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					Kläranlage Perl-Besch
Die Kläranlage Perl-Besch




                                                                                                      Betriebsgebäude




                                                                                                      Schlammentwässerung
                                                                                                      Luftwäscher




Übersicht über die Kläranlage


Im April 010 wurde die grenzüberschreitende Kläranlage      Durch die Variabilität der Zyklusgestaltung ergibt sich eine
Perl-Besch, die die Abwässer der luxemburgischen Ge-         große Flexibilität.
meinden Remich, Wellenstein und Schengen sowie von
fünf Ortsteilen der saarländischen Gemeinde Perl (Nennig,    „Reaktionsräume“ werden größer oder kleiner durch eine
Besch, Sehndorf, Oberperl und Perl) reinigt, eingeweiht.     Verlängerung oder Verkürzung der einzelnen Phasen. Zu-
Der Standort der Kläranlage liegt zentral im Einzugsgebiet   sätzliche Behandlungsschritte sind einfach durch Verän-
Deutschland-Luxemburg, nördlich der Ortschaft Besch, in      derung der Zyklenfolge möglich. Daher kann das System
einem Industriegebiet.                                       optimal den wechselnden Abwasserbedingungen (Zulauf-
                                                             menge, Belastung des Abwassers) angepasst werden.
Die moderne Kläranlage verfügt über eine Ausbaugröße         Damit dieses Maß an Flexibilität genutzt werden kann,
von 3.000 Einwohnerwerten*. Davon entfallen rund 15.00     steht eine intelligente Steuerung zur Verfügung, die sich
auf die drei luxemburgischen Moseltal-Gemeinden und          auf einfache und sicher zu bestimmende Messgrößen
7.800 auf die saarländische Seite.                           stützt.

Die Kläranlage wurde als dreistraßige SBR-Anlage (Se-        Diese flexible Kläranlagen-Technologie ist besonders gut
quence-batch-reactor-Verfahren/Einbeckenverfahren im         geeignet, um die hohen jahreszeitlichen Belastungs-
Aufstaubetrieb) mit Vorlagebehälter und belüfteten Reak-     schwankungen zu bewältigen, die am Standort - bedingt
toren ausgeführt, in denen die biologische Abwasserreini-    durch Weinbau und Tourismus - auftreten.
gung, die simultane aerobe Schlammstabilisation und die
Phosphat-Fällung erfolgen. Der biologischen Reinigungs-      Sämtliche auf EU-, Bundes- und Landesebene geforderten
stufe sind eine Feinrechenanlage und ein belüfteter Sand-    Werte für den Kläranlagen-Ablauf werden eingehalten
fang zur mechanischen Abwasserreinigung vorgeschal-          oder sogar weit unterschritten. Gewässerschädliche Koh-
tet.                                                         lenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen werden
                                                             weitgehend entfernt und Reststoffe wie Schlamm, Rechen-
In SBR-Anlagen, die sich auch durch eine hohe Betriebssi-    gut, Sand und Fette umweltschonend entsorgt.
cherheit auszeichnen, erfogen die einzelnen Reinigungs-
                                                             * Ein Einwohnerwert entspricht der Abwasserbelastung, die ein Einwohner am Tag
schritte in einer zeitlichen Abfolge im selben Behälter.       verursacht.



  Hochwasserschutz und Störfallsicherheit

  Um sicher zu stellen, dass auch bei Hochwasserereig-
  nissen keine unbehandelten Abwässer in die Mosel ge-
  langen, wird das Gelände in den für die Kläranlage ge-
  nutzten Bereichen angehoben. Damit wird ein
  reibungsloser Anlagenbetrieb mit Einhaltung der gefor-
  derten Ablaufwerte bis zu einem Wasserstand gewähr-
  leistet, der einem 00-jährlichen Hochwasser ent-
  spricht.

  Ein ausgefeiltes Störfallkonzept sorgt dafür, dass der
  Anlagenbetrieb auch dann fortgeführt werden kann,
  wenn Anlagenteile auf Grund von Störungen oder War-
  tungsarbeiten ausfallen. Erreicht wird dies durch ver-   Überprüfung elektrischer Geräte
  schiedene Maßnahmen wie die mindestens zweistra-
  ßige Ausführung einzelner Bauwerke und das Vorhalten
  von Reserveaggregaten und -pumpen.



