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Spagat zwischen Consumer und Business

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Finanziell wird die Fussball-WM 2006 ein Supergeschäft,   Handys waren an der CeBIT nicht zu übersehen wie diese   VoIP, das grosse Cebit-Thema 2006. Siemens zeigte das
denn an der CeBIT ist wohl jeder zweite Aussteller als    beiden Modelle am Stand von Benq Siemens sehr schön      SL75 WLAN (l.),das auch E-Mails ohne PC zulässt. Das
Sponsor dieser Veranstaltung zu erkennen                  illustrieren                                             C450 IP ist VoIP- und DECT-Telefon zugleich



Cebit, 9. bis 15. März 2006, Hannover

Spagat zwischen Consumer und Business
(Fortsetzung von Seite 47) Ein heikles Thema              Panasonic, Sony und Philips immer stärker im             ergab, dass 60 Prozent der Aussteller der
in der Diskussion mit Deutschen Kollegen,                 konvergenten IT-UE-Umfeld breit. Ein Trend               Meinung sind, dass Unterhaltungselektronik
denn Deutschland hat ja in dieser Beziehung               der sich noch weiter verstärken wird.                    auf der Cebit nichts zu suchen hat.
momentan gar nichts zu Lachen. Das                        Handlungsbedarf war angesagt, um auch                    Wer kann sich noch daran erinnern, dass
Verbreiten von Zweckoptimismus gehört ja                  zukünftig die neuen Zielgruppen aktivieren zu            Sony vor Jahren sogar seine Spielkonsole
wohl zu jeder Messe, unabhängig der                       können. So fand in der Halle 27 die                      Playstation von der Cebit entfernen musste?
Branche.                                                  Sonderschau «Digital Living» statt, die sich             Denn diese war damals zu nah an der
                                                          mit     Themen       wie   Gaming,        Home           Unterhaltungselektronik, zu profan für die
Präsent oder nicht präsent:                               Entertainment oder HDTV vor allem an                     Cebit lauteten die Argumente. Diese
Messen haben es immer schwerer                            Endkunden wendete. Das ist auch voll gelun-              Restriktionen sind Geschichte: Das «Centrum
Wie andere Leitmessen auch muss auch die                  gen, denn am Wochenende war es schlicht-                 für Büro- und Informationstechnik», heute
Cebit mit der Abwesenheit von wichtigen                   wegs unmöglich, sich in dieser lärm- und                 kurz Cebit genannt, wandelt sich immer mehr
Keyplayern aus der IT-Industrie wie HP,                   biltzlichterfüllten Halle vernünftig bewegen             zu einer Show für die Unterhaltungs-
Oracle, EDS und E-Plus leben, dafür machen                zu können. Über 150'000 Besucher zogen                   elektronik.
sich aber die neuen «IT-Firmen» wie                       schlussendlich durch diesen alternativen                 Die Messeveranstalter müssen in Zukunft zei-
Samsung, LG, Panasonic oder Benq mehr als                 Discotempel. Dass die Unterhaltungs-                     gen, ob sie den Spagat zwischen internationa-
Breit und sind nicht nur in einer Halle zu fin-           elektronik in die Hallen einzieht, ist sicher die        ler Fachmesse für Profis und Spielwiese für
den. Von solchen Budgets können andere                    Hannover-Reaktion auf die Entscheidung der               Endkunden tatsächlich schaffen und nicht
Hersteller nur träumen. Für Marktführer wie               Messe Berlin, welche die Internationale                  noch mehr der wichtigen IT-Anbieter – vor
Microsoft, SAP, Intel, Fujitsu Siemens                    Funkausstellung IFA, die grösste internatio-             allem aus dem Software- und Dienst-
Computers, Toshiba und IBM ist die Cebit                  nale Messe für Consumer Electronics, künftig             leistungsumfeld – verlieren. Probleme, die wir
nach wie vor ein Pflichttermin, denn die                  in jedem Jahr ausrichten will und schon letz-            ja auch aus unserem Messeumfeld bestens
Erwartungen vieler Besucher sind hoch. Und                tes Jahr einige der wichtigsten IT-Hersteller            kennen.
die Konkurrenz im Messewesen schläft nicht.               als Aussteller begrüssen konnte.
