metrische Probleme zu klären und – gerade bei poetischen
den verfasst sein könnte, so dass in erster Linie „der weltgeschichtliche Inhalt den Octavius         Texten – wohl auch übersetzungstechnische Tipps zu vermitteln. Die von Catull in den vorge-
lesenswert macht“. Im Werk werden sowohl einem christlichen Repräsentanten als auch einem             legten Texten verwendeten Eigennamen aus den Bereichen Mythologie und Geographie werden
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                                        Lateinische Philologie                                                                                 Lateinische Philologie
20                      Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                               Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                   21



dem Kurs in einem eigenen alphabetischen Verzeichnis geboten. Und: Nicht zuletzt muss auch             [35250-201] Lateinische Lektüre (Prosa, Basismodul):                                        Dronia
die turbulente Epoche der Bürgerkriege, in der Catull lebt und die das Ende der republikanischen       Livius, Buch 1
Zeit einläutet, wenigstens als Hintergrund präsent sein.                                               2st., Mo 16-18, H 6                                                              Beginn: 17.10.2011
Verpflichtende Textausgabe:
C. Valerii Catulli Carmina, ed. R. A. B. Mynors, Oxford 1958 (OCT, Nachdrucke).                        Livius stand im zehnten Lebensjahr, als Caesar mit der Überschreitung des Rubicon im Januar
Zusätzlich empfohlen:                                                                                  49 v. Chr. den Bürgerkrieg eröffnete, im dreißigsten Lebensjahr, als Octavian nach der Be-
C. Valerius Catullus, hrsg. u. erklärt von Wilhelm Kroll, Stuttgart 71989.                             setzung Alexandrias nach Rom zurückkehrte und der Senat zum Zeichen dafür, dass nun im gan-
                                                                                                       zen Reich Frieden eingekehrt war, im Januar 29 v. Chr. den Janus-Tempel schließen ließ.
                                                                                                       Ganz unter dem Eindruck der innenpolitischen Unruhen, die Livius 20 Jahre miterlebt hatte, be-
                                                                                                       gann er mit der Abfassung seines Geschichtswerkes „ab urbe condita“ und vergegenwärtigte
                                                                                                       zunächst – wie er in der Praefatio betont – tota mente prisca illa, aus ganzem Herzen jene alten
[35249-201] Lateinische Lektüre (Poesie, Basismodul):                                        Oswald    Zeiten, um sich zumindest eine Zeit lang a conspectu malorum, quae nostra tot per annos vidit
Ovid, Amores                                                                                           aetas, vom Anblick der Übel, die unser Zeitalter so viele Jahre lang gesehen hat, abzuwenden.
2st., Mo 10-12, W 113                                                             Beginn: 17.10.2011   Denn in der römischen Frühzeit, die er in den ersten Büchern seines Werks schildert, kann er
                                                                                                       zahlreiche bona exempla aufzeigen und dem Leser verdeutlichen, durch welche an moralischen
Mit den Amores, Liebeselegien in drei Büchern nach dem Vorbild von Tibull und Properz,                 Grundsätzen orientierte Lebensweise und durch welche fähigen Persönlichkeiten Rom seine
                                                                                                       Größe und Macht erlangt hat, wie Livius in Begeisterung über die römische Frühzeit betont.
reüssiert Ovid als junger Dichter im Alter von 18 Jahren und landet einen riesigen Erfolg beim
Publikum. In dieser Form allerdings war der literarische Erfolg nicht geplant. Das lyrische Ich,       In diesem Lektürekurs werden Auszüge aus dem ersten Buch des Livianischen Werkes gelesen
                                                                                                       und kurz besprochen, u. a. die mythischen Anfänge des römischen Volkes, die Taten des Romu-
das sich im Programmgedicht der Amores gerade anschickt, ein Epos in der Tradition Homers
                                                                                                       lus, die Leistungen seiner Nachfolger bis hin zur Vertreibung der anmaßenden Königsfamilie der
und Vergils zu dichten, hat die Rechnung ohne Amor gemacht. Der kleine Gott klaut dem
                                                                                                       Tarquinier.
Aspiranten frech einen Versfuß im zweiten Vers und trifft ihn mit seinem Pfeil: Aus dem
                                                                                                       Neben den inhaltlichen Zielen, die Livius mit seiner Darstellung verfolgt, werden seine Sprach-
Hexameter des Epos wird das Distichon der römischen Liebeselegie, das vom Pfeil verwundete
Opfer mutiert nolens volens zum elegisch Liebenden und marschiert nach kurzem Aufbegehren              besonderheiten und seine Kompositionstechnik bei der Ausgestaltung der Einzelepisoden be-
                                                                                                       leuchtet werden.
als Beute in Amors Triumphzug mit. Souverän und mit ironischer Distanz spielt Ovid als
tenerorum lusor amorum mit den für die Liebeselegie konstitutiven Motiven und Situationen.
                                                                                                       Textausgabe:
Elegische Liebe ist, und dies bekommt der männliche Akteur, der sich nach dem kurzen Glück
des Anfangs immer wieder mit der ablehnenden Haltung und der Untreue seiner Geliebten                  T. Livi ab urbe condita, ed. R. M. Ogilvie, tom.1, Oxford 1974 (OCT).
Corinna konfrontiert sieht, sehr schnell zu spüren, eine strapaziöse Angelegenheit, ist
                                                                                                       Auch zu empfehlen:
Kriegsdienst. Aber auch der Soldat in Sachen Liebe bekennt, mehr in die Liebe verliebt zu sein
                                                                                                       Livius, Ab urbe condita liber I, lateinisch-deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Robert
als in Corinna; auch für ihn gibt es tausend, zumindest jedoch hundert Gründe, alle Frauen zu
                                                                                                       Feger. Stuttgart 1991 (= RUB 2031).
lieben: centum sunt causae cur ego semper amem (2,4,10). – Komplikationen sind vorprogram-
miert!
Neben der Arbeit an Wortschatz, Grammatik und Metrik sollen im Kurs zentrale inhaltliche
sowie gattungstheoretische Aspekte der Liebeselegie gemeinsam erarbeitet werden.