Betriebssicherheit durch elektronische Steuerungs-         In der Leitwarte kontrollieren die Mitarbeiter den Reini-
systeme                                                    gungsprozess über ein zentrales Prozessleitsystem und ein
                                                           Schaltbild, auf dem der gesamte Reinigungsablauf darge-
Die Kläranlage Perl-Besch ist mit umfangreichen mess-      stellt ist. Das ermöglicht einen schnellen Überblick über
und regeltechnischen Einrichtungen ausgestattet, um den    die Betriebsabläufe und bei Bedarf das sofortige Eingreifen
Reinigungsprozess sicher steuern und überwachen zu kön-    in wichtige Anlagenfunktionen. Die Betriebssicherheit wird
nen. Im Normalbetrieb wird die gesamte SBR-Anlage durch    außerdem durch eine 4-Stunden-Rufbereitschaft gewähr-
eine speicherprogrammierte Steuerung (SPS) automatisch     leistet.
betrieben.




Schaltbild

                                                                                                                     3
Qualitätsüberwachung im Labor

Regelmäßig werden aus allen Teilprozessen der Abwas-
serreinigung Proben entnommen und untersucht. Eine
Probenahmestation sichert die Überwachung der Reini-
gungsleistung und die Einhaltung der erklärten Werte. Sie
ist ausgestattet mit einer Mengenmesseinrichtung, einem
automatischen Probenehmer und einer pH-Wert-Messung.
Zudem werden kontinuierlich die Sauerstoff- und Ammoni-
um-Konzentration sowie der Phosphat- und Nitratgehalt in
den SBR-Reaktoren gemessen und aufgezeichnet. Alle Da-
ten werden an die zentrale Leitwarte übermittelt, angezeigt
und archiviert.

Die Qualität des Kläranlagenablaufs wird täglich vom Be-      Messraum
triebspersonal analysiert und in regelmäßigen Abständen
vom EVS-Zentrallabor und der Überwachungsbehörde,
dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, kontrol-
liert.

Darüber hinaus wird die Leistungsfähigkeit der Kläranlage
durch konsequente biologische Gewässergüte-Untersu-
chungen überwacht. Damit können insbesondere länger-
fristige Veränderungen im Ökosystem erfasst werden.           Probeentnahme                 Analysestation




    Schutz der Anwohner vor Geruchs-                          Durch umfangreiche Maßnahmen wurde sichergestellt,
    und Lärmemissionen                                        dass von der Kläranlage, die in einem touristisch ge-
                                                              nutzten Gebiet in der Nähe eines Campingplatzes (auf der
                                                              luxemburgischen Moselseite) liegt, keinerlei Geruchs-
                                                              oder Lärmbelästigungen ausgehen. Die in der Kläranlage
                                                              eingesetzten Aggregate sind in geschlossenen Gebäuden
                                                              untergebracht bzw. abgedeckt (Gebläse mit Schallhau-
                                                              ben und Zentrifuge eingehaust).

                                                              Die Abwasserreinigungsanlage ist so ausgelegt, dass Ge-
                                                              rüche möglichst gar nicht erst entstehen können. Die Be-
                                                              cken, Rinnen und Leitungsführungen wurden so gestaltet,
                                                              dass „Toträume“ vermieden werden. Die Feinrechenanla-
                                                              ge, die Sandwaschanlage, die Sandcontainer und die
                                                              Schlammentwässerungs-Anlage wurden in geschlos-
                                                              senen Gebäuden untergebracht. Der Langsandfang, der
                                                              Vorlagebehälter, das Zwischenpumpwerk, der Eindicker,
                                                              der Schlammspeicher und das Betriebswasserpumpwerk
                                                              sind abgedeckt.

                                                              Sämtliche Anlagenteile und Gerinne wurden zur Begren-
    Luftwäscher für die Abluft der abgedeckten Gebäude        zung von Geruchsemissionen an eine Biofilteranlage an-
                                                              geschlossen, die die abgesaugte Luft reinigt.
4
Stufenweise sauber