Spezialmessen gewinnen zunehmend an                       Die Situation ist klar: Die Hersteller von               Welches waren die wichtigsten Trends
Attraktivität. Ausserdem führen andere inter-             Flach-Fernsehern, Digitalkameras oder MP3                Schwerpunkte der diesjährigen Cebit waren
nationale Veranstaltungen wie etwa die                    Player setzen in Europa 100 Milliarden Euro              etwa die neue Funktechnik RFID (in einer
3GSM in Barcelona oder die CES in Las                     um, zweistellige Wachstumsraten inklusive.               sehr sehenswerte Sonderschau wurde diese
Vegas immer mehr klassische Cebit-Gänger                  Es lockt ein sehr attraktiver Markt. Zum                 Technologie, welche nicht nur Logistik son-
in Versuchung. Ein weiterer Trend: Grosse                 Vergleich: Der Markt für Informationstechnik             dern auch unser tägliches Leben revolutionie-
Unternehmen veranstalten ihre eigenen                     und Telekommunikation – hier wirtschaftet                ren wird, auf sehr anschauliche Weise darge-
Messen und setzen hier Prioritäten. Die glei-             die klassische Cebit-Klientel – wird im laufen-          stellt), digitale Unterhaltung (von den neusten
chen Beobachtungen sind ja auch bei uns in                den Jahr voraussichtlich um 2,4 Prozent wach-            Flachbildschirmen über diamantbesetzte
der Schweiz zu machen. Die X-DAYS mit                     sen und auf einen Umsatz von 137,4                       MP3-Player bis zu den lautlosen Media
Microsoft, HP und Orange oder die Cisco                   Milliarden Euro klettern. Telekommunika-                 Center und den TV-Handys), schnelles
EXPO sind Paradebeispiele dafür und hin-                  tion, Informationstechnologie, Heim-, Mobil-             Breitband-Internet (wobei hier die mobilen
dern diese Firmen an einer Teilnahme an un-               und Bürotechnik sowie digitaler Life Style               Technologien bereits die Festnetzübertra-
serer «IT-Leitmesse» Orbit-iEX.                           wachsen immer stärker zusammen, womit                    gungsraten übertreffen), Telefonieren übers
Die fortschreitende Konvergenz ist ein weite-             man die Bereiche künftig nur noch schwer un-             Internet (VoIP war wohl der Haupttrend vor
res Problem für die Veranstalter. Klassische              terscheiden kann.                                        allem mit mobilen Geräten, welche ohne den
IT-Firmen wie HP, Dell, Fujitsu Siemens                   Die Cebit muss sich in Zukunft wohl eine                 PC auskommen) sowie die Verkehrstelematik
Computers, Acer, Mircosoft, Toshiba und                   Frage stellen lassen: Wird sie nur noch zur              (GPS war nun wohl an jedem Stand, explizit
Intel engagieren sich immer stärker im UE-                Spielwiese für Endkunden? Diese Frage ist                bei den unzähligen asiatischen Herstellern, zu
Umfeld. Im Gegenzug machen sich die be-                   mehr als berechtigt, denn eine Online-                   bewundern). Aber auch Handys und
kannten UE-Anbieter wie Samsung, LG,                      Umfrage des IT-Magazins Computerwoche                    Digitalkameras kamen nicht zu kurz, wie die
CE MARKT, Nr. 4/2006                                                      MESSE                                                                                         49




Minidisk von Toshiba: mit 5 x 3.2 x 2.4 cm die kleinste   Tiefer können die PC-Preise nicht mehr fallen. Weit       Am Vortag, Easy to Use: Weshalb braucht man zur
Festplatte der Welt mit Kapazitäten von 2 bis 4 GB,       gefehlt, wenn man sich etwas umschaut, so findet man      Installation eines digitalen Home-Entertainememt-
schlag- und stosssicher und unter 10 Gramm leicht         die unmöglichsten Angebote                                Vergnügens eine ganze Crew von Spezialisten?




nachfolgenden Ausführungen noch zeigen                    so der Fahrplan von Swisscom Broadcast, soll
werden.                                                   digitales Fernsehen rundum auf Sendung sein.