Textausgabe:                                                                                           [35251-201] Lateinische Lektüre (Prosa, Basismodul):                                         Meier
                                                                                                       Iustinus, Epitome Historiarum Philippicarum Pompei Trogi
P. Ovidi Nasonis Amores, Medicamina faciei feminae, Ars amatoria, Remedia amoris; ed. F. J.
                                                                                                       2st., Di 18s.t.-19.30, H 9                                                       Beginn: 18.10.2011
Kenney, Oxford 1961 (OCT).

Einführende Literatur:                                                                                 Zwischen 44 und 33 v. Chr. verfasste Pompeius Trogus, ein Beamtensöhnchen mit gallischem
- S. Döpp: Werke Ovids. München 1992.                                                                  Migrationshintergrund, ein historisches Werk in 44 Büchern. Nun gut, mag sich der geneigte
- U. Schmitzer: Ovid. Hildesheim, Zürich, New York 2001.                                               Philologe denken, wen kümmert’s? Das wirklich Innovative an Trogus’ Werk Historiae
- N. Holzberg: Die römische Liebeselegie. Eine Einführung. Darmstadt 2001.                             Philippicae ist sein geschichtsphilosophischer Ansatz. Anders als die traditionelle römische
                                                                                                       Historiographie weitet Trogus seinen Blickwinkel von der genuin römischen Geschichte auf
                                                                                                       Denkwürdiges fremder Kulturen. Die Römer – so war sein Anspruch – sollten das Fremde vor
                                                                                                       dem Hintergrund des eigenen Geschichtsbildes reflektieren und schließlich daraus Lehren für
                                                                                                       sich selbst ziehen. Wie man 44 Bücher in einem Semester ertragen soll? – Hier hat uns freund-
                                                                                                       licher Weise der spätantike Gelehrte M. Iunianus Iustinus die Arbeit abgenommen. In seiner
                                                                                                       Epitome hat er all das weggelassen, quae nec cognoscendi voluptate iucunda nec exemplo erant
______________________________________________________________________________                         ______________________________________________________________________________
                                         Lateinische Philologie                                                                                Lateinische Philologie
22                     Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                              Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                   23