So wird das Abwasser in der Kläranlage Perl-Besch gereinigt

Die Abwässer aus den Ortskanalisationen werden in ein        Belüfteter Sand- und Fettfang
Kanal-Sammlernetz eingeleitet und zur Kläranlage ge-         Danach durchfließt das Abwasser einen belüfteten Lang-
pumpt. Aus fünf Druckleitungen (Pumpwerk Nennig, Pump-       sandfang. Dort setzen sich schwerere Feststoffe - haupt-
werk Perl-Besch, Pumpwerk Industriegebiet Krommes,           sächlich Sande und Kies - am Boden ab. Die abgelagerten
Pumpwerk Industriegebiet Wieser Weg, Pumpwerk                Sande werden in einer Sandwaschanlage gereinigt, in
Schwebsange, Luxemburg) kommend, fließt das Abwasser         Containern gesammelt und kostengünstig auf einer Bau-
erst zur Rechenanlage im Vorbehandlungsgebäude der           schuttdeponie entsorgt. Leichte Stoffe (Fette und Öle), die
Kläranlage.                                                  auf der Wasseroberfläche schwimmen, werden mit Räum-
                                                             schilden in einen Sammelschacht geleitet und später ent-
                                                             sorgt.
1. Stufe: Mechanische Reinigung des Abwassers
                                                             Nach der mechanischen Reinigung wird das Abwasser
                                                             über ein Zwischenpumpwerk in einen der drei SBR-Reak-
                                                             toren gefördert, die gleichmäßig und abwechselnd befüllt
                                                             werden. Ein Vorlagebehälter am Zwischenpumpwerk dient
                                                             zur Pufferung des Abwassers vornehmlich im Regenwet-
                                                             terfall.




Einlaufgebäude


Feinrechen
In der Rechenanlage werden gröbere und feinere Stoffe
wie Äste, Hygieneartikel, Zigarettenstummel und Plastikfo-
lien aus dem Abwasser entfernt. Das Rechengut wird über
Förderschnecken einer Presse zugeführt, entwässert, in
Containern gesammelt und anschließend entsorgt.
                                                             Vorlagebehälter und Zwischenhebewerk (kleines Foto)


                                                             2. Stufe: Biologische Reinigung des Abwassers

                                                             In den SBR-Reaktoren werden gelöste und ungelöste
                                                             Abwasserinhaltsstoffe von Bakterien abgebaut. Die biolo-
                                                             gischen Vorgänge ähneln denen der Selbstreinigung in
                                                             natürlichen Gewässern, allerdings erfolgt der Abbau hier
                                                             unter optimierten und kontrollierten verfahrenstechnischen
                                                             Randbedingungen (Sauerstoffgehalt, Temperatur, Nähr-
                                                             stoffverhältnis) wesentlich schneller und effektiver.




Sandfang

                                                                                                                       5
Ein Reinigungszyklus im SBR-Reaktor dauert sechs bis acht
Stunden und untergliedert sich in fünf Betriebsphasen:




                                                                Steg über den Reaktoren


                                                                3. Phase: Belüften des Abwassers

                                                                In der sich anschließenden Belüftungsphase werden die
                                                                organischen Belastungen (Kohlenstoffe) von Bakterien ab-
Gebläsestation und Reaktoren                                    gebaut und Stickstoffe, die im Abwasser als Ammonium
                                                                (Harnstoff) vorliegen, zu Nitrat umgewandelt. Da die Bakte-
1. und 2. Phase: Füllen des SBR-Reaktors                        rien, die an dieser Reaktion beteiligt sind, einen hohen Sau-
                                                                erstoffbedarf haben, wird über ein Belüftersystem am Bo-
Das mechanisch vorgereinigte Abwasser wird über ein             den des Beckens Luft in das Abwasser eingeblasen.
Zwischenpumpwerk in den SBR-Reaktor gefördert. Dieser
ist zu Beginn der Füllphase nicht leer, sondern enthält be-
reits eine bestimmte Menge an Schlamm, der aus dem vor-
angegangenen Reinigungszyklus als Biomasse im Reaktor
verblieben ist. Dieser Schlamm, in dem sich Milliarden von
Mikroorganismen befinden, wird als Belebtschlamm be-
zeichnet. Bereits während und nach dem Befüllen des Re-
aktors werden Abwasser und Belebtschlamm mit Rührwer-
ken durchmischt.

Die Konzentration an gelöstem Sauerstoff im Abwasser sinkt
kontinuierlich ab, weil die Bakterien Sauerstoff verbrauchen.
Spezielle Bakterien kompensieren diesen Mangel dadurch,
dass sie den im Nitrat chemisch gebundenen Sauerstoff ab-
spalten. Der bei diesem Prozess (Denitrifikation) entstehende
gasförmige Stickstoff entweicht in die Atmosphäre, in der er
sowieso Hauptbestandteil ist, so dass es zu keiner Umweltbe-    Reaktor während der Belüftungsphase
einträchtigung kommt.
                                                                4. Phase: Absetzen des Belebtschlammes
                                                                (Nachklärung)

                                                                In der Absetzphase werden Schlamm und gereinigtes
                                                                Wasser voneinander getrennt: Der schwerere Belebt-
                                                                schlamm sinkt auf den Boden des Beckens ab.





