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PRESSEHEFT FESTIVAL DE CANNES 2003 PALME DOR PRIX DE LA MISE EN .rtf

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FESTIVAL DE CANNES 2003
PALME D'OR
PRIX DE LA MISE EN SCENE
PRIX DE L'EDUCATION NATIONALE




ELEPHANT
Ein Film von
Gus Van Sant
Kinostart
8. April 2004




Im Verleih von:

Kinowelt Filmverleih GmbH
Karl-Tauchnitz-Str.10
04107 Leipzig
t.:+49 341 35596 301 f.:+49 341 35596 309

Pressebetreuung:

arne höhne.presse+öffentlichkeit.berlin
boxhagener strasse 18 • 10245 berlin
t.: + 49 30 29 36 16 16 f.: + 49 30 29 36 16 22

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Crew

Buch,Regie und Schnitt: GUS VAN SANT
Produzent: DANY WOLF
Executive Producers: DIANE KEATON, BILL ROBINSON
Kamera: HARRIS SAVIDES, ASC
Sound Design: LESLIE SHATZ, C.S.T.
Casting: MALI FINN, C.S.A.
DANNY STOLTZ

Cast
Alex:                             ALEX FROST
Eric:                             ERIC DEULEN
John McFarland:                   JOHN ROBINSON
Elias:                            ELIAS MCCONNELL
Jordan:                           JORDAN TAYLOR
Carrie:                           CARRIE FINKLEA
Nicole:                           NICOLE GEORGE
Brittany:                         BRITTANY MOUNTAIN
Acadia:                           ALICIA MILES
Michelle:                         KRISTEN HICKS
Benny:                            BENNIE DIXON
Nathan:                           NATHAN TYSON
Mr. McFarland:                    TIMOTHY BOTTOMS
Mr. Luce:                         MATT MALLOY
Lehrer:                           ELLIS E. WILLIAMS
Noelle:                           CHANTELLE CHRIESTENSON
Sekretärin der Direktors:         KIM KENNEY
Sekretärin:                       MARCI BUNTROCK
Rothaariges Kind:                 ROMAN OSTROVSKY
Sportlehrerin:                    VANA O'BRIEN
Bully:                            MICHAEL PAULSEN
Mr. Fong:                         ALFRED ONO
Alex' Mutter:                      MARYCHRIS MASS
Alex' Vater:                      JIM STEINPREIS
Postbote:                         JEREMY SIMPSON
Lehrer #1:                        SHERILYN LAWSON
Lehrer #2:                        SARAH LUCHT
Lehrer #3:                        LARRY LAVERTY
Lehrer #4:                        DAVE STIPPICH
Kind auf Fahrrad:                 JIMMY GOMEZ
Physiklehrer:                     JOE CRONIN
Punker:                           WOLFGANG WILLIAMS
Punkerin:l                        CAROLINE DONOVAN BOYD
Physik Schülerin:                 TRAVIS FERGUSON
Gay-Straight-Alliance Lehrer:     ERNEST TRULY
Gay-Straight-Alliance Schüler:    MARY MULDREW, SARAH BING, KETHER HAYDEN,
                                  NATASCHA SNELLMAN, RUBEN BANSIE, JOE SACKETT
Gay-Straight-Alliance Opfer:      JASON SEITZ
Schüler in der Dunkelkammer:      SHANTI CHO
                                  SPENCER CALLAHAN
Eli's Freundin:                   THEARA SAO
Eli's Klassenkameradin:           TIANA WOODS
Football Spieler:                 GRIFF GOINS, MAX HORNER,
                                  THOMAS TRULLINGER, TY SCHWOEFFERMANN
Raumpfleger:                      RAY MONGE

Technische Angaben
35mm / Farbe / Deutsch synchronisiert, OV Englisch, OV mit deutschen Untertiteln / Gefilmt in PORTLAND,
OREGON
Länge: 81 min.


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ELEPHANT

Ein gewöhnlicher Schultag an einer amerikanischen High School. Unterricht, Football, Getratsche und
gemeinsames Abhängen, ein Tag voll vermeintlicher und doch so erstaunlicher Normalität. Scheinbar
beiläufig folgt ELEPHANT den Kids auf Ihren Wegen durch die High School. Jede Schülerin und jeder
Schüler, die wir kennen lernen, erlebt die High School anders – als anregend, angenehm, traumatisch, als
Ort der Einsamkeit oder der Härte. Ein gewöhnlicher Tag an einer High School, der so gar nicht
gewöhnlich enden wird. ELEPHANT wurde in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet; Van Sant
erhielt ausserdem den Preis für die beste Regie, die ELEPHANT im Zusammenspiel mit der
Bildgestaltung des Kameramanns Harris Savides und einem herausragenden Cast aus meist
Laiendarstellern, seine filmische Gültigkeit über eine vermeintliche Tagesaktualität hinaus verschafft..