                                                          Für DVB-T braucht es zu Hause keine neuen
Mobiles TV                                                Fernsehapparate, sondern einzig eine Set-Top-
Das digitale Fernsehen von den grossen                    Box, um die digitalen Signale in analoge um-
Flachbildschirmen zu Hause über die                       zuwandeln (bessere Empfangsqualität).
Verbreitungstechnologien bis zu handlichen                Deutschland ist da etwas schlechter dran,
mobilen Empfängern, war eines der ganz                    denn ausser in Berlin (hier wird DVB-T be-
grossen Themen auf der Messe der Bits und                 reits voll ausgestrahlt) sind nur regionale
Bytes. Wie man es als Handy-TV ins Hosen-                 Versuchsprogramme vor allem rund um die
taschenformat bekommt, demonstrierten                     Fussball-Weltmeisterschaft geplant. Für den
Hersteller wie Nokia, Samsung, LG oder                    Einsatz von DVB-T auf mobile Geräte und
Benq-Siemens mit einer ganzen Reihe serien-               der daraus resultierenden Lancierung eines
naher      Kombinationen       aus   Fernseh-             rentablen Geschäftsmodelles bedarf es
empfängern und Mobiltelefonen. Dass der                   zunächst der Klärung einer Fülle von Fragen:
Weg von der Empfängertechnik bis hin zu                   Wer bekommt nach welchen Kriterien
realen, attraktiven Programmangeboten noch                Sendelizenzen? Wer liefert die Inhalte? Wer
lang und steinig werden kann, steht auf einem             ist Vertragspartner der mobilen TV-Nutzer?
anderen Blatt.                                            Die Netzbetreiber? Die Medienhäuser? Wer
Das Download-Angebot über das UMTS-                       bezahlt an wen und wofür? Und last, but not
Netz von unterschiedlichen Anbietern war bis              least: Welche Übertragungstechnik kommt
jetzt die einzige Methode, um die mobilen                 am Ende zum Zug? Momentan spricht vieles
Bewegtbilder auf sein Handy zu bekommen.                  für DVB-H und viel weniger für DMB. DVB-
Dass daraus ein begehrter kommerzieller                   H (Digital Video Broadcast for Handhelds)                 Vorbereitung auf die Demonstration des Begriffes Easy
Service wird, muss aber angezweifelt werden,              nutzt ein Frequenzspektrum, das auch den                  to Use: Alle Informationen, überall zu jeder Zeit
denn die Kosten für das kleine Vergnügen                  Empfang in geschlossenen Räumen erlaubt
zwischendurch sind einfach zu hoch. Und ob                und lässt sich nahtlos in bestehende
das Betrachten des WM-Spiels Schweiz gegen                Infrastrukturen für das digitale Antennen-
Togo den wirtschaftlichen Durchbruch brin-                fernsehen DVB-T integrieren. Es genügt be-
gen wird, steht in den Sternen. Vor allem                 reits eine Software-Umstellung im Sender und
dann, wenn man sich im Klaren ist, das der                schon wird aus einem DVB-T-Kanal ein Über-
Ball bei einer Totaleinstellung gerade mal ein            tragungsweg für rund 20 DVB-H-Programme.
halbes Pixel gross ist und somit dargestellt              Samsung und LG Electronics ist egal, welche
wird oder eben nicht.                                     Technik sich im mobilen Bereich schlussend-
Weit besser stehen die Chancen für das echte              lich durchsetzen wird, denn sie liefern die
Mobilfernsehen, welches über die digitalen                Empfänger für das in ihrer Heimat Korea be-
Rundfunk-Infrastrukturen nach den Stand-                  reits etablierte System DMB in grossen
ards DVB-T (Digital Video Broadcasting –                  Stückzahlen, haben aber Prototypen für den
Terrestrial) oder DMB (Digital Multimedia                 DVB-H-Empfang, wie auf der Cebit verkün-
Broadcast) ausgestrahlt werden.                           det, schon fix und fertig in der Schublade.
In den Regionen Oberengadin, Tessin und                   Auch Siemens ist in der Lage diese
Westschweiz ist die zukunftsorientierte                   Infrastrukturen anzubieten.