5. Phase: Klarwasserabzug

Das gereinigte, klare Wasser wird an der Wasseroberflä-
che mit einem schwimmenden Dekanter abgezogen und
über eine Mengenmessung und Probenahmestation der
Mosel zugeleitet.

Ein Teil des Schlammes verbleibt im Reaktor, um eine aus-
reichende Bakterienkonzentration für den nächsten Reini-
gungszyklus aufrechtzuerhalten. Der überschüssige
Schlamm wird an der Beckensohle abgepumpt und der
Schlammbehandlung zugeführt.                                 Einleitung des gereinigten Wassers in die Mosel




                                                              Entfernung von Phosphor aus dem Abwasser

                                                              Auch gewässerschädliche Phosphorverbindungen wer-
                                                              den in der biologischen Reinigungsstufe von Bakterien
                                                              gespeichert und so aus dem Abwasser entfernt. Der
                                                              Wechsel zwischen sauerstoffarmen und sauerstoffrei-
                                                              chen Milieubedingungen im SBR-Reaktor begünstigt
                                                              diese biologische Phosphorelimination.

                                                              Um ganzjährig eine niedrige Phosphorkonzentration im
                                                              Ablauf sicherstellen zu können, werden unterstützend
                                                              Eisensalze in den SBR-Reaktor gegeben. Die Eisensalze
                                                              verbinden sich mit Phosphor und bilden Flocken, die
                                                              sich am Beckenboden absetzen und später mit dem
                                                              Schlamm entfernt werden.
Dekanter




 Und was passiert mit dem Klärschlamm?

                                               Der überschüssige Schlamm aus der biologischen Reinigungsstufe ist
                                               durch die lange Aufenthaltszeit im SBR-Reaktor bereits stabilisiert. Das
                                               heißt, die biologischen Abbauprozesse sind weitgehend abgeklungen.
                                               Zur Vorentwässerung wird der Schlamm in den Eindicker gepumpt und
                                               anschließend im Schlammsilo zwischengespeichert.

                                               Um den Wasseranteil im
                                               Klärschlamm weiter zu
                                               reduzieren, wird eine
                                               Zentrifuge eingesetzt,
                                               die den Schlamm ma-
                                               schinell auf einen Tro-
 Eindicker und Schlammstapelbehälter           ckensubstanz-Gehalt
                                               von 7 Prozent entwäs-
 sert. Für die Verwertung des Klärschlammes können unterschiedliche
 Wege genutzt werden: Der Klärschlamm kann – in entwässerter und
 nicht entwässerter Form – in der Landwirtschaft als Dünger und Boden-
 verbesserer eingesetzt oder nach der Entwässerung in Kraftwerken zur
 Erzeugung von Wärme und Strom genutzt werden.                                  Förderschnecke der Schlammentwässerungs-Zentrifuge