Kurzbeschreibung

Im Lauf seiner Karriere von MALA NOCHE und MY OWN PRIVATE IDAHO über GOOD WILL HUNTING
bis FINDING FORRESTER hat Van Sant sich immer wieder damit beschäftigt, was es bedeutet, jung zu
sein, seinen Platz in der Welt zu suchen und eine Identität zu finden, die für einen stimmt. Mit ELEPHANT
verlegt Van Sant seine
Forschungen auf ein neues Terrain und arbeitet mit echten High-School-Schülerinnen und -
Schülern, um Teenager in der unbeständigen Welt von heute zu porträtieren. ELEPHANT spielt an
einem gewöhnlichen Schultag mit Unterricht, Football, Getratsche und gemeinsamem Abhängen.
Der Film beobachtet das Kommen und Gehen seiner Figuren mit sanfter nahezu poetsicher Distanz Jede
Schülerin und jeder Schüler, die wir kennen lernen, erlebt die High
School anders – als anregend, angenehm, traumatisch, einsam, hart.
Es ist ein schöner Herbsttag. Eli, der zu Fuss in die Schule unterwegs ist, überredet im
Park ein Punk- Pärchen, für ein paar Fotos zu posieren. Nate trifft nach dem Football-Training
seine Freundin Carrie zum Mittagessen. John hinterlegt im Rektorat die Autoschlüssel seines
Vaters, damit sein Bruder sie dort abholen kann. In der Cafeteria tratschen Brittany, Jordan und
Nicole und beklagen sich über das Geschnüffel ihrer Mütter. Michelle rast in die Bibliothek,
während Eli im Korridor ein paar Fotos von John knipst. John geht hinaus auf den Rasen, wo er
den Weg von Alex und Eric kreuzt. Es könnte ein ganz gewöhnlicher Tag an einer High-School werden.




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Produktionsnotizen

Entschiedenes Interesse für junge Leute ist immer schon ein Kennzeichen von Gus Van Sants
Arbeiten im Lauf seiner bemerkenswerten Karriere gewesen. In so verschiedenen Filmen wie MY
OWN PRIVATE IDAHO, TO DIE FOR und GOOD WILL HUNTING hat Van Sant junge Leute kurz
vor dem Erwachsenwerden, deren Identitäten noch im Fluss sind, dargestellt. Mit ELEPHANT nun
stellt sich Van Sant der Herausforderung, die aktuelle Realität einer High School darzustellen, eine
Realität, die in den letzten Jahren durch Schiessereien und Gewaltausbrüche an solchen Schulen
verändert wurde. Ein Thema, das nicht erst nach Erfurt nur an amerikanischen Schulen aktuell ist, wo es
zwischen 1997 und 1999 allein achtmal dazu kam, dass Schüler mit tödlichen Folgen ausrasteten. Van
Sant begann darüber nachzudenken, wie er einen Film zu dem Thema machen könnte, «einfach um die
Sache mal genauer anzuschauen», wie er sagt: «Es gab so viele Schiessereien an amerikanischen
Schulen wie noch nie. Ich wollte einen Film machen, der einzufangen versuchte, was für eine Stimmung
unter den Schülern herrschte, die damals zur Schule gingen.»

Schwierige Voraussetzungen

Van Sant diskutierte seine Ideen mit der Schauspielerin und Filmemacherin Diane Keaton und dem
Drehbuchautor und Produzenten Bill Robinson, denen die Produktionsfirma Blue Relief gehört.
Robinson meint dazu: «Diane und ich kennen Gus seit einigen Jahren, und wir haben immer schon
mal etwas mit ihm machen wollen. Wir waren natürlich begeistert von seinem Werk, vor allem von
so provokanten Filmen wie DRUGSTORE COWBOYS und MY OWN PRIVATE IDAHO. Wir
fanden, wenn er eine künstlerische Vorstellung hat und einen Film machen will über Teenager und
Gewalt an Schulen, dann möchten wir ihn dabei unterstützen.
Wir wussten, dass das etwas Starkes und Wirkungsvolles werden könnte, wenn ein furchtloser
Regisseur wie Gus so etwas erzählte. Und wir fanden auch, HBO wäre die perfekte Heimat für
Gus, wo er ganz frei seine Vision verwirklichen könnte.» Keaton ergänzt: «Gus versteht junge
Leute intuitiv. Er ist der perfekte Künstler, um einen Film über dieses Thema zu machen. Ich weiss
noch, dass ich Bill eines Tages gesagt hatte, jemand sollte das Thema Gewalt an Schulen mal aus
einem anderen Blickwinkel betrachten.»
ELEPHANT nimmt uns mit in die Welt einer Vorstadt-High-School, schickt uns durch die
Korridore in den Schulhof und die Klassenzimmer, die Bibliothek und die Cafeteria, das
Verwaltungsbüro, die Umkleideräume. Wir folgen im Lauf des Tages verschiedenen Schülern und
erleben zuweilen dieselben Momente und Begegnungen aus den Blickwinkeln verschiedener
Figuren. Dazu gehören: John (John Robinson); Eli (Elias McConnell), der Fotograf; der
Footballspieler Nate (Nathan Tyson) und seine Freundin Carrie (Carrie Finklea); Michelle (Kristen
Hicks); die alten Freundinnen Brittany, Jordan und Nicole (Brittany Mountain, Jordan Taylor, Nicole
George). Und dann sind da zwei Jungen, die für diesen Schultag andere Pläne haben, Alex (Alex
Frost) und Eric (Eric Deulen). Sie alle gehören mit zur High-School-Landschaft, die ELEPHANT
zeigt.