Technologie DVB-T bei uns bereits eingeführt              Für den Empfang zu Hause existiert ja neben
und kann über die normalen Zimmer- und                                                                              …und schliesslich: das Bild stimmt, wo aber bleibt nur
Hausantennen empfangen werden. Bis 2009,                                               (Fortsetzung auf Seite 50)   der Ton? Bei der Cebit-Türöffnung hat es dann geklappt
50                                                                          MESSE                                                            CE MARKT, Nr. 4/2006




Media Center PCs wurden zu Dutzenden präsentiert.           Messen sind auch da, um neue Begriffe zu etablieren. Ich   Die Deutsche Telecom zeigte im Innovationsteil das
Fujitsu Siemens zeigte das Activity Media Center – es ist   habe meinen neuen Begriff gefunden: Infotelligence.        Konzept des Family Whiteboard. Ein Gerät, welches sehr
für den Benutzer eine leicht bedienbare UE-Komponente       Google hat dazu noch keine 500 Einträge. Damit soll der    einfach zu bedienen ist aber mit allenMedien, die vielfäl-
und arbeitet mit Windows Embedded, ist sofort betriebs-     Wert von Informationen beschreiben werden, was an          tigste Kommunikation inbegriffen, umgehen kann. Bei
bereit und braucht im Standbye-Mode ein Zehntel der         einer Sonderschau gezeigt wurde                            attraktiven Preisen und Dientlleistungsangeboten ist
Energie eines normalen Media Centers                                                                                   der Erfolg dieses Gerätes praktisch garantiert…




Spagat zwischen Consumer und Business
(Fortsetzung von Seite 49)
                                                            Manager mit Notebook und UMTS-Karte                        lostelefon im Angebot, ebenso wie Detewe
DVB-T auch noch DVB-S (Satellitenempfang)                   von der schnellen Datenautobahn, aber einen                sein DECT-Telefon Beetel 672 mit VoIP und
und DVB-C (Kabelempfang). Nicht so ganz                     Massenmarkt gibt es dafür bisher nicht. So                 Skype kombiniert. Arcor und T-Com präsen-
glücklich über diese Empfängervielfalt sind                 starten in Deutschland T-Mobile, Vodafone                  tierten Dual-Phones, die sich zu Hause oder
die Hersteller von Flachfernsehgeräten, denn                und O2 nun den Angriff auf die                             unterwegs in ein WLAN einbuchen und be-
sie müssen sich für einen Tuner entscheiden                 Festnetzkunden und unsere Players von                      sonders günstige Gespräche zu Festnetz-
oder aber das Gerät kann modular mit unter-                 Swisscom bis Cablecom stehen da nicht hin-                 konditionen erlauben. Ausserhalb des WLAN
schiedlichen Tunern bestückt werden. Es ist                 ten nach. Zum einen wird UMTS mit einem                    verhält sich das Gerät wie ein Mobiltelefon.
nur zu hoffen, dass auch der Konsument beim                 Software-Update der Basisstationen deutlich                Auch immer mehr Handys und Taschen-
Kauf eines Neugerätes weiss, welche                         schneller. Mit HSDPA (High Speed                           computer haben ein WLAN-Modul einge-
Empfangstechnologie bei ihm zu Hause be-                    Downlink Packet Access) erreicht man DSL-                  baut und erlauben damit Dauertelefonate
reit steht.                                                 Tempo im Mobilfunknetz, nämlich rund 1,5                   zum Niedrigpreis. Sony Ericsson präsentiert
Das Fernsehen unterwandert die Computer-                    Mbps statt bislang 384 Kbps mit UMTS.                      sein Top-Modell P990i mit UMTS und
Schau auch unter dem Deckmantel des Triple-                 Auch die Wartezeiten beim Aufbau von                       WLAN, Benq-Siemens das Smartphone P51.