                                                                                                                                     7
Technische Daten der Kläranlage Perl-Besch
    Baubeginn:                    April 008                                            Tagesabwassermenge: 5.410 m³/d
    Inbetriebnahme:               April 010                                            Schmutzfrachtbelastungen
    Gesamtkosten                                                                        Summe Einwohner und Einwohnerwerte bezogen auf 0 g BSB5/EW*D
    (Planung und Bau):       ca. 11,5 Mio. Euro                                         Ausbaugröße
    Verfahren:               3-straßige SBR-Anlage/Belebungsanlage im                     BSB5-Tagesfracht:      1.380,00 kg/d
                             Aufstaubetrieb mit aerober Schlammstabili-                   CSB-Tagesfracht:       .70,00 kg/d
                             sierung und simultaner Phosphatfällung                       Nges-Tagesfracht:      01,1 kg/d
    Entwässerungsverfahren: Mischkanalisation                                             Pges-Tagesfracht:      3,84 kg/d
    Ausbaugröße:             3.000 Einwohnerwerte                                        TS0-Tagesfracht:       1.10,00 kg/d
    Einzugsgebiet:                                                                        NO3-N-Tagesfracht:     8,1 kg/d
       Stadt Remich:         9.970 Einwohnerwerte*                                      Ablaufqualität/Überwachungswerte
       Gemeinde Schengen: 3.80 Einwohnerwerte*                                           BSB5,ÜW:               0,0 mg/l
       Gemeinde Wellenstein: 1.910 Einwohnerwerte*                                        CSBÜW:                 90,0 mg/l
       Gemeinde Perl:        7.840 Einwohnerwerte*                                        SNH4,ÜW:               10,0 mg/l
    * Der Einwohnerwert (EW) ist ein Maß für die Schmutzfracht, die in die Kläranlage
                                                                                          Sanorg,N,ÜW:           18,0 mg/l
      gelangt. Er setzt sich zusammen aus der tatsächlichen Einwohnerzahl und den         CP,ÜW:                 ,0 mg/l
      Einwohnergleichwerten (Belastungen durch Gewerbe, Landwirtschaft und In-            PH-Wert:                – 9,5
      dustrie).                                                                         Anlagenteile/Verfahrenstechnischer Aufbau der Kläranlage
    Abwasserzufluss                                                                       Pges                    mg/l
      Trockenwetter-Spitzenzufluss:         118,55 l/s
      Mischwasser-Spitzenzufluss:           05,79 l/s



    Mechanische Reinigungsstufe:                                                        Gebläsestation:           7 frequenzgeregelte Drehkolbengebläse
    2 Filterstufenrechen:     Spaltweite: 5 mm                                                                    zur Luftversorgung der Biologie (davon
                              Rechenkammerbreite: 1 m                                                             1 Reserve)
                              Container: 7 m3                                                                     Förderleistung je Gebläse:
                              Regelung über Niveaudifferenzmessung                                                1.500 Nm3/h (5 m3/min.)
    1 überströmbarer Notrechen:                                                         Phosphatelimination:      Simultanfällung mit FeCl3 (Eisenchlorid)
                              Spaltweite: 0 mm                                                                   Behältervolumen: 30 m3
                              Rechenkammerbreite: 1 m                                                             Tägl. Verbrauch: ca. 10 l/d über Dosier-
    2 Rechengutpressen:       Feststoffgehalt nach dem Pressen: 35 %                                              anlage
    1 Langsandfang, 2-straßig:                                                          Online-Messstation:       zur Erfassung der Betriebsparameter und
                                                                                                                  zur Steuerung der Gebläse und Fällmittel-
                              Länge: 1 m, Breite je Kammer: ,10 m
                                                                                                                  dosierung:
                              Aufenthaltszeit bei Regenwetter: 10 Min.
                                                                                                                  NH4-N Ammoniumstickstoff
                              horizontale Fließgeschwindigkeit: 0 cm/s
                                                                                                                  PO4 Ortho-Phosphat
                              Sandförderung mittels Tauchpumpe,
                              höhenverstellbar                                          Schlammbehandlung:
                              Fördermenge je Pumpe: 8 l/s
                                                                                        4 Drehkolbenpumpen:       Überschusschlamm-Fördermenge je
                              Druckluftversorgung über  drehzahl-
                                                                                                                  Pumpe: 50 m3/h
                              geregelte Gebläse
                              Fettfang seitlich                                         1 Schlammeindicker:       Durchlaufeindicker mir Krählwerk und
                              Fetträumung mittels Räumer in den                                                   Trübwasserabzug
                              Fettsammelschacht                                                                   Durchmesser: 1,00 m, Höhe: 4,40 m
                                                                                                                  Volumen: 55 m3
    1 Sandwaschanlage:        Sandanfall: ca. 0,3 m/d
                                                                                                                  Aufenthaltszeit: 3 Tage
                              Container: 7 m3
                              Sandwäscher: max. 0 m3/h = 1, l/s                     1 Schlammsilo:            Überschusschlamm-Anfall: 1.470 m3/d
                              Feststoffgehalt nach dem Pressen: oTS < 3 % GV                                      Durchmesser innen: 17,1 m, Höhe; ,00 m
                                                                                                                  Volumen: 1.00 m3
    1 Vorlagebehälter:        Volumen: .500 m3
                                                                                                                  Verweilzeit: 9 d
                              Durchmesser: 7,5 m
                                                                                                                  TS-Gehalt: 35 kg TS/m3
                              Höhe: 5,4 m
                              Durchmischung: 1 Umwälzaggregat                           Schlammentwässerung:
    1 Zwischenpumpwerk:  Tauchmotorpumpen und 1 Reserve                                1 Hochleistungszentrifuge:
                              Fördermenge je Pumpe: 58 m3/h = 13 l/s                                           Schlammentwässerung auf einen
                              Förderhöhe: 8,4 m                                                                  Trockensubstratgehalt von 7 % TS
                              Pumpensteuerung über Höhenstands-                                                  Beschickung mit ca. 34 m3/h voreingedick-
                              messung und Zeit-Pausen-Kombination                                                tem Schlamm aus dem Schlammsilo
                                                                                                                 Durchsatzleistung der Zentrifuge:
    Biologische Reinigungsstufe                                                                                  1.00 kgTS/h
    3 SBR-Reaktoren:        Volumen je SBR-Becken: 4.777 m3                                                       Container à 10 m3
                            Durchmesser: 8,3 m („Kleeblattform“)
                            Höhe: 8,05 m                                                Flockhilfsmittelstation (FHM)
                            max. Austauschvolumen je Reaktor: 1.4 m3                  Abluftbehandlung
                            Zyklusdauer bei Trockenwetter: 8 Stunden                    1 Biofilter:               Es wird stündlich eine Abluftmenge von
                            Zyklusdauer bei Regenwetter:  Stunden                                                 ca. 11.500 m3 gereinigt.
                            Durchmischung:  Umwälzaggregate je                                                    An den Biofilter angeschlossen sind:
                            SBR-Becken und Druckluft-Belüftung über                                                das Vorbehandlungsgebäude,
                            Membranbelüfter auf dem Boden der                                                      das Schlammentwässerungsgebäude,
                            Reaktorbecken                                                                          das Schlammsilo und der Eindicker
                            Klarwasserabzug über schwimmenden                           Ablaufmessung              „Durchfluss-Messung“ (IDM) im Probe-
                            Dekanter                                                                               nahme-/Brauchwasservorlageschacht