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Geschichte des Filmtitels

Ein Werk war für Van Sant von besonderer Wichtigkeit bei seinem Film über ein so brisantes
Thema wie Gewalt an Schulen: der aus dem Jahr 1989 stammende, für die BBC gedrehte,
ebenfalls ELEPHANT betitelte Film des mittlerweile verstorbenen britischen Filmemachers Alan
Clarke. Clarkes ELEPHANT reduziert das Erzählerische, bis die sektiererische Gewalt in
Nordirland als ein gnadenloser, anonymer Marsch von Morden erscheint. Bei Clarke bezog sich
der Titel auf den bissigen Spruch, dass manche Probleme sich so leicht übersehen lassen wie ein
Elefant im Wohnzimmer. Van Sant beschloss seinen Film nach Clarkes Werk zu benennen und
bemerkte dazu: «Dieser Film dreht sich um das Leben von Jugendlichen, die in einer anderen,
aber ebenfalls sehr gewalttätigen Epoche leben.»
Ursprünglich hatte Van Sant geglaubt, Clarkes Titel beziehe sich auf die alte Parabel von
den Blinden und dem Elefanten. In einer Version, die in buddhistischen Schriften aus dem Jahr 2 v.
Chr. vorkommt, untersuchen einige Blinde verschiedene Teile eines Elefanten: Ohr, Bein,
Schwanz, Stosszähne, Rüssel, usw. Jeder dieser Blinden ist überzeugt, aufgrund des Teils, den er
betastet hat, das wahre Wesen des Elefanten begriffen zu haben: Dass ein Elefant also wie ein
Fächer sei, ein Baum, ein Seil, ein Speer, eine Schlange. Doch keiner sieht das Ganze. Van Sant
erschien diese Parabel passend zum Thema Schulschiessereien. «Ich hatte gemeint, Alan Clarke
habe seinen Film ELEPHANT genannt, weil er von einem Problem handelte, das schwer
festzunageln war wegen der verschiedenen möglichen Blickwinkel», sagt er: «Ich blieb lang in
diesem Glauben, bis ich etwas las, wo Clarke sagte, es gehe um den Spruch vom Elefanten im
Wohnzimmer. Als wir unseren Film drehten, ging es aber eher um die Blinden.»
ELEPHANT hat nicht den Anspruch, das Rätsel der Gewalt an Schulen zu lösen. «Wir wollten
nichts erklären», bestätigt Van Sant: «Sobald Sie eine Erklärung liefern, werden fünf andere
Möglichkeiten dadurch negiert, dass Sie die eine gewählt haben. Ausserdem stellte sich auch die
Frage, was es bringen soll, nach einer Erklärung für etwas zu suchen, für das es nicht unbedingt
eine Erklärung gibt.»

Perspektiven, aber nicht wie in RASHOMON, wo Ursache und Wirkung sichtbar werden. Wir
zeigen nicht Ursache und Wirkung. Das birgt ein Risiko, weil die Leute bei einem solchen Thema
klipp und klar gezeigt bekommen wollen, was die Ursache ist und was die schrecklichen Folgen
sind.»
ELEPHANT wurde in Portland, Oregon, gedreht, wo Van Sant wohnt. Als der Zeitpunkt für
die Präproduktion kam, hatte Van Sant unterdessen den von der Kritik gelobten Film GERRY
gedreht mit einem minimalen Drehbuch, in enger Zusammenarbeit mit den Schauspielern Matt
Damon und Casey Affleck und einem kleinen Team, zu dem der Produzent Wolf, Kameramann
Harris Savides und der Sound-Designer Leslie Shatz gehörten. Dazu sagt Wolf: «Bei GERRY war
alles so gut gelaufen, dass Gus beschloss, wieder so zu arbeiten: auf Grund eines lockeren
Drehbuchs zu improvisieren.» Als Erstes stellte sich die Frage der Besetzung, und man beschloss,
für die Schüler-Hauptrollen und als Statisten echte High-School-Schüler zu suchen. Auf einen
Aufruf hin, in Portland vorzusprechen, meldeten sich rund 3000 Teenager. Wolf erinnert sich: «Der
lokale Besetzungsleiter Danny Stoltz machte das grossartig mit Flugblättern und Radiowerbung,
und weil es um Gus ging, haben die Lokalfernsehsender die Sache aufgegriffen, wodurch das ein
Riesending wurde. Es war phänomenal. Gus spazierte herum, lernte Kids kennen und redete mit
ihnen.»




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Schülerinnen und Schüler als Schauspieler

Die Zahl der Bewerber wurde darauf auf kleinere Gruppen reduziert. Die preisgekrönte
Besetzungsleiterin Mali Finn traf sich mit den Schülerinnen und Schülern und redete mit ihnen über
ihr Leben. Das Thema Schulschiessereien wurde sehr direkt angegangen, berichtet Van Sant.
«Mali ist grossartig darin, Menschen dahin zu bringen, dass sie von ihrem Leben erzählen. Wir
stellten Fragen wie: ‹Fühlst du dich in der Schule sicher? Kommt das vor? Was passiert in deinem
Leben?›», erinnert er sich: «Diesen Kids sind die Schulschiessereien mehr als bewusst, einfach
deswegen, weil sie selbst in die Schule gehen. Und deshalb gibt es da Ängste und haben die dazu
auch Meinungen. Und klug sind die. Manche haben es sehr schwer auf der Schule, empfinden sie
als Hölle. Zum Teil haben sie wirklich das Wort ‹Hölle› verwendet. Andere finden die Schule toll.
Ich glaube, als ich auf die High School ging, ging es den Leuten ähnlich unterschiedlich.»
Die Schüler wurden dazu angehalten, ihre Rollen aus dem eigenen Leben zu entwickeln, ihre
eigenen Geschichten und Erlebnisse einzubauen. Es gab keine festgeschriebenen Dialoge, im
Wesentlichen improvisierten die Schüler ihre Texte, wobei Van Sant sie zuweilen an eine
Geschichte oder sonst etwas, das sie gesagt hatten, erinnerte. «Die Leute waren am Prozess, ihre
Figuren zu erschaffen, mitbeteiligt. Die meisten Kids spielen im weitesten Sinne ähnliche Rollen
wie im Leben», sagt er. Ausnahmen von dieser Regel sind Alex Frost und Eric Deulen, die als die
beiden Jungen besetzt wurden, die dem Tag ein jähes Ende machen. Im ganzen Film gibt es nur
drei Berufsschauspieler, alles erwachsene: Timothy Bottoms als Vater des einen Schülers, Matt
Malloy als Rektor Mr. Luce, Ellis E. Williams als Chef der Gay Straight Alliance, einer Anti-
Homophobie-Organisation.