necessaria. Das erleichtert unsere Arbeit und hoffentlich auch die Entscheidung, sich ein
Semester mit dieser Lektüre zu befassen, die in bester römischer Manier Ereignisgeschichte
plastisch inszeniert und dank ihres episodenhaften Charakters abwechslungsreich zu lesen ist.                                           Sprach- und Stilübungen

Textausgabe:
M. Iunianus Iustinus, Epitoma historiarum Philippicarum Pompei Trogi. Ed. Otto Seel. Stuttgart
1985.                                                                                                 [35254-305/306] Klausurenkurs für Examenskandidaten                                  Hagmaier, A.
                                                                                                                          (Parallelkurs A)
Zur Vertiefung empfohlen:
                                                                                                      2st., Fr 8.30-10, R 008                                                         Beginn: 21.10.2011
Seel, Otto: Eine römische Weltgeschichte. Studien zum Text der Epitome des Iustinus und zur
Historik des Pompeius Trogus. Nürnberg 1972.
                                                                                                      [35255-305/306] Klausurenkurs für Examenskandidaten                                  Hagmaier, A.
                                                                                                                         (Parallelkurs B)
                                                                                                      2st., Fr 10-12, R 008                                                           Beginn: 21.10.2011

[35252-201] Lateinische Lektüre (Prosa, Basismodul):                                     Aigner, E.   Die Übung ist ausschließlich für Examenskandidaten gedacht und soll die eigene häusliche Vor-
Sueton                                                                                                bereitung auf die beiden Übersetzungsklausuren begleitend unterstützen. Jeweils im Wechsel
2st., Mi 8.30-10, H 9                                                            Beginn: 19.10.2011   werden dt.-lat. und lat.-dt. Klausuren auf Examensniveau geschrieben und besprochen.
                                                                                                      Als reguläre Teilnehmer mit Korrekturanspruch zugelassen sind Studierende, die mindestens ei-
Wirft man einen Blick in die Auslagen verschiedener Buchhandlungen, so wird man feststellen,          nen Sprachübungsschein der Oberstufe erworben und sich bereits für das Examen angemeldet
dass sich heutzutage neben Romanen aller Art vor allem eine literarische Gattung besonderer Be-       haben oder sich im WS 2011/12 anmelden werden.
liebtheit bei den Lesern erfreut: die Biographie. Neben Musikern, Sportlern, oder Adeligen sind
es auch Politiker und in erster Linie bedeutende Staatsoberhäupter, die das Interesse von Bio-
graphen wecken. Barack Obama, Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, Silvio Berlusconi, ... diese
Liste könnte beliebig fortgesetzt werden. Menschen, die eigentlich jeder zu kennen glaubt, da sie
in den Medien nahezu allgegenwärtig sind, üben eine besondere Faszination aus, da viele sich          [35256-304/306] Übersetzungskurs Deutsch-Latein Oberstufe                                    Held
fragen: Wie ist dieser Prominente eigentlich privat? Wie verbringt er seine Freizeit? Welchen                            (Parallelkurs A)
Hobbys geht er nach? Wie war seine Kindheit? Doch das Interesse am Leben eines Einzelnen ist          2st., Mi 14-16, H 25                                                            Beginn: 19.10.2011
nicht erst ein Phänomen unserer heutigen Zeit, sondern bestand auch schon in der Antike, wie
uns Gaius Suetonius Tranquillus beweist, der sich in acht Büchern mit dem Leben der römischen         [35257-304/306] Übersetzungskurs Deutsch-Latein Oberstufe                                    Held
Kaiser von Caesar bis Domitian beschäftigt hat. In seinem Werk De vita Caesarum beleuchtet er                            (Parallelkurs B)
sowohl das öffentliche Wirken der principes als auch ihre vita privata und bereichert seine Dar-      2st., Do 8.30-10, H 22                                                          Beginn: 20.10.2011
