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Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Jahrestagung der gfo 2004
Frankfurt, 1. Oktober 2004
Dr. Christoph Klingenberg
Deutsche Lufthansa AG
Die Ausgangslage: massive Konkurrenzierung von LH-Strecken durch No
Frills Carrier
LH / No Frills Streckenüberdeckung DE-DE LH / No Frills Streckenüberdeckung DE-EU
13 von 41 Strecken (31%) 40 von 163 Strecken (25%)
(4U, DI, ST, X3) (4U, AB, DI, FR, ST, U2, X3, VA, WW, NE)
Der Wettbewerb mit den No Frills
wird nicht nur über den Preis entschieden,
sondern auch über die Qualität
1. Oktober 2004
Seite 2 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Die Herausforderung: Lufthansa wird durch erhöhten Kundenfokus
gegensteuern
Vereinfachtes Tarifkonzept, Bereinigung von Tarifkonditionen und Aufteilung in
drei klar definierte Gruppen
Innovatives Bordprodukt
Neues Interkont-Produkt - insbesondere neuer Business Class Sitz, aber
auch Internet an Bord
Neues Produkt im Europa-Verkehr: Business Class mit geblocktem
Mittelsitz
Schneller am Boden: Ausbau von Priority Check-in und Fast Lane an den
deutschen Airports
Weitere Verbesserung der Pünktlichkeit: insbesondere am Hub Frankfurt
durch Abflachen der Ankunfts- und Abflugswellen
1. Oktober 2004
Seite 3 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Durchgängig zwei Klassen, innerhalb
der Economy Class Wahl zwischen Flex und Basic
Economy Class Business Class
Basic-Tarife Flex-Tarife Business-Tarife
(konditionierte (z.B. Full Fare Y) (z.B. CRT)
Tarife und NKK)
Zusätzlich: Komfort +
Geschwindigkeit
Lounge, Sitzkomfort, kürzere
Durchlaufzeit am Flughafen
Zusätzlich: Flexibilität
Umbuchbarkeit, Erstattungen
Basisprodukt
Lufthansa Grundversprechen
1. Oktober 2004
Seite 4 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Zwei Klassen an Bord und Boden - Produktdifferenzierung innerhalb der
Economy Class ausschließlich durch Flexibilitätsmerkmale
Economy Business
Lufthansa Sicherheitsstandards
Zuverlässigkeit & Pünktlichkeit
BASIS Sauberkeit
Zentrale Flughäfen
Bordservice
Basic- Flex-
Tarife Tarife
FLEXIBILITÄT Kostenlose Umbuchung —
Kostenlose Erstattung —
Go Show - Möglichkeit —
GESCHWIN- Verkürzte Annahmeschlußzeit —
DIGKEIT Priority Check-In Schalter —
Security Fast Lane —
KOMFORT Loungezugang —
Sitzplatzreservierung —
Höherer Sitzkomfort —
Erweiterter Bordservice —
1. Oktober 2004
Seite 5 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Produktvorteile für Status-Kunden in der Economy Class
Economy Business
Lufthansa Sicherheitsstandards
Zuverlässigkeit & Pünktlichkeit
BASIS Sauberkeit
Zentrale Flughäfen
Bordservice
Basic- Flex-
Tarife Tarife
FLEXIBILITÄT Kostenlose Umbuchung —
Kostenlose Erstattung —
Go Show - Möglichkeit —
GESCHWIN- Verkürzte Annahmeschlußzeit SEN/FTL
DIGKEIT Priority Check-In Schalter SEN/FTL
Security Fast Lane SEN/FTL
KOMFORT Loungezugang SEN/FTL SEN/FTL
Sitzplatzreservierung —*
Höherer Sitzkomfort —
Erweiterter Bordservice —
* Generische Sitzplatzreservierung (Window/Aisle) für SEN/FTL möglich; für SEN werden „Q-Sitze“ im vorderen Eco-Bereich
(d.h. Senator-Zone) bereit gehalten - zusätzlich wird der Sitz daneben solange wie möglich frei gehalten („+-Sitze“)
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Seite 6 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Lufthansa wird durch erhöhten Kundenfokus gegensteuern