Van Sants Entscheidung, die in GERRY erprobten Improvisationstechniken weiterzuentwickeln,
findet den Beifall von Diane Keaton, die für ihre Rolle in ANNIE HALL mit dem Oscar
ausgezeichnet wurde. «Ich finde, das ist eine faszinierende Richtung. Es ist erstaunlich, was dabei
herauskommen kann, wenn die Leute von jemandem geführt werden, der so begabt ist, so viel
Handwerk hat und so viel weiss wie Gus», sagt sie: «Ausserdem hat Gus ein unglaubliches
Gespür für Talente. Die Kids vertrauten ihm und machten es einfach, und zwar völlig
unverkrampft.»
Die ELEPHANT-Macher waren entschlossen, den Film in einer echten High School zu
drehen. Es gelang dem Produzenten Wolf, von der Schulbehörde die Erlaubnis zu bekommen,
eine vor kurzem aufgegebene High School im Norden von Portland zu benutzen. Die Möbel und
Einrichtungen waren im Wesentlichen noch intakt. «Nach ziemlich kurzer Zeit sah sie wieder wie
eine gewöhnliche Schule aus. Wir wollten, dass sie so echt aussah wie nur möglich», erklärt Wolf.
ELPHANT wurde im November 2002 im Lauf von 20 Tagen gedreht. Der Film ist die dritte
Zusammenarbeit von Van Sant und dem angesehenen Kameramann Harris Savides, der Van
Sants FINDING FORRESTER gedreht hatte und GERRY, der Savides eine Nomination für den
Independent Spirit Award einbrachte. ELEPHANT wurde in 35 mm gedreht und fällt durch die
Schönheit der Bilder und Details auf: die Ausblicke auf Land und Himmel, die Fahraufnahmen, mit
welchen die Kamera ruhig den Schülern folgt, die geduldige Beobachtung menschlicher Gesichter.
Er ist aber auch die sehr direkte und authentische Darstellung eines bestimmten Umfelds und der
Menschen darin.




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Die Macher des Films

Für die visuelle Umsetzung liessen sich Van Sant und Savides anregen durch Dokumentarfilme
von Frederick Wiseman (DOMESTIC VIOLENCE, THE STORE, HIGH SCHOOL) und Fotografien
von William Eggleston. Van Sant sagt dazu: «Wiseman filmt immer an Orten, wo es ziemlich
schwierig ist, ob in einem Kaufhaus oder einer High School. Er versucht die Situation, die Leute,
den Ort wirklich zu porträtieren. Das Gleiche gilt für Eggleston: Der macht Aufnahmen von
bestimmten Orten, aber es geht auch um Charaktere und Menschen. Bei Wiseman wie Eggleston
weiss man nie so recht, wo sie sind, aber wo immer das sein mag, es sieht verrückt aus. Deshalb
dachten auch wir an Dinge, die gut aussehen, aber nicht überkandidelt, zu kopflastig oder zu
ausgetüftelt sind. Wir haben oft das Licht, das durch die Fenster kam, benutzt oder was sonst eben
an Licht da war und versucht, das Schöne daran zu sehen.»
Sie entschieden sich auch für das Bildformat 1,33 : 1 statt für das breitere 1,85 : 1, das in den
meisten zeitgenössischen Filmen verwendet wird. Ersteres war bis Mitte der Fünfzigerjahre das
Normalformat gewesen, und Van Sant hatte es in seinen frühen 16mm-Filmen verwendet. Er hatte
grosse Lust, es wieder zu verwenden. «Ich mag diese Proportionen gern. Ausserdem würden wir
Motive filmen, die in 1,33 : 1 gut aussehen würden, z. B. Korridore», erklärt er. Hinzu kam, dass in
amerikanischen Schulen jahrzehntelang Filme im Format 1,33 : 1 gezeigt worden waren, bis Video
die Norm wurde.
Das Sound-Design von Leslie Shatz entspricht der Subtilität und Zurückhaltung des Films.
Musik wird sparsam eingesetzt. Ein paar Passagen sind mit Beethovens «Für Elise» und
Ausschnitten aus den Klaviersonaten 14 und 2 unterlegt. Wie so vieles in ELEPHANT kam auch
dieses Element von einem der Schüler, in diesem Falle von Alex Frost. Van Sant erinnert sich:
«Alex fand ein Klavier und begann zu spielen. Wir wollten am nächsten Tag die Szene in seinem
Schlafzimmer drehen, und so sagte ich: ‹Da sollte wohl ein Klavier drin stehen.› Das taten wir, und
nachdem wir die eine Szene gedreht hatten, in der Alex spielt, bot es sich an, die Musik an
anderen Stellen des Films zu verwenden.»
Ein Grossteil des Sound-Designs besteht aus «konkreter Musik», einer Form von
elektronischer Musik, die Ende der Vierzigerjahre entwickelt wurde und eben «konkretes»
Klangmaterial (wie Strassengeräusche, Wassertropfen usw.) verwendete. Wolf meint dazu: «Das
ist kein traditionelles Sound-Design, wo alles ständig mit Geräuschen oder Musik austapeziert ist.
Wie im Film selbst geht es auch hier darum, ohne Tricks und Kniffe auszukommen: Den Leuten
nicht mit Musik oder Geräuschen mitzuteilen, was sie zu empfinden oder zu denken haben.»
Wolf weist darauf hin, dass Van Sant auch beim Schneiden des Films so unspektakulär wie
möglich vorging: «Gus arbeitet nicht viel mit schnellen Schnitten. Er setzt nicht auf Technik, um
dem Publikum zu zeigen, wo es hinschauen und was es empfinden soll. Gus hat genug Vertrauen
zu einer Einstellung, dass er nicht gleich mit einem Schnitt fortspringen, Stille mit einem Geräusch
ausfüllen muss. Dadurch hat der Film sehr realistische Aspekte, aber manchmal ist er auch sehr
ätherisch, wie aus einer anderen Welt. Ich glaube, durch diese Kombination hat der Film auf Sie
als Zuschauer einen organischere Wirkung.»
Kaum jemand dürfte aus ELEPHANT unberührt herauskommen. Diane Keaton sagt dazu:
«Er bringt mich wirklich zum Nachdenken über meine Verantwortung als Erwachsene, zu
verstehen zu versuchen, was bei jungen Menschen geschieht. Auffallend ist die Reinheit dieses
Werks. Gus hat einfach nur darzustellen versucht, wie junge Menschen seiner Meinung nach die
Schule erleben. Jetzt erleben Sie, wie es für sie ist.»