stellung mit zahllosen Anekdoten. Dadurch zeichnet er ein lebendiges Charakterbild eines jeden
Kaisers, indem er dessen Vorzüge heraushebt, aber auch nicht davor zurückschaudert, die Laster,       Die Übung dient gezielt der Vorbereitung auf die deutsch-lateinische Übersetzungsklausur im
Verfehlungen und Entartungen detailreich auszuführen.                                                 Staatsexamen. Es werden Texte antiken Ursprungs aus den Bereichen Kriegswesen, Geschichts-
Ziel des Kurses soll es sein, durch die Lektüre ausgewählter Textstellen einen Einblick in das        schreibung und Philosophie ins Lateinische übersetzt, wie sie im Staatsexamen gestellt wurden
Leben einzelner Kaiser zu erhalten und die Rolle ihrer Wesenszüge für ihr politisches Handeln         oder gestellt werden könnten. Grammatikalische Phänomene, schwierigere Konstruktionen und
zu erfassen. Daneben sollen auch Suetons Vorgehensweise und Stil analysiert und ein Blick auf         Fragen der Synonymik werden wiederholt, besprochen und eingeübt. Die Konzentration auf eine
die Gattung der Biographie und weitere römische Vertreter geworfen werden.                            bestimmte Thematik dient der Vertiefung der Kenntnisse im entsprechenden Wortschatz und der
                                                                                                      Phraseologie. Ein weiterer Oberkurs wird im nächsten Semester die Bereiche Rhetorik, Staats-
Textausgabe und Übersetzung:                                                                          wesen, Recht und Wissenschaft abdecken.
- Gaii Suetonii Tranquilli Opera, Vol. I, De vita Caesarum libri VIII, rec. M. Ihm, Leipzig 1908
  (editio minor).                                                                                     Empfehlenswerte Hilfsmittel (neben der Grammatik von Rubenbauer/Hofmann/Heine):
- Sueton Die römischen Kaiser, übersetzt und herausgegeben von H. Martinet, Düsseldorf 2003.          - Raphael Kühner/Carl Stegmann, Ausführliche Grammatik der lateinischen Sprache, Zweiter
                                                                                                        Teil: Satzlehre, 2 Bde. Hannover 51976 (Ndr. Darmstadt 61982).
                                                                                                      - Hermann Menge, Repetitorium der lateinischen Syntax und Stilistik. Bearbeitet von Andreas
                                                                                                        Thierfelder, Darmstadt 111953 (mehrere Nachdrucke; vergriffen, aber zugänglich als pdf-Datei
                                                                                                        im Elektronischen Semesterapparat von der Homepage der UB aus).


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                                        Lateinische Philologie                                                                               Lateinische Philologie
24                     Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                              Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                   25



- Hermann Menge, Lehrbuch der lateinischen Syntax und Semantik. Völlig neu bearbeitet von             [35262-302] Übersetzungskurs Latein-Deutsch Mittelstufe                              Hagmaier, A.
  Thorsten Burkard und Markus Schauer, Darmstadt 2000 u. ö.                                                         (Parallelkurs A)
- Carl Meissner/Christina Meckelnborg, Lateinische Phraseologie, Darmstadt 2004.                      2st., Mo 14-16, H 12                                                            Beginn: 17.10.2011
- Hermann Menge, Lateinische Synonymik. Durchgesehen und erweitert von Otto Schönberger,
  Heidelberg 51959 (mehrere Nachdrucke).                                                              [35263-302] Übersetzungskurs Latein-Deutsch Mittelstufe                              Hagmaier, A.
                                                                                                                     (Parallelkurs B)
                                                                                                      2st., Di 16-18, H 42                                                            Beginn: 18.10.2011