Vereinfachtes Tarifkonzept, Bereinigung von Tarifkonditionen und Aufteilung in
drei klar definierte Gruppen
Innovatives Bordprodukt
Neues Interkont-Produkt - insbesondere neuer Business Class Sitz, aber
auch Internet an Bord
Neues Produkt im Europa-Verkehr: Business Class mit geblocktem
Mittelsitz
Schneller am Boden: Ausbau von Priority Check-in und Fast Lanes an den
deutschen Airports
Weitere Verbesserung der Pünktlichkeit: insbesondere am Hub Frankfurt
durch Abflachen der Ankunfts- und Abflugswellen
1. Oktober 2004
Seite 7 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Die Business Class auf Langstrecke ist besser als die First Class in 1997
Sonstige
Produktneuerungen
A340-600, A330-300
+ 30 cm mehr Sitzabstand + Video on Demand + Neue Economy Class Sitze
komfortabler, modulares Infotainment
+ 2m Bett mit Privatsphäre + 4 mal größere Screens
+ Lower Lobe Lavatories
+ Versenkbare Armlehnen + 200% Filme
+ Trinkwasserspender
+ Flexible Steuerung + 200% Musik
+ Galleys: Cooling, besseres Design +
+ Shape System/ Massage/ + CD Jukebox Funktionalität
Lumbar Support
+ Online Fähigkeit + Lavatories C/CL: Komfort, Licht, Hygiene
+ Leselampe (->Flynet) Fenster
+ Großer Tisch + Zusätzliches + Interior: Teppich, Wandfolien, Lichtfarbe...
+ Schuhregal Informationsangebot
+ Brillenfach
Produktphilosophie = Individualität, Flexibilität, Privatsphäre
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Seite 8 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Mehr Platz, Privatsphäre, Entspannung auch im Europaverkehr seit
Sommerflugplan 2004 durch geblockten Mittelsitz
Gestern
7% der Sitze werden geblockt, davon nur ein Viertel
besetzt -> 2% Low Yield Economy Gäste weniger an Bord
Seit Sommer 2004
1. Oktober 2004
Seite 9 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Lufthansa bietet damit das beste Business Bordprodukt in Europa an
Lufthansa hat den Mittelsitz in der Business Class auf allen innerdeutschen und
europäischen Flügen abgeschafft
Bis zu 50% mehr Platz für unsere Premium Kunden
Vertrauliches Arbeiten in erweiterter Privatsphäre möglich
Schnelleres Ein- und Aussteigen
Damit bietet Lufthansa das beste innereuropäische Business Produkt an, das
nicht mehr zwischen innerdeutschen und internationalen Flügen unterscheidet
Der Bordservice wird zwischen Business und Economy Class weiter
differenziert durch Aufwertung des Business Class Service (z.B. innerdeutsch
kein Sandwich, sondern Box mit drei Komponenten)
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Seite 10 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Lufthansa wird durch erhöhten Kundenfokus gegensteuern
Vereinfachtes Tarifkonzept, Bereinigung von Tarifkonditionen und Aufteilung in
drei klar definierte Gruppen
Innovatives Bordprodukt
Neues Interkont-Produkt - insbesondere neuer Business Class Sitz, aber
auch Internet an Bord
Neues Produkt im Europa-Verkehr: Business Class mit geblocktem
Mittelsitz
Schneller am Boden: Ausbau von Priority Check-in und Fast Lane an den
deutschen Airports
Weitere Verbesserung der Pünktlichkeit: insbesondere am Hub Frankfurt
durch Abflachen der Ankunfts- und Abflugswellen
1. Oktober 2004
Seite 11 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Am Boden wurden die Priority-Produkte ausgebaut: Fast Lanes an der
Sicherheitskontrolle (zum Sommerflugplan 2004)