                                                                                        Betriebsgebäude:          mit zentraler Leitwarte, Sozialräumen, Labor
                                                                                                                  und Werkstatt
8
    Lageplan
                                                                                                                           Legende:

                                                                                                                               1    Vorbehandlungsgebäude   11   Überschussschlamm-Pumpwerk
                  N                                                                                                             2   Langsandfang            12   Eindicker
                                                                                                                                3   Vorlagebehälter         13   Schlammspeicher
                                                                                                                               4    Zwischenhebewerk        14   Schlammentwässerungsgebäude
          W              O




                                                                         all
                                                                                                                               5    SB-Reaktor 1            15   Stellplatz mobile Schlammentwässerung
                                                                                                                                                            16




                                                                      tzw
                                                                                         7                                     6    SB-Reaktor 2                 Betriebswasserpumpwerk
                  S                                                                                                            7    SB-Reaktor 3            17   Betriebsgebäude




                                                                   chu
                                                                                                                               8                            18




                                                 mes
                                                                                                                                    Gebläsestation               Biofilter




                                                               hts
                                                                                                                               9    Fällmittelbehälter      19   Garage




                                             srau ng
                                                                                                                               10   Ablaufbauwerk           20   Trafostation




                                                           Sic
                                                                                     6
                                                                                                  5                                                         21   NS-Verteilung




                                         sion ffu
                                    eten r Scha
                                 sR u
                                Fl
                             eine äche z
                                                                                    10            18
                                                                                                                                                                                              Industrie-
                                                                       3                 9                                                                                                      gebiet
                                                                                                                8                                                                               Wieser
                                                                                                      11                                                                                         Weg
                                                                                                                          19
                                                                                4                               21                           Zufahrt                20


                                                                        16
                                                                                                                                                                                               Nennig
                                                       1

                                                                               12
                                                                                                                                     17
                                                                                             13            15        14
                                                                  2
                            KA
                         auf f KA
                      Abl lau
                          Zu



               Remich     Besch       Industrie-
              Wellenstein Perl          gebiet
              Schengen                Krommes




9
10
     Verfahrensschema
                   Kläranlage Perl-Besch · Industriegebiet Besch · Im Heilenbruch · 70 Perl
Entsorgungsverband Saar · Postfach 10 01  · 001 Saarbrücken · Telefon: 0 81/000-0 · www.evs.de

				
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