                                                                                                      Dieser Übersetzungskurs ist Bestandteil des Aufbaumoduls „Lateinische Sprachpraxis“ (LAT –
[35258-303/305] Übersetzungskurs Latein-Deutsch Oberstufe                                     Held
                                                                                                      M 302) und dient der Vorbereitung auf die Übersetzung Latein-Deutsch, die Teil der dreistün-
                  (Parallelkurs A)
                                                                                                      digen Prüfung ist, mit der das Modul abschließt. Der Kurs ist als Ergänzung zur unbedingt not-
2st., Mo 8.30-10, H 5                                                            Beginn: 17.10.2011
                                                                                                      wendigen eigenverantwortlichen Prüfungsvorbereitung zu verstehen. Anhand von Texten, wie
                                                                                                      sie für die Modulprüfung in Frage kämen, sollen Übersetzungstechniken eingeübt und daneben
[35259-303/305] Übersetzungskurs Latein-Deutsch Oberstufe                                     Held    auch die Kenntnisse auf jenen Gebieten gefestigt werden, die im Fragenteil der Modulprüfung
                   (Parallelkurs B)                                                                   im Mittelpunkt stehen: Grammatik, Metrik und Textkritik. Neben der mündlichen Besprechung
2st., Di 16-18, H 26                                                             Beginn: 18.10.2011   und Diskussion, in der Übersetzungsmöglichkeiten erarbeitet und dabei auftretende Fragen ge-
                                                                                                      klärt werden sollen, werden zwei Klausuren geschrieben, in denen sich die Teilnehmer testen
Die Übung möchte Studierende des Hauptstudiums in ihrem Bestreben, ihre Übersetzungs-                 können.
fähigkeit kontinuierlich weiter zu verbessern, begleitend unterstützen und dient so auch zur Vor-
bereitung auf die Examensklausur und die mündliche Examensprüfung. Es werden anspruchs-
vollere Texte verschiedener Autoren, Gattungen und Epochen behandelt.

Texte werden im Laufe des Semesters nach und nach in kopierter Form zur Verfügung gestellt.           [35264-301] Übersetzungskurs Deutsch-Latein Unterstufe                                       Paul
                                                                                                                    (Parallelkurs A)
                                                                                                      2st., Mo 10-12, H 6                                                             Beginn: 24.10.2011

                                                                                                      [35265-301] Übersetzungskurs Deutsch-Latein Unterstufe                                       Paul
[35260-302] Übersetzungskurs Deutsch-Latein Mittelstufe                               Hagmaier, A.                  (Parallelkurs B)
               (Parallelkurs A)                                                                       2st., Mi 14-16, H 2                                                             Beginn: 26.10.2011
2st., Di 8.30-10, W 115                                                          Beginn: 18.10.2011
                                                                                                      [35266-301] Übersetzungskurs Deutsch-Latein Unterstufe                                       Paul
[35261-302] Übersetzungskurs Deutsch-Latein Mittelstufe                               Hagmaier, A.                  (Parallelkurs C)
              (Parallelkurs B)                                                                        2st., Do 8.30-10, H 8                                                           Beginn: 27.10.2011
2st., Mi 14-16, H 5                                                              Beginn: 19.10.2011
                                                                                                      Der Kurs ist vor allem für Studienanfänger gedacht. Zusammen mit den Kursen „Latein-Deutsch
Dieser Übersetzungskurs, der zum Aufbaumodul „Lateinische Sprachpraxis“ (LAT – M 302)                 Unterstufe“ in diesem Semester und „Deutsch-Latein Unterstufe“ im kommenden Sommer-
gehört, setzt die deutsch-lateinischen Unterkurse fort und dient der Vorbereitung auf die Über-       semester ist er Teil eines aus drei Veranstaltungen bestehenden Durchgangs durch die wichtig-
setzung Deutsch-Latein, die Teil der dreistündigen Prüfung ist, mit der das Modul abgeschlossen       sten Kapitel der lateinischen Grammatik. Schwerpunkt in dieser Veranstaltung sind Satzergän-
wird. Es werden mittelschwere zusammenhängende Texte ins Lateinische übersetzt. Dabei wer-            zungen durch Attribute, Kasus und Präpositionen (RHH §§ 108-162), dazu eine Wiederholung
den Fragen der Syntax besprochen und die Kenntnis der lateinischen Phraseologie und Synony-           der Flexion (RHH §§ 26-68; 79-104). Dabei wird die Übersetzung in die lateinische Sprache vor
mik gefestigt.                                                                                        allem an Einzelsätzen und kurzen zusammenhängenden Texten geübt werden.
                                                                                                      Der Leistungsnachweis erfolgt durch zwei Klausuren, die in der Mitte und am Ende des Se-
                                                                                                      mesters geschrieben werden.