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Über die Crew (Regie, Produktion, Kamera)

Gus Van Sant (Regie, Drehbuch)

Gus Van Sant begeistert Kritik und Publikum, seit er 1985 auf sich aufmerksam machte mit MALA
NOCHE, der 1987 den Los Angeles Film Critics Award for Best Independent/Experimental Film
erhielt. Van Sant hat viele Werke geschaffen, die zu den Marksteinen des Independent-Films der
späten Achtziger- und der Neunzigerjahre gehören, insbesondere DRUGSTORE COWBOY
(1989), MY OWN PRIVATE IDAHO (1991) und EVEN COWGIRLS GET THE BLUES (1993). Für
seine Leistung als Regisseur von Nicole Kidman in der schwarzen Komödie TO DIE FOR (1995)
gewann er einen Golden Globe, und der Film wurde auf den Filmfestivals von Cannes und Toronto
gezeigt.
Für GOOD WILL HUNTING (1997) wurde Van Sant als bester Regisseur für den Academy
Award® nominiert; der Film erhielt insgesamt neun Nominationen und gewann in den Kategorien
bester Nebendarsteller (Robin Williams) und bestes Originaldrehbuch (Matt Damon und Ben
Affleck). Als Nächstes drehte Van Sant das umstrittene Remake von Alfred Hitchcocks Klassiker
PSYCHO (1998): das erste Mal, dass ein Film Einstellung für Einstellung nachgedreht wurde. Im
neuen Jahrtausend kam das Literatendrama FINDING FORRESTER (200) mit Sean Connery, Rob
Brown, F. Murray Abraham und Anna Paquin in den Hauptrollen. Danach kehrte Van Sant zu
seinen Wurzeln als Independent-Filmer zurück mit dem ebenso schönen wie kargen GERRY
(2002), den er mit den beiden Hauptdarstellern Matt Damon und Casey Affleck schrieb.
Während seiner Karriere als Spielfilmregisseur hat Van Sant weiterhin eindringliche Kurzfilme
gedreht, die weltweit an Festivals Preise gewonnen haben. Dazu gehören eine Adaptation von
William F. Burroughs’ Kurzgeschichte «The Discipline of E», ein unterkühlt komisches
schwarzweisses Juwel, das am New York Film Festival gezeigt wurde. 1996 filmte Van Sant Allen
Ginsberg beim Vorlesen seines Gedichts «Ballad of the Skeletons» mit Musik von Paul McCartney
und Philip Glass; der Film wurde erstmals 1997 am Sundance Festival gezeigt. Ebenfalls gefeiert
wurden die Kurzfilme FIVE WAYS TO KILL YOURSELF (1987), THANKSGIVING PRAYER (1991,
eine weitere Zusammenarbeit mit Burroughs) und EASTER (1991) nach einem Drehbuch von
Harmony Korine.
Van Sant wurde 1953 in Louisville, Kentucky geboren, schloss an der Rhode Island School
of Design ab und zog dann nach Hollywood. Am Anfang seiner Karriere machte er zwei Jahre lang
in New York Werbefilme für die Madison Avenue. Mittlerweile lebt er in Portland Oregon, wo er
neben seiner Arbeit als Regisseur und Produzent seine anderen Begabungen als Maler, Fotograf
und Schriftsteller auslebt. 1995 erschien der Fotoband «108 Portraits» (Twelvetrees Press), zwei
Jahre später der erste Roman «Pink» (Doubleday), eine Satire auf das Filmgeschäft. Van Sant, der
selbst jahrelang Musik gemacht hatte, drehte auch Videos für so berühmte Musiker und Gruppen
wie David Bowie, Elton John, The Red Hot Chili Peppers und Hanson.




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Dany Wolf (Produzent)

Der preisgekrönte Produzent Dany Wolf begann 1995 mit Gus Van Sant zusammenzuarbeiten. Er
produzierte den Kurzfilm BALLAD OF THE SKELETONS, den Van Sant mit dem Dichter Allen
Ginsberg gedreht hatte und der 1997 am Sundance Film Festival uraufgeführt wurde. Wolf
produzierte in der Folge auch Werbefilme und Musikvideos mit Van Sant, u. a. «Weird» von
Hanson.
1998 war Wolf Executive Producer bei Van Sants umstrittenem Remake von PSYCHO mit
Vince Vaughn und Anne Heche in den Hauptrollen. Im Herbst 1999 war Wolf Koproduzent von Van
Sants Kurzfilm EASTER, seinem ersten Ausflug in digitale Gefilde und dem ersten Teil der von
Harmony Korine geschriebenen Trilogie JOKES. 2000 war Wolf Executive Producer von Van Sants
FINDING FORRESTER mit Sean Connery, Rob Brown, F. Murray Abraham und Anna Paquin.
Wolf produzierte Van Sants GERRY mit Matt Damon und Casey Affleck in den Hauptrollen. Der
Film wurde 2002 am Sundance Film Festival uraufgeführt und als das originellste Werk des
Regisseurs gerühmt.
In den letzten 15 Jahren hat Wolf international mit vielen der besten Filmemacher von
heute als Produzent gearbeitet. Er produzierte John Woos Nike-«Airport»-Werbefilm in Brasilien,
der während der Weltmeisterschaft lief und beim Werbefilmfestival in Cannes die Silbermedaille
gewann. Wolf produzierte Wes Andersons ersten Ausflug in die Werbung für Sony DVD. Als
Executive Producer hat Wolf verschiedene hervorragende Produktionsfirmen geleitet wie Epoch
Films und Satellite Films.
Wolf, der Abschlüsse von der George Washington University und der American University
in Paris hat, machte auch einen Masters Degree an der American Graduate School of International
Management.