Station FRA MUC DUS HAM STR DRS CGN LEJ NUE HAJ BRE TXL
2 (A) 3 Zentral je 1 /
Anzahl der Securities 61 26 8 10 8 3 3 3 Einzel- 2
4 (B) securities Gate
Fast Lanes an der Security Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja 8/9
1. Oktober 2004
Seite 12 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Die Prozesse am Gate werden weiter beschleunigt (Ziel: 2005)
Gates werden zu reinen Fast Boarding Gates umgebaut
Alle Non-Routine Tätigkeiten werden an dezentrale Service-Counter verlegt, dadurch kürzere
Wartezeiten und bessere Betreuung der Gäste möglich
Priority Boarding Manuelles Boarding Direktes Boarding
1. Oktober 2004
Seite 13 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Automatische Wartelisten-Annahme und mobile Services werden
die Abläufe weiter beschleunigen (Ziel 2005)
Mobile Services
1. Oktober 2004
Seite 14 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Das zukünftige Gate-Layout ermöglicht schnelleres Boarding und
differenzierten Service
Mobile Services
Weitere Beschleunigung
durch Einsatz von
Biometrie
1. Oktober 2004
Seite 15 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Lufthansa wird durch erhöhten Kundenfokus gegensteuern
Vereinfachtes Tarifkonzept, Bereinigung von Tarifkonditionen und Aufteilung in
drei klar definierte Gruppen
Innovatives Bordprodukt
Neues Interkont-Produkt - insbesondere neuer Business Class Sitz, aber
auch Internet an Bord
Neues Produkt im Europa-Verkehr: Business Class mit geblocktem
Mittelsitz
Schneller am Boden: Ausbau von Priority Check-in und Fast Lane an den
deutschen Airports
Weitere Verbesserung der Pünktlichkeit: insbesondere am Hub Frankfurt
durch Abflachen der Ankunfts- und Abflugswellen
1. Oktober 2004
Seite 16 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Letzten Sommer flogen unsere Flugzeuge häufig mehrfach Warteschleifen
Nord- und
Ostanflüge
Westanflüge,
z.B. ex USA
Landebahnen
25 R und25 L
Südanflüge,
1. Oktober 2004 z.B. MUC
Seite 17 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Deshalb sind seit diesem Sommer die Spitzenwerte für Landungen
abgesenkt, damit deutlich weniger Warteschleifen
14
Vorher
Nachher
12
10
Minuten Warteschleifen
8
6
Dies spart 100.000 Tonnen
Kerosin pro Jahr in Frankfurt
4
2
0
03:40
04:30
05:20
06:10
07:00
07:50
08:40
09:30
10:20
11:10
12:00
12:50
13:40
14:30
15:20
16:10
17:00
17:50
18:40
19:30
20:20
21:10
22:00
22:50
1. Oktober 2004
Seite 18 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Und deutlich höhere Pünktlichkeit in Frankfurt
89%
87% 86%
86%
Bester Wert seit
1994!
So 2003 So 2004
ARR DEP
1. Oktober 2004 Quelle: OBELISK
Seite 19 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
Zusammenfassung: nicht blinde Kostensenkung, sondern balanciertes
Vorgehen ist die Antwort
Der Kostenvorteil der Billigflieger senkt die Durchschnittserlöse aller Airlines und
löst dadurch auch einen Kostendruck auf die etablierten Fluggesellschaften aus
Dabei darf die Qualität aber nicht vernachlässigt werden. Nur durch
Qualitätsdifferenzierung kann ein Markenpremium erhalten werden
Die Beseitigung von Ineffizienzen senkt die Kosten, steigert die Qualität und damit
die Kundenzufriedenheit
Trotzdem: das Managen diese Balance bleibt eine Herausforderung!
1. Oktober 2004
Seite 20 Strategie und Maßnahmen gegen Billigflieger
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