                                                                                                      Grammatik (unbedingt zur Anschaffung empfohlen):
                                                                                                      H. Rubenbauer, J. B. Hofmann: Lateinische Grammatik, neubearbeitet von R. Heine,
                                                                                                      Bamberg/München 121995.


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                                        Lateinische Philologie                                                                               Lateinische Philologie
26                     Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                                                 Universität Regensburg/Klassische Philologie WS 2011/12                   27



[35267-301] Übersetzungskurs Latein-Deutsch Unterstufe                                   Aigner, E.   [35271-601/602] Fachdidaktische Übung (2 LP):                                                 Kloiber
              (Parallelkurs A)                                                                        Didaktische Analysen anhand von Lehrbuch- und Lektüretexten
2st., Mi 12-14, H 10                                                             Beginn: 19.10.2011   2st., Do 18-20, H 23                                                               Beginn: 20.10.2011

[35268-301] Übersetzungskurs Latein-Deutsch Unterstufe                                      Pausch    Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Staatsexamensklausur in Fachdidaktik ist die didaktische
              (Parallelkurs B)                                                                        Analyse von Lehrbuch- und Lektüretexten. Diese will freilich gelernt sein. Und dazu bedarf es
2st., Mi 8.30-10, H 23                                                           Beginn: 19.10.2011   eines Analyse- und Kriterienkatalogs, der es ermöglicht, solche Aufgaben unter weitestgehen-
                                                                                                      dem Ausschluss subjektiver Kriterien zu bewältigen. Ein solcher Katalog wird in der Übung
[35269-301] Übersetzungskurs Latein-Deutsch Unterstufe                                 Aigner, Chr.   erarbeitet und in der Praxis erprobt werden. Da hier manche der in dem Veranstaltungszyklus der
              (Parallelkurs C)                                                                        letzten drei Semester erworbenen Wissenskomponenten abgerufen werden können, eignet sich
2st., Do 12-14, H 9                                                              Beginn: 20.10.2011   die Übung für Teilnehmer, die kurz vor dem Examen stehen, als Repetitorium ebenso wie für
                                                                                                      Neueinsteiger, die vorhaben, den Veranstaltungszyklus „Grundlagen – Didaktik der Sprach-
                                                                                                      erwerbsphase – Autorendidaktik“ ab dem kommenden Sommersemester aufzunehmen.
Der Kurs ist – zusammen mit den beiden Übersetzungskursen „Deutsch-Latein Unterstufe“ im
Winter- und im Sommersemester – Teil eines aus drei Veranstaltungen bestehenden Durchgangs            Die Übung steht allen Studierenden des Lehramtes offen, unabhängig davon, ob sie gerade ein
durch die wichtigsten Kapitel der lateinischen Grammatik und richtet sich deshalb an                  Praktikum absolvieren oder nicht. Die Anmeldung unter Harald.Kloiber@t-online.de bis zum
Studienanfänger. Schwerpunkt in dieser Veranstaltung werden Grundfragen der Morphologie               14. Oktober 2011 (Ausschlusstermin!) unter Angabe der Matrikelnummer ist zwingend erfor-
wie der Syntax (Satzarten, Partizipien, Gerund, Gerundiv, Modi, Nebensätze) sein.                     derlich. Bitte geben Sie dabei auch an, in welchem Fachsemester Sie sich im Wintersemester
Der Leistungsnachweis erfolgt durch zwei Klausuren, die in der Mitte und am Ende des                  befinden und ob Sie modularisiert studieren oder nicht! Am Ende der Veranstaltung wird
Semesters geschrieben werden.                                                                         eine Klausur stehen!
Grammatik (unbedingt zur Anschaffung empfohlen):
H. Rubenbauer/J. B. Hofmann, Lateinische Grammatik, neubearbeitet von R. Heine, Bamberg/
München 121995.