Diane Keaton (Executive Producer)

Seit ihrem Leinwanddebüt in LOVERS AND OTHER STRANGERS hat sich Diane Keaton immer
wieder als ausserordentlich vielseitige Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin erwiesen. In
ihrer Karriere als Schauspielerin hat sie an 25 Spitzenfilmen mitgewirkt, darunter der
GODFATHER-Trilogie, LOOKING FOR MR. GOODBAR, ANNIE HALL, für den sie den Oscar für
die beste Schauspielerin erhielt, und die Grosserfolge FATHER OF THE BRIDE und THE FIRST
WIVES CLUB. Mss Keaton erhielt auch Oscar-Nominationen für ihre Rolle in REDS und ihre
eindringliche Darstellung in MARVIN’S ROOM.
Ms. Keaton ist auch eine Regisseurin von Rang, angefangen bei HEAVEN und mit dem
von der Kritik hoch gelobten UNSTRUNG HEROES als bisherigem Höhepunkt.
Im November 2003 hat Ms. Keaton eine Hauptrolle in der Lifetime-Produktion BREAKING THROUGH
gespielt . Momentan ist Sie mit Jack Nicholson, Keanu Reeves, Frances McDormand und Amanda
Peet unter der Regie von Nancy Meyers in WAS DAS HERZ BEGEHRT zu sehen. 2001 war sie
Regisseurin und
Executive Producer (zusammen mit Columbia Tri-Star und Brad Grey Entertainment) für den
Pilotfilm von PASADENA für Fox Television. Sie war Regisseurin und spielte mit in HANGING UP
mit Meg Ryan, Lisa Kudrow und Walter Matthau; ausserdem spielte sie mit in THE OTHER
SISTER von Garry Marshall und TOWN AND COUNTRY mit Warren Beatty und Goldie Hawn.
Eben ist bei Lookout und Powerhouse Books «Clown Paintings» erschienen, ein von ihr
herausgegebenes Buch über ihre Sammlung von Clown-Bildern, die von Amateurinnen und
Amateuren gemalt wurden.
Mit jedem ihrer Projekte gelingt es Ms. Keaton, die mühelos zwischen dem Komödien- und
dem Dramenfach hin- und herwechselt, immer von neuen, ihr Publikum zu begeistern.




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Bill Robinson (Executive Producer)

Produzent und Drehbuchautor Bill Robinson hat die letzten zehn Jahre eng mit Diane Keaton
zusammen gearbeitet und mit ihr die Produktionsfirma Blue Relief gegründet, deren Präsident er
ist.
Während dieser Zeit war er beteiligt an so erfolgreichen Produktionen wie THE FIRST
WIVES CLUB, UNSTRUNG HEROES und HANGING UP. Zurzeit ist Robinson Executive Producer
von BREAKING THROUGH für Lifetime, der im November 2003 gesendet werden soll.
Robinson, der an der Brown University studiert hatte, kam 1991 nach Hollywood, wo er
kurz im Literaturgeschäft arbeitete, bevor er sich mit Keaton zusammentat.
Dank Robinson wurde Blue Relief zu einer der aktivsten, von einem Star gegründeten
Produktionsfirmen, die gegenwärtig über 20 Film- und Fernsehprojekte in Arbeit hat. Neben einem
allgemeinen Produktionsvertrag mit Big Ticket Television befinden sich im Moment die Filme
AVON LADIES OF THE AMAZON für MGM, ANCHORWOMAN für Castle Rock und die Komödie
SO SHOOT ME für Miramax im Projektstadium.
Im Fernsehbereich war Robinson Executive Producer des von der Kritik gelobten Fox-
Dramas PASADENA und von CROSSED OVER mit Jennifer Jason Leigh für CBS.
Weitere Kabelfernsehprojekte: THE F WORD (mit Whoopi Goldberg und Linda Ellerbee, nach
einem Drehbuch von Diane English) und EMMETT TILL für Showtime unter der Regie von Gregory
Hines.
Nach der Columbia-Produktion HANGING UP war Robinson auch Executive Producer für
die kommende unabhängige Produktion PLAN B von Franchise Entertainment.
Zurzeit schreibt Mr. Robinson SEMESTER AT SEA für New Line Cinema. Sein Originaldrehbuch
YOUNG AMERICANS, das auf seinen Erfahrungen im amerikanischen Senat beruht, hat er an
Hollywood Pictures verkauft. Ausserdem schrieb er das Buch «It’s All Your Fault: Adventures of the
Hollywood Assistant», das 2001 bei Simon & Schuster erschienen ist.