Play, des Kommunikations-, Medien- und                      Internetseiten sind deutlich kürzer. Wenn sich             Nokia stattet jetzt auch die kompakten
Internet-Angebots über eine einzige Infra-                  nicht zu viele Teilnehmer in einer Funkzelle               Modelle der E-Reihe mit dem Funkmodul
struktur. Unterschiedliche Aussteller zeigten               tummeln, ist HSDPA durchaus in der Lage                    WLAN und VoIP-Software aus. Auf dem
hier Lösungen wie Kabel-Settop-Boxen, wel-                  das Festnetz-DSL zu ersetzen, obwohl ja auch               Firmengelände oder im «Hotspot» ersetzen
che von HDTV über Sprachkommunikation                       hier – oder gerade deswegen – die Bandbreite               diese Geräte ebenfalls das Festnetztelefon.
bis hin zum World Wide Web alles einfangen,                 zu gleichen Kosten ständig nach oben ge-                   Apropos Handys. Die wichtigen Handy-
was die Netzbetreiber so anbieten. Angebote                 schraubt wird.                                             hersteller dringen auf immer neues Terrain
für das Internet-Fernsehen waren vielerorts zu                                                                         vor. Der Einbau von immer mehr Speicher
bewundern, allerdings ist es schwierig, die                 Alle Kommunikationswege genutzt                            (bis zu 8 Gigabyte per Minifestplatte) erlaubt
tatsächliche Qualität an einer Messe überprü-               Interessant ist zudem die Beobachtung, dass                das Abspeichern von Musikstücken und Fotos
fen zu wollen, denn was hinter dem                          UMTS sich nicht nur auf Handys beschränkt                  in beliebiger Menge. Ein Musik-Handy wie
Messestand abläuft ist ja nicht ersichtlich.                sondern in modernen Notebooks direkt inte-                 das W950i von Sony Ericsson bringt einen
Wie die elektronischen Medien auf die                       griert wird. So zeigte beispielsweise Fujitsu              vier Gigabyte grossen Flash-Speicher mit, der
Notebooks mobiler Arbeitstiere kommen,                      Siemens Computer drei Lifebook-Modelle,                    Platz für mehr als 1000 Lieder bietet. Auch
zeigten auch viele Hersteller (beispielsweise               welche neben UMTS (bald auch HSDPA)                        wurden Handys angekündigt, welche
Pinnacle, Terratec und Hauppauge) mit einer                 auch noch WLAN und Bluetooth als                           Kameras mit bis zu 10 Megapixels integrie-
breiten Palette neuer Adapter-Varianten im                  Kommunikationsmöglichkeit anbieten.                        ren. Damit wird den Herstellern von
USB-Stick-Format, die sowohl analoge als                    Von der Seite von VoIP (Voice over IP), auch               Digitalkameras immer mehr das Wasser abge-
auch digitale Fernsehprogramme empfangen                    als Internettelefonie bezeichnet, folgte eine              graben. Dies dürfte einer der Gründe gewe-
können und bis zu zwei separate Tuner ent-                  zweite viel gravierendere Attacke auf das                  sen sein, dass viele Kamerahersteller der
halten.                                                     Festnetz. Was sich im vergangenen Jahr in                  Cebit fern geblieben sind und sich lieber auf
                                                            Hannover langsam andeutete, kommt nun so                   Fotomessen wie der Photokina präsentieren.
UMTS und VoIP anstelle von                                  richtig in Fahrt. Siemens zeigte beispielsweise            Also auch hier wird die Cebit gezwungen, ei-
Festnetzanschlüssen                                         das Gigaset C450IP, ein Schnurlostelefon mit               nen grossen Spagat, provoziert durch das
Bei der Telekommunikation wollen mit dem                    DECT und VoIP, das sich wie ein normales                   Unwort Konvergenz, zu vollziehen. Man darf
Stichwort Konvergenz alle gewinnen, denn                    Telefon bedienen lässt. Und AVM stellt eine                sehr gespannt sein, wie sich die nächstjährige
mit UMTS haben sich die Mobilfunk-                          modernisierte Form der Fritz-Box vor, die                  Cebit darstellt. Ich habe den Termin (15. Bis
netzbetreiber bisher nicht sonderlich berei-                WLAN, ISDN-Telefonanlage und VoIP ver-                     21.3. 2007) auf jeden Fall schon mal gebucht.
chern können. Zwar profitieren mobile                       eint. Dazu hat man ein passendes Schnur-                                                               Robert Weiss

				
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posted:1/22/2013
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