                                                                                                                              Sprachkurse zur Vorbereitung auf das Latinum

                              Fachdidaktische Veranstaltungen

                                                                                                      [35275] Latein I (Parallelkurs A)                                                         Hofschuster
[35270-601/602] Fachdidaktisches Seminar (3 LP):                                                      6st., Mo 19s.t.-20, H 23; Di 19s.t.-20, H 6; Do 19s.t.-20, H 6                     Beginn: 17.10.2011
Kompetenzorientierte Aufgabenstellungen im Lateinunterricht                                 Kloiber   und Blockveranstaltung nach Ende der Vorlesungszeit
2st., Do 16-18, H 23                                                             Beginn: 20.10.2011
                                                                                                      [35276] Latein I (Parallelkurs B)                                                             Oswald
Das Schlüsselwort für die nächste Lehrplangeneration ist bereits gekürt: Kompetenzorientierung.       6st., Mo 9s.t.-10, H 16; Di 8s.t.-9, H 17; Do 8s.t.-9, H 2                         Beginn: 17.10.2011
Dabei ist der Kompetenzbegriff durchaus umstritten und wird nicht nur in der Didaktik, sondern        und Blockveranstaltung nach Ende der Vorlesungszeit
auch in den Erziehungswissenschaften heftig diskutiert. Trotzdem wird man in der Zukunft an
diesem Konzept nicht vorbeikommen – mit weit reichenden Konsequenzen für die Unterrichts-             [35277] Latein I (Parallelkurs C)                                                             Oswald
praxis, für Leistungserhebungen und für Arbeits- und Aufgabenformen.                                  6st., Di 9s.t.-10, H 22; Do 9s.t.-10, H 2; Fr 9s.t.-10, H 17                       Beginn: 17.10.2011
Zielsetzung des Seminars ist eine Begriffsklärung zum Thema „Kompetenz“ für die didaktische           und Blockveranstaltung nach Ende der Vorlesungszeit
Praxis am Gymnasium. Außerdem sollen die Teilnehmer selbst zu geeigneten Texten und The-
men kompetenzorientierte Aufgaben entwickeln und gegebenenfalls in der Praxis erproben.
                                                                                                      [35278] Latein I (Parallelkurs D)                                                                Held
Das Seminar steht allen Studierenden des Lehramtes offen, unabhängig davon, ob sie gerade ein         6st., Mo 12s.t.-13, H 4; Di 12s.t.-13, H 20; Do, 12s.t.-13, H 17                   Beginn: 17.10.2011
Praktikum absolvieren oder nicht. Die Anmeldung unter Harald.Kloiber@t-online.de bis zum              und Blockveranstaltung nach Ende der Vorlesungszeit
14. Oktober 2011 (Ausschlusstermin!) unter Angabe der Matrikelnummer ist zwingend erfor-
derlich. Bitte geben Sie dabei auch an, in welchem Fachsemester Sie sich im Wintersemester            Die gemeinsame erste Sitzung für alle Kurse findet am Montag, dem 17.10.2011, von 12s.t.
befinden und ob Sie modularisiert studieren oder nicht! Entsprechend den Vorgaben durch               bis 13 Uhr im Raum H 4 statt.
die neue Studienordnung wird für die Vergabe eines Scheins ein Referat und eine Hausarbeit
verlangt!

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                                        Lateinische Philologie                                                                                  Lateinische Philologie

								
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