Harris Savides, ASC (Kamera)

Harris Savides wurde 2002 für den Independent Spirit Award als bester Kameramann nominiert für
seine Arbeit in Gus Van Sants GERRY. Davor hatte er mit Van Sant im Jahr 2000 am Drama
FINDING FORRESTER gearbeitet. Weitere wichtige Spielfilme: James Grays THE YARDS, John
Turturros ILLUMINATA, David Finchers THE GAME und Phil Joanous HEAVEN’S PRISONERS.
Ausserdem kam in jüngerer Zeit Wong Kar-Wais THE HIRE: FOLLOW dazu, der zur innovativen
BMW-Kurzfilm-Reihe mit Clive Owen in den Hauptrollen gehört. Gegenwärtig dreht er Jonathan
Glazers BIRTH, der 2004 in die Kinos kommen soll.
Savides wird auch geschätzt als Kameramann für Werbefilme und Musikvideos und hat
dreimal den MTV Music Video Award für die beste Kamerarbeit gewonnen: 1993 für Madonnas
«Rain», 1994 für R.E.M.s «Everybody Hurts», 1998 für Fiona Apples «Criminal».




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Über die Darstellerinnen und Darsteller

Alex Frost (Alex) ist im zweiten Jahr an einer High School in Portland, Oregon. Er fährt gern
Snowboard und Skateboard.

Eric Deulen (Eric) ist im ersten Jahr an einer High School in Vancouver, Washington. Er spielt
Football und Basketball. Es hat ihm sehr gefallen, in ELEPHANT mitzuspielen, und er hofft, auch in
Zukunft als Schauspieler arbeiten zu können.

John Robinson (John McFarland) ist im ersten Jahr an einer High School in Lake Oswego,
Oregon. Er gehört zum Lacrosse-Team seiner Schule, die zu den wenigen Schulen dieser Grösse
zählt, deren Team an staatlichen Wettkämpfen teilnimmt. Er fährt gern Snowboard und
Wakeboard.

Elias McConnell (Elias) erhält zu Hause High-School-Unterricht. Der in Portland, Oregon, lebende
Schüler ist ein begabter Fotograf und möchte an der Universität Fotografie und Film studieren. Er
ist eines von neun Kindern.

Jordan Taylor (Jordan) hat im Frühling an einer High School in Portland, Oregon, abgeschlossen.
Sie hat ein Stipendium erhalten für die University of Montana und interessiert sich für Medizin und
Psychologie. Als begeisterte Reiterin freut sie sich aufs Reiten und Bergsteigen im Staat Montana.

Carrie Finklea (Carrie) ist im vorletzten Jahr an einer High School in Mt. Angel, Oregon. Sie hat
sich immer schon für Schauspielerei interessiert und vor ihrer Rolle in ELEPHANT Kindertheater
gemacht. Seither hat sie in zwei kommenden Independent-Filmen mitgespielt, in JUDY DONE
DIED und in HOBOS. Zu ihren Projekten gehören ein weiterer Independent-Film mit dem
Arbeitstitel PUNK LOVF und eine Kabelfernseh-Soap-Opera.

Nicole George (Nicole) hat im Frühling eine High School in Portland, Oregon, abgeschlossen und
gehörte zwei Jahre lang zur Tennismannschaft der Schule. Sie wird an der Portland State
Fotografie studieren.

Brittany Mountain (Brittany) ist im zweiten Jahr an einer High School in Portland, Oregon. Sie
gehört zum Wasserballteam ihrer Schule und spielt auch in einem Klub. Sie ist Mitglied der
National Honor Society und hat eine Laufbahn im Bereich Medizin oder Gesundheitswesen vor.

Alicia Miles (Alicia) ist im zweiten Jahr an einer High School in The Dalles, Oregon. Seit zwei
Jahren arbeitet sie als Model.

Kristen Hicks (Michelle) ist im vorletzten Jahr an einer High School in Lake Oswego, Oregon, wo
sie zwei Jahre Schauspielunterricht hatte. Sie ist eine begeisterte Leserin, mag Kunst und zeichnet
und malt gern. Sie ist ein aktives Mitglied ihrer Kirchengruppe und ging im Sommer 2003 auf eine
Missionsreise nach Russland.

Bennie Dixon (Benny) ist im ersten Jahr an einer High School in Milwaukie, Oregon. Er spielt im
Footballteam der Universität und ist auch Mitglied des Freshman-Footballteams der Nationalliga.
Ausserdem ist er Mitglied des Basketball- und des Leichtathletikteams seiner Schule.

Nathan Tyson (Nathan) ist im vorletzten Jahr an einer High School in Beaverton, Oregon, wo er
zum Leichtathletik- und zum Ringerteam der Universität gehört. Er war zehn Jahre lang
Amateurturner und gewann staatliche und regionale Wettkämpfe. Zurzeit arbeitet er als Turnlehrer
und mag Bergsteigen, Wandern und andere Freiluftsportarten. Weitere schauspielerische Arbeiten
sind für den Sommer geplant.




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Timothy Bottoms (Mr. McFarland) arbeitet seit dreissig Jahren als Schauspieler und ist in 65
Filmen zu sehen. Er spielte die Hauptrolle von Präsident George W. Bush in der Comedy-Central-
Serie «That’s My Bush!» der «South Park»-Schöpfer Matt Stone und Trey Parker. Er war auch
wiederholt zu sehen in der von der Kritik gefeierten ABC-Serie «Gideon’s Crossings» mit Andre
Braugher. Gerade hat er neben Nicole Eggert im Independent-Spielfilm MURDER SEEN von
Minds Eye Pictures die Hauptrolle gespielt. Ausserdem wird er im Independent-Spielfilm HELD
FOR RANSOM neben Dennis Hopper und Debi Mazar zu sehen sein. Er spielt die Hauptrolle in
der Independent-Produktion THE HIDING PLACE neben der letztes Jahr verstorbenen Kim Hunter.
Der in Santa Barbara, Kalifornien, geborene Bottoms wusste schon mit vier Jahren, dass
er Schauspieler werden wollte. Nachdem er die High School abgeschlossen hatte, wurde er vom
legendären Regisseur Dalton Trumbo für die Hauptrolle in JOHNNY GOT HIS GUN besetzt. Er
wurde dafür als «Most Promising Newcomer» für den Golden Globe nominiert. Danach spielte er
Sonny, die empfindsame Hauptfigur von Peter Bogdanovichs Klassiker THE LAST PICTURE
SHOW. Der Film war bei der Kritik wie beim Publikum ein Riesenerfolg, machte Bottoms, Jeff
Bridges und Cybill Shepherd zu Stars und brachte den beiden älteren Darstellern Ben Johnson und
Cloris Leachman je einen Oscar ein. Danach spielte Bottoms in James Bridges’ THE PAPER
CHASE, ebenfalls einem Grosserfolg, der Bottoms Kostar John Houseman einen Oscar
einbrachte.
Weitere Filme: ROLLERCOASTER von James Goldstone; TEXASVILLE, Bogdanovichs
Fortsetzung von THE LAST PICTURE SHOW; BLUE SKY mit Jessica Lange und Tommy Lee
Jones, HURRICANE mit Mia Farrow. Im Lauf seiner langen Karriere arbeitete er auch mit so
angesehenen Regisseuren wie Philip Kaufman, Arthur Hiller und dem mittlerweile verstorbenen
Alan J. Pakula.
Im Fernsehbereich erhielt Bottoms einen ACE Award für seine Arbeit in der HBO-Serie
«The Hitchhiker». Er hat in verschiedenen Fernsehfilmen mitgewirkt, darunter EAST OF EDEN für
ABC, THE MONEYCHANGERS für NBC, und hatte zahllose Gastauftritte in Serien wie «Perry
Mason», «The Twilight Zone» und «Ray Bradbury Theatre».
Bottoms ist glücklich verheiratet, hat vier Kinder, und verbringt seine Zeit abwechselnd mit
Schauspielerei oder seiner zweiten grossen Liebe: dem Zureiten wilder Pferde auf seinen beiden
Ranches in der Nähe von Big Sur in Kalifornien.

Matt Malloy (Mr. Luce) hat viel für Film und Fernsehen gemacht. Zu seinen Spielfilmen gehören:
Steven Spielbergs A.I.; Gus Van Sants FINDING FORRESTER; Jennifer Jason Leighs und Alan
Cummings’ THE ANNIVERSARY PARTY; David Mamets STATE AND MAIN; Alexander Paynes
ELECTION; Todd Solondz’ HAPPINESS. Er wirkte mit in Robert Altmans DR. T AND THE
WOMEN und COOKIE’S FORTUNE sowie in den drei Filmen von Hal Hartley: TRUST, THE
UNBELIEVABLE TRUTH und SURVIVING DESIRE. Weitere Filme: Matthew Ryan Hogues THE
UNITED STATES OF LELAND; Marc Forsters EVERYTHING PUT TOGETHER; James L. Brooks’
AS GOOD AS IT GETS; Michael Bays ARMAGEDDON; Neil La Butes IN THE COMPANY OF
MEN; Alan Rudolphs MRS. PARKER AND THE VICIOUS CIRCLE.
Malloy war Gaststar in einer Vielzahl von Fernsehserien, darunter «American Dreams»,
«Philly», «Enterprise», «Charmed», «Ally McBeal», «Third Watch», «Spin City», «NYPD Blue»,
«The Practice», «Now & Again» und «Law and Order». Er trat auch wiederholt auf in den NBCSerien
«Providence» und «The Mind of the Married Man».

Ellis E. Williams (Gay-Straight-Alliance-Lehrer) arbeitet seit 29 Jahren als Schauspieler in
Theater, Film und Fernsehen. Zu seinen letzten Filmen gehören Denzel Washingtons Regiedebüt
ANTWONE FISHER, Michael Manns ALI und die Liebeskomödie CHASING DESTINY.
Ausserdem: JACKIE BROWN; THE GLIMMER MAN; THE SAINT OF FORT WASHINGTON;
HANGIN’ WITH THE HOMEBOYS und THE BROTHER FROM ANOTHER PLANET. Vor kurzem
hat er den Independent-Spielfilm COMING UP EASY abgedreht.
Im Fernsehen trat er wiederholt als Vater von D. L. Hughley in der erfolgreichen Sitcom
«The Hughleys» auf. Ausserdem spielte er u. a. in den Dramen «The District», «The West Wing»,
«The Practice», «Any Day Now», «Outer Limits», «NYPD Blue» und «Chicago Hope» mit sowie in
Komödien wie «Seinfeld», «Roseanne», «The George Carlin Show», «Martin», «Living Single»,
«The Wayans Brothers» und «The Fresh Prince of Bel Air». Zu sehen ist er auch im neuen
Hallmark-CBS-Fernsehfilm LITTLE JOHN.

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Auf der Bühne spielte Williams in Broadway-Produktionen wie «The Basic Training of
Pavlo Hummel», «Requiem for a Heavyweight», «Solomon’s Child», «Pirates of Penzance» und
«Once on This Island». Williams erhielt den angesehenen L. A. Ovation Award for Best Featured
Actor/Dramatic Play für seine Rolle in Kevin Heelans «Distant Fires». Er erhielt eine Garland
Award Honorable Mention für seine Leistung in der Inszenierung aus dem Jahr 2001 von Oliver
Mayers «Joe Louis’ Blues» am Tiffany Theatre in L. A. und wurde nominiert für den NAACP
Theatre Award for Best Featured Actor/Dramatic Play für seine Rolle in Oliver Mayers «Blade to
the Heat» im Mark Taper Forum in Los Angeles.




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